Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
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Literaturhinweis
Qualität der Arbeit: Eine Untersuchung für Ost- und Westdeutschland für die Jahre 1994 und 2009 (2011)
Buscher, Herbert; Pelz, Melanie; Noack, Susann;Zitatform
Buscher, Herbert, Susann Noack & Melanie Pelz (2011): Qualität der Arbeit: Eine Untersuchung für Ost- und Westdeutschland für die Jahre 1994 und 2009. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 17, H. 12, S. 422-428.
Abstract
"Qualität der Arbeit - ein überwiegend subjektives Empfinden von Erwerbstätigen hat als qualitatives Merkmal in den letzten Jahren bei der Bewertung der Arbeitswelt an Bedeutung gewonnen. Im Gegensatz zu quantitativen Aspekten des Erwerbs- und Arbeitslebens ist die Qualität der Arbeit allerdings schwer messbar und setzt sich aus zahlreichen Indikatoren zusammen. Die hierbei erfassten Bereiche erstrecken sich von gesundheitlichen Aspekten des Arbeitslebens bis hin zu Möglichkeiten, die Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Die Studie leistet einen Beitrag zur Erweiterung dieses Indikatorensystems, indem weitere Aspekte der Qualität von Arbeit wie berufsbedingtes Pendeln, die Übereinstimmung von erworbener Qualifikation und ausgeübter Tätigkeit, betriebliche Karrierechancen sowie die allgemeine Einkommenszufriedenheit untersucht werden. Hierbei wird zwischen Ost- und Westdeutschland sowie nach Altersklassen und Qualifikation der Befragten unterschieden. Ausgewertet werden die Ergebnisse auf der Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) für die Jahre 1994 und 2009. Hierdurch sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, ob insbesondere ostdeutsche Arbeitnehmer zu einem Zeitpunkt relativ kurz nach der politischen Wende die Qualität der Arbeit anders bewerteten als westdeutsche Arbeitnehmer und ob über die Zeit eine Angleichung in der Beurteilung stattgefunden hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die ungleiche Entwicklung der Ungleichheit in Deutschland seit der Wiedervereinigung (2011)
Zitatform
Fiedler, Angela & Nicola Fuchs-Schündeln (2011): Die ungleiche Entwicklung der Ungleichheit in Deutschland seit der Wiedervereinigung. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 18, H. 3, S. 24-32.
Abstract
"In dem Beitrag werden die langfristigen Trends in der Entwicklung der Ungleichheit in Deutschland analysiert. Er geht aber noch einen Schritt weiter. Wie anhand eines Beispiels gezeigt wird, kann man die Ungleichheit in Deutschland in drei Komponenten zerlegen: die Ungleichheit zwischen Ost- und Westdeutschland, die Ungleichheit innerhalb Ostdeutschlands und die Ungleichheit innerhalb Westdeutschlands. Es wird also ein umfassendes Bild der Entwicklung der Ungleichheit in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Ost-West-Aspekts gezeichnet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wie nachhaltig prägen uns politische Systeme?: Evidenz aus der zweiten Dekade des Wiedervereinigungsprozesses (2011)
Zitatform
Heineck, Guido & Bernd Süßmuth (2011): Wie nachhaltig prägen uns politische Systeme? Evidenz aus der zweiten Dekade des Wiedervereinigungsprozesses. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 18, H. 2, S. 23-26.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die 'mentalen' Diskrepanzen und Unterschiede in der Auffassung ökonomisch relevanter Präferenzparameter wie Vertrauen und Risikoeinstellung zwischen Ost- und Westdeutschen und geht der Frage nach: Ist Konvergenz bei den untersuchten Größen zwischen Ost und West zu beobachten? Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass tatsächlich in einigen ökonomisch relevanten Dimensionen auch nach 20 Jahren Wiedervereinigungsprozess noch Ost-West-Unterschiede bestehen. Hinsichtlich der Risikoeinstellung wurde der Annäherungsprozess in der zweiten Dekade nach der Wiedervereinigung abgeschlossen. Für das allgemeinste Maß sozialen Vertrauens wird vollständige Konvergenz voraussichtlich in etwa zehn Jahren erreicht. Für Ost-West-Unterschiede in der Wahrnehmung von Fairness und Kooperationsbereitschaft ist bisher keine statistisch signifikante Annäherung messbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Transformationsgesellschaft: Zum Fortbestand von Strukturen und Verhaltensweisen (2011)
Zitatform
Kubis, Alexander, Cornelia Lang, Lutz Schneider & Gerhard Heimpold (2011): Ostdeutsche Transformationsgesellschaft: Zum Fortbestand von Strukturen und Verhaltensweisen. In: A. Lorenz (Hrsg.) (2011): Ostdeutschland und die Sozialwissenschaften : Bilanz und Perspektiven 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, S. 189-207.
Abstract
"Der Beitrag untersucht, ob sich Ostdeutschland hinsichtlich wichtiger Merkmale der sozioökonomischen Strukturen und Verhaltensweisen rund 20 Jahre nach der Herstellung der deutschen Einheit von Westdeutschland noch unterscheidet. Gemeinsamkeiten haben sich beim Geburtenverhalten und bei der Sterblichkeit herausgebildet, und die an der Abiturientenquote gemessene Bildungsbeteiligung zeigt kaum Unterschiede. Dagegen liegen die Anteile von Personen mit Migrationshintergrund deutlich unter und jene der vollzeiterwerbstätigen Mütter deutlich über den westdeutschen Verhältnissen. Der Nettowanderungsverlust in Höhe von rund 1,8 Millionen Personen in Verlaufe der 20 Jahre seit der Herstellung der Deutschen Einheit führt in Verbindung mit der Verschiebung von Geburten zu einem Echoeffekt, der das künftige Erwerbsfähigenpotenzial deutlich reduziert und die Fachkräftesicherung zu einer zentralen Herausforderung in Ostdeutschland werden lässt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
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Ostdeutschland und die Sozialwissenschaften: Bilanz und Perspektiven 20 Jahre nach der Wiedervereinigung (2011)
Lorenz, Astrid; Czada, Roland; Pasternack, Peer; Best, Heinrich; Patzelt, Werner J.; Beyme, Klaus von; Weyrauch, Martina; Faulenbach, Bernd; Glaeßner, Gert-Joachim; Pickel, Gert ; Heinsohn, Till; Pickel, Susanne ; Kollmorgen, Raj; Ranitz, Joachim; Kubis, Alexander; Rosa, Hartmut ; Nickel, Hildegard M.; Schmidt, Steffen; Freitag, Markus ; Schneider, Lutz ; Jesse, Eckhard; Schwarz, Anna ; Lang, Cornelia; Segert, Dieter; Heimpold, Gerhard; Thumfart, Alexander; Nölting, Benjamin; Vogel, Lars ; Krüger, Anne K.; Vorländer, Hans;Zitatform
Lorenz, Astrid (Hrsg.) (2011): Ostdeutschland und die Sozialwissenschaften. Bilanz und Perspektiven 20 Jahre nach der Wiedervereinigung. Opladen: Budrich, 503 S.
Abstract
"Der Band zieht eine Bilanz der sozialwissenschaftlichen Forschung zu den zwei Jahrzehnten der deutschen Einheit, diskutiert theoretisch-methodische Zugriffe und besonders die Zukunft Ostdeutschlands und der Ostdeutschlandforschung. Er umfasst eigenständige Kapitel zu Empirie, Theorie und Methodik der Ostdeutschlandforschung. Die interdisziplinär ausgerichteten AutorInnen stehen in der Mitte ihres Fachs. Der Band beleuchtet zunächst die Bedeutung der deutschen Einheit für Deutschland in längerer historischer Perspektive, lässt die sozialwissenschaftliche Bearbeitung Ostdeutschlands, ostdeutschlandbezogene Themenkonjunkturen und Diskurse Revue passieren und gibt einen Überblick darüber, wer innerhalb und außerhalb der Universitäten zu Ostdeutschland forscht. Er stellt sodann thematisch sortiert die aktuellen empirischen Erkenntnisse zu Ostdeutschland vor und diskutiert aktuelle theoretischen und methodischen Überlegungen. Folgende Leitfragen werden dabei beantwortet: Welche ostdeutschen Spezifika bestehen? Reichen die analytischen Begrifflichkeiten und Instrumente aus, um das Spezifische von Ostdeutschland überhaupt abbilden, den Wandel und seine Effekte erklären zu können? (Wo) Ist 'Ostdeutschland'/'ostdeutsch' noch eine relevante sozialwissenschaftliche Kategorie? Mit welchen Fragestellungen nimmt man Ostdeutschland künftig am besten in den Blick? Können aus der Forschung zu Ostdeutschland Schlussfolgerungen für die weitere Untersuchung von Prozessen beschleunigten und krisenhaften politischen und gesellschaftlichen Wandels sowie für die Theorie institutionellen Wandels und der Demokratie gezogen werden? Oder ist Ostdeutschland ein singulärer Fall mit Spezifika, die nur Übergangsphänomene sind? Eine letzte Gruppe von Aufsätzen befasst sich mit der Frage, wie relevant Ostdeutschland für die Sozialwissenschaften ist und welche Fragestellungen und Themen besonderer Beachtung bedürfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
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Die Veränderung der Bildungsmobilität in Ost- und Westdeutschland nach der Wiedervereinigung (2011)
Zitatform
Riphahn, Regina T. & Parvati Trübswetter (2011): Die Veränderung der Bildungsmobilität in Ost- und Westdeutschland nach der Wiedervereinigung. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 18, H. 6, S. 7-13., 2011-10-13.
Abstract
"Die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland brachte für Ostdeutschland im Bildungssektor große Veränderungen. Die Schulstrukturen aus DDR-Zeiten wurden an das westdeutsche System angepasst. Zusammen mit der politischen Liberalisierung kann erwartet werden, dass sich die Karrierechancen sowohl allgemein als auch in der Bildung erhöhen. Die Frage ist, ob sich die Weitergabe der Schulbildung von Eltern auf Kinder (Bildungsmobilität) durch den Austausch des Bildungssystems in Ostdeutschland verändert - und an Westdeutschland angepasst - hat. Der Ausgangszustand im Jahr 1991 zeigt die Bildungsmobilität in Ost- und Westdeutschland vor der Wiedervereinigung. Die anschließend aufgezeigte Veränderung in der Bildungsmobilität stellt die Anpassung der Ostdeutschen an das neue Bildungssystem dar. Es zeigt sich, dass sich die Bildungsmobilitätsraten nur langsam an das westdeutsche System annähern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Trübswetter, Parvati; -
Literaturhinweis
Selektivität, soziale Bindung und räumliche Mobilität: eine Analyse der Rückkehrpräferenz nach Ostdeutschland (2011)
Zitatform
Schneider, Lutz, Alexander Kubis & Delia Wiest (2011): Selektivität, soziale Bindung und räumliche Mobilität. Eine Analyse der Rückkehrpräferenz nach Ostdeutschland. In: Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie, Jg. 55, H. 3, S. 121-140.
Abstract
"Die Abwanderung überwiegend junger, gebildeter Menschen aus Ostdeutschland wird häufig als nachteilig für die Entwicklungsfähigkeit und den Aufholprozess der Neuen Länder betrachtet. Das Phänomen der Zuwanderung - und dabei nicht zuletzt der Rückwanderung vormals Abgewanderter - findet in diesem Zusammenhang besonderes Interesse. Die Arbeit analysiert die Rückwanderungsneigung auf Basis eines im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes 'Brain drain aus Ostdeutschland' am Lehrstuhl für Sozialgeographie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhobenen Datensatzes zu den Einstellungen und Motivlagen aus Sachsen-Anhalt abgewanderter junger Menschen. Dabei wird auf folgende Aspekte besonderer Wert gelegt: die Wirkung des Arbeitsmarkterfolges nach der Abwanderung; der Einfluss sozialer Bindungen in der Herkunfts- und der Zielregion; schließlich die Selektivität der Rückwanderungsneigung. Im Ergebnis zeigt sich erstens, dass der individuelle Arbeitsmarkterfolg in der Zielregion die Rückkehrneigung verringert. Zweitens konnte die rückwanderungsfördernde Wirkung bestehender sozialer Bindungen zum Herkunftsgebiet nachgewiesen werden. Hinsichtlich der Selektivität der Rückwanderungsintentionen sind die Ergebnisse ambivalent." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Im Fokus: Altersarmut und soziales Befinden in Ost- und Westdeutschland, 1995 und 2009 (2011)
Zhu, Linda Y.; Weißenborn, Anja; Buscher, Herbert S.;Zitatform
Zhu, Linda Y., Anja Weißenborn & Herbert S. Buscher (2011): Im Fokus: Altersarmut und soziales Befinden in Ost- und Westdeutschland, 1995 und 2009. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 17, H. 7/8, S. 240-244.
Abstract
"Der Beitrag stellt, getrennt für West- und Ostdeutschland sowie für Deutschland insgesamt, Indikatoren zur Armutsmessung für die beiden Jahre 1995 und 2009 vor. Untersucht werden Rentnerhaushalte in beiden Teilen Deutschlands, wobei zwischen Frauen und Männern unterschieden wird. Neben Kennzahlen zur Einkommensarmut (Einkommensperzentile u. a.) werden die unterschiedlichen Einkommensquellen im Alter dargestellt; soziale Indikatoren geben darüber hinaus Auskunft über die aktuelle und zukünftig erwartete Lebenszufriedenheit. Der Vergleich beider Jahre zeigt eine Zunahme der Altersarmut sowohl in West- als auch in Ostdeutschland. Betroffen hiervon sind Männer stärker als Frauen - bei den ostdeutschen Frauen hat sich die Altersarmut sogar leicht verringert. Neben der Sicht auf das Einkommen zeigen die sozialen Indikatoren, dass bei den armutsgefährdeten Personen in Ostdeutschland die Lebenszufriedenheit zwischen 1995 und 2009 abgenommen hat, bis zum Jahr 2014 jedoch auch mit einer leicht geringeren Unzufriedenheit gerechnet wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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20 Jahre Deutsche Einheit: von der Transformation zur europäischen Integration. Tagungsband (2010)
Aderhold, Jens; Klein, Martin; Horvath, Gyula; Wurzel, Eckhard; Jaeck, Tobias; Behr, Michael; Wiesenthal, Helmut; Brachert, Matthias ; Kubis, Alexander; Bröcker, Johannes; Kumpmann, Ingmar; Buscher, Herbert S.; Kuntze, Martina; Dietrich, Diemo; Lenk, Thomas; Gerner, Hans-Dieter; Ludwig, Udo; Harm, Katrin; Lutz, Burkart; Hildenbrand, Bruno; Mäding, Heinrich; Balmann, Alfons; Meier, Henning; Brade, Isolde; Michelsen, Claus ; Carlin, Wendy; Neugebauer, Carola; Gühne, Michael; Orlowski, Lucjan T.; Hölscher, Jens ; Paque, Karl-Heinz; Busch, Ulrich; Schaft, Franziska; Haug, Peter; Titze, Mirko ; Ehrlich, Martin; Wagener, Hans-Jürgen; Bellmann, Lutz ; Weiß, Dominik;Zitatform
Aderhold, Jens, Martin Klein, Gyula Horvath, Eckhard Wurzel, Tobias Jaeck, Michael Behr, Helmut Wiesenthal, Matthias Brachert, Alexander Kubis, Johannes Bröcker, Ingmar Kumpmann, Herbert S. Buscher, Martina Kuntze, Diemo Dietrich, Thomas Lenk, Hans-Dieter Gerner, Udo Ludwig, Katrin Harm, Burkart Lutz, Bruno Hildenbrand, Heinrich Mäding, Alfons Balmann, Henning Meier, Isolde Brade, Claus Michelsen, Wendy Carlin, Carola Neugebauer, Michael Gühne, Lucjan T. Orlowski, Jens Hölscher, Karl-Heinz Paque, Ulrich Busch, Franziska Schaft, Peter Haug, Mirko Titze, Martin Ehrlich, Hans-Jürgen Wagener, Lutz Bellmann & Dominik Weiß (2010): 20 Jahre Deutsche Einheit. Von der Transformation zur europäischen Integration. Tagungsband. (IWH-Sonderheft 2010,03), Halle, 463 S.
Abstract
"Der Band dokumentiert die zweitägige internationale Konferenz zum zwanzigsten Jahr der Deutschen Einheit, die in Halle stattfand. Ziel der Tagung war es, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel in den Post-Transformationsländern zu beschreiben, zu analysieren und einer kritischen Würdigung zu unterziehen. Aus dem bisherigen Verlauf dieses Prozesses sollen Lehren gezogen, zukünftige Entwicklungsperspektiven und auch Übertragungsmöglichkeiten auf die weltweit weitergehenden Transformationen aufgezeigt werden. Die ökonomisch und soziologisch ausgerichteten Beiträge des Bandes gruppieren sich um drei große Fragestellungen: (1) die gesamtwirtschaftlichen Prozesse, die vor allem Fragen der deutschen Währungsunion, deren Einbettung in die europäische Währungsunion, den deutschen "Sonderweg" im Transformationsprozess und schließlich die neuen Beziehungen zwischen Staat und Markt zum Thema haben, (2) die sektoralen und regionalen Entwicklungen, die sich mit Fragen der Konvergenz, der räumlichen Entwicklungsmuster und schließlich der Siedlungs- und Städtestruktur beschäftigen, und (3) die soziale und politische Verfasstheit, die ihren Ausdruck in Fragen zur staatlich finanzierten Stabilisierung (Transfers), zur Arbeitsmarktdynamik und zu dem mit der Transformation verbundenen Wertewandel findet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Lebensstandard und Deprivation in Ost- und Westdeutschland (2010)
Zitatform
Andreß, Hans-Jürgen, Bernhard Christoph & Torsten Lietzmann (2010): Lebensstandard und Deprivation in Ost- und Westdeutschland. In: P. Krause & I. Ostner (Hrsg.) (2010): Leben in Ost- und Westdeutschland : eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit 1990-2010, S. 513-540.
Abstract
"Der so genannte 'Aufbau Ost' soll dann als abgeschlossen gelten, wenn die Lebensbedingungen in Ostdeutschland auf Westniveau gestiegen sind. Um genau diese Lebensbedingungen soll es in diesem Beitrag gehen. Drei Fragen stehen dabei im Vordergrund: Gibt es erstens eine gemeinsam geteilte Auffassung darüber, was man in Deutschland zum Leben braucht? Wird dieser Lebensstandard zweitens in beiden Landesteilen gleichermaßen erreicht? Und schließlich drittens: Welche Gruppen der bundesdeutschen Gesellschaft sind in besonderem Maße von diesem Lebensstandard ausgeschlossen? Die mangelnde Teilhabe eines Individuums an einem allgemein akzeptierten Lebensstandard bezeichnen wir als Deprivation, wenn sie nicht durch freiwilligen Entschluss, sondern durch äußere (sozial bedingte) Umstände zustande kommt. Da unsere Vorstellungen von einem angemessenen Lebensstandard in der Regel vieldimensional sind, interessiert dabei vor allem, ob mangelnde Teilhabe nicht nur in einem, sondern in mehreren Bereichen vorliegt. Es geht uns also um Formen multipler Deprivation in Deutschland nach der Wiedervereinigung und um die Frage, ob sich diese im Zeitablauf zwischen den Landesteilen und zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen verringert oder vergrößert haben." (Textauszug, IAB-Doku)
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Studienfachwahl als Spezialfall der Ausbildungsentscheidung und Berufswahl (2010)
Zitatform
Becker, Rolf, Sigrid Haunberger & Frank Schubert (2010): Studienfachwahl als Spezialfall der Ausbildungsentscheidung und Berufswahl. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 42, H. 4, S. 292-310. DOI:10.1007/s12651-009-0020-z
Abstract
"Vorliegende Studien belegen eine persistente horizontale Ungleichheit von Studienfachwahlen nach sozialer Herkunft. In dem Beitrag wird der Frage nachgegangen, warum ein Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Studienfachwahl besteht. Auf der Datenbasis der sächsischen Abiturientenbefragung seit 2000 kann die Entscheidungsfindung der Abiturientinnen und Abiturienten zu ihren nachschulischen Bildungs- und Berufswegen etwa drei Monate vor dem Abitur modelliert werden. Durch die empirischen Analysen kann nachgewiesen werden, dass die Studienfachwahl in Abhängigkeit von der Schichtzugehörigkeit das Ergebnis von Entscheidungen ist, die durch das Motiv des Statuserhalts, den erwarteten Kosten für bestimmte Ausbildungen, den individuellen Leistungspotenzialen, dem erwarteten Studienerfolg und der soziokulturellen Distanz zur tertiären Bildung strukturiert werden. Anhand dieser Determinanten der Studienfachwahl kann der Effekt sozialer Herkunft und damit - im Aggregat gesehen - die persistente soziale Ungleichheit von Studienfachwahlen nach sozialer Herkunft erklärt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ostdeutschlands Transformation seit 1990 im Spiegel wirtschaftlicher und sozialer Indikatoren (2010)
Blum, Ulrich ; Rosenfeld, Martin T. W.; Günther, Jutta ; Gabrisch, Hubert ; Schneider, Lutz ; Lang, Cornelia; Heimpold, Gerhard; Buscher, Herbert S.; Ludwig, Udo;Zitatform
Blum, Ulrich, Herbert S. Buscher, Hubert Gabrisch, Jutta Günther, Gerhard Heimpold, Cornelia Lang, Udo Ludwig, Martin T. W. Rosenfeld & Lutz Schneider (2010): Ostdeutschlands Transformation seit 1990 im Spiegel wirtschaftlicher und sozialer Indikatoren. Halle, 208 S.
