Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Minimum wages and poverty: will a $9.50 federal minimum wage really help the working poor? (2010)
Zitatform
Sabia, Joseph J. & Richard V. Burkhauser (2010): Minimum wages and poverty: will a $9.50 federal minimum wage really help the working poor? In: Southern Economic Journal, Jg. 76, H. 3, S. 592-623.
Abstract
"Using data drawn from the March Current Population Survey, we find that state and federal minimum wage increases between 2003 and 2007 had no effect on state poverty rates. When we then simulate the effects of a proposed federal minimum wage increase from $7.25 to $9.50 per hour, we find that such an increase will be even more poorly targeted to the working poor than was the last federal increase from $5.15 to $7.25 per hour. Assuming no negative employment effects, only 11.3% of workers who will gain live in poor households, compared to 15.8% from the last increase. When we allow for negative employment effects, we find that the working poor face a disproportionate share of the job losses. Our results suggest that raising the federal minimum wage continues to be an inadequate way to help the working poor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Bedarfsgemeinschaften im SGB II: Warum Aufstocker trotz Arbeit bedürftig bleiben (2009)
Zitatform
Dietz, Martin, Gerrit Müller & Mark Trappmann (2009): Bedarfsgemeinschaften im SGB II: Warum Aufstocker trotz Arbeit bedürftig bleiben. (IAB-Kurzbericht 02/2009), Nürnberg, 10 S.
Abstract
"In Deutschland gibt es mehr als eine Million Menschen, die ihren Lebensunterhalt gleichzeitig aus Transferleistungen im SGB II und Arbeitslohn bestreiten - die sogenannten Aufstocker. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist trotz Vollzeitbeschäftigung, allein wegen geringer Stundenlöhne bedürftig. Aufstocker arbeiten häufig weniger als 35 Stunden pro Woche. Eine stärkere Teilhabe am Arbeitsmarkt wird insbesondere durch gesundheitliche Einschränkungen sowie durch Defizite in der Qualifikation erschwert. Auch unzureichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten stehen einer Ausweitung der Arbeitszeit häufig entgegen. Je nach Haushaltstyp und individuellen Problemen ergeben sich sehr unterschiedliche Ansatzpunkte für wirksame Maßnahmen zur Abhilfe. Der Kurzbericht nimmt das Phänomen genauer unter die Lupe: Warum gibt es so viele Aufstocker und woran liegt es, dass sie bedürftig sind? Wie kann die Politik helfen?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitischer Wandel in Deutschland seit 1991 und das Working Poor-Problem: Einsteiger als Verlierer des Reformprozesses? (2009)
Zitatform
Giesselmann, Marco (2009): Arbeitsmarktpolitischer Wandel in Deutschland seit 1991 und das Working Poor-Problem. Einsteiger als Verlierer des Reformprozesses? In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 38, H. 3, S. 215-238. DOI:10.1515/zfsoz-2009-0303
Abstract
"Legitimiert durch den Verweis auf Prozesse der Globalisierung wurden in Deutschland seit Beginn der 1990er Jahre sozial- und arbeitsmarktpolitische Reformen implementiert, die, direkt oder indirekt, auf den Ausbau des Niedriglohnsektors abzielen. Trotzdem konnte in vielen Studien zum 'Working Poor'-Problem kein tief greifender Wandel der materiellen Lebensbedingungen von Erwerbstätigen nachgewiesen werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass etablierte Erwerbstätige durch institutionelle Mechanismen weitestgehend vor den Auswirkungen der Reformen (bzw. vor einer Abwertung ihrer Arbeitsmarktposition) geschützt sind. Dieser Schutz besteht allerdings nicht für Personen, die nicht durch vorgelagerte Erwerbstätigkeit abgesichert sind. Dementsprechend zeigen empirische Analysen auf der Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), dass sich niedrig entlohnte Beschäftigung und Armut insbesondere unter Einsteigern auf dem Arbeitsmarkt (aus dem Bildungssystem und bei Übergängen aus der Erwerbslosigkeit) ausgebreitet haben. Die Risiken dieser Gruppen sind in Relation zu allen Erwerbstätigen zwischen 1991 und 2006 überproportional angestiegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Nickel and dimed German style: The working poor in Germany (2009)
Haisken-DeNew, John P.; Schmidt, Christoph M.;Zitatform
Haisken-DeNew, John P. & Christoph M. Schmidt (2009): Nickel and dimed German style: The working poor in Germany. (Ruhr economic papers 122), Bochum u.a., 19 S.
Abstract
"Using data from the German SOEP, this paper analyses whether there have been (a) any significant changes in poverty rates and poverty intensities before and after the Hartz IV reforms and (b) whether there have been observable changes in the effect of employment in reducing the threat or intensity of poverty. Using multivariate analyses we can find no evidence of increases in poverty rates comparing the time period 2002-2004 with that of 2005-2006. Further we find no change in the effect of employment in reducing the probability and intensity of poverty during this time period. The 'working poor' phenomenon in Germany remains relatively small and statistically unchanged by the Hartz reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Niedriglohnsektor wächst rasant: Frauen im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen (2009)
Zitatform
Kalina, Torsten & Claudia Weinkopf (2009): Niedriglohnsektor wächst rasant. Frauen im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen. (Informationen zum Arbeitsmarkt NRW, Sonderausgabe Januar 2009), Düsseldorf, 23 S.
Abstract
"Frauen stellten im Zeitraum 2004 bis 2007 69,4 Prozent der Niedriglohnbeschäftigten in Nordrhein-Westfalen, obwohl ihr Anteil an den Beschäftigten nach der - in der Auswertung zugrunde gelegten Abgrenzung - nur 49,5 Prozent betrug. In absoluten Zahlen waren damit im Jahresdurchschnitt rund 900.000 Frauen in NRW von Niedriglöhnen betroffen. Ende der 1990er Jahre war gut jede fünfte weibliche Beschäftigte in NRW von Niedriglöhnen betroffen, inzwischen ist es mehr als jede Vierte. Bei den Männern ist demgegenüber 'nur' gut jeder Zehnte betroffen. Dass der Frauenanteil unter den Niedriglohnbeschäftigten in NRW trotzdem leicht zurückgegangen ist, liegt vor allem daran, dass die Zunahme der Niedriglöhne bei Männern in den letzten Jahren besonders stark ausgeprägt war: Ihre Betroffenheit von Niedriglöhnen hat sich gegenüber dem Zeitraum 1996 bis 1999 von 6,1 Prozent auf 11,8 Prozent im Zeitraum 2004 bis 2007 fast verdoppelt. Der auffälligste Unterschied zwischen niedriglohnbeschäftigten Frauen in NRW und Westdeutschland besteht in der Struktur der Betroffenen nach Beschäftigungsform: Während in Westdeutschland jeweils rund ein Drittel der Frauen mit Niedriglöhnen in Vollzeit, sozialversicherungspflichtiger Teilzeit und in Minijobs arbeiten, ist in NRW der Anteil der Vollzeitbeschäftigten mit 26 Prozent deutlich niedriger und der Anteil der Beschäftigten in Minijobs mit fast 43 Prozent erheblich höher. Dies bedeutet, dass bei Frauen in NRW noch häufiger als in Westdeutschland niedrige Stundenlöhne und kurze Arbeitszeiten zusammenkommen, was ihre Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung besonders ungünstig erscheinen lässt. Der Niedriglohnanteil ist unter den gering Qualifizierten mit knapp 42 % deutlich höher als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung, unter denen nur etwa jeder Fünfte von Niedriglöhnen betroffen ist. Differenziert nach Alter weisen in NRW die unter 25-Jährigen den weitaus höchsten Niedriglohnanteil auf (obwohl bei der Auswertung Auszubildende ausgeklammert wurden). Dies ist in NRW noch deutlicher ausgeprägt als in Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Niedriglohnbeschäftigung 2007 weiter gestiegen - zunehmende Bedeutung von Niedrigstlöhnen (2009)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2009): Niedriglohnbeschäftigung 2007 weiter gestiegen - zunehmende Bedeutung von Niedrigstlöhnen. (IAQ-Report 2009-05), Duisburg u.a., 12 S. DOI:10.17185/duepublico/45634
Abstract
"Die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland lag 2007 um rund 350.000 höher als noch 2006. Unter allen abhängig Beschäftigten lag der Anteil von Niedriglöhnen 2007 bei 21,5% - d.h. mehr als jede/r Fünfte arbeitete für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Der Anteil ist damit trotz der deutlichen Zunahme der Betroffenen im Vergleich zu 2006 nur leicht gestiegen, weil auch die Beschäftigung insgesamt zugenommen hat. Gleichzeitig franst das Lohnspektrum nach unten aus, Stundenlöhne von weniger als 6 EURO brutto sind längst keine Seltenheit mehr. Die Durchschnittslöhne im Niedriglohnsektor sind inflationsbereinigt gegenüber 1995 nicht gestiegen und in Westdeutschland in den letzten Jahren sogar nominal gesunken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Armut trotz Arbeit: die neue Arbeitswelt als Herausforderung für die Sozialpolitik (2009)
Kutzner, Stefan; Küttel, Rolf; Liebermann, Sascha; Nollert, Michael ; Loer, Thomas; Budowski, Monica ; Mäder, Ueli; Iglesias, Katja; Maeder, Christoph ; Wyss, Malika; Masia, Maurizia; Gazareth, Pascale; Nadai, Eva ; Bonvin, Jean-Michel ; Pakoci, Daniel; Kraemer, Klaus ; Soulet, Marc-Henry;Zitatform
Kutzner, Stefan, Michael Nollert & Jean-Michel Bonvin (Hrsg.) (2009): Armut trotz Arbeit. Die neue Arbeitswelt als Herausforderung für die Sozialpolitik. (Schriften zur Sozialen Frage 04), Zürich: Seismo Verlag, 200 S.
Abstract
"Seit den 1990er-Jahren reicht das erzielte Einkommen selbst in der Schweiz für viele Erwerbstätige nicht mehr aus, um sich einen Lebensstandard zu finanzieren, der mehr bietet als die bloße Sicherung der Existenz. Zudem besteht in naher Zukunft für viele Beschäftige in prekären Arbeitsverhältnissen kaum Aussicht auf einen Arbeitsplatz in den gut bezahlten Segmenten des Erwerbssystem. In der neuen, wieder unsicher gewordenen Arbeitsplatz bietet ein Erwerbseinkommen keinen Schutz mehr gegen Armut. Dass die Vollbeschäftigung aller Erwerbspersonen nicht mehr die Beseitigung des Armutsproblems garantiert, bildet daher eine zentrale Problemstellung für den modernen Sozialstaat. Die Beiträge von ArmutsforscherInnen und SozialpolitikerexpertInnen in diesem Band befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten der Armut, des strukturellen Wandels im Erwerbsbereich und der sozialpolitischen Armutsbekämpfung. So wird die Vielschichtigkeit und Komplexität der neuen Arbeitswelt deutlich ebenso wie die Notwendigkeit, neue Wege in der Armutsbekämpfung zu beschreiten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Welfare states, labour market institutions and the working poor: a comparative analysis of 20 European countries (2009)
Lohmann, Henning;Zitatform
Lohmann, Henning (2009): Welfare states, labour market institutions and the working poor. A comparative analysis of 20 European countries. In: European Sociological Review, Jg. 25, H. 4, S. 489-504. DOI:10.1093/esr/jcn064
Abstract
"This article regards the incidence of in-work poverty and how it is reduced by the payment of social transfers in 20 European countries. It combines a micro- and a macro-level perspective in two-level models. The basis for the analysis is micro-data from the EU Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC) 2005 and macro-data from sources such as the OECD and Eurostat. The broad comparative perspective allows for a separation of different institutional influences, namely the influence of the degree of decommodification, defamilization, and bargaining centralization. In contrast to previous studies on the working poor which have mainly described country differences in in-work poverty, this article focuses on the question of how such differences can be explained from a broader perspective of poverty research. In general, the results confirm the overall hypothesis that both welfare state measures and labour market institutions have an influence on in-work poverty. By analysing influences on pre-transfer poverty and poverty reduction separately, the author shows that such factors have varied effects on in-work poverty. While bargaining centralization proves to be relevant for the distribution of pre-transfer incomes only, the set-up of the social security system, in particular, impacts the extent of poverty reduction." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Armut von Erwerbstätigen im europäischen Vergleich: Eine Analyse unter Berücksichtigung des Einkommensverteilungsprozesses (2009)
Lohmann, Henning;Zitatform
Lohmann, Henning (2009): Armut von Erwerbstätigen im europäischen Vergleich: Eine Analyse unter Berücksichtigung des Einkommensverteilungsprozesses. (DIW-Diskussionspapiere 887), Berlin, 34 S.
