Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung
Wer einen Ausbildungsplatz sucht, braucht einen möglichst guten Schulabschluss. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist wiederum ein entscheidender Faktor für die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Viele Jugendliche scheitern jedoch an den beiden Hürden Schulabschluss und Ausbildungsplatzsuche. Neben leistungsschwächeren Jugendlichen sind vor allem sozial Benachteiligte betroffen. Dieses Themendossier präsentiert mit Hinweisen auf Forschungsprojekte sowie weiteren relevanten Internetquellen wissenschaftliche Befunde und Diskussionen zur Übergangsproblematik an der 1. und 2. Schwelle sowie politischen Förderstrategien zur Verbesserung der Einmündung in Ausbildung und Beschäftigung.
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Themendossier Schul- und Ausbildungsabbruch.
Themendossier Ausbildungsstellenmarkt.
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Literaturhinweis
Training agencies as intermediary organisations in apprentice training in Norway and Switzerland: general purpose or niche production tools? (2023)
Zitatform
Michelsen, Svein, Håkon Høst, Regula Julia Leemann & Christian Imdorf (2023): Training agencies as intermediary organisations in apprentice training in Norway and Switzerland: general purpose or niche production tools? In: Journal of vocational education and training, Jg. 75, H. 3, S. 522-542. DOI:10.1080/13636820.2021.1904437
Abstract
"In recent years Norway and Switzerland have introduced local training agencies (TAs), local intermediary organisations consisting of firms involved in apprentice training. In both countries, the starting point for the formation of the TA was roughly similar: enabling more firms to participate in apprentice training. Despite similar tasks, TAs have developed differently in the two countries. In Norway TAs have evolved as general-purpose tools in the governance of apprentice training while in Switzerland they are restricted to small niches. The article investigates these different outcomes using theories of intermediary organisations in the governance of collective skill formation systems at the local level." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Verzahnte Orientierungsangebote zur beruflichen und akademischen Ausbildung: Die Perspektive der Teilnehmenden (2023)
Neu, Ariane;Zitatform
Neu, Ariane (2023): Verzahnte Orientierungsangebote zur beruflichen und akademischen Ausbildung. Die Perspektive der Teilnehmenden. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 52, H. 3, S. 50-54.
Abstract
"Das BMBF-geförderte Modellvorhaben „VerOnika“ zielt auf die Erprobung verzahnter Orientierungsangebote. Diese sollen den Teilnehmenden gleichwertig Einblicke in ein Hochschulstudium sowie in eine berufliche Ausbildung bieten, um so eine erfahrungsbasierte Bildungsentscheidung zu ermöglichen. Der Beitrag stellt Befunde der wissenschaftlichen Begleitung dieses Modellvorhabens vor. Diese resultieren aus qualitativen und quantitativen Start- und Abschlussbefragungen der Programmteilnehmenden und spiegeln insbesondere deren Perspektive auf die verzahnten Orientierungsprogramme wider." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aspiration–attainment gaps predict adolescents' subjective well-being after transition to vocational education and training in Germany (2023)
Zitatform
Nießen, Désirée, Alexandra Wicht & Clemens M. Lechner (2023): Aspiration–attainment gaps predict adolescents' subjective well-being after transition to vocational education and training in Germany. In: PLoS ONE, Jg. 18. DOI:10.1371/journal.pone.0287064
Abstract
"An occupational Aspiration-attainment gap (AAG) is defined as a discrepancy between the socioeconomic status (SES) of the aspired occupation and the one attained. We investigated how experiencing an occupational AAG after transition to vocational education and training (VET) affects three domains of subjective well-being (SWB) among adolescents in Germany (general life, job, and income satisfaction). Using longitudinal data from the German Socio-Economic Panel (SOEP), we could track respondents' SWB during the transition to and during VET. Results from latent growth curve models revealed that both under- and overachievement of aspirations (i.e., negative and positive AAGs) reduced initial levels of SWB after VET entry-especially work-related satisfaction (i.e., income and job satisfaction). Individuals with an AAG (both negative and positive) tended to experience a slightly larger increase in SWB during VET than those who met their aspirations. Overall, our results suggest that the decisive factor for adolescents' SWB is not the SES of the VET position they attain, but rather whether that position is the exact type of position to which they aspired." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Schüler*innen teilqualifizierender höherer Berufsfachschulen – ohne Berufsabschluss, aber mit Perspektive?: Allokationseffekte umstrittener Bildungsgänge beruflicher Schulen (2023)
Zitatform
Rahn, Sylvia & Christoph Fuhrmann (2023): Schüler*innen teilqualifizierender höherer Berufsfachschulen – ohne Berufsabschluss, aber mit Perspektive? Allokationseffekte umstrittener Bildungsgänge beruflicher Schulen. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Jg. 26, H. 1, S. 83-103. DOI:10.1007/s11618-022-01136-6
Abstract
"Jugendliche münden mit der Erwartung in die beruflich teilqualifizierenden höheren Berufsfachschulen ein, durch die Steigerung ihres Schulabschlussniveaus ihre Übergangschancen in eine duale Berufsausbildung verbessern zu können. Allerdings wurde in der Berufsbildungs- und Arbeitsmarktforschung schon vor Jahrzehnten eine Entwertung der Schulabschlüsse beruflicher Schulen prognostiziert und derzeit ist die Effektivität der zweijährigen beruflich teilqualifizierenden höheren Berufsfachschulen umstritten. Auf der Basis einer regionalen Panelstudie wird deshalb mittels Propensity Score Matchings und einer Drop-out-Analyse untersucht, welche Ausbildungschancen die zweijährigen beruflich teilqualifizierenden höheren Berufsfachschulen ihren Absolvent*innen eröffnen und ob die Bildungsgänge im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung als ihr am stärksten ausgebauter Typ tatsächlich den Weg in die Ausbildung zu kaufmännischen Fachangestelltentätigkeiten ebnen, wie viele Schüler*innen dies hoffen. Die Daten zeigen, dass die Absolvent*innen der zweijährigen beruflich teilqualifizierenden höheren Berufsfachschulen im Vergleich mit den Direktabgänger*innen der Sekundarstufe I mit mittlerem Abschluss ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt tatsächlich verbessern können. Zugleich verlässt jedoch rund jede*r fünfte Schüler*in den Bildungsgang vorzeitig. Es werden Konsequenzen für die schulische Laufbahnberatung gezogen und Forschungsperspektiven aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Mentoring erhöht die Ausbildungsbeteiligung benachteiligter Jugendlicher (2023)
Zitatform
Resnjanskij, Sven, Jens Ruhose, Katharina Wedel, Simon Wiederhold & Ludger Wößmann (2023): Mentoring erhöht die Ausbildungsbeteiligung benachteiligter Jugendlicher. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 76, H. 12, S. 7-10.
Abstract
"In unserer Studie evaluieren wir die Wirksamkeit eines der größten Mentoring-Programme für benachteiligte Jugendliche in Deutschland. Ziel des Programms »Rock Your Life!« ist der erfolgreiche Übergang der Jugendlichen von der Sekundarstufe I in eine berufliche Ausbildung oder in die schulische Oberstufe. Das Programm wurde vor 15 Jahren von einer Gruppe Universitätsstudierender gegründet und hat seitdem mehr als 10 000 Mentoring-Paare an über 50 Standorten in fünf Ländern zusammengeführt. Das Hauptaugenmerk des Programms richtet sich auf Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen, die oft nur begrenzte Unterstützung aus ihrem Elternhaus erhalten. Es zielt auf Schüler*innen der achten und neunten Klasse ab (Durchschnittsalter 14 Jahre), die Hauptschulen oder ähnliche Schulformen in benachteiligten Stadtvierteln besuchen. Die ehrenamtlichen Mentor*innen sind Studierende, die sich ein bis zwei Jahre lang regelmäßig (etwa alle zwei Wochen) mit den Jugendlichen treffen. Dabei unterstützen sie die Jugendlichen bei der Bewältigung von Stresssituationen in der Schule sowie im familiären Umfeld und bieten ihnen Orientierung in Bezug auf ihre beruflichen Möglichkeiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beyond windfall gains: The redistribution of apprenticeship costs and vocational education of care workers (2023)
Zitatform
Schuss, Eric (2023): Beyond windfall gains: The redistribution of apprenticeship costs and vocational education of care workers. In: Economica, Jg. 90, H. 359, S. 978-1002. DOI:10.1111/ecca.12474
Abstract
"In many countries, training subsidies and levy schemes are used to tackle the problem that company-based provision of apprenticeship training is low. In this paper, we consider the introduction of a levy scheme in the care sector and estimate the causal effect exerted by substantial redistribution of care worker apprenticeship costs on the training activity of care facilities. We exploit the fact that the underlying apprenticeship levy was introduced across the German federal states at different points in time. For ambulatory care, we find a positive effect on the probability of hiring new apprentices and on the number of new apprentices. Inpatient care facilities react only at the intensive margin. This suggests that the positive effects in this sector are driven mainly by facilities that have already provided training slots before the reform." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Förderung von heterogenen Zielgruppen im Übergang Schule - Beruf: Eine empirische Untersuchung von Landesstrategien und regionalen Förderkonzepten der Beruflichen Orientierung (2023)
Sittig, Melanie;Zitatform
Sittig, Melanie (2023): Förderung von heterogenen Zielgruppen im Übergang Schule - Beruf. Eine empirische Untersuchung von Landesstrategien und regionalen Förderkonzepten der Beruflichen Orientierung. (Berufsbildung, Arbeit und Innovation. Dissertationen, Habilitationen 74), Bielefeld: wbv Publikation, 379 S. DOI:10.3278/9783763973729
Abstract
"Im Übergang von der Schule in den Beruf begegnen Jugendliche verschiedenen Herausforderungen, die ihre Chancen auf eine durch Erwerbstätigkeit gesicherte Zukunft beeinflussen. In den vergangenen Jahren haben sich Landesstrategien und regionale Förderkonzepte zur Unterstützung dieses Prozesses entwickelt. Um diese näher zu ergründen, wurde eine empirische Untersuchung auf quantitativer und qualitativer Ebene durchgeführt. Diese befasst sich mit der Forschungsfrage, welche Strukturen eine Landesstrategie aufweisen sollte, um heterogene Zielgruppen mit spezifischem Unterstützungsbedarf mit Angeboten der Beruflichen Orientierung zu erreichen und somit im Prozess des Übergangs von der Schule in den Beruf zu fördern." (Verlagsangaben, IAB-Doku, ©wbv Publikation)
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Inhaltsverzeichnis -
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Problematising engagement with technologies in transitions of young people identified as 'Not in Education, Employment or Training' (NEET) in Scotland (2023)
Szpakowicz, Dorota;Zitatform
Szpakowicz, Dorota (2023): Problematising engagement with technologies in transitions of young people identified as 'Not in Education, Employment or Training' (NEET) in Scotland. In: Journal of Youth Studies, Jg. 26, H. 9, S. 1200-1218. DOI:10.1080/13676261.2022.2080538
Abstract
"Dominant debates and digital upskilling strategies in Scotland have been long underpinned by the notion that engagement with technologies can transform young people’s lives. This paper offers a critique of such dominant understandings and contributes to the scarce research on the impact of technologies on disadvantaged young people’s life chances. It reports on qualitative fieldwork exploring everyday lives, transitions and technology use amongst 22 NEET-identified Scottish young people aged 16–24, drawing on thinking tools from Bourdieu. Findings show that participants followed ‘accelerated’ transitions towards vocational pathways, whilst technologies played a liminal role in making occupational choices. Furthermore, processes underpinning the post-16 transitions policy field were found to strongly shape the young people’s trajectories, directing them towards the least valuable options in terms of work and training. Concurrently, uncertainties about how to navigate the realm of work and perform the self in relation to the labour force constituted a common feature of participants labouring subjectivities and these were reflected in the ways they used technologies while looking for opportunities. However, even when the young people acquired digital employability skills, these had little impact on their transitions as the old social divisions were a much stronger influence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The dreams they are a-changin': Mixed-methods longitudinal research on young people's patterns of orientation (2023)
Zitatform
Vogl, Susanne, Ona Valls, Raphaela Kogler & Franz Astleithner (2023): The dreams they are a-changin': Mixed-methods longitudinal research on young people's patterns of orientation. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 48, H. 3, S. 309-331. DOI:10.1007/s11614-023-00540-4
Abstract
"Am Ende der Neuen Mittelschule erleben junge Menschen einen wichtigen Übergang: In Österreich müssen sie dann über ihren weiteren Berufs- und Bildungsweg entscheiden. Dieser Übergang wird von Aspirationen und Entscheidungen gerahmt. In diesem Beitrag untersuchen wir Muster der Entstehung, sowie Stabilität und Wandel von Berufs- und Bildungsaspirationen. Basierend auf einer explorativen, längsschnittlichen Mixed Methods Studie mit Jugendlichen im Alter von 14 Jahren in der ersten Erhebungswelle nähern wir uns dem multidimensionalen Phänomen der Berufs- und Bildungsaspirationen an. Wir analysieren drei Wellen qualitativer Panelinterviews und entwickeln eine Verlaufstypologie des Orientierungsprozesses der jungen Menschen in Bezug auf Beruf und Bildung. In statistischen Analysen von drei Wellen einer Panelbefragung der selben Altersgruppe vergleichen und integrieren wir Ergebnisse zu Stabilität und Wandel der Aspirationen und analysieren den Einfluss sozio-demographischer Aspekt auf diese Muster. Anhang dieses Mixed Methods Längsschnittdesigns erlangen wir ein tiefergehendes Verständnis für die Gedanken, Vorstellungen und Sorgen der jungen Menschen während dieses Übergangs. Außerdem lernen wir mehr darüber, welche Ressourcen den Orientierungsprozess und die damit zusammenhängenden Muster prägen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Soziale Herkunft, Leistung und Aspiration beim Übergang nach der Mittelschule in den Wiener Bezirken (2023)
Zitatform
Vogtenhuber, Stefan (2023): Soziale Herkunft, Leistung und Aspiration beim Übergang nach der Mittelschule in den Wiener Bezirken. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 48, H. 3, S. 451-461. DOI:10.1007/s11614-023-00546-y
Abstract
"In diesem Artikel werden die primären und sekundären sozialen Herkunftseffekte in der Entscheidung über den weiteren Bildungsverlauf nach der Mittelschule (MS) in Wien untersucht. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob sich beim Übergang aus dem bereits nach Leistung und sozialer Herkunft homogenisierten MS-Milieu weitere soziale Herkunftseffekte zeigen und ob diese Effekte systematisch zwischen den Wiener Bezirken variieren. Bedingt durch regionale Unterschiede in den schulischen Angebotsstrukturen unterscheiden sich auch die Bezirke Wiens erheblich nach dem Anteil der Schüler*innen, die in der unteren Sekundarstufe in eine MS oder in die Unterstufe einer Allgemeinbildenden höheren Schule gehen. Auf Basis einer Sekundäranalyse der Paneldaten des Projekts „Wege in die Zukunft“ zeigt sich, dass die Bildung der Eltern auch aus der MS heraus einen signifikanten Einfluss auf den Übergang in eine zur Matura führende Schule hat. Dabei gewinnen die sekundären, leistungsunabhängigen Herkunftseffekte an Bedeutung je geringer des MS-Anteil im Bezirk ist. In Bezirken mit hohem MS-Anteil, in denen die Lernumgebung im Hinblick auf die Zusammensetzung der Schüler*innen heterogener ist, ist der Übergang hingegen überwiegend von leistungsabhängigen Faktoren bestimmt. Das entspricht eher dem meritokratischen Ideal, wonach leistungsunabhängige Faktoren keinen Einfluss auf die Übergangschance haben sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Pre-existing company contacts and premature termination of apprenticeship training in Germany (2023)
Zitatform
Weißmann, Markus & Tobias Roth (2023): Pre-existing company contacts and premature termination of apprenticeship training in Germany. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 87. DOI:10.1016/j.rssm.2023.100839
Abstract
"Using longitudinal data from Starting Cohort 4 of the German National Educational Panel Study (NEPS), we examined whether pre-existing strong ties and weak ties in the training company are associated with the risk of premature termination of apprenticeship training in Germany. This is highly relevant for the literature on social capital in the labor market since so far little is known about the role of social contacts for the turnover propensity of labor market entrants. By examining a potentially important factor for a successful labor market integration, our research also adds to both the school-to-work and the social stratification literature. Our empirical results are only partly consistent with our theoretically derived expectations. While contrary to our expectations, we found no association between strong ties and termination probability, weak ties were, as expected, associated with a lower probability of premature training termination among those apprentices who were trained in their desired occupation. Our main results, combined with several robustness checks, let us assume that this is due to better matched training situations." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Eckpunkte einer regionalen Verbleibsstudie 2021 zur Deskription von Transitionsprozessen bei Jugendlichen aus dem Förderschwerpunkt Lernen (2023)
Werner, Birgit;Zitatform
Werner, Birgit (2023): Eckpunkte einer regionalen Verbleibsstudie 2021 zur Deskription von Transitionsprozessen bei Jugendlichen aus dem Förderschwerpunkt Lernen. In: Lernen fördern, Jg. 43, H. 1, S. 20-28.
Abstract
"(Bildungs-)biografische Übergänge wie beispielsweise von der Grundschule zur Sekundarstufe I oder auch von der Schule in die Ausbildung resp. Erwerbsarbeit sind "sowohl Zielperspektive als auch Anlass für pädagogisches Handeln". Eine regionale Studie zum nachschulischen Verbleib von Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt Lernen im Jahr 2021 (n = 106) geht zwei zentralen Fragen nach: Welche Verbleibswege lassen sich für die Jugendlichen rekonstruieren? Wie realisieren die Jugendlichen diesen Transitionsprozess? Das Spektrum der Ausbildungsberufe und Erwerbstätigkeiten zeigt eine Tendenz hin zu handwerklich-praktischen Tätigkeiten sowie sozialen, hauswirtschaftlichen und kaufmännischen Dienstleistungen. Die beruflich-soziale Integration benachteiligter Jugendlicher bewegt sich im Spannungsfeld zwischen der Bewältigung kritischer Lebensereignisse und der Wahrnehmung verschiedener Unterstützungssysteme." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Methodische Grundlagen und Forschungsdesign der Panelstudie (2023)
Wöhrer, Veronika ; Schels, Brigitte ; Astleithner, Franz ; Mataloni, Barbara; Vogl, Susanne ; Malschinger, Paul ;Zitatform
Wöhrer, Veronika, Susanne Vogl, Brigitte Schels, Barbara Mataloni, Paul Malschinger & Franz Astleithner (2023): Methodische Grundlagen und Forschungsdesign der Panelstudie. In: J. Flecker, B. Schels & V. Wöhrer (Hrsg.) (2023): Junge Menschen gehen ihren Weg, Göttingen, V&R unipress S. 29-56, 2022-07-01.