Abstract
"20 Jahre nach der 'friedlichen Revolution' und dem darauffolgenden Herstellen der staatlichen Einheit Deutschlands legt das IWH erneut eine Dokumentation der gesellschaftlichen, vor allen Dingen der wirtschaftlichen Entwicklung vor. Ziel ist es, anhand von Zahlen, Schaubildern und Tabellen mit entsprechenden Erklärungen die Vielschichtigkeit des Wandels der Neuen Länder aufzuzeigen. Damit fällt auch die Bewertung differenziert aus: Es gibt eine weitgehend modernisierte Infrastruktur, das erste, was an 'blühende Landschaften' erinnern mag. Einige Unternehmen und Standorte konnten sich mit großem wirtschaftlichen Erfolg die Weltmarktführerschaft in wesentlichen Technologien sichern. Aber es gibt auch einen massiven Bevölkerungsverlust, sich entleerende Gebiete. Manche Städte und erhebliche Teile des ländlichen Raums suchen eine neue Aufgabe in der nationalen und internationalen Arbeitsteilung.
Der Band gliedert sich in vier Teile: Neben einer zusammenfassenden Einordnung finden sich in den acht Kapiteln des Hauptteils die wesentlichen Dokumentationen des Vereinigungsprozesses." (Textauszug, IAB-Doku) -
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Why are East Germans not more mobile?: analyzing the impact of local networks on migration intentions (2010)
Zitatform
Boenisch, Peter & Lutz Schneider (2010): Why are East Germans not more mobile? Analyzing the impact of local networks on migration intentions. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 334), Berlin, 29 S.
Abstract
"Despite poor regional labour market conditions East Germans exhibit a rather limited willingness of leaving their home region. Applying an IV ordered probit approach and using the German Socio Economic Panel (SOEP), we test a local network explanation of lower spatial mobility. Firstly, we find that membership in locally bounded social networks reduces regional mobility. Secondly, we show that native East Germans are more invested in this type of social networks than West Germans. Thirdly, after controlling for the social network effect the mobility gap between East and West substantially reduces. Thus, low regional labour mobility of East Germans is for a significant part attributable to local ties binding people to their home region." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Persönliches Einkommen in Ostdeutschland um ein Fünftel niedriger als im Westen (2010)
Zitatform
Brück, Tilman & Heiko Peters (2010): Persönliches Einkommen in Ostdeutschland um ein Fünftel niedriger als im Westen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 77, H. 44, S. 14-20.
Abstract
"Ein erklärtes Ziel der deutschen Wirtschaftspolitik direkt nach der deutschen Vereinigung bestand in einer möglichst schnellen Angleichung der innerdeutschen Lebensverhältnisse. Die persönlichen Bruttoeinkommen der Ost- und Westdeutschen haben sich in den ersten zehn Jahren tatsächlich deutlich angenährt. Seitdem öffnet sich die Einkommensschere zwischen Ost und West aber wieder. Im Jahr 2007 lag der Rückstand der Ostdeutschen bei 30 Prozent. Unter Berücksichtigung von persönlichen Merkmalen der Einkommensbezieher und von strukturellen Charakteristika ihrer Wohnregionen reduziert sich der Abstand auf knapp ein Viertel. Stellt man zudem regionale Unterschiede in den Lebenshaltungskosten in Rechnung, ergibt sich eine Differenz in den realen persönlichen Einkommen von knapp einem Fünftel. Besonders groß ist die Differenz zwischen Ost- und Westdeutschen bei den höheren Einkommen, und es lässt sich eine relativ schlechte Einkommensposition der jüngsten Alterskohorten in Ostdeutschland feststellen. Transferleistungen können nicht die Angleichung aller Lebensumstände in Ostdeutschland herbeiführen. Ziel der Politik sollte es sein, durch Bildungs-, Infrastruktur und Innovationspolitik allen Einkommens- und Qualifikationsgruppen eine breite Teilhabe an der Wirtschaft zu ermöglichen und so die realen Lebensumstände zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Why are East Germans not more mobile?: analyzing the impact of social ties on regional migration (2010)
Zitatform
Bönisch, Peter & Lutz Schneider (2010): Why are East Germans not more mobile? Analyzing the impact of social ties on regional migration. (IWH-Diskussionspapiere 2010,16), Halle, 24 S.
Abstract
"Individuals' preferences in transition regions are still shaped by the former communist system. We test this 'Communism legacy' hypothesis by examining the impact of acculturation in a communist regime on social network participation and, as a consequence, on preferences for spatial mobility. We focus on the paradigmatic case of East Germany where mobility intentions seem to be substantially weaker than in the western part. Applying an IV ordered probit approach we firstly find that East German people acculturated in a Communist system are more invested in locally bounded informal social capital than West Germans. Secondly, we confirm that membership in such locally bounded social networks reduces the intention to move away. Thirdly, after controlling for the social network effect the mobility gap between East and West substantially reduces. Low spatial mobility of the eastern population, we conclude, is to an important part attributable to a social capital endowment characteristic to post-communist economies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Sinkende Rentenanwartschaften - vor allem in den neuen Bundesländern: Analysen zur Entwicklung der Altersrenten in Deutschland (2010)
Frommert, Dina; Himmelreicher, Ralf K.;Zitatform
Frommert, Dina & Ralf K. Himmelreicher (2010): Sinkende Rentenanwartschaften - vor allem in den neuen Bundesländern. Analysen zur Entwicklung der Altersrenten in Deutschland. In: Informationsdienst Soziale Indikatoren H. 43, S. 1-5.
Abstract
"In der politischen Diskussion wird seit einiger Zeit eine Angleichung des Rentenrechts in den alten und neuen Bundesländern thematisiert. Momentan werden Arbeitnehmer in den ostdeutschen Bundesländern anders behandelt als Arbeitnehmer im Westen, um das unterschiedliche Lohnniveau in Ost und West bei der Berechnung der Renten auszugleichen. Eine auf Dauer angelegte unterschiedliche Behandlung der Löhne in den beiden Landesteilen war allerdings nicht vorgesehen und wäre vor dem Hintergrund weiterer regionaler Disparitäten auch schwer zur rechtfertigen. Für evidenzbasierte politische Entscheidungen und Maßnahmen werden verlässliche Datengrundlagen und Analysen benötigt. Auf der Grundlage von Daten des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung (FDZ-RV) geht der Beitrag daher der Frage nach, wie sich die Altersrenten in Deutschland in den zurückliegenden eineinhalb Jahrzehnten entwickelt haben und ob zwanzig Jahre nach der Wiederherstellung der deutschen Einheit eine Angleichung der Rentenniveaus stattgefunden hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Räumliche Unterschiede im Armutsrisiko in Ost- und Westdeutschland (2010)
Zitatform
Goebel, Jan & Michael Wurm (2010): Räumliche Unterschiede im Armutsrisiko in Ost- und Westdeutschland. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 321), Berlin, 18 S.
Abstract
"Seit der Wiedervereinigung nahm die vergleichende Untersuchung von Niedrigeinkommen und Armutsrisiken zwischen Ost und West einen breiten Raum in der Wohlfahrtsforschung ein. Gefragt wurde insbesondere danach, ob das Armutsrisiko in Ost und West signifikant verschieden ist und ob es sich mit der Zeit angleicht. Die allgemeine Angleichung der Einkommensverteilungen in Ost- und Westdeutschland lässt sich im Verlauf der 1990er Jahre in zwei Phasen unterteilen. Unmittelbar nach der Vereinigung in der ersten Hälfte der 1990er Jahre erfolgten deutliche Angleichungsfortschritte, die sich im Laufe der zweiten Hälfte der 1990er Jahre immer weiter verlangsamen. In der zweiten Phase, gegen Ende der jüngsten Dekade, nehmen die Einkommensabstände sogar wieder zu. Inwieweit sich diese Entwicklung auch im Armutsrisiko widerspiegelt und ob es innerhalb der beiden Landesteile regionsspezifische Divergenzen oder auf die Siedlungsstruktur zurückgehende Unterschiede gibt, soll in diesem Artikel beschrieben werden. Nur wenige Veröffentlichungen unterscheiden in räumlicher Ebene tiefer als das allgemeine Ost- versus Westdeutschland-Muster. Eine aktuelle Ausnahme bildet der Armutsatlas des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, der eine Darstellung des Armutsrisikos für die 92 Raumordnungsregionen auf der Basis des Mikrozensus bietet (Martens 2009). So finden sich zwar auch innerhalb Westdeutschlands Regionen mit einem erhöhten Armutsrisiko (insbesondere die Stadtstaaten), die meisten Darstellungen beziehen sich aber nach wie vor auf die Diskrepanz zwischen Ost- und Westdeutschland." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
A different look at Lenin's legacy: trust, risk, fairness and cooperativeness in the two Germanies (2010)
Zitatform
Heineck, Guido & Bernd Süssmuth (2010): A different look at Lenin's legacy. Trust, risk, fairness and cooperativeness in the two Germanies. (IZA discussion paper 5219), Bonn, 42 S.
Abstract
In dem Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob es langfristige Auswirkungen des Kommunismus auf ökonomisch relevante Konzepte wie soziales Vertrauen gibt. Um diese Frage zu beantworten, wird die Vereinigung Deutschlands als natürliches Experiment genutzt, und die Entwicklungspfade der Konvergenz bezüglich Vertrauen und Risiko sowie die Wahrnehmung von Gerechtigkeit und Kooperationsbereitschaft werden untersucht. Die Hypothesen sind von einem Modell der deutschen Vereinigung abgeleitet, welches individuelle Reaktionen auf Anreize und traditionelle Werte berücksichtigt. Die Analyse von Daten des Sozioökonomischen Panels belegt, dass auch noch 20 Jahre nach der Vereinigung ein anhaltend hohes Niveau sozialen Misstrauens bei Ostdeutschen existiert. Im Vergleich zu Westdeutschen betrachten sie andere auch weniger als gerecht oder hilfsbereit. Dies kann als ein Zeichen dafür gewertet werden, dass kulturelle Werte von Generation zu Generation weitergegeben werden und dafür, dass Kooperation durch Wertvorstellungen geprägt ist. Weiterhin zeigen die Ergebnisse, dass Ostdeutsche risikobereiter sind als Westdeutsche. Bezüglich Risikobereitschaft wird von einer vollständigen Konvergenz in den nächsten Jahren ausgegangen, nicht jedoch hinsichtlich Vertrauen und Gerechtigkeit. (IAB)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: CESifo working paper , 3199 -
Literaturhinweis
20 Jahre Wiedervereinigung: Wie weit Ost- und Westdeutschland zusammengerückt sind (2010)
Zitatform
Krause, Peter, Jan Goebel, Martin Kroh & Gert G. Wagner (2010): 20 Jahre Wiedervereinigung: Wie weit Ost- und Westdeutschland zusammengerückt sind. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 77, H. 44, S. 2-12.
Abstract
"Ist inzwischen zusammengewachsen, was zusammengehört? Die Prüfung dieser von Willy Brandt im November 1989 formulierten Vision erfordert eine Bilanzierung, die die Verteilung von Einkommen und Arbeitsmarktchancen ebenso in den Blick nimmt wie Haushalts- und Familienformen und die subjektiven Bewertungen dieser Lebensumstände in Form von Zufriedenheiten und Sorgen, Einstellungen und Werten. Die empirischen Ergebnisse zeigen ein komplexes Bild. In den ersten Jahren nach der Vereinigung waren in vielen Lebensbereichen zunächst schnelle Angleichungsfortschritte zu beobachten. Ab der zweiten Hälfte der 90er Jahre hat sich dieser Angleichungsprozess indes unterschiedlich entwickelt. Zwar ist die Wohnungsversorgung in Ost und West inzwischen praktisch gleich, dagegen sind die Einkommensdivergenzen zwischen Ost und West zuletzt sogar wieder gestiegen. Inzwischen sind die ersten nach der Vereinigung geborenen Jahrgänge in den Arbeitsmarkt eingetreten und die meisten der heute Erwerbstätigen haben den überwiegenden Teil ihrer beruflichen Laufbahn im vereinigten Deutschland verbracht. Entsprechend zeigt bei den jüngeren Altersgruppen die allgemeine Lebenszufriedenheit inzwischen nur noch geringe Ost- West-Differenzen. Trotzdem bleiben Unterschiede weiterhin bestehen - sie sind aber zunehmend Ausdruck vielfältiger regionaler Disparitäten innerhalb des vereinigten Deutschlands, nicht nur zwischen Ost- und Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leben in Ost- und Westdeutschland: eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit 1990-2010 (2010)
Krause, Peter ; Marten, Carina; Liebig, Stefan ; Zähle, Tanja; Lohmann, Henning; Frommert, Dina; Wübbeke, Christina; Giesselmann, Marco ; Mayer, Karl Ulrich ; Hauser, Richard; Möhring, Katja ; Holst, Elke; Rösler, Wiebke; Klein, Thomas ; Schmitt, Christian ; Kreyenfeld, Michaela ; Schreiber, Norbert; Ostner, Ilona; Solga, Heike ; Häring, Armando; Stauder, Johannes ; Keller, Sabine; Trappe, Heike ; Lang, Frieder R. ; Verwiebe, Roland ; Himmelreicher, Ralf K.; Wagner, Jenny ; Giesecke, Johannes ; Wegener, Bernd; Konietzka, Dirk ; Windzio, Michael ;Zitatform
Krause, Peter & Ilona Ostner (Hrsg.) (2010): Leben in Ost- und Westdeutschland. Eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit 1990-2010. Frankfurt am Main: Campus-Verl., 796 S.
Abstract
"Hat Deutschland zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer seine Trennung überwunden? Ist 'zusammengewachsen, was zusammengehört'? In diesem Band versuchen Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler diese umstrittene Frage mithilfe empirischer Vergleiche der Entwicklung der Lebensbedingungen und -verläufe in Ost und West zu beantworten. Der Aufbau orientiert sich an den typischen Phasen des Lebensverlaufs: Kindheit, Jugend, Erwachsensein, Altern. Er beleuchtet Aspekte wie Schule und Bildung, Partnerschaft und Familie, Arbeitsmarkt und Erwerbsleben, Lebensstandard und Konsumstile, Zufriedenheiten und Sorgen, soziale Integration und politische Beteiligung. Eine wesentliche Grundlage der empirischen Bilanzierung bildet das SOEP, eine national und international vielfach ausgewertete Längsschnitterhebung, die seit 1984 (zunächst nur in Westdeutschland) jährlich bei denselben Personen und Haushalten durchgeführt wird und 1990 auch auf das Gebiet der ehemaligen DDR ausgedehnt wurde. Zudem werden mehr als 20 weitere sozialwissenschaftliche Datenquellen herangezogen." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Armut von Erwerbstätigen in Ost- und Westdeutschland: die Bedeutung von niedrigen Löhnen und unterschiedlichen Erwerbsmustern (2010)
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Lohmann, Henning & Marco Giesselmann (2010): Armut von Erwerbstätigen in Ost- und Westdeutschland. Die Bedeutung von niedrigen Löhnen und unterschiedlichen Erwerbsmustern. In: P. Krause & I. Ostner (Hrsg.) (2010): Leben in Ost- und Westdeutschland : eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit 1990-2010, S. 299-311.
Abstract
In dem Beitrag wird die Entwicklung von Armut von Erwerbstätigen und der Niedriglohnbeschäftigung in Ost- und Westdeutschland von 1992 bis 2008 auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels untersucht. Eine weitere Frage zielt auf den Zusammenhang zwischen Niedriglohn und Armut, welcher über den Haushaltskontext ermittelt wird. Die Hypothese ist hier, dass auf Grund der unterschiedlichen Erwerbsmodelle in Ost- und Westdeutschland ein unterschiedlich starker Zusammenhang zwischen Niedriglohn und Armut von Erwerbstätigen in den beiden Landesteilen besteht. Es wird aber auch davon ausgegangen, dass die dominanten regionenspezifischen Erwerbsmodelle im Zeitverlauf erodiert sind und sich der Zusammenhang zwischen niedrigen Löhnen und Armut dementsprechend verändert hat. Dies geht auf die - unter anderem arbeitslosigkeitsbedingte - Abkehr vom Doppelverdienermodell in Ostdeutschland bei einer gleichzeitig zunehmenden Erwerbstätigkeit von Frauen in Westdeutschland zurück. Die Ergebnisse der Analysen zeigen deutliche, sich im Zeitverlauf sogar verstärkende Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland im Ausmaß von Armut von Erwerbstätigen und einen weiterhin großen Abstand in den Niedriglohnquoten. (IAB2)
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Kaum Bewegung, viel Ungleichheit: Eine Studie zu sozialem Auf- und Abstieg in Deutschland (2010)
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Pollak, Reinhard (2010): Kaum Bewegung, viel Ungleichheit: Eine Studie zu sozialem Auf- und Abstieg in Deutschland. (Heinrich-Böll-Stiftung. Schriften zu Wirtschaft und Soziales 05), Köln, 68 S.
Abstract
Anhand von repräsentativen Daten untersucht der Autor, wie sich die soziale Mobilität zwischen Eltern und Kindern der zwischen 1920 und 1978 geborenen Kohorten verändert hat. Dabei vergleicht er zwischen den neuen und alten Bundesländern sowie zwischen den Geschlechtern. Des weiteren wird die soziale Mobilität in Deutschland mit anderen europäischen Ländern verglichen und es werden die Ursachen für die bestehenden und fehlenden Chancengleichheiten in Deutschland diskutiert. Nach diesen objektiven Maßzahlen zu sozialer Mobilität in Deutschland widmet sich das vorletzte Kapitel der subjektiven Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger von Aufstiegschancen und Abstiegsrisiken. Anhand von längeren Zeitreihen wird aufgezeigt, welche Faktoren die Bürgerinnen und Bürger als wesentlich für soziale Aufstiege ansehen, wo sie sich selbst in der Gesellschaft verorten und welche Befürchtungen sie vor einem Abstieg haben. Das letzte Kapitel zeigt einige Punkte auf, die Politik und Gesellschaft tun können, um mehr Chancengleichheit in Deutschland zu erreichen. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschland im internationalen Vergleich eine sehr geringe soziale Mobilität aufweist. Als wesentlich zur Verringerung der sozialen Unterschiede wird die Erhöhung der Chancengleichheit im Bildungssystem angesehen. (IAB)
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Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zwischen Politik und Marktmechanismus: empirische Befunde aus den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (2010)
Rosenfeld, Martin T. W.; Weiß, Dominik; Roch, Isolde; Effenberger, Karl-Heinz; Pohle, Hans; Banse, Juliane; Panzer, Sabine; Wilde, Mathias; Paepke, Margrit; Schenkhoff, Hans Joachim; Lüdigk, Rainer; Winkel, Rainer; Kaps, Marion; Artmann, Leo; Heimpold, Gerhard; Schmidt, Ulf; Gather, Matthias;Zitatform
Rosenfeld, Martin T. W. & Dominik Weiß (Hrsg.) (2010): Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zwischen Politik und Marktmechanismus. Empirische Befunde aus den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. (Arbeitsmaterial der ARL 351), Hannover: Akademie für Raumforschung und Landesplanung, 268 S.
Abstract
"Der Grundsatz der 'Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse' wird heute in Deutschland allgemein akzeptiert und steht als eines der fundamentalen Prinzipien des deutschen föderativen Staates - abgeleitet aus dem Sozialstaatsprinzip - nicht zur Disposition. Allerdings wird über die 'richtige' Interpretation des Grundsatzes und über die 'richtigen' Mittel zu seiner Realisierung vielfach diskutiert und gestritten. Vor diesem Hintergrund hat der Band das Anliegen, zu einer differenzierten Bestandsaufnahme der gegenwärtig, im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, vorhandenen räumlichen Disparitäten bzw. der erreichten 'Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse' sowie der Wirksamkeit von politischen Maßnahmen für mehr Gleichwertigkeit' am Beispiel ostdeutscher Teilräume beizutragen und Hinweise für Politikveränderungen zu geben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Umbrüche und Kontinuitäten: Ostdeutsche Lebensverläufe im Vereinigungsprozess (2010)
Zitatform
Solga, Heike & Karl Ulrich Mayer (2010): Umbrüche und Kontinuitäten: Ostdeutsche Lebensverläufe im Vereinigungsprozess. In: WZB-Mitteilungen H. 129, S. 41-44.
