Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung
Wer einen Ausbildungsplatz sucht, braucht einen möglichst guten Schulabschluss. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist wiederum ein entscheidender Faktor für die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Viele Jugendliche scheitern jedoch an den beiden Hürden Schulabschluss und Ausbildungsplatzsuche. Neben leistungsschwächeren Jugendlichen sind vor allem sozial Benachteiligte betroffen. Dieses Themendossier präsentiert mit Hinweisen auf Forschungsprojekte sowie weiteren relevanten Internetquellen wissenschaftliche Befunde und Diskussionen zur Übergangsproblematik an der 1. und 2. Schwelle sowie politischen Förderstrategien zur Verbesserung der Einmündung in Ausbildung und Beschäftigung.
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Themendossier Schul- und Ausbildungsabbruch.
Themendossier Ausbildungsstellenmarkt.
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Literaturhinweis
Schwieriger Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt: IAB-Kurzbericht zu Jugendlichen aus Förderschulen (2022)
Zitatform
Menze, Laura, Malte Sandner, Silke Anger, Reinhard Pollak & Heike Solga (2022): Schwieriger Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt. IAB-Kurzbericht zu Jugendlichen aus Förderschulen. In: Sozialrecht + Praxis, Jg. 32, H. 2, S. 71-87., 2022-02-01.
Abstract
"In Deutschland wird ein vergleichsweise hoher Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an separaten Förderschulen unterrichtet. Dort erreichen die jungen Menschen häufig keinen Schulabschluss und gehören damit zu einer am Arbeitsmarkt vulnerablen Gruppe. Deshalb untersuchen wir im Folgenden, ob und wie diesen Jugendlichen der Zugang in Ausbildung und zum Arbeitsmarkt gelingt. Im Vergleich zu Jugendlichen von Regelschulen finden sie seltener Zugang zu einer Ausbildung und erwerben bis zum Alter von 20 Jahren weniger häufig einen Ausbildungsabschluss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
siehe ausführliche Version: IAB-Kurzbericht 22/2021 -
Literaturhinweis
Supply Shocks in the Market for Apprenticeship Training (2022)
Zitatform
Muehlemann, Samuel, Hans Dietrich, Gerard Pfann & Harald Pfeifer (2022): Supply Shocks in the Market for Apprenticeship Training. In: Economics of Education Review, Jg. 86, 2021-11-01. DOI:10.1016/j.econedurev.2021.102197
Abstract
"We present a model with heterogeneous inputs and constant elasticity of substitution to examine the possible effects of a supply shock in the market for apprenticeship training. The model’s predictions are tested using data from a German high school reform that led to a one-time increase in the supply of highly educated apprentices. A difference-in-differences estimation strategy exploits regional variation in the timing of implementation, and an instrumental variable approach identifies the supply shock effects. We find that apprenticeship contracts among individuals with a high school degree increased by 7%, while apprentice wages were unaffected by the supply shock. Moreover, we find no evidence of substitution effects, as the number of training contracts among individuals with a lower-level school degree did not decrease. Our model predicts that such effects may occur when wages are sticky for apprentices with a high level of education relative to their productivity, which signals inefficiencies in the market for apprenticeship training." (Author's abstract, © 2021 The Authors. Published by Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Health, Personality Disorders, Work Commitment, and Training-to-Employment Transitions (2022)
Zitatform
Patzina, Alexander, Hans Dietrich & Anton Barabasch (2022): Health, Personality Disorders, Work Commitment, and Training-to-Employment Transitions. In: Social Inclusion, Jg. 10, H. 2, S. 369-382., 2022-04-05. DOI:10.17645/si.v10i2.5103
Abstract
"Die vorliegende Studie analysiert den Zusammenhang zwischen mentaler und physischer Gesundheit, Coping-Fähigkeiten, Kooperationsfähigkeit und Work Commitment und dem Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt. Dafür analysieren wir zunächst den Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung innerhalb der ersten sechs Monate nach Ausbildungsabschluss. Zudem betrachten wir den lückenlosen Übergang von Ausbildung in Beschäftigung sowie die Qualität der ersten Beschäftigung. Dafür greifen wir auf einen Datensatz zurück, der Survey- und Registerdaten kombiniert, und Informationen über 1,061 Auszubildende in Deutschland enthält. Die erstmalige Befragung fand im letzten Jahr der Ausbildung statt und umfasst Angaben zur Bildung, Gesundheit, Persönlichkeitsstörungen und Arbeitseinstellungen. Die Registerdaten liefern Informationen über die Ausbildungsumgebung und Beschäftigungsmerkmale. Die Ergebnisse linearer Wahrscheinlichkeitsmodelle zeigen, dass einzig die physische Gesundheit mit Übergängen in eine erste Beschäftigung innerhalb von sechs Monaten nach Beendigung der Ausbildung korreliert. Hinsichtlich lückenloser Übergänge ist ebenfalls die mentale Gesundheit von Bedeutung. Für den Übergang in eine qualitativ hochwertige erste Tätigkeit werden der allgemeine Gesundheitszustand, Coping-Fähigkeiten sowie Work Commitment als signifikante Faktoren identifiziert. Unter Kontrolle individueller und arbeitgeberspezifischer Eigenschaften werden diese Zusammenhänge jedoch schwächer und statistisch insignifikant. Dieser Befund verweist auf die vermittelnde Rolle von Individual- sowie Betriebsmerkmalen. Somit scheinen die betrachteten Konstrukte insbesondere den Zugang zu hochwertigen Ausbildungsfirmen und -berufen zu beeinflussen. Darüber hinaus finden wir, dass der Effekt des allgemeinen Gesundheitszustands für Individuen mit höherer Bildung (d.h. mit Realschul- oder Gymnasialabschluss) beim lückenlosen Übergang in den Arbeitsmarkt am ausgeprägtesten ist. Für Personen mit Hauptschulabschluss beträgt dieser hingegen fast null. Insgesamt verweisen die empirischen Befunde auf einen kumulativen Nachteil für Personen mit Hauptschulabschluss im Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Health, Personality Disorders, Work Commitment and Training to Employment Transitions (2022)
Zitatform
Patzina, Alexander, Hans Dietrich & Anton Barabasch (2022): Health, Personality Disorders, Work Commitment and Training to Employment Transitions. (IAB-Discussion Paper 02/2022), Nürnberg, 37 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2202
Abstract
"Die vorliegende Studie analysiert den Zusammenhang zwischen mentaler und physischer Gesundheit, Coping-Fähigkeiten, Kooperationsfähigkeit und Work Commitment und dem Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt. Dafür analysieren wir zunächst den Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung innerhalb der ersten sechs Monate nach Ausbildungsabschluss. Zudem betrachten wir den lückenlosen Übergang von Ausbildung in Beschäftigung sowie die Qualität der ersten Beschäftigung. Dafür greifen wir auf einen Datensatz zurück, der Survey- und Registerdaten kombiniert, und Informationen über 1,061 Auszubildende in Deutschland enthält. Die erstmalige Befragung fand im letzten Jahr der Ausbildung statt und umfasst Angaben zur Bildung, Gesundheit, Persönlichkeitsstörungen und Arbeitseinstellungen. Die Registerdaten liefern Informationen über die Ausbildungsumgebung und Beschäftigungsmerkmale. Die Ergebnisse linearer Wahrscheinlichkeitsmodelle zeigen, dass einzig die physische Gesundheit mit Übergängen in eine erste Beschäftigung innerhalb von sechs Monaten nach Beendigung der Ausbildung korreliert. Hinsichtlich lückenloser Übergänge ist ebenfalls die mentale Gesundheit von Bedeutung. Für den Übergang in eine qualitativ hochwertige erste Tätigkeit werden der allgemeine Gesundheitszustand, Coping-Fähigkeiten sowie Work Commitment als signifikante Faktoren identifiziert. Unter Kontrolle individueller und arbeitgeberspezifischer Eigenschaften werden diese Zusammenhänge jedoch schwächer und statistisch insignifikant. Dieser Befund verweist auf die vermittelnde Rolle von Individual- sowie Betriebsmerkmalen. Somit scheinen die betrachteten Konstrukte insbesondere den Zugang zu hochwertigen Ausbildungsfirmen und -berufen zu beeinflussen. Darüber hinaus finden wir, dass der Effekt des allgemeinen Gesundheitszustands für Individuen mit höherer Bildung (d.h. mit Realschul- oder Gymnasialabschluss) beim lückenlosen Übergang in den Arbeitsmarkt am ausgeprägtesten ist. Für Personen mit Hauptschulabschluss beträgt dieser hingegen fast null. Insgesamt verweisen die empirischen Befunde auf einen kumulativen Nachteil für Personen mit Hauptschulabschluss im Übergang von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Typical school-to-work transitions of young adults with disabilities in Germany - a cohort study of recipients of vocational rehabilitation services after leaving school in 2008 (2022)
Zitatform
Reims, Nancy & Brigitte Schels (2022): Typical school-to-work transitions of young adults with disabilities in Germany - a cohort study of recipients of vocational rehabilitation services after leaving school in 2008. In: Disability and Rehabilitation, Jg. 44, H. 20, S. 5834-5846., 2021-06-20. DOI:10.1080/09638288.2021.1948115
Abstract
"Purpose: In Germany, vocational rehabilitation (VR) for young people with disabilities (YPWD) aims to counteract disadvantages on the training and labour markets. However, the school-to-work transitions (STWT) among YPWD are underexplored. This study investigates to what extent and for whom VR provides an institutional bridge into employment.
Materials and methods: Based on representative administrative data of the German Federal Employment Agency, young people in VR are observed for 6.5 years after completing lower or intermediate secondary education in 2008. Using optimal matching and cluster analysis, six typical STWT trajectories are identified.
Results: Most of the YPWD completed company-external vocational training, some undertook regular in-firm training. These forms of training often lead to regular employment, albeit with a delay for some. Other young people are guided from training in sheltered workshops into sheltered employment. Another group exhibits problematic STWTs in which recurring unemployment and (non-training) programmes fail to lead to training or employment.
Conclusions: VR combined with in-firm or company-external vocational training can facilitate the STWTs of people with disabilities. However, individuals from poor families are less likely to benefit from VR. Similarly, restricted capabilities and problematic STWTs are observed when young people drop out of VR due to poor cooperation. Implications for rehabilitation:
• Vocational training often is a prerequisite for labour market entry; however, if the structural conditions on the local labour market are unfavourable, young people with disabilities do not take up employment.
• Training within sheltered workshops often leads to highly institutionalised trajectories that should be reconsidered to permit greater permeability into the regular labour market.
