Jugendarbeitslosigkeit
Trotz eines Rückgangs ist die EU-Jugendarbeitslosenquote nach wie vor sehr hoch. Laut EU-Kommission sind derzeit 4,5 Millionen junge Menschen (im Alter von 15 bis 24 Jahren) arbeitslos. Einem großen Teil dieser Generation droht durch fehlende Zukunftsperspektiven soziale Ausgrenzung mit weitreichenden Folgen. Mit Maßnahmen wie der Europäischen Ausbildungsallianz und Jugendgarantien der Länder soll entgegengesteuert werden.
Diese Infoplattform bietet einen Einblick in die Literatur zu den Determinanten von und Strategien gegen Jugendarbeitslosigkeit auf nationaler wie internationaler Ebene.
- Ergebnisse aus dem IAB
- Gesamtbetrachtungen
- Determinanten
-
Strategien
- Aktive Arbeitsmarktprogramme
- Beschäftigungsförderung - Förderung der Beschäftigungsfähigkeit
- Maßnahmen zur Bildung und Weiterbildung
- "Assistierte Ausbildung"
- Förderung der Mobilität auf dem Arbeitsmarkt
- "Jugendgarantie" - überbetriebliches Ausbildungsangebot
- Vernetzung der Akteure - Jugendberufsagenturen
- Geografischer Bezug
-
Literaturhinweis
Dropout CH - Schulabbruch und Absentismus in der Schweiz (2011)
Stamm, Margit; Suter, Peter; Safi, Netkey; Stroezel, Holger; Holzinger-Neulinger, Melanie; Kost, Jakob;Zitatform
Stamm, Margit, Jakob Kost, Peter Suter, Melanie Holzinger-Neulinger, Netkey Safi & Holger Stroezel (2011): Dropout CH - Schulabbruch und Absentismus in der Schweiz. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 57, H. 2, S. 187-202.
Abstract
"In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer repräsentativen Schweizer Studie zum Schulabbruch und seinen Verbindungen zum Schuleschwänzen vorgestellt. Theoretische Grundlage bilden Überlegungen und empirische Erkenntnisse, welche die Kontinuität der Schullaufbahn als wichtigen Dropout-Prädiktor kennzeichnen und ihn mit mehr oder weniger ausgeprägtem Schuleschwänzen in Verbindung bringen. Auf der Basis eines empirischen Vorhersagemodells für Schulabbruch können Ergebnisse herausgeschalt werden, welche die traditionelle Dropoutforschung bestätigen, jedoch auch erweitern und teilweise widerlegen. Sie bilden die Grundlage für die abschliessende Diskussion möglicher Präventionsansatze und zukünftiger Forschungsvorhaben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zusammenhänge zwischen Bildungsarmut und Beschäftigungschancen: eine empirische Analyse (2011)
Zitatform
Steiner, Mario (2011): Zusammenhänge zwischen Bildungsarmut und Beschäftigungschancen. Eine empirische Analyse. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 34, H. 2, S. 65-76.