Abstract
"Ostdeutsche Lebensverläufe und Erwerbsbiografien nach 1989 sind in unterschiedlichem Maße von Kontinuität und Diskontinuität geprägt, je nach Geburtskohorte, Geschlecht, (partei-)politischer Nähe zum DDR-System. Die Zwischenbilanz dieses Beitrags in Form von vier Thesen zeigt unter anderem, dass Loyalität zum DDR-System für die Lebens- und Erwerbsverläufe von Ostdeutschen nach der Wende nicht per se zum Hindernis wurde: Ehemaligen Kadern der Nomenklatura sicherte ihre meist hohe Bildung oft zumindest qualifizierte Positionen. Auch ihr Risiko, arbeitslos zu werden, war nicht höher als das der anderen Ostdeutschen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Angleichung von Lebensbedingungen seit der deutschen Einheit - die Bürgersicht (2010)
Sturm, Gabriele; Walther, Antje;Zitatform
Sturm, Gabriele & Antje Walther (2010): Angleichung von Lebensbedingungen seit der deutschen Einheit - die Bürgersicht. In: Informationen zur Raumentwicklung H. 10/11, S. 715-726.
Abstract
"Die jährlich durchgeführte BBSR-Bevölkerungsumfrage ermöglicht es seit 20 Jahren, die subjektive Sicht der Bürgerinnen und Bürger auf ihre Wohn- und Lebensbedingungen zu erfassen. Damit lassen sich u.a. die raumbezogenen Angleichungsprozesse in Ost- und Westdeutschland seit der Deutschen Einheit differenziert betrachten. Insgesamt ist festzustellen, dass die massiven baulich-räumlichen Investitionen im Laufe der 1990er Jahre in Ostdeutschland eine vergleichsweise rasche Verbesserung der Lebensbedingungen hinsichtlich Wohnung, Wohngebiet oder Umwelt bewirkten, die sich auch im Urteil der Befragten niederschlägt. In diesen Bereichen sind deutliche Erfolge politischer Steuerung hervorzuheben. Probleme zeigen sich hingegen im Zusammenhang mit privatwirtschaftlich erforderlichen Investitionen. Die wirtschaftliche Lage ostdeutscher Haushalte ist objektiv wie subjektiv auch noch 20 Jahre nach der ostdeutschen Wende deutlich schlechter als die westdeutscher Haushalte. Damit einhergehende mangelnde Perspektiven für die Gestaltung des eigenen Lebens und insbesondere verunsichernde Arbeitslosigkeit haben nachhaltig Einfluss auf die Zufriedenheit mit dem Wohnort und die allgemeine Lebenszufriedenheit der Menschen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Das Altersarmutsrisiko von Beziehern des Arbeitslosengelds II im Ost-West-Vergleich (2010)
Wübbeke, Christina;Zitatform
Wübbeke, Christina (2010): Das Altersarmutsrisiko von Beziehern des Arbeitslosengelds II im Ost-West-Vergleich. In: P. Krause & I. Ostner (Hrsg.) (2010): Leben in Ost- und Westdeutschland : eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit 1990-2010, S. 369-384.
Abstract
"Älteren Empfängern des Arbeitslosengelds II eröffnet sich mit dem näher rückenden Übergang in den Ruhestand die Perspektive, in absehbarer Zeit aus dem Bezug dieser Hilfeleistung ausscheiden zu können, selbst wenn die Reintegration in Erwerbsarbeit nicht mehr gelingen sollte. Ob dieser Übergang für die Betroffenen nicht nur den Beginn eines neuen Lebensabschnitts markiert, sondern auch mit der nachhaltigen Überwindung von Bedürftigkeit verbunden ist, hängt in erster Linie von der bisherigen Altersvorsorge der Betroffenen und ihrer (Ehe-)Partner ab. Handelt es sich bei der Bedürftigkeit älterer Hilfebezieher also vorrangig um temporäre Armut, die spätestens mit dem Eintritt in die Rente enden wird? Oder wird sich die Armut für viele Betroffene über das Rentenalter hinaus fortsetzen - bei nur geringen Aussichten, die Hilfebedürftigkeit je wieder zu überwinden? Der Beitrag untersucht diese Fragen mit Blick auf die Unterschiede zwischen Frauen und Männern in West- und Ostdeutschland. Allerdings kann sich die Untersuchung dem Problem der Altersarmut nur annähern, weil die materielle Lebenslage von den finanziellen Ressourcen aller Haushaltsmitglieder bestimmt wird, die Datengrundlage aber entsprechende Analysen auf Haushaltsebene nicht zulässt. Stattdessen richtet sich der Fokus auf den Beitrag, den die individuellen Altersvorsorgeanwartschaften der Hilfebezieher jeweils zur Vermeidung künftiger Altersarmut im Haushalt leisten. Ergänzt wird diese individuelle Betrachtungsweise durch Informationen zur Struktur der Altersvorsorge bei Paaren und Alleinlebenden. Die Grundlage hierfür bildet eine Befragung von Beziehern des Arbeitslosengelds II, die zwischen November 2005 und März 2006 im Auftrag des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) durchgeführt worden ist." (Textauszug, IAB-Doku)
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Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2010 (2010)
Zitatform
(2010): Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2010. (Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit), Berlin, 272 S.
Abstract
"Der diesjährige Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit steht ganz im Zeichen des Erinnerns an den Wandel und den Aufbau der Demokratie seit 1990 in Ostdeutschland. Er ist eine Bilanz der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung der letzten 20 Jahre. Die größte Herausforderung für Ostdeutschland bleibt die demografische Entwicklung. In Folge dieser Situation rechnet man damit, dass die Bevölkerung bis 2030 um rund 15 Prozent schrumpfen wird. Die ostdeutschen Länder sind die ersten, die modellhaft für ganz Deutschland Lösungen entwickeln und erproben müssen, um flexibel und der regionalen Bedarfslage angemessen auf die sich ändernden Anforderungen zu reagieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zwanzig Jahre Deutsche Einheit: Wunsch oder Wirklichkeit (2010)
Abstract
"Wo steht Deutschland heute? Wie ist die Entwicklung im früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern verlaufen? Was hat zu den Veränderungen beigetragen? Die amtliche Statistik kann den Fortschritt der Einheit in Zahlen sichtbar machen. Sie wertet nicht, sondern liefert Informationen, die in politischen oder privaten Diskussionen als objektive Basis dienen können. Die Eindrücke, die man mit bloßem Auge sammelt, gewinnen mit dem informierten Blick der Statistik an Detail und Kontur. Im innerdeutschen Vergleich rückten die Daten des wirtschaftlichen und sozialen Wandels in den Fokus der Aufmerksamkeit - für den Einzelnen wie für die Gesellschaft: Was verdient jemand in Thüringen? Was jemand in Bayern? Gehen Frauen mit Kind im Saarland auch so häufig arbeiten wie in Sachsen-Anhalt? Lebe ich besser oder schlechter als jemand in einem anderen Bundesland? Die neuen Vergleichsmaßstäbe verändern die Bewertung der eigenen Lebenssituation - positiv wie negativ." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mentalitätsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland und ihre Herkunft (2009)
Arnhold, Madlen;Zitatform
Arnhold, Madlen (2009): Mentalitätsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland und ihre Herkunft. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 16, H. 1, S. 28-40.
Abstract
"Auch fast 20 Jahre nach der deutschen Vereinigung gibt es in weiten Teilen der ostdeutschen Bevölkerung noch immer Vorbehalte gegenüber der marktwirtschaftlichen Ordnung. Was auf den ersten Blick verwundern mag, ist bei näherem Hinsehen durchaus erklärlich. Ein großer Teil der Menschen in den neuen Ländern ist in der DDR aufgewachsen und hat dort die die individuellen Einstellungen prägenden Erfahrungen gesammelt. In dem Beitrag werden Ergebnisse einer am IFO INSTITUT durchgeführten Untersuchung zu Denkmustern in Ostdeutschland im Vergleich zu Westdeutschland präsentiert. Die Analyse beschränkt sich dabei nicht allein darauf, Unterschiede darzustellen, sondern versucht darüber hinaus auch, die Kausalitäten und sozialpsychologischen Mechanismen für ostdeutschlandspezifische Sichtweisen zu identifizieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The impact of federal social policies on spatial income inequalities in Germany: empirical evidence from social security data (2009)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin & Barbara Schwengler (2009): The impact of federal social policies on spatial income inequalities in Germany. Empirical evidence from social security data. (IAB-Discussion Paper 01/2009), Nürnberg, 35 S.
Abstract
"Fast zwanzig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung gibt es immer noch erhebliche regionale Einkommensunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland. Der Artikel soll zeigen, wie die Transferzahlungen des Staates diese Einkommensdisparitäten ausgleichen. In einem ersten Schritt untersuchen wir die Ungleichheiten der Bruttolöhne aus abhängiger und selbständiger Beschäftigung auf der Ebene der 439 Stadt- und Landkreise. Die Verteilung der Einkommen spiegelt deutlich die regionalen Disparitäten von Wirtschaftskraft und Beschäftigungsmustern wieder. Mit der Dekompositionsanalyse lässt sich zeigen, dass es nicht nur erhebliche Einkommensunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland gibt, sondern ebenfalls zwischen westdeutschen Regionen. Darüber hinaus schätzen wir die regionalen Einkommenseffekte der Arbeitslosen- und Rentenversicherung, wobei wir auf verschiedene Datenquellen mit Sozialdaten zurückgreifen. Die Ergebnisse weisen auf einen deutlichen regionalen Umverteilungseffekt hin: Der Anteil der Sozialleistungen am gesamten Nettoeinkommen streut regional zwischen 11% und 41%. Deutschland sieht sich wie andere europäische Länder mit den Problemen seines Wohlfahrtsstaates konfrontiert. Jüngste einschneidende Reformen der Jahre 2004 und 2005 betrafen dabei ebenfalls die Kernelemente der sozialen Sicherungssysteme. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Änderungen von Anspruchsvoraussetzungen und Finanzierung die regionale Einkommensverteilung beeinflussen. Aus diesem Grund empfehlen sich weitergehende Untersuchungen, sobald geeignete Daten der Jahre 2005 und später verfügbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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20 years of German unification: evidence on income convergence and heterogeneity (2009)
Zitatform
Brück, Tilman & Heiko Peters (2009): 20 years of German unification: evidence on income convergence and heterogeneity. (IZA discussion paper 4454), Bonn, 23 S.
Abstract
"We analyse the convergence and heterogeneity of living standards between East and West Germany since unification. Based on data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP), we compare total individual income of permanent adult residents, including retirees and the unemployed, of East and West Germany over the fifteen years for which data are available. Using a fixed effects vector decomposition method, we estimate the gross total income difference between East and West Germans taking unobserved heterogeneity into account. Our analysis demonstrates that the negative income gap has decreased from 33 per cent in 1992 to 22 per cent in 2002, rising again to 26 per cent in 2007. Hence some convergence took place in nominal terms since unification. Constructing income gaps by decennial cohorts, we discover that the most recent cohorts have the highest negative income gap. This probably reflects out-migration from East Germany by the young and highly skilled. On the basis of quantile regressions we find a positive income gap at the beginning of the 1990s for the lower income deciles (that is higher incomes in East Germany). This was due to retirees in the East with relative long employment histories receiving transfer payments by western standards. The income gap is insignificant when accounting for heterogeneity at the area level by including area level variables to our regression." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: DIW-Diskussionspapiere , 925 -
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Der Arbeitsmarkt im Osten - 20 Jahre nach dem Mauerfall: Teil II: Arbeitslosigkeit und Hartz IV (2009)
Buntenbach, Annelie;Zitatform
(2009): Der Arbeitsmarkt im Osten - 20 Jahre nach dem Mauerfall. Teil II: Arbeitslosigkeit und Hartz IV. (Arbeitsmarkt aktuell 2009,07), Berlin, 10 S.
Abstract
Die Studie des DGB zeigt, dass auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer die alten Grenzen noch sichtbar sind. Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in West und Ost getrennt. In den neuen Bundesländern gibt es fast doppelt so viele Arbeitslose wie im Westen, deutlich größer ist die Zahl der Ein-Euro-Jobber und Hartz-IV-Empfänger. Im Osten schreitet der demografische Wandel schneller voran, die Abwanderung hält an. Zwar bringt beides nach jahrelanger Rekordarbeitslosigkeit dem Arbeitsmarkt etwas Entlastung, doch droht nach Meinung der Studie mit dem Bevölkerungsschwund mittelfristig ein Fachkräftemangel, der die Probleme weiter verschärfen könnte. Um die Abwanderung zu stoppen, sind nach Auffassung des DGB mehr und bessere Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Ostdeutschland notwendig. Aktuell trifft - so die Studie - die durch die Wirtschafts- und Finanzkrise verursachte Arbeitslosigkeit hauptsächlich den westdeutschen Arbeitsmarkt. Sie dürfte zeitverzögert aber auch auf den Osten durchschlagen. Eine Ursache für die hohe Hartz IV-Bedürftigkeit im Osten sind - neben der hohen Arbeitslosigkeit - die weit verbreiteten Niedriglöhne. Auch Ein-Euro-Jobs werden im Osten überproportional eingesetzt. Sie dienen teilweise als Ersatz für fehlende Beschäftigung. Der DGB plädiert für eine arbeitsmarktpolitische Umsteuerung und fordert, dass das Instrument Kommunal-Kombi sowie der Beschäftigungszuschuss (,Jobperspektive') stärker genutzt wird. Hinzu kommt, dass mangelhafte Tarifbindung und ein fehlender gesetzlicher Mindestlohn die Arbeit der Gewerkschaften in den neuen Bundesländern erheblich erschweren. 'Dennoch bleibt der Aufbau Ost und die Angleichung der Lebensverhältnisse ein wichtiges Ziel für die Gewerkschaften.' (IAB)
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Ein einheitliches Rentensystem für Ost- und Westdeutschland: Simulationsrechnungen zum Reformvorschlag des Sachverständigenrates (2009)
Zitatform
Börsch-Supan, Axel, Tabea Bucher-Koenen, Martin Gasche & Christina Benita Wilke (2009): Ein einheitliches Rentensystem für Ost- und Westdeutschland. Simulationsrechnungen zum Reformvorschlag des Sachverständigenrates. (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Discussion paper 174), Mannheim, 57 S.
Abstract
"Der Sachverständigenrat hat in seinem Jahresgutachten 2008/09 einen Vorschlag zur Schaffung eines einheitlichen Rentensystems unterbreitet, aber keine Wirkungsanalyse veröffentlicht. Diese Analyse ist Ziel dieser Studie. Sie zeigt, dass die Auswirkungen des Reformvorschlags entscheidend von der erwarteten Lohnentwicklung in Ost- und Westdeutschland abhängen. Im wahrscheinlichsten Fall einer stabilen Relation der Durchschnittslöhne Ost zu West hat die vom Sachverständigenrat vorgeschlagene Angleichung der Systeme - für viele vielleicht überraschend - geringe Auswirkungen auf die Renten in Ost und West. Dementsprechend sind auch die Auswirkungen auf den Beitragssatz gering. Sollte es dagegen in Zukunft wieder zu einer Lohnkonvergenz zwischen Ost und West kommen, dann verursacht die Reform Umverteilungseffekte von den Ost- zu den Westrentnern. Der unwahrscheinliche Fall einer Lohndivergenz hätte eine Umverteilung von Alt nach Jung zur Folge." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die Bevölkerung in Ost- und Westdeutschland: demografische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen seit der Wende (2009)
Cassens, Insa; Söhnlein, Doris ; Jain, Angela; Jenke, Sandra; Schmithals, Jenny; Kibele, Eva; Luy, Marc ; Kreyenfeld, Michaela ; Dorbritz, Jürgen; Lebok, Uwe; Grünheid, Evelyn; Mai, Ralf; Scharein, Manfred; Maretzke, Steffen; Fuchs, Johann ; Preisendörfer, Peter ; Scholz, Rembrandt; Ruckdeschel, Kerstin ; Zielonke, Nadine; Salzmann, Thomas;Zitatform
(2009): Die Bevölkerung in Ost- und Westdeutschland. Demografische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen seit der Wende. (VS research. Demografischer Wandel - Hintergründe und Herausforderungen), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 367 S.
Abstract
"Die sich seit der Wende in den neuen Bundesländern vollziehenden demografischen Veränderungen werden mit sehr großem Interesse verfolgt, gelten sie doch als einmalige Gelegenheit, die Wechselwirkungen zwischen veränderten gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen und demografischen Prozessen zu untersuchen. Gerade in den 1990er Jahren kam es in Ostdeutschland zu extremen Veränderungen in der demografischen Entwicklung, aber auch - für viele überraschend - zu sehr schnellen Anpassungsprozessen in Richtung der westdeutschen Muster. Wie sehen die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland heute aus? Ist die Annäherung bereits vollzogen bzw. bis wann können wir mit einer vollständigen Angleichung rechnen? Oder gibt es Anzeichen dafür, dass bestimmte Ost-West-Unterschiede bestehen bleiben? Aus verschiedensten Blickwinkeln geben die AutorInnen einen detaillierten Einblick in die Entwicklungen und analysieren deren gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung." (Textauszug, IAB-Doku)
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Berufliche Abwärtsmobilität in Deutschland: Angst vor dem Absturz (2009)
Zitatform
Drasch, Katrin (2009): Berufliche Abwärtsmobilität in Deutschland: Angst vor dem Absturz. In: IAB-Forum H. 2, S. 34-39. DOI:10.3278/IFO0902W034
Abstract
"In Zeiten der globalen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise greift die Angst um sich, auf der sozialen Leiter abzurutschen. Oft steht der soziale Abstieg in direktem Zusammenhang mit einer beruflichen Veränderung. Viele Menschen waren nach dem Zusammenbruch des Wirtschaftssystems in der DDR gezwungen, sich im Arbeitsleben umzuorientieren. Entstand daraus ein dauerhafter Trend zu mehr Abwärtsmobilität und ist Ostdeutschland davon heute stärker betroffen als Westdeutschland?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Inequality trends for Germany in the last two decades: a tale of two countries (2009)
Zitatform
Fuchs-Schündeln, Nicola, Dirk Krueger & Mathias Sommer (2009): Inequality trends for Germany in the last two decades. A tale of two countries. (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Discussion paper 184), Mannheim, 65 S.
Abstract
"In this paper we first document inequality trends in wages, hours worked, earnings, consumption, and wealth for Germany from the last twenty years. We generally find that inequality was relatively stable in West Germany until the German unification (which happened politically in 1990 and in our data in 1991), and then trended upwards for wages and market incomes, especially after about 1998. Disposable income and consumption, on the other hand, display only a modest increase in inequality over the same period. These trends occured against the backdrop of lower trend growth of earnings, incomes and consumption in the 1990s relative to the 1980s. In the second part of the paper we further analyze the differences between East and West Germans in terms of the evolution of levels and inequality of wages, income, and consumption." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Who stays, who goes, who returns? East-West migration within Germany since reunification (2009)
Zitatform
Fuchs-Schündeln, Nicola & Matthias Schündeln (2009): Who stays, who goes, who returns? East-West migration within Germany since reunification. In: Economics of Transition, Jg. 17, H. 4, S. 703-738. DOI:10.1111/j.1468-0351.2009.00373.x
Abstract
Der Beitrag untersucht die Determinanten der Ost-West-Binnenwanderung in Deutschland im Zeitraum von 1990 bis 2006 auf der Basis von Verwaltungsdaten, Daten des deutschen Mikrozensus und von Daten des deutschen Sozio-ökonomischen Panels. Es zeigt sich, dass zusätzlich zu den Einkommenserwartungen und dem Erwerbsstatus zwei Migrationsdeterminanten - nämlich psychologische und soziale Faktoren - eine wichtige Rolle bei der endgültigen Entscheidung über Migration spielen. Die Zahlen für Frauen und Männer, die von Ost- nach Westdeutschland umziehen, sind zueinander proportional, aber unter den Personen, die 1989 im Osten lebten, ist die Wahrscheinlichkeit der Abwanderung bei Frauen höher. Die Gesamtheit der zweiten Migrationswelle, die in den späten 1990er Jahren begann, setzt sich in zunehmendem Maße aus jungen, gut ausgebildeten Personen zusammen. Wenn man die Unterschiede zwischen zeitlich begrenzter und dauerhafter Binnenwanderung betrachtet, so zeigt sich, dass ältere und einzeln lebende Personen im Vergleich zu Jüngeren und Verheirateten eher geneigt sind, in den Osten zurückzukehren als dauerhaft im Westen zu bleiben. Abschließend ist festzustellen, dass die Lebenszufriedenheit der Migranten auf Dauer nach dem Umzug signifikant zunimmt, während die der zeitlich begrenzten Migranten im wesentlichen auf niedrigem Niveau verbleibt. (IAB)
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Die deutsche Einheit zwischen Lust und Frust: Ergebnisse der "Sächsischen Längsschnittstudie" (2009)
Zitatform
Förster, Peter, Yve Stöbel-Richter, Hendrik Berth & Elmar Brähler (2009): Die deutsche Einheit zwischen Lust und Frust. Ergebnisse der "Sächsischen Längsschnittstudie". (OBS-Arbeitsheft / Otto Brenner Stiftung 60), Berlin, 54 S.
