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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "internationale Organisationen"
  • Literaturhinweis

    Low-wage employment in Europe: a review of the evidence (2005)

    Lucifora, Claudio ; Salverda, Wiemer ; MacKnight, Abigail;

    Zitatform

    Lucifora, Claudio, Abigail MacKnight & Wiemer Salverda (2005): Low-wage employment in Europe. A review of the evidence. In: Socio-economic review, Jg. 3, H. 2, S. 259-292. DOI:10.1093/SER/mwi011

    Abstract

    "In this study, we review the patterns of low pay in Europe. We first describe the evolution of aggregate low-wage employment and the incidence of low pay among several groups of workers, then we look at the compositional changes that occurred in recent decades. Given the prevalence of wage regulation and collective bargaining in most European countries, we also analyse the role of labour market institutions on low pay. We show that minimum wages and union presence do play a relevant role in reducing wage inequalities. Finally, we investigate low pay in the long run and the evolution of earnings over the life-cycle. We show that earnings mobility has an equalizing effect over the long-run but its impact is small over 6/7 years. Empirical evidence from a number of OECD countries confirms that earnings inequality between individuals is lower when earnings are pooled over a number of years but, for Britain at least, the extent to which mobility reduces inequality has fallen over time suggesting a fall in mobility and an increase in long run inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Low-wage employment in Europe: perspectives for improvement (2005)

    Marx, Ive ; Salverda, Wiemer ;

    Zitatform

    Marx, Ive & Wiemer Salverda (Hrsg.) (2005): Low-wage employment in Europe. Perspectives for improvement. Antwerpen: Acco, 190 S.

    Abstract

    "What Europe needs is not just more jobs. The real challenge is to create jobs that offer the prospect of a better life, not only for the scores of Europeans who remain outside of the labour market today but also for those who are trapped in low-paid, dead-end jobs. The need, therefore, is for jobs that offer income security, that are compatible with family life, that bring a degree of life satisfaction and the prospect of upward mobility. This book offers not just insights but also ideas and suggestions. More than 20 authors address a wide range of issues, including the role of training and education, social transfers, minimum wages, care arrangements, the role of consumer demand for services and employer oriented policies. The contributors are members of the EU-funded European Low-wage Employment Research Network (LoWER) which started in 1996 and has since established itself as one of the leading labour market research networks in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Mindestlöhne 2005: beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU (2005)

    Regnard, Pierre;

    Zitatform

    Regnard, Pierre (2005): Mindestlöhne 2005. Beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 07/2005), Brüssel, 7 S.

    Abstract

    Die Veröffentlichung beschäftigt sich mit den monatlichen Mindestlöhnen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, in einigen Kandidatenländern und den Vereinigten Staaten (USA). Der Mindestlohn wird von der Regierung festgesetzt, üblicherweise nach Anhörung der Sozialpartner, und gilt per Gesetz. Einen nationalen Mindestlohn gibt es in 18 der 25 EU-Mitgliedstaaten (in Belgien, Spanien, Estland, Griechenland, Frankreich, Ungarn, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Polen, Portugal, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie in drei Kandidatenländer (Bulgarien, Rumänien und Türkei) und in den USA. Im Januar 2005 lagen die Mindestlöhne in den einzelnen Ländern zwischen 72 und 1467 Euro pro Monat. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten verringern sich die Unterschiede jedoch auf ein Verhältnis von 1:5. Die Mindestlöhne in Euro sind in den Mitgliedstaaten seit 1999 um 13 % bis 44 % gestiegen. Der Anteil der Vollzeitarbeitnehmer, die Mindestlohn beziehen, unterscheidet sich deutlich zwischen den einzelnen Ländern und ist bei Frauen meist höher als bei Männern. Die Höhe des Mindestlohns liegt zwischen 32 % und 55 % der durchscnittlichen Bruttomonatsverdienste in der Industrie und im Dienstleistungsbereich. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Low pay and wage flexibility in Europe: what does the taskforce offer? (2005)

    Salverda, Wiemer ;

    Zitatform

    Salverda, Wiemer (2005): Low pay and wage flexibility in Europe. What does the taskforce offer? In: E. Hönekopp (Hrsg.) (2005): The report of the European employment task force : impetus to European employment policy - impulses for Germany (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 293), S. 35-50.