• As young people with problematic STWT more often come from poor households, they should be targeted to a greater extent in the context of VR counselling." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Evaluation der Teilnehmendenentwicklung in Berufsbildungswerken (2022)
Röhm, Alexander; Schulz, Stefanie; Gollasch, Saskia; Lueg, Marie-Christin; Ronge, Mechthild; Hastall, Matthias R. ;Zitatform
Röhm, Alexander, Stefanie Schulz, Marie-Christin Lueg, Saskia Gollasch, Mechthild Ronge & Matthias R. Hastall (2022): Evaluation der Teilnehmendenentwicklung in Berufsbildungswerken. In: Die Berufliche Rehabilitation, Jg. 36, H. 1, S. 30-47.
Abstract
"Die Einmündung in eine berufliche Ausbildung dient der Weichenstellung für eine erfolgreiche berufliche Zukunft sowie der damit verbundenen gesellschaftlichen Teilhabe. Ein reibungsloser Übergang von Schule in Ausbildung gelingt einem Teil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen; für die anderen ist der Einstieg mit Schwierigkeiten und Hindernissen verbunden. Die Berufsbildungswerke bieten ein individuelles komplexes Setting, das zusätzlich zur Vermittlung berufsfachlicher Kompetenzen und der Qualifizierung durch ein breites Angebot von Ausbildungsberufen, mittels psychosozialer und persönlichkeitsfördernden Maßnahmen verstärkt wird. Im vorliegenden Beitrag wird untersucht und diskutiert, wie die Entwicklung der Jugendlichen mit Behinderung in den BBW-Maßnahmen kontinuierlich über den gesamten Zeitraum anhand ICF-basierter sowie ressourcenorientierter Maße evaluiert werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Lambertus-Verlag)
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Literaturhinweis
Compromises between Occupational Aspirations and VET Occupations - a Contribution to the Reproduction of Social Inequalities? (2022)
Zitatform
Schels, Brigitte, Corinna Kleinert, Melanie Fischer-Browne & Lea Ahrens (2022): Compromises between Occupational Aspirations and VET Occupations - a Contribution to the Reproduction of Social Inequalities? In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 51, H. 2, S. 154-173., 2022-05-11. DOI:10.1515/zfsoz-2022-0011
Abstract
"Viele Schulabgänger_innen können ihre Berufsaspiration beim Eintritt in Berufsausbildung nicht erfüllen und gehen Kompromisse ein. Die Studie untersucht, wie Kompromisse zwischen realistischer Berufsaspiration und Ausbildungsberuf aussehen und prüft soziale Herkunftsunterschiede. Um Kompromisse multidimensional in extrinsischen Berufsdimensionen zu erfassen, werden Daten des Nationalen Bildungspanels für ein Sample von Ausbildungsanfänger_innen mit aggregierten Berufsdaten angereichert. Eine Clusteranalyse zeigt vier Muster der Kompromissbildung: 1) Relative Aufstiege und 2) Abstiege in allen Berufsdimensionen, 3) Zugeständnisse bei Unternehmensgröße und Lohn und 4) bei regulären Arbeitszeiten und Status. Regressionsanalysen zeigen, dass sich die Kompromissbildung kaum nach elterlichen Bildungshintergrund und beruflicher Stellung unterscheidet. Im Vergleich zu Auszubildenden ohne Migrationshintergrund stellen sich Auszubildende aus Migrantenfamilien der zweiten Generation in ihrem Ausbildungsberuf sogar besser als in ihrem angestrebten Beruf." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
Challenges in School-To-Work Transition in Germany and Austria: Perspectives on Individual, Institutional, and Structural Inequalities: Editorial (2022)
Zitatform
Schels, Brigitte & Veronika Wöhrer (2022): Challenges in School-To-Work Transition in Germany and Austria: Perspectives on Individual, Institutional, and Structural Inequalities. Editorial. In: Social Inclusion, Jg. 10, H. 2, S. 221-225., 2022-05-09. DOI:10.17645/si.v10i2.5770
Abstract
Editorial for the Issue "Challenges in School-To-Work Transition: Perspectives on Individual, Institutional, and Structural Inequalities", edited by Brigitte Schels and Veronika Wöhrer. "Transitions between schools, vocational education and training (VET), and work pose important challenges for young people that influence their well‐being and social positioning now and in the future. The young people themselves experience the transition phase as the formation stage of their aspirations and goals. In this process, young people are confronted with the expectations and assessments of relevant others - such as parents, teachers, employers, and career counsellors - and by the requirements that are defined in sociopolitical and institutional contexts. In these contexts, criteria of successful transitions and risky transitions worthy of special support are made relevant. German and Austrian employment‐ centred transition regimes are characterised by relatively high standardisation and segregation as well as a strong VET system linked to the labour market. This thematic issue brings together contributions that examine challenges in these transitions from different perspectives and related facets of social inequality. The articles address different transitions (mostly school-to-VET, but also school-to-school or unemployment to work) and their different phases: aspiration formation, changing aspirations, challenges in transitions, and concrete problems in transition processes like disconnectedness or unemployment. The articles on social inequalities are related to class, ethnicity, gender, and (dis)ability. We also place importance on balancing different methods to bring together findings from quantitative surveys, qualitative interviews, and participatory research." (Author's abstract, IAB-Doku, © COGITATIO Press) ((en))
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Literaturhinweis
Ausbildungsreport 2022: Studie. Themenschwerpunkt: Berufsorientierung (2022)
Uehlecke, Julian; Kanzog, Julia; Dick, Oliver; Herzog, Esther;Zitatform
Dick, Oliver & Esther Herzog (2022): Ausbildungsreport 2022. Studie. Themenschwerpunkt: Berufsorientierung. 78 S.
Abstract
"Berufsorientierung ist Schwerpunkt 2022 Nach einer pandemiebedingten Pause ist der DGB-Ausbildungsreport 2022 mit dem Schwerpunkt »Zugang zu Ausbildung und Berufsorientierung« zurück. Während die Ergebnisse hierzu zum Teil auf die vorpandemische Beruforientierung verweisen, stehen die allgemeinen Analysen zur Ausbildungsqualität voll unter dem Eindruck der pandemischen Auswirkungen auf die Berufsausbildung. Die Befragung von 14.428 Auszubildenden zeigt den großen Bedarf nach einer umfangreicheren Berufsorientierung, die bereits an allgemeinbildenden Schulen einsetzen muss. Es braucht ausgeweitete Orientierungsangebote, die die realen Zukunfts-, Verdienst- und Weiterbildungsperspektiven von Auszubildenden hervorheben und überkommene Rollenstereotypen aufbrechen. Außerdem bleibt es immens wichtig, den Zugang zur Berufsausbildung zu sichern: Es ist schlichtweg nicht akzeptabel, dass die Ausbildungschancen von Jugendlichen stark von ihrem Schulabschluss, dem Pass ihrer Eltern oder ihrem Wohnort abhängen. Wir brauchen eine gesetzlich abgesicherte Ausbildungsgarantie für alle! Neben diesem Schwerpunkt verweist der Ausbildungsreport auch dieses Jahr wieder auf problematische Ausbildungsbedingungen und Lücken in der Qualität der Ausbildung, die dringend angegangen werden müssen. Nur so können wir die Attraktivität der dualen Berufsausbildung auch langfristig sichern." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwurf eines Siebenundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (27. BAföGÄndG): Gesetzentwurf der Bundesregierung (2022)
Zitatform
(2022): Entwurf eines Siebenundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (27. BAföGÄndG). Gesetzentwurf der Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/1631 (02.05.2022)), 39 S.
Abstract
Die Drucksache umfasst neben dem Entwurf eines Siebenundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes auch die Stellungnahme des Nationalen Normenkontrollrates. Da die BAföG-Statistik für das Jahr 2020 ein weiteres Absinken der Zahl der Geförderten gezeigt hat, wurde im Koalitionsvertrag für die Jahre 2021 bis 2025 unter anderem vereinbart, dass das BAföG neu ausgerichtet werden muss, mit besonderem Fokus auf einer Erhöhung der Freibeträge um 20 Prozent. Außerdem sollen u. a. die Altersgrenzen auf 45 Jahre angehoben, ebenso die Bedarfssätze vor dem Hintergrund steigender Wohnkosten erhöht werden. Zudem solle das BAföG digitaler gestaltet werden. Angesichts der erheblichen Veränderungen, die heute auf die Bildungsbiografien wirken und die immer höhere Ansprüche an die Weiterqualifizierung im Laufe der beruflichen Entwicklung vieler Menschen stellen, soll eine Förderung nach dem BAföG künftig auch noch später im Leben möglich sein als es die bisherigen Altersgrenzen erlauben. Auch erst später getroffene individuelle Entscheidungen für eine höher qualifizierende Ausbildung sollen durch eine grundsätzliche Ausbildungsförderungsberechtigung erleichtert werden. (IAB)
Weiterführende Informationen
Dokumentation des zugehörigen parlamentarischen Vorgangs -
Literaturhinweis
Ausbildungsstellensuche in Zeiten der Corona-Pandemie. Belastungen, Einschränkungen und Mehraufwand im Bewerbungsprozess?: Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020 (2021)
Zitatform
Christ, Alexander, Verena Eberhard, Marcel Heinecke, Caroline Neuber-Pohl & Eric Schuss (2021): Ausbildungsstellensuche in Zeiten der Corona-Pandemie. Belastungen, Einschränkungen und Mehraufwand im Bewerbungsprozess? Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020. (BIBB-Preprint), Bonn, 18 S.
Abstract
"Aufgrund der zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen, standen Jugendliche, die 2020 auf der Suche nach einer betrieblichen Ausbildungsstelle waren, vor besonderen Herausforderungen. Die in diesem Beitrag vorgestellten Ergebnisse der BA/BIBB Bewerberbefragung 2020, einer repräsentativen schriftlich-postalischen Befragung von bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellenbewerber/-innen, zeigen, dass die Corona-Pandemie viele Bewerber/-innen emotional belastet hat. Rund die Hälfte der Bewerber/-innen empfand die Ausbildungsstellensuche als Stress oder große Anstrengung und hatte Angst, keine passende Ausbildungsstelle zu finden. Besonders belastet zeigte sich die Gruppe der Bewerber/-innen mit Migrations- oder Fluchthintergrund sowie ältere Bewerber/-innen gegenüber jüngeren Bewerber/-innen und Bewerberinnen gegenüber Bewerbern als auch die Gruppe der Bewerber/-innen mit Studienberechtigung. Darüber hinaus berichteten 27 % der Bewerber/-innen, dass sie im Zuge der Corona-Pandemie ihre Berufswünsche angepasst haben. Es zeigt sich, dass mehr als ein Drittel der Bewerber/-innen mit angepassten Berufswünschen ihre zum Befragungszeitpunkt ausgeübte Tätigkeit vorzeitig beenden möchten. Um herauszufinden, ob die Bewerber/-innen im Corona-Jahr 2020 bei der Ausbildungsstellensuche ihre Bewerbungsaktivitäten intensiviert haben, wurden die Befragungsdaten mit den Daten der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2018 und der BA/BIBB-Fluchtmigrationsstudie 2018 verglichen. Beim Vergleich der Bewerbungsaktivitäten vor und während der Corona-Pandemie zeigen die Ergebnisse insgesamt nur marginale Unterschiede. Lediglich beim Vergleich der in Form von betrieblichen Praktika oder Probearbeiten gesammelten Erfahrungen, liegen die Werte niedriger als 2018, was mit den Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie zusammenhängen könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Trade, Human Capital, and Income Risk (2021)
Zitatform
Deng, Liuchun, Pravin Krishna, Mine Zeynep Senses & Jens Stegmaier (2021): Trade, Human Capital, and Income Risk. (IZA discussion paper 14953), Bonn, 40 S.