Abstract
"Die Sächsische Längsschnittstudie begleitet seit 1987 kontinuierlich eine Stichprobe junger Ostdeutscher des Geburtsjahrgangs 1973 auf ihrem Weg vom DDR- zum Bundesbürger. Mit mittlerweile 22 abgeschlossenen Erhebungswellen (2008) zählt die weiterhin laufende Studie zu den weltweit am längsten andauernden sozialwissenschaftlichen Untersuchungen. Es handelt sich um die einzige Studie, die in dieser Weise das Erleben der deutschen Wiedervereinigung bei einer identischen Stichprobe von Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen aus der DDR bzw. den neuen Ländern dokumentiert. Sie ist damit ein zeithistorisch besonderes Zeugnis, das den Systemwechsel in der DDR und die sich daraus ergebenden individuellen Konsequenzen auf einer quantitativen Ebene abbildet.
Die Daten zeigen, dass die Suche der (immer noch rund 400) Panelmitglieder nach einer neuen staatsbürgerlichen Identität keineswegs abgeschlossen ist. Sie fühlen sich - formal betrachtet - zwar mehrheitlich schon als Bürger der Bundesrepublik, kommen mit den gesellschaftlichen Verhältnissen zurecht und wissen deren Möglichkeiten und Chancen zu schätzen. Die politischen Verhältnisse in der DDR wünscht sich kaum ein Studienteilnehmer zurück. Andererseits wächst jedoch seit Jahren die Unzufriedenheit mit dem heutigen Gesellschaftssystem, insbesondere im Hinblick auf verschiedene Aspekte der Sozial-, Familien- und Gesundheitspolitik. Die Erfahrung mit Arbeitslosigkeit und die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust tragen besonders zur skeptischen Haltung bei." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Zur Angleichung von Einkommen und Lebensqualität im vereinigten Deutschland (2009)
Zitatform
Goebel, Jan, Roland Habich & Peter Krause (2009): Zur Angleichung von Einkommen und Lebensqualität im vereinigten Deutschland. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 78, H. 2, S. 122-145. DOI:10.3790/vjh.78.2.122
Abstract
"Der Übergang zur Marktwirtschaft erfolgte in Ostdeutschland im Unterschied zu anderen osteuropäischen Staaten unter dem Primat der sozialpolitischen Angleichung der Lebensbedingungen an das höhere Wohlstandsniveau der westlichen Bundesländer. Bezüglich der Wohlstandsentwicklung wie auch der subjektiven Bewertungsmaßstäbe lassen sich im Verlauf der 90er Jahre hierbei deutliche Angleichungsfortschritte aufzeigen. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre hat sich dieser Angleichungsprozess immer weiter verlangsamt. Für die noch verbleibenden Differenzen zwischen Ost- und Westdeutschland sind sowohl hinsichtlich der Einkommensunterschiede als auch der Zufriedenheitseinschätzungen derzeit keine weiteren schnellen Angleichungen absehbar. Auch die Wahrnehmung der 'gemeinsamen' deutschen Gesellschaft bezüglich der subjektiven Schichteinstufung, der Gerechtigkeitseinschätzung und in der Wahrnehmung von Konflikten weist so im Ganzen zwar deutliche Angleichungsfortschritte auf, unterscheidet sich in Teilen aber noch erheblich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wer ernährt die Familie?: Erwerbs- und Einkommenskonstellationen in Ostdeutschland (2009)
Klenner, Christina;Zitatform
Klenner, Christina (2009): Wer ernährt die Familie? Erwerbs- und Einkommenskonstellationen in Ostdeutschland. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 11, S. 619-626. DOI:10.5771/0342-300X-2009-11-619
Abstract
"Der in jüngster Zeit in Europa zu konstatierende Übergang hin zu neuen Leitbildern und Geschlechterrollen jenseits des männlichen Ernährermodells hat im Osten Deutschlands bereits in den 1960er Jahren begonnen. Schon vor der deutschen Einheit dominierten in Ostdeutschland Paare mit zwei Verdienern, oftmals in Vollzeit und nicht selten mit egalitärer Einkommenserwirtschaftung. Damit wurde auch die soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern etwas abgebaut. Der Beitrag zeigt auf, inwieweit das Zweiverdienermodell in seiner spezifischen Ausprägung in Ostdeutschland nach 20 Jahren Transformationsprozess erhalten geblieben ist. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wie sich Erwerbskonstellationen und Einkommensrelationen im Paarzusammenhang verändert haben. Auf der Basis volkswirtschaftlicher Kenngrößen sowie Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) wird gezeigt, dass es zu der befürchteten Retraditionalisierung der Geschlechterverhältnisse nicht gekommen ist. Paare mit einem männlichen Haupternährer bilden die Minderheit; nicht traditionell lebende Paare, entweder mit egalitärer Einkommenserwirtschaftung oder mit weiblicher Familienernährerin, überwiegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Dissatisfied with life, but having a good day: Time-use and well-being of the unemployed (2009)
Zitatform
Knabe, Andreas, Steffen Rätzel, Ronnie Schöb & Joachim Weimann (2009): Dissatisfied with life, but having a good day: Time-use and well-being of the unemployed. (CESifo working paper 2604), München, 44 S.
Abstract
"We apply the Day Reconstruction Method to compare unemployed and employed people with respect to their subjective assessment of emotional affects, differences in the composition and duration of activities during the course of a day, and their self-reported life satisfaction. Employed persons are more satisfied with their life than the unemployed and report more positive feelings when engaged in similar activities. Weighting these activities with their duration shows, however, that average experienced utility does not differ between the two groups. Although the unemployed feel sadder when engaged in similar activities, they can compensate this by using the time the employed are at work in more enjoyable ways. Our finding that unemployment affects life satisfaction and experienced utility differently may be explained by the fact that people do not adjust their aspirations when becoming unemployed but face hedonic adaptation to changing life circumstances, triggered by the opportunity to use the time in a way that yields higher levels of satisfaction than working." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Is there a growing risk of old-age poverty in East Germany? (2009)
Zitatform
Krenz, Stefan, Wolfgang Nagl & Joachim Ragnitz (2009): Is there a growing risk of old-age poverty in East Germany? In: C. Wey & K. F. Zimmermann (Hrsg.) (2009): Twenty years of economic reconstruction in East Germany (Applied economics quarterly supplement, 60), S. 35-50.
Abstract
"Is old-age poverty becoming a serious problem in Germany? Long-term unemployment and increasing disruptions in employment biographies induce shrinking retirement arrangements. We analyze the income security through the statutory pension scheme, which is still the most important income source for pensioners. Therefore we develop a micro-simulation-model to compare the situation of new retirees in 2020-2022 to those in 2004-2006. We do this for the most common household-types in East and West Germany in respect to gender and education in order to find specific differences. For both parts of Germany education is the key to a sufficient statutory pension. The currently higher average pensions in East Germany will decrease over time. In general, the probability of old-age poverty increases. Our findings help to clarify the risk of post-retirement poverty for specific household constellations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zukunft erfinden: kreative Projekte in Ostdeutschland (2009)
Links, Christoph; Volke, Kristina;Zitatform
Links, Christoph & Kristina Volke (Hrsg.) (2009): Zukunft erfinden. Kreative Projekte in Ostdeutschland. Berlin, 239 S.
Abstract
"Im Umgang mit Krisen hat der Osten Erfahrung: Der gesellschaftliche Umbruch nach 1989 brachte nicht nur Verbesserungen, sondern auch ungeahnte ökonomische, demographische und soziale Probleme, für die es bisher kaum befriedigende Lösungen gibt. Wo die große Politik eher ratlos scheint, haben Menschen vor Ort die Krise als Herausforderung begriffen und neue Wege beschritten. In der internationalen Debatte werden sie 'changemaker' genannt. Im vorliegenden Buch werden 30 Projekte und Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen vorgestellt, die kreativ und unkonventionell Veränderungen in Gang setzen. Berichtet wird von neuen lokalen Energiekonzepten und ungewöhnlichen Nutzungsideen für leerstehende Häuser, von Modellversuchen mit Bürgerarbeit und Belegschaftsinitiativen zur Übernahme stillgelegter Betriebe, von Regionalwährungen und Medizinnetzwerken, von Kulturprojekten und umgewandelten Landschaften. Die Politik täte gut daran - so das Resümee der Herausgeber - diese Initiativen zu fördern und bürokratische Hindernisse abzubauen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vermögensstrukturen im Lebenszyklus: immer noch große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland (2009)
Ochmann, Richard; Steiner, Viktor;Zitatform
Ochmann, Richard & Viktor Steiner (2009): Vermögensstrukturen im Lebenszyklus: immer noch große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 76, H. 36, S. 614-621.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung der privaten Altersvorsorge gewinnt die private Vermögensbildung im Lebenszyklus in Deutschland seit einigen Jahren auch an wirtschaftspolitischer Relevanz. Eine neue Studie des DIW Berlin zeigt erhebliche Unterschiede in den Vermögensstrukturen zwischen den alten und neuen Bundesländern. Ostdeutsche Haushalte halten einen deutlich geringeren Anteil ihres Vermögens in Immobilien und einen wesentlich höheren Anteil in Finanzwerten als Haushalte in Westdeutschland. Die Alterseffekte auf die Vermögensstruktur unterscheiden sich sehr stark zwischen ärmeren und reicheren Haushalten, insbesondere in Ostdeutschland. Dort bildet ein durchschnittlich vermögender Haushalt unabhängig vom Alter kaum Immobilienvermögen. Eine zunehmende Eigentümerquote bei den Jüngeren in Ostdeutschland lässt jedoch eine verstärkte Bildung von Immobilienvermögen auch im Zuge der Ausweitung der Förderung des Immobilienbesitzes für die zusätzliche Alterssicherung ('Wohn-Riester') erwarten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Angleichung der Lebensverhältnisse in Ostdeutschland: eine regional differenzierte Analyse (2009)
Ragnitz, Joachim;Zitatform
Ragnitz, Joachim (2009): Angleichung der Lebensverhältnisse in Ostdeutschland. Eine regional differenzierte Analyse. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 16, H. 4, S. 28-38.
Abstract
"Die deutsche Vereinigung brachte für die Menschen das Versprechen einer baldigen 'Angleichung der Lebensverhältnisse' zwischen Ost- und Westdeutschland. Zwar wurde recht schnell deutlich, dass gleiche (materielle) Lebensverhältnisse bestenfalls langfristig erreichbar sein würden; gleichwohl wird der Erfolg des Aufbaus Ost in Politik und Öffentlichkeit vor allem daran gemessen, wie groß der Abstand in den Lebens- und Arbeitsbedingungen zwischen Ost- und Westdeutschland noch ist. Mit dem Artikel soll ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion geleistet werden, indem explizit auch die regionalen Disparitäten innerhalb Ostdeutschlands und Westdeutschlands in den Blick genommen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen Fortschritte im Osten Deutschlands 1989-2008: Gutachten im Auftrag der INSM - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH Köln (2009)
Ragnitz, Joachim; Schirwitz, Beate; Scharfe, Simone;Zitatform
Schirwitz, Beate & Simone Scharfe (2009): Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen Fortschritte im Osten Deutschlands 1989-2008. Gutachten im Auftrag der INSM - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH Köln. Dresden, 66 S.
Abstract
"Mit der deutschen Vereinigung und der Einführung der Marktwirtschaft haben die Menschen in Ostdeutschland nicht nur die Freiheit wieder gewonnen, die ihnen jahrzehntelang verwehrt war, sondern auch die materiellen Lebensverhältnisse haben sich gegenüber dem Jahr 1989 enorm verbessert. Dies aufzuzeigen, ist das Ziel dieser Arbeit. Hierfür wurde eine Reihe von Indikatoren ausgewählt, die eine Beschreibung der Lebensverhältnisse in der DDR und in Ostdeutschland heute erlauben. Dabei zeigen sich deutlich die seither erzielten Fortschritte. In einer Gesamtschau der positiven und negativen Aspekte wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungen seit 1989 dominieren diese eindeutig, sodass die deutsche Einheit trotz aller fortbestehenden Probleme als Erfolg gewertet werden muss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The role of social networks in determining migration and labour market outcomes: evidence from German reunification (2009)
Zitatform
Rainer, Helmut & Thomas Siedler (2009): The role of social networks in determining migration and labour market outcomes. Evidence from German reunification. In: Economics of Transition, Jg. 17, H. 4, S. 739-767. DOI:10.1111/j.1468-0351.2009.00365.x
Abstract
Der Beitrag untersucht empirisch die Rolle sozialer Netzwerke bei Entscheidungen über Migration im Kontext der deutschen Vereinigung. Auf der Grundlage von Langzeitdaten des Sozio-ökonomischen Panels wird zunächst aufgezeigt, dass die Existenz einer Familie in Westdeutschland eine wichtige Wirkungsvariable für den Hazardwert der Migration von Ostdeutschen ist. Es wird dann untersucht, ob Netzwerke, die vor der Migration existierten, eine erkennbare Auswirkung auf die ökonomische und soziale Assimilation von ostdeutschen Zuwanderern in Westdeutschland haben. Es zeigt sich, dass ostdeutsche Zuwanderer eher einen Arbeitsplatz finden und besser bezahlte Arbeitsplätze erhalten, wenn sie vor ihrer Auswanderung schon über soziale Kontakte in den Westen verfügten. (IAB)
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Literaturhinweis
Sozialpolitik in der deutschen Wiedervereinigung (2009)
Ritter, Gerhard A.;Zitatform
Ritter, Gerhard A. (2009): Sozialpolitik in der deutschen Wiedervereinigung. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 55, H. 1, S. 57-70. DOI:10.1515/zsr-2009-0106
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Rolle, die die Sozialpolitik sowohl im Vorfeld als auch nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung gespielt hat. Die Herstellung der deutschen Einheit wurde insbesondere durch einen umfassenden sozialrechtlichen und sozialpolitischen Institutionentransfer von West nach Ost bewältigt. Dabei kam es zu gravierenden und möglicherweise auch vermeidbaren Fehlern. Zu nennen sind hier insbesondere die Finanzierung der Einheitskosten mit den Mitteln der Sozialversicherung sowie Fehleinschätzungen in Bezug auf die Produktivität der DDR-Ökonomie bzw. hinsichtlich des notwendigen Sanierungsbedarfs. Gleichwohl war der Institutionentransfer im Grundsatz alternativlos und die Absicherung der deutschen Einheit durch die Übertragung des bundesdeutschen Sozialsystems zählt zu den großen Leistungen der politische Kräfte, der staatlichen Verwaltung und vor allem auch der Selbstverwaltungsorgane des deutschen Sozialstaats." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Demographie und soziale Infrastruktur am Beispiel des Freistaates Thüringen (2009)
Seitz, Helmut;Zitatform
Seitz, Helmut (2009): Demographie und soziale Infrastruktur am Beispiel des Freistaates Thüringen. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 16, H. 1, S. 18-27.
Abstract
"In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, in welchem Umfang die demographischen Entwicklungen die Nachfrage bzw. den Bedarf nach Leistungen der sozialen Infrastruktur determinieren. Hierbei wird ausschließlich auf die Bereiche Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Einrichtungen zur Pflege von Behinderten fokussiert. Die Projektionsrechnung zeigt, dass der Platzbedarf in Pflegeheimen in Thüringen bis 2030 um ca. 60 % steigen wird. Damit verbunden sind ein erheblicher zusätzlicher Personalbedarf sowie ein großer Investitionsaufwand. Die Länder- und Gemeindehaushalte werden hiervon durch steigende Sozialhilfeausgaben tangiert. Ähnlich ist die Entwicklung im Bereich der Behinderteneinrichtungen. Für den Krankenhausbereich gibt es nach vorliegenden Berechnungen in Thüringen keinen Kapazitätszuwachsbedarf. Hier ist eher nahe liegend, dass es zu einer weiteren leichten Kapazitätsbereinigung kommen könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lebensqualität und Sicherheit in Hoyerswerda und Görlitz: Bevölkerungsbefragungen 1998 bis 2008 (2009)
Sterbling, Anton;Zitatform
Sterbling, Anton (2009): Lebensqualität und Sicherheit in Hoyerswerda und Görlitz. Bevölkerungsbefragungen 1998 bis 2008. In: Land-Berichte. Sozialwissenschaftliches Journal, Jg. 12, H. 2, S. 25-44.
Abstract
"Der Beitrag, der sich auf fünf, zwischen 1998 und 2008 in Hoyerswerda und Görlitz durchgeführte Bevölkerungsbefragungen stützt, geht auf ausgewählte Aspekte der subjektiven Zufriedenheiten mit verschiede¡nen Bereichen der Lebensqualität und der Sicherheit ein. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei altersspezifischen Einflüssen auf die Wahrnehmung der Lebensqualität und subjektiven Sicherheit. Dies zumal in Hoyerswerda, dem Ort der letzten, im Jahr 2008 durchgeführten Befragung, der Alterungsprozess durch massive und sozial selektive Abwanderungsvorgänge weit fortgeschritten ist und bereits jetzt jeder dritte Bewohner über 64 Jahre alt ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Demografischer Wandel: ein Politikvorschlag unter besonderer Berücksichtigung der Neuen Länder (2009)
Zitatform
Weber, Andreas & Reiner Klingholz (2009): Demografischer Wandel. Ein Politikvorschlag unter besonderer Berücksichtigung der Neuen Länder. Berlin, 64 S.
Abstract
Seit der Wiedervereinigung schrumpft die Bevölkerung in den neuen Bundesländern. Neben der rund anderthalb Jahrzehnte sehr niedrigen und mittlerweile nur noch niedrigen Fertilitätsrate von knapp 1,4 Kindern je Frau ist der Hauptgrund dafür die Abwanderung meist gut ausgebildeter, junger Menschen, unter ihnen mehr Frauen als Männer. Zurück bleibt in der Regel eine sozial schwache, alternde Bevölkerung. Derartige Veränderungen in der Alters- und Bevölkerungsstruktur führen zu einschneidenden sozialen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen auf allen Ebenen. Mit der Strategie 'Gegensteuern', die auf eine Verhinderung der Bevölkerungsschrumpfung und -alterung zielt, kann keine demografische Trendwende erreicht werden. Stattdessen wird für eine realistische Politik vor Ort plädiert, die wo immer möglich die Bevölkerungsentwicklung und ihre Folgen abfedert. Die Strategie 'Anpassen' erkennt die Folgen des demografischen Wandels - die Alterung und die Schrumpfung der Bevölkerung - als unabwendbare Herausforderung an. Ihr Ziel ist es, das Gemeinwesen an diese Veränderungen anzupassen und trotz der negativen Auswirkungen des demografischen Wandels auch in peripheren Regionen die Grundversorgung aufrechtzuerhalten. De facto folgt aus der Anpassungsstrategie, dass die Daseinsvorsorge schrittweise heruntergefahren wird. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt 'Zukunftsregion' vorgeschlagen, das von einer Bund-Länder-Projektgruppe im BMVBS ausgeführt werden soll: 'Auswahl und Förderung von Zukunftsinvestitionen zur radikalen Modernisierung der Versorgung, die für eine künftige Strategie Vorbildcharakter haben.' Als Modernisierungsbereiche werden vorgeschlagen: Energie (die energieautarke Region), Landbau und kleine Kreisläufe (Regionale ökologische Lebensmittelwirtschaft), Mobilität (Garantie von Bewegungsfreiheit), soziale Aktivierung und Integration (Das Dorf als Wohnhaus), Gesundheit (MVZ/Gemeindeschwester) sowie Schule (Bildungsautonomie). Dabei wird davon ausgegangen, dass nicht alle Regionen förderbar sind, sondern dass es 'verlorenene Räume' gibt. Das bedeutet, dass die grundgesetzlich festgelegte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse nicht mehr gewährleistet werden kann. Im Anhang werden zahlreiche ostdeutsche Demografieprojekte unterschiedlicher Ausrichtung inklusive Bewertung aufgelistet. (IAB)
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Literaturhinweis
Rückwanderung nach Ostdeutschland: Erfolg bremst Heimkehrneigung (2009)
Zitatform
Wiest, Delia, Lutz Schneider & Alexander Kubis (2009): Rückwanderung nach Ostdeutschland: Erfolg bremst Heimkehrneigung. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 15, H. 9, S. 372-379.
