Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland: Flucht, Ankunft und Leben (2022)
Brücker, Herbert ; Milewski, Nadja ; Sauer, Lenore ; Ette, Andreas ; Naderi, Robert; Kosyakova, Yuliya ; Rother, Nina ; Tanis, Kerstin ; Maddox, Amrei ; Schwanhäuser, Silvia ; Décieux, Jean Philippe ; Grabka, Markus M. ; Cardozo, Adriana ; Siegert, Manuel ; Bujard, Martin ; Niehues, Wenke ; Zinn, Sabine ; Schmitz, Sophia ; Spieß, C. Katharina ;Zitatform
Brücker, Herbert, Andreas Ette, Markus M. Grabka, Yuliya Kosyakova, Wenke Niehues, Nina Rother, C. Katharina Spieß, Sabine Zinn, Martin Bujard, Adriana Cardozo, Jean Philippe Décieux, Amrei Maddox, Nadja Milewski, Robert Naderi, Lenore Sauer, Sophia Schmitz, Silvia Schwanhäuser, Manuel Siegert & Kerstin Tanis (2022): Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland. Flucht, Ankunft und Leben. (BAMF-Kurzanalyse 2022,04), Nürnberg, 15 S. DOI:10.48570/bamf.fz.ka.04/2022.d.12/2022.ukrkurzbericht.1.0
Abstract
"Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), das Forschungszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und das Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) haben 11.225 geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer in der Zeit zwischen August und Oktober 2022 befragt. Die Befragung kann auf die Grundgesamtheit der ukrainischen Geflüchteten, die seit Kriegsausbruch am 24. Februar 2022 bis zum 8. Juni 2022 nach Deutschland zugezogen sind, hochgerechnet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Geflüchteten wegen der Kriegshandlungen aus der Ukraine geflohen und aufgrund bestehender persönlicher Netzwerke und der Achtung der Menschenrechte nach Deutschland gezogen sind. Rund 80 Prozent der erwachsenen Geflüchteten sind weiblich. Knapp die Hälfte lebt mit minderjährigen Kindern und vier Fünftel ohne Partner in Deutschland. Gut 70 Prozent verfügen über Hochschul- oder vergleichbare höhere Bildungsabschlüsse, aber nur 4 Prozent über gute oder sehr gute und weitere 14 Prozent über mittlere Sprachkenntnisse. Rund die Hälfte besucht einen Sprachkurs oder hat ihn abgeschlossen. 17 Prozent waren zum Befragungszeitpunkt erwerbstätig. Unter den Erwerbstätigen übten rund 70 Prozent eine qualifizierte Tätigkeit aus. Der Gesundheitszustand der Geflüchteten ist zwar im Durchschnitt gut, die Lebenszufriedenheit aber sehr viel geringer als im deutschen Bevölkerungsdurchschnitt. Gut ein Drittel der Geflüchteten wollen dauerhaft oder für mehrere Jahre in Deutschland bleiben, ebenfalls ein Drittel nach Kriegsende Deutschland wieder verlassen und 27 Prozent können noch keine Aussagen über ihre Bleibeabsichten treffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ein Vorschlag zur Verteilung von Geflüchteten aus der Ukraine (2022)
Brücker, Herbert ; Wolf, Katja ; Kosyakova, Yuliya ; Moritz, Michael ; Mense, Andreas ; Haas, Anette; Dauth, Wolfgang ; Phan thi Hong, Van; Jaschke, Philipp ;Zitatform
Brücker, Herbert, Wolfgang Dauth, Anette Haas, Philipp Jaschke, Yuliya Kosyakova, Andreas Mense, Michael Moritz, Van Phan thi Hong & Katja Wolf (2022): Ein Vorschlag zur Verteilung von Geflüchteten aus der Ukraine. (IAB-Forschungsbericht 05/2022), Nürnberg, 31 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2205
Abstract
"Durch den Angriffskrieg Russlands wurden mehrere Millionen Menschen zur Flucht aus der Ukraine gezwungen. Auch nach Deutschland sind mehr als 260.000 Geflüchtete bis zum 28. März 2022 eingereist. Für jene Personen, die nicht privat in Familien oder bei Bekannten untergebracht und versorgt werden können, stellt sich die Frage, wie diese über das Bundesgebiet und auf die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt werden sollten. Die Verteilung über die Länder erfolgt gegenwärtig nach dem so genannten Königsteiner Schlüssel, d.h. nach Bevölkerung und Steueraufkommen. Die Verteilung innerhalb der Länder erfolgt häufig nach Bevölkerung und der Verfügbarkeit von Wohnraum. In der Vergangenheit wurden durch diese Verteilungsmechanismen die Geflüchteten überdurchschnittlich auf strukturschwache Regionen mit hohen Arbeitslosenquoten verteilt. Das hat die Integrationschancen in den Arbeitsmarkt nachhaltig beeinträchtigt. Empirische Studien zeigen, dass insbesondere die Situation am lokalen Arbeitsmarkt auch langfristig einen erheblichen Einfluss auf den Integrationserfolg hat. Insofern ist die Ausgangsverteilung über die Regionen für den Integrationserfolg zentral. Wir plädieren dafür, dass die Umverteilung von Geflüchteten auf jene Personen beschränkt wird, die auf die öffentliche Versorgung mit Wohnraum angewiesen ist. Zudem sollten Präferenzen der Geflüchteten nach Kriterien wie Familienbindungen und anderen Netzwerken berücksichtigt werden. Das Vorhandensein von derartigen Bindungen und Netzwerken hat einen nachweisbaren Einfluss auf den Integrationserfolg. Kommt es zu einer Umverteilung, sollten Integrationskriterien berücksichtigt werden. In diesem Beitrag erörtern wir verschiedene Aspekte, die für die Integration von Migrantinnen und Migranten relevant sind und hinsichtlich derer es starke Unterschiede zwischen den Regionen gibt: die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes, die Aufnahmefähigkeit von Kinderbetreuungsangeboten und die Verfügbarkeit von Wohnraum. Als Indikator für die Verfügbarkeit von Wohnraum verwenden wir das Mietniveau, das die Knappheiten auf dem Wohnungsmarkt abbildet und somit auch ein guter Indikator für die Verfügbarkeit von Wohnraum sein sollte. Darauf aufbauend schlagen wir einen neuen Verteilungsschlüssel vor, der sich neben dem Bevölkerungsumfang nach der regionalen Arbeitsmarktlage, dem Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen und den Mietkosten richtet. Würden die Geflüchteten nach diesem Schlüssel umverteilt werden, wäre eine Steigerung der Beschäftigungswahrscheinlichkeit von 5 bis 10 Prozent gegenüber den gegenwärtig angewandten Verteilungsschlüsseln zu erwarten. Dem steht ein Anstieg der durchschnittlichen Wohnkosten in den Kreisen und kreisfreien Städten um 4 Prozent gegenüber. Diese höheren Kosten für die Unterkunft, die zu Beginn des Integrationsprozesses aufgewendet werden müssen, können sich aber langfristig auszahlen, da die Beschäftigungschancen im Vergleich zu einer Verteilung über der Königsteiner Schlüssel oder bei einer Gleichverteilung über die Bevölkerung deutlich ansteigen würden. Bei einer noch stärkeren regionalen Konzentration könnten die Beschäftigungschancen noch deutlich stärker gesteigert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Brücker, Herbert ; Wolf, Katja ; Kosyakova, Yuliya ; Moritz, Michael ; Mense, Andreas ; Haas, Anette; Dauth, Wolfgang ; Phan thi Hong, Van; Jaschke, Philipp ;Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland: Flucht, Ankunft und Leben (2022)
Brücker, Herbert ; Grabka, Markus M. ; Cardozo, Adriana ; Maddox, Amrei ; Décieux, Jean Philippe ; Kosyakova, Yuliya ; Tanis, Kerstin ; Rother, Nina ; Siegert, Manuel ; Zinn, Sabine ; Schwanhäuser, Silvia ; Ette, Andreas ; Schmitz, Sophia ; Spieß, C. Katharina ; Sauer, Lenore ; Niehues, Wenke ; Naderi, Robert; Bujard, Martin ; Milewski, Nadja ;Zitatform
Brücker, Herbert, Andreas Ette, Markus M. Grabka, Yuliya Kosyakova, Wenke Niehues, Nina Rother, C. Katharina Spieß, Sabine Zinn, Martin Bujard, Adriana Cardozo, Jean Philippe Décieux, Amrei Maddox, Nadja Milewski, Robert Naderi, Lenore Sauer, Sophia Schmitz, Silvia Schwanhäuser, Manuel Siegert & Kerstin Tanis (2022): Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland. Flucht, Ankunft und Leben. Nürnberg, 15 S. DOI:10.12765/bro-2022-04
Abstract
"Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat die größte Fluchtbewegung in Europa seit Ende des Zweiten Weltkriegs ausgelöst. Seit Kriegsbeginn sind mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland gefohen. Erste repräsentative Erkenntnisse über deren Lebenssituation und Zukunftspläne ermöglicht die Studie „Gefüchtete aus der Ukraine in Deutschland (IAB-BiB/FReDABAMF-SOEP-Befragung)“, eine gemeinsame Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB), des Forschungszentrums des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) . Es wurden für diese Studie 11.225 gefüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer in der Zeit zwischen August und Oktober 2022 befragt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unregistered work among refugees: Evidence from a list experiment in Germany (2022)
Zitatform
Doerr, Annabelle, Carina Hartmann & Christoph Sajons (2022): Unregistered work among refugees: Evidence from a list experiment in Germany. (WWZ discussion papers 2022,01), Basel, 42 S.
Abstract
"The integration of refugees in host countries' labor markets is complicated by structural barriers, missing formal qualification and language deficiencies. This leads to widespread concern that refugees may end up in informal and precarious employment relationships. Empirical evidence on the prevalence of unregistered work is missing, however, due to the sensitive and illegal nature of this phenomenon. In this paper, we conduct a list experiment to measure unregistered work among refugees in Germany. Our results indicate that 31% have had experience with an unregistered job since their arrival. Refugees who report that they do not have work permission show a significantly higher likelihood of experiencing unregistered work. Furthermore, the lack of post-secondary education and vocational degrees, and a low German proficiency predict the risk to work without registration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ungleichheit und Aufstieg in der Einwanderungsgesellschaft: Zur Stratifizierung geflüchteter Frauen und Männer im Kontext aktivierender Integrationspolitik (2022)
Zitatform
Fendel, Tanja & Franziska Schreyer (2022): Ungleichheit und Aufstieg in der Einwanderungsgesellschaft. Zur Stratifizierung geflüchteter Frauen und Männer im Kontext aktivierender Integrationspolitik. In: Soziale Welt, Jg. 73, H. 2, S. 266-308., 2021-08-02. DOI:10.5771/0038-6073-2022-2-266
Abstract
"Westliche Einwanderungsgesellschaften stratifizieren Geflüchtete ungleich entlang ihrer jeweiligen aufenthaltsrechtlichen Statusposition. Diese bestimmt den Zugang zu sozialen und politischen Rechten sowie zum Grad der Aufenthaltssicherheit. Um in der Hierarchie dieser civic stratification aufzusteigen, müssen verschiedene Gruppen von Geflüchteten zunehmend Integrationsleistungen nachweisen. Das bereits den Umbau des Wohlfahrtsstaates prägende Aktivierungsparadigma des 'Förderns und Forderns' wird so verstärkt auch in der Integrationspolitik implementiert. Der Beitrag diskutiert dies am Beispiel einer mit dem Integrationsgesetz 2016 einhergehenden Neuregelung in Deutschland. Seither wird Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen die unbefristete Niederlassung nurmehr erlaubt, wenn sie, neben weiteren Voraussetzungen, über Sprachkompetenz in Deutsch verfügen und den Lebensunterhalt überwiegend eigenständig sichern. Bezogen auf die Zielgruppen der Rechtsänderung untersuchen wir, inwieweit Frauen größere Schwierigkeiten haben werden als Männer, die Voraussetzungen zu erfüllen. Analysen auf Basis der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten 2016 bis 2018 zeigen: Frauen, vor allem Mütter, verfügen seltener als Männer über die geforderte Sprachkompetenz in Deutsch. Sie weisen zudem eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeit der Erwerbspartizipation auf. Ehefrauen können Lebensunterhaltssicherung gegebenenfalls vermittelt über den Ehepartner nachweisen, was jedoch Abhängigkeitsverhältnisse stärkt. Frauen ohne Ehepartner sowie Mütter haben bislang geringere Chancen, in der civic stratification der Einwanderungsgesellschaft aufzusteigen. Insbesondere bei diesen Frauen besteht die Gefahrindirekter institutioneller Diskriminierung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete Frauen und ihre Erwerbsbeteiligung – ein Überblick über zentrale Befunde (2022)
Zitatform
Fendel, Tanja & Franziska Schreyer (2022): Geflüchtete Frauen und ihre Erwerbsbeteiligung – ein Überblick über zentrale Befunde. In: Werkstatt Parität & Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (Hrsg.) (2022): Arbeitsmarktliche Integration von Geflüchteten in Baden-Württemberg, S. 54-56.
Abstract
"Deutschland weist der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt hohe Bedeutung zu. Dies gilt auch für geflüchtete Frauen, die mit Erwerbsarbeit stärker am gesellschaftlichen Leben teilhaben und an Unabhängigkeit gewinnen können. Der Beitrag gibt einen Überblick über Eckdaten der Erwerbsbeteiligung von Frauen und verweist auf tiefergehende Literatur." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Exposure to Past Immigration Waves and Attitudes toward Newcomers (2022)
Zitatform
Gihleb, Rania, Osea Giuntalla & Luca Stella (2022): Exposure to Past Immigration Waves and Attitudes toward Newcomers. (CESifo working paper 9941), München, 34 S.
Abstract
"How does previous exposure to massive immigrant inflows affect concerns about current immigration and the integration of refugees? To answer this question, we investigate attitudes toward newcomers among natives and previous immigrants. In areas that in the 1990s received higher inflows of immigrants of German origin—so-called ethnic Germans—native Germans are more likely to believe that refugees are a resource for the economy and the culture, viewing them as an opportunity rather than a risk. Refugees living in these areas report better health and feel less exposed to xenophobia." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Resilient or Vulnerable? Effects of the COVID-19 Crisis on the Mental Health of Refugees in Germany (2022)
Zitatform
Goßner, Laura, Yuliya Kosyakova & Marie-Christine Laible (2022): Resilient or Vulnerable? Effects of the COVID-19 Crisis on the Mental Health of Refugees in Germany. In: International journal of environmental research and public health, Jg. 19, H. 12, 2022-06-14. DOI:10.3390/ijerph19127409
Abstract
"Even though the COVID-19 pandemic had consequences for the whole society, like during most crises, some population groups tended to be disproportionally affected. We rely on the most recent data from the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees to explore the resilience or vulnerability of refugees in the face of the pandemic. As the 2020 wave of the survey was in the field when the second nationwide lockdown started in December, we are able to apply a regression discontinuity design to analyze how refugees in Germany are coping with these measures. Our results reveal a negative effect of the lockdown on refugees’ life satisfaction. Male refugees and those with a weaker support system face stronger negative outcomes than their counterparts. Since mental health is an important prerequisite for all forms of integration, understanding the related psychological needs in times of crisis can be highly important for policymakers and other stakeholders." (Author's abstract, IAB-Doku, © MDPI) ((en))
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Literaturhinweis
Mentoring as a grassroots effort for integrating refugees – evidence from a randomised field experiment (2022)
Jaschke, Philipp ; Jacobsen, Jannes ; Krieger, Magdalena ; Kroh, Martin ; Legewie, Nicolas ; Schacht, Diana ; Löbel, Lea-Maria ;Zitatform
Jaschke, Philipp, Lea-Maria Löbel, Magdalena Krieger, Nicolas Legewie, Martin Kroh, Jannes Jacobsen & Diana Schacht (2022): Mentoring as a grassroots effort for integrating refugees – evidence from a randomised field experiment. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 48, H. 17, S. 4085-4105., 2022-03-22. DOI:10.1080/1369183X.2022.2058918
Abstract
"About 80 million people were displaced worldwide at the end of 2020. To support this highly vulnerable group, in recent years, local bottom-up initiatives proliferated to support refugee integration in hosting communities. This study examines a network intervention for refugees in collaboration with a social start-up whose mission is to match refugees and local volunteers to form friendships. We apply an innovative randomised controlled trial approach with 446 participants integrated into a survey of almost 8000 randomly sampled refugees who moved to Germany between 2013 and 2016. Despite the field experimental study design, statistical imbalances between treatment and control groups arise in the process of enrolment and matching up to the re-interview approximately one year after recruitment, which we address using propensity score weighting. Out of 85 successfully matched individuals, for the 30 refugees with the highest intensity of the intervention we find positive treatment effects on social connectedness, housing satisfaction, and, although less robust, German language proficiency. Thus, a general-purpose mentoring program can promote subjective integration. Effects on objective indicators, such as employment, may only indirectly come about in the longer run." (Author's abstract, © 2022 Taylor & Francis) ((en))
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Literaturhinweis
Beschäftigungsaufnahme von Geflüchteten: Anspruchslöhne sinken mit längerer Aufenthaltsdauer (2022)
Zitatform
Jaschke, Philipp, Ehsan Vallizadeh, Herbert Brücker & Marc Altenburg (2022): Beschäftigungsaufnahme von Geflüchteten: Anspruchslöhne sinken mit längerer Aufenthaltsdauer. (IAB-Kurzbericht 20/2022), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2220
Abstract
"Krieg und Verfolgung führen oft dazu, dass Geflüchtete sich nicht ausreichend auf die Migration vorbereiten können. Daher fehlen ihnen häufig wichtige Informationen über berufliche Anforderungen und die Funktionsweise des Arbeitsmarktes in Deutschland. Das kann die Wahrnehmungen und die Einschätzungen von arbeitsuchenden Geflüchteten über Erwerbschancen und erzielbare Löhne verzerren. Dieser Bericht liefert erste Erkenntnisse über die Determinanten des Anspruchslohns der Geflüchteten sowie über den Zusammenhang zwischen diesem Lohn – auch als Reservationslohn bezeichnet – und der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Scared Straight? Threat and Assimilation of Refugees in Germany (2022)
Zitatform
Jaschke, Philipp, Sulin Sardoschau & Marco Tabellini (2022): Scared Straight? Threat and Assimilation of Refugees in Germany. (NBER working paper 30381), Cambridge, Mass, 53 S. DOI:10.3386/w30381
Abstract
"This paper studies the effects of threat on convergence to local culture and economic assimilation of refugees, exploiting plausibly exogenous variation in their allocation across German regions between 2013 and 2016. We combine novel survey data on cultural preferences and economic outcomes of refugees with corresponding information on locals, and construct a threat index that integrates contemporaneous and historical variables. On average, refugees assimilate both culturally and economically. However, while refugees assigned to more hostile regions converge to local culture more quickly, they do not exhibit faster economic assimilation. Our evidence suggests that refugees exert more assimilation effort in response to local threat, but do not integrate faster because of higher discrimination in more hostile regions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen (möglw. abweichend) als: CEPR discussion paperWeiterführende Informationen
Data appendix -
Literaturhinweis
Erwerbstätige Geflüchtete mit Berufsabschluss nehmen häufiger an berufsbegleitenden Sprachkursen teil (2022)
Zitatform
Jaschke, Philipp & Ehsan Vallizadeh (2022): Erwerbstätige Geflüchtete mit Berufsabschluss nehmen häufiger an berufsbegleitenden Sprachkursen teil. In: IAB-Forum H. 05.09.2022 Nürnberg, 2022-08-15. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220905.01
Abstract
"Die Teilnahme Geflüchteter an Integrations- und Sprachkursen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Rund 12 Prozent von ihnen gehen im Schnitt parallel dazu einer Erwerbstätigkeit nach. Das zeigt eine erste Auswertung auf Grundlage der repräsentativen IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten für die Jahre 2016 bis 2019. Vor allem Geflüchtete, die in personenbezogenen Dienstleistungsberufen tätig sind, besuchen häufiger neben der Arbeit einen Sprachkurs." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"Wir haben uns angefreundet, Deutschland und ich" (Porträt) (2022)
Zitatform
Keitel, Christiane; Yuliya Kosyakova (porträtierte Person) (2022): "Wir haben uns angefreundet, Deutschland und ich" (Porträt). In: IAB-Forum H. 06.04.2022 Nürnberg, 2022-03-28. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220406.01
Abstract
"Eigentlich sollte dies ein Porträt über eine erfolgreiche Wissenschaftlerin werden, die am IAB zu Migrationsfragen forscht und selbst einen Migrationshintergrund hat. Doch die Weltereignisse haben den Text überholt. Denn Yuliya Kosyakovas Heimatland Ukraine ist seit dem 24. Februar Opfer eines Angriffskriegs – und dies stellt ihr Leben und ihre Arbeit auf den Kopf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ungenutztes Know-how? Beschäftigung Geflüchteter in Deutschland (2022)
Knoll, Stefanie;Zitatform
Knoll, Stefanie (2022): Ungenutztes Know-how? Beschäftigung Geflüchteter in Deutschland. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 29, H. 1, S. 10-14.
