Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Welfare reform in the UK 1997-2007 (2008)
Zitatform
Brewer, Mike (2008): Welfare reform in the UK 1997-2007. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2008,12), Uppsala, 52 S.
Abstract
"This paper presents a tour of welfare reforms in the UK since the last change of government, summarising the most important changes in active labour market policies (ALMPS), and in measures intended to strengthen financial incentives to work. It argues that developments in the UK's active labour market policies occurred in two broad phases: first, the Government sought to strengthen ALMPs for those individuals deemed to be unemployed, through the New Deal programme. Second, the Government has reformed benefits for individuals traditionally viewed as inactive and thus excused job search activity, such as lone parents, and the sick and disabled. Accompanying these have been changes to direct taxes, tax credits and welfare benefits aiming to strengthen financial work incentives. However, financial work incentives have been strengthened by less than might be expected given the early rhetoric: the expansion in family-based tax credits have weakened the financial work incentives of (potential) second earners in families with children, many more workers now face combined marginal tax and tax credit withdrawal rates in excess of 60 per cent than a decade ago, and a desire to achieve broad reductions in relative child poverty has led the Government to increase substantially income available to non-working families with children. We also summarise evaluations of three important UK welfare-to-work reforms (WFTC, NDYP and Pathways to Work), but without comparing their efficacy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Estimating low pay transition probabilities accounting for endogenous selection mechanisms (2008)
Zitatform
Cappellari, Lorenzo & Stephen P. Jenkins (2008): Estimating low pay transition probabilities accounting for endogenous selection mechanisms. In: Journal of the Royal Statistical Society. Series C, Applied statistics, Jg. 57, H. 2, S. 165-186. DOI:10.1111/j.1467-9876.2007.00607.x
Abstract
"We propose a model of transitions into and out of low paid employment that accounts for non-ignorable panel dropout, employment retention and base year low pay status ('initial conditions'). The model is fitted to data for men from the British Household Panel Survey. Initial conditions and employment retention are found to be non-ignorable selection processes. Whether panel dropout is found to be ignorable depends on how item non-response on pay is treated. Notwithstanding these results, we also find that models incorporating a simpler approach to accounting for non-ignorable selections provide estimates of covariate effects that differ very little from the estimates from the general model." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Pathways to work: Qualitative study of in-work support (2008)
Dixon, Josie; Warrener, Martha;Zitatform
Dixon, Josie & Martha Warrener (2008): Pathways to work: Qualitative study of in-work support. (Department for Work and Pensions. Research report 478), London, 76 S.
Abstract
"In Work Support (IWS) is one part of the package of support and services offered by the Pathways to Work programme. The IWS service ranges from 'light touch' after-care contact from an IWS adviser to in-depth specialist support services covering occupational health, mentoring, job-coaching, counselling and debt advice. This study was based upon in-depth interviews conducted with customers and providers of in-work support. The study found that Pathways IWS was frequently viewed as an important part of a 'jigsaw' of support or at least provided reassurance that support would be available if and when needed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Umsetzung des Workfare-Ansatzes im BMWi-Modell für eine existenzsichernde Beschäftigung: Projekt 53/07 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Abschlussbericht (2008)
Eichhorst, Werner; Schneider, Hilmar;Zitatform
Eichhorst, Werner & Hilmar Schneider (2008): Umsetzung des Workfare-Ansatzes im BMWi-Modell für eine existenzsichernde Beschäftigung. Projekt 53/07 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Abschlussbericht. (IZA research report 18), Bonn, 94 S.
Abstract
Workfare bedeutet die Umsetzung des Prinzips von Leistung und Gegenleistung im Falle des Transferbezugs in der sozialen Grundsicherung. In dem Bericht wird die praktische Umsetzung von Workfare als Element des BMWi-Modells für eine existenzsichernde Beschäftigung untersucht. US-amerikanische, britische und niederländische Workfare-Modelle werden vorgestellt, sowie das Projekt Bürgerarbeit in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Aus diesen Beispielen werden grundsätzliche Aspekt der Gestaltung von Workfare abgeleitet. Der Bericht zeigt insbesondere auf, welche Tätigkeitsfelder und Organisationsstrukturen geeignet sind, um eine möglichst hohe Wirksamkeit und Kosteneffizienz von Workfare zu erreichen. In Bezug auf mögliche Tätigkeitsfelder werden die Vor- und Nachteile marktferner abschreckender Tätigkeiten und marktnaher qualifizierende Tätigkeiten abgewogen. Da Workfare als Gegenleistung für den Transferbezug zu verstehen ist, wird eine Entlohnung auf dem Niveau der Grundsicherung zuzüglich einer Mehraufwandspauschale empfohlen. Für die Träger von Workfare-Projekten wird eine erfolgsabhängige Vergütung vorgeschlagen sowie eine Budgetierung, die Wettbewerbsverzerrungen vermeidet. Mögliche Verdrängungseffekte von Workfare lassen sich minimieren, indem die Aufnahmefähigkeit des regulären Arbeitsmarktes vergrößert wird, sowie durch sorgfältige Teilnehmerauswahl und Definition der Tätigkeitsfelder. Die Studie zeigt, dass eine wirksame Umsetzung von Workfare als Teil einer umfassenden Vermittlungs- und Aktivierungsstrategie von der Funktionsfähigkeit des regulären Arbeitsmarktes abhängt. Die einzelnen Fallstudien belegen darüber hinaus die Notwendigkeit einer sorgfältigen Zielgruppenorientierung. Bei der Umsetzung von Workfare bietet sich eine abgestufte Einführung nach Zielgruppen oder Regionen an. Für die politische Vermittlung und Akzeptanz von Workfare ist es wichtig, auf die positiven Aspekte des Programms hinzuweisen. Grundsätzlich belegen die vorliegenden Erfahrungen und Simulationsrechnungen positive Effekte von Workfare auf öffentliche Haushalte und Gesamtwirtschaft, da diese Strategie zu einer Entlastung der öffentlichen Haushalte durch Abgänge aus dem Transferbezug führt. (IAB)
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Literaturhinweis
Aktivierende Arbeitsmarktpolitik: Wie wirken Programme für erwerbsfähige Hilfeempfänger in anderen Ländern? (2008)
Fromm, Sabine; Sproß, Cornelia;Zitatform
Fromm, Sabine & Cornelia Sproß (2008): Aktivierende Arbeitsmarktpolitik: Wie wirken Programme für erwerbsfähige Hilfeempfänger in anderen Ländern? (IAB-Kurzbericht 04/2008), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"In den meisten modernen Wohlfahrtsstaaten wurden Aktivierungspolitiken eingeführt, die den 'Hartz-IV'-Reformen hierzulande vergleichbar sind. Die Wirkungen von Programmen für erwerbsfähige Hilfeempfänger werden hier an den Beispielen Großbritannien, Dänemark, Schweden und Niederlande untersucht. Die Gewährung von Leistungen an erwerbsfähige Hilfeempfänger wird systematisch an die Pflicht zur Arbeitsuche bzw. Teilnahme an Programmen geknüpft. Der Aktivierungsprozess und die Programmtypen weisen länderübergreifend große Ähnlichkeiten auf. Hauptsächliche Zielgruppen der Programme sind Jugendliche einerseits, Langzeitarbeitslose bzw. Sozialhilfeempfänger andererseits. Der Zugang zu den Maßnahmen ist selektiv: Arbeitsmarktferne Gruppen haben geringere Chancen auf Zugang zu arbeitsmarktnahen Programmen. Die Integrationseffekte der Programme sind insgesamt eher gering. Die stärksten Effekte haben ein professionelles Fallmanagement und Lohnsubventionierung. Zwischen der politischen Bedeutung der Aktivierung und dem Wissen über die Teilnahme an Programmen und deren Wirkungen besteht bisher eine erhebliche Diskrepanz. Bessere Evaluationsforschung könnte künftig bei der Gestaltung von Aktivierungspolitiken helfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Aktivierung erwerbsfähiger Hilfeempfänger: Programme, Teilnehmer, Effekte im internationalen Vergleich (2008)
Fromm, Sabine; Sproß, Cornelia;Zitatform
Fromm, Sabine & Cornelia Sproß (2008): Die Aktivierung erwerbsfähiger Hilfeempfänger. Programme, Teilnehmer, Effekte im internationalen Vergleich. (IAB-Forschungsbericht 01/2008), Nürnberg, 153 S.