Abstract
"In Europa bestehen deutliche Unterschiede im Ausmaß und in der Struktur von Armut von Erwerbstätigen. Die vorliegende Untersuchung analysiert in einem Vergleich von 20 Ländern, inwieweit dies auf die unterschiedliche Ausgestaltung der institutionellen Rahmenbedingungen eines jeweiligen Landes zurückzuführen ist. Die Analysen basieren auf Mikrodaten aus der EU Statistik zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) des Jahres 2006 und Makrodaten aus unterschiedlichen Quellen. Es werden unterschiedliche Stufen des Einkommensverteilungsprozesses betrachtet. Der Ausgangspunkt ist die Frage, ob das persönliche Erwerbseinkommen einer Person ausreichend ist, um Armut zu vermeiden. In weiteren Schritten werden der Haushaltskontext (Bedarf und weitere Erwerbseinkommen) und der Einfluss staatlicher Umverteilung (Steuern und Transfers) mitberücksichtigt. Nur in dieser umfassenden Perspektive ist es möglich zu klären, inwieweit Armut von Erwerbstätigen vor allem am Arbeitsmarkt entsteht oder auf andere Faktoren zurückzuführen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Working Poor: eine vergleichende Länderstudie für Deutschland und die USA (2009)
Nollmann, Gerd;Zitatform
Nollmann, Gerd (2009): Working Poor. Eine vergleichende Länderstudie für Deutschland und die USA. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 61, H. 1, S. 33-55. DOI:10.1007/s11577-009-0041-1
Abstract
"Die Studie vergleicht relative Armutsrisiken trotz Arbeit in den USA und Deutschland. Die These lautet, dass die Tendenzen von Armutsrisiken trotz Arbeit sowohl als Folge des makrostrukturellen Wandels von der Industrie- zur post-industriellen Dienstleistungsgesellschaft als auch des mikrostrukturellen Wandels der privaten Haushalte aufgefasst werden können. Aus dieser doppelten Rückbindung der Analysen werden die leitenden Hypothesen abgeleitet und mit dem Sozio-ökonomischen Panel für Deutschland und der Panel Study of Income Dynamics für die USA getestet. Sowohl in den USA als auch in Deutschland sind Armutsrisiken trotz Arbeit im Zeitablauf gestiegen. Gemeinsam ist den Ländern die sukzessive Entwertung auch der Vollzeitstellen durch das zunehmende Sektorrisiko, das auch in Deutschland von unten in den Vollzeitarbeitsmarkt hineinwächst. Während die hohen Kinderzahlen in den USA die dortigen Risiken steigern, werden die deutschen Risiken von den Hürden zwischen Teilzeit- und Vollzeithaushalten bestimmt, was sich wiederum besonders negativ auf junge Haushalte und Alleinerziehende auswirkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Poverty, deprivation and social exclusion: The unemployed and the working poor (2009)
Zitatform
Sirovátka, Tomáš & Petr Mares (2009): Poverty, deprivation and social exclusion: The unemployed and the working poor. In: M. C. Fournier & C. S. Mercier (Hrsg.) (2009): Economics of employment and unemployment, S. 1-32.
Abstract
"The purpose of the study is to explore the relationship between the forms of labour market marginalization - understood here in terms of labour market status and job quality - on the one hand, and income disadvantage, material deprivation and social exclusion on the other. Public policies that aim to improve the labour market status and levels of income of those disadvantaged on the labour market are also discussed. We use data gathered in a survey on social exclusion in which 2,500 respondents were interviewed, they were either welfare benefit recipients or considered their situation similar to their. We demonstrate that marginalization on the labour market is evident not only in relation to unemployment (often repeated and long-term) but at the same time in temporary, low paid and poor quality jobs. The incomes of those employed in the lowest segment of the labour market and of the unemployed are very similar while deprivation of the unemployed is greater in many respects, e.g. in opportunities to influence the course of their lives and the life opportunities of their own as well as of their families in particular. We identify under-use of welfare benefits and measures that might improve the standard of living and human capital of those who are disadvantaged. A portion of the disadvantaged remain active on the labour market and identify employment incentives, yet we also identify poverty traps which emerge in the case of those who become discouraged and welfare dependent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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In-work poverty: a systematic review (2009)
Tripney, Janice; Newman, Mark; Tucker, Helen; Sinclair, Jennifer; Hempel-Jorgensen, Amelia; Mackintosh, Marian; Bangpan, Mukdarut;Zitatform
Tripney, Janice, Mark Newman, Mukdarut Bangpan, Amelia Hempel-Jorgensen, Marian Mackintosh, Helen Tucker & Jennifer Sinclair (2009): In-work poverty. A systematic review. (Department for Work and Pensions. Research report 549), London, 73 S.
Abstract
"This report presents the findings of a systematic review of the evidence base relating to working poor families with dependent children. The review aims to increase understanding of research in this area and produce findings that will help inform future policy and research. The systematic review was conducted in two stages. The first stage described the research that has been undertaken on the barriers to, and facilitators of, reducing in-work poverty in families with dependent children. Stage two of the review involved a synthesis of a subset of these studies, focusing on the effectiveness of interventions with the potential to reduce working poverty in two-parent families." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Staat subventioniert Armutslöhne mit Milliardenbeträgen: über zwei Milliarden Euro pro Jahr für Aufstocker mit Vollzeit- und vollzeitnahem Job (2008)
Adamy, Wilhelm;Zitatform
Adamy, Wilhelm (2008): Staat subventioniert Armutslöhne mit Milliardenbeträgen. Über zwei Milliarden Euro pro Jahr für Aufstocker mit Vollzeit- und vollzeitnahem Job. In: Soziale Sicherheit, Jg. 57, H. 6/7, S. 219-226.
Abstract
"In dem Beitrag wird aufgezeigt, wie sich das Verarmungsrisiko von Erwerbstätigen in den letzten drei Jahren entwickelt hat und wer davon hauptsächlich betroffen ist. Zum ersten Mal werden auch die finanziellen Lasten des Staates quantifiziert, die mit der Aufstockung nicht-existenzsichernder Löhne verbunden sind. Denn Hartz IV ist mittlerweile auch ein staatlich finanziertes Sicherungssystem für Erwerbstätige mit Niedriglöhnen. Über zwei Milliarden Euro pro Jahr schießt der Staat allein für Geringverdiener mit vollzeitnahen Erwerbstätigkeiten zu - und subventioniert so auch Arbeitgeber, die Arbeitnehmer zum Hungerlohn beschäftigen." (Textauszug, IAB-Doku)
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The working poor in Europe: employment, poverty and globalization (2008)
Andreß, Hans-Jürgen ; Kuivalainen, Susan ; Halleröd, Björn; Verbist, Gerlinde ; Lohmann, Henning; Biolcati-Rinaldi, Ferruccio; Larsson, Daniel; de Boom, Jan; Marx, Ive ; Giesselmann, Marco ; Niemelä, Mikko ; Connolly, Sara ; Nolan, Brian ; Airio, Ilpo; Podestà, Federico ; Engbersen, Godfried; Snel, Erik ;Zitatform
Andreß, Hans-Jürgen & Henning Lohmann (Hrsg.) (2008): The working poor in Europe. Employment, poverty and globalization. Cheltenham: Elgar, 323 S.
Abstract
"For a long time in-work poverty was not associated with European welfare states. Recently, the topic has gained relevance as welfare state retrenchment and international competition in globalized economies has put increasing pressures on individuals and families. This book provides explanations as to why in-work poverty is high in certain countries and low in others. Much of the present concern about the working poor has to do with recent changes in labour market policies in Europe. However, this book is not primarily about low pay. Instead, it questions whether gainful employment is sufficient to earn a living - both for oneself and for one's family members. There are, however, great differences between European countries. This book argues that the incidence and structure of the working poor cannot be understood without a thorough understanding of each country's institutional context. This includes the system of wage-setting, the level of decommodification provided by the social security system and the structure of families and households. Combining cross-country studies with in-depth analyses from a national perspective, the book reveals that in-work poverty in Europe is a diverse, multi-faceted phenomenon occurring in equally diverse institutional, economic and socio-demographic settings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Low-wage work in Germany (2008)
Bosch, Gerhard; Kalina, Thorsten; Jaehrling, Karen ; Voss-Dahm, Dorothea; Weinkopf, Claudia ; Czommer, Lars; Vanselow, Achim;Zitatform
Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (Hrsg.) (2008): Low-wage work in Germany. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 327 S.