Abstract
"Bildungsarmut stellt aufgrund der voranschreitenden Entwicklung hin zu einer Wissensgesellschaft ein zunehmendes Problem für die Betroffenen dar. Das Ausmaß von Bildungsarmut unter Jugendlichen (definiert mit höchstens Pflichtschulabschluss und aktuell nicht mehr in Ausbildung) ist dabei im europäischen Vergleich stark unterschiedlich ausgeprägt (5% bis 35% der 18 bis 24-Jährigen). Ursachen für diese Unterschiede liegen u. a. in der unterschiedlichen Bedeutung von Berufsbildungssystemen sowie den unterschiedlichen Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte in den einzelnen Ländern. Mit dem vorzeitigen Bildungsabbruch sind starke Einschränkungen der Beschäftigungschancen verbunden. Early School Leavers haben deutlich längere Übergangszeiten von Ausbildung in Beschäftigung, sind mit deutlich höheren Arbeitslosigkeitsquoten sowie deutlich niedrigeren Beschäftigungsquoten konfrontiert, und wenn sie schließlich eine Beschäftigung erlangen, dann ist ihr Risiko, über Hilfsarbeit nicht hinauszukommen, vierfach erhöht. Diesem gesellschaftlichen Problembereich wird in Österreich vornehmlich mit beschäftigungsbezogenen - auf das duale System hin gerichteten - Maßnahmen begegnet. Diese konjunkturabhängige Strategie beinhaltet angesichts von Lehrstellenlücken und des Lehrlingsüberhangs in den beliebtesten Lehrberufen das Risiko eines nicht dauerhaften Interventionserfolges, das durch verstärktes Präventivengagement, wie es v. a. eine ressourcen- und neigungsbasierte Orientierung darstellt, abgefedert werden sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Berechnungen und wissenschaftliche Auswertungen im Rahmen des DCV-Projektes "Bericht über Bildungschancen vor Ort": Endbericht. Forschungsprojekt des Deutschen Caritasverbandes (2011)
Zitatform
Tamm, Marcus (2011): Berechnungen und wissenschaftliche Auswertungen im Rahmen des DCV-Projektes "Bericht über Bildungschancen vor Ort". Endbericht. Forschungsprojekt des Deutschen Caritasverbandes. (RWI-Projektbericht), Essen, 35 S.
Abstract
"Das RWI wurde vom Deutschen Caritasverband e.V. damit beauftragt empirische Auswertungen für einen Bericht über Bildungschancen vor Ort zu erstellen. Die Analyse umfasst multivariate Auswertungen regionaler Daten zur Bildungssituation und stellt die Bildungssituation in Relation zur sozioökonomischen Lage vor Ort. Konkret wird der Zusammenhang zwischen dem Anteil der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss auf Ebene der Kreise und einer Reihe an sozioökonomischen Aspekten untersucht.
Fazit:
Der Anteil der Schüler/innen, die im Jahr 2009 ohne Hauptschulabschluss von einer allgemeinbildenden Schule abgegangen sind, lag im deutschlandweiten Durchschnitt bei 7,2 Prozent, variiert dabei jedoch erheblich zwischen den Regionen. Insgesamt zeigt sich, dass das BIP, die allgemeine Arbeitslosenquote, das Qualifikationsniveau der Beschäftigten und der Anteil der ausländischen Schüler/innen sowie der Schüler/innen in Sonder- und Förderschulen in einem Kreis signifikant mit dem Erwerb eines Schulabschlusses bzw. dem Schulabgang ohne Abschluss zusammenhängen. Daneben bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Early occupational aspirations and fractured transitions: a study of entry into 'NEET' status in the UK (2011)
Zitatform
Yates, Scott, Angel Harris, Ricardo Sabates & Jeremy Staff (2011): Early occupational aspirations and fractured transitions. A study of entry into 'NEET' status in the UK. In: Journal of social policy, Jg. 40, H. 3, S. 513-534. DOI:10.1017/S0047279410000656
Abstract
"There has been significant recent research and policy interest in issues of young people's occupational aspirations, transitions to employment and the antecedents of NEET (not in employment, education or training) status. Many have argued that changes to the youth labour market over the past 30 years have led to transitions to work becoming more individualised, complex and troublesome for many, particularly those from poorer backgrounds. However, little research has examined the connection between early uncertainty or misalignment in occupational aspirations and entry into NEET status. This paper draws on the British Cohort Study to investigate these issues, and finds that young people with uncertain occupational aspirations or ones misaligned with their educational expectations are considerably more likely to become NEET by age 18. Uncertainty and misalignment are both more widespread and more detrimental for those from poorer backgrounds. These findings are discussed in the context of recent research and debates on emerging adulthood and the youth labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Ursachen und Perspektiven für 1,5 Millionen junge Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der SPD (Drucksache 17/5108) (2011)
Zitatform
(2011): Ursachen und Perspektiven für 1,5 Millionen junge Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der SPD (Drucksache 17/5108). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/5344 (04.04.2011)), 24 S.