Abstract
"Ein paar Jahre nach dem großen Zustrom von Geflüchteten nach Deutschland haben knapp die Hälfe der zugezogenen Personen in Beschäftigung gefunden. Sie sind vorwiegend als Hilfsarbeitskräfte tätig, auch weil ausländische Bildungsabschlüsse in Deutschland nicht immer anerkannt wurden. Von den im Ausland ausgebildeten Geflüchteten sind 87% in Deutschland entweder nicht beschäftigt oder das für den heutigen Beruf benötigte Ausbildungsniveau liegt niedriger als die mitgebrachte Ausbildung. Der Beitrag betrachtet, bei welchen Personengruppen Know-how ungenutzt bleiben könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
With its numerous surveys the IAB will shed light on the coronavirus mystery (Series "Covid-19 crisis: consequences for the labour market") (2022)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Laura Pohlan (2022): With its numerous surveys the IAB will shed light on the coronavirus mystery (Series "Covid-19 crisis: consequences for the labour market"). In: IAB-Forum H. 06.04.2022 Nürnberg, 2022-04-05. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220406.02
Abstract
"The Covid-19 crisis has led to a dramatic increase in the demand for information both in politics and practice. This poses an enormous challenge to the research and counselling activities at the IAB. To meet this demand, the IAB has expanded the existing surveys and, at the same time, introduced new ones on an unprecedented scale and in record time. And it has been worth the effort." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Labour market integration in Germany: refugee women take significantly longer than men (2022)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Lidwina Gundacker, Zerrin Salikutluk & Parvati Trübswetter (2022): Labour market integration in Germany: refugee women take significantly longer than men. In: IAB-Forum H. 15.07.2022 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220715.02
Abstract
"Refugees are increasingly succeeding in integrating into the German labour market. However, according to an analysis based on the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees, women benefit significantly less than men from these advances." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The dynamics of recent refugees’ language acquisition: how do their pathways compare to those of other new immigrants? (2022)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Cornelia Kristen & Christoph Spörlein (2022): The dynamics of recent refugees’ language acquisition: how do their pathways compare to those of other new immigrants? In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 48, H. 5, S. 989-1012., 2021-08-29. DOI:10.1080/1369183X.2021.1988845
Abstract
"Do the processes underlying destination-language acquisition differ between recently arrived refugees and other new immigrants? Based on a well-established model of language learning according to which language fluency is a function of efficiency, incentives, and exposure, this study addresses general processes of language learning as well as conditions specific to refugees. Longitudinal data on refugees (IAB-BAMF-SOEP Sample of Refugees in Germany) and other immigrants (IAB-SOEP Migration Sample) in Germany indicate that exposure to the destination language is the main driver of proficiency, followed by efficiency, whereas incentives matter less. Moreover, refugees profit substantially from structured learning in language courses, while other immigrants benefit more from informal exposure in their everyday environments. Overall, the findings suggest that language acquisition is a general process that is similar across different types of immigrants." (Author's abstract, © 2021 Taylor & Francis Group) ((en))
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Literaturhinweis
Positive Learning or Deviant Interviewing? Mechanisms of Experience on Interviewer Behavior (2022)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Lukas Olbrich, Joseph Sakshaug & Silvia Schwanhäuser (2022): Positive Learning or Deviant Interviewing? Mechanisms of Experience on Interviewer Behavior. In: Journal of survey statistics and methodology, Jg. 10, H. 2, S. 249-275., 2021-01-04. DOI:10.1093/jssam/smab003
Abstract
"Interviewer (mis)behavior has been shown to change with interviewers’ professional experience (general experience) and experience gained during the field period (survey experience). We extend this study by using both types of experiences to analyze interviewer effects on a core quality indicator: interview duration. To understand whether the effect of interviewer experience on duration is driven by increased efficiency or deviant behavior - both mechanisms of shorter interview Durations - we additionally examine the triggering rate of filter questions to avoid burdensome follow-up questions and response differentiation over the field period. Using multilevel models and data from a large-scale survey on a special and difficult-to-interview population of refugees in Germany, we find that interview duration decreases with increasing survey experience, particularly among the generally inexperienced interviewers. However, this effect is not found for the triggering rate and response differentiation. The results are robust to different sample and model specifications. We conclude that the underlying mechanism driving interview duration is related to increasing efficiency, and not deviant behavior." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Kosyakova, Yuliya ; Olbrich, Lukas ; Sakshaug, Joseph ; Schwanhäuser, Silvia ; -
Literaturhinweis
Kinship, inter- and intraethnic social networks and refugees' division of housework (2022)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Nevena Kulic (2022): Kinship, inter- and intraethnic social networks and refugees' division of housework. In: Journal of Family Research, Jg. 34, H. 2, S. 802-822., 2022-06-21. DOI:10.20377/jfr-783
Abstract
"Dieser Artikel untersucht die Rolle sozialer Kontakte – gemessen als die Nähe von Verwandten, das Vorhandensein von Freunden vor der Auswanderung sowie intra- und interethnische Kontakte im Aufnahmeland – bei der Aufteilung von Routine-Hausarbeit in Partnerschaften von Geflüchteten in Deutschland. Obwohl soziale Kontakte als einflussreicher Faktor für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Integration von Neuankömmlingen bekannt sind, ist die Rolle solcher Kontakte für die Aufteilung der Hausarbeit in Partnerschaften von Einwanderern weniger gut erforscht. Gepoolte OLS-und Fixed-Effects-Modelle wurden auf vier Wellen der IAB-BAMF-SOEP Befragung von Geflüchteten (2016-2019) angewendet, um Geflüchtetenpaare im erwerbsfähigen Alter zu untersuchen (1.045 Paare, 2.699 Paar-Jahre). Wir finden, dass soziale Kontakte für die geschlechtsspezifische Aufteilung der Routine-Hausarbeit in Partnerschaften von Geflüchteten wichtig sind. Insbesondere Netzwerke, die aus neuen inter- und intraethnischen Kontakten bestehen, sind einflussreicher als solche, die aus Verwandten und Freunden von vor der Migration bestehen. Darüber hinaus sind es vor allem die Verwandten und die neuen koethnischen Kontakte der Ehemänner, die negativ mit ihrer Beteiligung an den absoluten und zu ihren Ehefrauen relativen Stunden der Hausarbeit einher gehen. Die neuen Kontakte der Ehemänner zu Deutschen stehen in einem positiven Zusammenhang mit ihrer Beteiligung an der Routine-Hausarbeit. Die Kontakte der Ehefrauen zu Deutschen wiederum sind nicht mit einer egalitäreren Aufteilung der Hausarbeit verbunden. Soziale Netzwerke können das häusliche Verhalten von Zuwanderern beeinflussen, und sie sollten daher bei der Ausarbeitung neuer Integrationsmaßnahmen berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © University of Bamberg Press)
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Literaturhinweis
Deutschkenntnisse entwickeln sich bei Geflüchteten und anderen Neuzugewanderten ähnlich - Sprachkurse spielen wichtige Rolle (2022)
Zitatform
Kristen, Cornelia, Yuliya Kosyakova & Christoph Spörlein (2022): Deutschkenntnisse entwickeln sich bei Geflüchteten und anderen Neuzugewanderten ähnlich - Sprachkurse spielen wichtige Rolle. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 89, H. 5, S. 63-69. DOI:10.18723/diw_wb:2022-5-1
Abstract
"Das Erlernen der deutschen Sprache spielt eine Schlüsselrolle für die Integration von neu zugewanderten Menschen. In diesem Beitrag wird der Zweitspracherwerb von Personen, die im vergangenen Jahrzehnt in die Bundesrepublik gekommen sind, in den ersten Jahren nach dem Zuzug untersucht. Hierzu werden Geflüchtete mit anderen Neuzugewanderten verglichen. Die Auswertungen verweisen auf ähnliche Prozesse des Zweitspracherwerbs in beiden Gruppen. Wichtig für die Verbesserung der Deutschkenntnisse sind vor allem die Lerngelegenheiten, die sich einerseits im Alltagsleben über Kontakte zu anderen ergeben, andererseits in strukturierten Lernsituationen stattfinden, wie beim Besuch von Sprachkursen. Die Ergebnisse belegen, dass solche Kurse in recht kurzer Zeit zu deutlichen Zuwächsen bei den Deutschkenntnissen führen. Gerade bei Geflüchteten spielen Sprachkurse eine wichtige Rolle, während andere Zugewanderte auch stark von Alltagskontakten profitieren. Insbesondere Sprachkurse sind also ein effektives Instrument, mit der die Politik über entsprechende Angebote neu zugewanderte Personen beim Erwerb von Sprachkenntnissen gezielt unterstützen kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
How to Catch a Falsifier: Comparison of Statistical Detection Methods for Interviewer Falsification (2022)
Zitatform
Schwanhäuser, Silvia, Joseph Sakshaug & Yuliya Kosyakova (2022): How to Catch a Falsifier: Comparison of Statistical Detection Methods for Interviewer Falsification. In: Public opinion quarterly, Jg. 86, H. 1, S. 51-81., 2021-06-16. DOI:10.1093/poq/nfab066
Abstract
"Deviant interviewer behavior is a potential hazard of interviewer-administered surveys, with interviewers fabricating entire interviews as the most severe form. Various statistical methods (e.g., cluster analysis) have been proposed to detect falsifiers. These methods often rely on falsification indicators aiming to measure differences between real and falsified data. However, due to a lack of real-world data, empirical evaluations and comparisons of different statistical methods and falsification indicators are scarce. Using a large-scale nationally representative refugee survey in Germany with known fraudulent interviews, this study tests, evaluates, and compares statistical methods for identifying falsified data. We investigate the use of new and existing falsification indicators as well as multivariate detection" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geflüchtete in Deutschland fühlten sich in der Corona-Pandemie stärker diskriminiert als zuvor (2022)
Zitatform
Silva, Adriana Cardozo, Christopher Prömel & Sabine Zinn (2022): Geflüchtete in Deutschland fühlten sich in der Corona-Pandemie stärker diskriminiert als zuvor. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 89, H. 18, S. 259-268. DOI:10.18723/diw_wb:2022-18-1
Abstract
"Geflüchtete in Deutschland fühlen sich in verschiedenen Lebensbereichen aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert. Dies kann ihre Integration nachhaltig beeinträchtigen. Dieser Bericht analysiert auf Basis der IAB-BAMF-SOEP-Befragung, inwieweit sie Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt, in Bildungseinrichtungen, auf dem Wohnungsmarkt, gegenüber öffentlichen Institutionen und im Alltag wahrnehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die wahrgenommene Diskriminierung in den Jahren 2019 und 2020 in allen untersuchten Bereichen zugenommen hat, insbesondere bei der Arbeitssuche und in Bildungseinrichtungen. Geflüchtete, die in Ostdeutschland leben, jünger als 40 Jahre sind oder schlechtere Sprachkenntnisse aufweisen, und erwerbstätige Frauen fühlten sich 2019 stärker benachteiligt als andere Geflüchtetengruppen. Die Zunahme der wahrgenommenen Diskriminierung hängt sehr wahrscheinlich mit den abrupten Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sowie mit der Abschaffung wichtiger Integrationsmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie zusammen. Daher ist es unabdingbar, Integrationsmaßnahmen, die durch die Pandemie unterbrochen oder eingestellt wurden (wie Sprach- und Integrationskurse), so schnell wie möglich wieder vollumfänglich aufzunehmen, um der Ausgrenzung und Marginalisierung von Geflüchteten entgegenzuwirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Conflict intensity in the region of birth increases religiosity among refugees (2022)
Zitatform
Tubergen, Frank van, Yuliya Kosyakova & Agnieszka Kanas (2022): Conflict intensity in the region of birth increases religiosity among refugees. (CReAM discussion paper 2022,22), London, 53 S.
Abstract
"Do violent conflicts increase religiosity? This study draws on evidence from a large-scale survey on refugees in Germany linked with data on time-varying conflict intensity in refugees' birth regions prior to the survey interview. The results show that the greater the number of conflict-induced fatalities in the period before the interview, the more often refugees pray. The relationship between conflict and praying holds equally across demographic subgroups. Evidence suggests that both short- and long-term cumulative fatalities in refugees' birth regions affect how often they pray. Additionally, the link between conflict and praying is stronger for refugees who have family and relatives still living in their country of origin. Finally, we show that the conflicts that matter are those occurring within the refugees' specific region of birth rather than in other regions in the country. Implications for existential insecurity theory and cultural evolutionary theory are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gewichtung der CoV-Studie der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten (2022)
Zitatform
Vallizadeh, Ehsan & Stefan Zins (2022): Gewichtung der CoV-Studie der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten. (SOEP Survey Papers 1190: Series C - Data Documentations), Berlin, 7 S.
Abstract
"Die IAB-BAMF-SOEP Befragung von Geflüchteten ist eine Längsschnittstudie, die seit 2016 jährlich durchgeführt wird. Befragt werden Geflüchtete (Erwachsene und Minderjährige) unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, die vom 1. Januar 2013 bis 31. Januar 2016 nach Deutschland eingereist und einen formellen Asylantrag beim BAMF gestellt oder im Rahmen von speziellen Programmen des Bundes oder der Länder als Schutzsuchende aufgenommen wurden. Die IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten bietet somit eine umfassende und repräsentative Datengrundlage über die in Deutschland lebenden Geflüchteten (Brücker, Rother, and Schupp 2017). Im Frühjahr 2020 wurden die Haushalte neben der regulären Panelbefragung zusätzlich telefonisch (d.h. in einem CATI-Modus) zu ihren Erfahrungen und zu den Veränderungen ihres Alltags durch die Corona-Krise befragt. Der Fragebogen der CoV-Studie von Geflüchteten (im Folgenden REF-CoV-Studie) wurde so angelegt, dass ein Vergleich mit der ebenfalls im Jahr 2020 gesondert durchgeführten SOEPCoV-Studie unter der Verantwortung des SOEP am DIW Berlin auch möglich ist (Kühne et al. 2020). Die Befragung umfasst gut 50 Fragen und deckt eine Reihe von Themen ab, wie etwa Änderungen der Arbeitssituation, der persönlichen Gesundheit, der Kinderbetreuung, des sozialen Lebens sowie Lebenszufriedenheit, Einstellung, Sorgen u.v.m. Um den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die besondere Lebenssituation der Geflüchteten Rechnung zu tragen, wurde der Fragenbogen um andere wichtige Themen, wie etwa Teilnahme an Integrationskursen und anderen Sprachkursen sowie an Bildungsmaßnahmen, erweitert. Die Feldorganisation und die Durchführung der REF-CoVStudie wurde vom Erhebungsinstitut Kantar Public verantwortet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Relative education of recent refugees in Germany and the Middle East: Is selectivity reflected in migration and destination decisions? (2022)
Zitatform
Welker, Jörg (2022): Relative education of recent refugees in Germany and the Middle East: Is selectivity reflected in migration and destination decisions? In: International Migration, Jg. 60, H. 2, S. 65-80. DOI:10.1111/imig.12853
Abstract
"In this paper, relative education profiles of recent refugees arriving to Germany from Syria, Iraq and Afghanistan are described and compared to the profiles of Syrians in Jordan and Lebanon and of internally displaced Iraqis. Relative education describes a migrant's position in the educational distribution of the origin population. For recent refugees, relative education could be reflected in the decision of where to migrate: those who are relatively better educated may be more able to reach a distant destination. The empirical analyses use data from the project ‘ReGES – Refugees in the German Educational System’, the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees, the Arab Barometer and Multiple Indicator Cluster Surveys (MICS). The findings suggest that on average, Syrians and Afghans in Germany and Syrians in Jordan are positively selected on education, while Syrians in Lebanon and internally displaced Iraqis appear slightly negatively selected. The findings for Iraqis in Germany show mixed evidence." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 2021/2022 (2021)
Achatz, Juliane; Bossler, Mario ; Oberfichtner, Michael ; Matthes, Britta ; Bauer, Frank; Lietzmann, Torsten ; Bruckmeier, Kerstin ; Lehmer, Florian ; Wolff, Joachim ; Leber, Ute; Wenzig, Claudia; Lang, Julia ; Wanger, Susanne ; Kubis, Alexander; Vicari, Basha ; Kruppe, Thomas ; Trappmann, Mark ; Janssen, Simon ; Seibert, Holger ; Janser, Markus ; Rauch, Angela ; Jahn, Elke ; Brücker, Herbert ; Hutter, Christian ; Zika, Gerd ; Hohendanner, Christian ; Weber, Enzo ; Gürtzgen, Nicole ; Trenkle, Simon ; Gartner, Hermann ; Reims, Nancy ; Fuchs, Johann ; Braun, Wolfgang; Fitzenberger, Bernd ; Walwei, Ulrich ; Dietz, Martin ; Ramos Lobato, Philipp; Dietrich, Hans ; Stephan, Gesine ; Dengler, Katharina ; Wiemers, Jürgen ; Dauth, Christine ;Zitatform
Achatz, Juliane, Frank Bauer, Mario Bossler, Wolfgang Braun, Kerstin Bruckmeier, Herbert Brücker, Christine Dauth, Katharina Dengler, Hans Dietrich, Martin Dietz, Bernd Fitzenberger, Johann Fuchs, Hermann Gartner, Nicole Gürtzgen, Christian Hohendanner, Christian Hutter, Elke Jahn, Markus Janser, Simon Janssen, Thomas Kruppe, Alexander Kubis, Julia Lang, Ute Leber, Florian Lehmer, Torsten Lietzmann, Michael Oberfichtner, Britta Matthes, Joachim Wolff, Claudia Wenzig, Susanne Wanger, Basha Vicari, Mark Trappmann, Holger Seibert, Angela Rauch, Gerd Zika, Enzo Weber, Simon Trenkle, Nancy Reims, Ulrich Walwei, Philipp Ramos Lobato, Gesine Stephan & Jürgen Wiemers (2021): Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen 2021/2022. Nürnberg, 20 S.
