Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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Literaturhinweis
Ad-hoc-Umfrage zur Arbeitsmarktlage in der Industrie (2000)
Zitatform
(2000): Ad-hoc-Umfrage zur Arbeitsmarktlage in der Industrie. In: Europäische Wirtschaft. Beihefte B H. 1, S. 1-16.
Abstract
Die Umfrage wurde 1999 fünf Jahre nach der letzten Erhebung durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse:
"- Hauptmerkmale der Beschäftigungsstruktur in der Industrie sind - noch etwas deutlicher als im Dienstleistungssektor - die vorherrschende Vollzeitbeschäftigung, der hohe Prozentsatz qualifizierter Arbeitskräfte und der hohe Anteil unbefristeter Arbeitsverhältnisse.
- Die befragten Unternehmen in der Industrie halten ihre derzeitige Beschäftigungslage für recht zufriedenstellend, wobei zwischen dem Aggregat EU-15 und der Euro-Zone kein wesentlicher Unterschied besteht. Im Gegensatz zum Dienstleistungssektor sind die Antworten zur gewünschten Beschäftigungsveränderung per Saldo nur in Irland und den Niederlanden positiv, was darauf schließen läßt, daß in diesen beiden Mitgliedstaaten Spielraum für die Schaffung von Arbeitsplätzen besteht.
- Die Arbeitsnachfrage der Industrieunternehmen wird sich auf qualifizierte Vollzeitkräfte konzentrieren.
- Rechtliche Verfahren, Rechtsvorschriften zur Begrenzung der Arbeitszeit und Beschränkungen für die Einstellung von Mitarbeitern mit Zeitverträgen werden von der Industrieunternehmen als Haupthindernisse für einen flexibleren Einsatz ihrer Arbeitskräfte genannt.
- Den Umfrageergebnissen zufolge haben sich Betriebszeiten und Arbeitszeiten in den letzten zehn Jahren weiter voneinander abgekoppelt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
New paths in working time policy (1999)
Boulin, Jean-Yves; Hoffmann, Reiner; Liceras, Dolores; Nätti, Jouko ; Burg, Jeke van den; Passchier, Catelene; Fagan, Colette ; Reissert, Bernd; Hutsebaut, Martin; Schmid, Herman; Delsen, Lei ; Schuller, Tom; Boulin, Jean-Yves; Hoffmann, Reiner;Zitatform
Boulin, Jean-Yves & Reiner Hoffmann (Hrsg.) (1999): New paths in working time policy. Brüssel: ETUI, 211 S.
Abstract
In den Beiträgen des Bandes wird nach neuen Wegen in der Arbeitszeitpolitik gesucht. Es werden Konzepte der Lebensarbeitszeit beschrieben, die Teilzeitarbeit in Europa verglichen, Arbeitszeitverkürzungs- und Berufsaustrittsmodelle vorgestellt und Programme für einen flexiblen Ruhestand behandelt. (IAB)
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Literaturhinweis
Female labour supply, flexibility of working hours, and job mobility in the Netherlands (1999)
Zitatform
Euwals, Rob (1999): Female labour supply, flexibility of working hours, and job mobility in the Netherlands. (IZA discussion paper 83), Bonn, 21 S.
Abstract
"In the empirical literature on labour supply, several static models are developed to incorporate constraints on working hours. These models do not address to what extent working hours are constrained within jobs, and to what extent working hours can be adjusted by means of changing employer. The aim of this paper is to measure the flexibility of working hours within and between jobs by utilizing subjective information on individual preferences to adjustments in working hours. The potential endogeneity of both the subjective information and job mobility will be taken into account. Furthermore, the author argues that the Netherlands is an interesting country for the study of working hour flexibility, as part-time employment is fairly common. Empirical analysis based on a sample of employed women in the Dutch Socio-Economic Panel (1987-1989) shows, however, that the flexibility of working hours within jobs is low. Job mobility is a means of adjustment in working hours mainly for women who want to work more hours." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
New working time systems, work organisation and re-distribution of work: final report for the European Commission in the SOE1-CT97 (DG XII) and SOC 96 102557 (DG V) projects (October 1998). Aus der Arbeitszeitforschung des IAT (1999)
Lehndorff, Steffen;Zitatform
(1999): New working time systems, work organisation and re-distribution of work. Final report for the European Commission in the SOE1-CT97 (DG XII) and SOC 96 102557 (DG V) projects (October 1998). Aus der Arbeitszeitforschung des IAT. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 1999-03), Gelsenkirchen, 115 S.
