Berufliche Mobilität
Eine Tätigkeit, die mehr Spaß verspricht, ein höheres Gehalt oder bessere Entwicklungsperspektiven: Es gibt viele Gründe, nicht länger im erlernten oder ausgeübten Beruf tätig zu sein. Nicht immer sind sie jedoch so erfreulich: Auslöser kann auch eine Entlassung sein.
Dieses Themendossier bietet Literaturhinweise zur beruflichen Mobilitätsforschung in Deutschland und in anderen Ländern. Sie erschließt theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse - beispielsweise zu den Fragen: Sind Berufswechsel lohnend? Für wen sind sie mit besonderen Risiken verbunden? Wie gut lassen sich bei einem beruflichen Neustart die bisher erworbenen Qualifikationen verwerten?
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Berufliche Mobilität in Deutschland
- Institutionelle und sozioökonomische Determinanten beruflicher Mobilität
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- Berufliche Mobilität in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Vocational training and career development in Germany: results from a longitudinal study (1998)
Heinz, Walter R.; Kelle, Udo; Zinn, Jens; Witzel, Andreas;Zitatform
Heinz, Walter R., Udo Kelle, Andreas Witzel & Jens Zinn (1998): Vocational training and career development in Germany. Results from a longitudinal study. In: International Journal of Behavioral Development, Jg. 22, H. 1, S. 77-101. DOI:10.1080/016502598384522
Abstract
"The present paper presents empirical results from a German panel study which collected longitudinal data regarding the job entry of young adults in six of the top training occupations in the service and technical-industrial sectors. The data clearly demonstrate the influence of gender and social origin on the access to training in particular occupations. Furthermore, the existence of gender and occupation-specific patterns of career development is demonstrated. However, the apprenticeship system also provides mobility opportunities which depend on the specific training occupation. Moving along a certain occupational pathway results in an interplay between the structural opportunities and constraints of occupational contexts, on the one hand, and the young workers' aspirations and orientations, on the other. These orientations and aspirations were investigated with qualitative methods which helped to identify different modes of biographical action orientations of young workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Nationalitäten- und geschlechtsspezifische Arbeitsmarktchancen von Absolventen der dualen Ausbildung (1997)
Zitatform
Bender, Stefan & Wolfgang Seifert; Andreas Pischel & Thomas Platz (sonst. bet. Pers.) (1997): Nationalitäten- und geschlechtsspezifische Arbeitsmarktchancen von Absolventen der dualen Ausbildung. In: K.- S. Rehberg (Hrsg.) (1997): Differenz und Integration : die Zukunft moderner Gesellschaften. Verhandlungen des 28. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Oktober 1996 in Dresden, Band 2: Sektionen, Arbeitsgruppen, Foren, Fedor-Stepun-Tagung, S. 303-308.
Abstract
"Ausländische Beschäftigte, die in Westdeutschland das duale Ausbildungssystem durchlaufen haben, werden differenziert nach Geschlecht analysiert. Um vergleichbare Gruppen bilden zu können, werden nur Personen betrachtet, die am Anfang ihrer Erwerbstätigkeit stehen und 1975 höchstens 15 Jahre alt waren (Geburtsjahrgang: 1960). 1989 hatten 77% aller deutschen Berufsanfänger eine Ausbildung im dualen Ausbildungssystem durchlaufen. Der Datensatz, auf dem die Analysen basieren, ist die anonymisierte IAB-Beschäftigtenstichprobe. Mit dem Datensatz können erwerbsbiographische Verläufe nachgebildet werden, soweit eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit vorliegt. Es sind jedoch keine Informationen über Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit oder Beschäftigungsverhältnisse außerhalb der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung vorhanden (z.B. Erwerbsunterbrechung). Für die Analyse wird, das Piecewise Constant Exponential Model verwendet. Dabei wird die Zeitachse in einzelne Zeitperioden eingeteilt und angenommen, daß die Übergangsrate innerhalb einer Periode konstant ist, zwischen den Zeitperioden dagegen variiert. Als abhängige Variable wird die Dauer in einem Beruf (in Tagen) bis zu einem Zustandswechsel verwendet. Weiterhin wird ein competing risk model mit Episodensplitting berechnet, das drei bzw. fünf Zielzustände besitzt. Neben der Nationalität werden noch eine Reihe anderer Merkmale (z.B. Schulbildung, Wirtschaftszweig, erwerbsbiographische Vorgeschichte) in den Analysen berücksichtigt. Insgesamt werden drei Statusübergänge betrachtet. Die erste Übergangsform stellt ein Berufswechsel ohne Unterbrechung (nicht länger als 30 Tage) der Erwerbstätigkeit dar. Die beiden anderen Übergangsformen - aus einem Beruf in Leistungsbezug (Arbeitslosigkeit) oder in eine Unterbrechung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung - werden getrennt betrachtet. Zusätzlich wird noch in einem weiteren Modell (fünf Statusübergänge) unterschieden, welcher Folgestatus nach einer Unterbrechung angenommen wird. Jede Neuaufnahme einer sozialversicherungs-pflichtigen Beschäftigung nach einem o.g. Übergang wird als neue Episode im Erwerbsverlauf einer Person gewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Arbeitsmarktposition ausländischer Arbeitskräfte in Deutschland (West) und Österreich (1997)
Fassmann, Heinz; Münz, Rainer; Seifert, Wolfgang;Zitatform
Fassmann, Heinz, Rainer Münz & Wolfgang Seifert (1997): Die Arbeitsmarktposition ausländischer Arbeitskräfte in Deutschland (West) und Österreich. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 30, H. 4, S. 732-745.
