Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Wage growth and career patterns of German low-wage workers (2012)
Stephani, Jens;Zitatform
Stephani, Jens (2012): Wage growth and career patterns of German low-wage workers. (IAB-Discussion Paper 01/2012), Nürnberg, 32 S.
Abstract
"In diesem Artikel wird anhand eines verbundenen administrativen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Datensatzes aus Deutschland das Reallohnwachstum und die Karrieremuster von vollzeitbeschäftigten Geringverdienern zwischen 2001 und 2006 untersucht. Multivariate Modelle, die die Selektivität der Stichprobe berücksichtigen, zeigen den Einfluss von Personenmerkmalen und betrieblicher Heterogenität auf. Es existiert ein signifikantes Ausmaß von Aufwärts- und Abwärtsmobilität im Niedriglohnsektor, wobei die am schlechtesten bezahlten Geringverdiener ein höheres relatives Lohnwachstum aufweisen als die besserbezahlten. Die Mehrheit jener Geringverdiener, die bis 2004 aus dem Niedriglohnsektor aufgestiegen sind, befand sich zwei Jahre später immer noch in höher bezahlter Beschäftigung. Dies deutet darauf hin, dass die Aufwärtsmobilität von Geringverdienern kein lediglich temporäres Phänomen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohnfalle Minijob (2012)
Zitatform
Voss, Dorothea & Claudia Weinkopf (2012): Niedriglohnfalle Minijob. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 65, H. 1, S. 5-12. DOI:10.5771/0342-300X-2012-1-5
Abstract
"In diesem Beitrag steht die Funktion von Minijobs in den Beschäftigungsstrategien von Unternehmen im Vordergrund. Auf Basis empirischer Ergebnisse wird gezeigt, dass das im Teilzeit- und Befristungsgesetz verankerte Diskriminierungsverbot von geringfügig Beschäftigten in der Praxis häufig unterlaufen wird. Dadurch erweisen sich Minijobs für die große Mehrheit der geringfügig Beschäftigten als Niedriglohnfalle, was auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt insgesamt hat. Arbeitgeber nutzen Minijobs offenbar als 'Exit-Option', um tarifliche und gesetzliche Standards zu umgehen und damit ihre Arbeitskosten zu senken. Da nach der Analyse der Autorinnen kaum Praxisakteure für eine wirksame Durchsetzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes in der Arbeitswelt auszumachen sind, wird die Auffassung vertreten, dass der Gesetzgeber gefordert ist. Die gravierenden Folgewirkungen von Minijobs können nur dadurch wirksam unterbunden werden, dass der Sonderstatus Minijob abgeschafft wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohn und Beschäftigung 2010: Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 10. September 2012 in Berlin (2012)
Zitatform
(2012): Niedriglohn und Beschäftigung 2010. Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 10. September 2012 in Berlin. (DeStatis - wissen, nutzen), Wiesbaden, 32 S.
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich in robuster Verfassung - trotz Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht die Zahl der Erwerbstätigen historische Höchststände und auch die Erwerbslosenzahl hat sich verringert. In diesem Zusammenhang wird jedoch auch häufig die Frage diskutiert, wie sich neben dem Wandel der Erwerbsformen die Verdienstsituation der Beschäftigten verändert hat. Antworten darauf gibt die Erhebung der Struktur der Arbeitsverdienste. Diese Erhebung führen die statistischen Ämter nur alle vier Jahre durch - das Statistische Bundesamt stellt auf der Pressekonferenz die aktuellen Ergebnisse des Jahres 2010 mit Fokus auf dem Niedriglohnbereich vor. Dabei werden unter anderem folgende Fragen beantwortet:
- Wie viel Prozent der Beschäftigten arbeiteten 2010 für einen Niedriglohn? In welchen Branchen kommen niedrige Verdienste am häufigsten vor?
- Wie hoch ist das Niedriglohnrisiko atypisch Beschäftigter? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen atypischer Beschäftigung und beruflicher Qualifikation?
- Investieren Niedriglohnbezieher über Entgeltumwandlung in eine Betriebsrente und nutzen die staatliche Förderung?" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Einfacharbeit in der Krise? (2011)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Jens Stegmaier (2011): Einfacharbeit in der Krise? In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 20, H. 3, S. 188-205., 2011-10-18. DOI:10.1515/arbeit-2011-0305
Abstract
"Beschäftigte in Tätigkeiten, für die keine Berufsausbildung erforderlich ist (einfache Arbeit), gelten schon seit längerem als problematische Personengruppe des Arbeitsmarkts. Anhand der Daten des IAB-Betriebspanels setzt sich dieser Beitrag mit der Entwicklung der einfachen Arbeit seit 2001 aus der betrieblichen Sicht auseinander und untersucht den Einfluss der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise auf das Beschäftigungssegment der einfachen Arbeit. Dabei wird deutlich, dass die Entwicklung der einfachen Arbeit von sektorspezifischen Besonderheiten geprägt ist. Die Ergebnisse von Differenz-von-Differenzen-Regressionen zeigen ferner für die von der Krise betroffenen Betriebe, dass der Beschäftigungsverlust zwischen 2008 und 2009 für die Beschäftigten in Tätigkeiten, für die keine Berufsausbildung erforderlich ist, mit fast 10% wesentlich größer war, als bei den Beschäftigten in qualifizierten Tätigkeiten (-3,3%)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsrealitäten und Lernbedarfe wenig qualifizierter Menschen (2011)
Zitatform
Bindl, Anne-Kristin, Joachim Schroeder & Marc Thielen (2011): Arbeitsrealitäten und Lernbedarfe wenig qualifizierter Menschen. (Klinkhardt forschung: Literalität und Arbeitswelt), Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 301 S.
Abstract
"Die Arbeitsrealitäten und Lernbedarfe von Menschen, die als 'funktionale Analphabeten' bezeichnet werden, sind selten Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Die Studie geht mit verschiedenen empirischen Zugängen den Lebenslagen, Bildungsverläufen und Erwerbskarrieren dieser gesellschaftlich stigmatisierten sozialen Gruppe nach. Mit den Untersuchungsergebnissen kann der verbreiteten Auffassung entgegen getreten werden, dass Menschen mit geringer Grundbildung per se chancenlos auf dem Arbeitsmarkt seien. Desweiteren wird gezeigt, dass die Inanspruchnahme von Lese- und Schreibangeboten oftmals in einem engen Zusammenhang mit den Anforderungen in der Arbeitswelt steht, die bislang vorgehaltenen Grundbildungs- und Alphabetisierungskurse jedoch nur bedingt diesen beschäftigungsbezogenen Lerninteressen von Kursteilnehmenden gerecht werden. Mit detaillierten Arbeitsplatzanalysen werden die Anforderungen an Schriftsprachlichkeit in 'Einfachtätigkeiten' beschrieben, also in Jobs, in denen Menschen mit geringen formalen Bildungsqualifikationen üblicherweise eine Beschäftigung finden. Es wird verdeutlicht, dass die an solchen Arbeitsplätzen abverlangten Literalitätskompetenzen in Fort- und Weiterbildungskonzepten bislang jedoch ebenso wenig berücksichtigt werden wie im schulischen und berufsvorbereitenden Unterricht." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"Einfacharbeit" im Dienstleistungssektor (2011)
Zitatform
Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (2011): "Einfacharbeit" im Dienstleistungssektor. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 20, H. 3, S. 173-187. DOI:10.1515/arbeit-2011-0304
Abstract
"Der Anteil der Einfacharbeitsplätze im Dienstleistungssektor liegt prozentual niedriger als im Produzierenden Gewerbe. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungssektors an der Gesamtbeschäftigung entfallen aber rund drei Viertel aller Einfacharbeitsplätze in Deutschland auf den Dienstleistungssektor. Fallstudien zu Stellenbesetzungsprozessen in 25 Dienstleistungsunternehmen zeigen, dass die Anforderungen an einfache Dienstleistungstätigkeiten aufgrund der technischen Vernetzung, der zunehmenden Kundenkontakte und der teilweise ambulanten Tätigkeit beim Kunden gestiegen sind. Neben guter Allgemeinbildung werden ein ansprechendes Äußeres und soziale Schlüsselqualifikationen gefragt. Zunehmend werden beruflich Qualifizierte für diese Tätigkeiten rekrutiert. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass das Segment einfacher Arbeit in der Segmentationstheorie ausdifferenziert werden sollte. Zu unterscheiden wäre zwischen einfachen spracharmen und komplexeren kommunikationsintensiven Dienstleistungstätigkeiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Être sans diplôme aujourd'hui en France: quelles caractéristiques, quel parcours et quel destin? (2011)
Bouhia, Rachid; Lebrère, Alexandre; Garrouste, Manon; Ricroch, Layla; Saint Pol, Thibaut de;Zitatform
Bouhia, Rachid, Manon Garrouste, Alexandre Lebrère, Layla Ricroch & Thibaut de Saint Pol (2011): Être sans diplôme aujourd'hui en France. Quelles caractéristiques, quel parcours et quel destin? In: Economie et Statistique H. 443, S. 29-50.