Abstract
"Die Einführung einer aktivierenden Sozialpolitik ist das zentrale Merkmal der Reform moderner Wohlfahrtsstaaten seit den 1990er Jahren. Ein wesentliches Element dieser Politik ist die Implementierung von Aktivierungsmaßnahmen für erwerbsfähige Hilfeempfänger, die heute in den meisten Ländern obligatorischen Charakter haben. Ziel dieser 'Aktivierenden Sozialpolitik' ist die Erwerbsintegration möglichst aller erwerbsfähigen Hilfeempfänger und ihre Unabhängigkeit von Sozialleistungen. Damit verschiebt sich im Spannungsfeld von De- und Rekommodifizierung der Arbeitskraft, durch das wohlfahrtsstaatliche Politiken stets gekennzeichnet sind, der Akzent hin zu einer verstärkten Rekommodifizierung. Darüber hinaus soll Aktivierung aber auch allgemein zur sozialen Inklusion insbesondere marginalisierter Gruppen beitragen. Bei allen weiterhin bestehenden Unterschieden ist dabei eine konvergente Entwicklung europäischer Wohlfahrtsstaaten zu beobachten. In deutlicher Diskrepanz zur politischen Bedeutung von Aktivierungsmaßnahmen steht das relativ geringe Wissen über ihre Wirkungen. Der Bericht will am Beispiel von Großbritannien, den Niederlanden, Dänemark und Schweden, die verschiedene wohlfahrtsstaatliche Typen repräsentieren, einerseits die Zielrichtung und institutionelle Ausgestaltung von Aktivierungsprogrammen für Sozialhilfeempfänger und Langzeitarbeitslose beleuchten, andererseits einen Beitrag dazu leisten, die Forschungslücke hinsichtlich der Teilnahme an Aktivierungsmaßnahmen und ihrer Effekte auf den Abgang aus Leistungsbezug und den Übergang in Beschäftigung oder anderes zu schließen. Als Datenbasis für die Bewertung der Programmeffekte dienen 256 Evaluationsstudien aus den betrachteten Ländern. Die Ergebnisse zeigen zunächst, dass bereits die Zugänge zu Aktivierungsprogrammen selektiv sind: Personen mit multiplen Vermittlungshemmnissen haben geringere Chancen auf die Teilnahme an arbeitsmarktnahen Programmen. Der Abgang aus Leistungsbezug und der Übergang in Beschäftigung werden durch die Programmteilnahme positiv beeinflusst, jedoch sind die Nettoeffekte überwiegend gering. Als besonders wichtig erweist sich ein professionelles und unterstützendes Fallmanagement mit intensiver Betreuung der Arbeitsuche. Die stärksten Wiedereingliederungseffekte haben alle Formen subventionierter Beschäftigung, vor allem im privaten Sektor. Hilfesuchende mit multiplen Vermittlungshemmnissen haben nicht nur geringere Chancen auf Zugang zu effektiven Programmen, für sie hat die Teilnahme in Hinblick auf Unabhängigkeit von Sozialleistungen bzw. Erwerbsintegration auch geringere Wirkungen als für arbeitsmarktnahe Hilfeempfänger. Untersuchungen der Bewertung von Aktivierungsmaßnahmen durch die Teilnehmer zeigen jedoch gerade für diese Gruppen überwiegend deutliche Zustimmung. Selbst wenn keine Erwerbsintegration erreicht wird, werden Effekte im Sinne von Erhöhung des Selbstvertrauens, Zunahme sozialer Kontakte, Überwindung von Isolation oder Erlernen neuer Fähigkeiten ausgewiesen. Aktivierungsmaßnahmen tragen somit dazu bei, soziale Exklusion zu verhindern bzw. zu beseitigen und können dabei Erwerbsfähigkeit herstellen oder erhöhen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mindestlöhne und Beschäftigung (2008)
George, Roman;Zitatform
George, Roman (2008): Mindestlöhne und Beschäftigung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 9, S. 479-485. DOI:10.5771/0342-300X-2008-9-479
Abstract
"Niedriglohnarbeit nimmt in Deutschland rasch zu und erreicht inzwischen mit nahezu einem Viertel der Arbeitnehmer ein im internationalen Vergleich hohes Niveau. Der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn wird die Behauptung drohender Beschäftigungsverluste entgegengehalten. Dieses Argument erhält unter Bezugnahme auf das neoklassische Arbeitsmarktmodell wissenschaftliche Unterstützung. Auf theoretischer Ebene können vielfältige Einwände gegen dieses Modell eingebracht werden, die dessen Realitätstauglichkeit infrage stellen. Zahlreiche Untersuchungen haben für Großbritannien gezeigt, dass die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns 1999 keinen negativen Einfluss auf die Beschäftigung hatte. Dies kann mit einer Erhöhung der Arbeitsproduktivität, einer Reduzierung der Gewinne, einer Abwälzung der Mehrkosten über die Preise und einer Verringerung der Arbeitszeit erklärt werden. Vieles spricht für das Vorhandensein von monopsonistischen Arbeitsmärkten, auf denen ein strukturelles Machtungleichgewicht zuungunsten der Beschäftigten herrscht. Auch bezogen auf den höheren französischen Mindestlohn können letztlich - mit der Ausnahme eines geringfügigen Verlusts bei der Beschäftigung von Jugendlichen - negative Beschäftigungseffekte nicht überzeugend nachgewiesen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Efficiency wages and the economic effects of the minimum wage: evidence from a low-wage labour market (2008)
Zitatform
Georgiadis, Andreas (2008): Efficiency wages and the economic effects of the minimum wage. Evidence from a low-wage labour market. (CEP discussion paper 857), London, 27 S.
Abstract
"We exploit a natural experiment provided by the 1999 introduction of the UK National Minimum Wage (NMW) to investigate the relationship between wages and monitoring and to test for Efficiency Wages considerations in a low-wage sector, the UK residential care homes industry. Our findings seem to support the wage-supervision trade-off prediction of the shirking model, and that employers didn't dissipate minimum wage rents by increasing work intensity or effort requirements on the job. Estimation results suggest that higher wage costs were more than offset by lower monitoring costs, and thus the overall evidence imply that the NMW may have operated as an Efficiency Wage. These findings support Efficiency Wage models used to explain a non-negative employment effect of the Minimum Wage and provide an explanation of recent evidence from the care homes sector that although the wage structure was heavily affected by the NMW introduction, there were moderate employment effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Erwerbslosigkeit, Aktivierung und soziale Ausgrenzung: Deutschland im internationalen Vergleich (2008)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina & Werner Eichhorst (2008): Erwerbslosigkeit, Aktivierung und soziale Ausgrenzung. Deutschland im internationalen Vergleich. (WISO Diskurs), Bonn, 76 S.
Abstract
"Vier Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Analyse:
1) Ist das Risiko sozialer Ausgrenzung in Deutschland gewachsen, und wie stellt es sich im Vergleich mit anderen Ländern dar?
2) Wird soziale Inklusion über eine kompensatorische oder eher über eine arbeitsmarktorientierte und beschäftigungsfördernde Sozialpolitik befördert?
3) Können politische Maßnahmen, insbesondere die 'aktivierende' Ausgestaltung von sozialen Sicherungssystemen und das 'Fördern und Fordern' von Erwerbslosen soziale Ausgrenzung vermindern?
4) Gibt es hierzu vorbildliche Praktiken in anderen Ländern?
Einerseits soll geklärt werden, ob die in der Wissenschaft und in der beschäftigungspolitischen Diskussion etablierten Einschätzungen von beschäftigungspolitisch erfolgreichen Ländern zutreffend sind. Treffen sie auch noch zu, wenn es nicht allein um den Abbau von Arbeitslosigkeit, sondern um die Integration von Langzeiterwerbslosen und Inaktiven geht? Oder werden hier bei relativ ähnlichem Niveau der Ausgrenzung aus dem Erwerbsleben lediglich unterschiedliche Verteilungen auf die Transfersysteme erreicht? Welche Rolle kommt dabei der konkreten Ausgestaltung sozialer Sicherungssysteme zu? Annahmen über die Stärken und Schwächen der einzelnen Länder bzw. Wohlfahrtsstaatstypen werden in Bezug auf Inklusion einer empirischen Bewertung unterzogen.
Andererseits soll untersucht werden, ob es Erfolg versprechende Ansätze zur Integration von nichterwerbstätigen Transferbeziehern mit geringer Beschäftigungsfähigkeit gibt, von denen die Politik in Deutschland lernen kann. Insbesondere soll es um die Identifikation von Reformansätzen gehen, die in der gegenwärtigen Situation zu Einstiegen in den Arbeitsmarkt von Inaktiven und Erwerbslosen sowie zu einer verbesserten Chance auf Aufwärtsmobilität führen können.
Die Studie umfasst zehn Länder mit unterschiedlichen Beschäftigungs- und Sozialstaatsmodellen:
1. Deutschland, Frankreich und Niederlande, die nach den gängigen Wohlfahrtstypologien dem kontinentalen Typ zugeordnet werden,
2. Spanien und Italien als Vertreter einer mediterranen Variante des kontinentaleuropäischkonservativ geprägten Sozialmodells,
3. Großbritannien und die USA, welche für das angelsächsisch-liberale Modell stehen,
4. die skandinavischen Wohlfahrtsstaaten Dänemark und Schweden,
5. sowie Polen als neues EU-Mitgliedsland und Vertreter post-kommunistischer Transitionsländer." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Hilfereformen und Aktivierungsstrategien im internationalen Vergleich (2008)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina (2008): Hilfereformen und Aktivierungsstrategien im internationalen Vergleich. (IAB-Forschungsbericht 07/2008), Nürnberg, 114 S.
Abstract
"Seit Ende der 1990er Jahre steht die Weiterentwicklung von Fürsorgesystemen als letztem Netz nationaler Sicherungssysteme zu einer 'aktivierenden' Grundsicherung auf der Reformagenda in vielen Ländern. Die gemeinsame Zielsetzung von Hilfereformen ist es, die soziale Treffsicherheit von Transfers durch die nachhaltige Verringerung der Armut mittels Reintegration ins Erwerbsleben zu erhöhen. Dies bedeutet, dass Grundsicherungssysteme sowohl armutsfest als auch beschäftigungsfreundlich ausgestaltet werden müssen.
Mit Hartz IV wurde in Deutschland - im Vergleich zu andern Ländern - relativ spät aber umfassend reformiert. Im internationalen Vergleich ist die SGB II-Reform insofern singulär, als dass mit der Einführung der 'Grundsicherung für Arbeitssuchende' nicht nur der von bedürftigkeitsgeprüften Transferleistungen betroffene Personenkreis erheblich ausgeweitet wurde, sondern auch ein 'Systemwechsel' in Richtung angelsächsisches Sozialmodell verbunden ist. Stärker als in andern Ländern ist mit der Schaffung eines einheitlichen Systems bedürftigkeitsgeprüfter und steuerfinanzierter Grundsicherungsleistungen auch die Erwartung verbunden, einen nachhaltigen Abbau von (Langzeit-)Arbeitslosigkeit zu erreichen.
Gemeinsamkeiten mit Reformen in anderen Ländern können aber sowohl hinsichtlich der Umsetzung von Aktivierungsstrategien (Fördern und Fordern) als auch in Bezug auf eine Neuordnung der Organisationsstrukturen in 'Last-resort'-Systemen beobachtet werden. In allen Vergleichsländern ist eine stärkere Verknüpfung von Fürsorgeleistungen mit dem Beschäftigungssystem auch mit einer Neuordnung von finanziellen und organisatorischen Zuständigkeiten und Veränderungen in den Betreuungsstrukturen verbunden.
Wie im SGB II wurden auch in den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Dänemark und Schweden die Gewährung von Hilfeleistungen stärker an die Aufnahme einer Erwerbsarbeit geknüpft. Zu diesem Zweck wurden finanzielle Arbeitsanreize und aktive Eingliederungshilfen ausgebaut, Zumutbarkeits- und Sanktionskriterien verschärft und verpflichtende Maßnahmen für Hilfebezieher eingeführt.