Abstract
"Die Abwanderung überwiegend junger gebildeter Menschen aus Ostdeutschland wird häufig, vor allem vor dem Hintergrund der bedenklichen demographischen Entwicklung, als nachteilig für die Entwicklungsfähigkeit und den Aufholprozess der Neuen Länder betrachtet. Das Phänomen der Zuwanderung und dabei nicht zuletzt der Rückwanderung vormals Abgewanderter fand in diesem Zusammenhang bisher vergleichsweise wenig Beachtung, obwohl einiges darauf hindeutet, dass hierin das eigentliche Migrationsproblem Ostdeutschlands liegt. Die Arbeit analysiert auf Basis eines im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes 'Brain drain aus Ostdeutschland' am Lehrstuhl für Sozialgeographie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhobenen Datensatzes zu den Einstellungen und Motivlagen aus Sachsen-Anhalt abgewanderter junger Menschen, welche Faktoren die Neigung zu einer Rückkehr nach Sachsen- Anhalt erklären. Dabei wird auf zwei Aspekte besonderer Wert gelegt: erstens auf die Wirkung des Arbeitsmarkterfolges nach der Abwanderung, zweitens auf den Einfluss sozialer Bindungen in der Herkunfts- und der Zielregion auf die Rückkehrbereitschaft der abgewanderten Menschen. Im Ergebnis bestätigt die ökonometrische Analyse des Rückkehrpotenzials die aus der Theorie heraus erwarteten Wirkungsrichtungen der untersuchten Einflussgrößen. Zum einen dämpft der individuelle Arbeitsmarkterfolg in der Zielregion die Rückkehrneigung, was im Umkehrschluss eine 'Negativselektion' bzw. eine erhöhte Rückkehrbereitschaft derer bedeutet, deren Erwartungen an die Zielregion enttäuscht wurden. Zum anderen konnte die rückwanderungsfördernde Wirkung bestehender sozialer Bindungen zum Herkunftsgebiet nachgewiesen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Wende und Wandel in Ostdeutschland - 20 Jahre nach dem Mauerfall (2009)
Wilde, Anja; Mallock, Wolfgang;Zitatform
(2009): Wende und Wandel in Ostdeutschland - 20 Jahre nach dem Mauerfall. (Recherche Spezial Fachinformationen zu aktuellen Themen), Bonn, 180 S.
Abstract
"Für Ostdeutschland begann mit dem Mauerfall - bereits vor der Wiedervereinigung im Oktober 1990 - eine Zeit tiefgreifender Umwälzungen des gesamten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Neue Entwicklungen mit nicht vorhersehbaren Folgen wurden ausgelöst, die bis heute nachwirken - ein Grund für die Sozialwissenschaften, auch zwei Jahrzehnte nach dem November 1989 auf die Auswirkungen dieses Einschnitts für die östlichen Bundesländer zu blicken und Erklärungsansätze für aktuelle Phänomene zu suchen. Während sich in einigen Bereichen eine fast vollständige Nivellierung zwischen Ost und West vollzogen hat, z.B. bei der Geburtenrate und der Lebenserwartung, gibt es auf vielen anderen Gebieten noch immer deutliche Unterschiede. So belegen die neuen Bundesländer (inklusive Berlin) dauerhaft die sechs Spitzenplätze in der Arbeitslosenstatistik. Ostdeutsche leben deutlich häufiger in nichtehelichen Lebensgemeinschaften als Westdeutsche, bekommen ihre Kinder überwiegend außerhalb der Ehe und können für diese auf eine bedeutend bessere Betreuungssituation zurückgreifen. Aber auch die Ergebnisse zurückliegender Bundes- und Landtagswahlen weichen in den neuen Bundesländern erkennbar von denen im Westen der Republik ab. Politisch rechts motivierte Straftaten treten in Ostdeutschland ebenfalls häufiger auf. Was sind die Ursachen für diese lang anhaltenden Unterschiede? Welche Merkmale kennzeichneten den Transformationsprozess nach der Wende? Inwieweit lassen sich charakteristische Phänomene in Ostdeutschland heute auf diesen zurückzuführen? Ist dennoch eine Annäherung festzustellen oder verfestigen sich bestimmte Linien? Diesen Fragen widmet sich die Ausgabe der 'Recherche Spezial'. Dabei geht es um Fragen des ökonomischen Wandels, der sich aus dem Übergang zu marktwirtschaftlichen Strukturen ergibt. Der überwiegende Teil der Ostdeutschen musste sich beruflich neu orientieren und mit veränderten Bedingungen im Arbeitsleben zurechtkommen. Eng damit verbunden waren Umwälzungen im sozialen Gefüge und der Wechsel von Eliten. Neue räumliche Muster prägten sich aus und wenigen Wachstumsregionen standen abgehängte ländliche Regionen und schrumpfende Städte gegenüber. Schön sanierte Innenstädte können nicht darüber hinweg täuschen, dass insbesondere junge, gut ausgebildete (und vorwiegend weibliche) Menschen die ostdeutsche Provinz verlassen und ihr Glück im Westen suchen. Damit verknüpft sind Veränderungen in Einstellungen und Werten, wie die Wahrnehmung von Geschlechterrollen, die Stellung des Familienlebens oder der Religion. Nicht zuletzt ist nach dem Stand der inneren Einheit zu fragen, dem Nebeneinander oder Miteinander bundes- und ostdeutscher Identität. Gibt es die 'Mauer in den Köpfen'? Gerade im Jubiläumsjahr 2009 wird diese Frage erneut aufgeworfen. Erhöhte Aufmerksamkeit erlangt in diesem Zusammenhang auch die spezielle Art der Erinnerung und des Erinnerns an den kleineren deutschen Staat - sei es bei Gedenkfeiern, in Schulbüchern, oder ganz privat in den Familien. Die Ausgabe der 'Recherche Spezial' wird eingeleitet von dem Beitrag 'Signaturen des Übergangs' von Prof. Everhard Holtmann. Es folgen sechs thematische Kapitel, in denen aktuelle Literatur- und Forschungsnachweise seit 2007 mit bibliographischen Angaben und jeweils einer kurzen, inhaltlichen Zusammenfassung aufgelistet sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
20 Jahre friedliche Revolution 1989 bis 2009: die Sicht der Bürger der neuen Bundesländer (2009)
Winkler, Gunnar;Zitatform
Winkler, Gunnar (2009): 20 Jahre friedliche Revolution 1989 bis 2009. Die Sicht der Bürger der neuen Bundesländer. (Umbruch 24), Berlin, 72 S.
Abstract
"20 Mal wurden nach dem Mauerfall jährlich rd. 1.500 Bürger der neuen Länder zu ihrer sozialen Lage sowie spezifischen Problemsituationen befragt. Die in der Ausarbeitung verwendeten Daten für 2009 basieren auf der 20. Welle der genannten Erhebung und sind - ebenso wie die Daten seit 1990 - repräsentativ für die neuen Bundesländer inkl. Ostberlin. Die Ausarbeitung konzentriert sich auf ausgewählte wesentliche Hauptaussagen der Bürger zur sozialen Lage seit 1990 bis in die Gegenwart (allgemeine Lebenszufriedenheit, individuelle wirtschaftliche Lage, Hoffnungen/Befürchtungen, Demokratie) sowie vor allem auf Bewertungen der Ergebnisse der Entwicklungen und Veränderungen des Vereinigungsprozesses aus Sicht des Jahres 2009. Dabei wird offensichtlich, dass die Reflexion sozialer Entwicklungen für den Zeitraum 1990 bis 2009 im Wesentlichen vier unterschiedliche Phasen aufweist:
- einen starken Zugewinn an sozialer Zufriedenheit - d.h. allgemeiner Lebenszufriedenheit, steigenden Hoffnungen und Zunahme positiver Bewertung der individuellen wirtschaftlichen Lage - im Zeitraum 1990 bis 1995, beruhend auf den raschen, spürbaren Veränderungen des täglichen Lebens (Angleichungsphase). Überwindung der Arbeitslosigkeit und noch nicht erreichte völlige Angleichung der Lebensverhältnisse werden als kurzzeitig zu überwindende Aufgabe angesehen;
- relative Stabilisierung der sozialen Entwicklungen und erfolgten Bewertungen auf dem bis 1995 erreichten Niveau im Zeitraum 1996 bis 1999 und damit verbundenen sinkenden Hoffnungen auf rasche Angleichung (Stabilisierungsphase).
- Im Zuge des von der rot-grünen Koalition in Gang gesetzten 'Reformwerkes' (Agenda 2010, Gesundheits-, Renten-, Arbeitsmarktreformen) sowie der Euro-Umstellung erfolgt zwischen 2000 und 2003 eine rasche Abnahme sozialer Zufriedenheit gepaart mit steigenden Befürchtungen auf die Zukunft (Abschwungphase).
- Seit 2004 folgen wechselnde, jeweils gering zunehmende bzw. abnehmende Bewertungen sozialer Entwicklungen mit einem insgesamt stagnierenden zum Teil vorhandene Ungleichheiten erweiternden Angleichungsprozess (Stagnationsphase)." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Struktur und Dynamik der Ungleichheit von Erwerbslosigkeitsrisiken: empirische Analysen auf Basis der Mikrozensuserhebungen 1996 bis 2004 (2009)
Zitatform
Wolter, Felix (2009): Struktur und Dynamik der Ungleichheit von Erwerbslosigkeitsrisiken. Empirische Analysen auf Basis der Mikrozensuserhebungen 1996 bis 2004. In: Wirtschaft und Statistik H. 3, S. 258-273.
Abstract
Auf der Grundlage von Daten der Mikrozensuserhebungen von 1996 bis 2004 wird analysiert, welche Gründe das allgemeine Erwerbslosigkeitsrisiko bestimmen. Untersucht wird, welche Gruppierungen besonders benachteiligt sind und ob es Unterschiede in den Ungleichheitsstrukturen zwischen Ost- und Westdeutschland gibt. Weiterhin wird gefragt, ob auch Ungleichheiten bezüglich der Dauer von Erwerbslosigkeit bestehen, um danach die Entwicklung der festgestellten Ungleichheiten im Zeitverlauf zu verfolgen. Die Untersuchung kommt u.a. zu folgenden Ergebnissen: 1. Zunahme der qualifikationsindizierten Erwerbslosigkeitsrisiken für beide Dimensionen (Risiko und Dauer) sowie in beiden Ländern im Zeitverlauf; 2. Zunahme von Erwerbslosigkeitsrisiko und -dauer mit dem Lebensalter; 3. erhöhtes Erwerbslosigkeitsrisiko für Frauen mit Kindern; 4. Benachteiligung von Ausländern im Westen Deutschlands. 'Ingesamt zeigen die Analysen, dass es der Mikrozensus verdient, auch zu komplexen Erwerbslosigkeitsanalysen herangezogen zu werden. Nachgewiesen wurde, dass soziale Ungleichheiten kein statistisches Faktum sind, sondern einer ständigen, nicht unerheblichen Dynamik unterliegen.' (IAB2)
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Literaturhinweis
Peripherisierung - eine neue Form sozialer Ungleichheit? (2008)
Barlösius, Eva ; Beetz, Stephan; Geister, Sandro; Sondermann, Ariadne; Holtermann, Daniel; Neu, Claudia; Kley, Stefanie ; Seibert, Holger ; Reim, Daphne; Spellerberg, Annette ; Schmithals, Jenny;Zitatform
(2008): Peripherisierung - eine neue Form sozialer Ungleichheit? (Materialien der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Zukunftsorientierte Nutzung Ländlicher Räume 21), Berlin, 82 S.
Abstract
"Zwar steigt gegenwärtig die Aufmerksamkeit gegenüber der Räumlichkeit sozialer Ungleichheiten, aber noch immer wird diese vorwiegend als Sekundärphänomen sozialstrukturell verursachter Ungleichheiten begriffen. Damit geht einher, dass (sozial)räumliche Ungleichheiten - hier verstanden in der Tradition der Chicagoer Schule - als nachrangig aufgefasst werden. In dieser Lesart bleibt letztlich die Ökonomie (Markt, Produktion, Erwerbsarbeit) Hauptursache für soziale Benachteiligungen. Soziale Zugehörigkeit und Integration erfolgten in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft dann auch vorrangig über die Teilhabe an Erwerbsarbeit und, davon abgeleitet, über die Teilhabe an den sozialen Sicherungssystemen. Ergänzt wurde dieser Integrationsmodus durch den politischen Anspruch, gleichwertige Lebensverhältnisse auf dem gesamten Territorium - auf der Mikro- wie der Makroebene - zu garantieren bzw. herzustellen und so dafür zu sorgen, dass die räumlichen Ungleichheiten mehr oder weniger unerheblich wurden. Erreicht wurde dieser räumliche Ausgleich vor allem durch eine flächendeckend bereitgestellte öffentliche Infrastruktur, die den Bewohnern von Stadt und Land, Nord und Süd, Ost und West Teilhabe an den gesellschaftlich als erstrebenswert angesehenen Gütern und Dienstleistungen wie Bildung oder Gesundheit ermöglichte. Diese jahrzehntelange Erfolgsgeschichte der Reduzierung räumlicher Ungleichheit erklärt, weshalb der 'Raum' trotz des reichen soziologischen Erbes an sozialräumlichen Studien als Strukturkategorie von der Ungleichheitssoziologie beinahe vergessen wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhalt:
Eva Barlösius, Claudia Neu: Einleitung (5-6);
I Peripherie und territoriale Ungleichheit
Stephan Beetz: Peripherisierung als räumliche Organisation sozialer Ungleichheit (7-16);
Eva Barlösius, Claudia Neu: Territoriale Ungleichheit: Eine spezifische Ausprägung räumlicher Untergleichheit (17-23);
Annette Spellerberg: Ländliche Räume in der hoch technisierten Dienstleistungsgesellschaft: mittendrin oder außen vor? (25-35);
II Bleiben oder gehen?
Holger Seibert: Strukturelle Mobilitätszwänge in peripheren Regionen. Räumliche Mobilität als Notwendigkeit zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit am Beispiel der Region Berlin-Brandenburg (37-46);
Stefanie Kley: Die Bedeutung lokaler Opportunitäten für den Entschluss zum Wegzug aus einer "Abwanderungsstadt" im frühen Erwachsenenleben (47-55);
Ariadne Sondermann: Die Ambivalenz des Bleibens - Erfahrungen von Arbeitslosen mit dem Leben an der Peripherie (57-64);
III Bürgerschaftliches Engagement - die letzte Rettung für die Peripherie?
Daniel Holtermann, Sandro Geister: Engagement an der Peripherie - am Beispiel der Gemeinde Galenbeck (65-74);
Daphne Reim, Jenny Schmithals: Kooperationsnetzwerke und Bürgerschaftliches Engagement als Erfolgsfaktoren für ostdeutsche Kommunen (75-82). -
Literaturhinweis
Was bedeutet Langzeitarbeitslosigkeit für junge Erwachsene?: Ergebnisse der Sächsischen Längsschnittstudie (2008)
Zitatform
Berth, Hendrik, Peter Förster, Friedrich Balck, Elmar Brähler & Yve Stöbel-Richter (2008): Was bedeutet Langzeitarbeitslosigkeit für junge Erwachsene? Ergebnisse der Sächsischen Längsschnittstudie. In: Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis, Jg. 40, H. 1, S. 87-97.
Abstract
"Unter den vielen Studien zu den Folgen von Arbeitslosigkeit sind relativ wenige Längsschnittuntersuchungen. Die Sächsische Längsschnittstudie begleitet seit 1987 kontinuierlich eine Gruppe junger ostdeutscher Erwachsener. Neben zahlreichen politisch-gesellschaftlichen Fragestellungen werden auch die (Gesundheits-)Folgen von Arbeitslosigkeit untersucht. An der 20. Welle (2006) der Erhebung nahmen N= 387 Personen im mittleren Alter von 33,2 Jahren teil. 54,4% waren Frauen. Die durchschnittlich erlebte Dauer der Arbeitslosigkeit von 1996 bis 2006 betrug 16,6 Monate, Frauen waren dabei deutlich länger betroffen. Die erfahrene Arbeitslosigkeit wirkt sich signifikant auf zahlreiche Bereiche des Erlebens aus, z. B. auf die geringere Zufriedenheit mit dem Einkommen oder mit der Demokratie, auf die höhere Angst vor Armut im Alter oder vor sozialem Abstieg sowie auf die pessimistischere Einschätzung der Zukunftsaussichten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit als zentrale Dimension sozialer Ungleichheit - Essay (2008)
Zitatform
Blien, Uwe (2008): Arbeitslosigkeit als zentrale Dimension sozialer Ungleichheit - Essay. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 40/41, S. 3-6.
Abstract
"Wer ist von Arbeitslosigkeit betroffen, wie entsteht sie, und wie weitreichend sind ihre Folgen? Es werden Erklärungsansätze diskutiert, die einige grundlegende Einsichten in Struktur und Dynamik der modernen Wirtschaft und Gesellschaft ermöglichen. Die regionalen Betrachtungen verdeutlichen, dass das Arbeitslosigkeitsrisiko zu einer Differenzierung sozialer Lagen führt, ohne dass damit persönliche Merkmale verbunden sein müssen. Führt man die regionalen Analysen mit den Untersuchungen zum Bildungsniveau zusammen, so zeigen sich entsprechend Bildungsabschluss und Arbeitsort systematische Vor- oder Nachteile im Erwerbsleben. Wir sehen, dass die Arbeitslosigkeit tatsächlich eine zentrale Dimension sozialer Ungleichheit ist, da sie auf das engste mit weiteren Dimensionen verknüpft ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Flexibilisierung des Erwerbsverlaufs: eine Analyse von Einstiegs- und Ausstiegsprozessen in Ost- und Westdeutschland (2008)
Zitatform
Buchholz, Sandra (2008): Die Flexibilisierung des Erwerbsverlaufs. Eine Analyse von Einstiegs- und Ausstiegsprozessen in Ost- und Westdeutschland. (Life course research), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 199 S.
Abstract
"Wie flexibel ist heute der Arbeitnehmer in Deutschland? Wer erfährt die größten Nachteile auf dem zunehmend flexibilisierten Arbeitsmarkt? Wie entwickeln sich soziale Ungleichheiten im Flexibilisierungsprozess? Die Autorin geht diesen Fragen mit modernen Methoden der Längsschnittanalyse nach. Sie zeigt, dass die Flexibilisierung von Beschäftigung in Deutschland bisher vor allem zu Beginn und am Ende des Erwerbslebens stattfindet. Die Folgen für die jungen und älteren Erwerbspersonen sind jedoch sehr unterschiedlich: Während der Erwerbsausstieg älterer Menschen lange durch großzügige Renten abgefedert wurde, müssen junge Menschen ihre Flexibilisierung am Arbeitsmarkt ohne Risikoausgleich hinnehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Exklusion: Die Debatte über die "Überflüssigen" (2008)
Bude, Heinz; Willisch, Andreas;Zitatform
Bude, Heinz & Andreas Willisch (Hrsg.) (2008): Exklusion: Die Debatte über die "Überflüssigen". (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft 1819), Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 335 S.
Abstract
"Das Gesellschaftsempfinden ist am Anfang unseres Jahrhunderts von der Vorstellung beherrscht, dass sich über die alte Unterscheidung von Oben und Unten die neue von Drinnen und Draußen legt. Quer durch die Schichten und Milieus zieht sich eine Spaltung zwischen denen, die von den Veränderungen der gesellschaftlichen Verhältnisse profitieren, und jenen, die nicht mithalten können. Die Provokation des Exklusionsbegriffs besteht darin, dass er eine Verbindung zwischen Rand und Mitte der Gesellschaft herstellt. Was man einst als Randgruppenphänomen von sich weisen konnte, hat die Mitte der Gesellschaft erreicht. Man erlebt schrittweise Degradierungen, die plötzlich eine Schwelle ins soziale Aus überschreiten. Man erfährt sich als Bittsteller des Staates, meidet soziale Kontakte und verliert das Zutrauen zu sich selbst. Die 'Überflüssigen' haben keinen angestammten Ort, nur noch ein gemeinsames Schicksal." (Autorenreferat).
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Literaturhinweis
Kinderarmut in Ost- und Westdeutschland (2008)
Butterwegge, Christoph; Klundt, Michael; Belke-Zeng, Matthias;Zitatform
Butterwegge, Christoph, Michael Klundt & Matthias Belke-Zeng (2008): Kinderarmut in Ost- und Westdeutschland. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 378 S.
Abstract
"Seit geraumer Zeit erregt das Problem einer wachsenden und sich gleichzeitig verjüngenden Armut in entwickelten Wohlfahrtsstaaten öffentliche Aufmerksamkeit und fachliches Interesse, was sich in einer Fülle einschlägiger Forschungsprojekte und einer Flut wissenschaftlich fundierter Publikationen zu diesem Thema niederschlägt. Dabei sind die spezifischen Rahmenbedingungen des vereinigten, vormals aus zwei Staaten mit unterschiedlichen Gesellschafts-, Wirtschafts- und Wohlfahrtssystemen sowie konträren (sozial)politischen Kulturen bestehenden Deutschland aber gegenüber anderen Faktoren vernachlässigt worden. Das vorliegende Buch beleuchtet die Ursachen und psychosozialen Folgen der Kinderarmut in den alten und den neuen Bundesländern. Ein empirischer Vergleich der sozialen Situation von Erfurter und Kölner Schulkindern gab darüber Aufschluss, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Lebenslagen in Ost- und Westdeutschland existieren. Schließlich werden Gegenmaßnahmen auf unterschiedlichen Politikfeldern vorgeschlagen, um Kinderarmut zu verringern und zu verhindern." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zufriedenheit in Lebensbereichen (2008)
Zitatform
Christoph, Bernhard (2008): Zufriedenheit in Lebensbereichen. In: Bundeszentrale für Politische Bildung, Statistisches Bundesamt, Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen & Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (Hrsg.) (2008): Datenreport 2008 : ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland, S. 403-411.
