Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
- Bevölkerung
- Arbeitsmarkt/Beruf
- Bildung/Qualifikation
- Gesellschaft/Soziales
- Personengruppen
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Jugendliche und Jugendarbeit in der Lebenswelt des ländlichen Raumes: das Beispiel Mecklenburg-Vorpommern (1998)
Hill, Burkhard; Grimm, Christine; Thum, Ulrike; Burow, Matina; Burmeister, Joachim;Zitatform
Hill, Burkhard & Joachim Burmeister (1998): Jugendliche und Jugendarbeit in der Lebenswelt des ländlichen Raumes. Das Beispiel Mecklenburg-Vorpommern. Neubrandenburg, 39 S.
Abstract
Die Untersuchung verfolgt das Ziel, die Lebenssituation von Jugendlichen auf dem Lande darzustellen und die Bedingungen und Möglichkeiten ländlicher Jugendarbeit sichtbar zu machen. "In einem ersten Teil werden zentrale Merkmale ländlicher Lebenswelten dargestellt, wie sie die Diskussion um Jugendarbeit im ländlichen Raum bestimmen (ein Leben zwischen Tradition und Moderne; Zwang zur Mobilität; Jugendkultur und Medien in Stadt und Land). In einem zweiten Teil werden die bislang vorliegenden sozialwissenschaftlichen Studien zu den sozialen Ausgangslagen und Lebensbedingungen von Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern in einem berblick dargestellt, insbesondere hinsichtlich der Erwerbssituation, den Beziehungen in der Familie bzw. hinsichtlich Schule und Freizeit sowie Medienverhalten. Der dritte Teil befaßt sich exemplarisch mit einer sozialräumlichen Bestandsaufnahme auf der Basis von sozialstatistischen Daten, von Interviews mit Beteiligten und Experten bzw. von Beobachtungen aus der Perspektive von Fremden zu unternehmen. So werden sowohl die Lebenswelt in einem mecklenburgischen Dorf als auch Beobachtungen zu dortigen Angeboten der Jugendarbeit beschrieben. Das Dorf Weitendorf wurde stellvertretend für einige andere ausgewählt, die in einem Projekt zur ländlichen Sozialraumanalyse untersucht wurden, um fallbezogen darstellen zu können, was auf die Situation in M-V in wichtigsten Punkten übertragbar erscheint. Im letzten Teil schließlich werden regionalspezifische Beobachtungen hinsichtlich der Jugendarbeit zusammengetragen und in einigen Empfehlungen zusammengefaßt." (IAB2)
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Literaturhinweis
Lebensverläufe in West- und Ostdeutschland: Längsschnittanalyen des deutschen Family and Fertility Surveys (1998)
Hullen, Gert;Zitatform
Hullen, Gert (1998): Lebensverläufe in West- und Ostdeutschland. Längsschnittanalyen des deutschen Family and Fertility Surveys. (Schriftenreihe des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung 26), Opladen: Leske und Budrich, 185 S.
Abstract
"In diesem Forschungsbericht wird den Unterschieden der Lebensläufe der mittleren Generation in den letzten Jahrzehnten und den Unterschieden zwischen West- und Ostdeutschland nachgegangen. Es geht um die Partnerschaften, um die Familienbildung sowie um Bildung und Beschäftigung im Zeitablauf. Die Analyse retrospektiv erhobener Lebensverlaufsdaten erhellt die gegenseitigen Bezüge der Ereignisse, die historischen Veränderungen und die gesellschaftlichen Einflüsse."
Die Daten stammen aus der 1992 durchgeführten Befragung im Rahmen des internationalen "Family and Fertility Survey (FFS)". Befragt wurden jeweils 3000 Frauen und 2000 Männer in Ost- und in Westdeutschland. (IAB2) -
Literaturhinweis
Armutsforschung und Sozialberichterstattung in den neuen Bundesländern (1998)
Zitatform
Lutz, Ronald & Matthias Zeng (Hrsg.) (1998): Armutsforschung und Sozialberichterstattung in den neuen Bundesländern. Opladen: Leske und Budrich, 323 S.
Abstract
"Der Band will eine Zwischenbilanz bisheriger Armutsforschung und Sozialberichterstattung in den neuen Bundesländern liefern; dabei entsteht eine Momentaufnahme ostdeutscher Entwicklungen und soziaiwissenschaftlicher sowie sozialpolitischer Reaktionen.
Die Transformationsprozesse, wie sie nach 1990 auf dem Gebiet der ehemaligen DDR eingesetzt haben, führten für die dort Lebenden zu drastischen Brüchen in allen Bereichen des Lebens. Das Zerbrechen der realsozialistischen Industrie mit der damit verbundenen Welle der Arbeitslosigkeit, dem Umbau von Verwaltungsstrukturen mit Entlassungen und Umsetzungen von ehemaligen Mitarbeitern, führten zu Verunsicherungen, zu einem Kulturschock für die Bevölkerung der neuen Bundesländer. Ein Resultat dieser Entwicklung ist eine zunehmende Verarmung und Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsteile. Der Band will das Bild dieser neuen Armut vor dem Hintergrund der Transformationsprozesse etwas genauer abbilden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Subjekt im Transformationsprozeß - Spielball oder Akteur? (1998)
Lutz, Burkart;Zitatform
Lutz, Burkart (Hrsg.) (1998): Subjekt im Transformationsprozeß - Spielball oder Akteur? München u.a.: Hampp, 160 S.
Abstract
"In jeder Gesellschaft gibt es langfristig angelegte, mit hoher gesamtgesellschaftlicher und/oder millieuspezifischer Legitimität ausgestattete Muster von Lebensarragements. Welche Rahmenbedingungen für stabile Lebensarragements bot das Beschäftigungssystem der DDR? Welche Rolle spielten die unter diesen Bedingungen entstandenen Muster im gesellschaftlichen Umbruch, der sich in Ostdeutschland im Gefolge des Zusammenbruchs der DDR und der Herstellung der deutschen Einheit vollzog? Wie lange dauert es, bis sich neue, den neuen Verhältnissen, Chancen und Zwängen entsprechende Muster herausbilden? In fünf Aufsätzen, die aus Vorträgen eines Kolloquiums entstanden, wird diesen Fragen anhand von empirischen Untersuchungen und im Vergleich von Ost- und Westdeutschland nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Subjektive Zeitperspektiven und Umgang mit prekären Situationen: Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger im gesellschaftlichen Umbruch Ostdeutschlands (1998)
Mierendorff, Johanna;Zitatform
Mierendorff, Johanna (1998): Subjektive Zeitperspektiven und Umgang mit prekären Situationen. Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger im gesellschaftlichen Umbruch Ostdeutschlands. In: W. R. Heinz, W. Dressel, D. Blaschke & G. Engelbrech (Hrsg.) (1998): Was prägt Berufsbiographien? Lebenslaufdynamik und Institutionenpolitik (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 215), S. 317-332.
Abstract
Die Autorin "beleuchtet die subjektiven Zeitperspektiven von Sozialhilfeempfängern in Ostdeutschland. Anhand biographischer Fallstudien verdeutlicht sie, daß in der individuellen Situation von Sozialhilfeabhängigkeit in Ostdeutschland auch der unerwartete strukturelle Umbruch in den Erwerbs- bzw. Bildungsbiographien bewältigt werden muß. Dies bedeutet, daß die strukturellen Bedingungen mit der subjektiven Zeitperspektive der Individuen eng verkoppelt sind. In Ostdeutschland haben das Arbeitsamt und die Sozialämter eine zentrale Rolle bei der Gestaltung subjektiver Zeitperspektiven." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lebenslagen und -perspektiven junger Menschen in ländlichen Regionen des Landes Brandenburg: Forschungsbericht (1998)
Zitatform
(1998): Lebenslagen und -perspektiven junger Menschen in ländlichen Regionen des Landes Brandenburg. Forschungsbericht. (DJI-Arbeitspapier 1-145), München, 245 S.
Abstract
Die vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg in Auftrag gegebene Studie wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Jugendinstitut in München und Leipzig und dem Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung in Vehlefanz durchgeführt. Untersucht wurden Lebenslagen und -perspektiven von Jugendlichen in zwei ausgewählten Landkreisen Brandenburgs (Prignitz, Elbe-Elster) und die individuellen und kollektiven Lebensbewältigungsstrategien sowie die jugendbezogenen Infrastrukturen. In die Analyse einbezogen wurden "sowohl regionale Strukturdaten, Informationen zu Angeboten (Schule, Jugendhilfeeinrichtungen, kommerzielle Freizeitmöglichkeiten u.a.) als auch aktuelle Daten zu den Lebenslagen (z.B. im Hinblick auf Arbeit, Bildung, Wohnen, Kultur, Partizipationschancen) und zu den Befindlichkeiten (z.B. Erwartungen, Befürchtungen, Einschätzungen der eigenen Situation) junger Menschen im Alter von 12 bis 21 Jahren." (IAB2)
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Literaturhinweis
Jugendliche in ländlichen Regionen: ein ost-westdeutscher Vergleich (1997)
Böhnisch, L.; Marx, B.; Rudolph, M.; Funk, H.;Zitatform
Böhnisch, L., M. Rudolph, H. Funk & B. Marx (1997): Jugendliche in ländlichen Regionen. Ein ost-westdeutscher Vergleich. (Schriftenreihe des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Reihe A, Angewandte Wissenschaft 463), Bonn: Köllen, 185 S.