Abstract
'In Deutschland leben rund 1,5 Millionen junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 29 Jahren ohne Berufsabschluss. Damit verfügen laut Berufsbildungsbericht 2010 rund 15 Prozent der Menschen dieser Altersgruppe nicht über die notwendige Voraussetzung für eine hinreichende und zukunftssichernde Beteiligung am Erwerbsleben.' Die Kleine Anfrage der Fraktion der SPD thematisiert die hohe Quote an jungen Erwachsenen ohne Schulabschluss und Ausbildungsabschluss, insbesondere die sozioökonomische Situation der Betroffenen. Thematisiert wird die soziale Dimension, die qualifikatorische Dimension und die Erwerbssituation der Betroffenen. Gefragt wird jeweils nach dem Anteil von Frauen, von Menschen mit Migrationshintergrund, dem Anteil an Behinderten sowie an Eltern und Alleinerziehenden. Bei ihren Antworten stützt sich die Bundesregierung auf Daten des Mikrozensus, der BIBB-Übergangsstudie, des nationalen Bildungsberichts und der Statistik der Bundesagentur für Arbeit; für die Beantwortung etlicher Detailfragen liegen jedoch keine Daten vor. Die Fraktion der SPD spricht zudem Maßnahmen zur Integration der ungelernten jungen Erwachsenen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt an. Die Bundesregierung verweist hier auf die Qualifikationsinitiative: 'Bund und Länder haben sich in der Qualifizierungsinitiative für Deutschland das Ziel gesetzt, bis 2015 die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss auf 4 Prozent und der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss auf 8,5 Prozent zu senken.' In diesem Zusammenhang erläutert die Bundesregierung zudem den Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs und die neue Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 'Abschluss und Anschluss - Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss'. (IAB)
-
Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Jüngere Menschen ohne Berufsabschluss (2011)
Abstract
"Jüngere Menschen ohne berufsqualifizierenden Abschluss sind häufiger arbeitslos, seltener in Vollzeit beschäftigt und geringer entlohnt als Fachkräfte. Von den in Deutschland lebenden Jüngeren hat gut jeder Fünfte keinen Berufsabschluss - aber nur jeder neunte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Fast zwei Drittel der jüngeren sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ohne Berufsabschluss sind Männer. Zugleich weisen Beschäftigte ohne Berufsabschluss eine hohe Teilzeitquote auf. Ihre Beschäftigungsverhältnisse unterliegen einer deutlich höheren Fluktuation als die von Fachkräften. Das mittlere Bruttogehalt jüngerer Menschen ohne Berufsabschluss liegt erheblich unter dem mittleren Gehalt von Fachkräften. Für jüngere Menschen ohne Berufsabschluss bleibt das Verarbeitende Gewerbe der zahlenmäßig bedeutsamste Wirtschaftsabschnitt. Allerdings gewinnen die Zeitarbeit und der Bereich hochwertiger Dienstleistungen an Bedeutung. Der Anteil von jüngeren Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung an den Arbeitslosen liegt doppelt so hoch wie ihr Anteil an der Bevölkerung dieser Altersgruppe. Während die Zahl der jüngeren arbeitslosen Fachkräfte in den vergangenen zehn Jahren erheblich zurückgegangen ist, stieg die Zahl der jüngeren Arbeitslosen ohne Berufsausbildung deutlich an. Arbeitslose Jüngere ohne berufsqualifizierenden Abschluss sind häufiger männlich, Ausländer, im Rechtskreis SGB II und langzeitarbeitslos als arbeitslose jüngere Fachkräfte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
High-school dropouts and transitory labor market shocks: the case of the Spanish housing boom (2010)
Aparicio, Ainhoa;Zitatform
Aparicio, Ainhoa (2010): High-school dropouts and transitory labor market shocks. The case of the Spanish housing boom. (IZA discussion paper 5139), Bonn, 53 S.
