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Dossier

Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft

Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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im Aspekt "demografischer Wandel, Bevölkerungsentwicklung"
  • Literaturhinweis

    Die demographische Entwicklung in Ostdeutschland: Gutachten (2007)

    Ragnitz, Joachim; Eichler, Stefan; Pohl, Carsten; Thum, Marcel ; Grundig, Beate; Schneider, Lutz ; Lehmann, Harald; Seitz, Helmut;

    Zitatform

    Eichler, Stefan, Beate Grundig, Harald Lehmann, Carsten Pohl, Lutz Schneider, Helmut Seitz & Marcel Thum (2007): Die demographische Entwicklung in Ostdeutschland. Gutachten. (Ifo-Dresden-Studien 41), Dresden, 314 S.

    Abstract

    "Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hat das ifo Institut, Niederlassung Dresden, zusammen mit dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und Prof. Dr. Helmut Seitz, TU Dresden, von August 2005 bis Juli 2006 eine Studie zu den Implikationen der demographischen Entwicklung in den neuen Bundesländern erarbeitet. Die Analyse konzentriert sich dabei auf die Folgen für den Arbeitsmarkt und die Finanzpolitik. Die Bevölkerung in den neuen Bundesländern wird auch in den kommenden Jahren massiv schrumpfen und gleichzeitig gravierenden Veränderungen in der altersmäßigen Zusammensetzung unterworfen sein. Die Erwerbsbevölkerung wird noch stärker zurückgehen als die Gesamtbevölkerung. Der absehbare Rückgang der Bevölkerung und die damit einhergehende Alterung wird die gesamtwirtschaftliche Dynamik dämpfen. Mit Blick auf den Arbeitsmarkt wurden mehrere Simulationsrechnungen bis zum Jahr 2020 durchgeführt. Wie die Berechnungen zeigen, wird der Bevölkerungsrückgang zu einer Dämpfung der Nachfrage nach nicht-handelbaren Gütern führen, da diese Güter und Dienstleistungen maßgeblich durch die lokal ansässige Bevölkerung nachgefragt werden. Die verminderte Nachfrage im Sektor nicht-handelbarer Güter, in dem immerhin 80 % der Erwerbstätigen in Ostdeutschland beschäftigt sind, verringert in der Folge auch die Nachfrage nach Arbeitskräften. Im Sektor mit handelbaren Gütern hingegen bestimmt die internationale Nachfrage nach in Ostdeutschland hergestellten Produkten letztendlich auch die Nachfrage nach Arbeitskräften. Demographisch bedingte Verschiebungen sind hier nicht zu erwarten. Insofern wird die zukünftige Arbeitsmarktsituation durch zwei gleichgerichtete Entwicklungen geprägt sein. Einerseits vermindert sich aufgrund der Bevölkerungsschrumpfung und -alterung das Arbeitsangebot, andererseits führt die demographische Lage auch zu einer Reduktion der Arbeitsnachfrage im Sektor nicht-handelbarer Güter. Wie sich der Arbeitsmarkt für die einzelnen Qualifikationsstufen entwickeln wird, hängt nicht unwesentlich von der Lohnentwicklung ab. Die relative Knappheit bei Hochqualifizierten dürfte auf Dauer zu Lohnsteigerungen in diesem Arbeitsmarktsegment führen, während bei anhaltender Arbeitslosigkeit in den übrigen Arbeitsmarktsegmenten kein Lohndruck nach oben entsteht, was insgesamt ein höheres Maß an Lohnspreizung mit sich bringt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Demographische Entwicklung und ihre ökonomischen Folgen (2007)

    Ragnitz, Joachim; Schneider, Lutz ;

    Zitatform

    Ragnitz, Joachim & Lutz Schneider (2007): Demographische Entwicklung und ihre ökonomischen Folgen. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 13, H. 6, S. 195-202.

    Abstract

    "Ostdeutschland wird in den nächsten Dekaden weiterhin massiven demographischen Verwerfungen ausgesetzt sein. Neben der Schrumpfung wird die Alterung der Bevölkerung und des Erwerbspotentials zunehmenden Einfluß auf die wirtschaftliche Entwicklung der neuen Länder ausüben. Von primärem Interesse ist dabei die Frage, ob sich aus der Verschiebung der Altersstruktur der Erwerbstätigen Herausforderungen für Wachstum, Innovation und strukturellen Wandel ergeben. Das IWH hat sich dieser in der Forschungsliteratur bisher wenig thematisierten Problemstellung angenommen und die wirtschaftlichen Folgen des Älterwerdens des Erwerbspotentials mittels ausgesuchter Verfahren und Datensätze empirisch bewertet. Der erste zentrale Themenkomplex umfaßt die Produktivitätseffekte der Alterung. Auf der Grundlage zweier voneinander unabhängiger Untersuchungsverfahren kann geschlußfolgert werden, daß das fortgeschrittene Alter einen dämpfenden Einfluß auf die Produktivität ausübt. Durch höheres Erfahrungswissen kann die Verringerung der Leistungsfähigkeit allerdings in Teilen kompensiert werden. Zweitens wurde die Wirkung des Alters auf die Innovationsfähigkeit analysiert. Auch hier zeigen sich signifikante Einflüsse des Alters. Die Beschäftigten im Alter von ca. 40 Jahren erweisen sich als die innovativste Altersgruppe. Die Untersuchung zeigt, daß gerade auch die technischen Fachkräfte diesem Alterseffekt unterliegen. Eine dritte Arbeit verdeutlicht die negativen Folgen der Alterung für das Potential an Gründern bzw. Unternehmensnachfolgern. Unabhängig vom sich ohnehin verschärfenden Problem des Fachkräftemangels dürften damit auch von der Alterung des Erwerbspotentials dämpfende Einflüsse auf Wachstum, Innovation und Strukturwandel ausgehen. Obwohl die politischen Gestaltungsspielräume angesichts weitgehend feststehender demographischer Entwicklungen gering sind, können geeignete wirtschafts-, bildungs- und familienpolitische Maßnahmen die identifizierten Alterseffekte zumindest mindern helfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Regionale Beschäftigungswirkungen des demografischen Wandels (2007)

    Rusche, Karsten ; Suntum, Ulrich van;

    Zitatform

    Rusche, Karsten & Ulrich van Suntum (2007): Regionale Beschäftigungswirkungen des demografischen Wandels. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 87, H. 1, S. 48-53.

    Abstract

    Der Beitrag gibt einen Überblick über die regionale Verteilung der Bevölkerungsentwicklung bis 2020, über die Faktoren, die die Arbeitsnachfrage beeinflussen und über die Perspektiven der Raumordnungsregionen. Die demografischen Veränderungen beeinflussen das Arbeitsangebot in den Regionen Deutschlands. Gleichzeitig beeinflusst die regionale Arbeitsmarktentwicklung sowohl das Wanderungsverhalten der Erwerbspersonen als auch die Standortentscheidungen der Unternehmen. "Damit sind sich selbst verstärkende Interdependenzen zwischen demographischer und ökonomischer Entwicklung der Regionen möglich, und zwar in beide Richtungen." Diese Annahmen liegen dem Ansatz der regionalen Bevölkerungsprognose des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung BBR zugrunde. Die hierauf aufbauende Beschäftigungsprognose stützt sich auf Trendfortschreibungen für 96 Wirtschaftszweige und 97 Raumordnungsregionen sowie auf Wanderungsprognosen. Generell wird eine Zunahme atypischer Beschäftigung prognostiziert. "Die größten absoluten Arbeitsplatzzuwächse bis 2020 sind im Gesundheits- und Veterinärwesen, bei den Sonstigen Dienstleistungen und in der Rechts- und Wirtschaftsberatung zu erwarten." Die problematischste Entwicklung wird für den mitteldeutschen Raum des ehemaligen Zonenrandgebietes erwartet. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Strategien zur Bewältigung des demographischen Wandels im öffentlichen Sektor: interkommunale Vergleiche in Ost- und Westdeutschland sowie in Polen (2007)

    Sackmann, Reinhold; Bartl, Walter ; Kopycka, Katarzyna ; Rademacher, Christian;

    Zitatform

    Sackmann, Reinhold, Walter Bartl, Katarzyna Kopycka & Christian Rademacher (Hrsg.) (2007): Strategien zur Bewältigung des demographischen Wandels im öffentlichen Sektor. Interkommunale Vergleiche in Ost- und Westdeutschland sowie in Polen. (Mitteilungen des Sonderforschungsbereichs Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch - Diskontinuität, Tradition und Strukturbildung 24), Jena u.a., 145 S.

    Abstract

    "Der demographische Wandel stellt ein zentrales Zukunftsproblem von fortgeschrittenen Gesellschaften dar. Für den Bereich staatlicher Gemeinwesen wird als Folge demographischer Umbrüche ein schleichender Kollaps prognostiziert, weil sich die Nachfrage nach öffentlichen Gütern und Dienstleistungen demographisch bedingt verändert. Entgegen derartiger Krisenszenarien geht das Teilprojekt B8 'Demographischer Wandel und Arbeitsmarkt des öffentlichen Sektors' im Sonderforschungsbereichs 580 'Entwicklungen nach dem Systemumbruch: Diskontinuität, Tradition, Strukturbildung' davon aus, dass Reaktionen auf demographische Herausforderungen entscheidend für deren gesellschaftliche Auswirkungen sind. Untersucht werden dabei demographische Herausforderungen, deren akteurspezifische Bewältigung und die daraus sich ergebenden Folgen werden in einem exemplarischen Feld studiert, nämlich dem Personalwesen des öffentlichen Sektors. Der Arbeitsmarkt des öffentlichen Sektors steht im Fokus des Forschungsinteresses, da er als institutionelles Setting quantitativ wie qualitativ Leitbildcharakter trägt. Die Untersuchung konzentriert sich auf Deutschland und Polen, weil Transformationsländer besonders stark von demographischen Entwicklungen betroffen sind und ihnen daher bei der Bewältigung demographisch induzierter Folgeprobleme eine Vorreiterrolle innerhalb der OECD zukommt. Um empirisch die Bedeutung von einzelnen institutionellen Vorgaben und akteursspezifischen Bewältigungsstrategien bestimmen zu können, sieht das empirische Design des Projektes eine qualitative und quantitative Untersuchung der Bewältigungsstrategien auf verschiedenen Ebenen des Staatshandelns (Kommune, Zwischenebene, Zentralstaat) vor." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Alterung in Ostdeutschland: Gründerpotential sinkt bis 2020 merklich (2007)

    Schneider, Lutz ; Eichler, Stefan;

    Zitatform

    Schneider, Lutz & Stefan Eichler (2007): Alterung in Ostdeutschland: Gründerpotential sinkt bis 2020 merklich. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 13, H. 4, S. 102-109.