Abstract
"Der Artikel vergleicht die berufliche Position von Arbeitsmigranten aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien in Deutschland und Österreich. In beiden Staaten stellen Arbeitsmigranten aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien die Majorität der ausländischen Arbeitskräfte, und beide Staaten sind sowohl hinsichtlich ihrer Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur als auch der Arbeitsmarktstruktur vergleichbar. Der unterschiedliche Grad der Integration ausländischer Arbeitskräfte in den Beschäftigungssystemen Österreichs bzw. Deutschlands kann somit nicht generellen Faktoren zugeschrieben werden, sondern erfordert jeweils länderspezifische Erklärungen. Die Analysen zeigen, daß Arbeitsmigranten in Österreich weitaus stärker in untergeordneten Positionen der Arbeitsmarkthierarchie konzentriert sind, als dies in Deutschland der Fall ist. Dies gilt unter Berücksichtigung sowohl der Bildung als auch der Aufenthaltsdauer. Beispielweise waren 1994 in Westdeutschland 51% der Ausländer aus dem ehemaligen Jugoslawien als un- oder angelernte Arbeiter beschäftigt, während es 1993 in Österreich 75% waren. Österreichs Arbeitsmarktstrukturen weisen im Vergleich zu (West-)Deutschland ein höheres Maß an Segregation und eine geringere Durchlässigkeit auf. Die weit geringere berufliche und räumliche Mobilität in Österreich ist dafür ebenso ein Indikator wie der hohe Anteil des öffentlichen Dienstes (Hoheitsverwaltung, Schulen- und Hochschulen, fast alle Gesundheitsdienste) sowie der verstaatlichten oder ehemals verstaatlichten Industrie und anderer staatlich oder halbstaatlich kontrollierter Bereiche (Bahn, Post, Telekom, nationale Fluglinien, kommunale Verkehrsbetriebe, elektronische Medien, Lebensmittelerzeugung, Banken und Versicherungen, Mineralölproduktion, Gas- und Elektrizitätswirtschaft, Tabakindustrie), die ein 'geschütztes' Segment des Arbeitsmarktes bilden, das überwiegend Einheimischen vorbehalten ist. Hinzu kommt, daß Ausländer in Österreich seltener in Großbetrieben beschäftigt sind als in Deutschland und ausländischen Arbeitskräften somit innerbetriebliche Karrieremöglichkeiten in viel höherem Maß verschlossen sind als in Deutschland. Im Gegensatz dazu ist das 'geschützte' Segment des Arbeitsmarktes in Deutschland schwächer ausgeprägt. Hier ist sowohl der öffentliche Dienst in Relation zur Bevölkerung kleiner als auch der exponierte Teil von Industrie und marktorientierten Dienstleistungen größer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Making vocational choices: a theory of vocational personalities and work environments (1997)
Holland, John L.;Zitatform
Holland, John L. (1997): Making vocational choices. A theory of vocational personalities and work environments. Lutz: Psychological Assessment Resources, 330 S.
Abstract
"The book presents John L. Holland's RIASEC theory of careers and its successful application to vocational life. The primary focus is to explain vocational behavior and to suggest practical ideas to help people select jobs, change jobs, and attain vocational satisfaction.
The Holland theory of careers is an interactive model based on a typology of persons and environments. First, people can be characterized by their resemblance to each of six personality types: Realistic, Investigative, Artistic, Social, Enterprising, and Conventional, each with a characteristic set of activities, skills, and talents. Second, the environments in which people live and work can be classified according to the same six types. Finally, the theory allows us to predict the outcome of person-environment interactions, providing explanations for three fundamental questions:
- What personal and environmental characteristics lead to satisfying career decisions?
- What personal and environmental characteristics lead to stability and change in the kind and level of work a person performs over a lifetime?
- What are the most effective methods for providing assistance to people with career problems?" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Determinanten von Erwerbschancen und Arbeitslosigkeitsrisiko im ostdeutschen Transformationsprozeß: Ergebnisse bivariater und multivariater Auswertungen des Arbeitsmarkt-Monitors 1989 bis 1994 (1997)
Zitatform
Pfeiffer, Barbara (1997): Determinanten von Erwerbschancen und Arbeitslosigkeitsrisiko im ostdeutschen Transformationsprozeß. Ergebnisse bivariater und multivariater Auswertungen des Arbeitsmarkt-Monitors 1989 bis 1994. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 30, H. 1, S. 170-194.
Abstract
Auf der Basis des Arbeitsmarkt-Monitors, einer von 1990 bis 1994 regelmäßig durchgeführten Befragung einer 0,1%-Stichprobe der ostdeutschen Erwerbsbevölkerung, wird in dem Beitrag der Verbleib ostdeutscher Erwerbspersonen fünf Jahre nach der Wende bivariat und mit multivariaten Verfahren untersucht. Es wird überprüft, welche soziodemographischen und erwerbsbiographischen Merkmale einen statistisch signifikanten Einfluß auf den späteren Erwerbsverlauf ostdeutscher Personen geübt haben.
Während bei ostdeutschen Männern demographische Aspekte im Hinblick auf die Wieder- oder Weiterbeschäftigung bzw. beim Übergang in Arbeitslosigkeit oder in längerfristige Arbeitslosigkeit in den Vordergrund traten, waren es bei ostdeutschen Frauen vor allem qualifikatorische Merkmale, die die Verbleibchancen in Erwerbstätigkeit erhöht und das Arbeitslosigkeitsrisiko verringert haben. Zum einen zeigte sich, daß die Altersgruppe der 36- bis 55-jährigen stärker vom Arbeitsplatzabbau abgeschirmt wurde als die 26- bis 35-jährigen, zum anderen ließ sich aber insbesondere für die 46- bis 55-jährigen ein hohes Arbeitslosigkeitsrisiko nachweisen.
Neben der Erwerbsbiographie und der Qualifikation spielte auch der Herkunftswirtschaftszweig für den späteren Erwerbsverlauf eine wichtige Rolle. Beschäftigte aus Wirtschaftszweigen, die starken Umwälzungen in der Transformationsphase unterworfen waren, trugen allgemein ein hohes Arbeitslosigkeitsrisiko und hatten nur eine geringe Chance für eine Wieder- oder Weiterbeschäftigung in dieser Branche. Vergleichsweise positiv stellte sich die Situation für Beschäftige des Dienstleistungssektors (inkl. Banken und Versicherungen) dar. Berufliche Auf- und Abstiege wurden fast ausschließlich von qualifikatorischen und berufsbiographischen Aspekten beeinflußt und führten nach der Wende zu einer Art Revision von Mobilitätsprozessen, die vor 1989 stattfanden. Der hohe Beschäftigungsabbau in der Land- und Forstwirtschaft bot vielen Beschäftigten dieser Branche die Möglichkeit, auch in anderen Bereichen Fuß zu fassen, und verhinderte - auch wenn diese "Umorientierung" mit einem beruflichen Abstieg verbunden war - vor allem Arbeitslosigkeit. Ein deutlich geringeres Abstiegsrisiko als alle übrigen Beschäftigten trugen ehemalige Staatsbedienstete. (IAB2) -
Literaturhinweis
Occupational and economic mobility and social integration of mediterranean migrants in Germany (1997)
Seifert, Wolfgang;Zitatform
Seifert, Wolfgang (1997): Occupational and economic mobility and social integration of mediterranean migrants in Germany. In: European Journal of Population, Jg. 13, H. 1, S. 1-16.
Abstract
Der Autor untersucht anhand von SOEP-Daten die berufliche und soziale Position und Mobilität von Einwanderern aus Mittelmeerländern in (West-) Deutschland 1984-1993. (IAB)
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Literaturhinweis
Wege aus der Arbeitslosigkeit - berufliche Mobilität von Existenzgründern: eine Untersuchung zur beruflichen Mobilität ehemals arbeitsloser Existenzgründer, die mit Überbrückungsgeld nach § 55a AFG gefördert wurden (1997)
Wießner, Frank;Zitatform
Wießner, Frank (1997): Wege aus der Arbeitslosigkeit - berufliche Mobilität von Existenzgründern. Eine Untersuchung zur beruflichen Mobilität ehemals arbeitsloser Existenzgründer, die mit Überbrückungsgeld nach § 55a AFG gefördert wurden. (IAB-Werkstattbericht 12/1997), Nürnberg, 51 S.