Abstract
"Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischer Wandel werden den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren erheblich verändern. Handlungsbedarf besteht beispielsweise bei der Sicherung des Arbeitskräftebedarfs – und damit verbunden bei der Förderung der Aus- und Weiterbildung –, bei der Reform der Grundsicherung für Arbeitsuchende und bei der sozialen Absicherung von Solo-Selbständigen. Die Covid-19-Pandemie hat die Situation in mancherlei Hinsicht zusätzlich verschärft. Zu all diesen und zahlreichen weiteren wichtigen Themen fasst die IAB-Broschüre „Zentrale Befunde zu aktuellen Arbeitsmarktthemen“ die zentralen wissenschaftlichen Befunde kompakt zusammen. Sie bietet zudem Handlungsempfehlungen für die Arbeitsmarktpolitik, die aus den wissenschaftlichen Befunden abgeleitet wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bossler, Mario ; Oberfichtner, Michael ; Matthes, Britta ; Bauer, Frank; Lietzmann, Torsten ; Bruckmeier, Kerstin ; Lehmer, Florian ; Wolff, Joachim ; Leber, Ute; Wenzig, Claudia; Lang, Julia ; Wanger, Susanne ; Kubis, Alexander; Vicari, Basha ; Trappmann, Mark ; Janssen, Simon ; Seibert, Holger ; Janser, Markus ; Rauch, Angela ; Jahn, Elke ; Brücker, Herbert ; Hutter, Christian ; Zika, Gerd ; Hohendanner, Christian ; Weber, Enzo ; Gürtzgen, Nicole ; Trenkle, Simon ; Gartner, Hermann ; Reims, Nancy ; Braun, Wolfgang; Fitzenberger, Bernd ; Walwei, Ulrich ; Dietz, Martin ; Ramos Lobato, Philipp; Dietrich, Hans ; Stephan, Gesine ; Dengler, Katharina ; Wiemers, Jürgen ; Dauth, Christine ; -
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The Impact of Pre- and Postarrival Mechanisms on Self-rated Health and Life Satisfaction Among Refugees in Germany (2021)
Zitatform
Ambrosetti, Elena, Hans Dietrich, Yuliya Kosyakova & Alexander Patzina (2021): The Impact of Pre- and Postarrival Mechanisms on Self-rated Health and Life Satisfaction Among Refugees in Germany. In: Frontiers in Sociology, Jg. 6, 2021-06-21. DOI:10.3389/fsoc.2021.693518
Abstract
"In this study, we focus on the evolution of refugees’ well-being in the first years after their arrival in Germany. In contrast to other immigrants (e.g., labor migrants), refugees experience higher risks of unexpected and traumatic events and insecurity before and during their migration and face various legal and structural barriers in the receiving country. We contribute to the existing literature by exploring from a dynamic perspective possible pre- and postarrival determinants of refugees’ life satisfaction and self-rated health upon arrival in Germany and the development of their life satisfaction and self-rated health in the process of becoming established. Applying linear regression and panel models with recent longitudinal data from the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees in Germany, we find significant effects of prearrival factors, such as traumatic experiences and the complexity of migration, on both life satisfaction and self-rated health at the time of the first interview. Regarding postarrival factors, our results suggest that improvement in language proficiency and labor market status significantly shape refugees’ life satisfaction and self-rated health. The time-dynamic analyses reveal substantial improvements in life satisfaction upon the approval of refugee status and the transition from shared housing to private accommodations. However, we find no improvements in self-rated health due to legal status but rather deterioration effects due to long-term residence in shared housing." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Erfahrungen von Geflüchteten beim Deutschlernen: Langer Weg mit Stolpersteinen (2021)
Zitatform
Bernhard, Sarah, Stefan Bernhard & Laura Helbig (2021): Erfahrungen von Geflüchteten beim Deutschlernen: Langer Weg mit Stolpersteinen. (IAB-Kurzbericht 26/2021), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Deutschkenntnisse gelten als entscheidend für die gesellschaftlichen Teilhabechancen von Geflüchteten und ihre Integration in den Arbeitsmarkt. Die vorliegende multi-methodische Studie identifiziert basierend auf biografischen Interviews und einer standardisierten Befragung Faktoren, die mit dem Zweitspracherwerb einhergehen. Zudem benennt sie alltägliche Herausforderungen, die sich den Zugewanderten beim Deutschlernen stellen. Geflüchtete Menschen kommen überwiegend mit geringen Deutschkenntnissen nach Deutschland, die sie danach verbessern. Treibende Kräfte dieser Lernprozesse sind die Motivation zum Deutschlernen, die Lerneffizienz und das Ausmaß, in dem sich Geflüchtete der deutschen Sprache aussetzen. Fluchtspezifische Erfahrungen und Aufnahmebedingungen rahmen diese Lernprozesse. Dabei bringt das Zusammenwirken von begünstigenden und hinderlichen Faktoren typische Spracherwerbsverläufe hervor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Ein Interview der Autorinnen und Autoren finden Sie im IAB-Forum -
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Why a Labour Market Boom Does Not Necessarily Bring Down Inequality: Putting Together Germany's Inequality Puzzle (2021)
Zitatform
Biewen, Martin & Miriam Sturm (2021): Why a Labour Market Boom Does Not Necessarily Bring Down Inequality. Putting Together Germany's Inequality Puzzle. (IZA discussion paper 14357), Bonn, 32 S.
Abstract
"After an economically tough start into the new millennium, Germany experienced an unprecedented employment boom after 2005 only stopped by the COVID-19 pandemic. Persistently high levels of inequality despite a booming labour market and drastically falling unemployment rates constituted a puzzle, suggesting either that the German job miracle mainly benefitted individuals in the mid- or high-income range or that other developments offset the effects of the drastically improved labour market conditions. The present paper solves this puzzle by breaking down the observed changes in the distribution of disposable incomes between 2005/06 and 2015/16 into the contributions of eight different factors, one of them being the employment boom. Our results suggest that, while the latter did have an equalising impact, it was partially offset by the disequalising impact of other factors and substantially dampened by the tax and transfer system. Our results point to a strong role of the German tax and transfer system as a distributional stabilizer implying that, if the COVID-19 shock were to persistently reverse all the employment gains that occurred during the boom, this would only have a moderately disequalising effect on the distribution of net incomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Arbeitsmarktwirkungen der COVID-19-Pandemie auf Geflüchtete und andere Migrantinnen und Migranten (2021)
Zitatform
Brücker, Herbert, Lidwina Gundacker, Andreas Hauptmann & Philipp Jaschke (2021): Die Arbeitsmarktwirkungen der COVID-19-Pandemie auf Geflüchtete und andere Migrantinnen und Migranten. (IAB-Forschungsbericht 05/2021), Nürnberg, 34 S.
Abstract
"Die Covid-19-Pandemie und die Eindämmungsmaßnahmen haben erhebliche Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt. Die deutsche Volkswirtschaft hat sich überwiegend durch Kurzarbeit und die Verlegung wirtschaftlicher Aktivitäten in das Homeoffice sowie durch andere Arbeitszeitkürzungen an den COVID-19-Schock angepasst. Die Auswirkungen des Schocks variieren jedoch zwischen unterschiedlichen Gruppen am Arbeitsmarkt: Geflüchtete und, in geringerem Umfang, andere Migrantinnen und Migranten waren während des ersten Lockdowns überdurchschnittlich von Beschäftigungsabbau und Kurzarbeit betroffen. Geflüchtete konnten außerdem die von ihnen ausgeübten Tätigkeiten nur in sehr geringem Umfang im Homeoffice durchführen. Wichtige Ursachen für diese negativen Arbeitsmarktwirkungen sind befristete Beschäftigungsverhältnisse, kurze Betriebszugehörigkeiten und Unterschiede in den Tätigkeitsstrukturen. Weiterhin ist bei Geflüchteten und anderen Migrantinnen und Migranten die Arbeitslosigkeit sehr viel stärker gestiegen als die Beschäftigung gesunken ist. Dies kann u.a. auf den pandemiebedingten Abbruch und die Unterbrechung von Integrations- und Qualifizierungsmaßnahmen zurückgeführt werden. Unmittelbar nach dem Auslaufen der Eindämmungsmaßnahmen des ersten Lockdowns ist die Beschäftigung der Geflüchteten wieder gestiegen. Allerdings ist ihr Beschäftigungswachstum 2020 sehr viel geringer als in den Vorjahren ausgefallen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Brücker, Herbert ; Gundacker, Lidwina ; Jaschke, Philipp ; Hauptmann, Andreas ;Weiterführende Informationen
Zeitgleich erscheinen ausgewählte Ergebnisse im IAB-Kurzbericht 09/2021 -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktwirkungen der COVID-19-Pandemie: Stabile Beschäftigung, aber steigende Arbeitslosigkeit von Migrantinnen und Migranten (2021)
Zitatform
Brücker, Herbert, Lidwina Gundacker, Andreas Hauptmann & Philipp Jaschke (2021): Arbeitsmarktwirkungen der COVID-19-Pandemie: Stabile Beschäftigung, aber steigende Arbeitslosigkeit von Migrantinnen und Migranten. (IAB-Kurzbericht 09/2021), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Die COVID-19-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben erhebliche Folgen für den Arbeitsmarkt in Deutschland, etwa in Form von Kurzarbeit, Homeoffice, Arbeitszeitverkürzung oder gar Entlassungen. Einzelne Gruppen am Arbeitsmarkt sind davon unterschiedlich betroffen. Auf der Grundlage der Beschäftigungsstatistik und neuer Befragungsdaten werden hier die Folgen der Krise für Geflüchtete sowie andere Migrantinnen und Migranten im Vergleich zu Personen ohne Migrationshintergrund untersucht. Ein Fokus liegt auf den Geflüchteten, die bereits vor Ausbruch der Pandemie besonderen Arbeitsmarktrisiken ausgesetzt waren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Brücker, Herbert ; Hauptmann, Andreas ; Gundacker, Lidwina ; Jaschke, Philipp ;Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan: Erfahrungen aus der Vergangenheit und erste Einschätzungen der Folgen für Migration und Integration (2021)
Brücker, Herbert ; Freitas Monteiro, Teresa ; Deuster, Christoph ; Fendel, Tanja ; Keita, Sekou ; Jaschke, Philipp ;Zitatform
Brücker, Herbert, Christoph Deuster, Tanja Fendel, Philipp Jaschke, Sekou Keita & Teresa Freitas Monteiro (2021): Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan: Erfahrungen aus der Vergangenheit und erste Einschätzungen der Folgen für Migration und Integration. (IAB-Forschungsbericht 09/2021), Nürnberg, 72 S.
Abstract
"In Afghanistan ist nach dem Abzug der Truppen der Vereinigten Staaten und der Nordatlantischen Vertragsorganisation (US- und NATO-Truppen) sowie der Machtübernahme der Taliban eine starke Zunahme von Verfolgung, politischer Gewalt und Menschenrechtsverletzungen zu erwarten. Von den Beschränkungen politischer und persönlicher Freiheiten sind Frauen und Mädchen sowie ethnische und religiöse Minderheiten besonders betroffen. Zugleich kann die weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage zu einer umfassenden Versorgungskrise der Bevölkerung führen. In der Vergangenheit haben Pakistan und der Iran rund 80 Prozent der in das Ausland geflüchteten Afghaninnen und Afghanen aufgenommen. Aufgrund veränderter geopolitischer Interessen, zunehmender wirtschaftlicher Probleme und wachsenden Widerständen in der Bevölkerung lehnen Pakistan und der Iran die weitere Aufnahme von Geflüchteten aus Afghanistan jedoch ab. Ähnliches gilt für die meisten zentralasiatischen Staaten der früheren Sowjetunion und China. Insofern ist nicht zu erwarten, dass die politische und humanitäre Krise in Afghanistan durch die Aufnahme von Geflüchteten in der Region sowie die finanzielle und technische Unterstützung der Nachbarländer durch die Vereinigten Staaten Amerikas (USA), die Europäische Union (EU) und andere Hocheinkommensländer entschärft werden kann. Zugleich sind die Fluchtrouten in die EU fast vollständig geschlossen, so dass nicht mit einem erheblichen Anstieg der Fluchtmigration nach Europa ähnlich wie im Jahr 2015 zu rechnen ist. Die EU, die USA und andere Hocheinkommensländer können deshalb nur durch die freiwillige Aufnahme von Personen, die besonderen Gefährdungen ausgesetzt sind, einen Beitrag zum Schutz vor Verfolgung und anderen Menschenrechtsverletzungen leisten. Zu solchen Maßnahmen gehören die Aufnahme von Ortskräften, die Aufnahme anderer besonders gefährdeter Personengruppen, die Erweiterung von Resettlement-Programmen sowie von Kontingenten für die Aufnahme von Afghaninnen und Afghanen. Theoretisch wie auch praktisch ist zu erwarten, dass durch Politikkoordination und eine faire Verteilung der Kosten der Aufnahme von Geflüchteten die Bereitschaft zur Aufnahme von Geflüchteten auch in den Nachbarregionen steigt. Bei der Aufnahme von Geflüchteten handelt es sich um eine humanitäre Aufgabe, die Kosten aufwirft. Diese Kosten hängen vom Erfolg und der Geschwindigkeit der Integration ab. In Deutschland haben sich die Geflüchteten aus Afghanistan ähnlich wie andere Geflüchtete in den Arbeitsmarkt integriert, obwohl ihre Voraussetzungen im Hinblick auf das Bildungsniveau beim Zuzug, den Ausgang und die Länge der Asylverfahren und den Zugang zu Integrationskursen und anderen Integrationsprogrammen schlechter waren. Zum Jahresende 2020 belief sich die Beschäftigungsquote der afghanischen Staatsangehörigen in Deutschland auf 40 Prozent, die der 2015 zugezogenen Kohorte dürfte etwas darüber gelegen haben. Die neu aufgenommenen Afghaninnen und Afghanen werden in Hinblick auf das Bildungsniveau, Deutsch- und Fremdsprachenkenntnisse bessere Voraussetzungen als die früher zugezogenen Schutzsuchenden mitbringen. Gleiches gilt für den Aufenthaltsstatus und den Zugang zu Integrationsprogrammen. Zudem ist die Integrationsinfrastruktur besser als beispielsweise 2015 ausgebaut und weniger Schutzsuchende konkurrieren um knappe Ressourcen. Vor diesem Hintergrund sind eine schnellere Integration in den Arbeitsmarkt und andere gesellschaftliche Bereiche sowie geringere Kosten der Integration zu erwarten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zweite bundesweite Antikörper-Studie: erstmals auch Geflüchtete befragt (2021)
Zitatform
Brücker, Herbert, Laura Goßner & Parvati Trübswetter (2021): Zweite bundesweite Antikörper-Studie: erstmals auch Geflüchtete befragt. In: IAB-Forum H. 11.11.2021 Nürnberg, o. Sz., 2021-11-10.
Abstract
"Im November startete die bundesweite Antikörper-Studie „Leben in Deutschland - Corona-Monitoring 2021“ (RKI-SOEP-2). Mehr als 28.000 Menschen ab 14 Jahren, die zu den Befragten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) gehören, werden zur Teilnahme an der zweiten Erhebungswelle eingeladen. Erstmals werden dabei auch geflüchtete Menschen befragt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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To work or to study? Postmigration educational investments of adult refugees in Germany - Evidence from a choice experiment (2021)
Zitatform
Damelang, Andreas & Yuliya Kosyakova (2021): To work or to study? Postmigration educational investments of adult refugees in Germany - Evidence from a choice experiment. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 73 Nürnberg, 2021-04-07. DOI:10.1016/j.rssm.2021.100610
Abstract
"In this article, we analyze individual factors and situational conditions under which immigrants are more or less likely to invest in host country-specific human capital. Theoretically, we root our expectations in a strand of the immigrant human capital investment model combined with a basic model of educational decisions. Using a choice experiment, we simulate a decision process among refugees in Germany and examine the determinants of investment preferences into host country-specific credentials, such as vocational education, as an alternative to an immediately available job offer. The choice experiment was introduced in the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees, a representative longitudinal survey of recently arrived refugees in Germany. We find that refugees’ intentions of investing in vocational education are guided by the transferability of foreign human capital, the time horizon to reap investments, and rational cost–benefit calculations. The probability of success is influential on its own but also bolsters the relevance of costs and benefits in educational choices." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geflüchtete Frauen in Deutschland – Freizeitverhalten und soziale Kontakte (2021)
De Paiva Lareiro, Cristina;Zitatform
De Paiva Lareiro, Cristina (2021): Geflüchtete Frauen in Deutschland – Freizeitverhalten und soziale Kontakte. (BAMF-Kurzanalyse 2021,02), Nürnberg, 16 S.