Abstract
"In diesem Artikel wird die Population der Menschen untersucht, die das französische Bildungssystem ohne Abschluss verlassen haben. Beschrieben werden insbesondere ihr schulischer Werdegang und ihre Eingliederung in den Arbeitsmarkt anhand von Daten aus der Insee-Erhebung 'Ausbildung und berufliche Qualifikation' des Jahrs 2003. Mit der Anwendung einer Methode der optimalen Paarbildung im Hinblick auf den Schulkalender, die bei der Erhebung festgestellt wurde, wird eine Typologie der verschiedenen Laufbahnen erstellt, die zu einem Schulende ohne Abschluss führen. Ein besonders entscheidender Faktor für das Verlassen des Schulsystems ohne Abschluss sind die frühzeitigen schulischen Schwierigkeiten, die sich durch Sitzenbleiben in der Primarstufe äußern. Eine wichtige Rolle spielen aber auch die Orientierungen in der Oberstufe, in der die Schüler der ersten und der zweiten Sekundarstufe mit denjenigen konfrontiert sind, die eine rasche Berufsausbildung mit einem Facharbeiter- oder einem Berufsschulabschluss beenden. Die unterschiedlichen Werdegänge unterscheiden sich allerdings nicht nur entsprechend den schulischen Merkmalen der Schüler, sondern auch durch ihre sozioökonomischen Profile. So weisen die Personen mit schulischem Erfolg, die über die günstigsten sozialen Merkmale verfügen, klassischere Werdegänge auf und wiederholen eine Klasse viel später. Die Effekte der Heterogenität der sozialen Herkunft scheinen somit trotz des Fehlens eines Ausbildungsabschlusses fortzubestehen. Diese Heterogenität wirkt sich auf die Eingliederung in den Arbeitsmarkt aus. Der Umstand, über eine Qualifikation zu verfügen, fördert die Eingliederung, auch wenn diese Ausbildung nicht durch ein Diplom validiert wird. Selbst wenn die Berufsausbildungen wie der Facharbeiterabschluss eine Art von Schutzfunktion ausüben, weisen die Personen mit dem klassischsten schulischen Werdegang die geringste Arbeitslosenquote sowie die stabilsten beruflichen Laufbahnen zum Zeitpunkt der Erhebung auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Spillover effects of minimum wages: theory and experimental evidence (2011)
Zitatform
Dittrich, Marcus, Andreas Knabe & Kristina Leipold (2011): Spillover effects of minimum wages. Theory and experimental evidence. (CESifo working paper 3576), München, 25 S.
Abstract
"We study the spillover effects of minimum wages in a laboratory experiment. In a bilateral firm-worker bargaining setting, we find that the introduction of a minimum wage exerts upward pressure on wages even if the minimum wage is too low to be a binding restriction. Furthermore, raising the minimum wage to a binding level increases the bargained wage above the new minimum wage level. While the Nash solution cannot explain the existence of spillover effects, the Kalai-Smorodinsky solution yields results that are qualitatively more in line with our experimental findings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wenig Lohn trotz Vollzeitbeschäftigung: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und Hessen. Eine Bestandsaufnahme (2011)
Zitatform
Garloff, Alfred & Jan Machnig (2011): Wenig Lohn trotz Vollzeitbeschäftigung. Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und Hessen. Eine Bestandsaufnahme. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Hessen 03/2011), Nürnberg, 47 S.
Abstract
"In dieser Studie beschäftigen wir uns mit dem Niedriglohnsektor in Deutschland und Hessen. Untersucht wird die Struktur und Entwicklung von niedrigentlohnten sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten zwischen 1999 und 2010. Wie auch in Deutschland hat der Anteil des Niedriglohnsektors an allen Beschäftigten in Hessen deutlich zugenommen: In nur elf Jahren verzeichnet man hierzulande einen Anstieg um über vier Prozentpunkte oder um rund ein Viertel auf knapp 19 Prozent. Der Anstieg findet sich in fast allen Berufsbereichen und in vielen Wirtschaftszweigen. Individuelle Merkmale, die besonders häufig im Niedriglohnsektor zu finden sind, sind weiblich, jung und geringqualifiziert. Auffällig ist jedoch, dass auch viele Personen mit berufsqualifizierendem Abschluss in diesem Bereich zu finden sind. Hohe Niedriglohnanteile finden sich darüber hinaus eher in Dienstleistungsbereichen als in Fertigungsbereichen. So gesehen geht der Strukturwandel zur Dienstleistungsgesellschaft mit einer zunehmenden Niedriglohnproblematik einher." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Context matters: economic marginalization of low-educated workers in cross-national perspective (2011)
Zitatform
Gesthuizen, Maurice, Heike Solga & Ralf Künster (2011): Context matters: economic marginalization of low-educated workers in cross-national perspective. In: European Sociological Review, Jg. 27, H. 2, S. 264-280. DOI:10.1093/esr/jcq006
Abstract
"This article explains the different extent of economic marginalization of low-educated persons in different countries. Research on economic marginalization mainly studies the so-called displacement mechanism: the higher the high-skill supply is in relation to the high-skill demand, the higher is the risk of being unemployed for low-educated workers. In this article, we examine their economic marginalization in terms of status position. This research expands the explanation of economic marginalization of low-educated workers by scrutinizing additional causes, such as negative social selection, negative cognitive competence selection, and the increasing negative signal of being low educated (discredit). The results of the country comparison, using multilevel estimation techniques with inclusion of cross-level interactions, depict that, indeed, educational differences in socio-economic status attainment are larger in countries where the average competence of the group is low, the social composition is unfavourable, and the size of the low-educated group is relatively small. By considering these additional explanations, we are now better able to understand the economic vulnerability of low-educated people in educationally expanded countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Gleiche Chancen für Frauen und Männer mit Berufsausbildung?: Berufswechsel, unterwertige Erwerbstätigkeit und Niedriglohn in Deutschland (2011)
Zitatform
Hall, Anja (2011): Gleiche Chancen für Frauen und Männer mit Berufsausbildung? Berufswechsel, unterwertige Erwerbstätigkeit und Niedriglohn in Deutschland. (Berichte zur beruflichen Bildung), Bielefeld: Bertelsmann, 252 S.
Abstract
"Trotz abgeschlossener Berufsausbildung arbeiten viele deutsche Frauen und Männer unter ihrem Ausbildungsniveau und außerhalb ihres Ausbildungsberufs. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der Schulbildung, dem erlernten Beruf und ausbildungsunangemessener Erwerbstätigkeit? Und welche Rolle spielt dabei das Geschlecht? Anja Hall untersucht auf Basis einer Repräsentativbefragung von 20.000 Erwerbstätigen das Ausmaß von unterwertiger Erwerbstätigkeit trotz abgeschlossener Berufsausbildung und die damit verbundenen Probleme der Niedriglöhne. Dem erlernten Beruf kommt hierbei eine Schlüsselstellung zu. Besonderes Augenmerk legt sie dabei auf den Vergleich zwischen den Geschlechtern: Sind Frauen häufiger von unterwertiger Erwerbstätigkeit und Niedriglohn betroffen als Männer? Wechseln sie häufiger als Männer den erlernten Beruf und wann kann man überhaupt von einem Berufswechsel sprechen? Fachkundig und präzise gibt sie Einblick in das schwierige Forschungsfeld der Ausbildungsinadäquanz und bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Wissensstand in diesem Bereich." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zunehmende Arbeitsmarktrisiken für Geringqualifizierte: Herausforderungen und Handlungsoptionen (2011)
Zitatform
Heisig, Jan Paul & Johannes Giesecke (2011): Zunehmende Arbeitsmarktrisiken für Geringqualifizierte. Herausforderungen und Handlungsoptionen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 64, H. 1, S. 44-46. DOI:10.5771/0342-300X-2011-1-44
Abstract
"Die Arbeitsmarktchancen von geringqualifizierten Personen haben sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verschlechtert. Schlaglichtartig betrachtet der Beitrag einige der bildungs- und sozialpolitischen Herausforderungen, die sich aus dieser Entwicklung ergeben. Er plädiert unter anderem für weit reichende Reformen der vorschulischen und schulischen Bildung, um die Bildungschancen von Kindern aus niedrig gebildeten Elternhäusern zu verbessern. Zudem befürwortet der Beitrag Verbesserungen im Bereich der nachholenden Berufsausbildung und im Zugang zu (betrieblicher) Fort- und Weiterbildung. Abschließend regt er eine stärkere Auseinandersetzung mit der drohenden Zunahme der Altersarmut unter den Geringqualifizierten an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Minimum wage channels of adjustment (2011)
Zitatform
Hirsch, Barry T., Bruce E. Kaufman & Tetyana Zelenska (2011): Minimum wage channels of adjustment. (IZA discussion paper 6132), Bonn, 45 S.
Abstract
"The economic impact of the 2007-2009 increases in the federal minimum wage (MW) is analyzed using a sample of quick-service restaurants in Georgia and Alabama. Store-level biweekly payroll records for individual employees are used, allowing us to precisely measure the MW compliance cost for each restaurant. We examine a broad range of adjustment channels in addition to employment, including hours, prices, turnover, training, performance standards, and non-labor costs. Exploiting variation in the cost impact of the MW across restaurants, we find no significant effect of the MW increases on employment or hours over the three years. Cost increases were instead absorbed through other channels of adjustment, including higher prices, lower profit margins, wage compression, reduced turnover, and higher performance standards. These findings are compared with MW predictions from competitive, monopsony, and institutional/behavioral models; the latter appears to fit best in the short run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Industrielle Einfacharbeit: Stabilität und Perspektiven (2011)
Zitatform
Ittermann, Peter, Jörg Abel & Werner Dostal (2011): Industrielle Einfacharbeit. Stabilität und Perspektiven. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 20, H. 3, S. 157-172. DOI:10.1515/arbeit-2011-0303
Abstract
"Der Beitrag thematisiert die Strukturen und Entwicklungsdynamiken industrieller Einfacharbeit und vertritt entgegen anderslautender Diagnosen die These, dass diese kein Auslaufmodell in der Wissensgesellschaft ist. Auf der Basis empirischer Befunde wird gezeigt, dass von einem stabilen Sockel der Einfacharbeit auszugehen ist und zahlreiche Kernzonen dafür in der Industrie identifiziert werden können. Das Beispiel der Ernährungsindustrie verdeutlicht, dass einfache, gering qualifizierte Tätigkeiten ein zentrales Moment in der Produktion und Verpackung von Lebensmitteln sind. Zwar sind die Arbeitsanforderungen auf einem niedrigen Niveau, dennoch ergeben sich verschiedene arbeitsorganisatorische Muster von mehr oder weniger angereicherter Einfacharbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Good jobs, bad jobs: the rise of polarized and precarious employment systems in the United States, 1970s to 2000s (2011)
Kalleberg, Arne L.;Zitatform
Kalleberg, Arne L. (2011): Good jobs, bad jobs. The rise of polarized and precarious employment systems in the United States, 1970s to 2000s. (American Sociological Association's Rose Series in Sociology), New York: Russell Sage Foundation, 292 S.
