Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf
Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 wurden 2016 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben angestoßen und in den Folgejahren umgesetzt und weiterentwickelt. Damit soll im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben werden, indem die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes erfuhren das Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe (SGB IX) weitreichende Änderungen. Wie stellt sich die Situation von behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt dar? Wie lassen sich behindertengerechte Berufsleben und inklusive Arbeitswelten gestalten?
Die Infoplattform stellt zentrale Dokumente und relevante Quellenhinweise zusammen, inhaltlich strukturiert nach den Aspekten der Politik für behinderte Menschen und den diskutierten bzw. realisierten Reformanstrengungen.
- Ergebnisse und Projekte aus dem IAB
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Ausbildung, Rehabilitationsmaßnahmen
- Politik und Rechtsprechung für behinderte Menschen
- Rehabilitationseinrichtungen
- Berufsvorbereitung, Berufsberatung, Berufswahl
- Studium
- Berufsausbildung, Berufseinmündung
- Fortbildung und Umschulung
- betriebliche Rehabilitation
- Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
- Erfolgskontrolle, Kosten-Nutzen-Aspekte
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Arbeitsmarktsituation behinderter Menschen
- Arbeitsmarktpolitik, Inklusion, Persönliches Budget
- Beschäftigungsentwicklung
- Arbeitslosigkeit
- Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen
- Beschäftigung in alternativen Einrichtungen, Selbsthilfefirmen
- Berufliche Selbständigkeit
- Hochqualifizierte behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt
- Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt
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Berufsleben und Arbeitswelt behinderter Menschen
- Personalpolitik, Arbeitgebereinstellungen, finanzielle Einstellungsanreize
- Eingliederungshilfe, BEM, Arbeitsassistenz, Unterstützte Beschäftigung, Arbeitsplatzsicherung
- Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzgestaltung, technische Arbeitshilfen, Arbeitszeit
- Berufsverlauf, Berufserfolg
- Berufsstruktur, Einzelberufe
- Arbeitszufriedenheit
- Lohn, Einkommen
- Behinderungsart
- Alter
- Geografischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Teilhabe von Menschen mit wesentlichen Behinderungen am Arbeitsmarkt: Gutachten im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung (2015)
Ritz, Hans-Günther;Zitatform
Ritz, Hans-Günther (2015): Teilhabe von Menschen mit wesentlichen Behinderungen am Arbeitsmarkt. Gutachten im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. (WISO Diskurs), Bonn, 79 S.
Abstract
Die Studie stellt die aktuelle Beschäftigungssituation von Menschen mit wesentlichen Behinderungen dar und beleuchtet das Spektrum an Teilhabemöglichkeiten an Arbeit. Darüber hinaus werden Perspektiven und Alternativvorschläge für bessere Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit wesentlichen Behinderungen aufgezeigt. Die Expertise zeigt, dass heute Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) eine zentrale Bedeutung für die Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen haben. Die Studie beleuchtet außerdem die sozialrechtlichen Bedingungen für die Teilhabe an Arbeit. Für das wichtigste Hemmnis hält der Autor die sozialhilferechtlichen Regelungen, die den Einsatz von Einkommen und Vermögen z.B. für behinderungsbedingt notwendige Leistungen im Wohnbereich verlangen. Dieser sozialhilferechtliche Rückgriff führt zu dauerhafter Armut wegen der Behinderung. Abschließend werden einige der in den vergangenen Jahren entwickelten Alternativen zu den WfbM vorstellt, wie z.B. Integrationsprojekte oder die Unterstützte Beschäftigung. (IAB)
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Literaturhinweis
Wege zur inklusiven Berufsbildung: Zustand und Perspektiven (2015)
Seyd, Wolfgang;Zitatform
Seyd, Wolfgang (2015): Wege zur inklusiven Berufsbildung. Zustand und Perspektiven. Hamburg: Feldhaus, 338 S.
