Berufliche Mobilität
Eine Tätigkeit, die mehr Spaß verspricht, ein höheres Gehalt oder bessere Entwicklungsperspektiven: Es gibt viele Gründe, nicht länger im erlernten oder ausgeübten Beruf tätig zu sein. Nicht immer sind sie jedoch so erfreulich: Auslöser kann auch eine Entlassung sein.
Dieses Themendossier bietet Literaturhinweise zur beruflichen Mobilitätsforschung in Deutschland und in anderen Ländern. Sie erschließt theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse - beispielsweise zu den Fragen: Sind Berufswechsel lohnend? Für wen sind sie mit besonderen Risiken verbunden? Wie gut lassen sich bei einem beruflichen Neustart die bisher erworbenen Qualifikationen verwerten?
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Ergebnisse aus dem IAB
- Theoretische Konzepte und Methoden
-
Berufliche Mobilität in Deutschland
- Institutionelle und sozioökonomische Determinanten beruflicher Mobilität
- Berufliche Mobilität bei Einzelberufen/Berufsgruppen/Fachrichtungen
- Berufliche Mobilität bei besonderen Personengruppen
- Berufliche Mobilität und Qualifikation
- Berufliche Mobilität und Einkommen
- Berufliche Mobilität und Auf-/Abstiegsprozesse
- Berufliche Mobilitätsverläufe
- Berufliche Mobilität in anderen Ländern
-
Literaturhinweis
Downward wage rigidity and job mobility (2006)
Zitatform
Cornelissen, Thomas & Olaf Hübler (2006): Downward wage rigidity and job mobility. (Diskussionspapiere / Universität Hannover, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften 349), Hannover, 26 S.
Abstract
Auf der Basis von Daten des sozioökonomischen Panels wird das Ausmaß der Abwärtslohnstarrheit in Deutschland ermittelt und es werden die Auswirkungen der Lohnstarrheit auf die individuelle Betroffenheit durch Entlassungen sowie auf die innerbetriebliche und zwischenbetriebliche Mobilität der Beschäftigten untersucht. Lohnstarrheit erhöht das Lohnniveau und führt so zu Lohnaufschwemmungen, welche sich negativ auf Abgänge, Entlassungen und Beförderungen auswirken. Die Stammbelegschaft ist dabei vor Entlassungen und Lohneinschnitten geschützt, während Randbelegschaften als Puffer dienen und sowohl durch Lohnflexibilität als auch durch prekäre Stellen bedroht sind. Eine Strategie der Arbeitgeber, die Lohnstarrheit zu umgehen, ist es Aufstiegmöglichkeiten für Mitarbeiter mit hohen Löhnen zu begrenzen. Dies weist darauf hin, dass es sich bei Lohnstarrheit um keine freiwillige Lohnstrategie handelt, sondern um eine tarifliche Bindung. Die Begrenzung der Beförderungsmöglichkeiten kann Lohnaufschwemmung durch großzügige Entlohnung nicht vollständig ausgleichen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Descriptive evidence on labor market transitions and the wage structure in Germany (2005)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Alfred Garloff (2005): Descriptive evidence on labor market transitions and the wage structure in Germany. (Universität Konstanz, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Diskussionspapier der Forschergruppe "Heterogene Arbeit: Positive und Normative Aspekte der Qualifikationsstruktur der Arbeit" 06/02), Konstanz, 58 S.
Abstract
"Equilibrium search theory suggests that the wage distribution in a cross section of workers is closely related to labor market transitions and associated wage changes. Accordingly, job-to-job transitions are central in explaining the wage distribution. This paper uses the IAB employment subsample to describe the empirics of labor market transitions and the wage structure in Germany. Motivated by search theory, we use the data to explore descriptively labor market transitions and features of the wage structure. We find that labor market transition rates vary substantially over the business cycle and with individual characteristics. Regarding job-to-job transitions, we find considerable wage changes. Most job changes involve considerable gains, but a number of individuals incurs a remarkable loss. Regarding the wage structure, we find strong effects of job-to-job transitions, age, and education on wage mobility. Based on our descriptive analysis, we conclude that indeed a close relationship exists between wages and labor market transitions as predicted by search theory. However, the noticeable share of wage losses following job-to-job changes contradicts a simple search theoretic perspective." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: ZEW discussion paper , 05-95 -
Literaturhinweis
Vocational training and gender: wages and occupational mobility among young workers (2005)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Astrid Kunze (2005): Vocational training and gender. Wages and occupational mobility among young workers. (IZA discussion paper 1766), Bonn, 44 S.