Abstract
Ausgehend von Annahme, daß die ländliche Heimat- und Lebensregion der Jugendlichen ein integraler Bestandteil ihrer Sozialisation ist, untersucht die Studie. Aspekte der Lebenssituation Jugendlicher im ländlichen Raum nach der deutschen Vereinigung im Ost-West-Vergleich. Dabei wird im Kontrast zu herkömmlichen Jugenduntersuchungen nicht nur der ländliche Raum als Herkunftskontext behandelt, sondern vor allem auch als ein Ort mit ausdrücklichem Bezug zur Jugendkultur als Ressource für die Lebensbewältigung. Der ländliche Raum als räumlich selbständige Entwicklungseinheit steht im Mittelpunkt. Die Verbindung von Regionalbindung und Lebensbewältigung; Lebensperspektive und Regionalperspektive wird thematisiert:
Für die Untersuchung wurden in den neuen Bundesländern drei ländliche, ballungsgebietsabgewandte Regionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ausgewählt. In den alten Bundesländern waren es die ländlichen Regionen in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. (IAB2) -
Literaturhinweis
Erwerbsverläufe und soziale Mobilität Arbeitsloser in Ostdeutschland (1997)
Hahn, Toni;Zitatform
Hahn, Toni (1997): Erwerbsverläufe und soziale Mobilität Arbeitsloser in Ostdeutschland. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 7, H. 4, S. 445-467.
Abstract
"Auswertungen von Daten einer eigenen Arbeitslosen-Längsschnittbefragung sowie des SOEP und des Arbeitsmarkt-Monitors zeigen ambivalente Mobilitätstendenzen im ostdeutschen Umbruch von Arbeit und Beschäftigung seit 1989. Einem erheblichen und wachsenden Teil der von Arbeitslosigkeit Betroffenen bleibt dauerhaft eine Reintegration in das Erwerbssystem versperrt. Fast immer sind soziale Abstiege damit verbunden. Für Arbeitslose, denen ein Wiedereinstieg in Beschäftigung gelingt, ist eine günstigere soziale Lage charakteristisch. Gegenüber Erwerbstätigen ohne Arbeitslosigkeitserfahrung ist aber für sie, auch wenn sie sonst gleiche qualifikatorische und andere Voraussetzungen aufweisen, eine weitaus größere berufliche und soziale Mobilität festzustellen. Zumeist handelt es sich um Abstiege. Das gilt selbst für jene Wiederbeschäftigte, die am Beginn der Umbruchphase arbeitslos geworden waren und auf größere Spielräume des Arbeitsmarktes als später stießen. Wenn sie diese Chancen nutzen, so meist unter großen Zugeständnissen. Sie sind zwar inzwischen überwiegend stabil in "normalen" Beschäftigungsverhältnissen tätig, aber oft um den Preis dauerhafter negativer Nachwirkungen ihrer Arbeitslosigkeitspassage auf die berufliche und soziale Position. Transformationsforschung auf diesem Feld sollte den Blick stärker auf grundlegende Wandlungen des Arbeits- und Beschäftigungssystems richten, wie sich über Ostdeutschland hinaus vollziehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der subjektive und objektive Gesundheitszustand von Arbeitslosen: eine Studie in Sachsen (1997)
Harych, Horst; Harych, Peter;Zitatform
Harych, Horst & Peter Harych (1997): Der subjektive und objektive Gesundheitszustand von Arbeitslosen. Eine Studie in Sachsen. (IAB-Werkstattbericht 08/1997), Nürnberg, 40 S.
Abstract
In den Jahren 1993 und 1994 wurde im Land Sachsen eine sozial-medizinische Untersuchung bei 1628 bzw. 1015 Personen durchgeführt. Erfasst wurden subjektive Einschätzungen des Gesundheitszustandes durch die Betroffenen, ärztliche Untersuchungsergebnissse, ferner Veränderungen im Zeitablauf. Der Bericht enthält die Ergebnisse einer Zusatzauswertung, bei der Befunde für Arbeitslose im Sinne der amtlichen Statistik mit denen für Erwerbtätige vergleichend aufbereitet wurden. Sie zeigen, dass sich auch für Ostdeutschland im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit stehende Verschlechterungen des Gesundheitszustands feststellen lassen. (IAB)
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Literaturhinweis
Ungleichheit und Sozialpolitik in den neuen Bundesländern (1997)
Hauser, Richard;Zitatform
Hauser, Richard (1997): Ungleichheit und Sozialpolitik in den neuen Bundesländern. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 7, H. 4, S. 469-474.
Abstract
"Der Beitrag stellt die Hauptergebnisse des Berichts der Arbeitsgruppe II der KSPW zum Thema 'Ungleichheit und Sozialpolitik' dar. Ausgehend von der methodischen Feststellung, daß die Wirkungen des Systemswechsels von den Effekten der Wiedervereinigung im Prinzip zu trennen sind, werden die hauptsächlichen Systemunterschiede auf dem Gebiet der Soziapolitik aufgezählt und dann die aus der Übertragung des westdeutschen Systems resultierenden Änderungen skizziert. Einleitend wird die als Basis der Sozialpolitik dienende wirtschaftliche Entwicklung kurz gewürdigt. Einerseits zeigt sich dabei, daß es einen beträchtlichen Anstieg des Lebensstandards gab; andererseits wird erkennbar, daß der Aufholprozeß noch eine Generation dauern dürfte und daß daher noch auf lange Sicht hohe West-Ost-Transfers nötig sein werden. Eine Analyse der Einkommensverteilung zeigt, daß die Ungleichheit im Osten noch geringer ist als im Westen, aber deutlich zunimmt, während bei der Vermögensverteilung die größere Ungleichheit vor allem bei Grundbesitz im Osten herrscht. Dagegen hat sich in den neuen Bundesländern für die bereits im Ruhestand befindlichen älteren Bürger eine besonders große Verbesserung ergeben. Bei einer Analyse der subjektiven Einschätzungen zeigt sich im Osten immer noch eine deutlich geringere Zufriedenheit mit der jeweiligen Lebenslage." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeit und Gerechtigkeit im ostdeutschen Transformationsprozeß (1997)
Heinz, Walter R.; Hormuth, Stefan E.;Zitatform
Heinz, Walter R. & Stefan E. Hormuth (Hrsg.) (1997): Arbeit und Gerechtigkeit im ostdeutschen Transformationsprozeß. (Beiträge zu den Berichten zum sozialen und politischen Wandel in Ostdeutschland 04.3), Opladen: Leske und Budrich, 276 S.
Abstract
"Der Band präsentiert Ergebnisse aus der dritten Forschungs- und Förderphase (1994-1996) der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern e.V. (KSPW). Er bringt Materialien zusammen, die im Auftrag der Berichtsgruppe "Individuelle Entwicklung, Bildung und Berufsverläufe" von Experten erarbeitet wurden. Das Hauptaugenmerk des Bandes liegt auf den individuellen Auswirkungen von Veränderungen in der wirtschaftlichen Struktur und damit der Arbeitswelt, die zu neuen Anforderungen , neuem Status, aber auch zu Arbeit und Vorruhestand führten. In den Beiträgen wird eine empirisch fundierte Zusammenschau über die Auswirkungen der Strukturveränderungen in Arbeitsmarkt und Ausbildungssystem sowie des Arbeitsplatzmangels auf Berufsverläufe und individuelle Überbrückungsstrategien im Qualifizierungsbereich versucht. Die Autorinnen und Autoren der Expertisen haben dabei auf Umfragen und Fallstudien zurückgegriffen, die vor und nach der Wende bis Anfang 1995 dem Problemfeld Arbeit, Berufsverläufe und Arbeitslosigkeit durchgeführt worden sind. (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen des Transformationsprozesses in Ostdeutschland auf individuelle Entwicklung, Bildung und Berufsverläufe (1997)
Hormuth, Stefan E.;Zitatform
Hormuth, Stefan E. (1997): Auswirkungen des Transformationsprozesses in Ostdeutschland auf individuelle Entwicklung, Bildung und Berufsverläufe. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 7, H. 4, S. 561-568.
Abstract
"Der Aspekt der individuellen Entwicklung, der Bildung und der Berufsverläufe wird unter einer Lebenslaufperspektive erfaßt. Dabei werden zum einen die durch den Transformationsprozeß in Ostdeutschland betroffenen Institutionen und Strukturen berücksichtigt, die für Individuen zu unterschiedlichen Phasen des Lebenslaufs und zu unterschiedlichen Übergangsschwellen wichtig sind. In Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter sind unterschiedliche Auswirkungen des Transformationsprozesses zu beobachten. Die Veränderungen der Bildungsinstitutionen, der Bildungsgänge und der Berufsverläufe betreffen auch Eltern, Lehrer und Angehörige. Die Bedingungen der Arbeit der Berichtsgruppe werden betrachtet und offene Fragen angesprochen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unterschiede auf dem Land: Landjugendliche in Ost- und Westdeutschland (1997)
Rudolph, Martin;Zitatform
Rudolph, Martin (1997): Unterschiede auf dem Land: Landjugendliche in Ost- und Westdeutschland. In: Berichte über Landwirtschaft, Jg. 75, H. 3, S. 486-497.