Abstract
"In der Zufriedenheit von Personen spiegeln sich nicht nur deren objektive Lebensumstände, sondern auch ihre persönlichen Ansprüche und Erwartungen wider, anhand derer sie ihre eigene Situation beurteilen. Dementsprechend können Zufriedenheitsbewertungen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich ausfallen, auch wenn ihre objektive Situation weitgehend identisch ist. Um die Lebensqualität in der Bundesrepublik Deutschland umfassend zu beleuchten, ist es daher erforderlich, neben den objektiven Lebensbedingungen auch die darauf bezogenen Zufriedenheiten der Bürger zu untersuchen. Dabei erscheint neben der gesamtdeutschen Perspektive auch weiterhin eine getrennte Betrachtung der Lage in Ost- und Westdeutschland erforderlich. Obwohl die deutsche Einheit zwischenzeitlich ihre 'Volljährigkeit ' erreicht hat, bestehen weiterhin Unterschiede zwischen den beiden Landesteilen, sowohl was die objektiven Lebensbedingungen als auch was Einstellungen und das subjektive Wohlbefinden angeht. Neben der aktuellen Situation werden zudem auch die langfristigen Entwicklungstendenzen in beiden Teilen der Bundesrepublik eine Rolle spielen. Die dafür betrachteten Zufriedenheitswerte der Befragten wurden anhand einer Skala erfasst, die von 0 (ganz und gar unzufrieden) bis 10 (ganz und gar zufrieden) reicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prekäre Verhältnisse, erschöpfte Geschlechterarrangements: eine praxeologische Perspektive auf Strategien sozialer Kohäsion (2008)
Zitatform
Dölling, Irene & Susanne Völker (2008): Prekäre Verhältnisse, erschöpfte Geschlechterarrangements. Eine praxeologische Perspektive auf Strategien sozialer Kohäsion. In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Jg. 26, H. 3/4, S. 57-71.
Abstract
"Die Frauen- und Geschlechterforschung steht heute vor der Herausforderung, prekäre Verhältnisse in ihren Wirkungen auf Geschlechterarrangements nicht länger mittels fordistisch geprägter wissenschaftlicher Klassifikationen analysieren zu können. Sie sollte vielmehr eine (praxeologische) Perspektive einnehmen, die Uneindeutigkeiten und Unbestimmtheiten im Handeln der Akteurinnen sichtbar macht. Am Beispiel einer qualitativen Untersuchung der Arbeits- und Lebenssituationen von Beschäftigten des Einzelhandels in Ostdeutschland zeigt der Beitrag, dass Akteurinnen in prekären Verhältnissen in der Lage sind, neue, wenn auch fragile, Geschlechterarrangements zu finden. Die Frauen- und Geschlechterforschung kann als politische Wissenschaft dazu beitragen, diese sozialen Öffnungen in wissenschaftliche Begriffe zu fassen und damit zu stabilisieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Life satisfaction and economic conditions in East and West Germany pre- and post-unification (2008)
Zitatform
Easterlin, Richard A. & Anke C. Plagnol (2008): Life satisfaction and economic conditions in East and West Germany pre- and post-unification. In: Journal of Economic Behavior and Organization, Jg. 68, H. 3/4, S. 433-444. DOI:10.1016/j.jebo.2008.06.009
Abstract
"Economic disruption in East Germany at the time of unification resulted in a noticeable drop in life satisfaction. By the late 1990s East Germany's life satisfaction had recovered to about its 1990 level, and its shortfall relative to West Germany was slightly less than that before unification. In West Germany life satisfaction was fairly constant before unification, but subsequently trended moderately downward, with Turkish life satisfaction declining noticeably relative to Germans. Changes in life satisfaction in East and West Germany both for Germans and foreigners are most closely associated with relative income variables, not absolute income." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Regional income stratification in unified Germany using a Gini decomposition approach (2008)
Zitatform
Frick, Joachim R. & Jan Goebel (2008): Regional income stratification in unified Germany using a Gini decomposition approach. In: Regional Studies. Journal of the Regional Studies Association, Jg. 42, H. 4, S. 555-577. DOI:10.1080/00343400701543181
Abstract
"Mit Hilfe repräsentativer Mikrodaten des sozioökonomischen Panels für Deutschland (SOEP) werden in diesem Beitrag neue Einblicke in das Entstehen eines Einkommensungleichgewichts und einer regionalen Stratifizierung in Deutschland nach der Wiedervereinigung geliefert. Wir nutzen eine neue Methode zur Erkennung von sozialer Stratifizierung mit Hilfe einer Dekomposition des GINI-Indexes, was zu den obligatorischen Komponenten zwischen und innerhalb von Gruppen sowie zu einem, Überlappungs-Index für die verschiedenen Subpopulationen führt. Nach unseren Ergebnissen stellt Ostdeutschland weiterhin eine eigenständige Schicht dar, wenn man vom Einkommen unter Berücksichtigung aller staatlichen Transfers ('post-government income') ausgeht, hingegen seit 2001 nicht mehr, wenn man das Einkommen ohne diese Transfers ('pre-government income') untersucht. Diese Ergebnisse bleiben auch bei Verwendung unterschiedlich definierter regionaler Klassifikationen stabil. Allerdings gibt es auch innerhalb von Westdeutschland Anzeichen einer gewissen regionalen Variation." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die "Wunde Arbeitslosigkeit": Junge Ostdeutsche, Jg. 1973 (2008)
Zitatform
Förster, Peter, Elmar Brähler, Yve Stöbel-Richter & Hendrik Berth (2008): Die "Wunde Arbeitslosigkeit". Junge Ostdeutsche, Jg. 1973. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 40/41, S. 33-43.
Abstract
"Trotz der Fülle vorliegender Forschungsergebnisse zum Thema Arbeitslosigkeit ist es - nicht zuletzt aufgrund der immer noch sehr vielen betroffenen Personen - nach wie vor relevant, die Folgen von Arbeitslosigkeit zu untersuchen, insbesondere im Längsschnitt. In dem Beitrag soll daher an einer Stichprobe junger ostdeutscher Erwachsener über einen längeren Zeitraum veranschaulicht werden, welche Auswirkungen Arbeitslosigkeit auf verschiedene Lebensbereiche, Einstellungen usw. hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Folgen der Arbeitslosigkeit: Bei den Mittdreißigern im Osten ist die Bejahung der Wende abgestürzt, die Identifikation mit der DDR aber hat zugenommen: Ergebnisbericht zur 21. Welle der Sächsischen Längsschnittstudie (2008)
Zitatform
Förster, Peter (2008): Folgen der Arbeitslosigkeit: Bei den Mittdreißigern im Osten ist die Bejahung der Wende abgestürzt, die Identifikation mit der DDR aber hat zugenommen. Ergebnisbericht zur 21. Welle der Sächsischen Längsschnittstudie. Leipzig, 218 S.
Abstract
Bei der sächsischen Längsschnittstudie handelt es sich um eine systemübergreifende sozialwissenschaftliche Panelstudie. Sie wurde 1987 in der DDR begonnen und begleitet seitdem über die Wende hinweg den politischen Mentalitätswandel bei einer identischen Population junger Ostdeutscher des Geburtsjahrgangs 1973. In der 21. Welle im Jahr 2007 konnten Fragebögen von 383 Teilnehmern ausgewertet werden. Der Arbeitsbericht enthält die wesentlichen Ergebnisse. Fazit: 'Die bis 2007 vorliegenden Trends führen alles in allem zu der Feststellung, dass der Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten nicht ausgereicht hat, um einen nennenswerten Teil der jetzt 34-Jährigen politisch für das jetzige Gesellschaftssystem und seine Werte, Perspektiven und Verheißungen einzunehmen.' Die signifikant zurückgehende Bejahung der Wende, wird auf die stark gestiegene persönliche Betroffenheit durch Arbeitslosigkeit zurückgeführt, die maßgeblich zu einer 'Entzauberung' der Verheißungen des Kapitalismus beigetragen hat. (IAB)
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Jugend in Ost und West seit der Wiedervereinigung: Ergebnisse aus dem replikativen Längsschnitt des DJI-Jugendsurvey (2008)
Gille, Martina; Hoffmann-Lange, Ursula; Gaiser, Wolfgang; Wächter, Franziska; Achatz, Juliane; de Rijke, Johann; Kleinert, Corinna ; Bütow, Birgit; Sardei-Biermann, Sabine;Zitatform
Gille, Martina (Hrsg.) (2008): Jugend in Ost und West seit der Wiedervereinigung. Ergebnisse aus dem replikativen Längsschnitt des DJI-Jugendsurvey. (Schriften des Deutschen Jugendinstituts. Jugendsurvey 04), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 314 S.
Abstract
"Das Aufwachsen junger Menschen in westdeutschen und ostdeutschen Bundesländern gestaltet sich nach wie vor unterschiedlich: Neben Annäherungstendenzen zwischen beiden Teilen Deutschlands zeigen sich auch stabile Differenzen und zum Teil sogar Tendenzen der Zunahme von Unterschieden. In diesem Band werden die Lebensverhältnisse, der subjektive Altersstatus, Wertorientierungen, Geschlechtsrollenbilder, fremdenfeindliche Einstellungen sowie das gesellschaftliche und politische Engagement Jugendlicher und junger Erwachsener in beiden Teilen Deutschlands sowie deren Veränderungstendenzen seit den 1990er Jahren untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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A quarter century of change: results from the German Socio-Economic Panel (SOEP) (2008)
Zitatform
Headey, Bruce (2008): A quarter century of change. Results from the German Socio-Economic Panel (SOEP). (SOEP Wave report 1-2008), Berlin, 153 S.
Abstract
Der Bericht ist der erste einer geplanten Serie jährlich erscheinender Wellenberichte über das deutsche Sozio-oekonomische Panel (SOEP). Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung privater Haushalte in Deutschland, die für die sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenforschung Mikrodaten bereitstellt. Sie wird im jährlichen Rhythmus seit 1984 bei denselben Personen und Familien in der Bundesrepublik durchgeführt. Zwischen 1984 und 2008 sind Daten in fünfundzwanzig Wellen gesammelt worden. So sind einige der Befragten, etwa 2.500 Menschen mittleren Alters und älter bereits fünfundzwanzigmal befragt worden. Zentrales Anliegen des SOEP ist das 'subjektive und ökonomische Wohlbefinden im Verlauf des Lebens'. Daher werden Umfragen zu vier Hauptthemen durchgeführt: Familienleben; Vermögen, Einkommen und Lebensstandard; Beschäftigungsverhältnis und Arbeitslosigkeit; Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Der Bericht enthält auf Statistiken gestützte Beiträge aus jedem dieser Themenbereiche. Basierend auf den panelgestützten Längsschnittstudien spiegeln die jährlich erscheinenden Wellenberichte des SOEP wider, wie sich das Leben der Menschen verändert. (IAB)
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Literaturhinweis
Missachtung und Diskurs: Zur diskursiven Konstruktion von Anerkennung und Missachtung der Ostdeutschen nach der Vereinigung (2008)
Kollmorgen, Raj;Zitatform
Kollmorgen, Raj (2008): Missachtung und Diskurs: Zur diskursiven Konstruktion von Anerkennung und Missachtung der Ostdeutschen nach der Vereinigung. (Universität Magdeburg, Institut für Soziologie. Arbeitsbericht 51), Magdeburg, 36 S.
Abstract
"In dem Arbeitsbericht soll nicht der Gesamtkomplex der ostdeutschen Anerkennungs- bzw. Missachtungsproblematik aufgegriffen werden. Vielmehr möchte ich mich auf zwei Aspekte der in meinen Augen ambivalenten Anerkennungslage der Ostdeutschen konzentrieren: zum einen auf die Dimension sittlicher und soziokultureller Missachtung, zweitens auf deren diskursiven Charakter. Dabei wird nach einer einführenden Erläuterung sozialer Anerkennungsverhältnisse (1.) und der deutsch-deutschen Problemdimension (2.) zunächst auf die rechtlichen Anerkennungsambivalenzen eingegangen (3.), die als (wesentliche) Voraussetzung und 'Anderes' sittlicher Anerkennung diskutiert werden. Es folgt dann eine mehrstufige Problematisierung der sittlichen Missachtungen Ostdeutscher, deren diskursiver Konstruktionsprozesse sowie Folgen, wie sie sich in den letzten anderthalb Jahrzehnten entwickelt haben (4., 5.). Ein Resümee zur ostdeutschen Subalternität und ihrer Ambivalenzen unter Einbezug einer europäischen Perspektive (5.) sowie eine Diskussion möglicher Begrenzungs- und Gegenstrategien (6.) beschließen den Beitrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wohlstandsdisparitäten bei Älteren in Ost- und Westdeutschland (2008)
Zitatform
Krause, Peter, Katja Möhring & Tanja Zähle (2008): Wohlstandsdisparitäten bei Älteren in Ost- und Westdeutschland. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 63, H. 1, S. 40-59.
Abstract
"Die jüngsten Einkommensentwicklungen bei Älteren heben sich positiv von der der Gesamtbevölkerung ab. Die sozialen Sicherungssysteme haben bislang ein Übergreifen der in den letzten Jahren in den unteren Einkommensschichten zu beobachtenden Realeinkommenseinbußen auf die Einkommenslagen von Rentnern weitgehend verhindert. Dies gilt insbesondere auch im Ost-West-Vergleich - Ältere in Ostdeutschland profitieren derzeit noch von den Übertragungen der hohen Erwerbsbeteiligung aus DDR-Zeiten und sind unterdurchschnittlich von Armutsrisiken betroffen; sie weisen zugleich aber auch geringere Spreizungen im oberen Einkommensbereich auf und konnten weniger hohe Vermögensbestände im Lebensverlauf kumulieren. Die Zusammensetzung der Haushaltseinkommen von Älteren sowie die Portfolios der individuellen Rentenbezüge verweisen auf deutliche Diversifikationstendenzen. Die Erwerbsmuster vor Renteneintritt deuten ebenfalls auf zunehmend flexiblere Übergangsformen beim Eintritt in den Ruhestand hin, deren sozialpolitische Folgen aber derzeit noch nicht absehbar sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wertewandel: immer mehr Ost- und Westdeutsche ticken postmaterialistisch (2008)
Zitatform
Kroh, Martin (2008): Wertewandel: immer mehr Ost- und Westdeutsche ticken postmaterialistisch. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 75, H. 34, S. 480-486.
Abstract
"Eine gängige These des Wertewandels lautet: Neue 'postmaterialistische' Werte wie Emanzipation und Selbstentfaltung lösen traditionell bürgerliche Werte wie sozialer Aufstieg und ökonomische Sicherheit ab. Ursache dieses Wandels, so die Theorie, ist die nachhaltige Verbesserung der ökonomischen Lebensumstände nach dem Zweiten Weltkrieg. Postmaterialismus ist demnach ein Wohlstandsphänomen. Mit Hilfe des Sozio-oekonomischen Panels kann gezeigt werden, dass zwischen 1986 und 2006 der Anteil der Postmaterialisten unter Westdeutschen gestiegen ist. Überraschender Befund: Ostdeutsche sind in den letzten zehn Jahren deutlich postmaterialistischer geworden und haben nahezu westdeutsches Niveau erreicht. Jede neue Generation ist etwas postmaterialistischer als ihre Vorgängergeneration. Besonders postmaterialistische Bevölkerungsgruppen sind Selbständige, Personen mit hohem Schulabschluss oder Anhänger von Bündnis90/Die Grünen. Eine Analyse von Wertorientierungen in Familien zeigt, dass sich erwachsene Geschwister hinsichtlich ihrer Werte deutlich ähneln, was auf eine Herausbildung von Werten während der Kindheit und Jugend schließen lässt. Dies zwingt zu einer Neubewertung gängiger Erklärungsmuster: Denn nicht die ökonomische Lage des Elternhauses sondern die Wertvorstellungen der Eltern prägen den Wertekanon." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinderarmut in einem reichen Land (2008)
Wagner, Ringo; Vogler, Sven; Trabert, Gerhard; Spier, Sven; Geene, Raimund ; Schmidt, Silvia; Merten, Roland;Zitatform
(2008): Kinderarmut in einem reichen Land. Magdeburg, 80 S.
Abstract
"Friedrich-Ebert-Stiftung und der PARITÄTISCHE Sachsen-Anhalt haben auf das Thema Kinderarmut in Sachsen-Anhalt bei gemeinsamen Tagungen in Halle (Saale), Stendal und Eisleben aufmerksam gemacht. Diese Veröffentlichung fasst ausgewählte Vorträge der Veranstaltungen zusammen und wird durch thematische Beiträge zur Kinderarmut in den neuen Bundesländern erweitert. Besonderes Augenmerk wird auf die Folgen von Kinderarmut in den Bereichen Bildung, Gesundheit und soziale Teilhabe gelegt, diesen Komplexen sind eigene Beiträge gewidmet." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sozialreport 2008: Daten und Fakten zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern (2008)
Abstract
Mit dem Sozialreport 2008 stellt die Volkssolidarität zum 19. Mal seit 1990 eine vom Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. erarbeitete Studie zur sozialen Situation in den neuen Bundesländern vor. Insgesamt wurden 2.892 verwertbare Fragebögen in die Aufbereitung der Daten einbezogen. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung werden in fünf Punkten zusammengefasst: 1. Die fortgesetzte Politik der Sozialreformen mit zum Teil tiefgreifenden Einschnitten in die Lebenslagen der Bürger hat dazu geführt, dass die Zufriedenheiten, Hoffnungen und Erwartungen seit 2000 eine sinkende Tendenz haben. Vor allem in den Bereichen Soziale Sicherheit, Arbeit, Gesundheit, Leben mit Kindern, Einkommen - Preise, Demokratie und soziale Gerechtigkeit gibt es eine rückläufige bzw. sich auf niedrigem Niveau stabil haltende Zufriedenheit und gering ausgeprägte Erwartungen an Verbesserungen. 2. Die Bürger der neuen Bundesländer sind sich durchaus der Notwendigkeit von Sozialreformen bewusst, haben jedoch eine äußerst kritische Haltung zu den bisherigen Ergebnissen der Reformen. Sie fühlen sich in der überwältigenden Mehrheit bisher als Verlierer der Sozialreformpolitik. 3. Die Politik einseitiger Sozialreformen hat nicht nur zum Sozialabbau, sondern auch zu Positionsprüfungen in Bezug auf Demokratie und demokratisches Verhalten beigetragen. Während 2005 noch die Hälfte der Bürger starkes politisches Interesse bekundete, ist es 2008 nur noch rd. ein Drittel. 4. In den einzelnen Lebensbereichen haben sich unterschiedliche Entwicklungen vollzogen. Verbesserten Wohnverhältnissen und steigenden Nominaleinkommen stehen sinkende Realeinkommen gegenüber. 5. Die Wertestruktur der Bürger der neuen Bundesländer hat sich weiter stabilisiert. An der Spitze stehen Arbeit, Familie und soziale Sicherheit als jene Bereiche, die von den Bürgern für ihr Leben als besonders wichtig angesehen werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Entwicklung der Alterseinkünfte und des Armutsrisikos insbesondere in den neuen Bundesländern: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP (Drucksache 16/8940) (2008)
Zitatform
(2008): Entwicklung der Alterseinkünfte und des Armutsrisikos insbesondere in den neuen Bundesländern. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP (Drucksache 16/8940). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/9185 (14.05.2008)), 12 S.
