Female breadwinner – Erwerbsentscheidungen von Frauen im Haushaltskontext
Nach wie vor ist die ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zwischen den Partnern der Regelfall. Traditionelle familiäre Arrangements werden dabei durch institutionelle Rahmenbedingungen bevorzugt. Die Folge ist, dass Frauen immer noch beruflich zurückstecken - auch wenn sie den Hauptteil des Haushaltseinkommens erarbeiten und damit die Rolle der Familienernährerin übernehmen.
Dieses Themendossier widmet sich den Bedingungen und Auswirkungen der Erwerbsentscheidung von Frauen sowie empirischen Studien, die sich mit der Arbeitsteilung der Partner im Haushaltskontext befassen.
Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
-
Literaturhinweis
The temporary leave dilemma: lone and partnered mothers in Sweden (2010)
Zitatform
Amilon, Anna (2010): The temporary leave dilemma. Lone and partnered mothers in Sweden. In: Feminist economics, Jg. 16, H. 4, S. 33-52. DOI:10.1080/13545701.2010.530604
Abstract
"Lone mothers have to take care of a sick child with little or no help from the child's other parent and have to carry all costs connected to leave-taking. This paper empirically tests whether lone mothers take more temporary parental leave to care for sick children than partnered mothers and whether parental leave is associated with a signaling cost. The results from this study of Swedish mothers show that lone mothers use more temporary parental leave than partnered mothers. Further, within the group of lone mothers, those with higher socioeconomic status take less temporary parental leave than those with lower socioeconomic status, whereas no such differences are found within the group of partnered mothers. One possible interpretation is that signaling costs negatively influence the utilization of temporary parental leave for lone mothers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Assortative mating and female labor supply (2010)
Zitatform
Bredemeier, Christian & Falko Juessen (2010): Assortative mating and female labor supply. (IZA discussion paper 5118), Bonn, 47 S.
Abstract
"This paper investigates the pattern of wives' hours disaggregated by the husband's wage decile. In the US, this pattern has changed from downward-sloping to hump-shaped. We show that this development can be explained within a standard household model of labor supply when taking into account trends in assortative mating. We develop a model in which assortative mating determines the wage ratios within individual couples and thus the efficient time allocation of spouses. The economy-wide pattern of wives' hours by the husband's wage is downward-sloping for low degrees, hump-shaped for medium degrees, and upward-sloping for high degrees of assortative mating. A quantitative analysis of our model suggests that changes in the gender wage gap are responsible for the overall increase in hours worked by wives. By contrast, the fact that wives married to high-wage men experienced the most pronounced increase is a result of trends in assortative mating." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Wenn Frauen das Geld verdienen: eine empirische Annäherung an das Phänomen der "Familienernährerin" (2010)
Brehmer, Wolfram; Klammer, Ute; Klenner, Christina;Zitatform
Brehmer, Wolfram, Christina Klenner & Ute Klammer (2010): Wenn Frauen das Geld verdienen. Eine empirische Annäherung an das Phänomen der "Familienernährerin". (WSI-Diskussionspapier 170), Düsseldorf, 58 S.
Abstract
"In diesem Papier soll die Frage beantwortet werden, wie groß die Gruppe der Familienernährerinnen in Deutschland aktuell ist, wie sich die Gruppe zusammensetzt und unter welchen Bedingungen Frauen diesen Status innehaben. Da in der vorliegenden Studie in erster Linie interessiert, ob Männer oder Frauen ihren Lebensunterhalt selbst erwerben, ob sie von ihren Partnern mit versorgt werden oder ob sie selbst für andere aufkommen, wird hier unter 'Familienernährerin' eine Frau verstanden, die für sich und andere Familienmitglieder die finanzielle Lebensgrundlage überwiegend erwirbt. Die von ihrem Einkommen mitversorgten Personen können Partner und/oder Kinder sein. Dies bedeutet, dass wir nicht von einem Familienbegriff ausgehen, der das Zusammenleben von mindestens zwei Generationen im Haushalt beinhaltet, sondern als 'breadwinner' (deutsch: Familienernährer) auch Personen verstehen, die (ausschließlich) ihren erwachsenen Partner bzw. ihre Partnerin finanziell mit versorgen.
Die vorliegende Studie fragt nach der Verbreitung von Familienernährerinnen-Haushalten in Deutschland sowie nach den Ursachen und Faktoren des Auftretens entsprechender Konstellationen. Bezüglich der möglicherweise relevanten Einflussfaktoren fragen wir: Welche Bedeutung haben für die Familienernährerinnen-Konstellation erstens veränderte Familien- und Lebensformen, zweitens zunehmende Erwerbsintegration von Frauen, teilweise auch in höheren beruflichen Positionen sowie drittens Umbrüche in der Erwerbssphäre, die zu einer neuen Unsicherheit der Arbeit (auch) für Männer führen? Die Untersuchung analysiert daher Erwerbskonstellationen und Einkommenserwirtschaftung auf der Haushaltsebene." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Reinforcing separate spheres: the effect of spousal overwork on men's and women's employment in dual-earner households (2010)
Zitatform
Cha, Youngjoo (2010): Reinforcing separate spheres. The effect of spousal overwork on men's and women's employment in dual-earner households. In: American Sociological Review, Jg. 75, H. 2, S. 303-329. DOI:10.1177/0003122410365307
Abstract
"This study examines whether long work hours exacerbate gender inequality. As working long hours becomes increasingly common, a normative conception of gender that prioritizes men's careers over women's careers in dual-earner households may pressure women to quit their jobs. I apply multilevel models to longitudinal data from the Survey of Income and Program Participation to show that having a husband who works long hours significantly increases a woman's likelihood of quitting, whereas having a wife who works long hours does not appear to increase a man's likelihood of quitting. This gendered pattern is more prominent among workers in professional and managerial occupations, where the norm of overwork and the culture of intensive parenting are strong. Furthermore, the effect is stronger among workers who have children. Findings suggest that overwork can reintroduce the separate spheres arrangement, consisting of breadwinning men and homemaking women, to many formerly dual-earner households." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Decisions concerning job-related spatial mobility and their impact on family careers in France and Germany (2010)
Collet, Beate; Bonnet, Estelle;Zitatform
Collet, Beate & Estelle Bonnet (2010): Decisions concerning job-related spatial mobility and their impact on family careers in France and Germany. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 22, H. 2, S. 196-215.
Abstract
"Beruflich bedingte räumliche Mobilität stellt die Frage nach der Erwerbsarbeit von Männern und Frauen. Es geht dabei aber nicht nur um die Entscheidung für einen bestimmten Beruf oder für einen Karriereschritt. Mobilität kann auch eine Folge von Doppelerwerbstätigkeit eines Paares sein. Wir gehen der Frage nach, wie die Entscheidung bei bi-aktiven Paaren im Verhältnis zu mono-aktiven Paaren getroffen wird und inwieweit andere soziodemographische Faktoren, besonders die Anwesenheit von Kindern in der Familie, Mobilitätsentscheidungen beeinflussen. Wir vergleichen deutsche und französische Daten, die in einer europäischen in sechs Ländern durchgeführten Studie Job Mobilities and Family Lives (2007) erhoben wurden. Die Erwerbstätigkeit von Frauen und die Familienpolitik sind in beiden Ländern relativ unterschiedlich. Während Frankreich schon seit Jahren Mütter mit konkreten Maßnahmen unterstützt, die es ermöglichen einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, ist die Familienpolitik in Deutschland erst kürzlich von dem mutterzentrierten Modell abgekommen, dass Frauen darin unterstützte zuhause zu bleiben und die Kinder zu erziehen. Die statistische Auswertung wird vervollständigt durch Ergebnisse aus zwei qualitativen Studien. Die eine wurde 2006 in Frankreich durchgeführt. Die Ergebnisse der zweiten 2001 in Deutschland durchgeführten Studie werden berichtet. Beide Studien interessieren sich für Mobilitätsformen, die mehrere Tage Abwesenheit von zuhause verlangen. Eine Typologie unterschiedlicher 'Familienkarrieren', die im Rahmen der französischen Studie ausgearbeitet worden ist, wird hier zur Analyse des deutschen und französischen Materials herangezogen. Die Paare unterscheiden sich in Bezug auf den Entscheidungsprozess bezüglich der Mobilität und dieser wiederum hat unterschiedliche Partnerschaftskonzepte als Grundlage." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vereinbarkeit von Familie und Beruf 2010: Benchmarking Deutschland: Steigende Erwerbsbeteiligung, aber schwierige Übergänge (2010)
Eichhorst, Werner; Thode, Eric;Zitatform
Eichhorst, Werner & Eric Thode (2010): Vereinbarkeit von Familie und Beruf 2010. Benchmarking Deutschland: Steigende Erwerbsbeteiligung, aber schwierige Übergänge. (IZA research report 30), Bonn, 44 S.