Abstract
In den letzten Jahren hat die deutsche Regierung mit voller Absicht die Ausweitung des Niedriglohnsektors betrieben, mit dem Ziel, die außerordentliche hohe Arbeitslosigkeit zu senken. Im Ergebnis entspricht der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnsektor dem Anteil in den Vereinigten Staaten. In dem Buch werden sowohl die bundespolitischen Maßnahmen als auch die sich wandelnden ökonomischen Bedingungen, die zu einem solchen Anstieg von Niedriglohnbeschäftigung geführt haben, untersucht. Der neu eingeführte 'Mini-Job' spiegelt den Versuch der Bundesregierung wider, bestimmte Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer attraktiv zu machen. Arbeitgeber bezahlen einen niedrigen Pauschalbetrag für Sozialleistungen und Arbeitnehmer, die nur eine begrenzte Anzahl von Stunden arbeiten, sind von der Verpflichtung, Sozialabgaben und Steuern zu bezahlen, befreit. Andere Faktoren wie ein langsames Wirtschaftswachstum, der Verfall des Systems flächendeckender Tarifverträge und der Zustrom ausländischer Arbeitnehmer, tragen zum dauerhaften Anwachsen der Niedriglohnbeschäftigung bei. In Deutschland und in den USA ist der Anteil von Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor gleichermaßen hoch; deutsche Arbeitnehmer sind jedoch krankenversichert und haben vier Wochen bezahlten Urlaub und Anspruch auf großzügige Unterstützungsleistungen im Alter, von denen die meisten Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor in den USA nur träumen können. Die deutsche Erfahrung eröffnet eine wichtige Möglichkeit zur Untersuchung der schwierigen Austauschbeziehung zwischen Arbeitslosigkeit und Niedriglohnbeschäftigung. (IAB)
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigte auf der Verliererseite (2008)
Zitatform
Bosch, Gerhard, Thorsten Kalina & Claudia Weinkopf (2008): Niedriglohnbeschäftigte auf der Verliererseite. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 8, S. 423-430. DOI:10.5771/0342-300X-2008-8-423
Abstract
"Die Löhne in Deutschland haben sich seit Mitte der 1990er Jahre erheblich auseinanderentwickelt und der Niedriglohnsektor ist stark gewachsen. Dies gilt sowohl für Vollzeit- als auch für Teilzeitbeschäftigte (einschließlich Minijobs). Betroffen von Niedriglöhnen sind nicht nur spezielle Personengruppen wie Jüngere oder gering Qualifizierte, sondern zunehmend auch die mittleren Altersgruppen und qualifizierte Beschäftigte. Die Umverteilung der Löhne hat sich nicht auf die unterste Einkommensgruppe beschränkt, sondern reicht bis in die mittleren Einkommensgruppen hinein. Die Mittelschicht in der Einkommensverteilung ist erheblich ausgedünnt worden. Die Lohnunterschiede zwischen Großbetrieben und kleineren Betrieben und zwischen Branchen mit hoher und geringer Tarifbindung haben sich deutlich vergrößert. Dahinter steht, dass die Bindungswirkung des deutschen Tarifsystems, das für Außenseiterkonkurrenz schon immer anfällig war, durch politische Interventionen weiter geschwächt worden ist. Um ein weiteres Anwachsen des Niedriglohnsektors und das Ausfransen des Lohnspektrums nach unten zu unterbinden, muss umgesteuert werden - unter anderem durch die Einführung einer verbindlichen Lohnuntergrenze." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hilfebedürftig trotz Arbeit?: kein Massenphänomen in Deutschland (2008)
Brenke, Karl; Ziemendorff, Johannes;Zitatform
Brenke, Karl & Johannes Ziemendorff (2008): Hilfebedürftig trotz Arbeit? Kein Massenphänomen in Deutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 75, H. 4, S. 33-40.
Abstract
"Mit zunehmender Intensität wird in Deutschland über die Einführung von Mindestlöhnen diskutiert. Deren Befürworter argumentieren, dass die Löhne vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer ausreichen müssen, um ohne staatliche Unterstützung leben zu können. Die Untersuchung zeigt jedoch, dass bei Vollzeitbeschäftigten niedrige Löhne keineswegs weit verbreitet sind. Insbesondere gibt es nicht viele Vollzeitbeschäftigte (3 Prozent), die einen Bruttostundenlohn von weniger als 7,50 Euro bekommen und in deren Haushalten keine weiteren Erwerbseinkommen anfallen. Bei den niedrig Entlohnten handelt es sich vor allem um geringfügig Beschäftigte sowie um Rentner, Schüler, Studenten und registrierte Arbeitslose, die lediglich ein Zusatzeinkommen erzielen. Relativ häufig kommen niedrige Löhne in Ostdeutschland vor, dort auch unter den Vollzeitbeschäftigten. Mit etwa 300 000 Personen ist die Zahl derer klein, die Arbeitslosengeld II erhalten und einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Ein Mindestlohn von 7,50 Euro, wie er von der SPD und Teilen der Gewerkschaften gefordert wird, würde den meisten davon aber wenig nützen, da ihr mittlerer Lohn darüber liegt. Weil das Arbeitslosengeld II am familiären Bedarf ausgerichtet ist, erhalten diese Personen trotz eines teilweise nicht geringen Lohns eine das Einkommen aufstockende Leistung. Überdies wird in der Mindestlohndebatte oft verkannt, dass es seit jeher Personen mit geringen Erwerbseinkommen gibt, die der Staat mit 'aufstockender' Sozialhilfe oder mit Wohngeld unterstützt. Nach der Einführung des Arbeitslosengeldes II ist die Zahl der erwerbstätigen Wohngeldbezieher - insbesondere derjenigen mit besonders niedrigem Einkommen - drastisch zurückgegangen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Hilfebedürftige zum Arbeitslosengeld II gewechselt sind und sich damit meist besser stellen als mit Wohngeld." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Working poor: Arm oder bedürftig?: eine Analyse zur Erwerbstätigkeit in der SGB-II-Grundsicherung mit Verwaltungsdaten (2008)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Tobias Graf & Helmut Rudolph (2008): Working poor: Arm oder bedürftig? Eine Analyse zur Erwerbstätigkeit in der SGB-II-Grundsicherung mit Verwaltungsdaten. (IAB-Discussion Paper 34/2008), Nürnberg, 32 S.
Abstract
"Die Armutsmessung der empirischen Sozialforschung ist von einer Reihe von Annahmen und Setzungen abhängig, die Ausmaß und Struktur der Armutsbevölkerung beeinflussen. Äquivalenzskalen, Ermittlung des mittleren Einkommens als Referenzgröße und die Festlegung von Armutsschwellen führen zu mehr oder weniger großen Unterschieden in den Ergebnissen. Staatliche Transferleistungen als Sicherung gegen Armut definieren davon abweichende Grenzen des sozio-kulturellen Existenzminimums. Mit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) ist ein umfangreiches Berichtssystem entstanden, dass zeitnah und umfangreicher als bisher über die Entwicklung der sozialstaatlich bekämpften Armut berichtet. Der Aufsatz stellt ein Konzept vor, wie die Verwaltungsdaten aus dem SGB II für Untersuchungen der 'working poor' im Rahmen einer dynamischen Armutsbetrachtung genutzt werden können. Ergebnisse einer Verweildaueranalyse aus den Jahren 2005 und 2006 für die Dauer des Leistungsbezugs bei Beschäftigung werden vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Low-wage work in France (2008)
Caroli, Eve ; Colin, Thierry; Feriel, Emilie; Gautie, Jerome; Grasser, Benoit; Askenazy, Philippe ; Lamanthe, Annie; Berry, Jean-Baptiste; Mehaut, Philippe; Bouteiller, Jacques; Solow, Robert; Arborio, Anne Marie; Beraud, Mathieu; Prunier-Poulmaire, Sophie;Zitatform
Caroli, Eve & Jerome Gautie (Hrsg.) (2008): Low-wage work in France. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 315 S.
Abstract
"In France, low wages have historically inspired tremendous political controversy. The social and political issues at stake center on integrating the working class into society and maintaining the stability of the republican regime. A variety of federal policies-including high minimum wages and strong employee protection-serve to ensure that the low-wage workforce stays relatively small. Low-Wage Work in France examines both the benefits and drawbacks of this politically inspired system of worker protection. France's high minimum wage, which is indexed not only to inflation but also to the average increase in employee wages, plays a critical role in limiting the development of low-paid work. Social welfare benefits and a mandatory thirty-five hour work week also make life easier for low-wage workers. Strong employee protection is a central characteristic of the French model, but high levels of protection for employees may also be one of the causes of France's chronically high rate of unemployment. The threat of long-term unemployment may, in turn, contribute to a persistent sense of insecurity among French workers. Low-Wage Work in France provides a lucid analysis of how a highly regulated labor market shapes the experiences of workers-for better and for worse." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Content:
Robert Solow: The French Story (1-15);
Eve Caroli and Jerome Gautie: Low-Wage Work - The Polideal Dehnte and Research Agenda in France (16-27);
Eve Caroli, Jerome Gautie, Philippe Askenazy: Low-Wage Work and Labor Market Institutions in France (28-87);
Eve Caroli, Jerome Gautie, Annie Lamanthe: Operators in Food-Processing Industries: Coping with Increasing Pressures (88-126);
Philippe Mehaut, Anne Marie Arborio, Jacques Bouleiller, Philippe Mosse, and Lise Causse: Good Jobs, Hard Work? Employment Models For Nurses Aides and Hospital Housekeepers (127-167);
Christine Guegnard, Sylvie-Anne Meriot: Housekeepers in French Hotels: Cinderella in the Shadows (168-208);
Philippe Askenazy, Jean-Baptiste Berry, Sophie Prunier-Poulmaire: Working Hard for Large French Retailers (209-253);
Mathieu Beraud, Thierry Colin, Benoit Grasser, Emilie Feriel: Job Quality and Career Opportunities for Call Center Workem Contrasting Patterns in France (254-287);
Eve Caroli, Jerome Gautie: Summary and conclusions - why and how do institutions matter? (288-301). -
Literaturhinweis
Einsteiger und Wiedereinsteiger als Verlierer des arbeits-, sozialpolitischen und ökonomischen Wandels?: eine Untersuchung zur Veränderung des Armutsrisikos spezifischer Gruppen auf dem Arbeitsmarkt zwischen 1991 und 2006 (2008)
Zitatform
Giesselmann, Marco (2008): Einsteiger und Wiedereinsteiger als Verlierer des arbeits-, sozialpolitischen und ökonomischen Wandels? Eine Untersuchung zur Veränderung des Armutsrisikos spezifischer Gruppen auf dem Arbeitsmarkt zwischen 1991 und 2006. (Arbeitspapier des Projektes Working Poor in Western Europe), Köln, 44 S.
Abstract
"Legitimiert durch den Verweis auf Prozesse der Globalisierung wurden in Deutschland seit Beginn der 1990er Jahre sozial- und arbeitsmarktpolitische Reformen implementiert, die, direkt oder indirekt, auf den Ausbau des Niedriglohnsektors abzielen. Trotzdem konnte in vielen Studien zum 'Working Poor'-Problem kein tief greifender Wandel der materiellen Lebensbedingungen von Erwerbstätigen ausgewiesen werden. Dieses ist darauf zurückzuführen, dass etablierte Erwerbstätige durch verschiedene institutionelle Mechanismen weitestgehend vor den Auswirkungen der Reformen (bzw. einer Abwertung ihrer Arbeitsmarktposition) geschützt sind. Dieser Schutz besteht allerdings nicht für Personen, die nicht durch vorgelagerte Erwerbstätigkeit abgesichert sind. Dementsprechend zeigen empirische Analysen auf der Basis des Sozio-Oekonomischen Panel (Soep), dass sich niedrig entlohnte Beschäftigung und Armut insbesondere unter Einsteigern und Wiedereinsteigern auf dem Arbeitsmarkt ausgebreitet haben. Die Risiken dieser Gruppen sind in Relation zu allen Erwerbstätigen somit überproportional angestiegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeit: Mit Erwerbsarbeit in die Armut oder aus der Armut? (2008)
Kaiser, Lutz C.;Zitatform
Kaiser, Lutz C. (2008): Arbeit: Mit Erwerbsarbeit in die Armut oder aus der Armut? In: E.- U. Huster, J. Boeckh & H. Mogge-Grotjahn (Hrsg.) (2008): Handbuch Armut und Soziale Ausgrenzung, S. 265-281.