Durch den Ländervergleich soll geklärt werden,
- wie Hilfesysteme ausgestaltet werden müssen, damit sie gleichzeitig armutsfest und beschäftigungsfreundlich sind,
- welche Aktivierungsstrategien ('Fördern und Fordern', Workfare, Work First) dazu beitragen, die Integration von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in den Arbeitsmarkt zu befördern?" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Precarious employment in the public and private sectors: comparing the UK and Germany (2008)
Zitatform
Leschke, Janine & Maarten Keune (2008): Precarious employment in the public and private sectors. Comparing the UK and Germany. (European economic and employment policy brief 01/2008), Brüssel, 12 S.
Abstract
In allen Industriestaaten ist der Anteil der Beschäftigung im Dienstleistungsbereich in den letzten Jahrzehnten am stärksten gestiegen und sind in diesem Bereich die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden. Dieses Wachstum ist aber auch die Quelle für Fragen nach der Beschäftigungsqualität. Die Veröffentlichung greift dieses Problem auf und untersucht zwei entscheidende Fragstellungen: (i) in welchem Ausmaß unterscheiden sich das Auftreten und die Merkmale prekärer Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor und wie hat sich das Verhältnis im letzten Jahrzehnt verändert; und (ii) in welchem Maße können diese Unterschiede auf den Faktor Besitzverhältnisse oder auf andere Faktoren wie Bildungsniveau, Frauenerwerbstätigkeit, Altersstruktur, auf spezifische Bedingungen einzelner Wirtschaftszweige oder auch die Unternehmensgröße zurückgeführt werden. Dabei wird die Situation in Großbritannien der Situation in Deutschland gegenübergestellt. Beim Vergleich öffentlicher und privater Beschäftigungsverhältnisse im Dienstleistungssektor zeigt sich für beide Länder, dass der öffentliche Sektor in Bezug auf die Arbeitsbedingungen im allgemeinen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse im besonderen besser abschneidet. Eine multivariate Analyse zeigt, dass mit einer Beschäftigung im privaten Dienstleistungssektor die Wahrscheinlichkeit, dass man sich in einer prekären Beschäftigungssituation befindet, steigt und dass andere Faktoren nur von untergeordneter Bedeutung sind. Die Ergebnisse belegen nach Ansicht der Autoren, dass Privatisierung im allgemeinen zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und zu einem Ansteigen prekärer Beschäftigungsverhältnisse führt. (IAB)
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Literaturhinweis
Low-wage work in the United Kingdom (2008)
Lloyd, Caroline ; James, Susan ; Nickson, Dennis ; Mason, Geoff; Osborne, Matthew; Carroll, Marilyn; Payne, Jonathan ; Dutton, Eli; Solow, Robert; Grimshaw, Damian ; Warhust, Chris; Mayhew, Ken; Commander, Johanna; Stevens, Philip;Zitatform
Lloyd, Caroline, Geoff Mason & Ken Mayhew (Hrsg.) (2008): Low-wage work in the United Kingdom. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 339 S.
Abstract
"The United Kingdom's labor market policies place it in a kind of institutional middle ground between the United States and continental Europe. Low pay grew sharply between the late 1970s and the mid-1990s, in large part due to the decline of unions and collective bargaining and the removal of protections for the low paid. The changes instituted by Tony Blair's New Labour government since 1997, including the introduction of the National Minimum Wage, halted the growth in low pay but have not reversed it. Low-Wage Work in the United Kingdom explains why the current level of low-paying work remains one of the highest in Europe. The authors argue that the failure to deal with low pay reflects a policy approach which stressed reducing poverty, but also centers on the importance of moving people off benefits and into work, even at low wages. The UK government has introduced a version of the U.S. welfare to work policies and continues to stress the importance of a highly flexible and competitive labor market. A central policy theme has been that education and training can empower people to both enter work and to move into better paying jobs. The case study research reveals the endemic nature of low paid work and the difficulties workers face in escaping from the bottom end of the jobs ladder. However, compared to the United States, low paid workers in the United Kingdom do benefit from in-work social security benefits, targeted predominately at those with children, and entitlements to non-pay benefits such as annual leave, maternity and sick pay, and crucially, access to state-funded health care. Low-Wage Work in the United Kingdom skillfully illustrates the way that the interactions between government policies, labor market institutions, and the economy have ensured that low pay remains a persistent problem within the United Kingdom." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Content:
Robert Solow: The United Kingdom story (1-14);
Graff Mason, Ken Mayhew, Matthew Osborn: Low-paid work in the United Kingdom - an overview (15-40);
Geoff Mason, Ken Mayhew, Matthew Osborne, Philip Stevens: Low pay, labor market institutions, and job quality in the United Kingdom (41-95);
Eli Dutton, Chris Warhurst, Caroline Lloyd, Susan James, Johanna Comander, Dennis Nichson: "Just like the elves in Harry Potter" - room attendants in United Kingdom Hotels (96-130);
Geoff Mason, Matthew Osborne: Business strategies, work organization, and low pay in United Kingdom retailing (131-167);
Damian Grimshaw, Marilyn Carroll: Improving the position of low-wage workers through new coordinating institutions - the case of public hospitals (168-210);
Susan James, Caroline Lloyd: Supply chain pressures and migrant workers: deteriorating job quality in the United Kingdom food-processing industry (211-246);
Caroline Lloyd, Geoff Mason, Matthew Osborne, and Jonathan Payne: "It's just the nature of the job at the end of the day" - pay and job quality in United Kingdom mass-market call centers (247-283);
Damian Grimshaw, Caroline Lloyd, Chris Warhurst: Low-wage work in the United Kingdom - employment practices, institutional effects, and policy responses (284-326). -
Literaturhinweis
Why has the British national minimum wage had little or no impact on employment? (2008)
Metcalf, David;Zitatform
Metcalf, David (2008): Why has the British national minimum wage had little or no impact on employment? In: The journal of industrial relations, Jg. 50, H. 3, S. 489-512. DOI:10.1177/0022185608090003
Abstract
"A century has passed since the first call for a British national minimum wage (NMW). The NMW was finally introduced in 1999. It has raised the real and relative pay of low wage workers, narrowed the gender pay gap and now covers around 1-worker-in-10. The consequences for employment have been extensively analysed using information on individuals, areas and firms. There is little or no evidence of any employment effects. The reasons for this include: an impact on hours rather than workers; employer wage setting and labour market frictions; offsets via the tax credit system; incomplete compliance; improvements in productivity; an increase in the relative price of minimum wage-produced consumer services; and a reduction in the relative profits of firms employing low paid workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeit lohnend machen, Tax Credits erfolgreich machen: eine Untersuchung unter spezieller Berücksichtigung berufstätiger Alleinerziehender (2008)
Zitatform
Millar, Jane (2008): Arbeit lohnend machen, Tax Credits erfolgreich machen. Eine Untersuchung unter spezieller Berücksichtigung berufstätiger Alleinerziehender. In: Internationale Revue für soziale Sicherheit, Jg. 61, H. 2, S. 21-42. DOI:10.1111/j.1752-1726.2008.00308.x
Abstract
"Dieser Beitrag untersucht Ursprünge, Ziele und Konzeption der britischen Tax Credits und geht der Frage nach, inwiefern Tax Credits einen neuen Ansatz in der sozialen Sicherheit darstellen. Daran anschließend geht es um die Rolle, die diese Transfers bei der Unterstützung berufstätiger allein erziehender Mütter spielen. Dazu wurden die Erfahrungen von Familien mit nur einem Elternteil herangezogen, um zu untersuchen, wie sich Tax Credits auf diese ausgewirkt haben. Anhand der Untersuchung werden die Spannungen deutlich, die infolge von Änderungen in Familie und Beschäftigung und den Tax-Credit-Vorschriften, die das Melden von Änderungen in den Lebensverhältnissen und beim Einkommen verlangen, entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Transatlantic differences in labour markets: changes in wage and non-employment structures in the 1980s and the 1990s (2008)
Zitatform
Puhani, Patrick A. (2008): Transatlantic differences in labour markets. Changes in wage and non-employment structures in the 1980s and the 1990s. In: German economic review, Jg. 9, H. 3, S. 312-338. DOI:10.1111/j.1468-0475.2008.00435.x
Abstract
"Rising wage inequality in the United States and Britain and rising continental European unemployment have led to a popular view in the economics profession that these two phenomena are related to negative relative demand shocks against the unskilled, combined with flexible wages in the Anglo-Saxon countries, but wage rigidities in continental Europe ('Krugman hypothesis'). This paper tests this hypothesis based on seven large person-level data sets for the 1980s and the 1990s. I use a more sophisticated categorization of low-skilled workers than previous studies, which exhibits differences between German workers with and without apprenticeship training, particularly in the 1980s. I find evidence for the Krugman hypothesis when Germany is compared with the United States. However, supply changes differ considerably between countries, with Britain experiencing enormous increases in skill supply explaining the relatively constant British skill premium in the 1990s." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The other margin: do minimum wages cause working hours adjustments for low-wage workers? (2008)
Stewart, Mark B.; Swaffield, Joanna K.;Zitatform
Stewart, Mark B. & Joanna K. Swaffield (2008): The other margin: do minimum wages cause working hours adjustments for low-wage workers? In: Economica, Jg. 75, H. 297, S. 148-167. DOI:10.1111/j.1468-0335.2007.00593.x
Abstract
"This paper estimates the impact of the introduction of the UK minimum wage on the working hours of low-wage employees using difference-in-differences estimators. The estimates using the employer-based New Earnings Surveys indicate that the introduction of the minimum wage reduced the basic hours of low-wage workers by between one and two hours per week. The effects on total paid hours are similar (indicating negligible effects on paid overtime), and lagged effects dominate the smaller and less significant initial effects within this. Estimates using the employee-based Labour Force Surveys are typically less significant." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Optimal in-work support and employment in ageing societies: Britain and Germany compared (2007)
Zitatform
Blundell, Richard, Mike Brewer, James Browne, Peter Haan, Michal Myck & Viktor Steiner (2007): Optimal in-work support and employment in ageing societies. Britain and Germany compared. London, 57 S.