Abstract
Der Beitrag untersucht, wie geschlechtsspezifische Einkommenskluft, Wahl der Berufsausbildung und berufliche Mobilität zusammenhängen. Dazu werden Langzeitdaten über junge westdeutsche Arbeitskräfte mit einer Berufsausbildung ausgewertet. Arbeiter treffen die Entscheidungen über ihre berufliche Karriere sehr früh in ihrem Berufsleben und Frauen und Männer streben unterschiedliche Berufskarrieren an. Es wird der Frage nachgegangen, ob Frauen durch berufliche Segregation in Berufskarrieren im Niedriglohnbereich eingeschlossen sind oder ob sich ihnen durch Mobilität der Weg zu höheren Einkommen erschließt. Darüber hinaus wird untersucht, ob sich die Verhaltensmuster quer durch die Kohorten im Zeitraum von 1975 bis 2001 verändert haben und ob die Auswirkungen je nach Einkommensverteilung variieren. Die wichtigsten Ergebnisse sind: (1) Obwohl nach aller Erfahrung noch eine hartnäckige Einkommenskluft zwischen den Geschlechtern existiert, ist diese Kluft mit der Zeit kleiner geworden. (2) Im unteren Teil der Einkommensverteilung ist diese Kluft am größten und wächst mit längerer Berufserfahrung. (3) Die berufliche Mobilität von Frauen ist geringer als die von Männern, auch die auf Mobilität beruhenden Einkommenssteigerungen fallen insbesondere am unteren Ende der Einkommensverteilung für Männer höher aus als für Frauen. Daraus wird der Schluss gezogen, dass berufliche Mobilität zu einer Verringerung der Einkommenskluft geführt hat, die Effekte des Eingeschlossenseins bei Frauen aber immer noch stärker sind als bei Männern. (IAB)
-
Literaturhinweis
Training, mobility, and wages: specific versus general human capital (2005)
Zitatform
Garloff, Alfred & Anja Kuckulenz (2005): Training, mobility, and wages. Specific versus general human capital. (Universität Konstanz, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Diskussionspapier der Forschergruppe "Heterogene Arbeit: Positive und Normative Aspekte der Qualifikationsstruktur der Arbeit" 06/01), Konstanz, 34 S.
Abstract
"This paper considers training, mobility decisions and wages together to test for the specificity of human capital contained in continuing training courses. We empirically analyse the relationship between training, mobility and wages in two ways. First, we examine the correlation between training and mobility. In a second step, we consider wage effects of mobility taking training participation into account. First, we find that training participation is negatively correlated with the mobility decision and that training participation decreases the probability of individuals to change the job. Second, we find that wages are lower for job changers for the group of training participants, so wages decrease when trained individuals are mobile. Finally, training participation negatively affects the individuals's subjective valuation of the quality of their last job change. Taken together, these results suggest that there is some specific human capital, which is incorporated into training and lost when moving between jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: ZEW discussion paper , 05-96 -
Literaturhinweis
Overeducation, undereducation, and the theory of career mobility: a comment and a note on underemployment (2005)
Rubb, Stephen;Zitatform
Rubb, Stephen (2005): Overeducation, undereducation, and the theory of career mobility: a comment and a note on underemployment. In: Applied Economics Letters, Jg. 12, H. 2, S. 115-118. DOI:10.1080/1350485052000337770
Abstract
"Overeducated workers are commonly defined as having more schooling than required and more schooling than others in their occupations. Accordingly, the concept of overeducation compares the educational levels of workers within occupational categories. In subtle contrast, underemployed workers are employed in occupations requiring less education than the individuals have, comparing the occupational levels of workers with similar educational attainment. This subtle difference potentially leads to interpretation flaws. For example, Büchel and Mertens (2004) claim 'overeducated workers in Germany have markedly lower relative wage growth rates than adequately educated workers.' Since Büchel and Mertens control for educational attainment and not occupational levels, this statement and others are shown to be potentially flawed and subject to misinterpretation. Such statements need to clearly indicate that similarly educated individuals are being compared across occupational levels. This is because the common definition of overeducation suggests the opposite - that individuals with similar occupation levels are being compared across levels of schooling." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Die Anatomie des Berufswechsels: eine empirische Bestandsaufnahme auf Basis der BIBB/IAB-Daten 1998/1999 (2004)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Alexandra Spitz (2004): Die Anatomie des Berufswechsels. Eine empirische Bestandsaufnahme auf Basis der BIBB/IAB-Daten 1998/1999. (ZEW discussion paper 2004-05), Mannheim, 36 S.
