Migration und Integration
Bei dem Thema Einwanderung nach Deutschland gilt es auch die Bedingungen einer gelingenden Integration von Zugewanderten in Gesellschaft, Bildung und Arbeit zu untersuchen. Die Arbeitsmarktforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie die Integration in das Bildungs- und Ausbildungssystem, der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Bedingungen der sozialen Teilhabe und kulturellen Integration verbessert werden können.
Aktuelle Studien zeigen zudem, dass Deutschland angesichts seiner demographischen Herausforderungen dringend auf Zuwanderung angewiesen ist. Inwiefern kann Zuwanderung der Schrumpfung und Alterung des Erwerbspersonenpotenzials entgegenwirken? Welche Entwicklungen in der nationalen und europäischen Einwanderungspolitik begünstigen die Einwanderung von Erwerbspersonen und Fachkräften? Die hier zusammengestellte Literatur bietet einen aktuellen und umfassenden Überblick über den Themenkomplex Migration und Integration.
Literatur zum Thema Flucht und Asyl finden Sie in unserer IAB-Infoplattform Fluchtmigrantinnen und -migranten - Bildung und Arbeitsmarkt.
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- Einwanderungspolitik
- Auswirkungen von Migration
- Wanderungsmotivation und Rückwanderung
- Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik
- Qualifikation, Bildung und Beschäftigung
- Integration und soziale Teilhabe
- internationale Aspekte
- Personengruppen
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Literaturhinweis
Immigration economics (2014)
Zitatform
Borjas, George J. (2014): Immigration economics. Cambridge, Mass.: Harvard University Press, 284 S.
Abstract
"Millions of people -- nearly 3 percent of the world's population -- no longer live in the country where they were born. Every day, migrants enter not only the United States but also developed countries without much of a history of immigration. Some of these nations have switched in a short span of time from being the source of immigrants to being a destination for them. International migration is today a central subject of research in modern labor economics, which seeks to put into perspective and explain this historic demographic transformation. Immigration Economics synthesizes the theories, models, and econometric methods used to identify the causes and consequences of international labor flows. Economist George Borjas lays out with clarity and rigor a full spectrum of topics, including migrant worker selection and assimilation, the impact of immigration on labor markets and worker wages, and the economic benefits and losses that result from immigration.
Two important themes emerge: First, immigration has distributional consequences: some people gain, but some people lose. Second, immigrants are rational economic agents who attempt to do the best they can with the resources they have, and the same holds true for native workers of the countries that receive migrants. This straightforward behavioral proposition, Borjas argues, has crucial implications for how economists and policymakers should frame contemporary debates over immigration. " (Publisher information, © HUP) ((en))Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis vom Verlag -
Literaturhinweis
Ein Plädoyer für die Arbeitnehmerfreizügigkeit (2014)
Zitatform
Brücker, Herbert (2014): Ein Plädoyer für die Arbeitnehmerfreizügigkeit. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 94, H. 3, S. 176-179. DOI:10.1007/s10273-014-1652-3
Abstract
"Wem nützt oder schadet die Arbeitnehmerfreizügigkeit? Dahinter steht die Befürchtung, dass die Arbeitnehmerfreizügigkeit der Bevölkerung in den Zielländern schaden könnte. In diesem Beitrag werden deshalb die wirtschaftlichen Konsequenzen der Arbeitnehmerfreizügigkeit aus verschiedenen Perspektiven diskutiert. Dabei werden vor allem zwei Kanäle berücksichtigt, über die die Arbeitnehmerfreizügigkeit die Wohlfahrt in der EU beeinflussen kann: der Arbeitsmarkt und der Sozialstaat." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Does immigration erode the multicultural welfare state: a cross- national multilevel analysis in 19 OECD member states (2014)
Zitatform
Sumino, Takanori (2014): Does immigration erode the multicultural welfare state. A cross- national multilevel analysis in 19 OECD member states. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 40, H. 3, S. 436-455. DOI:10.1080/1369183X.2013.831548
Abstract