Abstract
"Erwerbsarbeit besitzt nicht nur eine hohe Bedeutung zur Erzielung von Einkommen, sondern fungiert nach wie vor als zentrale Institution der Vergesellschaftung durch soziale Teilhabe. Mit dieser Mehrdimensionalität ist spiegelbildlich auch die Mehrdimensionalität von Armut aufgrund von Arbeitslosigkeit und Niedriglohnbezug verbunden. Der Beitrag fokussiert auf diesem Hintergrund die Schnittstellen zwischen Erwerbsarbeit, Arbeitslosigkeit und Niedriglohn. Zentrale Begriffe werden unter Bezugnahme auf empirische Dimensionen verdeutlicht. Neben dem objektiven Kriterium 'Einkommen' wird auch auf die subjektive Perspektive abgestellt (Lebenszufriedenheit, Deprivation). Es wird deutlich, dass die Dichotomie 'Erwerbsarbeit oder Armut' in der modernen Erwerbsgesellschaft nur von scheinbarer Natur ist. Selbst eine Vollzeitbeschäftigung ist kein Garant mehr für ein den Lebensunterhalt abdeckendes Einkommen. Auch ist nach wie vor ein erheblicher Anteil von Geringverdienern von verdeckter Armut betroffen. Insbesondere gering Qualifizierte und Langzeitarbeitslose haben ein erhöhtes Risiko zu tragen, im Niedriglohnsegment zu verbleiben, durch Arbeitslosigkeit in die Nähe der Armutsschwelle zu gelangen und eine Dequalifizierung zu erfahren, die Ausstiegschancen aus Armut oder Aufstiegschancen aus dem Niedriglohnsegment einschränken. Welche politischen Gegenmaßnahmen sind erforderlich und könnten erfolgreich sein? Der Beitrag diskutiert anhand von exemplarischen Beispielen den Zielerreichungsgrad und Effizienz von präventiven und reaktiven Instrumenten. Versäumnisse auf präventiver Seite (Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, Öffnung des Bildungssystems für traditionell bildungsferne Bevölkerungsschichten) induzieren generell einen erhöhten Bedarf an reaktiver Gegensteuerung. In diesem Zusammenhang werden Vor- und Nachteile von Mindest- und Kombilöhnen aufgezeigt. Mittel- und langfristig sollte jedoch verstärkt in präventive Maßnahmen investiert werden, um nachhaltige Effekte zu erreichen und die Verwendung von Mitteln für reaktive politische Programme zu verringern. Damit kann letztendlich nicht nur ein höherer Zielerreichungsgrad und eine effizientere Verwendung von Mitteln erreicht, sondern 'soziale Gerechtigkeit' in der Erwerbsgesellschaft umgesetzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Weitere Zunahme der Niedriglohnbeschäftigung: 2006 bereits rund 6,5 Millionen Beschäftigte betroffen (2008)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2008): Weitere Zunahme der Niedriglohnbeschäftigung. 2006 bereits rund 6,5 Millionen Beschäftigte betroffen. (IAQ-Report 2008-01), Gelsenkirchen, 11 S. DOI:10.17185/duepublico/45625
Abstract
"Unter allen abhängig Beschäftigten liegt der Anteil von Niedriglöhnen (unterhalb von zwei Dritteln des Medians) 2006 bei gut 22% - d.h. mehr als jede/r Fünfte ist gering bezahlt. Gegenüber 1995 ist der Niedriglohnanteil in Deutschland damit um gut 43 % gestiegen. Der durchschnittliche Stundenlohn der Niedriglohnbeziehenden ist seit 2004 gesunken, während er in den Vorjahren gestiegen ist. Überdurchschnittlich betroffen von Niedriglöhnen sind insbesondere Minijobber/innen, Jüngere, gering Qualifizierte, Ausländer/innen und Frauen. Der Anteil von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung am Niedriglohnbereich ist von 58,6% (1995) auf 67,5% (2006) deutlich gestiegen. Im internationalen Vergleich hat Deutschland inzwischen einen hohen Anteil von Niedriglöhnen und eine fast beispiellose Ausdifferenzierung des Lohnspektrums nach unten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Armut und Verteilung in Deutschland und Europa (2008)
Klammer, Ute;Zitatform
Klammer, Ute (2008): Armut und Verteilung in Deutschland und Europa. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 3, S. 119-124. DOI:10.5771/0342-300X-2008-3-119
Abstract
"Der Beitrag beleuchtet alte und neue Probleme im Bereich der Einkommensverteilung und Armut in Deutschland - vor allem Armut bei Arbeitslosigkeit, Armut trotz Arbeit, Kinder- und Altersarmut - und ordnet die Befunde europäisch ein. Wie ein Länder- und Zeitvergleich verschiedener Indikatoren deutlich macht, die im Rahmen der Methode der offenen Koordinierung (MOK) verwendet werden, ist die Europäische Union ihren hohen Ansprüchen bei der Armutsbekämpfung und Förderung der sozialen Inklusion bisher nicht gerecht geworden. Auch Deutschland schneidet im internationalen Vergleich allenfalls mittelmäßig ab. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf Potenziale und Grenzen der neuen integrierten MOK und auf den sozialpolitischen Handlungsbedarf in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The working poor, borderline poor, and developments in public assistance reform (2008)
Komamura, Kohei;Zitatform
Komamura, Kohei (2008): The working poor, borderline poor, and developments in public assistance reform. In: Japan labor review, Jg. 5, H. 4, S. 67-94.
Abstract
"The paper is a study by a leading expert on social security policy. Although the concept of the working poor has yet to be clearly defined in Japan, estimates show that the proportion of working households that are on or below the minimum income level provided for by the public assistance system but that are not receiving public assistance has increased from 2.80% in 1985 to 5.46% in 1999. It is also evident that the proportion of working poor households in younger age groups has increased rapidly. The proportion of working households aged under 65 on or below the minimum income level providied for by the public assistance system that are on public assistance is less than 4%, indicating that the moral hazard presented by the public assistance system is not of a level that should be considered problematic. Also described are recent developments concerning reform of the public assistance system." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Low-wage work in the United Kingdom (2008)
Lloyd, Caroline ; James, Susan ; Nickson, Dennis ; Mason, Geoff; Osborne, Matthew; Carroll, Marilyn; Payne, Jonathan ; Dutton, Eli; Solow, Robert; Grimshaw, Damian ; Warhust, Chris; Mayhew, Ken; Commander, Johanna; Stevens, Philip;Zitatform
Lloyd, Caroline, Geoff Mason & Ken Mayhew (Hrsg.) (2008): Low-wage work in the United Kingdom. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 339 S.
Abstract
"The United Kingdom's labor market policies place it in a kind of institutional middle ground between the United States and continental Europe. Low pay grew sharply between the late 1970s and the mid-1990s, in large part due to the decline of unions and collective bargaining and the removal of protections for the low paid. The changes instituted by Tony Blair's New Labour government since 1997, including the introduction of the National Minimum Wage, halted the growth in low pay but have not reversed it. Low-Wage Work in the United Kingdom explains why the current level of low-paying work remains one of the highest in Europe. The authors argue that the failure to deal with low pay reflects a policy approach which stressed reducing poverty, but also centers on the importance of moving people off benefits and into work, even at low wages. The UK government has introduced a version of the U.S. welfare to work policies and continues to stress the importance of a highly flexible and competitive labor market. A central policy theme has been that education and training can empower people to both enter work and to move into better paying jobs. The case study research reveals the endemic nature of low paid work and the difficulties workers face in escaping from the bottom end of the jobs ladder. However, compared to the United States, low paid workers in the United Kingdom do benefit from in-work social security benefits, targeted predominately at those with children, and entitlements to non-pay benefits such as annual leave, maternity and sick pay, and crucially, access to state-funded health care. Low-Wage Work in the United Kingdom skillfully illustrates the way that the interactions between government policies, labor market institutions, and the economy have ensured that low pay remains a persistent problem within the United Kingdom." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Content:
Robert Solow: The United Kingdom story (1-14);
Graff Mason, Ken Mayhew, Matthew Osborn: Low-paid work in the United Kingdom - an overview (15-40);
Geoff Mason, Ken Mayhew, Matthew Osborne, Philip Stevens: Low pay, labor market institutions, and job quality in the United Kingdom (41-95);
Eli Dutton, Chris Warhurst, Caroline Lloyd, Susan James, Johanna Comander, Dennis Nichson: "Just like the elves in Harry Potter" - room attendants in United Kingdom Hotels (96-130);
Geoff Mason, Matthew Osborne: Business strategies, work organization, and low pay in United Kingdom retailing (131-167);
Damian Grimshaw, Marilyn Carroll: Improving the position of low-wage workers through new coordinating institutions - the case of public hospitals (168-210);
Susan James, Caroline Lloyd: Supply chain pressures and migrant workers: deteriorating job quality in the United Kingdom food-processing industry (211-246);
Caroline Lloyd, Geoff Mason, Matthew Osborne, and Jonathan Payne: "It's just the nature of the job at the end of the day" - pay and job quality in United Kingdom mass-market call centers (247-283);
Damian Grimshaw, Caroline Lloyd, Chris Warhurst: Low-wage work in the United Kingdom - employment practices, institutional effects, and policy responses (284-326). -
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Erwerbstätigkeit in Transferhaushalten: Arm trotz Arbeit (2008)
Rudolph, Helmut;Zitatform
Rudolph, Helmut (2008): Erwerbstätigkeit in Transferhaushalten: Arm trotz Arbeit. In: IAB-Forum H. 2, S. 34-39.
Abstract
Unter den 40 Millionen Erwerbstätigen in der Bundesrepublik Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die Vollzeit arbeiten und trotzdem Hilfe vom Staat für sich und ihre Familie brauchen. Der Autor untersucht das Armutsrisiko dieser Menschen auf der Grundlage von Daten aus den Mikrozensen 2000-2006 vor dem Hintergrund des im Juli 2008 von der Bundesregierung vorgelegten dritten Armuts- und Reichtumsberichts 'Lebenslagen in Deutschland' sowie der Armutsrisikoquoten auf Basis des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP). Er zeigt, dass ergänzend zu den Armutsrisiken des Armutsberichts die Reichweite von Sozialleistungen sowohl in der Gesamtbevölkerung als auch besonders in den Erwerbshaushalten zugenommen hat. Der sinkende Beitrag der Sozialtransfers an der Verringerung des Armutsrisikos, wie er sich aus den Zeitreihen des SOEP ergibt, ist nach Ansicht des Autors auf das bei Wohngeld und Sozialhilfe weitgehend stagnierende Leistungsniveau zurückzuführen, an das mit dem SGB II unter Pauschalierung einmaliger Leistungen angeschlossen wurde. 'Transferleistung bei Vollzeiterwerbstätigkeit ist also kein Phänomen, das erst mit Einführung des SGB II zu beobachten ist.' (IAB)
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Niedriglohnbeschäftigung: Sackgasse oder Chance zum Aufstieg? (2008)
Zitatform
Schank, Thorsten, Claus Schnabel, Jens Stephani & Stefan Bender (2008): Niedriglohnbeschäftigung: Sackgasse oder Chance zum Aufstieg? (IAB-Kurzbericht 08/2008), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Geringverdiener und Niedriglöhne sind in den letzten Jahren ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt und Gegenstand politischer Kontroversen geworden. Mit Verweis auf die wachsende Zahl von Geringverdienern wird von manchen Seiten die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes gefordert. Dieser soll dazu beitragen, dass Geringverdiener mit ihrem Lohn den Lebensunterhalt bestreiten können. Andererseits wird von vielen Ökonomen eine Ausweitung des Niedriglohnsektors als Mittel zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten vorgeschlagen. Dabei können z.B. staatliche Lohnkostenzuschüsse oder Kombilohnmodelle unterstützend wirken. Kann Niedriglohnbeschäftigung als Sprungbrett in eine besser bezahlte Tätigkeit dienen oder führt sie in die Sackgasse? In einer Verbleibsanalyse wird hier untersucht, was aus den vollzeitbeschäftigten Geringverdienern der Jahre 1998/99 wurde. Das sind Personen, die damals weniger als 2/3 des Medianlohns verdienten. Wem und wie gelang der Aufstieg? Nur gut jeder achte Geringverdiener von 1998/99 erreichte sechs Jahre später einen Lohn oberhalb der Geringverdienerschwelle. Etwa jeder Dritte war im Jahr 2005 immer noch als Vollzeitbeschäftigter im Niedriglohnbereich tätig. Während jüngere und besser ausgebildete Geringverdiener deutlich öfter aufgestiegen sind, schafften Frauen, Ältere und Unqualifizierte dies seltener. Je größer ein Betrieb ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass einem Geringverdiener innerbetrieblich oder durch Wechsel in diesen Betrieb der Aufstieg aus dem Niedriglohnbereich gelingt. Betriebswechsel erweisen sich aber auch generell als Möglichkeit für einen Aufstieg." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geringverdiener: Wem und wie gelingt der Aufstieg? (2008)
Zitatform
Schank, Thorsten, Claus Schnabel & Jens Stephani (2008): Geringverdiener: Wem und wie gelingt der Aufstieg? (IAB-Discussion Paper 14/2008), Nürnberg, 26 S.