    Abstract

    "Schrumpfung und Alterung sind in vielen Regionen Deutschlands zu beobachten, in den ostdeutschen Ländern nehmen sie jedoch eine besondere Dimension an. Eine der weniger beachteten ökonomischen Folgen dieser Entwicklung besteht im Rückgang des Potentials an Unternehmensgründungen und neuen Selbständigen. Einerseits führt die Schrumpfung zu einem geringeren Pool an Gründerpersonen, andererseits machen sich Personen typischerweise in jüngeren Jahren selbständig, so dass die Alterung zusätzlich dämpfende Effekte generiert. Das Anliegen der Untersuchung ist, den Einfluss der demographischen Entwicklung auf die Gründungstätigkeit in Ostdeutschland bis 2020 zu quantifizieren. Dazu werden im ersten Schritt anhand des Mikrozensus altersspezifische Gründungsquoten ermittelt, welche im zweiten Schritt mit der Bevölkerungsprojektion im Sinne einer Status-quo-Vorausberechnung kombiniert werden. Es zeigt sich zunächst, dass entsprechend der Erwartungen die Gründungsintensität bei Personen im Alter von 25 bis 39 Jahren besonders hoch ist. In der Folge führt deren demographisch verursachte Verringerung bis 2020 zu einer geschätzten Abnahme der Gründungstätigkeit um ca. 25 %, wobei die Reduktion in Berlin mit 14 % die deutlich geringsten Ausmaße annimmt, während dem Land Brandenburg mit 32 % Rückgang die bedenklichste Entwicklung bevorsteht. Hingegen haben die westdeutschen Bundesländer im untersuchten Zeitraum nur eine Verringerung um 6 % zu verzeichnen, was die Größenordnung der Entwicklung im Osten unterstreicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Dresdner Arbeitsmarkt: Gutachten (2007)

    Thum, Marcel ; Grundig, Beate; Pohl, Carsten; Kriese, Mandy;

    Zitatform

    Grundig, Beate, Mandy Kriese & Carsten Pohl (2007): Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Dresdner Arbeitsmarkt. Gutachten. (Ifo-Dresden-Studien 42), München u.a., 60 S.

    Abstract

    "Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Sachsen wurde im Rahmen dieser Studie ein belastbares Szenario für den Dresdner Arbeitsmarkt bis 2020 erarbeitet. Da sich die Stadt Dresden trotz einer positiven Bevölkerungsentwicklung nicht vom Bevölkerungsrückgang im Umland abkoppeln kann, ist die Beantwortung der folgenden Fragen für die Stadtplanung von besonderem Interesse: Welche Auswirkungen hat der demographische Wandel auf den Arbeitsmarkt in Dresden? Welche Entwicklungen sind in den einzelnen Arbeitsmarktqualifikationen zu erwarten? Wie wirken sich diese Entwicklungen auf die einzelnen Branchen aus? Zentrale Ergebnisse der Studie sind, dass es in Dresden in der Summe nicht zu einem Mangel an Arbeitskräften kommen wird. Allerdings zeigt die Analyse der qualifikationsspezifischen Teilarbeitsmärkte, dass ohne kompensierende Maßnahmen in höher qualifizierten Berufen und Tätigkeitsfeldern durchaus Arbeitskräfteknappheiten auftreten können.Mit Blick auf den Arbeitsmarkt wurden mehrere Simulationsrechnungen bis zum Jahr 2020 durchgeführt. Wie die Berechnungen zeigen, wird der Bevölkerungsrückgang zu einer Dämpfung der Nachfrage nach nicht-handelbaren Gütern führen, da diese Güter und Dienstleistungen maßgeblich durch die lokal ansässige Bevölkerung nachgefragt werden. Die verminderte Nachfrage im Sektor nicht-handelbarer Güter, in dem immerhin 80 % der Erwerbstätigen in Ostdeutschland beschäftigt sind, verringert in der Folge auch die Nachfrage nach Arbeitskräften. Im Sektor mit handelbaren Gütern hingegen bestimmt die internationale Nachfrage nach in Ostdeutschland hergestellten Produkten letztendlich auch die Nachfrage nach Arbeitskräften. Demographisch bedingte Verschiebungen sind hier nicht zu erwarten. Insofern wird die zukünftige Arbeitsmarktsituation durch zwei gleichgerichtete Entwicklungen geprägt sein. Einerseits vermindert sich aufgrund der Bevölkerungsschrumpfung und -alterung das Arbeitsangebot, andererseits führt die demographische Lage auch zu einer Reduktion der Arbeitsnachfrage im Sektor nicht-handelbarer Güter. Wie sich der Arbeitsmarkt für die einzelnen Qualifikationsstufen entwickeln wird, hängt nicht unwesentlich von der Lohnentwicklung ab. Die relative Knappheit bei Hochqualifizierten dürfte auf Dauer zu Lohnsteigerungen in diesem Arbeitsmarktsegment führen, während bei anhaltender Arbeitslosigkeit in den übrigen Arbeitsmarktsegmenten kein Lohndruck nach oben entsteht, was insgesamt ein höheres Maß an Lohnspreizung mit sich bringt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die demographische Alterung in den Bundesländern: ein Zeitvergleich (2007)

    Zitatform

    (2007): Die demographische Alterung in den Bundesländern. Ein Zeitvergleich. In: BiB-Mitteilungen, Jg. 28, H. 1, S. 27-32.

    Abstract

    "Dass die demographische Alterung in Deutschland regional unterschiedlich verläuft, ist durch zahlreiche Studien belegt worden. Von Interesse ist, wie schnell die Bevölkerungen in den Bundesländern altern. Hierfür dient ein Vergleich eines Indikators des demographischen Alterns, des Durchschnittsalters der Bevölkerung in den Jahren 1991 und 2005." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Gutachten zum demografischen Wandel im Land Brandenburg: Expertise (2007)

    Abstract

    Das Gutachten befasst sich mit den aktuellen und zu erwartenden Bevölkerungsentwicklungen in Brandenburg sowie den daraus folgenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen. Nach Erkenntnissen der Experten wird die Bevölkerungsgröße des Landes Brandenburg (rund 2,6 Mio. Einwohner) aufgrund der Abwanderungstendenzen und der Auswirkungen des Geburtenrückgangs bis 2030 um mindestens 13 Prozent zurückgehen. Hinzu kommen die Effekte des Alterungsprozesses der Landesbevölkerung, der durch die Abwanderung der jungen Generationen zusätzlich verstärkt wird: 2030 wird jeder dritte Brandenburger älter als 65 Jahre sein. Das Gutachten arbeitet 'Problemknoten' heraus, die für verschiedene Entwicklungen, darunter die Schließung von Schulen, die Abwanderung junger Frauen, den Fachkräftemangel, den steigenden Bedarf an Pflegekräften in der Betreuung von Senioren, den drohenden Kollaps des Staatshaushalts oder den Zusammenbruch der Bürgergesellschaft, verantwortlich sind. Das bedeutendste Problemfeld betrifft die Bildung. Zur Lösung der Problemknoten werden Empfehlungen formuliert, die sich zum Großteil an den Erfahrungen anderer Bundesländer und anderer Nationen orientieren. In den Regionen, in denen die gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Erosion nicht verhindern werden kann, soll der Staat nach Auffassung der Gutachter den Abwanderungsprozess bis zur völligen 'Entleerung' fördern. Am Ende des Gutachtens wird ein 'Modell für die Zukunft Brandenburgs' entworfen, mit dem das Land eine 'Vorreiterrolle bei der Bewältigung des demografischen Wandels' spielen soll. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Die aktuelle Bevölkerungsprognose des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) - unter besonderer Berücksichtigung des Freistaates Sachsen (2006)

    Bucher, Hansjörg;

    Zitatform

    Bucher, Hansjörg (2006): Die aktuelle Bevölkerungsprognose des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) - unter besonderer Berücksichtigung des Freistaates Sachsen. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 13, H. 3, S. 4-14.

    Abstract

    "Prognoserechnungen für die Bevölkerung werden in Deutschland von verschiedenen Institutionen auf wechselnden räumlichen Ebenen betrieben. Die Bevölkerungsprognose des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, welche in diesem Beitrag vorgestellt wird, ist dabei die einzige, die sowohl bundesweit flächendeckend als auch kleinräumig durchgeführt wird. Neben der Darstellung wesentlicher Ergebnisse aus der Bevölkerungsprognose unter besonderer Berücksichtigung Sachsens wird ein Vergleich mit der Prognose des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen vorgenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Klimawandel - Im Osten geht die Sonne unter (2006)

    Fuchs, Johann ; Söhnlein, Doris ;

    Zitatform

    Fuchs, Johann & Doris Söhnlein (2006): Klimawandel - Im Osten geht die Sonne unter. In: IAB-Forum H. 1, S. 60-63.

    Abstract

    Der Beitrag fasst die Prognosen des IAB zur Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland zusammen. Bis zum Jahr 2050 wird ein Absinken des Bevölkerungsanteils der 15- bis 64 Jährigen von derzeit 10 Millionen auf weniger als die Hälfte prognostiziert. Der Hauptgrund für die Bevölkerungsabnahme ist der Geburtenausfall nach der Wende aufgrund der ökonomischen Entwicklung und der Angleichung der Verhaltensmuster in Ost und West. Die Bevölkerungsprojektion stellt eine wichtige Grundlage für die Vorausschätzung des Arbeitskräfteangebots (Erwerbspersonenpotential) dar. Dieses wird in den neuen Bundesländern dramatisch sinken und zugleich altern. Der Beitrag untersucht, ob der Rückgang des Erwerbspersonenpotentials den Druck vom ostdeutschen Arbeitsmarkt nehmen wird und kommt zu dem Schluss, dass dieser zwar die Tendenz weiterer Arbeitsplatzverluste dämpfen kann, letztlich aber im Osten eine Abwärtsspirale bevorsteht. Durch eine Aufwertung des ostdeutschen Standorts kann jedoch die Überlebens- und Wettbewerbsfähigkeit Ostdeutschlands gesichert werden. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Söhnlein, Doris ;
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  • Literaturhinweis

    Dramatischer Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials in den neuen Ländern bis 2050 (2006)

    Fuchs, Johann ; Söhnlein, Doris ;

    Zitatform

    Fuchs, Johann & Doris Söhnlein (2006): Dramatischer Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials in den neuen Ländern bis 2050. In: Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Demographie H. 1, S. 6-7.

    Abstract

    Bis zum Jahr 2050 wird sich die Bevölkerung in Ostdeutschland in etwa halbieren. Nur noch 4,5 Millionen (von heute 10 Millionen) Erwerbspersonen zwischen 15 und 64 Jahren werden dann vorhanden sein. Hauptursache ist der Geburtenausfall nach der Wende, der dazu geführt hat, dass jährlich nur noch 100.000 Jugendliche das erwerbsfähige Alter erreichen (Früher im Schnitt das Doppelte). Der Abwanderungseffekt in den Westen spielt überraschender Weise keine große Rolle: Ohne Wanderung wäre die Bevölkerungszahl im Jahre 2050 nur im Promillebereich höher. Es wird prognostiziert, dass im Osten eine Abwärtsspirale bevorsteht. Die schlechten wirtschaftlichen Aussichten werden die Abwanderung der jungen, aktiven und gut qualifizierten Fachkräfte verstärken. Dies wird wiederum die Attraktivität für Investoren mindern, was wiederum die ökonomische Talfahrt beschleunigt. Auf kurze und mittlere Sicht kann der Bevölkerungsrückgang nur durch die Zuwanderung von In- und Ausländern gebremst werden. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Söhnlein, Doris ;
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  • Literaturhinweis

    Typisierung auf räumlich tief gegliederter Ebene als Beitrag zur Beurteilung der demographischen Entwicklung eines Gebietes (2006)

    Kirschke, Annett;

    Zitatform

    Kirschke, Annett (2006): Typisierung auf räumlich tief gegliederter Ebene als Beitrag zur Beurteilung der demographischen Entwicklung eines Gebietes. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 13, H. 3, S. 21-27.