Abstract
"In der Studie "Wege in die Zukunft" werden Jugendliche aus Wien über fünf Jahre begleitet. Sie standen zum Zeitpunkt der Erstbefragung unmittelbar vor der Entscheidung, welchen Weg sie nach der NMS gehen wollen/sollen/können/werden. In diesem Kapitel stellen wir die methodischen Grundlagen des Projekts vor, vom Gesamtdesign über die Zielgruppe hin zu den Datenerhebungen im qualitativen und quantitativen Strang." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsbildungsbericht 2023 (2023)
Zitatform
(2023): Berufsbildungsbericht 2023. (Berufsbildungsbericht ... / Bundesministerium für Bildung und Forschung), Bonn, 141 S.
Abstract
"Der Berufsbildungsbericht beschreibt die Lage auf dem Ausbildungsmarkt und die Situation zum Beginn des Ausbildungsjahres zum Stichtag 30. September 2022. Der Bericht zeigt einen Anstieg des Ausbildungsangebotes um 1,4 Prozent auf 544.000. Die traditionelle Ausbildungsnachfrage blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert (+0,0 Prozent auf 497.800). Die erweiterte Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ging um 1,0 Prozent auf 535.500 zurück. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im dualen System ist leicht um 0,4 Prozent auf 475.100 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen um 9,0 Prozent auf 68.900. Für die Zahl der unversorgt gebliebenen Bewerberinnen und Bewerber ergab sich ein Rückgang um 7,8 Prozent auf 22.700 Personen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Instrumente des SGB III und des SGB II zur Unterstützung junger Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt (2023)
Zitatform
(2023): Instrumente des SGB III und des SGB II zur Unterstützung junger Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt. (Sachstand / Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste WD 6 - 3000 - 070/23), Berlin, 30 S.
Abstract
"Die Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt stellt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels eine wichtige staatliche Aufgabe dar. Von zentraler Bedeutung sind dabei die Förderungsmaßnahmen nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch - Arbeitsförderung (SGB III) und dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch – Bürgergeld, Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II). Das SGB III sieht unter anderem Maßnahmen zur Berufsorientierung, zur Aus- und Weiterbildung sowie zur Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche vor. Hierbei werden junge Menschen am Übergang von der Schule ins Berufsleben gezielt gefördert, um ihre Qualifikationen und Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Viele dieser Leistungen stehen auch Beziehern von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II zur Verfügung, das SGB II bietet jedoch auch eigene Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung, von denen sich einige auch speziell an junge Menschen richten. Die vorliegende Arbeit soll einen knappen Überblick über die nach dem SGB III und dem SGB II bestehenden Fördermöglichkeiten geben. Die Darstellung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Instrumente und Leistungen, die sich explizit an junge Menschen richten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsorientierung und betriebliche Ausbildung stärken, Weiterbildungsförderung Beschäftigter praxistauglich gestalten: Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Aus- und Weiterbildungsförderung (2023)
Abstract
"Zur Stärkung des Ausbildungsmarktes enthält der Gesetzentwurf mit der Einführung eines neuen Programms für Berufsorientierungspraktika und mit der Flexibilisierung der Einstiegsqualifizierung richtige Ansätze. Eine wichtige Klarstellung ist, dass in der Einleitung des Gesetzentwurfs jetzt explizit festgehalten wird, dass die Bundesregierung von der Einführung einer branchenübergreifenden Ausbildungsumlage zur Finanzierung der Ausbildungsgarantie Abstand nimmt. Auch das Bekenntnis zum Vorrang der betrieblichen Ausbildung ist wichtig. Die außerbetriebliche Berufsausbildung (BaE) kann nur dann eine Alternative sein, wenn alle Vermittlungsbemühungen in geeignete unbesetzte Ausbildungsplätze erfolglos geblieben sind. Eine zentrale Verbesserung gegenüber dem Referentenentwurf ist die Eingrenzung auf Regionen mit einer erheblichen Unterversorgung von mehr als 10 % für die Inanspruchnahme von BaE durch sog. marktbenachteiligte Jugendliche. Erforderlich bleibt eine Konkretisierung, unter welchen genauen Voraussetzungen (Bewerbungs- und Vermittlungsbemühungen) diese jungen Menschen förderberechtigt sind. Das Angebot von BaE muss den konkreten regionalen Bedarfen entsprechen und sich auf Berufe konzentrieren, in denen eine hohe Arbeitsmarktnachfrage besteht. Dies kann nur auf regionaler Ebene unter Einbeziehung der Sozialpartner entschieden werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Übergang von der Schule in den Beruf: Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 14- bis 21-Jährigen zum Tag der Bildung 2023 (2023)
Abstract
"Im Auftrag der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Bertelsmann Stiftung hat forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH eine repräsentative Befragung von 1.075 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 21 Jahren zum Schwerpunktthema „Übergang von der Schule in den Beruf“ zum Tag der Bildung 2023 durchgeführt. Ziel der Befragung war es unter anderem zu ermitteln, was Jugendlichen und jungen Erwachsenen beim Übergang von der Schule in den Beruf wichtig ist, wie gut sie sich beim Erreichen ihres angestrebten Bildungsabschlusses unterstützt fühlen und wie sie das Bildungssystem in punkto Chancengleichheit aktuell und mit Blick in die Zukunft einschätzen. Einige Fragen aus vorangegangenen Erhebungen zur Einschätzung der Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem und zu Fähigkeiten und Kenntnissen für die persönliche berufliche Zukunft wurden in der aktuellen Befragung erneut gestellt, um Zeitvergleiche vornehmen und mögliche Veränderungen im Zeitverlauf aufzeigen zu können. Die Erhebung wurde vom 16. August bis 25. September 2023 mithilfe des repräsentativen Online-Panels forsa.omninet durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse können lediglich mit den bei allen Stichprobenerhebungen möglichen Fehlertoleranzen (im vorliegenden Fall +/- 3 Prozentpunkte) auf die Gesamtheit der 14- bis 21-Jährigen in Deutschland übertragen werden. Die Untersuchungsbefunde werden im nachfolgenden Ergebnisbericht vorgestellt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
On the non-standard routes: vocational training measures in the school-to-work transitions of lower-qualified youth in Germany (2022)
Zitatform
Achatz, Juliane, Kerstin Jahn & Brigitte Schels (2022): On the non-standard routes: vocational training measures in the school-to-work transitions of lower-qualified youth in Germany. In: Journal of vocational education and training, Jg. 74, H. 2, S. 289-310., 2020-04-21. DOI:10.1080/13636820.2020.1760335
Abstract
"This study explores school-to-work transitions in Germany, aiming to achieve a richer understanding of the complexity of labour market entry trajectories while focusing on transition measures. The term transition measures refers to additional training courses that complement the regular vocational education and training system of firm-based or school-based qualification routes. The contribution of supplementary training measures to the school-to-work transitions of young adults is a controversial issue. While programmes aim to ease the transitions of low-skilled youth in the training and labour market, critics point to the risks of long-term subsidised careers or fragmented employment trajectories in subsequent years. By applying sequence analysis to administrative data of the Federal Employment Agency, individual trajectories of a cohort of school leavers with an at-most intermediate school-leaving certificate are analysed for the period 2008 to 2014. The results show a complex picture of ten distinct school-to-work transition patterns. Youth passing through transition measures tend to experience a less continuous but still purposeful transition pathway. We also identify a small number of youth experiencing at-risk trajectories characterised by a highly discontinuous transition process, which points to sustained detachment from the training and labour markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Disadvantaged young people find the transition from school to work particularly difficult (2022)
Zitatform
Achatz, Juliane, Nancy Reims, Malte Sandner & Brigitte Schels (2022): Disadvantaged young people find the transition from school to work particularly difficult. In: IAB-Forum H. 08.02.2022 Nürnberg, 2022-02-04. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220208.01
Abstract
"How the transition from school to working life takes place sets the course for individual labour market opportunities. This transition is particularly difficult for disadvantaged young people. Different factors come into play: studies of young people in Germany show that in addition to low or no educational qualifications, attending a special needs school, having a disability, or growing up in low-income families are further barriers to a successful transition. Participation in support programmes can only partially offset these disadvantages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Vorbild Österreich: Ausbildungsgarantie als Brücke zu qualifizierter Beschäftigung? (2022)
Zitatform
Bellmann, Lutz (2022): Vorbild Österreich: Ausbildungsgarantie als Brücke zu qualifizierter Beschäftigung? In: IAB-Forum H. 02.02.2022 Nürnberg, 2022-01-31. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220202.01
Abstract
"Die neue Bundesregierung plant, eine sogenannte Ausbildungsgarantie einzuführen. Eine solche existiert bereits seit einigen Jahren in Österreich. Dort werden rund 8 Prozent aller Auszubildenden auf Staatskosten rein schulisch oder in Zusammenarbeit mit den Betrieben ausgebildet. Auf einer gemeinsamen Videokonferenz des IAB und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, ob und inwieweit sich das österreichische Modell auch als Blaupause für Deutschland eignet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The role of family social capital in school-to-work transitions of young adults in Germany (2022)
Zitatform
Broschinski, Sven, Michael Feldhaus, Marie-Luise Assmann & Martin Heidenreich (2022): The role of family social capital in school-to-work transitions of young adults in Germany. In: Journal of vocational behavior, Jg. 139. DOI:10.1016/j.jvb.2022.103790
Abstract
"The school-to-work transition (STWT) represents a challenge for many young people in Germany today. Previous studies have particularly focused on the influence of adolescents' socio-demographic background as well as national institutions and transition regimes. However, qualitative studies have shown that in addition to these factors, adolescents' and young adults' social environment, especially their parental relationships, may also contribute to a more or less promising STWT. Despite these findings, such factors have so far only played a minor role in quantitative research on young people's STWT trajectories. Our aim is to explain STWTs through young people's social embeddedness, assuming that the difficult transition into working life is also shaped by the young people's family context. To achieve this objective, data on the first cohort (birth cohorts 1991–1993) of the German Family Panel (pairfam) are analysed. A sequence and cluster analysis were conducted on these data, which yielded seven transition patterns. In accordance with the structure of the German labour market, these patterns can be described as more linear transitions or non-standard transitions. Multinomial logistic regressions reveal that in addition to parental financial and human capital, indicators of the family's social capital (family structure, parent-child communication as well as emotional security) are decisive for a successful STWT." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2022 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
School-to-work transition and subjective well-being in Australia (2022)
Zitatform
Dietrich, Hans, Alexander Patzina, Jenny Chesters & Volker Reissner (2022): School-to-work transition and subjective well-being in Australia. In: The British journal of sociology, Jg. 73, H. 1, S. 78-111., 2021-08-18. DOI:10.1111/1468-4446.12895
Abstract
"The school-to-work transition is a demanding period during an individual's life course in all societies particularly because the educational decisions made during this period have long-lasting consequences in multiple life domains. Moreover, adverse starting points after secondary school are likely to lead to adverse outcomes that might cumulate over the life course. This study analyses subjective well-being during this sensitive period and examines the following two questions. First, how do different school-to-work transitions relate to subjective well-being changes? Second, how does subjective well-being develop during and after secondary schooling? As the school-to-work transition period is structured by gender, each analytical step aims to identify gender differences. Furthermore, based on life course theories, this study investigates whether adverse starting points after secondary school lead to cumulative effects in the development of subjective well-being. Based on data from the Household, Income and Labour Dynamics in Australia (HILDA) survey and fixed effects regressions, our results reveal that transitions to employment increase subjective well-being, while transitions to unemployment decrease subjective well-being. Furthermore, transitions to study increase subjective well-being only among men, while such transitions appear to decrease subjective well-being among women. The results related to the development of subjective well-being indicate that subjective well-being decreases during secondary schooling and continues to decrease after individuals leave school. This decrease is stronger among men. Finally, our results reveal the negative cumulative effects of adverse starting points on the development of subjective well-being. Overall, the results reveal great intra-individual variation in subjective well-being during the school-to-work transition period in Australia." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Nachschulische Bildung in Deutschland: Zentrale Ergebnisse und bildungspolitische Einordnung : Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (2022)
Eckelt, Marcus; Burkard, Claudia;Zitatform
Eckelt, Marcus (2022): Nachschulische Bildung in Deutschland. Zentrale Ergebnisse und bildungspolitische Einordnung : Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Gütersloh, 46 S. DOI:10.11586/2022077
Abstract
"Die Übergänge von der Schule in den Beruf sind seit jeher Thema der Berufsbildungspolitik. Dabei bezieht sie sich in der Regel jeweils auf bestimmte Zielgruppen, Problemlagen oder Bildungsbereiche. Im Fokus stehen häufig Ungleichgewichte am Ausbildungsmarkt, die sich allerdings stark gewandelt haben. Während in den letzten Jahrzehnten das zentrale Problem vor allem darin bestand, dass gemessen an der Zahl der Bewerber:innen zu wenig Ausbildungsplätze angeboten wurden, haben wir derzeit eine umgekehrte Situation: Auszubildende scheinen Mangelware, sodass Betriebe zunehmend Schwierigkeiten beklagen, angebotene Ausbildungsplätze zu besetzen. Paradoxerweise finden aber auch viele Jugendliche keine Ausbildungsstelle. Was in der bildungspolitischen Diskussion meist fehlt, ist eine bildungsbereichsübergreifende Betrachtung der Entwicklung in der nachschulischen Bildung insgesamt. In einem von der Bertelsmann Stiftung finanzierten Forschungsprojekt hat die Georg-August-Universität Göttingen unter Mitarbeit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg daher die Übergänge von Jugendlichen mithilfe der Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) für einen Zeitraum von 48 Monaten nach Verlassen des allgemeinbildenden Schulwesens untersucht. Anders als in anderen Studien wird in dieser Analyse die Gesamtkohorte betrachtet, statt einzelne Teilgruppen oder Übergänge in einzelne Bildungsangebote zu fokussieren. So ist es möglich, bildungsbereichsübergreifend die unterschiedlichen Wege junger Menschen in der nachschulischen Bildung zu analysieren und in ihrer quantitativen Bedeutung zu bestimmen. Folgende Fragestellungen waren dabei von besonderem Interesse: Welche „typischen“ Bildungsverläufe lassen sich durch die Analysen erkennen? Gibt es Bildungsverläufe, die mit einem hohen Risiko zu „scheitern“ einhergehen? Und schließlich: Gibt es bestimmte Eigenschaften/Voraussetzungen bei Jugendlichen, die für bestimmte Verläufe typisch sind? Identifiziert wurden sechs typische Verlaufsmuster. Die vorliegende Zusammenfassung stellt die wesentlichen Erkenntnisse der Untersuchung dar und diskutiert auf dieser Grundlage bildungspolitische Ableitungen und Empfehlungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Assistierte Ausbildung als Dienstleistungsangebot für Ausbildungsbetriebe zur Verbesserung der Fachkräftesituation (2022)
Zitatform
Freiling, Thomas & Ralph Conrads (2022): Die Assistierte Ausbildung als Dienstleistungsangebot für Ausbildungsbetriebe zur Verbesserung der Fachkräftesituation. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 71, H. 11, S. 815-839. DOI:10.3790/sfo.71.11.815
Abstract
"Die „Assistierte Ausbildung (AsA)“ ist ein Instrument der Arbeitsförderung (SGB Teil III) zwecks Förderung junger Auszubildender bei der Anbahnung und Durchführung eines regulären Ausbildungsverhältnisses. Es erfährt nach einer Erprobungsphase seit 2015 eine Neuregulierung ab 2021.Die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit untersuchte 2017 – 2019 Wirkung und Zielerreichung der AsA mit einer mehrstufigen qualitativen Evaluationsstudie. Im Beitrag wird der Perspektive von 29 befragten Ausbildungsbetrieben mit AsA-Erfahrungen nachgegangen, um betriebliche Integrationserfolge, aber auch berichtete Umsetzungshürden aufzuzeigen. Zudem wird erörtert, welche konkreten Unterstützungsleistungen von Betrieben als hilfreich erachtet werden und inwieweit die AsA einen Integrationsanreiz zur Ausbildung leistungsschwächerer Jugendlicher setzt. Zum Schluss erfolgen Handlungsempfehlungen bezüglich Flexibilisierung, Freistellungsanreizen und Erhöhung des Bekanntheitsgrades sowie ein Ausblick auf die neu gestaltete „AsA flex“ ." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Role of Autonomy in the Transition to the World of Work (2022)
Zitatform
Gellermann, Jan F. C. & Philipp Fuchs (2022): The Role of Autonomy in the Transition to the World of Work. In: Social Inclusion, Jg. 10, H. 2, S. 324-334., 2022-03-22. DOI:10.17645/si.v10i2.5104
Abstract
"The article is based on a qualitative study covering 32 youths from the age of 18 to 25 who did not manage a stable transition from school to the German labor market. All of them, albeit to different degrees and for different reasons, are running the risk of long‐term exclusion from the sphere of work and vocational training measures as well as public support structures. Based on multiple narrative interviews with the young persons participating in the study, qualitative case reconstructions were conducted concerning their social background, socialization, and how their biographies developed. This contribution specifically sheds light on the relevance of the genesis of autonomy for the individual transition into the world of work and further education. The findings are presented as risk factors hampering the genesis of autonomy in the process of socialization, namely, (a) dysfunctional parent–child relationship and (b) persistence of traditionalism. The findings point not only to the high relevance of autonomy for managing a stable transition but also imply that there are further factors leading to more disconnectedness in addition to a broad range of factors known from the existing literature. From our perspective, longer processes of socialization, i.e., subject formation processes, significantly contribute to a more nuanced understanding of this phenomenon." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Gellermann, Jan F. C.; -
Literaturhinweis
Internationalisierung, Akademisierung, Marginalisierung: Berufliche Bildung in Japan (2022)
Georg, Walter;Zitatform
Georg, Walter (2022): Internationalisierung, Akademisierung, Marginalisierung: Berufliche Bildung in Japan. In: S. Bohlinger, G. Scheiermann & C. Schmidt (Hrsg.) (2022): Berufsbildung, Beruf und Arbeit im gesellschaftlichen Wandel, S. 309-322. DOI:10.1007/978-3-658-37897-4_19
Abstract
"In dem von Karin Büchter und Sonja Steier herausgegebenen Heft 4 (2020) der Zeitschrift „Bildung und Erziehung“, das dem Verhältnis von Allgemein- und Berufsbildung gewidmet ist, vertritt Dieter Münk eine wahrlich „steile“ These, die schon im Titel seines Beitrags zum Ausdruck kommt: „Komparative Wettbewerbsvorteile der Berufsbildung gegenüber der Allgemeinbildung“. Der Beitrag endet mit der Feststellung, „dass die berufliche Bildung gegenüber der Allgemeinbildung sowie auch gegenüber dem allgemeinbildenden Schulwesen national wie international […] seit den 1970er Jahren sehr deutlich an Gewicht gewonnen hat“ und dass gerade die Berufsbildung „als entscheidender Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft betrachtet wird“ (Münk, Bildung und Erziehung 73:394–407, 2020: 403). Diese aus berufspädagogischer Sicht euphorisch-wohltuende Diagnose provoziert den Beobachter der japanischen Verhältnisse von Bildung und Berufsbildung zum Widerspruch, gilt das japanische Bildungswesen doch eher als Musterbeispiel für die Dominanz der Allgemeinbildung, die der Berufsbildung nur mehr eine Nebenrolle zuweist." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer)
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"Übergang wohin?" Verbleibsstudie zum schulischen Übergangssystem in Bremen (2022)
Zitatform
Hashem-Wangler, Alexandra & Irene Dingeldey (2022): "Übergang wohin?" Verbleibsstudie zum schulischen Übergangssystem in Bremen. (Reihe Arbeit und Wirtschaft in Bremen 38), Bremen, 52 S.
