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Dossier

Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland

Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Personengruppen"
  • Literaturhinweis

    Navigating aspirations and expectations: adolescents' considerations of outmigration from rural eastern Germany (2018)

    Meyer, Frank ;

    Zitatform

    Meyer, Frank (2018): Navigating aspirations and expectations. Adolescents' considerations of outmigration from rural eastern Germany. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 44, H. 6, S. 1032-1049. DOI:10.1080/1369183X.2017.1384163

    Abstract

    "From the perspective of policymakers, young people are often regarded as the most important group for the future development of rural regions experiencing socioeconomic polarisation. They, in turn, usually see themselves and their desire to migrate not as the driving force of population decline, but as a symptom of it. Although politicians urge adolescents to not leave rural regions despite the hard times, adolescents expressly do so because of the socioeconomic conditions and limited local opportunities. Drawing on a case study of Altenburger Land - a rural district in eastern Germany suffering from limited job opportunities for adolescents, outmigration and negative depictions in the media - this article aims to explain the conditions of migration and their impact on adolescent migratory decision-making. In sum, adolescents' choices happen in a nexus of social relations, emotions and political programmes. Besides their own attempts of becoming, these contested fields of expectations from different entities create a norm-driven array of discourses permeating many aspects of their lives. Therefore, migration in this context can be considered as a product of spatial and spatialised discourses through which a subject must navigate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Cohort size and labour-market outcomes (2018)

    Roth, Duncan ; Moffat, John ; Garloff, Alfred ;

    Zitatform

    Roth, Duncan (2018): Cohort size and labour-market outcomes. (IAB-Bibliothek 367), Bielefeld: Bertelsmann, 208 S. DOI:10.3278/300969w

    Abstract

    "Welche Auswirkungen hat die Größe junger Alterskohorten auf die Arbeitsmarktergebnisse dieser Gruppen? In vier Essays untersucht Duncan Roth diesen Zusammenhang auf regionaler Ebene mittels verschiedener mikroökonometrischer Methoden. Betrachtet werden die Löhne, die Höhe von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sowie die Dauer bis zur ersten Beschäftigung nach dem Eintritt in den Arbeitsmarkt. Die einzelnen Komponenten der Arbeit bauen auf dem aktuellen Stand der Literatur auf und behandeln verschiedene Aspekte, die aus Sicht des Autors bisher nicht ausreichend adressiert worden sind." (Verlagsangaben, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Roth, Duncan ;

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  • Literaturhinweis

    Entwicklungen an der Zweiten Schwelle: Der Übergang von Auszubildenden in Sachsen in den Arbeitsmarkt (2018)

    Schäfer, Felix; Weyh, Antje ;

    Zitatform

    Schäfer, Felix & Antje Weyh (2018): Entwicklungen an der Zweiten Schwelle. Der Übergang von Auszubildenden in Sachsen in den Arbeitsmarkt. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 01/2018), Nürnberg, 38 S.