Abstract
"Unter dem Stichwort 'Patchwork-Biografien' wird die Tatsache, dass ein großer Teil der abhängig Beschäftigten ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben, in jüngster Zeit viel diskutiert. Die Studie liefert einen empirischen Beitrag zur Anatomie der Berufswechsel für westdeutsche Männer auf Basis der BIBB/IAB-Daten 1998/1999. Als Grundlage für die empirische Analyse wird ein theoretisches Modell der Wahl zwischen horizontal differenzierten Berufen entwickelt. Die wichtigsten Ergebnisse sind: Ex post beobachtete Berufswechsel hängen negativ vom Durchschnittslohn im Ausbildungsberuf und positiv vom Durchschnittslohn im Erwerbsberuf ab. Der deskriptiv beobachtete durchschnittliche Entlohnungseffekt eines Berufswechsels ist signifikant positiv, verstärkt sich noch, wenn für den Ausbildungsberuf kontrolliert wird, und ist demgegenüber signifikant negativ, wenn für den Erwerbsberuf kontrolliert wird. Der geschätzte kausale durchschnittliche Entlohnungseffekt ist positiv. Die Ergebnisse sind insgesamt damit konsistent, dass Berufswechsel vor allem damit zusammenhängen, dass Beschäftigte im neuen Erwerbsberuf größere Verdienst- und Karrierechancen wahrnehmen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Labour mobility and wage dynamics in Italy (2002)
Zitatform
Contini, Bruno (Hrsg.) (2002): Labour mobility and wage dynamics in Italy. Turin: Rosenberg & Sellier, 358 S.
Abstract
"This book brings additional quantitative insight and analysis to the debate on labour market flexibility in Italy and the economic and social costs imposed by flexibility. Contrary to conventional wisdom, mobility in the Italian labour market is found to be high, both in absolute terms and compared to other member states of the EU. This result is surprising in view of the degree of regulation that characterises the Italian labour market. The link between worker mobility and the earnings structure is explored in detail, suggesting that the latter ist characterized by stickiness and excessive pre-determination of the career ladder and wage seniority. Therefore the high flexibility implicit in the level of job and worker turnover may also be a consequence of the rigidity of the earnings structure. The analyses of labour and earnings mobility derive from the statistical and micro-econometric explorations of a unique employer-employee longitudinal panel developed by the LABORatorio R. Revelli, Centre for Employment Studies from the Social Security (INPS) administrative databases." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Wage growth, job mobility and displacement effects in Germany (2001)
Zitatform
Bender, Stefan, Christian Dustmann & Costas Meghir (2001): Wage growth, job mobility and displacement effects in Germany. In: R. K. von Weizsäcker (Hrsg.) (2001): Bildung und Beschäftigung (Schriften des Vereins für Socialpolitik. N.F., 284), S. 123-136.
Abstract
"Relatively little is known about job mobility and wage growth of workers in the German labour market. In this paper, we summarise a number of findings which draw on research we have been doing on these issues, based on a new and unique German micro data set. In particular, we study the way wages of young men evolve over the first 10-15 years in the labour market, within and between jobs. We investigate how wage growth and labour market transitions are interrelated. We analyse the association between job displacement, and the evolution of pre- and post displacement wages. We compare this to findings for the French labour market, based on a similar data source. Our analyses produce a number of interesting and unexpected results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Industrielle und berufliche Mobilität: eine Untersuchung auf Basis der IAB-Beschäftigtenstichprobe (1997)
Zitatform
Mertens, Antje (1997): Industrielle und berufliche Mobilität. Eine Untersuchung auf Basis der IAB-Beschäftigtenstichprobe. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 30, H. 3, S. 663-670.