Abstract
"The economic boom of the 1990s veiled a grim reality: in addition to the growing gap between rich and poor, the gap between good and bad quality jobs was also expanding. The postwar prosperity of the mid-twentieth century had enabled millions of American workers to join the middle class, but as the author shows, by the 1970s this upward movement had slowed, in part due to the steady disappearance of secure, well-paying industrial jobs. Ever since, precarious employment has been on the rise - paying low wages, offering few benefits, and with virtually no long-term security. Today, the polarization between workers with higher skill levels and those with low skills and low wages is more entrenched than ever. The book traces this trend to large-scale transformations in the American labor market and the changing demographics of low-wage workers. The author draws on nearly four decades of survey data, as well as his own research, to evaluate trends in U.S. job quality and suggest ways to improve American labor market practices and social policies. The book provides an insightful analysis of how and why precarious employment is gaining ground in the labor market and the role these developments have played in the decline of the middle class. The author shows that by the 1970s, government deregulation, global competition, and the rise of the service sector gained traction, while institutional protections for workers - such as unions and minimum-wage legislation - weakened. Together, these forces marked the end of postwar security for American workers. The composition of the labor force also changed significantly; the number of dual-earner families increased, as did the share of the workforce comprised of women, non-white, and immigrant workers. Of these groups, blacks, Latinos, and immigrants remain concentrated in the most precarious and low-quality jobs, with educational attainment being the leading indicator of who will earn the highest wages and experience the most job security and highest levels of autonomy and control over their jobs and schedules." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Bildungsferne Menschen - menschenferne Bildung?: Grundlagen und Praxis arbeitsbezogener Grundbildung (2011)
Klein, Rosemarie; Kronika, Helmut; Klein, Rosemarie; Zisenis, Dieter; Reutter, Gerhard; Alke, Matthias ; Neumann, Ulf; Behlke, Karin; Pomsel, Marco; Drubig, Roland; Res, Spela; Goulet, Gail; Reutter, Gerhard; Zisenis, Dieter; Rives, Gilles; Dorschky, Lilo; Roßmann, Esther; Hansson, Tord; Rouquie, Denis; Funk, Sarah; St. Clair, Ralf ; Arajärvi, Outi; Stanik, Tim ;Zitatform
Klein, Rosemarie, Gerhard Reutter & Dieter Zisenis (Hrsg.) (2011): Bildungsferne Menschen - menschenferne Bildung? Grundlagen und Praxis arbeitsbezogener Grundbildung. (GiWA-Schriftenreihe zu Grundbildung in Wirtschaft und Arbeit - mehrperspektivisch 04), Göttingen: Institut für angewandte Kulturforschung e.V., 286 S.
Abstract
"Arbeitsinhaltliche und -organisatorische Veränderungen betreffen zunehmend auch die sogenannten Einfacharbeitsplätze. Damit gewinnt Grundbildung in arbeitsbezogenen Kontexten an Bedeutung. In diesem Zusammenhang bedeutet Grundbildung - sei es für Personen in oder außerhalb von Erwerbsarbeit - mehr als die Vermittlung elementarer Lern-, Schreib- und Rechenkenntnisse; sie verlangt neue Orte des Lernens, sie braucht Inhalte, die auf die jeweiligen Arbeitsanforderungen abgestimmt sind, und didaktisch-methodische Orientierungen, die den spezifischen Lern- und Leistungsvorraussetzungen der sogenannten Geringqualifizierten gerecht werden; sie erfordert zudem eine enge Abstimmung zwischen individuellen und Unternehmerinteresse. Wie arbeitsbezogene Grundbildung in unterschiedlichen Arbeitskontexten und mit unterschiedlichen Zielgruppen gestaltet werden kann, wie sich die Ziele der Verbesserung von Empowerment erreichen lassen und die Erhöhung von Employability verfolgen lässt, welche Herausforderung dies an Berater(innen) stellt, wird in diesem Sammelband aus deutschen und europäischen Perspektiven vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Public employment services, employers and the failure of placement of low-skill workers in six European countries (2011)
Zitatform
Larsen, Christian Albrekt & Patrik Vesan (2011): Public employment services, employers and the failure of placement of low-skill workers in six European countries. (Working Papers on the Reconciliation of Work and Welfare in Europe. REC-WP 02/2011), Edinburgh, 29 S.
Abstract
"The paper explains why across Europe very few job matches are facilitated by public employment services (PES), looking at the existence of a double-sided asymmetric information problem on the labour market. It is argued that although a PES potentially reduces search costs, both employers and employees have strong incentives not to use the PES. The reason is that employers try to avoid the 'worst' employees, and employees try to avoid the 'worst' employers. Therefore PES get caught in a low-end equilibrium that is almost impossible to escape. The mechanisms leading to this low-end equilibrium are illustrated by means of qualitative interviews with 40 private employers in six European countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zeit- und Einkommensarmut von Freien Berufen und Unternehmern (2011)
Merz, Joachim; Rathjen, Tim;Zitatform
Merz, Joachim & Tim Rathjen (2011): Zeit- und Einkommensarmut von Freien Berufen und Unternehmern. (FFB-Diskussionspapier 89), Lüneburg, 21 S.
Abstract
"Freiberuflern und Unternehmern (Gewerbetreibende) wird nachgesagt, sie seien als Selbständige nicht nur einkommensreich sondern auch zeitreich, da sie aufgrund ihrer Unabhängigkeit und Zeitsouveränität auch verhältnismäßig viel disponible Zeit zur Verfügung haben. Unsere Studie untersucht diese These und damit erstmals die Wohlfahrtssituation von Freien Berufen und Unternehmern indem nicht nur nach der Einkommensarmut gefragt wird, sondern auch Zeitarmut im Rahmen eines neuen interdependenten multidimensionalen Armutskonzepts Berücksichtigung findet. Datenbasis ist einerseits das Sozioökonomische Panel für die bevölkerungsrepräsentative Bewertung der Kompensierung/Substitutionalität zwischen genuiner, persönlicher Freizeit und Einkommen als auch die aktuellste Zeitbudgeterhebung 2001/02 des Statistischen Bundesamtes. Insgesamt ist eine besondere Betroffenheit multipler Zeit- und Einkommensarmut der Freiberufler und verstärkt der Unternehmer im Vergleich zu allen Erwerbstätigen festzuhalten, ein Ergebnis, das landläufigen Einschätzungen bemerkenswert widerspricht. Ein erheblicher Anteil von nicht-einkommensarmen aber zeitarmen Erwerbstätigen generell, und Unternehmer wie auch Freiberufler im Besondern, ist nicht in der Lage, ihr Zeitdefizit durch ihr Einkommen zu kompensieren. Dieser Personenkreis wird sowohl in der Armuts- und Wohlfahrtsdiskussion, in der Diskussion um die 'working poor' als auch in den Diskussionen um Zeitstress und Zeitdruck bisher generell, und insbesondere für die Selbständigen als Freiberufler und Unternehmer, vernachlässigt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeit- und Einkommensarmut von Selbständigen als Freiberufler und Unternehmer: ein Beitrag zu interdependenter multidimensionaler Armut und zu den "working poor" (2011)
Merz, Joachim; Rathjen, Tim;Zitatform
Merz, Joachim & Tim Rathjen (2011): Zeit- und Einkommensarmut von Selbständigen als Freiberufler und Unternehmer. Ein Beitrag zu interdependenter multidimensionaler Armut und zu den "working poor". In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 80, H. 4, S. 51-76. DOI:10.3790/vjh.80.4.51
Abstract
"Fundierte Informationen über den Lebensstandard, die Einkommens- und Zeitsituation von Selbständigen - als Freiberufler und Unternehmer (Gewerbetreibende) - sind äußerst rar, obwohl diese Gruppe der Erwerbstätigen eine besondere Bedeutung als 'Motor der Wirtschaft' zugesprochen wird. Unsere Studie ist dazu ein Beitrag und untersucht die Wohlfahrtssituation von Selbständigen, indem nicht nur nach der Einkommensarmut gefragt wird, sondern auch Zeitarmut im Rahmen eines neuen interdependenten multidimensionalen Armutskonzepts Berücksichtigung findet. Datenbasis ist einerseits das Sozio-oekonomische Panel für die bevölkerungsrepräsentative Bewertung der Kompensierung/Substitutionalität zwischen genuiner, persönlicher Freizeit und Einkommen als auch die beiden Zeitbudgeterhebungen 1992/92 und 2001/02 des Statistischen Bundesamtes. Zentrales Ergebnis: Selbständige sind hinsichtlich alleiniger Einkommensarmut, alleiniger Zeitarmut und interdependenter multidimensionaler Zeit- und Einkommensarmut in beiden Jahren weit stärker betroffen als alle anderen Erwerbstätigen. Ein erheblicher Anteil von nichteinkommensarmen, aber zeitarmen Erwerbstätigen generell und Selbständige im Besonderen ist nicht in der Lage, ihr Zeitdefizit durch ihr Einkommen zu kompensieren. In der multivariaten Erklärung des interdependenten multidimensionalen (IMD) Zeit- und Einkommensarmutsrisikos (Probit-Analyse) hat sich die familiäre Situation mit zunehmender Kinderzahl als signifikantes Erklärungsmuster, und zwar sowohl für Alleinerziehende als auch für Paare, herausgestellt. Zeit- und einkommensarme Personen werden damit sowohl in der Armuts- und Wohlfahrtsdiskussion, in der Diskussion um die 'woorking poor' als auch in den Diskussionen um Zeitstress und Zeitdruck bisher generell, und für die Selbständigen insbesondere, unzulässigerweise vernachlässigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Low-wage careers: Are there dead-end firms and dead-end jobs? (2011)
Zitatform
Mosthaf, Alexander, Claus Schnabel & Jens Stephani (2011): Low-wage careers: Are there dead-end firms and dead-end jobs? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 43, H. 3, S. 231-249., 2010-07-01. DOI:10.1007/s12651-010-0036-4
Abstract
"Mit repräsentativen, verbundenen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten der Bundesagentur für Arbeit verdeutlicht diese Studie, dass nur jeder siebte Vollzeitbeschäftigte, der 1998/99 einen Niedriglohn (von weniger als zwei Dritteln des Medianlohns) bezog, bis 2003 den Niedriglohnsektor verlassen konnte. Bivariate Probit-Schätzungen mit endogener Selektion deuten darauf hin, dass die Aufwärtsmobilität für jüngere und besser qualifizierte Geringverdiener höher ausfällt, wohingegen Frauen deutlich weniger erfolgreich sind. Wir zeigen, dass auch die Merkmale des Beschäftigungsbetriebes die Aufstiegswahrscheinlichkeit beeinflussen. Insbesondere kleinere Betriebe und solche mit einem hohen Anteil von Niedriglohnbeschäftigten scheinen häufig Sackgassen für Geringverdiener darzustellen. Die Wahrscheinlichkeit, den Niedriglohnsektor zu verlassen, ist ferner relativ gering, wenn man in bestimmten (meist weniger qualifizierten) Jobs verharrt. Die Abwanderung aus solchen Betrieben und Beschäftigungen, die Sackgassen darstellen, dürfte deshalb ein wichtiges Mittel sein, um höhere Löhne zu erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere , 66
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: LASER discussion papers , 37
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: IZA discussion paper , 4696
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Literaturhinweis
Low-wage jobs - stepping stones or just bad signals? (2011)
Mosthaf, Alexander;Zitatform
Mosthaf, Alexander (2011): Low-wage jobs - stepping stones or just bad signals? (IAB-Discussion Paper 11/2011), Nürnberg, 29 S.