Abstract
"How would the current tax-benefit systems in Britain and Germany have to be reconstructed in order to allow the labour market to cope with ageing societies in these two countries? How could tax-benefit systems help to raise the level of employment by alleviating long-term unemployment, discouraging early retirement and raising the labour market participation of women? These vital policy questions are analysed by the authors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
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Longer-term implications of the National Minimum Wage: a re-examination of employer-provided training (2007)
Dickerson, Andy;Zitatform
Dickerson, Andy (2007): Longer-term implications of the National Minimum Wage. A re-examination of employer-provided training. Sheffield, 29 S.
Abstract
"This report examines the provision of employer-provided education and training following the introduction and subsequent uprating of the National Minimum Wage (NMW) in the UK. The impact of the NMW on training provision is clearly an important issue. If employers' reaction to the NMW is to reduce their training provision for lowpaid workers - who already receive below average training - then any positive impact of the NMW on low pay and pay inequality may be offset by longerterm detrimental consequences for low-paid employees. The adverse consequences may include poorer long-term employment prospects if skills are not renewed and updated through training. As shown by Acemoglu and Pischke (1999), the impact of a NMW on employers' training provision is theoretically ambiguous. Empirically, recent work by Arulampalam et al (2004) using the BHPS has revealed some evidence that training of workers whose pay was affected by the introduction of the NMW in April 1999 may have marginally increased. This paper investigates the robustness of this finding by extending the analysis to: - an alternative dataset - the Labour Force Survey (LFS); - the impact over subsequent upratings of the NMW; - different forms of training, distinguishing between on-the job training and off-the-job training; and - heterogeneity in any impact of the NMW on training provision - by gender, age group and across industrial sectors. Difference-in-differences techniques are employed in order to investigate the impact on training provision for workers whose pay is affected by the NMW compared to workers who are otherwise similar, but are unaffected by the NMW. The results reveal that neither the introduction nor the subsequent upratings of the NMW appear to have had any significant impact on the provision of jobrelated education and training. This result holds for both men and women, as well as for adults and younger workers entitled to the lower youth development rate, and is robust to a number of possible variations in specification, including different measures of pay and alternative comparison groups. Thus, the evidence suggests that employers' reaction to the minimum wage has not been manifested in any increase or decrease in their provision of jobrelated education and training for those workers receiving the NMW." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wohlfahrtsstaatlicher Wandel zwischen Arbeitszwang und Befähigung: eine vergleichende Analyse aktivierender Arbeitsmarktpolitik in Deutschland, Dänemark und Großbritannien (2007)
Zitatform
Dingeldey, Irene (2007): Wohlfahrtsstaatlicher Wandel zwischen Arbeitszwang und Befähigung. Eine vergleichende Analyse aktivierender Arbeitsmarktpolitik in Deutschland, Dänemark und Großbritannien. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 17, H. 2, S. 189-209.
Abstract
"Der mit den Begriffen 'workfare', 'enabling' oder 'social investement state' bzw. als 'Aktivierender Wohlfahrtsstaat' bezeichnete Paradigmenwechsel beinhaltet eine Neujustierung des klassischen Spannungsverhältnisses von Sozialpolitik, nämlich der gleichzeitigen Förderung von Dekommodifizierung und Rekommodifizierung. Der vorliegende Artikel versucht anhand eines Vergleichs aktivierender Arbeitsmarktpolitik in Dänemark, Großbritannien und Deutschland zu zeigen, dass in allen Ländern die Kommodifizierung von Arbeitskraft zum zentralen Ziel avanciert, das sowohl über eine Verstärkung des Arbeitszwangs als auch eine Ausweitung befähigender Politiken umgesetzt wird. Die Herausbildung verschiedener nationaler Varianten aktivierender Arbeitsmarktpolitik wird dabei anhand der Stärke bzw. dem Umfang von Zwang und Befähigung bzw. deren jeweiliger Kombination festgemacht. Vor diesem Hintergrund kann die Umsetzung des Paradigmenwechsels aufgrund unterschiedlicher Ausgangsbedingungen und Reformpolitiken als weitgehend pfadabhängiger Wandel charakterisiert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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(Not) taking account of precarious employment: workfare policies and lone mothers in Ontario and the UK (2007)
Evans, Patricia M.;Zitatform
Evans, Patricia M. (2007): (Not) taking account of precarious employment. Workfare policies and lone mothers in Ontario and the UK. In: Social policy and administration, Jg. 41, H. 1, S. 29-49. DOI:10.1111/j.1467-9515.2007.00537.x
Abstract
"Workfare is, at least in part, a policy response to changing labour markets and the expansion taking place in jobs that are low-paid, irregular and insecure. For lone mothers, increasingly the focus of workfare policies, precarious employment creates special challenges. However, the nature of the jobs that are available to women on social assistance has received relatively little attention in the workfare literature, which focuses more on individual characteristics, supports to employment, and programme impacts. Drawing upon both primary and secondary sources and using Ontario, the province with the most developed workfare programme in Canada, this article examines the ways in which policies support and enforce precarious employment. The article also considers the implications of precarious employment for UK policy, which has not (yet) adopted workfare for lone mothers, although incremental steps in that direction are taking place as employment is increasingly viewed as the appropriate objective of income support programmes for lone mothers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The socioeconomic consequences of "in-work" benefit reform for British lone mothers (2007)
Zitatform
Francesconi, Marco & Wilbert van der Klaauw (2007): The socioeconomic consequences of "in-work" benefit reform for British lone mothers. In: The Journal of Human Resources, Jg. 42, H. 1, S. 1-31.
Abstract
"In October 1999, the British government enacted the Working Families' Tax Credit, which aimed at encouraging work among low-income families with children. This paper uses panel data collected between 1991 and 2001 to evaluate the effect of this reform on single mothers. We find that the reform led to a substantial increase in their employment rate of about five percentage points, which was driven by both a higher rate at which lone mothers remained in the labor force and a higher rate at which they entered it. Women's responses were highly heterogeneous, with effects double this size for mothers with one preschool-aged child, and virtually no effect for mothers with multiple older children. The employment increase was accompanied by significant increases in paid childcare utilization and our analysis in fact suggests that the generous childcare credit component of the reform played a key role in explaining the estimated employment and childcare usage responses. We also find that the increase in labor market participation was accompanied by reductions in single mothers' subsequent fertility and in the rate at which they married, behavioral responses, which in turn are likely to influence the reform's overall impact on child poverty and welfare." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The effects of in-work benefit reform in Britain on couples: theory and evidence (2007)
Zitatform
Francesconi, Marco, Helmut Rainer & Wilbert van der Klaauw (2007): The effects of in-work benefit reform in Britain on couples. Theory and evidence. (IZA discussion paper 2980), München, 75 S.
Abstract
"This paper examines the effects of the Working Families' Tax Credit (WFTC) on couples in Britain. We develop a simple model of household decisions which explicitly accounts for the role played by the tax and benefit system. Its main implications are then tested using panel data from the British Household Panel Survey collected between 1991 and 2002. Overall, the financial incentives of the reform had negligible effects on a wide range of married mothers' decisions, such as eligible (working at least 16 hours per week) and full-time employment (working at least 30 hours per week), employment transitions, childcare use, and divorce rates. Women's responses, however, were highly heterogeneous, depending on their partners' labour supply and earnings. Mothers married to low-income men showed larger responses in employment, especially if they had younger children. They were more likely to remain in the labour force and had higher rates at which they entered it. While more likely to receive the tax credit, they also experienced a greater risk of divorce. We find virtually no effect for women with higher-income husbands. Likewise, there are no statistically significant responses among married men." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gesetzlicher Mindestlohn: Was kann Deutschland von den Nachbarn lernen?: die Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen in Frankreich und Großbritannien (2007)
George, Roman;Zitatform
George, Roman (2007): Gesetzlicher Mindestlohn: Was kann Deutschland von den Nachbarn lernen? Die Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen in Frankreich und Großbritannien. Marburg: Tectum Verlag, 120 S.
Abstract
"'Arm trotz Arbeit': Arbeit zu Niedriglöhnen, die selbst bei Vollzeitarbeit kein existenzsicherndes Einkommen gewährleisten, ist keine Randerscheinung des deutschen Arbeitsmarktes mehr. Der Autor greift in seinem Buch die großen Fragen der Mindestlohndebatte auf: Kann ein gesetzlicher Mindestlohn die Einkommen von Niedriglohnbeschäftigten dauerhaft verbessern? Gefährdet er Arbeitsplätze? Verringert er die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern? Welche Auswirkungen hat ein gesetzlicher Mindestlohn auf Tarifverträge und Gewerkschaften? Dabei wirft der Autor einen Blick auf unsere europäischen Nachbarn Frankreich und Großbritannien und bereichert mit ihren Erfahrungen die aktuelle Diskussion um den Mindestlohn." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Lousy and lovely jobs: The rising polarization of work in Britain (2007)
Zitatform
Goos, Maarten & Alan Manning (2007): Lousy and lovely jobs: The rising polarization of work in Britain. In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 89, H. 1, S. 118-133. DOI:10.1162/rest.89.1.118
Abstract
"This paper shows that the United Kingdom since 1975 has exhibited a pattern of job polarization with rises in employment shares in the highest- and lowest-wage occupations. This is not entirely consistent with the idea of skill-biased technical change as a hypothesis about the impact of technology on the labor market. We argue that the 'routinization' hypothesis recently proposed by Autor, Levy, and Murnane (2003) is a better explanation of job polarization, though other factors may also be important. We show that job polarization can explain one-third of the rise in the log(50/10) wage differential and one-half of the rise in the log(90/50)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Perspectives of workers with low qualifications in Germany under the pressures of globalization and technical progress (2007)
Hagemann, Harald; Rukwid, Ralf;Zitatform
Hagemann, Harald & Ralf Rukwid (2007): Perspectives of workers with low qualifications in Germany under the pressures of globalization and technical progress. (Hohenheimer Diskussionsbeiträge 291/2007), Stuttgart, 31 S.