Abstract
Auf der Basis einer Aktenrecherche von ausgewählten Fällen der Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit der Jahre 1994/95 werden das Mobilitätsverhalten der Gründer und der Unternehmenserfolg unter Berücksichtigung des Mobilitätsverhaltens untersucht. Es wird festgestellt, daß "Berufstreue" mit linear verlaufenden Berufsbiographien im Hinblick auf den Verbleib in Selbständigkeit besser abschneiden als mobile Existenzgründer. Doch wird dieses Ergebnis durch eine Reihe weiterer Einflußgrößen, wie verwertbare berufliche Erfahrungen, zum Teil relativiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Zuwanderer auf dem Arbeitsmarkt: nationalitäten- und geschlechtsspezifische Unterschiede (1996)
Bender, Stefan; Seifert, Wolfgang;Zitatform
Bender, Stefan & Wolfgang Seifert (1996): Zuwanderer auf dem Arbeitsmarkt. Nationalitäten- und geschlechtsspezifische Unterschiede. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 25, H. 6, S. 473-495. DOI:10.1515/zfsoz-1996-0604
Abstract
"Mittels der anonymisierten IAB-Beschäftigtenstichprobe werden die Arbeitsmarktchancen von Arbeitsmigranten aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Spanien, Portugal, Italien, Griechenland und der Türkei untersucht. In den Analysen konnten nationalitäten- und geschlechtsspezifische Unterschiede in den Arbeitsmarktchancen festgestellt werden. Türkische Arbeitnehmer übten auch 1989 noch in weit stärkerem Maße als andere Nationalitäten un- und angelernte Tätigkeiten aus. Beschäftigte aus dem ehemaligen Jugoslawien und auch aus Spanien näherten sich dagegen der Struktur der deutschen Beschäftigten an. Ausländische Frauen waren auf dem Arbeitsmarkt, sowohl im Vergleich zu ausländischen Männern als auch deutschen Frauen, deutlich schlechter gestellt. Die ausländischen Beschäftigten unterscheiden sich in ihrer Struktur und ihren Berufsverläufen erheblich von den deutschen Beschäftigten. Sie sind überwiegend als un- und angelernte Arbeiter im produzierenden Gewerbe tätig. Allerdings zeigt sich im Längsschnitt eine gewisse Aufwärtsmobilität hin zu günstigeren Arbeitsmarktpositionen zu finden. Mit Hilfe einer Ereignisanalyse (Piecewise Constant Exponential Model) konnte gezeigt werden, daß bei Absolventen der dualen Ausbildung keine gravierenden Unterschiede in den direkten Berufswechseln und den Übergängen zur Arbeitslosigkeit bestehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufliche Wechselprozesse in Ostdeutschland: eine Längsschnittstudie über Berufswechselprozesse von ostdeutschen Berufs- und Hochschulabsolventen im Transformationsprozeß (1996)
Rasztar, Matthias; Struck-Möbbeck, Olaf; Sackmann, Reinhold; Wingens, Matthias; Weymann, Ansgar;Zitatform
Rasztar, Matthias, Reinhold Sackmann, Olaf Struck-Möbbeck, Ansgar Weymann & Matthias Wingens (1996): Berufliche Wechselprozesse in Ostdeutschland. Eine Längsschnittstudie über Berufswechselprozesse von ostdeutschen Berufs- und Hochschulabsolventen im Transformationsprozeß. (Sonderforschungsbereich Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf. Arbeitspapier 39), Bremen, 70 S.
Abstract
"Das Arbeitspapier skizziert anhand von Verlaufsdatenanalysen Prozesse des intragenerationalen Berufswechsels in einem Vergleich zwischen den letzten Jahren der DDR und den ersten Jahren des Transformationsprozesses. Dabei wird deutlich, wie massiv eingelebte DDR-Berufs- und Lebenslaufbahnen differenziert und individualisiert wurden. Zur Beantwortung von Fragen nach der Neukonstitution sozialer Chancen nach der Wende wird mittels Ereignisdatenanalysen aufgezeigt, welche Personengruppen primäre Träger des beruflichen Strukturwandels waren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zunehmende Arbeitsmarktintegration bei anhaltender sozialer Segregation: Strukturwandel der ausländischen Bevölkerung (1996)
Seifert, Wolfgang;Zitatform
Seifert, Wolfgang (1996): Zunehmende Arbeitsmarktintegration bei anhaltender sozialer Segregation. Strukturwandel der ausländischen Bevölkerung. In: Informationsdienst Soziale Indikatoren H. 15, S. 7-11.
Abstract
"Am Beispiel der Veränderungen der beruflichen Stellung und der Branchenzugehörigkeit wird der Wandel in der Beschäftigungsstruktur von ausländischen und deutschen Erwerbstätigen vergleichend abgebildet. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob sich die Konzentration der ausländischen Bevölkerung in den unteren Bereichen des Arbeitsmarktes verfestigt oder allmählich auflöst. Daten zum Erwerbsverlauf wurden zudem dahingehend analysiert, inwiefern ausländische Beschäftigte häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Abschließend werden einige Indikatoren zur sozialen Integration betrachtet. Als Datenbasis hierfür wird das Sozio-Ökonomische Panel (SOEP) verwendet, das seit 1984 jährlich durchgeführt wird. Da sich die hier betrachteten Gruppen ausländischer Arbeitnehmer fast ausschließlich auf Westdeutschland konzentrieren, bilden die Beschäftigten der alten Bundesländer die entsprechenden Vergleichsgruppen. Neben dem strukturellen Wandel zwischen den Generationen richtet sich das Augenmerk im folgenden besonders auf türkische Zuwanderer und ausländische Frauen, da diese gemeinhin als besonders benachteiligt gelten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Statusinkonsistenz im Lebensverlauf: eine Längsschnittstudie über Statuslagen von Männern und Frauen in den Kohorten 1929-31, 1939-41 und 1949-51 (1995)
Zitatform
Becker, Rolf & Ekkart Zimmermann (1995): Statusinkonsistenz im Lebensverlauf. Eine Längsschnittstudie über Statuslagen von Männern und Frauen in den Kohorten 1929-31, 1939-41 und 1949-51. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 24, H. 5, S. 358-373. DOI:10.1515/zfsoz-1995-0503
Abstract
"Sozialbiographische Überlegungen und die Lebensverlaufsperspektive tragen zu einem Fortschritt in der Inkonsistenzforschung bei. Wichtige und methodische Voraussetzungen sind dabei die Berücksichtigung der Dynamik von Statusinkonsistenz und die Kontrolle der Zeitabhängigkeit von Statuslagen. Dadurch wird es möglich, Entstehen, Dauer und Folgen von Statuskonsistenz detailliert zu untersuchen. Die empirischen Befunde des Artikels zeigen, daß die Verortung von Individuen in einer Statushierarchie im Lebenslauf zunehmend mit vergleichbaren Plazierungen in anderen Statusdimensionen übereinstimmt. Dies verstärkt sich in der Abfolge von Geburtskohorten: ferner finden sich eher Frauen als Männer in ungünstigen statusinkonsistenten Lagen. Schließlich hat Statuskonsistenz deutliche Auswirkungen auf berufliche Mobilität von Männern. Eine ungünstige Statuslage 'erzwingt' Mobilität, wenn, gemessen an der Bildung, unerwartete Statusverluste ausgeglichen werden sollen. Männer mit unerwarteten Statusgewinnen versuchen dagegen, ihre vorteilhafte Statuslage abzusichern, und sind eher immobil." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Mobilität der Migranten: die berufliche, ökonomische und soziale Stellung ausländischer Arbeitnehmer in der Bundesrepublik. Eine Längsschnittanalyse mit dem Sozio-Ökonomischen Panel, 1984-1989 (1995)
Seifert, Wolfgang;Zitatform
Seifert, Wolfgang (1995): Die Mobilität der Migranten. Die berufliche, ökonomische und soziale Stellung ausländischer Arbeitnehmer in der Bundesrepublik. Eine Längsschnittanalyse mit dem Sozio-Ökonomischen Panel, 1984-1989. Berlin: Edition Sigma, 276 S.