Abstract
"Viele Jugendliche münden nach der Schule statt in Ausbildung zunächst in das Übergangssystem ein, dessen Bildungsangebote die Ausbildungsreife fördern und die schnelle Integration in eine Berufsausbildung sicherstellen sollen. Der Forschungsbericht untersucht exemplarisch für die Stadt Bremen die unterschiedlichen Übergangsmuster nach Abschluss von Bildungsgängen im schulischen Übergangssystem und inwiefern sie die von den Jugendlichen angestrebten Ziele und Bedarfe adressieren konnten. Im Mittelpunkt stehen ehemalige Schüler:innen, die bereits in der Vorgängerstudie "Schulisches Übergangssystem in Bremen" (2021) bei ihrem Eintritt in die Übergangsbildungsgänge interviewt wurden. Die erneute Befragung etwa vier bis fünf Monate nach Beendigung der Bildungsgänge bietet Einblicke in ihre soziale und berufliche Integration. Dabei wird deutlich, dass allein der Blick auf die Zahl der aufgenommenen Ausbildungen keinen Aufschluss darüber gibt, ob der Übergang für die Jugendlichen abgeschlossen ist. Sie halten meist an ihren ursprünglichen Zielen fest und entwickeln Strategien, um auf "Umwegen" doch noch dorthin zu gelangen. Die Untersuchung zeigt, dass mehr Bedarfsorientierung und Passgenauigkeit sowie ein stärkeres Gewicht auf die Möglichkeiten zum Erreichen eines höherwertigen Schulabschluss nötig sind, um die Realisierung der Qualifizierungswünsche der Jugendlichen auf direktem Weg zu ermöglichen, anstatt deren (mangelnde) Qualifikation zum zentralen Selektionsinstrument zu machen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Benefits of Early Work Experience for School Dropouts: Evidence from a Field Experiment (2022)
Zitatform
Hervelin, Jérémy & Pierre Villedieu (2022): The Benefits of Early Work Experience for School Dropouts: Evidence from a Field Experiment. (THEMA working paper / Université de Cergy-Pontoise 2022-07), Cergy-Pontoise, 57 S.
Abstract
"This paper investigates whether work experience gained through a subsidized job program can improve the employment prospects of young school dropouts. Relying on a correspondence study field experiment conducted in France, we find that the chances to be invited for a job interview are more than doubled (from 7.6 percent to 19.3 percent) when youths signal a one-year job-related experience in their résumé - either in the private or public sector; either certified or not - compared to youths who remained mainly inactive after dropping out from high school. We show that this effect is fairly stable across firm, contract or labor market characteristics, and also when testing another channel of application where resumes were sent spontaneously to firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ausbildungschancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Benachteiligung in betrieblichen Rekrutierungsprozessen vermeiden - Anregungen für Personalverantwortliche (2022)
Zitatform
Krug von Nidda, Sophie & Janina Söhn (2022): Ausbildungschancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Benachteiligung in betrieblichen Rekrutierungsprozessen vermeiden - Anregungen für Personalverantwortliche. (Hans-Böckler-Stiftung. Working paper Forschungsförderung 258), Düsseldorf, 44 S.
Abstract
"Angesichts der Benachteiligung von Hauptschüler*innen mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungsmarkt fragen wir nach den Mechanismen, die die Einstellungsentscheidung in den Betrieben bestimmen. Mithilfe quantitativer und qualitativer Methoden können wir exemplarisch aufzeigen, wie betriebliche Selektionskriterien Ausbildungschancen beeinflussen. Kriterien, die sich auf die Passung ins Team und auf die sprachliche Ausdrucksfähigkeit beziehen, sind mit ethnischen Zuschreibungen verknüpft und erweisen sich als besonders relevant beim Zugang zu dualen Ausbildungsplätzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Schwieriger Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt: IAB-Kurzbericht zu Jugendlichen aus Förderschulen (2022)
Zitatform
Menze, Laura, Malte Sandner, Silke Anger, Reinhard Pollak & Heike Solga (2022): Schwieriger Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt. IAB-Kurzbericht zu Jugendlichen aus Förderschulen. In: Sozialrecht + Praxis, Jg. 32, H. 2, S. 71-87., 2022-02-01.
Abstract
"In Deutschland wird ein vergleichsweise hoher Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an separaten Förderschulen unterrichtet. Dort erreichen die jungen Menschen häufig keinen Schulabschluss und gehören damit zu einer am Arbeitsmarkt vulnerablen Gruppe. Deshalb untersuchen wir im Folgenden, ob und wie diesen Jugendlichen der Zugang in Ausbildung und zum Arbeitsmarkt gelingt. Im Vergleich zu Jugendlichen von Regelschulen finden sie seltener Zugang zu einer Ausbildung und erwerben bis zum Alter von 20 Jahren weniger häufig einen Ausbildungsabschluss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
siehe ausführliche Version: IAB-Kurzbericht 22/2021 -
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Supply Shocks in the Market for Apprenticeship Training (2022)
Zitatform
Muehlemann, Samuel, Hans Dietrich, Gerard Pfann & Harald Pfeifer (2022): Supply Shocks in the Market for Apprenticeship Training. In: Economics of Education Review, Jg. 86, 2021-11-01. DOI:10.1016/j.econedurev.2021.102197
Abstract
"We present a model with heterogeneous inputs and constant elasticity of substitution to examine the possible effects of a supply shock in the market for apprenticeship training. The model’s predictions are tested using data from a German high school reform that led to a one-time increase in the supply of highly educated apprentices. A difference-in-differences estimation strategy exploits regional variation in the timing of implementation, and an instrumental variable approach identifies the supply shock effects. We find that apprenticeship contracts among individuals with a high school degree increased by 7%, while apprentice wages were unaffected by the supply shock. Moreover, we find no evidence of substitution effects, as the number of training contracts among individuals with a lower-level school degree did not decrease. Our model predicts that such effects may occur when wages are sticky for apprentices with a high level of education relative to their productivity, which signals inefficiencies in the market for apprenticeship training." (Author's abstract, © 2021 The Authors. Published by Elsevier) ((en))
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The Role of Parents' Native and Migrant Contacts on the Labour Market in the School-to-Work Transition of Adolescents in Germany (2022)
Zitatform
Roth, Tobias & Markus Weißmann (2022): The Role of Parents' Native and Migrant Contacts on the Labour Market in the School-to-Work Transition of Adolescents in Germany. In: European Sociological Review, Jg. 38, H. 5, S. 707-724. DOI:10.1093/esr/jcac022
Abstract
"This study investigates how parents’ native and migrant contacts in the German labour market affect the likelihood of children obtaining a company-based apprenticeship [dual vocational education and training (VET)] after lower secondary education. Furthermore, it assesses the extent to which characteristics of parents’ social networks explain ethnic inequalities in this school-to-work transition. Using longitudinal data from Starting Cohort 4 (ninth-graders) of the National Educational Panel Study, we show that the number of migrant contacts in parents’ networks does not affect the outcome of adolescents’ apprenticeship search. This applies to both migrant and native adolescents. However, if parents have many native contacts, the chances of adolescents obtaining a company-based apprenticeship increases in both groups. In addition, controlling for the composition of parents’ networks substantially reduces the gap between natives and migrants in the transition to dual VET. Further analyses show that this is mainly due to differences in the number of native labour market contacts between native and migrant parents. Our findings indicate that differences in parents’ endowment with labour market relevant social capital constitute yet another hurdle for immigrant children in the transition from school to working life." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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„Wenn ich [mir] Mühe gebe und etwas mache, dann erreiche ich mein Ziel!": Perspektiven auf die Ausbildung durch Zugewanderte und Ausbildungsbetriebe (2022)
Zitatform
Rusert, Kirsten, Mehmet Kart & Margit Stein (2022): „Wenn ich [mir] Mühe gebe und etwas mache, dann erreiche ich mein Ziel!". Perspektiven auf die Ausbildung durch Zugewanderte und Ausbildungsbetriebe. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 42, S. 1-21.
Abstract
"Infolge reproduktiver Ungleichheitsprozesse und -strukturen sind Geflüchtete und Migrant*innen sowohl beim Zugang zum Ausbildungsmarkt (vgl. Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2020) als auch in der Ausbildung benachteiligt, was sich etwa in differentiellen Zugangs-, Abschluss- und Abbruchquoten zeigt (vgl. Uhly 2020). Die Situation stellt sich zusätzlich durch vielfach unklare Bleibeperspektiven sowie pandemiebedingt fragil dar. Gleichzeitig besteht ein Fachkräftemangel, sodass Ausbildungsbetriebe vermehrt Geflüchtete und Migrant*innen in Mangelberufen ausbilden. Der Beitrag diskutiert, ob und in welchem Ausmaß dies den Abbau von Ungleichheit im Sinne von Inklusion unterstützt oder stattdessen benachteiligende Strukturen reproduziert. Im Beitrag werden Perspektiven von befragten Auszubildenden mit Flucht- und Migrationserfahrung (n=33) zu ihren Wünschen, Erwartungen und Erfahrungen vor und nach der Migration und bei ihrer Berufswahl den Motivationen von befragten Ausbildungsbetrieben (n=6) zur Ausbildung von Geflüchteten und Zugewanderten gegenübergestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Evaluation der Teilnehmendenentwicklung in Berufsbildungswerken (2022)
Röhm, Alexander; Schulz, Stefanie; Gollasch, Saskia; Lueg, Marie-Christin; Ronge, Mechthild; Hastall, Matthias R. ;Zitatform
Röhm, Alexander, Stefanie Schulz, Marie-Christin Lueg, Saskia Gollasch, Mechthild Ronge & Matthias R. Hastall (2022): Evaluation der Teilnehmendenentwicklung in Berufsbildungswerken. In: Die Berufliche Rehabilitation, Jg. 36, H. 1, S. 30-47.
Abstract
"Die Einmündung in eine berufliche Ausbildung dient der Weichenstellung für eine erfolgreiche berufliche Zukunft sowie der damit verbundenen gesellschaftlichen Teilhabe. Ein reibungsloser Übergang von Schule in Ausbildung gelingt einem Teil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen; für die anderen ist der Einstieg mit Schwierigkeiten und Hindernissen verbunden. Die Berufsbildungswerke bieten ein individuelles komplexes Setting, das zusätzlich zur Vermittlung berufsfachlicher Kompetenzen und der Qualifizierung durch ein breites Angebot von Ausbildungsberufen, mittels psychosozialer und persönlichkeitsfördernden Maßnahmen verstärkt wird. Im vorliegenden Beitrag wird untersucht und diskutiert, wie die Entwicklung der Jugendlichen mit Behinderung in den BBW-Maßnahmen kontinuierlich über den gesamten Zeitraum anhand ICF-basierter sowie ressourcenorientierter Maße evaluiert werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Lambertus-Verlag)
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Literaturhinweis
Compromises between Occupational Aspirations and VET Occupations - a Contribution to the Reproduction of Social Inequalities? (2022)
Zitatform
Schels, Brigitte, Corinna Kleinert, Melanie Fischer-Browne & Lea Ahrens (2022): Compromises between Occupational Aspirations and VET Occupations - a Contribution to the Reproduction of Social Inequalities? In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 51, H. 2, S. 154-173., 2022-05-11. DOI:10.1515/zfsoz-2022-0011
Abstract
"Viele Schulabgänger_innen können ihre Berufsaspiration beim Eintritt in Berufsausbildung nicht erfüllen und gehen Kompromisse ein. Die Studie untersucht, wie Kompromisse zwischen realistischer Berufsaspiration und Ausbildungsberuf aussehen und prüft soziale Herkunftsunterschiede. Um Kompromisse multidimensional in extrinsischen Berufsdimensionen zu erfassen, werden Daten des Nationalen Bildungspanels für ein Sample von Ausbildungsanfänger_innen mit aggregierten Berufsdaten angereichert. Eine Clusteranalyse zeigt vier Muster der Kompromissbildung: 1) Relative Aufstiege und 2) Abstiege in allen Berufsdimensionen, 3) Zugeständnisse bei Unternehmensgröße und Lohn und 4) bei regulären Arbeitszeiten und Status. Regressionsanalysen zeigen, dass sich die Kompromissbildung kaum nach elterlichen Bildungshintergrund und beruflicher Stellung unterscheidet. Im Vergleich zu Auszubildenden ohne Migrationshintergrund stellen sich Auszubildende aus Migrantenfamilien der zweiten Generation in ihrem Ausbildungsberuf sogar besser als in ihrem angestrebten Beruf." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
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Die Entwicklung der beruflichen Ausbildung von 1900 bis 1990: Herausforderungen bei der Zusammenstellung quantitativer Daten für Deutschland (West) aus zehn Dekaden (2022)
Schier, Friedel;Zitatform
Schier, Friedel (2022): Die Entwicklung der beruflichen Ausbildung von 1900 bis 1990. Herausforderungen bei der Zusammenstellung quantitativer Daten für Deutschland (West) aus zehn Dekaden. (BIBB Fachbeiträge zur beruflichen Bildung / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 20 S.
Abstract
"Heute hat mehr als die Hälfte aller jungen Menschen eine Berufsausbildung absolviert und nur gut ein Sechstel verbleibt ohne Ausbildung; vor 100 Jahren war das eher umgekehrt: Mehr als doppelt so viele Jugendliche unter 20 Jahren waren ohne eine Ausbildung erwerbstätig – im Vergleich zu denjenigen im gleichen Alter, die eine Lehre machten oder im heimischen Betrieb arbeiteten. Wenn man nun versucht, den Zeitpunkt des Umschwungs zu bestimmen und damit Anhaltspunkte für die Wende hin zu einer berufsvorbereitenden Qualifizierung der Jugend zu finden, ist man auf Daten angewiesen, die „die berufliche Qualifizierung der Jugend“ über einen langen Zeitraum in den Blick nehmen. Der Beitrag versucht, für das Gebiet des Deutschen Reiches – und in der Nachfolge der Bundesrepublik Deutschland – im Zeitraum 1900 bis 1990 diese Wende anhand vorliegender Statistiken zu ergründen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ausbildungsreport 2022: Studie. Themenschwerpunkt: Berufsorientierung (2022)
Uehlecke, Julian; Kanzog, Julia; Dick, Oliver; Herzog, Esther;Zitatform
Dick, Oliver & Esther Herzog (2022): Ausbildungsreport 2022. Studie. Themenschwerpunkt: Berufsorientierung. 78 S.
Abstract
"Berufsorientierung ist Schwerpunkt 2022 Nach einer pandemiebedingten Pause ist der DGB-Ausbildungsreport 2022 mit dem Schwerpunkt »Zugang zu Ausbildung und Berufsorientierung« zurück. Während die Ergebnisse hierzu zum Teil auf die vorpandemische Beruforientierung verweisen, stehen die allgemeinen Analysen zur Ausbildungsqualität voll unter dem Eindruck der pandemischen Auswirkungen auf die Berufsausbildung. Die Befragung von 14.428 Auszubildenden zeigt den großen Bedarf nach einer umfangreicheren Berufsorientierung, die bereits an allgemeinbildenden Schulen einsetzen muss. Es braucht ausgeweitete Orientierungsangebote, die die realen Zukunfts-, Verdienst- und Weiterbildungsperspektiven von Auszubildenden hervorheben und überkommene Rollenstereotypen aufbrechen. Außerdem bleibt es immens wichtig, den Zugang zur Berufsausbildung zu sichern: Es ist schlichtweg nicht akzeptabel, dass die Ausbildungschancen von Jugendlichen stark von ihrem Schulabschluss, dem Pass ihrer Eltern oder ihrem Wohnort abhängen. Wir brauchen eine gesetzlich abgesicherte Ausbildungsgarantie für alle! Neben diesem Schwerpunkt verweist der Ausbildungsreport auch dieses Jahr wieder auf problematische Ausbildungsbedingungen und Lücken in der Qualität der Ausbildung, die dringend angegangen werden müssen. Nur so können wir die Attraktivität der dualen Berufsausbildung auch langfristig sichern." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
They Really Only Look for the Best": How Young People Frame Problems in School‐to‐Work Transition (2022)
Zitatform
Wintersteller, Teresa, Veronika Wöhrer, Shenja Danz & Mariam Malik (2022): They Really Only Look for the Best": How Young People Frame Problems in School‐to‐Work Transition. In: Social Inclusion, Jg. 10, H. 2, S. 335-346. DOI:10.17645/si.v10i2.5158
Abstract
"This article presents how young people in educational measures experience and discuss tensions between structural and individualised challenges they face in the transition from school to work. The findings are based on an Austrian citizen social science research project that involved conducting participatory research in Vienna with 33 young people between the ages of 15 and 23 years who are in measures for early school leavers that are preparing for further education and training. These co‐researchers struggle with constant comparisons to “norm” biographies and their accompanying social pressure as they try to meet the high expectations of school, work, and family. Additionally, mental health was a prominent issue, as the young co‐researchers experience stigma and a lack of professional support, which can impede their access to the labour market. The results of our research indicate that young people in employment measures require a more inclusive school and work environment that supports them regardless of their origin, family background, appearance, or mental health status. They negotiate the tension between individual employability and structural disadvantage and demand a recognised place in society, a request that connects to current debates concerning the individualisation of transitions from school to work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Explaining Gaps in Educational Transitions Between Migrant and Native School Leavers (2022)
Zitatform
Zimmermann, Markus (2022): Explaining Gaps in Educational Transitions Between Migrant and Native School Leavers. In: Applied Economics, Jg. 54, H. 15, S. 1759-1786. DOI:10.1080/00036846.2021.1982130
Abstract
"This paper analyzes the reasons for the gaps in post-schooling transitions between migrant and native pupils in Germany. While differences in parental background or skills partly explain the gaps, they are not sufficient. Conditional on these factors, there is a ‘polarization’ of educational choices: migrants are more likely to attend tertiary education, less likely to attend vocational education, and more likely to end without qualified training than their background and skills would predict. This is driven by the migrants’ more academic career aspirations and expectations before leaving school. On the one hand, these higher ambitions allow high-skilled migrants to achieve tertiary education despite their less favourable background. On the other hand, low-skilled migrants who in Germany’s tracked school system do not have the option to enter tertiary education, may be diverted from vocational training as a more viable alternative. Finally, possible explanations for the different career plans are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis) ((en))
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Entwurf eines Siebenundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (27. BAföGÄndG): Gesetzentwurf der Bundesregierung (2022)
Zitatform
(2022): Entwurf eines Siebenundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (27. BAföGÄndG). Gesetzentwurf der Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/1631 (02.05.2022)), 39 S.