"This article examines the effects of immigration-generated ethnic diversity on welfare attitudes across 19 OECD countries. Many scholars have documented that cultural heterogeneity is negatively associated with public support for redistributive government, the evidence for which is still open to question. This article specifically focuses on the mediating effects of multiculturalism and explores whether the impact of immigration differs in the context of strong multiculturalism. The multilevel analysis of ISSP survey data shows that there is no consistent negative link between ethnic diversity and public support for social welfare policies. The results also reveal that the interaction between immigration and multiculturalism has a negative effect on popular support, but that the negative relationship disappears when the generosity of social security policies is taken into account. This research concludes that the claimed detrimental effects of ethnic plurality and multiculturalism are not strongly supported in the context of OECD member states." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien: Arbeitsmigration oder Armutsmigration? (2013)
Zitatform
Brücker, Herbert, Andreas Hauptmann & Ehsan Vallizadeh (2013): Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien: Arbeitsmigration oder Armutsmigration? (IAB-Kurzbericht 16/2013), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Der starke Anstieg der Migration aus Bulgarien und Rumänien hat Befürchtungen ausgelöst, dass dies den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme in Deutschland belasten könnte. Zwar sind die bulgarischen und rumänischen Neuzuwanderer im Durchschnitt geringer qualifiziert als andere, aber die Arbeitslosenquoten und die Anteile der Bezieher von Transferleistungen sind unter den hier lebenden Bulgaren und Rumänen deutlich geringer als bei anderen Migrantengruppen - und insgesamt profitiert Deutschland von dieser Zuwanderung. Allerdings sieht das Bild in deutschen Großstädten sehr unterschiedlich aus. Die Autoren zeigen, dass die Nettozuwanderung aus Bulgarien und Rumänien nach Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit am 1.1.2014 von 71.000 Personen im Jahr 2012 auf 100.000 bis 180.000 Personen steigen könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen der Einwanderung auf Arbeitsmarkt und Sozialstaat: neue Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für die Einwanderungspolitik (2013)
Zitatform
Brücker, Herbert (2013): Auswirkungen der Einwanderung auf Arbeitsmarkt und Sozialstaat. Neue Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für die Einwanderungspolitik. Gütersloh, 38 S.
Abstract
"Die Studie zeigt, dass sich die Struktur der Zuwanderung nach Deutschland im vergangenen Jahrzehnt grundlegend verändert hat: waren im Jahr 2000 die Neuzuwanderer mehrheitlich niedrig qualifiziert, so waren sie zehn Jahre später mehrheitlich hochqualifiziert. Dabei sind vor allem die Hochschulen Magneten qualifizierter Zuwanderung: der Anteil der Studierenden unter den Neuzuwanderern stieg von 13,6 Prozent im Jahr 2000 auf 21,2 Prozent im Jahr 2009. Damit hat die Wirklichkeit das bei vielen vorherrschende Bild des unqualifizierten Migranten längst widerlegt.
Die Studie zeigt weiter, dass diese verstärkte Zuwanderung von Fachkräften positive Effekte auf den Arbeitsmarkt haben wird. Wenn 60 Prozent der Neuzuwanderer über einen Hochschulabschluss verfügen und ihre Integration in den Arbeitsmarkt gelingt, dann sinkt die Arbeitslosenquote, während das Lohnniveau konstant bleibt. Die in der Öffentlichkeit verbreitete Angst, eine weitere Öffnung der Arbeitsmärkte für Zuwanderer führe zu sinkenden Löhnen und steigender Arbeitslosigkeit, kann damit entkräftet werden.
Schließlich unterstreicht die Studie, dass der Sozialstaat von qualifizierter Zuwanderung weiter profitiert. Bereits in der Vergangenheit haben Einwanderer mehr in die Sozialversicherungssysteme eingezahlt als dass sie daraus entnommen haben. Das mutet zunächst erstaunlich an, da die Arbeitslosigkeit bei Migranten bisher höher war als bei Personen ohne Migrationshintergrund und Migranten deshalb mehr steuerfinanzierte Transferleistungen beziehen. Aber sie zahlen im Vergleich zu den Personen ohne Migrationshintergrund mehr in die beitragsfinanzierten Rentenversicherungssysteme ein. Per Saldo trugen Migranten deshalb rund 2000 Euro zu den Sozialversicherungssystemen bei. Mit der steigenden Qualifikation der Neuzuwanderer und einer verbesserten Arbeitsmarktintegration werden diese Beiträge weiter steigen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Sozialer Schutz oder Zuzug in die Sozialsysteme? Freizügigkeit und Sozialleistungsberechtigung in der EU (2013)
Eichenhofer, Eberhard;Zitatform
Eichenhofer, Eberhard (2013): Sozialer Schutz oder Zuzug in die Sozialsysteme? Freizügigkeit und Sozialleistungsberechtigung in der EU. In: Sozialrecht + Praxis, Jg. 23, H. 10, S. 615-629.