Abstract
"In sieben Bundesländern (vier im Westen und drei im Osten) wurde in 1995 eine Jugendbefragung zu Themen der Regionalorientierung, des Bleibeverhaltens, zur Gewalt und zur Akzeptanz der Jugend auf dem Lande durchgeführt. Insgesamt haben mehr als 1700 Jugendliche an der Befragung teilgenommen, die als Ost-West-Vergleich durchgeführt wurde. Zentrale Ergebnisse sind: Es gibt unterschiedliche Verläufe der Jugendphase in Ost- und Westdeutschland. Zum Teil erhebliche Unterschiede in den Befragungsregionen ergeben sich zu den Einstellungen der Jugendlichen, die auf unterschiedliche Infrastrukturen der Regionen rückführbar sind. So ist im östlichen Befragungsgebiet 'Land' in beinahe schon traditionellem Sinne die Agrarsoziologie der 50er Jahre zu finden. Eine anpassungsbereite flexible Jugend in beiden Befragungsregionen Deutschlands sieht ihre wesentlichen Probleme im Umgang mit real vorhandener bzw. befürchteter Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit. Die Einstellungen zur Gewalt zeigen hohe Bereitschaften und Toleranzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lebensentwürfe, Lebensformen und Lebensqualität: Haushalts- und Erwerbskonstellationen im Ost-West-Vergleich (1997)
Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (1997): Lebensentwürfe, Lebensformen und Lebensqualität. Haushalts- und Erwerbskonstellationen im Ost-West-Vergleich. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 26, H. 5, S. 352-367. DOI:10.1515/zfsoz-1997-0503
Abstract
"Die deutsche Vereinigung hat zwei Gesellschaften mit unterschiedlichen Erwerbsmustern (speziell von Frauen), unterschiedlichen Rollen- und Familienbildern und einer unterschiedlichen Struktur von Haushalts- und Familienformen zusammengeführt. Dies führt zu der Frage, ob sich diese Unterschiede im gesamtdeutschen Transformationsprozeß fortsetzen oder ob eine Angleichung stattfindet. In diesem Beitrag wird auf der Grundlage von Daten des Sozio-ökonomischen Panels die jüngste Entwicklung der Haushalts- und Familienformen in Ost und West nachgezeichnet und ihre jeweiligen Wohlfahrtspositionen anhand zentraler Indikatoren ermittelt und verglichen: Zentrales Ergebnis ist, daß noch immer erhebliche Unterschiede in den Haushalts- und Erwerbskonstellationen bestehen: In Ostdeutschland ist trotz einer zunehmenden Pluralität das Vollzeit erwerbstätige Paar mit Kind(ern) unter 16 Jahren die häufigste Lebensform, während sie in Westdeutschland unter den zehn häufigsten Haushalts- und Erwerbskonstellationen nicht vertreten ist. Die einzelnen Lebensformen weisen in Ost und West trotz unterschiedlicher Verbreitung hinsichtlich der Wohlfahrtspositionen überraschende Ähnlichkeiten auf. In bezug auf die unterschiedlichen Rollen- und Familienbilder kann von einer Angleichung nicht die Rede sein. So gibt es bislang keine Anzeichen dafür, daß sich die ostdeutschen Frauen mit dem westdeutschen Familien- und Erwerbsmodell arrangieren. (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Länderbericht zur sozialen Situation und deren subjektiver Reflexion in den neuen Bundesländern (1997)
Zitatform
(1997): Länderbericht zur sozialen Situation und deren subjektiver Reflexion in den neuen Bundesländern. In: Sozialreport H. Sonderheft 2, S. 3-58.
Abstract
Das Sonderheft dokumentiert Daten und Fakten zur sozialen Lage in den einzelnen Bundesländern und der subjektiven Reflexion der Bürger zur Situation und den eingetretenen Veränderungen seit 1990. Es werden folgende Bereiche dargestellt:
-Bevölkerung,
-Erwerbsarbeit und Arbeitsmarkt,
-Wirtschaftliche Situation,
-Wohnen,
-Gesundheit,
-gesellschaftliche Mitwirkung. (IAB) -
Literaturhinweis
Zur sozialen Situation und deren subjektiver Reflexion von Bürgern ab 50. Lebensjahr in den neuen Bundesländern (1997)
Zitatform
(1997): Zur sozialen Situation und deren subjektiver Reflexion von Bürgern ab 50. Lebensjahr in den neuen Bundesländern. In: Sozialreport H. Sonderheft 1, S. 2-35.
Abstract
Das Sonderheft stellt Daten zur sozialen Situation älterer Menschen in den neuen Bundesländern nach folgenden Schwerpunkten zusammen:
- Bevölkerung,
- Einkommen,
- Arbeit,
- Wohnen und
- Lebenszufriedenheit. Der Report stützt sich auf eine Befragung von 1.457 Bürgern in den neuen Ländern, darunter 619 Bürger ab dem 50. Lebensjahr. (IAB2) -
Literaturhinweis
Ostdeutsche Lebensverhältnisse unter Wandlungsdruck: eine Gemeindestudie zu sozialen Seiten der deutsch-deutschen Vereinigung (1996)
Zitatform
Bachmann, Ronald & Claudia Wurst (Hrsg.) (1996): Ostdeutsche Lebensverhältnisse unter Wandlungsdruck. Eine Gemeindestudie zu sozialen Seiten der deutsch-deutschen Vereinigung. Frankfurt am Main u.a.: Lang, 324 S.
Abstract
"Die Transformationsstudie stellt eine Zwischenbilanz des sozialen Wandels in Ostdeutschland drei Jahre nach der 'Wende' dar. Anhand des empirischen Fallbeispiels einer Gemeinde in Sachsen - Stadt Kurort Oberwiesenthal - zeigt sie in vielfältiger Perspektive Auswirkungen der veränderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die alltägliche Lebensführung von Ostdeutschen und ihre sozio-politischen Reaktionen auf diese neuen Verhältnisse. Im Mittelpunkt steht die Frage der sozialen Legitimation der Transformation in Ostdeutschland gegenüber der betroffenen Bevölkerung. Dabei zeigt sich eine zunehmende Polarisierung mit 'integrierten' Bevölkerungsteilen auf der einen und 'entkoppelten' Bevölkerungsteilen auf der anderen Seite." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zwischenbilanz der Wiedervereinigung: Strukturwandel und Mobilität im Transformationsprozeß (1996)
Zitatform
Diewald, Martin & Karl Ulrich Mayer (Hrsg.) (1996): Zwischenbilanz der Wiedervereinigung. Strukturwandel und Mobilität im Transformationsprozeß. (Sozialstrukturanalyse 08), Opladen: Leske und Budrich, 352 S.
Abstract
"Der Transformationsprozeß in Ostdeutschland gehört gewiß nicht zu den Forschungsfeldern, in denen wenig Aktivität herrscht. Allerdings gibt es einen Mangel an genuinen Längsschnittstudien, die am ehesten dem Prozeßcharakter der Transformation gerecht werden können. Solche Studien sind umso notwendiger, als es sich bei der ostdeutschen Transformation ja keineswegs um einen bereits abgeschlossenen Vorgang, sondern um einen noch andauernden Veränderungsprozeß handelt. Die Gemeinsamkeit der in dem Band versammelten Beiträge liegt darin, daß es sich um empirische Längsschnittanalysen sozialer Ungleichheiten unter verschiedenen Aspekten handelt oder um eher theoretische Auseinandersetzungen mit dem Transformationsverlauf. Angesprochen werden dabei vor allem Erwerbschancen und Berufsverläufe (Teil 1), aber auch Veränderungen der Einkommen (Teil 2), Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale (Teil 3) sowie institutionelle Veränderungen als Rahmenbedingungen der beschriebenen individuellen Verläufe. Im letzten Teil dieses Sammelbandes sind Beiträge versammelt, die sich das Ziel gesetzt haben, die verschiedenen Entwicklungsstränge zu resümieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Alterserwerbstätigkeit und Ruhestand in Ostdeutschland (1996)
Ernst, Jochen;Zitatform
Ernst, Jochen (1996): Alterserwerbstätigkeit und Ruhestand in Ostdeutschland. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 5, H. 2, S. 201-222. DOI:10.1515/arbeit-1996-0205
Abstract
"Der Artikel behandelt Tendenzen der Alterserwerbsarbeit in den neuen Ländern sowie die sozialen Folgen der vorzeitigen Berufsaufgabe. Anhand von Daten der amtlichen Statistik, der Sozialberichterstattung und eigenen Erhebungen wird gezeigt, daß sich in Ostdeutschland die Erwerbschancen in den letzten Jahren zugunsten älterer Beschäftigter entwickelten. Die Arbeitsmarktrisiken für diese Altersgruppe werden sich dabei in Zukunft weiter verfestigen. Die berufliche Frühausgliederung wird sich wegen geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen zunehmend schwieriger und - aus der Sicht der Betroffenen - auch ungünstiger gestalten. Die sozialen Folgen der Frühverrentung in den neuen Ländern sind differenziert zu betrachten. Trotz mitunter einschneidender Veränderungen im Lebensvollzug infolge der Berufsaufgabe, beurteilen Ältere ihre soziale Situation sehr differenziert. Die Wertungen sind - im Kontext des gesellschaftlichen Umbruchs in Ostdeutschland - ambivalent und häufig instabil, wobei die gewonnenen Befunde auf sozialpolitischen Handlungsbedarf verweisen, um die möglichen negativen Folgen der Frühverrentung, vor allem im Bereich der psychosozialen Befindlichkeit, zumindest zu entschärfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitslosenreport 1996: Daten und Fakten zur sozialen Lage Arbeitsloser in den alten und neuen Bundesländern (1996)
Frister, Siegfried; Liljeberg, Holger; Winkler, Gunnar;Zitatform
Frister, Siegfried, Holger Liljeberg & Gunnar Winkler (1996): Arbeitslosenreport 1996. Daten und Fakten zur sozialen Lage Arbeitsloser in den alten und neuen Bundesländern. Berlin: Verlag am Turm, 246 S.
Abstract
"Mit dem Arbeitslosenreport 1996 setzen das Sozialwissenschaftliche Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. und das Unabhängige Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH ihre Veröffentlichungen zur Darstellung der sozialen Lage und Befindlichkeiten in den neuen und alten Bundesländern fort. Gegenüber 1995 wurde der Report durch eine vergleichende Darstellung der sozialen Situation sowie der Befindlichkeiten von Arbeitslosen bzw. der von Arbeitslosigkeit Bedrohten in den alten und neuen Bundesländern gegenübergestellt. Entsprechend der Situation wurde für die neuen Bundesländer auch eine vergleichende Darstellung der Situation von Erwerbstätigen und Arbeitslosen aufgenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jugend im Transformationsprozeß: Untersuchungen zum Sozialisationsprozeß Jugendlicher in der strukturschwachen Region Neubrandenburg (1996)
Golz, Lutz; Heller, Peter; Fischer, Catrin; Nimmer, Helmut;Zitatform
Golz, Lutz & Peter Heller (1996): Jugend im Transformationsprozeß. Untersuchungen zum Sozialisationsprozeß Jugendlicher in der strukturschwachen Region Neubrandenburg. (Kommission für die Erforschung des Sozialen und Politischen Wandels in den Neuen Bundesländern. Graune Reihe 96-01), Halle, 175 S.