Abstract
"Dieses Papier untersucht, inwiefern sich Effekte von Niedriglohnbeschäftigung und Nichtbeschäftigung auf zukünftige Lohnaussichten hinsichtlich der Qualifikation von Individuen unterscheiden. Es verwendet dynamische multinomiale Logit Modelle mit zufälligen Effekten und berücksichtigt Interaktionsterme der vorhergehenden Erwerbszustände mit Qualifikation, um Heterogenität von Pfadabhängigkeit zu messen. Den Ergebnissen nach sind Niedriglohnbeschäftigungen für Geringqualifizierte Sprungbretter in Hochlohnbeschäftigungen. Im Gegensatz hierzu sind die Chancen von Arbeitnehmern mit Universitätsabschluss, eine Hochlohnbeschäftigung zu finden, gleich gross wenn sie niedriglohnbeschäftigt bzw. nicht beschäftigt sind (wobei das Risiko, in Zukunft nicht beschäftigt zu sein, bei Niedriglohnbeschäftigungen geringer ist). Außerdem deuten die Ergebnisse dieses Papiers darauf hin, dass Niedriglohnbeschäftigungen mit negativen Signaleffekten für Arbeitnehmer mit Universitätsabschluss einhergehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Employers' search and the efficiency of matching (2011)
Zitatform
Pellizzari, Michele (2011): Employers' search and the efficiency of matching. In: British Journal of Industrial Relations, Jg. 49, H. 1, S. 25-53. DOI:10.1111/j.1467-8543.2009.00770.x
Abstract
"Unskilled workers in low productivity jobs typically experience higher labour turnover. This article shows how this finding is related to variation in the efficiency of the matching process across occupations. If employers find it less profitable to invest in search and screening activities when recruiting for low-productivity jobs, matches at the lower end of the occupation distribution will be more prone to separation. The analysis of a unique sample of British hirings, containing detailed information about employers' recruitment practices, shows that more intensive recruitment leads to matches of better quality that pay higher wages, last longer and make employers more satisfied with the person taken on." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Duration of low wage employment: a study based on a survival model (2011)
Pimenta, Antonio M. S.; Silva, Francisco J. F.; Vieira, Jose A. C.;Zitatform
Pimenta, Antonio M. S., Francisco J. F. Silva & Jose A. C. Vieira (2011): Duration of low wage employment. A study based on a survival model. (IZA discussion paper 5972), Bonn, 21 S.
Abstract
"This paper includes a survival analysis which attempts to explain the duration, as in the number of years a worker remains in a low wage situation. Explanatory variables take into account the characteristics of the employee, such as education, age, tenure with the company, gender and nationality, and the characteristics of the job and the company such as industry affiliation, number of employees, age of the company and location." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geringfügige Beschäftigung in Österreich (2011)
Riesenfelder, Andreas; Schelepa, Susi; Wetzel, Petra;Zitatform
Riesenfelder, Andreas, Susi Schelepa & Petra Wetzel (2011): Geringfügige Beschäftigung in Österreich. Wien, 199 S.
Abstract
"L&R Sozialforschung führte im Jahr 2002 in Kooperation mit dem Institut für Staatswissenschaften der Universität Wien eine erste umfassende Grundlagenstudie zur Beschäftigungssituation und sozialen und materiellen Absicherung von geringfügig Beschäftigten in Österreich durch. Seither wurde keine vergleichbar umfassende Studie mehr zur Situation geringfügig Beschäftigter in Österreich publiziert. Die vorliegende Studie schließt diese Lücke und liefert umfassende aktuelle Informationen über die derzeitige Situation von geringfügig Beschäftigten. Die Erkenntnisse aus der Studie sollen u.a. dazu beitragen, das Informationsangebot für geringfügig Beschäftigte, wie im aktuellen Regierungsprogramm festgehalten, bedarfsorientierter zu gestalten. Gegenüber der ersten Grundlagenstudie sind in dieser Forschungsarbeit einige Themen neu hinzugekommen. So wurden jetzt etwa Verläufe und Strukturen nun im Rahmen der Längsschnittdatenanalysen zusätzlich auf Basis des Migrationshintergrunds anstelle des einfachen Staatsbürgerschaftsbegriffes abgebildet. Dementsprechend wurde auch im Rahmen der Interviews anstelle der Staatsbürgerschaft der Migrationshintergrund erhoben und dargestellt. Weiters wurden detaillierte Erhebungen zur Frage der Arbeitszufriedenheit und zur Arbeitsbelastung getätigt. Zusätzlich wurde auch auf eine Darstellung der Branchen und Wirtschaftsbereiche der Arbeitsplätze geringfügig Beschäftigter im Jahresvergleich geachtet. Neu hinzugekommen ist auch eine Erhebung zu arbeitsrechtlichen Problemen im Zusammenhang mit geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und zum Stand der Information der geringfügig Beschäftigten über ihre rechtlichen Ansprüche. Auf methodischer Ebene wurde in dieser Studie ein Instrumentarium bestehend aus Sekundäranalysen, Längsschnittdatenanalysen des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Repräsentativinterviews mit geringfügig Beschäftigten und qualitativen Interviews mit ExpertInnen eingesetzt." (Textauszug, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: Sozialpolitische Studienreihe , 08 -
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Sustaining the work ability and work motivation of lower-educated older workers: directions for work redesign (2011)
Sanders, Jos; Dorenbosch, Luc; Blonk, Roland; Gründemann, Rob;Zitatform
Sanders, Jos, Luc Dorenbosch, Rob Gründemann & Roland Blonk (2011): Sustaining the work ability and work motivation of lower-educated older workers. Directions for work redesign. In: Management revue, Jg. 22, H. 2, S. 132-150.
Abstract
"This study examines directions for work redesign which might lead to the creation of sustainable jobs for lower-educated older workers (45 years or over, ISCED 0-2) and thus motivate and enable them to extend their working lives. We use longitudinal data on 1,264 older Dutch workers collected by the Netherlands Working Conditions Cohort Study to analyse the characteristics of the work of lower-educated older workers and how these differ from those of higher-educated older workers. The aim is to determine whether work redesign initiatives directed to these characteristics might have the desired effect of enhancing work ability and/or work motivation. This study is unique in its focus on lower-educated older workers as a target group for active ageing policies at the EU, national and company HR levels, and also in its focus on work redesign rather than the training or improvement of the health of workers. Our findings suggest that redesigning social work characteristics can be a first step in developing sustainable jobs for lower-educated older workers. Moreover, a redesign of contextual work characteristics also seems promising." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Lohnmobilität von jüngeren Geringverdienern in Deutschland (2011)
Schnitzlein, Daniel; Stephani, Jens;Zitatform
Schnitzlein, Daniel & Jens Stephani (2011): Lohnmobilität von jüngeren Geringverdienern in Deutschland. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 80, H. 4, S. 13-30. DOI:10.3790/vjh.80.4.13
Abstract
"Anhand von Befragungsdaten sowie administrativen, verbundenen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten untersucht dieser Beitrag die Lohnmobilität von jüngeren, unter 35 Jahre alten Geringverdienern in Deutschland im Zeitraum 1995 bis 2010. Deskriptiv zeigt sich, dass der Anteil der Geringverdiener in dieser Altersgruppe seit Mitte der 90er Jahre signifikant gestiegen ist und deutlich höher liegt als der Anteil an allen Beschäftigten. Die Aufstiegschancen der jüngeren Geringverdiener lagen dabei stets über denen aller Geringverdiener. Im Zeitverlauf sind ein Abfall der Aufstiegsmobilität in den späten 90er Jahren sowie ein erneuter Anstieg im Verlauf des neuen Jahrtausends zu beobachten. Multivariate Analysen unter Verwendung bivariater Probitmodelle mit endogener Selektion weisen darauf hin, dass Frauen schlechtere Aufstiegschancen haben als Männer. Das individuelle Bildungsniveau der jüngeren Geringverdiener ist ein wichtiger Erklärungsfaktor des individuellen Aufstiegs. Des Weiteren spielen Merkmale des Arbeitgebers, wie zum Beispiel die Betriebsgröße und die Zusammensetzung der Belegschaft, eine wichtige Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Niedriglohnsektor in Deutschland: Entwicklung, Struktur und individuelle Erwerbsverläufe. Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (2011)
Schäfer, Holger; Schmidt, Jörg;Zitatform
Schäfer, Holger & Jörg Schmidt (2011): Der Niedriglohnsektor in Deutschland. Entwicklung, Struktur und individuelle Erwerbsverläufe. Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Köln, 51 S.