Abstract
"Mit repräsentativen verbundenen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten der Bundesagentur für Arbeit wird untersucht, inwieweit Personen, die in den Jahren 1998/99 vollzeitbeschäftigte Geringverdiener mit weniger als zwei Dritteln des Medianlohns waren, in den folgenden Jahren den Aufstieg aus dem Niedriglohnsektor schafften und welche Faktoren hierbei eine Rolle spielten. Es zeigt sich, dass nur gut jeder Achte der ursprünglichen Geringverdiener im Jahr 2005 einen Lohn oberhalb der Geringverdienerschwelle erreichen konnte. Während jüngere und besser ausgebildete Geringverdiener eine deutlich höhere Aufstiegswahrscheinlichkeit aufweisen, schaffen Frauen seltener den Aufstieg. Auch die Größe und Beschäftigtenstruktur des Betriebes stehen in einem signifikanten Zusammenhang mit der Aufstiegswahrscheinlichkeit. Ein wichtiges Instrument für das Verlassen von Niedriglohntätigkeiten stellt der Wechsel des Betriebes dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The rise of poverty in Japan: The emergence of the working poor (2008)
Sekine, Yuki;Zitatform
Sekine, Yuki (2008): The rise of poverty in Japan: The emergence of the working poor. In: Japan labor review, Jg. 5, H. 4, S. 49-66.
Abstract
"The paper summarizes the causes of contemporary poverty and the state of measures to combat poverty from the perspective of law. In this paper, contemporary poverty is ascribed mainly to the increasing instability and loss of employment, the malfunctioning of the public assistance system, the homeless, single mother households, and deep levels of debt. Regarding public assistance, there is considerable regional variation in the assistance rate, and the opposing views of central and local government concerning the reasons for this are summarized. The employment insurance system, public assistance system, measures to assist the self-reliance of the homeless, and the minimum wage system are identified as serving to combat poverty, and the recent state of these institutions is summarized." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Low-wage work in Denmark (2008)
Westergaard-Nielsen, Niels; Grunert, Klaus G.; Eskildsen, Jacob K.; Sorensen, Ole; Andersen, Anne-Mette Sonne; Eriksson, Tor ; Li, Jingkun; Buck, Nuka; Nielsen, Anna-Kristina Lokke; Esbjerg, Lars; Solow, Robert;Zitatform
Westergaard-Nielsen, Niels (Hrsg.) (2008): Low-wage work in Denmark. (The Russell Sage Foundation case studies of job quality in advanced economies), New York: Russell Sage Foundation, 311 S.
Abstract
"The Danish economy offers a dose of American labor market flexibility inside a European welfare state. The Danish government allows employers a relatively high level of freedom to dismiss workers, but also provides generous unemployment insurance. Widespread union coverage and an active system of collective bargaining help regulate working conditions in the absence of strong government regulation. Denmark's rate of low-wage work-8.5 percent-is the lowest of the five countries under analysis. In Low-Wage Work in Denmark, a team of Danish researchers combines comprehensive national registry data with detailed case studies of five industries to explore why low-end jobs are so different in Denmark. Some jobs that are low-paying in the United States, including hotel maids and meat processors, though still demanding, are much more highly compensated in Denmark. And Danes, unlike American workers, do not stay in low-wage jobs for long. Many go on to higher paying jobs, while a significant minority ends up relying temporarily on income support and benefits sustained by one of the highest tax rates in the world. Low-Wage Work in Denmark provides an insightful look at the particularities of the Danish labor market and the lessons it holds for both the United States and the rest of Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Content:
Robert Solow: The Danish story (1-15);
Niels Westergaard-Nielsen: Low-wage work in Denmark (16-31);
Niels Westergaard-Nielsen: Statistical analysis and history of low-wage work in Denmark (32-103);
Lars Esbjerg, Klaus G. Grunert: Feeling the gate or enjoying a breeze in the eye of the storm? the consequences of globalization for work and workers in the Danish food-processing Industry (104-139);
Lars Esbjerg, Klaus G. Grunert, Nuka Buck, Anne-Mette Sonne Andersen: Working in Danish retailing - transitional workers going elsewhere, core employees going nowhere, and career-seekers striving to go somewhere (140-185);
Tor Eriksson, Jingkun Li: Restructuring meets flexicurity - housekeeping work in Danish hotels (186-217);
Jacob K. Eskildsen, Ann-Kristina Lokke Nielsen: The upgrading of the skills of nursing assistants and cleaning staff in the Danish public-sector hospitals (218-257);
Ole Henning Sorensen: Pay and job quality in Danish call centers (258-299). -
Literaturhinweis
Ist das Normalarbeitsverhältnis noch armutsvermeidend?: Erwerbstätigkeit in Zeiten deregulierter Arbeitsmärkte und des Umbaus sozialer Sicherungssysteme (2007)
Zitatform
Andreß, Hans-Jürgen & Till Seeck (2007): Ist das Normalarbeitsverhältnis noch armutsvermeidend? Erwerbstätigkeit in Zeiten deregulierter Arbeitsmärkte und des Umbaus sozialer Sicherungssysteme. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 59, H. 3, S. 459-492.
Abstract
"Anhand einer Längsschnittanalyse der Armutsquoten der erwerbstätigen Bevölkerung über einen Zeitraum von insgesamt 14 Jahren (1991 bis 2004) wird die Vermutung überprüft, dass der Abbau sozialer Sicherungsleistungen und die Deregulierung des Arbeitsmarktes das Armutsrisiko der Arbeitnehmer erhöht haben. Die Grundannahme ist dabei, dass neben individuellen Armutsrisiken (z.B. fehlende Ausbildungsabschlüsse) vor allem Veränderungen der Rahmenbedingungen (soziale Sicherungssysteme, Arbeitsmarkt, Haushaltsstrukturen) die Entwicklung der Armutsquote erklären. Mit Daten des Sozio-ökonomischen Panel wird gezeigt, dass veränderte Arbeitsmarktbedingungen sowie Steuern und Abgaben das Armutsrisiko erhöhen und dass zusätzliche Einkommensquellen (Staat, Familie) und abnehmende Einkommensbedarfe aufgrund zunehmend kleinerer Haushalte dieses Risiko nicht dämpfen. Im Ergebnis steigt im Untersuchungszeitraum die Armutsquote der unbefristeten Vollzeitbeschäftigten, insbesondere in Ostdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Armut in Deutschland: Bevölkerungsgruppen unterhalb der Alg II-Grenze (2007)
Becker, Irene;Zitatform
Becker, Irene (2007): Armut in Deutschland. Bevölkerungsgruppen unterhalb der Alg II-Grenze. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 04), Berlin, 50 S.
Abstract
"Ziel der Studie ist die Ermittlung von Größe und Struktur der Bevölkerung in Deutschland mit Einkommen unterhalb des soziokulturellen Existenzminimums. Dieses Minimum ergibt sich aus den Vorschriften des SGB II bzw. SGB XII zur Bemessung des mit Alg II und Sozialgeld bzw. mit Hilfe zum Lebensunterhalt zu sichernden Bedarfs; es kennzeichnet damit eine Armutsgrenze 'nach gesetzlicher Lesart'. Zur Erfassung des Einkommenssegments unter der Alg II-Grenze wird ein Mikrosimulationsmodell entwickelt und mit den Daten des Sozio-ökonomischen Panels von 2004 gerechnet Mit dem Simulationsmodell werden zunächst Bedarfsgemeinschaften innerhalb der Haushalte nach den Vorschriften des SGB II approximativ abgegrenzt, für die dann der Bedarf ermittelt und dem jeweiligen Einkommen gegenübergestellt wird. Zudem wird zumindest näherungsweise überprüft, inwieweit die Vermögensverhältnisse der einkommensarmen Haushalte einem Unterstützungsanspruch entgegen stehen. Übersteigt der errechnete Bedarf das zu berücksichtigende Einkommen und bleibt das Vermögen hinter den Freibeträgen zurück, gilt die Bedarfsgemeinschaft als potenziell anspruchsberechtigt. Insgesamt erweisen sich etwa 10 Mio. Personen der SGB II-Zielgruppe (ohne Alte und Erwerbsunfähige) als bedürftig: Daraus ergibt sich eine Bedürftigkeitsquote von etwa 16%, die freilich regional stark differiert: in den neuen Ländern liegt sie bei 23%, in den alten Ländern bei lediglich 15%. Zudem zeigt sich, - dass nur etwa 7% der Personen in Vollerwerbs-Bedarfsgemeinschaften bedürftig sind, diese Gruppe aber dennoch 3 Mio. Personen umfasst; - dass zwei Drittel der Personen in Arbeitslosen-Bedarfsgemeinschaften anspruchsberechtigt sind, das sind knapp 3,3 Mio. Personen; - und dass etwa 3,4 Mio. bzw. mehr als ein Fünftel der Kinder und Schüler(innen) bedürftig sind. Aus einer Gegenüberstellung der Simulationsergebnisse mit Daten der Bundesagentur für Arbeit über die tatsächlichen Grundsicherungsempfänger(innen) ist schließlich zu folgern, dass die amtlichen Zahlen die Größe und Struktur des Niedrigeinkommensbereichs nur teilweise spiegeln und nicht als Indiz für ungerechtfertigte Leistungsinanspruchnahme zu werten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeiten für wenig Geld: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (2007)
Zitatform
Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (Hrsg.) (2007): Arbeiten für wenig Geld. Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Frankfurt am Main u.a.: Campus-Verl., 319 S.