    Abstract

    "Die demographische Entwicklung in Sachsen verläuft auf regionaler Ebene unterschiedlich. Bevölkerungsrückgang und Bevölkerungswachstum existieren nebeneinander, sodass das Interesse an kleinräumigen statistischen Analysen stetig gewachsen ist. Um einen systematischen Überblick über die regionalen Bevölkerungsentwicklungen im Freistaat Sachsen zu erlangen, hat das Statistische Landesamt einen Ansatz zur kleinräumigen Typisierung und Gruppierung der Gemeinden nach ihren demographischen Entwicklungstrends erarbeitet. Der aktuelle Arbeitsstand wird in dem Artikel vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zukunft für junge Fachkräfte in Ostdeutschland: unternehmerische Strategien und regionale Initiativen in Ostdeutschland zum demografischen Wandel. Endbericht (2006)

    Papies, Udo; Frei, Marek; Berteit, Herbert;

    Zitatform

    Berteit, Herbert & Marek Frei (2006): Zukunft für junge Fachkräfte in Ostdeutschland. Unternehmerische Strategien und regionale Initiativen in Ostdeutschland zum demografischen Wandel. Endbericht. Berlin, 144 S.

    Abstract

    Vor dem Hintergrund eines schrumpfenden Angebotes verfügbarer Fachkräfte wurden in der Studie Wege und Wirkungen unternehmerischer Strategien zur Deckung des Fachkräftebedarfs in Verbindung mit dem individuellen Streben junger Fachkräfte nach einem Einstieg in das Berufsleben untersucht. Dabei wird deutlich, wie Unternehmen in ihrem Rekrutierungsverhalten gegenüber jungen Fachkräften auf Arbeitsmarktentwicklungen und deren Beeinflussung durch den demografischen Wandel reagieren. In insgesamt 15 Fallstudien wurden Unternehmen der Automobilbranche zu ihrer Personalrekrutierung befragt. Ergänzend wurden Interviews mit ausgewählten Branchenexperten und regionalen Akteuren des Aus- und Weiterbildungssystems geführt und Fachkräftestudien und Daten zur Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland ausgewertet. Die Daten zeigen, dass die Beschäftigungsperspektiven junger Fachkräfte sowohl insgesamt als auch in den einzelnen Unternehmen, Branchen und Regionen vor allem von der durch die Beschäftigungsentwicklung bestimmten Nachfrage nach Fachkräften abhängen. Die konkrete Gestaltung der Personalrekrutierungspolitik der Unternehmen zur Einstellung junger Fachkräfte ist vor allem vom Verhältnis zwischen Fachkräftenachfrage und -angebot auf dem jeweiligen regionalen Arbeitsmarkt abhängig. Es ergibt sich insgesamt ein Bild, nach dem ein genereller, durch die demografische Entwicklung bedingter Mangel an jungen Fachkräften in Ostdeutschland auch in den nächsten Jahren wenig wahrscheinlich ist. Allerdings wird der Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte zunehmen. Es wird die Vielfalt der gegenwärtig praktizierten Wege aufgezeigt, auf denen sich Fachkräfte suchende Betriebe und Arbeitsplätze suchende Fachkräfte begegnen können. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Demographische Entwicklung in Ostdeutschland: Forschungsauftrag des BMWi (Projekt Nr. 27/04). Endbericht (2006)

    Ragnitz, Joachim; Grundig, Beate; Eichler, Stefan; Ragnitz, Joachim; Seitz, Helmut; Lehmann, Harald; Schneider, Lutz ; Pohl, Carsten; Thum, Marcel ;

    Zitatform

    Ragnitz, Joachim, Beate Grundig, Carsten Pohl, Marcel Thum, Helmut Seitz, Stefan Eichler, Harald Lehmann, Joachim Ragnitz & Lutz Schneider (2006): Demographische Entwicklung in Ostdeutschland. Forschungsauftrag des BMWi (Projekt Nr. 27/04). Endbericht. Halle, 311 S.

    Abstract

    "Nach vorliegenden Prognosen wird die Bevölkerung in den neuen Bundesländern in den kommenden Jahren massiv schrumpfen. Damit verbunden sind gravierende Veränderungen in der altersmäßigen Zusammensetzung der Bevölkerung - der Anteil der Rentnergeneration wird stark zunehmen, der Anteil von Kindern und Jugendlichen dementsprechend kräftig sinken. Auch die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter wird sich deutlich reduzieren, weil mehr Menschen altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden als junge Personen 'nachrücken'. Die neuen Länder nehmen damit eine Entwicklung vorweg, die in ähnlicher Form in Westdeutschland mit einer Verzögerung von 20 Jahren ebenfalls eintreten wird. Vor diesem Hintergrund werden in der Studie die Implikationen des demographischen Wandels in den neuen Bundesländern näher untersucht und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen abgeleitet. Die drei Projektpartner konzentrieren sich dabei auf die wirtschaftlichen Implikationen des demographischen Wandels (Auswirkungen auf Produktion und Nachfrage, auf die Arbeitsmärkte und ausgewählte Politikbereiche, insbesondere die finanzwirtschaftliche Lage der ostdeutschen Länder)." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Demographiemonitor: Band 1: Indikatoren des demographischen Wandels (2006)

    Wintermann, Ole; Gampe, Jutta; Homburg, Stefan ; Wagschal, Uwe; Seitz, Helmut; Vaupel, James W. ; Bertram, Hans; Kistowski, Kristin G. von; Börsch-Supan, Axel; Kruse, Andreas; Schnabel, Sabine; Leinert, Johannes; Deth, Jan W. van ; Müller, Burkhard; Böhret, Carl; Petersen, Thieß;

    Abstract

    "Die demographische Entwicklung stellt die wohl größte Herausforderung für die Steuerungsfähigkeit unseres politischen Systems dar. Notwendige Bedingung für den erfolgreichen Umgang mit den Auswirkungen dieser Entwicklung ist Transparenz der Folgen von Alterung und Schrumpfung. Hierzu hat die 'Aktion Demographischer Wandel' der Bertelsmann Stiftung für die Ebene des Bundes und der Länder einen Indikatoren-Katalog erarbeitet, der alle demographierelevanten Themenfelder abdeckt (soziale Sicherungssysteme, ökonomischer Wohlstand, soziale Stabilität, Humankapitalbildung, Familiengründung, Zuwanderung etc.). Im ersten Band des Demographiemonitors werden mithilfe von 59 Indikatoren die demographierelevanten Entwicklungen in den Jahren 1991 bis 2004 für alle Bundesländer in verschiedenen Themenfeldern abgebildet. Die Qualität der Trends in den Bundesländern wird mit einer Ampelsystematik bewertet. Ziel ist die Erarbeitung einer Landkarte der Handlungsbedarfe. Der zweite Band des Demographiemonitors stellt Handlungsoptionen für den Umgang mit den Folgen der demographischen Entwicklung vor. Die Lösungsansätze orientieren sich an den Ober- und Teilzielen des Indikatoren-Katalogs aus dem ersten Band und sind von ausgewiesenen Experten der jeweiligen Politikfelder verfasst worden. Abgerundet werden die Ausführungen durch eine zusammenfassende Agenda 2050, in der neben den wichtigsten Maßnahmen auch eine Blaupause für die idealtypische Umsetzung der Handlungsoptionen skizziert wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Brandenburg regional 2006: eine räumliche Bestandsaufnahme der Regionen, Landkreise und kreisfreien Städte (2006)

    Abstract

    "Inhaltliche Schwerpunkte der räumlichen Stärke-/Schwächenanalyse für jeden Kreis bzw. jede Region waren - bei weitgehend identischem Aufbau - Bevölkerung, Wirtschaft, Arbeitsmarkt sowie der Komplex Planen/Bauen/Wohnen. DEm vorangestellt wurde jeweils ein kurzer einführender Abriss über geographische Lage- und Größenverhältnisse, naturräumliche und historische Entwicklung, Verkehr, Flächennutzung sowie Natur- und Landschaftsschutz." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Abwanderung, Geburtenrückgang und regionale Entwicklung: Ursachen und Folgen des Bevölkerungsrückgangs in Ostdeutschland (2005)

    Dienel, Christiane;

    Zitatform

    Dienel, Christiane (Hrsg.) (2005): Abwanderung, Geburtenrückgang und regionale Entwicklung. Ursachen und Folgen des Bevölkerungsrückgangs in Ostdeutschland. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 355 S.

    Abstract

    "Der Bevölkerungsrückgang in Ostdeutschland ist ein mittlerweile auch öffentlich wahrgenommenes Krisensymptom und eine Herausforderung für die politische Gestaltung. In diesem Band wird, ausgehend von der Fallstudie Sachsen-Anhalt, erstmals eine interdisziplinäre Gesamtschau der regionalen Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland und ihrer Einflussfaktoren vorgelegt. Der vergleichende Blick auf andere Regionen in Deutschland, Italien, Irland, Finnland und Portugal ermöglicht neue Blickwinkel auf regionale Entwicklungsdisparitäten und ihre Folgen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Langfristprojektion bis 2050: Dramatischer Rückgang der Bevölkerung im Osten (2005)

    Fuchs, Johann ; Söhnlein, Doris ;

    Zitatform

    Fuchs, Johann & Doris Söhnlein (2005): Langfristprojektion bis 2050: Dramatischer Rückgang der Bevölkerung im Osten. (IAB-Kurzbericht 19/2005), Nürnberg, 4 S.

    Abstract

    "Mit dem langfristigen Rückgang und der Alterung der Bevölkerung wird in Deutschland auch deren erwerbsfähiger Teil schrumpfen, und zwar überproportional. Wird nicht gegengesteuert, so ist insbesondere in den neuen Bundesländern mit einem dramatischen Einbruch zu rechnen. Dies verheißt für die aktuell schon kriselnde ostdeutsche Wirtschaft auch in ferner Zukunft wenig Gutes. Denn für ein prosperierendes Gemeinwesen sind genügend Bürger und Arbeitskräfte unentbehrlich, da wirtschaftliche Dynamik auch hinreichend viele Produzenten und Konsumenten voraussetzt. Da von einer Steigerung der Geburtenrate auf mittlere Sicht keine Wunderdinge zu erwarten sind, bleibt nur die Förderung der Zuwanderung von In- und Ausländern. Ostdeutschland muss attraktiver werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Söhnlein, Doris ;
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  • Literaturhinweis

    Sozialreport 50+ 2005: Daten und Fakten zur sozialen Lage 50- bis unter 65-Jähriger in den neuen Bundesländern (2005)

    Haupt, Hanna; Liebscher, Reinhard;

    Zitatform

    (2005): Sozialreport 50+ 2005. Daten und Fakten zur sozialen Lage 50- bis unter 65-Jähriger in den neuen Bundesländern. Berlin: Trafo-Verlag, 263 S.

