Tarifbindung in Deutschland
Tarifverträge bilden den Rahmen für die Arbeitsbedingungen und Lohnniveaus in Deutschland. Die Anwendung eines kollektivvertraglichen Verbands- oder Flächentarifs bringt sowohl dem Unternehmen als auch den Beschäftigten Vorteile. Dennoch wurde in den vergangenen Jahren die mangelnde Flexibilität von Tarifverträgen und ihre geringe Orientierung an betrieblichen Anforderungen von Unternehmen kritisiert.
Die Infoplattform bietet Literatur, insbesondere zu den Auswirkungen der Tarifbindung auf Löhne, Produktivität und Beschäftigung, Informationen zu Forschungsprojekten sowie Links zur Empirie der Tarifgebundenheit bundesdeutscher Unternehmen.
Die regionalen Ergebnisse des IAB-Betriebspanels zum Thema Tarifbindung finden Sie auf der Infoplattform IAB-Betriebspanel im Kapitel "Betriebliche Lohnpolitik und industrielle Beziehungen"
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Literaturhinweis
Die Tariftreue der Betriebe in Rheinland-Pfalz: Erkenntnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2020 (2021)
Scheile, York W.; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Scheile, York W. & Emanuel Bennewitz (2021): Die Tariftreue der Betriebe in Rheinland-Pfalz. Erkenntnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2020. (Steckbriefe des IAB-Betriebspanels 03/2021), Mainz, 6 S.
Abstract
"Dieser Steckbrief gibt einen Überblick über die Tarifbindung der rheinland-pfälzischen Betriebe. Im ersten Abschnitt wird der Umfang der betrieblichen Tarifbindung und die Beschäftigungsreichweite dieser Tarifbindung aufgezeigt. In einem Teil der Betriebe gilt zwar kein Tarifvertrag, allerdings werden bestehende Branchentarifverträge als Orientierungsgrundlage genutzt. Inwiefern sich diese Betriebe unter anderem in Bezug auf die Löhne und Gehälter oder auf die Wochenarbeitszeit an Tarifverträgen orientieren, ist Gegenstand des zweiten Abschnitts. Die Datengrundlage dieses Steckbriefes bilden die Ergebnisse der im Jahr 2020 durchgeführten Befragungen zum IAB-Betriebspanel." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifverträge und Tarifflucht in Mecklenburg-Vorpommern (2021)
Schröder, Doris; Lübker, Malte; Schulten, Thorsten;Zitatform
Schröder, Doris, Malte Lübker & Thorsten Schulten (2021): Tarifverträge und Tarifflucht in Mecklenburg-Vorpommern. (WSI Study 25), Düsseldorf, 78 S.
Abstract
"In Mecklenburg-Vorpommern ist die Tarifbindung seit der Jahrtausendwende dramatisch gesunken: Derzeit gilt nur noch für 44 % der Beschäftigten im Land ein Tarifvertrag. Dies hat für die Beschäftigten spürbare Auswirkungen – insbesondere bei den Löhnen, die bei tariflosen Arbeitgebern rund 14 % unter dem Niveau von vergleichbaren Betrieben mit Tarifvertrag liegen. Seit einigen Jahren deutet sich in Mecklenburg-Vorpommern zumindest eine Stabilisierung der Tarifbindung an. Getragen wird diese von Organisationserfolgen der Gewerkschaften und der Landespolitik, die in den letzten Jahren die Bedeutung von Tarifverträgen erkannt hat und z. B. bei der Wirtschaftsförderung tariftreue Unternehmen begünstigt. Für bessere Arbeitsbedingungen ist jedoch eine weitere Stärkung des Tarifvertragssystems unabdingbar. Dazu bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung von Gewerkschaften, Arbeitgebern und der Politik, für die diese Studie praktische Handlungsoptionen aufzeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifverträge und Tarifflucht in Thüringen (2021)
Schulten, Thorsten; Bispinck, Reinhard; Lübker, Malte;Zitatform
Schulten, Thorsten, Reinhard Bispinck & Malte Lübker (2021): Tarifverträge und Tarifflucht in Thüringen. (WSI study 26), Düsseldorf, 98 S.
Abstract
"In Thüringen werden nur noch 44 Prozent der Beschäftigten durch einen Tarifvertrag geschützt. Die Tarifbindung ist damit eine der niedrigsten in ganz Deutschland. Für das Lohnniveau im Freistaat hat dies weitreichende Konsequenzen. So verdienen Beschäftigte in nicht-tarifgebundenen Betrieben im Schnitt 23 Prozent weniger als in Betrieben mit Tarifvertrag. Auch bei einer um Größen- und Branchenstrukturen bereinigten Sichtweise bleibt immer noch ein Tarif-Gap von mehr als 11 Prozent. Mit einer Niedriglohnstrategie lässt sich für Thüringen keine zukunftsgerechte Wirtschaftspolitik formulieren. Für bessere Arbeitsbedingungen ist jedoch eine weitere Stärkung des Tarifvertragssystems unabdingbar. Dazu müssen alle relevanten Akteure – Gewerkschaften, Arbeitgeber und Politik – ihren Beitrag leisten. Dafür zeigt diese Studie praktische Handlungsoptionen auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The German industrial relations system under pressure: Structure, trends and outcomes (2021)
Zitatform
Walwei, Ulrich, Lutz Bellmann & Christoph Bellmann (2021): The German industrial relations system under pressure: Structure, trends and outcomes. In: D. Vaughan-Whitehead, Y. Ghellab & R. M. d. B. Llorente (Hrsg.) (2021): ¬The¬ New World of Work, S. 216-254. DOI:10.4337/9781800888050.00012
Abstract
"This chapter is organized as follows. Section 2 provides an overview of the development of the major components of the German industrial relations system. Section 3 presents the driving forces behind the specific patterns in both productivity and employment development in Germany’s very successful reaction to the Great Recession in 2008–09. Section 4 is devoted to changes in forms of employment and the particular role of the government, as well as social partners. In Section 5, the challenges of the structural change caused by digitalization are discussed, in particular recent initiatives by collective agreements as well as firm-level policies. Section 6 includes two case studies referring to digitalization focusing on training, as well as the issue of working from home." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 7. Juni 2021 um 14:30 Uhr zum a) Antrag der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE: Tarifbindung schützen – Tarifflucht erschweren (BT-Drucksache 19/28775) b) Antrag der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE: Tarifbindung stärken – Allgemeinverbindlicherklärung erleichtern (BT-Drucksache 19/28772) c) Antrag der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Tarifvertragssystem fördern – Tarifbindung stärken (BT-Drucksache 19/27444): Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen (2021)
Zitatform
(2021): Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 7. Juni 2021 um 14:30 Uhr zum a) Antrag der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE: Tarifbindung schützen – Tarifflucht erschweren (BT-Drucksache 19/28775) b) Antrag der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE: Tarifbindung stärken – Allgemeinverbindlicherklärung erleichtern (BT-Drucksache 19/28772) c) Antrag der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Tarifvertragssystem fördern – Tarifbindung stärken (BT-Drucksache 19/27444). Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen. (Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales. Ausschussdrucksache 19(11)1180 v. 04.06.2021), 87 S.
Abstract
Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 7. Juni 2021 zum Thema Tarifbindung. Liste der Sachverständigen: Verbände: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände; Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V.; Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit; Deutscher Gewerkschaftsbund; Gesamtmetall | Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V. Einzelsachverständige: Frank Werneke, Berlin: Prof. Dr. Wolfgang Däubler, Dußlingen; Prof. Dr. Gregor Thüsing, Bonn; Kurt Schreck, Erlenbach; Prof. Franz Josef Düwell, Weimar
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Literaturhinweis
Trade and unions: Does size matter? (2020)
Zitatform
Capuano, Stella, Andreas Hauptmann & Hans-Jörg Schmerer (2020): Trade and unions: Does size matter? In: Economic Modelling, Jg. 84, H. January, S. 66-75., 2019-03-13. DOI:10.1016/j.econmod.2019.03.008
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Literaturhinweis
Organised Labour, Labour Market Imperfections, and Employer Wage Premia (2020)
Zitatform
Dobbelaere, Sabien, Boris Hirsch, Steffen Müller & Georg Neuschäffer (2020): Organised Labour, Labour Market Imperfections, and Employer Wage Premia. (IZA discussion paper 13909), 64 S.