Abstract
"Mit der Behindertenrechts-Konvention der UN aus dem Jahr 2006 verpflichteten sich alle Beitrittsländer zur Überwindung von materiellen und mentalen Barrieren behinderter Menschen. Seither wird der Leitgedanke der Inklusion leidenschaftlich diskutiert, aber auch schrittweise in verschiedenen Bereichen unseres Bildungssystems umgesetzt. Zur beruflichen Bildung scheiden sich die Geister an der Inklusionsformel: Ist hier nur die Optimierung der pädagogischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gemeint oder geht es um eine umfassende Reform des gesamten Bildungssystems? Sind die im Zuge der Umsetzung des Neunten Sozialgesetzbuches seit 2001 vorgenommenen Reformen nicht schon hinreichend im Sinne der Inklusionsforderung?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhalt:
Das Inklusionsverständnis (17-36);
Überblick über das System beruflicher Bildung (37-71);
Die Gestaltung der beruflichen Bildung und Rehabilitation (73-92);
Institutionen und Programme im Vorfeld und begleitend zur beruflichen Rehabilitation (93-110);
Erhebungen zum Teilnehmekreis der Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke und zum Verbleib von BvB-Teilnehmer (111-134);
Bildungseinrichtungen auf lnklusionskurs (135-159);
Der Rollenwechsel vom Ausbilder zum Lernbegleiter und vom Berufsschullehrer zum Coach (161-176);
Erkenntnisse aus Entwicklungsprojekten und Modellversuchen in Berufsbildungs- und Berufsförderungswerken ( 177-230);
Anforderungen an die berufliche Rehabilitation unter dem Inklusionskriterium (231-269);
Inklusion und Diversity Management in der beruflichen Bildung und Rehabilitation (271-310).Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
An evaluation of risk factors related to employment outcomes for youth with disabilities (2015)
Zitatform
Sima, Adam P., Paul H. Wehman, Fong Chan, Michael D. West & Richard G. Leucking (2015): An evaluation of risk factors related to employment outcomes for youth with disabilities. In: Career Development and Transition for Exceptional Individuals, Jg. 38, H. 2, S. 89-100. DOI:10.1177/2165143414534887
Abstract
"This study explores non-modifiable risk factors associated with poor post-school competitive employment outcomes for students with disabilities. A classification tree analysis was used with a sample of 2,900 students who were in the second National Longitudinal Transition Study - 2 (NLTS2) up to 6 years following school exit to identify groups of youth with poor employment outcomes based on characteristics that are unable to be modified through an intervention. Post-school employment was related to the disability characteristics of the student (disability type, ability to understand what is being said, general health status), family characteristics (yearly income, community setting), and youth characteristics (race).The classification tree analysis identified four groups of students who were at greatest risk for poor outcomes. Future research will be directed toward modifiable variables that mitigate risks for those groups that may potentially lead to school- and home-based interventions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Inklusive berufliche Bildung (IBB): ein bayerischer Modellversuch im berufsschulischen Bereich (2015)
Zitatform
Stein, Roland, Stephanie Wagner & Hans-Walter Kranert (2015): Inklusive berufliche Bildung (IBB). Ein bayerischer Modellversuch im berufsschulischen Bereich. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, Jg. 66, H. 5, S. 243-256.
Abstract
"Inklusion in der beruflichen Bildung stellt trotz gesetzlicher Vorgaben immer noch Neuland dar, indem es bundeslandspezifisch Einzellösungen mit Vorreiterrolle gibt. Im vierjährigen Modellversuch Inklusive berufliche Bildung in Bayern werden unter zweijähriger wissenschaftlicher Begleitung Kooperationsformen zwischen allgemeiner und Förderberufsschule hinsichtlich der inklusiven Beschulung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an neun Standorten entwickelt und erprobt. Insbesondere im Hinblick auf die Förderschwerpunkte Lernen und Emotionale und Soziale Entwicklung ist kritisch zu hinterfragen, in welchen Ausbildungsberufen und unter welchen Kooperationsformen und -bedingungen/-voraussetzungen Inklusion gelingen kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Modellversuch inklusive berufliche Bildung (IBB) - erste Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung (2015)
Zitatform
Stein, Roland, Stephanie Wagner & Hans-Walter Kranert (2015): Der Modellversuch inklusive berufliche Bildung (IBB) - erste Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung. In: Die berufsbildende Schule, Jg. 67, H. 10, S. 328-333.