Abstract
"Für geflüchtete Frauen zeigen sich hinsichtlich verschiedener Teilhabedimensionen Differenzen im Vergleich zu Männern mit Fluchthintergrund. Sie weisen ein durchschnittlich niedrigeres Bildungsniveau auf, sind deutlich seltener erwerbstätig und verfügen über weniger ausgeprägte Kenntnisse der deutschen Sprache. Anhand Analysen der Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten zeigt sich, dass Frauen mit Fluchthintergrund mehrheitlich im Familienkontext eingereist sind und in Deutschland auch überwiegend im familiären Umfeld leben. Sie investieren einen großen Teil ihrer täglichen Zeit in die Kinderbetreuung und die Erledigung anderer Haushaltstätigkeiten. Entsprechend nehmen sie seltener als geflüchtete Männer am öffentlichen Leben teil: Sie besuchen deutlich seltener Sport-/Kulturveranstaltungen und gastronomische Betriebe, zudem treiben sie kaum aktiv Sport. Im Vergleich zu Frauen mit einem anderen oder ohne Migrationshintergrund fallen die Unterschiede, insbesondere bei Gastronomiebesuchen sowie bei Ausflügen/kurzen Reisen, geringer aus. Insgesamt zeigt sich bei geflüchteten Frauen im Durchschnitt eine Zunahme der Freizeitaktivitäten im Vergleich von 2017 zu 2018. Geflüchtete Frauen pflegen auch seltener Kontakte zu Deutschen als geflüchtete Männer. Multivariate Analysen zeigen, dass hierfür ihre unterschiedlichen soziostrukturellen Lebensumstände, wie z. B. eine seltenere Erwerbstätigkeit, schlechtere Deutschkenntnisse und seltenere Freizeitaktivitäten ausschlaggebende Einflussfaktoren sind. Die Konzentration auf das familiäre Umfeld birgt indes auch Potential für die Aufnahme von Kontakten von geflüchteten Frauen zur einheimischen Bevölkerung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Geflüchtete sind auch in der Corona-Pandemie psychisch belastet und fühlen sich weiterhin sehr einsam (2021)
Zitatform
Entringer, Theresa, Jannes Jacobsen, Hannes Kröger & Maria Metzing (2021): Geflüchtete sind auch in der Corona-Pandemie psychisch belastet und fühlen sich weiterhin sehr einsam. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 88, H. 12, S. 227-232. DOI:10.18723/diw_wb:2021-12-1
Abstract
"Unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden viele Menschen. Geflüchtete gehören jedoch in vielen gesellschaftlichen Bereichen zu einer der am schlechtesten gestellten Gruppen. Sie leben überdurchschnittlich häufig in beengten Wohneinrichtungen wie Gemeinschaftsunterkünften und sind dadurch einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Gleichzeitig waren sie schon vor der Pandemie überproportional häufig psychisch stark belastet. Sie könnten daher von der Pandemie besonders betroffen sein. Der Wochenbericht untersucht deshalb, wie sich die ersten Monate der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit Geflüchteter ausgewirkt haben. Er zeigt, dass die psychischen Belastungen Geflüchteter im Jahr 2020 unverändert hoch sind. Darüber hinaus fühlten sich Geflüchtete in dieser Zeit weiterhin sehr einsam. Die psychische Gesundheit Geflüchteter sollte daher weiterhin genau beobachtet werden, um einerseits steigenden psychischen Belastungen rechtzeitig entgegenwirken zu können und andererseits bestehende Einsamkeit abzubauen. Dies ist auch für die erfolgreiche Integration der Geflüchteten wichtig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Geflüchtete Frauen und ihre Teilhabe an Erwerbsarbeit (2021)
Zitatform
Fendel, Tanja & Franziska Schreyer (2021): Geflüchtete Frauen und ihre Teilhabe an Erwerbsarbeit. (WISO direkt 2021,17), Bonn, 4 S.
Abstract
"Mittlerweile machen Frauen einen gewichtigen Anteil unter den Asylerstantragstellenden aus. Die Erwerbsbeteiligung der Frauen steigt, bleibt aber geringer als die von Männern. Stärkere Teilhabe an Integrations- und Bildungsmaßnahmen, verbessertes Deutsch und Entlastung von Familienarbeit können die Erwerbsintegration geflüchteter Frauen unterstützen, ebenso wie Kontakte zu Einheimischen. Die Pandemie erschwert dies derzeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Value Differences between Refugees and German Citizens: Insights from a Representative Survey (2021)
Zitatform
Fuchs, Lukas M., Yu Fan & Christian von Scheve (2021): Value Differences between Refugees and German Citizens: Insights from a Representative Survey. In: International Migration, Jg. 59, H. 5, S. 59-81. DOI:10.1111/imig.12795
Abstract
"The political debate over the inclusion of refugees frequently revolves around cultural differences, in particular differences pertaining to values, which are suspected to hamper social integration. Sociological accounts of values in principle warrant the assumption that different values promote conflict over sensitive social issues. However, only little is known about the actual values of refugees who recently arrived in many European countries. Comparative values research suggests that immigrants from culturally distant countries increase value heterogeneity. In contrast, acculturation and assimilation theories argue that values are not static constructs, but subject to change and transformation. Using data from the IAB‐BAMF‐SOEP survey, a representative panel of refugees in Germany, and from the World Values Survey, the present study investigates differences in liberal democratic and gender equality values between refugees and German citizens. Results indicate that refugees from almost all countries investigated show higher levels of agreement to these values, except secularism, than Germans." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Integrationshemmnisse geflüchteter Frauen und mögliche Handlungsansätze – eine Übersicht bisheriger Erkenntnisse (2021)
Zitatform
Goßner, Laura & Yuliya Kosyakova (2021): Integrationshemmnisse geflüchteter Frauen und mögliche Handlungsansätze – eine Übersicht bisheriger Erkenntnisse. (IAB-Forschungsbericht 08/2021), Nürnberg, 22 S.
Abstract
"Der aktuelle Stand der Integration Geflüchteter in Deutschland weist hinsichtlich der Beschäftigungsquoten, der Bildungspartizipation sowie des Spracherwerbs auf geschlechtsspezifische Differenzen hin. Vor diesem Hintergrund bietet der Bericht eine Übersicht bisheriger empirischer Evidenz zu Integrationshemmnissen geflüchteter Frauen. Der Fokus liegt dabei auf möglichen Herausforderungen durch die Kinderbetreuung sowie durch das Fehlen sozialer Netzwerke. Hierzu werden praxisorientierte Handlungsempfehlungen präsentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Global norms, regional practices: Taste-based and statistical discrimination in German asylum decision-making (2021)
Zitatform
Gundacker, Lidwina, Yuliya Kosyakova & Gerald Schneider (2021): Global norms, regional practices: Taste-based and statistical discrimination in German asylum decision-making. (Working Paper / Universität Konstanz, Cluster of Excellence "The Politics of Inequality" 05), Konstanz, 46 S.
Abstract
"Asylum policy-making in advanced democracies frequently faces the accusation that prejudice and stereotyping lead to erroneous decisions. The model of taste-based discrimination suggests that the biases of decision-makers or their peers against certain groups of applicants influence the evaluation of an asylum claim. Conversely, the concept of statistical discrimination implies that a dearth of information forces impartial decision-makers to resort to stereotypes. We examine both forms of discrimination, evaluating whether they shape asylum-seekers' chances to receive protection in Germany, currently a key recipient country. Our empirical examination of a representative refugee survey in Germany confirms that asylum decisions are subject to tastebased discrimination: males, Muslims, and applicants assigned to regions with a conservative population or government are less likely to obtain asylum or other forms of protection. Conforming to the theory of statistical discrimination, stereotyping against male or Muslim applicants' manifests most pronouncedly if decision-makers suffer under high workload or possess little information. However, high information costs do not alter stereotyping in more conservative regions. Altogether, our study reveals that extra-legal reasons in the form of prejudice and stereotypes considerably undermine what should be the key criterion in assessing an asylum claim: the credibility of an individual's need for protection." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Do Gender-role Values Matter? Explaining New Refugee Women's Social Contact in Germany (2021)
Zitatform
Hartmann, Jörg & Jan-Philip Steinmann (2021): Do Gender-role Values Matter? Explaining New Refugee Women's Social Contact in Germany. In: International migration review, Jg. 55, H. 3, S. 688-717. DOI:10.1177/0197918320968481
Abstract
"This article investigates whether gender-role values are linked to refugee women's social contact in Germany. By building on the “preferences–third parties–opportunities” framework, we explicate a direct and an indirect path through which gender-role values may be related to refugee women's minority-majority, intra-minority, and inter-minority contact. By applying median regressions, marginal structural models, and inverse probability of treatment weighting to data from the 2016 IAB-BAMF-SOEP refugee survey, we show that refugee women's own gender-traditional values and those of their partners are associated both directly and indirectly with less social contact for these women. Effects of gender-role values on refugee women's social contact are more pronounced for minority-majority contact than for the other two types of social contact assessed. With the effects of refugee women's and their partners' gender-role values being rather small against alternative explanatory factors, we conclude that in contrast to the view traditionally held by the populist right, traditional gender-role values hold refugee women back from establishing social contact in the host society only to a very limited extent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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An Investment in the Future: Institutional Aspects of Credential Recognition of Refugees in Germany (2021)
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Jacobsen, Jannes (2021): An Investment in the Future: Institutional Aspects of Credential Recognition of Refugees in Germany. In: Journal of Refugee Studies, Jg. 34, H. 3, S. 3000-3023. DOI:10.1093/jrs/fez094
Abstract
"Adding to the rich literature on the economic integration of refugees, this article extends the scope towards the role of institutions by focusing on the transfer of human capital by means of credential recognition. The 2012 Federal Act of Recognition in Germany is a new institution that provides the possibility to study the transfer of human capital in depth. I argue that analysing the decision for recognition of credentials is an important aspect of economic integration because it mirrors an investment in future labour-market access. I hypothesize that institutions, such as integration and language classes and the refugee status by admission, are key for explaining who tries to obtain official recognition for their credentials. In order to test my hypothesis, I employ panel data from the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees in Germany. Results show that both a secure residence title and participation in language/integration classes lead to a higher likelihood of applying for the recognition of degrees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Scared Straight? Threat and Assimilation of Refugees in Germany (2021)
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Jaschke, Philipp, Sulin Sardoschau & Marco Tabellini (2021): Scared Straight? Threat and Assimilation of Refugees in Germany. (CReAM discussion paper 2021,36), London, 100 S.
Abstract
"This paper studies the effects of threat on convergence to local culture and on economic assimilation of refugees, exploiting plausibly exogenous variation in their allocation across German regions between 2013 and 2016. We combine novel survey data on cultural preferences and economic outcomes of refugees with corresponding information on locals, and construct a threat index that integrates contemporaneous and historical variables. On average, refugees assimilate both culturally and economically. However, while refugees assigned to more hostile regions converge to local culture more quickly, they do not exhibit faster economic assimilation. We provide evidence consistent with the hypothesis that refugees exert more assimilation effort in response to local threat, but fail to successfully integrate because of higher discrimination by locals in more hostile regions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Scared Straight? Threat and Assimilation of Refugees in Germany (2021)
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Jaschke, Philipp, Sulin Sardoschau & Marco Tabellini (2021): Scared Straight? Threat and Assimilation of Refugees in Germany. (CEPR discussion paper 16849), London, 100 S.
Abstract
"This paper studies the effects of threat on convergence to local culture and on economic assimilation of refugees, exploiting plausibly exogenous variation in their allocation across German regions between 2013 and 2016. We combine novel survey data on cultural preferences and economic outcomes of refugees with corresponding information on locals, and construct a threat index that integrates contemporaneous and historical variables. On average, refugees assimilate both culturally and economically. However, while refugees assigned to more hostile regions converge to local culture more quickly, they do not exhibit faster economic assimilation. We provide evidence consistent with the hypothesis that refugees exert more assimilation effort in response to local threat, but fail to successfully integrate because of higher discrimination by locals in more hostile regions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch erschienen (möglw. abweichend) als: IZA discussion paper -
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Does facilitated and early access to the healthcare system improve refugees health outcomes?: Evidence from a natural experiment in Germany (2021)
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Jaschke, Philipp & Yuliya Kosyakova (2021): Does facilitated and early access to the healthcare system improve refugees health outcomes? Evidence from a natural experiment in Germany. In: International migration review, Jg. 55, H. 3, S. 812-842., 2020-11-21. DOI:10.1177/0197918320980413
Abstract
"Because of their often-dramatic, life-threatening flight patterns and resulting pronounced health disparities, many refugees have a great need for medical treatment after arrival to their host countries. In Germany, refugees whose asylum application is not approved or whose duration of stay has not yet exceeded 15 months must request doctor visits, with a considerable amount of bureaucracy, from the local responsible authority. Since 2016, however, several federal states and municipalities in Germany have introduced electronic health cards (eHCs) which give refugees immediate and unbureaucratic access to the healthcare system. We examine whether being eligible for eHCs because of this policy change had an effect on multidimensional health indicators for refugees in Germany. For empirical identification, we take advantage of variation in policy adoption across German regions and over time. Relying on the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees, we find that being eligible for eHCs because of the policy change improved the mental well-being and subjective health assessment of recently arrived refugees, while having no impact on physical health status. These results can be traced back to the moderating effect of facilitated healthcare access on post-migration stress, which is known to affect primarily psychological well-being. Moreover, facilitated healthcare access appears to alleviate potential language and cultural barriers faced by refugees with low health literacy (measured by the ability to read or write in the origin-country language). Altogether, the article illustrates how structural and institutional constraints may shape individual health outcomes of adult refugees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Scared Straight? Threat and Assimilation of Refugees in Germany (2021)
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Jaschke, Philipp, Sulin Sardoschau & Marco Tabellini (2021): Scared Straight? Threat and Assimilation of Refugees in Germany. (IZA discussion paper 14962), Bonn, 100 S.
Abstract
"This paper studies the effects of threat on convergence to local culture and on economic assimilation of refugees, exploiting plausibly exogenous variation in their allocation across German regions between 2013 and 2016. We combine novel survey data on cultural preferences and economic outcomes of refugees with corresponding information on locals, and construct a threat index that integrates contemporaneous and historical variables. On average, refugees assimilate both culturally and economically. However, while refugees assigned to more hostile regions converge to local culture more quickly, they do not exhibit faster economic assimilation. We provide evidence consistent with the hypothesis that refugees exert more assimilation effort in response to local threat, but fail to successfully integrate because of higher discrimination by locals in more hostile regions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch erschienen (möglw. abweichend) als: CEPR discussion paper -
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Angekommen auf dem Arbeitsmarkt?: Integration syrischer Geflüchteter in den deutschen Arbeitsmarkt (2021)
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Kassam, Kamal (2021): Angekommen auf dem Arbeitsmarkt? Integration syrischer Geflüchteter in den deutschen Arbeitsmarkt. In: Bevölkerungsforschung aktuell, Jg. 42, H. 4, S. 3-7.
Abstract
"Nach dem Ausbruch der syrischen Revolution im Jahr 2011 und dem folgenden Bürgerkrieg sah sich ein großer Teil der syrischen Bevölkerung gezwungen, ihr Land zu verlassen. Ein Jahrzehnt später dauert der Bürgerkrieg weiter an. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen leben gegenwärtig 6,8 Millionen syrische Geflüchtete und Asylsuchende in Jordanien, dem Libanon, der Türkei, Deutschland, Schweden und in mehr als 100 weiteren Ländern (UNHCR 2021). Dabei stehen syrische Geflüchtete in ihrem jeweiligen Aufnahmeland – mit einer meist fremden Kultur und Sprache – vor besonders schwierigen Herausforderungen. Dies gilt unter anderem für die Arbeitsmarktintegration, wie der Beitrag am Beispiel Deutschland zeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Out of sight, out of mind? Terror in the home country, family reunification options, and the well-being of refugees (2021)
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Keita, Sekou & Paul Schewe (2021): Out of sight, out of mind? Terror in the home country, family reunification options, and the well-being of refugees. In: World Development, Jg. 146, 2021-05-15. DOI:10.1016/j.worlddev.2021.105562
Abstract
"In this paper, we ask whether the main cause of asylum migration, that is, violence in the home country, still affects the life satisfaction of refugees even after they reach a safe country. We combine individual-level survey data on refugees in Germany with country-level data on terror fatalities. The timing of the survey interviews generates exogenous variation in the intensity of recent terror activity in respondents’ countries of origin, which we exploit to assess the effect of terror fatalities on the level of self-reported life satisfaction. Our results indicate that fatalities due to terror activity reduce, on average, the level of life satisfaction reported by refugees. We find that this effect is most substantial for events occurring one or two days before the interview, while older events have no effect. However, we observe an effect of fatalities during the four weeks preceding the interview on persons who have a family member abroad. We show that the group of respondents with a rejected or pending asylum application without legal family reunification options mostly drives this effect." (Author's abstract, © 2021 Elsevier Ltd.) ((en))
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„Deutschkenntnisse erleichtern die gesellschaftliche Teilhabe im Alltag“ - Sarah und Stefan Bernhard über den Spracherwerb von Geflüchteten (2021)
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Keitel, Christiane, Sarah Bernhard & Stefan Bernhard (2021): „Deutschkenntnisse erleichtern die gesellschaftliche Teilhabe im Alltag“ - Sarah und Stefan Bernhard über den Spracherwerb von Geflüchteten. In: IAB-Forum H. 08.12.2021 Nürnberg, o. Sz., 2021-12-07.
Abstract
"Das Erlernen der deutschen Sprache gilt für Geflüchtete als essenziell, um in Deutschland Fuß zu fassen – doch der Weg dorthin ist oft steinig. Eine multi-methodische Studie des IAB untersucht nun, welche Faktoren den Spracherwerb begünstigen und welche ihn erschweren. Sarah Bernhard und Stefan Bernhard gehören zum Autorenteam des IAB-Kurzberichts (26/2021), der die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorstellt. Sie erläutern im Interview, welchen alltäglichen Herausforderungen sich die Geflüchteten beim Lernen der Sprache stellen müssen, und wie die Politik sie besser unterstützen könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
siehe auch IAB-Kurzbericht 26/2021 -
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Arbeitsmarktintegration in Deutschland: Geflüchtete Frauen müssen viele Hindernisse überwinden (2021)
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Kosyakova, Yuliya, Lidwina Gundacker, Zerrin Salikutluk & Parvati Trübswetter (2021): Arbeitsmarktintegration in Deutschland: Geflüchtete Frauen müssen viele Hindernisse überwinden. (IAB-Kurzbericht 08/2021), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Die jährlichen IAB-BAMF-SOEP-Befragungen von Geflüchteten deuten darauf hin, dass es bei deren Arbeitsmarktintegration deutliche Fortschritte gibt. Dabei zeigen sich aber große Geschlechterunterschiede: Von den geflüchteten Männern, die seit 2013 nach Deutschland gekommen sind und mindestens fünf Jahre hier gelebt haben, sind 60 Prozent erwerbstätig; bei den geflüchteten Frauen beträgt dieser Anteil 28 Prozent. Um die Arbeitsmarktbeteiligung der Geflüchteten zu erhöhen, sind stärkere Anreize und Unterstützungsangebote nötig, die Investitionen in deutschlandspezifische Qualifikationen wie Sprachkenntnisse oder Aus- und Weiterbildung fördern. Das gilt gerade auch für geflüchtete Frauen, deren Qualifikationen häufig nicht oder nur schwer auf den reglementierten deutschen Arbeitsmarkt übertragbar sind. Ein zusätzliches Hindernis für ihre Arbeitsmarktintegration ist, dass knapp drei Viertel der geflüchteten Frauen (oft kleine) Kinder haben. Deshalb ist eine passgenaue Betreuungsinfrastruktur für ihre Bildungs- und Arbeitsmarktteilhabe besonders wichtig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Socioemotional Skills and Refugees' Language Acquisition (2021)
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Kosyakova, Yuliya & Marie-Christine Laible (2021): Socioemotional Skills and Refugees' Language Acquisition. (CReAM discussion paper 2021,30), London, 59 S.