    Abstract

    "Der Beitrag analysiert den Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben in Sachsen. Dabei werden zwei Ausbildungskohorten (1994/1995 und 2011/2012) hinsichtlich ihrer Weiterbeschäftigung, ihres Wechselverhaltens und der Entgeltentwicklung an dieser sog. Zweiten Schwelle beobachtet. Dabei zeigt sich, dass knapp die Hälfte aller Auszubildenden der Ausbildungskohorte 2011/2012 im Anschluss an ihre Ausbildung weiter im Ausbildungsbetrieb beschäftigt ist. Mehr als ein Drittel wechselt den Betrieb. Rund 15 Prozent weisen eine Unterbrechung des Erwerbsverlaufes (z. B. durch Arbeitslosigkeit, Elternzeit, Erwerb eines höherqualifizierenden Abschlusses etc.) auf. In der Ausbildungskohorte 1994/1995 lag der Anteil derjenigen, die im Ausbildungsbetrieb weiterbeschäftigt waren, bei einem Drittel, etwa genauso viele wechselten den Betrieb und ein Drittel zeigte eine Unterbrechung des Erwerbsverlaufes. Damit spiegelt sich die in der jüngeren Vergangenheit und aktuell zu beobachtende stabile Arbeitsmarktlage auch an der Zweiten Schwelle wider.
    Mit einem Wechsel des Betriebes ist in gut der Hälfte der Fälle auch ein Wechsel des Arbeitsortes verbunden. Während ein Großteil der Arbeitsortwechselnden in der Ausbildungskohorte 1994/1995 den Berufseinstieg in einem westdeutschen Bundesland vollzog (zumeist ein Wechsel nach Bayern), verteilen sich die außersächsischen Arbeitsortwechsel in der Ausbildungskohorte 2011/2012 etwa gleichmäßig auf die anderen ostdeutschen und westdeutschen Bundesländer.
    Einen höheren Weiterbeschäftigungsanteil in der jüngeren Ausbildungskohorte konnte auch auf Ebene einzelner Branchen nachgewiesen werden. Vor allem in Branchen des Verarbeitenden Gewerbes verbleiben viele Auszubildende im Anschluss an ihre Lehre im Ausbildungsbetrieb. Besonders geringe Anteile an Weiterbeschäftigungen an der Zweiten Schwelle zeigen sich im Bereich Erziehung und Unterricht.
    Etwa ein Viertel der Ausbildungsabsolventen wechselt an der Zweiten Schwelle den Beruf. Während jedoch in der Ausbildungskohorte 2011/2012 Maschinenschlosser und Elektrogerätebauer vergleichsweise häufig den Beruf wechselten, betraf dies die Hälfte der Groß- und Einzelhandelskaufleute der älteren Kohorte. Eine hohe Berufstreue beim Berufseinstieg weisen Krankenschwestern und Krankenpfleger auf.
    Eine Analyse der Entgelte im letzten Ausbildungsjahr und beim Berufseinstieg zeigt, dass der Monatslohn etwa um das 2,5-fache an der Zweiten Schwelle steigt. Während sich Branchenwechsel an der Zweiten Schwelle negativ auf die Höhe des Entgeltes beim Berufseinstieg auswirken, erhöht insbesondere ein Wechsel des Arbeitsortes in die alten Bundesländer das Entgelt stark. Dabei erreichen die Ausbildungsabsolventen eine Verdreifachung ihres Monatsentgeltes des letzten Ausbildungsjahres. Nichtsdestotrotz konnte für die Ausbildungskohorte 2011/2012 auch gezeigt werden, dass es ebenfalls lohnenswert war, den Berufseinstieg in einem anderen ostdeutschen Bundesland zu vollziehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weyh, Antje ;
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  • Literaturhinweis

    Bessere Chancen anderswo?: Der Einfluss der regionalen Mobilität auf die berufliche Platzierung nach Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg (2018)

    Seibert, Holger ; Wiethölter, Doris; Lüdeke, Britta;

    Zitatform

    Seibert, Holger, Doris Wiethölter & Britta Lüdeke (2018): Bessere Chancen anderswo? Der Einfluss der regionalen Mobilität auf die berufliche Platzierung nach Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 02/2018), Nürnberg, 26 S.

    Abstract

    "Räumliche Mobilität kann maßgeblich zum Ausgleich von regionalen Disparitäten beitragen. Für Arbeitslose bietet sie insbesondere die Möglichkeit, anderswo Beschäftigungschancen wahrzunehmen, die vor Ort nicht oder nur eingeschränkt existieren. Unsere Analyse zeigt, dass die regionale Mobilität von bei der Beschäftigungsaufnahme von zuvor Arbeitslosen in Berlin erwartungsgemäß geringer ausfällt als in Brandenburg. Die Metropole Berlin erweist sich als Entwicklungsmotor mit positiven Beschäftigungseffekten sowohl für die Berliner Erwerbspersonen als auch für die Gesamtregion Berlin-Brandenburg. Während in Berlin nur 21 Prozent der Beschäftigungsaufnahmen von Arbeitslosen außerhalb der Stadtgrenze erfolgen, liegt der Vergleichswert für die Brandenburger Arbeitslosen bei 46 Prozent (mobil über den Wohnortkreis hinaus).
    In beiden Bundesländern weisen Personen mit Berufsabschlüssen auf Spezialisten- und Expertenniveau die höchsten Mobilitätsraten auf. Während allerdings in Brandenburg fast zwei Drittel der Hochqualifizierten mobil sind, fällt der Vergleichswert in Berlin nur halb so hoch aus. Die regionale Mobilität von gering- und mittelqualifizierten Arbeitslosen fällt deutlich niedriger aus als bei den Hochqualifizierten. Die Unterschiede zwischen gering- und mittelqualifizierten Arbeitslosen bezüglich ihrer Mobilitätsmuster fallen hingegen eher marginal aus.
    Regionale Mobilität bei der Beschäftigungsaufnahme wirkt sich dabei positiv auf die berufliche Platzierung aus. Arbeitslose Personen, die eine Beschäftigung in einem anderen als dem Wohnortkreis aufnehmen, sind häufiger ausbildungsadäquat oder sogar überwertig beschäftigt als nicht-mobile Personen - insbesondere dann, wenn Sie über einen ihrer Nachbarkreise hinaus mobil sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Seibert, Holger ; Wiethölter, Doris;
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  • Literaturhinweis