Abstract
"In this paper, we empirically assess the causal links between trade and individual income risk and study the role that human capital plays in this relationship using a rich, worker-level, longitudinal data set from Germany spanning 1976 to 2012. Our estimates suggest substantial heterogeneity in labor income risk across workers in different entry cohorts and across workers with different levels of industry- and occupation-specific human capital. Our findings suggest that within-industry changes in imports and exports are causally related to income risk: Imports increase risk and exports decrease risk, and they do so in an economically significant manner. Importantly, we find there to be a complex interplay between human capital and the linkage between trade and risk: While, on average, individuals with higher levels of industry- or occupation-specific human capital experience lower income risk, a given increase in net-imports exposure in an industry increases risk for workers with higher levels of industry tenure more than it does for workers with lower levels of industry tenure. High levels of industry-specific human capital can be costly for workers in highly trade-exposed industries. By contrast, we find no evidence of any interaction between risk, industry trade exposure, and occupation-specific human capital." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen (möglw. abweichend) als: NBER working paper -
Literaturhinweis
Employment prospects after completing vocational training in Germany from 2008-2014: A comprehensive analysis (2021)
Zitatform
Dummert, Sandra (2021): Employment prospects after completing vocational training in Germany from 2008-2014. A comprehensive analysis. In: Journal of vocational education and training, Jg. 73, H. 3, S. 367-391., 2019-11-11. DOI:10.1080/13636820.2020.1715467
Abstract
"The transition from vocational education and training to regular employment is an important step in the occupational biography of apprenticeship graduates. In the last decade, the retention rate of apprenticeship completers has remained stable at a high level, and graduates face good job opportunities in Germany. Despite these positive circumstances, not all apprenticeship graduates succeed in the direct transition from vocational training to regular employment and are affected by unemployment. My paper offers deeper insights into training establishment-specific, individual and external regional characteristics that influence the transition process at this crucial point in the employment career. I consider the employment status of apprenticeship graduates by estimating multinomial logit models at three time points after the end of training, namely, one month and one and two years later. Using linked employer-employee data, I find evidence not only that sociodemographic characteristics and training establishment-specific determinants affect the transition at the second threshold but also that regional factors influence the probability of becoming unemployed or remaining with the training establishment after the end of the apprenticeship." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Auf Ausbildungsstellensuche während der Corona-Pandemie: Wie haben Jugendliche ihre Bewerbungsphase im Jahr 2020 erlebt? (2021)
Zitatform
Eberhard, Verena, Marcel Heinecke, Alexander Christ, Caroline Neuber-Pohl & Eric Schuss (2021): Auf Ausbildungsstellensuche während der Corona-Pandemie. Wie haben Jugendliche ihre Bewerbungsphase im Jahr 2020 erlebt? (BIBB-Preprint), Bonn, 22 S.
Abstract
"Aufgrund der Corona-Pandemie und der Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie standen Jugendliche, die im Jahr 2020 auf der Suche nach einer betrieblichen Ausbildungsstelle waren, vor besonderen Herausforderungen. Auf Grundlage der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020, einer repräsentativen schriftlich-postalischen Befragung von bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellenbewerber/-innen, untersuchen wir, welche Erfahrungen Ausbildungsstellenbewerber/-innen des Jahres 2020 bei der Berufsvorbereitung und Ausbildungsstellengesuche gemacht haben. Die Analysen zeigen, dass rund ein Drittel der befragten Bewerber/-innen über negative Bewerbungserfahrungen berichten (z. B. Absage von Praktika aufgrund der Corona-Pandemie). Solche negativen Erfahrungen erhöhen das Risiko, dass die Jugendlichen von emotionalem Stress im Zuge der Ausbildungsstellensuche berichten. Als Puffer erweist sich hier jedoch eine gute schulische Vorbereitung auf die Zeit der Ausbildungsstellensuche." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Improving Formal Qualifications or Firm Linkages-What Supports Successful School-to-Work Transitions among Low-Achieving School Leavers in Germany? (2021)
Zitatform
Holtmann, Anne Christine, Martin Ehlert, Laura Menze & Heike Solga (2021): Improving Formal Qualifications or Firm Linkages-What Supports Successful School-to-Work Transitions among Low-Achieving School Leavers in Germany? In: European Sociological Review, Jg. 37, H. 2, S. 218-237. DOI:10.1093/esr/jcaa047
Abstract
"Many countries have implemented youth (un)employment programmes for low-achieving young people to improve their employment prospects. In Germany, these youths are often channelled into prevocational programmes to prevent them from long-term ‘scars’ by providing a ‘second chance’ to enter apprenticeships (serving as entry into the labour market in Germany). However, the usefulness of these programmes is contested. It remains unclear whether it is (more) useful for young people to invest in education and improve formal qualifications (to send a positive ‘signal’) or to spend more time in firms (e.g. to counteract possible discrimination processes or to generate new network ties). It is also unclear who benefits most depending on previous school-leaving certificates. We address these questions by using rich data from the German National Educational Panel Study and apply entropy balancing as a matching approach to control for selection. We find that both attaining a higher school certificate and spending time in firms improve low-achieving youth’s chances to enter apprenticeships. However, only those who attained a higher-level school certificate are able to enter higher-status training occupations afterwards. Moreover, prevocational programmes are most beneficial for the most disadvantaged." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Betriebliche Ausbildung in Deutschland: Unbesetzte Ausbildungsplätze und vorzeitig gelöste Verträge erschweren Fachkräftesicherung (2021)
Zitatform
Leber, Ute & Barbara Schwengler (2021): Betriebliche Ausbildung in Deutschland: Unbesetzte Ausbildungsplätze und vorzeitig gelöste Verträge erschweren Fachkräftesicherung. (IAB-Kurzbericht 03/2021), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Der deutsche Ausbildungsmarkt ist seit geraumer Zeit durch Passungsprobleme gekennzeichnet: Nicht wenige Jugendliche finden keine Lehrstelle und zugleich klagt eine beträchtliche Zahl an Betrieben über unbesetzte Ausbildungsplätze. Hinzu kommt, dass ein Teil der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst wird. Dies kann die Möglichkeiten der Betriebe, ihren Fachkräftebedarf längerfristig zu sichern, einschränken. Die Autorinnen untersuchen, wie viele und welche Betriebe mit diesen Schwierigkeiten konfrontiert sind und mit welchen Maßnahmen sie darauf reagieren. Die Analysen beziehen sich auf das Ausbildungsjahr 2018/2019 und beruhen auf einer Betriebsbefragung im Jahr 2019, also unmittelbar vor Beginn der Covid-19-Pandemie. Die beschriebenen Probleme bestehen aber unabhängig von der aktuellen Krise und werden auch nach deren Überwindung eine Herausforderung für die Betriebe bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Anteil der gelösten Ausbildungsverträge an allen besetzten Ausbildungsplätzen
- Anteil der ausbildenden Betriebe an allen ausbildungsberechtigten Betrieben
- Wichtigster Grund für die Auflösung von Ausbildungsverträgen
- Anteil der unbesetzten Ausbildungsplätze an allen angebotenen Ausbildungsplätzen
- Sach- oder Geldleistungen der Betriebe zusätzlich zur Ausbildungsvergütung
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Literaturhinweis
Jugendliche aus Förderschulen mit Schwerpunkt "Lernen": Schwieriger Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt (2021)
Zitatform
Menze, Laura, Malte Sandner, Silke Anger, Reinhard Pollak & Heike Solga (2021): Jugendliche aus Förderschulen mit Schwerpunkt "Lernen": Schwieriger Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt. (IAB-Kurzbericht 22/2021), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"In Deutschland wird ein vergleichsweise hoher Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an separaten Förderschulen unterrichtet. Dort erreichen die jungen Menschen häufig keinen Schulabschluss und gehören damit zu einer am Arbeitsmarkt vulnerablen Gruppe. Deshalb wird in dem Kurzbericht untersucht, ob und wie diesen Jugendlichen der Zugang in Ausbildung und zum Arbeitsmarkt gelingt. Die Ergebnisse zeigen: Jugendliche von Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ finden seltener Zugang zu einer Ausbildung und erwerben bis zum Alter von 20 Jahren seltener einen Ausbildungsabschluss als Jugendliche von Regelschulen, selbst wenn sie einen vergleichbaren Schulabschluss haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Aktivitäten der Abgängerinnen und Abgänger von Förderschulen im Vergleich zu denjenigen aus Regelschulen nach Ende der 9. Klasse bis zum Alter von etwa 20 Jahren (Befragungsdaten)
- Aktivitäten der Abgängerinnen und Abgänger von Förderschulen im Vergleich zu denjenigen aus Regelschulen nach Ende der 9. Klasse bis zum Alter von etwa 20 Jahren (Integrierte Erwerbsbiografien, Jugendliche mit und ohne Hauptschulabschluss)
- Kognitive Grundfähigkeiten in der 9. Klasse, Abgängerinnen und Abgänger von Förderschulen und Regelschulen
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Literaturhinweis
Wer war seit März 2020 besonders stark von Ausbildungsplatzabsagen und -kündigungen betroffen?: Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020 (2021)
Zitatform
Neuber-Pohl, Caroline, Alexander Christ, Verena Eberhard, Marcel Heinecke & Eric Schuss (2021): Wer war seit März 2020 besonders stark von Ausbildungsplatzabsagen und -kündigungen betroffen? Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020. (BIBB-Preprint), Bonn, 14 S.