    Abstract

    Die Ausweitung des Niedriglohnbereichs und die Förderung der Flexibilität bei der Lohnfindung ist ein Schwerpunkt des Berichts der Europäischen Task-Force Beschäftigung. Der Autor kritisiert den hohen Stellenwert, den Flexibilisierung und der Ausbau des Niedriglohnsektors in der europäischen beschäftigungspolitischen Strategie haben. Kritisiert wird auch die Konzentration auf Arbeitskosten und die Vernachlässigung der Nachfrageseite. Wenn Flexibilität bei der Lohnfindung gefordert wird, sollte nicht nur von Niedriglöhnen die Rede sein, sondern auch von Arbeitsmärkten mit hohen Löhnen. Anders als in den USA sind in Europa gerade Frauen auf schlecht bezahlte Teilzeitstellen konzentriert, was zu einer Überqualifizierung bei Teilzeittätigkeiten führt, und es fehlen gut bezahlte Stellen, vor allem Teilzeitstellen, für Frauen. Flexibilität ist kein Motor für Beschäftigung, und eine Ausweitung des Niedriglohnsektors ist kein angemessenes beschäftigungspolitisches Ziel. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Technology and the decline in demand for unskilled labour: a theoretical analysis of the US and European labour markets (2005)

    Sanders, Mark ;

    Zitatform

    Sanders, Mark (2005): Technology and the decline in demand for unskilled labour. A theoretical analysis of the US and European labour markets. (New horizons in the economics of innovation), Cheltenham u.a.: Elgar, 264 S.

    Abstract

    Teil I des Buches entwickelt einen grundlegenden theoretischen Bezugsrahmen, der zwei Hypothesen zur Erklärung des Absinkens der relativen Nachfrage liefert. Beide verbinden die Veränderungen der relativen Nachfrage mit den durch den technologischen Wandel veränderten Qualifikationsanforderungen. Die Ergebnisse werden aus den Annahmen abgeleitet, dass ein von exogenen Einflüssen bestimmter unelastischer Arbeitsmarkt existiert, und eine Bereinigung des Arbeitsmarktes über die Löhne erfolgt. Diese Annahmen werden zumindest in der OECD und der USA verletzt. Hierzu werden Daten und Fakten aus der USA präsentiert, die relevant für die Konstruktion und Evaluation der Hypothesen von Teil I sind. In Teil II des Buches wird der theoretische Bezugsrahmen durch die Einführung der Arbeitslosigkeit erweitert. Teil 2 dieses Kapitels fasst daher Daten und Fakten, die sich auf die europäische Situation beziehen, zusammen. Im Gegensatz zu der USA hat Europa Erfahrungen mit einem hohen Arbeitslosigkeitsniveau, hat aber gleichzeitig ein relativ stabiles Lohnniveau. Deshalb wird von der Annahme ausgegangen, dass eine Beziehung zwischen beiden Phänomenen besteht und ein Zielkonflikt existiert. Es wird jedoch erläutert, dass die Einführung der Arbeitslosigkeit nicht zur Erklärung der Fakten ausreicht, und es werden einige zusätzliche Hypothesen innerhalb des allgemeinen theoretischen Bezugsrahmens entwickelt, um die Hauptunterschiede zwischen Europa und der USA zu erklären. Teil III analysiert sowohl die Auswirkungen der Politik auf den resultierenden theoretischen Bezugsrahmen als auch dessen politische Implikationen. Der Arbeitsmarkt oder die Innovation werden innerhalb dieses Bezugsrahmens interagieren, wenn die Politik auf eine Einkommensumverteilung abzielt. Überdies können unterschiedliche Politikansätze helfen, die beobachteten Unterschiede in der Entwicklung der Arbeitsmärkte zu erklären. Um diesen Teil der Analyse bewerten zu können, liefert Teil III einige Fakten zur Einkommens-, Arbeitsmarkt- und Technologiepolitik in Europa und der USA. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Gesetzliche Mindestlöhne in Europa: institutionelle Regelungen und ökonomische Konsequenzen (2005)

    Schulten, Thorsten;

    Zitatform

    Schulten, Thorsten (2005): Gesetzliche Mindestlöhne in Europa. Institutionelle Regelungen und ökonomische Konsequenzen. In: E. Hein, A. Heise & A. Truger (Hrsg.) (2005): Löhne, Beschäftigung, Verteilung und Wachstum : makroökonomische Analysen, S. 185-208.

    Abstract

    Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den wenigen Ländern innerhalb Europas und darüber hinaus in der OECD, in denen kein gesetzlicher Mindestlohn existiert. Als Beitrag zur aktuellen politischen Debatte in Deutschland um gesetzliche Mindestlöhne werden die internationalen Erfahrungen mit diesem Instrument unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewertet. Die unterschiedlichen theoretischen Positionen zu gesetzlichen Mindestlöhnen und ihre soziale und ökonomischen Bedeutung werden rekapituliert. Verbreitung und Entwicklung gesetzlicher Mindestlöhne in Europa und den USA werden nachgezeichnet, und ihre Auswirkungen auf Beschäftigung und Einkommensverteilung analysiert. Vor dem Hintergrund der internationalen Erfahrungen wird dann der Frage nachgegangen, ob auch in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden soll. Nach einem Vergleich der verschiedenen Modelle zur Einführung einer gesetzlichen Mindestlohnregelung und der Offenlegung der zunehmenden Lücken in der deutschen Mindestlohsicherung, wird abschließend die These entwickelt, dass nur ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn, der im Idealfall mit einer Stärkung des Instruments der Allgemeinverbindlichkeitserklärung kombiniert wird, in der Lage ist, die bestehenden Lücken bei der Mindestlohnsicherung in Deutschland zu schließen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Firms' location decision across asymmetric countries and employment inequality (2005)