Abstract
Seit dem Schuljahr 2012/2013 führt die Stiftung Bildungpakt Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Kultusministerium den Modellversuch "Inklusive berufliche Bildung" (IBB) durch. Ziel ist die bisher in Bayern getrennt agierenden Förder- und allgemeinen Berufsschulen in ihrer Arbeit stärker zusammenzuführen, die Möglichkeiten der Kooperation zwischen beiden Schulformen und die Gelingensbedingungen inklusiver Bildung zu untersuchen. Förderschwerpunkte sind dabei sozial-emotionale Entwicklung und Lernen. Im Modellversuch werden nun erstmals auch Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die eine Ausbildung auf Fachpraktikerebene absolvieren, in den Kooperationsklassen an der allgemeinen Berufsschule gemeinsam mit Auszubildenden im Vollberuf unterrichtet. Damit verbunden sind große Herausforderungen hinsichtlich der Koordination des inklusiven Unterrichts, der Kooperation bzw. den teilweise räumlich weit entfernten Standorten der Schulen. Der Beitrag informiert über die Projektentwicklung des Modellversuches, der von der spezifischen Situation in Bayern ausgeht und Neuland betritt, indem das ausgebaute System der Förderberufsschulen als Ressource genutzt wird. Deutlich wird im Gesamtbild, so der Autor, dass es für einen Teil der Schüler Sinn macht, eine inklusive Beschulung an allgemeinen Berufsschulen zu realisieren, soweit parallel sonderpädagogische Beschulung verfügbar ist. Zugleich zeichnet sich ab, dass für eine andere Gruppe von Schülern das Vorhalten besonderer Beschulungsformen wichtig ist, um ihr Scheitern zu verhindern. (BIBB-Doku)
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Literaturhinweis
Career development of young adult cancer survivors: a conceptual framework (2015)
Zitatform
Strauser, David R., Ashleigh Jones, Cung-Yi Chiu, Tim Tansey & Fong Chan (2015): Career development of young adult cancer survivors. A conceptual framework. In: Journal of Vocational Rehabilitation, Jg. 42, H. 2, S. 167-176. DOI:10.3233/JVR-150733
Abstract
"Research with young adult cancer survivors has found that they are often lacking appropriate career development skills. As a result, they are often disconnected with the labor market and deal low levels of career readiness, low career self-efficacy, and higher rates of under and unemployment. The purpose of this article is to describe a multi-domain model that provides a framework for conceptualizing the career development of young adult cancer survivors. This study utilized a comprehensive review of the literature to develop a theoretical based conceptual model.
The model emphasizes the interaction of contextual and career development domains to improve participation in the areas of work, society, community, and home. A brief discussion of potential implications regarding research, service and policy are offered with the overall goal of conceptualizing career development as a public health intervention for young adult cancer survivors and other young adults with chronic health conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Nachteilsausgleich für behinderte Menschen in der dualen Berufsausbildung (2015)
Vollmer, Kirsten;Zitatform
Vollmer, Kirsten (2015): Nachteilsausgleich für behinderte Menschen in der dualen Berufsausbildung. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 44, H. 2, S. 36-37.
Abstract
"Die im BBiG und in der HwO enthaltene Verpflichtung zum 'Nachteilsausgleich' ermöglicht es behinderten Menschen u.a., einen staatlich anerkannten, regulären Ausbildungsberuf zu ergreifen und einen entsprechend qualifizierten Berufsabschluss zu erwerben. Die folgenden Ausführungen zeigen, was sich hinter dem Begriff 'Nachteilsausgleich' verbirgt und wie die Inklusion behinderter Menschen dadurch gelingen kann." (Autorenreferat, BIBB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsausbildung junger Menschen mit Behinderungen: eine repräsentative Befragung von Betrieben (2014)
Enggruber, Ruth; Rützel, Josef;Zitatform
Enggruber, Ruth & Josef Rützel (2014): Berufsausbildung junger Menschen mit Behinderungen. Eine repräsentative Befragung von Betrieben. Gütersloh, 78 S.
