Ungehobene Schätze – Qualifizierte Migrantinnen und Migranten auf dem (deutschen) Arbeitsmarkt
Für Personen mit ausländischen Berufsqualifikationen verbessern sich die Chancen auf eine Beschäftigung im erlernten Beruf in Deutschland. Seit April 2012 ist das "Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen", kurz Anerkennungsgesetz, in Kraft und auch auf Länderebene wurden entsprechende Gesetze auf den Weg gebracht.
Die hier zusammengestellten Quellen befassen sich mit der Anerkennung ausländischer Abschlüsse und darüber hinaus mit der Situation hoch qualifizierter Migrantinnen und Migranten insbesondere in Deutschland.
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
-
Literaturhinweis
Vorschlag für Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufsqualifikationen und der Verordnung [...] über die Verwaltungszusammenarbeit mithilfe des Binnenmarktinformationssystems: KOM(2011) 883 endgültig (2011)
Abstract
"Die Mobilität von qualifizierten Berufstätigen ist in der Europäischen Union gering. Allerdings scheint es ein großes unausgeschöpftes Potenzial für Mobilität zu geben. Laut einer Eurobarometer-Umfrage aus dem Jahr 2010 ziehen 28 % der EU-Bürger eine Beschäftigung im Ausland in Betracht. Die Anerkennung von Berufsqualifikationen für das effektive Funktionieren der Grundfreiheiten des Binnenmarktes für EU-Bürger von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig sollte Mobilität nicht auf Kosten der Verbraucher gehen. Dies gilt insbesondere für Patienten, die von Angehörigen der Gesundheitsberufe angemessene Sprachkenntnisse erwarten. Außerdem wird das Potenzial eines stärker integrierten Dienstleistungsmarkts im Bereich der freiberuflichen Dienstleistungen weiterhin nicht ausgeschöpft. Während durch die Dienstleistungsrichtlinie aus dem Jahr 2006 neue Möglichkeiten geboten wurden, lag der Schwerpunkt der Richtlinie über Berufsqualifikationen aus dem Jahr 2005 auf der Zusammenführung 15 bestehender Richtlinien in einem einzigen Rechtsinstrument.
Mit der Modernisierung der Richtlinie würde auch dem Bedarf der Mitgliedstaaten nachgekommen, die sich einem zunehmenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften gegenübersehen. Die Mobilität der EU-Bürger auf dem Binnenmarkt ist diesbezüglich ein wichtiges Thema. Der Mangel an Arbeitskräften wird in Zukunft nicht nur fortbestehen, sondern voraussichtlich sogar ansteigen, insbesondere im Gesundheitswesen, im Bildungsbereich und auch in Wachstumsbranchen wie dem Bauwesen oder im Bereich Unternehmensdienstleistungen." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktintegration von hochqualifizierten Zuwanderern: Erklärung des spezifischen Integrationsmusters in den deutschen Arbeitsmarkt von Aussiedlern und jüdischen Kontingentflüchtlingen aus der ehemaligen Sowjetunion (2010)
Zitatform
Birkner, Elisabeth (2010): Arbeitsmarktintegration von hochqualifizierten Zuwanderern. Erklärung des spezifischen Integrationsmusters in den deutschen Arbeitsmarkt von Aussiedlern und jüdischen Kontingentflüchtlingen aus der ehemaligen Sowjetunion. Mannheim, 179 S.