    Modelling aging and migration effects on spatial labor markets (2018)

    Stough, Roger R.; Kourtit, Karima ; Nijkamp, Peter ; Blien, Uwe ;

    Zitatform

    Stough, Roger R., Karima Kourtit, Peter Nijkamp & Uwe Blien (Hrsg.) (2018): Modelling aging and migration effects on spatial labor markets. (Advances in spatial science), Cham: Springer London, 343 S. DOI:10.1007/978-3-319-68563-2

    Abstract

    "The aging and migration megatrends and their impact on spatial - regional and local - labor market performance is the core theme of this book, and thus together define its scope and focus. The contributions provide an overview of key aging and migration issues in various countries together with analyses of their varied impacts on regional labor markets. Systematic database research and related empirical analyses are used to map out the complex and dynamic nature of these trends, while cutting-edge economic and modeling techniques are used to analyze them. In closing, the book critically reviews and assesses selected policy measures designed to cope with the effects of aging and migration on regional labor markets." (Publisher's text, © Springer) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Regionaler Gender Pay Gap: Analyse der geschlechtsspezifischen Entgeltunterschiede im Saarland (2018)

    Wydra-Somaggio, Gabriele ; Höchst, Michael;

    Zitatform

    Wydra-Somaggio, Gabriele & Michael Höchst (2018): Regionaler Gender Pay Gap. Analyse der geschlechtsspezifischen Entgeltunterschiede im Saarland. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 02/2018), Nürnberg, 33 S.

    Abstract

    "Der Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern, die einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung nachgehen, liegt im Saarland bei 19,3 Prozent. Dieser geschlechtsspezifische Entgeltunterschied, auch Gender Pay Gap genannt, variiert deutlich. Im Kreis Merzig-Wadern verdienen Frauen 15,9 Prozent und im Kreis Saarlouis 22,4 Prozent weniger als Männer. Vor allem in Kreisen, in denen das Verarbeitende Gewerbe dominiert, ist der Gender Pay Gap besonders hoch, ebenso in Kreisen, in denen vorwiegend Großbetriebe ansässig sind. In Kreisen mit einer Altersstruktur, die von Beschäftigten zwischen 35 und 49 Jahren geprägt ist, fällt der Gender Pay Gap dagegen vergleichsweise niedrig aus. Eine Oaxaca-Blinder- Zerlegung des Gender Pay Gap in einen erklärten und in einen unerklärten Teil zeigt, dass rund ein Viertel des Gender Pay Gap im Saarland auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen in den berücksichtigten Merkmale zurückgeführt werden kann, während drei Viertel des Gender Pay Gap auf den unerklärt bleiben. Vor allem die beruflichen Eigenschaften machen einen großen Anteil des (erklärten) Gender Pay Gap aus. Eine nach einzelnen Merkmalen detaillierte Zerlegung zeigt, dass auch für das Saarland insgesamt vor allem Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Hinblick auf die Berufswahl sowie auf die Zuordnung in Betriebe und Wirtschaftszweige negative Auswirkungen auf das Entgelt der Frauen haben und dies den Gender Pay Gap erhöht. Zum unerklärten Gender Pay Gap tragen neben den beruflichen Eigenschaften vor allem die regionalen Variablen bei. Würden Frauen entsprechend ihrer regionalen Merkmale und ihrer Berufe wie Männer entlohnt werden, würden sie mehr verdienen. Der Gender Pay Gap wäre demnach geringer. Regionale Besonderheiten werden mit Hilfe der Zerlegung getrennt nach Kreisen aufgezeigt. Die Höhe des erklärten und unerklärten Gender Pay Gap unterscheidet sich zwischen den Kreisen, ebenso auch der Beitrag der individuellen und berufsspezifischen Merkmale. So ist der erklärte Teil des Gender Pay Gap, also der Effekt der Unterschiede zwischen Männern und Frauen für Merzig-Wadern negativ. Das heißt, dass die individuellen Merkmale zu Gunsten der Frauen ausgeprägt sind und sich mindernd auf den Gender Pay Gap auswirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Wydra-Somaggio, Gabriele ;
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  • Literaturhinweis

    Regionaler Gender Pay Gap: Analyse der geschlechtsspezifischen Entgeltunterschiede in Rheinland-Pfalz (2018)

    Wydra-Somaggio, Gabriele ; Höchst, Michael;

    Zitatform

    Wydra-Somaggio, Gabriele & Michael Höchst (2018): Regionaler Gender Pay Gap. Analyse der geschlechtsspezifischen Entgeltunterschiede in Rheinland-Pfalz. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 01/2018), Nürnberg, 44 S.