Abstract
"Inklusion ist eines der zentralen bildungspolitischen Themen, spielt aber in der Berufsausbildung bislang kaum eine Rolle. Von den jährlich rund 50.000 Schulabgängern mit sonderpädagogischem Förderbedarf finden nur etwa 3.500 einen betrieblichen Ausbildungsplatz. Nur jedes vierte ausbildungsberechtigte Unternehmen in Deutschland hat in den vergangenen fünf Jahren Erfahrungen mit Jugendlichen mit Behinderung gemacht, wobei die Hälfte der Unternehmen diese Erfahrungen als positiv bewerten. Das geht aus einer repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Inklusive Berufsausbildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Realisierungschancen aus Sicht von Berufsbildungsexperten (2014)
Enggruber, Ruth; Ulrich, Joachim Gerd; Gei, Julia;Zitatform
Enggruber, Ruth, Julia Gei & Joachim Gerd Ulrich (2014): Inklusive Berufsausbildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Realisierungschancen aus Sicht von Berufsbildungsexperten. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 43, H. 4, S. 40-43.
Abstract
"Aus Sicht der UNESCO bedeutet Inklusion im Sinne des Leitmotivs 'Bildung für alle', dass alle Menschen - unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen - die Möglichkeit haben, an hochwertiger Bildung teilzuhaben. Für die duale Berufsausbildung hieße dies, allen ausbildungsinteressierten jungen Menschen nach Verlassen der Schule unmittelbaren Zugang zu gewähren, ohne zuvor im Übergangsbereich ihre 'Ausbildungsreife' herzustellen. Eine entsprechende Umgestaltung des Ausbildungssystems wäre allerdings sehr voraussetzungsvoll. Der Beitrag beschreibt, wie Berufsbildungsexperten auf einen solchen Vorstoß reagieren und wie sie dessen Realisierungschancen beurteilen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Übergang von der Schule und der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt - Erfahrungen aus Baden-Württemberg (2014)
Ernst, Karl-Friedrich;Zitatform
Ernst, Karl-Friedrich (2014): Der Übergang von der Schule und der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt - Erfahrungen aus Baden-Württemberg. In: Behindertenrecht, Jg. 53, H. 4, S. 93-99.
Abstract
Der Autor berichtet über die im Jahr 2005 begonnene 'Aktion 1000' des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales in Baden-Württemberg. Deren Ziel ist es, den anhaltenden Anstieg der Fallzahlen in den Behindertenwerkstätten (WfbM) zu verlangsamen. 'Im Fokus stehen dabei Menschen mit Behinderung, die trotz ihrer Einschränkungen mit der richtigen Unterstützung das Potential haben, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.' Die Aktion 1000 beinhaltet ein Bündel von Maßnahmen und neuen Instrumenten, die laufend ergänzt werden. Hierzu zählen der durchgängige Einsatz der Integrationsfachdienste, der Ausbau Berufsvorbereitender Einrichtungen (BVE), die Vernetzung der Beteiligten im Teilhabeausschuss und ergänzende Lohnkostenzuschüsse aus kommunalen Mitteln. Zwischen den Jahren 2005 und 2013 konnten insgesamt 2.880 Behinderte auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Fazit: 'Mit den Ergebnissen der Aktion 1000 in Baden-Württemberg wurde in der Praxis nachgewiesen, dass mehr Möglichkeiten beim Übergang Schule/Beruf und aus der WfbM bestehen als bisher angenommen. Für den Gesetzgeber sollte das der Anlass sein, nun auch die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.' (IAB)
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Literaturhinweis
Die Zunahme psychischer Krankheitsbilder im Berufsbildungswerk: wie lässt sich dieser Umstand erklären und bewältigen? (2014)
Henkelmann, Thomas;Zitatform
Henkelmann, Thomas (2014): Die Zunahme psychischer Krankheitsbilder im Berufsbildungswerk. Wie lässt sich dieser Umstand erklären und bewältigen? In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 28, H. 2, S. 110-119.