Abstract
"Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat in Deutschland in manchen Bereichen erhebliche Fortschritte gemacht. Dennoch ist das erklärte Ziel einer familienfreundlichen Berufswelt noch nicht erreicht. Das Erwerbsmuster von Frauen und insbesondere von Müttern ist durch ein hohes Maß an Teilzeittätigkeiten und einer geringen Bedeutung der Vollzeitarbeit beider Elternteile gekennzeichnet. In Paarhaushalten wird die Vollzeittätigkeit des Erstverdieners häufig mit einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis des Zweitverdieners kombiniert. Ein weiteres Problem liegt in der Arbeitsmarktintegration von Alleinerziehenden. In Deutschland sind sie stärker als anderswo auf sich allein gestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
How responsive is female labour supply to child care costs: new Australian estimates (2010)
Zitatform
Gong, Xiaodong, Robert Breunig & Anthony King (2010): How responsive is female labour supply to child care costs. New Australian estimates. (IZA discussion paper 5119), Bonn, 59 S.
Abstract
"The degree of responsiveness of Australian women's labour supply to child care cost has been a matter of some debate. There is a view that the level of responsiveness is very low or negligible, running counter to international and anecdotal evidence. In this paper we review the Australian and international literature on labour supply and child care, and provide improved Australian estimates of labour supply elasticities and child care demand elasticities with respect to gross child care price. We find that the limited literature in Australia has suffered from measurement error problems stemming in large part from shortcomings with data on child care price and child care usage. We use detailed child care data from three recent waves of the Household, Income and Labour Dynamics in Australia (HILDA) Survey (covering the period 2005 to 2007) to address these problems. We extend the standard labour supply and child care model to allow for separate effects of different child care prices for children in different age ranges and we calculate regional child care prices based upon child-level information. The salient finding is that child care prices do have statistically significant effects on mothers' labour supply and child care demand. The new estimates are in line with international findings, and their robustness is supported by a validation exercise involving an alternative technique and an earlier time period." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Rethinking work-family conflict: dual-earner policies, role conflict and role expansion in Western Europe (2010)
Zitatform
Grönlund, Anne & Ida Öun (2010): Rethinking work-family conflict. Dual-earner policies, role conflict and role expansion in Western Europe. In: Journal of European social policy, Jg. 20, H. 3, S. 179-195. DOI:10.1177/0958928710364431
Abstract
"The aim of this article is to deepen the understanding of work -- family conflict and the impact of social policies by integrating the theoretical perspectives of role conflict and role expansion. First, we present a theoretical model identifying different mechanisms through which policy may affect both role conflict and role expansion, with a particular focus on dual-earner policies. Second, we examine some of its implications, using data from the European Social Survey comprising 10,950 employees in 15 countries. In contrast to traditional theories presenting conflict and expansion as mutually exclusive, we find that work -- family conflict and experiences of role expansion, measured with indicators of life satisfaction and psychological well being, may go hand in hand. The results also indicate that such a balance is more common in countries with dual-earner policies than in other countries. Women committing as strongly to work as men experience more work -- family conflict, but also high levels of well being and satisfaction. The findings largely support our theoretical arguments and imply that future research should examine the conflict-expansion nexus rather than focussing on either of the two. In this context, both gender and policy need to be considered." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Towards the universal care course model: care policies and employment patterns in Austria, The Netherlands and Sweden (2010)
Zitatform
Haas, Barbara & Margit Hartel (2010): Towards the universal care course model. Care policies and employment patterns in Austria, The Netherlands and Sweden. In: European Societies, Jg. 12, H. 2, S. 139-162. DOI:10.1080/14616690902874705
Abstract
"The principle aim is to analyse care policies and mothers' employment patterns in Austria in comparison with The Netherlands and Sweden. While Sweden fosters a Universal Breadwinner Model, Austrian policies set incentives for mothers to organize private care for their children for a relatively long period of time, similar to the Caregiver Parity model. The Netherlands, approaching the Universal Caregiver model, support part-time integration into the labour market, combined with private part-time caring facilities for the children. The cross-national comparative approach has been adopted throughout the description of care policies and the data analysis, using the European Social Survey. Drawing on the strong cross-national differences in policies and employment patterns, we outline the main principles of a Universal Care Course (UCC). The model addresses questions about how to achieve the ideal of a smooth transition between work and care in a gender-sensitive way." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
"Alles auf einmal" oder "Alles zu seiner Zeit"? Individualisierungsprozesse und Transformation von Zeit und Zeitlichkeit in Paarbeziehungen in der reflexiven Moderne (2010)
Zitatform
Hirseland, Andreas & Caroline Ruiner (2010): "Alles auf einmal" oder "Alles zu seiner Zeit"? Individualisierungsprozesse und Transformation von Zeit und Zeitlichkeit in Paarbeziehungen in der reflexiven Moderne. In: H.- G. Soeffner (Hrsg.) (2010): Unsichere Zeiten: Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen : Verhandlungen des 34. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Jena 2008, S. 1-11.
Abstract
Die Autoren prüfen den Einfluss eines geteilten Zeitbewusstseins auf das Gelingen oder Scheitern von Partnerschaften. Zur Untersuchung des Verlaufs von Paarbeziehungen wurden über einen Zeitraum von neun Jahren zu drei Zeitpunkten (1999-2001, 2002-2004, 2006-2008) Paare mittels biografisch-narrativer Interviews und in der Schlussphase leitfadengestützten themenbezogenen Nachfrageteilen sowohl gemeinsam als auch die Partner einzeln getrennt voneinander befragt. Die Auswertung der Fallverläufe erfolgte differenziert nach Verlaufs-, Erlebens- und Aktualisierungsebene, wobei die relevanten individual- und paarspezifischen Sinnsetzungen, Deutungen, Kommunikations- und Interaktionsmuster anhand ausgewählter Schlüsselstellen wissenssoziologisch-hermeneutisch und sequenzanalytisch rekonstruiert wurden. Anhand einer Fallstudie werden spezifische, durch Individualisierungsprozesse bedingte, biografische Synchronisationsprobleme bei Doppelverdienerpaaren veranschaulicht. (IAB)
-
Literaturhinweis
Economic uncertainties in the family: do unemployed men and women rely on their partner's resources? (2010)
Zitatform
Jacob, Marita & Corinna Kleinert (2010): Economic uncertainties in the family. Do unemployed men and women rely on their partner's resources? (Equalsoc working paper 01/2010), 29 S.