Abstract
"Der vorliegende Beitrag liefert erste Ergebnisse darüber, wie vielen der bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten Ausbildungsstellenbewerberinnen und -bewerber seit März 2020 eine festzugesagte Ausbildungsstelle abgesagt oder gekündigt wurde. Betroffen sind 9,1% der Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber. Ein Großteil von ihnen wollte die Stelle zu Beginn des Ausbildungsjahres 2020/2021 neu antreten. Mehr als die Hälfte der Betroffenen geht jedoch nicht von einem coronabedingten Kündigungsgrund aus. Die Absagen und Kündigungen haben womöglich weitreichende Konsequenzen: Da insbesondere Bewerberinnen und Bewerber mit schlechteren Zugangschancen betroffen sind (mit Migrationshintergrund, Ältere, jene mit maximal Hauptschulabschluss und Altbewerberinnen und -bewerber), können Absagen und Kündigungen bestehende Ungleichheiten in den Zugangschancen am Ausbildungsstellenmarkt noch weiter verstärken. Nur etwa ein Drittel der Bewerberinnen und Bewerber, die eine Absage oder Kündigung erhalten hatten, konnten zum Ausbildungsjahr 2020/2021 noch in einen anderen vollqualifizierenden Bildungsgang wechseln. Da die meisten Bewerberinnen und Bewerber mit Absage oder Kündigung nach wie vor an einer betrieblichen Ausbildung interessiert sind, ist eine passende Unterstützung notwendig, damit diese Ausbildungswünsche realisiert werden können und diese Jugendlichen nicht aus dem Bildungssystem fallen. Aber auch unter denen, die erfolgreich (wieder) in eine betriebliche Ausbildung einmünden konnten, könnte sich für die kommenden Jahren ein zusätzlicher Unterstützungsbedarf abzeichnen, da sie seltener als andere Auszubildende in ihrem Wunsch-beruf ausgebildet werden und häufiger glauben, dass sie ihre aktuelle Ausbildungsstelle verlieren könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wie blicken ausbildungsinteressierte Jugendliche angesichts der Corona-Pandemie in die berufliche Zukunft?: Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020 (2021)
Zitatform
Neuber-Pohl, Caroline, Eric Schuss, Alexander Christ, Verena Eberhard & Marcel Heinecke (2021): Wie blicken ausbildungsinteressierte Jugendliche angesichts der Corona-Pandemie in die berufliche Zukunft? Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020. (BIBB-Preprint), Bonn, 26 S.
Abstract
"Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung dieser haben erhebliche Unsicherheiten bei den Jugendlichen erzeugt, die sich um eine Ausbildungsstelle bemühen. Um die durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen beruflichen Zukunftssorgen der Jugendlichen zu erfassen, wurde die BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020 aufgelegt. Dabei wurden zwischen November 2020 und Januar 2021 7.125 Personen befragt, die bei der Bundesagentur für Arbeit als ausbildungsinteressiert registriert sind. Die Analysen zeigen, dass etwa ein Drittel der Befragten sich Sorgen um die eigene berufliche Zukunft macht und ebenso viele davon ausgehen, dass sich die Übernahmechancen nach Ende der Ausbildung durch die Corona-Pandemie verschlechtern. Zudem glaubt ein Viertel der Befragten, dass es in Zukunft schwieriger sein wird, mit einer abgeschlossenen Ausbildung Arbeit zu finden. Dabei machen sich Personen mit Migrations- oder Fluchthintergrund und Personen, die maximal einen Hauptschulabschluss vorweisen können, häufiger Sorgen um die berufliche Zukunft. Der erfolgreiche Übergang in berufsqualifizierende Bildung hat einen erheblichen Einfluss auf den Grad der Besorgnis. Ausbildungsinteressierte, die in eine Ausbildung oder ein Studium münden konnten, machen sich weniger Sorgen um ihre berufliche Zukunft als Personen, die noch keine Ausbildung und kein Studium begonnen haben. Die Einschätzung der beruflichen Zukunft orientiert sich jedoch nicht nur an der persönlichen Situation, sondern auch an den institutionellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten. So sind die Zukunftssorgen in Berufen größer, bei denen die Ausbildungsmarktlage weniger ausgeglichen ist und die stärker von der Corona-Pandemie und den Maßnahmen zur Eindämmung dieser betroffen sind. Dies trifft z. B. auf die nicht-medizinischen Gesundheits- und Körperpflegeberufe sowie die Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe zu. Dabei stellt sich hieraus die Frage, ob und inwiefern ausbildungsinteressierte Jugendliche dadurch ihre Berufswahl und ihr Mobilitätsverhalten zukünftig anpassen und was dies wiederum für den deutschen und den regionalen Ausbildungsmarkt bedeutet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mentoring verbessert die Arbeitsmarktchancen von stark benachteiligten Jugendlichen (2021)
Zitatform
Resnjanskij, Sven, Jens Ruhose, Simon Wiederhold & Ludger Wößmann (2021): Mentoring verbessert die Arbeitsmarktchancen von stark benachteiligten Jugendlichen. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 74, H. 2, S. 31-38.
Abstract
"Wie lassen sich die Arbeitsmarktchancen von Jugendlichen aus stark benachteiligten Verhältnissen verbessern? Ein möglicher Ansatz sind Mentoring-Programme, die den Jugendlichen ehrenamtliche Student*innen zur Unterstützung an die Seite stellen. Aber helfen solche Programme wirklich? Dies empirisch zu überprüfen, wird dadurch erschwert, dass sich in verfügbaren Datensätzen keine überzeugende Kontrollgruppe ähnlich benachteiligter Jugendlicher finden lässt, die Aussagen darüber zulassen würde, wie sich die Jugendlichen ohne die Teilnahme am Mentoring entwickelt hätten. Deshalb haben wir in einem großen deutschen Mentoring-Programm, bei dem es mehr Bewerber*innen als freie Plätze gab, das Los über die Teilnahme entscheiden lassen. Durch die zufällige Einteilung bieten die Jugendlichen, die nicht in das Programm gelost wurden, eine überzeugende Kontrollgruppe für die Teilnehmenden. Wir finden, dass das Mentoring-Programm einen Index der Arbeitsmarktaussichten von Acht- und Neuntklässler*innen aus stark benachteiligten Verhältnissen ein Jahr nach Programmstart deutlich verbessert. Die positiven Effekte finden sich für alle drei Komponenten des Index, die kognitive (Mathematiknote), nicht-kognitive (Geduld und Sozialkompetenzen) und motivationale (Arbeitsmarktorientierung) Aspekte messen. Für die stark benachteiligten Jugendlichen übersteigen die zu erwartenden Einkommenserträge die Kosten des Programms um ein Vielfaches. Demgegenüber hat das Programm bei Jugendlichen aus weniger benachteiligten familiären Verhältnissen keine positiven Effekte. Dies legt nahe, dass Mentoring gerade dort wirken kann, wo es eingeschränkte familiäre Unterstützung ergänzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Ausbildungsaktivität der Betriebe in Rheinland-Pfalz: Erkenntnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2020 (2021)
Scheile, York W.; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Scheile, York W. & Emanuel Bennewitz (2021): Die Ausbildungsaktivität der Betriebe in Rheinland-Pfalz. Erkenntnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2020. (Steckbriefe des IAB-Betriebspanels 04/2021), Mainz, 7 S.
Abstract
"Die Berufsausbildung als Mittel zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Das deutsche Berufsausbildungssystem beruht im Wesentlichen auf einem dualen Ansatz. In diesem System sind neben den Berufsschulen die Ausbildungsbetriebe als zentrale Träger zur Vermittlung der beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse anzusehen. Dabei soll im Idealfall die Ausbildung der Fachkräfte von morgen auch die Wettbewerbsfähigkeit des Ausbildungsbetriebes sicherstellen. Dies erfordert einerseits ein entsprechendes Engagement der Betriebe, eine Berufsausbildung zu ermöglichen und ist andererseits von ausreichend geeigneten Bewerbern zur Besetzung der angebotenen Berufsausbildungsplätze abhängig. Vor diesem Hintergrund beleuchtet dieser Steckbrief das betriebliche Ausbildungsgeschehen in Rheinland-Pfalz. Im ersten Abschnitt wird die Ausbildungsaktivität der ausbildungsberechtigten Betriebe betrachtet. Zudem wird die Zahl der rheinland-pfälzischen Auszubildenden und die Ausbildungsquote aufgezeigt. Der zweite Abschnitt gibt Aufschluss über das Angebot an Ausbildungsplätzen und deren Besetzung. Zuletzt werden die erfolgreichen Ausbildungsabschlüsse und die Übernahmebereitschaft der rheinland-pfälzischen Betriebe näher betrachtet. Die Datengrundlage des Steckbriefes bilden Auswertungen der jüngsten Befragungswelle des IAB-Betriebspanels aus dem Jahr 2020" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Nicht alle Wünsche werden wahr: Welche Kompromisse Jugendliche beim Ausbildungsberuf eingehen (2021)
Zitatform
Schels, Brigitte, Lea Ahrens, Corinna Kleinert & Melanie Fischer (2021): Nicht alle Wünsche werden wahr: Welche Kompromisse Jugendliche beim Ausbildungsberuf eingehen. In: IAB-Forum H. 03.02.2021 Nürnberg, o. Sz., 2021-01-27.
Abstract
"Bei der Wahl des Ausbildungsberufs navigieren junge Menschen zwischen persönlichen Interessen, sozialen Erwartungen, Anforderungen im beruflichen Bildungssystem und Marktbedingungen. Dabei zeigt sich, dass die Mehrheit der Auszubildenden eine Ausbildung nicht in dem Beruf absolviert, den sie in der Schulzeit angestrebt haben. Nur eine Minderheit von ihnen muss deswegen Abstriche beim Ausbildungsberuf in Kauf nehmen. Viele stellen sich sogar besser." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beyond Windfall Gains: The Redistribution of Apprenticeship Costs and Vocational Education of Care Workers (2021)
Zitatform
Schuss, Eric (2021): Beyond Windfall Gains: The Redistribution of Apprenticeship Costs and Vocational Education of Care Workers. (Leading house working paper 176), Zürich, 42 S.
Abstract
"We estimate the causal effect exerted by substantial redistribution of care worker apprenticeship costs on the training supply of care facilities. We exploit the fact that the underlying apprenticeship levy was introduced across the German federal states at different points in time. For ambulatory care, we find a robust positive effect on the probability of hiring new apprentices and on the number of new apprentices in the short and in the longer run. For inpatient care facilities, the probability of providing apprenticeship training is not affected, but positive effects emerge in respect of the number of new apprentices in the medium run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Finanzielle Anreize zur Ausbildung in der Altenpflege: Der Effekt der Ausbildungsumlage auf das Ausbildungsverhalten von Pflegeeinrichtungen. Version 1.0 (2021)
Zitatform
Schuss, Eric (2021): Finanzielle Anreize zur Ausbildung in der Altenpflege. Der Effekt der Ausbildungsumlage auf das Ausbildungsverhalten von Pflegeeinrichtungen. Version 1.0. (BIBB-Preprint), Bonn, 41 S.