Abstract
"Seit Mitte der 1990er Jahre steigt die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland sprunghaft an. Was sind die Triebkräfte dieser Entwicklung? Welche Arbeitsplätze sind besonders betroffen? Anhand der Beispiele Call Center, Einzelhandel, Ernährungsindustrie, Hotel und Krankenhaus verleihen die Autoren des Bandes der Niedriglohnarbeit in Deutschland ein Gesicht und zeigen, wo politischer Handlungsbedarf besteht, etwa die Einführung von Mindestlöhnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbstätige Leistungsbezieher im SGB II: Aufstocker - bedürftig trotz Arbeit (2007)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Tobias Graf & Helmut Rudolph (2007): Erwerbstätige Leistungsbezieher im SGB II: Aufstocker - bedürftig trotz Arbeit. (IAB-Kurzbericht 22/2007), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Rund 1,3 Mio. Personen bezogen im Januar 2007 SGB-II-Leistungen, obwohl sie einer Beschäftigung nachgingen. Im Jahresdurchschnitt 2005 lag die Zahl der 'Aufstocker' noch bei rund 880.000. Bedürftigkeit trotz Erwerbstätigkeit ist häufig nur ein vorübergehender Zustand. Nur 325 Tsd. Erwerbstätige waren 2005 ganzjährig auf SGB-II-Leistungen angewiesen. Im Laufe des Jahres 2005 gab es insgesamt allerdings 2,1 Mio. Aufstocker. Sie haben zumindest zeitweise Leistungen und Erwerbseinkommen gleichzeitig bezogen. Die Mehrheit der Aufstocker ist geringfügig beschäftigt. Sie verbleiben oft relativ lange im Leistungsbezug: Ein Drittel von ihnen hat mindestens zehn Monate lang 'aufgestockt'. Die Mehrheit der Vollzeiterwerbstätigen gehört nur kurzfristig zu den Aufstockern. Vollzeitbeschäftigte, die längere Zeit Leistungen beziehen, leben meist in Paarhaushalten mit oder ohne Kinder. Um die Bedürftigkeit im Haushaltskontext dauerhaft zu überwinden, müssen flankierende Instrumente sowohl die hohe Fluktuation als auch die je weilige Haushaltskonstellation berücksichtigen. Eine Abstimmung mit familienpolitischen Transferleistungen wie Wohn- und Kindergeld ist dafür unerlässlich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Armut von Personen im Erwerbsalter: Armutsquote und Working-Poor-Quote der 20- bis 59-jährigen Bevölkerung in der Schweiz zwischen 2000 und 2005 (2007)
Zitatform
Crettaz, Eric (2007): Armut von Personen im Erwerbsalter. Armutsquote und Working-Poor-Quote der 20- bis 59-jährigen Bevölkerung in der Schweiz zwischen 2000 und 2005. (BFS Aktuell), Neuchatel, 8 S.
Abstract
Die Studie gibt einen Überblick über Armut in der Schweiz, wobei generell berücksichtigt werden muss, dass die Definition einer Armutsgrenze in reichen Ländern ein sehr komplexes Unterfangen ist. Wenn man in der Schweiz von Armut spricht, dann handelt es sich dabei um jene Bevölkerungsgruppen, deren Einkommen lediglich ausreicht, um sich zu ernähren, zu kleiden, zu wohnen und zu pflegen. Es ist aber zu tief, um darüber hinausgehende Ausgaben für die Teilnahme am Sozialleben tätigen zu können. Ein Teil der Personen, die unter einer definierten Armutsgrenze leben, bezeichnet man als Working Poor, d.h. Personen, die mindestens eine Stunde pro Woche gegen Bezahlung arbeiten und in einem arbeitsmarktnahen Haushalt mit einem Erwerbsumfang von mindestens einer Vollzeitstelle leben. Zur Berechnung der Armutsgrenze bedarf es eines Referenzwertes. In der Schweiz wird dieser Wert aus den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) abgeleitet. Dieser statistische Wert ermöglicht es das Ausmaß der Armut zu messen, die Risikogruppen zu identifizieren und die Armutsentwicklung zu beschreiben. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass jede elfte Person im Erwerbsalter von Armut betroffen und jede 25. Erwerbsperson ein Working Poor ist. Der Umstand, Arbeit zu haben, senkt das Risiko, ein Einkommen unter der Armutsgrenze zu erzielen. Seit Beginn der 2000er-Jahre hat sich die Armut verringert. Bestimmte soziodemographische Gruppen sind stärker von Armut und vom Phänomen der Working Poor betroffen: Haushalte von Alleinerziehenden und kinderreiche Familien, jüngere Eltern im Allgemeinen, ausländische Staatsangehörige. Einen starken Einfluss haben auch sozioprofessionelle Faktoren: unqualifizierte Arbeitnehmende, Personen mit Unterbrechungen ihrer Erwerbsbiografie, Erwerbstätige mit nicht dauerhaften Arbeitsverträgen, Selbständige - insbesondere alleine tätige Selbständige - sind weit überdurchschnittlich häufig Working Poor. (IAB)
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Literaturhinweis
Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt (2007)
Gazareth, Pascale; Suter, Simone; Kronauer, Martin; Gazareth, Pascale; Kraemer, Klaus ; Hettlage, Raphaela; Juhasz, Anne; Iglesias, Katia; Nollert, Michael ; Juhasz, Anne; Böhringer, Peter; Paugam, Serge; Wyss, Malika; Pelizzari, Alessandro; Magning, Chantal; Pernicka, Susanne; Contzen, Sandra; Schnapper, Dominique; Adam, Georg; Schultheis, Franz; Magning, Chantal; Suter, Christian ;Zitatform
Gazareth, Pascale, Anne Juhasz & Chantal Magning (Hrsg.) (2007): Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt. (Theorie und Methode. Sozialwissenschaften), Konstanz: UVK Verlagsges., 200 S.
Abstract
"Die Schlagworte 'Aktivierung' und 'Eigeninitiative' vermitteln den Eindruck, als wäre die Integration in den Arbeitsmarkt der Königsweg gegen gesellschaftlichen Ausschluss. Inwiefern in der Arbeitswelt selbst Ausschlussprozesse wirksam sind, veranschaulichen die hier versammelten Beiträge aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Auf der Grundlage empirischer Untersuchungen gehen die Autoren den Integrations- und Ausgrenzungsprozessen in der Arbeitswelt nach, verdeutlichen ihre paradoxe Gleichzeitigkeit und zeigen, dass die neue soziale Ungleichheit auf ausbleibende Anerkennung und Integration durch Erwerbsarbeit zurückgeht." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Eine Bestandsaufnahme: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (2007)
Grün, Carola; Rhein, Thomas;Zitatform
Grün, Carola & Thomas Rhein (2007): Eine Bestandsaufnahme: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. In: IAB-Forum H. 1, S. 8-12.
Abstract
Nach nationalen und internationalen Analysen gilt ein Lohn als Niedriglohn, der weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns (Medianlohns) aller Beschäftigten beträgt. Maßgebend für die Einordnung ist der effektiv gezahlte Brutto-Lohn, nicht der Tariflohn. Auf dieser Basis unternimmt der Beitrag eine Bestandsaufnahme des Niedriglohnsektors in der Bundesrepublik Deutschland und analysiert darüber hinaus unter dem Stichwort 'Niedriglohnarmut' die Lebenssituation der Betroffenen. Demnach liegt der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten an allen Vollzeitbeschäftigten im Jahre 2005 bei gut 18 Prozent. Die am stärksten betroffenen Personenkreise sind: Frauen, in Ostdeutschland Beschäftigte, Jugendliche bzw. junge Erwachsene, Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, Beschäftigte in Kleinbetrieben sowie Personen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit. Niedriglohnjobs konzentrieren sich auf bestimmte Branchen und Berufe mit Schwerpunkt im Dienstleistungssektor (Hotel- und Gaststättengewerbe, Einzelhandel, personenbezogene Dienstleistungen). Obwohl niedriger Lohn 'nicht zwangsläufig auch Armut bedeutet', müsste zur Vermeidung eines erhöhten Armutsrisikos der Niedriglohnbereich zu einer echten Brücke in den ersten Arbeitsmarkt werden. Ein Vergleich mit Großbritannien zeigt, dass die Niedriglohnbeschäftigung sowohl was die Größe des Niedriglohnsektors als auch was die Verteilung der Löhne unterhalb der Niedriglohnschwelle angeht, in beiden Ländern nahezu das gleiche Niveau erreicht hat. (IAB)
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Literaturhinweis
Armut von Erwerbstätigen in europäischen Wohlfahrtsstaaten: Niedriglöhne, staatliche Transfers und die Rolle der Familie (2007)
Lohmann, Henning;Zitatform
Lohmann, Henning (2007): Armut von Erwerbstätigen in europäischen Wohlfahrtsstaaten. Niedriglöhne, staatliche Transfers und die Rolle der Familie. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 276 S.
Abstract
"Im Zuge der wohlfahrtstaatlichen Reformen der letzten Jahre ist Armut von Erwerbstätigen auch in Europa zu einem Problem geworden. Allerdings bestehen deutliche Länderunterschiede im Ausmaß und in der Struktur der Armut von Erwerbstätigen. Der Autor argumentiert, dass dies eine Folge der unterschiedlichen Ausgestaltung institutioneller Rahmenbedingungen (soziales Sicherungssystem, Lohnverhandlungssystem, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie) ist. Weiter wird gefragt, welche Konsequenzen die gegenwärtigen Reformen für die Entwicklung der Armut von Erwerbstätigen haben. In empirischen Analysen wird die Entwicklung in 15 europäischen Ländern im Zeitraum von 1994 bis 2004 betrachtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wenn Arbeit arm macht: der Niedriglohnsektor als Boombranche (2007)
Manske, Alexandra; Heil, Vanessa;Zitatform
Manske, Alexandra & Vanessa Heil (2007): Wenn Arbeit arm macht. Der Niedriglohnsektor als Boombranche. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 52, H. 8, S. 995-1002.