Abstract
"Welche zentralen Mechanismen stehen einer schnellen und erfolgreichen Arbeitsmarktintegration von hochgebildeten Zuwanderern im Wege? Im Speziellen wird dieser Frage durch den Vergleich der Arbeitsmarktergebnisse von Aussiedlern und jüdischen Kontingentflüchtlingen und der theoretischen Ergründung sowie empirischen Überprüfung der darin abweichenden Ergebnisse nachgegangen. In Kapitel 2 soll anhand von Befunden zur Arbeitsmarktintegration beider hier betrachteter Zuwanderergruppen das spezifische Erklärungsproblem dieser Forschungsarbeit herausgearbeitet werden. Dazu werden die Ergebnisse bislang vorliegender empirischer Studien zusammengetragen, geordnet und miteinander verglichen. In Kapitel 3 werden entsprechend der verfolgten Analysestrategie zwei Erklärungsprobleme in eigenen Unterkapiteln theoretisch untersucht. Dazu wird zunächst das Explanandum des jeweiligen Teileingliederungsprozesses beschrieben. Dann wird der theoretische Rahmen für die Ergründung der jeweils feststellbaren Gruppenunterschiede umrissen. Unter Berücksichtigung gruppenspezifischer Randbedingungen werden im Anschluss daran jeweils spezifische Erklärungsmechanismen entwickelt. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Erläuterung der bekannten Grundideen der Erklärungsargumente (wie bspw. der Humankapitaltheorie), sondern auf der expliziten Ausformulierung von spezifischen Mechanismen unter Einbezug der Randbedingungen. Dieser Teil der theoretischen Auseinandersetzung kommt in vielen Studien viel zu kurz. Bevor die in Kapitel 3 aus theoretischen Überlegungen abgeleiteten Hypothesen auf ihre empirische Relevanz hin getestet werden, soll in Kapitel 4 zunächst auf die Datengrundlage, die solch eine anspruchsvolle Überprüfung erlaubt, näher eingegangen werden. Die Datenbasis ist in einem Projekt entstanden, welches sich mit der Arbeitsmarkintegration von Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland und Israel vergleichend beschäftigt. Neben umfangreichen Sekundärdatenanalysen wurden im Projekt Primärdaten erhoben. Für die Datenerhebung in Deutschland war die Autorin dieser Qualifikationsarbeit verantwortlich. Dies ermöglicht fundierte Einblicke in die Generierung der Datengrundlage und eine Qualitätsbewertung in detaillierter Form. Da die Realisation einer Zufallsstichprobe von Aussiedlern und jüdischen Kontingentflüchtlingen aus der ehemaligen Sowjetunion an sich schon eine große Herausforderung darstellt und darüber hinaus noch ein Stichprobenziehungsverfahren - die Onomastikmethode - zur Anwendung kam, zu welchem bislang kaum Erfahrungen vorlagen, wird in diesem Kapitel ausführlich das Vorgehen bei der Datengewinnung skizziert, wie auch gründlich das angewendete Verfahren überprüft. In Kapitel 5 wird die empirische Relevanz der im theoretischen Teil skizzierten Erklärungsargumente für die Erklärung beider Teilexplananda überprüft. Dazu muss zunächst geklärt werden, wie die theoretisch relevanten Größen in der Datengrundlage, unter Berücksichtigung der analysemethodischen Besonderheiten, operationalisiert werden. Dann wird mit deskriptiven wie multivariaten Analysen die Erklärungskraft der theoretischen Mechanismen einem empirischen Test unterzogen. Im abschließenden Kapitel 6 werden Befunde skizziert, die sich aus der gemeinsamen Betrachtung der Ergebnisse beider Teilprozesse ergeben, danach entsprechende Schlussfolgerungen gezogen und auf Fragen hingewiesen, die sich direkt an die eigenen Untersuchungsergebnisse anschließen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen in Deutschland: Ergebnisse der Studie "Brain Waste" (2010)
Englmann, Bettina;Zitatform
Englmann, Bettina (2010): Die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen in Deutschland. Ergebnisse der Studie "Brain Waste". In: K. Barwig, S. Beichel-Benedetti & G. Brinkmann (Hrsg.) (2010): Hohenheimer Tage zum Ausländerrecht 2009 (Schriften zum Migrationsrecht, 3), S. 204-212.
-
Literaturhinweis
Anerkennung von ausländischen Bildungs- und Berufsabschlüssen: ein Zwischenruf aus Niedersachsen (2010)
Erpenbeck, Gabriele;Zitatform
Erpenbeck, Gabriele (2010): Anerkennung von ausländischen Bildungs- und Berufsabschlüssen. Ein Zwischenruf aus Niedersachsen. In: K. Barwig, S. Beichel-Benedetti & G. Brinkmann (Hrsg.) (2010): Hohenheimer Tage zum Ausländerrecht 2009 (Schriften zum Migrationsrecht, 3), S. 217-224.
-
Literaturhinweis
Teufelskreis im Ankunftsland: zur Verstetigung hochqualifizierter MigrantInnen im Arbeitsmarkt für unspezifische Qualifikationen (2010)
Hausen, Niki von;Zitatform
Hausen, Niki von (2010): Teufelskreis im Ankunftsland: zur Verstetigung hochqualifizierter MigrantInnen im Arbeitsmarkt für unspezifische Qualifikationen. In: A.- M. Nohl, K. Schittenhelm, O. Schmidtke & A. Weiß (Hrsg.) (2010): Kulturelles Kapital in der Migration : hochqualifizierte Einwanderer und Einwandererinnen auf dem Arbeitsmarkt, S. 180-194.