Abstract
"Recent research on social inequality and the family has pointed out that partners provide an important social context for individuals' decisions, behaviour and resulting social outcomes. Unemployment is a particularly interesting issue to be studied in the context of partnership, as unemployment and the ensuing loss of income of one partner might affect the whole family, and fast re-employment reduces the risks of economic uncertainty and deprivation of the family. However, the particular effects of the partner and his or her resources on unemployment of the other and its duration have not yet been fully explored. In our paper we examine how couples deal with each other's unemployment, i.e. whether and how quickly re-integration into the labour market occurs. We look at the effects of different kinds of partner's resources, in particular financial assets and social capital. Applying job search theory, one would expect that the more financial support the partner can provide, the longer an unemployment episode would last, whereas the higher the partner's social capital, the more likely a job offer is to occur. Economic theories assume negative effects of both the partner's financial resources and social capital on the other's re-employment chances, either due to specialisation gains in the joint household or due to individual maximising of bargaining power that keeps the better-off partner from sharing resources. Whereas these theories are gender-neutral, gender role theories predict differential effects of the partner's resources for women and men. If a male partner provides a high income during his wife's unemployment this could prevent her from taking up work again. In the opposite case, this relationship of available resources and unemployment duration could be weak or non-existent. This 'gender asymmetry' should be modified by two characteristics: first, the birth cohorts the partners belong to, and second, whether or not they have children. Empirically, we test these hypotheses using data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP), a longitudinal household survey. Based on this data source we analyse the effects of the partner's resources on unemployment duration by applying event-history models. We find a partnership premium for men, whereas married women are least likely to leave unemployment. Regarding the role of different resources of the partner, men gain from their spouse's labour market resources. Surprisingly, for women the partner's income accelerates re-employment. However, this finding is mediated by the fact that in a traditional male breadwinner model the female minor earner refrains from re-entering paid work. Furthermore, we cannot detect historical changes, but strong differences for women with and without children." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Working or stay-at-home mum?: the influence of family benefits and religiosity (2010)
Jäger, Ulrike;Zitatform
Jäger, Ulrike (2010): Working or stay-at-home mum? The influence of family benefits and religiosity. (Ifo working paper 84), München, 39 S.
Abstract
"It is a well-established fact that mothers' labour force participation reacts differently to different types of family benefits. It is also already well-known that cultural and religious factors have an impact on their labour force participation. But does the labour force reaction to family benefits differ among more religious mothers? In this paper, I analyse how both factors - benefits and religiosity - interact when it comes to the decision concerning labour force participation. Firstly, I present a theoretical model which predicts that this difference exists. Secondly, I test this prediction in a sample of pooled cross-section data from 10 OECD countries using different measures to assess the extent of religiosity. There is evidence that religious mothers react less than non-religious mothers to increases in family benefits. I also find important differences among various religious affiliations. These results imply that trends in religiosity should be considered when designing labour market policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Frauen als Ernährerinnen der Familie: politische und rechtliche Herausforderungen (2010)
Klammer, Ute; Klenner, Christina; Pfahl, Svenja;Zitatform
Klammer, Ute, Christina Klenner & Svenja Pfahl (2010): Frauen als Ernährerinnen der Familie. Politische und rechtliche Herausforderungen. 57 S.
Abstract
"Jeder zehnte Paarhaushalt hat eine weibliche Haupteinkommensbezieherin. Werden allein erziehende Frauen mit berücksichtigt, dann ergibt sich, dass in rund 18 Prozent aller Mehrpersonenerwerbshaushalte eine Frau hauptsächlich oder allein die Familie ernährt. Bei Familienernährerinnen handelt es sich um eine heterogene Gruppe von Frauen, denen gemeinsam ist, dass sie in voller Verantwortung den Lebensunterhalt für sich, ihre Kinder und ggf. ihren Partner erwirtschaften. Jedoch ist die weibliche Familienernährerin mehrheitlich kein Pendant zum männlichen Familienernährer 'mit umgekehrten Vorzeichen'. Stattdessen ist davon auszugehen, dass es sich vielfach um schwierige und fragile Arrangements handelt. Frauen 'ernähren' nicht zu den gleichen Bedingungen wie Männer dies tun. Sie erlangen den Status häufig unfreiwillig und versorgen die Familie teilweise unter prekären Bedingungen, weil sie in der Regel weniger Geld verdienen. 31 Prozent der Familienernährerinnen (aber nur 4% der Familienernährer) verdienten 2007 bis 900 EUR monatlich. Ist der Status Folge der Arbeitslosigkeit des Mannes oder seiner geringen Erwerbseinkünfte, treten häufig noch Konflikte mit den Geschlechterrollenidentifikationen beider Partner hinzu. Familienernährerinnen sind nicht selten von einer Belastungskumulation betroffen, da sie in den allermeisten Fällen neben ihrem Haupteinkommensbezug gleichzeitig weiterhin die Hauptverantwortung für die familiale Fürsorgearbeit tragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Tagungsdokumentation -
Literaturhinweis
Efficient intra-household allocation of parental leave (2010)
Parys, Juliane; Schwerhoff, Gregor;Zitatform
Parys, Juliane & Gregor Schwerhoff (2010): Efficient intra-household allocation of parental leave. (IZA discussion paper 5113), Bonn, 46 S.
Abstract
"We propose a model of how parents resolve conflicts about sharing the negative short and long-term consequences from parenthood-related career interruptions on earnings. We introduce childcare sharing in a collective model of household behavior with public consumption as in Blundell, Chiappori, and Meghier (2005). Conceptually, the solution to the household problem can be thought of as a two-stage process: Parents first agree on public expenditures on professional childcare; then, conditional on the level of public consumption and the budget constraint stemming from stage one, parents determine their individual job absence durations and private consumption shares. Using relative income measures from German parental benefit data as distribution factors, we find evidence for Pareto efficiency in childcare sharing. More precisely, households with higher total incomes purchase more professional childcare, and changes in distribution factors shift the conditional parental leave allocation in favor of the partner whose relative income increased." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Understanding the long term effects of family policies on fertility: the diffusion of different family models in France and Germany (2010)
Zitatform
Salles, Anne, Clementine Rossier & Sara Brachet (2010): Understanding the long term effects of family policies on fertility. The diffusion of different family models in France and Germany. In: Demographic Research, Jg. 22, S. 1057-1096. DOI:10.4054/DemRes.2010.22.34
Abstract
"European countries in which mothers are encouraged to remain in the labour market have higher fertility levels. It is difficult, however, to link specific policies to fertility increases. We hypothesize that policy changes do not affect fertility decisions in the short term as long as external childcare is not seen as an acceptable option, although policy does have an impact upon childcare attitudes in the long term. Using a comparative qualitative approach, we find that attitudes towards childcare are strikingly different in France than in Western Germany, reflecting long-standing policy orientations. Attitudes act as an intermediate variable between access to childcare and its use in both countries, and are strongly homogenous within countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Hausarbeit im Eheverlauf: Ergebnisse einer Längsschnittanalyse (2010)
Zitatform
Schulz, Florian & Hans-Peter Blossfeld (2010): Hausarbeit im Eheverlauf. Ergebnisse einer Längsschnittanalyse. In: K. Böllert & N. Oelkers (Hrsg.) (2010): Frauenpolitik in Familienhand? : neue Verhältnisse in Konkurrenz, Autonomie oder Kooperation, S. 111-128.