    Abstract

    "Der Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern in Rheinland-Pfalz, die einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung nachgehen, liegt bei 15,2 Prozent. Dieser geschlechtsspezifische Entgeltunterschied variiert innerhalb von Rheinland-Pfalz deutlich. In den kreisfreien Städten verdienen Frauen zwischen 8,3 Prozent (Neustadt an der Weinstraße) und 32,8 Prozent (Zweibrücken) weniger als die Männer. In den Landkreisen liegt der Gender Pay Gap zwischen 7,7 Prozent (Mainz-Bingen) und 29,9 Prozent (Germersheim). Vor allem in Kreisen, in denen das Verarbeitende Gewerbe dominiert, ist der Gender Pay Gap besonders hoch, ebenso in Kreisen, in denen vorwiegend Großbetriebe ansässig sind. In Kreisen mit einer jungen Altersstruktur ist der Gender Pay Gap dagegen vergleichsweise niedrig. Eine Oaxaca-Blinder-Zerlegung zeigt, dass vor allem die individuellen Merkmale einen Großteil der Höhe des Gender Pay Gap erklären. Die regionalen Faktoren, wie Wirtschafts- und Betriebsstruktur sowie die Altersstruktur in einer Region leisten kaum einen Beitrag zur Erklärung des Gender Pay Gap. Der Erklärungsbeitrag unterscheidet sich aber bei getrennter Betrachtung von Landkreisen und kreisfreien Städten: Insbesondere regionale Merkmale, wie Wirtschafts- und Altersstruktur wirken in den Landkreisen auf das Entgelt von Frauen positiver als auf das der Männer, was sich mindernd auf den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied auswirkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Wydra-Somaggio, Gabriele ;
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  • Literaturhinweis

    Die Bedeutung institutioneller Kontexte für die Entwicklung berufsfachlicher Kompetenzen: ein Beitrag zur Funktionalität des Übergangssystems (2017)

    Atik, Didem; Nickolaus, Reinhold;

    Zitatform

    Atik, Didem & Reinhold Nickolaus (2017): Die Bedeutung institutioneller Kontexte für die Entwicklung berufsfachlicher Kompetenzen. Ein Beitrag zur Funktionalität des Übergangssystems. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 113, H. 2, S. 202-227.

    Abstract

    "Im vorliegenden Beitrag wird zunächst ein Vergleich, bezogen auf die sozialen Kompositionen, die kognitiven Voraussetzungen sowie die berufsfachlichen Eingangsvoraussetzungen bei Jugendlichen aus unterschiedlichen institutionellen Kontexten des Übergangssystems und der beruflichen Grundbildung vorgenommen. Zusätzlich werden unter Nutzung eines Matchingverfahrens Jugendliche mit identischen Eingangsvoraussetzungen im berufsfachlichen Vorwissen aus der vollqualifizierenden Ausbildung (BFS) und der berufsvorbereitenden Schulform (BEJ) bezogen auf die berufsfachliche Kompetenzentwicklung verglichen. Bemerkenswert ist, dass sich die Jugendlichen, die in das BEJ einmünden, trotz vergleichbarer Eingangspotentiale zu den Jugendlichen aus der BFS, sowohl in den Basiskompetenzen als auch in den berufsfachlichen Kompetenzen ungünstiger entwickeln. In den Erklärungsmodellen für die Fachkompetenzentwicklung kommt dem berufsfachlichen Vorwissen, der Schulformzugehörigkeit und den kognitiven Eingangsvoraussetzungen die höchste prädiktive Kraft zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ausbildungsmobilität in Berlin-Brandenburg: Die Entwicklung zwischen 2000 und 2015 (2017)

    Carstensen, Jeanette; Seibert, Holger ; Wiethölter, Doris;

    Zitatform

    Carstensen, Jeanette, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2017): Ausbildungsmobilität in Berlin-Brandenburg. Die Entwicklung zwischen 2000 und 2015. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 03/2017), Nürnberg, 27 S.