Abstract
"Mit dem Pflegeberufereformgesetz werden Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen durch auf Landesebene organisierte Fonds unabhängig davon, ob sie selbst ausbilden oder nicht, an den Kosten der Ausbildung von Pflegefachmännern und -frauen beteiligt. Dadurch soll ein positiver Anreiz zur Ausbildung aus Sicht der Pflegeeinrichtungen entstehen. Inwiefern eine derartige Ausbildungsumlage tatsächlich die Ausbildungsbereitschaft von Krankenhäusern bzw. Pflegeeinrichtungen erhöht, ist empirisch bislang jedoch nicht belegt. Hinweise können aber aus einer Untersuchung des Ausgleichsverfahrens in der Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger gewonnen werden. Zwischen 2005 und 2016 wurde hier in sechs Bundesländern eine Ausbildungsumlage eingeführt. Dabei wird methodisch darauf zurückgegriffen, dass diese sechs Bundesländer die Ausbildungsumlage zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingeführt haben. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass ambulante Pflegedienste ihre Ausbildungsbereitschaft unmittelbar infolge der Einführung der Ausbildungsumlage erhöhen. Heime passen ihr Ausbildungsverhalten hingegen nicht sofort an; der Anteil an Pflegeeinrichtungen, die neue Auszubildende beschäftigen, und die Anzahl neuer Auszubildender wird jedoch durch die Ausbildungsumlage auch für diese Gruppe in der mittleren Frist signifikant gesteigert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Übergang in die berufliche Bildung als krisenhafter Schulwechsel – Sonderpädagogisch unterstützte Schülerinnen und Schüler am Beginn ihres Berufslebens (2021)
Schwager, Michael;Zitatform
Schwager, Michael (2021): Der Übergang in die berufliche Bildung als krisenhafter Schulwechsel – Sonderpädagogisch unterstützte Schülerinnen und Schüler am Beginn ihres Berufslebens. In: Zeitschrift für Inklusion, Jg. 4.
Abstract
"Für sonderpädagogisch unterstützte SchülerInnen ist der Wechsel in die Berufsbildung häufig keine ´zweite Chance´, sondern ein weiteres Scheitern. Der Beitrag geht den Gründen dieses Scheiterns in der allgemeinbildenden Schule und im Übergang nach und diskutiert Aspekte von Lösungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
'Fit machen' für die Ausbildung: Eine Ethnografie zu Unterricht in der Berufsvorbereitung (2021)
Thielen, Marc; Handelmann, Antje;Zitatform
Thielen, Marc & Antje Handelmann (2021): 'Fit machen' für die Ausbildung. Eine Ethnografie zu Unterricht in der Berufsvorbereitung. Leverkusen: Budrich, 243 S.
Abstract
"Im Lichte der hohen Gewichtung von sozialen Kompetenzen bzw. Softskills im Kontext der dualen Berufsausbildung in Deutschland steht das Verhalten von Jugendlichen gegenwärtig im Fokus pädagogischer Institutionen am Übergang Schule-Beruf. Die gesellschaftlichen Vorstellungen zu den für eine erfolgreiche Ausbildung als notwendig erachteten Verhaltensweisen realisieren sich in berufsvorbereitenden Bildungsgängen des Übergangssektors in einer spezifischen pädagogischen Ordnung, welche die vorliegende Studie ethnografisch beleuchtet. Mittels teilnehmender Beobachtung an exemplarischen Bildungsgängen der schulischen und sozialpädagogischen Berufsvorbereitung wird die Vielfalt an institutionellen und unterrichtlichen Praktiken der pädagogischen Adressierung des jugendlichen Verhaltens praxistheoretisch beschrieben und systematisiert. Die Analysen, die auch qualitative Interviews mit dem multiprofessionellen Fachpersonal berücksichtigen, beleuchten, welche normativen Vorstellungen zu dem für die Aufnahme eine Ausbildung als notwendig erachteten Verhaltens in berufsvorbereitenden Bildungsgängen leitend sind und praktisch zur Anwendung kommen. Die in der Studie empirisch sichtbar gemachte Unterscheidung von ausbildungsreifem und -unreifem Verhalten ist folgenreich, da sie institutionelle Selektionsrisiken am Ausbildungsmarkt individualisiert und die Verantwortung für Erfolg und Misserfolg in den Bereich des jugendlichen Verhaltens verlagert." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Nachvermittlung am Ausbildungsmarkt (2021)
Zitatform
(2021): Nachvermittlung am Ausbildungsmarkt. (Berichte: Arbeitsmarkt kompakt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Die Lage am Ausbildungsmarkt war im abgelaufenen Beratungsjahr 2020/21 weiterhin stark von den Folgen der Pandemie-Maßnahmen geprägt. Insbesondere die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber war stark rückläufig. Dies schlägt sich auch im begonnenen Nachvermittlungszeitraum für einen sofortigen Ausbildungsbeginn, im sogenannten „5. Quartal“, nieder. So waren deutlich weniger junge Menschen auf Ausbildungssuche als im letzten Jahr (-9.000). Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsstellen für einen sofortigen Ausbildungsbeginn überstieg dagegen die des Vorjahres (+4.000). Insgesamt standen sich im „5. Quartal“ 52.000 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber sowie 75.000 betriebliche Ausbildungsstellen gegenüber. Jeder sechste im „5. Quartal“ gemeldete Ausbildungsuchende befand sich im November 2021 in einer Berufsausbildung. Mit 26.000 war rund die Hälfte der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber im November 2021 noch unversorgt. Weitere 17.000 suchten trotz Alternative weiterhin eine Ausbildungsstelle. Gleichzeitig waren 30.000 Ausbildungsstellen noch zu besetzen" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Übergang von der Schule ins Erwerbsleben: Ein Arbeitslosengeld-II-Bezug muss nicht von Dauer sein (2020)
Zitatform
Achatz, Juliane & Brigitte Schels (2020): Übergang von der Schule ins Erwerbsleben: Ein Arbeitslosengeld-II-Bezug muss nicht von Dauer sein. (IAB-Kurzbericht 14/2020), Nürnberg, 11 S.
Abstract
"Beim Übergang von der Schule ins Erwerbsleben gilt der Bezug von Arbeitslosengeld II als Risikofaktor - insbesondere, wenn er über mehrere Jahre andauert. Doch können junge Menschen aus unterschiedlichen familiären und individuellen Gründen auf diese Unterstützung angewiesen sein, sowohl im Haushalt der Eltern als auch im eigenen. Um ihnen passende sozialpolitische Förderangebote machen zu können, ist es daher wichtig zu wissen, in welchen Phasen des Übergangs ins Erwerbsleben junge Menschen Arbeitslosengeld II beziehen und ob dies vorübergehend ist oder sich zu verstetigen droht. Die Autorinnen gehen diesen Fragen nach und untersuchen verschiedene Verlaufstypen beim Übergang Unter-21-Jähriger, die im Jahr 2008 die Schule mit maximal Realschulabschluss beendet und die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit in Anspruch genommen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Erwerbsverläufe und Arbeitslosengeld-II-Bezug der betrachteten Schulabgänger und Schulabgängerinnen des Jahres 2008 -
Literaturhinweis
The Effect of Labor Market Conditions at Entry on Workers’ Long-Term Skills (2020)
Arellano-Bover, Jaime;Zitatform
Arellano-Bover, Jaime (2020): The Effect of Labor Market Conditions at Entry on Workers’ Long-Term Skills. (IZA discussion paper 13129), Bonn, 46 S.
Abstract
"This paper studies the impact of labor market conditions during the education-to-work transition on workers’ long-term skill development. Using representative survey data on measures of work-relevant cognitive skills for adults from 19 countries, I document four main findings: i) cohorts of workers who faced higher unemployment rates at ages 18–25 have lower skills at ages 36–59; ii) unemployment rates faced at later ages (26–35) do not have such an effect; iii) the former findings hold even though, on average, people get more formal education as a response to higher unemployment in their late teens and early twenties; iv) skill inequality is affected: workers whose parents were less educated bear most of the negative effects. These findings can be rationalized by on-the-job learning during the early twenties being an important factor of skill-development, and such learning being negatively impacted by bad macroeconomic conditions. Using German panel data on skills, I show that young workers at large firms experience higher skill growth than those at small firms. This finding suggests firm heterogeneity in human capital provision to young workers as a potential mechanism since, in bad economic times, young workers disproportionately match with small firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Implementationsanalyse des Modellprojekts zur Förderung geringqualifizierter Jugendlicher und Erwachsener - Abschlussbericht (2020)
Zitatform
Bauer, Frank, Philipp Fuchs & Jan F. C. Gellermann (2020): Implementationsanalyse des Modellprojekts zur Förderung geringqualifizierter Jugendlicher und Erwachsener - Abschlussbericht. (IAB-Forschungsbericht 17/2020), Nürnberg, 172 S.
Abstract
"Der Forschungsbericht umfasst die Ergebnisse der Implementationsanalyse des „Modellprojekts zur Förderung geringqualifizierter Jugendlicher und Erwachsener“ in Nordrhein-Westfalen, die vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit initiiert und im Zeitraum von Dezember 2016 bis November 2020 dezentral an neun Standorten umgesetzt wurden. Das Programm richtete sich an Personen zwischen 21 und 45 Jahren mit Schulabschluss. Es vermittelt eine zertifizierte Berufsausbildung. Der Prozess der Qualifizierung erfolgt bei Bildungsträgern, ist modular aufgebaut und je nach Ausbildungsberuf und Qualifikationsniveau in 4 bis 8 Teilqualifizierungsmodule aufgegliedert, die je 2 bis 6 Monate dauern und durch Prüfungen vor den regionalen Industrie- und Handelskammern zertifiziert und abgeschlossen werden. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden während des Projektverlaufs durch sogenannte Qualifizierungscoaches der beteiligten Jobcenter begleitet und erhalten für jedes erfolgreich absolvierte Modul sowie nach bestandener Abschlussprüfung eine Prämie von 400 bzw. 1 500 Euro. Die Studie ist rekonstruktiv ausgerichtet und basiert auf der Auswertung von zentralen Programmdokumenten sowie Wiederholungsinterviews mit ausgewählten Teilnehmenden und den Coaches aller Standorte. Sie enthält eine detaillierte Rekonstruktion der Programmstruktur, der Umsetzungsvarianzen zentraler Programmelemente, eine Typologie der Teilnehmenden und schließlich spezifische Handlungsempfehlungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Early tracking, academic vs. vocational training, and the value of 'second-chance' options (2020)
Zitatform
Biewen, Martin & Madalina Thiele (2020): Early tracking, academic vs. vocational training, and the value of 'second-chance' options. In: Labour Economics, Jg. 66. DOI:10.1016/j.labeco.2020.101900
Abstract
"This paper estimates a dynamic heterogenous reatment effects model to examine educational transitions and expected returns in the German education system which is characterized by pronounced early tracking but with options to revise track choices at later stages. We study the value of such options and the extent to which they correct initial 'misplacement'. We find that the value of second-chance options is large but heterogenous. They are more valuable for high-ability individuals and individuals from better parental backgrounds who are better able to exploit the possibilities opened up by them at later stages of the system. Our findings suggest that second-chance options correct earlier “misplacement” only to a moderate extent." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2020 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Übergänge nach der Schule als "zweite Chance"?: Eine quantitative und qualitative Analyse der Ausbildungschancen von Schülerinnen und Schülern aus Förderschulen "Lernen" (2020)
Zitatform
Blanck, Jonna M. (2020): Übergänge nach der Schule als "zweite Chance"? Eine quantitative und qualitative Analyse der Ausbildungschancen von Schülerinnen und Schülern aus Förderschulen "Lernen". (Bildungssoziologische Beiträge), Weinheim: Beltz Juventa, 244 S.