Abstract
Die Drucksache umfasst neben dem Entwurf eines Siebenundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes auch die Stellungnahme des Nationalen Normenkontrollrates. Da die BAföG-Statistik für das Jahr 2020 ein weiteres Absinken der Zahl der Geförderten gezeigt hat, wurde im Koalitionsvertrag für die Jahre 2021 bis 2025 unter anderem vereinbart, dass das BAföG neu ausgerichtet werden muss, mit besonderem Fokus auf einer Erhöhung der Freibeträge um 20 Prozent. Außerdem sollen u. a. die Altersgrenzen auf 45 Jahre angehoben, ebenso die Bedarfssätze vor dem Hintergrund steigender Wohnkosten erhöht werden. Zudem solle das BAföG digitaler gestaltet werden. Angesichts der erheblichen Veränderungen, die heute auf die Bildungsbiografien wirken und die immer höhere Ansprüche an die Weiterqualifizierung im Laufe der beruflichen Entwicklung vieler Menschen stellen, soll eine Förderung nach dem BAföG künftig auch noch später im Leben möglich sein als es die bisherigen Altersgrenzen erlauben. Auch erst später getroffene individuelle Entscheidungen für eine höher qualifizierende Ausbildung sollen durch eine grundsätzliche Ausbildungsförderungsberechtigung erleichtert werden. (IAB)
Weiterführende Informationen
Dokumentation des zugehörigen parlamentarischen Vorgangs -
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Berufliche Aus- und Weiterbildung: Kompetenzen für heute und die Zukunft (2022)
Abstract
"Diese Broschüre fasst die umfassende Vision der EU für die Zukunft der beruflichen Aus- und Weiterbildung und die Arbeit zusammen, die die EU gemeinsam mit den Mitgliedstaaten leistet, um diese Vision zu realisieren. Sie befasst sich mit der Bedeutung von Reformen der beruflichen Aus- und Weiterbildung auf nationaler Ebene sowie den wichtigsten Grundsätzen für diese Reformen und stellt Schlüsselinitiativen vor, die auf EU-Ebene wegweisend sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Culture, norms, and the provision of training by employers: Evidence from the Swiss language border (2021)
Zitatform
Aepli, Manuel, Andreas Kuhn & Jürg Schweri (2021): Culture, norms, and the provision of training by employers: Evidence from the Swiss language border. In: Labour Economics, Jg. 73. DOI:10.1016/j.labeco.2021.102057
Abstract
"Apprenticeships are the core track of the Swiss educational system at the upper-secondary level, made possible by the fact that many Swiss firms voluntarily provide appropriate training positions. However, firms' training provision differs substantively between the language-cultural regions within Switzerland. This feature of the Swiss apprenticeship system is hard to explain using conventional explanations of firm-provided training. In this paper, we argue that there are cultural differences in the norms favoring private over state provision of goods, which influence firms' provision of training positions. Exploiting national referenda, we first show that, within a narrow band around the language border, voters in German speaking municipalities value private over public provision of certain goods more than their French speaking counterparts. We then document a higher share of training firms on the German speaking side of the language border of 4.4 percentage points, or roughly 13%. This estimate is robust across different sets of controls, alternative specifications, and various subsamples. Our results suggest an interplay between regional norms and local firms' training behavior." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2022 Elsevier) ((en))
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Who Benefits from General Knowledge? (2021)
Zitatform
Bellés-Obrero, Cristina & Emma Duchini (2021): Who Benefits from General Knowledge? In: Economics of Education Review, Jg. 85. DOI:10.1016/j.econedurev.2021.102122
Abstract
"While vocational education is meant to provide occupational-specific skills that are directly employable, their returns may be limited in fast-changing economies. Conversely, general education should provide learning skills, but these may have little value at low levels of education. This paper contributes to this debate by exploiting a reform introduced in Spain in 1990 that postponed students' choice between these two educational pathways from age 14 to 16. To identify exogenous changes in this policy, we instrument its staggered implementation with pre-reform province shares of students in general education interacted with cohort fixed effects. Results indicate that, by shifting educational investment from vocational to general education after age 16, the reform improves occupational outcomes and wages. However, these positive effects are concentrated among middle to high-skilled individuals. In contrast, those who acquire only basic general education have worse long-term employment prospects than vocationally-trained individuals." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2022 Elsevier) ((en))
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Ausbildungsstellensuche in Zeiten der Corona-Pandemie. Belastungen, Einschränkungen und Mehraufwand im Bewerbungsprozess?: Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020 (2021)
Zitatform
Christ, Alexander, Verena Eberhard, Marcel Heinecke, Caroline Neuber-Pohl & Eric Schuss (2021): Ausbildungsstellensuche in Zeiten der Corona-Pandemie. Belastungen, Einschränkungen und Mehraufwand im Bewerbungsprozess? Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020. (BIBB-Preprint), Bonn, 18 S.
Abstract
"Aufgrund der zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen, standen Jugendliche, die 2020 auf der Suche nach einer betrieblichen Ausbildungsstelle waren, vor besonderen Herausforderungen. Die in diesem Beitrag vorgestellten Ergebnisse der BA/BIBB Bewerberbefragung 2020, einer repräsentativen schriftlich-postalischen Befragung von bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellenbewerber/-innen, zeigen, dass die Corona-Pandemie viele Bewerber/-innen emotional belastet hat. Rund die Hälfte der Bewerber/-innen empfand die Ausbildungsstellensuche als Stress oder große Anstrengung und hatte Angst, keine passende Ausbildungsstelle zu finden. Besonders belastet zeigte sich die Gruppe der Bewerber/-innen mit Migrations- oder Fluchthintergrund sowie ältere Bewerber/-innen gegenüber jüngeren Bewerber/-innen und Bewerberinnen gegenüber Bewerbern als auch die Gruppe der Bewerber/-innen mit Studienberechtigung. Darüber hinaus berichteten 27 % der Bewerber/-innen, dass sie im Zuge der Corona-Pandemie ihre Berufswünsche angepasst haben. Es zeigt sich, dass mehr als ein Drittel der Bewerber/-innen mit angepassten Berufswünschen ihre zum Befragungszeitpunkt ausgeübte Tätigkeit vorzeitig beenden möchten. Um herauszufinden, ob die Bewerber/-innen im Corona-Jahr 2020 bei der Ausbildungsstellensuche ihre Bewerbungsaktivitäten intensiviert haben, wurden die Befragungsdaten mit den Daten der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2018 und der BA/BIBB-Fluchtmigrationsstudie 2018 verglichen. Beim Vergleich der Bewerbungsaktivitäten vor und während der Corona-Pandemie zeigen die Ergebnisse insgesamt nur marginale Unterschiede. Lediglich beim Vergleich der in Form von betrieblichen Praktika oder Probearbeiten gesammelten Erfahrungen, liegen die Werte niedriger als 2018, was mit den Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie zusammenhängen könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kein Anschluss trotz Abschluss?! Benachteiligte Jugendliche am Übergang in Ausbildung: Studie des FiBS in Kooperation mit der Akademie für Innovative Bildung und Management (aim) (2021)
Zitatform
Dohmen, Dieter, Klaus Hurrelmann & Galiya Yelubayeva (2021): Kein Anschluss trotz Abschluss?! Benachteiligte Jugendliche am Übergang in Ausbildung. Studie des FiBS in Kooperation mit der Akademie für Innovative Bildung und Management (aim). (FiBS-Forum / Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie 76), Berlin, 61 S.
Abstract
Wenn einerseits eine zunehmende Zahl an jungen Menschen bereits in den vergangenen Jahren im Übergangssystem landete, und andererseits von einem weiteren Rückgang der Ausbildungsplatzzahlen für die kommende Dekade auszugehen ist, dann stellt sich die Frage, welche Jugendlichen davon besonders betroffen sein werden. Dies ist die zentrale Fragestellung der vorliegenden Arbeit, die einerseits die Entwicklungen der vergangenen Jahre und insbesondere die Übergangschancen in Ausbildung nachzeichnet und andererseits anhand verschiedener Daten untersucht, welche Jugendlichen in Zukunft u.U. noch schlechtere Chancen haben werden, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Diese Analyse gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die junge Generation an Brisanz. Die Sorge wächst, dass die junge Generation zu einer 'Generation Corona' in dem Sinne werden könnte. Der Bericht zeigt, es gibt eine sehr große Gruppe von Jugendlichen, deren Zukunftschancen sich aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen und aufgrund der Entwicklungen im Zuge der Corona-Pandemie deutlich verschlechtern werden. Es handelt sich dabei aber vor allem um Jugendliche, die schon unabhängig von der Corona-Pandemie besonders schlechte Zukunftschancen hatten. (IAB)
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Literaturhinweis
Auf Ausbildungsstellensuche während der Corona-Pandemie: Wie haben Jugendliche ihre Bewerbungsphase im Jahr 2020 erlebt? (2021)
Zitatform
Eberhard, Verena, Marcel Heinecke, Alexander Christ, Caroline Neuber-Pohl & Eric Schuss (2021): Auf Ausbildungsstellensuche während der Corona-Pandemie. Wie haben Jugendliche ihre Bewerbungsphase im Jahr 2020 erlebt? (BIBB-Preprint), Bonn, 22 S.
Abstract
"Aufgrund der Corona-Pandemie und der Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie standen Jugendliche, die im Jahr 2020 auf der Suche nach einer betrieblichen Ausbildungsstelle waren, vor besonderen Herausforderungen. Auf Grundlage der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020, einer repräsentativen schriftlich-postalischen Befragung von bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsstellenbewerber/-innen, untersuchen wir, welche Erfahrungen Ausbildungsstellenbewerber/-innen des Jahres 2020 bei der Berufsvorbereitung und Ausbildungsstellengesuche gemacht haben. Die Analysen zeigen, dass rund ein Drittel der befragten Bewerber/-innen über negative Bewerbungserfahrungen berichten (z. B. Absage von Praktika aufgrund der Corona-Pandemie). Solche negativen Erfahrungen erhöhen das Risiko, dass die Jugendlichen von emotionalem Stress im Zuge der Ausbildungsstellensuche berichten. Als Puffer erweist sich hier jedoch eine gute schulische Vorbereitung auf die Zeit der Ausbildungsstellensuche." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gender Differences Among Youth: Education to Job Transitions in Azerbaijan, Georgia and Tajikistan (2021)
Zitatform
Gebel, Michael, Kseniia Gatskova & Tatiana Karabchuk (2021): Gender Differences Among Youth: Education to Job Transitions in Azerbaijan, Georgia and Tajikistan. In: T. Karabchuk, K. Kumo, K. Gatskova & E. Skoglund (Hrsg.) (2021): Gendering Post-Soviet Space. Demography, Labor Market and Values in Empirical Research, S. 49-71, 2020-06-01. DOI:10.1007/978-981-15-9358-1_3
Abstract
"Despite education expansion, decreasing fertility rate and economic progress, women still face labor market integration problems and labor market disadvantages compared to men around the world. This applies also to the region of the Caucasus and Central Asia (CCA) and especially to Muslim societies of the CCA region due to the general weak labor market attachment of women in Muslim countries. As gender inequalities emerge already quite early in the working life this chapter focuses on gender inequalities in the transition from education to work. The key research question is how strong gender inequality is among young people who are transiting from school to work in Azerbaijan, Georgia, and Tajikistan. The nationally representative, retrospective life history data from the TEW-CCA “Youth Transitions Surveys” of Azerbaijan, Georgia, and Tajikistan 2017 are used to answer the research question. The gender inequality is described here in various aspects of the transition from education to work. First, the labor market inactivity decision is examined. Second, among those who are active in the labor market, it is investigated how much time it takes from the time of graduation until the moment of finding a first job. Third, the quality of the first job obtained is analyzed in terms of chances of getting access to formal sector jobs. Comparing results across the three countries will allow us to highlight cross-country similarities and differences that are expected because of the common past Soviet institutional legacy and varying economic and cultural conditions." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer Nature Singapore Pte) ((en))
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Literaturhinweis
Improving Formal Qualifications or Firm Linkages-What Supports Successful School-to-Work Transitions among Low-Achieving School Leavers in Germany? (2021)
Zitatform
Holtmann, Anne Christine, Martin Ehlert, Laura Menze & Heike Solga (2021): Improving Formal Qualifications or Firm Linkages-What Supports Successful School-to-Work Transitions among Low-Achieving School Leavers in Germany? In: European Sociological Review, Jg. 37, H. 2, S. 218-237. DOI:10.1093/esr/jcaa047
Abstract
"Many countries have implemented youth (un)employment programmes for low-achieving young people to improve their employment prospects. In Germany, these youths are often channelled into prevocational programmes to prevent them from long-term ‘scars’ by providing a ‘second chance’ to enter apprenticeships (serving as entry into the labour market in Germany). However, the usefulness of these programmes is contested. It remains unclear whether it is (more) useful for young people to invest in education and improve formal qualifications (to send a positive ‘signal’) or to spend more time in firms (e.g. to counteract possible discrimination processes or to generate new network ties). It is also unclear who benefits most depending on previous school-leaving certificates. We address these questions by using rich data from the German National Educational Panel Study and apply entropy balancing as a matching approach to control for selection. We find that both attaining a higher school certificate and spending time in firms improve low-achieving youth’s chances to enter apprenticeships. However, only those who attained a higher-level school certificate are able to enter higher-status training occupations afterwards. Moreover, prevocational programmes are most beneficial for the most disadvantaged." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Betriebliche Ausbildung in Deutschland: Unbesetzte Ausbildungsplätze und vorzeitig gelöste Verträge erschweren Fachkräftesicherung (2021)
Leber, Ute; Schwengler, Barbara;Zitatform
Leber, Ute & Barbara Schwengler (2021): Betriebliche Ausbildung in Deutschland: Unbesetzte Ausbildungsplätze und vorzeitig gelöste Verträge erschweren Fachkräftesicherung. (IAB-Kurzbericht 03/2021), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Der deutsche Ausbildungsmarkt ist seit geraumer Zeit durch Passungsprobleme gekennzeichnet: Nicht wenige Jugendliche finden keine Lehrstelle und zugleich klagt eine beträchtliche Zahl an Betrieben über unbesetzte Ausbildungsplätze. Hinzu kommt, dass ein Teil der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst wird. Dies kann die Möglichkeiten der Betriebe, ihren Fachkräftebedarf längerfristig zu sichern, einschränken. Die Autorinnen untersuchen, wie viele und welche Betriebe mit diesen Schwierigkeiten konfrontiert sind und mit welchen Maßnahmen sie darauf reagieren. Die Analysen beziehen sich auf das Ausbildungsjahr 2018/2019 und beruhen auf einer Betriebsbefragung im Jahr 2019, also unmittelbar vor Beginn der Covid-19-Pandemie. Die beschriebenen Probleme bestehen aber unabhängig von der aktuellen Krise und werden auch nach deren Überwindung eine Herausforderung für die Betriebe bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Anteil der gelösten Ausbildungsverträge an allen besetzten Ausbildungsplätzen
- Anteil der ausbildenden Betriebe an allen ausbildungsberechtigten Betrieben
- Wichtigster Grund für die Auflösung von Ausbildungsverträgen
- Anteil der unbesetzten Ausbildungsplätze an allen angebotenen Ausbildungsplätzen
- Sach- oder Geldleistungen der Betriebe zusätzlich zur Ausbildungsvergütung
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Literaturhinweis
Jugendliche aus Förderschulen mit Schwerpunkt "Lernen": Schwieriger Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt (2021)
Zitatform
Menze, Laura, Malte Sandner, Silke Anger, Reinhard Pollak & Heike Solga (2021): Jugendliche aus Förderschulen mit Schwerpunkt "Lernen": Schwieriger Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt. (IAB-Kurzbericht 22/2021), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"In Deutschland wird ein vergleichsweise hoher Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an separaten Förderschulen unterrichtet. Dort erreichen die jungen Menschen häufig keinen Schulabschluss und gehören damit zu einer am Arbeitsmarkt vulnerablen Gruppe. Deshalb wird in dem Kurzbericht untersucht, ob und wie diesen Jugendlichen der Zugang in Ausbildung und zum Arbeitsmarkt gelingt. Die Ergebnisse zeigen: Jugendliche von Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ finden seltener Zugang zu einer Ausbildung und erwerben bis zum Alter von 20 Jahren seltener einen Ausbildungsabschluss als Jugendliche von Regelschulen, selbst wenn sie einen vergleichbaren Schulabschluss haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Aktivitäten der Abgängerinnen und Abgänger von Förderschulen im Vergleich zu denjenigen aus Regelschulen nach Ende der 9. Klasse bis zum Alter von etwa 20 Jahren (Befragungsdaten)
- Aktivitäten der Abgängerinnen und Abgänger von Förderschulen im Vergleich zu denjenigen aus Regelschulen nach Ende der 9. Klasse bis zum Alter von etwa 20 Jahren (Integrierte Erwerbsbiografien, Jugendliche mit und ohne Hauptschulabschluss)
- Kognitive Grundfähigkeiten in der 9. Klasse, Abgängerinnen und Abgänger von Förderschulen und Regelschulen
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Literaturhinweis
Wie blicken ausbildungsinteressierte Jugendliche angesichts der Corona-Pandemie in die berufliche Zukunft?: Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020 (2021)
Zitatform
Neuber-Pohl, Caroline, Eric Schuss, Alexander Christ, Verena Eberhard & Marcel Heinecke (2021): Wie blicken ausbildungsinteressierte Jugendliche angesichts der Corona-Pandemie in die berufliche Zukunft? Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020. (BIBB-Preprint), Bonn, 26 S.
Abstract
"Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung dieser haben erhebliche Unsicherheiten bei den Jugendlichen erzeugt, die sich um eine Ausbildungsstelle bemühen. Um die durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen beruflichen Zukunftssorgen der Jugendlichen zu erfassen, wurde die BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020 aufgelegt. Dabei wurden zwischen November 2020 und Januar 2021 7.125 Personen befragt, die bei der Bundesagentur für Arbeit als ausbildungsinteressiert registriert sind. Die Analysen zeigen, dass etwa ein Drittel der Befragten sich Sorgen um die eigene berufliche Zukunft macht und ebenso viele davon ausgehen, dass sich die Übernahmechancen nach Ende der Ausbildung durch die Corona-Pandemie verschlechtern. Zudem glaubt ein Viertel der Befragten, dass es in Zukunft schwieriger sein wird, mit einer abgeschlossenen Ausbildung Arbeit zu finden. Dabei machen sich Personen mit Migrations- oder Fluchthintergrund und Personen, die maximal einen Hauptschulabschluss vorweisen können, häufiger Sorgen um die berufliche Zukunft. Der erfolgreiche Übergang in berufsqualifizierende Bildung hat einen erheblichen Einfluss auf den Grad der Besorgnis. Ausbildungsinteressierte, die in eine Ausbildung oder ein Studium münden konnten, machen sich weniger Sorgen um ihre berufliche Zukunft als Personen, die noch keine Ausbildung und kein Studium begonnen haben. Die Einschätzung der beruflichen Zukunft orientiert sich jedoch nicht nur an der persönlichen Situation, sondern auch an den institutionellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten. So sind die Zukunftssorgen in Berufen größer, bei denen die Ausbildungsmarktlage weniger ausgeglichen ist und die stärker von der Corona-Pandemie und den Maßnahmen zur Eindämmung dieser betroffen sind. Dies trifft z. B. auf die nicht-medizinischen Gesundheits- und Körperpflegeberufe sowie die Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe zu. Dabei stellt sich hieraus die Frage, ob und inwiefern ausbildungsinteressierte Jugendliche dadurch ihre Berufswahl und ihr Mobilitätsverhalten zukünftig anpassen und was dies wiederum für den deutschen und den regionalen Ausbildungsmarkt bedeutet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wer war seit März 2020 besonders stark von Ausbildungsplatzabsagen und -kündigungen betroffen?: Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020 (2021)
Zitatform
Neuber-Pohl, Caroline, Alexander Christ, Verena Eberhard, Marcel Heinecke & Eric Schuss (2021): Wer war seit März 2020 besonders stark von Ausbildungsplatzabsagen und -kündigungen betroffen? Deskriptive Analysen auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2020. (BIBB-Preprint), Bonn, 14 S.