Abstract
"Der Arbeitsmarkt muss auch Geringqualifizierten eine Chance bieten. Für Arbeitnehmer mit niedriger Qualifikation bieten sich überwiegend nur einfache Tätigkeiten an. Da diese wenig zur Wertschöpfung der Betriebe beitragen und sich die Beschäftigten darüber hinaus der Konkurrenz durch Automation und internationale Arbeitsteilung stellen müssen, sind die Verdienstmöglichkeiten in der Regel begrenzt. Das hat zur Folge, dass ein arbeitsmarktpolitischer Erfolg, nämlich der Abbau der Arbeitslosigkeit Geringqualifizierter, zu einem Phänomen führt, das häufig davon losgelöst diskutiert wird: die Zunahme von Beschäftigungsverhältnissen mit vergleichsweise geringen Löhnen.
Eine andere Sichtweise charakterisiert den Niedriglohnsektor eher als verteilungspolitischen Problemfall, dessen Existenz und Wachstum auf eine Reihe problematischer wirtschafts-, tarif-, sozial- und bildungspolitischer Weichenstellungen zurückgehe. Insbesondere sei der Niedriglohnsektor kein besonderes Arbeitsmarktsegment für Geringqualifizierte, da rund drei Viertel der Niedriglohnbeschäftigten mindestens über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Dem beobachteten Anstieg der Niedriglohnbeschäftigung sei mit einem gesetzlichen Mindestlohn zu begegnen. Darüber hinaus seien atypische Beschäftigungsformen wie Zeitarbeit oder geringfügige Beschäftigung zu regulieren - offenbar mit der Zielsetzung, solche Beschäftigungsverhältnisse zu unterbinden - , da bei ihnen Niedriglöhne überdurchschnittlich weit verbreitet seien. Zu konzedieren ist, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen Niedriglohnbeschäftigung voraussichtlich effektiv bekämpfen würden. Die strittige Frage lautet, ob stattdessen entsprechende Beschäftigung zu höheren Löhnen oder in stärker regulierten Beschäftigungsformen entsteht oder ob nicht dauerhaft Beschäftigungsmöglichkeiten verloren gehen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Hauptsache billig?: Prekarisierung der Arbeit in den Sozialen Berufen (2011)
Stolz-Willig, Brigitte; Möhring-Hesse, Matthias; Kühnlein, Gertrud; Wulf-Schnabel, Jan; Christoforidis, Jannis; Dathe, Dietmar; Rhein, Thomas; Giesecke, Harald; Stefaniak, Anna; Klein, Uta; Stolz-Willig, Brigitte; Fuchs, Tatjana; Wagner, Alexandra; Christoforidis, Jannis; Wohlfahrt, Norbert; Hartmann-Hanff, Susanne; Wolf, Michael;Zitatform
Stolz-Willig, Brigitte & Jannis Christoforidis (Hrsg.) (2011): Hauptsache billig? Prekarisierung der Arbeit in den Sozialen Berufen. Münster: Verl. Westfälisches Dampfboot, 245 S.
Abstract
"Der gegenwärtig stattfindende Wandel der Gesellschaft - die Veränderung in Demographie, Arbeit und Lebensweise - haben den Bedarf und die Qualitätsanforderungen in den Sozialen Berufen enorm gesteigert. Über die Qualität der Pflegeleistungen, des Kinderschutzes, der frühkindlichen Bildung und Förderung der Integrationspolitik wird öffentlich heftig diskutiert und gestritten. Weniger Beachtung finden die gravierenden Veränderungen der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen im Sozialsektor. Paradox genug gehen wachsende Anforderungen an Sozialen Dienstleistungen mit Lohndumping und einer Ausweitung prekärer Beschäftigung einher. Ein Großteil der Sozialen Berufe wird an den Rand des Niedriglohnsektors gedrängt - und vorrangig betroffen davon ist qualifizierte Frauenarbeit. Die Autoren und Autorinnen fragen nach den Triebkräften dieser Entwicklungen und diskutieren die Beschäftigungsperspektiven und die Qualität der Arbeit in den Sozialen Berufen. Gefragt wird aber auch nach den Voraussetzungen und Bedingungen einer Wiedergewinnung normativ begründeter und sozial gestalteter Handlungsfähigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The ambiguous effect of minimum wages on hours (2011)
Zitatform
Strobl, Eric & Frank Walsh (2011): The ambiguous effect of minimum wages on hours. In: Labour economics, Jg. 18, H. 2, S. 218-228. DOI:10.1016/j.labeco.2010.09.004
Abstract
"In a competitive model we ease the assumption that efficiency units of labour are the product of hours and workers. We show that a minimum wage may either increase or decrease hours per worker and the change will have the opposite sign to the slope of the equilibrium hours hourly wage locus. Similarly, total hours worked may rise or fall. We illustrate the results throughout with a Cobb-Douglas example." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Low skill manufacturing work: from skill biased change to technological regression (2011)
Zitatform
Wickham, James (2011): Low skill manufacturing work. From skill biased change to technological regression. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 20, H. 3, S. 224-238. DOI:10.1515/arbeit-2011-0307
Abstract
"Die Theorie der wissensbasierten Gesellschaft postuliert sowohl einen Rückgang der Beschäftigung in der produzierenden Industrie als auch generell bei niedrig qualifizierter Arbeit. Im Beitrag wird die Logik dieser Argumentation untersucht und mögliche kritische Einwände diskutiert. Es wird argumentiert, dass erstens die 'Computerisierung' nicht den Bedarf an unqualifizierter, aber nichtroutinisierter Arbeit in der Industrie beseitigt. Zweitens wird dargelegt, dass es zu technologischer Stagnation oder gar Regression und damit zur Verstetigung von unqualifizierter Arbeit führen kann, wenn Arbeitgeber auf nur wenig kontrollierte Arbeitskräfte (wie neue Immigranten) zugreifen können. Ein dritter, wenn auch extremer Fall wird ebenfalls diskutiert: Immigration kann es sogar ermöglichen, dass neue Formen von niedrig qualifizierter Industriearbeit sich ausbreiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fordism at work in Canadian coffee shops (2011)
Woodhall, Julia R.; Muszynski, Alicja;Zitatform
Woodhall, Julia R. & Alicja Muszynski (2011): Fordism at work in Canadian coffee shops. In: Just Labour: A Canadian Journal of Work and Society, Jg. 17/18, S. 56-69.
Abstract
"Although many areas of work today are characterized by post-Fordist principles, there are still significant numbers of workplaces that have adapted and continue to operate using a Fordist model, and in particular, low-paying service industries that rely on a largely female and part-time labour force. This paper explores how the Fordist model has been adapted and extended within the Canadian coffee shop franchise industry. Qualitative interviews were conducted with staff and managers in selected coffee shops to gain a better understanding of how work is organized and managed in this industry." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labour-market polarisation and elementary occupations in Europe: blip or long-term trend? (2011)
Zitatform
(2011): Labour-market polarisation and elementary occupations in Europe. Blip or long-term trend? (CEDEFOP research paper 09), Thessaloniki, 62 S. DOI:10.2801/42045
Abstract
"European countries continue to experience significant changes in their economic and occupational structures, exposing workers and firms to rapidly evolving knowledge, skills and competence needs. From 1998 to 2008, an occupational polarisation emerged for the first time in Europe, with a concomitant rising demand at the upper and lower ends of the occupational skill distribution. In this paper, particular attention is given to elementary occupations. Much of the phenomenon can be traced back to macroeconomic trends and structural changes between sectors. The increasing labour supply of non-national workers, and some institutional characteristics, are also likely to be significant explanatory factors. In contrast, technological progress and/or work content changes seem to play a minor role., A more qualitative and institutionally oriented approach would contribute to better understanding of the phenomenon and to assessing whether a relative increase in elementary occupations will persist in the near future." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Betriebliche Weiterbildung für Geringqualifizierte: ein Akquise-Leitfaden für Personalentwickler (2010)
Zitatform
Abraham, Ellen (2010): Betriebliche Weiterbildung für Geringqualifizierte. Ein Akquise-Leitfaden für Personalentwickler. Bielefeld: Bertelsmann, 142 S.