    Abstract

    "1. Die heute 50- bis unter 65-jährigen Bürger der neuen Bundesländer sind jene Altersjahrgänge, in denen sich in konzentrierter Form die sozialen Veränderungen, die soziale Umschichtung und die darauf beruhenden subjektiven Befindlichkeiten reflektieren.
    2. Die 50- bis unter 65-Jährigen stellen aufgrund ihrer hohen beruflichen Qualifikation und durch die sich verlängernde aktive Lebensphase im Alter ein bedeutendes Potenzial künftiger Sozialarbeit dar.
    3. Einer insgesamt relativ hohen allgemeinen Lebenszufriedenheit steht zugleich ein hohes Maß an Befürchtungen auf die unmittelbare und fernere Zukunft gegenüber.
    4. Die soziale Situation der 50- bis unter 65-Jährigen ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Ausgliederung und Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt sowie hohe Anteile in nicht gewünschten Arbeitsverhältnissen (befristet, Teilzeit usw.). Insgesamt fehlen für ältere Bürger in den neuen Bundesländern rd. 830 Tsd. Arbeitsplätze absolut sowie 375 Tsd. Arbeitsplätze, die den Vorstellungen der Bürger über die Gestaltung ihrer Arbeitsverhältnisse zur Zeit nicht voll entsprechen.
    5. Die Teilhabe der älteren Erwerbspersonen am Arbeitsmarkt ist - ebenso wie die der jüngeren - von hoher Flexibilität und Mobilität geprägt.
    6. Die gegenwärtige individuelle (familiäre) wirtschaftliche Situation ist sowohl durch positive wie negative Wertungen - insbesondere in Abhängigkeit vom Erwerbsstatus - charakterisiert. Zugleich wird eine deutliche Verschlechterung im Verlauf der letzten fünf Jahre von 66 % der 50- bis unter 65-Jährigen festgestellt.
    7. In den letzten Jahren zeigen sich deutliche individuelle Einkommensverluste, die Haushaltseinkommen stagnieren im Vergleich zum allgemeinen Anstieg. Rund die Hälfte dieser Altersjahrgänge ist latentes Armutspotenzial.
    8. Der vorgezogene Renteneintritt bleibt für viele Ältere die einzige Chance ihrer materiellen Existenzsicherung. Das betraf im Jahre 2003 bereits weit mehr als die Hälfte der Rentenzugänge." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Land Brandenburg - Aktuelle Situation und Trends der demografischen Entwicklung (Deutschland) (2005)

    Kühl, Alexander; Putzing, Monika;

    Zitatform

    Kühl, Alexander & Monika Putzing (2005): Land Brandenburg - Aktuelle Situation und Trends der demografischen Entwicklung (Deutschland). In: Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (Hrsg.) (2005): Smart Region : eine innovative Maßnahme zur Bewältigung des demografischen Wandels in europäischen Regionen (DRV-Schriften, 62), S. 181-205.

    Abstract

    Der Beitrag liefert eine Bestandsaufnahme und Prognose der demografischen Entwicklung des Landes Brandenburg und bewertet diese unter dem Aspekt des regional orientierten Handlungsansatzes des EU-Projekts 'Smart Region'. Die demografische Entwicklung Brandenburgs ist durch ausgeprägte regionale Disparitäten gekennzeichnet. Während sich die Teilregion um Berlin herum (engerer Verflechtungsraum) 'relativ positiv' entwickelt, stehen die Landkreise in den Berlinfernen Regionen (äußerer Entwicklungsraum) vor existenziellen Problemen. Folgende Themenbereiche werden behandelt und durch grafische Darstellungen erläutert: Natürliche Bevölkerungsentwicklung, Wanderungsbewegungen, Qualitative und quantitative Konsequenzen, Demografische Entwicklung im regionalen Kontext, Arbeitsmarkteffekte der demografischen Entwicklung, Beteiligung Älterer am Erwerbsleben, Wahrnehmung der demografischen Entwicklungsprobleme durch die Politikakteure im Land Brandenburg. Die prognostizierte weitere Ausprägung der regionalen Disparitäten stellt gerade die praktische Politik der Landesregierung Brandenburg vor 'beträchtliche' Herausforderungen. Nach Ansicht der Autoren ergeben sich angesichts der demografisch gegenläufigen Entwicklung in Brandenburg für die Landespolitik zwei grundlegende Strategien: 1. die Konzentration von Fördermitteln auf so genannte Wachstumskerne und 2. Sicherung des Bestands von Betrieben in den peripher gelegenen Regionen. Die öffentlichen Anstrengungen zur Stärkung der Humankapitalbasis sollten auf die regionalen Bedarfe ausgerichtet werden. Im Sinne des auf das regional koordinierte Handeln bezogenen innovativen Ansatzes von 'Smart Region' kann nach Ansicht der Autoren die Entwicklung der Humanressourcen im Land Brandenburg als wesentlicher Beitrag zur Bewältigung des Strukturwandels verstanden werden. (IAB)

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    Wirkungen der Bevölkerungsentwicklung Thüringens auf den regionalen Arbeitsmarkt (Deutschland) (2005)

    Kühl, Alexander;

    Zitatform

    Kühl, Alexander (2005): Wirkungen der Bevölkerungsentwicklung Thüringens auf den regionalen Arbeitsmarkt (Deutschland). In: Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (Hrsg.) (2005): Smart Region : eine innovative Maßnahme zur Bewältigung des demografischen Wandels in europäischen Regionen (DRV-Schriften, 62), S. 207-228.

    Abstract

    Der Beitrag liefert eine Bestandsaufnahme und Prognose der Bevölkerungsentwicklung Thüringens unter dem Aspekt des Zusammenhangs von demografischer Entwicklung und den damit einhergehenden Reaktionen des Arbeitsmarktes. Folgende Themenbereich werden behandelt: Die bisherige Bevölkerungsentwicklung, Wanderungsverhalten, die Geburtenentwicklung von 1990 bis 2002, die nachhaltige Wirkung der Geburtenentwicklung auf die Bevölkerungsentwicklung, die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung in Thüringen, aufgeteilt nach Gesamtentwicklung und Entwicklung der Teilräume, Beschäftigungsentwicklung bis 2004, Betriebliche Altersstruktur der Beschäftigten, ' Entwicklung der Altersgruppen der Erwerbsfähigen in Thüringen, Entlastung des Arbeitsmarktes durch demografische Prozesse sowie abschließend der politische Handlungsbedarf. Als Fazit der Bevölkerungsentwicklung zeigt sich eine 'schleichende Überalterung' Thüringens einschließlich der Alterung des Arbeitskräftepotenzials. Hinzu kommt, dass eine anhaltend schlechte Arbeitsmarktlage Abwanderung induziert und so die Alterung der verbleibenden Wohnbevölkerung beschleunigt. Der Humankapitalverlust durch Schrumpfung und Alterung des Erwerbspersonenpotenzials macht intensivierte altersgerechte Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich. Der Autor unterbreitet einen Vorschlag zur Entwicklung regionalspezifischer Modelle auf der Basis eines umsetzungsorientierten Methodeneinsatzes als Ausgangspunkt für anzustrebende regionale Weiterbildungsverbünde mit der Zielgruppe alternder Belegschaften. Gerade vor dem Hintergrund einer notwendigen Verlängerung der Erwerbsphase gewinnt die qualifikatorische Anpassungsfähigkeit der Beschäftigten an Bedeutung mit den entsprechenden Konsequenzen für die Aktivitäten regionaler Akteurskonstellationen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Demographischer Wandel und Arbeitsmärkte in Norddeutschland (2005)

    Niebuhr, Annekatrin ; Stiller, Silvia;

    Zitatform

    Niebuhr, Annekatrin & Silvia Stiller (2005): Demographischer Wandel und Arbeitsmärkte in Norddeutschland. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 85, H. 5, S. 326-332. DOI:10.1007/s10273-005-0380-0

    Abstract

    Die bevorstehenden demografischen Veränderungen werden sich auch auf den Arbeitsmarkt auswirken, wobei sich die Wirkungen je nach Ausgangsbedingungen innerhalb Deutschlands unterschiedlich stark zeigen werden. Der Beitrag befasst sich mit den quantitativen und altersstrukturellen Wirkungen des demografischen Wandels für die Erwerbsbevölkerung in den norddeutschen Bundesländern Bremen und Hamburg sowie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein und zeigt Handlungsnotwendigkeiten und -optionen auf. Bereits bis zum Jahr 2020 wird das Erwerbspersonenpotential in Norddeutschland spürbar zurückgehen und das Angebot an jüngeren Arbeitskräften, die nach dem neuesten Stand des Wissens ausgebildet wurden, sinken. Es ist davon auszugehen, dass sich Engpässe auf der Angebotsseite des Arbeitsmarktes nach 2020, im Zuge des sich beschleunigenden Rückgangs der Erwerbsbevölkerung, verschärfen werden. Folglich wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und der Lebensstandard eingeschränkt. Die Auswirkungen des demografischen Wandels erfordern umfassende Reformen auf Bundesebene, insbesondere im Bereich der sozialen Sicherungssysteme. Aber auch die Vertreter von Politik und Wirtschaft in den norddeutschen Bundesländern müssen den anstehenden Entwicklungstendenzen entgegenwirken und überfällige Reformen umsetzen. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Niebuhr, Annekatrin ;
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  • Literaturhinweis

    Alt wie ein Baum? Altersstrukturen Brandenburger Unternehmen vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen (2005)

    Papies, Udo;

    Zitatform

    Papies, Udo (2005): Alt wie ein Baum? Altersstrukturen Brandenburger Unternehmen vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen. (LASA-Studie 43), Potsdam, 94 S.

    Abstract

    Im Mittelpunkt der Studie stehen die Wirkungen des demografischen Wandels auf die Altersstrukturen der Belegschaften Brandenburger Klein- und Mittelbetriebe. Genauer betrachtet werden dabei die älteren und jüngeren Altersgruppen. Es wird auf die Größen- und Wirtschaftszweigstrukturen der Unternehmen eingegangen sowie auf die Altersstrukturen in den Betrieben und in den Regionen. Fazit: Nicht die Schrumpfung der Bevölkerung Brandenburgs ist die Herausforderung, sondern deren Alterung. Eine wirtschaftsnahe Arbeitsmarktpolitik sollte sich auf die Stabilisierung und Erhöhung der Beschäftigung junger Arbeitskräfte richten und auf die Einbeziehung und Nutzung der Leistungspotenziale älterer Beschäftigter. Die Autoren schlagen vor:
    - Die weitere Sensibilisierung der KMU und der Öffentlichkeit für die demografischen Veränderungsprozesse,
    - eine wirksame berufsfachliche und qualifikatorische Orientierung und Gewinnung Jugendlicher für den Fachkräftebedarf der Betriebe,
    - eine Stärkung der Leistungsfähigkeit älterer Beschäftigter und eine alternsgerechte Personalpolitik, sowie
    - die Entwicklung eines Fachkräftemonitorings zur regionalen und branchenbezogenen Beobachtung der Entwicklung der Fachkräftesituation. (IAB2)

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    Demographischer Wandel im Raum: Was tun wir?: gemeinsamer Kongress 2004 von ARL und BBR (2005)

    Strubelt, Wendelin; Zimmermann, Horst;

    Zitatform

    Strubelt, Wendelin & Horst Zimmermann (Hrsg.) (2005): Demographischer Wandel im Raum: Was tun wir? Gemeinsamer Kongress 2004 von ARL und BBR. (Räumliche Konsequenzen des demographischen Wandels 05), Hannover, 152 S.