    Abstract

    "In den vergangenen Jahren hat sich die Situation auf dem ostdeutschen Ausbildungsstellenmarkt deutlich entspannt. Überstieg die Zahl der Lehrstellenbewerber die der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bis 2007 zum Teil noch um das Doppelte, gab es im Jahr 2010 sogar mehr neue Verträge als bei der Bundesagentur registrierte Bewerber. Dieser drastische Wandel am Ausbildungsstellenmarkt ist vor allem auf die tiefgreifenden demografischen Veränderungen in Ostdeutschland zurückzuführen, die ihren Ursprung im so genannten Nachwendegeburtenknick aus den Jahren 1989 bis 1991 haben. Seinerzeit haben sich die Geburtenzahlen in Ostdeutschland, die bis dahin auf einem Niveau von 200.000 Geburten pro Jahr lagen, nahezu halbiert, um sich anschließend auf ca. 130.000 pro Jahr einzupendeln. Diese wesentlich kleineren Geburtskohorten treten seit 2007 in den Lehrstellenmarkt ein und treffen dort auf ein Ausbildungsstellenangebot, mit dem nun erstmals seit vielen Jahren die große Mehrheit der Lehrstellensuchenden auch versorgt werden kann. Bis dahin gehörte Mobilität für Auszubildende aus Ostdeutschland zur Normalität. Für eine Lehrstelle legten sie zum Teil sehr weite Distanzen zurück und ein Großteil der ostdeutschen Auszubildenden pendelte nach Westdeutschland. Nach 2007 haben die alten Bundesländer aber sichtbar an ihrer Bedeutung als Zielort verloren. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass sich die räumliche Verflechtung zwischen Berlin und Brandenburg auf dem Ausbildungsmarkt in den letzten Jahren weiter intensiviert hat. Während die meisten mobilen Auszubildenden in der Region von Brandenburg nach Berlin pendeln, wird jedoch Brandenburg als Ausbildungsort für Jugendliche aus Berlin immer attraktiver." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Regional population structure and young workers' wages (2017)

    Garloff, Alfred ; Roth, Duncan ;

    Zitatform

    Garloff, Alfred & Duncan Roth (2017): Regional population structure and young workers' wages. (Joint discussion paper series in economics 06-2017), Marburg, S. 57-103.

    Abstract

    "This paper estimates the effect that changes in the size of the youth population have on the wages of young workers. Assuming that differently aged workers are only imperfectly substitutable, economic theory predicts that individuals in larger age groups earn lower wages. We test this hypothesis for a sample of young, male, full-time employees in Western Germany during the period 1999-2010. In contrast to other studies, functional rather than administrative spatial entities are used as they provide a more accurate measure of the youth population in an actual labour market. Based on instrumental variables estimation, we show that an increase in the youth share by one percentage point is predicted to decrease a young worker's wages by 3%. Our results also suggest that a substantial part of this effect is due to members of larger age groups being more likely to be employed in lower-paying occupations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Roth, Duncan ;
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  • Literaturhinweis

    Demographic aging and employment dynamics in German regions: modeling regional heterogeneity (2017)

    Graaff, Thomas de ; Arribas-Bel, Daniel; Ozgen, Ceren ;

    Zitatform

    Graaff, Thomas de, Daniel Arribas-Bel & Ceren Ozgen (2017): Demographic aging and employment dynamics in German regions. Modeling regional heterogeneity. (IZA discussion paper 10734), Bonn, 20 S.

    Abstract

    "Persistence of high youth unemployment and dismal labour market outcomes are imminent concerns for most European economies. The relationship between demographic ageing and employment outcomes is even more worrying once the relationship is scrutinized at the regional level. We focus on modelling regional heterogeneity. We argue that an average impact across regions is often not very useful, and that - conditional on the region's characteristics - impacts may differ significantly. We advocate the use of modelling varying level and slope effects, and specifically to cluster them by the use of latent class or finite mixture models (FMMs). Moreover, in order to fully exploit the output from the FMM, we adopt self-organizing maps to understand the composition of the resulting segmentation and as a way to depict the underlying regional similarities that would otherwise be missed if a standard approach was adopted. We apply our proposed method to a case-study of Germany where we show that the regional impact of young age cohorts on the labor market is indeed very heterogeneous across regions and our results are robust against potential endogeneity bias." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Berufsbildung, demografischer Wandel und zunehmende Heterogenität: Eine Analyse der Entwicklungen in den neuen Bundesländern (2017)

    Jenewein, Klaus;

    Zitatform

    Jenewein, Klaus (2017): Berufsbildung, demografischer Wandel und zunehmende Heterogenität. Eine Analyse der Entwicklungen in den neuen Bundesländern. In: A. Löwenbein, F. Sauerland & S. Uhl (Hrsg.) (2017): Berufsorientierung in der Krise? : Der Übergang von der Schule in den Beruf, S. 83-94.