Abstract
"Bekanntlich können Wechsel der Industrie oder des Berufes sowohl freiwillig sein, wenn Arbeitnehmer nach besseren Beschäftigungsmöglichkeiten suchen, als auch unfreiwillig, wenn sie nach einer Entlassung eine neue Arbeitsstelle annehmen. Da sich die Determinanten und Kosten beider Arten von Mobilität unterscheiden, werden auch die Auswirkungen auf den Lohnsatz verschieden sein. Auf Basis der Humankapitaltheorie werden mögliche Einflußfaktoren und Kostenarten diskutiert und im Rahmen eines 'Switching Regression Modells' für das Jahr 1989 untersucht. Auf stark aggregiertem Niveau lassen sich berufliche Mobilitätsraten von rund 7,2% und industrielle Mobilitätsraten von rund 6,6% in der IAB-Beschäftigtenstichprobe feststellen. Die Schätzungen zeigen, daß die Wechselwahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter und steigender Arbeits-, Berufs- und Industrieerfahrung sinkt. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, den Beruf oder die Industrie zu wechseln, für Arbeitnehmer in großen Betrieben geringer als in kleinen Betrieben. Ungelernte Arbeiter haben häufiger Wechsel zu verzeichnen als gelernte Arbeiter und Angestellte. Die Ergebnisse der Schätzungen zeigen deutlich, daß Industrie- und Berufswechsler im Durchschnitt geringere Stundenverdienste haben als Nichtwechsler, auch wenn sich ihre persönlichen Charakteristika nicht voneinander unterscheiden. Schätzt man das Modell für potentiell freiwillige Wechsler, nämlich für Arbeitnehmer mit maximal vierwöchiger Erwerbsunterbrechung, bleibt die Lohndifferenz im Durchschnitt weiterhin negativ. Dies deutet darauf hin, daß berufliche und industrielle Mobilität größtenteils unfreiwillig ist. Es läßt sich darüber hinaus kein eindeutiger Einfluß der geschätzten Lohndifferenz auf die Mobilitätsentscheidung feststellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zwischenbilanz der Wiedervereinigung: Strukturwandel und Mobilität im Transformationsprozeß (1996)
Zitatform
Diewald, Martin & Karl Ulrich Mayer (Hrsg.) (1996): Zwischenbilanz der Wiedervereinigung. Strukturwandel und Mobilität im Transformationsprozeß. (Sozialstrukturanalyse 08), Opladen: Leske und Budrich, 352 S.
Abstract
"Der Transformationsprozeß in Ostdeutschland gehört gewiß nicht zu den Forschungsfeldern, in denen wenig Aktivität herrscht. Allerdings gibt es einen Mangel an genuinen Längsschnittstudien, die am ehesten dem Prozeßcharakter der Transformation gerecht werden können. Solche Studien sind umso notwendiger, als es sich bei der ostdeutschen Transformation ja keineswegs um einen bereits abgeschlossenen Vorgang, sondern um einen noch andauernden Veränderungsprozeß handelt. Die Gemeinsamkeit der in dem Band versammelten Beiträge liegt darin, daß es sich um empirische Längsschnittanalysen sozialer Ungleichheiten unter verschiedenen Aspekten handelt oder um eher theoretische Auseinandersetzungen mit dem Transformationsverlauf. Angesprochen werden dabei vor allem Erwerbschancen und Berufsverläufe (Teil 1), aber auch Veränderungen der Einkommen (Teil 2), Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale (Teil 3) sowie institutionelle Veränderungen als Rahmenbedingungen der beschriebenen individuellen Verläufe. Im letzten Teil dieses Sammelbandes sind Beiträge versammelt, die sich das Ziel gesetzt haben, die verschiedenen Entwicklungsstränge zu resümieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Berufliche Mobilität zur Anpassung struktureller Diskrepanzen am Arbeitsmarkt (1994)
Velling, Johannes; Bender, Stefan;Zitatform
Velling, Johannes & Stefan Bender (1994): Berufliche Mobilität zur Anpassung struktureller Diskrepanzen am Arbeitsmarkt. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 27, H. 3, S. 212-231.