Abstract
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beantwortet die Fragen der Fraktion Die Linke zu widersprüchlichen Ergebnissen wissenschaftlicher Studien zum Thema Alterseinkünfte und Armutsrisiko in den neuen Bundesländern. (IAB)
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Literaturhinweis
Sozialreform und soziale Sicherungsziele: Bewertungen und Vorstellungen der Bürger der neuen Bundesländer im Jahre 2008: Befragungsergebnisse ab 18-jähriger Bürger der neuen Bundesländer. Empirische Erhebung "Leben 2008 - zur sozialen Lage in den neuen Bundesländern" (2008)
Abstract
"Sozialreformen, ihre erklärten Ziele und realen Wirkungen werden vom Bürger in unterschiedlichem Maße verstanden und reflektiert. Die Volkssolidarität hat 2008 eine Befragung der Bürger der neuen Bundesländer (ab 18. Lebensjahr) zu ihren Positionen, ihren Erwartungen und erreichten Veränderungen - bezogen auf die Sozialreformen in Deutschland - in Auftrag gegeben. Betrachtet man die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Analyse zu den Auffassungen der ostdeutschen Bürger zu Sozialreformen, so ist hervorzuheben: Erstens ist die Erkenntnis wichtig, dass die Bürger der neuen Bundesländer für den Sozialstaat sind und ihn zu reformieren für dringend erforderlich halten und das mit einer sozialeren Ausrichtung verbinden. (...) Zweitens stehen die von den Bürgern für erforderlich gehaltenen Ziele der Sozialreformen im Gegensatz zu dem verbreiteten Klischee, dass es den Bürgern mehrheitlich nur um 'mehr Staat' im Sinne einer 'Vollkaskomentalität' ginge, welche stetig mehr Leistungen einfordere. (...) Drittens hat unbestrittenermaßen die sog. 'Agenda 2010' nicht nur zum Sozialabbau, sondern auch zu Positionsprüfungen in Bezug auf Demokratie und demokratisches Verhalten beigetragen. (...) Viertens haben in den letzten Jahren - wie immer zu Zeitpunkten, wenn es um mehr Leistungen seitens des Staates geht - die Diskussionen um Privatisierung und Individualisierung des Sozialen sowie individuellen Missbrauchs erneut zugenommen. (...) Fünftens ist inzwischen das Vertrauen in die sozialen Sicherungssysteme in hohem Maße verloren gegangen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
From bottom to top: The entire distribution of market income in Germany, 1992-2001 (2007)
Bach, Stefan; Steiner, Viktor; Corneo, Giacomo;Zitatform
Bach, Stefan, Giacomo Corneo & Viktor Steiner (2007): From bottom to top: The entire distribution of market income in Germany, 1992-2001. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 51), Berlin, 30 S.
Abstract
"We analyze the distribution and concentration of market incomes in Germany in the period 1992 to 2001 on the basis of an integrated data set of individual tax returns and the German Socio-Economic Panel. The unique feature of this integrated data set is that it encompasses the whole spectrum of the population, from the very poor to the very rich. We find a modest increase in overall inequality of market incomes as measured by the Gini coefficient. However, we also document a substantial drop of median income and a remarkable income growth at the top 0.1% of the income distribution. The increase of income inequality was stronger in East Germany than in West Germany. In both regions, the income concentration process strongly benefited the economic elite, which we define as the richest 0.001% per-sons in the population. While the elite mainly obtains its income from business and capital, the income share that it receives in form of wage income is increasing." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Armut in Deutschland: Bevölkerungsgruppen unterhalb der Alg II-Grenze (2007)
Becker, Irene;Zitatform
Becker, Irene (2007): Armut in Deutschland. Bevölkerungsgruppen unterhalb der Alg II-Grenze. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 04), Berlin, 50 S.
Abstract
"Ziel der Studie ist die Ermittlung von Größe und Struktur der Bevölkerung in Deutschland mit Einkommen unterhalb des soziokulturellen Existenzminimums. Dieses Minimum ergibt sich aus den Vorschriften des SGB II bzw. SGB XII zur Bemessung des mit Alg II und Sozialgeld bzw. mit Hilfe zum Lebensunterhalt zu sichernden Bedarfs; es kennzeichnet damit eine Armutsgrenze 'nach gesetzlicher Lesart'. Zur Erfassung des Einkommenssegments unter der Alg II-Grenze wird ein Mikrosimulationsmodell entwickelt und mit den Daten des Sozio-ökonomischen Panels von 2004 gerechnet Mit dem Simulationsmodell werden zunächst Bedarfsgemeinschaften innerhalb der Haushalte nach den Vorschriften des SGB II approximativ abgegrenzt, für die dann der Bedarf ermittelt und dem jeweiligen Einkommen gegenübergestellt wird. Zudem wird zumindest näherungsweise überprüft, inwieweit die Vermögensverhältnisse der einkommensarmen Haushalte einem Unterstützungsanspruch entgegen stehen. Übersteigt der errechnete Bedarf das zu berücksichtigende Einkommen und bleibt das Vermögen hinter den Freibeträgen zurück, gilt die Bedarfsgemeinschaft als potenziell anspruchsberechtigt. Insgesamt erweisen sich etwa 10 Mio. Personen der SGB II-Zielgruppe (ohne Alte und Erwerbsunfähige) als bedürftig: Daraus ergibt sich eine Bedürftigkeitsquote von etwa 16%, die freilich regional stark differiert: in den neuen Ländern liegt sie bei 23%, in den alten Ländern bei lediglich 15%. Zudem zeigt sich, - dass nur etwa 7% der Personen in Vollerwerbs-Bedarfsgemeinschaften bedürftig sind, diese Gruppe aber dennoch 3 Mio. Personen umfasst; - dass zwei Drittel der Personen in Arbeitslosen-Bedarfsgemeinschaften anspruchsberechtigt sind, das sind knapp 3,3 Mio. Personen; - und dass etwa 3,4 Mio. bzw. mehr als ein Fünftel der Kinder und Schüler(innen) bedürftig sind. Aus einer Gegenüberstellung der Simulationsergebnisse mit Daten der Bundesagentur für Arbeit über die tatsächlichen Grundsicherungsempfänger(innen) ist schließlich zu folgern, dass die amtlichen Zahlen die Größe und Struktur des Niedrigeinkommensbereichs nur teilweise spiegeln und nicht als Indiz für ungerechtfertigte Leistungsinanspruchnahme zu werten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Einheitslust und Einheitsfrust: Junge Ostdeutsche auf dem Weg vom DDR- zum Bundesbürger: eine sozialwissenschaftliche Längsschnittstudie von 1987-2006 (2007)
Zitatform
Berth, Hendrik, Peter Förster, Elmar Brähler & Yve Stöbel-Richter (2007): Einheitslust und Einheitsfrust: Junge Ostdeutsche auf dem Weg vom DDR- zum Bundesbürger. Eine sozialwissenschaftliche Längsschnittstudie von 1987-2006. (Forschung Psychosozial), Gießen: Psychosozial-Verlag, 242 S.
Abstract
"Eine weltweit einmalige Längsschnittstudie begleitet seit 20 Jahren eine identische Gruppe junger Ostdeutscher. Es ist die einzige Untersuchung, die in dieser ungewöhnlichen Weise das Erleben der Vereinigung von DDR und BRD bei etwa 400 jungen Erwachsenen dokumentiert. Die Daten zeigen, dass die Suche der heute 32-Jährigen nach einer neuen staatsbürgerlichen Identität noch keineswegs abgeschlossen ist. Noch heute empfinden die meisten eine Doppelidentität: schon Bundes-, aber auch noch DDR-Bürger. Sie fühlen sich mehrheitlich als Bürger der Bundesrepublik, kommen mit den gesellschaftlichen Verhältnissen zurecht und wissen deren Möglichkeiten zu schätzen. Dennoch wächst seit Jahren die Unzufriedenheit mit dem heutigen Gesellschaftssystem, insbesondere im Hinblick auf die Sozial-, Familien- und Gesundheitspolitik. Dies resultiert vor allem aus der Erfahrung von Arbeitslosigkeit. Das Buch stellt die wichtigsten Ergebnisse der Studie aus den Jahren 1987 bis 2006 dar, mit einem Fokus auf den Jahren 2004 und 2005." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Migranten in Deutschland: Statistiken - Fakten - Diskurse (2007)
Flam, Helena; Carius, Björn; Dietrich, Beate; Kleres, Jochen; Froböse, Ulrike; Philipps, Axel;Zitatform
(2007): Migranten in Deutschland. Statistiken - Fakten - Diskurse. (Wissen und Studium), Konstanz: UVK Verlagsges., 321 S.
Abstract
"Während Rassismus und institutionelle Diskriminierung nach wie vor auch im deutschen Alltag allgegenwärtig sind, nimmt deren Untersuchung in der Migrationsforschung nur einen sehr kleinen Teil ein. Das Leipziger Forschungsteam unter der Leitung von Helena Flam setzt sich kritisch mit der etablierten Migrationsforschung auseinander, identifiziert die blinden Flecken dieses Forschungszweiges und setzt neue Impulse für die aktuelle Debatte um Migration. Die wichtigsten Diskriminierungstheorien werden hierfür vorgestellt und mit den Ergebnissen aktueller eigener Erhebungen verknüpft, die im Rahmen eines dreijährigen, von der EU geförderten Forschungsprojektes formuliert wurden. Dabei liefern sie eine umfassende Analyse zwei der zentralsten Mechanismen zur Reproduktion gesellschaftlicher Ungleichheit - dem Arbeitsmarkt und dem Bildungswesen - und analysieren den historischen, gesellschaftlichen und politischen Kontext zur Situation der Migranten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Kippt das Erleben von Arbeitslosigkeit die Bejahung der Wende? Beispiel: Die 33-Jährigen: Ergebnisbericht zur 20. Welle der Sächsischen Längsschnittstudie (2007)
Zitatform
Förster, Peter, Hendrik Berth & Yve Stöbel-Richter (2007): Kippt das Erleben von Arbeitslosigkeit die Bejahung der Wende? Beispiel: Die 33-Jährigen. Ergebnisbericht zur 20. Welle der Sächsischen Längsschnittstudie. Leipzig, 151 S.
Abstract
Bei der sächsischen Längsschnittstudie handelt es sich um eine systemübergreifende sozialwissenschaftliche Panelstudie. Sie wurde 1987 in der DDR begonnen und begleitet seitdem über die Wende hinweg den politischen Mentalitätswandel bei einer identischen Population junger Ostdeutscher des Geburtsjahrgangs 1973. In der 20. Welle im Jahr 2006 konnten Fragebögen von 387 Teilnehmern ausgewertet werden. Der Arbeitsbericht enthält die wesentlichen Ergebnisse. Fazit: 'Die bis 2006 vorliegenden Trends führen alles in allem zu der Feststellung, dass der Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten nicht ausgereicht hat, um einen nennenswerten Teil der jetzt 34-Jährigen politisch für das jetzige Gesellschaftssystem und seine Werte, Perspektiven und Verheißungen einzunehmen.' Die signifikant zurückgehende Bejahung der Wende, wird auf die stark gestiegene persönliche Betroffenheit durch Arbeitslosigkeit zurückgeführt, die maßgeblich zu einer 'Entzauberung' der Verheißungen des Kapitalismus beigetragen hat. (IAB)
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One Germany, two worlds of housework?: examining single and partnered women in the decade after unification (2007)
Zitatform
Geist, Claudia (2007): One Germany, two worlds of housework? Examining single and partnered women in the decade after unification. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 15), Berlin, 38 S.
Abstract
"Despite much recent changes in gender relations, housework remains an area where women bear primary responsibility. This paper examines the role of policy and employment context on housework, not only for women who live with partners, but also for single women. I study German women's housework in the decade after unification, which allows me to simultaneously assess the impact of the ideological legacies of the FRG and the GDR, while also studying the role of different levels of labor market participation. I find that women with partners do more housework than singles, and that part-time employees do more housework than those working full-time. The results show no regional differences in singles' housework performance. However, among women with partners, West German women do significantly more housework. The analyses reveal that differences in the housework levels of full-time and part-time workers can be explained by the differences in mechanisms for the two groups. Full-time workers reduce their housework in response to their paid labor involvement to a lesser extent than part-time workers, in particular in East Germany, where women's full-time employment has long been normative." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Rising wage inequality in Germany (2007)
Zitatform
Gernandt, Johannes & Friedhelm Pfeiffer (2007): Rising wage inequality in Germany. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 227, H. 4, S. 358-380. DOI:10.1515/jbnst-2007-0403
Abstract
In dem Beitrag wird die Entwicklung der Löhne und der Lohnungleichheit in Deutschland mit Daten des sozio-oekonomischen Panels untersucht. Zwischen 1994 und 2005 stieg die Lohnungleichheit in Westdeutschland von 2.5 auf 3.1 und in Ostdeutschland von 2.4 auf 3.2. In Westdeutschland betraf die wachsende Lohnungleichheit vor allem den unteren Teil der Lohnverteilung, in Ostdeutschland dagegen den oberen Teil. In Westdeutschland erlebte die Gruppe der Arbeitnehmer mit der kürzesten Betriebszugehörigkeit den größten Anstieg der Lohnungleichheit. (IAB)
Ähnliche Treffer
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: ZEW discussion paper , 06-019
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin , 14/2007
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: Universität Konstanz, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Diskussionspapier der Forschergruppe "Heterogene Arbeit: Positive und Normative Aspekte der Qualifikationsstruktur der Arbeit", 06/12
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Literaturhinweis
Dynamik von Einkommen und Armut in Ost- und West-Deutschland (2007)
Zitatform
Goebel, Jan, Peter Krause & Tanja Zähle (2007): Dynamik von Einkommen und Armut in Ost- und West-Deutschland. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 56, H. 7/8, S. 200-207.
Abstract
"Der Beitrag befasst sich mit der Entwicklung von Einkommen und Armut in Deutschland seit der Wiedervereinigung. Während zu Beginn der 90er Jahre in Ostdeutschland eine schrittweise Annäherung der Einkommenan die Verteilung und das Wohlstandsniveau in Westdeutschland erkennbar war, kam es ab der zweiten Hälfte der 90er Jahre erst zu einer Verlangsamung und in den letzten Jahren gar zu einer Umkehrung dieses Prozesses. Insbesondere die zuletzt stark gestiegene Armutsrisikoquote in Ostdeutschland ist dabei sozialpolitisch bedeutsam. Die dynamische Betrachtung dieser Entwicklung steht hierbei im Mittelpunkt und beinhaltet zunächst vor allem einen Perspektivenwechsel. Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit die unterschiedlichen Strukturentwicklungen zwischen Ost und West mit Differenzen in den zugrunde liegenden Prozessen der Einkommensdynamik und der Armutsverläufe einhergehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Soziale Unterstützung in Partnerschaften: individuelle Beschäftigungschancen und -risiken im ostdeutschen Transformationsprozess unter Berücksichtigung des Partnerschaftskontextes (2007)
Höhne, Anke;Zitatform
Höhne, Anke (2007): Soziale Unterstützung in Partnerschaften. Individuelle Beschäftigungschancen und -risiken im ostdeutschen Transformationsprozess unter Berücksichtigung des Partnerschaftskontextes. Berlin: Logos-Verl., 390 S.
Abstract
"Der 1989 einsetzende gesellschaftliche Umbruch in Ostdeutschland wirkte sich in hohem Maße auf die Lebensbereiche Erwerbstätigkeit und Familie aus. In der Untersuchung wird der Frage nachgegangen, ob und wie sich die bisher in ostdeutschen Partnerschaften gelebten Arrangements der doppelten Erwerbseinbindung der Partner unter dem Druck gesellschaftlichen Wandels verändert haben. Die Arbeit untersucht, wie Arbeitsmarktmobilität durch partnerschaftliche Unterstützung beeinflusst wird und welche partnerschaftlichen Mechanismen dafür ursächlich verantwortlich sind. Hierfür wird das Konzept sozialer Unterstützung auf Partnerschaften angewendet und die Bedeutsamkeit emotionaler, zeitlicher, kultureller, finanzieller und informationeller Unterstützung für ausgewählte Erwerbschancen und -risiken untersucht. Mit den Daten der Ostdeutschen Lebensverlaufsstudie untersucht das Buch für den Zeitraum 1989-1996 die Entwicklung der Erwerbsverläufe von ostdeutschen Paaren in einer Phase gesellschaftlichen Umbruchs. Die Studie kann zeigen, dass trotz der deutlichen Ausdifferenzierung der Erwerbsmuster in ostdeutschen Partnerschaften die Erwerbseinbindung beider Partner das vorherrschende Lebensmodell bleibt. Die Bedeutung partnerschaftlicher Unterstützungsleistungen für die Überwindung erwerbsbezogener Risiken differiert nach Arbeitsmarktereignissen, Geschlecht und Unterstützungsdimensionen. Die Bedeutung des Partners und seiner Ressourcen ist äußerst vielschichtig und ambivalent. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Untersuchung zählt, dass auch in der Ausnahmesituation des ostdeutschen Transformationsprozesses Interdependenzen zwischen den Erwerbsverläufen der Partner bestehen und individuelle Erwerbsverläufe nicht nur durch die eigene arbeitsmarktrelevante Ressourcenausstattung und die wirtschaftsstrukturellen Rahmenbedingungen beeinflusst werden, sondern auch durch soziale Unterstützungsleistungen, die durch den Partner bereitgestellt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bekommen die ostdeutschen Frauen wirklich weniger Nachwuchs?: ein Ost-West-Vergleich (2007)
Kriese, Mandy; Müller, Anna Sophie;Zitatform
Kriese, Mandy & Anna Sophie Müller (2007): Bekommen die ostdeutschen Frauen wirklich weniger Nachwuchs? Ein Ost-West-Vergleich. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 14, H. 6, S. 17-22.
Abstract
"In der Diskussion um Geburtenzahlen in Deutschland werden immer wieder die Unterschiede in der Kinderzahl der Frauen in Ost- und Westdeutschland betont. Basierend auf der zusammengefassten Geburtenziffer wird behauptet, dass ostdeutsche Frauen weniger Kinder gebären würden als Frauen in Westdeutschland. In diesem Beitrag werden Probleme diskutiert, die im Zusammenhang mit dieser Maßzahl auftreten können. Es wird eine alternative Berechnungsmethode vorgestellt, die ebenfalls die endgültige Kinderzahl der Frauen misst, den wahren Wert aber genauer wiedergibt. Außerdem wird untersucht, wie groß der Anteil der Frauen ist, die keine Kinder bekommen. Zu allen Ergebnissen wird ein Ost-West-Vergleich durchgeführt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beliefs about women's labour in the reunified Germany, 1991-2004 (2007)
Lee, Kristen S.; Tufis, Paula A.; Alwin, Duane F.;Zitatform
Lee, Kristen S., Duane F. Alwin & Paula A. Tufis (2007): Beliefs about women's labour in the reunified Germany, 1991-2004. In: European Sociological Review, Jg. 23, H. 4, S. 487-503. DOI:10.1093/esr/jcm015
Abstract
"This research investigates the mechanisms of change in gender beliefs in East and West Germany since reunification. Using repeated cross-sectional data from the German General Social Survey (ALLBUS), we examine how processes of cohort replacement and of intra-cohort change contributed to the changes in beliefs about gender ideology and about the consequences of women working for pay that occurred from 1982 to 2004 in the former West Germany and from 1991 to 2004 in the former East Germany. We find that while changes in gender beliefs occurred through both cohort replacement and within-cohort change in West Germany, changes in East Germany primarily occurred through processes of intra-cohort change. Heterogeneity in levels of schooling and employment status are important in accounting for variation in gender beliefs. We find support for the conclusion that there are continued changes in gender beliefs in the reunified Germany across time. However, we do not find that beliefs converged in the East and West following reunification. In fact, focusing on the period following reunification, we find that the gap in beliefs between the East and West actually increased between 1991 and 2004." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Strategien zur Bewältigung des demographischen Wandels im öffentlichen Sektor: interkommunale Vergleiche in Ost- und Westdeutschland sowie in Polen (2007)
Zitatform
Sackmann, Reinhold, Walter Bartl, Katarzyna Kopycka & Christian Rademacher (Hrsg.) (2007): Strategien zur Bewältigung des demographischen Wandels im öffentlichen Sektor. Interkommunale Vergleiche in Ost- und Westdeutschland sowie in Polen. (Mitteilungen des Sonderforschungsbereichs Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch - Diskontinuität, Tradition und Strukturbildung 24), Jena u.a., 145 S.