Abstract
"This paper examines how collective bargaining through unions and workplace codetermination through works councils shape labour market imperfections and how labour market imperfections matter for employer wage premia. Based on representative German plant data for the years 1999-2016, we document that labour market imperfections are the norm rather than the exception. Wage mark-downs, that is wages below the marginal revenue product of labour rooted in employers' monopsony power, are the most prevalent outcome. We further find that both types of organised labour are accompanied by a smaller prevalence and intensity of wage mark-downs whereas the opposite holds for wage mark-ups, that is wages above the marginal revenue product of labour rooted in workers' monopoly power. Finally, we document a close link between our production-based labour market imperfection measures and employer wage premia. The prevalence and intensity of wage mark-downs are associated with a smaller level and larger dispersion of premia whereas wage mark-ups are only accompanied by a higher premium level." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung : Aktuelle Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2019 (2020)
Ellguth, Peter; Kohaut, Susanne;Zitatform
Ellguth, Peter & Susanne Kohaut (2020): Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung : Aktuelle Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2019. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 73, H. 4, S. 278-285., 2020-02-03. DOI:10.5771/0342-300X-2020-4-278
Abstract
"In diesem Beitrag werden aktuelle Ergebnisse zur Tarifbindung und der betrieblichen Interessenvertretung präsentiert. Er knüpft damit an die alljährlich in den WSI-Mitteilungen publizierte Berichterstattung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur Reichweite von Tarifbindung und Mitbestimmung an. Die Befunde basieren auf Daten des IAB-Betriebspanels, das als einzige repräsentative Datenquelle entsprechende Auskünfte in einer langen Zeitreihe für die Gesamtwirtschaft liefert." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kohaut, Susanne; -
Literaturhinweis
Orientierung an einem Branchentarifvertrag und die Rolle des Betriebsrats bei der Entlohnung (2020)
Ellguth, Peter; Kohaut, Susanne;Zitatform
Ellguth, Peter & Susanne Kohaut (2020): Orientierung an einem Branchentarifvertrag und die Rolle des Betriebsrats bei der Entlohnung. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 27, H. 4, S. 371-388., 2020-10-01.
Abstract
"Seit den 1990er Jahren ist die Reichweite von Branchentarifverträgen in Deutschland rückläufig. Im gleichen Zeitraum wächst die Zahl der Betriebe, die sich an einem Branchentarifvertrag orientieren. In der Diskussion über die Erosion des deutschen Tarifsystems werden die formale Tarifbindung und die Orientierung an einem Tarifvertrag häufig als gleichwertig angesehen und die Anteile dieser Betriebe einfach addiert. Offen ist aber, was die Orientierung an einem Branchentarifvertrag für die betrieblichen Arbeitsbedingungen bedeutet. Wie eine ganze Reihe von Studien belegt, beeinflusst die Existenz eines Betriebsrats das betriebliche Lohnniveau und zwar abhängig davon, ob der Betrieb tarifgebunden ist oder nicht. Wir erweitern den Blick auf Betriebe, die sich an einem Branchentarif orientieren. Für unsere OLS-Lohnschätzungen (ordinary least squares) verwenden wir einen Datensatz, der Betriebs- und Individualinformationen auf Personenebene verknüpft (LIAB). Die verschiedenen institutionellen Settings in ihrer Kombination mit dem Betriebsrat finden mit entsprechenden Interaktionstermen Berücksichtigung. Wie sich zeigt, bleibt das bereinigte Lohnniveau in Orientiererbetrieben deutlich hinter dem in branchentarifgebundenen zurück. Die Orientierung an einem Branchentarif ist somit kein Ersatz für eine formelle Bindung. Existiert in diesen Betrieben ein Betriebsrat, so sind auch dort signifikant höhere Löhne zu beobachten, wobei der Lohnzuschlag aber hinter dem bei Geltung eines Branchentarifvertrags zurückbleibt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kohaut, Susanne; -
Literaturhinweis
Branchenspezifische Interessen an der Allgemeinverbindlicherklärung in Deutschland (2020)
Günther, Wolfgang;Zitatform
Günther, Wolfgang (2020): Branchenspezifische Interessen an der Allgemeinverbindlicherklärung in Deutschland. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 27, H. 4, S. 415-436. DOI:10.3224/indbez.v27i4.04
Abstract
"Die Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen (AVE) kann ein Mittel darstellen, die Tarifbindung zu stabilisieren. Inzwischen ist viel über die AVE-Praxis einzelner Länder bekannt, wenig jedoch über die AVE auf Branchenebene. Der Beitrag untersucht die Verteilung der AVE zwischen Branchen in Deutschland. In einem most-similar-design vergleicht er, wie Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften im Baugewerbe, im Einzelhandel und im Wach- und Sicherheitsgewerbe mit der AVE umgehen und welche Interessen sie dabei verfolgen. Datenbasis sind die offiziellen AVEVerzeichnisse, Verbandspublikationen und Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Es wird herausgearbeitet, dass die Akteure deshalb ein Interesse an der AVE haben, weil das Instrument Unterbietungswettbewerb einzudämmen hilft. Ob sich das Interesse durchsetzt, hängt allerdings ab von strategischen verbandspolitischen Entscheidungen. Darüber hinaus bestehen branchenspezifische Motive wie der Schutz der sozialpartnerschaftlichen Sozialkassen im Baugewerbe oder das Bemühen im Wach- und Sicherheitsgewerbe, die Attraktivität der Branche zu steigern. Im Einzelhandel führten hingegen die Unzufriedenheit mit bestehenden Tarifinstitutionen sowie hohe Wettbewerbsintensität zur Auflösung der Tarifbindung, der AVE und damit der klassenübergreifenden Koalition." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexibilität unter Kontrolle? Entwicklungen und Herausforderungen der Tarifabweichungen in der Metall- und Elektroindustrie (2020)
Zitatform
Haipeter, Thomas (2020): Flexibilität unter Kontrolle? Entwicklungen und Herausforderungen der Tarifabweichungen in der Metall- und Elektroindustrie. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 27, H. 4, S. 481-500. DOI:10.3224/indbez.v27i4.07
Abstract
"Tarifabweichungen gehören mittlerweile in den deutschen Industriebranchen zum Kernbestand des Tarifsystems. Waren ihre Bewertungen früher stark umstritten, so scheint heute der Pulverdampf weitgehend verflogen. Tarifabweichungen sind in den Industriebranchen – und dort vor allem auch in der Metall- und Elektroindustrie – inzwischen von den Tarifvertragsparteien nicht nur weitgehend akzeptiert, sondern als innovatives Element der Tarifpolitik überaus geschätzt. Worauf gründen sich diese positiven Bewertungen? Wie ist zu erklären, dass sich darin die potenziellen Gefahren, die von den Tarifabweichungen für das Tarifsystem ausgehen, kaum mehr finden? Und wie gestaltet sich die aktuelle Praxis der Tarifabweichungen? Der Artikel untersucht dieser Fragen im Rahmen einer Bestandsaufnahme der Tarifabweichungen mit Blick auf die Entwicklung der Verbreitung der Tarifabweichungen und ihrer Regulierungspraxis. Dabei wird die Rolle interner Leitlinien der Koordination und Verhandlungspraxis durch die IG Metall als Ausdruck eines reflexiven Umgangs mit Tarifabweichungen hervorgehoben. Das Papier beruht auf Befunden aus vorgängigen Forschungsprojekten, weiteren Recherchen und zwei Expert*inneninterviews mit Tarifsekretär*innen der IG Metall." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Exklusive Tariföffnungsklauseln: Einfach-rechtliche Ausgestaltung und verfassungsrechtliche Zulässigkeit (2020)
Kingreen, Thorsten;Zitatform
Kingreen, Thorsten (2020): Exklusive Tariföffnungsklauseln. Einfach-rechtliche Ausgestaltung und verfassungsrechtliche Zulässigkeit. (HSI-Schriftenreihe / Hugo Sinzheimer Institut für Arbeitsrecht 35), Frankfurt am Main, 71 S.
Abstract
"Das Gutachten behandelt dabei das Beispiel von Tariföffnungsklauseln. Hierbei geht es um die Befugnis der Tarifvertragsparteien, gesetzlich geregelte Arbeitsbedingungen branchen- oder firmenspezifisch auszugestalten, auch zu modifizieren. Solche Spielräume für zugeschnittene Kompromisse machen Tarifbindung gerade für Arbeitgeber attraktiv. Doch nach der bisherigen gesetzlichen Ausgestaltung profitieren von Tariföffnungsklauseln auch Arbeitgeber, die selbst gar nicht tarifgebunden sind und ihren Belegschaften die Vorteile einer Tarifbindung nicht gewähren. „Exklusive Tariföffnungsklauseln“ ausschließlich für tatsächlich tarifgebundene Arbeitgeber würden diese Art des Rosinenpickens verhindern und nur denjenigen arbeitsrechtliche Spielräume einräumen, die sich selbst Tarifverhandlungen stellen oder Mitglied im Arbeitgeberverband sind oder werden. Das vorliegende Gutachten räumt die an dieser gesetzlichen Ausgestaltung geäußerten verfassungsrechtlichen Bedenken aus und zeigt somit Handlungsspielräume des Gesetzgebers zur Stärkung der Tarifautonomie auf. Dabei werden dort, wo es um Arbeitnehmerschutz geht, auch die Grenzen von Öffnungsklauseln aufgezeigt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifbindung geht in Westdeutschland weiter zurück (2020)
Kohaut, Susanne;Zitatform
Kohaut, Susanne (2020): Tarifbindung geht in Westdeutschland weiter zurück. In: IAB-Forum H. 13.05.2020, o. Sz., 2020-05-07.
