Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Citizenship by work?: Arbeitsmarkpolitik im Flüchtlingsschutz zwischen Öffnung und Selektion (2016)
Scherschel, Karin;Zitatform
Scherschel, Karin (2016): Citizenship by work? Arbeitsmarkpolitik im Flüchtlingsschutz zwischen Öffnung und Selektion. In: Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, Jg. 46, H. 2, S. 245-265.
Abstract
"The paper discusses current changes of the German labor market for certain groups of refugees. On the one hand, we can observe a partial opening of the labor market. Especially the economy welcomes the idea of opening the labor market for refugees. On the other hand, this policy establishes a perspective that puts a strong emphasis on economical benefits, even in the field of refugee protection. This policy is inconsistent with the idea of human rights, which state a right to work. Some researchers argue that the access to the labor market will be a chance to get citizenship rights. In contrast to this view, I argue that the focus on labor market participation leads to a classification of 'good' and 'bad' refugees. At the same time, the partial opening is a gateway for 'activation policies' with different sanctions intervening into the refugee protection system." (Author's abstract, © Verlag Westfälisches Dampfboot) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen im EU-Vergleich: keine Patentlösung in Sicht (2016)
Schwarzwälder, Joscha;Zitatform
Schwarzwälder, Joscha (2016): Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen im EU-Vergleich. Keine Patentlösung in Sicht. (Bertelsmann-Stiftung. Zukunft soziale Marktwirtschaft. Policy brief 2016,03), Gütersloh, 8 S.
Abstract
"Sprachkurse, Praktika, Kompetenzfeststellung und Qualifizierung - überall in Europa suchen Politiker derzeit nach Wegen, um Asylbewerber und Flüchtlinge bei der Integration in Arbeit zu unterstützen. Die Herausforderung ist groß. Denn während die Zahl der Asylanträge europaweit auf Rekordniveau liegt, finden Geflüchtete bisher deutlich seltener und später Beschäftigung als andere Zuwanderer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flüchtlinge - grenzenlose Aufnahmebereitschaft des Arbeitsmarktes? (2016)
Siefert, Jutta;Zitatform
Siefert, Jutta (2016): Flüchtlinge - grenzenlose Aufnahmebereitschaft des Arbeitsmarktes? In: Zeitschrift für europäisches Sozial- und Arbeitsrecht, Jg. 15, H. 10, S. 401-409.
Abstract
"Das Ob und Wie der Integration der großen Zahl von Menschen, die insbesondere im Jahr 2015 in der Bundesrepublik Deutschland um Schutz vor Verfolgung in ihren Heimatländern nachgesucht haben, beherrscht die derzeit gesellschaftliche und politische Diskussion wie kaum ein anderes Thema. Einen wichtigen Schritt zu einer gelingenden Integration kann dabei die Möglichkeit für die Betroffenen darstellen, eine Beschäftigung - auf dem ersten Arbeitsmarkt - aufzunehmen und damit möglichst unabhängig von existenzsichernden Sozialleistungen zu leben. Zugleich erhofft sich der Staat, mit der Integration von Flüchtlingen auch dem Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt begegnen zu können. Das Ausländer- wie das Leistungsrecht eröffnen allerdings höchst unterschiedliche Integrationschancen für asylsuchende Menschen auch im Hinblick auf den Arbeitsmarkt, die es nicht jedem ermöglichen, seinen Lebensunterhalt in Deutschland tatsächlich unabhängig von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu sichern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den Artikel. -
Literaturhinweis
Kosten und Chancen der Migration (2016)
Sinn, Hans-Werner; Holtemöller, Oliver ; Andritzky, Jochen; Altemeyer-Bartscher, Martin; Schmidt, Christoph M.; Suntum, Ulrich van; Raffelhüschen, Bernd; Junker, Simon; Moog, Stefan; Wieschemeyer, Matthias; Schultewolter, Daniel; Fuest, Clemens; Groll, Dominik; Fratzscher, Marcel ; Kooths, Stefan;Zitatform
Sinn, Hans-Werner, Marcel Fratzscher, Simon Junker, Clemens Fuest, Jochen Andritzky, Christoph M. Schmidt, Bernd Raffelhüschen, Stefan Moog, Ulrich van Suntum, Daniel Schultewolter, Dominik Groll, Stefan Kooths, Martin Altemeyer-Bartscher, Oliver Holtemöller & Matthias Wieschemeyer (2016): Kosten und Chancen der Migration. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 69, H. 4, S. 3-49.
Abstract
"Die aktuelle Flüchtlingskrise stellt die Europäische Union vor eine enorme Herausforderung. Vor allem Deutschland erlebt zurzeit einen gewaltigen Zustrom von Menschen, die sich Sicherheit und eine wirtschaftliche Perspektive wünschen. Darunter befinden sich auch immer mehr Flüchtlinge: 2015 sind schätzungsweise eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Und der Flüchtlingsstrom hält nach wie vor an. Kann die Wirtschaft die Chancen der Zuwanderung nutzen? Was kostet die Integration? Diese Fragen diskutieren hier die Präsidenten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sowie weitere Migrationsexperten."(Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhalt:
Hans-Werner Sinn: So kann es nicht weiter gehen (3-6);
Marcel Fratzscher, Simon Junker: Eine wirtschaftliche Perspektive zu Geflüchteten (7-10);
Clemens Fuest: Die ökonomischen Folgen der Zuwanderung (11-14);
Jochen Andritzky, Christoph M. Schmidt: Wirtschaftspolitische Implikationen der Flüchtlingsmigration (15-23);
Bernd Raffelhüschen, Stefan Moog: Zur Fiskalischen Dividende der Flüchtlingskrise: Eine Generationenbilanz (24-29);
Ullrich van Suntum, Daniel Schultewolter: Das costa fast gar nix? Das costa ganz viel! (30-38);
Dominik Groll, Stefan Kooths: Arbeitsmarktregulierung zur Flüchtlingsintegration (39-42);
Martin Altemeyer-Bartscher, Oliver Holtemöller, Matthias Wieschemeyer: Zur räumlichen Verteilung von Flüchtlingen im Föderalstaat (43-49). -
Literaturhinweis
Ansatzpunkte zur Abschätzung der ökonomischen Folgen der Flüchtlingszahlen und erste Quantifizierung: Aktualisierung (2016)
Zitatform
Sonnenburg, Anja, Britta Stöver & Marc Ingo Wolter (2016): Ansatzpunkte zur Abschätzung der ökonomischen Folgen der Flüchtlingszahlen und erste Quantifizierung. Aktualisierung. (GWS discussion paper 2016,03), Osnabrück, 26 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der kurzfristigen strukturellen und mengenmäßigen Änderungen in der Flüchtlingszuwanderung sowie den Verhaltensanpassungen in der Flüchtlingspolitik wurde das GWS Discussion Paper 2015/17 aktualisiert. Insbesondere die Prognose und Langzeitabschätzungen wurden an den aktuellen Stand angepasst. Im Ergebnis sind positive ökonomische Wirkungen bezogen auf das BIP zu erwarten, denn Dienstleistungen und Wohnraum werden vermehrt nachgefragt werden und langfristig ist eine Ausweitung des Produktionspotenzials möglich. Die Wirkungen sind umso stärker, je besser die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt. Mit dem Arbeitsplatz verbinden sich Einkommen und Konsummöglichkeiten, die wiederum zu Nachfrage und Arbeitsplätzen führen können. Ein Teil dieses Zuwachses ist allerdings mit einem geringeren Finanzierungssaldo des Staates verbunden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Diversity Management und soziale Schließung in Betrieben in Deutschland: Ergebnisse aus Experteninterviews (2016)
Szameitat, Jörg; Knapp, Barbara; Dony, Elke; Fausel, Gudrun;Zitatform
Szameitat, Jörg (2016): Diversity Management und soziale Schließung in Betrieben in Deutschland. Ergebnisse aus Experteninterviews. (IAB-Forschungsbericht 06/2016), Nürnberg, 45 S., Anhang.