Abstract
"This paper gives a detailed analysis of the perspectives of workers with low qualifications in Germany under the twofold pressures of globalization and technological change. First, alternative explanations for the skill-bias in the development of labour demand are discussed, with particular emphasis on the 'trade versus technology' debate. The consequences of the demand shift away from low-skilled labour in Germany are examined in a detailed empirical analysis of the development of (un)employment problems differentiated for qualification groups. Compared to other advanced economies, Germany shows a higher unemployment rate among less-qualified workers which is generally associated with a lack of flexibility in the German wage structure. However, an analysis of German, U.S. and British wage data based on the Cross National Equivalent File (CNEF) does not confirm the assumption of a simple monocausal relationship between wage disparity and the intensity of group-specific unemployment. Finally, some political approaches for an improvement of the job prospects of less-qualified persons in Germany are outlined briefly and evaluated against the background of the empirical results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Frauen in "einfachen" Tätigkeiten (2007)
Hieming, Bettina; Jaehrling, Karen ; Rubery, Jill ; Grimshaw, Damian ; Stupnytskyy, Oleksandr; Weinkopf, Claudia ; Kalina, Thorsten; Schimron, Nirit;Zitatform
Hieming, Bettina, Karen Jaehrling, Thorsten Kalina, Claudia Weinkopf, Damian Grimshaw, Jill Rubery, Nirit Schimron & Oleksandr Stupnytskyy (2007): Frauen in "einfachen" Tätigkeiten. Brüssel, 97 S.
Abstract
"Die Studie 'Frauen in 'einfachen' Tätigkeiten' bezieht sich auf drei Länder: die Tschechische Republik, Deutschland and Großbritannien. In Teil 1 geben wir einführend einen Überblick zur Frauenbeschäftigung in den drei Ländern sowie die Rolle der Teilzeitarbeit und ausgewählte Elemente der institutionellen Rahmenbedingungen. In Teil 2 stehen die Charakteristika der Arbeitsplätze im Vordergrund, die die in den meisten Fällen steigende Erwerbsneigung von Frauen absorbieren und es wird analysiert, welche Tätigkeiten und Branchen für die Frauenerwerbstätigkeit besonders wichtig sind. Insbesondere wird untersucht, in welchem Ausmaß ausgewählte Tätigkeiten Beschäftigungswachstum aufweisen und inwieweit dies (gering qualifizierten) Frauen Beschäftigungschancen eröffnet. In Teil 3 wird die Qualität der Arbeitsplätze genauer unter die Lupe genommen. In Teil 4 identifizieren wir mögliche Ansatzpunkte für Maßnahmen, die auf eine Erhöhung der sozialen Wertschätzung und der Qualität von 'einfachen' Arbeitsplätzen für Frauen abzielen, und beschreiben 13 Beispiele guter Praxis aus den drei Ländern. Abschließend werden in Teil 5 aufbauend auf den Ergebnissen unserer Analysen Schlussfolgerungen und Empfehlungen gegeben, die sich auf Entlohnung, industrielle Beziehungen, Qualifizierung, Arbeitszeitflexibilität und Work-Life Balance sowie das gesellschaftlich Ansehen und die Arbeitsmarktpolitik beziehen. Insgesamt sprechen unsere Ergebnisse dafür, dass der Blick nicht alleine auf eine quantitative Ausweitung von Einfacharbeit gerichtet werden darf. Vielmehr muss das gesamte Qualifikationsspektrum in den Blick genommen und der Qualität der Beschäftigung mehr Beachtung geschenkt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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A persistence model of the National Minimum Wage (2007)
Zitatform
Jones, Melanie K., Richard J. Jones, Philip D. Murphy & Peter J. Sloane (2007): A persistence model of the National Minimum Wage. (IZA discussion paper 2595), Bonn, 32 S.
Abstract
"This paper utilises the panel element of the BHPS (waves 9 to 14) to examine the dynamics of the National Minimum Wage (NMW) introduced to Britain in 1999. Specifically a persistence measure based on a random effects probit model for those affected by the NMW is constructed. The conditional probabilities imply some degree of state dependence, but there is also a considerable amount of turnover from one year to the next among those affected by the NMW." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Minimum wages and employment: a review of evidence from the new minimum wage research (2007)
Zitatform
Neumark, David & William Wascher (2007): Minimum wages and employment. A review of evidence from the new minimum wage research. (IZA discussion paper 2570), Bonn, 156 S.
Abstract
"We review the burgeoning literature on the employment effects of minimum wages - in the United States and other countries - that was spurred by the 'new minimum wage research' beginning in the early 1990's. The wide range of existing estimates makes it difficult for us to draw broad generalizations about the implications of the new minimum wage research. Clearly, no consensus now exists about the overall effects on low-skilled employment of an increase in the minimum wage. However, the oft-stated assertion that this recent research fails to support the traditional view that the minimum wage reduces the employment of low-skilled workers is clearly incorrect. The overwhelming majority of the studies surveyed in this paper give a relatively consistent (although not always statistically significant) indication of negative employment effects of minimum wages. In addition, among the papers we view as providing the most credible evidence, almost all point to negative employment effects. Moreover, the evidence tends to point to disemployment effects of minimum wages in the United States as well as many other countries. Two potentially more important conclusions emerge from our review. First, we see very few - if any - cases where a study provides convincing evidence of positive employment effects of minimum wages, especially from studies that focus on broader groups (rather than a narrow industry) for which the competitive model predicts disemployment effects. Second, when researchers focus on the least-skilled groups most likely to be adversely affected by minimum wages, we regard the evidence as relatively overwhelming that there are stronger disemployment effects for these groups." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 12663 -
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Job mobility and wage mobility of high- and low-paid workers (2007)
Zitatform
Pavlopoulos, Dimitris, Didier Fouarge, Ruud Muffels & Jeroen K. Vermunt (2007): Job mobility and wage mobility of high- and low-paid workers. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 127, H. 1, S. 47-58.
Abstract
Untersuchungen haben gezeigt, dass freiwillige Wechsel von Arbeitsplätzen einen positiven Effekt auf den Einkommensanstieg haben. Die Studie geht davon aus, dass die Auswirkung eines Arbeitsplatzwechsels auf die Einkommensmobilität von der Position in der Einkommensverteilung abhängt. Mit Hilfe von Paneldaten aus Großbritannien und Deutschland wird gezeigt, dass ein Wechsel des Arbeitgebers nur bei niedrig bezahlten Arbeitern eine Einkommenserhöhung zur Folge hat. Der Arbeitsplatzwechsel innerhalb eines Unternehmens produziert im Durchschnitt moderate Einkommenszuwächse in Großbritannien, hat aber in Deutschland keine Auswirkungen. (IAB)
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Impact of the minimum wage on the incidence of second job holding in Britain (2007)
Zitatform
Robinson, Helen & Jonathan Wadsworth (2007): Impact of the minimum wage on the incidence of second job holding in Britain. In: Scottish Journal of Political Economy, Jg. 54, H. 4, S. 553-574. DOI:10.1111/j.1467-9485.2007.00429.x
Abstract
"The advent of any earnings boost, such as provided by the introduction of a minimum wage, might be expected to reduce the supply of low-paid individuals wanting to hold a second job. This paper uses difference-in-differences estimation on a panel of individuals matched across successive Labour Force Surveys around the time of the introduction of the national minimum wage in the United Kingdom in order to estimate the impact of the minimum wage and its subsequent upratings on second job working. There is little evidence to suggest that the extra pay provided by the introduction of the minimum wage was sufficient to affect the incidence of second job holding significantly. However, hours worked in the main job by second job holders may have risen relative to those not covered by the minimum wage; and hours worked in second jobs may have fallen for those whose second job was initially below the minimum." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitslosigkeit und Lohnspreizung: Empirische Befunde zur Arbeitsmarktsituation gering Qualifizierter in Deutschland (2007)
Rukwid, Ralf;Zitatform
Rukwid, Ralf (2007): Arbeitslosigkeit und Lohnspreizung: Empirische Befunde zur Arbeitsmarktsituation gering Qualifizierter in Deutschland. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 33, H. 3, S. 391-420.