Abstract
"Obwohl die Arbeitsteilung in der Familie, nicht zuletzt deshalb, in den letzten Jahren als Forschungsgegenstand zunehmend wichtiger geworden ist, ist heute nur sehr wenig darüber bekannt, wie sich die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern im Haushalt tatsächlich im Zeitverlauf verändert. Ebenfalls ist unklar, welche der heute kontrovers diskutierten Theorien über die Erklärung der Arbeitsteilung zwischen den Ehepartnern zutreffen. Diese beiden Aspekte werden im vorliegenden Aufsatz aufgegriffen, dessen Ziel es ist, mit Hilfe der für westdeutsche Ehen repräsentativen Daten des Bamberger Ehepaar-Panels, die Arbeitsteilung im Haushalt im Längsschnitt zu analysieren. Die folgenden Fragen stehen dabei im Mittelpunkt der Analyse: (1) Wie verändert sich die Verteilung der Hausarbeit zwischen Männern und Frauen im Verlauf der Ehe? (2) Welche Faktoren bestimmen eine größere, und welche eine geringere relative Beteiligung der Männer an der Hausarbeit? Und (3) Welchen Einfluss haben die von verschiedenen theoretischen Ansätzen als relevant erachteten relativen Ressourcen der Ehegatten sowie familienrelevante Ereignisse auf diese Dynamik?" (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Begrenzte Wahl - Gelegenheitsstrukturen und Erwerbsmuster in Paarhaushalten im europäischen Vergleich (2010)
Zitatform
Steiber, Nadia & Barbara Haas (2010): Begrenzte Wahl - Gelegenheitsstrukturen und Erwerbsmuster in Paarhaushalten im europäischen Vergleich. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 62., H. 2, S. 247-276. DOI:10.1007/s11577-010-0103-4
Abstract
"Dieser Artikel untersucht Erwerbsmodelle in Paarhaushalten - insbesondere deren Variabilität je nach Präsenz und Alter von Kindern. Ziel der vergleichenden Analyse von 10 europäischen Ländern auf Basis des European Social Survey (2004/05 und 2006/07) ist die Erklärung der ausgeprägten Länderunterschiede sowohl im Hinblick auf empirisch bedeutsame Erwerbsmuster, vor allem jedoch hinsichtlich deren Veränderung über den Lebenszyklus von Familien. Als Erklärungsfaktoren werden sowohl wohlfahrtsstaatliche Regelungen (Familien- und Steuerpolitiken) und sozioökonomische Bedingungen (Lohnniveau, Arbeitslosigkeit, Verfügbarkeit von Teilzeitarbeit) als auch kulturelle Faktoren (gesellschaftlich dominante Werthaltungen in Bezug auf Geschlechterrollen und Kleinkindbetreuung) untersucht. Der Artikel diskutiert das Verhältnis dieser strukturellen und kulturellen Faktoren zur Praxis gelebter Erwerbsmuster in Paarhaushalten und kommt dabei zu dem Schluss, dass die Erklärung geschlechtsspezifischer Erwerbsmuster letztlich von Land zu Land unterschiedlich ausfallen muss, um der Komplexität ihrer Genesis gerecht zu werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Welche familienpolitischen Maßnahmen fördern die Arbeitsmarktpartizipation von Müttern? (2009)
Berninger, Ina;Zitatform
Berninger, Ina (2009): Welche familienpolitischen Maßnahmen fördern die Arbeitsmarktpartizipation von Müttern? In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 61, H. 3, S. 355-385. DOI:10.1007/s11577-009-0070-9
Abstract
"Im Beitrag wird untersucht, welche familienpolitischen Maßnahmen (Kinderbetreuung, Elternzeit, Transferleistungen) die Arbeitsmarktpartizipation von Müttern fördern. Im Gegensatz zu bisherigen Studien wird weiter evaluiert, inwiefern ein Zusammenhang zwischen erwerbsfördernden Maßnahmen und kulturellem Mutterbild besteht und ob letzteres die Arbeitsmarktpartizipation beeinflusst. Im Rahmen einer Mehrebenenanalyse werden 21 europäische Staaten anhand der Daten der zweiten Welle des European Social Survey (ESS) aus den Jahren 2004/2005 in Kombination mit Makrovariablen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) untersucht. Den theoretischen Rahmen der Studie bildet ein rationales Entscheidungsmodell: die mikroökonomische Theorie des Arbeitsangebotes. Zentrales Ergebnis der Analyse ist, dass einzig ein hohes Betreuungsangebot für unter dreijährige Kinder die Arbeitsmarktpartizipation, insbesondere jene von Müttern sehr junger Kinder, fördert. Diese familienpolitische Maßnahme weist einen engen Zusammenhang mit der nationalen Kultur auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Household labor supply and home services in a general-equilibrium model with heterogeneous agents (2009)
Zitatform
Bredemeier, Christian & Falko Juessen (2009): Household labor supply and home services in a general-equilibrium model with heterogeneous agents. (Ruhr economic papers 91), Duisburg u.a., 52 S.
Abstract
"In diesem Papier wird eine neue Erklärung für die Unterschiede und die zeitlichen Veränderungen in den geschlechts- und familenstandspezifischen Arbeitsstunden vorgeschlagen, insbesondere für die im Zeitablauf gestiegene Arbeitszeit verheirateter Frauen. Dieser Anstieg und die relative Konstanz der Arbeitsstunden anderer Gruppen könnten optimale Reaktionen darauf sein, dass das Auslagern von Heimarbeit für Haushalte im Zeitablauf attraktiver geworden ist. In einem Modell mit handelbarer Heimarbeit wird die Rolle von alternativen Erklärungen für den Arbeitsstundenanstieg untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Labour supply incentives, income support systems and taxes in Sweden (2009)
Zitatform
Forslund, Anders (2009): Labour supply incentives, income support systems and taxes in Sweden. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2009,30), Uppsala, 31 S.
Abstract
"Comparing Sweden to other EU countries, labour force participation rates of older individuals and females are high. These facts are consistent with the idea that institutional design matters: access to child care, paid parental leave, and a tax system with individual rather than household income taxation, probably explain a significant fraction of the high female participation rate; and the evidence suggests that the design of pension systems has an impact on the labour force participation of the elderly. Active labour market policies may contribute to high labour force participation, but cannot be relied on as a major means of raising employment and participation in the long run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Childcare and labor force participation in the Netherlands: the importance of attitudes and opinions (2009)
Zitatform
Gameren, Edwin van & Ingrid Ooms (2009): Childcare and labor force participation in the Netherlands. The importance of attitudes and opinions. In: Review of Economics of the Household, Jg. 7, H. 4, S. 395-421. DOI:10.1007/s11150-009-9062-9
Abstract
"We analyze the joint decision of participating in the labor force and using paid childcare made by mothers in two-parent households with pre-school age children in the Netherlands. Both the choice to use paid childcare and the number of hours taken up are analyzed. The data, collected in 2004, contains information on economic factors and on attitudes and opinions on childcare and labor. While acknowledging potential endogenous selection effects and bidirectional causality implying problems of endogeneity with the attitudes and opinions, our results show that, in addition to economic factors, attitudes and opinions are important when explaining the decision to participate in the labor force and to use paid childcare services, but they are less important when it comes to the decision on the number of hours childcare is taken up." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Preferences, constraints or schemas of devotion?: exploring Norwegian mothers' withdrawals from high-commitment careers (2009)
Zitatform
Halrynjo, Sigtona & Selma Therese Lyng (2009): Preferences, constraints or schemas of devotion? Exploring Norwegian mothers' withdrawals from high-commitment careers. In: The British Journal of Sociology, Jg. 60, H. 2, S. 321-343. DOI:10.1111/j.1468-4446.2009.01233.x
Abstract
"Despite decades of focus on gender equality and work-family balance, parenthood still affects mothers' and fathers' careers differently. Drawing on in-depth interviews with Norwegian mothers who are relinquishing high-commitment careers of law and consultancy, this paper questions the adequacy of established explanations emphasizing constraints vs. individual preferences. Our sample of female professionals living in a well-developed welfare state is particularly apt to explore the processes and mechanisms upholding the statistically gendered pattern of women reducing their work commitment after childbirth. These doubly privileged mothers might be considered to have the best odds for combining career and work commitment with motherhood. Thus, we argue that the approach emphasizing practical constraints does not sufficiently account for the withdrawal from high-commitment careers among these female professionals. Nevertheless, we are not content with the claim of Preference Theory that this shift in commitment is merely a matter of 'not-so-dedicated' women discovering their 'genuine' preferences. Rather, in order to understand why and how this shift occurs, we explore the culturally constructed rationalities and schemas of both work and family devotions. We specifically examine the circumstances, mechanisms and steps in a seemingly individual process of making the shift in commitment from a promising career to a family-friendly job. Moreover, the analysis demonstrates how generous parental leave arrangements designed to enhance gender equality and work-family balance by simply reducing practical constraints may have limited - or even counterproductive - impact within high-commitment occupations where the 'irreplaceability' of workers is taken for granted. Our findings indicate that unless the culturally (re)produced discourses, demands and expectations of both work and family are exposed and challenged, even intentionally gender neutral work-family policies will continue to facilitate mothers' career withdrawals, expressed as modified individual preferences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Rollenleitbilder und -realitäten in Europa: rechtliche, ökonomische und kulturelle Dimensionen. Dokumentation des Workshops 20.- 22. Oktober 2008 (2009)
Knijn, Trudie ; Martiny, Dieter; Blenk-Knocke, Edda; Meder, Stephan; Hausheer, Heinz; Pintens, Walter; Kessel, Martina; Reinhard, Hans-Joachim; Klenner, Christina; Rust, Ursula; Fagnani, Jeanne; Sanders, Anne; Klammer, Ute; Scheiwe, Kirsten ; Hohnerlein, Eva Maria; Scherpe, Jens M.; Zulehner, Paul M. ; Thiede, Reinhold;Zitatform
Knijn, Trudie, Dieter Martiny, Edda Blenk-Knocke, Stephan Meder, Heinz Hausheer, Walter Pintens, Martina Kessel, Hans-Joachim Reinhard, Christina Klenner, Ursula Rust, Jeanne Fagnani, Anne Sanders, Ute Klammer, Kirsten Scheiwe, Eva Maria Hohnerlein, Jens M. Scherpe, Paul M. Zulehner & Reinhold Thiede (sonst. bet. Pers.) (2009): Rollenleitbilder und -realitäten in Europa. Rechtliche, ökonomische und kulturelle Dimensionen. Dokumentation des Workshops 20.- 22. Oktober 2008. (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Forschungsreihe 08), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 283 S.