Abstract
Der Forschungsbericht "behandelt Problemfelder zur gegenwärtigen Lebensweise Jugendlicher und junger Erwachsener in der Region Neubrandenburg". Nach einem einleitenden Kapitel werden im zweiten Kapitel die familiale Lebenslage und die sozialen Ressourcen der Lebensbewältigung beschrieben. "Im Kapitel 3 interessieren darauf aufbauend die Ausprägungen von Persönlichkeitsmerkmalen wie Kontrollüberzeugungen, Lebenszufriedenheit und Zukunftsoptionen. Die Betrachtung des Bewältigungsverhaltens schließt sich an. Im Kapitel 5 wird unter Bezugnahme auf die beschriebenen sozialen und personalen Ressourcen und Kompetenzen der Verflechtung von Wertorientierungen und Handlungsbereitschaften nachgegangen. Hierbei geht es zum einen um ein präziseres Bild der Zukunftsoptionen bzw. Lebensplanungen (Berufsbild, Familienwunsch. Migrationsbereitschaft) und zum anderen um die Ausprägung problematischer Verhaltensformen unter den Jugendlichen (Rechtsorientierung, Gewaltakzeptanz). Der Anlagenteil enthält die statistischen Nachweise, auf die im Text Bezug genommen wird." (IAB2)
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Literaturhinweis
Ungleichheit und Sozialpolitik (1996)
Hauser, Richard; Knoke, Wolfgang; Hradil, Stefan; Below, Susanne; Ritter, Joachim; Pankoke, Eckart; Glatzer, Wolfgang; Olk, Thomas; Kollmorgen, Raj; Kleinhenz, Gerhard;Zitatform
Hauser, Richard, Wolfgang Glatzer, Stefan Hradil, Gerhard Kleinhenz, Thomas Olk & Eckart Pankoke (1996): Ungleichheit und Sozialpolitik. (Berichte zum sozialen und politischen Wandel in Ostdeutschland 02), Opladen: Leske und Budrich, 553 S.
Abstract
"Der Anspruch der Kommission, ein möglichst differenziertes Bild von der Entwicklung der Transformation in den neuen Bundesländern zu gewinnen und zugleich die darin vorhandenen Wissensstände zu systematisieren, hat zu einer Berichtsstruktur mit insgesamt sechs Berichten zum sozialen und politischen Wandel in Ostdeutschland geführt." Der Bericht Nr.2 ist in sechs Kapitel gegliedert. Nach einer Einführung in das Thema wird im 2. Kapitel der Transformationsprozeß in Ostdeutschland im Überblick dargestellt. Diese Darstellung bereitet das dritte Kapitel des Berichts vor, "das sich an dem theoretischen Hintergrund der Sozialberichterstattung orientiert. Hier wurden die durchschnittliche Entwicklung und die Verteilung von Lebenslagen in den neuen Bundesländern analysiert." Durch eine detailierte Analyse der Lebenslagen ausgewählter Personengruppen wird im vierten Kapitel der Überblick über die Entwicklung und die Unterschiede in den Lebenslagen der gesamten Bevölkerung der neuen Bundesländer vertieft. Diese Sichtweise wird im fünften Kapitel durch eine Analyse ausgewählter Dimensionen des Transformationsprozesses ergänzt." An erster Stelle steht dabei eine Analyse der Arbeitsbeziehung in dem geänderten institutionellen Rahmen der neuen Arbeitsmarktordnung. Das abschließende sechste Kapitel beschäftigt sich mit Zukunftsperspektiven. Es werden wichtige Trends der gesellschaftlichen Entwicklung herausgearbeitet und sich daraus möglicherweise ergebende gesellschafts- und sozialpolitische Probleme und Aufgaben diskutiert sowie darauf bezogene Perspektiven sozialwissenschaftlicher Forschung benannt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Die problematische Situation von Landfrauen in den neuen Bundesländern: Analysen, Ansätze, Lösungsvorschläge (1996)
Koch, Christiane;Zitatform
Koch, Christiane (1996): Die problematische Situation von Landfrauen in den neuen Bundesländern. Analysen, Ansätze, Lösungsvorschläge. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 25, H. 4, S. 32-37.
Abstract
Die Situation der Landfrauen in den neuen Bundesländern ist prekär; ihre Qualifikationen sind meist unbrauchbar geworden, für viele fehlt es an Perspektiven. Die Weiterbildung hat sich bemüht, adäquat Abhilfe zu schaffen, sah sich darin aber oftmals mit enttäuschenden Rückschlägen konfrontiert. Der Beitrag versucht, die entstandenen Probleme zu analysieren und Ansätze für eine künftig frauenfördernde Weiterbildungspolitik auf dem Lande zu skizzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Junge Frauen heute - wie sie leben, was sie anders machen: Ergebnisse einer Längsschnittstudie über familiale und berufliche Lebenszusammenhänge junger Frauen in Ost- und Westdeutschland (1996)
Seidenspinner, Gerlinde; Strehmel, Petra; Wittmann, Svendy; Hildebrandt, Karin; Keddi, Barbara; Gross, Michaela;Zitatform
Seidenspinner, Gerlinde, Barbara Keddi, Svendy Wittmann, Michaela Gross, Karin Hildebrandt & Petra Strehmel (1996): Junge Frauen heute - wie sie leben, was sie anders machen. Ergebnisse einer Längsschnittstudie über familiale und berufliche Lebenszusammenhänge junger Frauen in Ost- und Westdeutschland. Opladen: Leske und Budrich, 284 S.
Abstract
"Mit dem Band stellen die Autorinnen die Ergebnisse der ersten und zweiten Erhebungswelle (1991,1993) ihrer Längsschnittuntersuchung "Entwicklungsprozesse familialer und beruflicher Lebenszusammenhänge junger Frauen" vor. Die zentrale Fragestellung befaßt sich damit, wie junge Frauen ihr Leben im Rahmen gesellschaftlicher Individualisierungsprozesse und in Auseinandersetzung mit individuellen Handlungsspielräumen sowie regionalen Gelegenheitsstrukturen entwerfen und gestalten. Die subjektiven Einschätzungen, Interpretationen und Deutungsmuster der Frauen sowie ihre biografischen Konstellationen und ihre derzeitige Situation stehen dabei im Vordergrund." Dazu wurden qualitative Interviews mit jungen Frauen in Bayern und Sachsen durchgeführt und zum Teil auch ihre Partner befragt. "In Teil A werden Konzeptionen, Projektanlage und methodische Vorgehensweise dieser Untersuchung dargestellt sowie die ausgewählten Regionen charakterisiert. Teil B analysiert nach einem generellen Überblick über die Berufswahl- und Berufsfindungsprozesse sowie die Arbeitsmarktsituation für junge Frauen in West- und Ostdeutschland die derzeitige berufliche Situation der von uns befragten jungen Frauen in Bayern und Sachsen. In Teil C wird auf die Partnerschaften und die Lebensformen der jungen Frauen im Kontext ihrer familialen und beruflichen Lebensentwürfe und biografischen Erfahrungen eingegangen. Es wird versucht, Anhaltspunkte dafür zu finden, inwiefern die unterschiedlichen Lebenformen Ausdruck unterschiedlicher Lebensentwürfe sind und ob sich generelle Individualisierungsprozesse darin spiegeln. Die charakteristischen Merkmale der von den Frauen gelebten unterschiedlichen Lebensformen werden ausführlich dargestellt und einem Ost-West-Vergleich unterzogen. Teil D faßt die wichtigsten Ergebnisse zusammen und versucht Ansatzpunkte zu liefern, wie junge Frauen in ihren Lebensentwürfen unterstützt werden können." (IAB2)
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Literaturhinweis
Soziale Differenzierung durch Lebensstile: eine empirische Untersuchung zur Lebensqualität in West- und Ostdeutschland (1996)
Zitatform
Spellerberg, Annette (1996): Soziale Differenzierung durch Lebensstile. Eine empirische Untersuchung zur Lebensqualität in West- und Ostdeutschland. Berlin: Edition Sigma, 241 S.
Abstract
"In dieser Arbeit wurden Lebensstile theoretisch und empirisch untersucht. Drei Themen der Lebensstilforschung standen im empirischen Teil im Zentrum des Interesses: erstens die Ermittlung von Lebensstilen in Ost- und Westdeutschland, zweitens die Stärke des Zusammenhangs zwischen Merkmalen der sozialen Lage und Lebensstilen und drittens die eigenständige Bedeutung von Lebensstilen zur Beschreibung und Erklärung unterschiedlicher Lebensqualität. Die Datenbasis bildet der Wohlfahrtssurvey 1993, eine repräsentative Umfrage in West- und Ostdeutschland zu objektiven Lebensbedingungen und subjektivem Wohlbefinden, in die ein Zusatzfragebogen zu Lebensstilen integriert wurde. Der Lebensstilfragebogen richtete sich an die Bevölkerung im Alter von 18 bis zu 61 Jahren. Entsprechend dem theoretischen Konzept, nach dem sich Lebensstile in erster Linie durch sichtbare Verhaltensweisen und die Gestaltung des Alltags im Rahmen der persönlichen Lebensplanung auszeichnen, wurde der Fragebogen konzipiert. Insgesamt wurden Einzelfragen zu Freizeitverhalten, Mediennutzung, Fernsehkonsum, Musikgeschmack, Lektüregewohnheiten, Alltagsroutinen sowie Lebenszielen gestellt und in die Auswertung einbezogen. Verhalten, kulturelle Interessen und Orientierungen haben sich als geeignete Dimensionen erwiesen, um in sich homogene und klar voneinander unterscheidbare Lebensstile zu ermitteln. Die Bevölkerung in West- und Ostdeutschland wurde dabei getrennt analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sozialreport 1995: Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1996)
Winkler, Gunnar;Zitatform
(1996): Sozialreport 1995. Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern. Berlin, 382 S.