Abstract
"Psychische Störungen nehmen in den Berufsbildungswerken zu, obwohl Kohortenstudien keine generelle Zunahme in der Bevölkerung belegen. Dieser diskrepante Befund scheint der speziellen Stichprobe Berufsbildungswerk geschuldet zu sein, da sich hier junge Erwachsene aus bildungsfernen Schichten, mit geringem Erziehungskapital, gezeichnet von riskanten psychosozialen Verhaltensweisen und Lebensstilen sammeln. Die Zunahme an psychischen Störungen im BBW korreliert aber wahrscheinlich auch mit dem Umstand, dass junge Erwachsene mit psychischen Krankheiten einem verstärkten Mechanismus der gesellschaftlichen Ausgrenzung unterliegen, der insbesondere in der Schule und Arbeitswelt greift. Dabei zeigt sich, dass das gestiegene Bewusstsein (Awareness) hinsichtlich psychischer Krankheiten keinesfalls bedeutet, dass die gesellschaftliche Toleranz gegenüber psychischen Erkrankungen gestiegen wäre." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Die Arbeitsmarktsituation von schwerbehinderten Menschen (2014)
Klaus, Anton; Kriegbaum, Susanne;Zitatform
Klaus, Anton & Susanne Kriegbaum (2014): Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Die Arbeitsmarktsituation von schwerbehinderten Menschen. Nürnberg, 19 S.
Abstract
"Das Wichtigste in Kürze:
Die Zahl schwerbehinderter Menschen steigt infolge der demografischen Alterung. Denn Schwerbehinderte sind überwiegend ältere Menschen und zumeist ist eine im Lebensverlauf erworbene Krankheit die Ursache einer Schwerbehinderung. Die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Arbeitslosigkeit hat zuletzt leicht zugenommen. Fast zwei Fünftel der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen sind 55 Jahre und älter. Daher wirkt sich das Auslaufen der Sonderregelungen für Ältere besonders stark auf die Zahl älterer schwerbehinderter Arbeitsloser aus. Anteilig finden sich bei schwerbehinderten Arbeitslosen etwas mehr Fachkräfte als bei nicht schwerbehinderten Arbeitslosen. Schwerbehinderten Arbeitslosen gelingt es trotzdem seltener als nicht schwerbehinderten, eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen - gemessen am Arbeitslosenbestand werden sie allerdings auch nicht so häufig arbeitslos. Die Dynamik der Arbeitslosigkeit ist - auch in der mittleren Altersgruppe der 25- bis unter 55-Jährigen - bei schwerbehinderten Arbeitslosen deutlich geringer als bei nicht schwerbehinderten. Die Dauer der Arbeitslosigkeit und der Anteil der Langzeitarbeitslosen sind daher deutlich höher. Die Zahl der schwerbehinderten Menschen, die an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik teilgenommen haben, ist zurückgegangen. Besonders starke Rückgänge gab es bei Marktersatzmaßnahmen (insbesondere Arbeitsgelegenheiten). Anstiege waren bei Instrumenten der beruflichen Weiterbildung und bei Maßnahmen zur Aktivierung und berufliche Eingliederung zu verzeichnen. Von den geförderten schwerbehinderten Menschen haben zwei Fünftel an allgemeinen oder besonderen Maßnahmen zur Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben teilgenommen - waren also schwerbehinderte Rehabilitanden." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
"Just having a job": career advancement for low-wage workers with intellectual and developmental disabilities (2014)
Zitatform
Lindstrom, Lauren, Kara Hirano, Colleen McCarthy & Charlotte Alverson (2014): "Just having a job". Career advancement for low-wage workers with intellectual and developmental disabilities. In: Career Development and Transition for Exceptional Individuals, Jg. 37, H. 1, S. 40-49. DOI:10.1177/2165143414522092
Abstract
"This study examined career development and early employment experiences for four young adults with intellectual and developmental disabilities. Researchers used a multiple-method, multiple case-study longitudinal design to explore career development within the context of family systems, high school and transition programs, adult services, and early and continued experiences in the labor market. Data sources included school and rehabilitation records, job observations, and interviews with young adults, family members, high school special education personnel, employers, and adult agency staff (N = 39). During the early career years, participants maintained stable employment, but earned annual wages well under the federal poverty line. Employment opportunities seemed to be influenced by family advocacy and expectations, schoolbased work experiences, job development services, and work environments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Coaching disadvantaged young people: evidence from firm level data (2014)
Zitatform
Mohrenweiser, Jens & Friedhelm Pfeiffer (2014): Coaching disadvantaged young people. Evidence from firm level data. (ZEW discussion paper 2014-054), Mannheim, 24 S.