Abstract
"2007 starteten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht ein mehrjähriges gleichstellungspolitisches Kooperationsprojekt. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass sich heute in allen Staaten Europas die Festlegung auf die Rollenteilung 'er verdient das Geld, sie kümmert sich um Kind und Küche' überholt hat. An ihre Stelle ist ein breites Spektrum verschiedener Rollenbilder getreten, an denen sich die Lebenspläne von Männern und Frauen orientieren. Der verantwortliche Umgang mit dieser Pluralität stellt für die Politik eine große Herausforderung dar. Dies hat die Dokumentation einer ersten gemeinsamen Tagung 'Eigenverantwortung, private und öffentliche Solidarität - Rollenleitbilder im Familien- und Sozialrecht im europäischen Vergleich' eindrucksvoll belegt. Diese Dokumentation ist 2008 als Band 3 der Forschungsreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erschienen. Im Rahmen des interdisziplinären Workshops 'Rollenleitbilder und -realitäten in Europa: Rechtliche, ökonomische und kulturelle Dimensionen' sind im Oktober 2008 die Erkenntnisse der ersten Tagung vertieft ausgewertet worden. Der vorliegende Band dokumentiert die zweite Tagung und gibt neue Anstöße - nicht zuletzt für eine intensivere Synchronisation von Familien- und Sozialrechtsreformen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The justice of earnings in dual-earner households (2009)
Zitatform
Liebig, Stefan, Carsten Sauer & Jürgen Schupp (2009): The justice of earnings in dual-earner households. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 216), Berlin, 23 S.
Abstract
"The rise in female labor market participation and the growth of 'atypical' employment arrangements has, over the last few decades, brought about a steadily decreasing percentage of households in which the man is the sole breadwinner, and a rising percentage of dual-earner households. Against this backdrop, the present paper investigates the impact of household contexts in which the traditional male breadwinner model has been called into question on individuals' subjective evaluations of the equity or inequity of their personal earnings. In the first step, based on social production function theory, we derive three criteria used by individuals to evaluate the fairness or justice of their personal earnings: compensation for services rendered, coverage of basic needs, and the opportunity to earn social approval. In the second step, we apply considerations from household economics and new approaches from gender research to explain why men's and women's evaluations of justice are determined to a considerable degree by the specific situation within their household -- for example, by the status and income relation between the two partners. The assumptions derived regarding gender-specific patterns in justice attitudes are then tested on data from the German Socio-Economic Panel Study (SOEP) from the year 2007. We find that, among women, the perceived justice of personal earnings depends much more strongly on the particular household context. At the same time, opportunities for social comparison within the household and the relation between the woman's personal income and that of her husband play central roles. Men's justice evaluations, in contrast, are determined to a much greater extent by whether their income allows them to conform to traditional gender norms and concepts of 'masculinity,' and by so doing, to gain social approval outside the household as well." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Der zögernde Abschied vom Patriarchat: der Wandel von Geschlechterrollen im internationalen Vergleich (2009)
Lück, Detlev;Zitatform
Lück, Detlev (2009): Der zögernde Abschied vom Patriarchat. Der Wandel von Geschlechterrollen im internationalen Vergleich. Berlin: Edition Sigma, 360 S.
Abstract
"In den letzten Jahrzehnten wurden große Schritte in Richtung Gleichberechtigung der Geschlechter getan, etwa bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Müttern. Doch in anderen Bereichen halten sich patriarchale Strukturen erstaunlich zäh, etwa bei der Frage, wer sich um Haushalt und Kinder kümmert. Unterschiede gibt es auch im internationalen Vergleich: Skandinavien hat sich früh und weit entwickelt, Süd-Europa spät und verhalten; in Ost-Europa sind Frauen gut in das Erwerbsleben integriert, aber sonst eher schlecht gestellt. Der Autor trägt in diesem Buch Daten und Fakten zum Wandel der Geschlechterrollen in verschiedenen Lebensbereichen für 40 Länder und über einen Zeitraum von 14 Jahren zusammen. Diese beträchtliche empirische Basis erlaubt es ihm auch, die ambivalente Entwicklung der Geschlechterrollen in ein neues theoretisches Licht zu rücken: Während Rational-Choice-Ansätze Wandel plausibel machen und durch den Doing-Gender-Ansatz Kontinuität begreiflich wird, setzt Lück auf differenzierte Deutungen durch die Verknüpfung verschiedener Theorieansätze. Er fragt, wie sich strukturelle und kulturelle Einflüsse auf der Mikro- und der Makro-Ebene für statistische Analysen operationalisieren lassen, um die Unterschiede zu erklären." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mütter im Spannungsfeld zwischen Kind und Beruf: der Weg vom Ernährer- zum Zweiverdienermodell im Spiegel familienpolitischer und geschlechterkultureller Entwicklungen in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden (2009)
Marold, Julia;Zitatform
Marold, Julia (2009): Mütter im Spannungsfeld zwischen Kind und Beruf. Der Weg vom Ernährer- zum Zweiverdienermodell im Spiegel familienpolitischer und geschlechterkultureller Entwicklungen in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 21, H. 1, S. 54-85.