Abstract
Auf der Grundlage zugänglicher Materialien der statistischen Landesämter, Einzeluntersuchungen der Mitarbeiter des Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg e.V. und wissenschaftlicher Einrichtungen, die sich mit vergleichbaren Themen beschäftigen, informiert der Sozialreport 1995 über die Entwicklung sozialer Lagen und Befindlichkeiten in den neuen Bundesländern. Der Report umfaßt die Bereiche:
- Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung,
- Einkommen,
- Verbrauch,
- Gesundheit,
- Familie und
- gesellschaftliche Mitwirkung.
(IAB) -
Literaturhinweis
Sozialreport 50+ 1996: Daten und Fakten zur sozialen Lage von Bürgern ab dem 50. Lebensjahr in den neuen Bundesländern (1996)
Winkler, Gunnar; Haupt, Hanna;Zitatform
Winkler, Gunnar & Hanna Haupt (1996): Sozialreport 50+ 1996. Daten und Fakten zur sozialen Lage von Bürgern ab dem 50. Lebensjahr in den neuen Bundesländern. Berlin: Verlag am Turm, 247 S.
Abstract
"Der Report will die Lebenslage und soziale Situation der Altersrentner und -rentnerinnen in den neuen Bundesländern darstellen und damit Aufschluß über die seit 1990 eingetretenen gravierenden Wandlungen und Differenzierungen in den Lebensverhältnissen der älteren Mitbürger geben. Dabei gehen die Autoren auch 1996 davon aus, daß die Darstellung der Lebenslagen älterer Bürger nicht auf objektive Daten des Einkommens, der Wohnungsgröße, des Besitzes an technischen Konsumgütern usw. zu begrenzen ist, sondern gleichermaßen die subjektiven Reflexionen einschließen muß, d.h. das was Bürger verschiedener Altersgruppen empfinden, welche Werte ihrem Handeln zugrunde liegen, wie zufrieden oder unzufrieden sie sind, wie sie soziale Veränderungen bewerten. Dem Sozialreport 50+ liegt eine repräsentative Untersuchung in den neuen Bundesländern zugrunde, die auf einer mündlichen Befragung (Interviews) beruht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wohlfahrtsentwicklung im vereinten Deutschland: Sozialstruktur, sozialer Wandel und Lebensqualität (1996)
Zapf, Wolfgang; Habich, Roland;Zitatform
(1996): Wohlfahrtsentwicklung im vereinten Deutschland. Sozialstruktur, sozialer Wandel und Lebensqualität. Berlin: Edition Sigma, 382 S.
Abstract
"Dieser Band verfolgt zwei Ziele. Zum einen will er die Projekte der Abteilung Sozialstruktur und Sozialberichterstattung am WZB darstellen und die wichtigsten Ergebnisse zusammenfassen. Zum anderen will er die Wohlfahrtsentwicklung in Ost- und Westdeutschland untersuchen und bewerten - das zentrale Thema, auf das alle Projekte in den letzten Jahren ausgerichtet waren. Im Einführungskapitel werden die theoretischen Bezüge, Forschungsbezüge und Datenbasen dieser Untersuchungen erläutert. Gegliedert ist das Buch in fünf größere Abschnitte; sie zeigen die Themenschwerpunkte an, denen die Beiträge zugeordnet sind. Der erste Abschnitt, Sozialstruktureller Wandel und Lebensqualität, bietet zwei Überblicksdarstellungen und ein theoretisches Modell an. Kapitel 2 behandelt den Wandel der sozialen Schichtung und die damit verbundenen Mobilitätsprozesse in Ost- und Westdeutschland seit 1990, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Angleichung von Ost und West und der Veränderung der sozialen Ungleichheit. In Kapitel 3 wird die Entwicklung der objektiven Lebensbedingungen und des subjektiven Wohlbefindens in Ost- und Westdeutschland untersucht, und zwar die materiellen, die persönlichen und die öffentlichen Lebensbereiche, Lebenszufriedenheit und Zukunftserwartungen sowie Probleme der "inneren Einheit" und wechselseitigen Wahrnehmung. In Kapitel 4 werden unterschiedliche Erklärungen des subjektiven Wohlbefindens (Lebenszufriedenheit, Sorgen usw.) diskutiert. Es wird ein Modell vorgestellt, in dem die objektiven Lebensbedingungen über die "Filter" Vergleichsprozesse und Wichtigkeiten auf das subjektive Wohlbefinden einwirken. Im zweiten Abschnitt, Soziale Gruppen, Problemgruppen, wechselt die Perspektive von der Gesamtbevölkerung auf ausgewählte Sozialkategorien bzw. soziale Gruppen. In Kapitel 5 über die Lage von Frauen zwischen Familie und Beruf zeigen sich besonders deutliche Ost-West-Unterschiede und erhebliche Veränderungen zwischen älteren und jüngeren Altersgruppen. In Kapitel 6 werden die objektiven Lebensbedingungen und das subjektive Wohlbefinden der älteren Bevölkerung im Ost-West-Vergleich und im Vergleich aufeinanderfolgender Altersgruppen untersucht und bewertet. Kapitel 7 untersucht die Wohlfahrtsentwicklung der ausländischen Bevölkerung am Beispiel der Arbeitsmigranten, und zwar im Zeitverlauf 1984-1993. Zusätzlich werden erste Ergebnisse über die Lage von Aussiedlern mitgeteilt. Kapitel 8 greift eine gesellschaftspolitische Polemik auf - die These von der Zwei-Drittel-Gesellschaft - und weist sie zurück mit Analysen der Kumulation und Stabilität von Problemlagen, insbesondere des Verlaufs von Armut. Es ergibt sich ein "dynamischeres Bild" prekärer sozialer Lagen. Im dritten Abschnitt, Lebensformen und Lebensstile, werden zwei innovative Betrachtungsweisen der Sozialstruktur vorgestellt und auf die Wohlfahrtsentwicklung in Ost- und Westdeutschland bezogen. Kapitel 9 untersucht Zeitverlauf und Ost-West-Differenzen unterschiedlicher "Lebensformen", d.h. unterschiedlicher haushalts- und lebensphasenspezifischer Formen des Zusammenlebens und der Erwerbsbeteiligung, auch anhand der Frage nach steigender Individualisierung und Pluralisierung. In Kapitel 10 werden die quantitativ wichtigsten Lebensstiltypen für Ost- und Westdeutschland mittels Indikatoren des interaktiven, expressiven und evaluativen Verhaltens konstruiert, gemessen und verglichen. Der vierte Abschnitt, Ostdeutsche Veränderungen, behandelt ausgewählte Probleme der Wohlfahrtsentwicklung in Ostdeutschland im Vergleich zur Situation in der DDR; dazu werden die DDR-Verhältnisse nachgezeichnet. In Kapitel 11 geht es um die soziale Lage der Privathaushalte und ihre Möglichkeiten zu einer aktiven Gestaltung der Wohlfahrtsentwicklung. In Kapitel 12 und 13 werden die Wohnungsversorgung und die politische und soziale Beteiligung untersucht, wobei im Wohnungsbereich eher Kontinuitäten, im Partizipationsbereich massive Einbrüche und Veränderungen zu erklären sind. Der fünfte Abschnitt, Die deutsche Transformation im Vergleich, versucht eine zusammenfassende Bewertung der deutsch-deutschen Transformation: im Kapitel 14 durch einen Vergleich mit zehn osteuropäischen Gesellschaften und im Schlußkapitel mit einer Bilanz von Belastungen und Verbesserungen sowie ebenfalls einem kurzen internationalen Vergleich. Die deutsche Transformation erscheint hierbei als ein besonders günstiger und sich stabilisierender Sonderfall. In einem Postskriptum werden jüngste Daten zur Wohlfahrtsentwicklung in Ost- und Westdeutschland vom Dezember 1995 vorgestellt. Dabei zeigt sich eine steigende Diskrepanz zwischen der überwiegend positiven Bewertung der persönlichen Lebensumstände und den sich verschlechternden generellen Zufriedenheiten und Zukunftseinschätzungen. Dieser Befund kann als Übergang in eine Phase offener Probleme der "weitergehenden Modernisierung" gedeutet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue regionale Disparitäten im vereinten Deutschland (1996)
Ziegler, Astrid; Bartsch, Klaus;Zitatform
Ziegler, Astrid (1996): Neue regionale Disparitäten im vereinten Deutschland. (Hans-Böckler-Stiftung. Graue Reihe. N.F. 106), Düsseldorf, 133 S.
Abstract
"Durch die Vereinigung der beiden deutschen Staaten hat sich die Wirtschaftsstruktur zwischen den bundesdeutschen Teilräumen grundlegend geändert. Die räumlichen Unterschiede in der Wirtschaftskraft und in den sozialen und ökologischen Lebensbedingungen sind deutlich größer geworden. Die empirische Untersuchung arbeitet den gegenwärtigen regionalen Strukturwandel im vereinten Deutschland mit Hilfe multivariater Verfahren heraus. Aus den Ergebnissen werden darauf aufbauend strukturpolitische Strategien für die Regionen in Gesamtdeutschland entwickelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1995)
Dohnke, Dieter; Frister, Siegfried; Liljeberg, Holger;Zitatform
Dohnke, Dieter, Siegfried Frister & Holger Liljeberg (1995): Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern. In: Sozialreport H. Sonderheft 1, S. 1-32.
Abstract
"Gegenstand des Sonderheftes ist eine auf ausgewählten Ergebnissen des Arbeitslosenreports 1995 beruhende Darstellung. Der Arbeitslosenreport wird durch das Unabhängige Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH seit dem Jahre 1990 erarbeitet. Dem Arbeitslosenreport 1995 liegt die zweite deutschlandweite repräsentative Befragung - unterstützt vom Sozialwissenschaflichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. - zugrunde.