Abstract
"Ziel der folgenden Analyse ist eine Rekonstruktion der Prozesse, die für Migrantinnen trotz eines (ausländischen) akademischen Abschlusses zu einer Exklusion vom Arbeitsmarkt oder einer Verstetigung in Arbeitsmärkten für unspezifische Qualifikationen, sogenannte 'Jedermann-Arbeitsmärkte' (Doeringer/Piore 1971; Sengenberger 1975, 1978 und 1987), führen. Dazu wurden 20 narrative Interviews (Schütze 1983), die alle im Rahmen der Studie 'Kulturelles Kapital in der Migration' in Kanada und Deutschland erhoben wurden, mit der an Karl Mannheim orientierten dokumentarischen Methode (Bohnsack 1991; Nohl 2006) ausgewertet. Um die Gründe des 'Scheiterns' herauszuarbeiten, wurden weitere acht Fälle einbezogen, denen trotz phasenweiser Arbeitsverbote und/oder gering qualifizierter Tätigkeiten langfristig eine Arbeitsmarktintegration auf Qualifikationsniveau gelang." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zum Verlauf der Statuspassage hochqualifizierter Bildungsausländerinnen mit nachrangigem Arbeitsmarktzugang in den deutschen Arbeitsmarkt (2010)
Hausen, Niki von;Zitatform
Hausen, Niki von (2010): Zum Verlauf der Statuspassage hochqualifizierter Bildungsausländerinnen mit nachrangigem Arbeitsmarktzugang in den deutschen Arbeitsmarkt. In: A.- M. Nohl, K. Schittenhelm, O. Schmidtke & A. Weiß (Hrsg.) (2010): Kulturelles Kapital in der Migration : hochqualifizierte Einwanderer und Einwandererinnen auf dem Arbeitsmarkt, S. 138-150.
Abstract
"Ziel dieser Analyse ist es, typische Wege hochqualifizierter Bildungsausländerinnen mit nachrangigem (oder keinem) Arbeitsmarktzugang in Deutschland nachzuzeichnen, um so die Einflussfaktoren auf den langfristigen Verlauf der Statuspassage in den Arbeitsmarkt zu erfassen. Die Grundlage bilden 13 biographisch-narrative Interviews (Schütze 1983), die im Rahmen des Projektes 'Kulturelles Kapital in der Migration'' geführt und mit der dokumentarischen Methode (Bohnsack 2003; Bohnsack et al. 2001; Nohl 2006) ausgewertet wurden. Um einer Verlaufsbetrachtung in methodischer Hinsicht gerecht zu werden, wurden nur Personen einbezogen, die sich seit mindestens fünf Jahren in Deutschland aufhalten. Einigen Fällen gelingt es im Verlauf, sich aufenthaltsrechtlich so weit zu stabilisieren, dass sie einen gleichrangigen Arbeitsmarktzugang erhalten. Da dies eine bedeutende Entwicklung im Verlauf darstellt, verbleiben auch sie im Sample." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Berufswertigkeit: zur qualifikationsadäquaten Integration von Migranten in Unternehmen (2010)
Zitatform
Klumpp, Matthias & Katrin Kriebel (2010): Berufswertigkeit. Zur qualifikationsadäquaten Integration von Migranten in Unternehmen. In: E. Koch & S. Speiser (Hrsg.) (2010): Internationale Migration : Chancen und interkulturelle Herausforderungen. Beiträge zum siebten Internationalen Tag (Texte der Fakultät für Studium Generale und Interdisziplinäre Studien, 07), S. 43-60.
Abstract
"Different trends define developments in human resource management, but especially questions of formal and informal qualifications evaluation and recognition are at the top of the list in such discussions. This is driven mainly by globalization and a global (migrating) workforce and the new concept of a European Qualifications Framework in order to structure national formal and informal education pathways by aiming at personal qualifications evaluation. In this context, the new measurement concept of Berufswertigkeit provides for a specific perspective by evaluating persons according to 36 criteria derived from everyday workplace requirements, ranging from mathematical knowledge to personal time management and continuing education capabilities. This catalogue has been empirically tested and provides for an ideal trilateral measurement possibility, e.g. comparing persons from vocational training with persons from universities - but also persons from different countries. The Berufswertigkeit criteria can be assumed to be as objective as possible and encompasses most qualification requirements needed in workplace environments, disregarding specific professional special knowledge areas. In HRM, this concept can be used in order to define entrance qualification levels, to support personnel selection processes or the question of adequate wage attribution to (potential) employees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Qualifizierte Zuwanderer rekrutieren (2010)
Müller-Wacker, Martina;Zitatform
Müller-Wacker, Martina (2010): Qualifizierte Zuwanderer rekrutieren. In: Personal : Zeitschrift für Human Resource Management, Jg. 62, H. 6, S. 21-23.