Abstract
"Ziel der Untersuchung ist es, berufliche und ökonomische Mobilität von Ausländern in der Bundesrepublik auf repräsentativer Basis, sowohl abhängig von individuellen Komponenten zu untersuchen als auch der Frage nachzugehen, ob und gegebenenfalls wo, strukturelle Mobilitätshindernisse bestehen. Den empirischen Analysen wird ein Block vorangestellt, in dem grudlegende Integrationstheorien vorgestellt sowie ökonomische, politische, gesellschaftliche und historische Rahmenbedingungen der Ausländerbeschäftigung in der Bundesrepublik analysiert werden. Die Analysen erstrecken sich auf die ersten sechs Wellen des Sozio-Ökonomischen Panels (1984-1989). (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwertung und Umwertung von Laufbahnkapital?: Erwerbsverläufe und soziale Mobilität von Frauen und Männern in Ostdeutschland (1994)
Zitatform
Diewald, Martin & Annemette Sorensen (1994): Entwertung und Umwertung von Laufbahnkapital? Erwerbsverläufe und soziale Mobilität von Frauen und Männern in Ostdeutschland. (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Arbeitsbericht 13/1994), Berlin, 19 S., Anhang.
Abstract
Die Autoren stellen Ergebnisse der Analyse von Erwerbsverläufen von Männern und Frauen ausgewählter Kohorten (1929-1931, 1951-1953, 1959-1961) vor, die in der Zeit der "Wende" in der DDR bzw. während des staatlichen Zusammenschlusses primär auf die Weiterverfolgung ihrer beruflichen Karriere zu DDR-Zeiten orientiert waren. Sie ziehen den Schluß, daß "zumindest von einer umfassenden Entwertung der DDR-Qualifikationen nicht die Rede sein kann". Doch bewirken rapide Anpassungen an westdeutsche Arbeitsmarkt-Kriterien rigide Entwertungen bisheriger Berufsverläufe und beeinflussen berufliche Mobilitätsprozesse in erheblichem Maße. (IAB2)
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Berufliche und ökonomische Mobilität ausländischer Arbeitnehmer: Längsschnittanalysen mit dem Sozio-Ökonomischen Panel (1994)
Seifert, Wolfgang; Seifert, Wolfgang; Werner, Heinz;Zitatform
Seifert, Wolfgang; Wolfgang Seifert & Heinz Werner (sonst. bet. Pers.) (1994): Berufliche und ökonomische Mobilität ausländischer Arbeitnehmer. Längsschnittanalysen mit dem Sozio-Ökonomischen Panel. In: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg (Hrsg.) (1994): Die Integration ausländischer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 178), S. 7-84.
Abstract
"Mit den ersten sechs Wellen des Sozio-Ökonomischen Panels, einer bevölkerungsrepräsentativen Längsschnittuntersuchung wurde die berufliche und ökonomische Mobilität ausländischer Arbeiter aus den Ländern Türkei, Italien, Griechenland, Spanien und dem ehemaligen Jugoslawien im Vergleich zu deutschen Beschäftigten untersucht. Neben der Entwicklung individueller Mobilitätsindikatoren wie berufliche Stellung, Beschäftigungssektor, Arbeitsbedingungen, Beschäftigungsstabilität und Verdienst wurde auf Haushaltsebene auch die Entwicklung des Haushaltseinkommens, also der Teil des Einkommens, der einem Haushalt zur Konsumption zur Verfügung steht, untersucht und auch die Wohnungsausstattung und -größe in die Analyse einbezogen. Von diesen allgemeinen Mobilitätsindikatoren ausgehend, wurde der Frage nachgegangen, ob ausländische Arbeitskräfte an schlecht bezahlte Arbeitsplätze mit belastenden Arbeitsbedingungen und geringer Beschäftigungsstabilität gebunden sind, wie dies in Theorien über die Segmentierung des Arbeitsmarktes behauptet wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitsmarktsegmentation - Mobilitätsbarriere für ausländische Arbeitnehmer? (1993)
Seifert, Wolfgang;Zitatform
Seifert, Wolfgang (1993): Arbeitsmarktsegmentation - Mobilitätsbarriere für ausländische Arbeitnehmer? (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Arbeitsgruppe Sozialberichterstattung. Papers 93-102), Berlin, 40 S.
Abstract
"Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Analyse von individueller beruflicher Mobilität, die anhand eines Segmentationsmodells sichtbar gemacht werden soll. Die Analysen werden mit dem Sozio-Ökonomischen Panel (SOEP) durchgeführt. Zunächst werden die Entwicklung der Segmentationstheorie kurz dargestellt, die Datenbasis vorgestellt und die Operationalisierung erläutert. In Kapitel vier wird die Verteilung von Ausländern und Deutschen auf die Arbeitsmarktsegmente und die Stabilität dieser Segmentzugehörigkeit über sechs Jahre untersucht und daran anschließend Einkommen, Arbeitsbedingungen und die Beschäftigungsstabilität in den verschiedenen Arbeitsmarktsegmenten. Um Aufschluß über unterschiedliche Chancenwahrnehmungen von ausländischen und deutschen Beschäftigten zu erlangen, werden ergänzend die subjektiv wahrgenommenen Arbeitsmarkt- und Karrierechancen untersucht. Abschließend wird die Frage behandelt. inwieweit es sich bei der vorhandenen beruflichen Mobilität um 'freiwillige' oder 'erzwungene' Mobilität handelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Karrieremuster von Frauen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst: eine Längsschnittuntersuchung über Berufsverläufe von drei Geburtskohorten in der Bundesrepublik Deutschland (1991)
Zitatform
Becker, Rolf (1991): Karrieremuster von Frauen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Eine Längsschnittuntersuchung über Berufsverläufe von drei Geburtskohorten in der Bundesrepublik Deutschland. In: K. U. Mayer, J. Allmendinger & J. Huinink (Hrsg.) (1991): Vom Regen in die Traufe : Frauen zwischen Beruf und Familie, S. 119-141.