Abstract
"In den letzten Jahrzehnten strömten viele Frauen auf den Arbeitsmarkt, die vorher vom Einkommen ihres Ehemannes gelebt und sich im Gegenzug um Haushalt und Kinder gekümmert hatten. Es ist daher ein länderübergreifender Trend zu beobachten, der zum Verschwinden dieses 'Ernährermodells' führt und stattdessen ein Familienverständnis etabliert, in dem beide Elternteile berufstätig sind. Diese Entwicklung vollzog sich jedoch nicht in allen Ländern gleichzeitig und in der gleichen Form. Der vorliegende Artikel widmet sich der Untersuchung dieser internationalen Differenzen, indem er auf Basis des Konzeptes des 'Geschlechter-Arrangements' von Birgit Pfau-Effinger nicht nur das nationale Wohlfahrtsregime, sondern auch kulturelle Vorstellungen über die Rollen von Männern und Frauen als potenziell erklärende Faktoren betrachtet. Durch die Gegenüberstellung der Entwicklung auf beiden Seiten in den Fallstudien Deutschland, Dänemark und Niederlande wird ersichtlich, dass es tatsächlich die jeweils länderspezifischen Kombinationen von vorherrschenden normativen Familienleitbildern einerseits und Ausgestaltung der familienpolitischen Regelungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf andererseits sind, die international abweichende Muster und Entwicklungsverläufe der Erwerbsbeteiligung von Frauen hervorrufen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Labour market outcomes of spatially mobile coupled women: why is the locational context important? (2009)
Zitatform
Nisic, Natascha (2009): Labour market outcomes of spatially mobile coupled women. Why is the locational context important? In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 129, H. 2, S. 203-215. DOI:10.3790/schm.129.2.203
Abstract
"Previous research on the labour market outcomes of spatially mobile couples has shown that mobility has serious detrimental effects on the employment situation of women. This has been largely attributed to their prevalence as secondary earners playing a minor role in job-related mobility decisions of the household. Yet the impact of regional opportunity structures in determining labour market outcomes of mobile coupled females has been neglected, although recent studies suggest the significance of this aspect. Using the SOEP 1992-2006 the analysis investigates the consequences of mobility for women taking into account the economic structure of the destination region." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Long-term effects of cash for childcare on mothers' labour supply (2009)
Rønsen, Marit;Zitatform
Rønsen, Marit (2009): Long-term effects of cash for childcare on mothers' labour supply. In: Labour, Jg. 23, H. 3, S. 507-533. DOI:10.1111/j.1467-9914.2009.00456.x
Abstract
"In 1998-99 a cash benefit for 1- to 2-year-olds who do not use subsidized childcare on full-time basis was introduced in Norway. A large-scale appraisal shortly after introduction concluded that the effects on mothers' labour supply were surprisingly small. The more long-term effects reported in this paper suggest that this conclusion may need modification. Almost 4 years after the reform the employment probability had declined significantly, and employed mothers were much more likely to be on leave. All in all the reduction in labour supply is estimated to be 3 3/4 hours per week or almost 20 per cent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Weibliche Familienernährerinnen in West- und Ostdeutschland: Wunschmodell oder neue Prekarität? (2008)
Klenner, Christina; Klammer, Ute;Zitatform
Klenner, Christina & Ute Klammer (2008): Weibliche Familienernährerinnen in West- und Ostdeutschland. Wunschmodell oder neue Prekarität? In: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2008): Rollenleitbilder und -realitäten in Europa : rechtliche, ökonomische und kulturelle Dimensionen. Dokumentation des Workshops 20.- 22. Oktober 2008 (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Forschungsreihe, 08), S. 58-80.
Abstract
Die Autorinnen berichten über die Ergebnisse von zwei Forschungsprojekten, die sie unter dem Titel 'Flexible Familienernährerinnen' in den Jahren 2008 bis 2010 durchführten. Fazit: 'Bei Familienernährerinnen handelt es sich also um eine heterogene Gruppe von Frauen, denen gemeinsam ist, dass sie in voller Verantwortung den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder und ggf. den Partner mit Erwerbsarbeit verdienen. Jedoch ist die weibliche Familienernährerin mehrheitlich kein Pendant zum männlichen Familienernährer 'mit umgekehrten Vorzeichen'. Stattdessen ist angesichts der zu beobachtenden Konstellationen davon auszugehen, dass es sich vielfach um schwierige und fragile Arrangements handelt. Die deutsche Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, die gegenwärtig mit einer bisweilen inkonsistenten Mischung von Regelungen und Leistungen teilweise am Bild des männlichen Familienernährers, teilweise an einem gleichberechtigt-egalitären Zweiverdienermodell anknüpft, ist auf diese neuen Familienkonstellationen bisher nicht eingestellt. Eine sozialpolitische Strategie der Förderung eines gleichberechtigten Geschlechtermodells müsste die widersprüchlichen sozialpolitischen Signale beseitigen, eigenständige Ansprüche an die Stelle abgeleiteter Ansprüche und gegenseitiger Verpflichtungen setzen und - last, but not least - die Erwerbs-und Einkommenschancen von Frauen verbessern.' (IAB)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den Volltext des Sammelwerkes. -
Literaturhinweis
Persistent policy effects on the division of domestic tasks in reunified Germany (2007)
Zitatform
Cooke, Lynn Prince (2007): Persistent policy effects on the division of domestic tasks in reunified Germany. In: Journal of Marriage and Family, Jg. 69, H. 4, S. 930-950. DOI:10.1111/j.1741-3737.2007.00422.x
Abstract
"We are only beginning to unravel the mechanisms by which the division of domestic tasks varies in its sociopolitical context. Selecting couples from the German SocioEconomic Panel who married between 1990 and 1995 in the former East and West regions of Germany and following them until 2000 (N= 348 couples), I find evidence of direct, interaction, and contextual effects predicting husbands' hours in and share of household tasks but not child care. East German men perform a greater share of household tasks than West German men after controlling for individual attributes and regional factors. Child care remains more gendered, and the first child's age proves the most important predictor of fathers' involvement. These findings further our understanding of how the state shapes gender equity in the home." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Family policies in Germany and France: the role of enterprises and social partners (2007)
Klammer, Ute; Letablier, Marie-Thérèse;Zitatform
Klammer, Ute & Marie-Thérèse Letablier (2007): Family policies in Germany and France. The role of enterprises and social partners. In: Social policy and administration, Jg. 41, H. 6, S. 672-692. DOI:10.1111/j.1467-9515.2007.00578.x
Abstract
"Although France and Germany are commonly classified as Bismarckian welfare regimes, they differ significantly in terms of family policy. For a long time, social and family policy in (West) Germany was focused on the male-breadwinner model of married couples. This was based on the expectation that women, in particular married women with children, would withdraw from the labour market permanently, or at least temporarily. Whereas care by mothers was massively subsidized by state family policy, the expansion of the childcare infrastructure was neglected and progressed only very slowly compared to the situation in many other countries of Europe. France, on the contrary, is one of the European countries where childcare services are particularly widespread, giving mothers the option to combine paid work and motherhood. Nevertheless, significant changes are happening in both countries. Concern over the demographic trends and low birth rates (in particular in Germany) have refocused attention on family policy in recent years. In Germany, it has now become a key field of debate and policy, and new actors have appeared on the scene. This article proposes to compare the latest developments in both countries, highlighting the contribution of enterprises and social partners to work-life balance, re-analysing the different types of familialism characterizing both countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Das Demografieproblem der Sozialpolitik in Bezug auf Geschlecht: konservative Arrangements der Pflege- und Betreuungsarbeit in Kontinentaleuropa (2007)
Leitner, Sigird;Zitatform
Leitner, Sigird (2007): Das Demografieproblem der Sozialpolitik in Bezug auf Geschlecht. Konservative Arrangements der Pflege- und Betreuungsarbeit in Kontinentaleuropa. In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Jg. 25, H. 3/4, S. 5-21.