Abstract
"Demographische Entwicklung, Globalisierung und veränderte Anforderungen an Einfacharbeitsplätze, erfordern zunehmend auch die Weiterbildung geringqualifizierter Arbeitnehmer. Dieser Leitfaden basiert auf den Erfahrungen des Hamburger GRAWiRA-Projektes. Er stellt externen wie internen Personalentwicklern, Unternehmensberatern und Bildungsanbietern die erarbeiteten, erprobten und evaluierten innovativen Ansätze und Produkte zur Verfügung, mit denen Unternehmen für das Thema sensibilisiert und bildungsferne Mitarbeiter für die Teilnahme an Grundbildungsangeboten gewonnen wurden. Es wird deutlich, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber von der Einbindung der Zielgruppe in das Konzept des Lebensbegleitenden Lernens profitieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Disadvantaged groups in the labour market (2010)
Barrett, Ruth;Zitatform
Barrett, Ruth (2010): Disadvantaged groups in the labour market. In: Economic and Labour Market Review, Jg. 4, H. 6, S. 18-24. DOI:10.1057/elmr.2010.78
Abstract
"Employment rates vary among different groups of the population, affected by factors such as age, sex, region, ethnic origin, disability status and level of qualification. Some groups face particular barriers to entering, remaining in and progressing within employment. This article considers the economic activity of groups that are considered to face such barriers and be disadvantaged with respect to opportunities for employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Falling at the bottom: Unskilled jobs at entry in the labor market in Spain over time and in a comparative perspective (2010)
Zitatform
Bernardi, Fabrizio & Juan-Ignacio Martínez-Pastor (2010): Falling at the bottom: Unskilled jobs at entry in the labor market in Spain over time and in a comparative perspective. In: International Journal of Comparative Sociology, Jg. 51, H. 4, S. 289-307. DOI:10.1177/0020715210368841
Abstract
"This article analyses the risk of occupying an unskilled job for young people in Spain over the last 30 years. In order to study change over time, all of the quarters of the Spanish Labor Force Survey have been used, from the third quarter of 1976 to the third quarter of 2007. The results show that the likelihood of having an unskilled job has decreased slightly. The logit regressions highlight: 1) the continuing importance of education in helping avoidance of the worst jobs; 2) greater equality of the sexes; and 3) nationality as a new and significant structuring factor of inequality. We have complemented the in-depth analysis for Spain with a comparative analysis for 24 countries using data from the European Labor Force Survey of 2005. Our findings demonstrate that there are more unskilled jobs in Spain in comparison with the other 23 countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Niedriglöhne und der Flickenteppich von (unzureichenden) Mindestlöhnen in Deutschland (2010)
Bispinck, Reinhard;Zitatform
Bispinck, Reinhard (2010): Niedriglöhne und der Flickenteppich von (unzureichenden) Mindestlöhnen in Deutschland. (WSI-Report 04), Düsseldorf, 19 S.
Abstract
"Die politische Auseinandersetzung um die Begrenzung des Niedriglohnsektors in Deutschland ist nach wie vor in vollem Gang. Zwar gewinnt die Forderung nach einem einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn in der Bevölkerung und bei den politischen Parteien immer mehr an Unterstützung, aber durchgesetzt ist sie noch keineswegs. Bislang konnten die Gewerkschaften lediglich einen eher vorsichtigen Ausbau des vorhandenen Instrumentariums erreichen. Der WSI-Report analysiert Reichweite, Niveau und Wirksamkeit des bestehenden Regelwerks zur Festsetzung von Mindestarbeitseinkommen. Er informiert außerdem über die Regulierungsvorstellungen der Betriebsräte auf Basis der jüngsten WSI-Betriebsrätebefragung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Statistical discrimination and employers' recruitment practices for low-skilled workers (2010)
Zitatform
Bonoli, Giuliano & Karl Hinrichs (2010): Statistical discrimination and employers' recruitment practices for low-skilled workers. (Working Papers on the Reconciliation of Work and Welfare in Europe. REC-WP 10/2010), Edinburgh, 26 S.
Abstract
"This paper deals with the recruitment strategies of employers in the low-skilled segment of the labour market. We focus on low-skilled workers because they are overrepresented among jobless people and constitute the bulk of the clientele included in various activation and labour market programmes. A better understanding of the constraints and opportunities of interventions in this labour market segment may help improve their quality and effectiveness. On the basis of qualitative interviews with 41 employers in six European countries, we find that the traditional signals known to be used as statistical discrimination devices (old age, immigrant status and unemployment) play a somewhat reduced role, since these profiles are overrepresented among applicants for low skill positions. On the other hand, we find that other signals, mostly considered to be indicators of motivation, have a bigger impact in the selection process. These tend to concern the channel through which the contact with a prospective candidate is made. Unsolicited applications and recommendations from already employed workers emit a positive signal, whereas the fact of being referred by the public employment office is associated with the likelihood of lower motivation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Nach welchen Regeln werden Arbeitsleistungen vergütet?: Zeitgespräch (2010)
Bosch, Gerhard; Hirsch, Boris ; Schneider, Hilmar; Schlicht, Ekkehart; Peichl, Andreas ; Schettkat, Ronald;Zitatform
Bosch, Gerhard, Ronald Schettkat, Ekkehart Schlicht, Boris Hirsch, Andreas Peichl & Hilmar Schneider (2010): Nach welchen Regeln werden Arbeitsleistungen vergütet? Zeitgespräch. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 90, H. 4, S. 215-234.
Abstract
"Die aktuelle Diskussion über zu hohe Managergehälter am oberen und zu niedrige Löhne am unteren Ende der Gehaltsskala führt zu den Grundregeln der Lohnbildung. In der ökonomischen Theorie stehen dabei vor allem individuelle Produktivitätsunterschiede als Ursache von Lohnunterschieden im Vordergrund. Wenig - wie einige Ökonomen finden zu wenig - wird dabei auf die Machtstrukturen auf dem Arbeitsmarkt geachtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Lokalisiertes Lernen oder funktionale Spezialisierung - wie nachhaltig gelingt die Integration von gering Qualifizierten in den regionalen Arbeitsmarkt?: Antworten aus Niedersachsen (2010)
Brandt, Oliver;Zitatform
Brandt, Oliver (2010): Lokalisiertes Lernen oder funktionale Spezialisierung - wie nachhaltig gelingt die Integration von gering Qualifizierten in den regionalen Arbeitsmarkt? Antworten aus Niedersachsen. Hannover, 412 S., Anhang.
Abstract
"Die Erklärung der regionalen Dimension des qualifikatorischen Strukturwandels steht in theoretischer und empirischer Hinsicht noch am Anfang. Wirtschaftsgeographische Theorien der räumlichen Arbeitsteilung (funktionale Spezialisierung) und des wissensbasierten regionalen Wachstums (lokalisiertes Lernen) werden genutzt, um die Disparitäten der regionalen Beschäftigungsentwicklung gering Qualifizierter am Beispiel der Untersuchungsregionen Goslar (Arbeitsplatzeinbruch) und Vechta (Wachstum) zu ergründen. Um eine dauerhafte Integration in den regionalen Arbeitsmarkt sicherzustellen, so die Grundannahme, müssen diese Faktoren zusätzlich mit intensiven betrieblichen Qualifizierungsanstrengungen einher gehen. In der empirischen Umsetzung wird ein Methodenmix aus Betriebsbefragung (n=217), Expertengesprächen (n=48) und Analyse von Sekundärstatistiken verwendet, wobei letztere die Verknüpfung zur regionalen Beschäftigungsentwicklung in Westdeutschland in den Jahren 2000 bis 2006 liefert. Die Betriebsbefragung hat ihren Schwerpunkt in Kernbranchen des Verarbeitenden Gewerbes beider Landkreise, weil die Theorien hauptsächlich auf Entwicklungen in diesem Sektor basieren. Zur Ableitung von Handlungsempfehlungen werden im Rahmen der Expertengespräche insbesondere Akteure aus dem Bildungsbereich eingebunden. Es zeigt sich, dass der erfolgreiche Landkreis Vechta auf Grund seiner funktionalen Spezialisierung auf Fertigungsberufe Beschäftigung im Segment einfacher Qualifikationen halten und sogar aufbauen kann. Dabei ist die Spezialisierung durch Familienbetriebe geprägt und endogen gewachsen. Zudem profitiert besonders das Ernährungsgewerbe Vechtas von einer ausgeprägten Kooperation der Unternehmen bei Innovationsprojekten und von Synergien regionaler Wertschöpfungskettenverflechtung. Im Gegensatz zu Goslar arbeiten in Vechta Wettbewerber bei der Produktentwicklung zusammen, und auch die problemorientierte Kooperation von Wirtschaft und Politik spricht für das Vorhandensein regionalen Sozialkapitals. Die un- und angelernten Mitarbeiter in Vechta profitieren jedoch nicht durch zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen. Entgegen der Erwartung zeigen sich die Betriebe in Goslar nicht nur weiterbildungsaktiver, sie kooperieren in diesem Bereich auch stärker regional als in Vechta. Insgesamt erweist sich die betriebliche Weiterbildung in dieser Mitarbeitergruppe überraschend nicht förderlich zur Erhöhung der Beschäftigung. Die Lerneffekte, die durch eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Fachkräften am Arbeitsplatz entstehen, sichern dagegen Beschäftigung bei gering Qualifizierten. Da eine funktionale Spezialisierung innerbetriebliche Lerneffekte reduziert und die Unternehmer trotz umfangreicher Förderprogramme vielfach keinen Qualifizierungsbedarf sehen, ist eine stärkere Ausrichtung präventiver Arbeitsmarktpolitik an den weiterbildungsschwachen Mitarbeitern nötig. Darüber hinaus wird deutlich, dass regionale Bildungsstrategien ein wichtiges Instrument für die Herausforderungen des qualifikatorischen Strukturwandels darstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Financial self-sufficiency or return to welfare? A longitudinal study of mothers among the working poor (2010)
Cheng, Tyrone;Zitatform
Cheng, Tyrone (2010): Financial self-sufficiency or return to welfare? A longitudinal study of mothers among the working poor. In: International journal of social welfare, Jg. 19, H. 2, S. 162-172. DOI:10.1111/j.1468-2397.2010.00718.x
Abstract
"This study investigated how working-poor mothers who withdrew from a US government assistance program were affected by the economy, welfare reform policies, and their own human capital, in terms of their likelihood of returning to welfare and their likelihood of becoming nonpoor through work. The study employed longitudinal data (covering 42 months) extracted from a national data set. The sample for the current study, which relied on event history analysis, consisted of 228 working-poor former welfare mothers. Results showed that the women's return to welfare was correlated to high unemployment, restrictive welfare policies, enrollment in Medicaid and food-stamp programs, possession of service-job skills, and being Hispanic. The women were most likely to attain relative financial independence in the presence of generous government assistance program policies, housing assistance, full-time employment, operative-job skills, college education, and marriage. African American ethnicity also made achievement of financial independence more likely." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wenig Licht, viel Schatten - der Dritte Sektor als arbeitsmarktpolitisches Experimentierfeld (2010)
Zitatform
Dathe, Dietmar, Christian Hohendanner & Eckhard Priller (2010): Wenig Licht, viel Schatten - der Dritte Sektor als arbeitsmarktpolitisches Experimentierfeld. In: Sozialpsychiatrische Informationen, Jg. 40, H. 2, S. 20-22.