Abstract
"Die Bundesregierung hat ein Annerkennungsgesetz angekündigt, das die Weichen für die Zuwanderung von Fachkräften zukünftig mit stellen soll." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Hochqualifizierte Bildungsausländerinnen in Deutschland: Arbeitsmarkterfahrungen unter den Bedingungen formaler Gleichberechtigung (2010)
Nohl, Arnd-Michael; Ofner, Ulrike Selma; Thomsen, Sarah;Zitatform
Nohl, Arnd-Michael, Ulrike Selma Ofner & Sarah Thomsen (2010): Hochqualifizierte Bildungsausländerinnen in Deutschland. Arbeitsmarkterfahrungen unter den Bedingungen formaler Gleichberechtigung. In: A.- M. Nohl, K. Schittenhelm, O. Schmidtke & A. Weiß (Hrsg.) (2010): Kulturelles Kapital in der Migration : hochqualifizierte Einwanderer und Einwandererinnen auf dem Arbeitsmarkt, S. 67-82.
Abstract
Auf der Grundlage von 45 narrativen Interviews werden drei Dimensionen der Statuspassage hochqualifizierter Migranten rekonstruiert und typisiert: 1. Die Verwertungsmöglichkeiten des erworbenen Könnens und Wissens im Zuge des Migrationsprozesses, 2. die mit der Migration einhergehenden biografischen Orientierungen und 3. die zeitlich und räumliche Struktur des Migrationsprozesses in Form der Phasen der Statuspassage nach Deutschland und in den deutschen Arbeitsmarkt (Migrationsvorlauf - Transition - Start - Etablierung). Als typisches Muster werden ethnisierte Identitätszuschreibungen herausgearbeitet sowie die prekäre Balance zwischen biografischen Orientierungen und der Nutzung des ausländischen Bildungstitels auf dem Arbeitsmarkt. Berufsrechtliche Fragen sowie Partnerschafts- und Familienorientierung werden diskutiert. Es zeigt sich, dass für die Migranten selbst die Verwertung von Wissen und Können nicht immer im Zentrum ihrer biografischen Orientierungen steht. Migranten gelingt es manchmal gerade deshalb, weil sie durch andere biografische Orientierungen zur Migration motiviert werden, ihr Wissen und Können auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu kulturellem Kapital zu machen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Von der Bildung zum kulturellen Kapital: die Akkreditierung ausländischer Hochschulabschlüsse auf deutschen und kanadischen Arbeitsmärkten (2010)
Nohl, Arnd-Michael;Zitatform
Nohl, Arnd-Michael (2010): Von der Bildung zum kulturellen Kapital. Die Akkreditierung ausländischer Hochschulabschlüsse auf deutschen und kanadischen Arbeitsmärkten. In: A.- M. Nohl, K. Schittenhelm, O. Schmidtke & A. Weiß (Hrsg.) (2010): Kulturelles Kapital in der Migration : hochqualifizierte Einwanderer und Einwandererinnen auf dem Arbeitsmarkt, S. 153-165.
Abstract
Eine adäquate Verwertung von universitären Bildungstiteln ist schon für Einheimische ein Problem; für Einwanderer, die ihren Hochschulabschluss im Ausland erworben haben, ist ein adäquater Berufseinstieg noch schwieriger. Auf der Grundlage narrativer Interviews wird untersucht, wie hochqualifizierte Einwanderer ihr Wissen und Können in Kanada und Deutschland nutzen. Am Beispiel von Ärzten und Zahnärzten wird auf professionsrechtliche Vorgaben eingegangen. Außerdem werden die beruflichen Erfahrungen von Managern aus beiden Ländern beleuchtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Menschen, die trotz oder gerade wegen einer Weiterbildung einen Verlust an kulturellem Kapital hinnehmen mussten. Für diese drei Fallgruppen und die beiden Länder werden unterschiedliche Muster der Anpassung an die Erwartungen des Arbeitsmarktes herausgearbeitet. (IAB)
-
Literaturhinweis
Kulturelles Kapital in der Migration: hochqualifizierte Einwanderer und Einwandererinnen auf dem Arbeitsmarkt (2010)
Nohl, Arnd-Michael; Schittenhelm, Karin; Schmidtke, Oliver ; Schmidtke, Oliver ; Hatzidimitriadou, Eleni; Soremski, Regina; Henkelmann, Yvonne; Srur, Nadya; Kovacev, Mirko; Thomsen, Sarah; Nohl, Arnd-Michael; Weiß, Anja ; Pusch, Barbara ; Neumann, Steffen; Ofner, Ulrike Selma; Klein, Kathrin; Weiß, Anja ; Schittenhelm, Karin; Hausen, Niki van;Zitatform
(2010): Kulturelles Kapital in der Migration. Hochqualifizierte Einwanderer und Einwandererinnen auf dem Arbeitsmarkt. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 317 S. DOI:10.1007/978-3-531-91936-2
Abstract