Abstract
"Die aktuelle Zuwanderung von Flüchtlingen stellt den deutschen Arbeitsmarkt vor neue Herausforderungen. Ein erhöhtes Ausmaß sozialer Vielfalt, an kultureller Diversität, kommt auf die Betriebe zu. Nicht zuletzt werden deren organisatorische und soziale Kompetenzen gefragt sein, wenn es darum geht, mit neuen Arbeitskräften bisher vielleicht fremder kultureller Herkunft im Arbeitsalltag umzugehen. Dies lenkt neues Augenmerk auf die Rolle von Diversity Management. Dessen ursprüngliches Ziel war es, Chancengleichheit am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Da es soziale Vielfalt als Ressource interpretiert, ist Diversity Management inzwischen (auch) ein Instrument zur Produktivitätssteigerung von Betrieben geworden. Welche Motive für und Arten von Diversity Management sich in deutschen Betrieben tatsächlich finden und wie diese mit Tendenzen sozialer Schließung in Einstellungsprozessen zusammenhängen, beschreibt dieser Bericht auf Basis von Experteninterviews. Den theoretischen Hintergrund bildet dabei der Zusammenhang von Diversität und sozialer Schließung im Betrieb. Die Auswertung der Interviews mündet in einer Aufstellung verschiedener Typen von Betrieben, die sich hinsichtlich ihrer Haltung Diversity Management gegenüber, ihres Motivs dafür, ihres Umgangs mit sozialer Vielfalt sowie ihres Grades an sozialer Schließung unterscheiden. Eine bereits bestehende Typologie von Diversity Management von Thomas und Ely (1996) wird dabei um zwei Typen erweitert. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine nachhaltige Nutzung sozialer Vielfalt durch zwei Faktoren begünstigt wird: Eine historisch-politisch oder organisatorisch bedingte Auseinandersetzung mit sozialer Vielfalt einerseits und eine idealistisch motivierte positive Wertschätzung sozialer Vielfalt andererseits." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Fausel, Gudrun; -
Literaturhinweis
Integration von Flüchtlingen in mittelständische Betriebe: Ergebnisse einer Interviewreihe mit Geschäftsführern und Personalverantwortlichen. Informationsdossier (2016)
Tachkov, Philipp;Zitatform
Tachkov, Philipp (2016): Integration von Flüchtlingen in mittelständische Betriebe. Ergebnisse einer Interviewreihe mit Geschäftsführern und Personalverantwortlichen. Informationsdossier. Ludwigshafen am Rhein, 55 S.
Abstract
"Menschen mit Fluchthintergrund haben besonders dann gute Aussichten auf Beschäftigung, wenn sie frühzeitig in Qualifikationsmaßnahmen integriert und durch engagierte Betriebe gefördert werden. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn sie eine kontinuierliche Sprachförderung erhalten, motiviert und anpassungsfähig sind sowie eine adäquate Grundbildung mitbringen. Kulturelle Unterschiede treten bei Erfüllung dieser Voraussetzungen eher in den Hintergrund.
Dies sind einige Erkenntnisse der Interviewreihe des Kompetenzzentrums Zukunftsfähige Arbeit in Rheinland-Pfalz mit Geschäftsführern und Personalverantwortlichen rheinland-pfälzischer mittelständischer Betriebe aus Hotellerie und Handwerk, die bereits frühzeitig Flüchtlinge qualifiziert beschäftigt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Asylverfahren in den Niederlanden (2016)
Thränhardt, Dietrich;Zitatform
Thränhardt, Dietrich (2016): Asylverfahren in den Niederlanden. Gütersloh, 19 S.
Abstract
"Acht Tage dauerten Asylverfahren in den Niederlanden, acht Monate in Deutschland. Deswegen kämen so viele Balkan-Flüchtlinge nach Deutschland. So kommentierte Frans Timmermans, der Vizepräsident der EU-Kommission, am 9. September 2015 im Deutschen Fernsehen. Ähnlich selbstbewusst war Rob van Lint, der Leiter der niederländischen Migrationsbehörde. Auf die Frage, ob die Niederlande etwas von anderen Ländern lernen könnten, antwortete er mit der Feststellung, vor allem hätten andere Länder viel von den Niederlanden gelernt. 'Im Vergleich haben wir ein sehr straffes Verfahren.'
Unsere Analyse des niederländischen Asylsystems soll nicht nur klären, ob das niederländische Selbstbewusstsein gerechtfertigt ist. Es geht darum, vorbildliche Elemente in der niederländischen Praxis zu identifizieren. Ist das Asyl-Aufnahmesystem in den Niederlanden schneller und besser? Wie verhält sich die Schnelligkeit der Verfahren zur Genauigkeit und zur Qualität der Antragsprüfung? Konnte das niederländische System die gestiegenen Antragszahlen im Jahr 2015 bewältigen? Welche Effekte hat die anwaltliche Vertretung bei allen Asylverfahren, die die Niederlande den Asylbewerbern zur Verfügung stellen? Beeinflusst wachsender Populismus die Praxis? Diese Fragen stellen sich bei einem Vergleich. Ziel der vergleichenden Analyse ist es, Elemente und Verfahrensweisen herauszuarbeiten, die von einem zum anderen Land übertragbar sind und die eine Optimierung der Asyl-Aufnahmesysteme erlauben, wie sie in der Europäischen Union angestrebt wird." (Textauszug, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
English version -
Literaturhinweis
The economic impact of Syrian refugees on host countries: quasi-experimental evidence from Turkey (2016)
Zitatform
Tumen, Semih (2016): The economic impact of Syrian refugees on host countries. Quasi-experimental evidence from Turkey. In: The American economic review, Jg. 106, H. 5, S. 456-460. DOI:10.1257/aer.p20161065
Abstract
"The Syrian Conflict generated forced immigration from northern Syria to southeastern Turkey. Arrival of refugees resembles a natural experiment, which offers good opportunities to study the economic impact of immigration. I study three main outcomes: labor markets, consumer prices, and housing rents. I document moderate employment losses among native informal workers, which suggests that they are partly substituted by refugees. Prices of the items produced in informal labor intensive sectors declined due to labor cost advantages generated by refugee inflows. Finally, refugee inflows increased the rents of higher quality housing units, while there is no effect on lower quality units." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt 2030 - Wirtschaft und Arbeitsmarkt im digitalen Zeitalter: Prognose 2016 (2016)
Zitatform
Vogler-Ludwig, Kurt, Nicola Düll & Ben Kriechel (2016): Arbeitsmarkt 2030 - Wirtschaft und Arbeitsmarkt im digitalen Zeitalter. Prognose 2016. Bielefeld: Bertelsmann, 215 S. DOI:10.3278/6004556w
Abstract
"Dies ist die dritte Langfristprognose bis zum Jahr 2030, die Economix Research & Consulting (München) im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für den deutschen Arbeitsmarkt erstellt hat. Sie hatte die Aufgabe, sowohl die Auswirkungen des jüngsten Flüchtlingszustroms auf den Arbeitsmarkt abzuschätzen, als auch die Chancen und Risiken der Digitalisierung zu prognostizieren. Dazu wurden zwei Szenarien entwickelt und mit ökonometrischen Modellen quantifiziert:
- Das Basisszenario berücksichtigt die aktuellen Entwicklungen auf der Angebots- und Nachfrageseite des Arbeitsmarktes, insbesondere den starken Anstieg der Zuwanderung seit 2013. Es geht davon aus, dass die fluchtbedingte Zuwanderung bis 2020 abebben wird. Allerdings stellt sich auf Grund der abweichenden Qualifikationsstruktur der Einwanderer eine langfristige Integrationsaufgabe. Das Szenario geht von einer stetigen Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft aus, setzt aber keinen Handlungsschwerpunkt auf die Entwicklung und den Einsatz digitaler Techniken. Es unterstellt die Fortsetzung des bereits wirksamen Struktur-wandels zu den wissensintensiven, kulturellen und sozialen Diensten.