Abstract
"In den Industriestaaten stehen die weniger qualifizierten Arbeitskräfte derzeit unter einem erheblichen Anpassungsdruck. Die Nachfragestruktur auf dem Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahrzehnten zuungunsten der formal Ungelernten verschoben, wobei als die Hauptursachen dieser Entwicklung die Globalisierung sowie ein qualifikationsverzerrter technischer Fortschritt gelten. Ziel dieses Beitrags ist eine detaillierte Analyse der Arbeitsmarktsituation gering Qualifizierter in Deutschland. Es wird gezeigt, dass sich die Beschäftigungschancen für Erwerbspersonen ohne abgeschlossene Berufsausbildung seit Mitte der 1970er Jahre systematisch und gegenüber den höher Qualifizierten überproportional verschlechtert haben. Dabei übertrifft die aktuelle gruppenspezifische Arbeitslosenquote der Ungelernten in Deutschland diejenige fast aller anderen OECD-Staaten. Dies wird häufig als Beleg für eine im Ländervergleich außerordentliche Problemlage gewertet und mit inflexiblen Lohnstrukturen in direkten Zusammenhang gebracht. Dieser Beitrag soll mit Hilfe einer empirischen Analyse von deutschen, amerikanischen und britischen Lohndaten auf Basis des Cross National Equivalent File (CNEF) Aufschlüsse über den tatsächlichen Grad der Flexibilität der deutschen Lohnstruktur geben. Hierbei werden landesspezifische Entwicklungstendenzen bei der Lohnverteilung beschrieben und der jeweilige Umfang an Lohnspreizung geschätzt. Zudem wird mittels Berechnung von Subgruppendisparitäten und der Durchführung von Dekompositionsverfahren der Zusammenhang zwischen Lohnungleichheit und formaler Qualifikation untersucht. Vor dem Hintergrund dieser Analyseergebnisse sowie alternativer Studien erfolgt schließlich eine Einordnung der verschiedenen Politikansätze zur Verbesserung der Beschäftigungssituation gering Qualifizierter. Im Mittelpunkt der wirtschaftspolitischen Diskussion in Deutschland stehen neben Qualifizierungsstrategien vor allem Vorschläge einer stärkeren Lohndifferenzierung speziell im unteren Einkommensbereich. Eine simple monokausale Beziehung zwischen Lohnspreizung und der Intensität der Beschäftigungsprobleme gering qualifizierter Arbeitskräfte lässt sich anhand der in diesem Beitrag präsentierten empirischen Befunde allerdings nicht nachweisen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Biographies of exclusion: poor work and poor transitions (2007)
Zitatform
Schildrick, Tracy & Robert MacDonald (2007): Biographies of exclusion: poor work and poor transitions. In: International Journal of Lifelong Education, Jg. 26, H. 5, S. 589-604. DOI:10.1080/02601370701559672
Abstract
"The usefulness of the concept of transition has been hotly contested in Anglophone youth studies over the past decade. A variety of criticisms have been ranged against it, including that it: presumes the continuing predominance of linear, obvious, mainstream pathways to adulthood; excludes wider youth questions in focusing narrowly on educational and employment encounters; prioritises normative and policy-focused assumptions and de-prioritises the actual lived experiences of young people; and is no longer a tenable concept, given the extension of youth phase and the blurring of it and 'adulthood' as distinct life-phases. Drawing upon qualitative, longitudinal studies with 'socially excluded' young adults, this paper contends with these arguments. The research participants were 186 'hard to reach' young women and men who were growing up in some of England's poorest neighbourhoods, some of whom were followed into their mid to late twenties. The studies confirmed many of the specific criticisms lodged against the idea of transition. Interviewees' lives post-school were marked by unpredictability, flux and insecurity. Engagement with post-16 education and training courses was common, despite wide-spread disaffection from school pre-16. Typically, these later learning encounters were short-lived, negatively assessed and un-related to labour market fortunes. Economic marginality and recurrent unemployment were uniform experiences. 'Hyper-conventional', class cultural orientations to employment drove post-school transitions, even when these motivations resulted only in low paid, low skill, insecure 'poor work'. In conclusion, we re-affirm the value of a broad and long view of youth transitions, situated in a panorama of socio-economic change. We argue that this sort of conceptualisation of transition is crucial to understanding the twists and turns of individual biographies and the coming together of these in socially structured patterns of inclusion, exclusion and inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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National Minimum Wage: Low Pay Commission Report 2007 (2007)
Abstract
Die Höhe des Nationalen Mindestlohns in Großbritannien wird jährlich so festgesetzt, dass einerseits etwa eine Million Arbeitskräfte im Niedriglohnbereich davon profitieren, andererseits sich aber keine negativen Auswirkungen auf Beschäftigung und Inflation ergeben. Die jährliche Anpassung des Mindestlohns beruht auf Berichten der Niedriglohnkommission (Low Pay Commission). Der Bericht gibt einen Überblick über die Entwicklung des Mindestlohns in Großbritannien, über die aktuelle wirtschaftliche Situation, und auf die Auswirkungen des Mindestlohns auf gesamtwirtschaftlicher und betrieblicher Ebene. Speziell eingegangen wird auf die Auswirkungen in Wirtschaftszweigen mit Niedriglöhnen, auf Auswirkungen auf spezielle Personengruppen wie Frauen, ethnische Minderheiten, Behinderte, Leiharbeiter und Heimarbeiter, auf Auswirkungen auf Jugendliche und Auszubildende sowie auf Umsetzung und Durchsetzung des Mindestlohns. Die Kommission bewertet den Mindestlohn als Erfolg, da er zu einer Erhöhung der Niedriglöhne geführt hat, ohne Beschäftigung und Wirtschaft negativ zu beeinflussen. Aufgrund der Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung schlägt die Kommission eine vorsichtige Anpassung des Mindestlohns vor. Zum ersten Mal seit Einführung des Mindestlohns ist die Anzahl der Stellen im Niedriglohnsektor gesunken. Zudem ist eine Erhöhung des Urlaubsgeldes geplant. Ab Oktober 2007 wird der Mindestlohn für Erwachsene auf 5,52 festgesetzt (bisher 5,35), für junge Erwachsene steigt er von 4,25 auf 4,60 und für die Altersgruppe der 16-17jährigen von 3,30 auf 3,40. (IAB)
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Technischer Fortschritt - Ursache der Arbeitslosigkeit gering qualifizierter Arbeitskräfte in Deutschland?: eine Anwendung der Theorie des "skill-biased technical change" auf den deutschen und angelsächsischen Arbeitsmarkt mit Evaluierung wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Handlungsmöglichkeiten (2006)
Albers, Maike;Zitatform
Albers, Maike (2006): Technischer Fortschritt - Ursache der Arbeitslosigkeit gering qualifizierter Arbeitskräfte in Deutschland? Eine Anwendung der Theorie des "skill-biased technical change" auf den deutschen und angelsächsischen Arbeitsmarkt mit Evaluierung wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Handlungsmöglichkeiten. (Volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse 110), Hamburg: Kovac, 239 S.
Abstract
"Den Ausgangspunkt der Studie bildet die empirisch belegbare Beobachtung grundlegender Unterschiede bei der Entwicklung der Arbeitsmärkte - insbesondere der Arbeitslosigkeit - in den USA im Vergleich zu Deutschland. Zur Erklärung dieser Diskrepanz liegt eine kaum überschaubare Fülle von Analysen und Konzepten vor. Lange Jahre stand die unterschiedliche gesamtwirtschaftliche Konstellation und die darauf bezogene Finanz- und Geldpolitik im Vordergrund. Dagegen gibt es inzwischen fundierte Untersuchungen, die bei der Erklärung der Arbeitslosigkeit gleichsam unterhalb der makroökonomischen Aggregate die Struktur der Nachfrage nach und des Angebots an Arbeitskräften zusammen mit Unterschieden bei der Einkommensverteilung im Vergleich zwischen den USA und Deutschland in den Mittelpunkt rücken. Die wachsende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften wiederum wird auf die bestimmte Art des technischen Fortschritts zurückgeführt. Bei der Erklärung der unterschiedlichen Entwicklung in den USA gegenüber Deutschland steht die Struktur der Erwerbstätigen nach dem Grad der Qualifikation einerseits und der für die Beschäftigung relevanten Einkommensdifferenzierung andererseits im Vordergrund. Während in Deutschland wie in den USA die Zahl der hoch qualifizierten Arbeitskräfte zugenommen hat, ist die Arbeitslosigkeit gering qualifizierter Arbeitskräfte in Deutschland im Vergleich zu den USA signifikant höher. Neben anderen Ursachen wird die Art des technischen Fortschritts als die entscheidende Triebkraft identifiziert. In diesem Kontext wird die These vom 'skill-biased technical change' (SBTC), d.h. die durch den technologischen Wandel bedingte qualifikationsverzerrende Struktur der Nachfrage nach Arbeitskräften umfangreich untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Workfare statt sozialer Sicherheit?: Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Großbritannien unter New Labour (2006)
Atzmüller, Roland;Zitatform
Atzmüller, Roland (2006): Workfare statt sozialer Sicherheit? Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Großbritannien unter New Labour. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 32, H. 2, S. 191-207.
Abstract
"Die sozial- und arbeitsmarktpolitische Strategie der britischen Labourregierung wird unter dem Schlagwort Welfare-to-work zusammengefasst. KritikerInnen sehen darin die britische Variante von Workfare. Am Beispiel Welfare-to-work kann gezeigt werden, dass Workfare-Politiken auf eine umfassende Umgestaltung der sozialen Sicherungssysteme und Regulierung der Arbeitsmärkte abzielen und nicht einfach auf eine restriktive aktive Arbeitsmarktpolitik reduziert werden können. Bei Welfare-to-work greifen zumindest drei Politikfelder ineinander. Dazu zählt erstens die Einführung des National Minimum Wage, der mit den anderen sozialpolitischen Maßnahmen abgestimmt wurde. Zweitens gehört dazu die Umstellung des Steuersystems und der sozialen Transfers auf so genannte In-Work-Benefits. Diese sollen verhindern, dass Arbeitslose durch das Sozialsystem von der Annahme einer Beschäftigung abgehalten werden. Drittens gehören dazu die Programme des so genannten New Deal, bei denen es sich um Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik im engeren Sinne handelt. Diese sehen für verschiedene Gruppen Langzeitarbeitsloser die verpflichtende Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen vor. Die Integration in den Arbeitsmarkt spielt bislang für die moralische Fundierung der Hegemonie Labours eine zentrale Rolle. Welfare-to-work zielt jedoch in diesem Kontext auf die Anpassung der Arbeitslosen und der Armutsbevölkerung an die flexibilisierten Arbeitsmärkte und nicht auf eine Umgestaltung der Gesellschaft ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beans for breakfast? How exportable is the British workfare model? (2006)
Zitatform
Bargain, Olivier & Kristian Orsini (2006): Beans for breakfast? How exportable is the British workfare model? (IZA discussion paper 2025), Bonn, 32 S.
Abstract
"Social assistance and inactivity traps have long been considered amongst the main causes of the poor employment performance of EU countries. The success of New Labour has triggered a growing interest in instruments capable of combining the promotion of responsibility and self-sufficiency with solidarity with less skilled workers. Making-work-pay (MWP) policies, consisting of transfers to households with low earning capacity, have quickly emerged as the most politically acceptable instruments in tax-benefit reforms of many Anglo Saxon countries. This chapter explores the impact of introducing the British Working Families' Tax Credit in three EU countries with rather different labor market and welfare institutions: Finland, France and Germany. Simulating the reform reveals that, while first round effects on income distribution is considerable, the interaction of the new instrument with the structural characteristics of the economy and the population may lead to counterproducti! ve second round effects (i.e. changes in economic behavior). The implementation of the reform, in this case, could only be justified if the social inclusion (i.e. transition into activity) of some specific household types (singles and single mothers) is valued more than a rise in the employment per se." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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In-work policies in Europe: killing two birds with one stone? (2006)
Zitatform
Bargain, Olivier & Kristian Orsini (2006): In-work policies in Europe. Killing two birds with one stone? In: Labour economics, Jg. 13, H. 6, S. 667-697. DOI:10.1016/j.labeco.2005.
