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Dossier

Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft

Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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im Aspekt "Männer"
  • Literaturhinweis

    Zur Entwicklung der Effektivlohnstruktur in den neuen Bundesländern (1992)

    Scharze, Johannes; Wagner, Gert;

    Zitatform

    Scharze, Johannes & Gert Wagner (1992): Zur Entwicklung der Effektivlohnstruktur in den neuen Bundesländern. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 59, H. 23, S. 291-295.

    Abstract

    In dem Beitrag wird die Lohnsituation abhängig beschäftigter Männer in Ostdeutschland untersucht. Die Daten stammen aus der zweiten Befragungswelle der Oststichprobe des Sozio-ökonomischen Panels vom Frühjahr 1991. Sie zeigen, daß die unterschiedliche Entwicklung der Unternehmen in Ostdeutschland sich auch in der Entlohnung der Beschäftigten niederschlägt. "Neugegründete und schon frühzeitig privatisierte Unternehmen zahlen nicht nur höhere Effektivlöhne als Unternehmen, die noch unter Verwaltung der Treuhandanstalt stehen, sondern unterscheiden sich auch deutlich in der Entwicklung der effektiven Lohnstruktur. Während in den Treuhandunternehmen die noch weitgehend anreizarmen Strukturen der DDR gelten, hatten neugegründete und frühzeitig privatisierte Betriebe schon im Frühjahr 1991 ähnliche Entlohnungsmuster wie westdeutsche Unternehmen. Erwerbspersonen im mittleren und höheren Lebensalter haben nicht nur ein hohes Beschäftigungsrisiko, sondern müssen selbst im Falle der Erwerbstätigkeit Einkommensnachteile hinnehmen, da ihre Berufserfahrung kaum noch gefragt ist. Außerdem werden in neuen Betrieben, die in relativ kurzer Zeit das westdeutsche Einkommensniveau erreichen werden, bevorzugt Jüngere beschäftigt." (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Familienstrukturen und Erwerbsbeteiligung in den neuen Bundesländern: erste Veränderungen im Spiegel von Längsschnittanalysen (1992)

    Schupp, Jürgen ;

    Zitatform

    Schupp, Jürgen (1992): Familienstrukturen und Erwerbsbeteiligung in den neuen Bundesländern. Erste Veränderungen im Spiegel von Längsschnittanalysen. In: N. Ott & G. Wagner (Hrsg.) (1992): Familie und Erwerbstätigkeit im Umbruch. Referate der Herbsttagung 1991 des Arbeitskreises "Bevölkerungsökonomie" der Deutschen Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung. Sonderheft, 148), S. 209-252.

    Abstract

    Mit Hilfe der Ost-Stichprobe des SOEP, deren erste Welle im Juni 1990 noch in der DDR erhoben wurde, analysiert der Verfasser die Entwicklungen auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt vom Beginn der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion im Juni 1990 bis zum Frühjahr 1991. Dabei werden Unterschiede zwischen Frauen und Männern ebenso wie z.T. zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland herausgearbeitet. Mit Hilfe eines multivariaten Schätzmodells werden die Abgangswahrscheinlichkeiten aus Erwerbstätigkeit anhand der Übergänge von Erwerbstätigen im Juni 1990 in die Nichterwerbstätigkeit bestimmt. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Erste Ergebnisse der Berufstätigenerhebung 1990 in den neuen Bundesländern (1991)

    Kusch, Horst; Winter, Horst;

    Zitatform

    Kusch, Horst & Horst Winter (1991): Erste Ergebnisse der Berufstätigenerhebung 1990 in den neuen Bundesländern. In: Wirtschaft und Statistik H. 12, S. 779-786.

    Abstract

    "Die Berufstätigenerhebung 1990 wurde auf Basis des Einigungsvertrags durchgeführt und stellt die erste auf Beschäftigung und Erwerbstätigkeit bezogene Totalerhebung auf dem Gebiet der fünf neuen Bundesländer und des Ostteils von Berlin nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten dar. Insgesamt wurden zum Stichtag 30. November 1990 7,613 Mill. Beschäftigungsfälle gezählt. Gut 4 Mill. Männern standen dabei 3,6 Mill. Frauen gegenüber. Im Vergleich mit den alten Bundesländern zeigen sich erhebliche Unterschiede sowohl in der wirtschaftsfachlichen Gliederung als auch bezüglich der Stellung der Beschäftigten im Beruf: So war in den neuen Bundesländern eine wesentlich größere Bedeutung der Landwirtschaft und des Produzierenden Gewerbes festzustellen, wogegen Dienstleistungen ein geringeres Gewicht aufwiesen. Während in den alten Bundesländern der Anteil der 'Selbständigen' und der 'Mithelfenden Familienangehörigen' an allen Beschäftigten bei etwa 10% lag, betrug er in den neuen Bundesländern nur etwa 3%. Die in der ehemaligen DDR sehr große Frauen-Erwerbstätigkeit kommt auch in den Ergebnissen der Berufstätigenerhebung 1990 noch klar zum Ausdruck. Während sich der Anteil der Frauen an allen Erwerbstätigen in den alten Ländern auf etwa 40% belief, betrug er in den neuen Ländern etwa 47%. Eine fast ausschließliche Domäne der Frauen stellte dabei die Teilzeitbeschäftigung dar. Von den rund 740 000 teilzeitarbeitenden Beschäftigten waren nahezu 93% weiblichen Geschlechts." (Autorenreferat)

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  • Literaturhinweis

    Geschlechterverhältnisse der DDR im Umbruch: zur Bedeutung von Arbeitsmarkt und Sozialpolitik (1991)

    Maier, Friederike;

    Zitatform

    Maier, Friederike (1991): Geschlechterverhältnisse der DDR im Umbruch. Zur Bedeutung von Arbeitsmarkt und Sozialpolitik. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 37, H. 11/12, S. 648-662.

    Abstract

    Die Autorin "stellt die Rolle der Sozialpolitik bei der Gestaltung der Geschlechterverhältnisse in Ost und West heraus. Sie stellt dar, wie die Gefährdung ökonomischer Selbständigkeit durch Arbeitslosigkeit, Abbau sozialpolitischer Leistungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Übertragung bundeseutscher Arrangements (wie Erziehungsgeld und Ehegattensplitting) die bisherigen Lebenspläne der Frauen in der früheren DDR in Frage stellt." Dabei wird zunächst ein Überblick zur Sozialpolitik und den Geschlechterverhältnissen in der DDR gegeben. Es wird herausgestellt, daß die sozialpolitischen Regelungen der DDR einerseits die Unterschiede zwischen den Geschlechtern verringert haben, soweit sie sich auf Erwerbsbeteiligung, Qualifizierungsmöglichkeiten und ökonomische Eigenständigkeit bezogen haben. Andererseits habe die Verausgabung von weiblicher Arbeitskraft sowohl im Erwerbssystem wie auch in der Familie zur Reproduktion "klassischer" sozialer Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen beigetragen. Dem wird im weiteren die Sozialpolitik der Bundesrepublik Deutschland gegenübergestellt. Insbesondere wird auf die Risiken im Transformationsprozeß nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland eingegangen. (IAB2)

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