- Im Szenario 'Beschleunigte Digitalisierung' setzen Wirtschaft und Politik hingegen auf die intensive Nutzung der digitalen Technik, um damit sowohl die industrielle Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten zu sichern als auch die Produktivität der Arbeit zu steigern. Dieses Szenario zeigt die Wachstums- und Produktivitätspotenziale der digitalen Technik und soll die Frage beantworten, ob eine forcierte Förderung des technologischen Wandels einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der Fachkräfteengpässe leisten kann." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsmarkt 2030 - Wirtschaft und Arbeitsmarkt im digitalen Zeitalter: Prognose 2016. Projekt Analyse der zukünftigen Arbeitskräftenachfrage und des -angebots in Deutschland auf Basis eines Rechenmodells (2016)
Zitatform
Vogler-Ludwig, Kurt, Nicola Düll & Ben Kriechel (2016): Arbeitsmarkt 2030 - Wirtschaft und Arbeitsmarkt im digitalen Zeitalter. Prognose 2016. Projekt Analyse der zukünftigen Arbeitskräftenachfrage und des -angebots in Deutschland auf Basis eines Rechenmodells. München, 148 S. DOI:10.3278/6004556w
Abstract
"Dies ist die dritte Langfristprognose bis zum Jahr 2030, die Economix Research & Consulting (München) im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für den deutschen Arbeitsmarkt erstellt hat. Sie hatte die Aufgabe, sowohl die Auswirkungen des jüngsten Flüchtlingszustroms auf den Arbeitsmarkt abzuschätzen, als auch die Chancen und Risiken der Digitalisierung zu prognostizieren. Dazu wurden zwei Szenarien entwickelt und mit ökonometrischen Modellen quantifiziert:
- Das Basisszenario berücksichtigt die aktuellen Entwicklungen auf der Angebots- und Nachfrageseite des Arbeitsmarktes, insbesondere den starken Anstieg der Zuwanderung seit 2013. Es geht davon aus, dass die fluchtbedingte Zuwanderung bis 2020 abebben wird. Allerdings stellt sich auf Grund der abweichenden Qualifikationsstruktur der Einwanderer eine langfristige Integrationsaufgabe. Das Szenario geht von einer stetigen Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft aus, setzt aber keinen Handlungsschwerpunkt auf die Entwicklung und den Einsatz digitaler Techniken. Es unterstellt die Fortsetzung des bereits wirksamen Struktur-wandels zu den wissensintensiven, kulturellen und sozialen Diensten.
- Im Szenario 'Beschleunigte Digitalisierung' setzen Wirtschaft und Politik hingegen auf die intensive Nutzung der digitalen Technik, um damit sowohl die industrielle Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten zu sichern als auch die Produktivität der Arbeit zu steigern. Dieses Szenario zeigt die Wachstums- und Produktivitätspotenziale der digitalen Technik und soll die Frage beantworten, ob eine forcierte Förderung des technologischen Wandels einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der Fachkräfteengpässe leisten kann." (Textauszug, IAB-Doku)Ähnliche Treffer
spätere (möglw. abweichende) Version: Bielefeld , wbv, 2016 -
Literaturhinweis
Intelligente Integration von Flüchtlingen und Migranten: aktuelle Erfahrungen, Konzepte und kritische Anregungen (2016)
Volker Heyse, ; Stefan Ortmann, ; John Erpenbeck, ;Zitatform
(2016): Intelligente Integration von Flüchtlingen und Migranten. Aktuelle Erfahrungen, Konzepte und kritische Anregungen. (Kompetenzmanagement in der Praxis 10), Münster: Waxmann, 175 S.
Abstract
"In den Jahren 2015 und 2016 ersuchten mehr Menschen in Deutschland und Österreich um Asyl als je zuvor. Häufig bleiben dabei Kompetenzen und Fertigkeiten, die Flüchtlinge und Migranten mitbringen, unerkannt und ungenutzt. Dieses große Potenzial zu ergründen und für den Integrationsprozess sichtbar zu machen, ist das Ziel dieses Bandes. Im Fokus stehen Überlegungen dazu, wie die Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen in kurzer Zeit menschenwürdig und gleichzeitig zukunftsorientiert zu gestalten ist. Die Beiträge reichen von grundlegenden Überlegungen zur (Kompetenz-)Erfassung und Integration von Flüchtlingen über Anwendungsbeispiele des Kompetenzermittlungsverfahrens KODE® in multikulturellen Kontexten bis hin zu Erfahrungsberichten aus Integrationsprojekten und aus einer Erstaufnahmeeinrichtung. Es zeigt sich, dass es vor allem informell und nonformal erworbene Kompetenzen zu erkennen, anzuerkennen und aktiv zu nutzen gilt. Der Blick der Autoren verweilt jedoch nicht auf den Flüchtlingen und Migranten, sondern richtet sich mit der Analyse der für eine gelingende Integration benötigten interkulturellen Kompetenzen auch auf die Einwanderungsgesellschaft und liefert fundierte Argumente gegen Überfremdungsängste." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Fluchtmigration und Arbeitsmarkt: Kann die Integration gelingen? (2016)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2016): Fluchtmigration und Arbeitsmarkt: Kann die Integration gelingen? In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 70, H. 6, S. 6-16. DOI:10.5771/1611-5821-2016-6-6
Abstract
"Schätzungen zufolge sind 2015 knapp 900.000 Menschen nach Deutschland geflüchtet. Für 2016 wird davon ausgegangen, dass noch einmal rund 300.000 dazu kommen könnten. Die Möglichkeiten und Voraussetzungen der Integration geflüchteter Menschen in die Gesellschaft werden landauf und landab diskutiert. Eine zentrale Rolle kommt der Partizipation am hiesigen Arbeitsmarkt zu. Gelingt es geflüchteten Menschen, eine auskömmliche Beschäftigung zu finden, sichern sie damit nicht nur ihren eigenen Lebensunterhalt, sondern tragen auch zum Gemeinwohl bei. Der Beitrag gibt erste Antworten auf die Frage, wie der Arbeitsmarkt die Fluchtmigration verkraften wird und ob sich geflüchtete Menschen mit nachhaltigem Erfolg in den Arbeitsmarkt integrieren können. Hierzu werden Forschungsergebnisse aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung präsentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flucht und Migration: Herausforderung für Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarktpolitik (2016)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2016): Flucht und Migration. Herausforderung für Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarktpolitik. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 25, H. 3/4, S. 169-194., 2016-11-02. DOI:10.1515/arbeit-2016-0035
Abstract
"Die Fluchtmigration stellt in Deutschland aktuell und in der nahen Zukunft eine der größten Herausforderungen für die Arbeitsmarktpolitik dar. Sie ist offenkundig mit zunächst beträchtlichen staatlichen Aufwendungen verbunden. Die These des Überblicksartikels lautet: Wenn die Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt erfolgreicher verläuft als in der Vergangenheit, sind die anfänglichen Aufwendungen als Investitionen aller Beteiligten zu sehen, aus denen wirtschaftliche Chancen erwachsen können. Ausgangspunkte für den konzeptionell angelegten Beitrag sind vornehmlich Befunde des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur quantitativen Entwicklung der Migration in der jüngeren Vergangenheit sowie zur bisherigen Arbeitsmarktintegration von Migranten und Flüchtlingen. Zudem werden die kurz- und längerfristigen Konsequenzen der Fluchtmigration für das Erwerbspersonenpotenzial sowie für Arbeitsmarkt und Beschäftigung erörtert. Auf der Basis vorliegender Informationen zum Bildungs- und Qualifizierungsstand der jüngst geflüchteten Menschen werden schließlich arbeitsmarktpolitische Folgerungen diskutiert." (Autorenreferat, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
Flüchtlinge im Handwerk integrieren und beschäftigen: Potenziale erkennen, Chancen nützen, Perspektiven schaffen (2016)
Wasner, Anouschka;Zitatform
Wasner, Anouschka (2016): Flüchtlinge im Handwerk integrieren und beschäftigen. Potenziale erkennen, Chancen nützen, Perspektiven schaffen. Bad Wörishofen: Holzmann, 144 S.
Abstract
"Im vorliegenden Ratgeber zeigt die Autorin Anouschka Wasner auf über 140 Seiten, wie Sie einen Geflüchteten in Ihrem Betrieb beschäftigen können, welche Chancen in einem solchen Projekt stecken und was Sie dabei beachten sollten:
- Mit vielen Checklisten, aktuellen Förderprogrammen sowie Anlauf- und Kontaktstellen.
- Mit wichtigen Informationen und Anregungen zur Gestaltung möglicher Beschäftigungsverhältnisse.
- Mit wertvollen Tipps und Hilfen für die Wahl der geeigneten Bewerber.
Die Neuerscheinung gibt aber auch einen Überblick - den ersten überhaupt - was die Handwerksorganisation in ganz Deutschland für die Integration in die Betriebe auf die Beine gestellt hat. Unverzichtbar, wenn es um die Integration und Beschäftigung geflüchteter Menschen geht." (Verlagsangaben, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Identifying macroeconomic effects of refugee migration to Germany (2016)
Zitatform
Weber, Enzo & Roland Weigand (2016): Identifying macroeconomic effects of refugee migration to Germany. (IAB-Discussion Paper 20/2016), Nürnberg, 15 S.