Abstract
"Der vorliegende Beitrag liefert erste Ergebnisse darüber, wie vielen der bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten Ausbildungsstellenbewerberinnen und -bewerber seit März 2020 eine festzugesagte Ausbildungsstelle abgesagt oder gekündigt wurde. Betroffen sind 9,1% der Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber. Ein Großteil von ihnen wollte die Stelle zu Beginn des Ausbildungsjahres 2020/2021 neu antreten. Mehr als die Hälfte der Betroffenen geht jedoch nicht von einem coronabedingten Kündigungsgrund aus. Die Absagen und Kündigungen haben womöglich weitreichende Konsequenzen: Da insbesondere Bewerberinnen und Bewerber mit schlechteren Zugangschancen betroffen sind (mit Migrationshintergrund, Ältere, jene mit maximal Hauptschulabschluss und Altbewerberinnen und -bewerber), können Absagen und Kündigungen bestehende Ungleichheiten in den Zugangschancen am Ausbildungsstellenmarkt noch weiter verstärken. Nur etwa ein Drittel der Bewerberinnen und Bewerber, die eine Absage oder Kündigung erhalten hatten, konnten zum Ausbildungsjahr 2020/2021 noch in einen anderen vollqualifizierenden Bildungsgang wechseln. Da die meisten Bewerberinnen und Bewerber mit Absage oder Kündigung nach wie vor an einer betrieblichen Ausbildung interessiert sind, ist eine passende Unterstützung notwendig, damit diese Ausbildungswünsche realisiert werden können und diese Jugendlichen nicht aus dem Bildungssystem fallen. Aber auch unter denen, die erfolgreich (wieder) in eine betriebliche Ausbildung einmünden konnten, könnte sich für die kommenden Jahren ein zusätzlicher Unterstützungsbedarf abzeichnen, da sie seltener als andere Auszubildende in ihrem Wunsch-beruf ausgebildet werden und häufiger glauben, dass sie ihre aktuelle Ausbildungsstelle verlieren könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mentoring verbessert die Arbeitsmarktchancen von stark benachteiligten Jugendlichen (2021)
Zitatform
Resnjanskij, Sven, Jens Ruhose, Simon Wiederhold & Ludger Wößmann (2021): Mentoring verbessert die Arbeitsmarktchancen von stark benachteiligten Jugendlichen. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 74, H. 2, S. 31-38.
Abstract
"Wie lassen sich die Arbeitsmarktchancen von Jugendlichen aus stark benachteiligten Verhältnissen verbessern? Ein möglicher Ansatz sind Mentoring-Programme, die den Jugendlichen ehrenamtliche Student*innen zur Unterstützung an die Seite stellen. Aber helfen solche Programme wirklich? Dies empirisch zu überprüfen, wird dadurch erschwert, dass sich in verfügbaren Datensätzen keine überzeugende Kontrollgruppe ähnlich benachteiligter Jugendlicher finden lässt, die Aussagen darüber zulassen würde, wie sich die Jugendlichen ohne die Teilnahme am Mentoring entwickelt hätten. Deshalb haben wir in einem großen deutschen Mentoring-Programm, bei dem es mehr Bewerber*innen als freie Plätze gab, das Los über die Teilnahme entscheiden lassen. Durch die zufällige Einteilung bieten die Jugendlichen, die nicht in das Programm gelost wurden, eine überzeugende Kontrollgruppe für die Teilnehmenden. Wir finden, dass das Mentoring-Programm einen Index der Arbeitsmarktaussichten von Acht- und Neuntklässler*innen aus stark benachteiligten Verhältnissen ein Jahr nach Programmstart deutlich verbessert. Die positiven Effekte finden sich für alle drei Komponenten des Index, die kognitive (Mathematiknote), nicht-kognitive (Geduld und Sozialkompetenzen) und motivationale (Arbeitsmarktorientierung) Aspekte messen. Für die stark benachteiligten Jugendlichen übersteigen die zu erwartenden Einkommenserträge die Kosten des Programms um ein Vielfaches. Demgegenüber hat das Programm bei Jugendlichen aus weniger benachteiligten familiären Verhältnissen keine positiven Effekte. Dies legt nahe, dass Mentoring gerade dort wirken kann, wo es eingeschränkte familiäre Unterstützung ergänzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
School to work outcomes during the Great Recession, is the regional scale relevant for young people’s life chances? (2021)
Zitatform
Scandurra, Rosario, Ruggero Cefalo & Yuri Kazepov (2021): School to work outcomes during the Great Recession, is the regional scale relevant for young people’s life chances? In: Journal of Youth Studies, Jg. 24, H. 4, S. 441-465. DOI:10.1080/13676261.2020.1742299
Abstract
"The debate on territorial cohesion and spatial inequality recognises the role and influence different scales have on individuals’ opportunities with extended effects especially for young people’s life chances. In particular, a regional perspective into territorial disparities of socio-economic conditions and welfare in Europe provides a more fine-grained view on the existence of territorially diverging income and labour market conditions for youth that a national level analysis is not able to grasp. This paper focus on regional differences in school to work outcomes of young people using macro-panel data covering the period from 2005 until 2016. We use a plurality of indicators to study to what extent school to work transitions are better studied at regional level and to characterise those transitions in a more comprehensive way. Our findings demonstrate that there are huge differences both in the level and in the dispersion of young people’s school to work outcomes across European territories. This tells us that the allegedly assumed national homogeneity of transition systems can definitely not be taken for granted. Moreover, we show that the Great Recession had strong but differentiated impacts at regional level." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Ausbildungsaktivität der Betriebe in Rheinland-Pfalz: Erkenntnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2020 (2021)
Scheile, York W.; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Scheile, York W. & Emanuel Bennewitz (2021): Die Ausbildungsaktivität der Betriebe in Rheinland-Pfalz. Erkenntnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2020. (Steckbriefe des IAB-Betriebspanels 04/2021), Mainz, 7 S.
Abstract
"Die Berufsausbildung als Mittel zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Das deutsche Berufsausbildungssystem beruht im Wesentlichen auf einem dualen Ansatz. In diesem System sind neben den Berufsschulen die Ausbildungsbetriebe als zentrale Träger zur Vermittlung der beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse anzusehen. Dabei soll im Idealfall die Ausbildung der Fachkräfte von morgen auch die Wettbewerbsfähigkeit des Ausbildungsbetriebes sicherstellen. Dies erfordert einerseits ein entsprechendes Engagement der Betriebe, eine Berufsausbildung zu ermöglichen und ist andererseits von ausreichend geeigneten Bewerbern zur Besetzung der angebotenen Berufsausbildungsplätze abhängig. Vor diesem Hintergrund beleuchtet dieser Steckbrief das betriebliche Ausbildungsgeschehen in Rheinland-Pfalz. Im ersten Abschnitt wird die Ausbildungsaktivität der ausbildungsberechtigten Betriebe betrachtet. Zudem wird die Zahl der rheinland-pfälzischen Auszubildenden und die Ausbildungsquote aufgezeigt. Der zweite Abschnitt gibt Aufschluss über das Angebot an Ausbildungsplätzen und deren Besetzung. Zuletzt werden die erfolgreichen Ausbildungsabschlüsse und die Übernahmebereitschaft der rheinland-pfälzischen Betriebe näher betrachtet. Die Datengrundlage des Steckbriefes bilden Auswertungen der jüngsten Befragungswelle des IAB-Betriebspanels aus dem Jahr 2020" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Nicht alle Wünsche werden wahr: Welche Kompromisse Jugendliche beim Ausbildungsberuf eingehen (2021)
Zitatform
Schels, Brigitte, Lea Ahrens, Corinna Kleinert & Melanie Fischer (2021): Nicht alle Wünsche werden wahr: Welche Kompromisse Jugendliche beim Ausbildungsberuf eingehen. In: IAB-Forum H. 03.02.2021 Nürnberg, o. Sz., 2021-01-27.
Abstract
"Bei der Wahl des Ausbildungsberufs navigieren junge Menschen zwischen persönlichen Interessen, sozialen Erwartungen, Anforderungen im beruflichen Bildungssystem und Marktbedingungen. Dabei zeigt sich, dass die Mehrheit der Auszubildenden eine Ausbildung nicht in dem Beruf absolviert, den sie in der Schulzeit angestrebt haben. Nur eine Minderheit von ihnen muss deswegen Abstriche beim Ausbildungsberuf in Kauf nehmen. Viele stellen sich sogar besser." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Finanzielle Anreize zur Ausbildung in der Altenpflege: Der Effekt der Ausbildungsumlage auf das Ausbildungsverhalten von Pflegeeinrichtungen. Version 1.0 (2021)
Zitatform
Schuss, Eric (2021): Finanzielle Anreize zur Ausbildung in der Altenpflege. Der Effekt der Ausbildungsumlage auf das Ausbildungsverhalten von Pflegeeinrichtungen. Version 1.0. (BIBB-Preprint), Bonn, 41 S.
Abstract
"Mit dem Pflegeberufereformgesetz werden Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen durch auf Landesebene organisierte Fonds unabhängig davon, ob sie selbst ausbilden oder nicht, an den Kosten der Ausbildung von Pflegefachmännern und -frauen beteiligt. Dadurch soll ein positiver Anreiz zur Ausbildung aus Sicht der Pflegeeinrichtungen entstehen. Inwiefern eine derartige Ausbildungsumlage tatsächlich die Ausbildungsbereitschaft von Krankenhäusern bzw. Pflegeeinrichtungen erhöht, ist empirisch bislang jedoch nicht belegt. Hinweise können aber aus einer Untersuchung des Ausgleichsverfahrens in der Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger gewonnen werden. Zwischen 2005 und 2016 wurde hier in sechs Bundesländern eine Ausbildungsumlage eingeführt. Dabei wird methodisch darauf zurückgegriffen, dass diese sechs Bundesländer die Ausbildungsumlage zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingeführt haben. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass ambulante Pflegedienste ihre Ausbildungsbereitschaft unmittelbar infolge der Einführung der Ausbildungsumlage erhöhen. Heime passen ihr Ausbildungsverhalten hingegen nicht sofort an; der Anteil an Pflegeeinrichtungen, die neue Auszubildende beschäftigen, und die Anzahl neuer Auszubildender wird jedoch durch die Ausbildungsumlage auch für diese Gruppe in der mittleren Frist signifikant gesteigert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beyond Windfall Gains: The Redistribution of Apprenticeship Costs and Vocational Education of Care Workers (2021)
Zitatform
Schuss, Eric (2021): Beyond Windfall Gains: The Redistribution of Apprenticeship Costs and Vocational Education of Care Workers. (Leading house working paper 176), Zürich, 42 S.
Abstract
"We estimate the causal effect exerted by substantial redistribution of care worker apprenticeship costs on the training supply of care facilities. We exploit the fact that the underlying apprenticeship levy was introduced across the German federal states at different points in time. For ambulatory care, we find a robust positive effect on the probability of hiring new apprentices and on the number of new apprentices in the short and in the longer run. For inpatient care facilities, the probability of providing apprenticeship training is not affected, but positive effects emerge in respect of the number of new apprentices in the medium run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Der Übergang in die berufliche Bildung als krisenhafter Schulwechsel – Sonderpädagogisch unterstützte Schülerinnen und Schüler am Beginn ihres Berufslebens (2021)
Schwager, Michael;Zitatform
Schwager, Michael (2021): Der Übergang in die berufliche Bildung als krisenhafter Schulwechsel – Sonderpädagogisch unterstützte Schülerinnen und Schüler am Beginn ihres Berufslebens. In: Zeitschrift für Inklusion, Jg. 4.
Abstract
"Für sonderpädagogisch unterstützte SchülerInnen ist der Wechsel in die Berufsbildung häufig keine ´zweite Chance´, sondern ein weiteres Scheitern. Der Beitrag geht den Gründen dieses Scheiterns in der allgemeinbildenden Schule und im Übergang nach und diskutiert Aspekte von Lösungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The transition from School to Post-Secondary Education – What factors affect educational decisions? (2021)
Seidel, Katja;Zitatform
Seidel, Katja (2021): The transition from School to Post-Secondary Education – What factors affect educational decisions? (Universität Lüneburg. Working paper series in economics 398), Lüneburg, 29 S.
Abstract
"This paper analyses the concrete post-school decision of school students whether to study or to enter the German VET system. It focuses on the investigation of individual risk preferences and the social background of individuals, and the effect on the ultimate decision to enrol in university or to start an apprenticeship, given the same level of qualification. For the empirical approach, the German SOEP is used, and information on individuals' educational decisions between 2007 and 2013 is considered. The results indicate that (i) individual risk preferences do not have an overall effect on the real transition and are not conditional on the academic background of parents; (ii) privileged individuals are more likely to take up higher education; and (iii) even when parents without an academic background support their children during school, they are less likely to guide their children into tertiary education." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Who is really 'left behind'? Half a century of gender differences in the school-to-work transitions of low-educated youth (2021)
Zitatform
Struffolino, Emanuela & Camilla Borgna (2021): Who is really 'left behind'? Half a century of gender differences in the school-to-work transitions of low-educated youth. In: Journal of Youth Studies, Jg. 24, H. 2, S. 162-185. DOI:10.1080/13676261.2020.1713308
Abstract
"At a time of growing expectations about educational attainment, young people who did not complete upper-secondary schooling can easily be "left behind" to face risks of social exclusion. Being able to make a rapid and successful transition into a first significant job is crucial for long-term labor-market attachment. We approach the question of continuity or change in school-to-work transitions by comparing the experiences of four birth cohorts of early school leavers in Italy, where they still constitute a sizeable group as of today. Italy makes for an interesting case study due to the length of school-to-work transitions and the extent of gender differences in this phase. In an era of educational expansion and increased female activation, studying changes in low-educated women's labor-market access brings into focus the question of who is really left behind. Using data from the 2009 "Multi-purpose Survey on Household and Social Subjects", we use discrete time logistic regression models to estimate the probability of transitioning to the first significant job for early school leavers born between 1954 and 1993. We find that gender differences are strikingly persistent across birth cohorts, even after controlling for sociodemographic variables as well as for time-varying fertility and partnership histories." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Eine Ausbildungskrise, die (noch) keine war - Schweizer Erfahrungen in der COVID-19-Krise (2021)
Zitatform
Wolter, Stefan C. (2021): Eine Ausbildungskrise, die (noch) keine war - Schweizer Erfahrungen in der COVID-19-Krise. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 50, H. 2, S. 15-19.
Abstract
"Entgegen den Erwartungen, die man basierend auf den Erfahrungen aus früheren Rezessionen bilden musste, hat der Lehrstellenmarkt in der Schweiz die durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste Rezession bislang unbeschadet überstanden. Die Vielfalt der Maßnahmen, die dafür direkt oder indirekt verantwortlich sein könnten, verunmöglicht allerdings ein Urteil darüber, welche Maßnahme nützte und welche nicht. Die überraschend gut überstandene Krise ist aber keine Garantie, dass ein weiterer Stresstest 2021 ebenfalls glimpflich abläuft, wenn man die hohe Verunsicherung der Betriebe im Herbst 2020 als Maßstab für die weitere Entwicklung des Lehrstellenmarkts nimmt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Implementationsanalyse des Modellprojekts zur Förderung geringqualifizierter Jugendlicher und Erwachsener - Abschlussbericht (2020)
Zitatform
Bauer, Frank, Philipp Fuchs & Jan F. C. Gellermann (2020): Implementationsanalyse des Modellprojekts zur Förderung geringqualifizierter Jugendlicher und Erwachsener - Abschlussbericht. (IAB-Forschungsbericht 17/2020), Nürnberg, 172 S.
Abstract
"Der Forschungsbericht umfasst die Ergebnisse der Implementationsanalyse des „Modellprojekts zur Förderung geringqualifizierter Jugendlicher und Erwachsener“ in Nordrhein-Westfalen, die vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit initiiert und im Zeitraum von Dezember 2016 bis November 2020 dezentral an neun Standorten umgesetzt wurden. Das Programm richtete sich an Personen zwischen 21 und 45 Jahren mit Schulabschluss. Es vermittelt eine zertifizierte Berufsausbildung. Der Prozess der Qualifizierung erfolgt bei Bildungsträgern, ist modular aufgebaut und je nach Ausbildungsberuf und Qualifikationsniveau in 4 bis 8 Teilqualifizierungsmodule aufgegliedert, die je 2 bis 6 Monate dauern und durch Prüfungen vor den regionalen Industrie- und Handelskammern zertifiziert und abgeschlossen werden. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden während des Projektverlaufs durch sogenannte Qualifizierungscoaches der beteiligten Jobcenter begleitet und erhalten für jedes erfolgreich absolvierte Modul sowie nach bestandener Abschlussprüfung eine Prämie von 400 bzw. 1 500 Euro. Die Studie ist rekonstruktiv ausgerichtet und basiert auf der Auswertung von zentralen Programmdokumenten sowie Wiederholungsinterviews mit ausgewählten Teilnehmenden und den Coaches aller Standorte. Sie enthält eine detaillierte Rekonstruktion der Programmstruktur, der Umsetzungsvarianzen zentraler Programmelemente, eine Typologie der Teilnehmenden und schließlich spezifische Handlungsempfehlungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Early tracking, academic vs. vocational training, and the value of 'second-chance' options (2020)
Zitatform
Biewen, Martin & Madalina Thiele (2020): Early tracking, academic vs. vocational training, and the value of 'second-chance' options. In: Labour Economics, Jg. 66. DOI:10.1016/j.labeco.2020.101900
Abstract
"This paper estimates a dynamic heterogenous reatment effects model to examine educational transitions and expected returns in the German education system which is characterized by pronounced early tracking but with options to revise track choices at later stages. We study the value of such options and the extent to which they correct initial 'misplacement'. We find that the value of second-chance options is large but heterogenous. They are more valuable for high-ability individuals and individuals from better parental backgrounds who are better able to exploit the possibilities opened up by them at later stages of the system. Our findings suggest that second-chance options correct earlier “misplacement” only to a moderate extent." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2020 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Übergänge nach der Schule als "zweite Chance"?: Eine quantitative und qualitative Analyse der Ausbildungschancen von Schülerinnen und Schülern aus Förderschulen "Lernen" (2020)
Zitatform
Blanck, Jonna M. (2020): Übergänge nach der Schule als "zweite Chance"? Eine quantitative und qualitative Analyse der Ausbildungschancen von Schülerinnen und Schülern aus Förderschulen "Lernen". (Bildungssoziologische Beiträge), Weinheim: Beltz Juventa, 244 S.