    Abstract

    "Deutschland befindet sich in einem gesellschaftlichen Veränderungsprozess, der auch die berufliche Bildung tangiert. Während noch vor wenigen Jahren eine große Zahl junger Menschen in den Bildungsgängen des sogenannten Übergangssystems aufgefangen werden musste, herrscht in verschiedenen Regionen und Branchen Mangel an Ausbildungsbewerbern. In dem Beitrag werden diese Entwicklungen vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in den Metall- und Elektroberufen beleuchtet." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wohnstandort und räumliche Mobilität im Kontext steigender Frauenerwerbstätigkeit: Eine Analyse für West- und Ostdeutschland (2017)

    Lien, Shih-cheng;

    Zitatform

    Lien, Shih-cheng (2017): Wohnstandort und räumliche Mobilität im Kontext steigender Frauenerwerbstätigkeit. Eine Analyse für West- und Ostdeutschland. Wiesbaden: Springer VS, 299 S. DOI:10.1007/978-3-658-15858-3

    Abstract

    "Shih-Cheng Lien untersucht die Bedeutung der gestiegenen Frauenerwerbstätigkeit für die Veränderungen von Wohnstandort und räumlicher Mobilität. Mit Hilfe einer sekundärstatistischen Analyse des Sozioökonomischen Panels (SOEP) für die Jahre 1993 bis 2008 analysiert sie die zunehmende Ausdifferenzierung der Lebensführung von Frauen - Lebensformen, Erwerbsbeteiligung und Arbeitszeit - in Abhängigkeit vom Bildungsniveau und die daraus folgenden Tendenzen der räumlichen Entwicklung bezüglich Alltagsmobilität, Wohnmobilität und Wohnstandortentscheidungen unterschiedlicher Haushaltstypen. Ein besonderes Augenmerk legt die Autorin auf die unterschiedlichen Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Veränderungen regionaler Ausbildungsmarktlagen durch mobile Jugendliche (2017)

    Matthes, Stephanie; Ulrich, Joachim Gerd;

    Zitatform

    Matthes, Stephanie & Joachim Gerd Ulrich (2017): Veränderungen regionaler Ausbildungsmarktlagen durch mobile Jugendliche. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 70, H. 8, S. 577-586. DOI:10.5771/0342-300X-2017-8-577

    Abstract

    "Eine höhere Mobilität der Jugendlichen gilt als ein Schlüsselfaktor, um Passungsprobleme zwischen Ausbildungsplatzangebot und -nachfrage in den Regionen zu lösen. Wie stark allerdings mobile Jugendliche schon heute zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage beitragen, ist unklar. Denn in den amtlichen Angebots-Nachfrage-Relationen schlägt sich bereits das Resultat der Mobilität nieder. Der Beitrag widmet sich deshalb der Konstruktion eines Indikators, der die von Mobilität noch unbeeinflussten Marktverhältnisse widerspiegelt und somit als Referenz dienen kann, um mobilitätsbedingte Veränderungen zu messen. Erste Analysen deuten auf eine ausreichende Validität des neuen Indikators hin. Demnach sind in vielen Regionen die offiziell guten Angebots-Nachfrage-Relationen allein der Abwanderung der Jugendlichen zu verdanken. Andererseits werden in einigen Großstädten ursprünglich sehr gute Versorgungsverhältnisse durch starke Zuströme aus dem Umland ins Gegenteil verkehrt. Programme zur Förderung des Ausbildungsangebots sollten deshalb zum Teil auch Regionen einbeziehen, in denen die Marktlage als gut gilt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Arbeitsmarktsituation von Migrantinnen und Migranten in Hamburg (2017)

    Meister, Moritz ; Stöckmann, Andrea; Niebuhr, Annekatrin ;

    Zitatform

    Meister, Moritz, Annekatrin Niebuhr & Andrea Stöckmann (2017): Die Arbeitsmarktsituation von Migrantinnen und Migranten in Hamburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 01/2017), Nürnberg, 75 S.