"Für Wissensgesellschaften, die vom Aufbau und der Verwertung kulturellen Kapitals abhängen, kann die Arbeitsmarktintegration von hochqualifizierten Migrant(inn)en eine Chance sein. Der vorliegende Band befasst sich mit verschiedenen Migrantengruppen, die ihre akademischen Bildungstitel in die Arbeitsmärkte von Deutschland, Kanada, Türkei und Großbritannien einbringen. Er rekonstruiert mit qualitativen Methoden die Bildungs- und Berufserfolge der Kinder von Migranten ebenso wie die Chancen und Risiken, mit denen Akademiker/innen konfrontiert sind, die z.B. aufgrund von Partnerschaften, Jobangeboten oder als Flüchtlinge in ein Land kommen. Die An- und Aberkennung von kulturellem Kapital, die Erfahrung von Diskriminierung, aber auch von sozialer Unterstützung gehen in den Lebensgeschichten der Migrant(inn)en komplexe Verbindungen ein, die über ihre erfolgreiche Arbeitsmarktintegration entscheiden." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Potenziale nutzen! Mehr Teilhabechancen durch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse (2010)
Sager, Krista;Zitatform
Sager, Krista (2010): Potenziale nutzen! Mehr Teilhabechancen durch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Berlin, 4 S.
Abstract
"Internationalisierung, grenzüberschreitende Mobilität und Migration haben dazu geführt, dass hierzulande viele Menschen leben, die über Qualifikationsabschlüsse aus dem Ausland verfügen. Allein unter den hier lebenden Zuwanderinnen und Zuwanderern haben 2,8 Millionen Menschen einen ausländischen Abschluss, darunter 800.000 Akademikerinnen und Akademiker. Dennoch werden die großen Chancen, die sich aus dem Potenzial mitgebrachter Bildungsressourcen für die Wissensgesellschaft, den Arbeitsmarkt und integrationspolitisch ergeben, weitgehend vertan. Ein Großteil dieses Potenzials bleibt ungenutzt, weil die Möglichkeiten, ausländische Abschlüsse in Deutschland formal anerkannt zu bekommen, völlig unzureichend sind." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
'When they don't use it they will lose it': professionals, deprofessionalization and reprofessionalization: the case of refugee teachers in Scotland (2010)
Smyth, Geri; Kum, Henry;Zitatform
Smyth, Geri & Henry Kum (2010): 'When they don't use it they will lose it': professionals, deprofessionalization and reprofessionalization. The case of refugee teachers in Scotland. In: Journal of Refugee Studies, Jg. 23, H. 4, S. 503-522. DOI:10.1093/jrs/feq041
Abstract
"This article discusses issues faced by refugees and asylum seekers in Scotland who were teachers in their country of origin as they seek to re-engage professionally. Refugees are frequently placed in low paid unskilled jobs, yet have often been well educated in their original country. This article draws on research conducted between 2006 and 2008, by the RITeS (Refugees Into Teaching in Scotland) project, funded by the West of Scotland Wider Access Forum (West Forum). In order to teach in Scotland, a candidate needs to register with the General Teaching Council for Scotland (GTCS). This process has presented difficult challenges for refugee teachers, many of whom require intensive support to access the profession in Scotland. Additional structural barriers to employment are created by refusing to allow asylum seekers, who do not have leave to remain, to engage in paid employment. This article adopts a critical approach to the data gathered and explores the personal, cultural, institutional and structural barriers to employment faced by this particular group. The article draws conclusions and recommendations related to the reprofessionalization of a wider range of refugee professionals. As such it offers insights into the post arrival experiences of professional refugees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Berufliche Integrationsförderung für immigrierte Ärztinnen: Good Practice-Ansätze und die Entwicklung neuer Integrationsstrategien in Deutschland und Großbritannien (2010)
Srur, Nadya;Zitatform
Srur, Nadya (2010): Berufliche Integrationsförderung für immigrierte Ärztinnen. Good Practice-Ansätze und die Entwicklung neuer Integrationsstrategien in Deutschland und Großbritannien. In: A.- M. Nohl, K. Schittenhelm, O. Schmidtke & A. Weiß (Hrsg.) (2010): Kulturelles Kapital in der Migration : hochqualifizierte Einwanderer und Einwandererinnen auf dem Arbeitsmarkt, S. 166-179.