Abstract
"This paper addresses the implications of transitory changes in labor market conditions for low versus high educated workers on the decision to acquire education. To identify this effect, I use the improvement in the labor market prospects of low educated workers motivated by the increases in employment and wages in the construction sector during the recent housing boom. The estimation strategy is based on the fact that changes in the labor market driven by the construction sector affect only men. Increases in construction activity are found to increase men's propensity to drop out of high-school, relative to women. According to this finding, policies promoting education should strengthen when in the presence of transitory shocks in the labor market that make dropping out more attractive." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Erwerbstätigkeit junger Erwachsener ohne abgeschlossene Berufsausbildung (2010)
Zitatform
Braun, Uta, Felix Bremser, Klaus Schöngen & Sabrina Inez Weller (2010): Erwerbstätigkeit junger Erwachsener ohne abgeschlossene Berufsausbildung. In: M. Friedrich (Red.) (2010): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2010 : Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung.
Abstract
"Ungelernte Erwerbstätige stellen nach den bisherigen Ergebnissen des Mikrozensus keine homogene Gruppe dar. Sie lassen sich damit auch nicht in ihrer Gesamtheit als eine Gruppe definieren, in der einheitliche Problemlagen angetroffen werden. Eine Unterscheidung nach Schulabschlüssen zeigt erhebliche Differenzen in der beruflichen Einmündung: Bei jungen Erwachsenen ohne Schulabschluss überwiegen Tätigkeiten in Hilfsarbeiterberufen und in geringfügiger Beschäftigung - Letzteres v. a. bei jungen Frauen. Bei Ungelernten mit Studienberechtigung hingegen reicht das Erwerbsspektrum nicht selten bis in Selbstständigkeit sowie in qualifizierte kaufmännische und IT-Berufe hinein. Bei Ungelernten ohne schulischen Abschluss finden sich letztere Erwerbsmöglichkeiten so gut wie gar nicht. Bei Ungelernten ergibt sich damit angesichts steigender Anforderungen in der Erwerbsarbeit und des damit einhergehenden Abbaus von Arbeitsplätzen, auf denen sie beschäftigt werden könnten, eine sehr labile Erwerbssituation. Diese hat sich in den vergangenen Jahren noch weiter zugespitzt, weil ihnen die Teilnahme an Qualifizierung durch betriebliche Weiterbildung versagt blieb bzw. weil sie diese nicht wahrnahmen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Keine Perspektive ohne Ausbildung: Eine Analyse junger Erwachsener ohne Berufsabschluss in Westdeutschland (2010)
Zitatform
Funcke, Antje, Dirk Oberschachtsiek & Johannes Giesecke (2010): Keine Perspektive ohne Ausbildung: Eine Analyse junger Erwachsener ohne Berufsabschluss in Westdeutschland. Gütersloh, 36 S.
Abstract
"Die der Studie zugrunde liegenden empirischen Analysen nehmen die Gruppe der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss im Alter von 25 bis 34 Jahren in Westdeutschland näher in den Blick. Damit wird zum einen von der in der Bildungsberichterstattung üblichen Altersabgrenzung der 20- bis 29-Jährigen abgewichen, da sich erst ab einem Alter von 25 Jahren bei niedriger qualifizierten Personen keine gravierenden Veränderungen bei den Qualifikationen beobachten lassen. Zum anderen wird aufgrund der deutlichen strukturellen Unterschiede zwischen dem ost- und dem westdeutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nur eine auf Westdeutschland beschränkte Untersuchung vorgenommen. Die Analysen zeigen, dass die Gruppe der Hauptschulabsolventen zunehmend von jungen Erwachsenen mit höheren Bildungsabschlüssen im Berufsbildungssystem verdrängt wird. Dementsprechend verfügen rund zwei Drittel der 25- bis 34-Jährigen ohne Ausbildungsabschluss höchstens über einen Hauptschulabschluss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Dropout aus der Schule - Empirisch abgesicherte Risikofaktoren und wirksame pädagogische Maßnahmen (2010)
Zitatform
Hennemann, Thomas, Tobias Hagen & Clemens Hillenbrand (2010): Dropout aus der Schule - Empirisch abgesicherte Risikofaktoren und wirksame pädagogische Maßnahmen. In: Empirische Sonderpädagogik H. 3, S. 26-47.