Abstract
"We analyze socioemotional skills’ role for destination-language proficiency among recent refugees in Germany. While socioemotional skills have been shown to predict educational outcomes, they have been overlooked for immigrants’ language acquisition. We extend a well-established model of destination-language proficiency and assume that socioemotional skills’ effects manifest through the channels of exposure, efficiency, and incentives. Using longitudinal data and growth curve models, we find that socioemotional skills significantly shape destination-language learning. Openness to new experiences, conscientiousness, risk appetite and locus of control positively relate to language proficiency, while extroversion, agreeableness and neuroticism are insignificant. We observe mediating effects, suggesting that socioemotional skills shape the channels of efficiency or exposure. Moreover, we observe multiplication effects reinforcing other advantageous characteristics’ effects on language proficiency. In sum, socioemotional skills affect refugees’ destination-language proficiency and thereby contribute to sustainable economic and societal integration processes. We conclude by discussing policy implications." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch erschienen (möglw. abweichend) als: IAB-Discussion Paper -
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Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen (2021)
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Kosyakova, Yuliya (2021): Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen. (Working paper / IQ-Fachstelle Einwanderung 2021,02), Berlin, 30 S.
Abstract
"Mit wenigen Ausnahmen wird die Diskussion um die Konsequenzen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für Geflüchtete selten aus einer geschlechtsspezifischen Perspektive geführt. Die sich daraus ergebenden Herausforderungen erfordern aber aus mehreren Gründen einen stärkeren Fokus auf geflüchtete Frauen: Erstens hat der Zuzug weiblicher Geflüchteter seit 2007 kontinuierlich zugenommen und zweitens sind geflüchtete Frauen eine besonders schutzbedürftige Gruppe, da bei ihnen die spezifischen Herausforderungen von Migrant*innen, Geflüchteten und Frauen aufeinandertreffen. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich der von Yuliya Kosyakova im Auftrag der Fachstelle Einwanderung verfasste Beitrag auf geflüchtete Frauen als eine Gruppe, die in der aktuellen Situation besonders gefährdet zu sein scheint. Er zeigt die potenziellen Konsequenzen der Eindämmungsmaßnahmen auf die Arbeitsmarkintegration geflüchteter Frauen auf und unterbreitet Empfehlungen, wie den sich daraus ergebenden Herausforderungen begegnet werden sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mit einer Vielzahl an Erhebungen bringt das IAB Licht ins Corona-Dunkel (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt") (2021)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Laura Pohlan (2021): Mit einer Vielzahl an Erhebungen bringt das IAB Licht ins Corona-Dunkel (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 17.11.2021 Nürnberg, o. Sz., 2021-11-15.
Abstract
"Die Corona-Krise hat auch die Forschung und Beratung am IAB vor immense Herausforderungen gestellt, denn damit stieg der Informationsbedarf in Politik und Praxis binnen kürzester Zeit dramatisch an. Um diesen zu befriedigen, hat das IAB in bis dato ungekanntem Umfang und in Rekordtempo bestehende Befragungen erweitert und zugleich neue Erhebungen aufgesetzt. Der Aufwand hat sich gelohnt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Socioemotional Skills and Refugees' Language Acquisition (2021)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Marie-Christine Laible (2021): Socioemotional Skills and Refugees' Language Acquisition. (IAB-Discussion Paper 19/2021), Nürnberg, 54 S.
Abstract
"Wir analysieren die Rolle sozio-emotionaler Fähigkeiten für den Erwerb der deutschen Sprache von Geflüchteten, die zwischen 2013 und 2016 nach Deutschland zugezogen sind. Bisher wurden sozio-emotionale Fähigkeiten im Kontext der Bildungsforschung betrachtet, jedoch wurde ihre Bedeutung für den Spracherwerb von Migranten noch nicht untersucht. Wir erweitern ein bekanntes theoretisches Modell des Spracherwerbs des Aufnahmelandes von Migranten und Migrantinnen und nehmen dabei an, dass sozio-emotionale Fähigkeiten über die Kanäle der Gelegenheiten für, beziehungsweise des Zugangs, zum Lernen, der Effizienz und der Motivation wirken. Anhand von Längsschnittsdaten und Wachstumskurvenmodellen zeigen wir, dass sozioemotionale Fähigkeiten signifikant den Erwerb der Sprache des Ziellandes prägen. Offenheit für neue Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Risikofreude und Kontrollüberzeugungen stehen in positivem Zusammenhang mit Sprachkenntnissen. Dahingegen finden wir keine signifikanten Zusammenhänge für Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus. Mediationseffekte deuten an, dass sozio-emotionale Fähigkeiten die Kanäle der Effizienz und des Kontaktes formen. Darüber hinaus zeigen Multiplikationseffekte, dass sozio-emotionale Fähigkeiten andere vorteilhafte Eigenschaften verstärken. Zusammenfassend beeinflussen sozio-emotionale Fähigkeiten somit den Erwerb der Sprache des Aufnahmelandes und tragen zu einem nachhaltigen ökonomischen und sozialen Integrationsprozess bei. Wir schließen mit einer Diskussion der politischen Implikationen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen (möglw. abweichend) als: CReAM discussion paper -
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Life Satisfaction of Refugees Living in Germany (2021)
Zitatform
Mendola, Daria & Anna Maria Parroco (2021): Life Satisfaction of Refugees Living in Germany. In: B. Bertaccini, L. Fabbris & A. Petrucci (Hrsg.) (2021): ASA 2021 Statistics and Information Systems for Policy Evaluation, S. 97-102. DOI:10.36253/978-88-5518-304-8.20
Abstract
"The aim of this paper is to contribute to the ongoing literature on the quality of life of refugees in host nations. Using the first wave of the IAB-BAMF-SOEP survey of refugees (carried out in 2016), we estimate ordinal regression models for LS levels and offer some preliminary statistical investigations into life satisfaction and its components in the context of refugees who arrived in Germany between 2013 and 2016." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Data product DOI: 10.5684/soep.iab-bamf-soep-mig.2017 -
Literaturhinweis
Refugees' Perception of their New Life in Germany (2021)
Zitatform
Mendola, Daria & Anna Maria Parroco (2021): Refugees' Perception of their New Life in Germany. In: C. Perna, N. Salvati & F. Schirripa Spagnolo (Hrsg.) (2021): Book of Short Papers SIS 2021. Bd. 2, S. 1131-1136.
Abstract
"Since 2015, Germany has been hosting noticeable incoming flows of refugees and asylum seekers and despite the quality of life of refugees is expected to be improved in the aftermath of their arrival to Germany, refugees are still facing several problems of integration and economic deprivation. Using a sample of individuals from the first wave of the German IAB-BAMF-SOEP Survey of refugees, we present some preliminary analyses on their life satisfaction (LS). A gamma glm was estimated to focus on the association among levels of LS and main socio-demographic characteristics as well as post-migration factors. Greater stability (both in the legal and personal sphere) in refugees' lifes is positively associated to LS; while education increases conciousness, hence decreasing LS. Interesting insights come out for policy design." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Data product DOI: 10.5684/soep.iab-bamf-soep-mig.2017 -
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Spracherwerb und soziale Kontakte schreiten bei Geflüchteten voran: Vierte Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten (2021)
Zitatform
Niehues, Wenke, Nina Rother & Manuel Siegert (2021): Spracherwerb und soziale Kontakte schreiten bei Geflüchteten voran. Vierte Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten. (BAMF-Kurzanalyse 2021,04), Nürnberg, 26 S.
Abstract
"Die Deutschkenntnisse der Geflüchteten verbessern sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr weiter. Fast die Hälfte aller Geflüchteten attestiert sich gute oder sehr gute Deutschkenntnisse, über gar keine Kenntnisse verfügen weniger als 5 %, über eher schlechte Kenntnisse weniger als 15 %. Ein weiterer Fortschritt zeigt sich auch bei Sprachkursteilnahmen: 90 % der Männer und 79 % der Frauen haben zwischen 2016 und 2019 an mindestens einem Sprachkurs teilgenommen. Geflüchtete bauen auch zunehmend Kontakte zu Deutschen auf: Die Hälfte verbringt 2019 häufig Zeit mit Deutschen, 19 % hingegen nie. Jüngeren Geflüchteten, geflüchteten Männern und besser gebildeten Geflüchteten gelingt der Erwerb der deutschen Sprache, der Zugang zu Sprachkursen und damit auch die Intensivierung von Kontakten zu Deutschen vergleichsweise gut. Ältere Geflüchtete, Geflüchtete mit niedrigem Bildungsniveau und weibliche Geflüchtete mit (kleinen) Kindern investieren seit 2016 beständig Zeit, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Aufgrund einer langsameren Progression konnten diese Personengruppen bis 2019 verstärkt mittlere Sprachkenntnisse erwerben. Ältere Geflüchtete, geflüchtete Frauen mit kleinen Kindern und Geflüchtete mit schlechten Deutschkenntnissen könnten bei der sozialen Integration in eine nachteilige Lage geraten, da sie nicht nur langsam Kontakte zu Deutschen aufbauen, sondern die Kontakthäufigkeit teilweise sogar rückläufig ist. Erste Ergebnisse zu Auswirkungen der Covid-19-Pandemie deuten darauf hin, dass die Kontakte zu Deutschen abgenommen haben und viele der befragten Geflüchteten von einer Stagnation oder einer Verschlechterung ihrer Deutschkenntnisse ausgehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zu Lebenssituationen von jungen Erwachsenen mit Fluchterfahrung (2021)
Zitatform
Niehues, Wenke (2021): Zu Lebenssituationen von jungen Erwachsenen mit Fluchterfahrung. (BAMF-Kurzanalyse 2021,01), Nürnberg, 16 S.
Abstract
"In der BAMF-Kurzanalyse wird untersucht, wie sich die Lebenssituationen von jungen geflüchteten Frauen und Männern zwischen 2016 und 2018 entwickelt haben. Es werden Veränderungen im Erwerbs-, Bildungs- und Familienstatus der jungen Geflüchteten berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gendered integration? How recently arrived male and female refugees fare on the German labour market (2021)
Zitatform
Salikutluk, Zerrin & Katrin Menke (2021): Gendered integration? How recently arrived male and female refugees fare on the German labour market. In: Journal of Family Research, Jg. 33, H. 2, S. 284-321. DOI:10.20377/jfr-474
Abstract
"Objective: This paper examines gender differences in the labour market integration of newly arrived refugees in Germany. In particular, we focus on the heterogeneity in employment rates among female refugees. Background: Previous research has demonstrated that refugee women are disadvantaged on the labour market not only compared to their male counterparts, but also compared to other immigrant women. So far, however, little is known about the mechanisms that underlie the specific disadvantages of refugee women. Method: Using data from the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees, we analyse the labour market participation of refugees who migrated to Germany between 2013 and 2017. To test our theoretical assumptions, we apply logistic regressions. Results: Our results show that compositional differences in qualifications, family structure, institutional support, and networks can partly explain the gender gap in labour force participation that disadvantage refugee women. We find substantial variation in the importance of different determinants for the labour market outcomes of men and women. Conclusion: As the gender gaps in labour supply could be fully attributed to the theoretical mechanisms offered in the literature, further research is needed to disentangle female refugees' employment behaviour." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geflüchtete Menschen in Deutschland: Neue Erkenntnisse zu Hilfebedarfen und zur Nutzung von Beratungsangeboten (2021)
Schührer, Susanne;Zitatform
Schührer, Susanne (2021): Geflüchtete Menschen in Deutschland: Neue Erkenntnisse zu Hilfebedarfen und zur Nutzung von Beratungsangeboten. (BAMF-Kurzanalyse 2021,06), Nürnberg, 19 S.
Abstract
"Die BAMF-Kurzanalyse behandelt Beratungsangebote und Hilfebedarfe in verschiedenen Lebensbereichen unter Geflüchteten. Anhand der Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten von 2016 bis 2018 werden die Bekanntheit und die Inanspruchnahme von ausgewählten Beratungsangeboten betrachtet. Darüber hinaus werden der Umfang und die Deckung von Hilfebedarfen in neun verschiedenen Lebensbereichen anhand selbsteingeschätzter Angaben ermittelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beeinflussen Gemeinschaftsunterkünfte die soziale Integration Geflüchteter?: Eine empirische Analyse anhand der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten (2021)
Zitatform
Siegert, Manuel (2021): Beeinflussen Gemeinschaftsunterkünfte die soziale Integration Geflüchteter? Eine empirische Analyse anhand der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten. In: Soziale Welt, Jg. 72, H. 2, S. 206-236. DOI:10.5771/0038-6073-2021-2-206
Abstract
"Gemeinschaftsunterkünfte spielen bei der Unterbringung Geflüchteter eine zentrale Rolle. Jedoch gibt es die Befürchtung, dass diese Art der Unterbringung die soziale Integration der Geflüchteten behindert. Denn es wird angenommen, dass die baulichen und räumlichen Charakteristika der Gemeinschaftsunterkünfte Kontakte zwischen den Geflüchteten und Personen der Aufnahmegesellschaft erschweren oder gar unterbinden. Inwieweit dies zutrifft, ist jedoch nicht eindeutig geklärt, da hierzu bislang nur wenige und sich teilweise widersprechende Befunde vorliegen. Zur Verbesserung der Befundlage werden daher die Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten aus dem Jahr 2018 analysiert. Es zeigt sich, dass in Gemeinschaftsunterkünften wohnende Geflüchtete seltener Kontakte zu Deutschen in der Nachbarschaft haben und deshalb auch seltener Zeit mit Deutschen verbringen als Geflüchtete, die in Privatunterkünften wohnen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Größe der Gemeinschaftsunterkunft. Denn Geflüchtete, die in kleinen Gemeinschaftsunterkünften mit weniger als 20 Bewohner*innen untergebracht sind, haben genauso häufig Kontakte zu Deutschen in der Nachbarschaft und verbringen genauso häufig Zeit mit Deutschen wie in Privatunterkünften wohnende Geflüchtete." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Assessing the Role of Asylum Policies in Refugees' Labor Market Integration: The Case of Protection Statuses in the German Asylum System (2021)
Strazzeri, Maurizio;Zitatform
Strazzeri, Maurizio (2021): Assessing the Role of Asylum Policies in Refugees' Labor Market Integration: The Case of Protection Statuses in the German Asylum System. In: Verein für Socialpolitik (Hrsg.) (2021): Climate Economics. Beiträge zur Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik 2021.
Abstract
"I study the effect of refugees’ protection status on labor market outcomes focusing on a recent cohort of Syrian and Iraqi refugees entering Germany between 2013 and 2016. My empirical analysis exploits a sudden and unpredictable change in the assessment of the Federal Agency responsible for asylum claims to grant full refugee status in accordance with the Geneva convention to refugees from these two countries in March 2016. Using data from the IAB-BAMF-SOEP survey of refugees and exploiting the policy change in a fuzzy regression discontinuity design, estimation results indicate a substantial negative effect of subsidiary protection status on earnings and employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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First Time Around: Local Conditions and Multi-dimensional Integration of Refugees (2020)
Zitatform
Aksoy, Cevat Giray, Panu Poutvaara & Felicitas Schikora (2020): First Time Around: Local Conditions and Multi-dimensional Integration of Refugees. (CReAM discussion paper 2020,24), London, 71 S.
Abstract
"We study the causal effect of local labor market conditions and attitudes towards immigrants at the time of arrival on refugees' multi-dimensional integration outcomes (economic, linguistic, navigational, political, psychological, and social). Using a unique dataset on refugees, we leverage a centralized allocation policy in Germany where refugees were exogenously assigned to live in specific counties. We find that high initial local unemployment negatively affects refugees' economic and social integration: they are less likely to be in education or employment and they earn less. We also show that favorable attitudes towards immigrants promote refugees' economic and social integration. The results suggest that attitudes toward immigrants are as important as local unemployment rates in shaping refugees' integration outcomes. Using a machine learning classifier algorithm, we find that our results are driven by older people and those with secondary or tertiary education. Our findings highlight the importance of both initial economic and social conditions for facilitating refugee integration, and have implications for the design of centralized allocation policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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First Time around: Local Conditions and Multi-Dimensional Integration of Refugees (2020)
Zitatform
Aksoy, Cevat Giray, Panu Poutvaara & Felicitas Schikora (2020): First Time around: Local Conditions and Multi-Dimensional Integration of Refugees. (IZA discussion paper 13914), Bonn, 71 S.
Abstract
"We study the causal effect of local labor market conditions and attitudes towards immigrants at the time of arrival on refugees’ multi-dimensional integration outcomes (economic, linguistic, navigational, political, psychological, and social). Using a unique dataset on refugees, we leverage a centralized allocation policy in Germany where refugees were exogenously assigned to live in specific counties. We find that high initial local unemployment negatively affects refugees’ economic and social integration: they are less likely to be in education or employment and they earn less. We also show that favorable attitudes towards immigrants promote refugees’ economic and social integration. The results suggest that attitudes toward immigrants are as important as local unemployment rates in shaping refugees’ integration outcomes. Using a machine learning classifier algorithm, we find that our results are driven by older people and those with secondary or tertiary education. Our findings highlight the importance of both initial economic and social conditions for facilitating refugee integration, and have implications for the design of centralized allocation policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Bedeutung des gesetzlichen Mindestlohns für Geflüchtete (2020)
Zitatform
Bruttel, Oliver & Clemens Ohlert (2020): Die Bedeutung des gesetzlichen Mindestlohns für Geflüchtete. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 73, H. 2, S. 110-118. DOI:10.5771/0342-300X-2020-2-110
Abstract
"Der Beitrag diskutiert die Bedeutung des gesetzlichen Mindestlohns für die Beschäftigungssituation Geflüchteter. Dabei geht es zum einen um die Frage, in welchem Maß der gesetzliche Mindestlohn für die Entlohnung Geflüchteter relevant ist. Dabei zeigt sich auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit, dass viele Geflüchtete Löhne im Mindest- und Niedriglohnbereich erhalten und auch in Branchen arbeiten, in denen der gesetzliche Mindestlohn eine große Rolle spielt. Zum anderen stellt sich die Frage, inwiefern eine Ausnahme vom gesetzlichen Mindestlohn die Beschäftigungschancen von Geflüchteten verbessern würde. Hier sprechen die vorhandenen (internationalen) Erkenntnisse dafür, dass eine solche Sonderregelung für Geflüchtete kein zielführendes Instrument wäre, um deren Arbeitsmarktintegration zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete Frauen und Familien: Der Weg nach Deutschland und ihre ökonomische und soziale Teilhabe nach Ankunft (2020)
Zitatform
Brücker, Herbert, Lidwina Gundacker & Dorina Kalkum (2020): Geflüchtete Frauen und Familien: Der Weg nach Deutschland und ihre ökonomische und soziale Teilhabe nach Ankunft. (IAB-Forschungsbericht 09/2020), Nürnberg, 78 S.