Abstract
"'Wissen ist der Rohstoff der modernen Gesellschaft' (Tippelt et al. 2003, S. 7). Dieser Erkenntnis folgend nimmt die Wissensgesellschaft mit der Verabschiedung der Lissabon-Strategie (2000) und ihrem Ziel eines wettbewerbsfähigen und wissensbasierten Wirtschaftsraums Europa heute einen besonderen Stellenwert in der Europäischen Union ein. Mit ihm geht auch eine steigende Bedeutung der für das Innovationspotenzial einer Gesellschaft verantwortlichen Bildungspolitik einher. Nach Ansicht des International Labour Office der Vereinten Nationen ist 'eine Anpassung der Politik [notwendig, N.S.], bei der ,education and training' zu den zentralen Säulen gehören und den Individuen helfen könnten, auch unter den Bedingungen sich schnell verändernder interner und externer Arbeitsmärkte ihre Employability zu verbessern' (Kraus 2006, S. 92). Es sind demnach (Weiter-) Bildungsmöglichkeiten erforderlich, die neben fachlichen auch interkulturelle Kompetenzen berücksichtigen und sichtbar machen sollten, um in stärker globalisierten sowie pluralisierten und durch Migrationsprozesse beeinflussten Arbeitsmärkten die Kompetenzen aller Mitglieder einer Gesellschaft möglichst wirkungsvoll zu nutzen und mit einer vielfältigen Synthese von unterschiedlichen Erfahrungen und Kenntnissen u.a. die Verwertung ihres kulturellen Kapitals zu steigern. In diesem Kontext fragt der vorliegende Beitrag nach entsprechenden Weiterbildungsansätzen für hochqualifizierte MigrantInnen', insbesondere für ÄrztInnen aus Nicht-EU-Staaten. In einem Vergleich der europäischen Einwanderungsländer Deutschland und Großbritannien werden berufsgruppenspezifische Eingliederungsmaßnahmen und erste Entwürfe von Integrationsstrategien2 für ÄrztInnen untersucht.3 Zunächst wird hierzu der migrationspolitische und integrationspolitische Kontext in Deutschland und Großbritannien betrachtet (Abschnitt 2), bevor jeweils ein Good Practice-Ansatz zur Integrationsförderung von Ärztinnen untersucht wird. Daran anknüpfend werden derzeitige Entwicklungen von übergreifenden Integrationsstrategien für die Gruppe der Ärztinnen in jedem Vergleichsland vorgestellt (Abschnitt 3)." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ungenutzte Kompetenzen: Probleme und Chancen der Beschäftigung hochqualifizierter Migrantinnen und Migranten (2010)
Voswinkel, Stephan; Kontos, Maria;Zitatform
Voswinkel, Stephan & Maria Kontos (2010): Ungenutzte Kompetenzen: Probleme und Chancen der Beschäftigung hochqualifizierter Migrantinnen und Migranten. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis, Jg. 33, H. 2, S. 212-241.
Abstract
Trotz des prognostizierten Fachkräftemangels bleibt das Humankapital hochqualifizierter Migrantinnen und Migranten in Deutschland oft ungenutzt. In der Studie wurde der Frage nachgegangen, welche Faktoren dazu führen, dass hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten mit ausländischen Abschlüssen in Deutschland keine oder keine qualifikationsadäquate Beschäftigung finden. Hierzu wurden wirtschaftspolitische Akteure und Personalverantwortliche aus Unternehmen befragt. Bei der Rekrutierung werden kulturelle Unterschiede häufig als Quelle von Konflikten betrachtet. In manchen Arbeitsfeldern werden diese jedoch nicht als Hemmnis, sondern als Ressource begriffen. Eine dritte Variante sind kulturell entbettete Teams in kosmopolitischen Milieus. Als zentral für die Beschäftigung hochqualifizierter Migrantinnen und Migranten erweisen sich sprachliche und kommunikative Kompetenzen, Schlüsselqualifikationen und eine lückenlose Berufsbiografie. (IAB)
-
Literaturhinweis