Abstract
"Das frühzeitige Verlassen der Schule ohne Abschluss wirkt sich negativ auf die beruflichen, persönlichen und sozialen Perspektiven der Betroffenen aus. Ausgehend von der Beantwortung der Frage, wie häufig es in Deutschland zum Schulabbruch kommt, wird auf die gravierenden Folgen von schulischem Dropout aufmerksam gemacht. Der vorliegende Beitrag betrachtet den Gegenstand in erster Linie aus pädagogischer Perspektive. Auf Grundlage einschlägiger Metaanalysen wird ein Überblick über empirisch abgesicherte Risikofaktoren auf individueller, familiärer sowie schulischer Ebene gegeben. Darüber hinaus werden die identifizierten Faktoren in einem Entwicklungsmodell zusammengeführt und in Relation zum Entwicklungsverlauf gestellt. Abschließend erfolgt die überblicksartige Darstellung erfolgversprechender Präventionsmaßnahmen, die sich international als wirksam erwiesen haben und bisher hierzulande weitgehend unbekannt sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Schulabbrecher in Deutschland: eine bildungsstatistische Analyse mit aggregierten und Individualdaten (2010)
Hoffmann, Sarah;Zitatform
Hoffmann, Sarah (2010): Schulabbrecher in Deutschland. Eine bildungsstatistische Analyse mit aggregierten und Individualdaten. (Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere 71), Erlangen, 55 S.
Abstract
"Obwohl viel über Personen mit fehlenden Bildungsabschlüssen diskutiert wird, gibt es für Deutschland bislang keinen umfassenden Bericht über Jugendliche, die die Schule ohne Abschluss verlassen. Diese Studie schließt diese Lücke. Sie gibt einen Einblick über die zeitliche und regionale Entwicklung der Schulabbrecherquote sowie die Verteilung der Schulabbrecher auf unterschiedliche Schulformen. In Ostdeutschland und den Stadtstaaten verlassen überdurchschnittlich viele Jugendliche die Schule ohne Hauptschulabschluss. Jungen, Ausländer und Schüler in Haupt- und insbesondere Förderschulen sind besonders betroffen. Mithilfe von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) kann zudem gezeigt werden, dass ausländische Staatsbürgerschaft, gering qualifizierte Eltern und der Besuch einer Hauptschule das Risiko eines Schulabbruchs erhöhen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Frage nach dem guten Leben im Kontext sozialer Exklusionserfahrungen unter besonderer Berücksichtigung Jugendlicher mit beruflichen Einstiegsproblemen: eine deskriptiv-präskriptive Studie des Sozialen (2010)
Kaiser, Michael;Zitatform
Kaiser, Michael (2010): Die Frage nach dem guten Leben im Kontext sozialer Exklusionserfahrungen unter besonderer Berücksichtigung Jugendlicher mit beruflichen Einstiegsproblemen. Eine deskriptiv-präskriptive Studie des Sozialen. Marburg: Tectum, 307 S.