Abstract
"In Germany, apprenticeship training firms currently face a shrinking number of qualified school-leavers because of smaller birth cohorts and an increasing proportion of school leavers aiming for higher education. This paper investigates whether a programme that supports firms to train disadvantaged youth can reduce recruiting difficulties in apprentice training firms. Based on unique firm-level data from the metal and electronic industry in Ba-den-Württemberg from 2010 to 2013, we apply instrumental variable and difference-in-difference estimations and find no significant short-term causal impact of the programme." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Junge Rehabilitanden in der Ausbildung am Übergang in den Arbeitsmarkt (2014)
Zitatform
Reims, Nancy & Stefan Gruber (2014): Junge Rehabilitanden in der Ausbildung am Übergang in den Arbeitsmarkt. In: Die Rehabilitation, Jg. 53, H. 6, S. 376-383., 2013-11-15. DOI:10.1055/s-0034-1370986
Abstract
"Ziel der vorliegenden Studie ist die Beantwortung der Frage, ob und inwiefern Ersteingliederungsfälle, die im Rahmen beruflicher Rehabilitation in Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit (BA) an einer Ausbildung teilnahmen, am Arbeitsmarkt integriert werden. Um den Verlauf und die den Übergang und Verbleib in Beschäftigung determinierenden Faktoren abzubilden, werden Ereignisanalysen durchgeführt. Es zeigt sich, dass Ausbildungsabsolventen relativ häufig und teils schnell Beschäftigung aufnehmen. Die Prädiktoren für den Eintritt in (ungeförderte) Beschäftigung ähneln dabei denen, die auch bei nicht-behinderten Ausbildungsabsolventen zu finden sind: ein hoher Bildungsabschluss, eine erfolgreich abgeschlossene (betriebliche) Berufsausbildung, hohe Mobilität und gute strukturelle Rahmenbedingungen verbessern die Eingliederungschancen. Zudem verbleiben Menschen mit einer körperlichen Behinderung und Personen mit kurzer Arbeitslosigkeits- und Krankheitsdauer länger in der ersten Erwerbstätigkeit als Personen mit andersartiger Behinderung und längeren Zeiten in Arbeitslosigkeit oder Krankheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Intermediate work outcomes for adolescents with high-incidence disabilities (2014)
Rojewski, Jay W.; Lee, In Heok; Gregg, Noel;Zitatform
Rojewski, Jay W., In Heok Lee & Noel Gregg (2014): Intermediate work outcomes for adolescents with high-incidence disabilities. In: Career Development and Transition for Exceptional Individuals, Jg. 37, H. 2, S. 106-118. DOI:10.1177/2165143412473352
Abstract
"A longitudinal sample from the Educational Longitudinal Study of 2002 was used to determine differences in work outcomes between (a) individuals with learning disabilities or emotional-behavior disorders and (b) individuals with or without disabilities. Twelve factors were arranged into individual, family, school-peer, and community categories. Individuals with high-incidence disabilities were more likely to be unemployed, whereas those without disabilities were more likely to be employed for 20 hr or more per week. A limited number of risk factors were significant contributors of work outcomes. Ordered logistic regression revealed individuals with high-incidence disabilities and all women experienced less positive work outcomes. Parental discussions with children about work plans enhanced the likelihood of positive work outcomes, but only for adolescents without disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Inklusion bedeutet, Wahlmöglichkeiten zu eröffnen: Wege und Umwege im Übergang Schule - Beruf (2014)
Schreiner, Mario;Zitatform
Schreiner, Mario (2014): Inklusion bedeutet, Wahlmöglichkeiten zu eröffnen. Wege und Umwege im Übergang Schule - Beruf. In: Sozialmagazin, Jg. 39, H. 11-12, S. 84-89. DOI:10.3262/SM1412084
Abstract
"In diesem Beitrag wird der Übergang von der Förderschule in den Beruf und hier insbesondere der Übergang in spezielle Fördermaßnahmen der Ersteingliederung betrachtet. Dabei soll nachgezeichnet werden, wie die Rehabilitand/innen durch die Kategorisierung und hieran anschließende Zuweisung zu bestimmten Fördermaßnahmen in ihrer beruflichen Wahlfreiheit eingeschränkt werden. Häufig werden die Betroffenen in die Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) gedrängt und verbleiben - zuweilen ein Leben lang - im System der Behindertenhilfe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unverändert aktuell: So normal wie möglich - so speziell wie nötig: Stand, Perspektiven und Herausforderungen der beruflichen Bildung behinderter Menschen (2014)
Vollmer, Kirsten;Zitatform
Vollmer, Kirsten (2014): Unverändert aktuell: So normal wie möglich - so speziell wie nötig. Stand, Perspektiven und Herausforderungen der beruflichen Bildung behinderter Menschen. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. Spezial 6, S. 1-10.