    Abstract

    "Der langfristige Rückgang, die kontinuierliche Alterung und die fortschreitende Internationalisierung der Bevölkerung in Deutschland und in vielen anderen Ländern lösen einen tief greifenden demographischen und sozialen Wandel aus. Dieser wird sich räumlich sehr differenziert auswirken. Ostdeutschland ist hiervon in besonderem Maße betroffen. Die regionalen Verteilungskämpfe um demographische Potenziale werden auf allen räumlichen Ebenen an Bedeutung gewinnen. Zuwanderungen werden diese Trends noch verstärken. Gerade unter dem Aspekt einer nachhaltigen Raumentwicklung ergibt sich ein umfassender, regional unterschiedlicher Anpassungsbedarf der Siedlungs-, Wirtschafts- und Infrastrukturen. Insbesondere die Tragfähigkeit dünn besiedelter, ländlicher Räume ist gefährdet. Aber auch städtische Regionen sind mit starken Einwohnerrückgängen konfrontiert. Wegen der komplexen und weittragenden Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Raumentwicklung hat die ARL ihre Arbeiten in diesem Themenbereich schon seit längerem intensiviert. Neben Forschungsaktivitäten gehört hierzu auch die Durchführung größerer Veranstaltungen. So haben die ARL und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Jahre 2004 in Magdeburg eine gemeinsame Tagung zum Thema 'Demographischer Wandel im Raum: Was tun wir?' durchgeführt. Ziel der Veranstaltung war eine breite Diskussion der Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Raumentwicklung sowie die Abschätzung der Konsequenzen für die räumliche Politik und Planung. Der Band umfasst die Ergebnisse dieser in Wissenschaft und Fachöffentlichkeit vielbeachteten Veranstaltung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt in Sachsen: Analyse und Gegenstrategien (2004)

    Grundig, Beate; Pohl, Carsten;

    Zitatform

    Grundig, Beate & Carsten Pohl (2004): Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt in Sachsen. Analyse und Gegenstrategien. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 11, H. 3, S. 5-17.

    Abstract

    "Mittels einer Status-Quo-Prognose werden die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt in Sachsen untersucht. Danach könnte bei den hoch qualifizierten Erwerbspersonen bereits in naher Zukunft eine Arbeitskräfteknappheit eintreten. Selektive Zuwanderung, die Verlängerung der Lebensarbeitszeit sowie die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung unter hoch qualifizierten Frauen (mit Kindern) könnten dazu beitragen, den Mangel zu verringern. Langfristig muss jedoch verstärkt die Bildung von hoch qualifiziertem Humankapital im Freistaat gefördert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die demographische Herausforderung - Sachsens Zukunft gestalten (2004)

    Milbradt, Georg; Meier, Johannes;

    Zitatform

    Milbradt, Georg & Johannes Meier (Hrsg.) (2004): Die demographische Herausforderung - Sachsens Zukunft gestalten. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung, 173 S.

    Abstract

    Der Freistaat Sachsen verzeichnet sinkende Bevölkerungszahlen, zunehmende Alterung, einen zunehmenden Wettbewerb um die jungen und mobilen Bürgerinnen und Bürger und in der Folge Rückbau der Bildungs- und Versorgungsinfrastruktur. Zusammen mit der 'Aktion Demographischer Wandel' der Bertelsmann Stiftung veranstaltete die Sächsische Staatskanzlei mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft einen 'Demographie-Gipfel', mit dem Ziel, über den demographischen Wandel und seine Folgen für den Freistaat aufzuklären und den gesellschaftlichen Diskussionsprozess anzuregen.

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  • Literaturhinweis

    Bevölkerungsentwicklung in West- und Ostdeutschland: Vorausschätzungen bis 2050 (2004)

    Schulz, Erika;

    Zitatform

    Schulz, Erika (2004): Bevölkerungsentwicklung in West- und Ostdeutschland. Vorausschätzungen bis 2050. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 71, H. 33, S. 471-485.

    Abstract

    "Im Jahre 2003 ist die Einwohnerzahl in Deutschland erstmals nach 1998 wieder - wenn auch leicht - zurückgegangen. Ein anhaltender Sterbeüberschuss bei rückläufiger Zuwanderung war dafür ausschlaggebend. Dies betraf vor allem Ostdeutschland, während in Westdeutschland noch ein kleiner Zuwachs verzeichnet werden konnte. Die künftige Bevölkerungsentwicklung hängt im Wesentlichen vom Wanderungsgeschehen, aber auch von der Veränderung der Lebenserwartung ab. In der Bevölkerungsvorausschätzung des DIW Berlin für West- und Ostdeutschland wird angesichts der Unsicherheiten über die künftige Entwicklung der beiden Parameter mit jeweils zwei Varianten gerechnet: in Bezug auf die Nettozuzüge mit jährlich durchschnittlich 220 000 (Variante I) und 270 000 (Variante II); in Bezug auf die Lebenserwartung mit einer abgeschwächten Wachstumsrate (Variante A) und einer konstanten Wachstumsrate (Variante B). In der Variante IA wird die Einwohnerzahl in Westdeutschland bis 2020 um rund 2 Mill. auf 69,5 Mill. zunehmen, anschließend jedoch bis 2050 auf knapp 65 Mill. sinken. In Ostdeutschland wird die Zuwanderung aus dem Ausland bis 2020 gerade ausreichen, den natürlichen Bevölkerungsrückgang und den weiteren Wegzug nach Westdeutschland auszugleichen. Danach verringert sich auch hier die Bevölkerungszahl bis auf 14 Mill. im Jahre 2050. In Deutschland insgesamt liegt die Einwohnerzahl dann bei 79 Mill. In der Variante IIB mit höheren Zuzügen und konstant steigender Lebenserwartung wird die Einwohnerzahl in Deutschland auch langfristig nicht unter das gegenwärtige Niveau fallen: In Ostdeutschland wird nach diesen Berechnungen die Einwohnerzahl im Jahre 2050 knapp unter dem heutigen Stand liegen, während in Westdeutschland mit rund einer Million mehr Einwohnern (68,5 Mill.) gerechnet wird. Obwohl beide Varianten am Ende des Prognosezeitraums deutliche Unterschiede im Bevölkerungsniveau aufweisen, sind die Verschiebungen in der Altersstruktur nahezu gleich. Von der Alterung der Gesellschaft wird Ostdeutschland stärker betroffen sein als Westdeutschland. Der Altenquotient, d. h. die Relation der Zahl der 65-Jährigen und Älteren bezogen auf die Zahl der 20- bis 64-Jährigen, steigt in Westdeutschland von 28 % auf rund 54 %, in Ostdeutschland von 28 % auf 62 % (IA) bzw. 63 % (IIB)." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Demographische Entwicklung im Freistaat Sachsen: Analyse und Strategien zum Bevölkerungsrückgang auf dem Arbeitsmarkt (2004)

    Thum, Marcel ; Pohl, Carsten; Dittrich, Marcus ; Grundig, Beate; Markwardt, Gunther; Gerstenberger, Wolfgang; Schmalholz, Heinz;

    Zitatform

    Dittrich, Marcus, Wolfgang Gerstenberger, Beate Grundig, Gunther Markwardt, Carsten Pohl & Heinz Schmalholz (2004): Demographische Entwicklung im Freistaat Sachsen. Analyse und Strategien zum Bevölkerungsrückgang auf dem Arbeitsmarkt. (Ifo-Dresden-Studien 36), München u.a., 107 S.

    Abstract

    In den nächsten zwanzig Jahren wird der demografische Wandel auch den Freistaat Sachsen erfassen. Die Bevölkerung wird um über 15 % zurückgehen und das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt um sechs Jahre auf 49 Jahre. Ziel der Untersuchung ist es, Handlungsfelder zu identifizieren, in denen dem langfristigen Verlust an Humankapital entgegengesteuert werden kann. Die Studie geht in zwei Schritten vor: Im ersten Teil werden die Konsequenzen des Bevölkerungswandels auf den Arbeitsmarkt in Sachsen aufgezeigt. Es wird ein Referenzszenario bis 2020 entwickelt. Es zeigt sich, dass hochqulifizierte Arbeitskräfte schon in wenigen Jahren zum knappen Faktor werden, der die Wachstumschancen im Fraistaat restringiert. Für die gering qualifizierten Arbeitskräfte ist jedoch auch auf lange Sicht keine Entspannung zu erkennen. Im zweiten Teil der Studie werden drei Handlungsfelder identifiziert: Zuwanderung, Erwerbsbeteiligung und Humankapital. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Schrumpfung: Neue Herausforderungen für die Regionalentwicklung in Sachsen/Sachsen-Anhalt und Thüringen (2003)

    Müller, Bernhard; Siedentop, Stefan ;

    Zitatform

    Müller, Bernhard & Stefan Siedentop (Hrsg.) (2003): Schrumpfung: Neue Herausforderungen für die Regionalentwicklung in Sachsen/Sachsen-Anhalt und Thüringen. (Räumliche Konsequenzen des demographischen Wandels Teil 1), Hannover: Verlag der ARL, 154 S.

    Abstract

    "In allen Teilen Deutschlands sind gegenwärtig mehr oder weniger deutliche Tendenzen und Auswirkungen eines Rückgangs der Bevölkerung sowie eines nachlassenden Wirtschaftswachstums zu verzeichnen. Die damit verbundenen Entwicklungen stellen sich gerade in Ostdeutschland als ein besonders gravierendes Problem dar. Dazu zählt vor allem die umfangreiche Abwanderung der jungen, aktiven und gut ausgebildeten Bevölkerungsgruppen nach der Wende, der großflächige Leerstand von Wohngebäuden und -siedlungen, die Überkapazitäten der kommunalen Infrastruktur, das wachsende Defizit öffentlicher Haushalte aufgrund des Rückgangs kommunaler und staatlicher Einnahmen bei gleich bleibenden bzw. steigenden Ausgaben sowie das anhaltende Wegbrechen der industriellen Basis vieler Regionen und Kommunen mit einem gravierenden Verlust an Einkommen und an Arbeitsplätzen. Auch wenn die beschriebenen Trends nicht aufzuhalten oder gar umzukehren sind, bietet der Prozess der strukturellen Schrumpfung auch Chancen zum Umdenken und zur Neuorientierung der Stadt- und Regionalentwicklung. Ostdeutschland könnte gerade in dieser Hinsicht zu einem Vorreiter für einen neuen paradigmatischen Ansatz der Steuerung der Stadt- und Regionalentwicklung in Deutschland werden. Mit den Beiträgen dieses Bandes werden solche Ansätze zur Steuerung und Begleitung von regionalen Schrumpfungsprozessen vorgestellt und diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Determinanten der Bevölkerungsentwicklung in West- und Ostdeutschland (2002)

    Steinmann, Gunter; Tagge, Sven;

    Zitatform

    Steinmann, Gunter & Sven Tagge (2002): Determinanten der Bevölkerungsentwicklung in West- und Ostdeutschland. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 8, H. 4, S. 91-99.

    Abstract

    "In der Bundesrepublik Deutschland stellt sich langfristig ein Alterungs- und Schrumpfungsprozess der Bevölkerung ein. Dabei wird die demographische Entwicklung von der Fertilität, der Mortalität sowie den Wanderungsbewegungen in unterschiedlichem Maße determiniert. Um die Art und Intensität des Einflusses der demographischen Faktoren zu analysieren, werden in der Simulationsstudie die einzelnen Einflussgrößen von einander abgegrenzt. Im Gegensatz zu anderen Studien steht hierbei weniger eine genauere Abschätzung des künftigen Bevölkerungsbestandes im Vordergrund. Vielmehr werden die Wirkungsweise der Einflussfaktoren, die Veränderungen in den Altersstruktur der Bevölkerung sowie die demographischen Unterschiede in West- und Ostdeutschland thematisiert. Aus der Analyse geht hervor, dass die Bevölkerungsmasse und -struktur primär durch die Fertilität und, sofern sie in entsprechend hohem Maße erfolgt, die Zuwanderung geprägt wird. Dementgegen entfaltet die weitere Verminderung der Mortalität vergleichsweise geringe Auswirkungen. Ohne beträchtliche Zuwanderung wird bei der momentanen realisierten Fertilitätsrate die Überalterung der Bevölkerung fortschreiten und sich in West- und Ostdeutschland differenziert gestalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Bevölkerungsprognose für den Freistaat Sachsen bis 2015 (2001)

    Winkelvoss, Ekkehard;

    Zitatform

    Winkelvoss, Ekkehard (2001): Bevölkerungsprognose für den Freistaat Sachsen bis 2015. In: Informationen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung H. 1, S. 1-10.

