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Dossier

Working Poor – Arm trotz Vollzeitbeschäftigung?

Forschungsbefunde zeigen, dass Armut auch unter Vollzeitbeschäftigten zunimmt. Als "Working Poor" werden Beschäftigte bezeichnet, die trotz bezahlter Arbeit unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben. Die "Lohnarmutsgrenze" liegt laut EU bei 60 Prozent des durchschnittlichen Vollzeiterwerbseinkommens eines Landes. Ist diese Entwicklung eine Konsequenz der Globalisierung oder der Reformen der letzten Jahre im Bereich der sozialen Sicherungssysteme und Arbeitsmarktinstitutionen? Die Infoplattform bietet Informationen zum Forschungsstand im In- und Ausland.

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  • Literaturhinweis

    Working poor in Europe (2010)

    Hanzl-Weiß, Doris; Sanoussi, Fadila; Vidovic, Hermine;

    Zitatform

    Hanzl-Weiß, Doris, Hermine Vidovic & Fadila Sanoussi (2010): Working poor in Europe. Dublin, 41 S.

    Abstract

    "Being in work greatly reduces the risk of poverty. Nevertheless, in the European Union, 8% of the employed population fell into the category of 'working poor' in 2007, in the sense of having an income below 60% of the national average. The proportion varies markedly across countries and social groups. In most countries, the issue of working poor is not a policy priority of either the government or the social partners, although it can be included in general policies to combat poverty and social exclusion. Although there is little evidence to prove it to date, the working poor are likely to have been particularly affected by the current economic recession." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Armut von Erwerbstätigen in Ost- und Westdeutschland: die Bedeutung von niedrigen Löhnen und unterschiedlichen Erwerbsmustern (2010)

    Lohmann, Henning; Giesselmann, Marco ;

    Zitatform

    Lohmann, Henning & Marco Giesselmann (2010): Armut von Erwerbstätigen in Ost- und Westdeutschland. Die Bedeutung von niedrigen Löhnen und unterschiedlichen Erwerbsmustern. In: P. Krause & I. Ostner (Hrsg.) (2010): Leben in Ost- und Westdeutschland : eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit 1990-2010, S. 299-311.

    Abstract

    In dem Beitrag wird die Entwicklung von Armut von Erwerbstätigen und der Niedriglohnbeschäftigung in Ost- und Westdeutschland von 1992 bis 2008 auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels untersucht. Eine weitere Frage zielt auf den Zusammenhang zwischen Niedriglohn und Armut, welcher über den Haushaltskontext ermittelt wird. Die Hypothese ist hier, dass auf Grund der unterschiedlichen Erwerbsmodelle in Ost- und Westdeutschland ein unterschiedlich starker Zusammenhang zwischen Niedriglohn und Armut von Erwerbstätigen in den beiden Landesteilen besteht. Es wird aber auch davon ausgegangen, dass die dominanten regionenspezifischen Erwerbsmodelle im Zeitverlauf erodiert sind und sich der Zusammenhang zwischen niedrigen Löhnen und Armut dementsprechend verändert hat. Dies geht auf die - unter anderem arbeitslosigkeitsbedingte - Abkehr vom Doppelverdienermodell in Ostdeutschland bei einer gleichzeitig zunehmenden Erwerbstätigkeit von Frauen in Westdeutschland zurück. Die Ergebnisse der Analysen zeigen deutliche, sich im Zeitverlauf sogar verstärkende Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland im Ausmaß von Armut von Erwerbstätigen und einen weiterhin großen Abstand in den Niedriglohnquoten. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Armut von Erwerbstätigen im europäischen Vergleich: Erwerbseinkommen und Umverteilung (2010)

    Lohmann, Henning;

    Zitatform

    Lohmann, Henning (2010): Armut von Erwerbstätigen im europäischen Vergleich: Erwerbseinkommen und Umverteilung. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 62, H. 1, S. 1-30. DOI:10.1007/s11577-010-0093-2

    Abstract

    "In Europa bestehen deutliche Unterschiede im Ausmaß und in der Struktur von Armut von Erwerbstätigen. Die Untersuchung analysiert in einem Vergleich von 20 Ländern, inwieweit dies auf die unterschiedliche Ausgestaltung der institutionellen Rahmenbedingungen eines jeweiligen Landes zurückzuführen ist. Die Analysen basieren auf Mikrodaten aus der EU-Statistik zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) des Jahres 2006 und Makrodaten aus unterschiedlichen Quellen. Es werden mehrere Stufen des Einkommensverteilungsprozesses betrachtet. Der Ausgangspunkt ist die Frage, ob das persönliche Erwerbseinkommen einer Person ausreichend ist, um Armut zu vermeiden. In weiteren Schritten werden der Haushaltskontext (Bedarf und weitere Erwerbseinkommen) und der Einfluss staatlicher Umverteilung (Steuern und Transfers) mitberücksichtigt. Nur in dieser umfassenden Perspektive ist es möglich zu klären, inwieweit Armut von Erwerbstätigen vor allem am Arbeitsmarkt entsteht oder auf andere Faktoren zurückzuführen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    In-work poverty in the EU (2010)

    Ponthieux, Sophie;

    Zitatform

    Ponthieux, Sophie (2010): In-work poverty in the EU. (Eurostat Methodologies and Working papers), Brüssel, 52 S. DOI:10.2785/54568

    Abstract

    "In diesem Papier sollen zwei problematische Aspekte des statistischen Ansatzes bei der Definierung des Begriffs 'arbeitende Arme' erörtert werden: Definition des Begriffs 'Arbeitnehmer' (einschließlich derjenigen, die für den europäischen Indikator 'Armutsgefährdung im Niedriglohnbereich' herangezogen wird) sowie zweifache Ebene (einzelner Arbeitnehmer / Armutsgefährdung von Haushalten) bei der Zusammensetzung dieser Kategorie.
    Es wird argumentiert, dass der Ansatz zur Definierung des Begriffs 'Arbeitnehmer' möglicherweise zu eng gefasst ist, um die ganze Vielfalt der Beschäftigungsstrukturen in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten zu berücksichtigen, und dass die zweifache Definitionsebene eine Analyse der Beziehungen zwischen Status des Einzelnen auf dem Arbeitsmarkt und Armutsgefährdung erschwert.
    Dies spricht dafür, dass der Ansatz bei der Definierung des Begriffs 'Arbeitnehmer' ausgeweitet werden muss und es einer zusätzlichen Analyse bedarf, um die Dimensionen von 'Arbeitsmarkt' und 'Familie' dieses Phänomens besser verstehen zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Minimum wages and poverty: will a $9.50 federal minimum wage really help the working poor? (2010)

    Sabia, Joseph J. ; Burkhauser, Richard V. ;

    Zitatform

    Sabia, Joseph J. & Richard V. Burkhauser (2010): Minimum wages and poverty: will a $9.50 federal minimum wage really help the working poor? In: Southern Economic Journal, Jg. 76, H. 3, S. 592-623.

    Abstract

    "Using data drawn from the March Current Population Survey, we find that state and federal minimum wage increases between 2003 and 2007 had no effect on state poverty rates. When we then simulate the effects of a proposed federal minimum wage increase from $7.25 to $9.50 per hour, we find that such an increase will be even more poorly targeted to the working poor than was the last federal increase from $5.15 to $7.25 per hour. Assuming no negative employment effects, only 11.3% of workers who will gain live in poor households, compared to 15.8% from the last increase. When we allow for negative employment effects, we find that the working poor face a disproportionate share of the job losses. Our results suggest that raising the federal minimum wage continues to be an inadequate way to help the working poor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Bedarfsgemeinschaften im SGB II: Warum Aufstocker trotz Arbeit bedürftig bleiben (2009)

    Dietz, Martin; Müller, Gerrit; Trappmann, Mark ;

    Zitatform

    Dietz, Martin, Gerrit Müller & Mark Trappmann (2009): Bedarfsgemeinschaften im SGB II: Warum Aufstocker trotz Arbeit bedürftig bleiben. (IAB-Kurzbericht 02/2009), Nürnberg, 10 S.

    Abstract

    "In Deutschland gibt es mehr als eine Million Menschen, die ihren Lebensunterhalt gleichzeitig aus Transferleistungen im SGB II und Arbeitslohn bestreiten - die sogenannten Aufstocker. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist trotz Vollzeitbeschäftigung, allein wegen geringer Stundenlöhne bedürftig. Aufstocker arbeiten häufig weniger als 35 Stunden pro Woche. Eine stärkere Teilhabe am Arbeitsmarkt wird insbesondere durch gesundheitliche Einschränkungen sowie durch Defizite in der Qualifikation erschwert. Auch unzureichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten stehen einer Ausweitung der Arbeitszeit häufig entgegen. Je nach Haushaltstyp und individuellen Problemen ergeben sich sehr unterschiedliche Ansatzpunkte für wirksame Maßnahmen zur Abhilfe. Der Kurzbericht nimmt das Phänomen genauer unter die Lupe: Warum gibt es so viele Aufstocker und woran liegt es, dass sie bedürftig sind? Wie kann die Politik helfen?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktpolitischer Wandel in Deutschland seit 1991 und das Working Poor-Problem: Einsteiger als Verlierer des Reformprozesses? (2009)

    Giesselmann, Marco ;

    Zitatform

    Giesselmann, Marco (2009): Arbeitsmarktpolitischer Wandel in Deutschland seit 1991 und das Working Poor-Problem. Einsteiger als Verlierer des Reformprozesses? In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 38, H. 3, S. 215-238. DOI:10.1515/zfsoz-2009-0303

    Abstract

    "Legitimiert durch den Verweis auf Prozesse der Globalisierung wurden in Deutschland seit Beginn der 1990er Jahre sozial- und arbeitsmarktpolitische Reformen implementiert, die, direkt oder indirekt, auf den Ausbau des Niedriglohnsektors abzielen. Trotzdem konnte in vielen Studien zum 'Working Poor'-Problem kein tief greifender Wandel der materiellen Lebensbedingungen von Erwerbstätigen nachgewiesen werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass etablierte Erwerbstätige durch institutionelle Mechanismen weitestgehend vor den Auswirkungen der Reformen (bzw. vor einer Abwertung ihrer Arbeitsmarktposition) geschützt sind. Dieser Schutz besteht allerdings nicht für Personen, die nicht durch vorgelagerte Erwerbstätigkeit abgesichert sind. Dementsprechend zeigen empirische Analysen auf der Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), dass sich niedrig entlohnte Beschäftigung und Armut insbesondere unter Einsteigern auf dem Arbeitsmarkt (aus dem Bildungssystem und bei Übergängen aus der Erwerbslosigkeit) ausgebreitet haben. Die Risiken dieser Gruppen sind in Relation zu allen Erwerbstätigen zwischen 1991 und 2006 überproportional angestiegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Nickel and dimed German style: The working poor in Germany (2009)

    Haisken-DeNew, John P.; Schmidt, Christoph M.;

    Zitatform

    Haisken-DeNew, John P. & Christoph M. Schmidt (2009): Nickel and dimed German style: The working poor in Germany. (Ruhr economic papers 122), Bochum u.a., 19 S.