Abstract
"Tarifverträge bieten Arbeitnehmern wie Arbeitgebern einen institutionellen Rahmen für die Verhandlung von Löhnen und Arbeitsbedingungen. Die Tarifbindung der Betriebe und damit ihre Bedeutung für die Beschäftigten ging im Jahr 2019 in Westdeutschland weiter zurück. In Ostdeutschland hat sich die Tarifbindung in den letzten Jahren kaum noch verändert, sie liegt hier aber auf einem deutlich niedrigeren Niveau." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kohaut, Susanne; -
Literaturhinweis
Europäischer Tarifbericht des WSI - 2019/2020: Tarifpolitik in Zeiten der Corona-Pandemie (2020)
Lübker, Malte;Zitatform
Lübker, Malte (2020): Europäischer Tarifbericht des WSI - 2019/2020: Tarifpolitik in Zeiten der Corona-Pandemie. (WSI-Report 58), Düsseldorf, 16 S.
Abstract
"Die positive Tariflohnentwicklung hat im vergangenen Jahr die Lohnentwicklung und Binnennachfrage in Europa gestützt und damit das Wachstum stabilisiert. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich jedoch das wirtschaftliche Umfeld für die Tarifpolitik schlagartig dramatisch verändert: Aktuell stehen deshalb Beschäftigungssicherung und Einkommensstabilisierung ganz oben auf der Agenda. Die Tarifparteien können mit entsprechenden Vereinbarungen den Beschäftigten Sicherheit geben und so die Gefahr einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale vermindern. Doch in vielen Ländern sind die derzeitigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Krisenbewältigung deutlich schlechter als während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 / 09. Die fortschreitende Erosion der Tarifbindung wie auch die Dezentralisierung der Tarifpolitik könnten in der aktuellen Krise ihren Preis fordern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Europäischer Tarifbericht des WSI - 2019/2020: Tarifpolitik in Zeiten der Corona-Pandemie (2020)
Lübker, Malte;Zitatform
Lübker, Malte (2020): Europäischer Tarifbericht des WSI - 2019/2020. Tarifpolitik in Zeiten der Corona-Pandemie. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 73, H. 4, S. 266-277. DOI:10.5771/0342-300X-2020-4-266
Abstract
"Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich auch das Umfeld der europäischen Tarifpolitik dramatisch gewandelt: Während sich 2019 bei den Löhnen der moderate Expansionskurs des Vorjahres fortsetzte, was wiederum die Binnennachfrage gestützt hat, steht die EU im laufenden Jahr vor einem beispiellosen Einbruch der Wirtschaft. Damit ist das Umfeld für Tariferhöhungen ungünstig, und der inhaltliche Schwerpunkt der Tarifpolitik verschiebt sich hin zu Beschäftigungssicherung und Einkommensstabilisierung. Der Europäische Tarifbericht des WSI 2019 /20 argumentiert, dass solche Vereinbarungen einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Erwartungen und damit zur Vermeidung einer Abwärtsspirale leisten können. Gleichzeitig sind durch die Erosion der Tarifbindung und die Dezentralisierung der Tarifverhandlungen in vielen Ländern jedoch die strukturellen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Krisenbewältigung deutlich schlechter als während der Krise von 2008 /09." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifbindung in den Bundesländern: Entwicklungslinien und Auswirkungen auf die Beschäftigten (2020)
Lübker, Martin; Schulten, Thorsten;Zitatform
Lübker, Martin & Thorsten Schulten (2020): Tarifbindung in den Bundesländern. Entwicklungslinien und Auswirkungen auf die Beschäftigten. (Elemente qualitativer Tarifpolitik 87), Düsseldorf, 41 S.
Abstract
"Diese aktualisierte Ausgabe der Elemente qualitativer Tarifpolitik dokumentiert die Entwicklung der Tarifbindung für Deutschland als Ganzes und auf Ebene der einzelnen Bundesländer. 1 Hierzu wurden Daten des IAB-Betriebspanels bis zum Jahr 2018 ausgewertet (siehe Anhang zur Datengrundlage und Methode). Die Ergebnisse zeigen eine große Spannweite der Tarifbindung: zwischen dem Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen mit einer Tarifbindung von 60 Prozent und dem Schlusslicht Sachsen mit nur 40 Prozent liegt ein Abstand von 20 Prozentpunkten. Gemeinsam ist allen Bundesländern, dass die Arbeitsbedingungen in wesentlichen Punkten in tariflosen Betrieben deutlich schlechter sind: So ist die regelmäßige Wochenarbeitszeit in nicht-tarifgebundenen Betrieben mit 39,5 Stunden im Schnitt um fast eine Stunde länger als in Betrieben mit Tarifvertrag (38,6 Stunden). Auch beim Entgelt klafft eine Lücke von mehreren hundert Euro zu Lasten der tariflosen Betriebe, in denen Vollzeitbeschäftigte im Jahr 2018 nach den IAB-Daten durchschnittlich 3050 Euro brutto im Monat verdienten – verglichen mit 3900 Euro in tarifgebundenen Betrieben." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifverträge und Tarifflucht in Bremen (2020)
Zitatform
Schulten, Thorsten, Andreas Friemer, Irene Dingeldey & Malte Lübker (2020): Tarifverträge und Tarifflucht in Bremen. (WSI Study 22), Düsseldorf, 70 S.
Abstract
"Auf den ersten Blick scheint sich die Tarifbindung im Land Bremen mit 55 Prozent der Beschäftigten etwa im gesamtdeutschen Durchschnitt zu bewegen. Bei den Betrieben liegt Bremen hingegen mit nur 17 Prozent Tarifbindung unter allen Bundesländern auf dem vorletzten Platz. Mit einem relativ großen Industriesektor, einer Vielzahl von Großunternehmen und einem relativ großem öffentlichen Dienst weist die Bremer Wirtschaft eine Reihe von Strukturmerkmalen auf, die eine höhere Tarifbindung eher begünstigen. Jenseits dieser Kernbereiche ist die Tarifbindung jedoch nur sehr schwach ausgeprägt. Im Rahmen dieser Studie werden die Entwicklung der Tarifbindung in Bremen und die Auswirkungen auf die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen analysiert. Außerdem werden Ansatzpunkte zur Stärkung des Tarifvertragssystems in Bremen diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den Online-Zugang. -
Literaturhinweis
Tarifverträge um des Friedens willen: (Videointerview) (2020)
Zitatform
Winters, Jutta & Helena Schneider; Helena Schneider (sonst. bet. Pers.) (2020): Tarifverträge um des Friedens willen. (Videointerview). In: IAB-Forum H. 05.08.2020 Nürnberg, o. Sz., 2020-08-03.
Abstract
"Das Tarifsystem steckt in einer Krise: Die Sozialpartner haben mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen. Immer mehr Unternehmen agieren außerhalb von Tarifverträgen. Helena Schneider vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erklärt, warum das so ist und wie die Tarifpartner dem entgegenwirken können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Winters, Jutta; -
Literaturhinweis
Betriebsräte ohne Gewerkschaften?: Zur Praxis und Problematik gewerkschaftsferner betrieblicher Mitbestimmung (2019)
Zitatform
Artus, Ingrid, Silke Röbenack & Clemens Kraetsch (2019): Betriebsräte ohne Gewerkschaften? Zur Praxis und Problematik gewerkschaftsferner betrieblicher Mitbestimmung. (Hans-Böckler-Stiftung. Study 428), Düsseldorf, 212 S.