Abstract
"Das systematische Wissen über die Lebenslagen von geflüchteten Frauen, Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist beschränkt. Das Forschungsprojekt „Geflüchtete Frauen und Familien“ (GeFF) untersucht deswegen systematisch die besonderen Umstände der Flucht und der Integration von geflüchteten Frauen und Familien auf der Grundlage der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten. Als zentraler Befund geht erstens hervor, dass sich die Familienstrukturen von Frauen und Männern mit Fluchthintergrund stark unterscheiden: Frauen erreichen Deutschland in der Mehrheit mit ihren Familien, während über die Hälfte der Männer zunächst alleine kommen. Dies ist unter anderem auf die Risiken und Kosten der Flucht zurückzuführen, die sich in den Fluchtmustern von Familien widerspiegeln: Frauen und Kinder fliehen im Gegensatz zu Männern in der Regel im Familienverband oder folgen Männern auf sichereren Routen nach. Die Trennung von Angehörigen während und nach der Flucht korreliert weiterhin mit erhöhten Gesundheitsrisiken, besonders für Frauen. Drittens zeichnet sich ein klares Gefälle in der sozialen und ökonomischen Teilhabe von geflüchteten Frauen und Männern ab. Dies könnte einerseits auf die geringere Berufserfahrung und die erhöhten gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Frauen zurückzuführen sein, andererseits leben Frauen öfter als Männer mit Familie in Deutschland, für die mehrheitlich sie die Versorgung übernehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschränkungen der Wohnortwahl für anerkannte Geflüchtete: Wohnsitzauflagen reduzieren die Chancen auf Arbeitsmarktintegration (2020)
Zitatform
Brücker, Herbert, Andreas Hauptmann & Philipp Jaschke (2020): Beschränkungen der Wohnortwahl für anerkannte Geflüchtete: Wohnsitzauflagen reduzieren die Chancen auf Arbeitsmarktintegration. (IAB-Kurzbericht 03/2020), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Die Wirkungen von Wohnsitzauflagen sind umstritten: Die einen erwarten von einer gleichmäßigen Verteilung der Geflüchteten und einer Verringerung der räumlichen Konzentration bessere Integrationschancen in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft. Die anderen vermuten, dass die Informations- und Suchkosten steigen und insbesondere Personen, die auf strukturschwache Regionen verteilt wurden, schlechtere Integrationschancen haben. Im Folgenden untersuchen wir auf Grundlage der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, wie sich regionale Wohnsitzauflagen auf die Erwerbstätigkeit der Betroffenen, den Erwerb von Deutschkenntnissen und die Unterbringung in privaten Wohnungen auswirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Kreistyp des Wohnorts von Geflüchteten zum Befragungszeitpunkt im Vergleich zum zugewiesenen Wohnort beim Zuzug nach Deutschland
- Anteil der anerkannten Geflüchteten, die nach eigenen Angaben einer regionalen Wohnsitzauflage unterliegen
- Anteil der Geflüchteten und der neu zugezogenen EU-28-Ausländer an der Bevölkerung – nach Arbeitslosenquoten auf Kreisebene
- Anteil der anerkannten Geflüchteten an der Gesamtbevölkerung und Arbeitslosenquoten in Deutschland
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Literaturhinweis
Was wissen wir über die Erwerbstätigkeit von Geflüchteten in Deutschland?: Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen (2020)
Zitatform
Brücker, Herbert & Yuliya Kosyakova (2020): Was wissen wir über die Erwerbstätigkeit von Geflüchteten in Deutschland? Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen. In: IAB-Forum H. 02.03.2020, o. Sz., 2020-02-26.
Abstract
"Menschen, die zwischen 2013 und 2016 nach Deutschland geflüchtet sind, ist die Integration in den Arbeitsmarkt schneller gelungen, als dies bei früher Geflüchteten der Fall war. Das zeigen im IAB-Kurzbericht 4/2020 veröffentlichte aktuelle Analysen. Herbert Brücker und Yuliya Kosyakova haben wichtige Fragen und Antworten rund um die zusammen mit Eric Schuß verfasste Studie zusammengestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Siehe auch IAB-Kurzbericht 04/2020. -
Literaturhinweis
Fünf Jahre seit der Fluchtmigration 2015: Integration in Arbeitsmarkt und Bildungssystem macht weitere Fortschritte (2020)
Zitatform
Brücker, Herbert, Yuliya Kosyakova & Eric Schuss (2020): Fünf Jahre seit der Fluchtmigration 2015: Integration in Arbeitsmarkt und Bildungssystem macht weitere Fortschritte. (IAB-Kurzbericht 04/2020), Nürnberg, 16 S.
Abstract
"Im Jahr 2015 wurden in Deutschland die höchsten Zuzüge von Geflüchteten seit den Flucht- und Vertreibungsbewegungen am Ende des zweiten Weltkriegs erreicht. Insgesamt ist die Zahl der Geflüchteten von Jahresanfang 2013 bis Jahresende 2018 um 1,2 Millionen Personen gestiegen. Die große Mehrheit dieser Menschen hat einen anerkannten Schutzstatus. Auf Basis der dritten Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten werden in diesem Kurzbericht Integrationsverläufe der Schutzsuchenden untersucht, die von Jahresanfang 2013 bis Ende 2016 zugezogen sind. Die Ergebnisse zeigen, dass ihre Arbeitsmarktintegration schneller erfolgt als bei früheren Geflüchteten und dass die Teilnahme an Sprach- und anderen Integrationsprogrammen sowie der Besuch von Bildungseinrichtungen deutlich zugenommen hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Kumulativer Anteil entschiedener Asylverfahren nach Zuzugskohorten
- Antworten auf häufig gestellte Fragen, Beitrag im IAB-Forum
- Bruttomonatsverdienste der erwerbstätigen Geflüchteten
- Erwerbstätigenquoten der Geflüchteten nach Geschlecht und Jahren seit dem Zuzug nach Deutschland
- Aufnahme der ersten Erwerbstätigkeit von Geflüchteten nach Zuzugskohorten
- Sektorstruktur der Geflüchteten vor und nach dem Zuzug nach Deutschland
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Literaturhinweis
Has there been a "refugee crisis"?: New insights on the recent refugee arrivals in Germany and integration prospects (2020)
Zitatform
Brücker, Herbert, Yuliya Kosyakova & Ehsan Vallizadeh (2020): Has there been a "refugee crisis"? New insights on the recent refugee arrivals in Germany and integration prospects. In: Soziale Welt, Jg. 71, H. 1/2, S. 24-53., 2020-01-07. DOI:10.5771/0038-6073-2020-1-2-24
Abstract
"Rund 1,2 Millionen Geflüchtete sind 2015 und 2016 nach Deutschland gekommen. Der nationale und internationale öffentliche Diskurs über die Aufnahme dieser Geflüchteten deckt das gesamte Meinungsspektrum ab. Diese Auffassungen reichen von der skeptischen Charakterisierung des Anstiegs der Fluchtmigration 2015 als „Flüchtlingskrise“ bis hin zu optimistischen Einschätzungen, wonach die Zuwanderung von Geflüchteten eine Lösung für den demografischen Wandel und den Arbeitskräftemangel darstellt. Diese Meinungen und Einschätzungen werden oft von Ideologie und Emotionen getrieben, sie sind in der Regel nicht durch Evidenz fundiert. In diesem Beitrag verwenden wir Daten aus einer einzigartigen, national repräsentativen Haushaltsbefragung von Geflüchteten, die zwischen 2013 und 2016 nach Deutschland gekommen sind. Auf dieser Grundlage beschreiben wir die Eigenschaften der Geflüchteten, insbesondere ihre demografischen Charakteristika und Qualifikationsmerkmale, die für eine erfolgreiche und nachhaltige wirtschaftliche Integration relevant sind. Wir diskutieren auch das institutionelle Umfeld und verschiedene Politiken in Deutschland in Hinblick auf ihre Rolle bei der Förderung der Integration. Unsere deskriptive Analyse zeigt, dass die Bearbeitung von Asylanträgen und die Bereitstellung von Unterkünften, die soziale Unterstützung und verschiedene Integrationsprogramme durch Politik und Verwaltung die Integration insgesamt vorangetrieben haben, obwohl zahlreiche Mängel anfangs weit verbreitet waren. Im Laufe der Jahre haben sich die Institutionen jedoch verstärkt dafür geöffnet, die Integration von Geflüchteten und anderen Migrantinnen und Migranten dabei zu unterstützen, in Deutschland Fuß zu fassen. Die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung stehen jedoch weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Ein solches Problem sind die Genderdifferenzen in verschiedenen Dimensionen der Integration, die unter anderem auf der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung bei der Betreuung von Kindern beruhen und den Spracherwerb und andere Fortschritte bei der Integration von Frauen behindern. Die empirische Evidenz bietet jedoch, im Unterschied zu vielfältig geäußerten Erwartungen, keine Hinweise darauf, dass die Zuwanderung von Asylbewerberinnen und -bewerber im Jahr 2015 zu einer „Flüchtlingskrise“ in Deutschland geführt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Erratum -
Literaturhinweis
Fünf Jahre "Wir schaffen das" - Eine Bilanz aus der Perspektive des Arbeitsmarktes (2020)
Brücker, Herbert ; Vallizadeh, Ehsan ; Gundacker, Lidwina ; Keita, Sekou ; Guichard, Lucas; Kosyakova, Yuliya ; Fendel, Tanja ; Jaschke, Philipp ;Zitatform
Brücker, Herbert, Tanja Fendel, Lucas Guichard, Lidwina Gundacker, Philipp Jaschke, Sekou Keita, Yuliya Kosyakova & Ehsan Vallizadeh (2020): Fünf Jahre "Wir schaffen das" - Eine Bilanz aus der Perspektive des Arbeitsmarktes. (IAB-Forschungsbericht 11/2020), Nürnberg, 65 S.
Abstract
"Dieser Bericht untersucht die Arbeitsmarktintegration der 2013 bis einschließlich 2016 zugezogenen Schutzsuchenden auf Grundlage der dritten Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, die mit Daten aus den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) verknüpft wurden sowie aktuellen Daten der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Unter den Geflüchteten, die sich bis zum Jahresende 2019 fünf Jahre in Deutschland aufgehalten haben, waren 55 Prozent beschäftigt, unter denjenigen, die sich wie die 2015 zugezogenen Geflüchteten, vier bis fünf Jahre in Deutschland aufgehalten haben, waren es 46 Prozent. Im zweiten Halbjahr 2018 waren unter den erwerbstätigen Geflüchteten 57 Prozent als Fachkräfte, Spezialisten und Experten tätig. Die Geflüchteten sind sehr viel stärker als andere Beschäftigtengruppen von den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie betroffen: Während die Beschäftigung vom Jahresende 2019 bis Juni 2020 insgesamt um ein Prozent gesunken ist, belief sich der Beschäftigungsrückgang bei den Staatsangehörigen aus den Asylherkunftsländern auf drei Prozent und war damit rund drei Mal so hoch wie im Durchschnitt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres war die Beschäftigung von Staatsangehörigen aus den Asylherkunftsländern noch um sieben Prozent gewachsen. Vor diesem Hintergrund werden die 2015 zugezogenen Geflüchteten im Jahr 2020 voraussichtlich deutlich unter einer Beschäftigungsquote von 50 Prozent bleiben. Die Beschäftigungsquoten geflüchteter Frauen liegen erheblich unter denjenigen geflüchteter Männer. Dies steht in einem engen Zusammenhang mit der Familienkonstellation geflüchteter Frauen, vor allem mit den hohen Anteilen von Frauen mit Kindern im betreuungsbedürftigen Alter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Brücker, Herbert ; Gundacker, Lidwina ; Keita, Sekou ; Kosyakova, Yuliya ; Fendel, Tanja ; Jaschke, Philipp ; -
Literaturhinweis
Geflüchtete, Familien und ihre Kinder. Warum der Blick auf die Familien und die Kindertagesbetreuung entscheidend ist (2020)
Bujard, Martin ; Diehl, Claudia ; Kreyenfeld, Michaela ; Spieß, C. Katharina ; Leyendecker, Birgit ;Zitatform
Bujard, Martin, Claudia Diehl, Michaela Kreyenfeld, Birgit Leyendecker & C. Katharina Spieß (2020): Geflüchtete, Familien und ihre Kinder. Warum der Blick auf die Familien und die Kindertagesbetreuung entscheidend ist. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 69, H. 8-9, S. 561-577. DOI:10.3790/sfo.69.8-9.561
Abstract
"Zusammenfassung Seit 2015 viele Menschen mit Fluchthintergrund nach Deutschland gezogen sind, stand häufig deren Arbeitsmarktintegration im Zentrum des gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Interesses. Lebenslagen und Lebensformen der geflüchteten Familien wurden hingegen viel weniger thematisiert. Dieser Beitrag präsentiert familiendemografische Daten für Geflüchtete der Herkunftsländer Syrien, Afghanistan, Irak und Eritrea und verdeutlicht den großen Anteil von Familien mit kleinen Kindern unter den nach Deutschland Geflüchteten. Daten zur Nutzung von Kinderbetreuungseinrichtungen von Kindern geflüchteter Familien zeigen, dass institutionelle Kinderbetreuung wesentlich zur Integration und Bildung beitragen kann. Der Wissenschaftliche Beirat für Familienfragen des BMFSFJ versucht, diesen für die Integration zentralen Aspekt in den Diskurs zu Flüchtlingen einzubringen und evidenzbasierte Handlungsempfehlungen zu geben. Abstract: Refugees, Families and Their Children Since 2015, many refugees have moved to Germany. So far, scholarly and political interests have focused on the possibilities of their labour market integration. However, the well-being and living arrangements of refugee families have been less investigated. This paper provides family-demographic data on refugees from Syria, Afghanistan, Iraq and Eritrea, and illustrates the high proportion of families with young children among them. The literature review of refugee families’ usage of public funded day care demonstrates the potential of positive effects of early childhood education and care services on the integration and education of refugee children. The Scientific Advisory Board of the German Federal Ministry for Family Affairs, Senior Citizens, Women and Youth aims to bring this important issue for integration into the discourse on refugees and to provide evidence-based policy advice." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Should Germany have built a new wall? Macroeconomic lessons from the 2015-18 refugee wave (2020)
Zitatform
Busch, Christopher, Dirk Krueger, Alexander Ludwig, Irina Popova & Zainab Iftikhar (2020): Should Germany have built a new wall? Macroeconomic lessons from the 2015-18 refugee wave. In: Journal of monetary economics, Jg. 113, S. 28-55. DOI:10.1016/j.jmoneco.2020.04.004
Abstract
"In 2015–2016 Germany experienced a wave of predominantly low-skilled refugee immigration. We evaluate its macroeconomic and distributional effects using a quantitative overlapping generations model calibrated using German micro data to replicate education and productivity differentials between foreign born and native workers. Workers are modelled as imperfect substitutes in aggregate production leading to endogenous wage differentials. We simulate the dynamic effects of this refugee wave, with specific focus on the welfare impact on low skilled natives. Our results indicate that the small losses this group suffers can be compensated by welfare gains of other parts of the native population." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2020 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Should Germany Have Built a New Wall? Macroeconomic Lessons from the 2015-18 Refugee Wave (2020)
Zitatform
Busch, Christopher, Dirk Krueger, Alexander Ludwig, Irina Popova & Zainab Iftikhar (2020): Should Germany Have Built a New Wall? Macroeconomic Lessons from the 2015-18 Refugee Wave. (NBER working paper 26973), Cambridge, Mass., 79 S. DOI:10.3386/w26973
Abstract
"In 2015-2016 Germany experienced a wave of predominantly low-skilled refugee immigration. We evaluate its macroeconomic and distributional effects using a quantitative overlapping generations model calibrated using German micro data to replicate education and productivity differentials between foreign born and native workers. Workers are modelled as imperfect substitutes in aggregate production leading to endogenous wage differentials. We simulate the dynamic effects of this refugee wave, with specific focus on the welfare impact on low skilled natives. Our results indicate that the small losses this group suffers can be compensated by welfare gains of other parts of the native population." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
To work or to study? Postmigration educational investments of adult refugees in Germany - evidence from a choice experiment (2020)
Zitatform
Damelang, Andreas & Yuliya Kosyakova (2020): To work or to study? Postmigration educational investments of adult refugees in Germany - evidence from a choice experiment. (IAB-Discussion Paper 31/2020), Nürnberg, 32 S.
Abstract
"In diesem Artikel analysieren wir individuelle Faktoren und situative Bedingungen, unter denen Einwanderer mehr oder weniger wahrscheinlich in aufnahmeland-spezifisches Humankapital investieren. Theoretisch stützen wir unsere Analysen auf einen Ansatz des Humankapital-Investitionsmodells von Zuwanderern und verbinden diesen mit einem Basismodell für rationale Bildungsentscheidungen. Mit Hilfe eines Choice-Experiments simulieren wir einen Entscheidungsprozess unter Flüchtlingen in Deutschland und untersuchen die Determinanten von Investitionsentscheidungen in aufnahmeland-spezifische Qualifikationen wie z.B. Berufsausbildung. Das Choice-Experiment wurde im Rahmen des IAB-BAMF-SOEP-Flüchtlingssurvey (2020) durchgeführt, einer repräsentativen Längsschnittbefragung von neu nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Wahrscheinlichkeit von Flüchtlingen, in berufliche Bildung zu investieren, an der Übertragbarkeit von ausländischem Humankapital, dem Zeithorizont für Investitionen und rationalen Kosten-Nutzen-Überlegungen orientiert. Die Erfolgswahrscheinlichkeit der Investition ist für sich selbst maßgebend, verstärkt aber auch die Bedeutung von Kosten und Nutzen bei Bildungsentscheidungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dritte Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten: Geflüchtete verbessern ihre Deutschkenntnisse und fühlen sich in Deutschland weiterhin willkommen (2020)
Zitatform
De Paiva Lareiro, Cristina, Nina Rother & Manuel Siegert (2020): Dritte Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten. Geflüchtete verbessern ihre Deutschkenntnisse und fühlen sich in Deutschland weiterhin willkommen. (BAMF-Kurzanalyse 2020,01), Nürnberg, 19 S.