    Abstract

    "Using data from the German SOEP, this paper analyses whether there have been (a) any significant changes in poverty rates and poverty intensities before and after the Hartz IV reforms and (b) whether there have been observable changes in the effect of employment in reducing the threat or intensity of poverty. Using multivariate analyses we can find no evidence of increases in poverty rates comparing the time period 2002-2004 with that of 2005-2006. Further we find no change in the effect of employment in reducing the probability and intensity of poverty during this time period. The 'working poor' phenomenon in Germany remains relatively small and statistically unchanged by the Hartz reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnsektor wächst rasant: Frauen im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen (2009)

    Kalina, Torsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Torsten & Claudia Weinkopf (2009): Niedriglohnsektor wächst rasant. Frauen im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen. (Informationen zum Arbeitsmarkt NRW, Sonderausgabe Januar 2009), Düsseldorf, 23 S.

    Abstract

    "Frauen stellten im Zeitraum 2004 bis 2007 69,4 Prozent der Niedriglohnbeschäftigten in Nordrhein-Westfalen, obwohl ihr Anteil an den Beschäftigten nach der - in der Auswertung zugrunde gelegten Abgrenzung - nur 49,5 Prozent betrug. In absoluten Zahlen waren damit im Jahresdurchschnitt rund 900.000 Frauen in NRW von Niedriglöhnen betroffen. Ende der 1990er Jahre war gut jede fünfte weibliche Beschäftigte in NRW von Niedriglöhnen betroffen, inzwischen ist es mehr als jede Vierte. Bei den Männern ist demgegenüber 'nur' gut jeder Zehnte betroffen. Dass der Frauenanteil unter den Niedriglohnbeschäftigten in NRW trotzdem leicht zurückgegangen ist, liegt vor allem daran, dass die Zunahme der Niedriglöhne bei Männern in den letzten Jahren besonders stark ausgeprägt war: Ihre Betroffenheit von Niedriglöhnen hat sich gegenüber dem Zeitraum 1996 bis 1999 von 6,1 Prozent auf 11,8 Prozent im Zeitraum 2004 bis 2007 fast verdoppelt. Der auffälligste Unterschied zwischen niedriglohnbeschäftigten Frauen in NRW und Westdeutschland besteht in der Struktur der Betroffenen nach Beschäftigungsform: Während in Westdeutschland jeweils rund ein Drittel der Frauen mit Niedriglöhnen in Vollzeit, sozialversicherungspflichtiger Teilzeit und in Minijobs arbeiten, ist in NRW der Anteil der Vollzeitbeschäftigten mit 26 Prozent deutlich niedriger und der Anteil der Beschäftigten in Minijobs mit fast 43 Prozent erheblich höher. Dies bedeutet, dass bei Frauen in NRW noch häufiger als in Westdeutschland niedrige Stundenlöhne und kurze Arbeitszeiten zusammenkommen, was ihre Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung besonders ungünstig erscheinen lässt. Der Niedriglohnanteil ist unter den gering Qualifizierten mit knapp 42 % deutlich höher als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung, unter denen nur etwa jeder Fünfte von Niedriglöhnen betroffen ist. Differenziert nach Alter weisen in NRW die unter 25-Jährigen den weitaus höchsten Niedriglohnanteil auf (obwohl bei der Auswertung Auszubildende ausgeklammert wurden). Dies ist in NRW noch deutlicher ausgeprägt als in Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung 2007 weiter gestiegen - zunehmende Bedeutung von Niedrigstlöhnen (2009)

    Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2009): Niedriglohnbeschäftigung 2007 weiter gestiegen - zunehmende Bedeutung von Niedrigstlöhnen. (IAQ-Report 2009-05), Duisburg u.a., 12 S. DOI:10.17185/duepublico/45634

    Abstract

    "Die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland lag 2007 um rund 350.000 höher als noch 2006. Unter allen abhängig Beschäftigten lag der Anteil von Niedriglöhnen 2007 bei 21,5% - d.h. mehr als jede/r Fünfte arbeitete für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Der Anteil ist damit trotz der deutlichen Zunahme der Betroffenen im Vergleich zu 2006 nur leicht gestiegen, weil auch die Beschäftigung insgesamt zugenommen hat. Gleichzeitig franst das Lohnspektrum nach unten aus, Stundenlöhne von weniger als 6 EURO brutto sind längst keine Seltenheit mehr. Die Durchschnittslöhne im Niedriglohnsektor sind inflationsbereinigt gegenüber 1995 nicht gestiegen und in Westdeutschland in den letzten Jahren sogar nominal gesunken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Armut trotz Arbeit: die neue Arbeitswelt als Herausforderung für die Sozialpolitik (2009)

    Kutzner, Stefan; Küttel, Rolf; Liebermann, Sascha; Nollert, Michael ; Loer, Thomas; Budowski, Monica ; Mäder, Ueli; Iglesias, Katja; Maeder, Christoph ; Wyss, Malika; Masia, Maurizia; Gazareth, Pascale; Nadai, Eva ; Bonvin, Jean-Michel ; Pakoci, Daniel; Kraemer, Klaus ; Soulet, Marc-Henry;

    Zitatform

    Kutzner, Stefan, Michael Nollert & Jean-Michel Bonvin (Hrsg.) (2009): Armut trotz Arbeit. Die neue Arbeitswelt als Herausforderung für die Sozialpolitik. (Schriften zur Sozialen Frage 04), Zürich: Seismo Verlag, 200 S.

    Abstract

    "Seit den 1990er-Jahren reicht das erzielte Einkommen selbst in der Schweiz für viele Erwerbstätige nicht mehr aus, um sich einen Lebensstandard zu finanzieren, der mehr bietet als die bloße Sicherung der Existenz. Zudem besteht in naher Zukunft für viele Beschäftige in prekären Arbeitsverhältnissen kaum Aussicht auf einen Arbeitsplatz in den gut bezahlten Segmenten des Erwerbssystem. In der neuen, wieder unsicher gewordenen Arbeitsplatz bietet ein Erwerbseinkommen keinen Schutz mehr gegen Armut. Dass die Vollbeschäftigung aller Erwerbspersonen nicht mehr die Beseitigung des Armutsproblems garantiert, bildet daher eine zentrale Problemstellung für den modernen Sozialstaat. Die Beiträge von ArmutsforscherInnen und SozialpolitikerexpertInnen in diesem Band befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten der Armut, des strukturellen Wandels im Erwerbsbereich und der sozialpolitischen Armutsbekämpfung. So wird die Vielschichtigkeit und Komplexität der neuen Arbeitswelt deutlich ebenso wie die Notwendigkeit, neue Wege in der Armutsbekämpfung zu beschreiten." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Welfare states, labour market institutions and the working poor: a comparative analysis of 20 European countries (2009)

    Lohmann, Henning;

    Zitatform

    Lohmann, Henning (2009): Welfare states, labour market institutions and the working poor. A comparative analysis of 20 European countries. In: European Sociological Review, Jg. 25, H. 4, S. 489-504. DOI:10.1093/esr/jcn064

    Abstract

    "This article regards the incidence of in-work poverty and how it is reduced by the payment of social transfers in 20 European countries. It combines a micro- and a macro-level perspective in two-level models. The basis for the analysis is micro-data from the EU Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC) 2005 and macro-data from sources such as the OECD and Eurostat. The broad comparative perspective allows for a separation of different institutional influences, namely the influence of the degree of decommodification, defamilization, and bargaining centralization. In contrast to previous studies on the working poor which have mainly described country differences in in-work poverty, this article focuses on the question of how such differences can be explained from a broader perspective of poverty research. In general, the results confirm the overall hypothesis that both welfare state measures and labour market institutions have an influence on in-work poverty. By analysing influences on pre-transfer poverty and poverty reduction separately, the author shows that such factors have varied effects on in-work poverty. While bargaining centralization proves to be relevant for the distribution of pre-transfer incomes only, the set-up of the social security system, in particular, impacts the extent of poverty reduction." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Armut von Erwerbstätigen im europäischen Vergleich: Eine Analyse unter Berücksichtigung des Einkommensverteilungsprozesses (2009)

    Lohmann, Henning;

    Zitatform

    Lohmann, Henning (2009): Armut von Erwerbstätigen im europäischen Vergleich: Eine Analyse unter Berücksichtigung des Einkommensverteilungsprozesses. (DIW-Diskussionspapiere 887), Berlin, 34 S.

    Abstract

    "In Europa bestehen deutliche Unterschiede im Ausmaß und in der Struktur von Armut von Erwerbstätigen. Die vorliegende Untersuchung analysiert in einem Vergleich von 20 Ländern, inwieweit dies auf die unterschiedliche Ausgestaltung der institutionellen Rahmenbedingungen eines jeweiligen Landes zurückzuführen ist. Die Analysen basieren auf Mikrodaten aus der EU Statistik zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) des Jahres 2006 und Makrodaten aus unterschiedlichen Quellen. Es werden unterschiedliche Stufen des Einkommensverteilungsprozesses betrachtet. Der Ausgangspunkt ist die Frage, ob das persönliche Erwerbseinkommen einer Person ausreichend ist, um Armut zu vermeiden. In weiteren Schritten werden der Haushaltskontext (Bedarf und weitere Erwerbseinkommen) und der Einfluss staatlicher Umverteilung (Steuern und Transfers) mitberücksichtigt. Nur in dieser umfassenden Perspektive ist es möglich zu klären, inwieweit Armut von Erwerbstätigen vor allem am Arbeitsmarkt entsteht oder auf andere Faktoren zurückzuführen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Working Poor: eine vergleichende Länderstudie für Deutschland und die USA (2009)

    Nollmann, Gerd;

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    Nollmann, Gerd (2009): Working Poor. Eine vergleichende Länderstudie für Deutschland und die USA. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 61, H. 1, S. 33-55. DOI:10.1007/s11577-009-0041-1

    Abstract

    "Die Studie vergleicht relative Armutsrisiken trotz Arbeit in den USA und Deutschland. Die These lautet, dass die Tendenzen von Armutsrisiken trotz Arbeit sowohl als Folge des makrostrukturellen Wandels von der Industrie- zur post-industriellen Dienstleistungsgesellschaft als auch des mikrostrukturellen Wandels der privaten Haushalte aufgefasst werden können. Aus dieser doppelten Rückbindung der Analysen werden die leitenden Hypothesen abgeleitet und mit dem Sozio-ökonomischen Panel für Deutschland und der Panel Study of Income Dynamics für die USA getestet. Sowohl in den USA als auch in Deutschland sind Armutsrisiken trotz Arbeit im Zeitablauf gestiegen. Gemeinsam ist den Ländern die sukzessive Entwertung auch der Vollzeitstellen durch das zunehmende Sektorrisiko, das auch in Deutschland von unten in den Vollzeitarbeitsmarkt hineinwächst. Während die hohen Kinderzahlen in den USA die dortigen Risiken steigern, werden die deutschen Risiken von den Hürden zwischen Teilzeit- und Vollzeithaushalten bestimmt, was sich wiederum besonders negativ auf junge Haushalte und Alleinerziehende auswirkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Poverty, deprivation and social exclusion: The unemployed and the working poor (2009)

    Sirovátka, Tomáš ; Mares, Petr;

    Zitatform

    Sirovátka, Tomáš & Petr Mares (2009): Poverty, deprivation and social exclusion: The unemployed and the working poor. In: M. C. Fournier & C. S. Mercier (Hrsg.) (2009): Economics of employment and unemployment, S. 1-32.