Abstract
"Die enge Kooperation zwischen Betriebsräten und Gewerkschaften gilt als Normalität im deutschen System industrieller Beziehungen und wird als Voraussetzung für dessen Funktionieren angesehen. Aber was passiert, wenn diese Kooperation nicht existiert? In welchen Betrieben und Wirtschaftssegmenten ist dies der Fall? Und wie sieht dort die Mitbestimmungspraxis aus? Mit Hilfe von rund 100 qualitativen Interviews untersucht diese Studie die Kontextbedingungen, Selbstbilder und Legitimationsweisen sowie die konkrete Praxis der Betriebsratspolitik jenseits oder in Distanz zu den DGB-Gewerkschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Industrial Relations in Germany: Dynamics and Perspectives. WSI-Mitteilungen Special Issue (2019)
Zitatform
Behrens, Martin & Heiner Dribbusch (2019): Industrial Relations in Germany. Dynamics and Perspectives. WSI-Mitteilungen Special Issue. Baden-Baden: Nomos - edition sigma, 149 S. DOI:10.5771/9783748900573
Abstract
"Der Sonderband der WSI-Mitteilungen fokussiert auf die institutionellen Arbeitsbeziehungen in Deutschland. Das System der deutschen industriellen Beziehungen stieß in der Folge des korporatistischen Krisenmanagements der Jahre 2009/2010 auf ein reges Interesse, da es als wesentliche Ursache für das 'deutsche Jobwunder' betrachtet wurde. Heute ist jedoch festzustellen, dass, obwohl die beiden Kerninstitutionen - Betriebsräte und das System der Flächentarifverträge - noch intakt sind, die deutschen Arbeitsbeziehungen als Ganzes betrachtet erheblichen Veränderungen unterworfen sind. Ziel dieses Sonderbandes ist es, zum besseren Verständnis dieser Änderungen beizutragen und somit auch neue Blickwinkel für die Theorie und Praxis der industriellen Beziehungen in Deutschland zu ermöglichen." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
The rise in orientation at collective bargaining without a formal contract (2019)
Zitatform
Bossler, Mario (2019): The rise in orientation at collective bargaining without a formal contract. In: Industrial relations, Jg. 58, H. 1, S. 17-45., 2018-08-24. DOI:10.1111/irel.12226
Abstract
"While firm participation in collective bargaining between unions and employers' associations has been decreasing in Germany over the last two decades, orientation at collectively bargained wages has increased in popularity. Orientation implies that employers claim to set wages according to collective agreements but they are not formally bound by the respective bargaining contract, and in fact, I observe that they pay significantly lower wages than firms that are formally covered. Dynamic nonlinear panel estimation applied to establishment-level data shows that this orientation is a stepping stone into formal participation. However, the decline in formal participation and the opposing rise in orientation are mostly due to a changing establishment composition rather than to behavioral transitions." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Changes in workplace heterogeneity and how they widen the gender wage gap (2019)
Burns, Benjamin;Zitatform
Burns, Benjamin (2019): Changes in workplace heterogeneity and how they widen the gender wage gap. In: American Economic Journal. Applied Economics, Jg. 11, H. 2, S. 74-113. DOI:10.1257/app.20160664
Abstract
"Using linked employer-employee data for West Germany, I investigate the role of growing wage differentials between firms in the slowdown of gender wage convergence since the 1990s. The results show that two factors are at play: first, high-wage firms experience higher wage growth and employ disproportionately more men, and second, male firm premiums grow faster than female premiums in the same firms. These developments were catalyzed by a decline of union coverage, coupled with more firm-specific wage setting in collective bargaining agreements. Taken together, these conditions prevented the gender gap from narrowing by approximately 15 percent between the 1990s and 2000s." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wechselwirkungen zwischen Mindestlohn und Tariflohn: Verschiedene Typen im Branchenvergleich (2019)
Zitatform
Dingeldey, Irene (2019): Wechselwirkungen zwischen Mindestlohn und Tariflohn. Verschiedene Typen im Branchenvergleich. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 28, H. 1, S. 55-72. DOI:10.1515/arbeit-2019-0004
Abstract
"Die Wechselwirkungen zwischen gesetzlichem Mindestlohn und Tarifpolitik sind erst seit kurzem im Fokus der vergleichenden Forschung. Ausgehend von der Segmentation des Tarifsystems zeigt der Beitrag, dass die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns mit unterschiedlichen Wirkungstypen innerhalb Deutschlands einhergeht. Vor allem in Branchen mit geringem Lohnniveau kommt es zu einer Dominanz des Mindestlohns. Sind dagegen das Tariflohnniveau wie auch die Tarifbindung hoch, ist der Mindestlohn ohne Bedeutung. Es gibt jedoch auch Branchen, wo der gesetzliche Mindestlohn als Referenzpunkt für Tariflohnerhöhungen gilt, um die unteren Lohngruppen (knapp) über dem Mindestlohn festzulegen. Da die jeweilige Höhe der Tariflohnerhöhungen wiederum die nachfolgende Anpassung des Mindestlohns beeinflusst, liegt hier eine explizite Wechselwirkung vor." (Autorenreferat, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
WSI-Arbeitskampfbilanz 2018: Deutlicher Anstieg des Arbeitskampfvolumens (2019)
Dribbusch, Heiner;Zitatform
Dribbusch, Heiner (2019): WSI-Arbeitskampfbilanz 2018. Deutlicher Anstieg des Arbeitskampfvolumens. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 31), Düsseldorf, 20 S.
Abstract
"2018 sind in Deutschland aufgrund von Arbeitskämpfen rund eine Million Arbeitstage ausgefallen. Damit hat sich das Arbeitskampfvolumen gegenüber dem Jahr 2017, als das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung rund 238.000 Ausfalltage verzeichnete, mehr als vervierfacht. Die Zahl der Streikteilnehmer/innen stieg im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr von rund 131.000 auf knapp 1,2 Millionen. Wesentliche Ursache hierfür waren die umfangreichen Streikaktionen während der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Für das Jahr 2019 zeichnet sich beim Blick auf die ausstehenden Tarifbewegungen trotz mehrerer Arbeitsniederlegungen zu Jahresbeginn ab, dass sowohl Streikvolumen wie auch die jahresbezogene Streikbeteiligung vermutlich deutlich sinken werden. Im Verlauf des Jahres 2018 registrierte das WSI 216 Auseinandersetzungen mit jeweils mindestens einer Arbeitsniederlegung. Dies sind 19 mehr als im Jahr davor. Der überwiegende Teil dieser Arbeitskämpfe betrifft wie in den Vorjahren Auseinandersetzungen um Haus- und Firmentarifverträge. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland in Bezug auf das durchschnittliche Arbeitskampfvolumen der letzten 10 Jahre unverändert im unteren Mittelfeld.
Die vom WSI vorgelegte Arbeitskampfbilanz ist eine informierte Schätzung auf Basis von Angaben der Gewerkschaften sowie Medienauswertungen. Die Daten liegen teilweise deutlich über denen der amtlichen Streikstatistik, die jährlich von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhoben wird. Diese basiert auf Meldungen der Unternehmen, die vor allem in den vergangenen Jahren zum Teil erhebliche Lücken aufwiesen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Gewerkschaften in Deutschland: Herausforderungen in Zeiten des Umbruchs (2019)
Dribbusch, Heiner; Birke, Peter;Zitatform
Dribbusch, Heiner & Peter Birke (2019): Gewerkschaften in Deutschland. Herausforderungen in Zeiten des Umbruchs. (Arbeit und soziale Gerechtigkeit), Berlin, 41 S.
Abstract
"Die Rahmenbedingungen haben sich für die Gewerkschaften nach der Krise verbessert, die Wirtschaft hat sich erholt, die Arbeitslosenquote ist zurückgegangen. Doch bleiben Herausforderungen. Die Tarifbindung sinkt und die Verbreitung von Betriebsräten ist rückläufig. Die durch weltweite Fluchtbewegungen ausgelöste Migration berührt die Frage der gewerkschaftlichen Solidarität. Der Rechtsruck in der Gesellschaft macht vor den Betrieben nicht Halt. Die Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse, die Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung sowie deren soziale Folgen werden die Gewerkschaften auch in den kommenden Jahren beschäftigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
A note on the decline of collective bargaining coverage: the role of structural change (2019)
Ellguth, Peter; Kohaut, Susanne;Zitatform
Ellguth, Peter & Susanne Kohaut (2019): A note on the decline of collective bargaining coverage. The role of structural change. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 239, H. 1, S. 39-66., 2018-08-03. DOI:10.1515/jbnst-2017-0163
Abstract
"In the last 20 years there is a sharp decline in collective bargaining coverage in Germany. Research on the determinants of collective bargaining shows: subscribing to a sectoral bargaining system depends on several structural factors, like firm size, branch affiliation, owner-ship, firm age and work force composition. Parameter that - at least partly - were subject to considerable changes in the last two decades. With data of the IAB establishment panel we want to determine which part of the decline in collective bargaining coverage is due to structural change. We use a decomposition technique (Fairlie 2005) to break down the differences in coverage between 1998 and 2016. Further-more we take a look at distinct subgroups of establishments (along firm size). Our findings show that there is some influence of structural factors on the decline of collective bargaining coverage in the long run. And there are considerable differences between small and large firms with the decisions of the latter being more dependent on structural change." (Author's abstract, © De Gruyter) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Kohaut, Susanne; -
Literaturhinweis
Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung: aktuelle Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2018 (2019)
Ellguth, Peter; Kohaut, Susanne;Zitatform
Ellguth, Peter & Susanne Kohaut (2019): Tarifbindung und betriebliche Interessenvertretung. Aktuelle Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2018. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 72, H. 4, S. 290-297. DOI:10.5771/0342-300X-2019-4-290
Abstract
"Der Beitrag schreibt die jährliche Berichterstattung des IAB in den WSI-Mitteilungen zur Tarifbindung und betrieblichen Interessenvertretung mit Daten für 2018 fort. Zunächst wird die Tarifbindung der Betriebe nach Branche, Betriebsgröße und Bundesland dargestellt. Dabei wird auf die nach wie vor vorherrschenden Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland abgestellt. Seit 1996 hat die Flächentarifbindung in beiden Landesteilen eine deutlich rückläufige Tendenz, auch wenn die Entwicklung in jüngster Zeit weniger eindeutig verläuft. Ergänzt werden die Ergebnisse zur Tarifbindung durch Informationen zum Betriebsrat und zu alternativen Formen der betrieblichen Mitarbeitervertretung. Auch für den Betriebsrat ist in der langen Sicht ein abnehmender Deckungsgrad zu konstatieren. Allerdings scheint dieser Trend 2018 gebrochen. Die verschiedenen nicht gesetzlich legitimierten Vertretungsformen zeichnen sich in erster Linie durch ihre geringe Stabilität aus. Abschließend werden in einer gemeinsamen Betrachtung der betrieblichen und sektoralen Ebene der Interessenvertretung die ausgedehnten betrieblichen Vertretungslücken so wie die 'weißen Flecken' in der Tarif- und Mitbestimmungslandschaft ausgewiesen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kohaut, Susanne;Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Engagement der hessischen Betriebe in Bildung: Abschlussbericht des IAB-Betriebspanels Hessen 2017 (2019)
Fischer, Anna C.; Larsen, Christa;Zitatform
Fischer, Anna C. & Christa Larsen (2019): Engagement der hessischen Betriebe in Bildung. Abschlussbericht des IAB-Betriebspanels Hessen 2017. (IAB-Betriebspanel Hessen), Frankfurt am Main, 105 S.