Abstract
"Atypische Beschäftigungsverhältnisse wie Teilzeitjobs und befristete Arbeitsverträge dominieren den Dritten Sektor mehr und mehr. Es droht insbesondere mit den Ein-Euro-Jobs eine Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse und die Entwicklung zum Niedriglohnsektor. In Ostdeutschland sind 16 Prozent der Erwerbstätigen im Dritten Sektor in Ein-Euro-Jobs beschäftigt. Die Analysen zeigen, dass die Zahl der Beschäftigten in den letzten Jahren im Dritten Sektor relativ stabil geblieben ist, sich aber die Beschäftigungsstruktur stark verändert hat. Durch den hohen Anteil von Teilzeitbeschäftigung, befristeten Beschäftigungsverhältnissen und Ein-Euro-Jobs verliert der Dritte Sektor als Beschäftigungsbereich an Attraktivität . Dies kann auch zu einer Gefahr für seine Leistungsfähigkeit werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Life on the minimum wage in Australia: an empirical investigation (2010)
Zitatform
Dockery, Alfred Michael, Richard Seymour & Rachel Ong (2010): Life on the minimum wage in Australia. An empirical investigation. In: Australian Journal of Labour Economics, Jg. 13, H. 1, S. 1-26.
Abstract
"From 2006 to 2009, Federal minimum wages in Australia were set by the Australian Fair Pay Commission. This paper uses data from the Household, Income and Labour Dynamics in Australia panel survey to investigate the circumstances of persons who are paid at or near the minimum wage, and thus potentially affected by the wage determinations. Net disposable incomes for actual and potential minimum wage workers are modelled in and out of work to investigate the implications of the wage determinations on work incentives. In addition, a range of measures of socioeconomic status and wellbeing are inspected. Comparisons are made with selected groups of non-employed persons and those with higher earnings to highlight the potential costs and benefits for affected individuals, and hence the potential trade-offs faced in setting minimum wages if we accept that increases in minimum wages reduce employment opportunities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Low-wage work in the wealthy world (2010)
Gautie, Jerome; Berg, Peter ; Jaehrling, Karen ; Appelbaum, Eileen; Batt, Rosemary ; Westergaard-Nielsen, Niels; James, Susan ; Mayhew, Ken; Weinkopf, Claudia ; Bosch, Gerhard; Warhurst, Chris ; Dresser, Laura; Wanner, Eric; Gautie, Jerome; Voss-Dahm, Dorothea; Mason, Geoff; Vanselow, Achim; Lloyd, Caroline ; Klaveren, Maarten van; Bernhardt, Annette; Meer, Marc van der; Eskildsen, Jacob; Tilly, Chris ; Grundert, Klaus G.; Solow, Robert M.; Carré, Françoise; Salverda, Wiemer ; Schmitt, John; Moss, Philip; Grimshaw, Damian ; Mehaut, Philippe;Zitatform
Gautie, Jerome & John Schmitt (Hrsg.) (2010): Low-wage work in the wealthy world. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 485 S.
Abstract
"The book builds on an earlier Russell Sage Foundation study (Low-Wage America) to compare the plight of low-wage workers in the United States to five European countries - Denmark, France, Germany, the Netherlands, and the United Kingdom - where wage supports, worker protections, and social benefits have generally been stronger. By examining low-wage jobs in systematic case studies across five industries, this groundbreaking international study goes well beyond standard statistics to reveal national differences in the quality of low-wage work and the well being of low-wage workers. The United States has a high percentage of low-wage workers - nearly three times more than Denmark and twice more than France. Since the early 1990s, however, the United Kingdom, the Netherlands, and Germany have all seen substantial increases in low-wage jobs. While these jobs often entail much the same drudgery in Europe and the United States, quality of life for low-wage workers varies substantially across countries. The authors focus their analysis on the 'inclusiveness' of each country's industrial relations system, including national collective bargaining agreements and minimum-wage laws, and the generosity of social benefits such as health insurance, pensions, family leave, and paid vacation time - which together sustain a significantly higher quality of life for low-wage workers in some countries. Investigating conditions in retail sales, hospitals, food processing, hotels, and call centers, the book's industry case studies shed new light on how national institutions influence the way employers organize work and shape the quality of low-wage jobs. A telling example: in the United States and several European nations, wages and working conditions of front-line workers in meat processing plants are deteriorating as large retailers put severe pressure on prices, and firms respond by employing low-wage immigrant labor. But in Denmark, where unions are strong, and, to a lesser extent, in France, where the statutory minimum wage is high, the low-wage path is blocked, and firms have opted instead to invest more heavily in automation to raise productivity, improve product quality, and sustain higher wages. However, as the book also shows, the European nations' higher level of inclusiveness is increasingly at risk. 'Exit options,' both formal and informal, have emerged to give employers ways around national wage supports and collectively bargained agreements. For some jobs, such as room cleaners in hotels, stronger labor relations systems in Europe have not had much impact on the quality of work. The booked offers an analysis of low-wage work in Europe and the United States based on concrete, detailed, and systematic contrasts. Its revealing case studies not only provide a human context but also vividly remind us that the quality and incidence of low-wage work is more a matter of national choice than economic necessity and that government policies and business practices have inevitable consequences for the quality of workers' lives." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Career paths, unemployment, and the efficiency of the labor market: should youth employment be subsidized? (2010)
Zitatform
Gavrel, Frédéric, Isabelle Lebon & Therese Rebiere (2010): Career paths, unemployment, and the efficiency of the labor market. Should youth employment be subsidized? In: Journal of Public Economic Theory, Jg. 12, H. 3, S. 533-560. DOI:10.1111/j.1467-9779.2010.01463.x
Abstract
"This paper studies the implications of learning-by-doing on youth unemployment and market efficiency when workers benefiting from this kind of training experience search (while on the job) for a higher skill job. Firms with low-skill jobs suffer from a poaching behavior by firms with high-skill jobs, causing a shortage of low-skill jobs and excessive youth unemployment. An optimal policy, consisting of taxing the output of high-skill jobs and subsidizing the output of low-skill jobs, restores market efficiency and reduces youth unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Höheres Risiko für Geringqualifizierte: Wie sich die berufliche Mobilität in Deutschland verändert hat (2010)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Jan Paul Heisig (2010): Höheres Risiko für Geringqualifizierte: Wie sich die berufliche Mobilität in Deutschland verändert hat. (WZBrief Arbeit 07), Berlin, 6 S.
Abstract
"Eine Untersuchung zur Arbeitsplatzmobilität in Westdeutschland von 1984 bis 2008 zeigt: Die Erwerbsverläufe sind für die meisten Beschäftigten nicht instabiler geworden. Für geringqualifizierte Beschäftigte hat sich das Risiko eines Arbeitgeberwechsels oder des Arbeitsplatzverlusts deutlich verschärft. Der innerbetriebliche Aufstieg ist für männliche Beschäftigte in großen Betrieben und mit geringer Arbeitsmarkterfahrung begrenzter geworden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Low-wage jobs: stepping stone or poverty trap? (2010)
Zitatform
Knabe, Andreas & Alexander Plum (2010): Low-wage jobs. Stepping stone or poverty trap? (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 337), Berlin, 29 S.
Abstract
"We examine whether low-paid jobs have an effect on the occupational advancement probability of unemployed persons to obtain better-paid jobs in the future (stepping-stone effect). We make use of data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) and apply a dynamic random-effects probit model. Our results suggest that low-wage jobs can act as stepping stones to better-paid work. The improvement of the chance to obtain a high-wage job by accepting low-paid work is particularly large for less-skilled persons and for individuals with longer unemployment experiences. Low-paid work is less beneficial if the job is also associated with a low social status." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Persönlichkeitsmerkmale und Arbeitslosigkeit von Geringqualifizierten: Ergebnisse einer Umfrage bei mittelständischen Unternehmen (2010)
Lausch, Matthias; Thießen, Friedrich;Zitatform
Lausch, Matthias & Friedrich Thießen (2010): Persönlichkeitsmerkmale und Arbeitslosigkeit von Geringqualifizierten. Ergebnisse einer Umfrage bei mittelständischen Unternehmen. (WWDP, Diskussionspapiere der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Chemnitz 104/2010), Chemnitz, 19 S.