    Abstract

    "The purpose of the study is to explore the relationship between the forms of labour market marginalization - understood here in terms of labour market status and job quality - on the one hand, and income disadvantage, material deprivation and social exclusion on the other. Public policies that aim to improve the labour market status and levels of income of those disadvantaged on the labour market are also discussed. We use data gathered in a survey on social exclusion in which 2,500 respondents were interviewed, they were either welfare benefit recipients or considered their situation similar to their. We demonstrate that marginalization on the labour market is evident not only in relation to unemployment (often repeated and long-term) but at the same time in temporary, low paid and poor quality jobs. The incomes of those employed in the lowest segment of the labour market and of the unemployed are very similar while deprivation of the unemployed is greater in many respects, e.g. in opportunities to influence the course of their lives and the life opportunities of their own as well as of their families in particular. We identify under-use of welfare benefits and measures that might improve the standard of living and human capital of those who are disadvantaged. A portion of the disadvantaged remain active on the labour market and identify employment incentives, yet we also identify poverty traps which emerge in the case of those who become discouraged and welfare dependent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    In-work poverty: a systematic review (2009)

    Tripney, Janice; Newman, Mark; Tucker, Helen; Sinclair, Jennifer; Hempel-Jorgensen, Amelia; Mackintosh, Marian; Bangpan, Mukdarut;

    Zitatform

    Tripney, Janice, Mark Newman, Mukdarut Bangpan, Amelia Hempel-Jorgensen, Marian Mackintosh, Helen Tucker & Jennifer Sinclair (2009): In-work poverty. A systematic review. (Department for Work and Pensions. Research report 549), London, 73 S.

    Abstract

    "This report presents the findings of a systematic review of the evidence base relating to working poor families with dependent children. The review aims to increase understanding of research in this area and produce findings that will help inform future policy and research. The systematic review was conducted in two stages. The first stage described the research that has been undertaken on the barriers to, and facilitators of, reducing in-work poverty in families with dependent children. Stage two of the review involved a synthesis of a subset of these studies, focusing on the effectiveness of interventions with the potential to reduce working poverty in two-parent families." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Staat subventioniert Armutslöhne mit Milliardenbeträgen: über zwei Milliarden Euro pro Jahr für Aufstocker mit Vollzeit- und vollzeitnahem Job (2008)

    Adamy, Wilhelm;

    Zitatform

    Adamy, Wilhelm (2008): Staat subventioniert Armutslöhne mit Milliardenbeträgen. Über zwei Milliarden Euro pro Jahr für Aufstocker mit Vollzeit- und vollzeitnahem Job. In: Soziale Sicherheit, Jg. 57, H. 6/7, S. 219-226.

    Abstract

    "In dem Beitrag wird aufgezeigt, wie sich das Verarmungsrisiko von Erwerbstätigen in den letzten drei Jahren entwickelt hat und wer davon hauptsächlich betroffen ist. Zum ersten Mal werden auch die finanziellen Lasten des Staates quantifiziert, die mit der Aufstockung nicht-existenzsichernder Löhne verbunden sind. Denn Hartz IV ist mittlerweile auch ein staatlich finanziertes Sicherungssystem für Erwerbstätige mit Niedriglöhnen. Über zwei Milliarden Euro pro Jahr schießt der Staat allein für Geringverdiener mit vollzeitnahen Erwerbstätigkeiten zu - und subventioniert so auch Arbeitgeber, die Arbeitnehmer zum Hungerlohn beschäftigen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The working poor in Europe: employment, poverty and globalization (2008)

    Andreß, Hans-Jürgen ; Kuivalainen, Susan ; Halleröd, Björn; Verbist, Gerlinde ; Lohmann, Henning; Biolcati-Rinaldi, Ferruccio; Larsson, Daniel; de Boom, Jan; Marx, Ive ; Giesselmann, Marco ; Niemelä, Mikko ; Connolly, Sara ; Nolan, Brian ; Airio, Ilpo; Podestà, Federico ; Engbersen, Godfried; Snel, Erik ;

    Zitatform

    Andreß, Hans-Jürgen & Henning Lohmann (Hrsg.) (2008): The working poor in Europe. Employment, poverty and globalization. Cheltenham: Elgar, 323 S.

    Abstract

    "For a long time in-work poverty was not associated with European welfare states. Recently, the topic has gained relevance as welfare state retrenchment and international competition in globalized economies has put increasing pressures on individuals and families. This book provides explanations as to why in-work poverty is high in certain countries and low in others. Much of the present concern about the working poor has to do with recent changes in labour market policies in Europe. However, this book is not primarily about low pay. Instead, it questions whether gainful employment is sufficient to earn a living - both for oneself and for one's family members. There are, however, great differences between European countries. This book argues that the incidence and structure of the working poor cannot be understood without a thorough understanding of each country's institutional context. This includes the system of wage-setting, the level of decommodification provided by the social security system and the structure of families and households. Combining cross-country studies with in-depth analyses from a national perspective, the book reveals that in-work poverty in Europe is a diverse, multi-faceted phenomenon occurring in equally diverse institutional, economic and socio-demographic settings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Low-wage work in Germany (2008)

    Bosch, Gerhard; Kalina, Thorsten; Jaehrling, Karen ; Voss-Dahm, Dorothea; Weinkopf, Claudia ; Czommer, Lars; Vanselow, Achim;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (Hrsg.) (2008): Low-wage work in Germany. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 327 S.

    Abstract

    In den letzten Jahren hat die deutsche Regierung mit voller Absicht die Ausweitung des Niedriglohnsektors betrieben, mit dem Ziel, die außerordentliche hohe Arbeitslosigkeit zu senken. Im Ergebnis entspricht der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnsektor dem Anteil in den Vereinigten Staaten. In dem Buch werden sowohl die bundespolitischen Maßnahmen als auch die sich wandelnden ökonomischen Bedingungen, die zu einem solchen Anstieg von Niedriglohnbeschäftigung geführt haben, untersucht. Der neu eingeführte 'Mini-Job' spiegelt den Versuch der Bundesregierung wider, bestimmte Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer attraktiv zu machen. Arbeitgeber bezahlen einen niedrigen Pauschalbetrag für Sozialleistungen und Arbeitnehmer, die nur eine begrenzte Anzahl von Stunden arbeiten, sind von der Verpflichtung, Sozialabgaben und Steuern zu bezahlen, befreit. Andere Faktoren wie ein langsames Wirtschaftswachstum, der Verfall des Systems flächendeckender Tarifverträge und der Zustrom ausländischer Arbeitnehmer, tragen zum dauerhaften Anwachsen der Niedriglohnbeschäftigung bei. In Deutschland und in den USA ist der Anteil von Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor gleichermaßen hoch; deutsche Arbeitnehmer sind jedoch krankenversichert und haben vier Wochen bezahlten Urlaub und Anspruch auf großzügige Unterstützungsleistungen im Alter, von denen die meisten Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor in den USA nur träumen können. Die deutsche Erfahrung eröffnet eine wichtige Möglichkeit zur Untersuchung der schwierigen Austauschbeziehung zwischen Arbeitslosigkeit und Niedriglohnbeschäftigung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigte auf der Verliererseite (2008)

    Bosch, Gerhard; Weinkopf, Claudia ; Kalina, Thorsten;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard, Thorsten Kalina & Claudia Weinkopf (2008): Niedriglohnbeschäftigte auf der Verliererseite. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 8, S. 423-430. DOI:10.5771/0342-300X-2008-8-423

    Abstract

    "Die Löhne in Deutschland haben sich seit Mitte der 1990er Jahre erheblich auseinanderentwickelt und der Niedriglohnsektor ist stark gewachsen. Dies gilt sowohl für Vollzeit- als auch für Teilzeitbeschäftigte (einschließlich Minijobs). Betroffen von Niedriglöhnen sind nicht nur spezielle Personengruppen wie Jüngere oder gering Qualifizierte, sondern zunehmend auch die mittleren Altersgruppen und qualifizierte Beschäftigte. Die Umverteilung der Löhne hat sich nicht auf die unterste Einkommensgruppe beschränkt, sondern reicht bis in die mittleren Einkommensgruppen hinein. Die Mittelschicht in der Einkommensverteilung ist erheblich ausgedünnt worden. Die Lohnunterschiede zwischen Großbetrieben und kleineren Betrieben und zwischen Branchen mit hoher und geringer Tarifbindung haben sich deutlich vergrößert. Dahinter steht, dass die Bindungswirkung des deutschen Tarifsystems, das für Außenseiterkonkurrenz schon immer anfällig war, durch politische Interventionen weiter geschwächt worden ist. Um ein weiteres Anwachsen des Niedriglohnsektors und das Ausfransen des Lohnspektrums nach unten zu unterbinden, muss umgesteuert werden - unter anderem durch die Einführung einer verbindlichen Lohnuntergrenze." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Hilfebedürftig trotz Arbeit?: kein Massenphänomen in Deutschland (2008)

    Brenke, Karl; Ziemendorff, Johannes;

    Zitatform

    Brenke, Karl & Johannes Ziemendorff (2008): Hilfebedürftig trotz Arbeit? Kein Massenphänomen in Deutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 75, H. 4, S. 33-40.