Abstract
"In der vorliegenden Analyse wurden die Karrieremuster von Frauen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst untersucht. Hierbei wurde zwischen drei Mobilitätsprozessen unterschieden: (1) Einkommensentwicklung bei Arbeitsplatzwechsel, (2) Statusentwicklung bei Arbeitsplatzwechsel und (3) Beförderung versus beruflicher Abstieg. Für die empirische Analyse stand der Datensatz der Lebensverlaufsstudie des DFG-Sonderforschungsbereichs 3 und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung zur Verfügung. Die Determinanten der beruflichen Mobilität von Frauen wurden mit Hilfe statistischer Methoden der Ereignisanalyse geschätzt. Das zentrale Ergebnis der vorliegenden Untersuchung über Karrieremuster von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst ist, daß eine deutliche Kluft zwischen den Geschlechtern für den gesamten Arbeitsmarkt besteht. Entgegen den allgegemeinen Annahmen und Behauptungen ist für Frauen der öffentliche Dienst trotz der dort geltenden institutionellen Regelungen nicht generell ein besserer Arbeitgeber, wenn es um die langfristige Perspektive von Erwerbstätigkeit oder Karrierechancen geht. Ebenso wie in der Privatwirtschaft arbeiten die meisten Frauen im öffentlichen Dienst auf Arbeitsplätzen, die geringere Karriereperspektiven bieten, aber sie haben sowohl eine größere Beschäftigungssicherheit als auch eine geringere Wahrscheinlichkeit für beruflichen Abstieg als Frauen in der Privatwirtschaft." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Zum Wandel der Mobilitätschancen junger Frauen und Männer zwischen 1950 und 1971: eine Kohortenanalyse (1991)
Handl, Johann;Zitatform
Handl, Johann (1991): Zum Wandel der Mobilitätschancen junger Frauen und Männer zwischen 1950 und 1971. Eine Kohortenanalyse. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 43, H. 4, S. 697-719.
Abstract
Der Autor untersucht die zeitliche Konstanz bzw. Variabilität der intergenerationalen Mobilitätsmuster von Frauen. Er stützt sich dabei auf die Mikrozensus-Zusatzerhebung von 1971, mit der die berufliche Plazierung einzelner Geburtskohorten zu verschiedenen historischen Zeitpunkten bei gleichem Lebensalter analysiert werden kann. Ausgewählt wurden die Geburtskohorten 1920-1922, 1930-1932 und 1940-1942. Die Untersuchung bezieht sich auf die Verteilung der jeweils 28-30jährigen im Beruf. Dabei wird zunächst die Veränderung der herkunftsspezifischen Berufschancen von jungen Frauen und Männern betrachtet und gezeigt, "daß sich innerhalb der betrachteten 20 Jahre die geschlechtsspezifische Segregation in den einzelnen Herkunftsgruppen nicht einfach linear erhöht hat, sondern unregelmäßigen Schwankungen unterworfen war, die Veränderungen in der Qualifikationsstruktur und der spezifischen Arbeitsmarktlage der betrachteten Herkunftsgruppen widerspiegeln." Weiterhin wird auf die Veränderung der relativen Mobilitätschancen in der Kohortenfolge eingegangen und festgehalten, "daß sich für Arbeitersöhne wie Arbeitertöchter in der Kohortenfolge Tendenzen zur Öffnung der Mobilitätsstruktur finden. Die Chancen der Kinder aus den gehobensten beruflichen Gruppierungen entwickeln sich allerdings deutlich unterschiedlich. Bei Männern kommt es zu einer Erhöhung der 'Berufsvererbung', bei Frauen zu einer Verringerung." (IAB2)
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Literaturhinweis
Berufliche Mobilität von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland (1991)
Zitatform
Mayer, Karl Ulrich (1991): Berufliche Mobilität von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland. In: K. U. Mayer, J. Allmendinger & J. Huinink (Hrsg.) (1991): Vom Regen in die Traufe : Frauen zwischen Beruf und Familie, S. 57-90.
Abstract
"In diesem Beitrag werden Berufsverläufe in der Segmentationsdimension sozio-ökonomischer Klassenlagen dargestellt und interpretiert. Dazu wurden Materialien über die Berufswege von Frauen auf der Grundlage der Geburtskohorten 1929-31, 1939-41 und 1949-51 der Lebensverlaufsstudie zusammengestellt. Beschrieben wurden (1) Übergänge zwischen dem ersten und dem letzten Beruf, gemessen nach Klassenlagen im Vergleich mit den Männern und zwischen Kohorten, (2) Klassenübergänge nach einer Erwerbsunterbrechung, (3) die berufliche Kontinuität und Diskontinuität nach Unterbrechung und (4) Status- und Einkommensverläufe im Vergleich mit Männern." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Berufliche Mobilität in Deutschland und Frankreich: Konsequenz von Bildungs- und Beschäftigungssystemen für Frauen und Männer 1965 bis 1970 (1990)
Zitatform
König, Wolfgang (1990): Berufliche Mobilität in Deutschland und Frankreich. Konsequenz von Bildungs- und Beschäftigungssystemen für Frauen und Männer 1965 bis 1970. Frankfurt u.a.: Campus-Verl., 283 S.