Abstract
Von 2014 an gilt die Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänen und Bulgaren auch in Deutschland und Österreich. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Autor mit der in Medien und Politik vorherrschenden Debatte über die 'Einwanderung in die Sozialleistungssysteme' auseinander. Hierzu analysiert er das geltende Europarecht und klärt zunächst den Inhalt der Arbeitnehmerfreizügigkeit. Weiterhin bestimmt er das Verhältnis von Freizügigkeit und sozialrechtlichem Schutz und geht abschließend auf die Auswirkungen einer auf Freizügigkeit beruhenden Migration auf die Systeme sozialen Schutzes ein. Fazit: 'Die Freizügigkeit ist ein hohes Gut. In der EU ist sie ein Grund- und Bürgerrecht und daher ein erklärtes, durch Europarecht geschütztes und deshalb durch die Mitgliedsstaaten zu schützendes elementares Menschenrecht. Dieses Recht steht zwar nicht den Armen zu. Aber die soziale Unterstützung der Armen ist ein soziales Recht, das in Europa anerkannt und von den Mitgliedsstaaten durch ihr Sozialrecht zu verwirklichen ist.' (IAB)
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Literaturhinweis
Zur transnationalen sozialen Frage: soziale Ungleichheiten durch soziale Sicherung in Europa: grenzübergreifende soziale Sicherung und Mobilität (2013)
Zitatform
Faist, Thomas (2013): Zur transnationalen sozialen Frage: soziale Ungleichheiten durch soziale Sicherung in Europa. Grenzübergreifende soziale Sicherung und Mobilität. In: Leviathan, Jg. 41, H. 4, S. 574-598. DOI:10.5771/0340-0425-2013-4-574
Abstract
"Welche Konsequenzen haben grenzübergreifende Praktiken der sozialen Sicherung für soziale Ungleichheiten in Europa? Die transnationale soziale Frage ist nicht nur gekennzeichnet durch eine Thematisierung von Ungleichheiten entlang von Heterogenitäten wie Klasse, Geschlecht, Ethnizität, Rechtsstatus oder Religion, sondern auch durch die Tatsache, dass die Wahrnehmung der grenzübergreifenden Interdependenz gestiegen ist und transnationale Interaktionen selbst zu einem Differenzkritierium geworden sind. Internationale Migration ist dabei von großer strategischer Bedeutung für das Verständnis einer transnationalen sozialen Frage, weil dadurch die Querverbindungen der fragmentierten Welten sozialer Sicherung sichtbar werden. Insbesondere stellt sich dabei die Frage, welche Mechanismen zur sozialen Sicherung über Grenzen hinweg beitragen und wie sie sowohl zur Abmilderung als auch zur Genese neuer und alter sozialer Ungleichheiten beitragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Welfare systems as emigration factor: evidence from the new accession states (2013)
Kureková, Lucia;Zitatform
Kureková, Lucia (2013): Welfare systems as emigration factor. Evidence from the new accession states. In: Journal of Common Market Studies, Jg. 51, H. 4, S. 721-739. DOI:10.1111/jcms.12020
Abstract
"This article analyzes the role of welfare systems in shaping migration patterns in central and eastern Europe. It argues that states have played a crucial role in affecting migration by creating and widening opportunities for potential and actual migrants through welfare system policies. This explains why CEE countries where social spending figures have been lower, unemployment benefit schemes less extensive and where labour market mismatches remained unaddressed, experienced greater out-migration. The article contributes to our understanding of how sending countries' institutional factors affect out-migration by investigating the role of sending states' institutions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Welfare magnet hypothesis, fiscal burden and immigration skill selectivity (2012)
Zitatform
Razin, Assaf & Jackline Wahba (2012): Welfare magnet hypothesis, fiscal burden and immigration skill selectivity. (Norface migration discussion paper 2012-36), London, 42 S.
Abstract
"This paper revisits the magnet hypothesis and investigates the impact of the welfare generosity on the difference between skilled and unskilled migration rates. The main purpose of the paper is to assess the role of mobility restriction on shaping the effect of the welfare state generosity. In a free migration regime, the impact is expected to be negative on the skill composition of migrants while in a restricted mobility regime, the impact will be the opposite, as voters will prefer selective migration policies, favoring skilled migrants who tend to be net contributors to the fiscal system. We utilize the free labor movement within EUR (the EU, Norway and Switzerland) and the restricted movement from outside of the EUR to compare the free migration regime to the restricted migration regime. We find strong support for the 'magnet hypothesis' under the free-migration regime, and the ' fiscal burden hypothesis' under the restricted-migration regime even after controlling for differences in educational quality and returns to skills in source and host countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Assimilation, immigration, and the welfare state (2011)
Zitatform
Jinno, Masatoshi (2011): Assimilation, immigration, and the welfare state. In: Finanzarchiv, Jg. 67, H. 1, S. 46-63. DOI:10.1628/001522111X574182
Abstract
"This study analyzes the effect of immigration on the pay-as-you-go social security system by incorporating the costs of assimilation. Owing to the costs, the net benefit for the natives by admitting immigrants is not always positive; it increases with the number of immigrants and decreases with increasing costs of assimilation. When the assimilation costs are low, there is a parameter range in the number of immigrants where both the net benefits for the natives and immigrants can be positive. This implies that the number of immigrants and their abilities play an important role when immigrants are admitted." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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