Abstract
"In dem Forschungsbericht, der sich auf über 50 Betriebsfallstudien aus neun Ländern stützt, werden neue Formen der betrieblichen Arbeitszeitorganisation untersucht, die vom herkömmlichen Standard-Arbeitstag deutlich abweichen. Im Zentrum des Berichts steht die Frage, ob und wie die Unternehmensinteressen an längeren und flexibleren Betriebs- und Arbeitszeiten mit den Interessen der Beschäftigten an größerer individueller Arbeitszeitkontrolle sowie mit dem gesellschaftlichen Interesse an der Sicherung, Stabilisierung und Förderung von Beschäftigung verbunden werden können. Zunächst wird anhand zahlreicher Beispiele eine Typologie neuer Arbeitszeitsysteme vorgestellt. Anschließend werden die Zusammenhänge zwischen Arbeitszeit und Arbeitsorganisation analysiert. Neotayloristische Herangehensweisen werden von Versuchen unterschieden, die strategischen Potentiale neuer Arbeitszeitsysteme zu nutzen. Die Befunde deuten darauf hin, daß der soziale Inhalt der gegenwärtigen Arbeitszeitveränderungen noch offen ist. Dies betrifft sowohl die Auswirkungen auf die Stellung der Beschäftigten im Arbeitsprozeß als auch die Beschäftigungseffekte neuer Arbeitszeitsysteme. Anhand einzelner Beispiele werden Möglichkeiten gezeigt, durch 'verhandelte Flexibilität' zu längerfristig tragfähigen neuen Arbeitszeitarrangements zu gelangen. Eine große Bedeutung kann auch staatlichen Initiativen zukommen, die die Verkürzung der Arbeitszeiten erleichtern und damit zugleich eine starke Dynamik der betrieblichen Arbeitszeitmodernisierung auslösen können. Im Anschluß an den zusammenfassenden Forschungsbericht werden Kurzfassungen einzelner Betriebsfallstudien vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
TeilZEIT: Lebensqualität trotz Beschäftigungskrise (1999)
Pfeuffer, Andreas; Ganßmann, Heiner; Geissler, Birgit; Steffen, Johannes ; Heisig, Ulrich; Bauer, Frank; Holland, Jürgen; Ebener, Jost; Jacoby-Ebener, Irmgard; Fulton, Lionel; Kongshoj Madsen, Per; Pfau-Effinger, Birgit ; Möhlmann, Dieter; Endl, Hans-L.; Nadai, Eva ; Christiansen, Jens; Paridon, Kees van; Volz, Joachim; Peinelt-Jordan, Klaus;Abstract
Die Beiträge des Bandes behandeln die beschäftigungspolitischen Aspekte neuer Arbeitszeitmodelle, die mit vermehrter Teilzeitarbeit einhergehenden kulturellen, betrieblichen, individuellen und geschlechtsspezifischen Fragen und blicken auf die Arbeitszeitpolitik der Nachbarländer. Die Titel lauten:
1. Heisig: Ende des Normalarbeitsverhältnisses? Neue Formen der Arbeits(zeit)gestaltung
2. Ganßmann: Mehr Beschäftiung in Deutschland. Ein dritter Weg zwischen Markt und Staat?
3. Möhlmann: Arbeitszeitverkürzungen in "Flexiblen Arbeitszeitmodellen"
4. Steffen: Altersteilzeit. Zwischenbilanz der Möglichkeiten und Hindernisse
5. Geissler/Pfau-Effinger: Wandel der Erwerbsbiographie und der Lebensplanung junger Frauen
6. Bauer: Teilzeit ist nicht gleich Teilzeit. Besonderheiten der Teilzeitbeschäftigung von Männern
7. Peinelt-Jordan: Personalpolitik für aktive Väter
8. Holland: Optionale Arbeitszeit für alle. Die Förderung qualifizierter Teilzeitarbeit als Aufgaben der Tarif- und Betriebspolitik
9. Jacoby-Ebener/Ebener: Teilzeitarbeit im Erziehungsurlaub. Gesetzliche Verbesserungen und Klarstellungen erforderlich!
10. Christiansen: Vollbeschäftigung durch Deregulierung? Das US-amerikanische Modell
11. Volz: Entschärfung der Arbeitsmarktkrise durch beschäftigungspolitische Doppelstrategie? Wirtschaftspolitik in Frankreich mit neuen Akzenten
12. Pfeuffer: Staatliche Intervention und soziale Bewegung. Der französische Weg
13. Madsen: Arbeitszeitpolitik und Vereinbarungen über bezahlte Freistellung. Die dänischen Erfahrungen in den 90er Jahren
14. Nadai: Weniger ist mehr. Die Schweiz: Die doppelte 25-Stunden-Woche als Modell zur Umverteilung von Arbeit
15. Fulton: Der britische Arbeitsmarkt und die Politik von New Labour
16. van Paridon: Modell Holland? Der niederländische Arbeitsmarkt seit 1980. (IAB2)Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; -
Literaturhinweis
Der niederländische Weg: durch Konsens zum Erfolg (1998)
Stille, Frank;Zitatform
Stille, Frank (1998): Der niederländische Weg. Durch Konsens zum Erfolg. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 2, S. 294-311.