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel ermöglicht Einblicke in die Nachfrageseite des Arbeitsmarktes. Diese wird aktuell und zukünftig herausgefordert einen guten Umgang mit den Möglichkeiten zu entwickeln, welche mit der Digitalisierung der Arbeitswelt einhergehen. Ein weiterer Treiber betrieblichen Handelns bleibt Fach- und Führungspositionen adäquat zu besetzen. Die Gewinnung und Bindung qualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie geeigneter Ausbildungsinteressierter kann dabei nur der erste Schritt zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit sein. Betriebe werden sich zunehmend mit der Förderung der Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten auseinandersetzen müssen. Gleichzeitig gilt es einen guten und gesunden Umgang mit einer älter werdenden Belegschaft zu entwickeln.
In den vier Einzelreporten zum IAB-Betriebspanel Hessen 2017 wurden folgende thematische Schwerpunkte ausgewertet: Nutzung und Bedeutung bestimmter digitaler Technologien und deren Auswirkungen auf die Betriebe, aber auch Veränderungen im betrieblichen Ausbildungsverhalten. Darüber hinaus wurde zum betrieblichen Weiterbildungsverhalten sowie dem Engagement der Betriebe in der Aufstiegs- und Nachqualifizierung berichtet. Weitere Themenschwerpunkte waren Personalbewegungen in den Betrieben, die Beschäftigung Geflüchteter sowie die Verbreitung von Teilzeit und Befristung.
Mit dem vorliegenden Abschlussbericht werden die Ergebnisse aus den Einzelreporten zusammengeführt und um ausgewählte Daten zur Betriebs- und Beschäftigtenstruktur ergänzt. Weiter werden Entwicklungen bei der Tarifbindung und der betrieblichen Interessensvertretung thematisiert. Ziel des Berichtes ist es, aktuelle und repräsentative Daten zu den Aktivitäten und dem Engagement der Betriebe in (Weiter-)Bildung in Hessen 2017 sowie deren Rahmenbedingungen bereitzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Betriebspanel Berlin 2018: Ergebnisse der 23. Welle (2019)
Frei, Marek; Kriwoluzky, Silke; Putzing, Monika;Zitatform
Frei, Marek, Silke Kriwoluzky & Monika Putzing (2019): Betriebspanel Berlin 2018. Ergebnisse der 23. Welle. Berlin, 110 S.
Abstract
"Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) führt seit 1996 jährlich eine bundesweite Arbeitgeberbefragung durch (IAB-Betriebspanel). Im Jahr 2018 fand diese Befragung zum 23. Mal statt. Für Auswertungen liegen Befragungsdaten von bundesweit mehr als 15 Tsd. Betrieben vor, darunter 842 aus Berlin. Auf diesen Daten basieren die im Betriebspanel Berlin 2018 getroffenen Aussagen:
Berlin weiterhin mit überdurchschnittlich starkem Beschäftigungswachstum, Dynamik hat sich aber etwas abgeschwächt, Erwartungen der Betriebe positiv; Atypische Beschäftigung auf dem Vormarsch, Treiber dieser Entwicklung fast ausnahmslos Teilzeitbeschäftigung, Befristungen in Berlin überdurchschnittlich stark verbreitet; Berliner Wirtschaft überdurchschnittlich stark auf Fachkräfte angewiesen, Bedarf an Fachkräften weiter gestiegen, viele Stellen blieben unbesetzt; Bislang verfügt nur eine Minderheit der Berliner Betriebe über Erfahrungen mit der Beschäftigung von Geflüchteten, Erfahrungen überwiegend positiv; Ausbildungsbeteiligung in Berlin weiterhin unter dem bundesweiten Niveau, Zahl der Betriebe mit Besetzungsproblemen gestiegen; Betriebliche Weiterbildungsaktivitäten stagnieren, Frauen nehmen häufiger an Weiterbildungsmaßnahmen teil als Männer; Tarifbindung der Betriebe weiter gesunken, Grad der Tarifbindung zudem deutlich unter dem Bundesdurchschnitt; Geschlechterstruktur der Führungskräfte spiegelt nicht die Verhältnisse am Arbeitsmarkt wider, Frauen auf den Chefetagen nach wie vor unterrepräsentiert; Berliner Wirtschaft Vorreiter beim mobilen Arbeiten, Maßnahmen zum Schutz vor möglichen gesundheitlichen Risiken jedoch noch wenig verbreitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales -
Literaturhinweis
Entwicklung von Betrieben und Beschäftigung in Brandenburg: Ergebnisse der dreiundzwanzigsten Welle des Betriebspanels Brandenburg (2019)
Frei, Marek; Kriwoluzky, Silke;Zitatform
Frei, Marek & Silke Kriwoluzky (2019): Entwicklung von Betrieben und Beschäftigung in Brandenburg. Ergebnisse der dreiundzwanzigsten Welle des Betriebspanels Brandenburg. (Reihe Forschungsberichte / Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg 43), Potsdam, 88 S.
Abstract
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) führt seit 1996 jährlich eine bundesweite Arbeitgeberbefragung durch (IAB-Betriebspanel). Im Jahr 2018 fand diese Befragung zum 23. Mal statt. Für Auswertungen liegen Befragungsdaten von insgesamt rund 1 Tsd. Betrieben aus Brandenburg vor - das entspricht 1,5 % aller brandenburgischen Betriebe.;
Die Ergebnisse: Mehr Kleinstbetriebe als in Westdeutschland - nicht zuletzt wegen des Betriebsalters. Vier von fünf Arbeitsplätzen in Brandenburg erfordern eine formale Qualifikation. Bedeutung der Teilzeitbeschäftigung, vor allem der sozialversicherungspflichtigen Teilzeit, wächst weiter. Anteil atypischer Beschäftigung bleibt stabil. Weibliche Führungskräfte auf oberster Leitungsebene bleiben in der Minderheit. Fachkräftebedarf weiterhin hoch, viele Stellen bleiben unbesetzt. Beschäftigung von Geflüchteten wird von der Mehrzahl der brandenburgischen Betriebe mit entsprechender Erfahrung positiv bewertet. Nur knapp die Hälfte der brandenburgischen Betriebe ist ausbildungsberechtigt, von diesen bilden aber viele aus. Viele Ausbildungsplätze in Brandenburg bleiben unbesetzt. Weiterbildungsaktivitäten erreichen Rekordniveau: noch nie so viele Beschäftigte weitergebildet wie im letzten Jahr. Arbeitszeiten werden flexibel gestaltet und Arbeit wird ortsunabhängiger. Tarifbindung stabil, aber nach wie vor deutlich unter dem Niveau in Westdeutschland. Umsatzproduktivität bleibt trotz leichter Annäherung hinter westdeutschem Vergleichswert zurück. (IAB) -
Literaturhinweis
Entwicklung von Betrieben und Beschäftigung in Brandenburg: Ergebnisse der zweiundzwanzigsten Welle des Betriebspanels Brandenburg (2019)
Frei, Marek; Prick, Simone; Kriwoluzky, Silke;Zitatform
Frei, Marek, Silke Kriwoluzky & Simone Prick (2019): Entwicklung von Betrieben und Beschäftigung in Brandenburg. Ergebnisse der zweiundzwanzigsten Welle des Betriebspanels Brandenburg. (Reihe Forschungsberichte), Potsdam, 107 S.