Kompetenzen oder Zertifikate? Die Entwertung ausländischer Bildungsabschlüsse auf dem Schweizer Arbeitsmarkt (2010)
Weins, Cornelia;Zitatform
Weins, Cornelia (2010): Kompetenzen oder Zertifikate? Die Entwertung ausländischer Bildungsabschlüsse auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 39, H. 2, S. 124-139. DOI:10.1515/zfsoz-2010-0203
Abstract
"Im Herkunftsland erworbene Bildungsabschlüsse von Zuwanderern zahlen sich in geringerem Maße in Lohnzuwächsen aus als inländische Abschlüsse. Aus humankapitaltheoretischer Sicht spiegelt die Entwertung ausländischer Bildungsabschlüsse eine geringe Produktivität von Zuwanderern wider, insbesondere aufgrund fehlenden aufnahmelandspezifischen Humankapitals. Unberücksichtigt bleibt bei dieser Argumentation der geringere Signalwert ausländischer Abschlüsse, der statistische Diskriminierung begünstigt. Schließlich müssen Vorurteile als Ursache von Diskriminierung in Betracht gezogen und von statistischer Diskriminierung abgegrenzt werden. Die Schweizer Daten des Adult Literacy and Lifeskills Survey zeigen geringere Fähigkeiten im Lesen und Rechnen bei Bildungsausländern. Kompetenzen erklären die Entwertung ausländischer Abschlüsse jedoch nur teilweise. Auch bei Berücksichtigung unterschiedlicher Kompetenzen haben ausländische Abschlüsse einen geringeren Einfluss auf Löhne als inländische Abschlüsse, wie es bei statistischer Diskriminierung zu erwarten ist. Hinweise auf ethnische Diskriminierung liefern die vorliegenden Daten nicht: Kompetenzen von Bildungsinländern und Bildungsausländern werden gleich honoriert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Erfahrung rechtlicher Exklusion: hochqualifizierte Migrantinnen und das Ausländerrecht (2010)
Zitatform
Weiß, Anja (2010): Die Erfahrung rechtlicher Exklusion. Hochqualifizierte Migrantinnen und das Ausländerrecht. In: A.- M. Nohl, K. Schittenhelm, O. Schmidtke & A. Weiß (Hrsg.) (2010): Kulturelles Kapital in der Migration : hochqualifizierte Einwanderer und Einwandererinnen auf dem Arbeitsmarkt, S. 123-137.
Abstract
"Wenn man sich für die Auswirkungen rechtlicher Exklusion auf die Statuspassage in den Arbeitsmarkt interessiert sollte man die Erfahrungen rechtlicher Exklusion rekonstruieren, da diese die Handlungsoptionen vor dem Hintergrund tatsächlicher rechtlicher Restriktionen strukturieren. Im Rahmen der internationalen Studiengruppe 'Kulturelles Kapital in der Migration'' wurden in Deutschland 25 Personen mit ausländischem Universitätsabschluss interviewt, die für längere Phasen ihrer Statuspassage in den Arbeitsmarkt von rechtlicher Exklusion betroffen waren. Die Befragten waren zwischen 26 und 51 Jahre alt. Acht Personen hatten Abschlüsse im Bereich der Naturwissenschaft und Technik, sieben Personen in Medizin einschließlich Psychologie, vier in Wirtschaft, fünf in Pädagogik und vier in Geisteswissenschaften. Die dokumentarische Methode (Bohnsack 2003; Nohl 2006) erlaubt es, aus narrativen Interviews Erfahrungen und Handlungspraktiken zu rekonstruieren und diese zu soziogenetischen Typologien zusammenzufassen, die die Bedingungen, unter denen diese Erfahrungen entstanden sind, berücksichtigen (Nohl 2001)." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ausländische Bildungsleistungen anerkennen - Fachkräftepotentiale ausschöpfen: Antrag der Abgeordneten und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten und der Fraktion der FDP (2010)
Zitatform
(2010): Ausländische Bildungsleistungen anerkennen - Fachkräftepotentiale ausschöpfen. Antrag der Abgeordneten und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten und der Fraktion der FDP. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/3048 (29.09.2010)), 4 S.