Abstract
"Soziale Ausgrenzung zieht weite Kreise. Vor allem Erwerbsarbeit bildet in unserer heutigen Gesellschaft nach wie vor das zentrale gesellschaftliche Integrationselement. Die Anerkennungsform 'Arbeit' erzeugt aber für viele Erwerbssuchende soziale Missachtungserfahrungen. Angesichts der Vielfältigkeit von sozialer Ausgrenzung muss Politik deshalb gleichsam vielseitiger als bisher nach Gegenstrategien suchen. Denn die neue Herausforderung, vor der die Demokratie heute steht, macht es notwendig, über die Erweiterung der Kriterien von Teilhabe und Ausschluss nachzudenken. Anhand fallbezogener Interviews mit Jugendlichen arbeitet Michael Kaiser heraus, dass Erwerbsarbeit und soziale Rechte aufeinander verweisen und eng miteinander verknüpft sind. Vor dem Hintergrund der Umbrüche in der Erwerbsarbeit werden zwar Betroffenen die Bürgerrechte nicht entzogen, aber sie verlieren an Substanz. Dabei liefert die Sozialethik des Capabilities approach nach Martha Nussbaum eine schlüssige Begründung für ein unbedingtes Recht auf Grundversorgung. Diese Normbegründung erhält ihre Plausibilität letztlich durch den grundlegenden anthropologischen Bezug, auf dessen Fundament eine allgemeine Theorie des Guten entwickelt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Jugendliche ohne Hauptschulabschluss: Analysen - Regionale Trends - Reformansätze (2010)
Klemm, Klaus;Zitatform
Klemm, Klaus (2010): Jugendliche ohne Hauptschulabschluss. Analysen - Regionale Trends - Reformansätze. Gütersloh, 56 S.
Abstract
"Der Hauptschulabschluss gilt in Deutschland als Basis für eine Lehrstelle und den anschließenden Berufseinstieg - die Chancen von Schülern auf einen solchen Abschluss sind aber regional sehr unterschiedlich verteilt. Während im Jahr 2008 in Mecklenburg-Vorpommern fast 18 Prozent der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss blieben, waren es in Baden-Württemberg nur rund 5,5 Prozent. Das geht aus einer Studie des Bildungsforschers Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor. Demnach war der Anteil von Schülern ohne Abschluss in den östlichen Bundesländern deutlich höher als in den Westländern. Die Studie weist zudem erstmals auch entsprechende Daten auf Kreisebene aus und stellt dabei ebenfalls gravierende Unterschiede fest." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Les eleves sans qualification: la France et les pays de l'OCDE. Rapport pour le Haut Conseil de l'Education (2010)
Melnik, Ekaterina; Verdier, Eric; Steedman, Hilary; Trehin-Lalanne, Remi; Möbus, Martine; Olympio, Noemie;Zitatform
Melnik, Ekaterina, Martine Möbus, Noemie Olympio & Remi Trehin-Lalanne (2010): Les eleves sans qualification. La France et les pays de l'OCDE. Rapport pour le Haut Conseil de l'Education. Paris, 169 S.
Abstract
"Cette synthèse comparative et européenne fait le point sur les élèves qui sortent du système scolaire sans qualification en France, en Allemagne et au Royaume-Uni. Les auteurs analysent le contenu et la portée du 'benckmark' européen concernant les jeunes sortis précocement du système puis exposent pour les trois pays en question les caractéristiques des jeunes sans qualification et leur devenir sur le marché du travail. Enfin sont examinés les dispositifs d'action publique qui s'efforcent de remédier aux difficultés rencontrées par ces jeunes." (Resume d'auteur, IAB-Doku) ((fr))
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
Perspektive Prekarität: Wege benachteiligter Jugendlicher in den transformierten Arbeitsmarkt (2010)
Reckinger, Gilles;Zitatform
Reckinger, Gilles (2010): Perspektive Prekarität. Wege benachteiligter Jugendlicher in den transformierten Arbeitsmarkt. (Analyse und Forschung 68), Konstanz: UVK Verlagsges., 180 S.