Abstract
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) führt seit 1996 jährlich eine bundesweite Arbeitgeberbefragung durch (IAB-Betriebspanel). Im Jahr 2017 fand diese Befragung zum 22. Mal statt. Für Auswertungen liegen Befragungsdaten von insgesamt rund 16 Tsd. Betrieben vor, darunter knapp 1 Tsd. aus Brandenburg - das entspricht 1,5 % der brandenburgischen Betriebe.;
Die Ergebnisse: Beschäftigungswachstum setzt sich unvermindert fort; weitere Beschäftigungsaussichten überwiegend positiv. Beschäftigungschancen in der brandenburgischen Wirtschaft sind häufig an formale Ausbildung gebunden. Demografischer Wandel ist in den brandenburgischen Betrieben deutlich spürbar. Fachkräftebedarf der Betriebe bleibt hoch; Besetzungsprobleme vor allem für Kleinstbetriebe. Bedeutung der Teilzeitbeschäftigung wächst weiter. Atypische Beschäftigung in Brandenburg weniger weit verbreitet als in Westdeutschland. Nur wenige brandenburgische Betriebe haben bereits Erfahrungen mit der Beschäftigung Geflüchteter gemacht. Geflüchtete arbeiten in Brandenburg bislang vor allem in qualifizierten Tätigkeiten. Ausbildungsbeteiligung steigt leicht an; gerade Kleinstbetriebe bilden vermehrt aus. Weiterbildungsquote erreicht neuen Höchststand. Mehrheit der brandenburgischen Betriebe nutzt Hochgeschwindigkeits-Internetanschluss. Digitale Basistechnologien sind in den brandenburgischen Betrieben die Regel. Fast jeder zehnte brandenburgische Betrieb weist einen hohen Digitalisierungsgrad auf. Digitalisierung macht Arbeit vielfältiger und komplexer; mehr Eigenverantwortung für Beschäftigte. Noch keine Auswirkungen der Digitalisierung auf Umfang der Beschäftigung und Tätigkeitsanforderungen sichtbar. Tarifbindung schwächt sich weiter ab; Lohnabstand zu Westdeutschland vergrößert sich wieder. Brandenburgische Wirtschaft bei Investitionsintensität und Umsatzproduktivität deutlich unter dem westdeutschen Niveau. (IAB) -
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel Ostdeutschland: Ergebnisse der 23. Befragungswelle 2018 (2019)
Frei, Marek; Putzing, Monika; Kriwoluzky, Silke;Zitatform
Frei, Marek, Silke Kriwoluzky & Monika Putzing (2019): IAB-Betriebspanel Ostdeutschland. Ergebnisse der 23. Befragungswelle 2018. Berlin, 131 S.
Abstract
"Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) führt seit 1996 jährlich eine bundesweite Arbeitgeberbefragung zu betrieblichen Bestimmungsgrößen der Beschäftigung durch (IAB Betriebspanel). Im Jahr 2018 fand diese Befragung zum 23. Mal statt. Für Auswertungen liegen Befragungsdaten von insgesamt rund 15 Tsd. Betrieben vor, darunter rund 6 Tsd. aus Ostdeutschland und rund 9 Tsd. aus Westdeutschland. Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse der diesjährigen Auswertung der Daten für Ostdeutschland dargestellt:
Ostdeutsche Wirtschaft ist von qualifizierter Tätigkeit geprägt, aber auch Beschäftigte für einfache Tätigkeiten werden gesucht; Weibliche Führungskräfte auf oberster Leitungsebene bleiben in der Minderheit; Beschäftigtenanteile von Minijobs und befristeter Beschäftigung stabil; deutliches Wachstum bei Teilzeitbeschäftigung; Fachkräftebedarf weiterhin hoch, viele Stellen bleiben unbesetzt; Jeder zwanzigste ostdeutsche Betrieb hat eine geflüchtete Person beschäftigt, häufig aber nur temporär; Beschäftigung von Geflüchteten wird von der Mehrzahl der ostdeutschen Betriebe mit entsprechender Erfahrung positiv bewertet; Ausbildungsbeteiligung der ostdeutschen Betriebe geringfügig gesunken; Besetzungsprobleme bei Ausbildungsplätzen im Osten stärker ausgeprägt als im Westen; Weiterbildungsaktivitäten erreichen Rekordniveau: noch nie so viele Beschäftigte weitergebildet wie im letzten Jahr; Tarifbindung nicht weiter gesunken, liegt aber nach wie vor deutlich unter dem Niveau in Westdeutschland; Arbeitszeiten werden flexibel gestaltet, dabei stehen meist betriebliche Erfordernisse im Mittelpunkt; Mobiles Arbeiten in zahlreichen Betrieben möglich, Schutzregelungen derzeit aber noch wenig verbreitet; wieder leichte Annäherung an das westdeutsche Niveau bei Investitionen und Umsatzproduktivität." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
When is there more employment, with individual or collective wage bargaining? (2019)
Zitatform
García, José Ramón & Valeri Sorolla (2019): When is there more employment, with individual or collective wage bargaining? In: Economics. The open-access, open-assessment e-journal, Jg. 13, S. 25 S. DOI:10.5018/economics-ejournal.ja.2019-15
Abstract
"In a standard Diamond-Mortensen-Pissarides labour market with frictions, the authors seek to determine when there is more employment with individual wage bargaining than with collective wage bargaining, using a wage equation generated by the standard total surplus sharing rule. Using a Cobb-Douglas production function, they find that if the bargaining power of the individual is high compared to the bargaining power of the union, there is more unemployment with individual wage setting and vice versa. When the individual worker and the union have the same bargaining power, if the cost of opening a vacancy is sufficiently high, there is more unemployment with individual wage setting. Finally, for a constant marginal product of labour production function AL, when the individual worker and the union have the same bargaining power, individual bargaining produces more unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: Economics. Discussion papers , 2017-87 -
Literaturhinweis
Endogenous wage regime selection: A general equilibrium model (2019)
Zitatform
Hauptmann, Andreas (2019): Endogenous wage regime selection. A general equilibrium model. In: Economics Bulletin, Jg. 39, H. 4, S. 2650-2663., 2019-11-15.
Abstract
"Diese Arbeit analysiert die Rolle von Transaktionskosten im Kontext unvollständiger Tarifabdeckung und endogener Wahl des Lohnregimes. Es wird oft angenommen, dass Unternehmen gegen Gewerkschaften sind, weil sie die Gewinne verringern. In vielen Ländern liegt die Anerkennung der Gewerkschaften jedoch im Ermessen des Arbeitgebers, und gleichzeitig ist der Tarifvertrag eine der wichtigsten Formen der Lohnfindung. Im Gegensatz zur bisherigen Literatur gehe ich davon aus, dass das Verhandeln selbst nicht mehr kostenlos ist, sondern zusätzliche Ressourcen erfordert. Basierend auf einem einfachen theoretischen Modell zeigen die Ergebnisse, dass unterschiedliche Lohnsysteme, gewerkschaftlich und nicht gewerkschaftlich, im allgemeinen Gleichgewicht koexistieren, wenn die Kostenstrukturen zwischen den Lohnsystemen ausreichend unterschiedlich sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The transition to the knowledge economy, labour market institutions, and income inequality in advanced democracies (2019)
Hope, David; Martelli, Angelo;Zitatform
Hope, David & Angelo Martelli (2019): The transition to the knowledge economy, labour market institutions, and income inequality in advanced democracies. (LSE International Inequalities Institute. Working paper 18), London, 37 S.
Abstract
"The transition from Fordism to the knowledge economy in the advanced democracies was underpinned by the ICT revolution. The introduction and rapid diffusion of ICT pushed up wages for college-educated workers with complementary skills and allowed top managers and CEOs to reap greater rewards for their talents. Despite these common pressures, income inequality did not rise to the same extent everywhere; the Anglo-Saxon countries stand out as being particularly unequal. To shed new light on this puzzle, we carry out a panel data analysis of 18 OECD countries between 1970 and 2007. The analysis stands apart from the existing empirical literature by taking a comparative perspective. We look at the extent to which the relationship between the knowledge economy and income inequality is influenced by national labour market institutions. We find that the expansion of knowledge employment is positively associated with both the 90 - 10 wage ratio and the income share of the top 1%, but that these effects are mitigated by the presence of strong labour market institutions, such as coordinated wage bargaining, strict employment protection legislation and high bargaining coverage. The study provides robust evidence against the argument that industrial relations systems are no longer important safeguards of wage solidarity in the knowledge economy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Tarifbindung: Weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland (2019)
Kohaut, Susanne;Zitatform
Kohaut, Susanne (2019): Tarifbindung: Weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. In: IAB-Forum H. 22.05.2019, o. Sz., 2019-05-20.