Abstract
Die Studie untersucht systematisch gesamtgesellschaftliche Unterschiede in der Ausformung beruflicher Karrieremobilität als Konsequenz nationalspezifischer Charakteristika, der allgemeinen und beruflichen Ausbildungssysteme, der Berufsstrukturen, der ökonomischen Entwicklung, der Besonderheiten der industriellen Beziehungen und der Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit. Zunächst wird in Kapitel 2 die historische Entwicklung und die Sozialstruktur der beiden Länder in groben Zügen nachgezeichnet und diskutiert. Es wird dabei versucht, die Herausbildung konkreter Bildungs- und Beschäftigungssysteme im Lichte spezifischer nationaler Charakteristika aufzuzeigen. Im Kapitel 3 werden die zentralen Untersuchungsvariablen, Bildungsniveau und Alter, nach ihrem prognostischen Inhalt in verschiedenen theoretischen Konzeptionen von Arbeitsmärkten und Karrieremobilitätsprozessen hinterfragt, z.B. in der Humankapitaltheorie, in verschiedenen Segmentationsansätzen und der Vakanzkettentheorie. Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei Erklärungen zum weiblichen Erwerbsverhalten. Aus diesen Überlegungen werden im darauffolgenden Abschnitt (Kapitel 4) systematische Hypothesen zu den erwarteten Unterschieden in den Karrieremobilitätsprozessen in Frankreich und der Bundesrepublik abgeleitet. Daran schließt sich die Darstellung der Datensätze und Klassifikationen an (Kapitel 5). Zu Beginn des empirischen Teils in Kapitel 6 werden zunächst die Erwerbsbeteiligung, insbesondere von Frauen und die nationalen Bildungs- und Berufsverteilungen analysiert, also die gewachsene Struktur sozialer Ungleichheit. In Kapitel 7 werden die beruflichen Mobilitätsströme in beiden Ländern, wie sie sich insgesamt und in verschiedenen Bildungs- und Altersgruppen darstellen, untersucht. Kapitel 8 widmet sich den Einflüssen, die der sozialen Herkunft in diesem Prozeß beigemessen werden können, z. B. in Bezug auf die Bedeutung der sogenannten 'Gegenmobilität'. In Kapitel 9 werden die spezifischen wirtschaftssektoralen Gliederungen daraufhin untersucht, welchen Beitrag sie zur Erklärung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu beiden Ländern leisten können. Abschließend werden die wichtigsten Ergebnisse nochmals zusammengefaßt und reevaluiert sowie durch Überlegungen zur Entwicklung in den 70er und 80er Jahren ergänzt. Die empirische Datenbasis der Arbeit bilden Datensammlungen, die im Rahmen des VASMA- und CASMIN-Projekts erarbeitet wurden. (IAB)
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Literaturhinweis
Licht und Schatten beim Berufsstart: Erwerbstätigkeit und Erwerbslosigkeit bei 23- bis 24jährigen (1988)
Stegmann, Heinz; Kraft, Hermine;Zitatform
Stegmann, Heinz & Hermine Kraft (1988): Licht und Schatten beim Berufsstart. Erwerbstätigkeit und Erwerbslosigkeit bei 23- bis 24jährigen. In: Materialien aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung H. 8, S. 1-10.
Abstract
"Ein Ziel der IAB-Längsschnittuntersuchung 'Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem' war es, einen der ersten geburtenstärkeren Jahrgänge (1961 oder 1962 Geborene) auf dem Weg von der allgemeinbildenden Schule bis zur beruflichen Integration wissenschaftlich zu begleiten. Aus den 15- bis 16jährigen Schülern, die 1977 erstmals befragt wurden, sind bis zum Erhebungszeitpunkt Ende 1985 junge Erwachsene im Alter von 23 bis 24 Jahren geworden, von denen - mit Ausnahme der Studenten und Hausfrauen - drei Viertel im Erwerbsleben (einschließlich Aus- und Weiterbildung) stehen.
Die Ausführungen informieren über den Berufsverlauf bei 23- bis 24jährigen Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose). Vier Fragen stehen dabei im Vordergrund:
- Wie wirken sich schulische Vorbildung und Berufsausbildung auf Arbeitsmarktrisiken dieser Altersgruppe aus?
- Welche Folgen ergeben sich aus einer Erwerbslosigkeitsphase unmittelbar nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung auf den weiteren Berufsverlauf?
-Welche Strukturen charakerisieren die Erwerbstätigkeit bei 23- bis 24jährigen?
- In welchem Umfang treten Mobilitätsvorgänge bei betrieblich ausgebildeten Fachkräften dieser Altersgruppe auf?
Bei der Beantwortung dieser Fragen werden Unterschiede im Berufsverlauf zwischen Männern und Frauen besonders herausgestellt." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Mobilität und Mobilitätsbereitschaft von Arbeitslosen (IAB-Kurzbericht 23.7.1985) (1986)
Zitatform
(1986): Mobilität und Mobilitätsbereitschaft von Arbeitslosen (IAB-Kurzbericht 23.7.1985). In: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg (1986): Kurzberichte 1985 (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 42.7), S. 68-72.
Abstract
"Im Hinblick auf die häufig gestellte Frage, ob nicht doch ein großer Teil der Arbeitslosigkeit auf unzureichende Anpassungsbereitschaft der Arbeitslosen selbst zurückzuführen sei", wurden im Sommer 1983 etwa 1600 Personen befragt, von denen zu diesem Zeitpunkt 40 % Langfristarbeitslose waren, 42 % waren erwerbstätig, die übrigen aus dem Erwerbsleben ausgeschieden. In dem Kurzbericht werden die Ergebnisse der Befragung zur Mobilität bei der beruflichen Wiedereingliederung bzw. zur Mobilitätsbereitschaft von Langfristarbeitslosen wiedergegeben. (IAB2)
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Literaturhinweis
Zur beruflichen Mobilität von ABM-Teilnehmern (IAB-Kurzbericht 5.2.1985) (1986)
Zitatform
(1986): Zur beruflichen Mobilität von ABM-Teilnehmern (IAB-Kurzbericht 5.2.1985). In: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg (1986): Kurzberichte 1985 (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 42.7), S. 1-4.
Abstract
"Aus der Erhebung zur Struktur der Bewegungsvorgänge bei Arbeitslosen im Jahr 1984 ist u.a. bekannt, ob und ggf. welchen Beruf die in ABM vermittelten Arbeitnehmer vor der Arbeitslosmeldung ausgeübt haben und welchen Beruf sie in der geförderten ABM-Tätigkeit ausüben (jeweils gemessen an den Kennziffern für die Berufsabschnitte). Aus dem Vergleich dieser Angaben kann auf das Ausmaß der beruflichen Mobilität beim Übergang in ABM geschlossen werden. Die Betrachtung der Mobilitätsvorgänge konzentriert sich hier auf Berufe, die entweder als Herkunftsberuf (in der letzten Tätigkeit vor der Arbeitslosigkeit) oder als Einmündungsberuf (in ABM) mindestens 5 % der jeweiligen Gesamtheit ausmachten." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Mangelnde Faktormobilität: eine Ursache der Arbeitslosigkeit? (1985)
Zitatform
Wagner, Joachim (1985): Mangelnde Faktormobilität. Eine Ursache der Arbeitslosigkeit? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 65, H. 6, S. 297-303.