Abstract
"In Deutschland ist die Gruppe der Geringqualifizierten am meisten vom Risiko der Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote dieser Gruppe liegt seit Jahren bei etwa 20% gegenüber Werten von deutlich unter 10% der übrigen arbeitsfähigen Bevölkerung. Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung stellen fast 40% aller Arbeitslosen. Es gibt verschiedene Hypothesen über die Ursachen dieses Zustandes. Dabei werden selten die Unternehmen selbst befragt. Um diese Lücke etwas zu schließen, wurden 17 Unternehmen in Sachsen mit Tiefeninterviews zu verschiedenen Aspekten der Einstellung von Geringqualifizierten befragt. Zwei wesentliche Ergebnisse der Befragung waren die folgenden: die These, dass Arbeitsmöglichkeiten für Geringqualifizierte durch Phänomene wie Technisierung und Globalisierung entfallen seien, kann nicht aufrechterhalten werden. Es gibt in allen Unternehmen Tätigkeiten, die nach kurzer Anlernzeit auch von Geringqualifizierten durchgeführt werden können. Der Engpass für die Beschäftigung von Geringqualifizierten ist nicht die Zahl der verfügbaren Stellen. Vielmehr haben sich als Engpass bestimmte Persönlichkeitsmerkmale erwiesen. Unternehmen sind heute fixiert auf reibungslose Abläufe. Das Überwachen von Personen ist unbeliebt. Gegen mögliche Störungen in Abläufen, hervorgerufen z.B. durch Unzuverlässigkeiten von Arbeitnehmern, zeigen sich Unternehmen sehr empfindlich. Dies ist der Grund, warum Unternehmen Arbeitnehmer, die sie mit derartigen Zuständen in Verbindung bringen, nicht einstellen. Häufig sind Geringqualifizierte betroffen. Einige Unternehmen beschäftigen auch auf fachlich anspruchslosen Stellen lieber qualifizierte Arbeitnehmer als Geringqualifizierte. Andere Unternehmen verzichten ganz auf die möglichen Dienstleistungen, die Geringqualifizierte erbringen könnten. Zur Verbesserung der Arbeitschancen für Geringqualifizierte wird im Beitrag diskutiert, mehr Wert auf die Förderung der sozialen Kompetenzen von Geringqualifizierten zu legen, z.B. entweder durch bessere Schulausbildung in dieser Hinsicht oder auch durch eine Einstellungs- und damit Anlernpflicht durch Unternehmen. Gleichzeitig regen wir an, über eine größere Toleranz der Gesellschaft gegenüber Leistungsschwankungen von Arbeitnehmern nachzudenken und eine Diskussion zu beginnen, wie man diese institutionell verankern könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle? (2010)
Lutz, Hedwig; Mahringer, Helmut;Zitatform
Lutz, Hedwig & Helmut Mahringer (2010): Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle? Wien, 301 S.
Abstract
"In der Studie wird Niedriglohnbeschäftigung auf Vollzeitarbeitsplätzen in privatwirtschaftlich dominierten Wirtschaftsbereichen untersucht. Die Analysen basieren auf anonymisierten administrativen Individualdaten der österreichischen Sozialversicherungsträger. Neben deskriptiven Analysen werden Verweildauermodelle eingesetzt, die Übertrittschancen aus Niedriglohnbeschäftigung in höhere Entlohnung sowie in Arbeitslosigkeit analysieren. Angesichts eines Niedriglohnanteils von rund einem Drittel der vollzeitbeschäftigten Frauen bildet geringentlohnte Beschäftigung für Frauen einen häufigen Bestandteil des Erwerbsverlaufs. Der Niedriglohnanteil unter vollzeitbeschäftigten Männern nimmt zwar über die letzten Jahre leicht zu, liegt aber dennoch unter der 10%-Marke. Vor diesem Hintergrund fällt die wesentlich größere Persistenz der Niedriglohnbeschäftigung von Frauen gegenüber Männern auf. Für Männer haben Niedriglohnbeschäftigungen hingegen einerseits vergleichsweise häufiger eine Sprungbrettfunktion in höhere Verdienstsegmente, andererseits sind sie öfter eine Episode in einem No-Pay-Low-Pay Kreislauf, worauf das höhere Arbeitslosigkeitsrisiko von niedrigverdienenden Männern ebenso hinweist wie deren ungleich häufigerer Übergang in Positionen außerhalb des Arbeitskräfteangebotes. Insgesamt ist mit der Aufnahme von Niedriglohnbeschäftigung ein wesentlich höheres Arbeitslosigkeitsrisiko verbunden als bei höherentlohnter Beschäftigung. Dieses wird über die Dauer einer Niedriglohnbeschäftigung hinweg sogar größer, weil mit zunehmender Dauer der Erwerbsphase das Risiko einer erneuten Arbeitslosigkeit für Besserverdienende stärker sinkt als für Beschäftigte unter der Niedriglohnschwelle. Als Sprungbrett in eine dauerhafte, besserentlohnte Erwerbslaufbahn dienen Niedriglohnbeschäftigungen am ehesten für Jüngere und Höherqualifizierte, besonders wenn sie einen Arbeitsplatz in einem größeren Unternehmen mit tendenziell höherem betrieblichem Entlohnungsniveau und in einer von geringer Fluktuation geprägten Branche finden. Für Frauen verringert - zusätzlich zur insgesamt höheren Persistenz von Niedriglohnbeschäftigung - die Verpflichtung zur Kinderbetreuung die Chancen auf die Wahrnehmung der Sprungbrettfunktion." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle?: ausgewählte Ergebnisse einer aktuellen Studie des AMS Österreich (2010)
Lutz, Hedwig; Mahringer, Helmut;Zitatform
Lutz, Hedwig & Helmut Mahringer (2010): Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle? Ausgewählte Ergebnisse einer aktuellen Studie des AMS Österreich. (AMS-Info 155), S. 1-4.
Abstract
"Öffentliche Arbeitsvermittlung versucht, arbeitslose Arbeitsuchende möglichst rasch in den Arbeitsprozess zu integrieren. Dieses Bemühen kann im Widerspruch zu qualitativen Zielsetzungen der Vermittlung stehen: der Vermittlung auf dauerhafte, möglichst gut entlohnte und den Qualifikationen der jeweiligen Arbeitskraft sowie den Erfordernissen des Unternehmens entsprechende Arbeitsplätze. In den vergangenen Jahren wurde in vielen Ländern Europas ein Anstieg der Beschäftigung im Niedriglohnbereich beobachtet. Diese Entwicklung fiel mit politischen Bemühungen zur Flexibilisierung von Arbeitsmärkten, dem Anwachsen atypischer Beschäftigungsformen und einem geringer werdenden Deckungsgrad tarifvertraglicher Vereinbarungen der Sozialpartner zusammen. Aus Sicht der Arbeitsmarktpolitik stellt sich damit die Frage, ob diese Entwicklung die Integration von Arbeitskräften ins Beschäftigungssystem begünstigt oder behindert. Die Studie geht dieser Frage im Hinblick auf die Rolle der Niedriglohnbeschäftigung für den weiteren Erwerbsverlauf nach. Untersucht wurde einerseits, ob und für wen die Aufnahme einer niedrig entlohnten Beschäftigung ein Sprungbrett in eine stabile Beschäftigung mit höherem Entlohnungsniveau darstellt. Andererseits sollte festgestellt werden, ob und für wen die Aufnahme einer Niedriglohnbeschäftigung den Eintritt in eine Sackgasse lang anhaltender niedriger Entlohnung oder wiederholten Wechsels zwischen Arbeitslosigkeit und Niedriglohnbeschäftigung bedeutet." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sind Selbständige zeit- und einkommensarm?: eine Mikroanalyse der Dynamik interdependenter multidimensionaler Armut mit dem Sozio-ökonomischen Panel und den deutschen Zeitbudgeterhebungen (2010)
Merz, Joachim; Rathjen, Tim;Zitatform
Merz, Joachim & Tim Rathjen (2010): Sind Selbständige zeit- und einkommensarm? Eine Mikroanalyse der Dynamik interdependenter multidimensionaler Armut mit dem Sozio-ökonomischen Panel und den deutschen Zeitbudgeterhebungen. (FFB-Diskussionspapier 82), Lüneburg, 29 S.
Abstract
"Nach herkömmlicher Meinung sind Selbständige - als Freiberufler und Unternehmer (Gewerbetreibende) - nicht nur einkommensreich sondern auch zeitreich, da sie aufgrund ihrer Unabhängigkeit und Zeitsouveränität auch verhältnismäßig viel und disponible Zeit zur Verfügung haben. Unsere Studie untersucht diese These und damit erstmals die Wohlfahrtssituation von Selbständigen indem nicht nur nach der Einkommensarmut gefragt wird, sondern auch Zeitarmut im Rahmen eines neuen interdependenten multidimensionalen Armutskonzepts Berücksichtigung findet. Datenbasis ist einerseits das Sozioökonomische Panel für die bevölkerungsrepräsentative Bewertung der Substitutionalität/trade-off zwischen genuiner, persönlicher Freizeit und Einkommen als auch die beiden Zeitbudgeterhebungen 1992/92 und 2001/2 des Statistischen Bundesamtes. Zentrales Ergebnis: Selbständige sind hinsichtlich alleiniger Einkommensarmut, alleiniger Zeitarmut und interdependenter multidimensionaler Zeit- und Einkommensarmut in beiden Jahren weit stärker betroffen als alle anderen Gruppen der armen Erwerbstätigen, der 'working poor'. Ein erheblicher Anteil von nicht-einkommensarmen aber zeitarmen Erwerbstätigen generell, und Selbständige im Besonderen, ist nicht in der Lage, ihr Zeitdefizit durch ihr Einkommen zu kompensieren. Würde man Selbständige bei der Armuts- und Wohlfahrtsdiskussion außen vor lassen, so würde eine bedeutende Gruppe der 'working poor' zu unrecht vernachlässigt." (Textauszug, IAB-Doku)
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