Abstract
"Angesichts der wachsenden Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt haben Jugendliche mit abgebrochener Schullaufbahn oder Ausbildung immer geringere Chancen auf abgesicherte und kontinuierliche Beschäftigung. Der Schulabbruch wird zum Stigma für die Betroffenen, denen mangelnder Leistungswille, Durchhaltevermögen und Disziplin zur Last gelegt wird. In dieser ethnographischen Studie nähert sich der Autor in verstehenden Interviews den Perspektiven der Jugendlichen selbst. Die empirischen Portraits machen deutlich, welche Auswirkungen die Widersprüche zwischen realen Arbeitsmarktchancen und Selbstaktivierungsdiskursen haben, und welche gesellschaftspolitischen Folgen es mit sich bringt, die junge Generation in der Lebensperspektive Prekarität zu belassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Jugendsozialarbeit im Kontext von Jugendarmut und Ausgrenzung: Hintergründe, Zahlen, Ansätze (2010)
Schindler, Brigitte; Schrieverhoff, Hannah; Simon, Titus; Müller, Stefanie; Skrobanek, Jan ; Mögling, Tatjana; Tillmann, Frank; Groh-Samberg, Olaf ; Oehme, Andreas;Zitatform
(2010): Jugendsozialarbeit im Kontext von Jugendarmut und Ausgrenzung. Hintergründe, Zahlen, Ansätze. (Aspekte Jugendsozialarbeit 67), Düsseldorf, 83 S.
Abstract
"Eine zunehmende Zahl junger Menschen gelingt es aus sehr unterschiedlichen Gründen nicht, ihre vorhandenen Kompetenzen im Sinne einer gelingenden Lebensgestaltung einzusetzen. Zum gesunden Aufwachsen und zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit stehen ihnen gesellschaftliche Möglichkeiten nur in begrenztem Maße zur Verfügung. Die BAG KJS hat das Europäische Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung zum Anlass genommen, auf die besondere Lebenssituation dieser jungen Menschen hinzuweisen sowie eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und Teilhabechancen einzufordern. Im Rahmen einer bundesweiten Kampagne zur Bekämpfung von Jugendarmut wurden diese Jugendlichen in den Mittelpunkt gerückt. Diese Veröffentlichung beschreibt die Herausforderungen an Jugendsozialarbeit angesichts Jugendarmut und gesellschaftlicher Exklusion und liefert Hintergrundwissen. Die Vorstellung des Ansatzes niedrigschwelliger Jugendsozialarbeit bzw. einer Pädagogik der Inklusion bietet gute Nachahmungsmöglichkeiten für die Praxis und rundet die Aufsatzsammlung ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Noncognitive skills, school achievements and educational dropout (2009)
Zitatform
Coneus, Katja, Johannes Gernandt & Marianne Saam (2009): Noncognitive skills, school achievements and educational dropout. (ZEW discussion paper 2009-019), Mannheim, 32 S.
Abstract
"Wir analysieren die Determinanten eines Abbruchs der schulischen und beruflichen Ausbildung in Deutschland anhand von Daten für 17- bis 21-Jährige des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) von 2000 bis 2007. Über klassische Einflussgrößen wie Familienhintergrund und Schulleistungen hinaus untersuchen wir den Effekt nicht-kognitiver Fähigkeiten. Bei gleichen Schulnoten verringern nicht-kognitive Fähigkeiten das Risiko, die Schule oder Ausbildung abzubrechen. Der Einfluss des Schulerfolgs auf das Risiko, Bildungsabbrecher zu sein, sinkt tendenziell mit dem Alter, während der Einfluss nichtkognitiver Fähigkeiten steigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ausbildungsabbrüche vermeiden - neue Ansätze und Lösungsstrategien (2009)
Jasper, Gerda; Richter, Ulrike A.; Vogel, Henri; Haber, Isabel;Zitatform
Jasper, Gerda, Ulrike A. Richter, Isabel Haber & Henri Vogel (2009): Ausbildungsabbrüche vermeiden - neue Ansätze und Lösungsstrategien. (Reihe Berufsbildungsforschung 06), Bonn, 64 S.