Abstract
Der Beitrag setzt sich kritisch mit der Entwicklung des Niedriglohnsektors auseinander, der seit Mitte der 1990er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland ständig wächst. Ein Indiz für diese Entwicklung sehen die Autorinnen in der Ausweitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse als arbeitsmarktpolitisches Instrument im Zuge der Hartz-Gesetzgebung (Motto: 'Sozial ist, was Arbeit schafft'). Eigentliche Ursache für das gezielt betriebene Wachstum des Niedriglohnsektors ist nach ihrer Auffassung der Rückzug des Staates aus seiner sozialen Verantwortung, die sich in einem Abbau des Sozialstaats manifestiert. Diese Politik führt zu einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft. Der Beitrag zeichnet nach, wie sich der Niedriglohnsektor in den letzten Jahren entwickelt hat und wie sich die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung seit dem Jahr 2003 ausgewirkt hat. Die konkrete Darstellung der 'Situation ganz unten auf dem Arbeitsmarkt' zeigt, dass sich zunehmend eine Schicht der 'Working Poor' herausbildet, die nur mit mehreren Jobs 'irgendwie' über die Runden kommt. Die Autorinnen kommen zu dem Schluss, dass die Tarifpolitik sich nicht zu einer 'Eindämmung der Niedriglohnschwemme' eignet und plädieren für einen Mindestlohn 'als letzter Ausweg', um die 'verheerende Abwärtsspirale in der Lohnentwicklung' zu stoppen, wobei sich die Höhe des Mindestlohns an der Entwicklung des allgemeinen gesellschaftlichen Wohlstandsniveaus orientieren soll. (IAB)
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Biographies of exclusion: poor work and poor transitions (2007)
Zitatform
Schildrick, Tracy & Robert MacDonald (2007): Biographies of exclusion: poor work and poor transitions. In: International Journal of Lifelong Education, Jg. 26, H. 5, S. 589-604. DOI:10.1080/02601370701559672
Abstract
"The usefulness of the concept of transition has been hotly contested in Anglophone youth studies over the past decade. A variety of criticisms have been ranged against it, including that it: presumes the continuing predominance of linear, obvious, mainstream pathways to adulthood; excludes wider youth questions in focusing narrowly on educational and employment encounters; prioritises normative and policy-focused assumptions and de-prioritises the actual lived experiences of young people; and is no longer a tenable concept, given the extension of youth phase and the blurring of it and 'adulthood' as distinct life-phases. Drawing upon qualitative, longitudinal studies with 'socially excluded' young adults, this paper contends with these arguments. The research participants were 186 'hard to reach' young women and men who were growing up in some of England's poorest neighbourhoods, some of whom were followed into their mid to late twenties. The studies confirmed many of the specific criticisms lodged against the idea of transition. Interviewees' lives post-school were marked by unpredictability, flux and insecurity. Engagement with post-16 education and training courses was common, despite wide-spread disaffection from school pre-16. Typically, these later learning encounters were short-lived, negatively assessed and un-related to labour market fortunes. Economic marginality and recurrent unemployment were uniform experiences. 'Hyper-conventional', class cultural orientations to employment drove post-school transitions, even when these motivations resulted only in low paid, low skill, insecure 'poor work'. In conclusion, we re-affirm the value of a broad and long view of youth transitions, situated in a panorama of socio-economic change. We argue that this sort of conceptualisation of transition is crucial to understanding the twists and turns of individual biographies and the coming together of these in socially structured patterns of inclusion, exclusion and inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Ausgegrenzt und abgefunden? Innenansichten der Armut: eine empirische Studie (2007)
Schulz, Claudia;Zitatform
Schulz, Claudia (2007): Ausgegrenzt und abgefunden? Innenansichten der Armut. Eine empirische Studie. (Protestantische Impulse für Gesellschaft und Kirche 06), Münster u.a.: LIT, 190 S.
Abstract
Für die Studie der evangelischen Kirche über Armut in Deutschland wurden zwischen Dezember 2006 und April 2007 neun Gruppendiskussionen mit Menschen, die auf der Elbinsel Wilhelmsburg, einem sozialen Brennpunkt in Hamburg, leben, geführt. Junge und alte Menschen, Langzeitarbeitslose, Hartz IV-Empfänger, Ein-Euro-Jobber und Menschen, die vom Lohn ihrer Arbeit nicht leben können: Sie sprachen über ihre Ängste und Hoffnungen und darüber, wie sie ihre Situation selbst erleben. Die subjektive Sicht der Menschen nimmt die Studie zum Ausgangspunkt für die Frage nach den Konsequenzen für Kirche und Gesellschaft. Die Studie ist Teil des Projekts 'Teilhabe von unten', einem Gemeinschaftsprojekt der evangelischen Kirche. Sie ist damit auch Teil einer innerkirchlichen Diskussion über Armut, die sich 2006 in der EKD-Denkschrift 'Gerechte Teilhabe. Befähigung zu Eigenverantwortung und Solidarität' niederschlug. Die Gespräche, die im Rahmen der Studie geführt wurden, bestätigen eine zentrale These der EKD-Denkschrift: Jenseits der statistisch messbaren Zahlen besteht das tiefere Problem der Armut in Ausgrenzung und mangelnden Chancen zur Teilhabe an der Gesellschaft. Eine ganze Bevölkerungsgruppe sei quasi unsichtbar; das mache das Phänomen Armut zu einem Problem der Gesamtgesellschaft. Da sich laut Studie viele Arme nicht selbst aus dem Kreislauf der Ausgrenzung befreien können, müsse wirksame Hilfe von außen kommen. Sie müsse vor allem zupackend sein und 'die Routinen der Armen aufbrechend, ihnen Erfolgserlebnisse verschaffend auf dem Weg, ihre eigenen Möglichkeiten wieder zu entdecken und zu nutzen'. (IAB)
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Arbeit und Armut: die deutsche Unterschichtdebatte im Lichte aktivierender Sozialstaatlichkeit (2007)
Trube, Achim; Wohlfahrt, Norbert;Zitatform
Trube, Achim & Norbert Wohlfahrt (2007): Arbeit und Armut. Die deutsche Unterschichtdebatte im Lichte aktivierender Sozialstaatlichkeit. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 61, H. 5/6, S. 50-58.
Abstract
"Schon nach wenigen Jahren aktivierender Sozialstaatlichkeit lassen sich deren Konsequenzen besichtigen: Die Konditionen der Erwerbsarbeit werden zunehmend als ein Mittel der internationalen Standortkonkurrenz gehandhabt und infolgedessen nehmen Beschäftigungsverhältnisse, die eine einigermaßen stabile Existenzsicherung gewährleisten, in raschem Umfang ab. Gleichzeitig sorgt eine veränderte sozialstaatliche Programmatik dafür, dass diejenigen, die als nicht mehr rentabel genug 'freigesetzt' wurden, möglichst rasch mit entsprechendem Nachdruck in Arbeitsformen gebracht werden, die - so die Kriterien der nationalen und internationalen Statistik - zwangsläufig mit Armut verbunden sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Living wages around the world: a new methodology and internationally comparable estimates (2006)
Anker, Richard;Zitatform
Anker, Richard (2006): Living wages around the world. A new methodology and internationally comparable estimates. In: International Labour Review, Jg. 145, H. 4, S. 310-338.
Abstract
"The World Bank's widely used poverty lines of US Dollar 1 and 2 per day, the author argues, do not adequately capture what it means to be poor in different countries. The new methodology he proposes is designed to remedy this shortcoming while ensuring international comparability of national poverty lines: the price of non-food necessities is added to that of a low-cost, nutritious diet suited to each country's national preferences and in proportions appropriate to its developmental level. Applying this methodology to a sample of 12 countries, the author shows that poverty occurs in all countries - at much higher levels than the World Bank currently estimates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Working and poor: how economic and policy changes are affecting low-wage workers (2006)
Blank, Rebecca M.; Hasset, Kevin A.; Fairlie, Robert W. ; French, Eric ; Haider, Steven J.; Taber, Christopher; Levy, Helen ; Hall, Robert E. ; Danziger, Sheldon H.; Autor, David; Stephens, Melvin Jr.; Levine, Phillip B. ; Shierholz, Heidi; Card, David ; Moore, Anne; DiNardo, John; Meyer, Daniel R. ; Schoeni, Robert F. ; Merriman, David F.; Cancian, Maria ; McGuire, Therese J.; Houseman, Susan; Mazumder, Bhashkar ; Charles, Kerwin Kofi; MaGarry, Kathleen; Borjas, George J. ; London, Rebecca A.;Zitatform
Blank, Rebecca M., Sheldon H. Danziger & Robert F. Schoeni (Hrsg.) (2006): Working and poor. How economic and policy changes are affecting low-wage workers. New York: Russell Sage Foundation, 436 S.
Abstract
"Over the last three decades, large-scale economic developments, such as technological change, the decline in unionization, and changing skill requirements, have exacted their biggest toll on low-wage workers. These workers often possess few marketable skills and few resources with which to support themselves during periods of economic transition. The book examines every facet of the economic well-being of less-skilled workers, from employment and earnings opportunities to consumption behavior and social assistance policies. Rebecca Blank and Heidi Schierholz document the different trends in work and wages among less-skilled women and men. Between 1979 and 2003, labor force participation rose rapidly for these women, along with more modest increases in wages, while among the men both employment and wages fell. David Card and John DiNardo review the evidence on how technological changes have affected less-skilled workers and conclude that the effect has been smaller than many observers claim. Philip Levine examines the effectiveness of the Unemployment Insurance program during recessions. He finds that the program's eligibility rules, which deny benefits to workers who have not met minimum earnings requirements, exclude the very people who require help most and should be adjusted to provide for those with the highest need. On the other hand, Therese J. McGuire and David F. Merriman show that government help remains a valuable source of support during economic downturns. They find that during the most recent recession in 2001, when state budgets were stretched thin, legislatures resisted political pressure to cut spending for the poor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Armut in Bremen: Hilfebedürftig trotz Arbeit (2006)
Bury, Carola; Schröder, Paul M.; Gieffers, Susanne; Pusch, Volker;Zitatform
Bury, Carola, Susanne Gieffers, Volker Pusch & Paul M. Schröder (2006): Armut in Bremen: Hilfebedürftig trotz Arbeit. Bremen, 105 S.
Abstract
"Die Armutsentwicklung in Bremen und Bremerhaven ist weiterhin besorgniserregend. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind hier besonders hoch. Lohndumping und Niedrigstlöhne nehmen zu, während sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse abgebaut werden. Auch 'sicher Beschäftigte' spüren dadurch immer häufiger den Druck, auf Rechte zu verzichten und Abstriche hinzunehmen. Oft haben sie mehr als ein Einkommen - und trotzdem kein Auskommen. Etliche arbeiten Vollzeit und fallen dennoch unter die Armutsgrenze. Auch Leiharbeiter und Menschen mit Mini-Jobs sind von dieser gefährlichen Entwicklung betroffen. Die Bruttoarbeitsentgelte sind so niedrig, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hilfebedürftig sind und Anspruch auf das Arbeitslosengeld II haben - ohne arbeitslos zu sein. Seit fünf Jahren veröffentlicht die Arbeitnehmerkammer Bremen den Armutsbericht für das Land Bremen. Die Arbeitnehmerkammer will mit der Berichterstattung das Armutsthema auf die politische Tagesordnung setzen und mit ihrem aktuellen Schwerpunkt 'Hilfebedürftig trotz Arbeit' die Diskussion um zunehmende Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen anstoßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Prekäre Einkommenslagen in Deutschland: ein Ost-West-Vergleich 1996-2002 (2006)
Buscher, Herbert S.; Parys, Juliane;Zitatform
Buscher, Herbert S. & Juliane Parys (2006): Prekäre Einkommenslagen in Deutschland. Ein Ost-West-Vergleich 1996-2002. In: Allgemeines Statistisches Archiv, Jg. 90, H. 4, S. 595-615. DOI:10.1007/s10182-006-0005-y
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Verteilung der äquivalenzgewichteten Nettoeinkommen von Haushalten und Lebensgemeinschaften in West- und Ostdeutschland für die Zeit von 1996 bis 2002 auf der Grundlage der Daten des Mikrozensus. Die Untersuchung gliedert sich in einen deskriptiven Teil, der eindimensionale Maße zur Einkommensverteilung und zur Messung der Ungleichheit diskutiert, und in einen zweiten Teil, in dem auf der Basis eines Logit-Modells Determinenten bestimmt werden, die für prekäre Lebens- und Einkommenslagen ursächlich sein können. Ein besonderes Gewicht wird hierbei auf unterschiedliche Lebensformen und die Anzahl der Kinder gelegt. Die Ergebnisse zeigen ein deutlich höheres Armutsrisiko für Lebensgemeinschaften/Familien mit Kindern im Vergleich zu kinderlosen Paaren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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When working is not enough to escape poverty: an analysis of Canada's working poor (2006)
Fleury, Dominique; Fortin, Myriam;Zitatform
Fleury, Dominique & Myriam Fortin (2006): When working is not enough to escape poverty. An analysis of Canada's working poor. (Canada, Department of Human Resources and Social Development. Working paper), Ottawa, 174 S.