Abstract
"Generous social assistance has been held responsible for inactivity traps and social exclusion in several European countries, hence the recent trend of promoting employment through in-work transfers. Yet, the relative consensus on the need for 'making work pay' policies is muddied by a number of concerns relative to the design of the reforms and the treatment of the family dimension. Relying on EUROMOD, a EU-15 integrated tax-benefit microsimulation software, we simulate two types of in-work benefits. The first one is means-tested on family income, in the fashion of the British Working Family Tax Credit, while the second is a purely individualized policy. Both reforms are built on the same cost basis (after behavioral responses) and simulated in three European countries suspected to experience large poverty traps, namely Finland, France and Germany. The potential labor supply responses to the reforms and the subsequent redistributive impacts are assessed for each country using a structural discrete-choice model. We compare how both reforms achieve poverty reduction and social inclusion (measured as the number of transitions into activity). All three countries present different initial conditions, including existing tax-benefit systems and distribution of incomes and wages. These sources of heterogeneity are exploited together with different labor supply elasticities to explain the cross-country differences in the impact of the reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Mindestlöhne in Großbritannien: ein geglücktes Realexperiment (2006)
Zitatform
Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (2006): Mindestlöhne in Großbritannien. Ein geglücktes Realexperiment. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 3, S. 125-130.
Abstract
"Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes (National Minimum Wage - NWM) in Großbritannien ist bis heute eine Erfolgsstory, aus der Deutschland lernen kann. Wichtige Erfolgsfaktoren waren eine sorgfältige Vorbereitung und Begleitung des Prozesses durch eine unabhängige Expertenkommission, die Empfehlungen gegeben und zahlreiche Studien in Auftrag gegeben hat. Durch die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes wurde den Unternehmen ausreichend Zeit eingeräumt, sich darauf einzustellen. Die britische Regierung hat überdies keinen Zweifel daran gelassen, dass es ihr mit der Einführung und Kontrolle des NWM ernst war - auch um die staatliche Subventionierung von Ausbeuterlöhnen zu beenden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Did working families' tax credit work?: the impact of in-work support on labour supply in Great Britain (2006)
Zitatform
Brewer, Mike, Alan Duncan, Andrew Shephard & Maria Jose Suarez (2006): Did working families' tax credit work? The impact of in-work support on labour supply in Great Britain. In: Labour economics, Jg. 13, H. 6, S. 699-720. DOI:10.1016/j.labeco.2005.11.002
Abstract
"In-work benefits are promoted as a way to make low-income families better off without introducing adverse work incentives. In 1999, the structure of in-work benefits in the UK changed, and their generosity almost doubled, through the introduction of Working Families' Tax Credit (WFTC). With micro-data from before and alter its introduction, a structural model of labour supply and programme participation estimates that, by 2002, WFTC had increased labour supply of lone mothers by around 5.1 percentage points, slightly reduced labour supply of mothers in couples by 0.6 percentage points, and increased the labour supply of fathers in couples by 0.8 percentage points, compared with the programme that preceded it. Other tax and benefit reforms contemporaneous with WFTC acted to reduce the labour supply of parents, though. Without any form of in-work benefit in the UK, labour force participation by lone mothers would be around 45 percent, rather than the 55 per cent we now observe. Participating in family credit, the UK's in-work programme before October 1999, conferred a utility loss as well as a utility gain from the extra income, but this utility cost of participation was lower in the final year of WFTC than under previous programmes for lone mothers, and no different for individuals in couples: this in itself induced more lone mothers to work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kombilöhne im internationalen Vergleich: Nicht jede Therapie schlägt überall an (2006)
Zitatform
Brücker, Herbert & Regina Konle-Seidl (2006): Kombilöhne im internationalen Vergleich: Nicht jede Therapie schlägt überall an. (IAB-Kurzbericht 10/2006), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Ein Blick über die Grenzen kann helfen, weit reichende politische Entscheidungen - wie im Falle des Kombilohns - mit internationalen Erfahrungen zu stützen. Die Erfahrungen in den USA und Großbritannien zeigen, dass großzügige Einkommenssubventionen unter den Bedingungen eines Sozialstaates, der niedrige Leistungen für Nichterwerbstätige mit Auflagen zur Arbeitssuche verbindet, nennenswerte Beschäftigungseffekte haben. Allerdings existiert in den USA keine bedarfsdeckende Mindestsicherung. Zudem wurde dort der Leistungsbezug für Nichterwerbstätige zeitlich befristet. Dies kann auf Deutschland, das eine soziokulturelle Mindestsicherung gesetzlich garantiert, nicht übertragen werden. Aus den angelsächsischen Erfahrungen kann jedoch gelernt werden, dass Kombilöhne nur wirken, wenn das Steuer- und Transfer-System die Arbeitsanreize systematisch stärkt. Kombilöhne müssten deshalb in Deutschland in ein konsistentes Steuer- und Transfersystem eingebunden werden. Gerade in Ländern, die ein hohes Grundsicherungsniveau garantieren, ist eine konsequente Aktivierungspolitik notwendig, die monetäre Erwerbsanreize mit Auflagen für Leistungsempfänger verbindet. In Deutschland können zudem verstärkte Erwerbsanreize nur wirken, wenn dem zusätzlichen Arbeitsangebot auch eine entsprechende Nachfrage im Niedriglohnbereich gegenüber steht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Transfersysteme im Vergleich -
Literaturhinweis
Wage mobility: do institutions make a difference (2006)
Zitatform
Cardoso, Ana Rute (2006): Wage mobility. Do institutions make a difference. In: Labour economics, Jg. 13, H. 3, S. 387-404. DOI:10.1016/j.labeco.2004.
Abstract
"This paper checks empirically the assertion that strict labour market regulation leads to low wage mobility, addressing an apparent puzzle. Indeed, most economic reasoning links a combination of regulations in the labour market to low wage flexibility and mobility, but the scarce empirical evidence available challenges that view. I focus on Portugal, one of the most regulated labour markets in Europe. The evidence gathered indicates that an aggregate view - of minimum wage enforcement, unionisation rates and extension of collective bargaining contracts - provides a misleading idea of the actual constraints imposed by the institutional framework on wage setting. Instead, micro conditions at the firm level play a major role shaping wage mobility in Portugal. Some comparisons with the UK, traditionally pointed out as a flexible labour market, are provided. Remarkable similarities in mobility level and trend are detected between the two countries, further suggesting that a regulated institutional framework does not necessarily reduce individual mobility in the wage distribution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The impact of the National Minimum Wage: pay differentials and workplace change (2006)
Denvir, A.; Loukas, G.;Zitatform
Denvir, A. & G. Loukas (2006): The impact of the National Minimum Wage. Pay differentials and workplace change. Brighton, 108 S.
Abstract
Untersucht wurde, wie britische Betriebe in Reaktion auf eine Erhöhung des Mindestlohns im Jahr 2005 im darauf folgenden Jahr ihre Organisationsstruktur und ihre Anreizsysteme anpassten. Hierzu wurden Telefoninterviews mit Beschäftigten in Klein-, Mittel- und Großbetrieben im Einzelhandel, Gesundheitswesen und im Dienstleistungssektor durchgeführt, um das Ausmaß des Strukturwandels zu bestimmen. Zusätzlich wurden Tiefeninterviews zur Natur des Strukturwandels durchgeführt. Die Erhöhung des Mindestlohns führte zu einer Verringerung der Lohndifferenzierung und zu höheren Arbeitskosten. Die meisten Betriebe fingen die Verluste ab und konzentrierten sich auf eine Reorganisation der Lohnstruktur und auf eine Anpassung der Arbeitsorganisation, der Arbeitszeit und des Personals. Direkte Beziehungen konnten jedoch nicht nachgewiesen werden; bei dem betrieblichen Struktrurwandel handelt sich vor allem um indirekte Wirkungen der Erhöhung des Mindestlohns. Die Ergebnisse zeigen, dass am häufigsten Lohnsenkungen auftraten, bzw. der Wegfall von Sonderzahlungen. Daneben ist Personalabbau eine übliche Strategie. Am geringsten fiel der Einfluss auf die betriebliche Weiterbildung aus. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitsanreize im Kontext des Steuer-Transfer-Systems: ein ausgewählter internationaler Vergleich (2006)
Düll, Herbert;Zitatform
Düll, Herbert (2006): Arbeitsanreize im Kontext des Steuer-Transfer-Systems. Ein ausgewählter internationaler Vergleich. In: Bundesarbeitsblatt H. 4, S. 4-16.
Abstract
"Die Bundesregierung will die Beschäftigungsmöglichkeiten von gering Qualifizierten und Langzeitarbeitslosen verbessern. Im bestehenden Niedriglohnsektor soll möglicherweise ein Kombilohn-Modell eingeführt und dabei die bestehenden staatlichen Lohnergänzungen besser aufeinander abgestimmt werden. Vor der Herausforderung, einen eventuellen Kombilohn möglichst in das bestehende Steuer-Transfer-System einzupassen, standen und stehen auch andere Industrieländer. Der Beitrag wirft einen Blick auf die Erfahrungen dieser Länder mit Arbeitsanreizen im Niedriglohnbereich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kombilöhne und Mindestlöhne als Instrumente der Beschäftigungspolitik: Erfahrungen und Handlungsoptionen (2006)
Eichhorst, Werner;Zitatform
Eichhorst, Werner (2006): Kombilöhne und Mindestlöhne als Instrumente der Beschäftigungspolitik. Erfahrungen und Handlungsoptionen. (IZA discussion paper 2120), Bonn, 36 S.
Abstract
"Das Papier vergleicht die Wirkung unterschiedlicher Kombinationen von Mindest- und Kombilöhnen auf die Beschäftigung von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen in ausgewählten Ländern. Bezogen auf die gegenwärtige Diskussion in Deutschland plädiert es für Zurückhaltung bei der Festlegung zusätzlicher Mindestlohnbestimmungen und gegen eine Ausweitung von Kombilöhnen bei gegebenem Sicherungsniveau. Besser wäre eine konsequente Aktivierung nach der Grundkonzeption von Hartz IV." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich - ein ausgewählter internationaler Vergleich. Gutachten (2006)
Kaltenborn, Bruno; Böttcher, Carina; Knerr, Petra; Heller, Dominik; Gabrielli, Bianca; Maier, Anne;Zitatform
Kaltenborn, Bruno & Petra Knerr (2006): Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich - ein ausgewählter internationaler Vergleich. Gutachten. (Beiträge zur Wirtschaftsforschung und Politikberatung 30), Berlin, 232 S.