    Strauss-Kahn, Vanessa;

    Zitatform

    Strauss-Kahn, Vanessa (2005): Firms' location decision across asymmetric countries and employment inequality. In: European Economic Review, Jg. 49, H. 2, S. 299-320. DOI:10.1016/j.euroecorev.2003.12.008

    Abstract

    "This paper analyzes the effect of globalization (lower trade costs) on production and trade patterns if, firms are vertically linked, stages of production differ in labor-factors intensity and countries differ in labor-factors prices. In order to reflect the 'Continental Europe' experience, relative wages are assumed fixed and spatial changes in production are translated into changes in relative (skilled to unskilled) employment levels. The asymmetry in factors prices across countries results in a unique agglomeration equilibrium for a broad range of trade costs. At low trade costs, firms' location depends on production costs-vertical specialization occurs. This paper also provides a consistent explanation of the observed increase in employment inequality between skilled and unskilled workers in relatively high-unskilled wage countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    From education to work: A difficult transition for young adults with low levels of education (2005)

    Abstract

    "The book reports on a project directed jointly by the OECD and Canadian Policy Research Networks on young adults with low levels of education in 25 OECD countries and the conditions that hinder or assist their transition from education to work. Social class, ethnicity and gender influence chances for economic and social success: but increasingly, they do so by affecting access to and success in education. The rise of information and communication technologies, the global marketplace, and greater personal responsibility and autonomy in all aspects of life, have made knowledge and skills essential to economic success. Young people with low qualifications run a higher risk of long-term unemployment, or unstable and unfulfilling jobs. From Education to Work calls for early intervention to reduce the risk of young people leaving school early and recommends that policy responses be tailored, among other things, to the characteristics of national labour markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Combating poverty and exclusion through work (2005)

    Zitatform

    (2005): Combating poverty and exclusion through work. (Policy brief / OECD), 8 S.

    Abstract

    "All OECD governments attach importance to combating poverty and exclusion. Poverty and exclusion are evidence of a society that wastes human resources, opportunities and life-chances, both now and for the future. Traditionally, governments have tried to minimise the consequences of poverty and exclusion through 'passive' income support for those in need. However, people who are very dependent on such benefits are badly served by systems that often are not generous enough to provide adequate income and, at worst, make it more difficult for recipients and their families to escape poverty on a lasting basis. Experience over the past decade has shown that 'active' social policies can change this perspective and help achieve lasting reductions in poverty and exclusion. 'Active' policies go beyond providing cash benefits to alleviate poverty to focus on helping benefit recipients support themselves and their families. Another key element has been reforms of benefit systems to remove disincentives to work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Economic assessment of the Euro Area: forecasts and policy analysis. Spring report 2005, special policy issue: When jobs disappear and workers do not. International relocation of production and the European economy (2005)

    Abstract

    "Verlagerungen von Arbeitsplätzen ins Ausland führen kaum zu Beschäftigungsverlusten in Europa. So lautet das Ergebnis des von Euroframe, dem Zusammenschluss zehn führender europäischer Wirtschaftsforschungsinstitute, veröffentlichten Frühjahrsreports 2005. Demnach überwiegen die Vorteile von Jobverlagerungen die Nachteile bei weitem. Outsourcing ist nur zu einem geringen Teil Ursache für die Verschlechterung der Situation auf dem Arbeitsmarkt. Von Jobverlagerungen ins Ausland sind insbesondere niedrig qualifizierte Arbeitskräfte in arbeitsintensiven Sektoren betroffen, die mit denen in Niedriglohnländern konkurrieren. Weil der Lohn in den unteren Lohngruppen bei uns weit über dem Niveau dieser Länder liegt, kann hier zu wettbewerbsfähigen Preisen kaum noch produziert werden. Hinzu kommt, dass ein Teil der Jobverlagerungen nicht durch Niedriglohnkonkurrenz motiviert ist, sondern durch den Wunsch neue Absatzmärkte zu erschließen. Gelingt dies, werden auch hier Arbeitsplätze gesichert und - in wissensintensiven Bereichen - geschaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    European minimum wage survey (2005)

    Zitatform

    (2005): European minimum wage survey. In: European Industrial Relations Review H. 371, S. 17-28.