Abstract
"Die Studie beschreibt erstmals deutschlandweit die Ausbildungschancen von FörderschülerInnen mit »Lernbehinderung« und untersucht quantitativ und qualitativ, wie diese erklärt werden können. Überprüft wird, welche Bedeutung der Förderschulbesuch sowie die Berufs- und Rehaberatung der Agenturen für Arbeit für die Übergänge nach der Schule haben. Zudem wird analysiert, wie erklärt werden kann, dass manchen Jugendlichen der Übergang in Ausbildung trotz vieler Hindernisse gelingt. Damit trägt die Studie wesentlich zum Verständnis von Bildungsarmut im Lebensverlauf und der Debatte um »schulische Inklusion« bei." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsorientierung: ein Lehr- und Arbeitsbuch (2020)
Brüggemann, Tim; Jung, Eberhard; Kinder, Katja; Dreer, Benjamin ; Düggeli, Albert; Lipowski, Katrin; Neuenschwander, Markus P. ; Faulstich-Wieland, Hannelore; Ratschinski, Günter; Kohlrausch, Bettina; Thielen, Marc; Schaffner, Dorothee; Schuchart, Claudia ; Stein, Margit; Gehrau, Volker ; Rotter, Elisabeth; Schnitzler, Annalisa; Engin, Gaby; Rahn, Sylvia ; Ziegler, Birgit; Howe, Falk; Lex, Tilly; Hartkopf, Emanuel; Baumeler, Franziska; Driesel-Lange, Katja; Ryter, Annamarie; Gaupp, Nora; Mette, Christa; Zimmermann, Julia ; Lazarides, Rebecca; Mahl, Franciska; Mokhonko, Svitlana; Granato, Mona ; Burda-Zoyke, Andrea; Fuhrmann, Christoph; Weißmann, Regina; Brüggemann, Tim; Frank, Carolin; Rahn, Sylvia ; Reißig, Birgit; Eberhard, Verena; Beinke, Lothar; Niemeyer, Beatrix ; Staden, Christian; Schröder, Rudolf; Kanning, Uwe Peter ; Ulrich, Joachim Gerd; Nickolaus, Reinhold; Oeynhausen, Stephanie; Kaak, Silvio; Grundmann, Matthias ; Weyer, Christian; Brändle, Tobias ; Wottawa, Heinrich; Makarova, Elena; Thomas, Joachim ; Herzog, Walter ; Hirschi, Andreas ; Kunz, Nicola; Rübner, Matthias; Hany, Ernst; Taskinen, Päivi H.; Kracke, Bärbel;Zitatform
Brüggemann, Tim & Sylvia Rahn (Hrsg.) (2020): Berufsorientierung. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. (UTB. Pädagogik 5249), Münster ; New York: Waxmann, 560 S.
Abstract
"Autorinnen und Autoren aus Deutschland und der Schweiz skizzieren in diesem Buch den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Thema Übergang Schule-Beruf, beschreiben und kommentieren Maßnahmen und Instrumente der Berufsorientierung und verdeutlichen die Perspektiven des Handlungsfeldes. Ziel des interdisziplinären Sammelbandes ist es, Studierenden, Lehrenden und allen Personen, die sich grundlegend über die Thematik informieren möchten, einen Überblick über den Gegenstandsbereich Studien- und Berufsorientierung zu vermitteln. Die zweite Auflage berücksichtigt dabei auch die geänderten Kontextbedingungen, die die Berufliche Orientierung heute beeinflussen. Sie legt den Fokus darauf, wie den Herausforderungen begegnet werden kann, aus der Fülle der Instrumente, Maßnahmen und Programme die geeigneten und effektiven auszuwählen und zu einem kohärenten Gesamtkonzept zu verknüpfen." (Verlagsangaben)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Alle Jugendlichen in Ausbildung bringen - wie geht das?: Bedingungen und Gestaltung ergänzender, öffentlich geförderter Ausbildung (2020)
Zitatform
Burkard, Claudia, Dieter Euler, Naemi Härle & Eckart Severing (2020): Alle Jugendlichen in Ausbildung bringen - wie geht das? Bedingungen und Gestaltung ergänzender, öffentlich geförderter Ausbildung. Gütersloh, 42 S. DOI:10.11586/2020053
Abstract
"Die Situation am Ausbildungsmarkt ist angespannt. Aber nicht nur in der Corona-Krise, sondern jedes Jahr gehen viele Jugendliche bei der Ausbildungsplatzsuche leer aus. Auch wenn es in bestimmten Berufen und Regionen teils unbesetzte Ausbildungsplätze gibt, wird eine größere Zahl an Ausbildungssuchenden beim Bemühen um eine Ausbildungsstelle erfolglos bleiben. Eine Ergänzung des betrieblichen Ausbildungsangebots durch öffentlich geförderte Ausbildungsplätze ist daher sinnvoll und notwendig, um allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anbieten zu können. In der Neuauflage des Konzeptpapiers ‘Alle Jugendlichen in Ausbildung bringen - wie geht das?‘ werden neben der Darstellung der zentralen Gestaltungsfaktoren ergänzender, öffentlich geförderter Ausbildungsstellen auch Umsetzungsbeispiele - unter anderem die Ausbildungsgarantie in Österreich - vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Einfluss persönlicher, sozialer, institutioneller und regionaler Bedingungen auf den Bildungsverlauf von Schulabgängerinnen und -abgängern ohne Studienberechtigung: Analysen auf der Grundlage des Nationalen Bildungspanels (NEPS) (2020)
Zitatform
Busse, Robin (2020): Der Einfluss persönlicher, sozialer, institutioneller und regionaler Bedingungen auf den Bildungsverlauf von Schulabgängerinnen und -abgängern ohne Studienberechtigung. Analysen auf der Grundlage des Nationalen Bildungspanels (NEPS). In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 116, H. 1, S. 26-56. DOI:10.25162/zbw-2020-0002
Abstract
"Vergleichsweise wenige Studien nehmen die Heterogenität der Bildungsverläufe von Schulentlassenen ohne Studienberechtigung in den Blick. Der Großteil der Forschung zur ersten Schwelle konzentriert sich auf eine bestimmte Statuspassage (z. B. den Übergang in vollqualifizierende Ausbildung). Jugendliche ohne Studienberechtigung können jedoch nach Verlassen der Schule eine Vielzahl von (Bildungs-)Wegen einschlagen. Auf der Grundlage der Startkohorte 4 des Nationalen Bildungspanels (NEPS) werden im Rahmen von Sequenzmuster- und darauf aufbauenden Clusteranalysen die Bildungsverläufe von Schulentlassenen ohne Studienberechtigung untersucht. Die Befunde unterstreichen, dass die Bildungsverläufe von Schulentlassenen keinesfalls homogen sind. Ihre Bildungswege reichen von nahtlosen oder verzögerten Übergängen ins duale System und Schulberufssystem, über Übergänge in weiterführende Schulen zum Erwerb einer (Fach-)Hochschulreife, bis hin zu Verläufen ohne Anschluss- und Abschlussperspektive. Die Ergebnisse multivariater Analysen heben zudem hervor, dass leistungsbezogene Merkmale (wie z. B. Bildungszertifikate) sowie die Ausstattung mit sozialen und kulturellen Ressourcen einen beträchtlichen Teil der Disparitäten an der ersten Schwelle erklären können. Trotz Berücksichtigung individueller, sozialer und regionaler Bedingungen bleiben Ungleichheiten beim Zugang zu vollqualifizierender Ausbildung bestehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Übergangsverläufe am Ende der Sekundarstufe I: Erklärungsansätze für soziale und migrationsbezogene Ungleichheiten (2020)
Zitatform
Busse, Robin (2020): Übergangsverläufe am Ende der Sekundarstufe I. Erklärungsansätze für soziale und migrationsbezogene Ungleichheiten. (Berufsbildung, Arbeit und Innovation. Dissertationen, Habilitationen 60), Bielefeld: wbv Media, 232 S. DOI:10.3278/6004818w
Abstract
"Wem gelingt der Einstieg in eine vollqualifizierende Berufsausbildung am Ende der Sekundarstufe I - und wem nicht? In der Dissertation untersucht der Autor Übergangsmuster, die für die weitere Berufsbiografie Jugendlicher von immenser Bedeutung sind. Auf Basis der Startkohorte 4 des Nationalen Bildungspanels (NEPS) analysiert er Entwicklungen, beschreibt gewählte Alternativen zum Einstieg in eine Berufsausbildung und fragt nach den Entstehungsmechanismen von Bildungsungleichheiten am Ende der Sekundarstufe I. Die Forschungsarbeit ist ein Beitrag zur Untersuchung individueller Bildungsverläufe von Jugendlichen am Ende der Sekundarstufe I." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Anhang -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktsituation der Jüngeren in Berlin (2020)
Zitatform
Carstensen, Jeanette, Oskar Jost & Holger Seibert (2020): Arbeitsmarktsituation der Jüngeren in Berlin. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 02/2020), Nürnberg, 37 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation junger Menschen erfordert ein besonderes Augenmerk, da hier entscheidende Weichen für die spätere Erwerbsbiografie gestellt werden. Berlin verzeichnete lange Zeit im Bundesländervergleich besonders hohe Jugendarbeitslosenquoten, die insbesondere aus einer unzureichenden Lehrstellenversorgung resultierten. Sowohl im Zuge des Nachwendegeburtenknicks als auch aufgrund eines zunehmenden und selbsttragenden Aufschwungs in den letzten zehn Jahren besserte sich die Situation sukzessive. Es konnten mehr junge Menschen in Berlin in Ausbildung und Beschäftigung finden, sodass die Jugendarbeitslosenquote deutlich abgebaut wurde. Gleichwohl offenbaren die Ergebnisse des vorliegenden Berichts anhaltende Defizite und Potenziale, die es auszubauen gilt. So fällt die Jugendarbeitslosenquote junger Ausländer in Berlin nach wie vor deutlich höher aus als diejenige der deutschen Jugendlichen, was auf strukturelle Unterschiede und Probleme hindeutet. Darüber hinaus weisen junge Ausländer aus den Asylherkunftsländern momentan noch besonders hohe Arbeitslosenquoten auf, die weitere Anstrengungen erfordern, um eine Verfestigung in Arbeitslosigkeit zu verhindern und bestehende Unterschiede zu reduzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wissenschaftliche Begleitstudie "Assistierte Ausbildung" (AsA): Ergebnisse der zweiten Erhebungswelle (2020)
Zitatform
Conrads, Ralph, Thomas Freiling, Markus Zink & Michaela Weber (2020): Wissenschaftliche Begleitstudie "Assistierte Ausbildung" (AsA). Ergebnisse der zweiten Erhebungswelle. Mannheim ; Schwerin, 38 S.
Abstract
"Seit 2017 begleitet die HdBA die Erprobung der Assistierten Ausbildung (AsA) als Fördermaßnahme der Berufsberatung und führte zu diesem Zweck zwei qualitative Erhebungen 2017 und 2019 durch. Um mit der Begleitforschung die Ausarbeitung einer zukunftsgerichteten Konzeption der AsA zu flankieren, galt es 2019, sich den aus der ersten Erhebungswelle ergebenden Fragestellungen im Rahmen einer weiteren Erhebung zu stellen. So ging es in der zweiten Erhebungswelle (September - Dezember 2019) um die Frage, ob die AsA für Unternehmen ein wirksamer Anreiz ist, auch benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildungschance zu geben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung: Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum 27.2.2020 (2020)
Dietrich, Hans ; Kruppe, Thomas ; Oberfichtner, Michael ; Lang, Julia ; Weber, Enzo ; Stephan, Gesine ;Zitatform
Dietrich, Hans, Thomas Kruppe, Julia Lang, Michael Oberfichtner, Gesine Stephan & Enzo Weber (2020): Zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung. Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum 27.2.2020. (IAB-Stellungnahme 01/2020), Nürnberg, 21 S.
Abstract
"Das IAB geht in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung auf folgende Aspekte ein: Weiterentwicklung der Regelungen des Qualifizierungschancengesetzes, Qualifizierung in der Transfergesellschaft, Rechtsanspruch auf Förderung des Nachholens eines Berufsabschlusses, Kurzarbeit, Verstetigung der Assistierten Ausbildung, Verlängerung der Regelung zur Weiterbildungsprämie, Maßnahmezulassung und Bundesdurchschnittskostensätze sowie Arbeitsuchen- und Arbeitslosmeldung. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels und damit einhergehenden sich ändernden Anforderungen an die Qualifizierung von Beschäftigten kommt der Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle zu. Neben einer Stärkung der Ausbildungsförderung sieht der Gesetzentwurf vor allem eine Stärkung der Weiterbildungsförderung in besonders vom Strukturwandel betroffenen Branchen und Betrieben vor. Die hierzu im Gesetzentwurf unter gewissen Bedingungen vorhergesehene Aufstockung der Zuschüsse aus dem Qualifizierungschancengesetz ist prinzipiell nachvollziehbar. Auch die im Gesetzentwurf für die Qualifizierung in Transfergesellschaften vorgesehenen Erweiterungen der Fördermöglichkeiten erscheinen sinnvoll und ermöglichen allen Beschäftigten nun auch den Abschluss umfangreicherer Weiterbildungen. Zudem soll Betrieben, die ihre Beschäftigten während Kurzarbeit beruflich qualifizieren, unter erleichterten Voraussetzungen eine längere Zahlung des Kurzarbeitergeldes ermöglicht werden. Prinzipiell ist eine Verknüpfung von Kurzarbeit und Qualifizierung bei einer vorübergehenden Reduzierung der Arbeitszeit sinnvoll. Wenn Weiterbildung aber während einer nicht nur vorübergehenden Nachfrageschwäche politisch unterstützt werden soll, sollte das nicht durch Kurzarbeitergeld geschehen, sondern durch eine geeignete Weiterbildungsförderung. Personen ohne Berufsabschluss soll ein Rechtsanspruch auf die Förderung einer berufsabschlussbezogenen Weiterbildung eingeräumt werden. Die zu erwartenden Auswirkungen sind jedoch unklar. Die im Gesetzentwurf geplanten Änderungen bei der Maßnahmezulassung und eine Anhebung der durchschnittlichen Kostensätze im Bereich der beruflichen Weiterbildung sind angebracht, ebenso wie die geplante Zusammenführung der Assistierten Ausbildung und der ausbildungsbegleitenden Hilfen. Schließlich sieht der Gesetzentwurf vor, dass unverzüglich nach der Arbeitssuchend- und Arbeitslosmeldung ein Beratungs- und Vermittlungsgespräch geführt werden soll. Hier wäre aus Forschungssicht grundsätzlich noch mehr Flexibilität bei der Terminierung der Gespräche sinnvoll." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Dietrich, Hans ; Oberfichtner, Michael ; Lang, Julia ; Weber, Enzo ; Stephan, Gesine ; -
Literaturhinweis
Training, Wages and a Missing School Graduation Cohort (2020)
Zitatform
Dorner, Matthias & Katja Görlitz (2020): Training, Wages and a Missing School Graduation Cohort. (Ruhr economic papers 858), Essen, 41 S. DOI:10.4419/86788994
Abstract
"This study analyzes the effects of a missing high school graduation cohort on firms’ training provision and trainees’ wages. An exogenous school reform varying at the state and year level caused the missing cohort to occur. Using administrative social security data on all trainees and training firms, we show that firms provide less training by reducing their overall number of hired apprentices. We also show that the pool of firms that offer training in the year of the missing cohort shifts towards a higher share of low wage firms. After keeping firm characteristics constant, the findings indicate that the missing cohort increases training wages measured at the start of training. Further analyses shed light on the opposite case of dual cohorts, which we find to increase training provision and to decrease training wages. The evidence also shows that high and low wage firms differ in how they adjust training provision in response to a dual cohort." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IAB-Discussion Paper, 28/2020 -
Literaturhinweis
Education, Skills & Labor-Market Success: Microeconometric Analyses Using Large-Scale Skills Assessments (2020)
Hampf, Franziska Bernadette;Zitatform
Hampf, Franziska Bernadette (2020): Education, Skills & Labor-Market Success. Microeconometric Analyses Using Large-Scale Skills Assessments. (ifo-Beiträge zur Wirtschaftsforschung 89), München, 211 S.