    Abstract

    "Mit zunehmender Intensität wird in Deutschland über die Einführung von Mindestlöhnen diskutiert. Deren Befürworter argumentieren, dass die Löhne vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer ausreichen müssen, um ohne staatliche Unterstützung leben zu können. Die Untersuchung zeigt jedoch, dass bei Vollzeitbeschäftigten niedrige Löhne keineswegs weit verbreitet sind. Insbesondere gibt es nicht viele Vollzeitbeschäftigte (3 Prozent), die einen Bruttostundenlohn von weniger als 7,50 Euro bekommen und in deren Haushalten keine weiteren Erwerbseinkommen anfallen. Bei den niedrig Entlohnten handelt es sich vor allem um geringfügig Beschäftigte sowie um Rentner, Schüler, Studenten und registrierte Arbeitslose, die lediglich ein Zusatzeinkommen erzielen. Relativ häufig kommen niedrige Löhne in Ostdeutschland vor, dort auch unter den Vollzeitbeschäftigten. Mit etwa 300 000 Personen ist die Zahl derer klein, die Arbeitslosengeld II erhalten und einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Ein Mindestlohn von 7,50 Euro, wie er von der SPD und Teilen der Gewerkschaften gefordert wird, würde den meisten davon aber wenig nützen, da ihr mittlerer Lohn darüber liegt. Weil das Arbeitslosengeld II am familiären Bedarf ausgerichtet ist, erhalten diese Personen trotz eines teilweise nicht geringen Lohns eine das Einkommen aufstockende Leistung. Überdies wird in der Mindestlohndebatte oft verkannt, dass es seit jeher Personen mit geringen Erwerbseinkommen gibt, die der Staat mit 'aufstockender' Sozialhilfe oder mit Wohngeld unterstützt. Nach der Einführung des Arbeitslosengeldes II ist die Zahl der erwerbstätigen Wohngeldbezieher - insbesondere derjenigen mit besonders niedrigem Einkommen - drastisch zurückgegangen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Hilfebedürftige zum Arbeitslosengeld II gewechselt sind und sich damit meist besser stellen als mit Wohngeld." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Working poor: Arm oder bedürftig?: eine Analyse zur Erwerbstätigkeit in der SGB-II-Grundsicherung mit Verwaltungsdaten (2008)

    Bruckmeier, Kerstin ; Graf, Tobias; Rudolph, Helmut;

    Zitatform

    Bruckmeier, Kerstin, Tobias Graf & Helmut Rudolph (2008): Working poor: Arm oder bedürftig? Eine Analyse zur Erwerbstätigkeit in der SGB-II-Grundsicherung mit Verwaltungsdaten. (IAB-Discussion Paper 34/2008), Nürnberg, 32 S.

    Abstract

    "Die Armutsmessung der empirischen Sozialforschung ist von einer Reihe von Annahmen und Setzungen abhängig, die Ausmaß und Struktur der Armutsbevölkerung beeinflussen. Äquivalenzskalen, Ermittlung des mittleren Einkommens als Referenzgröße und die Festlegung von Armutsschwellen führen zu mehr oder weniger großen Unterschieden in den Ergebnissen. Staatliche Transferleistungen als Sicherung gegen Armut definieren davon abweichende Grenzen des sozio-kulturellen Existenzminimums. Mit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) ist ein umfangreiches Berichtssystem entstanden, dass zeitnah und umfangreicher als bisher über die Entwicklung der sozialstaatlich bekämpften Armut berichtet. Der Aufsatz stellt ein Konzept vor, wie die Verwaltungsdaten aus dem SGB II für Untersuchungen der 'working poor' im Rahmen einer dynamischen Armutsbetrachtung genutzt werden können. Ergebnisse einer Verweildaueranalyse aus den Jahren 2005 und 2006 für die Dauer des Leistungsbezugs bei Beschäftigung werden vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Bruckmeier, Kerstin ; Graf, Tobias;
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  • Literaturhinweis

    Low-wage work in France (2008)

    Caroli, Eve ; Colin, Thierry; Feriel, Emilie; Gautie, Jerome; Grasser, Benoit; Askenazy, Philippe ; Lamanthe, Annie; Berry, Jean-Baptiste; Mehaut, Philippe; Bouteiller, Jacques; Solow, Robert; Arborio, Anne Marie; Beraud, Mathieu; Prunier-Poulmaire, Sophie;

    Zitatform

    Caroli, Eve & Jerome Gautie (Hrsg.) (2008): Low-wage work in France. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 315 S.

    Abstract

    "In France, low wages have historically inspired tremendous political controversy. The social and political issues at stake center on integrating the working class into society and maintaining the stability of the republican regime. A variety of federal policies-including high minimum wages and strong employee protection-serve to ensure that the low-wage workforce stays relatively small. Low-Wage Work in France examines both the benefits and drawbacks of this politically inspired system of worker protection. France's high minimum wage, which is indexed not only to inflation but also to the average increase in employee wages, plays a critical role in limiting the development of low-paid work. Social welfare benefits and a mandatory thirty-five hour work week also make life easier for low-wage workers. Strong employee protection is a central characteristic of the French model, but high levels of protection for employees may also be one of the causes of France's chronically high rate of unemployment. The threat of long-term unemployment may, in turn, contribute to a persistent sense of insecurity among French workers. Low-Wage Work in France provides a lucid analysis of how a highly regulated labor market shapes the experiences of workers-for better and for worse." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Content:
    Robert Solow: The French Story (1-15);
    Eve Caroli and Jerome Gautie: Low-Wage Work - The Polideal Dehnte and Research Agenda in France (16-27);
    Eve Caroli, Jerome Gautie, Philippe Askenazy: Low-Wage Work and Labor Market Institutions in France (28-87);
    Eve Caroli, Jerome Gautie, Annie Lamanthe: Operators in Food-Processing Industries: Coping with Increasing Pressures (88-126);
    Philippe Mehaut, Anne Marie Arborio, Jacques Bouleiller, Philippe Mosse, and Lise Causse: Good Jobs, Hard Work? Employment Models For Nurses Aides and Hospital Housekeepers (127-167);
    Christine Guegnard, Sylvie-Anne Meriot: Housekeepers in French Hotels: Cinderella in the Shadows (168-208);
    Philippe Askenazy, Jean-Baptiste Berry, Sophie Prunier-Poulmaire: Working Hard for Large French Retailers (209-253);
    Mathieu Beraud, Thierry Colin, Benoit Grasser, Emilie Feriel: Job Quality and Career Opportunities for Call Center Workem Contrasting Patterns in France (254-287);
    Eve Caroli, Jerome Gautie: Summary and conclusions - why and how do institutions matter? (288-301).

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  • Literaturhinweis

    Einsteiger und Wiedereinsteiger als Verlierer des arbeits-, sozialpolitischen und ökonomischen Wandels?: eine Untersuchung zur Veränderung des Armutsrisikos spezifischer Gruppen auf dem Arbeitsmarkt zwischen 1991 und 2006 (2008)

    Giesselmann, Marco ;

    Zitatform

    Giesselmann, Marco (2008): Einsteiger und Wiedereinsteiger als Verlierer des arbeits-, sozialpolitischen und ökonomischen Wandels? Eine Untersuchung zur Veränderung des Armutsrisikos spezifischer Gruppen auf dem Arbeitsmarkt zwischen 1991 und 2006. (Arbeitspapier des Projektes Working Poor in Western Europe), Köln, 44 S.

    Abstract

    "Legitimiert durch den Verweis auf Prozesse der Globalisierung wurden in Deutschland seit Beginn der 1990er Jahre sozial- und arbeitsmarktpolitische Reformen implementiert, die, direkt oder indirekt, auf den Ausbau des Niedriglohnsektors abzielen. Trotzdem konnte in vielen Studien zum 'Working Poor'-Problem kein tief greifender Wandel der materiellen Lebensbedingungen von Erwerbstätigen ausgewiesen werden. Dieses ist darauf zurückzuführen, dass etablierte Erwerbstätige durch verschiedene institutionelle Mechanismen weitestgehend vor den Auswirkungen der Reformen (bzw. einer Abwertung ihrer Arbeitsmarktposition) geschützt sind. Dieser Schutz besteht allerdings nicht für Personen, die nicht durch vorgelagerte Erwerbstätigkeit abgesichert sind. Dementsprechend zeigen empirische Analysen auf der Basis des Sozio-Oekonomischen Panel (Soep), dass sich niedrig entlohnte Beschäftigung und Armut insbesondere unter Einsteigern und Wiedereinsteigern auf dem Arbeitsmarkt ausgebreitet haben. Die Risiken dieser Gruppen sind in Relation zu allen Erwerbstätigen somit überproportional angestiegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeit: Mit Erwerbsarbeit in die Armut oder aus der Armut? (2008)

    Kaiser, Lutz C.;

    Zitatform

    Kaiser, Lutz C. (2008): Arbeit: Mit Erwerbsarbeit in die Armut oder aus der Armut? In: E.- U. Huster, J. Boeckh & H. Mogge-Grotjahn (Hrsg.) (2008): Handbuch Armut und Soziale Ausgrenzung, S. 265-281.

    Abstract

    "Erwerbsarbeit besitzt nicht nur eine hohe Bedeutung zur Erzielung von Einkommen, sondern fungiert nach wie vor als zentrale Institution der Vergesellschaftung durch soziale Teilhabe. Mit dieser Mehrdimensionalität ist spiegelbildlich auch die Mehrdimensionalität von Armut aufgrund von Arbeitslosigkeit und Niedriglohnbezug verbunden. Der Beitrag fokussiert auf diesem Hintergrund die Schnittstellen zwischen Erwerbsarbeit, Arbeitslosigkeit und Niedriglohn. Zentrale Begriffe werden unter Bezugnahme auf empirische Dimensionen verdeutlicht. Neben dem objektiven Kriterium 'Einkommen' wird auch auf die subjektive Perspektive abgestellt (Lebenszufriedenheit, Deprivation). Es wird deutlich, dass die Dichotomie 'Erwerbsarbeit oder Armut' in der modernen Erwerbsgesellschaft nur von scheinbarer Natur ist. Selbst eine Vollzeitbeschäftigung ist kein Garant mehr für ein den Lebensunterhalt abdeckendes Einkommen. Auch ist nach wie vor ein erheblicher Anteil von Geringverdienern von verdeckter Armut betroffen. Insbesondere gering Qualifizierte und Langzeitarbeitslose haben ein erhöhtes Risiko zu tragen, im Niedriglohnsegment zu verbleiben, durch Arbeitslosigkeit in die Nähe der Armutsschwelle zu gelangen und eine Dequalifizierung zu erfahren, die Ausstiegschancen aus Armut oder Aufstiegschancen aus dem Niedriglohnsegment einschränken. Welche politischen Gegenmaßnahmen sind erforderlich und könnten erfolgreich sein? Der Beitrag diskutiert anhand von exemplarischen Beispielen den Zielerreichungsgrad und Effizienz von präventiven und reaktiven Instrumenten. Versäumnisse auf präventiver Seite (Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, Öffnung des Bildungssystems für traditionell bildungsferne Bevölkerungsschichten) induzieren generell einen erhöhten Bedarf an reaktiver Gegensteuerung. In diesem Zusammenhang werden Vor- und Nachteile von Mindest- und Kombilöhnen aufgezeigt. Mittel- und langfristig sollte jedoch verstärkt in präventive Maßnahmen investiert werden, um nachhaltige Effekte zu erreichen und die Verwendung von Mitteln für reaktive politische Programme zu verringern. Damit kann letztendlich nicht nur ein höherer Zielerreichungsgrad und eine effizientere Verwendung von Mitteln erreicht, sondern 'soziale Gerechtigkeit' in der Erwerbsgesellschaft umgesetzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Weitere Zunahme der Niedriglohnbeschäftigung: 2006 bereits rund 6,5 Millionen Beschäftigte betroffen (2008)

    Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2008): Weitere Zunahme der Niedriglohnbeschäftigung. 2006 bereits rund 6,5 Millionen Beschäftigte betroffen. (IAQ-Report 2008-01), Gelsenkirchen, 11 S. DOI:10.17185/duepublico/45625

    Abstract

    "Unter allen abhängig Beschäftigten liegt der Anteil von Niedriglöhnen (unterhalb von zwei Dritteln des Medians) 2006 bei gut 22% - d.h. mehr als jede/r Fünfte ist gering bezahlt. Gegenüber 1995 ist der Niedriglohnanteil in Deutschland damit um gut 43 % gestiegen. Der durchschnittliche Stundenlohn der Niedriglohnbeziehenden ist seit 2004 gesunken, während er in den Vorjahren gestiegen ist. Überdurchschnittlich betroffen von Niedriglöhnen sind insbesondere Minijobber/innen, Jüngere, gering Qualifizierte, Ausländer/innen und Frauen. Der Anteil von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung am Niedriglohnbereich ist von 58,6% (1995) auf 67,5% (2006) deutlich gestiegen. Im internationalen Vergleich hat Deutschland inzwischen einen hohen Anteil von Niedriglöhnen und eine fast beispiellose Ausdifferenzierung des Lohnspektrums nach unten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Armut und Verteilung in Deutschland und Europa (2008)

    Klammer, Ute;

    Zitatform

    Klammer, Ute (2008): Armut und Verteilung in Deutschland und Europa. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 3, S. 119-124. DOI:10.5771/0342-300X-2008-3-119

    Abstract

    "Der Beitrag beleuchtet alte und neue Probleme im Bereich der Einkommensverteilung und Armut in Deutschland - vor allem Armut bei Arbeitslosigkeit, Armut trotz Arbeit, Kinder- und Altersarmut - und ordnet die Befunde europäisch ein. Wie ein Länder- und Zeitvergleich verschiedener Indikatoren deutlich macht, die im Rahmen der Methode der offenen Koordinierung (MOK) verwendet werden, ist die Europäische Union ihren hohen Ansprüchen bei der Armutsbekämpfung und Förderung der sozialen Inklusion bisher nicht gerecht geworden. Auch Deutschland schneidet im internationalen Vergleich allenfalls mittelmäßig ab. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf Potenziale und Grenzen der neuen integrierten MOK und auf den sozialpolitischen Handlungsbedarf in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The working poor, borderline poor, and developments in public assistance reform (2008)

    Komamura, Kohei;

    Zitatform

    Komamura, Kohei (2008): The working poor, borderline poor, and developments in public assistance reform. In: Japan labor review, Jg. 5, H. 4, S. 67-94.

    Abstract

    "The paper is a study by a leading expert on social security policy. Although the concept of the working poor has yet to be clearly defined in Japan, estimates show that the proportion of working households that are on or below the minimum income level provided for by the public assistance system but that are not receiving public assistance has increased from 2.80% in 1985 to 5.46% in 1999. It is also evident that the proportion of working poor households in younger age groups has increased rapidly. The proportion of working households aged under 65 on or below the minimum income level providied for by the public assistance system that are on public assistance is less than 4%, indicating that the moral hazard presented by the public assistance system is not of a level that should be considered problematic. Also described are recent developments concerning reform of the public assistance system." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Low-wage work in the United Kingdom (2008)

    Lloyd, Caroline ; James, Susan ; Nickson, Dennis ; Mason, Geoff; Osborne, Matthew; Carroll, Marilyn; Payne, Jonathan ; Dutton, Eli; Solow, Robert; Grimshaw, Damian ; Warhust, Chris; Mayhew, Ken; Commander, Johanna; Stevens, Philip;

    Zitatform

    Lloyd, Caroline, Geoff Mason & Ken Mayhew (Hrsg.) (2008): Low-wage work in the United Kingdom. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 339 S.

    Abstract

    "The United Kingdom's labor market policies place it in a kind of institutional middle ground between the United States and continental Europe. Low pay grew sharply between the late 1970s and the mid-1990s, in large part due to the decline of unions and collective bargaining and the removal of protections for the low paid. The changes instituted by Tony Blair's New Labour government since 1997, including the introduction of the National Minimum Wage, halted the growth in low pay but have not reversed it. Low-Wage Work in the United Kingdom explains why the current level of low-paying work remains one of the highest in Europe. The authors argue that the failure to deal with low pay reflects a policy approach which stressed reducing poverty, but also centers on the importance of moving people off benefits and into work, even at low wages. The UK government has introduced a version of the U.S. welfare to work policies and continues to stress the importance of a highly flexible and competitive labor market. A central policy theme has been that education and training can empower people to both enter work and to move into better paying jobs. The case study research reveals the endemic nature of low paid work and the difficulties workers face in escaping from the bottom end of the jobs ladder. However, compared to the United States, low paid workers in the United Kingdom do benefit from in-work social security benefits, targeted predominately at those with children, and entitlements to non-pay benefits such as annual leave, maternity and sick pay, and crucially, access to state-funded health care. Low-Wage Work in the United Kingdom skillfully illustrates the way that the interactions between government policies, labor market institutions, and the economy have ensured that low pay remains a persistent problem within the United Kingdom." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Content:
    Robert Solow: The United Kingdom story (1-14);
    Graff Mason, Ken Mayhew, Matthew Osborn: Low-paid work in the United Kingdom - an overview (15-40);
    Geoff Mason, Ken Mayhew, Matthew Osborne, Philip Stevens: Low pay, labor market institutions, and job quality in the United Kingdom (41-95);
    Eli Dutton, Chris Warhurst, Caroline Lloyd, Susan James, Johanna Comander, Dennis Nichson: "Just like the elves in Harry Potter" - room attendants in United Kingdom Hotels (96-130);
    Geoff Mason, Matthew Osborne: Business strategies, work organization, and low pay in United Kingdom retailing (131-167);
    Damian Grimshaw, Marilyn Carroll: Improving the position of low-wage workers through new coordinating institutions - the case of public hospitals (168-210);
    Susan James, Caroline Lloyd: Supply chain pressures and migrant workers: deteriorating job quality in the United Kingdom food-processing industry (211-246);
    Caroline Lloyd, Geoff Mason, Matthew Osborne, and Jonathan Payne: "It's just the nature of the job at the end of the day" - pay and job quality in United Kingdom mass-market call centers (247-283);
    Damian Grimshaw, Caroline Lloyd, Chris Warhurst: Low-wage work in the United Kingdom - employment practices, institutional effects, and policy responses (284-326).

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  • Literaturhinweis

    Erwerbstätigkeit in Transferhaushalten: Arm trotz Arbeit (2008)

    Rudolph, Helmut;

    Zitatform

    Rudolph, Helmut (2008): Erwerbstätigkeit in Transferhaushalten: Arm trotz Arbeit. In: IAB-Forum H. 2, S. 34-39.

    Abstract

    Unter den 40 Millionen Erwerbstätigen in der Bundesrepublik Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die Vollzeit arbeiten und trotzdem Hilfe vom Staat für sich und ihre Familie brauchen. Der Autor untersucht das Armutsrisiko dieser Menschen auf der Grundlage von Daten aus den Mikrozensen 2000-2006 vor dem Hintergrund des im Juli 2008 von der Bundesregierung vorgelegten dritten Armuts- und Reichtumsberichts 'Lebenslagen in Deutschland' sowie der Armutsrisikoquoten auf Basis des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP). Er zeigt, dass ergänzend zu den Armutsrisiken des Armutsberichts die Reichweite von Sozialleistungen sowohl in der Gesamtbevölkerung als auch besonders in den Erwerbshaushalten zugenommen hat. Der sinkende Beitrag der Sozialtransfers an der Verringerung des Armutsrisikos, wie er sich aus den Zeitreihen des SOEP ergibt, ist nach Ansicht des Autors auf das bei Wohngeld und Sozialhilfe weitgehend stagnierende Leistungsniveau zurückzuführen, an das mit dem SGB II unter Pauschalierung einmaliger Leistungen angeschlossen wurde. 'Transferleistung bei Vollzeiterwerbstätigkeit ist also kein Phänomen, das erst mit Einführung des SGB II zu beobachten ist.' (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung: Sackgasse oder Chance zum Aufstieg? (2008)

    Schank, Thorsten ; Bender, Stefan; Schnabel, Claus ; Stephani, Jens;

    Zitatform

    Schank, Thorsten, Claus Schnabel, Jens Stephani & Stefan Bender (2008): Niedriglohnbeschäftigung: Sackgasse oder Chance zum Aufstieg? (IAB-Kurzbericht 08/2008), Nürnberg, 8 S.

    Abstract

    "Geringverdiener und Niedriglöhne sind in den letzten Jahren ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt und Gegenstand politischer Kontroversen geworden. Mit Verweis auf die wachsende Zahl von Geringverdienern wird von manchen Seiten die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes gefordert. Dieser soll dazu beitragen, dass Geringverdiener mit ihrem Lohn den Lebensunterhalt bestreiten können. Andererseits wird von vielen Ökonomen eine Ausweitung des Niedriglohnsektors als Mittel zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten vorgeschlagen. Dabei können z.B. staatliche Lohnkostenzuschüsse oder Kombilohnmodelle unterstützend wirken. Kann Niedriglohnbeschäftigung als Sprungbrett in eine besser bezahlte Tätigkeit dienen oder führt sie in die Sackgasse? In einer Verbleibsanalyse wird hier untersucht, was aus den vollzeitbeschäftigten Geringverdienern der Jahre 1998/99 wurde. Das sind Personen, die damals weniger als 2/3 des Medianlohns verdienten. Wem und wie gelang der Aufstieg? Nur gut jeder achte Geringverdiener von 1998/99 erreichte sechs Jahre später einen Lohn oberhalb der Geringverdienerschwelle. Etwa jeder Dritte war im Jahr 2005 immer noch als Vollzeitbeschäftigter im Niedriglohnbereich tätig. Während jüngere und besser ausgebildete Geringverdiener deutlich öfter aufgestiegen sind, schafften Frauen, Ältere und Unqualifizierte dies seltener. Je größer ein Betrieb ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass einem Geringverdiener innerbetrieblich oder durch Wechsel in diesen Betrieb der Aufstieg aus dem Niedriglohnbereich gelingt. Betriebswechsel erweisen sich aber auch generell als Möglichkeit für einen Aufstieg." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Geringverdiener: Wem und wie gelingt der Aufstieg? (2008)

    Schank, Thorsten ; Stephani, Jens; Schnabel, Claus ;

    Zitatform

    Schank, Thorsten, Claus Schnabel & Jens Stephani (2008): Geringverdiener: Wem und wie gelingt der Aufstieg? (IAB-Discussion Paper 14/2008), Nürnberg, 26 S.