    Abstract

    "Die vorliegende Studie betrachtet die Arbeitsmarktsituation von Migrantinnen und Migranten in Hamburg anhand verschiedener Indikatoren. Wir untersuchen die Erwerbsbeteiligung, die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit, die Beschäftigungsstruktur und -entwicklung sowie die Entlohnung. Zudem vergleichen wir den Arbeitsmarkterfolg für unterschiedliche Gruppen von Migrantinnen und Migranten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den geschlechtsspezifischen Unterschieden im Arbeitsmarkterfolg." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Stöckmann, Andrea; Niebuhr, Annekatrin ;
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  • Literaturhinweis

    Labour mobility and local employment: building a local employment base from labour mobility? (2017)

    Naveed, Amjad ; Schmidt, Torben Dall ; Javakhishvili-Larsen, Nino;

    Zitatform

    Naveed, Amjad, Nino Javakhishvili-Larsen & Torben Dall Schmidt (2017): Labour mobility and local employment: building a local employment base from labour mobility? In: Regional Studies. Journal of the Regional Studies Association, Jg. 51, H. 11, S. 1622-1634. DOI:10.1080/00343404.2016.1223284

    Abstract

    "Sind die Zuströme von Arbeitskräften ein Beitrag zu den Arbeitschancen für lokale Anwohner? Zur Analyse dieser Frage nutzen wir ein dreischrittiges Verfahren zur Instrumentvariablenschätzung einschließlich der wechselseitigen Festeffekte zur Berücksichtigung von nicht beobachteter Heterogenität unter Nutzung von eindeutigen Paneldaten für den Zeitraum von 2006 bis 2011 in Dänemark. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die Zuströme von Arbeitskräften eine entscheidende Rolle für Arbeitschancen in Randgebieten spielen, aber in größerer Nähe zu Innenstädten keine Auswirkungen zu haben scheinen. Darüber hinaus verdeutlichen die Ergebnisse die Wichtigkeit von Zuströmen mit bestimmten Kenntnissen sowie von sektorenübergreifenden Abhängigkeiten bei der Dynamik von Kenntnissen. Dies betont die Bedeutung einer Berücksichtigung von Politiken zur Förderung von Mobilität für die Sicherstellung der Beschäftigungsbasis in Randgebieten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Bildungsteilhabe junger Menschen in ländlichen Räumen: empirische Befunde aus Landkreisen mit demografischen Verwerfungen (2017)

    Reißig, Birgit; Tillmann, Frank;

    Zitatform

    Reißig, Birgit & Frank Tillmann (2017): Bildungsteilhabe junger Menschen in ländlichen Räumen. Empirische Befunde aus Landkreisen mit demografischen Verwerfungen. In: Die Deutsche Schule, Jg. 109, H. 4, S. 308-321.

    Abstract

    "In ländlichen Regionen sehen sich junge Menschen - gerade im Anschluss an die allgemeinbildende Schule - vielfach mit eingeschränkten Bildungsoptionen konfrontiert. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn sich die bildungsbezogene Infrastruktur angesichts demografischer Verwerfungen im Rückbau befindet. Der vorliegende Beitrag stellt qualitative Befunde zu Sichtweisen von Jugendlichen aus ländlichen Räumen dar und bezieht diese auf die Ergebnisse quantitativer Sekundäranalysen landkreisbezogener Kontextinformationen zur Bildungsbeteiligung. Von den Situationsbeschreibungen und aufgezeigten Zusammenhängen wird ein Auftrag an die Politikebene der Landkreise bzw. Kommunen abgeleitet, sich im Rahmen eines regionalen Bildungsmanagements verstärkt für die Verbesserung der Perspektiven junger Menschen vor Ort einzusetzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    What drives unemployment disparities in European regions?: a dynamic spatial panel approach (2017)

    Rios, Vicente;

    Zitatform

    Rios, Vicente (2017): What drives unemployment disparities in European regions? A dynamic spatial panel approach. In: Regional Studies. Journal of the Regional Studies Association, Jg. 51, H. 11, S. 1599-1611. DOI:10.1080/00343404.2016.1216094

    Abstract

    "In dieser Studie werden die Differenziale bei der Arbeitslosigkeit in europäischen Regionen im Zeitraum von 2000 bis 2011 untersucht. Zu diesem Zweck wird ein theoretisches Modell mit erheblichen räumlichen Wechselwirkungen zwischen den Regionen entwickelt. Die Lösung impliziert eine dynamisch-räumliche Durbin-Modell-Spezifikation einschließlich Faktoren auf regionaler und institutioneller Ebene als Erklärungsvariablen. Gemeinsam mit den dynamisch-räumlichen Panelschätzungen kommen Maßstäbe der relativen Bedeutung zum Einsatz, um die Auswirkung des regionalen Ungleichgewichts bzw. Gleichgewichts sowie Faktoren auf nationaler Ebene zu quantifizieren. Aus der Analyse der relativen Bedeutung geht hervor, dass die Disparitäten bei der Arbeitslosigkeit im Zeitraum vor der Krise in erster Linie durch Gleichgewichtsfaktoren auf regionaler Ebene verursacht wurden. Dennoch spielen die Institutionen des Arbeitsmarkts eine wichtige Rolle zur Erklärung der Disparitäten im Zeitraum von 2009 bis 2011." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungs- und Arbeitslosigkeits-Entwicklung in Hamburg: Gutachten (2016)