Abstract
"Arbeitnehmer und Arbeitgeber verhandeln über Löhne und Arbeitsbedingungen. Tarifverträge bieten beiden Seiten ein entsprechendes institutionelles Gefüge. Doch seit Jahren geht die Tarifbindung der Betriebe und damit ihre Bedeutung für die Beschäftigten zurück. In Ostdeutschland ziehen es mehr Betriebe vor, außerhalb des Tarifvertrags zu agieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kohaut, Susanne; -
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Tarifbindung in den Bundesländern: Entwicklungslinien und Auswirkungen auf die Beschäftigten (2019)
Lübker, Martin; Schulten, Thorsten;Zitatform
Lübker, Martin & Thorsten Schulten (2019): Tarifbindung in den Bundesländern. Entwicklungslinien und Auswirkungen auf die Beschäftigten. (Elemente qualitativer Tarifpolitik 86), Düsseldorf, 39 S.
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Literaturhinweis
Shocks and labour cost adjustment: evidence from a survey of European firms (2019)
Zitatform
Mathä, Thomas Y., Stephen Millard, Tairi Rõõm, Ladislav Wintr & Robert Wyszynski (2019): Shocks and labour cost adjustment: evidence from a survey of European firms. (European Central Bank. Working paper series 2269), Frankfurt am Main, 42 S. DOI:10.2866/980558
Abstract
"We use firm-level survey data from 25 EU countries to analyse how firms adjust their labour costs (employment, wages and hours) in response to shocks. We develop a theoretical model to understand how firms choose between different ways to adjust their labour costs. The basic intuition is that firms choose the cheapest way to adjust labour costs. Our empirical findings are in line with the theoretical model and show that the pattern of adjustment is not much affected by the type of the shock (demand shock, access-to-finance shock, 'availability of supplies' shock), but differs according to the direction of the shock (positive or negative), its size and persistence. In 2010-13, firms responding to negative shocks were most likely to reduce employment, then hourly wages and then hours worked, regardless of the source of the shock. Results for the 2008-09 period indicate that the ranking might change during deep recession as the likelihood of wage cuts increases. In response to positive shocks in 2010-13, firms were more likely to increase wages, followed by increases in employment and then hours worked suggesting an asymmetric reaction to positive and negative shocks. Finally, we show that strict employment protection legislation and high centralisation or coordination of wage bargaining make it less likely that firms reduce wages when facing negative shocks." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Rethinking precariousness and its evolution: a four-country study of work in food retail (2019)
Zitatform
O'Brady, Sean (2019): Rethinking precariousness and its evolution. A four-country study of work in food retail. In: European journal of industrial relations, Jg. 25, H. 4, S. 327-344. DOI:10.1177/0959680118814339
Abstract
"This article analyses the expansion of precarious work in industrialized economies, integrating the welfare regime, risk shift and segmentation literatures. I examine trends in wages, working hours, pensions and healthcare in food retail in Canada, Germany, Sweden and the USA between 1980 and 2016. Precariousness increased in each country, but the form and degree of change differed markedly, reflecting the effects of product market competition, bargaining centralization and labour regulation." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The German model of industrial relations: (where) does it still exist? (2019)
Zitatform
Oberfichtner, Michael & Claus Schnabel (2019): The German model of industrial relations: (where) does it still exist? In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 239, H. 1, S. 5-37., 2018-05-11. DOI:10.1515/jbnst-2018-0158
Abstract
"Using data from the representative IAB Establishment Panel, this paper charts changes in the two main pillars of the German IR model over the last 20 years. It shows that collective bargaining coverage and worker representation via works councils have substantially fallen outside the public sector. Less formalized and weaker institutions such as voluntary orientation of uncovered firms towards sectoral agreements and alternative forms of employee representation at the work-place have partly attenuated the overall erosion in coverage. Multivariate analyses indicate that the traditional German IR model (with both collective agreements and works councils) is more likely found in larger and older plants, and it is less likely in plants managed by the owner, in single and foreign-owned plants, in individually-owned firms or partnerships, and in exporting plants. In contrast, more than 60 % of German plants did not exhibit bargaining coverage or orientation or any kind of worker representation in 2015. Such an absence of the main institutional features of the German IR model is mainly found in small and medium-sized plants, in particular in the service sector and in eastern Germany, and its extent is increasing dramatically." (Author's abstract, © De Gruyter) ((en))
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- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: IZA discussion paper , 11064
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere , 102
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: LASER discussion papers , 104
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Literaturhinweis
Automation and occupational wage trends: what role for unions and collective bargaining? (2019)
Zitatform
Parolin, Zachary (2019): Automation and occupational wage trends. What role for unions and collective bargaining? (OECD social, employment and migration working papers 228), Paris, 48 S. DOI:10.1787/596b32ce-en
Abstract
"Routine-biased technological change has emerged as a leading explanation for the differential wage growth of routine occupations, such as manufacturers or office clerks, relative to less routine occupations. Less clear, however, is how the effects of technological advancement on occupational wage trends vary across political-institutional context. This paper investigates the extent to which collective bargaining agreements and union coverage shape the relative wage growth of automatable occupations. Using data from the Luxembourg Income Study and the United States Current Population Survey, I measure the 'routine task intensity' of occupations across 15 OECD Member States and the 50 United States from the 1980s onward. Findings suggest that bargaining coverage is more consequential for the wage growth of high routine occupations relative to less routine occupations, and that high routine occupations lose coverage at a faster rate when bargaining coverage at the national level declines. As a result, declines in bargaining coverage within a country are associated with declining relative wage growth for automatable occupations. Estimates suggest that had union coverage in the United States not declined from 1984 levels, the earnings of high routine occupations might have grown at the same rate as low pay occupations between 1984 and 2015, rather than experiencing a relative wage decline. However, the findings also suggest that gains in the relative wage growth may increasingly come at the cost of reduced employment shares of automatable occupations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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IAB-Betriebspanel, Länderbericht Thüringen: Ergebnisse der 23. Welle 2018 (2019)
Putzing, Monika; Frei, Marek; Kriwoluzky, Silke; Brumm, Angela;Zitatform
Putzing, Monika, Marek Frei, Silke Kriwoluzky & Angela Brumm (2019): IAB-Betriebspanel, Länderbericht Thüringen. Ergebnisse der 23. Welle 2018. Erfurt, 104 S.
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel ist die einzige für alle Betriebsgrößen und Branchen repräsentative Unternehmensbefragung in Deutschland. Der Freistaat Thüringen hat sich bereits zum 23. Mal mit einer Aufstockungsstichprobe daran beteiligt. Durch die Ergebnisse des Betriebspanels wird die amtliche Statistik nicht nur ergänzt: in einigen Punkten ist es sogar die einzige Datenquelle für Aussagen auf Betriebsebene. Für den Länderbericht Thüringen lagen 2018 auf Stichprobenbasis über 1.000 Befragungsergebnisse vor. Sie sind repräsentative für die knapp 59.000 Betriebe mit mindestens einem oder einer sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Thüringen. Die Ergebnisse kurzgefasst:
Das Beschäftigungswachstum hält weiter an; Thüringens Wirtschaft ist von qualifizierter Tätigkeit geprägt, aber auch die Beschäftigung für einfache Tätigkeiten nimmt zu; Fachkräftebedarf und Besetzungsschwierigkeiten steigen weiter; Weibliche Führungskräfte auf oberster Leitungsebene bleiben in der Minderheit; Beschäftigtenanteil von Minijobs, befristet Beschäftigten und Leiharbeitskräften bleibt stabil, die absolute Zahl steigt jedoch weiter; nur wenige Thüringer Betriebe haben schon eine/n Arbeitnehmer/-in mit Fluchthintergrund beschäftigt, häufig auch nur temporär; Beschäftigung von Arbeitnehmer/-innen mit Fluchthintergrund wird von der Mehrzahl der Betriebe mit entsprechender Erfahrung positiv bewertet; Ausbildungsbeteiligung der Betriebe gesunken, Besetzungsprobleme ebenfalls verringert aber verbleiben auf hohem Niveau, zugleich höhere Übernahmequoten; Wieder verstärktes Weiterbildungsengagement der Betriebe - Weiterbildungsquote erreicht neuen Höchstwert; Tarifbindung wieder leicht angestiegen, aber nach wie vor unter Westniveau; Mobiles Arbeiten und Schutzregelungen derzeit noch in wenigen Betrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel Sachsen-Anhalt: Ergebnisse der 23. Welle 2018 (2019)
Putzing, Monika; Frei, Marek; Brumm, Angela; Kriwoluzky, Silke;Zitatform
Putzing, Monika, Marek Frei, Silke Kriwoluzky & Angela Brumm (2019): IAB-Betriebspanel Sachsen-Anhalt. Ergebnisse der 23. Welle 2018. Magdeburg, 127 S.