    Abstract

    "Mit repräsentativen verbundenen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten der Bundesagentur für Arbeit wird untersucht, inwieweit Personen, die in den Jahren 1998/99 vollzeitbeschäftigte Geringverdiener mit weniger als zwei Dritteln des Medianlohns waren, in den folgenden Jahren den Aufstieg aus dem Niedriglohnsektor schafften und welche Faktoren hierbei eine Rolle spielten. Es zeigt sich, dass nur gut jeder Achte der ursprünglichen Geringverdiener im Jahr 2005 einen Lohn oberhalb der Geringverdienerschwelle erreichen konnte. Während jüngere und besser ausgebildete Geringverdiener eine deutlich höhere Aufstiegswahrscheinlichkeit aufweisen, schaffen Frauen seltener den Aufstieg. Auch die Größe und Beschäftigtenstruktur des Betriebes stehen in einem signifikanten Zusammenhang mit der Aufstiegswahrscheinlichkeit. Ein wichtiges Instrument für das Verlassen von Niedriglohntätigkeiten stellt der Wechsel des Betriebes dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The rise of poverty in Japan: The emergence of the working poor (2008)

    Sekine, Yuki;

    Zitatform

    Sekine, Yuki (2008): The rise of poverty in Japan: The emergence of the working poor. In: Japan labor review, Jg. 5, H. 4, S. 49-66.

    Abstract

    "The paper summarizes the causes of contemporary poverty and the state of measures to combat poverty from the perspective of law. In this paper, contemporary poverty is ascribed mainly to the increasing instability and loss of employment, the malfunctioning of the public assistance system, the homeless, single mother households, and deep levels of debt. Regarding public assistance, there is considerable regional variation in the assistance rate, and the opposing views of central and local government concerning the reasons for this are summarized. The employment insurance system, public assistance system, measures to assist the self-reliance of the homeless, and the minimum wage system are identified as serving to combat poverty, and the recent state of these institutions is summarized." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Low-wage work in Denmark (2008)

    Westergaard-Nielsen, Niels; Grunert, Klaus G.; Eskildsen, Jacob K.; Sorensen, Ole; Andersen, Anne-Mette Sonne; Eriksson, Tor ; Li, Jingkun; Buck, Nuka; Nielsen, Anna-Kristina Lokke; Esbjerg, Lars; Solow, Robert;

    Zitatform

    Westergaard-Nielsen, Niels (Hrsg.) (2008): Low-wage work in Denmark. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 311 S.

    Abstract

    "The Danish economy offers a dose of American labor market flexibility inside a European welfare state. The Danish government allows employers a relatively high level of freedom to dismiss workers, but also provides generous unemployment insurance. Widespread union coverage and an active system of collective bargaining help regulate working conditions in the absence of strong government regulation. Denmark's rate of low-wage work-8.5 percent-is the lowest of the five countries under analysis. In Low-Wage Work in Denmark, a team of Danish researchers combines comprehensive national registry data with detailed case studies of five industries to explore why low-end jobs are so different in Denmark. Some jobs that are low-paying in the United States, including hotel maids and meat processors, though still demanding, are much more highly compensated in Denmark. And Danes, unlike American workers, do not stay in low-wage jobs for long. Many go on to higher paying jobs, while a significant minority ends up relying temporarily on income support and benefits sustained by one of the highest tax rates in the world. Low-Wage Work in Denmark provides an insightful look at the particularities of the Danish labor market and the lessons it holds for both the United States and the rest of Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Content:
    Robert Solow: The Danish story (1-15);
    Niels Westergaard-Nielsen: Low-wage work in Denmark (16-31);
    Niels Westergaard-Nielsen: Statistical analysis and history of low-wage work in Denmark (32-103);
    Lars Esbjerg, Klaus G. Grunert: Feeling the gate or enjoying a breeze in the eye of the storm? the consequences of globalization for work and workers in the Danish food-processing Industry (104-139);
    Lars Esbjerg, Klaus G. Grunert, Nuka Buck, Anne-Mette Sonne Andersen: Working in Danish retailing - transitional workers going elsewhere, core employees going nowhere, and career-seekers striving to go somewhere (140-185);
    Tor Eriksson, Jingkun Li: Restructuring meets flexicurity - housekeeping work in Danish hotels (186-217);
    Jacob K. Eskildsen, Ann-Kristina Lokke Nielsen: The upgrading of the skills of nursing assistants and cleaning staff in the Danish public-sector hospitals (218-257);
    Ole Henning Sorensen: Pay and job quality in Danish call centers (258-299).

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  • Literaturhinweis

    Ist das Normalarbeitsverhältnis noch armutsvermeidend?: Erwerbstätigkeit in Zeiten deregulierter Arbeitsmärkte und des Umbaus sozialer Sicherungssysteme (2007)

    Andreß, Hans-Jürgen ; Seeck, Till;

    Zitatform

    Andreß, Hans-Jürgen & Till Seeck (2007): Ist das Normalarbeitsverhältnis noch armutsvermeidend? Erwerbstätigkeit in Zeiten deregulierter Arbeitsmärkte und des Umbaus sozialer Sicherungssysteme. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 59, H. 3, S. 459-492.

    Abstract

    "Anhand einer Längsschnittanalyse der Armutsquoten der erwerbstätigen Bevölkerung über einen Zeitraum von insgesamt 14 Jahren (1991 bis 2004) wird die Vermutung überprüft, dass der Abbau sozialer Sicherungsleistungen und die Deregulierung des Arbeitsmarktes das Armutsrisiko der Arbeitnehmer erhöht haben. Die Grundannahme ist dabei, dass neben individuellen Armutsrisiken (z.B. fehlende Ausbildungsabschlüsse) vor allem Veränderungen der Rahmenbedingungen (soziale Sicherungssysteme, Arbeitsmarkt, Haushaltsstrukturen) die Entwicklung der Armutsquote erklären. Mit Daten des Sozio-ökonomischen Panel wird gezeigt, dass veränderte Arbeitsmarktbedingungen sowie Steuern und Abgaben das Armutsrisiko erhöhen und dass zusätzliche Einkommensquellen (Staat, Familie) und abnehmende Einkommensbedarfe aufgrund zunehmend kleinerer Haushalte dieses Risiko nicht dämpfen. Im Ergebnis steigt im Untersuchungszeitraum die Armutsquote der unbefristeten Vollzeitbeschäftigten, insbesondere in Ostdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Armut in Deutschland: Bevölkerungsgruppen unterhalb der Alg II-Grenze (2007)

    Becker, Irene;

    Zitatform

    Becker, Irene (2007): Armut in Deutschland. Bevölkerungsgruppen unterhalb der Alg II-Grenze. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 04), Berlin, 50 S.

    Abstract

    "Ziel der Studie ist die Ermittlung von Größe und Struktur der Bevölkerung in Deutschland mit Einkommen unterhalb des soziokulturellen Existenzminimums. Dieses Minimum ergibt sich aus den Vorschriften des SGB II bzw. SGB XII zur Bemessung des mit Alg II und Sozialgeld bzw. mit Hilfe zum Lebensunterhalt zu sichernden Bedarfs; es kennzeichnet damit eine Armutsgrenze 'nach gesetzlicher Lesart'. Zur Erfassung des Einkommenssegments unter der Alg II-Grenze wird ein Mikrosimulationsmodell entwickelt und mit den Daten des Sozio-ökonomischen Panels von 2004 gerechnet Mit dem Simulationsmodell werden zunächst Bedarfsgemeinschaften innerhalb der Haushalte nach den Vorschriften des SGB II approximativ abgegrenzt, für die dann der Bedarf ermittelt und dem jeweiligen Einkommen gegenübergestellt wird. Zudem wird zumindest näherungsweise überprüft, inwieweit die Vermögensverhältnisse der einkommensarmen Haushalte einem Unterstützungsanspruch entgegen stehen. Übersteigt der errechnete Bedarf das zu berücksichtigende Einkommen und bleibt das Vermögen hinter den Freibeträgen zurück, gilt die Bedarfsgemeinschaft als potenziell anspruchsberechtigt. Insgesamt erweisen sich etwa 10 Mio. Personen der SGB II-Zielgruppe (ohne Alte und Erwerbsunfähige) als bedürftig: Daraus ergibt sich eine Bedürftigkeitsquote von etwa 16%, die freilich regional stark differiert: in den neuen Ländern liegt sie bei 23%, in den alten Ländern bei lediglich 15%. Zudem zeigt sich, - dass nur etwa 7% der Personen in Vollerwerbs-Bedarfsgemeinschaften bedürftig sind, diese Gruppe aber dennoch 3 Mio. Personen umfasst; - dass zwei Drittel der Personen in Arbeitslosen-Bedarfsgemeinschaften anspruchsberechtigt sind, das sind knapp 3,3 Mio. Personen; - und dass etwa 3,4 Mio. bzw. mehr als ein Fünftel der Kinder und Schüler(innen) bedürftig sind. Aus einer Gegenüberstellung der Simulationsergebnisse mit Daten der Bundesagentur für Arbeit über die tatsächlichen Grundsicherungsempfänger(innen) ist schließlich zu folgern, dass die amtlichen Zahlen die Größe und Struktur des Niedrigeinkommensbereichs nur teilweise spiegeln und nicht als Indiz für ungerechtfertigte Leistungsinanspruchnahme zu werten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Arbeiten für wenig Geld: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (2007)

    Bosch, Gerhard; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (Hrsg.) (2007): Arbeiten für wenig Geld. Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Frankfurt am Main u.a.: Campus-Verl., 319 S.

    Abstract

    "Seit Mitte der 1990er Jahre steigt die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland sprunghaft an. Was sind die Triebkräfte dieser Entwicklung? Welche Arbeitsplätze sind besonders betroffen? Anhand der Beispiele Call Center, Einzelhandel, Ernährungsindustrie, Hotel und Krankenhaus verleihen die Autoren des Bandes der Niedriglohnarbeit in Deutschland ein Gesicht und zeigen, wo politischer Handlungsbedarf besteht, etwa die Einführung von Mindestlöhnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Armut von Personen im Erwerbsalter: Armutsquote und Working-Poor-Quote der 20- bis 59-jährigen Bevölkerung in der Schweiz zwischen 2000 und 2005 (2007)

    Crettaz, Eric ;

    Zitatform

    Crettaz, Eric (2007): Armut von Personen im Erwerbsalter. Armutsquote und Working-Poor-Quote der 20- bis 59-jährigen Bevölkerung in der Schweiz zwischen 2000 und 2005. (BFS Aktuell), Neuchatel, 8 S.