Abstract
"Die Autorin befasst sich mit dem Demografieproblem der Sozialpolitik in Bezug auf 'Geschlecht'. Am Beispiel ausgewählter 'konservativer' Wohlfahrtsstaaten zeigt sie, dass die Pflegepolitiken der untersuchten Staaten nahezu einhellig auf einen (männlichen) Ernährer verwiesen. In den Kinderbetreuungspolitiken sei das Bild weniger eindeutig: Zwar würde das (männliche) Ernährermodell befördert, aber Deutschland habe seit 2000 einen neuen Weg eingeschlagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The end of the career mystique?: policy and cultural frameworks that structure the work-family interface in the United States and Germany (2007)
Zitatform
Reichart, Elisabeth, Noelle Chesley & Phyliss Moen (2007): The end of the career mystique? Policy and cultural frameworks that structure the work-family interface in the United States and Germany. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 19, H. 3, S. 337-370.
Abstract
"In den USA und in Deutschland prägt ein falscher Karriereglaube die Vorstellung des Normallebenslaufs; der Glaube nämlich, dass lebenslange, kontinuierliche und aufstiegsorientierte Erwerbsarbeit der Schlüssel zu einem beruflich und privat erfolgreichen Leben sei. Dieser 'Karrierewahn' ist die Kehrseite des 'Weiblichkeitswahns' (Friedan 1963) der 1950er Jahre; beide kulturelle Leitbilder versinnbildlichten die Trennung der Sphären von Beruf und Familie nach Geschlecht und fanden ihren Ausdruck im Ernährermodell als Norm des Familienlebens. Im Arbeitsmarkt und im Modus der sozialen Absicherung ist die Erwartung lebenslanger Erwerbsarbeit reifiziert, und Männer und Frauen streben heute eine kontinuierliche Vollzeittätigkeit an. So haben immer weniger Beschäftigte eine 'Hausfrau', die sie in ihrer Karriere unterstützt. Erst recht wenn Arbeitnehmer(innen) Eltern werden, brechen die Konflikte zwischen den Anforderungen der Erwerbsarbeit und der erhöhten Sorge- und Hausarbeit voll auf. Bei der Geburt von Kindern werden Berufs- und Familienrollen in der Paarbeziehung neu konfiguriert; die Vereinbarkeitsmodelle, die Paare dann wählen, sind mit geprägt durch Gelegenheitsstrukturen des jeweiligen wohlfahrtsstaatlichen, institutionellen und kulturellen Kontexts. In diesem Beitrag richten wir den Fokus auf drei Fallbeispiele (die USA, West- und Ostdeutschland), um darzustellen, wie wohlfahrtsstaatliche Politik und kulturelle Schemata zusammenspielen, und dabei bestimmte, geschlechtertypisierende Erwerbsmuster bei Elternpaaren und damit soziale Ungleichheiten hervorbringen und verstärken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Doppelte Transformation des Ernährermodells? Eine Längsschnittstudie zur Erwerbsarbeitsteilung bei ost- und westdeutschen Paaren nach der Geburt des ersten Kindes (2007)
Zitatform
Reichart, Elisabeth (2007): Doppelte Transformation des Ernährermodells? Eine Längsschnittstudie zur Erwerbsarbeitsteilung bei ost- und westdeutschen Paaren nach der Geburt des ersten Kindes. (Familie und Gesellschaft 20), Würzburg: Ergon-Verlag, 345 S.
Abstract
Vor der deutschen Vereinigung herrschten in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR unterschiedliche Modelle der sozialstaatlichen Regulation der Geschlechterverhältnisse: im Westen das klassische Ernährermodell (male breadwinner - female carer), im Osten modernere Geschlechterverhältnisse (dual earner - state carer). Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung dieser Modelle nach 1990 und geht dabei insbesondere der Frage nach, ob sich das klassische Ernährermodell auch in Ostdeutschland durchsetzen konnte, oder ob sich neue Variationen der Geschlechterverhältnisse ausbildeten, wie es mit der These von der 'doppelten Transformation' vorhergesagt wurde. Im ersten Teil der Arbeit wird diese Fragestellung aus drei Perspektiven (Wohlfahrtsstaat, Lebenslauf, Paarbeziehung und Haushalt) theoretisch beleuchtet. Außerdem werden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Erwerbsarbeitsteilung von Paaren in Ost- und Westdeutschland sowie der aktuelle Forschungsstand zum Thema Erwerbstätigkeit und Elternschaft dargestellt. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Fragestellung am Beispiel der Erwerbsverläufe junger Eltern empirisch untersucht: Mit Längsschnittdaten zu Erwerbkonstellationen ost- und westdeutscher Paare bilden sich sechs typische Muster der Erwerbsarbeitsteilung nach der Geburt des ersten Kindes ab. Diese werden in einem methodisch innovativen Verfahren durch Optimal Matching und Clusteranalyse gewonnen und durch bi- und multivariate Analysen weiter abgesichert. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die These von der 'doppelten Transformation' nur eingeschränkt zutrifft: In den beiden deutschen Landesteilen fand und findet eine parallele Entwicklung statt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Determinants of and obstacles to dual careers in Germany (2007)
Zitatform
Rusconi, Alessandra & Heike Solga (2007): Determinants of and obstacles to dual careers in Germany. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 19, H. 3, S. 311-336.
Abstract
"Die Bildungsexpansion hat dazu beigetragen, dass bei einem zunehmenden Anteil der Paare beide Partner über einen akademischen Abschluss verfügen. Obgleich diese Partnerschaften ein hohes Potential für Doppelkarrieren besitzen, so bleibt dessen Realisierung eine große Herausforderung - oft aufgrund von Einschränkungen weiblicher Karrieren. Wir zeigen, dass nicht nur individuelle Merkmale der beiden Partner die Realisierungschancen von Doppelkarrieren beeinflussen, sondern auch Konstellationen innerhalb der Partnerschaft im Bezug auf Alter, Beruf und Kinder. Mit Blick auf Akademikerpaare untersuchen wir zunächst, wie unterschiedliche Paarkonstellationen die Realisierungschancen von Doppelkarrieren fördern oder behindern. In einem weiteren Schritt untersuchen wir Einstellungspraktiken an deutschen Hochschulen und deren Sensibilität gegenüber Doppelkarrieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Kinder das Risiko bei Paaren erhöhen, nur eine Karriere zu verfolgen, und dass geschlechtsblinde Einstellungskriterien zu diesem Risiko beitragen. Zudem werden wir die zwei herkömmlichen Erklärungen zur Behinderung von Doppelkarrieren überprüfen und dabei zeigen, dass weder Frauen generell benachteiligt sind, noch dass ein Altersunterschied der Partner den Karrierevorrang des älteren Partners geschlechtsneutral definiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Household employment patterns in an enlarged European Union (2006)
Zitatform
Haas, Barbara, Nadia Steiber, Margit Hartel & Claire Wallace (2006): Household employment patterns in an enlarged European Union. In: Work, employment and society, Jg. 20, H. 4, S. 751-771. DOI:10.1177/0950017006069813
Abstract
"Our aim is to contribute to better understanding of why different practices relating to the division of paid labour by sex in couple households are still to be found in different parts of Europe. We analyse data on the distribution of dominant household employment patterns in eight countries: Bulgaria, the Czech Republic, Hungary, the Netherlands, Romania, Slovenia, Sweden, and the United Kingdom. Using comparative survey evidence for a large total sample (N = 10,123), we examine how national differences in terms of the gender division of paid work correspond with predictions drawn from well-established structuralist and culturalist theories of the determinants of cross-country variations.The findings call for a further elaboration of conventional approaches to explaining gendered employment patterns in an enlarged Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Traditionalistische Geschlechterarrangements in Working Poor-Haushalten: Persistenz jenseits der ökonomischen Logik (2005)
Streuli, Elisa; Kutzner, Stephan;Zitatform
Streuli, Elisa & Stephan Kutzner (2005): Traditionalistische Geschlechterarrangements in Working Poor-Haushalten. Persistenz jenseits der ökonomischen Logik. In: Schweizerische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 31, H. 2, S. 295-320.