    Abstract

    Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen hat eine Regionalisierte Bevölkerungsprognose für den Freistaat Sachsen bis 2015 erarbeitet. Der Autor kommentiert einen Auszug aus diesem Material. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Weniger Sachsen werden immer älter: Altersstruktur, Wanderungen und Pendlerströme (2001)

    Winkelvoss, Ekkehard;

    Zitatform

    Winkelvoss, Ekkehard (2001): Weniger Sachsen werden immer älter. Altersstruktur, Wanderungen und Pendlerströme. In: Informationen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung H. 3, S. 1-43.

    Abstract

    Der Autor analysiert die Bevölkerungsentwicklung des Freistaates Sachsen nach Altersgruppe und Geschlecht, und untersucht die Wanderungen sowie die Pendlerströme über die Landesgrenze des Freistaates. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Zehn Jahre Deutsche Einheit: Ein empirischer Blick auf die neuen Bundesländer (2000)

    Rehfeld, Uwe; Grütz, Jens;

    Zitatform

    Rehfeld, Uwe & Jens Grütz (2000): Zehn Jahre Deutsche Einheit: Ein empirischer Blick auf die neuen Bundesländer. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 55, H. 8, S. 546-564.

    Abstract

    "In dem Beitrag werden ausgewählte Daten präsentiert, um aufzuzeigen, welche Veränderungen sich in den vergangenen 10 Jahren in den neuen Bundesländern ergeben haben und welche Fortschritte der Ost-West-Angleichung festzustellen sind. Dabei kann der beispiellose Umbruch, wie auch die heutige Situation, nur im Umriss und ohne tiefe Differenzierung beschrieben werden. Die Entwicklung wichtiger Eckdaten, die aus der Sicht der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) ausgewählt wurden, lassen als Indikatoren jedoch eine bilanzierende Gesamtsicht zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Eine empirische Analyse des Geburtenrückgangs in den neuen Bundesländern aus der Sicht der neoklassischen Bevölkerungsökonomie (1998)

    Lechner, Michael ;

    Zitatform

    Lechner, Michael (1998): Eine empirische Analyse des Geburtenrückgangs in den neuen Bundesländern aus der Sicht der neoklassischen Bevölkerungsökonomie. In: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Jg. 118, H. 3, S. 463-488.

    Abstract

    "Mit der deutschen Vereinigung war ein massiver Einbruch der Geburtenzahlen in den neuen Bundesländern (NBL) verbunden. Diese Arbeit analysiert zum einen mit dem theoretischen Rahmen der neoklassischen Bevölkerungsökonomie die Incentivewirkungen der Institutionen, die vor und nach der Vereinigung in den NBL anzutreffen waren. Zum anderen wird im empirischen Teil mit altersspezifischen Geburtsraten des Statistischen Bundesamts und den Individualdaten des Sozioökonomischen Panels die Bedeutung der möglichen Erklärungen analysiert. Nahezu alle verfügbare Evidenz spricht für eine Interpretation des Geburtenrückgangs als Anpassungsprozeß an das westliche Fertilitätsmuster, das vor allem durch wesentlich spätere Geburten im Lebenszyklus einer Frau gekennzeichnet ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Der Geburteneinbruch in den neuen Bundesländern seit 1990 und einige Hypothesen zu seiner Erklärung (1998)

    Schaich, Eberhard;

    Zitatform

    Schaich, Eberhard (1998): Der Geburteneinbruch in den neuen Bundesländern seit 1990 und einige Hypothesen zu seiner Erklärung. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 217, H. 1, S. 93-107. DOI:10.1515/jbnst-1998-0111

    Abstract

    "In der ehemaligen DDR hat sich seit 1990 bezüglich der Fertilität eine dramatische Abwärtentwicklung ergeben, die im Jahr 1994 zu einer Reproduktionsziffer von nur noch etwa 37% führte. Zur Erklärung wurden die pessimistischen Erwartungen, die neuen Möglichkeiten hochwertigen Konsums und eine schnelle Anpassung der Bevölkerung an das westdeutsche Fertilitätsmuster ins Feld geführt. Die Anpassungshypothese wird sogar neuerdings zur Alleinursache erklärt. In dieser Arbeit wird im einzelnen ausgeführt, warum eine präzise Übernahme des Fertilitätsmusters der ehemaligen Bundesrepublik durch die Bevölkerung der ehemaligen DDR keineswegs gesichert ist. Die Fertilität in den neuen Bundesländern könnte noch längere Zeit hinter der Fertilität in der ehemaligen Bundesrepublik zurückbleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der demographische Wandel in Ostdeutschland: Verlauf und Erklärungsansätze (1997)

    Dorbritz, Jürgen;

    Zitatform

    Dorbritz, Jürgen (1997): Der demographische Wandel in Ostdeutschland. Verlauf und Erklärungsansätze. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 22, H. 2/3, S. 239-268.

    Abstract

    "Der Rückgang der Geburten-, Heirats- und Scheidungsneigung in Ostdeutschland in den Jahren 1990 und 1991 ist in seiner Einmaligkeit häufig beschrieben worden. In diesem Artikel sollen allerdings weniger die bevölkerungsstatistischen Daten im Vordergrund stehen. Ausgehend von einer vor allem altersspezifischen Beschreibung der aktuellen demographischen Lage sind sozialwissenschaftliche Theorieansätze auf ihre Relevanz zur Erklärung des demographischen Wandels zu prüfen und Thesen über die Trends der näheren Zukunft aufzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010 (1997)

    Landwehrkamp, Anja;

    Zitatform

    Landwehrkamp, Anja (1997): Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 3, H. 3, S. 9-14.

    Abstract

    "Seit 1989 hat sich die Einwohnerzahl in den neuen Ländern um weit über eine Million durch Abwanderungen verringert. Auch die Zahl der Geburten hat seit 1989 in großem Umfang abgenommen. Demzufolge muß für die Zukunft mit sinkenden Schülerzahlen und einem abnehmenden Bedarf an Schul- und Kindergartenplätzen gerechnet werden. Der seit 1995 eingetretene Anstieg der Geburtenzahlen läßt jedoch vermuten, daß die Talsohle durchschritten ist. Im Projektionszeitraum bis 2010 werden die Geburtenzahlen weiter ansteigen. Darüber hinaus ist zu erwarten, daß sich langfristig eine Angleichung zwischen den wesentlichen Bestimmungsfaktoren der ostdeutschen und der westdeutschen Bevölkerungsentwicklung einstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg 1996-2015 (1997)

    Abstract

    "Mit der Bevölkerungsprognose sollen längerfristige Entwicklungstendenzen der Bevölkerung, deren räumliche Verteilung und strukturelle Veränderung aufgezeigt werden. Die Ergebnisse sind als Orientierungshilfe für alle räumlichen und fachspezifischen Planungen gedacht, die im Zusammenhang mit der Bevölkerungsentwicklung entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Sozialer und demographischer Wandel in den neuen Bundesländern (1996)

    Bertram, Hans; Kleinhenz, Gerhard; Hradil, Stefan;

    Zitatform

    Bertram, Hans, Stefan Hradil & Gerhard Kleinhenz (Hrsg.) (1996): Sozialer und demographischer Wandel in den neuen Bundesländern. (KSPW-Transformationsprozesse 06), Opladen: Leske und Budrich, 390 S.

    Abstract

    Der Band basiert auf Untersuchungsergebnissen, die im Rahmen der durch die Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW) geförderten Kurzprojekte und Befunde zu sozialstrukturellen, sozialpolitischen und sozialdemographischen Wandelungen sowie zu Einstellungen der Bevölkerung zu diesen Transformationsprozessen erbracht wurden. In drei Abschnitten stellt er diese in einen übergreifenden Diskussionszusammenhang zu
    - Migrationsprozessen in Deutschland und in der Transformation,
    - sozialen Ungleichheiten in Ostdeutschland und
    - sozialen Problemgruppen in den neuen Bundesländern. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Die Dynamik von Erwerbslosigkeit und Geburtenrückgang bei jungen Erwachsenen im Transformationsprozeß (1996)

    Sackmann, Reinhold; Weymann, Ansgar; Struck-Möbbeck, Olaf; Wingens, Matthias; Rasztar, Matthias;

    Zitatform

    Sackmann, Reinhold, Matthias Rasztar, Olaf Struck-Möbbeck, Ansgar Weymann & Matthias Wingens (1996): Die Dynamik von Erwerbslosigkeit und Geburtenrückgang bei jungen Erwachsenen im Transformationsprozeß. (Sonderforschungsbereich Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf. Arbeitspapier 34), Bremen, 39 S.

    Abstract

    "Gegenstand des Arbeitspapieres ist die Erklärung des Zusammenhangs zwischen Veränderungen im Erwerbssystem und Wandlungsprozessen im Familienbildungsverhalten. Die Friktionen des Transformationsprozesses in Form einer extremen Arbeitsmarktkrise und eines beispiellosen Geburtenrückgangs werden hier in ihrer Dynamik daten- und detailreich dargestellt und in ihren Mustern erklärt. Es wird gezeigt, dass der dramatische Geburtenrückgang nicht der Ausdruck einer tiefen Krise der ostdeutschen Vergemeinschaftsformen ist, sondern dass er eine 'rationale' Anpassung an veränderte Bedingungen der Organisation der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den neuen Bundesländern darstellt. Auf der Grundlage der Analyse kohortenspezifischer Altersmuster von Familienbildungsprozessen wird gezeigt, dass Tendenzen zu einer Angleichung an westdeutsche Familienbildungsmuster zu erkennen sind, die allerdings selbst bei einem zu erwartenden leichten Anstieg der Gesamtgeburtenziffern zu einer erhöhten Zahl von kinderlosen Frauen und unregelmäßigen Familienbildungsmustern in den von der Transformationskrise besonders betroffenen Jahrgängen führen werden. An dieser Studie wird exemplarisch die Erklärungskraft des im Sonderforschungsbereich vertretenen dynamischen Ansatzes, der analytischen Verknüpfung individueller und gesellschaftlicher Veränderungen zum Verständnis komplexer und schneller Formen sozialen Wandels sichtbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Sozialreport 1995: Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1996)

    Winkler, Gunnar;

    Zitatform

    (1996): Sozialreport 1995. Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern. Berlin, 382 S.

    Abstract

    Auf der Grundlage zugänglicher Materialien der statistischen Landesämter, Einzeluntersuchungen der Mitarbeiter des Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg e.V. und wissenschaftlicher Einrichtungen, die sich mit vergleichbaren Themen beschäftigen, informiert der Sozialreport 1995 über die Entwicklung sozialer Lagen und Befindlichkeiten in den neuen Bundesländern. Der Report umfaßt die Bereiche:
    - Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung,
    - Einkommen,
    - Verbrauch,
    - Gesundheit,
    - Familie und
    - gesellschaftliche Mitwirkung.
    (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010 (1995)

    Landwehrkamp, Anja;

    Zitatform

    Landwehrkamp, Anja (1995): Die Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland bis zum Jahr 2010. In: Wirtschaft im Wandel H. 15, S. 19-23.