Abstract
"Diese Studie untersucht ökonomische Effekte der Immigration nach Deutschland, wobei explizit zwischen der Einwanderung Asylsuchender und sonstiger Einwanderung unterschieden wird. Wir schlagen einen makroökonometrischen Modellansatz mit Verwendung von Instrumentvariablen vor. In der mittleren Frist hat die Immigration Nichtasylsuchender einen günstigeren Effekt auf BIP und Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Effekte der Flüchtlingszuwanderung auf den Arbeitskräftebedarf in einzelnen Berufen (2016)
Zitatform
Weber, Enzo (2016): Effekte der Flüchtlingszuwanderung auf den Arbeitskräftebedarf in einzelnen Berufen. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 09/2016), Nürnberg, 8 S.
Abstract
Dieser Bericht befasst sich mit der Frage, welche Effekte die hohe Flüchtlingszuwanderung auf die Beschäftigung in Deutschland hat. Dazu werden Daten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und zu offenen Stellen betrachtet. (IAB)
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Literaturhinweis
Schätzung der Zahl der für Flüchtlinge relevanten Arbeitsstellen (2016)
Zitatform
Weber, Enzo (2016): Schätzung der Zahl der für Flüchtlinge relevanten Arbeitsstellen. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 12/2016), Nürnberg, 3 S.
Abstract
"Viele Flüchtlinge, die in jüngerer Zeit nach Deutschland gekommen sind, verfügen über keinen hierzulande verwertbaren beruflichen Abschluss. Auch ihre deutschen Sprachkenntnisse sind meist - zumindest zu Beginn - gering. Kurzfristig kommen daher für sie nur bestimmte Arbeitsstellen in Frage. In dem Aktuellen Bericht wird das Ergebnis einer Schätzung der Zahl der offenen Stellen, die für diese Flüchtlinge relevant sind, dargelegt. Dabei wurde die kürzere Frist betrachtet, in der Fortschritte bei Qualifikation und Sprache noch begrenzt sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labour market access for asylum seekers and refugees under the common European asylum system (2016)
Weber, Franziska;Zitatform
Weber, Franziska (2016): Labour market access for asylum seekers and refugees under the common European asylum system. In: European Journal of Migration and Law, Jg. 18, H. 1, S. 34-64. DOI:10.1163/15718166-12342089
Abstract
"The paper identifies a policy inconsistency between the EU's asylum and the EU's labour migration policies and makes a call for stronger convergence. The analysis starts off by setting out the EU's current and future economic challenges with a view to its ageing population and low fertility rates, which displays the EU's need for migrants. Two trends can be observed: The lacking success of Europe's highly-skilled regime, i.e. the Blue Card scheme, casts doubts on the suitability of the EU's labour migration policy and its ability to meet the EU's labour market's needs this way. Labour market access for people that come to the EU to seek asylum on the other hand is subject to quite a number of restrictions. The lack of coordination seems short-sighted. In an attempt to advocate for stronger coherence the paper sets out the rights to access the EU labour market of those who come to the EU as asylum seekers in detail and explores reform potential where these rights can be expanded consistent with the EU's labour market needs. It looks at EU law in general and refers to Germany as an implementation example." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
ifo Migrationsmonitor: Einwanderer und Asylbewerber in Deutschland: Zahlen, demographische Angaben, Qualifikationsstrukturen und Arbeitsmarktpartizipation (2016)
Wech, Daniela;Zitatform
Wech, Daniela (2016): ifo Migrationsmonitor: Einwanderer und Asylbewerber in Deutschland. Zahlen, demographische Angaben, Qualifikationsstrukturen und Arbeitsmarktpartizipation. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 69, H. 6, S. 51-58.
Abstract
"Der Artikel gibt einen Überblick über Einwanderungs- und Asylbewerberzahlen. Zudem werden demographische Angaben, Qualifikationsstruktur und Arbeitsmarktpartizipation von Ausländern sowie die Ergebnisse der im Jahr 2014 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge durchgeführten Flüchtlingsstudie präsentiert. Die Arbeitsmarktpartizipation der Flüchtlinge ist deutlich niedriger als die der ausländischen Bevölkerung, die wiederum niedriger als die der deutschen Bevölkerung ist. Die Integration der Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt ist eine zentrale Herausforderung für die kommenden Jahre." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Integrationsgesetz: Änderungen im SGB III und AsyIbLG (2016)
Weite, Hans-Peter;Zitatform
Weite, Hans-Peter (2016): Das Integrationsgesetz. Änderungen im SGB III und AsyIbLG. In: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, Jg. 36, H. 8, S. 269-274.
Abstract
"Durch das am 6.8.2016 in wesentlichen Teilen in Kraft getretene Integrationsgesetz (IntG) v. 31.7.2016 (BGBl. I S. 1939) sind u. a. das Dritte Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) und das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) geändert worden. Am 1.1.2017 treten die Neuregelungen über die Verpflichtung zur Teilnahme an einem Integrationskurs bzw. zu den Folgen einer Nichtteilnahme (§ 44a AufenthG und § 5b AsylbLG) in Kraft. Der Beitrag befasst sich mit diesen Neuregelungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Rechtliche Grundlagen der Teilhabe und Ausgrenzung von Flüchtlingen (2016)
Werdermann, David;Zitatform
Werdermann, David (2016): Rechtliche Grundlagen der Teilhabe und Ausgrenzung von Flüchtlingen. In: A. Scherr & G. Yüksel (Hrsg.) (2016): Flucht, Sozialstaat und Soziale Arbeit (Neue Praxis. Sonderheft, 13), S. 86-95.
Abstract
"Anerkannte Flüchtlinge sind deutschen StaatsbürgerInnen in zahlreichen Lebensbereichen gleichgestellt. Sie unterliegen weder Residenzpflicht noch Lagerzwang, haben Zugang zum Arbeitsmarkt und Bildungsangeboten und erhalten ggf. Sozialleistungen nach SGB II oder SGB XII. Nur die neu eingeführten und rechtlich umstrittenen Wohnsitzauflagen treffen auch sie. Personen mit einer Aufenthaltsgestattung und Geduldete erlangen mit zunehmender Aufenthaltsdauer mehr Rechte. Nach Ablauf bestimmter Fristen entfällt die Residenzpflicht, sie können sich eine eigene Wohnung suchen, unter Schwierigkeiten eine Erwerbstätigkeit aufnehmen und erhalten Sozialleistungen analog SGB XII. Asylbewerberinnen aus Iran, Irak, Syrien und Eritrea, denen eine 'gute Bleibeperspektive' zugesprochen wird, werden zudem hinsichtlich des Zugangs zu Integrationskursen privilegiert.
Negative Abweichungen gelten hingegen für Asylsuchende und Geduldete aus sicheren Herkunftsstaaten. Sie müssen in der Regel bis zu ihrer Abschiebung in (besonderen) Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben. Daran anknüpfend unterliegen sie dauerhaft der Residenzpflicht und einem Arbeitsverbot, sind teilweise von der Schulpflicht ausgenommen und erhalten Sachleistungen. Ähnlichen Einschränkungen sind Geduldete ausgesetzt, denen vorgeworfen wird, nicht ausreichend bei der eigenen Abschiebung mitzuwirken. Sie verharren oft jahrelang in Kettenduldung und dürfen nicht arbeiten. Sozialrechtlich sind sie nicht nur von der Angleichung an das SGB XII ausgeschlossen, sondern darüber hinaus von Leistungskürzungen unter das physische Existenzminimum betroffen." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
An die Arbeit: Wie lokale Initiativen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt beitragen können (2016)
Woellert, Franziska; Neubecker, Nina; Sievert, Stephan; Klingholz, Reiner;Zitatform
Woellert, Franziska, Stephan Sievert, Nina Neubecker & Reiner Klingholz (2016): An die Arbeit: Wie lokale Initiativen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt beitragen können. (Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Discussion paper 19), Berlin, 31 S.
Abstract
"Die Flüchtlingszuwanderung in Deutschland bringt viele Herausforderungen mit sich. Eine der größten ist die Integration in den Arbeitsmarkt. Die Regelprogramme der Jobcenter und Arbeitsagenturen reichen hierfür nicht aus. Umso wichtiger sind lokale Initiativen, die Geflüchtete und Unternehmen zusammenbringen. Das Berlin-Institut hat deren Arbeit in zehn leitfadengestützten Interviews beleuchtet. Welche Leistungen bieten sie an? Auf welche Herausforderungen treffen sie und wie begegnen sie diesen? Die Ergebnisse zeigen, dass die Initiativen viel mehr leisten als reine Vermittlungsarbeit und dass gerade persönliche Kontakte zu Behörden und Unternehmen eine erfolgreiche Arbeit versprechen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge in Deutschland: Qualifikationsstruktur, Arbeitsmarktbeteiligung und Zukunftsorientierungen (2016)
Worbs, Susanne; Bund, Eva;Zitatform
Worbs, Susanne & Eva Bund (2016): Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge in Deutschland. Qualifikationsstruktur, Arbeitsmarktbeteiligung und Zukunftsorientierungen. (BAMF-Kurzanalyse 2016,01), Nürnberg, 11 S.