    Abstract

    Die Studie gibt einen Überblick über Armut in der Schweiz, wobei generell berücksichtigt werden muss, dass die Definition einer Armutsgrenze in reichen Ländern ein sehr komplexes Unterfangen ist. Wenn man in der Schweiz von Armut spricht, dann handelt es sich dabei um jene Bevölkerungsgruppen, deren Einkommen lediglich ausreicht, um sich zu ernähren, zu kleiden, zu wohnen und zu pflegen. Es ist aber zu tief, um darüber hinausgehende Ausgaben für die Teilnahme am Sozialleben tätigen zu können. Ein Teil der Personen, die unter einer definierten Armutsgrenze leben, bezeichnet man als Working Poor, d.h. Personen, die mindestens eine Stunde pro Woche gegen Bezahlung arbeiten und in einem arbeitsmarktnahen Haushalt mit einem Erwerbsumfang von mindestens einer Vollzeitstelle leben. Zur Berechnung der Armutsgrenze bedarf es eines Referenzwertes. In der Schweiz wird dieser Wert aus den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) abgeleitet. Dieser statistische Wert ermöglicht es das Ausmaß der Armut zu messen, die Risikogruppen zu identifizieren und die Armutsentwicklung zu beschreiben. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass jede elfte Person im Erwerbsalter von Armut betroffen und jede 25. Erwerbsperson ein Working Poor ist. Der Umstand, Arbeit zu haben, senkt das Risiko, ein Einkommen unter der Armutsgrenze zu erzielen. Seit Beginn der 2000er-Jahre hat sich die Armut verringert. Bestimmte soziodemographische Gruppen sind stärker von Armut und vom Phänomen der Working Poor betroffen: Haushalte von Alleinerziehenden und kinderreiche Familien, jüngere Eltern im Allgemeinen, ausländische Staatsangehörige. Einen starken Einfluss haben auch sozioprofessionelle Faktoren: unqualifizierte Arbeitnehmende, Personen mit Unterbrechungen ihrer Erwerbsbiografie, Erwerbstätige mit nicht dauerhaften Arbeitsverträgen, Selbständige - insbesondere alleine tätige Selbständige - sind weit überdurchschnittlich häufig Working Poor. (IAB)

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    Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt (2007)

    Gazareth, Pascale; Suter, Simone; Kronauer, Martin; Gazareth, Pascale; Kraemer, Klaus ; Hettlage, Raphaela; Juhasz, Anne; Iglesias, Katia; Nollert, Michael ; Juhasz, Anne; Böhringer, Peter; Paugam, Serge; Wyss, Malika; Pelizzari, Alessandro; Magning, Chantal; Pernicka, Susanne; Contzen, Sandra; Schnapper, Dominique; Adam, Georg; Schultheis, Franz; Magning, Chantal; Suter, Christian ;

    Zitatform

    Gazareth, Pascale, Anne Juhasz & Chantal Magning (Hrsg.) (2007): Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt. (Theorie und Methode. Sozialwissenschaften), Konstanz: UVK Verlagsges., 200 S.

    Abstract

    "Die Schlagworte 'Aktivierung' und 'Eigeninitiative' vermitteln den Eindruck, als wäre die Integration in den Arbeitsmarkt der Königsweg gegen gesellschaftlichen Ausschluss. Inwiefern in der Arbeitswelt selbst Ausschlussprozesse wirksam sind, veranschaulichen die hier versammelten Beiträge aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Auf der Grundlage empirischer Untersuchungen gehen die Autoren den Integrations- und Ausgrenzungsprozessen in der Arbeitswelt nach, verdeutlichen ihre paradoxe Gleichzeitigkeit und zeigen, dass die neue soziale Ungleichheit auf ausbleibende Anerkennung und Integration durch Erwerbsarbeit zurückgeht." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Eine Bestandsaufnahme: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (2007)

    Grün, Carola; Rhein, Thomas;

    Zitatform

    Grün, Carola & Thomas Rhein (2007): Eine Bestandsaufnahme: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. In: IAB-Forum H. 1, S. 8-12.

    Abstract

    Nach nationalen und internationalen Analysen gilt ein Lohn als Niedriglohn, der weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns (Medianlohns) aller Beschäftigten beträgt. Maßgebend für die Einordnung ist der effektiv gezahlte Brutto-Lohn, nicht der Tariflohn. Auf dieser Basis unternimmt der Beitrag eine Bestandsaufnahme des Niedriglohnsektors in der Bundesrepublik Deutschland und analysiert darüber hinaus unter dem Stichwort 'Niedriglohnarmut' die Lebenssituation der Betroffenen. Demnach liegt der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten an allen Vollzeitbeschäftigten im Jahre 2005 bei gut 18 Prozent. Die am stärksten betroffenen Personenkreise sind: Frauen, in Ostdeutschland Beschäftigte, Jugendliche bzw. junge Erwachsene, Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, Beschäftigte in Kleinbetrieben sowie Personen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit. Niedriglohnjobs konzentrieren sich auf bestimmte Branchen und Berufe mit Schwerpunkt im Dienstleistungssektor (Hotel- und Gaststättengewerbe, Einzelhandel, personenbezogene Dienstleistungen). Obwohl niedriger Lohn 'nicht zwangsläufig auch Armut bedeutet', müsste zur Vermeidung eines erhöhten Armutsrisikos der Niedriglohnbereich zu einer echten Brücke in den ersten Arbeitsmarkt werden. Ein Vergleich mit Großbritannien zeigt, dass die Niedriglohnbeschäftigung sowohl was die Größe des Niedriglohnsektors als auch was die Verteilung der Löhne unterhalb der Niedriglohnschwelle angeht, in beiden Ländern nahezu das gleiche Niveau erreicht hat. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Armut von Erwerbstätigen in europäischen Wohlfahrtsstaaten: Niedriglöhne, staatliche Transfers und die Rolle der Familie (2007)

    Lohmann, Henning;

    Zitatform

    Lohmann, Henning (2007): Armut von Erwerbstätigen in europäischen Wohlfahrtsstaaten. Niedriglöhne, staatliche Transfers und die Rolle der Familie. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 276 S.

    Abstract

    "Im Zuge der wohlfahrtstaatlichen Reformen der letzten Jahre ist Armut von Erwerbstätigen auch in Europa zu einem Problem geworden. Allerdings bestehen deutliche Länderunterschiede im Ausmaß und in der Struktur der Armut von Erwerbstätigen. Der Autor argumentiert, dass dies eine Folge der unterschiedlichen Ausgestaltung institutioneller Rahmenbedingungen (soziales Sicherungssystem, Lohnverhandlungssystem, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie) ist. Weiter wird gefragt, welche Konsequenzen die gegenwärtigen Reformen für die Entwicklung der Armut von Erwerbstätigen haben. In empirischen Analysen wird die Entwicklung in 15 europäischen Ländern im Zeitraum von 1994 bis 2004 betrachtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wenn Arbeit arm macht: der Niedriglohnsektor als Boombranche (2007)

    Manske, Alexandra; Heil, Vanessa;

    Zitatform

    Manske, Alexandra & Vanessa Heil (2007): Wenn Arbeit arm macht. Der Niedriglohnsektor als Boombranche. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 52, H. 8, S. 995-1002.

    Abstract

    Der Beitrag setzt sich kritisch mit der Entwicklung des Niedriglohnsektors auseinander, der seit Mitte der 1990er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland ständig wächst. Ein Indiz für diese Entwicklung sehen die Autorinnen in der Ausweitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse als arbeitsmarktpolitisches Instrument im Zuge der Hartz-Gesetzgebung (Motto: 'Sozial ist, was Arbeit schafft'). Eigentliche Ursache für das gezielt betriebene Wachstum des Niedriglohnsektors ist nach ihrer Auffassung der Rückzug des Staates aus seiner sozialen Verantwortung, die sich in einem Abbau des Sozialstaats manifestiert. Diese Politik führt zu einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft. Der Beitrag zeichnet nach, wie sich der Niedriglohnsektor in den letzten Jahren entwickelt hat und wie sich die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung seit dem Jahr 2003 ausgewirkt hat. Die konkrete Darstellung der 'Situation ganz unten auf dem Arbeitsmarkt' zeigt, dass sich zunehmend eine Schicht der 'Working Poor' herausbildet, die nur mit mehreren Jobs 'irgendwie' über die Runden kommt. Die Autorinnen kommen zu dem Schluss, dass die Tarifpolitik sich nicht zu einer 'Eindämmung der Niedriglohnschwemme' eignet und plädieren für einen Mindestlohn 'als letzter Ausweg', um die 'verheerende Abwärtsspirale in der Lohnentwicklung' zu stoppen, wobei sich die Höhe des Mindestlohns an der Entwicklung des allgemeinen gesellschaftlichen Wohlstandsniveaus orientieren soll. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Biographies of exclusion: poor work and poor transitions (2007)

    Schildrick, Tracy; MacDonald, Robert ;

    Zitatform

    Schildrick, Tracy & Robert MacDonald (2007): Biographies of exclusion: poor work and poor transitions. In: International Journal of Lifelong Education, Jg. 26, H. 5, S. 589-604. DOI:10.1080/02601370701559672

    Abstract

    "The usefulness of the concept of transition has been hotly contested in Anglophone youth studies over the past decade. A variety of criticisms have been ranged against it, including that it: presumes the continuing predominance of linear, obvious, mainstream pathways to adulthood; excludes wider youth questions in focusing narrowly on educational and employment encounters; prioritises normative and policy-focused assumptions and de-prioritises the actual lived experiences of young people; and is no longer a tenable concept, given the extension of youth phase and the blurring of it and 'adulthood' as distinct life-phases. Drawing upon qualitative, longitudinal studies with 'socially excluded' young adults, this paper contends with these arguments. The research participants were 186 'hard to reach' young women and men who were growing up in some of England's poorest neighbourhoods, some of whom were followed into their mid to late twenties. The studies confirmed many of the specific criticisms lodged against the idea of transition. Interviewees' lives post-school were marked by unpredictability, flux and insecurity. Engagement with post-16 education and training courses was common, despite wide-spread disaffection from school pre-16. Typically, these later learning encounters were short-lived, negatively assessed and un-related to labour market fortunes. Economic marginality and recurrent unemployment were uniform experiences. 'Hyper-conventional', class cultural orientations to employment drove post-school transitions, even when these motivations resulted only in low paid, low skill, insecure 'poor work'. In conclusion, we re-affirm the value of a broad and long view of youth transitions, situated in a panorama of socio-economic change. We argue that this sort of conceptualisation of transition is crucial to understanding the twists and turns of individual biographies and the coming together of these in socially structured patterns of inclusion, exclusion and inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Ausgegrenzt und abgefunden? Innenansichten der Armut: eine empirische Studie (2007)

    Schulz, Claudia;

    Zitatform

    Schulz, Claudia (2007): Ausgegrenzt und abgefunden? Innenansichten der Armut. Eine empirische Studie. (Protestantische Impulse für Gesellschaft und Kirche 06), Münster u.a.: LIT, 190 S.