Abstract
"Die Studie beschreibt erstmals deutschlandweit die Ausbildungschancen von FörderschülerInnen mit »Lernbehinderung« und untersucht quantitativ und qualitativ, wie diese erklärt werden können. Überprüft wird, welche Bedeutung der Förderschulbesuch sowie die Berufs- und Rehaberatung der Agenturen für Arbeit für die Übergänge nach der Schule haben. Zudem wird analysiert, wie erklärt werden kann, dass manchen Jugendlichen der Übergang in Ausbildung trotz vieler Hindernisse gelingt. Damit trägt die Studie wesentlich zum Verständnis von Bildungsarmut im Lebensverlauf und der Debatte um »schulische Inklusion« bei." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsorientierung: ein Lehr- und Arbeitsbuch (2020)
Brüggemann, Tim; Jung, Eberhard; Kinder, Katja; Dreer, Benjamin ; Düggeli, Albert; Lipowski, Katrin; Neuenschwander, Markus P. ; Faulstich-Wieland, Hannelore; Ratschinski, Günter; Kohlrausch, Bettina; Thielen, Marc; Schaffner, Dorothee; Schuchart, Claudia ; Stein, Margit; Gehrau, Volker ; Rotter, Elisabeth; Schnitzler, Annalisa; Engin, Gaby; Rahn, Sylvia ; Ziegler, Birgit; Howe, Falk; Lex, Tilly; Hartkopf, Emanuel; Baumeler, Franziska; Driesel-Lange, Katja; Ryter, Annamarie; Gaupp, Nora; Mette, Christa; Zimmermann, Julia ; Lazarides, Rebecca; Mahl, Franciska; Mokhonko, Svitlana; Granato, Mona ; Burda-Zoyke, Andrea; Fuhrmann, Christoph; Weißmann, Regina; Brüggemann, Tim; Frank, Carolin; Rahn, Sylvia ; Reißig, Birgit; Eberhard, Verena; Beinke, Lothar; Niemeyer, Beatrix ; Staden, Christian; Schröder, Rudolf; Kanning, Uwe Peter ; Ulrich, Joachim Gerd; Nickolaus, Reinhold; Oeynhausen, Stephanie; Kaak, Silvio; Grundmann, Matthias ; Weyer, Christian; Brändle, Tobias ; Wottawa, Heinrich; Makarova, Elena; Thomas, Joachim ; Herzog, Walter ; Hirschi, Andreas ; Kunz, Nicola; Rübner, Matthias; Hany, Ernst; Taskinen, Päivi H.; Kracke, Bärbel;Zitatform
Brüggemann, Tim & Sylvia Rahn (Hrsg.) (2020): Berufsorientierung. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. (UTB. Pädagogik 5249), Münster ; New York: Waxmann, 560 S.
Abstract
"Autorinnen und Autoren aus Deutschland und der Schweiz skizzieren in diesem Buch den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Thema Übergang Schule-Beruf, beschreiben und kommentieren Maßnahmen und Instrumente der Berufsorientierung und verdeutlichen die Perspektiven des Handlungsfeldes. Ziel des interdisziplinären Sammelbandes ist es, Studierenden, Lehrenden und allen Personen, die sich grundlegend über die Thematik informieren möchten, einen Überblick über den Gegenstandsbereich Studien- und Berufsorientierung zu vermitteln. Die zweite Auflage berücksichtigt dabei auch die geänderten Kontextbedingungen, die die Berufliche Orientierung heute beeinflussen. Sie legt den Fokus darauf, wie den Herausforderungen begegnet werden kann, aus der Fülle der Instrumente, Maßnahmen und Programme die geeigneten und effektiven auszuwählen und zu einem kohärenten Gesamtkonzept zu verknüpfen." (Verlagsangaben)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Alle Jugendlichen in Ausbildung bringen - wie geht das?: Bedingungen und Gestaltung ergänzender, öffentlich geförderter Ausbildung (2020)
Zitatform
Burkard, Claudia, Dieter Euler, Naemi Härle & Eckart Severing (2020): Alle Jugendlichen in Ausbildung bringen - wie geht das? Bedingungen und Gestaltung ergänzender, öffentlich geförderter Ausbildung. Gütersloh, 42 S. DOI:10.11586/2020053
Abstract
"Die Situation am Ausbildungsmarkt ist angespannt. Aber nicht nur in der Corona-Krise, sondern jedes Jahr gehen viele Jugendliche bei der Ausbildungsplatzsuche leer aus. Auch wenn es in bestimmten Berufen und Regionen teils unbesetzte Ausbildungsplätze gibt, wird eine größere Zahl an Ausbildungssuchenden beim Bemühen um eine Ausbildungsstelle erfolglos bleiben. Eine Ergänzung des betrieblichen Ausbildungsangebots durch öffentlich geförderte Ausbildungsplätze ist daher sinnvoll und notwendig, um allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anbieten zu können. In der Neuauflage des Konzeptpapiers ‘Alle Jugendlichen in Ausbildung bringen - wie geht das?‘ werden neben der Darstellung der zentralen Gestaltungsfaktoren ergänzender, öffentlich geförderter Ausbildungsstellen auch Umsetzungsbeispiele - unter anderem die Ausbildungsgarantie in Österreich - vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Einfluss persönlicher, sozialer, institutioneller und regionaler Bedingungen auf den Bildungsverlauf von Schulabgängerinnen und -abgängern ohne Studienberechtigung: Analysen auf der Grundlage des Nationalen Bildungspanels (NEPS) (2020)
Zitatform
Busse, Robin (2020): Der Einfluss persönlicher, sozialer, institutioneller und regionaler Bedingungen auf den Bildungsverlauf von Schulabgängerinnen und -abgängern ohne Studienberechtigung. Analysen auf der Grundlage des Nationalen Bildungspanels (NEPS). In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 116, H. 1, S. 26-56. DOI:10.25162/zbw-2020-0002
Abstract
"Vergleichsweise wenige Studien nehmen die Heterogenität der Bildungsverläufe von Schulentlassenen ohne Studienberechtigung in den Blick. Der Großteil der Forschung zur ersten Schwelle konzentriert sich auf eine bestimmte Statuspassage (z. B. den Übergang in vollqualifizierende Ausbildung). Jugendliche ohne Studienberechtigung können jedoch nach Verlassen der Schule eine Vielzahl von (Bildungs-)Wegen einschlagen. Auf der Grundlage der Startkohorte 4 des Nationalen Bildungspanels (NEPS) werden im Rahmen von Sequenzmuster- und darauf aufbauenden Clusteranalysen die Bildungsverläufe von Schulentlassenen ohne Studienberechtigung untersucht. Die Befunde unterstreichen, dass die Bildungsverläufe von Schulentlassenen keinesfalls homogen sind. Ihre Bildungswege reichen von nahtlosen oder verzögerten Übergängen ins duale System und Schulberufssystem, über Übergänge in weiterführende Schulen zum Erwerb einer (Fach-)Hochschulreife, bis hin zu Verläufen ohne Anschluss- und Abschlussperspektive. Die Ergebnisse multivariater Analysen heben zudem hervor, dass leistungsbezogene Merkmale (wie z. B. Bildungszertifikate) sowie die Ausstattung mit sozialen und kulturellen Ressourcen einen beträchtlichen Teil der Disparitäten an der ersten Schwelle erklären können. Trotz Berücksichtigung individueller, sozialer und regionaler Bedingungen bleiben Ungleichheiten beim Zugang zu vollqualifizierender Ausbildung bestehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Übergangsverläufe am Ende der Sekundarstufe I: Erklärungsansätze für soziale und migrationsbezogene Ungleichheiten (2020)
Zitatform
Busse, Robin (2020): Übergangsverläufe am Ende der Sekundarstufe I. Erklärungsansätze für soziale und migrationsbezogene Ungleichheiten. (Berufsbildung, Arbeit und Innovation. Dissertationen, Habilitationen 60), Bielefeld: wbv Media, 232 S. DOI:10.3278/6004818w
Abstract
"Wem gelingt der Einstieg in eine vollqualifizierende Berufsausbildung am Ende der Sekundarstufe I - und wem nicht? In der Dissertation untersucht der Autor Übergangsmuster, die für die weitere Berufsbiografie Jugendlicher von immenser Bedeutung sind. Auf Basis der Startkohorte 4 des Nationalen Bildungspanels (NEPS) analysiert er Entwicklungen, beschreibt gewählte Alternativen zum Einstieg in eine Berufsausbildung und fragt nach den Entstehungsmechanismen von Bildungsungleichheiten am Ende der Sekundarstufe I. Die Forschungsarbeit ist ein Beitrag zur Untersuchung individueller Bildungsverläufe von Jugendlichen am Ende der Sekundarstufe I." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Anhang -
Literaturhinweis
Die Entwicklung des Eintrittsalters in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (2020)
Zitatform
Börsch-Supan, Axel, Irene Ferrari & Nicolas Goll (2020): Die Entwicklung des Eintrittsalters in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. (MEA discussion papers / Munich Center for the Economics of Aging 2020,07), München, 5 S.
Abstract
"Dieses kurze Papier verwendet das sozio-oekonomische Panel (SOEP) um den Zeitpunkt des Einstiegs in das Erwerbsleben zu ermitteln. Das Alter bei erster sozialversicherungspflichtiger Erwerbstätigkeit nach höheren Bildungsabschlüssen ist für jüngere Geburtsjahrgänge wieder gesunken, sodass sich die Berufsanfangsjahre verschiedener Bildungsgruppen im Mittel über die Bildungsabschlüsse tendenziell angeglichen haben. Nach wie vor gibt es einen substantiellen Anteil von Beschäftigten, die bereits im Alter von 15 Jahren eine rentenversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit aufgenommen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktsituation der Jüngeren in Berlin (2020)
Zitatform
Carstensen, Jeanette, Oskar Jost & Holger Seibert (2020): Arbeitsmarktsituation der Jüngeren in Berlin. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 02/2020), Nürnberg, 37 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation junger Menschen erfordert ein besonderes Augenmerk, da hier entscheidende Weichen für die spätere Erwerbsbiografie gestellt werden. Berlin verzeichnete lange Zeit im Bundesländervergleich besonders hohe Jugendarbeitslosenquoten, die insbesondere aus einer unzureichenden Lehrstellenversorgung resultierten. Sowohl im Zuge des Nachwendegeburtenknicks als auch aufgrund eines zunehmenden und selbsttragenden Aufschwungs in den letzten zehn Jahren besserte sich die Situation sukzessive. Es konnten mehr junge Menschen in Berlin in Ausbildung und Beschäftigung finden, sodass die Jugendarbeitslosenquote deutlich abgebaut wurde. Gleichwohl offenbaren die Ergebnisse des vorliegenden Berichts anhaltende Defizite und Potenziale, die es auszubauen gilt. So fällt die Jugendarbeitslosenquote junger Ausländer in Berlin nach wie vor deutlich höher aus als diejenige der deutschen Jugendlichen, was auf strukturelle Unterschiede und Probleme hindeutet. Darüber hinaus weisen junge Ausländer aus den Asylherkunftsländern momentan noch besonders hohe Arbeitslosenquoten auf, die weitere Anstrengungen erfordern, um eine Verfestigung in Arbeitslosigkeit zu verhindern und bestehende Unterschiede zu reduzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung: Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum 27.2.2020 (2020)
Dietrich, Hans ; Kruppe, Thomas ; Oberfichtner, Michael ; Lang, Julia ; Weber, Enzo ; Stephan, Gesine ;Zitatform
Dietrich, Hans, Thomas Kruppe, Julia Lang, Michael Oberfichtner, Gesine Stephan & Enzo Weber (2020): Zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung. Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum 27.2.2020. (IAB-Stellungnahme 01/2020), Nürnberg, 21 S.