Abstract
"Der Antrag der Fraktionen CDU/CSU und FDP stellt fest: 'Der Umstand, dass viele Migrantinnen und Migranten ihre beruflichen Qualifikationen nicht oder nur bedingt einsetzen können, wirkt sich für den deutschen Arbeitsmarkt und die Wirtschaft ebenfalls negativ aus. Viele zugewanderte Fachkräfte gehen einer Beschäftigung nach, die nicht ihrer beruflichen Qualifikation entspricht oder sind auf staatliche Transferleistungen angewiesen. Um die Praxis der Anerkennung beruflicher Auslandsabschlüsse zu vereinfachen, bedarf es transparenter, zügiger und zuverlässiger Verfahren. Ziel sollte eine weitestgehend einheitliche Entscheidungspraxis sein. Um dies zu erreichen, müssen für die anerkennenden Stellen gemeinsame Standards sowie nachvollziehbare Kriterien zur Bewertung entwickelt werden, die bundesweit verbindlich sind." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Brain Waste - Anerkennung gestalten: Fachtagung in Berlin 30. Juni 2009. Dokumentation (2010)
Abstract
"In Deutschland leben zahlreiche gut qualifizierte Migrantinnen und Migranten. Ein ihrer Qualifikation entsprechender Einsatz auf dem Arbeitsmarkt ist oft nicht möglich - und das, obwohl von Unternehmen verschiedener Branchen ein Mangel an Fachkräften beklagt wird. Ein wesentlicher Grund für diese paradoxe Situation ist, dass ausländische Qualifikationen in Deutschland häufig nicht anerkannt werden. Die Zahlen sprechen für sich: Rund 2,8 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund haben nach Angabe des Mikrozensus vor der Einreise nach Deutschland eine berufliche Qualifikation im Ausland erworben, darunter 800.000 mit einem ausländischen (Fach-) Hochschulabschluss. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet unterhalb ihres Qualifikationsniveaus. Hier gilt es, mit Hilfe einer verbesserten Anerkennungspraxis von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen zur Deckung des mittel- und langfristigen Fachkräftebedarfs beizutragen, Dequalifizierungstendenzen zu stoppen und die Arbeitsmarktintegration zu unterstützen. Die neue Regierungskoalition plant deshalb die Einführung eines gesetzlichen Anspruchs auf ein zügiges Anerkennungsverfahren, die Etablierung von Erstanlaufstellen für eine umfassende Beratung sowie den Ausbau der Möglichkeiten für Anpassungs- und Ergänzungsqualifizierung. Ziel ist es, Anerkennungsverfahren bundesweit einheitlich, transparent und nutzerfreundlich zu gestalten. Bereits im Rahmen des Dritten Integrationsgipfels zum Nationalen Integrationsplan und in der Qualifizierungsinitiative für Deutschland im Herbst 2008 wurden offensichtliche Probleme der derzeitigen Anerkennungspraxis benannt und die Entwicklung von Lösungsansätzen initiiert. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales veranstaltete im Juni 2009 zudem eine Fachtagung 'Brain Waste - Anerkennung gestalten', auf der Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis Lösungsansätze zur Verbesserung der Anerkennungspraxis erörterten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen folgende Fragen: Was sind ausländische Qualifikationen am deutschen Arbeitsmarkt wert? Wer hat ein Recht auf ein Anerkennungsverfahren? Wie kann das Verfahren vereinfacht, verbessert und beschleunigt werden? Wie können wir neue Brücken schlagen, um Zuwanderinnen und Zuwanderer effektiv in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren?" (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beruflich erfolgreiche Migrantinnen - Rekonstruktion ihrer Wege und Handlungsstrategien. Expertise im Rahmen des Nationalen Integrationsplans im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (2009)
Zitatform
Behrensen, Birgit & Manuela Westphal (2009): Beruflich erfolgreiche Migrantinnen - Rekonstruktion ihrer Wege und Handlungsstrategien. Expertise im Rahmen des Nationalen Integrationsplans im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). In: IMIS-Beiträge / Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien H. 35, S. 1-134.
Abstract
"Das Ziel der Studie ist es, individuelle Ressourcen und Unterstützungsleistungen zu identifizieren, die Migrantinnen der ersten und der zweiten Generation in Bezug auf ihren beruflich erfolgreichen Werdegang mobilisieren konnten. Hierzu fand eine qualitative Erhebung und Auswertung von 30 Interviews mit beruflich erfolgreichen Migrantinnen im Zeitraum vom 1. Dezember 2007 bis zum 30. Mai 2008 statt. Resümierend kann gefolgert werden, dass verschiedene Bedingungen den beruflichen Erfolg von Migrantinnen, und zwar zum einen abhängig von der Migrationsgeneration und zum anderen davon unabhängig, beeinflussen. Zwischen den Migrationsgruppen Aussiedlerinnen, Arbeitsmigrantinnen und Frauen mit Fluchthintergrund zeigen sich dabei mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Es sind vor allem in der ersten Generation unterschiedliche Rahmenbedingungen ihrer Migration und Einwanderung, die dann auch zu unterschiedlichen Ausgangs- bzw. Startbedingungen im Hinblick auf die berufliche Entwicklung in Deutschland führen. Zu nennen sind hier die Verfahren der formellen Anerkennung von mitgebrachten Qualifikationen, die aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Bestimmungen sowie die Migrationsmotivationen, die die Entwicklung und Realisierung beruflicher Perspektiven rahmen." (Textauszug, IAB-Doku)