Abstract
"Derzeit werden zu viele Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst - mit negativen Folgen. Viele Abbrecher/innen finden nur schwer einen neuen Ausbildungsplatz. und die Betriebe ziehen sich aufgrund solcher Erfahrungen aus der Ausbildung zurück. Die Expertise zeigt Wege auf, die aus diesem Dilemma führen könnten: Die Förderung der Nachqualifizierung muss ausgebaut werden und sich an individuellen Bedürfnissen der Betroffenen und der Betriebe ausrichten, die Konfliktbewältigung Thema von Präventivprogrammen werden. Vor allem aber besteht Forschungsbedarf: Über Motive, Hintergrund und Verbleib von echten Abbrecher/innen gibt es so gut wie keine gesicherten wissenschaftlichen Informationen. Auch hinter der Wirksamkeit der vorhandenen Förderprogramme steht oft noch ein Fragezeichen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Erhöht dualer Schulalltag die Abschlussquote und die Berufsfähigkeit von Hauptschüler/innen?: erste Ergebnisse einer Projektevaluation des SOFI (2009)
Zitatform
Kohlrausch, Bettina & Heike Solga (2009): Erhöht dualer Schulalltag die Abschlussquote und die Berufsfähigkeit von Hauptschüler/innen? Erste Ergebnisse einer Projektevaluation des SOFI. In: Mitteilungen aus dem SOFI, Jg. 3, H. 7, S. 1-4.
Abstract
In den letzten zwei Jahren hat sich am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) ein neuer Zweig der Evaluationsforschung etabliert, in dessen Rahmen die Bildungsverläufe von besonders abschlussgefährdeten Hauptschüler im Längsschnitt erhoben und ausgewertet werden. Das Modellprojekt 'Abschlussquote erhöhen - Berufsfähigkeit steigern' verfolgt den Ansatz der Einführung eines 'dualisierten Schulalltages', in dem die Schüler einen bestimmten Anteil der Unterrichtszeit im Betrieb verbringen, um dort praxisrelevante Lernerfahrungen zu sammeln. Damit soll schulmüden Hauptschülern der Weg in eine berufliche Ausbildung ermöglicht werden. Entsprechend lauten die Zielformulierungen, die Chancen von akut schulabschlussgefährdeten Jugendlichen für den Erwerb eines einfachen Hauptschulabschlusses sowie den Zugang zu einer voll qualifizierenden Ausbildung zu verbessern. Die Evaluation des Projektes zeigt, dass es sowohl in Bezug auf das Erreichen des Hauptschulabschlusses (Erfolgsquote 92 Prozent) als auch den Beginn einer beruflichen Ausbildung (Erfolgsquote 47 bei Teilnehmern und Teilnehmerinnen bzw. 38 Prozent bei Schulabgängern und Schulabgängerinnen) als erfolgreich zu bezeichnen ist. Praktika als Kernstücke des Projekts haben sich immer dann bewährt, wenn das Praktikum tatsächlich neue Lernerfahrungen gewährleistete, indem qualifizierte Tätigkeiten im Praktikum ausgeübt wurden. (IAB)
-
Literaturhinweis
A ticket to work: policies for the young unemployed in Britain and Germany (2009)
Kohlrausch, Bettina;Zitatform
Kohlrausch, Bettina (2009): A ticket to work. Policies for the young unemployed in Britain and Germany. (Schriften des Zentrums für Sozialpolitik 18), Frankfurt am Main: Campus-Verl., 176 S.
Abstract
"Immer mehr Jugendliche verlassen die Schule ohne qualifizierten Abschluss. Um ihnen dennoch den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen, gibt es jenseits des traditionellen Ausbildungssystems eine Vielzahl staatlicher Maßnahmen. Die Autorin vergleicht diese sogenannten Übergangssysteme in Deutschland und Großbritannien und zeigt, dass in beiden Ländern die staatlichen Modelle mittlerweile ein bedeutendes Segment des Ausbildungssystems sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Ergebnisse aus dem IAB
- Gesamtbetrachtungen
- Determinanten
-
Strategien
- Aktive Arbeitsmarktprogramme
- Beschäftigungsförderung - Förderung der Beschäftigungsfähigkeit
- Maßnahmen zur Bildung und Weiterbildung
- "Assistierte Ausbildung"
- Förderung der Mobilität auf dem Arbeitsmarkt
- "Jugendgarantie" - überbetriebliches Ausbildungsangebot
- Vernetzung der Akteure - Jugendberufsagenturen
- Geografischer Bezug