Abstract
Auf der Basis eines theoretischen Modells zur Bestimmung der wichtigsten Determinanten wurde die berufliche Mobilität am westdeutschen Arbeitsmarkt empirisch untersucht. Die Analyse wurde mit Daten der IAB-Beschäftigtenstichprobe, die aus der Historikdatei der Bundesanstalt für Arbeit gezogen wurde, mit Hilfe eines eigenen Konzepts der beruflichen Mobilität für das Jahr 1989, in dem rund 13% der beschäftigten Arbeitnehmer den Beruf (auf 2-Stellen-Ebene der Berufsklassifikation) gewechselt haben, durchgeführt. Verschiedene Determinanten der beruflichen Mobilität wurden im Rahmen eines multivariaten Proportional Hazard Cox Modells ermittelt. Demnach wechseln ältere Arbeitnehmer mit gehobener Stellung im Beruf, die in einer großen Firma angestellt sind, weniger häufig den Beruf. Arbeitnehmer mit längerer Erwerbsunterbrechung sowie höherem Arbeitslosigkeitsrisiko sind dagegen beruflich mobiler. Die höhere Wechselwahrscheinlichkeit von Arbeitnehmern mit Universitätsabschluß oder zumindest Abitur ist zu einem großen Teil auf die Aufstiegsmobilität dieser Personengruppe zurückzuführen. Die geringe Wechselneigung von Frauen, die bei außerbetrieblichen Berufswechseln besteht, steht vermutlich in Zusammenhang mit Unterschieden zwischen typischen Männer- und Frauenberufen. Eine Unterteilung in außer- und innerbetriebliche Wechsler ergab darüber hinaus Unterschiede beim Einfluß des bisherigen Lohns und der Firmengröße. Arbeitnehmer mit höherem Lohn wechseln häufiger innerbetrieblich, dagegen weniger häufig den Betrieb selbst. Innerhalb einer größeren Firma scheint ein innerbetrieblicher Berufswechsel einfacher zu sein, Betriebswechsel finden dagegen weniger häufig statt. Die relative Häufigkeit vergangener Wechsel besitzt einen äußerst hohen Erklärungsgehalt für die gegenwärtige Wechselwahrscheinlichkeit. Die Berücksichtigung dieser Vielwechslereigenschaft führt sogar dazu, daß der negative Einfluß der Berufszugehörigkeitsdauer auf die Wechselwahrscheinlichkeit bis zur Insignifikanz abgeschwächt wird. Der Lohnunterschied zwischen neuem und bisherigem Beruf, der insbesondere für freiwillige Berufswechsler von hoher Bedeutung ist, ist für Männer und junge Arbeitnehmer am größten. Bei längerer Berufszugehörigkeitsdauer sowie längerer Erwerbsunterbrechung fiel er dagegen geringer aus, auch Vielwechsler konnten eine geringere Lohndifferenz realisieren. Der höchste Lohnanstieg konnte durch den Erwerb einer Zusatzqualifikation in Form eines Hochschulabschlusses oder des Meistertitels sowie durch den Wechsel zu einer größeren Firma realisiert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Welfare effects of labor mobility in Eastern Germany: a comparison between benefits from switching into self-employment and gains from job turnover (1992)
Büchel, Felix; Pannenberg, Markus;Zitatform
Büchel, Felix & Markus Pannenberg (1992): Welfare effects of labor mobility in Eastern Germany. A comparison between benefits from switching into self-employment and gains from job turnover. (Technische Universität Berlin, Wirtschaftswissenschaftliche Dokumentation. Diskussionspapier 160), Berlin, 20 S.
Abstract
"Die Studie untersucht Wohlfahrtseffekte von Mobilitätsprozessen auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt. Sie basiert auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) der Jahre 1990 und 1991. In einem ersten Schritt werden die Determinanten der Niveaus der Einkommens- und Arbeitszufriedenheiten im zeitlichen Verlauf untersucht. In einem zweiten Schritt werden individuelle Veränderungen der gewählten Zufriedenheitskategorien für unterschiedliche Mobilitätstypen analysiert. Hinsichtlich der Niveaus der betrachteten Zufriedenheiten lassen sich jeweils ausgeprägte Strukturbrüche - hervorgerufen durch die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion - feststellen. Der ökonomische Transformationsprozess führt einerseits zu einer Spreizung der Einkommenszufriedenheit. Darüber hinaus wird die in der ehemaligen DDR beobachtbare nivellierte Verteilung der Arbeitszufriedenheiten gelockert. Individuelle Erträge aus Mobilitätsprozessen variieren in Abhängigkeit vom Mobilitätstyp. Betriebswechsler erhalten sowohl pekuniäre als auch nonpekuniäre Erträge relativ zur Referenzgruppe der im Betrieb verbleibenden Personen. Personen, die sich selbständig machen, realisieren in der Startphase der Unternehmensgründung nur pekuniäre Erträge. Die Höhe der individuellen Mobilitätserträge wird nicht durch die Art der Trennung (freiwillig/unfreiwillig) vom vorherigen Arbeitgeber beeinflußt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Berufliche Mobilität von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland (1991)
Zitatform
Mayer, Karl Ulrich (1991): Berufliche Mobilität von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland. In: K. U. Mayer, J. Allmendinger & J. Huinink (Hrsg.) (1991): Vom Regen in die Traufe : Frauen zwischen Beruf und Familie, S. 57-90.