    Boll, Christina ; Niebuhr, Annekatrin ; Nitt-Drießelmann, Dörte; Rossen, Anja ; Otto, Alkis Henri; Peters, Cornelius;

    Zitatform

    Boll, Christina, Annekatrin Niebuhr, Dörte Nitt-Drießelmann, Alkis Henri Otto, Cornelius Peters & Anja Rossen (2016): Beschäftigungs- und Arbeitslosigkeits-Entwicklung in Hamburg. Gutachten. Hamburg, 68 S.

    Abstract

    "Arbeitslosigkeit und Beschäftigung entwickeln sich derzeit in Hamburg nicht spiegelbildlich. Während die Beschäftigung in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen hat, schwächte sich der mit den Hartz-Reformen einsetzende Rückgang der Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren ab. Ab 2012 ist sogar ein leichter Anstieg zu konstatieren. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit hat sich offenbar von der Entwicklung der Beschäftigung entkoppelt. Dieser Befund zeigt sich in der Tendenz auch für Deutschland insgesamt. Unter anderem dürfte dies darauf zurückzuführen sein, dass der strukturelle Mismatch nach dem Auslaufen der positiven Effekte der Hartz-Reformen wieder an Bedeutung gewonnen hat. Mit strukturellem Mismatch ist gemeint, dass (regional) angebotene und nachgefragte berufliche Qualifikationen teilweise nicht zusammen passen. Neben dieser Nichtpassung von Arbeitslosen- und Stellenprofilen (Mismatch) kann die beobachtete Abkopplung auch durch weitere Faktoren verursacht sein, auf die die Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit in unterschiedlicher Weise reagieren. Wie auch in anderen Regionen Deutschlands spielt in Hamburg die Zuwanderung von außen eine große Rolle, ebenso wie der Ausnutzungsgrad lokaler Arbeitskräftepotenziale und eine gestiegene Erwerbsneigung bei bestimmten Personengruppen. Ziel dieser Studie ist es, die genannten Zusammenhänge für den Hamburger Arbeitsmarkt im Zeitraum 2008 bis 2014 zu analysieren. Zudem wird die Entwicklung in Hamburg mit Hilfe eines Vergleichs mit anderen großen Arbeitsmarktzentren in Deutschland eingeordnet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Niebuhr, Annekatrin ; Rossen, Anja ;
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  • Literaturhinweis

    How do regional labor markets adjust to immigration?: a dynamic analysis for post-war Germany (2016)

    Braun, Sebastian Till; Weber, Henning;

    Zitatform

    Braun, Sebastian Till & Henning Weber (2016): How do regional labor markets adjust to immigration? A dynamic analysis for post-war Germany. (Kieler Arbeitspapier 2025), Kiel, 67 S.

    Abstract

    "We draw on two decades of historical data to analyze how regional labor markets in West Germany adjusted to one of the largest forced population movements in history, the mass inflow of eight million German expellees after World War II. The expellee inflow was distributed very asymmetrically across two West German regions. A dynamic two-region search and matching model of unemployment, which is exposed to the asymmetric expellee inflow, closely fits historical data on the regional unemployment differential and the regional migration rate. Both variables increase dramatically after the inflow and decline only gradually over the next decade. We show that despite the large and long-lasting dynamics following the expellee inflow, native workers experience only a modest loss in expected discounted lifetime labor income of 1.38%. Per-period losses in native labor income, however, are up to four times as large. The magnitude of income losses also depends on the initial location and labor market status of native workers. In counterfactual analyses, we furthermore show that economic policy interventions that affect the nature of the immigration inflow can effectively reduce native income losses and dampen adjustment dynamics in regional labor markets. One such intervention is to distribute the inflow more evenly over time. Smaller immigration inflows, similar in magnitude to the refugee inflow that Germany is experiencing today, also reduce native income losses markedly but decrease the duration of labor market adjustment only modestly." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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