Abstract
"Das IAB geht in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung auf folgende Aspekte ein: Weiterentwicklung der Regelungen des Qualifizierungschancengesetzes, Qualifizierung in der Transfergesellschaft, Rechtsanspruch auf Förderung des Nachholens eines Berufsabschlusses, Kurzarbeit, Verstetigung der Assistierten Ausbildung, Verlängerung der Regelung zur Weiterbildungsprämie, Maßnahmezulassung und Bundesdurchschnittskostensätze sowie Arbeitsuchen- und Arbeitslosmeldung. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels und damit einhergehenden sich ändernden Anforderungen an die Qualifizierung von Beschäftigten kommt der Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle zu. Neben einer Stärkung der Ausbildungsförderung sieht der Gesetzentwurf vor allem eine Stärkung der Weiterbildungsförderung in besonders vom Strukturwandel betroffenen Branchen und Betrieben vor. Die hierzu im Gesetzentwurf unter gewissen Bedingungen vorhergesehene Aufstockung der Zuschüsse aus dem Qualifizierungschancengesetz ist prinzipiell nachvollziehbar. Auch die im Gesetzentwurf für die Qualifizierung in Transfergesellschaften vorgesehenen Erweiterungen der Fördermöglichkeiten erscheinen sinnvoll und ermöglichen allen Beschäftigten nun auch den Abschluss umfangreicherer Weiterbildungen. Zudem soll Betrieben, die ihre Beschäftigten während Kurzarbeit beruflich qualifizieren, unter erleichterten Voraussetzungen eine längere Zahlung des Kurzarbeitergeldes ermöglicht werden. Prinzipiell ist eine Verknüpfung von Kurzarbeit und Qualifizierung bei einer vorübergehenden Reduzierung der Arbeitszeit sinnvoll. Wenn Weiterbildung aber während einer nicht nur vorübergehenden Nachfrageschwäche politisch unterstützt werden soll, sollte das nicht durch Kurzarbeitergeld geschehen, sondern durch eine geeignete Weiterbildungsförderung. Personen ohne Berufsabschluss soll ein Rechtsanspruch auf die Förderung einer berufsabschlussbezogenen Weiterbildung eingeräumt werden. Die zu erwartenden Auswirkungen sind jedoch unklar. Die im Gesetzentwurf geplanten Änderungen bei der Maßnahmezulassung und eine Anhebung der durchschnittlichen Kostensätze im Bereich der beruflichen Weiterbildung sind angebracht, ebenso wie die geplante Zusammenführung der Assistierten Ausbildung und der ausbildungsbegleitenden Hilfen. Schließlich sieht der Gesetzentwurf vor, dass unverzüglich nach der Arbeitssuchend- und Arbeitslosmeldung ein Beratungs- und Vermittlungsgespräch geführt werden soll. Hier wäre aus Forschungssicht grundsätzlich noch mehr Flexibilität bei der Terminierung der Gespräche sinnvoll." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Dietrich, Hans ; Oberfichtner, Michael ; Lang, Julia ; Weber, Enzo ; Stephan, Gesine ; -
Literaturhinweis
Berufseinstiegsverläufe: Berufliche Integration nach betrieblicher Berufsausbildung (2020)
Dorau, Ralf;Zitatform
Dorau, Ralf (2020): Berufseinstiegsverläufe: Berufliche Integration nach betrieblicher Berufsausbildung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 73, H. 4, S. 223-237. DOI:10.5771/0342-300X-2020-4-223
Abstract
"Ein entscheidender Übergang im Lebensverlauf ist die Passage von der Ausbildung in den Beruf. Allerdings ist dieser bei Absolvent*innen einer dualen Ausbildung nicht immer gelungen. Fast ein Viertel der Berufseinstiegsverläufe der im Jahr 2012 befragten Absolvent*innen der Abschlusskohorten 2006 bis 2008 ist prekär beschäftigt und knapp 5 % sind entkoppelt. Über Mehrebenenanalysen werden die Einflussfaktoren auf die berufliche Integration analysiert. Es zeigen sich größere Disparitäten zwischen Ost- und Westdeutschland sowie ein deutlicher Einfluss des Schulabschlusses und vor allem der Abschlussnote. Außerdem sind weibliche Fachkräfte häufiger prekär beschäftigt und seltener beruflich integriert als männliche Fachkräfte. Weiterhin finden sich in einzelnen Berufsfeldern Unterschiede hinsichtlich beruflicher Integration, und mit entsprechenden Kontexteffekten, wie beispielsweise bei weiblich dominierten Berufen, sinken die Chancen gelungener Integration." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Training, Wages and a Missing School Graduation Cohort (2020)
Zitatform
Dorner, Matthias & Katja Görlitz (2020): Training, Wages and a Missing School Graduation Cohort. (Ruhr economic papers 858), Essen, 41 S. DOI:10.4419/86788994
Abstract
"This study analyzes the effects of a missing high school graduation cohort on firms’ training provision and trainees’ wages. An exogenous school reform varying at the state and year level caused the missing cohort to occur. Using administrative social security data on all trainees and training firms, we show that firms provide less training by reducing their overall number of hired apprentices. We also show that the pool of firms that offer training in the year of the missing cohort shifts towards a higher share of low wage firms. After keeping firm characteristics constant, the findings indicate that the missing cohort increases training wages measured at the start of training. Further analyses shed light on the opposite case of dual cohorts, which we find to increase training provision and to decrease training wages. The evidence also shows that high and low wage firms differ in how they adjust training provision in response to a dual cohort." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IAB-Discussion Paper, 28/2020 -
Literaturhinweis
Verloren in der Multioptionsgesellschaft? Jugendliche zwischen Berufsausbildung und Studium (2020)
Zitatform
Euler, Dieter & Nicole Naeve-Stoß (2020): Verloren in der Multioptionsgesellschaft? Jugendliche zwischen Berufsausbildung und Studium. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 38, S. 1-23.
Abstract
"Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung (HZB) stehen eine Vielzahl an Optionen für die Gestaltung ihres Bildungs- und Berufswegs nach der Schulzeit zur Verfügung. Zwei wesentliche Optionen bestehen in der Entscheidung für die Aufnahme eines Studiums oder einer Berufsausbildung. Die Herausforderung liegt darin, dass die Schulabsolventen sich zu einem Zeitpunkt entscheiden sollen, zu dem sie weder über konkrete Erfahrungen mit einem Studium noch mit einer Ausbildung verfügen. Dieser Beitrag stellt unterschiedliche Angebote zur Unterstützung der Jugendlichen vor und fokussiert dabei auf das innovative „Modell der studienintegrierenden Ausbildung“. Ein konstitutives Element des Modells bildet das Bildungs- und Berufswegcoaching. Der Beitrag beschreibt dieses Coachingangebot und skizziert, wie im methodologischen Rahmen eines Design-Based Research (DBR) die praktische Implementierung mit einer systematischen Erkenntnisgewinnung verbunden werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Education, Skills & Labor-Market Success: Microeconometric Analyses Using Large-Scale Skills Assessments (2020)
Hampf, Franziska Bernadette;Zitatform
Hampf, Franziska Bernadette (2020): Education, Skills & Labor-Market Success. Microeconometric Analyses Using Large-Scale Skills Assessments. (ifo-Beiträge zur Wirtschaftsforschung 89), München, 211 S.