    Abstract

    "Die demographische Struktur Ostdeutschlands verändert sich. So hat die Zahl der Geburten seit 1989 in großem Umfang abgenommen. Dieser Rückgang macht sich in der Zukunft in Form sinkender Schülerzahlen bemerkbar und signalisiert einen abnehmenden Bedarf an Schul- und Kindergartenplätzen. Im Projektionszeitraum bis 2010 werden die Geburtenzahlen jedoch wieder ansteigen. Darüber hinaus ist zu erwarten, daß sich langfristig eine Konvergenz zwischen der ostdeutschen und der westdeutschen demographischen Situation einstellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Auswirkungen des Bevölkerungsrückganges in den neuen Bundesländern auf ausgewählte Infrastrukturbereiche (1995)

    Schulz, Erika;

    Zitatform

    Schulz, Erika (1995): Auswirkungen des Bevölkerungsrückganges in den neuen Bundesländern auf ausgewählte Infrastrukturbereiche. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 64, H. 3, S. 493-508.

    Abstract

    "Die künftige Bevölkerungsentwicklung in den neuen Bundesländern wird insbesondere in den ländlichen Gebieten einen Handlungsbedarf schaffen, um für bestimmte Infrastrukturleistungen ein Mindestangebot aufrechterhalten zu können. Bereits in den nächsten Jahren wird sich die Zahl der 3- bis unter 6jährigen derart verringern, daß auch bei einer Kindergartenplatzgarantie nur noch rund ein Drittel der Kindergartenplätze benötigt werden. In den ländlichen Gebieten könnte dann der Einzugsbereich eines Kindergartens mit 20 bis 25 Kindern bereits so groß werden, daß er für einzelne Kinder unerreichbar ist. Eine ähnliche Entwicklung ergibt sich im Bereich der Grundschulen und im Bereich der Sekundarstufe II. Die Schülerzahlen werden um 60 vH zurückgehen und die Klassenstärke unter 10 Schüler sinken. Die Schließung weiterer Schulstandorte erhöht die Fahrzeit für die Schüler beträchtlich. Probleme könne es darüber hinaus bei der medizinischen Versorgung geben, wenn angesichts des Bevölkerungsrückgangs Krankenhäuser ganz oder abteilungsweise geschlossen werden. Eine Verschlechterung der Infrastruktur verringert jedoch die Attraktivität des ländlichen Raumes." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Regionale Bevölkerungsentwicklung in den neuen Bundesländern: Analysen, Prognosen und Szenarien (1994)

    Freitag, Klaus; Ulrich, Ralf; Nowossadeck, Enno ; Münz, Rainer; Grundmann, Siegfried; Menning, Sonja; Schied, Annette;

    Zitatform

    Freitag, Klaus, Siegfried Grundmann, Enno Nowossadeck, Sonja Menning, Rainer Münz, Annette Schied & Ralf Ulrich (1994): Regionale Bevölkerungsentwicklung in den neuen Bundesländern. Analysen, Prognosen und Szenarien. (Kommission für die Erforschung des Sozialen und Politischen Wandels in den Neuen Bundesländern. Graue Reihe 94-05), Halle, 156 S., Anhang.

    Abstract

    Für acht ausgewählte Regionen Ostdeutschlands (Rostock, Neubrandenburg, Brandenburg, Halle-Bitterfeld, Erfurt, Görlitz, Chemnitz-Zwickau, ländliches Vorpommern) werden
    -die sozioökonomischen Profile,
    -die Bevölkerungsentwicklung,
    -die Geburtenentwicklung,
    -die Sterblichkeitsentwicklung und
    -das Wanderungsverhalten
    untersucht. Ein abschließendes Kapitel nimmt eine Bevölkerungsvorausschätzung vor. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Mittelfristige Konsequenzen des Geburtenrückganges in den neuen Bundesländern (1994)

    Hof, Bernd;

    Zitatform

    Hof, Bernd (1994): Mittelfristige Konsequenzen des Geburtenrückganges in den neuen Bundesländern. In: IW-Trends, Jg. 21, H. 3, S. 19-41.

    Abstract

    "In den neuen Bundesländern ist nicht damit zu rechnen, daß nach dem dramatischen Geburtenrückgang der letzten Jahre eine rasche Wende zum Besseren einsetzt. Maßgeblich für diese Einschätzung sind zum einen die mit der Wende verbundenen Konsequenzen des Wechsels vom 'Staatskind' mit Verantwortungsabgabe an die Gesellschaft zum 'Familienkind' mit Veranwortungsübernahme durch die Eltern. Hinzu kommt das ökonomische Umfeld, in dem die Kosten der Kindererziehung schwer wiegen, zumal in weiten Bereichen des privaten Konsums Nachholbedarf angesagt ist. Überdies werden im veränderten Bildungs- und Arbeitsmarktsystem die ostdeutschen Mütter die Geburt ihres Kindes hinausschieben und sich damit dem Verhalten im Westen anschließen. Folglich wird das Geburtsniveau zunächst weiter sinken - auf 71.000 im Jahr 1995, um anschließend bis 2010 auf 117.000 wieder anzusteigen. Das entspräche einem Geburtenniveau von 1.200 Kindern je 1.000 Frauen. In Westdeutschland hatte es im Durchschnitt der Jahre 1980/92 bei 1.385 Kindern gelegen. Ostdeutschland wird sich auf eine natürliche Bevölkerungsentwicklung einstellen müssen, deren Fundament auf mittlere Sicht schmal bleibt. Ein teilweiser Ausgleich wäre nur durch eine auch regional gesteuerte Zuwanderung möglich. Zusammen mit den geburtenstarken Jahrgängen von 1990 stehen dem Bildungssystem extreme Wellenbewegungen bevor mit wechselnden Anforderungen an die Sach- und Personalkapazität öffentlicher Infrastrukturleistungen. Insgesamt jedoch werden für die jungen Jahrgänge immer weniger öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Doch eine Region, die auf solche Entlastungen setzt, entzieht sich langfristig das Fundament ihrer Entwicklung. Auf kurze Sicht spüren das bereits die ländlichen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns, wo es schon jetzt vereinzelt kaum noch möglich ist, die örtlichen Versorgungs- und Arbeitsmärkte funktionsfähig zu halten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Was wird aus den Neuen Bundesländern? Demographische Prognosen für ausgewählte Regionen und für Ostdeutschland (1994)

    Münz, Rainer; Ulrich, Ralf;

    Zitatform

    Münz, Rainer & Ralf Ulrich (1994): Was wird aus den Neuen Bundesländern? Demographische Prognosen für ausgewählte Regionen und für Ostdeutschland. (Demographie aktuell 03), Berlin, 66 S.

    Abstract

    "Diese Studie versucht, Perspektiven der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung für Ostdeutschland und für acht ausgewählte Regionen (Rostock, Neubrandenburg, Brandenburg, Halle-Bitterfeld, Zwickau-Chemnitz, Bautzen-Görlitz, ländliches Vorpommern) bis zum Jahr 2010 zu umreißen. Die Autoren gehen davon aus, daß die hohen Wanderungsverluste der letzten Jahre ein einmaliges Phänomen waren. Der nachweisbare Geburtenrückgang ist einerseits als eine Reaktion auf die mit dem Umbruch gestiegene individuelle Unsicherheit zu werten. Er stellt aber andererseits auch eine beginnende Anpassung an das für Westdeutschland typische Altersmuster der Fruchtbarkeit dar. So wird ein Teil der in den letzten vier Jahren ausgefallenen Geburten in der Zukunft nachgeholt werden. Insgesamt wird die Gesamtfruchtbarkeitsrate wahrscheinlich noch bis Mitte der neunziger Jahre zurückgehen, bevor sie wieder ansteigt. Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausschätzungen zeigen für den Zeitraum 1990-2010 einen weiteren Rückgang der Bevölkerung in Ostdeutschland um ca. 20 Prozent in den nächsten 15 Jahren. In einigen Regionen wird die Bevölkerung noch stärker zurückgehen, in anderen werden Wanderungsgewinne die Geburtenausfälle kompensieren. Diese Entwicklung wird in jedem Fall einen tiefen 'Einschnitt' in der ostdeutschen Alterspyramide hinterlassen, der sich noch nach Jahrzehnten bemerkbar machen wird. Die Bevölkerung im Kindes- und Jugendalter wird in allen Regionen stark zurückgehen, in einzelnen Regionen sogar bis zu 70 Prozent. Demgegenüber wächst die Bevölkerung im Rentenalter überall. Die Alterslastquote wird auf die gegenwärtigen Prozesse in Ostdeutschland jedoch erst nach mehr als 20 Jahren deutlich reagieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Struktur und voraussichtliche Entwicklung der Bevölkerung und des Arbeitskräftepotentials in der Region Halle-Leipzig-Dessau bis zum Jahr 2010 (1993)

    Bärwald, Horst; Raschke, Wolfgang; Hande, Wolfgang; Wagner, Gerald; Lüdigk, Rainer;

    Zitatform

    Bärwald, Horst (1993): Struktur und voraussichtliche Entwicklung der Bevölkerung und des Arbeitskräftepotentials in der Region Halle-Leipzig-Dessau bis zum Jahr 2010. (Arbeits- und Diskussionspapiere des ISW), Halle, 77 S.

    Abstract

    Die Studie prognostiziert für den Wirtschaftsraum Halle-Leipzig-Dessau die voraussichtliche Enticklung der Bevölkerung und des Arbeitskräftepotentials sowie deren innere Struktur bis zum Jahre 2010. Neben spezifischen regionalen Gegebenheiten finden auch überregionale (nationale und internationale) Trends bzw. Einflußfaktoren Berücksichtigung.
    "Aufbauend auf eine Analyse der demographischen Ausgangssituation im Untersuchungsraum, erfolgt im zweiten Hauptabschnitt die Darstellung und Interpretation der Bevölkerungsprognose. Im dritten Hauptabschnitt werden darauf differenzierte Ableitungen zur wahrscheinlichen Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials der Region Halle-Leipzig-Dessau getroffen und mit ersten Schlußfolgerungen im Hinblick auf weiterführende Untersuchungen zum Qualifizierungsbedarf verknüpft.
    Um der Komplexität demographischer Prozesse weitgehend entsprechen zu können, wird den Vorausberechnungen zur Bevölkerungsentwicklung hauptsächlich die sogenannte Komponentenmethode zugrundegelegt. Sie geht von der Zerlegung der demographischen Grundgleichung in ihre einzelnen Bestandteile aus. In diesem Sinne werden Mortalität, Fertilität und Migration zunächst getrennt prognostiziert und danch wieder zusammengeführt. Zusätzlich wird die jeweilige Bestandsmasse nach Altersjahren und Geschlecht disaggregiert, um darauf die alters- und geschlechtsspezifischen Fruchtbarkeits- und Sterbeziffern sowie Migrationsraten, einschließlich der Annahmen zu ihrer Veränderung, anwenden zu können." (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Bevölkerungsentwicklung nach Kreistypen 1989 bis 1992 in den neuen Ländern und Berlin-Ost (1993)

    Schoer, Karl; Dabbert, Edith;

    Zitatform

    Schoer, Karl & Edith Dabbert (1993): Bevölkerungsentwicklung nach Kreistypen 1989 bis 1992 in den neuen Ländern und Berlin-Ost. In: Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den neuen Bundesländern H. 7, S. 54-59.