Ziel der Befragung ist es, im Zusammenhang mit den bisherigen Ergebnissen des gesellschaftlichen Transformationsprozesses in den neuen Bundesländern gesicherte Aussagen über die gegenwärtige Lage und die Befindlichkeit der Unterbeschäftigten in ganz Deutschland zu gewinnen und dabei die Auswirkungen und Konsequenzen des Arbeitsplatzverlustes sowohl auf die individuelle Situation und Befindlichkeit als auch auf die Familien und die Gesellschaft insgesamt in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei sind vor allem aus sozialem und politischem Blickwinkel Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Betroffenen aus den alten und den neuen Bundesländern von besonderem Interesse. Die Auswahl konzentriert sich - dem Charakter der Quartalshefte Sozialreport folgend - auf Aussagen und Probleme zu den neuen Bundesländern und - soweit erforderlich - im Vergleich zu den alten Bundesländern." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Frühverrentung in Ostdeutschland: Ergebnisse einer empirischen Erhebung zu den Bedingungen und sozialen Folgen des vorzeitigen Ruhestandes (1995)
Ernst, Jochen;Zitatform
Ernst, Jochen (1995): Frühverrentung in Ostdeutschland. Ergebnisse einer empirischen Erhebung zu den Bedingungen und sozialen Folgen des vorzeitigen Ruhestandes. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 5, Volks- und Betriebswirtschaft 1750), Frankfurt am Main u.a.: Lang, 208 S.
Abstract
"Ein vorzeitiger Übergang in den Ruhestand wurde nach der deutschen Vereinigung für eine große Zahl älterer Personen in Ostdeutschland schlagartig zur Realität. In der sozialwissenschafltichen Forschung wurde dieses Thema eher am Rand behandelt. Diese Studie untersucht auf der Grundlage von Lebenslageanalysen und gestützt auf über 300 Interviews die sozialen Folgen und Bedingungen der Frühverrentung für die Betroffenen. Es zeigt sich, daß die Älteren trotz mitunter einschneidender Veränderungen im Lebensvollzug ihre soziale Situation sehr differenziert beurteilen. Bilanzierende Wertungen sind - im Kontext des gesellschaftlichen Umbruchs in Ostdeutschland - ambivalent und häufig instabil. Gleichzeitig signalisieren die gewonnenen Befunde sozialpolitischen Handlungsbedarf, um die negativen Folgen der Frühverrentung zumindest zu entschärfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1995)
Gericke, Thomas; Jogschies, Peter; Bischoff, Peter; Kuhnke, Ralf; Lang, Cornelia; Bertram, Barbara; Henze, Gudrun; Reißig, Monika; Klar, Constanze; Karig, Ute; Schreier, Kerstin;Zitatform
Gericke, Thomas, Barbara Bertram, Ute Karig, Peter Bischoff, Cornelia Lang, Gudrun Henze, Constanze Klar, Kerstin Schreier, Ralf Kuhnke, Peter Jogschies & Monika Reißig (1995): Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern. In: Sozialreport H. Sonderheft 2, S. 1-43.
Abstract
Das Sonderheft dokumentiert die Beiträge von AutorInnen der Regionalen Arbeitsstelle Leipzig des Deutschen Jugendinstituts e.V. München zu folgenden Themen:
- Bildungsweg, Berufswahl und berufliche Erstplacierung bei ostdeutschen Schulabgängern des Jahres 1990
- Gleichbleibend hohe Erwerbsansprüche und steigende Jugendarbeitslosigkeit
- Einige Aspekte des Migrationsverhaltens von Jugendlichen aus dem Freistaat Sachsen
- Ostdeutsche Jugendliche und ihr Verhältnis zur Politik in den ersten fünf Jahren nach der Wende
- Familiäre Lebensbedingungen und familienbezogene Einstellungen ostdeutscher Jugendlicher
- Deviante Verhaltensweisen im Kontext der jugendlichen Normalbiographie
- Straßenkarrieren in den neuen Bundesländern: Beschreibungen und Erklärungsansätze - Ergebnisse einer ExpertInnenbefragung
- Zur Entwicklung des Konsums legaler und illegaler Drogen bei ostdeutschen Jugendlichen. (IAB) -
Literaturhinweis
Kollektiv und Eigensinn: Lebensverläufe in der DDR und danach (1995)
Huinink, Johannes ; Trappe, Heike ; Sorensen, Annemette; Solga, Heike ; Diewald, Martin ; Mayer, Karl Ulrich ;Zitatform
Huinink, Johannes, Karl Ulrich Mayer, Martin Diewald, Heike Solga, Annemette Sorensen & Heike Trappe (1995): Kollektiv und Eigensinn: Lebensverläufe in der DDR und danach. Berlin: Akademie Verlag, 414 S.
Abstract
In dem Buch werden, gestützt auf eine am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin, durchgeführte Erhebung zur Erforschung von mehr als 2300 Lebensverläufen in der ehemaligen DDR, Lebensverläufe von Männern und Frauen verschiedener Geburtsjahrgänge bis Mitte 1993 im Kontext der historischen Entwicklung der DDR beschrieben und verglichen. Im Vordergrund stehen dabei zwei Leitfragen.
"Die erste Leitfrage thematisiert das besondere Verhältnis von Bevölkerung und Herrschaftssystem: In welcher Weise wurde das Leben in der DDR durch Staat und Partei reglementiert und gesteuert, und welche Handlungsspielräume wurden den Bürgern eingeräumt bzw. von diesen selbst durchgesetzt? Die zweite Leitfrage befaßt sich mit der Eigenart und dem Gewicht von Strukturen sozialer Ungleichheit in der DDR-Gesellschaft gegenüber dem Anspruch, größtmögliche Gleichheit von Lebensbedingungen und Chancen herzustellen. Mit den Antworten auf diese Fragen sollen differenzierte Einblicke in die Gründe für die "Wende" und den Zusammenbruch des politischen und ökonomischen Systems gewonnen werden." (IAB2) -
Literaturhinweis
Ostdeutsche Frauen im Transformationsprozeß: eine soziologische Analyse zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen (1990-1994) (1995)
Schröter, Ursula;Zitatform
Schröter, Ursula (1995): Ostdeutsche Frauen im Transformationsprozeß. Eine soziologische Analyse zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen (1990-1994). In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 20, S. 31-42.
Abstract
"Fünf Jahre nach dem Herbst 1989 sind ostdeutsche Frauen in besonderer Weise von den sozialen Problemen des Transformationsprozesses betroffen. Sie sind in höherem Maße als ostdeutsche Männer arbeitslos, obwohl ihr Wunsch nach Berufstätigkeit nicht wesentlich geringer und die Orientierung auf beruflichen Erfolg sogar größer geworden ist. Junge ostdeutsche Frauen verzichten in höherem Maße als westdeutsche und in sehr viel höherem Maße als DDR-Frauen auf Kinder, obwohl sich an dem Kinderwunsch kaum etwas geändert hat. Nach Jahren der radikalen gesellschaftlichen Veränderungen und abrupten biographischen Brüche reflektieren ostdeutsche Frauen empfindliche Verluste (soziale Kälte, Ängste), aber auch Gewinne, die Sehnsucht nach der DDR im größten Maße nicht aufkommen lassen (Reisefreiheit,Warenangebot). Soziale Differenzierungen werden immer deutlicher: Einerseits gibt es die Abkopplung einer größeren Frauengruppe vom gesellschaftlichen Leben und von Zukunftshoffnungen. Andererseits ist ein kleinerer Teil ostdeutscher Frauen - überdurchschnittlich aktiv und überdurchschnittlich qualifiziert - bereits im 'neuen Deutschland' angekommen, nutzt und befördert die neuen Lebensmöglichkeiten und verweist oft gleichzeitig auf 'zu Erhaltendes' aus der Vergangenheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Frauen - sechs Jahre nach dem gesellschaftlichen Umbruch: Auswertung empirischer Daten zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen (1995)
Schröter, Ursula;Zitatform
Schröter, Ursula (1995): Ostdeutsche Frauen - sechs Jahre nach dem gesellschaftlichen Umbruch. Auswertung empirischer Daten zur sozialen Situation ostdeutscher Frauen. (Studien des Instituts für Sozialdatenanalyse 15), Berlin: Trafo-Verlag, 67 S.
Abstract
"Die Autorin verfolgt das Ziel nachzuweisen, daß es im Leben ostdeutscher Frauen gegenwärtig nicht nur Umbrüche (oder 'Tranformationen' oder 'Modernisierungen') gibt, sondern auch Kontinuität; nicht nur Skepsis und Befürchtungen, sondern auch eine neue Art der gesellschaftlichen Akzeptanz; nicht nur den Drang zur Konformität und Vermassung, sondern auch eine neue Chance zur Individualisierung." Dargestellt und interpretiert werden die Ergebnisse aus vier repräsentativen Befragungen des Instituts für Sozialdatenanalyse e.V. Berlin (isda) sowie aus anderen empirischen Erhebungen und der amtlichen Statistik zur Erwerbsneigung, zum Kinderwunsch, zur Werteorientierung, zu Mutterrolle und Frauenbild sowie zur politischen Partizipation von ostdeutschen Frauen. In einem Exkurs befaßt sich die Autorin schließlich mit der "Krise der Arbeitsgesellschaft" aus ostdeutscher Frauensicht. (IAB2)
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Literaturhinweis
Chancen und Risiken im Lebenslauf: Beiträge zum gesellschaftlichen Wandel in Ostdeutschland (1995)
Sydow, Hubert; Schlegel, Uta; Helmke, Andreas;Zitatform
Sydow, Hubert, Uta Schlegel & Andreas Helmke (Hrsg.) (1995): Chancen und Risiken im Lebenslauf: Beiträge zum gesellschaftlichen Wandel in Ostdeutschland. (Transformationsprozesse), Berlin: Akademie Verlag, 282 S.
Abstract
Der Band faßt Ergebnisse der ersten Projektförderphase der Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern e.V. (KSPW) zusammen. Die Beiträge befassen sich in drei Kapiteln u.a.:
1. mit den Lebenslagen, Lebensentwürfen und Wertorientierungen von Jugendlichen
2. mit den Lebenslagen von Frauen, insbesondere mit der Bewältigung von Arbeitslosigkeit und der Anpassung an veränderte soziale Strukturen
3. mit Vermittlungen zwischen gesellschaftlichen Veränderungen und individuellen Reaktionen, z.B. bei den sogenannten "jungen Alten" und im Hinblick auf psychosoziale Gesundheitsrisiken. (IAB2) -
Literaturhinweis
Wirtschaftliche und soziale Lebensverhältnisse in Ostdeutschland: Indikatorensammlung, erstellt im Auftrag des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL (1995)
Zitatform
(1995): Wirtschaftliche und soziale Lebensverhältnisse in Ostdeutschland. Indikatorensammlung, erstellt im Auftrag des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL. (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft 1995,02), Halle, 136 S.