Abstract
"Die erste BAMF-Kurzanalyse beschäftigt sich mit den soziodemographischen Merkmalen, der Qualifikationsstruktur, der Arbeitsmarktbeteiligung sowie den Zukunftsorientierungen und Wünschen von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Asyl - und dann? Die Lebenssituation von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen in Deutschland: BAMF-Flüchtlingsstudie 2014 (2016)
Worbs, Susanne; Bund, Eva; Böhm, Axel;Zitatform
Worbs, Susanne, Eva Bund & Axel Böhm (2016): Asyl - und dann? Die Lebenssituation von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen in Deutschland. BAMF-Flüchtlingsstudie 2014. (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Forschungsbericht 28), Nürnberg, 390 S.
Abstract
"Die BAMF-Flüchtlingsstudie 2014 beschäftigt sich mit Asylberechtigten (nach Art. 16a GG) und anerkannten Flüchtlingen (nach § 3 Abs. 1 AsylG) aus Afghanistan, Eritrea, dem Irak, Iran, Sri Lanka und Syrien. Diese sechs Herkunftsländer haben das Asylzugangsgeschehen der letzten zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprägt. Die befragten Personen sind zwischen 18 und 69 Jahre alt und haben zwischen 2008 und 2012 ihren Status im Asylverfahren zuerkannt bekommen.
Die Untersuchung erlaubt damit Aussagen über die mittlerweile große und weiter wachsende Gruppe von Menschen mit dauerhafter Bleibeperspektive, die sich bereits einige Jahre in Deutschland aufhalten. Aus der erstmaligen systematischen Erfassung ihrer Lebenssituation im Rahmen der BAMF-Flüchtlingsstudie 2014 lassen sich wichtige Schlussfolgerungen für die aktuelle und künftige Integrationspolitik ableiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Bildung als Schlüssel zur Integration: nur eine realistische Flüchtlingspolitik wird Erfolg haben (2016)
Zitatform
Wößmann, Ludger (2016): Bildung als Schlüssel zur Integration. Nur eine realistische Flüchtlingspolitik wird Erfolg haben. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 69, H. 1, S. 21-24.
Abstract
"Bildung in Form von Sprache und Qualifikation ist der Schlüssel zur Integration von Flüchtlingen am deutschen Arbeitsmarkt und damit auch in die Gesellschaft. Sie wird nur gelingen, wenn die Politik von realistischen Prämissen über das Bildungs- und Qualifikationsniveau der Flüchtlinge ausgeht. In ihrer Breite werden die derzeit in Deutschland ankommenden Flüchtlinge den im demographischen Wandel begründeten zukünftigen Fachkräftebedarf nicht decken. Bei den Flüchtlingskindern müssen eine möglichst breite Verteilung auf die Schulen und eine schnelle Teilnahme am normalen Unterricht an erster Stelle stehen. Wenn die Integration der Flüchtlingskinder durch Bildung gelingt, können es diese sein, die in der nächsten Generation die demographischen Probleme abschwächen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) a) zu dem Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD (Drucksache 18/8615): Entwurf eines Integrationsgesetzes b) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung (Drucksachen 18/8829, 18/8883): Entwurf eines Integrationsgesetzes c) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/6644): Flüchtlinge auf dem Weg in Arbeit unterstützen, Integration befördern und Lohndumping bekämpfen d) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/7653): Arbeitsmark (2016)
Zitatform
(2016): Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) a) zu dem Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD (Drucksache 18/8615): Entwurf eines Integrationsgesetzes b) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung (Drucksachen 18/8829, 18/8883): Entwurf eines Integrationsgesetzes c) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/6644): Flüchtlinge auf dem Weg in Arbeit unterstützen, Integration befördern und Lohndumping bekämpfen d) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/7653): Arbeitsmark. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/9090 (06.07.2016)), 27 S.
Abstract
"Zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen: Verkürzung der Asylverfahren, Aufhebung der Residenzpflicht, Vorrang dezentraler Unterbringung, Bleiberecht für Asylsuchende in Arbeit, Rechtsanspruch für alle Flüchtlinge auf Zugang zu Integrations- und Sprachkursen, angemessene Bezahlung der Lehrkräfte, Vereinfachung der Berufsanerkennungsverfahren; Abschaffung sämtlicher Arbeitsverbote, Beschränkungen und Nachrangigkeitsregelungen beim Arbeitsmarktzugang; ausnahmslose Geltung arbeitsrechtlicher Regelungen, Erhöhung und Kontrolle des Mindestlohns, Zurückdrängen prekärer Beschäftigungsverhältnisse, uneingeschränkter Zugang zu Leistungen der Ausbildungs- und Arbeitsförderung, Personalaufstockung in der Arbeitsverwaltung, Erhöhung der Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik, Aufenthaltsrecht für Auszubildende; Finanzierung der Aufgaben durch höhere Besteuerung Vermögender und von Unternehmen, Erhebung einer befristeten Arbeitgeber-Sonderabgabe zur Bekämpfung von Langzeiterwerbslosigkeit" (Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt in Kürze: Fluchtmigration (2016)
Abstract
"Die hohe Zahl an geflüchteten Menschen beeinflusst die Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt. Die Broschüre 'Arbeitsmarkt in Kürze: Fluchtmigration' gibt in Form von Tabellen und Schaublidern einen schnellen Überblick über Zahlen, Daten und Fakten zu den bereits sichtbaren Auswirkungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwurf eines Integrationsgesetzes: Gesetzentwurf der Bundesregierung (2016)
Zitatform
(2016): Entwurf eines Integrationsgesetzes. Gesetzentwurf der Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/8829 (20.06.2016)), 28 S.
Abstract
"Verbesserung der Integration Schutzberechtigter in Gesellschaft und Arbeitsmarkt, insb. durch Erwerb der deutschen Sprache und berufliche Qualifizierung, nach dem Grundsatz des Förderns und Forderns: Arbeitsgelegenheiten auf Grundlage des Arbeitsmarktprogramms Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM), Erleichterung des Zugangs zu Leistungen der Ausbildungsförderung, Zugang zu Leistungen für Langzeitarbeitslose, Pflicht zur Mitwirkung bei Integrationsmaßnahmen und leistungsrechtliche Konsequenzen bei Verletzung der Mitwirkungspflicht, Erteilung einer Niederlassungserlaubnis in Abhängigkeit erbrachter Integrationsleistungen, Befristung des Teilnahmeanspruchs am Integrationskurs auf ein Jahr und Ausweitung der Verpflichtungsmöglichkeit zur Teilnahme, Rechtssicherheit für Geduldete während und nach erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung, befristete Wohnsitzzuweisung, einheitliche Regelung zur Entstehung der Aufenthaltsgestattung mit Ausstellung des Ankunftsnachweises, Begrenzung der Geltungsdauer einer Verpflichtungserklärung zur Übernahme der Kosten für den Lebensunterhalt eines Ausländers, effizientere Ausgestaltung der Prozesse im BAMF; Einfügung und Änderung versch. §§ von 7 Gesetzen" (Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)
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Literaturhinweis
Stand der Allianz für Aus- und Weiterbildung nach einem Jahr ohne offizielle Bilanz: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/8063) (2016)
Zitatform
(2016): Stand der Allianz für Aus- und Weiterbildung nach einem Jahr ohne offizielle Bilanz. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/8063). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/8291 (29.04.2016)), 13 S.