    Abstract

    "In dem Artikel wird die Bevölkerungsentwicklung in ländlichen Kreisen betrachtet. Die Bevölkerungszahl auf dem Gebiet der neuen Länder und Berlin (Ost) hat sich seit Anfang 1989 bis Mitte 1992 um fast 1 Million Personen verringert. Der relative Bevölkerungsverlust in den ländlichen Kreisen lag etwas unter dem Durchschnitt. Besonders hohe Verluste ergaben sich für die verdichteten Kreise. Maßgeblich für den Bevölkerungsrückgang waren die Wanderungsverluste gegenüber dem früheren Bundesgebiet. Vor allem unmittelbar nach der Öffnung der Grenzen und noch im Jahr 1990 sind sehr viele Personen in das frühere Bundesgebiet übergesiedelt. Die Bevölkerung aus den ländlichen Kreisen war daran unterdurchschnittlich beteiligt. Ab dem Jahr 1991, bei insgesamt weitaus niedrigeren Übersiedlerzahlen, ist der Anteil der Personen aus ländlichen Kreisen an den Übersiedlern in das frühere Bundesgebiet angestiegen. Eine weitere Komponente des Bevölkerungsrückgangs ist die natürliche Bevölkerungsbewegung. Hier schlägt sich ab 1991 die Halbierung der Zahl der Lebendgeborenen spürbar nieder. In ländlichen Kreisen ist der Geburtenrückgang noch etwas stärker ausgeprägt als im Durchschnitt aller Kreise." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zur ökonomischen Rationalität des Geburtenrückganges in Ostdeutschland (1993)

    Wagner, Gert; Witte, James C.;

    Zitatform

    Wagner, Gert & James C. Witte (1993): Zur ökonomischen Rationalität des Geburtenrückganges in Ostdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 60, H. 45, S. 662-664.

    Abstract

    Die Veränderungen in der Geburtenentwicklung in Ostdeutschland werden mit den Daten des Sozio-ökonomischen Panels analysiert. Mit dieser Wiederholungsbefragung werden seit Juni 1990 in Ostdeutschland u.a. das Erwerbsverhalten, die Geburten und Zukunftserwartungen von 4000 Befragten ermittelt. Zusätzlich wurden alle Frauen gefragt, ob und wann sie vor der ersten Befragung erwerbstätig waren und Kinder bekommen haben. Es wird festgestellt, daß sich die Geburtenhäufigkeit in Ostdeutschland nach der deutschen Vereinigung halbiert hat. Die empirische Analyse der Gründe zeigt, daß vor allem Frauen, die große Sorgen um ihre wirtschaftliche Situation hatten, auf Kinder verzichtet haben. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Nuptialität, Fertilität und familiale Lebensformen in der sozialen Transformation: Übergang zu einer neuen Bevölkerungsweise in Ostdeutschland? (1992)

    Dorbritz, Jürgen;

    Zitatform

    Dorbritz, Jürgen (1992): Nuptialität, Fertilität und familiale Lebensformen in der sozialen Transformation. Übergang zu einer neuen Bevölkerungsweise in Ostdeutschland? In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 18, H. 2, S. 167-196.

    Abstract

    "Besteht eine besondere Wirtschafts- und Sozialordnung über vier Jahrzehnte, dann hinterläßt sie Spuren in den Bevölkerungsprozessen. Das gilt auch für die ehemalige DDR, wo Spezifika im Zusammenspiel von Nuptialität und Fertilität ohne weiteres auffindbar sind. Sie bestehen in den altersspezifischen Verhaltensmustern des generativen Verhaltens und der Ersteheschließung, einer Heirats-Scheidungs-Wiederverheiratungsspirale auf hohem Niveau und einer Entkoppelung der Geburt erster Kinder von der Eheschließung. Diese Merkmale sind jedoch eher als Auffälligkeiten innerhalb einer Bevölkerungsweise zu begreifen, als daß sie geeignet sind, für einen spezifischen sozialistischen Typ der Bevölkerungsweise zu stehen. Sie sind vor allem das Ergebnis der Konservierung traditioneller Verhaltensweisen, der Abwertung der Ehe als sozialer Institution bei Fortbestehen der hohen individuellen Wertigkeit von Ehe und Kindern sowie kurzzeitigen Mitnahmeeffekten von kinderbezogenen Begünstigungen. Eine Transformation dieser Verhaltensmuster hatte sich bereits in den 80er Jahren angedeutet, hat mit dem weitreichenden Verzicht auf die Geburt von Kindern und Eheschließungen in der Phase des Strukturbruchs und mit der zu erwartenden Etablierung neuer Verhaltensmuster infolge des Austausches der Wirtschafts- und Sozialordnung und dem Verschwinden der pronatalistischen Bevölkerungspolitik der DDR eine drastische Beschleunigung erfahren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die neuen Bundesländer: Prognose ihrer demographisch-ökonomischen Entwicklung 1990 bis 2040 (1992)

    Förster, Matthias;

    Zitatform

    Förster, Matthias (1992): Die neuen Bundesländer: Prognose ihrer demographisch-ökonomischen Entwicklung 1990 bis 2040. Berlin u.a.: Lang, 130 S., Anhang.

    Abstract

    "Die nach mathematisch-statistischen Modellen erstellte Untersuchung bietet wichtige Erkenntnisse und Materialien für strategische Entscheidungen, die jetzt und in den nächsten Jahren auf allen Ebenen des politischen und sozialen Lebens, der Wirtschaft, Verwaltung, Unternehmensführung in der Bundesrepublik Deutschland, besonders in den neuen Bundesländern, vorbereitet und getroffen werden müssen.
    Im Zentrum stehen die prognostische Analyse der Entwicklung der Alters- und Geschlechtsstrukturen, der altersspezifischen Erwerbsbeteiligung, deren Einfluß auf das Leistungs- und Konsumtionsverhalten und die daraus resultierende Verteilung der Kosten für die öffentliche Hand. Auf der Grundlage von demographischen Untersuchungen werden künftige Anforderungen an die Sozial-, Bildungs-, Familien- und Gesundheitspolitik, die Wirtschaft erkennbar." (Autorenreferat)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktfolgen der Restrukturierung des ostdeutschen Schiffbaus (1992)

    Heseler, Heiner; Warich, Bert; Löser, Heike;

    Zitatform

    Heseler, Heiner, Heike Löser & Bert Warich (1992): Arbeitsmarktfolgen der Restrukturierung des ostdeutschen Schiffbaus. (Kommission für die Erforschung des Sozialen und Politischen Wandels in den Neuen Bundesländern. Graue Reihe 220), Halle, 68 S.

    Abstract

    "Der Transformationsprozess des ostdeutschen Schiffbaus vom Kombinat in der zentralistischen Planwirtschaft der DDR zur Aktiengesellschaft im Eigentum der Treuhandanstalt bis hin zum beginnenden Privatisierungsprozess ist Gegenstand der Studie. Sie basiert auf vielen Expertengesprächen mit Management, Betriebsräten und Beschäftigten der DMS AG, die zwischen Juni und Oktober 1992, vornehmlich in Rostock, durchgeführt wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Szenarien der Bevölkerungsentwicklung in der DDR (1990)

    Schulz, Erika; Vortmann, Heinz;

    Zitatform

    Schulz, Erika & Heinz Vortmann (1990): Szenarien der Bevölkerungsentwicklung in der DDR. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 57, H. 23/24, S. 315-321.

    Abstract

    "Mit der Öffnung der Grenzen hat sich die Basis für die Bevölkerungsprognosen in der DDR vollständig verändert. Spielten Fortzüge aus der DDR bis zur Wende nur eine geringe Rolle, so ist der Umfang der Abwanderungen aus der DDR nun zur entscheidenden Determinante der Bevölkerungsentwicklung geworden, die allerdings nur schwer vorauszuschätzen ist. Um diesen Unwägbarkeiten und denen der zukünftigen Geburtenentwicklung Rechnung zu tragen, werden Szenarien der Bevölkerungsentwicklung für das Gebiet der DDR unter alternativen Annahmen präsentiert. Sie geben mögliche Pfade an, auf denen sich die Entwicklung der Einwohnerzahl aus heutiger Sicht vollziehen könnte. In den hier vorgelegten Szenarien wird die Zahl der Einwohner auf dem Gebiet der DDR in den nächsten zehn Jahren von 16,4 Mill. (Anfang 1990) auf unter 15 Mill. Personen sinken. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich wanderungsbedingt. Um den Vergleich mit entsprechenden Vorausberechnungen für das Bundesgebiet zu ermöglichen, sind die Szenarien auch für die Zeit danach bis zum Jahr 2040 fortgeschrieben worden. Die Ergebnisse zeigen, daß der Rückgang der Bevölkerungszahl sich auch nach der Jahrhundertwende fortsetzt. Für das Jahr 2040 ergeben sich Bevölkerungszahlen von 11 bis 12 Millionen." (Autorenreferat)

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  • Literaturhinweis

    Demographische Entwicklung in Ostdeutschland und in ausgewählten Regionen: Analyse und Prognose bis 2010 (1993/94)

    Münz, Rainer; Ulrich, Ralf;

    Zitatform

    Münz, Rainer & Ralf Ulrich (1993/94): Demographische Entwicklung in Ostdeutschland und in ausgewählten Regionen. Analyse und Prognose bis 2010. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 4, S. 475-515.

    Abstract

    "Ostdeutschland erlebt gegenwärtig einen demographischen Umbruch. Es hat zwischen 1989 und 1993 netto mehr als 1 Mio. Menschen durch Abwanderung verloren. Die Zahl von Geburten und Eheschließungen ist um 65% zurückgegangen. Wird sich Ostdeutschland in den nächsten Jahrzehnten entvölkern? Dieser Artikel versucht, Perspektiven der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung für Ostdeutschland und für acht ausgewählte Regionen (Rostock, Neubrandenburg, Brandenburg, Halle-Bitterfeld, Erfurt, Zwickau-Chemnitz, Bautzen-Görlitz, ländliches Vorpommern) bis zum Jahre 2010 zu umreißen. Die Autoren gehen davon aus, daß die hohen Wanderungsverluste der letzten Jahre ein einmaliges Phänomen waren. Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausschätzungen zeigen für den Zeitraum 1990-2010 einen Rückgang der Bevölkerung in Ostdeutschland um ca. 20%. In einigen Regionen wird die Bevölkerung noch stärker zurückgehen, in anderen werden Wanderungsgewinne die Geburtenausfälle kompensieren. Die demographische Entwicklung wird in jedem Fall einen tiefen 'Einschnitt' in der ostdeutschen Alterspyramide hinterlassen, der sich noch nach Jahrzehnten bemerkbar machen wird. Die Bevölkerung im Kindes- und Jugendalter wird in allen Regionen stark zurückgehen, in einzelnen Regionen sogar bis zu 70%. Demgegenüber wächst die Bevölkerung im Rentenalter überall. Die Altersquote wird auf die gegenwärtigen Prozesse in Ostdeutschland jedoch erst nach mehr als 20 Jahren deutlich reagieren. Diese Ergebnisse haben eine Reihe von Implikationen. Die Abwanderung konnte nur kurzfristig eine Entlastung der angespannten Arbeits- und Wohnungsmärkte bewirken. Der starke Geburtenrückgang wird Einsparungen im Bereich von Schule und Kindergärten gestatten. Negative Konsequenzen (Entvölkerung, sinkende Kaufkraft der Regionen, weniger wohnnahe Schulstandorte, weniger Mittel aus dem Finanzausgleich) werden über einen längeren Zeitraum spürbar sein und die sozialen und wirtschaftlichen Perspektiven einiger Regionen zusätzlich belasten. In anderen Teilen Ostdeutschlands wird sich die demographische Entwicklung hingegen sehr wenig bemerkbar machen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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