Abstract
"In den 80er Jahren haben sich die Niederlande in einer tiefgreifenderen Krise als ihre europäischen Nachbarn befunden. Die Neuorientierung der Politik - im wesentlichen Lohnzurückhaltung und Arbeitszeitverkürzung, gepaart mit einer Ankopplung des Gulden an die D-Mark - ist in ihren Grundzügen seither beibehalten, sukzessive aber um Reformschritte des Beschäftigungs- und Sozialsystems ergänzt worden. Mittlerweile sind marktliche Steuerung, Privatisierung, Dezentralisierung und Verzahnung der verschiedenen Systeme und der öffentlichen Verwaltungen sowie das Politikziel einer Verringerung der Inaktivitätsrate und damit der Eindämmung entsprechender Unterstützungsleistungen in den Vordergrund gerückt. Dieser Prozeß einer ständigen und pragmatischen Modernisierung des Beschäftigungs- und Sozialsystems ist nicht zuletzt durch Konsultation und durch von allen Beteiligten letztlich in bemerkenswerter Kontinuität getragene Entscheidungen ermöglicht worden. Zur Erläuterung werden einige institutionelle Besonderheiten des Beschäftigungssystems (Lohnfindungsprozeß, gesetzlicher Mindestlohn, Kündigungsschutz, flexible Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitsmarktpolitik) und des Sozialsystems (Leistungen bei Arbeitslosigkeit, Pensionierung, Invalidität, Krankheit und Bedürftigkeit) dargestellt. Insgesamt ist es den Niederlanden gelungen, die Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigungsbilanz zu verbessern sowie das Beschäftigungs- und Sozialsystem zu modernisieren, ohne das Prinzip einer solidarischen Grundabsicherung der großen sozialen Risiken aufzugeben. In Abschnitt 4 werden einige Faktoren einer ökonomischen Erklärung des niederländischen Beschäftigungserfolges diskutiert; dazu gehören die Löhne einschließlich der Lohnnebenkosten, die Arbeitsproduktivität unter Berücksichtigung der Arbeitszeitverkürzung und das gesamtwirtschaftliche Wachstum. Im abschließenden Abschnitt werden einige Überlegungen dazu angestellt, welche Anregungen die Niederlande mit ihrem Bündel von makro-ökonomischen und strukturellen Reformschritten über einen Zeitraum von 1 1/2 Jahrzehnten liefern und welche davon für die Bundesrepublik von besonderem Interesse sein könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebliche Erfahrungen mit atypischen Arbeitsformen: Ergebnisse einer Repräsentativerhebung in acht europäischen Ländern (1993)
Bielenski, Harald;Zitatform
Bielenski, Harald (1993): Betriebliche Erfahrungen mit atypischen Arbeitsformen. Ergebnisse einer Repräsentativerhebung in acht europäischen Ländern. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 26, H. 3, S. 375-385.
Abstract
Um empirisch fundierte Aussagen zu den Entwicklungspotentialen von vier ausgewählten atypischen Arbeitsformen machen zu können, wurde 1989/90 eine international angelegte Repräsentativbefragung durchgeführt. Befragt wurden Manager und - soweit vorhanden - Arbeitnehmervertreter in 3520 privatwirtschaftlichen Betrieben aus acht europäischen Ländern. Ziel der Untersuchung war es herauszufinden, in welchem Ausmaß atypische Arbeitsformen in den Betrieben angewendet werden und wie Manager und Arbeitnehmervertreter aufgrund ihrer Erfahrungen Teilzeitarbeit, befristete Arbeitsverträge, Samstags- und Abendarbeit bewerten. Der internationale Vergleich zeigt, daß die Verbreitung und Bewertung insbesondere von befristeten Arbeitsverträgen und Teilzeitarbeit stark von den jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen abhängt. Dies bedeutet, daß es in relativ breitem Umfang möglich ist, durch politische Maßnahmen - insbesondere durch eine entsprechende Ausgestaltung des Arbeits- und Sozialrechts - die Attraktivität und damit auch die Verbreitung dieser atypischen Arbeitsformen zu fördern oder zu bremsen. Entwicklungschancen werden vor allem bei der Teilzeitarbeit gesehen. Sowohl seitens der Arbeitgeber als auch seitens der Arbeitnehmer besteht ein großes und bei weitem noch nicht ausgeschöpftes Interesse an dieser Arbeitsform. Für beide Seiten kann Teilzeitarbeit große Vorteile mit sich bringen. Die gegenwärtige Praxis ist allerdings durch die Tatsache geprägt, daß zumindest teilweise Arbeitgeberinteressen auf Kosten der Arbeitnehmer durchgesetzt werden. Bei befristeten Arbeitsverträgen sowie bei Samstags- und Abendarbeit decken sich dagegen die Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern nur in Ausnahmefällen. Einer stärkeren Verbreitung dieser atypischen Arbeitsformen dürften daher auf Dauer relativ enge Grenzen gesetzt sein. (IAB)
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