Abstract
"In Deutschland werden ebenso wie in anderen westlichen Industrieländern Strategien zur Ausweitung der als unzureichend erachteten Beschäftigung von Personen mit geringem Verdienstpotenzial diskutiert. Eine Beschäftigung setzt insbesondere ein entsprechendes Arbeitsangebot eines Arbeitnehmers, eine dazu passende Arbeitsnachfrage eines Unternehmens und die Kenntnis beider voneinander voraus. Entsprechend gibt es mehrere Ansatzpunkte für Strategien zur Ausweitung der Beschäftigung. Derartige Strategien werden unter anderem für den Niedriglohnbereich diskutiert und auch bereits verfolgt. Die Strategien lassen sich einerseits nach ihrem Ansatzpunkt (Arbeitsangebot von Arbeitnehmern, Arbeitsnachfrage von Unternehmen sowie Matching von Arbeitsangebot und -nachfrage) und andererseits nach der Leistungsart (Geldleistungen, Sach- und Dienstleistungen, Rahmenbedingungen) klassifizieren.
Die nähere Betrachtung erfolgt unter zwei Gesichtspunkten:
- Einerseits erfolgt eine detaillierte Betrachtung einzelner ausländischer Steuer-Transfer- Systeme, um Gestaltungsoptionen aufzuzeigen (Kapitel 2). Dies ist angesichts des Aufwandes nur für einzelne Länder möglich. Für die notwendigen Details der jeweiligen Steuer-Transfer-Systeme am aktuellen Rand ist in der Regel eine Auswertung nationaler Quellen in der jeweiligen Landessprache erforderlich. Insgesamt wurden hierfür fünf Staaten ausgewählt (Italien, Frankreich, Großbritannien, Irland und die USA).
- Andererseits ist das Resultat des komplexen Zusammenspiels der Steuer-Transfer- Systeme unterschiedlicher Länder hinsichtlich der Anreize im Niedriglohnbereich von Interesse (Kapitel 3). Für eine derartige Betrachtung ist ebenfalls eine detaillierte Auswertung der jeweiligen Steuer-Transfer-Systeme erforderlich. Da hier auf Vorarbeiten der OECD zurückgegriffen werden kann, können über die fünf bereits in Kapitel 2 betrachteten Staaten hinaus weitere in die Analyse einbezogen werden. Insgesamt werden 15 westliche Industrieländer berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich: ein internationaler empirischer Überblick. Expertise (2006)
Kaltenborn, Bruno; Schiwarov, Juliana; Wielage, Nina;Zitatform
Kaltenborn, Bruno, Juliana Schiwarov & Nina Wielage (2006): Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich. Ein internationaler empirischer Überblick. Expertise. (Beiträge zur Wirtschaftsforschung und Politikberatung 31), Berlin, 40 S.
Abstract
Der Effekt von Steuer-Transfer-Systemen auf das Arbeitsangebot lässt sich weder aus Beschreibungen des Steuer-Transfer-Systems noch aus theoretischen Überlegungen eindeutig ableiten. "Hierfür sind vielmehr empirische Untersuchungen erforderlich. Die Kenntnis der tatsächlichen Effekte ist essenziell für den Erfolg von Strategien zur Ausweitung des Arbeitsangebots von Personen mit geringem Verdienstpotenzial. Entsprechende empirische Studien sind nicht nur aufwändig, sondern kommen teilweise zu uneinheitlichen Ergebnissen. Daher liegt es nahe, die Ergebnisse vorliegender Untersuchungen vergleichend auszuwerten. Derartige Studien liegen vor allem für die USA, in eingeschränktem Maße aber auch für Großbritannien und Frankreich vor. Für Italien und Irland können keine empirischen Untersuchungen zu den Wirkungen einzelner Elemente des Steuer-Transfer-Systems ermittelt werden. Deshalb werden hilfsweise Ergebnisse von Studien zu den Reaktionen des Arbeitsangebots auf Lohnvariationen referiert. Diese können als Indiz für die Sensitivität des Arbeitsangebots gegenüber Änderungen des Steuer-Transfer-Systems herangezogen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der britische Working Tax Credit: Beispiel für eine Strategie gegen Arbeitslosigkeit und Armut (2006)
Peter, Waltraut;Zitatform
Peter, Waltraut (2006): Der britische Working Tax Credit. Beispiel für eine Strategie gegen Arbeitslosigkeit und Armut. (Konrad-Adenauer-Stiftung. Arbeitspapier 150), Berlin, 28 S.
Abstract
"New Labour ist 1997 mit dem Versprechen angetreten, eine neue Balance zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Fürsorge, zwischen Rechten und Pflichten zu schaffen. Eine Modernisierung des Steuer- und Transfersystems, ein flexibler Arbeitsmarkt und niedrige Lohnnebenkosten sollten Arbeitsanreize verbessern, Erwerbschancen für jeden in einem sich verändernden Arbeitsmarkt schaffen, Familien unabhängig von ihrem Erwerbsstatus besser unterstützen und langfristig die Kinderarmut beseitigen. Waren die Maßnahmen der ersten Amtsperiode auf erwerbsabhängige Transfers konzentriert, so verschob sich in der zweiten Periode der Schwerpunkt hin zu erwerbsundabhängigen Familienleistungen - von 'work' zu 'welfare' - mit negativen Folgen für die Arbeits- und Leistungsanreize. Im Zuge der Sozialreformen konnten Erfolge beim Abbau der Arbeitslosigkeit, vor allem von Jugendlichen erzielt werden. Alle Erwerbstätigenquoten, besonders die der Alleinerziehenden sind gestiegen, gleichzeitig sank die Anzahl der sozialhilfeabhängigen Alleinerziehenden. Die Kinderarmut konnte reduziert, aber nicht beseitigt werden. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Incapacity-Benefit-Empfänger. Die Reformbilanz zeigt, wie schwierig es ist, die Balance zwischen welfare und work, zwischen staatlicher Fürsorge und Arbeitsanreizen zu finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The impact of the minimum wage on the incidence of second job holding in Britain (2006)
Zitatform
Robinson, Helen & Jonathan Wadsworth (2006): The impact of the minimum wage on the incidence of second job holding in Britain. (IZA discussion paper 2445), Bonn, 33 S.
Abstract
"The advent of any earnings boost, such as provided by the introduction of a minimum wage, might be expected to reduce the supply of low paid individuals wanting to hold a second job. This paper uses difference-in-differences estimation on a panel of individuals matched across successive Labour Force Surveys around the time of the introduction of the national minimum wage in the United Kingdom in order to estimate the impact of the minimum wage and its subsequent upratings on second job working. There is little evidence to suggest that the extra pay provided by the introduction of the minimum wage was sufficient to affect the incidence of second job holding significantly. However, hours worked in the main job by second job holders may have risen relative to those not covered by the minimum wage; and hours worked in second jobs may have fallen for those whose second job was initially below the minimum." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mindestlöhne in Europa (2006)
Schulten, Thorsten; Kohl, Heribert; Lismoen, Havard; Hermann, Christoph; Schmid, Bernard; Schäfer, Claus; Bispinck, Reinhard; Burgess, Pete; Oesch, Daniel ; Erne, Roland ; Platzer, Hans-Wolfgang; Bispinck, Reinhard; Recio, Albert; Schulten, Thorsten; Rieger, Andreas; Burmeister, Kai; Schäfer, Claus;Zitatform
Schulten, Thorsten, Reinhard Bispinck & Claus Schäfer (Hrsg.) (2006): Mindestlöhne in Europa. Hamburg: VSA-Verlag, 306 S.
Abstract
"Was kann man hierzulande (wo kein gesetzlicher Mindestlohn, stattdessen eine sinkende Tarifbindung aufgrund der Blockadepolitik von Arbeitgeberverbänden existiert) von der Mindestlohnpolitik in den europäischen Nachbarländern lernen? Wie werden Mindestlöhne festgelegt, auf welchen Niveaus verglichen mit den Durchschnittseinkommen? Gibt es einen - wie die herrschende Wirtschaftsdoktrin immer wieder behauptet - negativen Zusammenhang zwischen Mindestlohnhöhe und Beschäftigung oder gar Hinweise auf eine positive Korrelation? Das sind nur einige Fragen, die in diesem Buch beantwortet werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Subventionierung von Beschäftigung im Niedriglohnbereich: ein Ausweg aus der Beschäftigungskrise? (2006)
Steiner, Viktor;Zitatform
Steiner, Viktor (2006): Subventionierung von Beschäftigung im Niedriglohnbereich. Ein Ausweg aus der Beschäftigungskrise? In: Wirtschaftspolitische Blätter, Jg. 53, H. 2, S. 213-228.
Abstract
"Die Beschäftigung im Niedriglohnbereich wird in den USA und in Großbritannien schon seit längerem in Form so genannter 'Kombilohn'-Modelle ('in-work credits'), in Deutschland und in Österreich durch die Freistellung geringfügiger Beschäftigung von den Sozialbeiträgen subventioniert. Die Subventionierung geringfügiger Beschäftigung wurde jüngst durch die 'Mini Jobs'-Reform in Deutschland und die Einführung eines 'Dienstleistungsschecks' in Österreich ausgeweitet. Der Beitrag zeigt, dass (a) die Kombilohn-Modelle in den USA und Großbritannien zwar mit einer Zunahme der Beschäftigung von Alleinerziehenden verbunden waren, die Beschäftigung insgesamt aber nur in geringem Umfang erhöht haben; (b) die Übertragung dieser Kombilohn-Modelle auf Deutschland oder Österreich ohne grundlegende Reform der Steuer- und sozialen Sicherungssysteme nicht erfolgversprechend ist; (c) die 'Mini Jobs'-Reform in Deutschland kein effektives arbeitsmarktpolitisches Instrument ist und (d) durch die Einführung des 'Dienstleistungsschecks' in Österreich keine größeren Beschäftigungseffekte zu erwarten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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