Abstract
"Einhaltung der Zusagen der Wirtschaft betr. Praktikums- und zusätzlichen betrieblichen Ausbildungsplätzen, Angebote und Maßnahmen von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften, insbes. für Asylbewerber, Geduldete und Flüchtlinge mit Anerkennung: Integrations- und Sprachförderung, nachträglicher Erwerb von Schul- oder Berufsabschlüssen, Kompetenzfeststellungsverfahren, Erleichterung von Beschäftigungen, rechtliche Umsetzung, Arbeitsförderung, Information, Beratung und Vermittlung, Stärkung bürgerschaftlichen Engagements (insgesamt 26 Einzelfragen)" (Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)
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Literaturhinweis
Geflüchtete Menschen in den Arbeitsmarktstatistiken: erste Ergebnisse. Hintergrundinformation (2016)
Abstract
"- Die Berichterstattung über Arbeitsuchende und Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration beginnt mit dem Berichtsmonat Juni 2016. Als Personen im Kontext von Fluchtmigration - oder kurz Geflüchtete bzw. Flüchtlinge - werden in den Arbeitsmarktstatistiken der BA Asylbewerber, anerkannte Schutzberechtige und geduldete Ausländer zusammengefasst.
- Im Juni 2016 waren 297.000 Geflüchtete als Arbeitsuchende gemeldet, von ihnen waren 213.000 anerkannte Schutzberechtigte, 78.000 Asylbewerber und nur 6.000 geduldete Ausländer. Grundsätzlich werden anerkannte Schutzberechtigte von Jobcentern und Asylbewerber und geduldete Ausländer von Arbeitsagenturen betreut.
- Von den Flüchtlingen waren 131.000 arbeitslos. Arbeitsuchende Geflüchtete, die nicht arbeitslos sind, nehmen insbesondere an Integrationskursen oder arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil, oder gehen einer Erwerbstätigkeit nach.
- Arbeitsuchende Flüchtlinge sind weit überwiegend männlich (76 Prozent) und zu einem großen Teil jünger als 30 Jahre (47 Prozent). Von ihnen haben 26 Prozent keinen Hauptschulabschluss und 74 Prozent keine formale Berufsausbildung. 26 Prozent können Abitur bzw. Hochschulreife und 9 Prozent eine akademische Ausbildung vorweisen. Im Vermittlungs- und Beratungsgespräch legen Arbeitsvermittler und Arbeitsuchende einen ersten Zielberuf fest. Danach kommen von den Geflüchteten 58 Prozent für Helfertätigkeiten, 15 Prozent für Fachkraft- und Spezialistentätigkeiten und 4 Prozent für Expertentätigkeiten in Frage.
- Die neue Berichterstattung über Personen im Kontext von Fluchtmigration wird die bisherige Berichterstattung über Staatsangehörige aus den wichtigsten Asylherkunftsländern ergänzen, aber nicht ersetzen. Auswertungen zu Flüchtlingen in der Förder-, der Grundsicherungs- und der Ausbildungsmarktstatistik können voraussichtlich im dritten Quartal 2016 erstellt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Berufsbildungsbericht 2016 (2016)
Zitatform
(2016): Berufsbildungsbericht 2016. (Berufsbildungsbericht ... / Bundesministerium für Bildung und Forschung), Berlin, 169 S.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft investiert maßgeblich in die duale Berufsausbildung und sicherte auch in diesem Jahr wieder mehr als 500.000 neue betriebliche Ausbildungsverträge. Die Sozialpartner und die Kammern übernehmen neben Bund und Ländern ihre bildungspolitische Verantwortung und sind wesentliche Akteure bei der Gestaltung und Implementierung der dualen Ausbildung in Deutschland. Hunderttausende von Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Prüferinnen und Prüfern, häufig im Ehrenamt, wirken an der Sicherung einer qualitativ hochwertigen dualen Ausbildung mit.
Für das Ausbildungsjahr 2015 kann sowohl im Vorjahresvergleich als auch in der Gesamtbetrachtung eine positive Ausbildungsbilanz gezogen werden, besonders aus Sicht der jungen Menschen, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben. Zugleich haben sich jedoch Passungsprobleme von betrieblichen Ausbildungsplatzangeboten und der Bewerbernachfrage in bestimmten Regionen und Berufen weiter verstärkt." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsmarkt kompakt: Fluchtmigration (2016)
Abstract
"Seit Juni 2016 liegen erstmalig Zahlen zu arbeitsuchenden und arbeitslosen Menschen vor, die aus ihren Heimatländern nach Deutschland geflohen sind. Im September wurden 367.000 geflüchtete Menschen als arbeitsuchend bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter betreut, darunter waren 157.000 arbeitslos.
Die Integration von geflüchteten Menschen in den deutschen Arbeitsmarkt wird unter anderem davon abhängen, wie schnell es weiter gelingt die Asylverfahren zu verkürzen. Sprachförderung, berufliche Qualifizierung, Arbeits- und Ausbildungsvermittlung und die Bereitschaft der Betriebe geflüchtete Menschen aufzunehmen sind weitere entscheidende Gelingensfaktoren.
Alles in allem treffen geflüchtete Menschen aktuell auf einen Arbeitsmarkt in guter Verfassung: Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen kräftig, die Wachstumsprognosen sind mittelfristig stabil, bei gleichzeitigem demographischen Wandel." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Integration of beneficiaries of international/humanitarian protection into the labour market: policies and good practices. Synthesis Report for the EMN Focussed Study 2015 (2016)
Zitatform
(2016): Integration of beneficiaries of international/humanitarian protection into the labour market. Policies and good practices. Synthesis Report for the EMN Focussed Study 2015. (Migration & home affairs), Nürnberg, 62 S.
Abstract
"The overall aim of the Study is to inform the target audience (e.g. practitioners, policy officers, decision-makers at both EU and national level including academic researchers and the general public, the Commission and the European Asylum Support Office) on the application of integration support measures for beneficiaries of international/humanitarian protection in relation to labour market access and participation, identifying existing policies and good practices." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
OECD-Wirtschaftsberichte: Deutschland 2016 (2016)
Zitatform
(2016): OECD-Wirtschaftsberichte: Deutschland 2016. (OECD-Wirtschaftsberichte. Deutschland), Paris, 141 S. DOI:10.1787/eco_surveys-deu-2016-de
Abstract
"Regelmäßig analysiert die OECD Volkswirtschaften ihrer Mitgliedsländer und einiger größerer Drittstaaten. Die Wirtschaftsberichte entstehen im Rahmen einer Peer Review und enthalten Empfehlungen, die den Konsens aller 34 OECD-Mitglieder spiegeln. Der vorliegende Bericht thematisiert unter anderem die Integration von Flüchtlingen und Migranten, die Herausforderungen des demografischen Wandels und die Notwendigkeit von Investitionen in soziale Infrastrukturen sowie die Steigerung der Produktivität." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zusammenfassung -
Literaturhinweis
11. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration: Teilhabe, Chancengleichheit und Rechtsentwicklung in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland (2016)
Zitatform
(2016): 11. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Teilhabe, Chancengleichheit und Rechtsentwicklung in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland. (... Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration 11), Berlin, 669 S.
Abstract
"Der 11. Bericht trägt einen neuen, zeitgemäßen Namen - er trägt nicht mehr die „Lage der Ausländerinnen und Ausländer“ im Titel. Der 11. Lagebericht zeigt: Deutschland ist ein lebenswertes Land und wir haben große Fortschritte bei Integration und Teilhabe erreicht. Gleichwohl müssen wir im eigenen Interesse, für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes, weiter mit aller Kraft daran arbeiten, die Teilhabe-Chancen für alle zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unterstützungsmaßnahmen für Schutzberechtigte: die Förderung der Integration in den Arbeitsmarkt. Fokusstudie der deutschen nationalen Kontaktstelle für das Europäische Migrationsnetzwerk (EMN) (2016)
Zitatform
(2016): Unterstützungsmaßnahmen für Schutzberechtigte. Die Förderung der Integration in den Arbeitsmarkt. Fokusstudie der deutschen nationalen Kontaktstelle für das Europäische Migrationsnetzwerk (EMN). (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Working paper 66), Nürnberg, 36 S.
Abstract
"Zur sozialen und ökonomischen Absicherung von Schutzberechtigten in Deutschland existiert eine Vielzahl von Instrumenten. Zum einen erfassen die Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik auch erwerbsfähige Schutzberechtigte. Folglich stehen sämtliche Maßnahmen, die zur Eingliederung von deutschen Staatsbürgern in den Arbeitsmarkt entwickelt wurden, auch Personen zur Verfügung, denen in Deutschland Schutz gewährt wird. Zum anderen greifen auch die Instrumente der passiven Arbeitsmarktpolitik bei Schutzberechtigten, sodass diese auch im Fall der Arbeitslosigkeit zu denselben Bedingungen wie Deutsche abgesichert sind. Damit hängt das Niveau der sozialen Absicherung nicht vom Aufenthaltsstatus ab, sondern davon, ob der Betreffende in den Schutzbereich der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitssuchende fällt. Folglich sind Schutzberechtigte mindestens auf dem Niveau des sozio-kulturellen Existenzminimums abgesichert.