Abstract
"Im Auftrag des Nachrichtenmagazins Der Spiegel hat das Institut für Wirtschaftsforschung Halle aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen (111) Indikatoren zusammengestellt und ausgewertet, die den nach der deutschen Einheit einsetzenden Prozeß der Anpassung der Lebensumstände beschreiben. Die einzelnen Indikatoren sind in 19 Kapiteln zusammengefaßt, die den allgemeinen Bereichen 'Bevölkerung und Arbeitsmarkt', 'Einkommen und Verbrauch', 'Materielle und soziale Infrastruktur' und 'Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen' zugeordnet werden können. In allen Bereichen sind deutliche Veränderungen gegenüber der Situation des Jahres 1990 festzustellen, die in aller Regel auf eine Annäherung an westdeutsche Muster zielen. In vielem gibt es fünf Jahre nach der Einheit jedoch noch deutliche Unterschiede zwischen Ost und West, die über das Ausmaß ähnlicher Differenzen zwischen westdeutschen Regionen hinausgehen. Dies zeigt, daß der Transformationsprozeß in Wirtschaft und Gesellschaft noch nicht als abgeschlossen gelten kann. Vorgesehen ist deshalb, die relevanten Entwicklungen auch künftig zu beobachten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Veränderung der Erwerbssituation in ostdeutschen Privathaushalten und Befindlichkeit der Menschen (1994)
Berger, Horst; Schultz, Annett;Zitatform
Berger, Horst & Annett Schultz (1994): Veränderung der Erwerbssituation in ostdeutschen Privathaushalten und Befindlichkeit der Menschen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 16, S. 3-15.
Abstract
"Im Zuge des Vereinigungsprozesses haben sich die Erwerbsverhältnisse in den neuen Bundesländern grundlegend verändert. Arbeitslosigkeit wurde für viele Ostdeutsche zur individuellen Erfahrung. Der Beitrag thematisiert die Folgen des Beschäftigungsabbaus für die Erwerbssituation der ostdeutschen Privathaushalte und präsentiert Ergebnisse eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekts, das sich vor allem auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP-Ost) stützt. Ausgehend von den Besonderheiten der ostdeutschen Privathaushalte, wird die veränderte Erwerbsbeteiligung in den Haushalten dargestellt und der Einfluß des Erwerbsstatus auf die Befindlichkeit der Haushaltsmitglieder analysiert. Die Arbeitslosigkeit beeinträchtigt nachhaltig die soziale Lage und die Befindlichkeit der Haushaltsmitglieder." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wir sind auf den ganzen Menschen aus und können ihn nicht finden: Bedingungen von Lebensentwürfen bei Frauen in den neuen Bundesländern (1994)
Bertram, Barbara; Bütow, Birgit;Zitatform
Bertram, Barbara & Birgit Bütow (1994): Wir sind auf den ganzen Menschen aus und können ihn nicht finden. Bedingungen von Lebensentwürfen bei Frauen in den neuen Bundesländern. In: P. Beckmann & G. Engelbrech (Hrsg.) (1994): Arbeitsmarkt für Frauen 2000 - Ein Schritt vor oder ein Schritt zurück? Kompendium zur Erwerbstätigkeit von Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 179), S. 646-669.
Abstract
Im ersten Teil des Aufsatzes thematisieren die Autorinnen zum einen die ihres Erachtens mangelhafte Auseinandersetzung mit den methodologischen und theoretischen Konzepten zur Analyse des sozialen Wandels in den neuen Bundesländern. Zum anderen fordern sie eine kritische Überprüfung der westlichen feministischen Forschung im Hinblick auf ihre Übertragbarkeit auf ostdeutsche "Frauenwirklichkeiten". Der zweite Teil enthält eine empirische Bestandsaufnahme der Lebenskonzepte von Frauen in den neuen Bundesländern. Abschließend wird gefragt, an welchen Problemlagen frauenpolitisch angeknüpft werden kann. (IAB2)
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Literaturhinweis
Zu den psycho-sozialen Folgen der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern (1994)
Brinkmann, Christian; Wiedemann, Eberhard;Zitatform
Brinkmann, Christian & Eberhard Wiedemann (1994): Zu den psycho-sozialen Folgen der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 16, S. 16-28.
Abstract
"Wie in den alten Bundesländern führt langanhaltende Unterbeschäftigung auch in den neuen Ländern zeitverzögert zu Langzeitarbeitslosigkeit im weiteren Sinn unter Einschluß wiederholter Arbeitslosigkeit. Individuell gesehen belasten bei Arbeitslosigkeit zunächst die geringen oder fehlenden Einkommen. Einem Arbeitslosen in Ostdeutschland stehen im Durchschnitt 46 Prozent eines Erwerbseinkommens zur Verfügung. Ähnlich wie in Westdeutschland geben drei Viertel der Arbeitslosen finanzielle Einschränkungen der einen oder anderen Art an. Nur wenige Arbeitslose bzw. Langzeitarbeitslose schätzen ihre eigene berufliche Zukunft optimistisch ein. Anders als Erwerbstätige verarbeiten 70 Prozent der Arbeitslosen den gesellschaftlich-sozialen Wandel überwiegend konflikthaft. Rückblickend waren sie vor der Wende zufriedener, ihre hohe Berufsorientierung ist aber weitgehend ungebrochen geblieben. Be- und Entlastungen unterscheiden sich nur teilweise von denen im Westen. Arbeitslose in den neuen Bundesländern sind vor allem aus sozialstrukturellen Gründen politisch weniger interessiert als Erwerbstätige. Mögliche längerfristige Folgeprobleme der Arbeitslosigkeit - etwa ein eigenständiger zusätzlicher Einfluß der Arbeitslosigkeit auf die politische Orientierung von Arbeitslosen - bedürfen weiterer Untersuchungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wandel und Brüche in Lebensentwürfen von Frauen in den neuen Bundesländern (1994)
Böckmann-Schewe, Lisa; Röhrig, Anne; Kulke, Christine;Zitatform
Böckmann-Schewe, Lisa, Christine Kulke & Anne Röhrig (1994): Wandel und Brüche in Lebensentwürfen von Frauen in den neuen Bundesländern. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. B 6, S. 33-44.
Abstract
"Veränderungen und Kontinuitäten in der Erwerbsarbeit und -orientierung von Frauen in den neuen Ländern lassen sich in ihren Ausprägungen nur unter Einbeziehung ihrer Sozialisationserfahrungen und -bedingungen, ihrer gesamten Lebensrealität im Gesellschaftssystem der DDR erfassen. In dem Beitrag wird deshalb auf eine wesentliche Rahmenbedingung des Frauenerwerbslebens in der DDR, nämlich die staatliche Gleichstellungspolitik, Bezug genommen, um im Anschluß daran einige ausgewählte empirische Ergebnisse zur individuellen Gestaltung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie darzustellen. Daran anknüpfend werden zentrale Veränderungen der Beschäftigungssituation und veränderte subjektive Handlungsorientierungen skizziert und entsprechende empirische Ergebnisse vorgestellt. Abschließend wird unter strukturtheoretischen Gesichtspunkten den Veränderungen von sozialer Indentifikation in der Berufsarbeit nachgegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sozialreport 1994: Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (1994)
Kurz-Scherf, Ingrid; Winkler, Gunnar;Zitatform
Kurz-Scherf, Ingrid & Gunnar Winkler (Hrsg.) (1994): Sozialreport 1994. Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern. Berlin, 367 S.
Abstract
"Der Sozialreport 1994 informiert über die Entwicklung sozialer Lagen und Befindlichkeiten in den neuen Bundesländern. Statistische Daten und jährliche empirische Untersuchungen seit 1990 machen den Sozialreport zu einem unverzichtbaren Instrument der Information über die neuen Bundesländer. Das Spektrum umfaßt Einkommensentwicklung und Verbrauchsstrukturen, Arbeitsmarktprobleme, Wohnen, Gesundheit, Bevölkerungsentwicklung, Aspekte der demokratischen Mitwirkung u.a. Der Sozialreport richtet sich an sozial und politisch Engagierte, an Sozialwissenschaftler, Politiker, an Parteien, Verbände und Verwaltungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausländische Selbständige in der Bundesrepublik: unter besonderer Berücksichtigung von Entwicklungsperspektiven in den neuen Bundesländern (1994)
Loeffelholz, Hans Dietrich von; Buch, Holger; Gieseck, Arne;Zitatform
Loeffelholz, Hans Dietrich von, Arne Gieseck & Holger Buch (1994): Ausländische Selbständige in der Bundesrepublik. Unter besonderer Berücksichtigung von Entwicklungsperspektiven in den neuen Bundesländern. (Schriftenreihe des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung 56), Berlin: Duncker & Humblot, 125 S. DOI:10.3790/978-3-428-48231-3
Abstract
"Die Arbeit untersucht die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der ausländischen Selbständigen unter besonderer Berücksichtigung von Entwicklungsperspektiven in den neuen Bundesländern. Sie nimmt die meist recht partialanalytisch angelegte Literatur auf und diskutiert die vorhandenen Konzepte und Ansätze zur Erklärung ausländischer Selbständigkeit. Schwerpunkte dieser Arbeit sind indes zum einen eine umfassende und aktuelle Bestandsaufnahme der ausländischen Selbständigen in West- und Ostdeutschland nach sozioökonomischen Kriterien, zum anderen die gerade mit Blick auf den Arbeitsmarkt in den neuen Bundesländern spannende Frage, inwieweit von den dort ansässigen oder von den von jenseits der deutschen Grenzen oder auch aus den alten Bundesländern zuziehenden Ausländern Chancen zur Selbständigkeit gesehen und wahrgenommen werden. Diese Frage wird letztlich vor dem Hintergrund der mittelfristig absehbaren Entwicklung der Zahl der Ausländer in Ostdeutschland eher zurückhaltend beantwortet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ost-West-Migration: Lebens- und Arbeitsbedingungen von Migranten aus Osteuropa in den neuen Bundesländern und Berlin (1994)
Marburger, Helga;Zitatform
Marburger, Helga (Hrsg.) (1994): Ost-West-Migration: Lebens- und Arbeitsbedingungen von Migranten aus Osteuropa in den neuen Bundesländern und Berlin. (Werkstatt-Berichte 06), Frankfurt am Main: IKO-Verlag für Interkulturelle Kommunikation, 116 S.