Abstract
"In diesem Beitrag werden Berufsverläufe in der Segmentationsdimension sozio-ökonomischer Klassenlagen dargestellt und interpretiert. Dazu wurden Materialien über die Berufswege von Frauen auf der Grundlage der Geburtskohorten 1929-31, 1939-41 und 1949-51 der Lebensverlaufsstudie zusammengestellt. Beschrieben wurden (1) Übergänge zwischen dem ersten und dem letzten Beruf, gemessen nach Klassenlagen im Vergleich mit den Männern und zwischen Kohorten, (2) Klassenübergänge nach einer Erwerbsunterbrechung, (3) die berufliche Kontinuität und Diskontinuität nach Unterbrechung und (4) Status- und Einkommensverläufe im Vergleich mit Männern." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Educational systems and labor market outcomes (1989)
Allmendinger, Jutta;Zitatform
Allmendinger, Jutta (1989): Educational systems and labor market outcomes. In: European Sociological Review, Jg. 5, H. 3, S. 231-250.
Abstract
In dem Beitrag geht es darum zu zeigen, wie individuelle und strukturelle Faktoren berufliche Mobilitätsprozesse beeinflussen. Die Argumentation vollzieht sich in drei Schritten: 1. Zunächst wird eine Klassifikationstypologie für Bildungssysteme vorgestellt, die zwischen standardisierenden (gleiche Bildungsbedingungen landesweit) und schichtenden (Ausleseprozesse innerhalb des Systems) Bildungssystemen unterscheidet.
2. Es erfolgt eine Hypothesenbildung, in Bezug auf die Auswirkungen auf die Arbeitserträge. Bei einem schichtenden Bildungssystem wird der berufliche Status stärker durch individuelle Bildungsanstrengungen bestimmt, als einem nicht schichtenden. Andererseits erfolgen berufliche Wechsel bei einem standardisierenden Bildungssystem weniger häufig als bei einem nicht standardisierenden.
3. Auf der Basis retrospektiver Lebenslaufdaten aus Norwegen, der Bundesrepublik Deutschland und den USA wird der Zusammenhang zwischen strukturellen Eigenschaften von Bildungssystemen und Arbeitserträgen empirisch überprüft. (IAB) -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktstrukturierung und Lohndynamik: eine theoretisch-empirische Analyse der Zusammenhänge zwischen Wirtschaftszweig- und Berufsmobilität und der Einkommens-(Verdienst-)verläufe bei Arbeitnehmern in der Bundesrepublik Deutschland (1986)
Weißhuhn, Gernot;Zitatform
Weißhuhn, Gernot (1986): Arbeitsmarktstrukturierung und Lohndynamik. Eine theoretisch-empirische Analyse der Zusammenhänge zwischen Wirtschaftszweig- und Berufsmobilität und der Einkommens-(Verdienst-)verläufe bei Arbeitnehmern in der Bundesrepublik Deutschland. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 5, Volks- und Betriebswirtschaft 718), Frankfurt u.a.: Lang, 195 S., Anhang.
Abstract
"Im Rahmen der Arbeitsmarkttheorie spielt der Zusammenhang von Mobilität und Lohn als Ausgleichsmechanismus eine wesentliche Rolle. Diese Problemstellung beinhaltet dynamische Elemente des Arbeitsmarktgeschehens und es wird untersucht, inwieweit hartnäckige Mobilitätsbarrieren gegeben sind oder nicht. In der Pilot-Untersuchung wird aufgezeigt, daß mit steigendem Ausbildungsniveau die Branchenmobilität erhöht wird, weniger die Berufsmobilität. Jedoch wird die berufliche Mobilität deutlich erhöht, wenn zusätzliche Bildungsinvestitionen vorgenommen werden.