Ergänzend zu den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten können Schutzberechtigte auch durch Integrationskurse profitieren, wodurch ihnen der Zugang zu einem umfassenden Sprach- und Orientierungskurs zur Verfügung steht. Darüber hinaus existieren mit dem IQ-Netzwerk und dem ESF-BAMF-Programm Instrumente zur Integration in den Arbeitsmarkt, die auch Schutzberechtigten offen stehen. Damit hat diese Personengruppe zum einen die Möglichkeit, die Gleichwertigkeit der im Ausland erworbenen Qualifikationen feststellen zu lassen. Zum anderen haben sie Zugang zu berufsbezogenen Sprachkursen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Zunehmende Beschäftigung und bleibende Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/7507) (2016)
Zitatform
(2016): Zunehmende Beschäftigung und bleibende Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/7507). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/7740 (29.02.2016)), 13 S.
Abstract
In der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage zu der zunehmenden Beschäftigung von Frauen einerseits bei andererseits einer bleibenden Benachteiligung am Arbeitsmarkt werden Daten zur Erwerbsquote von Frauen in der Entwicklung seit 2005 und zu erwerbstätigen Frauen nach Stellung im Beruf präsentiert, werden die Branchen mit den höchsten Anteilen an weiblichen Beschäftigten genannt und Angaben zum Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen in Deutschland und in der EU gemacht. Weitere Angaben betreffen den Anteil von Frauen an atypischen Beschäftigungsverhältnissen und die Betreuungsquoten für Kinder in Kitas und Tagespflege und bestehende Lücken in der Versorgung mit Kita-Plätzen. Gefragt wird auch nach den (betrieblichen) Hindernissen für eine gleichberechtigte Berufstätigkeit. Abschließende Fragen betreffen die Qualifikationsstruktur weiblicher Flüchtlinge und die geschlechtsspezifischen Bedarfe an Qualifizierung, Betreuung und Beratung dieser besonderen Personengruppe. (IAB)
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Literaturhinweis
Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung: Migrationsbericht 2015 (2016)
Zitatform
(2016): Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung. Migrationsbericht 2015. (Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung), Berlin, 331 S.
Abstract
"Der Migrationsbericht beinhaltet neben den allgemeinen Wanderungsdaten zu Deutschland (Kapitel 1) inklusive der EU-Binnenmigration von Unionsbürgern (Kapitel 2) und der detaillierten Darstellung der verschiedenen Migrationsarten (Kapitel 3) einen europäischen Vergleich zum Migrationsgeschehen und zur Asylzuwanderung (Kapitel 5). Zusätzlich geht der Bericht auf die Abwanderung von Deutschen und Ausländern ein (Kapitel 4), behandelt das Phänomen der illegalen/irregulären Migration (Kapitel 6) und informiert über die Struktur und die Demografie der Bevölkerung mit Migrationshintergrund (Kapitel 7 und 8). Dabei wird in den jeweiligen Kapiteln auf die Bedeutung der einzelnen Migrationsstatistiken und die Grenzen ihrer Aussagefähigkeit eingegangen. Zudem werden kurz die Rechtsgrundlagen der einzelnen Zuwanderergruppen dargestellt sowie auf aktuelle Rechtsänderungen und relevante Gerichtsurteile eingegangen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Zusammenfassung -
Literaturhinweis
Was wir über Flüchtlinge (nicht) wissen: der wissenschaftliche Erkenntnisstand zur Lebenssituation von Flüchtlingen in Deutschland. Eine Expertise im Auftrag der Robert Bosch Stiftung und des SVR-Forschungsbereichs (2016)
Abstract
"Angesichts der größten Flüchtlingszuwanderung seit Ende des Zweiten Weltkriegs suchen Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft derzeit nach Antworten, wie das Aufnahme- und Versorgungssystem verbessert und eine frühzeitige gesellschaftliche Teilhabe der Schutzsuchenden effizient gestaltet werden kann, um Asylsuchenden mit hoher Bleibeperspektive eine langfristige gesellschaftliche Integration zu ermöglichen. Zur Gestaltung entsprechender Maßnahmen sind belastbare Erkenntnisse zur Lebenslage und zu Bedarfen der Flüchtlinge in Deutschland notwendig, insbesondere aus der Perspektive der Flüchtlinge selbst. Flüchtlinge sind bislang jedoch nur ein Randthema der sozialwissenschaftlichen Migrationsforschung. Die vorliegende Expertise gibt einen Überblick zum Stand der Forschung im Bereich der strukturellen und soziokulturellen Integration von Flüchtlingen und zeigt Forschungsdesiderate in verschiedenen Themenfeldern auf. Sie wurde im Auftrag der Robert Bosch Stiftung und des SVR-Forschungsbereichs im Rahmen einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie zur Lebenslage von Flüchtlingen erstellt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mittelzuweisungen an die Jobcenter für Personal und Fördermaßnahmen für Flüchtlinge: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/8577) (2016)
Zitatform
(2016): Mittelzuweisungen an die Jobcenter für Personal und Fördermaßnahmen für Flüchtlinge. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/8577). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/8795 (14.06.2016)), 16 S.
Abstract
"Verteilung im Jahr 2016 zusätzlich zur Verfügung gestellter Mittel für Personal und Fördermaßnahmen für Flüchtlinge auf gemeinsame Einrichtungen und zugelassene kommunale Träger, Kriterien (insgesamt 3 Einzelfragen)" (Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)
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Literaturhinweis
Bildung in Deutschland 2016: ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildung und Migration (2016)
Abstract
"Der Bericht 'Bildung in Deutschland 2016' ist der 6. nationale Bildungsbericht, der eine umfassende Darstellung der Lage des deutschen Bildungswesens bietet. Er bildet Bildungsprozesse in der Perspektive des Lebenslaufs ab und zeichnet indikatorengestützt die Leistungen der verschiedenen Bereiche des deutschen Bildungswesens nach: angefangen vom Elementarbereich über den Schulbereich, die berufliche Ausbildung, die Hochschule bis hin zur Weiterbildung. Bildungsberichterstattung ist dabei als Bestandteil eines umfassenden Bildungsmonitorings zu verstehen, das darauf abzielt, durch kontinuierliche, datengestützte Beobachtung und Analyse Informationen für politisches Handeln aufzubereiten und bereitzustellen. Damit fügt sich der Bildungsbericht ein in die für den Schulbereich bereits im Jahre 2006 von der Ständigen Konferenz der Kultusminister in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) erklärte und 2015 überarbeitete 'Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring' in Deutschland.
Die Ausgabe 2016 führt die Berichterstattung über bereits in den vorherigen Berichten dargestellte Indikatoren zum deutschen Bildungswesen fort und präsentiert zugleich neue Indikatoren. Im Rahmen einer vertiefenden Analyse wird der Situation von Menschen mit Migrationshintergrund im Bildungssystem nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Flüchtlinge erfolgreich integrieren: Chancen und Herausforderungen für unternehmerisches Engagement (2016)
Abstract
"Solange es Kriege und Konflikte gibt, sowie Diskriminierung, Verfolgung, Naturkatastrophen und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit, wird es auch Menschen geben, die ihre Heimat verlassen müssen und zu Flüchtlingen werden. Laut einer Erhebung von UNHCR befanden sich im Jahr 2015 über 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Allein nach Deutschland sind seit Anfang 2015 mehr als 1,3 Millionen Menschen geflohen.
Eine erfolgreiche Integration stellt Chancen und Herausforderungen für Unternehmen dar. Im Rahmen der Studie 'Flüchtlinge erfolgreich integrieren' nahmen 132 Unternehmen an einer Befragung zur wirtschaftlichen Integration von Flüchtlingen teil - 76 von ihnen sind Mitglieder des Netzwerks 'Wir zusammen'. Bei der Befragung gewährten die Unternehmen Einblicke in ihr bisheriges Engagement und ihre Erfahrungen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
"Wir wussten, dass sie in Kabul keine Zukunft hatten": Fluchtentscheidungen afghanischer Familien (2016)
Abstract
"In Afghanistan entscheiden sich jeden Tag Menschen zur Flucht. Viele fliehen innerhalb des Landes oder in die Nachbarstaaten Pakistan und Iran, immer mehr Menschen machen sich aber auch auf den Weg nach Europa. 2015 kamen laut Europäischer Kommission 213.000 afghanische Flüchtlinge nach Europa. Damit bilden sie nach den SyrerInnen die zweitgrößte Flüchtlingsgruppe in der EU.