Abstract
"Unter dem Stichwort 'Inklusion' steht die gewachsene Förder- und Institutionenlandschaft in Deutschland nicht nur auf dem Prüfstand, sondern wird teilweise sogar als Irrweg verworfen. Spezielle Einrichtungen, wie z.B. Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke und Werkstätten für behinderte Menschen, aber auch der Zielgruppenansatz als solcher werden als zu überwindende Hindernisse auf dem Weg in eine 'inklusive Gesellschaft der Vielfalt' betrachtet. Gleichzeitig versuchen beispielsweise die BIBB-Rahmenregelung und entsprechende berufsspezifische Musterregelungen für das 'besondere' Instrument der Ausbildungsregelung gemäß § 66 BBiG/§ 42m HwO bundesweit einheitliche Qualitätsstandards zu verankern. Gilt es nicht unverändert, die unvermeidliche Gratwanderung zu sehen und zu gestalten, spezifische Bedarfe und (gesetzliche) Ansprüche zu identifizieren und zu beantworten ohne gleichzeitig Differenzen zu zementieren oder gar Personen zu stigmatisieren? Bleibt nicht der berufsbildungspolitische Auftrag, für individuelle Bedarfslagen passgenaue Lösungen zu finden und zugleich allgemeine, anerkannte (Berufs)abschlüsse zu ermöglichen? Wie kann die Dynamik, die die Verabschiedung der VN-Konvention (Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen) ausgelöst hat, für diese Aufgabe genutzt werden? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab? Aber auch: wie sind die Rahmenbedingungen beruflicher Bildung für behinderte Menschen in Deutschland? Der Beitrag skizziert Ausgangslage, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Anders und doch Gleich. Junge Menschen mit Autismus zwischen Ausbildung und Arbeitswelt (2014)
Wegner, Renate;Zitatform
Wegner, Renate (2014): Anders und doch Gleich. Junge Menschen mit Autismus zwischen Ausbildung und Arbeitswelt. In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 28, H. 2, S. 120-127.
Abstract
"Eine größer werdende Anzahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit autistischen Symptomen in ihren Begabungen zu fördern und sozial schwieriges Verhalten zu mindern, ist eine Herausforderung für unsere Gesellschaft und ihre Institutionen. Im folgenden Beitrag wird dargelegt, wie man sich dieser Aufgabe an einem Berufsbildungswerk konzeptuell stellen kann: durch ein multiprofessionelles Team werden am Einzelfall orientierte Behandlungen und ein spezifisches einjähriges Gruppentraining angeboten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildung in Deutschland 2014: ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zur Bildung von Menschen mit Behinderungen (2014)
Abstract
"Mit 'Bildung in Deutschland 2014' wird der fünfte indikatorengestützte Bericht einer unabhängigen Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorgelegt. Mit diesem von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Bericht wird eine alle Bereiche des Bildungswesens umfassende aktuelle Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens vorgenommen.
Die Ausgabe 2014 führt die Berichterstattung über bereits in den vorherigen Berichten dargestellte Indikatoren zum deutschen Bildungswesen fort und präsentiert zugleich neue Indikatoren. Im Rahmen einer vertiefenden Analyse wird der Situation von Menschen mit Behinderungen im Bildungssystem nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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