Abstract
"Die selbsteingeschätzten Deutschkenntnisse der in den Jahren 2013 bis einschließlich 2016 eingereisten Geflüchteten verbessern sich 2018 weiter: 44 Prozent gaben an, (sehr) gute Kenntnisse zu haben. Über den Zeitverlauf zeigt sich, dass insbesondere Personen mit einem mittleren Bildungsniveau im letzten Jahr deutliche Fortschritte gemacht haben. Auf der anderen Seite entwickeln sich die Deutschkenntnisse bei Frauen mit Kindern nur langsam weiter. Die Teilnahme an verschiedenen Sprachkursangeboten schreitet weiter fort. Nur 15 Prozent haben bisher an noch keiner Maßnahme teilgenommen. Erste Aufholprozesse hinsichtlich der Teilnahme an Sprachkursen zeigen sich bei Personen mit niedrigem Bildungsniveau und Frauen mit älteren Kindern, nicht aber bei Frauen mit Kleinkindern. Geflüchtete sind mit ihrem Leben im Durchschnitt weitgehend zufrieden – nur geringfügig weniger als Personen der Aufnahmegesellschaft. Drei Viertel fühlten sich in Deutschland willkommen. Diese Werte sind seit 2016 stabil. Die wirtschaftliche Situation macht drei Vierteln der Geflüchteten Sorgen. Die Zufriedenheit mit der Erwerbs- und Einkommenssituation variiert, erwartungsgemäß, je nach individueller Erwerbstätigkeit. Geflüchtete machen sich anteilig seltener Sorgen bezüglich Ausländerfeindlichkeit in Deutschland als Personen der Aufnahmegesellschaft. Dafür haben Geflüchtete häufiger das Gefühl, schon mal aufgrund der Herkunft benachteiligt worden zu sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erfolge, aber auch weiteres Potential bei der schulischen und außerschulischen Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher (2020)
Zitatform
Gambaro, Ludovica, Daniel Kemptner, Lisa Pagel, Laura Schmitz & C. Katharina Spieß (2020): Erfolge, aber auch weiteres Potential bei der schulischen und außerschulischen Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 87, H. 34, S. 579-589.
Abstract
"In den letzten Jahren sind viele Kinder und Jugendliche mit ihren Familien nach Deutschland geflüchtet. Ihre Integration ist von zentraler Bedeutung für ihr Leben heute und ihren weiteren Lebensweg. Wichtige Indikatoren einer erfolgreichen Integration sind das Zugehörigkeitsgefühl zu ihren Schulen, ihre Teilnahme an schulischen und außerschulischen Aktivitäten sowie ihre sozialen Kontakte. Dieser Bericht beleuchtet diese Indikatoren auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), insbesondere der IAB-SOEP-Migrationsstichproben und der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Integration von Zwölf-, 14- und 17-Jährigen, die mit Familienangehörigen nach Deutschland gekommen sind, grundsätzlich auf einem guten Weg ist: Sie fühlen sich ihrer Schule zugehörig und besuchen vermehrt schulische Ganztags- sowie Hortangebote. Dadurch wird ihnen der ganztägige Kontakt mit Gleichaltrigen, die schon länger in Deutschland leben, ermöglicht. Die vergleichsweise geringe Beteiligung geflüchteter Kinder und Jugendlicher an Schul-AGs zeigt jedoch, dass das Potential noch nicht ausgeschöpft ist. Hier sollten Bemühungen verstärkt werden, um eine höhere Teilnahme zu erreichen. Auch bei außerschulischen Aktivitäten besteht weiteres Potential. So könnten etwa Sportvereine noch aktiver um eine Teilnahme geflüchteter Kinder und Jugendlicher werben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Integration der Geflüchteten macht große Fortschritte: Eine Bestandsaufnahme fünf Jahre nach dem starken Zuzug (2020)
Geis-Thöne, Wido;Zitatform
Geis-Thöne, Wido (2020): Die Integration der Geflüchteten macht große Fortschritte. Eine Bestandsaufnahme fünf Jahre nach dem starken Zuzug. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2020,42), Köln, 28 S.
Abstract
"Obschon die Phase des stärksten Zuzugs von Geflüchteten in der Geschichte der Bundesrepublik nunmehr fünf Jahre zurückliegt, kommen auch in den letzten Jahren noch mehr Asylsuchende nach Deutschland als zu Beginn der 2010er-Jahre. So stellten im Jahr 2019 rund 166.000 Personen Asylanträge, im Vergleich zu nur 49.000 im Jahr 2010. Viele der Asylverfahren der letzten Jahre sind derzeit noch nicht endgültig entschieden, was vorwiegend an einer großen Zahl an Klagen gegen die erstinstanzlichen Entscheidungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) liegt. Die Zahl der Personen mit noch nicht abschließend geklärtem Schutzstatus lag am 31.12.2019 bei 266.000, während nur 57.000 Verfahren vom BAMF noch nicht beschieden waren. Die meisten der in Deutschland gebliebenen Geflüchteten haben inzwischen allerdings einen Aufenthaltstitel erhalten. Lag die Zahl der Personen mit befristet gewährtem Schutzstatus aus Asylverfahren am 31.12.2014 noch bei 104.000, waren es am 31.12.2019 mit 976.000 fast zehnmal so viele. Nimmt man die regionale Verteilung der Schutzsuchenden am 31.12.2019 in den Blick, finden sich in den Ballungszentren in Nordwestdeutschland besonders hohe und in den neuen Bundesländern ohne Berlin und Bayern besonders niedrige Anteile. Allerdings unterscheidet sich das Bild je nach Herkunftsland sehr deutlich. Während viele Syrer im Ruhrgebiet und im Saarland leben, finden sich die Afghanen verstärkt in der Region um Hamburg und in Hessen und die Iraker in der Region um Hannover. Die Integration der Geflüchteten in Bildungssystem und Arbeitsmarkt ist in den letzten Jahren zügig vorangeschritten. So hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Auszubildenden aus den acht Asylherkunftsländern Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien im Zeitraum zwischen 31.12.2015 und 31.12.2019 von 6.800 auf 54.600 etwa verachtfacht und die Beschäftigungsquote von Personen aus diesen Ländern ist nach einem Einbruch in Folge des starken Zuzugs von Geflüchteten zwischen April 2016 und November 2019 von 10,6 Prozent auf 30,8 Prozent gestiegen. Allerdings hat sich die Lage hier mit der Corona-Pandemie in diesem Jahr wieder etwas verschlechtert. Auch wenn noch nicht abzusehen ist, wie lange ihre negativen Auswirkungen am Arbeitsmarkt noch andauern werden, ist davon auszugehen, dass die (Arbeitsmarkt-) Integration der Geflüchteten auf längere Sicht zur positiven Entwicklung der letzten Jahre zurückkehren wird. In den nächsten Jahren sollten sich die Beschäftigungsperspektiven nämlich an sich deutlich verbessern, da vor dem Hintergrund des demografischen Wandels viel mehr Personen aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden als nachrücken. So lebten in Deutschland im Jahr 2017 rund ein Viertel weniger 15- bis 24-Jährige als 55- bis 64-Jährige." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hohe Erwartungen der Geflüchteten an die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit haben sich teilweise realisiert (2020)
Zitatform
Graeber, Daniel & Felicitas Schikora (2020): Hohe Erwartungen der Geflüchteten an die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit haben sich teilweise realisiert. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 87, H. 34, S. 571-578.
Abstract
"Auf Grundlage der IAB-BAMF-SOEP-Befragung Geflüchteter in Deutschland vergleicht dieser Bericht die im Jahr 2016 geäußerten Erwartungen zu einer Erwerbstätigkeit in Deutschland mit der realisierten Beschäftigung im Jahr 2018. Die überwiegende Mehrheit der Geflüchteten hat im Jahr 2016 angenommen, mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Beschäftigung in den kommenden zwei Jahren zu finden. Bei 54 Prozent aller Geflüchteten haben sich die Erwartungen erfüllt. Etwa 35 Prozent der Geflüchteten hatten im Jahr 2016 jedoch hohe Erwartungen und konnten sich diese nicht erfüllen. Die Ergebnisse legen nahe, dass sowohl strukturelle Bedingungen als auch individuelle Merkmale, wie beispielsweise fehlende Kinderbetreuung oder die psychische Gesundheit Geflüchteter, die Aufnahme einer Beschäftigung erschwert haben. Maßnahmen, wie zusätzliche Beratungs- und Hintergrundgespräche über den deutschen Arbeitsmarkt, ein geeignetes Angebot für Kinderbetreuung und die Unterstützung von Geflüchteten mit schlechterer psychischer Gesundheit könnten dazu beitragen, dass sich die Beschäftigungserwartungen von Geflüchteten häufiger erfüllen. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die zugrundeliegenden Mechanismen besser zu verstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Self-selection of Asylum Seekers: Evidence From Germany (2020)
Guichard, Lucas;Zitatform
Guichard, Lucas (2020): Self-selection of Asylum Seekers: Evidence From Germany. In: Demography, Jg. 57, H. 3, S. 1089-1116., 2019-09-28. DOI:10.1007/s13524-020-00873-9
Abstract
"I examine the pattern of selection on education of asylum seekers recently arrived in Germany from five key source countries: Afghanistan, Albania, Iraq, Serbia, and Syria. The analysis relies on original individual-level data collected in Germany combined with surveys conducted at origin. The results reveal a positive pattern of selection on education for asylum seekers who were able to flee Iraq and Syria, and the selection is neutral for individuals seeking asylum from Afghanistan and negative for asylum seekers from Albania and Serbia. I provide an interpretation of these patterns based on differences in the expected length of stay at destination, the migration costs faced by asylum seekers to reach Germany, and the size of migration networks at destination." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Bringing Together Community Organizations and Social Science Research - The "Mentoring of Refugees" Project (2020)
Jacobsen, Jannes ; Löbel, Lea-Maria ; Legewie, Nicolas ; Krieger, Magdalena ; Kroh, Martin ; Jaschke, Philipp ;Zitatform
Jacobsen, Jannes, Philipp Jaschke, Magdalena Krieger, Martin Kroh, Nicolas Legewie & Lea-Maria Löbel (2020): Bringing Together Community Organizations and Social Science Research - The "Mentoring of Refugees" Project. In: Canadian Diversity = Diversité canadienne, Jg. 17, H. 2, S. 82-88., 2020-02-06.
Abstract
"The Project "Mentoring of Refugees" (MORE) implements a randomized controlled trial (RCT) into an existing survey on refugees in Germany. The treatment is the participation in a mentoring relationship with a local resident, which is organized by a non-profit organization. The project aims at analyzing whether mentoring programs between refugees and local residents impact refugees' integration trajectories. This paper explains the implementation of the RCT, addresses challenges during the implementation and field phase, and provides recommendations for future research projects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees linked to administrative data of the IAB (2020)
Zitatform
Keita, Sekou & Parvati Trübswetter (2020): IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees linked to administrative data of the IAB. (FDZ-Datenreport 15/2020 (en)), Nürnberg, 75 S. DOI:10.5164/IAB.FDZD.2015.en.v1
Abstract
"Dieser Datenreport beschreibt die verknüpften Daten der IAB-BAMF-SOEP Befragung von Geflüchteten mit administrativen Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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IAB-BAMF-SOEP Befragung von Geflüchteten verknüpft mit administrativen Daten des IAB (2020)
Zitatform
Keita, Sekou & Parvati Trübswetter (2020): IAB-BAMF-SOEP Befragung von Geflüchteten verknüpft mit administrativen Daten des IAB. (FDZ-Datenreport 15/2020 (de)), Nürnberg, 73 S. DOI:10.5164/IAB.FDZD.2015.de.v1
Abstract
"Dieser Datenreport beschreibt die verknüpften Daten der IAB-BAMF-SOEP Befragung von Ge-flüchteten mit administrativen Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Sprachkenntnisse und Arbeitsmarktpartizipation Geflüchteter in Deutschland (2020)
Knoll, Stefanie;Zitatform
Knoll, Stefanie (2020): Sprachkenntnisse und Arbeitsmarktpartizipation Geflüchteter in Deutschland. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 27, H. 2, S. 10-13.
Abstract
"Seit der sogenannten Flüchtlingskrise ist die Integration der Geflüchteten Teil der politischen und öffentlichen Debatte. Eine wichtige Frage lautet, wie ein schneller und nachhaltiger Eintritt in den Arbeitsmarkt gefördert werden kann. Ein wichtiger Integrationsfaktor sind Sprachkenntnisse. In diesem Beitrag zeige ich für Geflüchtete in Deutschland, dass die Wahrscheinlichkeit auf dem Arbeitsmarkt aktiv zu sein steigt, je besser ihre Deutschkenntnisse sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The role of length of asylum procedure and legal status in the labour market integration of refugees in Germany (2020)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Hanna Brenzel (2020): The role of length of asylum procedure and legal status in the labour market integration of refugees in Germany. In: Soziale Welt, Jg. 71, H. 1/2, S. 123-159., 2020-01-15. DOI:10.5771/0038-6073-2020-1-2-123
Abstract
"Die vorliegende Studie untersucht die Rolle der Asylverfahrensdauer und des rechtlichen Status im Integrationsprozess von kürzlich in Deutschland angekommenen Flüchtlingen. Insbesondere konzentrieren wir uns auf den Übergang in den ersten Deutschkurs und den Übergang in die erste Erwerbstätigkeit. Für unsere empirische Untersuchung stützen wir uns auf die neuesten Daten aus der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten und wenden Verweildauermodelle an. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Verfahrensdauer als auch der Rechtsstatus die Integrationsprozesse prägen. Erstens behindern langwierige Asylverfahren Investitionen in den Erwerb der deutschen Sprache und verzögern den Eintritt in den Arbeitsmarkt. Zweitens erhöht die Entscheidung über den Asylantrag (unabhängig vom Ergebnis) die Übergangsrate in die erste Erwerbstätigkeit und fördert den Einstieg in den ersten Sprachkurs. Vermutlich sind Rechtssicherheit und eine entsprechende Aufenthaltserlaubnis (auch mit kurzfristiger Perspektive) für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit oder Investition in den Spracherwerb im Gastland entscheidender. Über das Ergebnis und die Dauer des Asylverfahrens hinaus ist das Herkunftsland von Bedeutung: Flüchtlinge aus Ländern mit relativ hohen Aufenthaltsaussichten übergehen schneller in einen Sprachkurs, während Flüchtlinge mit schlechten Aufenthaltsaussichten schneller auf den Arbeitsmarkt drängen, eventuell um ihre Aussichten auf einen Aufenthalt in Deutschland zu verbessern. Die politischen Entscheidungsträger sollten dementsprechend effiziente Asylverfahren priorisieren, um rechtzeitige Rechtssicherheit zu schaffen und den Integrationsprozess der Flüchtlinge zu fördern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mehr als nur ein Job: Die qualitative Dimension der Integration in Arbeit von Geflüchteten in Deutschland (2020)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya (2020): Mehr als nur ein Job: Die qualitative Dimension der Integration in Arbeit von Geflüchteten in Deutschland. (WISO Diskurs 2020,09), Bonn, 28 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in Deutschland hatte zuletzt große Fortschritte gemacht. Doch wie steht es um die Qualität dieser Arbeitsverhältnisse? In dieser Studie analysiert die Autorin auf Basis der IAB-BAMF-SOEP-Befragung die aktuelle Situation für Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt im Hinblick auf die Arbeitsqualität bedingende Faktoren. Zusätzlich werden andere Datensätze, wie auch der DGB-Index Gute Arbeit in die Betrachtung einbezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Seeking asylum in Germany: do human and social capital determine the outcome of asylum procedures? (2020)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Herbert Brücker (2020): Seeking asylum in Germany: do human and social capital determine the outcome of asylum procedures? In: European Sociological Review, Jg. 36, H. 5, S. 663-683., 2020-03-09. DOI:10.1093/esr/jcaa013
Abstract
"Although the Refugee Convention and European asylum legislation state that decisions regarding asylum applications should be determined solely based on persecution and other human rights violations, the outcomes of asylum procedures may be subject to socioeconomic selectivity. This article is the first to analyse whether the human and social capital of asylum-seekers affect the results of decisions regarding their asylum applications and the length of asylum procedures based on a comprehensive longitudinal survey of 5,300 refugees in Germany. We find that socioeconomic and social capital resources increase the probability of approval of asylum applications and reduce the length of asylum procedures. Moreover, human capital is particularly rewarding for asylum-seekers from countries subject to severe political and civil rights violations, whereas social networks are more conducive when the case for protection is rather difficult to prove. Finally, asylum-seekers with a higher socioeconomic status before migration seem to be better positioned to efficiently instrumentalize social networks during the asylum process. Throughout the analysis, we control for variables that capture the violation of human rights and other forms of violence, changes in asylum policies and country-of-origin-specific fixed effects. The results are robust to different specifications and are representative for asylum-seekers arriving in Germany between 2013 and 2016. Altogether, similar to other claim-making processes, the asylum process seems to promote social inequality due to socioeconomic and social capital resources." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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What do we know about the employment of refugees in Germany? Answers to some frequently asked questions (Interview) (2020)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Herbert Brücker (interviewte Person) (2020): What do we know about the employment of refugees in Germany? Answers to some frequently asked questions (Interview). In: IAB-Forum H. 18.06.2020, o. Sz., 2020-06-17.