Die Flucht nach Europa ist für viele afghanische Familien keine isolierte Einzelentscheidung, sondern lediglich das aktuelle Kapitel in einer jahrzehntelangen Migrationsbiografie. Seit mehr als dreißig Jahren lösen Regimewechsel und Kriege, staatliche Fragilität und ökonomische Perspektivlosigkeit immer wieder massive Flucht- und Abwanderungsbewegungen aus.
Die vorliegende Studie erforscht, was Familien in Afghanistan dazu bewegt, ein Familienmitglied auf die Flucht nach Europa zu schicken bzw. gehen zu lassen. Die Studie, die auf qualitativen Interviews basiert, trägt illustrativen Charakter und widmet sich der Kontextualisierung von Fluchtentscheidungen. Die befragten Familien geben Auskunft darüber, warum sie Europa als Ziel der Flucht gewählt haben, wie die Flucht vorbereitet wurde und welche persönlichen und gesellschaftlichen Auslöser hinter der Entscheidung stehen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Integration der Geflüchteten in das Bildungssystem: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/7412) (2016)
Zitatform
(2016): Integration der Geflüchteten in das Bildungssystem. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/7412). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/7783 (03.03.2016)), 15 S.
Abstract
In der Antwort auf die Kleine Anfrage zur Integration der im Jahr 2015 nach Deutschland Geflüchteten in das Bildungssystem können vor allem wegen des frühen Zeitpunkts und damit noch nicht vorliegender Erhebungsresultate keine konkreten, nur auf Basis von Vorjahresdaten geschätzte Zahlenwerte oder stellvertretend die Zahlen des Jahres 2014 genannt werden. Diese Daten beziehen sich auf Kinder und Jugendliche der Zielgruppe: Besuch einer Kindertagesstätte, Schulbesuch, Beginn einer beruflichen Ausbildung. Eine zusätzliche Schwierigkeit bei der Beantwortung liegt auch darin begründet, dass bestimmte Merkmale wie 'geflüchtete Person' nicht überall, so auch nicht in der Berufsbildungsstatistik erhoben werden. Die Fragen nach der Formulierung einer gesamtstaatlichen Integrationspolitik, der föderalen Kompetenzordnung des Bildungswesens und einer weiteren finanziellen Entlastung der Länder und Kommunen durch Bundesmittel werden beantwortet, u.a. die Finanzierung von Maßnahmen zur Integration studierwilliger Flüchtlinge nach der Forderung der UN-Kinderrechtskonvention. Weitere Fragen richten sich auf die Sprach- und Wertevermittlung und ihre Förderung, Bildungsangebote der Bundeszentrale für politische Bildung und auf den Beitrag nicht formaler Bildung und die Jugendarbeit nach SGB VIII. (IAB)
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Literaturhinweis
How are refugees faring on the labour market in Europe?: A first evaluation based on the 2014 EU Labour Force Survey ad hoc module (2016)
Abstract
"This paper is a joint effort by the OECD and the European Commission to make a first evaluation of the situation on refugees on the labour market. It is based on the 2014 EU Labour Force Survey. Available evidence confirms that refugees are one of the most vulnerable groups when it comes to labour market integration but show however, significant differences across European countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Erfolgreiche Integration: Flüchtlinge und sonstige Schutzbedürftige (2016)
Zitatform
(2016): Erfolgreiche Integration. Flüchtlinge und sonstige Schutzbedürftige. (Erfolgreiche Integration 01), Paris, 75 S. DOI:10.1787/9789264251632-de
Abstract
"Die OECD-Publikationsreihe 'Erfolgreiche Integration' beruht auf zentralen Erkenntnissen aus den Arbeiten der OECD zur Integrationspolitik, insbesondere den Länderstudien der Reihe Jobs for Immigrants. Ziel ist es, in leicht verständlicher, überblicksartiger Form die wichtigsten Herausforderungen und empfehlenswerten politischen Praktiken bei der Förderung der dauerhaften Integration von Zuwanderern und ihren Kindern für ausgewählte wesentliche Zielgruppen und Integrationsbereiche darzustellen. Jeder Band enthält zehn Empfehlungen sowie Beispiele für empfehlenswerte Praktiken, die durch synthetische Vergleiche des integrationspolitischen Rahmens in den einzelnen OECD-Ländern ergänzt werden, die sich auf bisherige Erfahrungen stützen. Der erste Band befasst sich mit Flüchtlingen und sonstigen schutzbedürftigen Personen, die als humanitäre Zuwanderer bezeichnet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitische Hürden zu einer Willkommenskultur (2015)
Adamy, Wilhelm;Zitatform
Adamy, Wilhelm (2015): Arbeitsmarktpolitische Hürden zu einer Willkommenskultur. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 68, H. 5, S. 388-390. DOI:10.5771/0342-300X-2015-5-388
Abstract
"In jüngster Zeit gibt es einige gesetzliche Erleichterungen beim Arbeitsmarktzugang für die gestiegene Zahl von Asylbewerbern und Flüchtlingen. Die Bemühungen zur besseren Arbeitsmarktintegration haben damit nicht Schritt halten können. Nach wie vor gibt es hohe Hürden, die einer gelebten Willkommenskultur entgegenstehen. Eine zentrale Voraussetzung für eine bessere gesellschaftliche und arbeitsmarktpolitische Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen sind bedarfsgerechte Angebote zum Erlernen der deutschen Sprache. Aktuell gibt es immer noch beträchtliche Förderlücken bei der allgemeinen und berufsbezogenen Sprachförderung. Diese Hürden müssten dringend abgebaut und zusätzliche Steuermittel zur Verfügung gestellt werden. Zudem ist das steuerfinanzierte Hartz-IV-System genauso gefordert wie die beitragsfinanzierte Arbeitslosenversicherung. Beide Institutionen müssen die soziale und arbeitsmarktpolitische Integration von Flüchtlingen stärker in den Blick nehmen. Dabei sollen insbesondere für Frauen - auf ihre spezifische Problemlage ausgerichtete - Unterstützungsangebote einbezogen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Migrationsprofil Westbalkan: Ursachen, Herausforderungen und Lösungsansätze (2015)
Alscher, Stefan; Obergfell, Johannes; Roos, Stefanie Ricarda;Zitatform
Alscher, Stefan, Johannes Obergfell & Stefanie Ricarda Roos (2015): Migrationsprofil Westbalkan. Ursachen, Herausforderungen und Lösungsansätze. (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Working paper 63), Nürnberg, 92 S.
Abstract
"Die Region des Westlichen Balkans als wichtiger Teil Europas ist durch unterschiedliche Migrationsprozesse und eine Vielzahl daraus resultierender Herausforderungen geprägt. Ziel der vorliegenden Studie des Forschungszentrums Migration, Integration und Asyl des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist es, diese sich wandelnden Migrationsprozesse in und aus den Ländern des Westlichen Balkans und der Region als solcher wie auch die daraus resultierenden migrationspolitischen Herausforderungen und bestehende Lösungsansätze darzustellen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Improving the integration of refugees: an early evaluation of a Swedish reform (2015)
Zitatform
Andersson Joona, Pernilla, Alma W. Lanninger & Marianne Sundström (2015): Improving the integration of refugees. An early evaluation of a Swedish reform. (IZA discussion paper 9496), Bonn, 29 S.
Abstract
"This paper is an early evaluation of the Swedish Establishment Reform which was enacted in 2010 with the goal of facilitating and speeding up the integration of refugees and their family into the labor market and the society. From December 1, 2010 the reform transferred the responsibility for the integration of newly-arrived refugees from the municipalities to the government funded Public Employment Service through which those eligible would get an establishment plan and a coach. The reform was motived by concern over the low employment level and slow integration of refugees. Our approach is to compare the outcomes of the treatment group, which took part in establishment activities and arrived between December 1, 2010 and December 31, 2011, to those of the comparison group, which arrived in the eleven months preceding the Reform and participated in municipal introduction programs, controlling for a rich set of observables, including country of birth and date of residence permit. Outcomes are measured in terms of employment and earnings in 2012 for the treatment group and in 2011 for the comparison group. Our data comes from registers held by Statistics Sweden and the Public Employment Service and covers all immigrants. Although there are good reasons to expect positive effects of the Reform we find no significant difference in employment or earnings between the treatment group and the comparison group." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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