Abstract
"Ziel der Dissertation ist es, ein besseres Verständnis des Ursache-Wirkungs-Zusammenhangs zwischen Bildung, Kompetenzen und Arbeitsmarkterfolg zu schaffen. Kapitel 2 untersucht den Effekt von Bildung auf kognitive Kompetenzen unter Verwendung qualitativ hochwertiger Kompetenzmaße der PIAAC-Studie. Zur Identifizierung des Effekts wird die Variation der Schulzeit basierend auf der deutschen Pflichtschulreform verwendet. Es zeigt sich, dass die Reform Mathekompetenzen um rund 0.2 SD erhöhte. Kapitel 3 untersucht, inwiefern die Arbeitsmarktbedingungen zum Zeitpunkt des Schulabschlusses die tertiäre Bildungsentscheidung, Kompetenzentwicklung und den späteren Arbeitsmarkterfolg beeinflussen. Als Quelle exogener Variation in Arbeitsmarktoptionen wird die Variation in der nationalen Arbeitslosenquote zum Zeitpunkt des Schulabschlusses über einen 20-Jahres-Zeitraum in 28 Ländern herangezogen. Eine hohe Arbeitslosigkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit des Universitätsbesuchs, Kompetenzen, sowie den Arbeitsmarkterfolg. Kapitel 4 untersucht mithilfe der PIAAC-Daten, inwieweit kognitive Kompetenzen höhere Löhne von Universitätsabsolventen erklären. Die internationale Variation in Lohnprämien verringert sich um fast 25 Prozent, sobald man für Kompetenzen kontrolliert. Ein Teil der Lohnprämie reflektiert die Selektion von Personen mit höheren Kompetenzen in Universitäten. Allerdings kann diese Selektion nicht die internationalen Unterschiede in Lohnprämien erklären." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausbilder der Nation, Integrator und Impulsgeber: Die Rolle des Handwerks im deutschen Bildungssystem (2020)
Zitatform
Haverkamp, Katarzyna & Till Proeger (2020): Ausbilder der Nation, Integrator und Impulsgeber: Die Rolle des Handwerks im deutschen Bildungssystem. (Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung 34), Göttingen, 24 S. DOI:10.3249/2364-3897-gbh-34
Abstract
"Die aktuellen Diskussionen um die Stärkung des dualen Ausbildungssystems streben eine stärkere Gleichstellung beruflicher- und akademischer Bildungswege an. In diesem Kontext steht die Frage nach der Rolle der beruflichen Ausbildung im Handwerk für den gesamten Arbeitsmarkt und damit für die Volkswirtschaft. Die Rolle der dualen Ausbildung kann dabei über die veränderten empirischen Ausbildungsmuster sowie die veränderten Funktionszuschreibungen im Zeitverlauf beschrieben werden. In dieser Studie werden Zeitreihen zur beruflichen Bildung sowie die vorhandenen Studien zur Funktionsweise des dualen Bildungssystems genutzt, um für den Zeitverlauf seit 1950 die zentralen Charakteristika und Funktionen des Ausbildungssystems des Handwerks zu beschreiben. Hierbei werden vier Phasen und drei Funktionsverschiebungen identifiziert, die jeweils mit strukturellen Veränderungen im Ausbildungsmarkt einhergehen. Im Ergebnis benennt die Studie folgende zentrale volkswirtschaftliche Funktionen des handwerklichen Qualifizierungssystems: Erstens gilt das Handwerk mit seiner überproportionalen Ausbildungsleistung traditionell als „Ausbilder der Nation“. 28 % der Auszubildenden werden derzeit im Handwerk auf die Tätigkeit auf dem regulären Arbeitsmarkt vorbereitet, wobei tendenziell die Schwerpunktlegung der Ausbildung auf der eigenständigen und problemlösungsorientierten Arbeitsweise als besondere Stärke des handwerklichen Qualifizierungssystems gilt. Zweitens wird dem Handwerk eine arbeitsmarkt- und sozialpolitisch maßgebende Rolle als „sozialer Integrator“ zugeschrieben. Als Integrator übernimmt das Handwerk insbesondere in Zeiten der gesellschaftlichen Umbrüche die Aufgabe, benachteiligte Bevölkerungsgruppen (Geflüchtete, Leistungsschwächere, Altbewerber) systematisch in das Arbeitsleben zu integrieren. Als für diese Aufgabe besonders relevante Stärke des Handwerks gilt die (oft familiengeführte) kleinbetriebliche Betriebsstruktur sowie die Vernetzung und ehrenamtliches Engagement in lokalen Gemeinschaften. Drittens gilt das Handwerk auch zunehmend als Impulsgeber für die transdisziplinären Innovationsprozesse. Als Ergänzung zu akademisch-technologiebasierter Fortentwicklung der Technologien und Produkte, bringen handwerklich qualifizierte Fachkräfte Innovationsimpulse ein, die auf berufsspezifischer Spezialisierung, erfahrungsbasiertem Können und hochentwickelten Fertigkeiten basieren. Die Studie verdeutlicht und diskutiert die Bedeutung und Veränderung dieser Funktionen im Zeitverlauf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Sektorale und berufsspezifische Ausbildungsstrategien und Übergangsmuster nach der dualen Ausbildung (2020)
Zitatform
Haverkamp, Katarzyna, Holger Seibert & Mirko Wesling (2020): Sektorale und berufsspezifische Ausbildungsstrategien und Übergangsmuster nach der dualen Ausbildung. In: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jg. 69, H. 1, S. 44-68., 2019-09-06. DOI:10.1515/zfwp-2019-2020
Abstract
"Based on the Integrated Employment Biographies data (IEB) of the Institute for Employment Research, the study compares the transition patterns after completion of vocational training in craft trades and in other sectors of economic activity. According to Soskice (1994) and Steedman (1993), dual training in the craft sector exhibits some distinctive features that can be expected to increase the risk of non-smooth transitions and to inhibit labor market integration of its apprentices. The analysis shows that currently almost all apprentices manage to enter regular employment within one year after graduation. However, apprenticeship graduates from craft trades are more likely to be affected by temporary unemployment. Additionally, the wage disadvantages associated with a job change are significantly higher in craft trades than in other occupations. Further analysis reveals that these average effects mask large differences at the occupational level. We conclude, that future research should draw more attention to transition risks on occupational rather than on sectoral level." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Lebenswelten und soziale Netzwerke von jungen Geflüchteten und Zugewanderten am Übergang in Ausbildung und Beruf (2020)
Zitatform
Heisler, Dietmar & Susanne Schemmer (2020): Lebenswelten und soziale Netzwerke von jungen Geflüchteten und Zugewanderten am Übergang in Ausbildung und Beruf. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 38, S. 1-23.
Abstract
"Jugend wird als eine eigenständige Lebens- und Entwicklungsphase betrachtet. Für junge Geflüchtete stellt sie eine besondere Herausforderung dar. Für sie geht es nicht nur um die Bewältigung alterstypischer Entwicklungsaufgaben, sondern auch um eine gelingende Integration in die Aufnahmegesellschaft. Dazu gehören u. a. das Kennenlernen und die Aneignung von Sprache, Kultur und Werten, genauso die Erschließung von Alltagsräumen und Lebenswelten, z. B. von Freizeitmöglichkeiten, Bildung und von beruflichen Erfahrungsräumen. Die Frage zur gelingenden Integration und Gestaltung von Lebenswelten junger Geflüchteter wurde im Kontext der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts „angekommen in Deiner Stadt“ der Walter Blüchert Stiftung genauer untersucht. Der Beitrag referiert u. a. die Ergebnisse einer in diesem Kontext durchgeführten egozentrierten Netzwerkanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass die Angebote den Rahmen für den Aufbau und die Erweiterung kommunikativer, sozialer Netzwerke darstellen und lebensweltliche Zugänge öffnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Digitalisierung am Übergang Schule Beruf: Ansätze und Perspektiven in Arbeitsdomänen und beruflicher Förderung (2020)
Zitatform
Heisler, Dietmar & Jörg Meier (Hrsg.) (2020): Digitalisierung am Übergang Schule Beruf. Ansätze und Perspektiven in Arbeitsdomänen und beruflicher Förderung. (Berufsbildung, Arbeit und Innovation 56), Bielefeld: wbv Publikation, 232 S. DOI:10.3278/6004725w
Abstract
"Berufliche Förderung in Zeiten von Digitalisierung und Berufsbildung 4.0 war ein Schwerpunktthema der Hochschultage Berufliche Bildung 2019 in Siegen. Der erste Teil befasst sich mit Fragen zum digitalen Kompetenzerwerb in verschiedenen Arbeitsdomänen, von den Auswirkungen der Digitalisierung auf industrieller Arbeit und Landwirtschaft bis zur Entwicklung von Medienkompetenz als Aufgabe der Berufsbildung. Im zweiten Teil stehen Fragen zur beruflichen Förderung in Zeiten der Digitalisierung im Mittelpunkt. Themen sind u.a. Lernortkooperationen, digitale Transformation in der Ausbildungsvorbereitung an Berufskollegs sowie Benachteiligtenförderung in digitalen Kontexten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zugang zur beruflichen Bildung für junge Geflüchtete: Der Beitrag berufsorientierender Beratung und Unterstützung (2020)
Zitatform
Hilkert, Bernhard & Nicole Pötter (2020): Zugang zur beruflichen Bildung für junge Geflüchtete. Der Beitrag berufsorientierender Beratung und Unterstützung. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 49, H. 2, S. 47-50.
Abstract
"Im Beitrag wird erkundet, wie Berater/-innen in Jobcentern, Kammern und Jugendmigrationsdiensten bleibeberechtigte junge Geflüchtete bei der Entwicklung einer beruflichen Ausbildungsperspektive beraten und unterstützen. Dabei wird deutlich, dass vor dem Hintergrund institutioneller und organisatorischer Rahmenbedingungen Berater/-innen in spezifischer Weise Optionen für eine berufliche Ausbildung junger Geflüchteter öffnen. Der Beitrag schließt mit einer Empfehlung zur Gestaltung berufsorientierender und ausbildungsvorbereitender Beratung und Unterstützung junger Geflüchteter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Transitions from lower track secondary schools into vocational training: Does a detour pay off? (2020)
Hillerich-Sigg, Annette;Zitatform
Hillerich-Sigg, Annette (2020): Transitions from lower track secondary schools into vocational training: Does a detour pay off? (ZEW discussion paper 2020-049), Mannheim, 45 S.
Abstract
"This paper analyzes the effect of alternative transition paths after grade 9 of German lower secondary school on vocational training. Using a selection-on-observables approach I show that a delayed transition into vocational training after lower track secondary school is not a disadvantage conditional on a successful transition into vocational training. Students benefit from continuing general schooling or attending vocational school compared to transitioning directly with regard to wages paid during vocational training as well as average wages, prestige, and socioeconomic status of the training occupation. This comes at the cost of a lower probability to match the training occupation with the reported desired occupation and being less satisfied with the vocational training. Participation in pre-vocational training does not lead to a different type of vocational training position than after a direct transition. However, those participants are less satisfied with their vocational training." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Rolle der Social-Media-Anwendung Instagram bei der Berufswahlentscheidung von Jugendlichen (2020)
Zitatform
Jahncke, Heike, Florian Berding, Katharina Albers, Sirka Logemann & Karin Rebmann (2020): Die Rolle der Social-Media-Anwendung Instagram bei der Berufswahlentscheidung von Jugendlichen. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 116, H. 1, S. 57-90. DOI:10.25162/zbw-2020-0003
Abstract
"Die Berufswahl stellt sowohl in persönlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht eine der grundlegendsten Entscheidungen für junge Menschen dar. Wichtige Einflussgrößen sind dabei nach wie vor das familiäre Umfeld sowie praktische Erfahrungen. Gleichzeitig deuten neue Studie an, dass auch Medien eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Berufswahl spielen. Wie Jugendliche jedoch konkret aktuelle Jugendmedien einsetzen, ist kaum bekannt. Vor diesem Hintergrund analysiert der Beitrag, welche Rolle die Applikation “Instagram" während der Berufswahlprozess von 14 Schüler(inne)n der teilqualifizierenden Berufsfachschule (Wirtschaft) zukommt. Die Studie zeigt, dass Berufswünsche nicht durch Instagram ausgelöst werden, sondern bestimmte Berufswünsche ihren Ursprung in praktischen Erfahrungen und im familiären Umfeld besitzen. Die Ergebnisse zeigen weiter, dass die Jugendlichen Instagram dazu nutzen, sich Informationen über den Berufswunsch einzuholen und Instagram vor allem eine Bestärkung des Berufswunsches der Jugendlichen bewirkt. Vor allem bei Jugendlichen mit einem Hauptschulabschluss wird so durch Instagram eine sich selbst verstärkende Spirale erzeugt, wie sie beispielsweise auch die sozial-kognitiven Theorie von Lent, Brown und Hackett (1994) postuliert. Der Beitrag schließt daraus, dass Jugendliche im Unterricht über diese Verstärkungsfunktion von Jugendmedien aufzuklären sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