    Abstract

    Für die Studie der evangelischen Kirche über Armut in Deutschland wurden zwischen Dezember 2006 und April 2007 neun Gruppendiskussionen mit Menschen, die auf der Elbinsel Wilhelmsburg, einem sozialen Brennpunkt in Hamburg, leben, geführt. Junge und alte Menschen, Langzeitarbeitslose, Hartz IV-Empfänger, Ein-Euro-Jobber und Menschen, die vom Lohn ihrer Arbeit nicht leben können: Sie sprachen über ihre Ängste und Hoffnungen und darüber, wie sie ihre Situation selbst erleben. Die subjektive Sicht der Menschen nimmt die Studie zum Ausgangspunkt für die Frage nach den Konsequenzen für Kirche und Gesellschaft. Die Studie ist Teil des Projekts 'Teilhabe von unten', einem Gemeinschaftsprojekt der evangelischen Kirche. Sie ist damit auch Teil einer innerkirchlichen Diskussion über Armut, die sich 2006 in der EKD-Denkschrift 'Gerechte Teilhabe. Befähigung zu Eigenverantwortung und Solidarität' niederschlug. Die Gespräche, die im Rahmen der Studie geführt wurden, bestätigen eine zentrale These der EKD-Denkschrift: Jenseits der statistisch messbaren Zahlen besteht das tiefere Problem der Armut in Ausgrenzung und mangelnden Chancen zur Teilhabe an der Gesellschaft. Eine ganze Bevölkerungsgruppe sei quasi unsichtbar; das mache das Phänomen Armut zu einem Problem der Gesamtgesellschaft. Da sich laut Studie viele Arme nicht selbst aus dem Kreislauf der Ausgrenzung befreien können, müsse wirksame Hilfe von außen kommen. Sie müsse vor allem zupackend sein und 'die Routinen der Armen aufbrechend, ihnen Erfolgserlebnisse verschaffend auf dem Weg, ihre eigenen Möglichkeiten wieder zu entdecken und zu nutzen'. (IAB)

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    Arbeit und Armut: die deutsche Unterschichtdebatte im Lichte aktivierender Sozialstaatlichkeit (2007)

    Trube, Achim; Wohlfahrt, Norbert;

    Zitatform

    Trube, Achim & Norbert Wohlfahrt (2007): Arbeit und Armut. Die deutsche Unterschichtdebatte im Lichte aktivierender Sozialstaatlichkeit. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 61, H. 5/6, S. 50-58.

    Abstract

    "Schon nach wenigen Jahren aktivierender Sozialstaatlichkeit lassen sich deren Konsequenzen besichtigen: Die Konditionen der Erwerbsarbeit werden zunehmend als ein Mittel der internationalen Standortkonkurrenz gehandhabt und infolgedessen nehmen Beschäftigungsverhältnisse, die eine einigermaßen stabile Existenzsicherung gewährleisten, in raschem Umfang ab. Gleichzeitig sorgt eine veränderte sozialstaatliche Programmatik dafür, dass diejenigen, die als nicht mehr rentabel genug 'freigesetzt' wurden, möglichst rasch mit entsprechendem Nachdruck in Arbeitsformen gebracht werden, die - so die Kriterien der nationalen und internationalen Statistik - zwangsläufig mit Armut verbunden sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Living wages around the world: a new methodology and internationally comparable estimates (2006)

    Anker, Richard;

    Zitatform

    Anker, Richard (2006): Living wages around the world. A new methodology and internationally comparable estimates. In: International Labour Review, Jg. 145, H. 4, S. 310-338.

    Abstract

    "The World Bank's widely used poverty lines of US Dollar 1 and 2 per day, the author argues, do not adequately capture what it means to be poor in different countries. The new methodology he proposes is designed to remedy this shortcoming while ensuring international comparability of national poverty lines: the price of non-food necessities is added to that of a low-cost, nutritious diet suited to each country's national preferences and in proportions appropriate to its developmental level. Applying this methodology to a sample of 12 countries, the author shows that poverty occurs in all countries - at much higher levels than the World Bank currently estimates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Working and poor: how economic and policy changes are affecting low-wage workers (2006)

    Blank, Rebecca M.; Hasset, Kevin A.; Fairlie, Robert W. ; French, Eric ; Haider, Steven J.; Taber, Christopher; Levy, Helen ; Hall, Robert E. ; Danziger, Sheldon H.; Autor, David; Stephens, Melvin Jr.; Levine, Phillip B. ; Shierholz, Heidi; Card, David ; Moore, Anne; DiNardo, John; Meyer, Daniel R. ; Schoeni, Robert F. ; Merriman, David F.; Cancian, Maria ; McGuire, Therese J.; Houseman, Susan; Mazumder, Bhashkar ; Charles, Kerwin Kofi; MaGarry, Kathleen; Borjas, George J. ; London, Rebecca A.;

    Zitatform

    Blank, Rebecca M., Sheldon H. Danziger & Robert F. Schoeni (Hrsg.) (2006): Working and poor. How economic and policy changes are affecting low-wage workers. New York: Russell Sage Foundation, 436 S.

    Abstract

    "Over the last three decades, large-scale economic developments, such as technological change, the decline in unionization, and changing skill requirements, have exacted their biggest toll on low-wage workers. These workers often possess few marketable skills and few resources with which to support themselves during periods of economic transition. The book examines every facet of the economic well-being of less-skilled workers, from employment and earnings opportunities to consumption behavior and social assistance policies. Rebecca Blank and Heidi Schierholz document the different trends in work and wages among less-skilled women and men. Between 1979 and 2003, labor force participation rose rapidly for these women, along with more modest increases in wages, while among the men both employment and wages fell. David Card and John DiNardo review the evidence on how technological changes have affected less-skilled workers and conclude that the effect has been smaller than many observers claim. Philip Levine examines the effectiveness of the Unemployment Insurance program during recessions. He finds that the program's eligibility rules, which deny benefits to workers who have not met minimum earnings requirements, exclude the very people who require help most and should be adjusted to provide for those with the highest need. On the other hand, Therese J. McGuire and David F. Merriman show that government help remains a valuable source of support during economic downturns. They find that during the most recent recession in 2001, when state budgets were stretched thin, legislatures resisted political pressure to cut spending for the poor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Armut in Bremen: Hilfebedürftig trotz Arbeit (2006)

    Bury, Carola; Schröder, Paul M.; Gieffers, Susanne; Pusch, Volker;

    Zitatform

    Bury, Carola, Susanne Gieffers, Volker Pusch & Paul M. Schröder (2006): Armut in Bremen: Hilfebedürftig trotz Arbeit. Bremen, 105 S.

    Abstract

    "Die Armutsentwicklung in Bremen und Bremerhaven ist weiterhin besorgniserregend. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind hier besonders hoch. Lohndumping und Niedrigstlöhne nehmen zu, während sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse abgebaut werden. Auch 'sicher Beschäftigte' spüren dadurch immer häufiger den Druck, auf Rechte zu verzichten und Abstriche hinzunehmen. Oft haben sie mehr als ein Einkommen - und trotzdem kein Auskommen. Etliche arbeiten Vollzeit und fallen dennoch unter die Armutsgrenze. Auch Leiharbeiter und Menschen mit Mini-Jobs sind von dieser gefährlichen Entwicklung betroffen. Die Bruttoarbeitsentgelte sind so niedrig, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hilfebedürftig sind und Anspruch auf das Arbeitslosengeld II haben - ohne arbeitslos zu sein. Seit fünf Jahren veröffentlicht die Arbeitnehmerkammer Bremen den Armutsbericht für das Land Bremen. Die Arbeitnehmerkammer will mit der Berichterstattung das Armutsthema auf die politische Tagesordnung setzen und mit ihrem aktuellen Schwerpunkt 'Hilfebedürftig trotz Arbeit' die Diskussion um zunehmende Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen anstoßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Prekäre Einkommenslagen in Deutschland: ein Ost-West-Vergleich 1996-2002 (2006)

    Buscher, Herbert S.; Parys, Juliane;

    Zitatform

    Buscher, Herbert S. & Juliane Parys (2006): Prekäre Einkommenslagen in Deutschland. Ein Ost-West-Vergleich 1996-2002. In: Allgemeines Statistisches Archiv, Jg. 90, H. 4, S. 595-615. DOI:10.1007/s10182-006-0005-y

    Abstract

    "Der Beitrag untersucht die Verteilung der äquivalenzgewichteten Nettoeinkommen von Haushalten und Lebensgemeinschaften in West- und Ostdeutschland für die Zeit von 1996 bis 2002 auf der Grundlage der Daten des Mikrozensus. Die Untersuchung gliedert sich in einen deskriptiven Teil, der eindimensionale Maße zur Einkommensverteilung und zur Messung der Ungleichheit diskutiert, und in einen zweiten Teil, in dem auf der Basis eines Logit-Modells Determinenten bestimmt werden, die für prekäre Lebens- und Einkommenslagen ursächlich sein können. Ein besonderes Gewicht wird hierbei auf unterschiedliche Lebensformen und die Anzahl der Kinder gelegt. Die Ergebnisse zeigen ein deutlich höheres Armutsrisiko für Lebensgemeinschaften/Familien mit Kindern im Vergleich zu kinderlosen Paaren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    When working is not enough to escape poverty: an analysis of Canada's working poor (2006)

    Fleury, Dominique; Fortin, Myriam;

    Zitatform

    Fleury, Dominique & Myriam Fortin (2006): When working is not enough to escape poverty. An analysis of Canada's working poor. (Canada, Department of Human Resources and Social Development. Working paper), Ottawa, 174 S.

    Abstract

    "There is a tacit agreement among Canadians that individuals who work hard should be able to provide a decent living for themselves and their families. However, for many Canadians, having a worker in the family is not a ticket out of poverty. This situation is not new in Canada. In the 1960s, research showed that a significant proportion of low-income families included at least one worker. While the United States has been monitoring the working poor for almost 15 years and European countries started to do so lately, relatively little is known about this group in Canada. There is no generally accepted definition of working poverty and the few researchers that have looked into this issue have provided descriptive profiles of working poor Canadians using various definitions.
    This study first discusses the pros and cons of the various definitions that have been used to investigate the phenomenon of working poverty in Canada, and argues for the use of a new definition. In this study, working poor individuals are defined as individuals aged 18 to 64 who have worked for pay a minimum of 910 hours in the reference year, who are not full-time students, and have a low family income according to the Market Basket Measure of low income. The study then uses data from Statistics Canada's Survey of Labour and Income Dynamics to identify working poor Canadians and to shed light on many questions that relate to this population. In addition to providing a detailed descriptive profile of working poor Canadians, the study identifies the main determinants of low income for workers, and looks at the dynamics of work and low income for the working poor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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