Abstract
"Nachdem die Beschäftigtenzahl in Sachsen-Anhalt zwischen 2011 und 2016 stagnierte, konnte im Jahr 2018 zum zweiten Mal in Folge ein Zuwachs erreicht werden. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Beschäftigtenzahl um 2 % zu (Ost1- und Westdeutschland: ebenfalls 2 % Zuwachs). Die Zahl der sozialversicherungspflichtig (im Weiteren: sv-pflichtig) Beschäftigten stieg um 1 %, die der nicht sv-pflichtig Beschäftigten um 4 %. Die höchsten Zuwächse gab es im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Baugewerbe (jeweils 3 %). In den Kleinstbetrieben blieb die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr unverändert. In den anderen Betriebsgrößenklassen stieg sie unterschiedlich stark an: in kleinen Betrieben um 3 %, in mittleren um 1 % und in Großbetrieben um 2 %. Die sachsen-anhaltischen Betriebe gehen auch für die kommenden 12 Monate von einer positiven Beschäftigungsentwicklung aus: 11 % aller Betriebe des Landes erwarten einen Beschäftigungsaufbau (Ostdeutschland: 16 %; Westdeutschland: 19 %) und nur jeweils 5 % der Betriebe in Sachsen-Anhalt, Ost- wie Westdeutschland prognostizieren einen Abbau. Die weitaus überwiegende Mehrheit der Betriebe sieht kurzfristig allerdings keine Veränderungen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tarifverträge und Tarifflucht in Sachsen (2019)
Schulten, Thorsten; Lübker, Malte; Bispinck, Reinhard;Zitatform
Schulten, Thorsten, Malte Lübker & Reinhard Bispinck (2019): Tarifverträge und Tarifflucht in Sachsen. (WSI study 19), Düsseldorf, 82 S.
Abstract
"Sachsen bildet mit einer Tarifbindung von 39 Prozent der Beschäftigten und 15 Prozent der Betriebe von allen Bundesländern mit Abstand das Schlusslicht in Deutschland. Dies gilt, obwohl die sächsische Wirtschaftsstruktur mit seinen industriellen Kernen eine höhere Tarifbindung eher begünstigt. Die Ursache für die extrem niedrige Tarifbindung liegt vor allem im Verhalten von Politik und Wirtschaft, die lange Zeit dem Leitbild des Billiglohnlandes Sachsen gefolgt sind. Im Rahmen dieser Studie werden die Entwicklung der Tarifbindung im Freistaat und die Auswirkungen auf die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen analysiert. Außerdem werden Ansatzpunkte zur Restabilisierung des Tarifvertragssystems in Sachsen diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mindestlohn von 12 Euro: Auswirkungen und Perspektiven (2019)
Zitatform
Schulten, Thorsten & Toralf Pusch (2019): Mindestlohn von 12 Euro: Auswirkungen und Perspektiven. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 99, H. 5, S. 335-339. DOI:10.1007/s10273-019-2453-5
Abstract
"Vielfach wird in der öffentlichen Diskussion ein zumindest annähernd existenzsichernder Mindestlohn von 12 Euro gefordert. 2017 haben etwa 11 Mio. Beschäftigte zu einem Stundenlohn von weniger als 12 Euro gearbeitet. Das betrifft insbesondere geringfügig Beschäftigte, aber auch Teilzeitkräfte. Dieser Beitrag analysiert das Verhältnis von Mindestlohn und Tarifvertragssystem sowie die Auswirkungen einer stärkeren Mindestlohnanpassung." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Heterogenous effects of entering the labor market during a recession - new evidence from Germany (2019)
Zitatform
Umkehrer, Matthias (2019): Heterogenous effects of entering the labor market during a recession - new evidence from Germany. In: CESIfo Economic Studies, Jg. 65, H. 2, S. 177-203., 2019-01-30. DOI:10.1093/cesifo/ifz003
Abstract
"This article studies the career effects of entering the labor market during a recession in Germany. Relying on administrative linked employer-employee data, and by exploiting institutional variation in the timing of graduation for identification, it provides new evidence on effect heterogeneities along the dimensions of skill and wage rigidity. The results show that less advantaged graduates experience persistent earnings declines as a result of adverse economic starting conditions. In sectors with higher collective bargaining coverage, these declines are driven by reduced employment stability while in sectors with lower coverage they are mainly driven by wage loss. Careers of more advantaged graduates, in turn, either recover gradually from the recession through a process of job-to-job, occupational, regional, and educational mobility, or are not negatively affected at all." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Große Gender Pay Gaps in einzelnen Berufen hängen stark mit der überproportionalen Entlohnung von langen Arbeitszeiten zusammen (2019)
Zucco, Aline;Zitatform
Zucco, Aline (2019): Große Gender Pay Gaps in einzelnen Berufen hängen stark mit der überproportionalen Entlohnung von langen Arbeitszeiten zusammen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 86, H. 10, S. 127-136. DOI:10.18723/diw_wb:2019-10-1
Abstract
"Der Gender Pay Gap beträgt in Deutschland 21 Prozent und ist in Teilen darauf zurückzuführen, dass Männer und Frauen in unterschiedlichen Berufen arbeiten. Allerdings sind auch innerhalb der Berufe beachtliche Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen zu beobachten, deren Höhe sich aber zwischen den Berufen stark unterscheidet. Der Gender Pay Gap ist in den Berufen besonders stark ausgeprägt, in denen der Stundenlohn überproportional mit den Arbeitsstunden ansteigt. Außerdem weisen Berufe mit einem großen Anteil an Führungspositionen einen höheren Gender Pay Gap auf. Berufe, die größtenteils in öffentlichen Unternehmen ausgeführt werden, haben tendenziell kleinere Verdienstlücken. Veränderungen in der Arbeitsorganisation, die flexiblere Arbeitszeiten und Top-Sharing, also dem Aufteilen einer Führungsposition auf zwei Teilzeitstellen, ermöglichen, könnten dazu beitragen, dass der Gender Pay Gap sinkt. Zudem könnten Tarifverträge, wie sie im meist bei öffentlichen Arbeitgebern gelten, zu einer Reduzierung des Gender Pay Gaps führen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Negotiating our way up: Collective bargaining in a changing world of work (2019)
Abstract
"Gewerkschaftliche Organisation und Tarifbindung gehen in fast allen OECD-Ländern zurück und stehen durch neue Arbeitsformen, etwa in der Plattformökonomie, zusätzlich unter Druck. Waren OECD-weit 1975 noch 33 Prozent der Arbeitnehmerschaft gewerkschaftlich organisiert, sind es heute (2018) nur noch 16 Prozent. Ganz ähnlich sind die Zahlen für Deutschland (vormals 34,6 Prozent, nun 16,5 Prozent). Menschen, die in atypischen Beschäftigungsverhältnissen oder als Solo-Selbstständige arbeiten, sind in den meisten OECD-Ländern deutlich seltener gewerkschaftlich organisiert.
Die aktuelle OECD-Studie 'Negotiating Our Way Up: Collective Bargaining in a Changing World of Work' analysiert, wie sich Tarifbindung und Arbeitnehmermitsprache auf Beschäftigung, Beschäftigungsqualität und Löhne auswirken und zeigt Wege auf, wie Tarifpartnerschaft helfen kann, die Arbeitswelt von morgen zu gestalten." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsbedingungen und Entlohnung im Einzelhandel: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/9791) (2019)
Zitatform
(2019): Arbeitsbedingungen und Entlohnung im Einzelhandel. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/9791). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/10575 (31.05.2019)), 167 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zum Thema Arbeitsbedingungen und Entlohnung im Einzelhandel. (IAB)
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Literaturhinweis
Strikes, employee workplace representation, unionism, and industrial relations quality in European establishments (2018)
Zitatform
Addison, John T. & Paulino Teixeira (2018): Strikes, employee workplace representation, unionism, and industrial relations quality in European establishments. (CESifo working paper 7360), München, 50 S.
Abstract
"Using cross-country data, this paper investigates the relationship between workplace representation and strikes. Works councils are associated with reduced strike activity. However, where union members make up a majority of works councillors, such union-dominated councils experience greater strike activity than do their counterparts with minority union membership, and also more strikes than establishments with union workplace representation where union members are in a minority. Dissonance between the parties as to the state of industrial relations is associated with elevated strike activity. Finally, union density at the workplace, if not the presence of collective bargaining, is directly associated with strike incidence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