Abstract
"In der aktuellen Diskussion um die Ursachen der Massenarbeitslosigkeit wird häufig die These vertreten, eine zu geringe regionale, sektorale und berufliche Mobilität der Arbeitskräfte sei ein bedeutendes Hindernis für mehr Wirtschaftswachstum mit höherer Beschäftigung. Ist die Faktormobilität im Vergleich zu vorher gesunken? Ist von einer erhöhten Faktormobilität ein entscheidender Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit zu erwarten?" Der Verfasser untersucht, ob zu geringe regionale Mobilität oder mangelnde bzw. gesunkene berufliche und sektorale Mobilität belegt werden können. Ebenso werden die Forderungen nach einer Flexibilisierung der Lohnstruktur kritisch diskutiert und einige Einwände gegen eine solche Strategie thematisiert. "Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß es gegen die These, eine zu geringe regionale, sektorale und berufliche Mobilität der Arbeitskräfte sei ein bedeutendes Hindernis für mehr Wirtschaftswachstum mit höherer Beschäftigung, und gegen wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Mobilitätsförderung etwa durch Flexibilisierung der Lohnstrukturen eine ganze Reihe von Einwänden gibt. Solange ein globales Ungleichgewicht zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage besteht, kann auch von einer noch so großen Mobilität kein entscheidender Impuls zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit erwartet werden. Vor einer übertriebenen Hoffnung in bezug auf den möglichen Beitrag einer gesteigerten (bzw. zu steigernden) Mobilität zu einem Strukturwandel für Wachstum und mehr Beschäftigung ist schließlich auch angesichts der Mobilitätskosten und der Bedeutung des internen strukturellen Wandels zu warnen." (IAB2)
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Literaturhinweis
Stabilität und Flexibilität bei der beruflichen Eingliederung (1982)
Horstmann, Kurt;Zitatform
Horstmann, Kurt (1982): Stabilität und Flexibilität bei der beruflichen Eingliederung. In: (1982): Die Aussiedler in der Bundesrepublik Deutschland. Forschungen der AWR Deutsche Sektion. 2. Ergebnisbericht. Anpassung, Umstellung, Eingliederung, S. 223-237.
Abstract
Der Beitrag behandelt die berufliche Mobilität von Aussiedlern, die im Rahmen einer Langzeitstudie (1976-1979) untersucht wurde. Es wird gezeigt, daß die Spätaussiedler bei ihrer wirtschaftlichen Eingliederung erhebliche berufliche Umstellungen in Kauf nehmen müssen. Bei der Beurteilung des häufigen Berufswechsels darf jedoch nicht einseitig davon ausgegangen werden, daß er durch die Arbeitsmarktverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland erzwungen worden wäre und unbedingt zu einem sozialen Abstieg geführt habe. Es müssen auch die persönlichen Anlagen und Neidungen der Aussiedler als möglicher Grund zu einem Berufswechsel in Betracht gezogen werden. Außerdem war häufig die berufliche Qualifikation der Berufsbewerber nicht vorhanden oder nicht ausreichend glaubhaft gemacht oder sie hatten vor der Aussiedlung in den Herkunftsgebieten Tätigkeiten ausgeübt, die im Wirtschaftsbereich des Bundesgebiets auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt sind (z.B. landwirtschaftliche Traktoristen). Aus diesen oder anderen Gründen haben Aussiedler von sich aus den Wunsch nach einem Berufswechsel gehabt oder die Gelegenheit dazu gern wahrgenommen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Strukturen und Determinanten der beruflichen Wiedereingliederung von Langfristarbeitslosen: aus der Untersuchung des IAB über Ursachen und Auswirkungen von Arbeitslosigkeit (1978)
Brinkmann, Christian;Zitatform
Brinkmann, Christian (1978): Strukturen und Determinanten der beruflichen Wiedereingliederung von Langfristarbeitslosen. Aus der Untersuchung des IAB über Ursachen und Auswirkungen von Arbeitslosigkeit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 11, H. 2, S. 178-197.
Abstract
"Im Rahmen der IAB-Verlaufsuntersuchung bei Arbeitslosen vom September 1974 wurde im November 1976 eine weitere Nacherhebung durchgeführt. Sie ergab, daß zu dieser Zeit 11 % der Befragten arbeitslos gemeldet waren, darunter knapp 7 % ohne zwischenzeitliche Arbeitsaufnahme. Im Verlauf des ersten Jahres nach dem Stichtag verlangsamte sich der Abbau der Arbeitslosigkeit bzw. die Wiederaufnahme einer Arbeit beträchtlich. Eine derartige Verlangsamung hat dagegen im zweiten Jahr nicht mehr stattgefunden. Hierbei dürfte eine Rolle spielen, daß sich nach gut einem Jahr Dauer der Arbeitslosigkeit die Wiedereingliederungsquoten (d.h. der Anteil der Abgänger, die bei Beendigung der Arbeitslosigkeit oder eine gewisse Zeit danach erwerbstätig sind) zunächst wieder erhöhen und dann auf einem (allerdings vergleichsweise niedrigen) Niveau von gut 40 % einpendeln. Von Bedeutung dürfte auch die Tatsache sein, daß Abgänge in Hausfrauentätigkeit und als Rentner in besonders starkem Maße kurz vor und nach dem Ablauf des ersten Jahres Arbeitslosigkeit erfolgen, so daß diese Abgänge auch im zweiten Jahr nach dem Stichtag noch zum Abbau der Arbeitslosigkeit beitragen. Auch wenn sich die Wiedereingliederungsquoten von Langfristarbeitslosen nicht sukzessive weiter zu verringern scheinen, werden die Schwierigkeiten der Wiedereingliederung mit der Dauer der Arbeitslosigkeit immer größer. Dies wird daran deutlich, daß die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit und damit auch die Wiedereingliederungsfälle pro Zeiteinheit erheblich zurück gehen. Mit zunehmender bisheriger Dauer der Arbeitslosigkeit vergrößert sich auch die noch zu erwartende künftige Dauer der Arbeitslosigkeit. Im Hinblick auf die Dauer der Arbeitslosigkeit und die berufliche Eingliederung (bzw. Ausgliederung) von Langfristarbeitslosen haben demographische und qualifikatorische Merkmale einen ausschlaggebenden Einfluß (gesundheitliche Einschränkungen, Alter, Geschlecht, Familienstand, Erwerbstätigkeit des Ehepartners, berufliche Situation vor der Arbeitslosigkeit). Demgegenüber sind subjektive Faktoren bzw. 'Handlungsstrategien' von Arbeitslosen (Mobilitätsbereitschaft in verschiedenen Dimensionen, eigene Versuche zur Arbeitsaufnahme, Ablehnung von angebotenen Arbeitsplätzen) weniger von Bedeutung. Soweit sich von der Mobilitätsbereitschaft ein gewisser Einfluß auf die berufliche Wiedereingliederung von Langfristarbeitslosen ergibt, ist er auf die Bereitschaft zu einem längeren Arbeitsweg, zu einem Umzug, zu einer ungünstigeren Arbeitszeit und zu ungünstigeren Arbeitsbedingungen (Witterung, Lärm, Schmutz usw.) zurückzuführen; kaum ein Zusammenhang besteht dagegen mit der Bereitschaft, eine schlechtere bzw. schlechter bezahlte berufliche Position einzunehmen, die Branche zu wechseln oder eine andere Tätigkeit aufzunehmen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit und Mobilität. (Aus der Untersuchung des IAB über Ursachen und Auswirkungen von Arbeitslosigkeit) (1977)
Brinkmann, Christian;Zitatform
Brinkmann, Christian (1977): Arbeitslosigkeit und Mobilität. (Aus der Untersuchung des IAB über Ursachen und Auswirkungen von Arbeitslosigkeit). In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 10, H. 2, S. 201-223.