Abstract
"In 2015, the highest number of refugees arrived in Germany since the end of the Second World War. The overall number of refugees in Germany increased by 1.2 million people until the end of 2018. A recent analysis implies faster labour market integration of refugees who arrived in Germany between 2013 to 2016 than was the case for refugees from previous years. The results show that the employment rate increases with the duration of stay. These figures are an important indicator for the integration of refugees into the labour market and have therefore been widely discussed in Germany. In this interview, the authors Herbert Brücker and Yuliya Kosyakova answer key questions about the study, which was co-authored with Eric Schuß." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Mentorenprogramme fördern die Integration von Geflüchteten (2020)
Zitatform
Krieger, Magdalena, Philipp Jaschke, Martin Kroh, Nicolas Legewie & Lea-Maria Löbel (2020): Mentorenprogramme fördern die Integration von Geflüchteten. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 87, H. 49, S. 906-914. DOI:10.18723/diw_wb:2020-49-1
Abstract
"In den Jahren 2014 bis 2016 suchten über eine Millionen Menschen Zuflucht in Deutschland. Viele BürgerInnen engagierten sich in dieser Zeit auf unterschiedliche Weise, um Geflüchtete zu unterstützen. Insbesondere gewannen Mentorenprogramme an Bedeutung. Wie dieser Bericht zeigt, wirkt sich die Teilnahme an einem Mentorenprogramm positiv auf Geflüchtete aus: Sie verbessern ihre Sprachkenntnisse und sind sozial aktiver. Auch die MentorInnen erleben die Beziehung positiv und möchten sich in Zukunft weiterhin für Geflüchtete engagieren. Damit unterstreicht dieser Bericht die Bedeutung von Begegnungen zwischen Geflüchteten und Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft. In der Zukunft sollten solche Initiativen insbesondere für geflüchtete Frauen sowie für Geflüchtete im ländlichen Raum zugänglich gemacht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mehrheit der Geflüchteten hat höhere Bildung im Vergleich zur Herkunftsgesellschaft (2020)
Zitatform
Kristen, Cornelia, Christoph Spörlein, Regine Schmidt & Jörg Welker (2020): Mehrheit der Geflüchteten hat höhere Bildung im Vergleich zur Herkunftsgesellschaft. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 87, H. 34, S. 563-570. DOI:10.18723/diw_wb:2020-34-2
Abstract
"Die Bildungsabschlüsse von MigrantInnen werden typischerweise anhand der im Zielland geltenden Standards eingeordnet. Weniger Beachtung findet dagegen die Stellung, die diese Qualifikationen im jeweiligen Herkunftsland haben. In diesem Beitrag wird die mitgebrachte Bildung verschiedener Gruppen von Zugewanderten mit den Bildungsverteilungen des jeweiligen Herkunftslands und mit der Bildungsverteilung in Deutschland verglichen. Die Auswertungen zeigen, dass Geflüchtete im Vergleich zu den meisten anderen gegenwärtigen Migrantengruppen über eine im Schnitt geringere formale Bildung verfügen. Die Ergebnisse belegen außerdem, dass Geflüchtete mit einem für deutsche Verhältnisse niedrigen absoluten Bildungsniveau besser gebildet sein können als die Mehrheit in ihrer Herkunftsgesellschaft. Dies kann sich positiv auf den Integrationserfolg in Deutschland auswirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fieldwork Monitoring in Practice: Insights from 17 Large-scale Social Science Surveys in Germany (2020)
Meitinger, Katharina; Stadtmüller, Sven ; Schmiedeberg, Claudia ; Blohm, Michael; Scherpenzeel, Annette; Felderer, Barbara ; Schaurer, Ines; Silber, Henning ; Frodermann, Corinna ; Griese, Florian; Auriga, Roman; Blumenberg, Michaela; Koch, Achim; Christmann, Pablo ; Rammstedt, Beatrice ; Schnaudt, Christian; Müller-Kuller, André; Kottwitz, Anita ; Martin, Silke; Bergmann, Michael ; Liebau, Elisabeth ; Gummer, Tobias ; Krieger, Ulrich ; Schmidt, Tobias ; Krell, Kristina;Zitatform
Meitinger, Katharina, Sven Stadtmüller, Henning Silber, Roman Auriga, Michael Bergmann, Michael Blohm, Michaela Blumenberg, Pablo Christmann, Barbara Felderer, Corinna Frodermann, Florian Griese, Tobias Gummer, Achim Koch, Anita Kottwitz, Kristina Krell, Ulrich Krieger, Elisabeth Liebau, Silke Martin, André Müller-Kuller, Beatrice Rammstedt, Ines Schaurer, Annette Scherpenzeel, Claudia Schmiedeberg, Tobias Schmidt & Christian Schnaudt (2020): Fieldwork Monitoring in Practice: Insights from 17 Large-scale Social Science Surveys in Germany. In: Survey Methods: Insights from the Field H. 18.05.2020, S. 1-13., 2020-05-18. DOI:10.13094/SMIF-2020-00006
Abstract
"This study provides a synopsis of the current fieldwork monitoring practices of large-scale surveys in Germany. Based on the results of a standardized questionnaire, the study summarizes fieldwork monitoring indicators used and fieldwork measures carried out by 17 large-scale social sciences surveys in Germany. Our descriptive results reveal that a common set of fieldwork indicators and measures exist on which the studied surveys rely. However, it also uncovers the need for additional design-specific indicators. Finally, it underlines the importance of a close cooperation between survey representatives and fieldwork agencies to optimize processes in fieldwork monitoring in the German survey context. The article concludes with implications for fieldwork practice." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Psychische und körperliche Gesundheit von Geflüchteten im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen (2020)
Zitatform
Metzing, Maria, Diana Schacht & Antonia Scherz (2020): Psychische und körperliche Gesundheit von Geflüchteten im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 87, H. 5, S. 64-72. DOI:10.18723/diw_wb:2020-5-1
Abstract
Die individuelle gesundheitliche Situation ist eine wichtige Voraussetzung für Integration und Teilhabe an der Gesellschaft. In diesem Bericht wird untersucht, inwiefern in Deutschland Unterschiede in der gesundheitlichen Situation nach Migrationshintergrund bestehen. Konkret steht dabei die körperliche und psychische Gesundheit von Menschen mit Fluchterfahrung im Vordergrund und wird mit Personen mit und ohne Migrationshintergrund verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die körperliche Gesundheit von Geflüchteten, die seit 2013 in Deutschland angekommen sind, überdurchschnittlich ist, was teilweise mit der jüngeren Altersstruktur zusammenhängen kann. Außerdem ist die psychische Gesundheit der Geflüchteten, insbesondere bei Personen, die älter als 45 Jahre sind, schlechter als im Bevölkerungsdurchschnitt. Um eine gelingende Integration zu ermöglichen, sind weitere Anstrengungen zur psychischen Unterstützung von Geflüchteten notwendig. (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Einfluss postmigratorischer Stressoren auf die Prävalenz depressiver Symptome bei Geflüchteten in Deutschland. Analyse anhand der IAB-BAMF-SOEP-Befragung 2016 (2020)
Zitatform
Nutsch, Niklas & Kayvan Bozorgmehr (2020): Der Einfluss postmigratorischer Stressoren auf die Prävalenz depressiver Symptome bei Geflüchteten in Deutschland. Analyse anhand der IAB-BAMF-SOEP-Befragung 2016. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 63, H. 12, S. 1470-1482. DOI:10.1007/s00103-020-03238-0
Abstract
"Internationale Studien belegen eine hohe psychische Krankheitslast bei Geflüchteten. Postmigratorische Stressoren im Zufluchtsland können die psychische Gesundheit beeinträchtigen und zu Depressionen führen. Die Studie untersucht, ob postmigratorische Stressoren mit der Prävalenz depressiver Symptome bei erwachsenen Geflüchteten in Deutschland assoziiert sind. Sekundärdatenanalyse basierend auf für Deutschland repräsentativen Querschnittsdaten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten 2016 (N = 4465). Depressivität wurde mit dem Patient Health Questionnaire‑2 (PHQ-2) erfasst. Unadjustierte und adjustierte Odds Ratios (OR) und 95 %-Konfidenzintervalle (KI) wurden anhand binär logistischer Regressionsmodelle berechnet, um Zusammenhänge zwischen Depressivität und soziodemografischen, postmigratorischen und psychosozialen Faktoren zu untersuchen. Depressive Symptome weisen 19,4 % der befragten Geflüchteten auf. Fast alle einbezogenen Postmigrationsstressoren sind nach Adjustierung für soziodemografische und psychosoziale Faktoren statistisch signifikant mit Depressivität assoziiert. Erwerbslosigkeit (aOR = 1,48 [1,04–2,12]), Einsamkeit (aOR = 1,14 [1,10–1,18]) und ein abgelehnter oder noch nicht entschiedener Asylantrag (aOR = 1,34 [1,06–1,70]) erhöhen die Chance für depressive Symptome, während eine stattgefundene Anhörung (aOR = 0,71 [0,56–0,91]) und eine höhere Wohnzufriedenheit (aOR = 0,94 [0,91–0,98]) die Chance für Depressivität verringern. Postmigrationsstressoren bei Geflüchteten sind mit dem Vorkommen depressiver Symptome assoziiert. Die Berücksichtigung belastender und protektiver Faktoren der Postmigrationsphase in sozialpolitischen Maßnahmen kann die psychische Krankheitslast in Flüchtlingspopulationen reduzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Geflüchtete Kinder und Covid-19: Corona als Brennglas vorhandener Problematiken (2020)
Rude, Britta;Zitatform
Rude, Britta (2020): Geflüchtete Kinder und Covid-19: Corona als Brennglas vorhandener Problematiken. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 73, H. 12, S. 46-57.
Abstract
"Der vorliegende Artikel zeigt, dass diskriminierende Strukturen und die besondere Schutzbedürftigkeit der geflüchteten Kinder durch das Auftreten von Covid-19 verstärkt werden. Geflüchtete Kinder verfügen über weniger digitale Ausstattung, teilweise werden sie nicht von der Schulpflicht erfasst, sowohl ehrenamtliche als auch psychosoziale Angebote werden erschwert und die Integration durch „Social Distancing“ beeinträchtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Impacts of the COVID-19 Pandemic on Labor Market Surveys at the German Institute for Employment Research (2020)
Sakshaug, Joseph ; Fendel, Tanja ; Kosyakova, Yuliya ; König, Corinna ; Haas, Georg-Christoph ; Stephan, Gesine ; Coban, Mustafa ; Kreuter, Frauke ; Beste, Jonas ; Volkert, Marieke ; Schwanhäuser, Silvia ; Küfner, Benjamin ; Osiander, Christopher ; Zins, Stefan ; Vallizadeh, Ehsan ; Zabel, Cordula ; Müller, Bettina ; Westermeier, Christian ; Hülle, Sebastian ; Wenzig, Claudia;Zitatform
Sakshaug, Joseph, Jonas Beste, Mustafa Coban, Tanja Fendel, Georg-Christoph Haas, Sebastian Hülle, Yuliya Kosyakova, Corinna König, Frauke Kreuter, Benjamin Küfner, Bettina Müller, Christopher Osiander, Silvia Schwanhäuser, Gesine Stephan, Ehsan Vallizadeh, Marieke Volkert, Claudia Wenzig, Christian Westermeier, Cordula Zabel & Stefan Zins (2020): Impacts of the COVID-19 Pandemic on Labor Market Surveys at the German Institute for Employment Research. In: Survey research methods, Jg. 14, H. 2, S. 229-233., 2020-05-19. DOI:10.18148/srm/2020.v14i2.7743
Abstract
"The COVID-19 pandemic and associated government lockdown restrictions have fueled a high demand for survey data on how individuals and establishments are coping with the restrictions. However, the pandemic has also dramatically affected surveys themselves, forcing research institutes to adapt their fieldwork operations to the uncertain and evolving conditions. This paper documents the specific impacts of the pandemic on several ongoing surveys at the Institute for Employment Research in Germany, and describes how these impacts have been addressed. In addition, this paper summarizes efforts to rapidly develop new Covid-19 surveys to help meet the increasing demand for timely data about the effects of the Corona-Crisis on the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Sakshaug, Joseph ; Fendel, Tanja ; Kosyakova, Yuliya ; König, Corinna ; Haas, Georg-Christoph ; Stephan, Gesine ; Coban, Mustafa ; Beste, Jonas ; Volkert, Marieke ; Schwanhäuser, Silvia ; Osiander, Christopher ; Zins, Stefan ; Zabel, Cordula ; Hülle, Sebastian ; Wenzig, Claudia; -
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Soziale Integration Geflüchteter macht Fortschritte (2020)
Zitatform
Schmidt, Katja, Jannes Jacobsen & Magdalena Krieger (2020): Soziale Integration Geflüchteter macht Fortschritte. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 87, H. 34, S. 591-599.
Abstract
"Vor fünf Jahren suchten rund eine Million Menschen Zuflucht in Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel begegnete der Besorgnis in der Bevölkerung darüber mit ihrem bekannten Ausspruch „Wir schaffen das.“ Seitdem hat sich einiges getan. Wie dieser Bericht zeigt, nehmen die Sorgen der hier lebenden Bevölkerung mit Blick auf das Zusammenleben seit 2016 ab. Geflüchtete sorgen sich allerdings zunehmend über Fremdenfeindlichkeit. Gleichzeitig ist ihr Vertrauen in die Schlüsselinstitutionen des Staates hoch, jedoch im Bereich der öffentlichen Verwaltung vergleichsweise geringer. Stellschraube für den Aufbau von gegenseitigem Vertrauen könnte die Förderung persönlicher Kontakte zwischen Geflüchteten und Einheimischen sein. Es zeigt sich jedoch, dass bislang nur etwa die Hälfte der Geflüchteten regelmäßig Kontakt zu Deutschen hat. Gerade unter geflüchteten Frauen ist der Austausch mit Deutschen noch gering. Staatliche Initiativen zur Schaffung diverser sozialer Netzwerke könnten ein wichtiger Schritt zu einem weiteren Zusammenwachsen sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Übergänge Geflüchteter in Erwerbsarbeit: Akteure, soziale Prozesse und Perspektiven - Eine Einführung (2020)
Zitatform
Seidelsohn, Kristina, Thomas Verlage, Uwe Flick & Andreas Hirseland (2020): Übergänge Geflüchteter in Erwerbsarbeit. Akteure, soziale Prozesse und Perspektiven - Eine Einführung. In: Z'Flucht. Zeitschrift für Flucht- und Flüchtlingsforschung, Jg. 4, H. 2, S. 161-180., 2020-05-20. DOI:10.5771/2509-9485-2020-2-161
Abstract
"Über die erfolgreiche Vermittlung von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt und die Bedingungen gelingender, bedarfsdeckender und nachhaltiger Übergänge in Arbeit für diese Gruppe in Deutschland liegen bislang kaum Erkenntnisse vor. Doch welche Faktoren erleichtern oder behindern die Übergänge in Erwerbsarbeit entscheidend? Als besondere Herausforderungen in diesem Kontext stellt dieser einführende Beitrag zum Themenheft die ausgeprägte Heterogenität der Gruppe der Schutzsuchenden, die Vielzahl an arbeitsmarktrelevanten Akteuren und Perspektiven sowie Fragen von gelungener Sozialintegration heraus, welche neben der betrieblichen Integration auch die gesellschaftliche Teilhabe vor Ort umfasst. Des Weiteren werden die Ziele des Themenheftes erläutert und die interdisziplinären wissenschaftlichen Artikel, Praxisberichte und Rezensionen vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Selectivity profiles of recently arrived refugees and labour migrants in Germany (2020)
Zitatform
Spörlein, Christoph, Cornelia Kristen, Regine Schmidt & Jörg Welker (2020): Selectivity profiles of recently arrived refugees and labour migrants in Germany. In: Soziale Welt, Jg. 71, H. 1/2, S. 54-89. DOI:10.5771/0038-6073-2020-1-2-54
Abstract
"Migranten unterscheiden sich in bestimmten Merkmalen von Personen, die im Herkunftsland verbleiben. Der vorliegende Beitrag widmet sich der Beschreibung dieser Selektivitätsprofile. Das Augenmerk richtet sich auf die Charakteristiken Bildung, Alter und Geschlecht. Einerseits wird untersucht, welche Unterschiede zwischen Geflüchteten und Arbeitsmigranten zu beobachten sind; andererseits werden syrische Geflüchtete, welche den weiten Weg nach Europa auf sich genommen haben, mit syrischen Geflüchteten verglichen, die in die benachbarten Länder Libanon oder Jordanien gewandert sind. Die Analysen stützen sich auf zwei Datensätze zu Neuzuwanderern in Deutschland, die IAB-BAMF-SOEP Befragung von Geflüchteten und den Mikrozensus, sowie auf den Arab Barometer, der Informationen zu Syrern in Jordanien und dem Libanon beinhaltet. Außerdem wird eine Vielzahl von Datenquellen aus den jeweiligen Herkunftsländern genutzt. Während unter Geflüchteten in Deutschland vor allem Männer vertreten sind, erweist sich die Geschlechterverteilung unter Arbeitsmigranten als ausgeglichener. Darüber hinaus sind Arbeitsmigranten, verglichen mit der Bevölkerung im jeweiligen Herkunftsland, jünger als Geflüchtete. Gleichzeitig zeigt sich für Arbeitsmigranten und Geflüchtete gleichermaßen, dass sie zu den jüngeren Segmenten ihrer jeweiligen Herkunftsgesellschaft gehören. Hinsichtlich der Bildungsselektivität lässt sich festhalten, dass Geflüchtete im Vergleich zur deutschen Bevölkerung zwar zumeist schlechter gebildet sind, dass sie jedoch im Vergleich zur Herkunftsbevölkerung einen höheren Bildungsstand aufweisen. Die Bildungsprofile von Arbeitsmigranten erweisen sich dagegen als heterogen. Syrische Geflüchtete, die sich in Deutschland niedergelassen haben, sind jünger, häufiger männlich und vergleichsweise besser gebildet als Syrer, die nach Jordanien oder in den Libanon gewandert sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Psychological distress among refugees in Germany: a cross-sectional analysis of individual and contextual risk factors and potential consequences for integration using a nationally representative survey (2020)
Walther, Lena ; von Scheve, Christian ; Bajbouj, Malek ; Ta, Thi Minh Tam ; Schupp, Jürgen ; Tibubos, Ana Nanette; Hahn, Eric ; Kröger, Hannes ;Zitatform
Walther, Lena, Hannes Kröger, Ana Nanette Tibubos, Thi Minh Tam Ta, Christian von Scheve, Jürgen Schupp, Eric Hahn & Malek Bajbouj (2020): Psychological distress among refugees in Germany: a cross-sectional analysis of individual and contextual risk factors and potential consequences for integration using a nationally representative survey. In: BMJ open, Jg. 10. DOI:10.1136/bmjopen-2019-033658
Abstract
"Objectives: Responding to the mental health needs of refugees remains a pressing challenge worldwide. We estimated the prevalence of psychological distress in a large refugee population in Germany and assessed its association with host country factors amenable to policy intervention and integration indicators. Design: A cross-sectional and population-based secondary analysis of the 2017 wave of the IAB-BAMF-SOEP refugee survey. Setting: Germany. Participants: 2639 adult refugees who arrived in Germany between 2013 and 2016. Main outcome measures: Psychological distress involving symptoms of depression, anxiety and post-traumatic stress disorder was measured using the Refugee Health Screener-13. Results: Almost half of the population surveyed (41.2% (95% CI: 37.9% to 44.6%)) was affected by mild, moderate or severe levels of psychological distress. 10.9% (8.4% to 13.5%) of the population screened positive for severe distress indicative of an urgent need for care. Prevalence of distress was particularly high for females (53.0% (47.2% to 58.8%)), older refugees (aged ≥55, 70.4% (58.5% to 82.2%)) and Afghans (61.5% (53.5% to 69.5%)). Individuals under threat of deportation were at a greater risk of distress than protection status holder (risk ratio: 1.55 (95% CI: 1.14 to 2.10)), single males at a greater risk than males with nuclear families living in Germany (1.34 (1.04 to 1.74)) and those in refugee housing facilities at a greater risk than those in private housing (1.21 (1.02 to 1.43)). Distressed males had a lower likelihood of employment (0.67 (0.52 to 0.86)) and reduced participation in integration courses (0.90 (0.81 to 0.99)). A trend of reduced participation in educational programs was observed in affected females (0.42 (0.17 to 1.01)). Conclusion: The finding that a substantial minority of refugees in Germany exhibits symptoms of distress calls for an expansion of mental health services for this population. Service providers and policy-makers should consider the increased prevalence among female, older and Afghan refugees, as well as among single males, residents in housing facilities and those under threat of deportation. The associations between mental health and integration processes such as labor market, educational program and integration course participation also warrant consideration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The relation between refugees’ arrival in 2015-2016 and skills recognition at the European level and in Germany (2020)
Zitatform
Windisch, Hendrickje Catriona (2020): The relation between refugees’ arrival in 2015-2016 and skills recognition at the European level and in Germany. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 39, S. 1-17.
Abstract
"The influx of asylum seekers into the European Union in 2015-2016 has turned the recognition of non-formal and informal learning (NFIL) into an integration priority. As refugees should be able to build on their existing skills and knowledge, such skills recognition is thought to facilitate their labor market integration. Therefore, for Germany and many other host countries, improving the accessibility and suitability of such mechanisms to refugees has become an integration challenge. This article explores why many European countries including Germany have been slow to address the issue systematically. It sheds light on the historical emergence of skills recognition at the EU level and the current implementation of skills recognition across European countries before zooming in on the situation of validation in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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