Abstract
"Die mit der politischen Wende in der ehemaligen DDR seit 1989 einhergehenden wirtschaftlichen Veränderungen hatten u.a. eine Entlassungswelle zur Folge, die ausländische Arbeitskräfte ungeachtet bestehender Regierungsabkommen und gültiger Arbeitsverträge am stärksten traf.
Obwohl die Arbeitsmarktlage in den neuen Bundesländern nach wie vor äußerst angespannt ist, werden gegenwärtig erneut ausländische Arbeitskräfte angeworben, und ein steigender Anteil neu rekrutierter Arbeitsmigranten - vor allem aus Osteuropa, insbesondere Polen und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion - befindet sich in legalen wie illegalen Beschäftigungsverhältnissen.
Der Band fragt nach den Ursachen dieser jüngsten Entwicklung. Dabei richtet sich die Analyse zum einen auf die spezifischen sozio-ökonomischen Bedingungsfaktoren in den osteuropäischen Herkunftsländern sowie in den neuen Bundesländern, und zum anderen werden individuelle Motivationen und Zukunftsoptionen, konkrete Lebens- und Arbeitsbedingungen der Migranten untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Vom sozialistischen Versorgungsstaat zum Sozialstaat Bundesrepublik: Ausbau oder Abbau der sozialen Lage in den neuen Bundesländern? (1994)
Zerche, Jürgen;Zitatform
Zerche, Jürgen (Hrsg.) (1994): Vom sozialistischen Versorgungsstaat zum Sozialstaat Bundesrepublik. Ausbau oder Abbau der sozialen Lage in den neuen Bundesländern? (Kölner Schriften zur Sozial- und Wirtschaftspolitik 25), Regensburg: Transfer Verlag, 229 S.
Abstract
"Mit der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion hat die DDR auch die bundesdeutsche Sozial- und Arbeitsrechtsordnung eingeführt. Dies war für die soziale Lage der Bevölkerung mit weitreichenden Folgen verbunden, die eine sorgfältige Abwägung der positiven und der negativen Veränderungen erfordern. In dem Band behandeln die Autoren sozialpolitische Aspekte des Umbruchs in den neuen Bundesländern. Ihr gemeinsamer Ausgangspunkt ist die Feststellung, daß es auch in der DDR ein ausgebautes Sozialsystem mit Stärken und Schwächen gegeben hat. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Transformation des sozialistischen Versorgungsstaats zum Sozialstaat Bundesrepublik ist erforderlich, um redlich mit historischen Fakten umzugehen. Wer die Probleme in den neuen Bundesländern verstehen will, der muß sich mit den Veränderungen der Lebenslage ihrer Bewohner befassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bericht über die Situation der Kinder und Jugendlichen und die Entwicklung der Jugendlichen in den neuen Bundesländern - Neunter Jugendbericht (1994)
Zitatform
(1994): Bericht über die Situation der Kinder und Jugendlichen und die Entwicklung der Jugendlichen in den neuen Bundesländern - Neunter Jugendbericht. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 13/70 (08.12.1994)), 713 S.
Abstract
"Die Sachverständigenkommision für den Neunten Jugendbericht hatte die historisch einmalige Aufgabe, einen Bericht zu erstellen, der
-einerseits die Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den neuen Bundesländern (seit dem Beitritt der DDR zur BRD) darstellt,
-andererseits den Aufbau, die Problemlagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Jugendhilfe nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz thematisiert, das im Oktober 1990 im Zuge der Vereinigung in Kraft gesetzt wurde.
Der Neunte Jugendbericht ist also - anders als die bisherigen Jugendberichte - weder 'Gesamtbericht' im traditionellen Sinn noch durch eine thematische Begrenzung auf Handlungsfelder der Jugendhilfe gekennzeichnet, sondern es handelt sich zum ersten Mal um die Erstellung eines geographisch definierten Berichts. In einer historisch besonderen Situation hat er als 'Gesamt-Jugendbericht-Ost' die Aufgabe übernommen, die Folgen der dramatischen Umbruchsituation der DDR für deren junge Generation und für den Aufbau der Jugendhilfe in den an ihre Stelle getretenen neuen Bundesländern zu beschreiben und kritisch zu evaluieren. Im Mittelpunkt der Analysen und Empfehlungen des Neunten Jugendberichts steht die Umbruchsituation der Institutionen, der Werte und Normen, der Biographien sowie der Alltagsroutine ostdeutscher Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener. Angesichts der Tiefe und Brisanz der Problemlagen vertritt die Kommission einen kinder- und jugend(hilfe)politisch sensiblen Ansatz, der die Verbindung von individueller und kollektiver Lebenssituation mit den Dimensionen der instituionellen Bereitstellung von Ressourcen im Rahmen des wohlfahrtsstaatlichen Leistungsprofils der Bundesrepublik thematisiert." Der Bericht wird durch die Stellungnahme der Bundesregierung zum Neunten Jugendbericht ergänzt. (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Veränderungen der Struktur und der sozialen Lage Ostdeutscher Haushalte nach 1990 (1993)
Berger, Horst; Schultz, Annett; Hinrichs, Wilhelm; Priller, Eckhard;Zitatform
Berger, Horst, Wilhelm Hinrichs, Eckhard Priller & Annett Schultz (1993): Veränderungen der Struktur und der sozialen Lage Ostdeutscher Haushalte nach 1990. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Arbeitsgruppe Sozialberichterstattung. Papers 93-105), Berlin, 111 S.
Abstract
"Die Studie befaßt sich mit den Veränderungen der sozialen Lage der ostdeutschen Privathaushalte seit 1990. Auf der Grundlage von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP-Ost) und der amtlichen Statistik werden Wandlungen in der Struktur der Privathaushalte und in den wesentlichen Dimensionen ihrer sozialen Lage - Erwerbssituation, Einkommen/Verbrauch und Wohnsituation analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einfach so weiter leben ... oder? Ostdeutsche Lebensführung zwischen Stabilität und Wandel (1993)
Dietzsch, Ina; Hofmann, Michael;Zitatform
Dietzsch, Ina & Michael Hofmann (1993): Einfach so weiter leben ... oder? Ostdeutsche Lebensführung zwischen Stabilität und Wandel. In: Mitteilungen. Sonderforschungsbereich 333 H. 6, S. 43-58.
Abstract
Der Beitrag befaßt sich mit der Veränderung der Lebensbedingungen in Ostdeutschland. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit Menschen "auf ihre in der DDR entwickelten Umgangsformen mit gesellschaftlichen Bedingungen zurückgreifen und auf dieser Ebene Stabilität und Kontinuität sicherstellen können, inwieweit aber auch die gesellschaftlichen Transformationsprozesse Veränderungen auf der Ebene des Alltagslebens erforderlich machen." Auf der Grundlage qualitativer Interviews werden drei Personen porträtiert, "deren alltägliche Lebensführung in ganz unterschiedlicher Weise mit den realsozialistischen Lebensbedingungen verbunden und arrangiert war." (IAB2)
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Literaturhinweis
Der vorzeitige Ruhestand in Ostdeutschland und einige Aspekte der sozialen Lage der Frührentner in den neuen Ländern (1993)
Ernst, Jochen;Zitatform
Ernst, Jochen (1993): Der vorzeitige Ruhestand in Ostdeutschland und einige Aspekte der sozialen Lage der Frührentner in den neuen Ländern. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 42, H. 9, S. 211-217.
Abstract
In dem Beitrag wird zunächst ein kurzer Einblick in die Rahmenbedingungen und in das Ausmaß der Frühverrentung in Ostdeutschland gegeben. Anschließend werden einige Folgen diskutiert, die sich aus der Frühverrentung für die Lebenslage Betroffener ergeben. Zum Schluß werden sozialpolitische Handlungsfelder markiert, innerhalb derer soziale und individuelle Problemlagen im vorzeitigen Ruhestand lösbar sind oder zumindest entschärft werden können. Als Datenbasis wurden das Sozio-ökonomische Panel (Ost) 1991, 1992 und die LEIS (Leipzig-Studie) zum vorzeitigen Ruhestand in den neuen Bundesländern verwendet. Im Rahmen der LEIS-Studie wurden im Frühjahr 1993 im Raum Leipzig 214 männliche und 95 weibliche Alterübergangsempfänger zwischen 55 und 63 Jahren befragt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Sozialer Umbruch in Ostdeutschland (1993)
Geißler, Rainer;Zitatform
Geißler, Rainer (Hrsg.) (1993): Sozialer Umbruch in Ostdeutschland. (Sozialstrukturanalyse 02), Opladen: Leske und Budrich, 252 S.
Abstract
Der Band dokumentiert die Beiträge, die auf der Jahrestagung der DSG-Sektion "Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse" Ende Januar 1992 in der Gustav-Heinemann-Akademie in Freudenberg gehalten wurden. Die Beiträge skizzieren allgemeine Entwicklungstendenzen des sozialen Umbruchs, vermitteln Einblicke in Teilbereiche dieses Umbruchs auf der Basis von repräsentativen Daten oder Spezialstudien und analysieren die Veränderungen der Lebensbedingungen bei drei sozioökonomischen Gruppen: den Selbständigen, den Bauern und der Arbeiterschaft. (IAB2)
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