    Abstract

    "The majority of EU member states have a statutory minimum wage, while in many other countries, collective bargaining at sectoral level sets binding minimum rates of pay. In this feature, we publish the results of an EIRR survey on European minimum wages. We include a comprehensive table with all the statutory minimum rates in force as EIRR goes to press, and publish examples of minimum rates contained in sectoral collective agreements." (Text excerpt, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Allgemeinverbindlichkeit und Mindestlohnregelungen in Mitgliedsstaaten der EU: ein Überblick (2003)

    Burgess, Pete; Usher, Alastair;

    Zitatform

    Burgess, Pete & Alastair Usher (2003): Allgemeinverbindlichkeit und Mindestlohnregelungen in Mitgliedsstaaten der EU. Ein Überblick. Düsseldorf, 104 S.

    Abstract

    Von den 15 Mitgliedsstaaten der EU haben 12 Länder (alle außer Dänemark, Schweden und Großbritannien) Verfahren zur Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) von Tarifverträgen. In Italien wird die allgemeine Anwendung von Tarifverträgen durch eine Vielzahl von Mechanismen gewahrt, die einer AVE gleichkommen. In Spanien gelten Tarifverträge, die den geltenden Rechtsnormen entsprechen, für alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer in ihrem Geltungsbereich. In den meisten Ländern ist die rechtliche Lage seit mehreren Jahren stabil, abgesehen von nötigen Anpassungen, um die Entsenderichtlinie umzusetzen. Länderspezifische Regelungen werden im einzelnen erläutert. Während in den meisten Ländern die AVE ein wichtiger und normaler Bestandteil des Tarifsystems ist, wird sie in anderen Ländern eher als ein Auffangmechanismus angewandt, weil schwache Gewerkschaftsorganisationen bzw. fehlende Tarifparteien dazu führen, dass den betroffenen Arbeitnehmern der Schutz eines Tarifvertrages nicht gewährleistet werden kann. Auch für den Mindestlohn gilt, dass eine Mehrheit von Staaten (neun von 15) über eine derartige Regelung verfügt. Die Minderheit bilden Dänemark, Deutschland, Finnland, Italien, Österreich und Schweden. Von den Ländern ohne Mindestlohn haben Italien und Österreich Verfahren (z.B. gesetzliche Interessenvertretung, Rechtssprechung bzw. Verfassungsrecht), die einen sehr hohen Deckungsgrad von Tarifverträgen (über 90%) sicherstellen. Die länderspezifischen Bestimmungen und Verfahren zur Festsetzung der Mindestlöhne werden im einzelnen erläutert. Länderberichte zu Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich und Italien spezifizieren die unterschiedlichen Modelle von Regelungen zur Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen und zum gesetzlichen Mindestlohn im Detail. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Fighting poverty: The minimum wage: an underrated tool? (2002)

    Grumiau, Samuel;

    Zitatform

    Grumiau, Samuel (2002): Fighting poverty: The minimum wage. An underrated tool? In: Labour Education H. 128, S. 94-98.

    Abstract

    "European experience has shown that the mininmum wage is particulary useful to workers in countries where trade unions do not have major say in wage negotiations at national level. The problem lies in setting the right level: too high and it may hinder employment, too low and it could reinforce the 'unemployment trap'." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland: Entwicklung, Ursachen und Maßnahmen. Teil 1: Entwicklung von Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen frühindustrialisierten Ländern (1996)

    Miegel, Meinhard; Wahl, Stefanie;

    Zitatform

    Miegel, Meinhard & Stefanie Wahl (1996): Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland. Entwicklung, Ursachen und Maßnahmen. Teil 1: Entwicklung von Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen frühindustrialisierten Ländern. Bonn, 153 S.

    Abstract

    Der Band befaßt sich mit der Entwicklung und Struktur des Erwerbsfähigen- und Erwerbspersonenanteils und der Erwerbstätigkeit in der OECD, der EU, in West- und Ostdeutschland sowie speziell in Bayern und Sachsen. Auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit wird nach den gleichen regionalen Strukturen untersucht. Die Autoren kommen zu dem folgenden Schluß: "Um das ganze Problem zu erfassen, muß sowohl den tiefgreifenden Veränderungen auf seiten des Arbeitskräfteangebots als auch auf seiten der Arbeitskräftenachfrage Rechnung getragen werden. Auf seiten des Arbeitskräfteangebots sind Sicht- und Verhaltensweisen sowie Befähigungen, Prägungen und Orientierungen der Erwerbsbevölkerung zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für die Arbeitskräftenachfrage. Diese hat durch die teilweise Umgestaltung des Produktionsprozesses, vor allem durch dessen Globalisierung, einen nachhaltigen Wandel erfahren." (IAB2)

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