Abstract
"Im Mittelpunkt des Artikels stehen Fallrekonstruktionen von Sozialhilfe beziehenden Working Poor-Haushalten. Diesen ist gemeinsam, dass sich die Eheleute für ein Geschlechterarrangement entschieden haben, welches sich in Bezug auf die Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit weitgehend an traditionalistischen Geschlechternormen orientiert. Anhand von vier exemplarischen Fallstudien wird aufgezeigt, dass dieses Arrangement selbst dann aufrecht erhalten wird, wenn damit ökonomische Einbussen verbunden sind und die Abhängigkeit von der Sozialhilfe dadurch bestehen bleibt. Diesen Befund diskutieren wir vor dem Hintergrund des Modells von Krüger und Levy (1997) zum 'Masterstatus'. Schliesslich wird eine Erklärung für die Persistenz traditioneller Geschlechterarrangements skizziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Economic relations between women and their partners: an East-West-German comparison after reunification (2005)
Zitatform
Trappe, Heike & Annemette Sorensen (2005): Economic relations between women and their partners. An East-West-German comparison after reunification. (DIW-Diskussionspapiere 544), Berlin, 34 S.
Abstract
Am Beispiel eines Vergleichs der ökonomischen Beziehungen von Frauen und Männern in Ost- und Westdeutschland in der Zeitspanne nach der deutschen Wiedervereinigung wird verdeutlicht, wie sich unterschiedliche Chancenstrukturen auf Ausmaß und Entwicklung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Frauen auswirken. Ostdeutschland repräsentiert einen Sonderfall innerhalb der Übergangswirtschaften, weil es im wörtlichen Sinne von Westdeutschland übernommen und in eine schon existierende institutionelle Struktur inkorporiert wurde (Karl Ulrich Mayer, 1994). Dadurch wurde eine rapide Transformation der ostdeutschen Institutionen und Beschäftigungsstrukturen ausgelöst, während Westdeutschland dabei relativ unverändert blieb. Der Vergleich liefert eine aussagekräftige Fallstudie über das Zusammenspiel von Beschäftigungsmöglichkeiten, sozialpolitischen Maßnahmen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Partnern unter den Bedingungen eines substantiellen gesellschaftlichen Wandels. (IAB)
-
Literaturhinweis
Female breadwinner families: their existence, persistence and sources (2004)
Zitatform
Drago, Robert, David Black & Mark Wooden (2004): Female breadwinner families. Their existence, persistence and sources. (IZA discussion paper 1308), Bonn, 32 S.
Abstract
"We develop a typology for understanding couple households where the female is the major earner - what we term female breadwinner households - and test it using data from the first two waves of the HILDA Survey. We distinguish temporary from persistent female breadwinner households and hypothesise, and confirm, that these two groups diverge on demographic, socio-economic status (SES), labour market and family commitment characteristics. Among the persistent group we further distinguish those couples where the dominance of a female earner is related to economic factors and those where it appears associated with a purposeful gender equity strategy. We again hypothesise and confirm that these household types significantly diverge, finding that men in the economic group exhibit low SES, poor labour market position, and low levels of commitment to family, while both the women and men in the equity type often achieve positive outcomes regarding gender equity and economic and family success." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Employment patterns and economic independence of women in intimate relationships: a German-Finnish comparison (2004)
Klement, Carmen; Rudolph, Brigitte;Zitatform
Klement, Carmen & Brigitte Rudolph (2004): Employment patterns and economic independence of women in intimate relationships. A German-Finnish comparison. In: European Societies, Jg. 6, H. 3, S. 299-318.
Abstract
"In European societies there are some differences in the way and extent of women's integration into the labour market due to different economic development, political ideas and cultural traditions. In this paper two countries are compared, namely Finland and Germany, which differ considerably concerning women's employment patterns, employment prospects and their life orientations. While most Finnish women are participants of the labour force in full-time jobs, the working pattern of German women is of rather discountinous nature, depending on their chosen intimate relationships in private life, implicating their role as unpaid carers. As there is no sufficient provision of public care services, many German women are dependent on a male breadwinner while leaving their jobs for family purposes. In contrast, Finnish mothers return to their full-time jobs after maternity leave as the welfare state provides enough public care services for children and the dependent elderly. Thus it appears that Finnish women have gained financial autonomy and economic independence, a pre-requisite for living in democratic, individualized intimate relationships with equal decision power. Even if, during the last decades, empirical evidence has revealed the transformation of the well known breadwinner model to a modernized version, or partially a shift to an 'adult worker model', in Germany there is still no evidence for a general trend to a fully individualized life pattern of women with children." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
When she earns more than he does: A longitudinal study of dual-earner couples (2001)
Zitatform
Brennan, Robert T., Rosalind Chait Barnett & Karen C. Gareis (2001): When she earns more than he does. A longitudinal study of dual-earner couples. In: Journal of Marriage and Family, Jg. 63, H. 1, S. 168-182. DOI:10.1111/j.1741-3737.2001.00168.x
Abstract
"In a random sample of 286 full-time-employed dual-earner couples, we tested 3 competing hypotheses: when wives earn more than their husbands, (a) each partner's marital-role quality (MRQ) decreases; (b) his MRQ increases, whereas effects on her MRQ are mixed; and (c) relationships vary with gender-role beliefs (i.e., gender-role ideology and subjective rewards of salary). We conceptualized salary as a couple-level predictor with 4 components, 2 time varying and 2 time invariant, and estimated the relationship between 2 time-varying components and MRQ. Women's MRQ was not significantly related to change in relative earnings. However, among men, the relationship varied by salary rewards." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
The decline of the male breadwinner model: implications for work and care (2001)
Lewis, Jane;Zitatform
Lewis, Jane (2001): The decline of the male breadwinner model. Implications for work and care. In: Social Politics, Jg. 8, H. 2, S. 152-169. DOI:10.1093/sp/8.2.152
Abstract
Entscheidende Konstruktionsmerkmale der meisten staatlichen Wohlfahrtssysteme sind die beiden Faktoren soziale Fürsorge und Erwerbsarbeit. Dabei bildet die Entlohnung der Erwerbsarbeit den Maßstab für die sozialen Leistungen. Das Konstrukt der Erwerbsarbeit wird weitgehend bestimmt vom Familienmodell des männlichen Ernährers, wobei der Frau die Rolle der Sorge für Kinder und Familie zukommt und ihr Sozialleistungen nur im Rahmen des Einkommens männlichen Partners (meist in Form von Freibeträgen) zukommen. Dieses klassische Familienmodell, das besonders in Großbritannien, Irland, Deutschland und den Niederlanden gepflegt wurde, ist von der gesellschaftlichen Wirklichkeit überholt. Der Beitrag zeigt am Beispiel Großbritanniens und der Niederlande, dass die Entwicklung hin zu einem Familienmodell geht, in der alle erwachsenen Familienmitglieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen (adult-worker model family). Zur Zeit bestehen die meisten Familien noch aus 'anderthalb Ernährern', wobei den Frauen die - oft schlecht bezahlte - Teilzeitarbeit obliegt. Um die Rolle der Frauen wirklich gleichberechtigt zu gestalten, muss von der Politik die Gleichwertigkeit von Erwerbsarbeit und unbezahlter Familienarbeit anerkannt werden, die Übergänge im Lebenslauf müssen gefördert werden, und geringe Einkommen müssen aufgestockt werden. Dies gilt insbesondere im Hinblick darauf, dass es in vielen nord- und westeuropäischen Ländern immer mehr alleinerziehende Müttern gibt, deren Zugang zu bezahlter Arbeit verbessert werden muss. (IAB)