Abstract
"Ziel der Dissertation ist es, ein besseres Verständnis des Ursache-Wirkungs-Zusammenhangs zwischen Bildung, Kompetenzen und Arbeitsmarkterfolg zu schaffen. Kapitel 2 untersucht den Effekt von Bildung auf kognitive Kompetenzen unter Verwendung qualitativ hochwertiger Kompetenzmaße der PIAAC-Studie. Zur Identifizierung des Effekts wird die Variation der Schulzeit basierend auf der deutschen Pflichtschulreform verwendet. Es zeigt sich, dass die Reform Mathekompetenzen um rund 0.2 SD erhöhte. Kapitel 3 untersucht, inwiefern die Arbeitsmarktbedingungen zum Zeitpunkt des Schulabschlusses die tertiäre Bildungsentscheidung, Kompetenzentwicklung und den späteren Arbeitsmarkterfolg beeinflussen. Als Quelle exogener Variation in Arbeitsmarktoptionen wird die Variation in der nationalen Arbeitslosenquote zum Zeitpunkt des Schulabschlusses über einen 20-Jahres-Zeitraum in 28 Ländern herangezogen. Eine hohe Arbeitslosigkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit des Universitätsbesuchs, Kompetenzen, sowie den Arbeitsmarkterfolg. Kapitel 4 untersucht mithilfe der PIAAC-Daten, inwieweit kognitive Kompetenzen höhere Löhne von Universitätsabsolventen erklären. Die internationale Variation in Lohnprämien verringert sich um fast 25 Prozent, sobald man für Kompetenzen kontrolliert. Ein Teil der Lohnprämie reflektiert die Selektion von Personen mit höheren Kompetenzen in Universitäten. Allerdings kann diese Selektion nicht die internationalen Unterschiede in Lohnprämien erklären." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausbilder der Nation, Integrator und Impulsgeber: Die Rolle des Handwerks im deutschen Bildungssystem (2020)
Zitatform
Haverkamp, Katarzyna & Till Proeger (2020): Ausbilder der Nation, Integrator und Impulsgeber: Die Rolle des Handwerks im deutschen Bildungssystem. (Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung 34), Göttingen, 24 S. DOI:10.3249/2364-3897-gbh-34
Abstract
"Die aktuellen Diskussionen um die Stärkung des dualen Ausbildungssystems streben eine stärkere Gleichstellung beruflicher- und akademischer Bildungswege an. In diesem Kontext steht die Frage nach der Rolle der beruflichen Ausbildung im Handwerk für den gesamten Arbeitsmarkt und damit für die Volkswirtschaft. Die Rolle der dualen Ausbildung kann dabei über die veränderten empirischen Ausbildungsmuster sowie die veränderten Funktionszuschreibungen im Zeitverlauf beschrieben werden. In dieser Studie werden Zeitreihen zur beruflichen Bildung sowie die vorhandenen Studien zur Funktionsweise des dualen Bildungssystems genutzt, um für den Zeitverlauf seit 1950 die zentralen Charakteristika und Funktionen des Ausbildungssystems des Handwerks zu beschreiben. Hierbei werden vier Phasen und drei Funktionsverschiebungen identifiziert, die jeweils mit strukturellen Veränderungen im Ausbildungsmarkt einhergehen. Im Ergebnis benennt die Studie folgende zentrale volkswirtschaftliche Funktionen des handwerklichen Qualifizierungssystems: Erstens gilt das Handwerk mit seiner überproportionalen Ausbildungsleistung traditionell als „Ausbilder der Nation“. 28 % der Auszubildenden werden derzeit im Handwerk auf die Tätigkeit auf dem regulären Arbeitsmarkt vorbereitet, wobei tendenziell die Schwerpunktlegung der Ausbildung auf der eigenständigen und problemlösungsorientierten Arbeitsweise als besondere Stärke des handwerklichen Qualifizierungssystems gilt. Zweitens wird dem Handwerk eine arbeitsmarkt- und sozialpolitisch maßgebende Rolle als „sozialer Integrator“ zugeschrieben. Als Integrator übernimmt das Handwerk insbesondere in Zeiten der gesellschaftlichen Umbrüche die Aufgabe, benachteiligte Bevölkerungsgruppen (Geflüchtete, Leistungsschwächere, Altbewerber) systematisch in das Arbeitsleben zu integrieren. Als für diese Aufgabe besonders relevante Stärke des Handwerks gilt die (oft familiengeführte) kleinbetriebliche Betriebsstruktur sowie die Vernetzung und ehrenamtliches Engagement in lokalen Gemeinschaften. Drittens gilt das Handwerk auch zunehmend als Impulsgeber für die transdisziplinären Innovationsprozesse. Als Ergänzung zu akademisch-technologiebasierter Fortentwicklung der Technologien und Produkte, bringen handwerklich qualifizierte Fachkräfte Innovationsimpulse ein, die auf berufsspezifischer Spezialisierung, erfahrungsbasiertem Können und hochentwickelten Fertigkeiten basieren. Die Studie verdeutlicht und diskutiert die Bedeutung und Veränderung dieser Funktionen im Zeitverlauf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Digitalisierung am Übergang Schule Beruf: Ansätze und Perspektiven in Arbeitsdomänen und beruflicher Förderung (2020)
Zitatform
Heisler, Dietmar & Jörg Meier (Hrsg.) (2020): Digitalisierung am Übergang Schule Beruf. Ansätze und Perspektiven in Arbeitsdomänen und beruflicher Förderung. (Berufsbildung, Arbeit und Innovation 56), Bielefeld: wbv Publikation, 232 S. DOI:10.3278/6004725w
Abstract
"Berufliche Förderung in Zeiten von Digitalisierung und Berufsbildung 4.0 war ein Schwerpunktthema der Hochschultage Berufliche Bildung 2019 in Siegen. Der erste Teil befasst sich mit Fragen zum digitalen Kompetenzerwerb in verschiedenen Arbeitsdomänen, von den Auswirkungen der Digitalisierung auf industrieller Arbeit und Landwirtschaft bis zur Entwicklung von Medienkompetenz als Aufgabe der Berufsbildung. Im zweiten Teil stehen Fragen zur beruflichen Förderung in Zeiten der Digitalisierung im Mittelpunkt. Themen sind u.a. Lernortkooperationen, digitale Transformation in der Ausbildungsvorbereitung an Berufskollegs sowie Benachteiligtenförderung in digitalen Kontexten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lebenswelten und soziale Netzwerke von jungen Geflüchteten und Zugewanderten am Übergang in Ausbildung und Beruf (2020)
Zitatform
Heisler, Dietmar & Susanne Schemmer (2020): Lebenswelten und soziale Netzwerke von jungen Geflüchteten und Zugewanderten am Übergang in Ausbildung und Beruf. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 38, S. 1-23.
Abstract
"Jugend wird als eine eigenständige Lebens- und Entwicklungsphase betrachtet. Für junge Geflüchtete stellt sie eine besondere Herausforderung dar. Für sie geht es nicht nur um die Bewältigung alterstypischer Entwicklungsaufgaben, sondern auch um eine gelingende Integration in die Aufnahmegesellschaft. Dazu gehören u. a. das Kennenlernen und die Aneignung von Sprache, Kultur und Werten, genauso die Erschließung von Alltagsräumen und Lebenswelten, z. B. von Freizeitmöglichkeiten, Bildung und von beruflichen Erfahrungsräumen. Die Frage zur gelingenden Integration und Gestaltung von Lebenswelten junger Geflüchteter wurde im Kontext der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts „angekommen in Deiner Stadt“ der Walter Blüchert Stiftung genauer untersucht. Der Beitrag referiert u. a. die Ergebnisse einer in diesem Kontext durchgeführten egozentrierten Netzwerkanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass die Angebote den Rahmen für den Aufbau und die Erweiterung kommunikativer, sozialer Netzwerke darstellen und lebensweltliche Zugänge öffnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zugang zur beruflichen Bildung für junge Geflüchtete: Der Beitrag berufsorientierender Beratung und Unterstützung (2020)
Zitatform
Hilkert, Bernhard & Nicole Pötter (2020): Zugang zur beruflichen Bildung für junge Geflüchtete. Der Beitrag berufsorientierender Beratung und Unterstützung. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 49, H. 2, S. 47-50.
Abstract
"Im Beitrag wird erkundet, wie Berater/-innen in Jobcentern, Kammern und Jugendmigrationsdiensten bleibeberechtigte junge Geflüchtete bei der Entwicklung einer beruflichen Ausbildungsperspektive beraten und unterstützen. Dabei wird deutlich, dass vor dem Hintergrund institutioneller und organisatorischer Rahmenbedingungen Berater/-innen in spezifischer Weise Optionen für eine berufliche Ausbildung junger Geflüchteter öffnen. Der Beitrag schließt mit einer Empfehlung zur Gestaltung berufsorientierender und ausbildungsvorbereitender Beratung und Unterstützung junger Geflüchteter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Transitions from lower track secondary schools into vocational training: Does a detour pay off? (2020)
Hillerich-Sigg, Annette;Zitatform
Hillerich-Sigg, Annette (2020): Transitions from lower track secondary schools into vocational training: Does a detour pay off? (ZEW discussion paper 2020-049), Mannheim, 45 S.
Abstract
"This paper analyzes the effect of alternative transition paths after grade 9 of German lower secondary school on vocational training. Using a selection-on-observables approach I show that a delayed transition into vocational training after lower track secondary school is not a disadvantage conditional on a successful transition into vocational training. Students benefit from continuing general schooling or attending vocational school compared to transitioning directly with regard to wages paid during vocational training as well as average wages, prestige, and socioeconomic status of the training occupation. This comes at the cost of a lower probability to match the training occupation with the reported desired occupation and being less satisfied with the vocational training. Participation in pre-vocational training does not lead to a different type of vocational training position than after a direct transition. However, those participants are less satisfied with their vocational training." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Rolle der Social-Media-Anwendung Instagram bei der Berufswahlentscheidung von Jugendlichen (2020)
Zitatform
Jahncke, Heike, Florian Berding, Katharina Albers, Sirka Logemann & Karin Rebmann (2020): Die Rolle der Social-Media-Anwendung Instagram bei der Berufswahlentscheidung von Jugendlichen. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 116, H. 1, S. 57-90. DOI:10.25162/zbw-2020-0003
Abstract
"Die Berufswahl stellt sowohl in persönlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht eine der grundlegendsten Entscheidungen für junge Menschen dar. Wichtige Einflussgrößen sind dabei nach wie vor das familiäre Umfeld sowie praktische Erfahrungen. Gleichzeitig deuten neue Studie an, dass auch Medien eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Berufswahl spielen. Wie Jugendliche jedoch konkret aktuelle Jugendmedien einsetzen, ist kaum bekannt. Vor diesem Hintergrund analysiert der Beitrag, welche Rolle die Applikation “Instagram" während der Berufswahlprozess von 14 Schüler(inne)n der teilqualifizierenden Berufsfachschule (Wirtschaft) zukommt. Die Studie zeigt, dass Berufswünsche nicht durch Instagram ausgelöst werden, sondern bestimmte Berufswünsche ihren Ursprung in praktischen Erfahrungen und im familiären Umfeld besitzen. Die Ergebnisse zeigen weiter, dass die Jugendlichen Instagram dazu nutzen, sich Informationen über den Berufswunsch einzuholen und Instagram vor allem eine Bestärkung des Berufswunsches der Jugendlichen bewirkt. Vor allem bei Jugendlichen mit einem Hauptschulabschluss wird so durch Instagram eine sich selbst verstärkende Spirale erzeugt, wie sie beispielsweise auch die sozial-kognitiven Theorie von Lent, Brown und Hackett (1994) postuliert. Der Beitrag schließt daraus, dass Jugendliche im Unterricht über diese Verstärkungsfunktion von Jugendmedien aufzuklären sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labor Market Uncertainties and Youth Labor Force Experiences: Lessons Learned (2020)
Kalleberg, Arne L.;Zitatform
Kalleberg, Arne L. (2020): Labor Market Uncertainties and Youth Labor Force Experiences: Lessons Learned. In: The Annals of the American Academy of Political and Social Science, Jg. 688, H. 1, S. 258-270. DOI:10.1177/0002716220913861
Abstract
"Labor market uncertainties have plagued all countries in recent years, but young workers have borne the brunt of these uncertainties. Liberalization of labor markets has transformed work, creating a variety of nonstandard employment relations as well as increasing the number of people who do not have traditional employers. Macro social, political, and economic forces have also made it harder for young adults to gain solid footholds in the labor market. The articles in this issue of The ANNALS present empirical evidence about labor market uncertainties and youth labor force experiences from diverse regions of the world, both in the Global North and Global South: Asia (China, South Korea, Hong Kong, Caucasus and Central Asia); Latin/South America (Mexico, Brazil); Eastern Europe (Lithuania); Western Europe; and the United States. In this epilogue, I summarize the main insights from the articles and draw some broader conclusions about the future of labor market policies to address concerns related to workers? insecurities and uncertainties." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The impact of dual apprenticeship programs on early labour market outcomes: a dynamic approach (2020)
Zitatform
Neyt, Brecht, Dieter Verhaest & Stijn Baert (2020): The impact of dual apprenticeship programs on early labour market outcomes. A dynamic approach. In: Economics of Education Review, Jg. 78. DOI:10.1016/j.econedurev.2020.102022
Abstract
"This study examines the impact of enrolling into dual apprenticeship programmes during secondary education on six early employment outcomes. Our contribution to the literature is threefold. First, we apply a method that has rarely been used in this literature to control for potential selection biases. Second, this method allows us to distinguish between the programmes' direct effect (conditional on educational achievement) and indirect effect (via educational achievement) on labour market outcomes. Third, we examine the impact of two distinct dual apprenticeship programmes in a novel setting: Flanders (Belgium). We find evidence for short-term labour market advantages only for the programme with the most days of on-the-job training, which fade out quickly over time." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2020 Elsevier) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper, 12011 -
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Educating self-governing learners and employees: studying, learning and pedagogical practices in the context of vocational education and its reform (2020)
Zitatform
Niemi, Anna-Maija & Markku Jahnukainen (2020): Educating self-governing learners and employees: studying, learning and pedagogical practices in the context of vocational education and its reform. In: Journal of youth studies, Jg. 23, H. 9, S. 1143-1160. DOI:10.1080/13676261.2019.1656329
Abstract
"The present article considers pedagogical practices and learning, students' assumed self-governing, and the need for educational support in relation to students' wish to receive proper teaching and guidance and to become well educated. The analysis is based on an ethnographic study in one vocational school in the Helsinki Metropolitan area. The research interest is in how the narratives of the students and the episodes documented in the field recount the ethos of the current vocational education reform. We ask: (1) How are pedagogical practices organised and how do the students recount their studies, teaching and support for learning?; (2) How do the narratives on both education and working life practices relate to the discourse on self-governing? The research data consists of the fieldnotes on 27 school days and transcribed interviews and group interviews with the students, teachers and other educators. This study shows that in the school's practices, the education policy objectives of ideal student as self-governing and autonomous are in conflict with the lack of teachers' time and attention for the students. The analysis makes evident the significance of educational support and the school's social aspect. It also suggests that emphasising self-governing does not meet the everyday life of young people and educators, and it actually produces resistance in the school and workplace contexts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Not in Employment, Education, or Training (Neet) und geringqualifiziert: Problemlagen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Übergang in das Erwerbsleben (2020)
Zitatform
Schels, Brigitte (2020): Not in Employment, Education, or Training (Neet) und geringqualifiziert: Problemlagen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Übergang in das Erwerbsleben. In: A. Rauch (Hrsg.) & S. Tophoven (Hrsg.) (2020): Integration in den Arbeitsmarkt, Stuttgart, Kohlhammer S. 79-94, 2019-06-04.
Abstract
"Im Mittelpunkt dieses Kapitels stehen junge Menschen, die Schwierigkeiten im Übergang von der Schule in das Erwerbsleben haben. Sie lernen, dass die Gruppe nicht nur über Arbeitslosigkeit definiert werden kann, sondern dass in der politischen Diskussion zunehmend das NEET-Konzept an Bedeutung gewonnen hat (NEET von "Not in Employment, Education, or Training"). Zudem kommt den Bildungsvoraussetzungen von jungen Menschen weiterhin eine gewichtige Rolle am Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu, weshalb auch auf die Situation geringqualifizierter junger Menschen eingegangen wird. Es wird aufgezeigt, dass die Definition der Risikogruppen unter den jungen Menschen über Normen, hier gesellschaftliche Erwartungen an einen lückenlosen Übergang von der Schule in das Erwerbsleben, und Bildungsstandards erfolgt. In dem Kapitel wird auf Erklärungsansätze eingegangen, wie sich diese Normen herausgebildet haben. Es wird thematisiert, wie die sozialpolitische Förderung von jungen Menschen mit Schwierigkeiten im Übergang von der Schule in das Erwerbsleben aussieht. Schließlich wird kritisch diskutiert, dass die Kategorien NEET und Geringqualifiziert auch an Grenzen stoßen, um die Problemlagen von jungen Menschen im Übergang in das Erwerbsleben in ihrer Differnziertheit zu erfassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Navigating an Uncertain Labor Market in the UK: The Role of Structure and Agency in the Transition from School to Work (2020)
Zitatform
Schoon, Ingrid (2020): Navigating an Uncertain Labor Market in the UK: The Role of Structure and Agency in the Transition from School to Work. In: The Annals of the American Academy of Political and Social Science, Jg. 688, H. 1, S. 77-92. DOI:10.1177/0002716220905569
Abstract
"This article reviews the evidence on young people in the UK making the transition from school to work in a changing socioeconomic climate. The review draws largely on evidence from national representative panels and follows the lives of different age cohorts. I show that there has been a trend toward increasingly uncertain and precarious employment opportunities for young people since the 1970s, as well as persisting inequalities in educational and occupational attainment. The joint role of social structure and human agency in shaping youth transitions is discussed. I argue that current UK policies have forgotten about half of the population of young people who do not go to university, by not providing viable pathways and leaving more and more young people excluded from good jobs and employment prospects. Recommendations are made for policies aimed at supporting the vulnerable and at provision of career options for those not engaged in higher education." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Berufsorientierung durch Schulen und Arbeitsagenturen ist für Jugendliche mit Migrationshintergrund besonders wichtig (2020)
Zitatform
Schwarz, Lisa, Silke Anger & Ute Leber (2020): Berufsorientierung durch Schulen und Arbeitsagenturen ist für Jugendliche mit Migrationshintergrund besonders wichtig. In: IAB-Forum H. 30.09.2020 Nürnberg, o. Sz.
Abstract
"Die Corona-Krise hat auch die Jobperspektiven für Jugendliche eingetrübt, insbesondere auf dem Ausbildungsmarkt. Dem Rückgang der Bewerberzahlen im Vergleich zum Vorjahr um gut 40.000 Bewerbungen stehen weit über 40.000 weniger gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber. Umso wichtiger ist es, das Portfolio an berufsorientierenden Angeboten noch besser auf den Informationsbedarf und auf das Nutzungsverhalten dieser Zielgruppe auszurichten. Aufschlussreich sind in diesem Zusammenhang Daten aus dem Nationalen Bildungspanel, die bereits vor der Krise erhoben wurden. Sie zeigen, dass verschiedene Gruppen von Schülern die vorhandenen Informationskanäle unterschiedlich intensiv nutzen und bewerten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gelingende Übergänge in den Beruf: Evaluation eines modularen Schulprojekts im Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung (2020)
Zitatform
Stein, Roland, Hans-Walter Kranert & Philipp Hascher (2020): Gelingende Übergänge in den Beruf. Evaluation eines modularen Schulprojekts im Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung. (Teilhabe an Beruf und Arbeit 1), Bielefeld, 187 S. DOI:10.3278/6004806w
Abstract
"Für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung stellen sich an der Transition Schule - Beruf zahlreiche Herausforderungen, die sie oftmals nur unzureichend bewältigen können. Hierbei wirken Einflussfaktoren unterschiedlicher Lebens- und Entwicklungsbereiche ineinander und bilden hochkomplexe Risikostrukturen für potenziell misslingende Übergänge. Die erste Schwelle ist jedoch die zentrale Weichenstellung für die Teilhabe am Erwerbsleben; darüber hinaus erfüllt die berufliche Integration auch wichtige psychohygienische Funktionen. Die Vorbereitung und Begleitung des Übergangs sind folglich als zentrales schulisches Aufgabenfeld zu sehen. Das Projekt „Gelingende Übergänge in das Leben und in den Beruf“ setzt hier an. Es wurde an der Hermann-Hesse-Schule, einer Förderschule des Kreises Gütersloh entwickelt und wird dort seit dem Jahr 2016 umgesetzt. Eingebunden sind hierbei insbesondere der Kreis Gütersloh sowie die Reinhard-Mohn-Stiftung, welche das Projekt in der inhaltlichen Entwicklung und durch finanzielle Förderung unterstützt. Im Projekt selbst werden verschiedene Bausteine wie Elemente schulischer Berufsorientierung, Mentoringkonzepte und auch ein Case-Management eingesetzt. Verschiedene Gremien tragen zur Abstimmung unter den Projektpartnern bei. Zum Ende der ersten Projektphase wurde der Lehrstuhl Pädagogik bei Verhaltensstörungen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg durch die Reinhard-Mohn-Stiftung mit einer wissenschaftlichen Evaluation beauftragt. Diese wurde auf Basis vier zentraler Forschungsfragen in einem Mixed-Method-Design umgesetzt. Der vorliegende Band enthält eine Darstellung des Projektes, verbunden mit einer Einordung in den Forschungsstand. Methodik, Vorgehen sowie Ergebnisse der Projektevaluation werden ausführlich dargestellt und diskutiert; ergänzende Weiterentwicklungsimpulse werden abschließend aufgezeigt" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wer ist hier schwer zu erreichen? Herausforderungen im Übergang Schule-Beruf: Erfahrungen an den institutionellen Schnittstellen zwischen Jugendhilfe und Vermittlung in Ausbildung und Arbeit (2020)
Zitatform
Steinberg, Lisa & Irene Dingeldey (2020): Wer ist hier schwer zu erreichen? Herausforderungen im Übergang Schule-Beruf. Erfahrungen an den institutionellen Schnittstellen zwischen Jugendhilfe und Vermittlung in Ausbildung und Arbeit. (Reihe Arbeit und Wirtschaft in Bremen 31), Bremen, 40 S.