Abstract
"Der demographische Wandel stellt ein zentrales Zukunftsproblem von fortgeschrittenen Gesellschaften dar. Für den Bereich staatlicher Gemeinwesen wird als Folge demographischer Umbrüche ein schleichender Kollaps prognostiziert, weil sich die Nachfrage nach öffentlichen Gütern und Dienstleistungen demographisch bedingt verändert. Entgegen derartiger Krisenszenarien geht das Teilprojekt B8 'Demographischer Wandel und Arbeitsmarkt des öffentlichen Sektors' im Sonderforschungsbereichs 580 'Entwicklungen nach dem Systemumbruch: Diskontinuität, Tradition, Strukturbildung' davon aus, dass Reaktionen auf demographische Herausforderungen entscheidend für deren gesellschaftliche Auswirkungen sind. Untersucht werden dabei demographische Herausforderungen, deren akteurspezifische Bewältigung und die daraus sich ergebenden Folgen werden in einem exemplarischen Feld studiert, nämlich dem Personalwesen des öffentlichen Sektors. Der Arbeitsmarkt des öffentlichen Sektors steht im Fokus des Forschungsinteresses, da er als institutionelles Setting quantitativ wie qualitativ Leitbildcharakter trägt. Die Untersuchung konzentriert sich auf Deutschland und Polen, weil Transformationsländer besonders stark von demographischen Entwicklungen betroffen sind und ihnen daher bei der Bewältigung demographisch induzierter Folgeprobleme eine Vorreiterrolle innerhalb der OECD zukommt. Um empirisch die Bedeutung von einzelnen institutionellen Vorgaben und akteursspezifischen Bewältigungsstrategien bestimmen zu können, sieht das empirische Design des Projektes eine qualitative und quantitative Untersuchung der Bewältigungsstrategien auf verschiedenen Ebenen des Staatshandelns (Kommune, Zwischenebene, Zentralstaat) vor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sozialreport 50+ 2007: Daten und Fakten zur sozialen Lage von Bürgern ab 50 Jahre in den neuen Bundesländern (2007)
Abstract
"Mit dem vorliegenden Material hat das Sozialwissenschaftliche Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. (SFZ) die Ergebnisse der nach 1990 zum 18. Mal durchgeführten Erhebung zu den Auffassungen und Befindlichkeiten der Bürger der neuen Bundesländer zu ihrer sozialen Lage und Entwicklung, speziell bezogen auf die Altersgruppe der ab 50-Jährigen, aufbereitet. Die Ergebnisse der Befragung im Mai/Juni 2007 von rund 1.020 Bürgern über dem 50. Lebensjahr machen - im Vergleich zu vorangegangenen Jahren - sichtbar, dass der von Politik und Medien übermittelte 'Aufschwungoptimismus' vielen Bürgern neue Zuversicht auf eine baldige Verbesserung auch ihrer Lebensverhältnisse vermittelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Kurzfassung des Berichts. -
Literaturhinweis
After the fall of the wall: Life courses in the transformation of East Germany (2006)
Zitatform
Diewald, Martin, Anne Goedicke & Karl Ulrich Mayer (Hrsg.) (2006): After the fall of the wall: Life courses in the transformation of East Germany. Stanford: Stanford University Press, 408 S.
Abstract
"The fall of the Berlin Wall in 1989 was the beginning of one of the most interesting natural experiments in recent history. The East German transition from a Communist state to part of the Federal Republic of Germany abruptly created a new social order as old institutions were abolished and new counterparts imported. This unique situation provides an exceptional opportunity to examine the central tenets of life course sociology. The empirical chapters of this book draw a comprehensive picture of life course transformation, demonstrating how the combination of life course dynamics coupled with an extraordinary pace of system change affect individual lives. How much turbulence was created by the transition and how much stability was preserved? How did the qualifications and resources acquired before 1989 influence the fortunes in the restructured economy? How did the privatization and reorganization of firms impact individuals? Did the transformation experiences differ by age/cohort and gender? How stable were social networks at work and in the family? Were personality characteristics important mediators of post-1989 success or failure or were they rather changed by them? How specific were the East German life trajectories in comparison with Poland and West-Germany?" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Warum viele junge Ostdeutsche den Kapitalismus wieder loswerden wollen: Beispiel: Die 32-Jährigen: Ergebnisbericht zur 19. Welle der Sächsischen Längsschnittstudie (2006)
Förster, Peter;Zitatform
Förster, Peter (2006): Warum viele junge Ostdeutsche den Kapitalismus wieder loswerden wollen: Beispiel: Die 32-Jährigen. Ergebnisbericht zur 19. Welle der Sächsischen Längsschnittstudie. Leipzig, 91 S.
Abstract
Bei der sächsischen Längsschnittstudie handelt es sich um eine systemübergreifende sozialwissenschaftliche Panelstudie. Sie wurde 1987 in der DDR begonnen und begleitet seitdem über die Wende hinweg den politischen Mentalitätswandel bei einer identischen Population junger Ostdeutscher des Geburtsjahrgangs 1973. In der 19. Welle im Jahr 2005 konnten Fragebögen von 390 Teilnehmern ausgewertet werden. Die Kurzinformation enthält die wesentlichen Ergebnisse. Fazit: 'Die bis 2005 vorliegenden Trends führen alles in allem zu der Feststellung, dass der Zeitraum von rund anderthalb Jahrzehnten nicht ausgereicht hat, um einen größeren Teil der jetzt 32-Jährigen politisch für das jetzige Gesellschaftssystem einzunehmen.' Als entscheidender Faktoren für diese systemkritische Haltung wird die Massenarbeitslosigkeit in Ostdeutschland betrachtet, von der immer mehr selbst betroffen sind und die viele als existenzielle Bedrohung und als Verlust an Freiheit erfahren, die ihnen Angst vor dem gegenwärtigen Kapitalismus macht. 'Systemkritik erwächst zugleich aus dem erheblichen Defizit an erlebbarer Demokratie und an sozialer Gerechtigkeit.' (IAB2)
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Literaturhinweis
Die Sozialstruktur Deutschlands: Zur gesellschaftlichen Entwicklung mit einer Bilanz zur Vereinigung (2006)
Geißler, Rainer;Zitatform
Geißler, Rainer (2006): Die Sozialstruktur Deutschlands. Zur gesellschaftlichen Entwicklung mit einer Bilanz zur Vereinigung. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 428 S.
Abstract
"Das Buch bietet einen Überblick über die sozialstrukturelle Entwicklung und die Perspektiven des sozialen Wandels in Deutschland vor und nach der Wiedervereinigung. Auf empirischer Grundlage werden die folgenden Teilbereiche dargestellt: Bevölkerungsentwicklung, materielle Lebensbedingungen, soziale Ungleichheiten und Schichtstrukturen, Umschichtungsprozesse in wichtigen Gruppen (Eliten, Dienstleistungsschichten, Selbständige, Bauern, Arbeiterschichten, Randschichten, ethnische Minderheiten), soziale Mobilität, Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern, Bildungssystem und Familienstrukturen. Alle Kapitel enthalten auch eine Zusammenfassung des Forschungsstandes zum sozialen Umbruch in den neuen Bundesländern. Insgesamt wird so eine Bilanz zur deutschen Vereinigung aus der Perspektive der Sozialstrukturanalyse gezogen.
Aus dem Inhalt:
Die Entstehung der Industriegesellschaft - Struktur der Bevölkerung - Die Entwicklung der Lebensbedingungen - Soziale Klassen und Schichten - Eliten - Selbständige, Mittelstand, Bauern - Dienstleistungsschichten - Arbeiterschichten - Randschichten - Ethnische Minderheiten - Bildungsexpansion und Bildungschancen - Die Entwicklung der sozialen Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern - Private Lebensformen im Wandel - Grundlinien der Entwicklung zu einer modernen Sozialstruktur" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Deutschland - eine gespaltene Gesellschaft (2006)
Lessenich, Stephan; Leggewie, Claus; Lessenich, Stephan; Andreß, Hans-Jürgen ; Neckel, Sighard; Bonß, Wolfgang; Nullmeier, Frank ; Hartmann, Michael; Powell, Justin J.W. ; Hildenbrand, Bruno; Rehberg, Karl-Siegbert; Kronauer, Martin; Solga, Heike ; Bohler, Karl Friedrich; Thränhardt, Dietrich; Häußermann, Hartmut; Vogel, Berthold; Nullmeier, Frank ; Wimbauer, Christine ; Kohli, Martin; Ganßmann, Heiner;Zitatform
Lessenich, Stephan & Frank Nullmeier (Hrsg.) (2006): Deutschland - eine gespaltene Gesellschaft. Frankfurt am Main u.a.: Campus-Verl., 374 S.
Abstract
"Die Rede vom geteilten Deutschland lässt uns spontan an den innerdeutschen Ost-West-Konflikt denken. Doch Deutschland bietet ein Bild vielfältiger sozialer Gegensätze - ob arm versus reich, alt versus jung oder erwerbstätig versus arbeitslos. Welche Gräben durchziehen unsere Gesellschaft und wie bestimmen sie die künftige soziale Entwicklung in Deutschland? Deutschland hallt wider von Kassandrarufen zur Zukunft der Nation. Überwiegend beruhen sie auf journalistischen Eingebungen oder dem politischen Kalkül unterschiedlicher Interessengruppen. Sozialwissenschaftliche Gegenwartsdiagnosen dagegen spielen in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle: ein Mangel, den dieses Buch beseitigt. Namhafte Autorinnen und Autoren haben in 20 pointierten Essays ein Bild der deutschen Gesellschaft gezeichnet, und zwar entlang der Gegensätze, die auch im Alltagsverständnis die Wahrnehmung der sozialen Welt prägen: arm/reich, erwerbstätig/arbeitslos, alt/jung, Eltern/Kinderlose, gläubig/ungläubig, Deutsche/Nichtdeutsche, Ost/West,Nord/Süd,Frauen/Männer,Gewinner/ Verlierer, Kapital/Arbeit u. a." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Inequality and economic performance in transition: are there some lessons from German re-unification for the Ukraine? (2006)
Möller, Joachim;Zitatform
Möller, Joachim (2006): Inequality and economic performance in transition. Are there some lessons from German re-unification for the Ukraine? In: L. Handrich, I. Burakovsky & O. Betliy (Hrsg.) (2006): Labour market reforms and economic growth in Ukraine : linkages and policies, S. 161-195.
Abstract
Ausgehend von Kuznets Theorie vom Zusammenhang von Wirtschaftsentwicklung und gesellschaftlicher Einkommensverteilung wird der Zusammenhang von Ungleichheit und Wirtschaftsentwicklung in Transformationsländern diskutiert. Ein bestimmtes Maß an Einkommensungleichheit wird als optimal für das Wirtschaftswachstum betrachtet; sowohl zu geringe als auch extreme Ungleichheit wirken sich negativ auf das Wachstum aus. Anschließend wird auf der Basis von Daten der IAB-Regionalstichprobe empirisch untersucht, wie sich die deutsche Vereinigung auf Einkommensverteilung und Ungleichheit auf regionaler Ebene ausgewirkt hat. Der politische Umbruch in Ostdeutschland wird dabei als natürliches Experiment betrachtet, das die Beobachtung der Entwicklung der Lohnstruktur in Ostdeutschland in einer Transformationsphase erlaubt. Es zeigt sich, dass sich die Lohnstruktur in Ostdeutschland im Untersuchungszeitraum an die westdeutsche Lohnstruktur angeglichen hat. Es gibt aber beträchtliche regionale Unterschiede der Lohnspreizung für beide Geschlechter, wobei die Lohnspreizung für weibliche Arbeitskräfte grundsätzlich höher ausfällt als für Männer. Für erwerbstätige Frauen ist zudem die Lohnspreizung im unteren Bereich der Lohnverteilung höher als im oberen; das Gegenteil gilt für Männer. Zwischen Ost- und Westdeutschland zeigen sich bemerkenswert geringe Unterschiede hinsichtlich der Lohnspreizung bei qualifizierten Vollzeitbeschäftigten. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim; -
Literaturhinweis
Die veränderte Republik: Deutschland nach der Wiedervereinigung (2006)
Schröder, Klaus;Zitatform
Schröder, Klaus (2006): Die veränderte Republik: Deutschland nach der Wiedervereinigung. (Berlin und München. Studien zu Politik und Geschichte 04), Stamsried: Vögel, 767 S.
Abstract
"16 Jahre nach der Vereinigung wird deutlich, dass auch die alte Bundesrepublik mittlerweile Geschichte geworden ist und sich Politik und Gesellschaft im wiedervereinten Deutschland grundlegend verändert haben. Wertewandel und materieller Angleichungsprozess laufen schon seit mehreren Jahren nicht mehr einseitig von Ost nach West, sondern auf vielen Feldern inzwischen von West nach Ost. Im Ergebnis steht eine veränderte Republik. Der Autor befasst sich ausführlich mit den verschiedenen Dimensionen der Wohlstandsexplosion in Ostdeutschland und der Diskrepanz zwischen Stimmung und Lage, mit den Kosten der Einheit und ihrer wachstumshemmenden Finanzierung, den Wurzeln des Rechtsextremismus in der DDR und seiner Ausbreitung im wiedervereinten Deutschland, dem gespaltenen Umgang mit Diktaturen und den unterschiedlichen Geschichtsbildern sowie mit der politischen und mentalen Spaltung Deutschlands 16 Jahre nach der Wiedervereinigung. Die Auswertung der Selbst- und Fremdwahrnehmung verdeutlicht, dass sich die Deutschen in Ost und West immer noch weitgehend fremd geblieben sind. Ausführlich setzt sich Schroeder mit der erfolgreichen Interessenpolitik Ostdeutschlands und der Bewertung der Vereinigung durch Wissenschaftler und Politiker auseinander und fragt in seinem Fazit, ob Deutschland immer noch ein Staat mit zwei Gesellschaften ist. Abschließend beantwortet er die Fragen: Wer sind wir? Was wollen wir? Die umfangreiche Studie enthält eine Vielzahl von Tabellen und farbigen Abbildungen, die die Thesen des Autors empirisch unterfüttern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2006 (2006)
Zitatform
(2006): Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2006. (Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit ...), Berlin, 170 S.
Abstract
Der Jahresbericht 2006 beschreibt die Entwicklungen und die Herausforderungen für die neuen Länder (Teil A). Gleichzeitig liefert er einen Überblick über die Programme und Maßnahmen der Bundesregierung zur Förderung der neuen Ländern (Teil B). Des weiteren bietet der Bericht aktuelle statistische Daten über die wirtschaftliche Lage (Teil C). Er zeigt, dass Ostdeutschland immer noch ein Wirtschaftsgebiet mit zahlreichen strukturellen Problemen ist. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung ist jedoch positiv. (IAB2)
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Literaturhinweis
Deutschland im Umbruch: Ergebnisse und Perspektiven des sozioökonomischen Berichtsansatzes (2005)
Baethge, Martin; Bartelheimer, Peter;Zitatform
Baethge, Martin & Peter Bartelheimer (2005): Deutschland im Umbruch. Ergebnisse und Perspektiven des sozioökonomischen Berichtsansatzes. In: Mitteilungen. Soziologisches Forschungsinstitut, Göttingen H. 33, S. 17-29.
Abstract
Der Beitrag fasst das Einleitungskapitels der Buchfassung des ersten Berichts zur sozioökonomischen Entwicklung in Deutschland zusammen, gibt wichtige Ergebnisse des Berichtsbands wieder und resümiert die konzeptionellen Überlegungen, die der Berichterstattung zugrunde liegen. Zentrale Kategorien der sozioökonomischen Berichterstattung sind Arbeit, Lebensweise und Teilhabe. Zu den methodischen Besonderheiten gehören die Berücksichtigung aller Instanzen der Wohlfahrtsproduktion, also der Ökonomie, der Haushaltsproduktion, des Sozialstaats und des gesellschaftlichen Institutionensystems, die Verwendung komplexerer Beobachtungskonzepte auf der Mikroebene wie Haushalt, Lebensverlauf oder biografische Sequenz und ihre Verknüpfung mit Befunden auf der mittleren Ebene von Unternehmen oder Landesteilen, die interpretative Verknüpfung von Befunden einer Vielzahl von Datenquellen und der größere Raum, den Deutungen gegenüber der bloß statistischen Deskription erhalten. Normative Bezugspunkte des sozioökonomischen Berichtsansatzes sind Nachhaltigkeit und die Lissabon-Strategie der EU zur Modernisierung und Verbesserung des europäischen Sozialmodells. Die referierten Ergebnisse, die jeweils nach Befund, methodischen Konsequenzen und Fragen an die politische Gestaltung gegliedert sind, umfassen folgende Bereiche: sichere und unsichere Erwerbsbeteiligung, Beharrungsvermögen des Haupternährer-Modells, die Sondersituation Ostdeutschlands, die schwierige Balance von Erwerbsarbeit und Lebensführung, alte und neue Ungleichheiten in der Verteilung von Wissen und Bildung, informelle Aktivitäten und Dienstleistungen sowie das Verhältnis von Engagement und gesellschaftlicher Partizipation. (IAB)
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Literaturhinweis
The covariance structure of East and West German incomes and its implications for the persistence of poverty and inequality (2005)
Zitatform
Biewen, Martin (2005): The covariance structure of East and West German incomes and its implications for the persistence of poverty and inequality. In: German economic review, Jg. 6, H. 4, S. 445-469. DOI:10.1111/j.1468-0475.2005.00141.x
Abstract
Auf der Basis von Daten des deutschen sozioökonomischen Panels (GSOEP) analysiert der Beitrag die Dynamik der äquivalenten Einkommensentwicklung in Ost- und Westdeutschland in den Jahren seit der Wiedervereinigung. Besondere Betonung liegt dabei auf der Trennung permanenter und transitorischer Komponenten, der Fortdauer der transitorischen Schocks und den sich daraus ergebenden Folgerungen für das Fortdauern von Armut und Ungleichheit. Die Ergebnisse lassen erkennen, dass in Westdeutschland im Durchschnitt zwischen 52 und 69 Prozent der Einkommensungleichheit dauerhaft war und dass arme Personen im Durchschnitt zwei Jahre lang arm blieben. In Ostdeutschland stieg der Anteil permanenter Komponenten an der Einkommensungleichheit insgesamt kontinuierlich von 20 Prozent im Jahre 1990 auf 72 Prozent im Jahre 1998 und erreichte damit ein Niveau, das in Westdeutschland in der gleichen Zeitspanne überwog. Die wachsende Bedeutung zeitinvarianter Komponenten für ostdeutsche Einkommen spiegelte sich auch wider in der zu erwartenden Dauer der Armut, die sich leicht erhöhte von 1,47 Jahren im Jahre 1990 auf 1,67 Jahre im Jahre 1998. (IAB)
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Literaturhinweis
Kinderarmut im vereinigten Deutschland: Entstehungsursachen und Gegenmaßnahmen (2005)
Butterwegge, Christoph;Zitatform
Butterwegge, Christoph (2005): Kinderarmut im vereinigten Deutschland. Entstehungsursachen und Gegenmaßnahmen. In: Soziale Sicherheit, Jg. 54, H. 5, S. 159-167.
Abstract
"Hierzulande wachsen heute mehr Kinder und Jugendliche als noch vor wenigen Jahren in materieller Not oder unbefriedigenden Wohn- bzw. Lebensverhältnissen auf. Nach den im zweiten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung dokumentierten Zahlen bezogen Ende 2003 rund 1,1 Millionen Kinder unter 18 Jahren laufende (Sozial-)Hilfe zum Lebensunterhalt, was einem Anteil von 7,2 Prozent dieser Altersgruppe entspricht. Da beim Sozialhilfebezug eine relativ hohe Dunkelziffer existiert, erscheint es allerdings sinnvoller, andere Maßstäbe für Armut und Unterversorgung anzulegen. Tut man dies, sind sogar 2,0 bis 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche (von insgesamt knapp 15 Mio.) arm. Die Folge für viele dieser jungen Menschen: Ausschluss aus vielen Lebenszusammenhängen und erhebliche psychosoziale Belastungen. Der Beitrag untersucht die Entstehungsursachen der 'jungen' Armut und zeigt, wie man ihr begegnen kann." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinderarmut in Ost- und Westdeutschland (2005)
Butterwegge, Christoph; Klundt, Michael; Zeng, Matthias;Zitatform
Butterwegge, Christoph, Michael Klundt & Matthias Zeng (2005): Kinderarmut in Ost- und Westdeutschland. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 334 S.
Abstract
Der Band bezieht sich auf die Ergebnisse eines Forschungsprojektes zum Thema 'Infantilisierung der Armut? - Gesellschaftspolitische Ursachen und psychosoziale Folgen in Ost- und Westdeutschland'. Einleitend werden die deutsche Wiedervereinigung und die Globalisierung als Herausforderungen für den Sozialstaat thematisiert um im folgenden auf den Forschungsstand zur Kinderarmut in Deutschland und im internationalen Vergleich einzugehen. Die empirische Untersuchung zur Erfassung der Ursachen und Auswirkungen von Armut bei Kindern im Grundschulalter (Klasse 4) wurde mittels qualitativer und quantitativer Methoden vergleichend in Köln und Erfurt durchgeführt. Zum Einsatz kamen nichtteilnehmende Beobachtungen sowie leitfadengestützte themenzentrierte Interviews und quantitative Befragungen der Kinder. Zur Erfassung der sozialen Situation der Kinder wurden folgende Indikatoren herangezogen: Familienformen und Haushaltsgrößen; Erwerbssituation der Eltern; Wohnsituation; Taschengeld, Freizeit und Unterhaltung; Schulbildung; Wohlbefinden und Gesundheit. Ergebnis: 'Trotz der erheblichen Unterschiede im Hinblick auf die Lebenslagen von Kindern, wie sie unsere Studie empirisch belegt, verläuft der eigentliche Graben weniger zwischen den beiden Landesteilen als zwischen gesellschaftlichen Klassen und Schichten, die es hüben wie drüben gibt... Die soziale Polarisierung führt hier wie dort zur Spaltung der Kindheit, denn das Leben junger Menschen wird entscheiden davon geprägt, in welchen Familienformen bzw. Haushaltstypen, Einkommensverhältnissen und Wohngebieten sie aufwachsen.' Hieraus leiten die Autoren abschließend Implikationen für eine armutsbekämpfende Familien- und Sozialpolitik ab. (IAB)
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