Dagegen sind niedrige Ausbildungsqualifikationen vor allem mit geringer beruflicher Mobilität verknüpft, so daß angenommen werden kann, daß für diese Gruppen das Arbeitslosigkeitsrisiko steigt, wenn im Zuge von technischem Wandel vornehmlich Arbeitsplätze mit geringen Arbeitsplatzanforderungen abgebaut werden.
Hinsichtlich des Einflusses der Löhne auf die Mobilität am Arbeitsmarkt zeigt sich, daß Branchen- bzw. Berufsmobilität die Verdienstsituation von Arbeitnehmern gegenüber dem Fall starker Branchen- bzw. Berufsbindung nicht verschlechtert. Darüber hinaus wird deutlich, daß zusätzliche Bildungsinvestitionen zwar zunächst zu Verdiensteinbußen führen (Erwerbsunterbrechung), aber dieser Effekt dann aufgehoben wird durch wachsende Mobilität." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Mobilitätsprozesse auf dem Arbeitsmarkt (1985)
Knepel, Helmut; Hujer, Reinhard;Zitatform
Knepel, Helmut & Reinhard Hujer (Hrsg.) (1985): Mobilitätsprozesse auf dem Arbeitsmarkt. (Schriftenreihe / Sonderforschungsbereich 3 der Universitäten Frankfurt und Mannheim "Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik" 13), Frankfurt: Campus-Verl., 360 S.
Abstract
"Die Kenntnis der Funktionsweise des Arbeitsmarktes ist von entscheidender Bedeutung für den Einsatz und die Dosierung politischer Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Band neuere theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse der Mobilitätsforschung vorgestellt. Anhand verschiedener Datensätze und mit Hilfe unterschiedlicher methodischer Ansätze werden für die Arbeitsmarktentwicklung bedeutsame Ausgleichs- und Anpassungsprozesse zwischen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage analysiert. Im Mittelpunkt steht die berufliche Mobilität in der Bundesrepublik Deutschland, deren Ursachen und Auswirkungen auf die Einkommensentwicklung, auf die individuelle Wohlfahrt und die Dynamik von Arbeitsmarktprozessen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Tendenzen der Strukturierung des Arbeitsmarktes in der Bundesrepublik Deutschland: eine Untersuchung von Mobilitätsprozessen und Einkommens-(Verdienst-)Verläufen bei deutschen Arbeitnehmern von Anfang 1974 bis Ende 1979 (1984)
Weißhuhn, Gernot;Zitatform
Weißhuhn, Gernot (1984): Tendenzen der Strukturierung des Arbeitsmarktes in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Untersuchung von Mobilitätsprozessen und Einkommens-(Verdienst-)Verläufen bei deutschen Arbeitnehmern von Anfang 1974 bis Ende 1979. Berlin, 123 S., Anhang.
Abstract
"Die Pilot-Untersuchung bilden einen Versuch, anhand einer ersten, vorläufigen Verlaufsstichprobe aus der Beschäftigtenstatistik Mobilitätsvorgänge und Verdienstverläufe deutscher Arbeitnehmer zu untersuchen. Der Kreis der in Frage kommenden Arbeitnehmer umfaßte solche, die mindestens 1974 und 1979 ein Beschäftigungsverhältnis aufwiesen und beträgt rund 542000 Personeen." (Autorenrreferat, IAB-Doku)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Ergebnisse aus dem IAB
- Theoretische Konzepte und Methoden
-
Berufliche Mobilität in Deutschland
- Institutionelle und sozioökonomische Determinanten beruflicher Mobilität
- Berufliche Mobilität bei Einzelberufen/Berufsgruppen/Fachrichtungen
- Berufliche Mobilität bei besonderen Personengruppen
- Berufliche Mobilität und Qualifikation
- Berufliche Mobilität und Einkommen
- Berufliche Mobilität und Auf-/Abstiegsprozesse
- Berufliche Mobilitätsverläufe
- Berufliche Mobilität in anderen Ländern