Abstract
"Für junge Menschen in komplexen Problemlagen, die Schwierigkeiten beim Übergang in das Erwerbsleben haben, werden bundesweit sowie im Land Bremen Programme und Fördermaßnahmen entwickelt. Die Verantwortlichkeiten erstrecken sich auf mehrere Politikfelder wie die Bildungs-, Jugend(hilfe)-, Sozial-und die Arbeitsmarktpolitik. Trotz der dabei entstandenen Vielfältigkeit der Angebote werden einige junge Menschen nicht immer erreicht.Das vorliegende Projekt untersucht, welche Faktoren begünstigen oder verhindern, dass junge Menschen von Unterstützungsangeboten im Übergang Schule - Beruf erreicht werden. Dabei werden Angebote der Beratung, Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung, der Existenzsicherung sowie damit verbundene begleitende Unterstützung der Jugendhilfe untersucht (SGB II, III und VIII). Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts stehen die Sichtweisen und Erfahrungen der jungen Menschen mit den Institutionen und Angebotsstrukturen. Diese werden durch die Perspektiven der institutionellen Akteurinnen und Akteure in den Angebotsstrukturen im Land Bremen ergänzt. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass konkrete Hilfestellungen sowie von den Jugendlichen subjektiv als sinnvoll erachtete Angebote die Annahme von Unterstützungsangeboten - und damit die Erreichbarkeit - von jungen Menschen fördern. Des Weiteren spielt eine wertschätzende Beziehungsebene zwischen dem jungen Menschen und der Bezugsperson eine zentrale Rolle für den beruflichen und sozialen Entwicklungsprozess. Die hier untersuchte Gruppe von jungen Erwachsenen fühlt sich durch eine eher sozialpädagogische Herangehensweise, die Problemlagen sowie die lebensweltliche Situation miteinbezieht, besonders unterstützt. Umgekehrt kann das im SGB II stärker ausgeprägte Spannungsverhältnis zwischen Beratungs- und Kontrollfunktion den Aufbau einer positiven Arbeitsbeziehung behindern und belasten. Darüber hinaus begünstigen komplexe Zuständigkeiten im Behördendschungel sowie komplizierte und lange Antragsverfahren - auch in existenziellen Notlagen - das Entstehen einer Situation der Nicht-Erreichbarkeit der institutionellen Unterstützungsstrukturen durch hilfesuchende junge Menschen und gefährden ihre berufliche und soziale Integration." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Student Access to Apprenticeships: Evidence from a Vignette Experiment (2020)
Zitatform
Tobback, Ilse, Dieter Verhaest & Stijn Baert (2020): Student Access to Apprenticeships: Evidence from a Vignette Experiment. In: Industrial Relations, Jg. 59, H. 3, S. 435-465. DOI:10.1111/irel.12258
Abstract
"We identify the causal effects of student characteristics on the likelihood of being hired for an apprenticeship and explore the mechanisms underlying the employer’s decision. To this end, we perform a vignette experiment among human resources professionals in Belgium, focusing on less-qualified youth. Our results indicate that students with favorable educational records and students revealing being motivated are more likely to obtain an apprenticeship. Furthermore, we find that these characteristics are used by human resources professionals as signals of trainability, employability, and quit intentions." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
The Persistent Effects of Initial Labor Market Conditions for Young Adults and Their Sources (2020)
Zitatform
Wachter, Till von (2020): The Persistent Effects of Initial Labor Market Conditions for Young Adults and Their Sources. In: The Journal of Economic Perspectives, Jg. 34, H. 4, S. 168-194. DOI:10.1257/jep.34.4.168
Abstract
"Unlucky young workers entering the labor market in recessions suffer a range of medium- to long-term consequences. This paper summarizes the findings of the growing empirical literature on this subject and uses it to assess economic models of career development. The literature finds large initial effects on earnings, labor supply, and wages that tend to fade after ten to fifteen years in the labor market, and that are accompanied by changes in occupation, job mobility, and employer characteristics. Adverse initial labor market entry also has persistent effects on a range of social outcomes, including timing and completed fertility, marriage and divorce, criminal activities, attitudes, and risky alcohol consumption. There is also evidence that early exposure to depressed labor market lowers health and raises mortality in middle age, patterns accompanied by a reopening of earnings gaps." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
'If you want to have a future and a life, do an apprenticeship': The expectations and realities of tradesmen's transition to adulthood (2020)
Zitatform
Wright, Laura, Wolfgang Lehrmann & Alison Taylor (2020): 'If you want to have a future and a life, do an apprenticeship': The expectations and realities of tradesmen's transition to adulthood. In: Journal of youth studies, Jg. 23, H. 6, S. 745-764. DOI:10.1080/13676261.2019.1636947
Abstract
"Apprenticeship programs are promoted to facilitate youth's transition from school-to-work, especially for those who might not otherwise attend postsecondary education. These programs may help youth achieve other markers of adulthood earlier. In this paper, we draw on qualitative interviews with Canadian young men in the skilled trades to explore whether they believe their educational choices have given them an advantage in their transition to adulthood. We also draw from the 2011 GSS, a nationally representative survey, and Cox modeling to examine three early adult transitions - home-leaving, first union, and first marriage - to determine if apprenticeship programs facilitate earlier transitions compared to other educational streams. Our respondents expressed that they transitioned to adulthood more quickly than their peers, due to early employment and avoiding student debt, however, many also had trouble finding stable employment and often took on debt related to their training. Using nationally representative data, we find tradesmen tend to leave home earlier than their peers, they form first unions at younger ages but marry slightly later than their more highly educated counterparts. Our results contribute to our understanding of how apprenticeship programs in Canada facilitate transitions to adulthood among a recent cohort of young men." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Das Klagelied vom schlechten Bewerber: Historische Wurzeln und aktuelle Bezüge der Diskussion um mangelnde Ausbildungsreife in Deutschland und England im Vergleich (2020)
Zenner-Höffkes, Lea J. B.;Zitatform
Zenner-Höffkes, Lea J. B. (2020): Das Klagelied vom schlechten Bewerber. Historische Wurzeln und aktuelle Bezüge der Diskussion um mangelnde Ausbildungsreife in Deutschland und England im Vergleich. (Internationale Berufsbildungsforschung), Wiesbaden: Imprint: Springer VS, XXI, 368 S. DOI:10.1007/978-3-658-31517-7
Abstract
"Das Buch liefert in internationaler wie historischer Perspektive empirische Befunde für die Beantwortung der Frage, ob Ausbildungsreife ein interessenpolitisch genutztes Konstrukt darstellt und ob ein Zusammenhang der genutzten Narrative mit der Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt besteht. Während die Frage für den deutschen Kontext bejaht werden kann, wird sie für den englischen Kontext verneint. Die Ergebnisse zeigen somit eine hohe Abhängigkeit der nationalen Diskurse von den länderspezifischen Rahmenbedingungen. Dr. Lea J. B. Zenner-Höffkes ist Lehrerin an einem Berufskolleg. Sie promovierte im Fach Wirtschaftspädagogik an der Universität zu Köln und war dort am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpädagogik als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Ihr Forschungsschwerpunkt bildet die International Vergleichende Berufsbildungsforschung." (Verlagsangaben)
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Literaturhinweis
Dual training in Europe: a policy fad or a policy turn? (2020)
Zitatform
Šćepanović, Vera & Antonio Martin Artiles (2020): Dual training in Europe: a policy fad or a policy turn? In: Transfer, Jg. 26, H. 1, S. 15-26. DOI:10.1177/1024258919898317
Abstract
"Seit Beginn der globalen Finanzkrise ist in Europa erneut ein verstärktes Interesse am dualen System der beruflichen Bildung entstanden. Die EU selbst hat ihren Mitgliedern nachdrücklich die Vorteile dieses Systems dargelegt und finanzielle und organisatorische Unterstützung bei der Einführung der Lehrlingsausbildung in ihre Bildungssysteme zugesagt. Zwar wird das duale System der beruflichen Bildung allgemein als ein bewährtes Modell angesehen, um jungen Erwachsenen den Übergang in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, gleichzeitig erfordert diese Form des Kompetenzerwerbs aber auch einen hohen Aufwand an Koordination nicht nur zwischen den Schulen und den Unternehmen, die diese Ausbildung übernehmen, sondern auch zwischen den Unternehmen selbst und zwischen den Arbeitgeberorganisationen und den Gewerkschaften. In der vorliegenden Einleitung beschreiben wir, dass die EU zwar erfolgreich für die Einführung der dualen beruflichen Bildung in allen Ländern der Europäischen Union geworben hat, die Umsetzung dieses Modells jedoch auf sehr unterschiedliche Weise erfolgt ist. Das ist teilweise auf die bereits bestehenden Unterschiede in den vorhandenen organisatorischen Strukturen zurückzuführen, aber ebenso auf die permanenten demographischen, technologischen und institutionellen Veränderungen, die zum Teil durch die europäische Integration selbst verursacht werden und sich negativ auf die Motivation von Unternehmen auswirken, eine entsprechende Ausbildung anzubieten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Global employment trends for youth 2020: Technology and the future of jobs (2020)
Zitatform
(2020): Global employment trends for youth 2020. Technology and the future of jobs. (Global employment trends for youth ...), Genf, 184 S.
Abstract
"Incorporating the most recent labour market information available, Global Employment Trends for Youth sets out the youth labour market situation around the world. It shows where progress has or has not been made, updates world and regional youth labour market indicators, and gives detailed analyses of medium-term trends in youth population, labour force, employment and unemployment. The 2020 edition discusses the implications of technological change for the nature of jobs available to young people. It focuses on shifts in job characteristics, sectors and skills, as well as examining the impact of technological change on inequalities in youth labour markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Bildung auf einen Blick 2020: OECD Indikatoren (2020)
Zitatform
(2020): Bildung auf einen Blick 2020. OECD Indikatoren. (Bildung auf einen Blick. OECD-Indikatoren), Bielefeld: Bertelsmann, 582 S. DOI:10.3278/6001821nw
Abstract
"Bildung auf einen Blick 2020 hat u. a. einen Schwerpunkt auf der beruflichen Ausbildung. Untersucht wurden die Teilnahme an beruflicher Bildung in den verschiedenen Bildungsbereichen, die Arbeitsmarktergebnisse und sozialen Auswirkungen für Absolventen beruflicher Ausbildungsgänge sowie die in berufsbildende Bildungseinrichtungen investierten Human- und Finanzressourcen. Zwei neue Indikatoren zu den unterschiedlichen Systemen der beruflichen Bildung weltweit und den Erfolgsraten im Sekundarbereich II runden die Analyse ab. Außerdem gibt es erneut ein separates Kapitel zu SDG 4, dem vierten Ziel für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, in dem auch die Qualität und Teilnahme im Sekundarbereich II untersucht wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
Englische Version: Education at a glance 2020. OECD indicators -
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Berufsbildungsbericht 2020 (2020)
Zitatform
(2020): Berufsbildungsbericht 2020. (Berufsbildungsbericht ... / Bundesministerium für Bildung und Forschung), Bonn, 103 S.
Abstract
"Die berufliche Aus- und Weiterbildung bildet eine wesentliche Grundlage für Wirtschaftswachstum, Wohlstand und sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Das deutsche Berufsbildungssystem mit seinen vielfältigen Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten und Qualifikationsniveaus bietet breite Karriereperspektiven und garantiert eine hohe Beschäftigungsfähigkeit. Die tragende Rolle der Unternehmen, die enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Sozialpartnern und die geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sind Kennzeichen dieses Erfolgsmodells, das zu Recht eine immer stärkere internationale Anerkennung genießt. Der Berufsbildungsbericht bildet einmal im Jahr die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt ab und dient der Öffentlichkeit als Diskussionsgrundlage zur beruflichen Bildung. Ergänzt wird der Berufsbildungsbericht wird durch den Datenreport zum Berufsbildungsbericht, der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) jährlich herausgegeben wird. Er bietet zahlreiche zusätzlichen Informationen und Analysen rund um die Entwicklung der beruflichen Bildung. Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht erscheint in der Regel zeitgleich zur Veröffentlichung des Berufsbildungsberichts." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2020: Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung (2020)
Zitatform
(2020): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2020. Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. (Datenreport zum Berufsbildungsbericht 12), Bonn, 471 S.
Abstract
"Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2020 wird zum zwölften Mal vom Bundesinstitut für Berufsbildung herausgegeben. Er enthält umfassende Informationen und Analysen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung, gibt einen Überblick über Programme des Bundes und der Länder zur Förderung der Berufsausbildung und informiert über internationale Indikatoren und Benchmarks. Schwerpunktthema des BIBB-Datenreports ist in diesem Jahr "Kompetenzentwicklung"." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Tabellen zum Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2020 im Internet -
Literaturhinweis
Der Einfluss von Migrationshintergrund, sozialer Herkunft und Geschlecht auf den Übergang nicht studienberechtigter Schulabgänger/-innen in beru?iche Ausbildung (2019)
Beicht, Ursula; Walden, Günter;Zitatform
Beicht, Ursula & Günter Walden (2019): Der Einfluss von Migrationshintergrund, sozialer Herkunft und Geschlecht auf den Übergang nicht studienberechtigter Schulabgänger/-innen in beru?iche Ausbildung. (Bundesinstitut für Berufsbildung. Wissenschaftliche Diskussionspapiere 198), Bonn, 60 S.
Abstract
Ein Migrationshintergrund, die soziale Herkunft und das Geschlecht von Jugendlichen sind die bedeutendsten Merkmale, von denen Ungleichheiten in der beruflichen Ausbildung ausgehen. Die Wirkungen der einzelnen Merkmale sind nicht immer gleich, sondern können sich im Zusammenspiel verstärken oder abschwächen. In einer quantitativ-empirischen Analyse auf Datenbasis des Nationalen Bildungspanels (NEPS) wird für nicht studienberechtigte Schulabgänger/-innen untersucht, wie sich die betreffenden Faktoren in unterschiedlichen Personengruppen auf die Chancen einer Einmündung in betriebliche Ausbildung sowie in Berufsausbildung generell auswirken. Es zeigt sich insbesondere, dass ein Migrationshintergrund nur bei jungen Männern die Chancen für einen Übergang in betriebliche Ausbildung mindert. Junge Migrantinnen haben hier dagegen keine Chancennachteile gegenüber Frauen ohne Migrationshintergrund. Generell haben allerdings junge Männer deutlich bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz als junge Frauen. Eine niedrige soziale Herkunft beeinträchtigt den Bildungserfolg in der allgemeinbildenden Schule erheblich und verschlechtert damit auch die Übergangschancen in Berufsausbildung, und zwar vor allem für junge Frauen.
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Literaturhinweis
Bildungsverläufe an Abendgymnasien und Kollegs (Zweiter Bildungsweg) (2019)
Zitatform
Bellenberg, Gabriele, Grit im Brahm, Denise Demski, Sascha Koch & Maja Weegen (2019): Bildungsverläufe an Abendgymnasien und Kollegs (Zweiter Bildungsweg). (Hans-Böckler-Stiftung. Working paper Forschungsförderung 115), Düsseldorf, 231 S.
Abstract
"Der Zweite Bildungsweg ermöglicht Erwachsenen das Nachholen eines allgemeinbildenden Schulabschlusses. Die Studie analysiert die Kollegs und Abendgymnasien als hybride, zwischen Erwachsenenbildung und Schule angesiedelte Einrichtungen, die Merkmale beider Bereiche aufweisen und miteinander verbinden. Sie basiert auf der Untersuchung von 21 gymnasialen Bildungsgängen des Zweiten Bildungswegs in fünf Bundesländern. Gefragt wurde nach Bildungsweg/-verlauf und -motivation der Schüler_innen. Der Zweite Bildungsweg zeichnet sich hinsichtlich der Zahl der Einrichtungen und ihrer Nutzer_innen durch Stabilität und hinsichtlich seiner inzwischen sehr heterogenen Schüler_innenschaft und seiner Funktion durch Veränderung aus. Zu beobachten ist eine Entwicklung zu einem nachgelagerten Parallelsystem zum Ersten Bildungsweg." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Soziale Herkunft, Lebensverlaufsereignisse und die verspätete Aufnahme einer beruflichen Ausbildung formal Geringqualifizierter (2019)
Zitatform
Dietrich, Hans, Alexander Patzina & Sara Kretschmer (2019): Soziale Herkunft, Lebensverlaufsereignisse und die verspätete Aufnahme einer beruflichen Ausbildung formal Geringqualifizierter. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 71, H. 3, S. 357-383., 2019-09-11. DOI:10.1007/s11577-019-00637-3
Abstract
"Rund ein Viertel der Sekundarstufe-I-Absolventen in Deutschland erwirbt bis zum 25. Lebensjahr keinen beruflichen Abschluss. Diese Gruppe der formal Geringqualifizierten weist ein deutlich erhöhtes Risiko auf, erwerbslos zu sein, ein niedriges Einkommen zu beziehen oder eine prekäre Erwerbstätigkeit auszuüben. Dieser Beitrag geht der Frage nach, welche Faktoren formal Geringqualifizierte motivieren, ab dem 25. Lebensjahr noch eine berufliche Erstausbildung aufzunehmen. Zur Begründung nachholender Bildungsentscheidungen wird einerseits auf Theorien sozialer Herkunft und andererseits auf individuelle Lebensverlaufsereignisse (Bildungs- und Erwerbsverlauf sowie Migration) Bezug genommen. Unter Verwendung von Daten des Nationalen Bildungspanel (NEPS SC6:7.0.0) belegen Logit-Regressionen, dass formal Geringqualifizierte aus bildungsnahen Elternhäusern mit höherer Wahrscheinlichkeit ab dem Alter von 25 Jahren noch eine erste berufliche Ausbildung aufnehmen als formal Geringqualifizierte anderer Herkunftsgruppen. Während der individuelle Bildungsverlauf einen schwachen Einfluss auf verspätete Bildungsentscheidungen ausübt, erweist sich der individuelle Erwerbsverlauf bis zur Bildungsentscheidung als äußerst relevant. Langzeitarbeitslose und formal Geringqualifizierte, die sich am Arbeitsmarkt etabliert haben (d.h. Personen mit hoher Erwerbserfahrung und Betriebszugehörigkeit), haben eine geringe Neigung, verspätet in berufliche Bildung zu investieren. Bei Personen mit Migrationshintergrund kommt insbesondere dem Alter beim Zuzug nach Deutschland Bedeutung zu. Insgesamt verweisen die Befunde auf ein beachtliches Potenzial für die berufliche Bildung in Deutschland, das bislang zu wenig ausgeschöpft wird." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