Abstract
"Im Herbst hat das IAB eine Befragung bei einer repräsentativen Gruppe von deutschen Arbeitslosen durchgeführt, die ein Jahr zuvor (im September 1974) beim Arbeitsamt arbeitslos gemeldet waren. Mit einer schriftlichen Befragung wurden u.a. detaillierte Informationen über berufliche Veränderungen vor und nach der Arbeitslosigkeit erhoben. Hierüber wird im vorliegenden Beitrag berichtet. Die Ergebnisse deuten auf eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes auf der Seite des Angebots an Arbeitskräften hin. Bei bestimmten Teilgruppen der Arbeitslosen ergeben sich allerdings erhebliche Belastungen als Folgeprobleme dieser Anpassungsleistung (Qualifikationsverlust, Einkommensverlust, beruflicher Abstieg, wiederholte Arbeitslosigkeit). Korrigierende und kompensierende arbeitsmarkt- und bildungspolitische Maßnahmen erscheinen dringend geboten, um einer "Strukturalisierung" unter den Arbeitslosen entgegenzuwirken und zu verhindern, daß der Strukturwandel am Arbeitsmarkt ausschließlich zu Lasten von weitgehend zufällig betroffenen Arbeitslosen geht. Bei der Aufgliederung nach einzelnen Gruppen von Arbeitslosen ergibt sich insgesamt ein sehr differenziertes Bild. Höhere Wiedereingliederungsquoten verbinden sich ganz allgemein bei höherqualifizierten Arbeitslosen mit auch "qualitativ" besseren Wiedereingliederungsergebnissen. Den Gegenpol zu dieser Gruppe bilden Arbeitslose mit niedrigen bzw. ohne formale Bildungsabschlüsse und insbesondere auch Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen. Bei ihnen verbinden sich stark unterdurchschnittliche Wiedereingliederungsquoten mit Qualifikationsverlust und beruflichen Verschlechterungen. Zum Teil läßt sich hier auch eine beträchtliche Instabilität bei der beruflichen Wiedereingliederung erkennen. Arbeitslose, die keinen vollwertigen beruflichen Abschluß erreicht und lediglich eine betriebsspezifische Anlernung absolviert haben, tragen ein besonders hohes Rsisiko der Qualifikationsvernichtung und des beruflichen Abstiegs im Falle von Arbeitslosigkeit. Mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit verringert sich nicht nur die Wiedereingliederungsquote, es werden ebenfalls Berufswechsel und berufliche Abstiege häufiger. Hierbei lassen sich auch eindeutige Zusammenhänge mit den Belastungen während der Arbeitslosigkeit erkennen, so daß sich Belastungen während und nach der Arbeitslosigkeit auf die gleichen Gruppen von Arbeitslosen konzentrieren. Aus den vorliegenden Ergebnissen läßt sich weiterhin entnehmen, daß angesichts anhaltend hoher Arbeitslosigkeit auch wiederholte (u.U. kurzfristige) Arbeitslosigkeit der gleichen Personen besonderer Aufmerksamkeit bedarf." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Zum Berufswechsel männlicher deutscher Erwerbspersonen (1975)
Mehnert, Klaus;Zitatform
Mehnert, Klaus (1975): Zum Berufswechsel männlicher deutscher Erwerbspersonen. In: Materialien aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 06, H. 10, S. 1-4.
Abstract
Der Aufsatz befaßt sich mit folgenden Problemen: Was soll unter Berufswechsel verstanden werden? Warum interessieren die Arbeitsverwaltung Informationen über Art und Umfang des Berufswechsels? In welchem Umfang wurde Berufswechsel vollzogen? Was waren die Ursachen für den Berufswechsel? Berufswechsel und Berufsverwandtschaft.
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Literaturhinweis
Situationsmerkmale von Arbeitslosen Anfang 1975 und Voraussetzungen für die Aufnahme einer neuen Beschäftigung (1975)
Saterdag, Hermann;Zitatform
Saterdag, Hermann (1975): Situationsmerkmale von Arbeitslosen Anfang 1975 und Voraussetzungen für die Aufnahme einer neuen Beschäftigung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 8, H. 2, S. 136-148.
Abstract
"Eine Erhebung, die im Januar 1975 bei 507 nach dem Quotenverfahren ausgewählten Arbeitslosen durchgeführt wurde, erbrachte u.a. folgende Ergebnisse: ++ Von den Arbeitslosen, die vorher abhängig beschäftigt waren, hatte etwa jeder siebte das letzte Arbeitsverhältnis vor der Arbeitslosigkeit selbst gekündigt. ++ Das Netto-Haushaltseinkommen hatte sich durch die Arbeits losigkeit der Befragten um etwa 300 bis 600 DM verringert. Stärker aber als finanzielle Probleme wurden persönlich-so ziale Belastungen geäußert. ++ Um eine neue Stelle zu bekommen, zeigten die befragten Ar beitslosen durchaus Konzessionsbereitschaft: In erster Linie trifft dies auf die Art der Tätigkeit zu (Arbeitsinhalte, Branche). - Relativ gering war hingegen die Bereitschaft zu einem geringeren Verdienst und (bei ehemals statushöheren Gruppen) zu einer Verschlechterung hinsichtlich der beruflichen Position. Auch die Umzugsbereit schaft war nur schwach ausgeprägt. Mit andauernder Arbeitslosigkeit wurde aber ein Trend zu höherer Konzessionsbereitschaft hinsichtlich des Verdienstes, der beruflichen Position und des Umzuges erkennbar. Männer zeigten mehr Konzessionsbereitschaft bei der Stellen suche als Frauen, Jüngere mehr als Ältere und bisherige un-/ange lernte Arbeiter mehr als Facharbeiter und Angestellte. ++ Für Umschulungsmaßnahmen scheint unter den Arbeitslosen ein hinreichend großer Interessentenkreis vorhanden zu sein." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Berufswechsel bei männlichen Erwerbspersonen in der Bundesrepublik Deutschland (1973)
Hofbauer, Hans; König, Paul;Zitatform
Hofbauer, Hans & Paul König (1973): Berufswechsel bei männlichen Erwerbspersonen in der Bundesrepublik Deutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 6, H. 1, S. 37-66.
Abstract
Im Rahmen der Berufsverlaufsuntersuchung des IAB wurden die männlichen Erwerbspersonen des Jahres 1970 auch nach den Berufswechseln seit 1955 gefragt. Ein Drittel gab an, in diesen Jahren mindestens einen Berufswechsel vollzogen zu haben. Die Berufswechslerquote ist umso geringer, je qualifizierter die allgemeine Schulbildung. Desgleichen nimmt der Berufswechsel mit wachsendem Status ab. Knapp die Hälfte aller Berufswechsel wurde im Alter bis zu 30 Jahren vollzogen. Drei Viertel aller Berufswechsel vollzogen sich ohne begleitende berufliche Ausbildung bzw. ohne formalisierte Einarbeitung für den neuen Beruf.
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