Abstract
"There is a tacit agreement among Canadians that individuals who work hard should be able to provide a decent living for themselves and their families. However, for many Canadians, having a worker in the family is not a ticket out of poverty. This situation is not new in Canada. In the 1960s, research showed that a significant proportion of low-income families included at least one worker. While the United States has been monitoring the working poor for almost 15 years and European countries started to do so lately, relatively little is known about this group in Canada. There is no generally accepted definition of working poverty and the few researchers that have looked into this issue have provided descriptive profiles of working poor Canadians using various definitions.
This study first discusses the pros and cons of the various definitions that have been used to investigate the phenomenon of working poverty in Canada, and argues for the use of a new definition. In this study, working poor individuals are defined as individuals aged 18 to 64 who have worked for pay a minimum of 910 hours in the reference year, who are not full-time students, and have a low family income according to the Market Basket Measure of low income. The study then uses data from Statistics Canada's Survey of Labour and Income Dynamics to identify working poor Canadians and to shed light on many questions that relate to this population. In addition to providing a detailed descriptive profile of working poor Canadians, the study identifies the main determinants of low income for workers, and looks at the dynamics of work and low income for the working poor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Poverty and social exclusion - two sides of the same coin?: a comparative study of Norway and Estonia (2006)
Flotten, Tone;Zitatform
Flotten, Tone (2006): Poverty and social exclusion - two sides of the same coin? A comparative study of Norway and Estonia. (Fafo-report 487), Oslo: Fafo, 334 S.
Abstract
"During the last twenty years we have witnessed a growing awareness of the poverty problem all over Europe. In addition to the concerns regarding material problems following poverty, there is also a concern that being poor will generate other types of problems. Most prevalent in contemporary Europe is the apprehension that economic poverty goes hand in hand with social exclusion, and the concept of social exclusion has in many instances replaced the concept of poverty. In her dissertation the author contributes to the general discussion of the consequences of poverty and the discussion of the relationship between poverty and social exclusion is addressed.
The dissertation is based on comparable level of living studies from Norway and Estonia. Theoretical definitions of poverty and social exclusion are discussed and several indicators are employed in the empirical analyses of the relationship between poverty, material hardship and social exclusion. The analyses reveal that employing income poverty as the sole indicator of material living conditions provides incomplete information. Comparisons of relative income poverty rates in Norway and Estonia give the impression that the countries are relatively similar, especially when generous measurements are employed. If, however, other indicators of poor material living conditions are studied, large differences between Estonia and Norway are revealed. Consequently, the dissertation demonstrates how the use of single indicators when studying poverty can conceal large national variations. The analyses also demonstrated that the relationship between income poverty and other indictors of material living conditions is rather weak in both countries, hence demonstrating that analyses of income poverty provides limited information on individuals' actual level of living.
Four different forms of social exclusion are explored in this dissertation: exclusion from citizenship rights, exclusion from the labour market, exclusion from social arenas and personal networks, and exclusion from civil society. The magnitude of social exclusion is highly dependent on the indicators employed. The assumption of a strong relationship between poverty and social exclusion is challenged. In neither of the countries do these phenomena seem to go hand in hand. The relative deprivation hypothesis, indicating that poverty is more excluding in a country with low poverty rates than in a country with high poverty rates, is not supported." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Poverty in America: trends and explanations (2006)
Hoynes, Hilary W.; Page, Marianne E.; Stevens, Ann Huff;Zitatform
Hoynes, Hilary W., Marianne E. Page & Ann Huff Stevens (2006): Poverty in America. Trends and explanations. In: The Journal of Economic Perspectives, Jg. 20, H. 1, S. 47-68.
Abstract
"Despite robust growth in real GDP per capita in the last three decades, U.S. poverty rates have changed very little.We summarize some basic facts about poverty in the United States, relying on a combination of previously published data from the Census Bureau and our own tabulations based on Current Population Survey data. We then discuss and evaluate four determinants of changes in the poverty rate that have been advanced in the literature: the impact of labor market opportunities; the role of changes in family structure; the role played by government antipoverty programs; and the role of immigration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Poverty and social exclusion in Britain: the millennium survey (2006)
Pantazis, Christina; Fisher, Tanja; Fahmy, Eldin; Finch, Naomi ; Gordon, David ; Ruspini, Elisabetta; Bailey, Nick ; Head, Emma; Collard, Sharon; Lloyd, Eva; Levitas, Ruth; McKay, Stephen ; Townsend, Peter; Patsios, Demi; Bramley, Glen; Payne, Sarah;Zitatform
(2006): Poverty and social exclusion in Britain. The millennium survey. (Studies in poverty, inequality and social exclusion), Bristol: Policy Press, 488 S.
Abstract
"This book reports on the most comprehensive survey of poverty and social exclusion, ever to be undertaken in Britain: The Poverty and Social Exclusion Survey. This enormously rich data set records levels of poverty not just in terms of income and wealth but by including information about the goods and services which the British public say are necessary to avoid poverty.
The relationship between poverty and factors such as age, gender and paid work are explored, as well as other social issues such as crime and neighbourhood disadvantage.
Poverty and social exclusion in Britain:
- charts the extent and nature of material and social deprivation and exclusion in Britain at the end of the 20th century;
- makes the first ever measurement of the extent of social exclusion based on a survey specifically designed for this purpose;
- provides a clear conceptual understanding of poverty and social exclusion from both an national and international perspective." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en)) -
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Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland: deskriptive Befunde zur Entwicklung seit 1980 und Verteilung auf Berufe und Wirtschaftszweige (2006)
Rhein, Thomas; Stamm, Melanie;Zitatform
Rhein, Thomas & Melanie Stamm (2006): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Deskriptive Befunde zur Entwicklung seit 1980 und Verteilung auf Berufe und Wirtschaftszweige. (IAB-Forschungsbericht 12/2006), Nürnberg, 40 S.
Abstract
"Der Forschungsbericht enthält Auswertungen zur Entwicklung der Niedriglohnschwelle (2/3 des Medianlohns) und zum Umfang des Niedriglohnsektors in Westdeutschland (seit 1980) und in Ost- und Gesamtdeutschland (seit 1993), die bis zum Jahre 2004 reichen. Daran anschließend zeigen gesonderte Analysen für Westdeutschland, in welchen Berufen und Wirtschaftszweigen besonders viele Geringverdiener arbeiten, wo das Niedriglohnrisiko besonders hoch ist und welche Trends sich seit 1980 abzeichnen. Als Datengrundlage dient die Beschäftigten-Historik (BeH) des IAB in der Version 5.00, die wiederum auf der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit beruht. Sämtliche Auswertungen beziehen sich nur auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Poor people in rich nations: the United States in comparative perspective (2006)
Sneeding, Timothy;Zitatform
Sneeding, Timothy (2006): Poor people in rich nations. The United States in comparative perspective. In: The Journal of Economic Perspectives, Jg. 20, H. 1, S. 69-90.
Abstract
"Cross-national comparisons can teach lessons about antipoverty policy. While all nations value low poverty, high levels of economic self-reliance and equality of opportunity for younger persons, they differ dramatically in the extent to which they reach these goals. Nations also exhibit differences in the extent to which working age adults mix economic self-reliance (earned incomes), family support and government support to avoid poverty. We begin by reviewing international concepts and measures of poverty. The Luxembourg Income Study (LIS) database contains the information needed to construct comparable poverty measures for more than 30 nations. It allows comparisons of the level and trend of poverty and inequality across several nations, along with considerable detail on the sources of market incomes and public policies that shape these outcomes. We will highlight the different relationships between antipoverty policy and outcomes among several countries, and consider the implications of our analysis for research and for antipoverty policy in the United States. In doing so, we will draw on a growing body of evidence that evaluates antipoverty programs in a cross-national context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Earnings mobility and low-wage workers in the United States (2006)
Theodos, Brett; Bednarzik, Robert;Zitatform
Theodos, Brett & Robert Bednarzik (2006): Earnings mobility and low-wage workers in the United States. In: Monthly labor review, Jg. 129, H. 7, S. 34-47.
Abstract
"Data from the Panel Study of Income Dynamics indicate that persons initially with low income, but who work full time, remain in good health, and receive more education, exhibit upward earnings mobility. The picture is quite the opposite, however, for those who do not work or who start out at the lowest end of the income scale. In this article, annual employment and earnings figures for a low-income cohort of individuals from 1995 until 2001 are examined. Tracking the employment and earnings experience of the same individuals over time contributes to our understanding of the debate, showing that mobility varies across groups in important ways." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Armutsgefährdung: Auf EU-Ebene gemeinsam vereinbarte neue Indikatoren (2005)
Zitatform
Bardone, Laura & Anne-Catherine Guio (2005): Armutsgefährdung: Auf EU-Ebene gemeinsam vereinbarte neue Indikatoren. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 05/2005), Brüssel, 10 S.
Abstract
Erwerbstätigkeit gilt als beste Absicherung gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Allerdings reicht ein Arbeitsplatz nicht immer aus, Armut zu verhindern, da diese auch von anderen sozialen Indikatoren (wie z.B. Familienstruktur, Bildungsgrad oder Bezug von Niedriglohn) abhängt. In dem Beitrag werden die möglichen Ansätze für eine Messung der Schnittstellen zwischen Armut und Arbeit erörtert und das methodische Instrumentarium beschrieben, das auf EU-Ebene zur Definition gemeinsamer Indikatoren und Variablen für einschlägige Messungen zur Anwendung kommt. Es werden die Ergebnisse einer ECHP-Erhebung präsentiert, die sich vor allem auf die 15 alten EU-Mitgliedstaaten beziehen. Die für die neuen Mitgliedstaaten ebenfalls vorliegenden Daten sind nicht unmittelbar vergleichbar. Mit der Annahme gemeinsam vereinbarter Indikatoren haben die Mitgliedstaaten das Problem der Armutsgefährdung erkannt und sind in der Lage, Messungen darüber anzustellen, in welchem Maße Beschäftigung nicht vor Einkommensschwäche schützt. Die vorliegenden Daten zeigen jedoch, dass eine vollständige Erforschung der Armutsgefährdung von Erwerbstätigen eine tiefer gehende Analyse der Haushaltsstrukturen und Erwerbsmuster der Haushalte verlangt. (IAB)
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A comprehensive profile of the working poor (2005)
Gleicher, David; Stevans, Lonnie K.;Zitatform
Gleicher, David & Lonnie K. Stevans (2005): A comprehensive profile of the working poor. In: Labour, Jg. 19, H. 3, S. 517-529. DOI:10.1111/j.1467-9914.2005.00301.x
Abstract
"In this paper, a comprehensive profile of the 'working poor' is presented using data from the 2003 March Supplement of the Current Population Survey. We test an earnings model with effective cost constraints. The dependent variable is the likelihood of an employed individual being a member of the working poor. The explanatory variables are the worker's occupation and firm characteristics, and cost constraints comprising, on the one hand, the worker's family characteristics (notably family income), and, on the other, the costs to the worker of signals used by firms in making employment decisions. These include not only the cost of education but also what we call 'discriminatory signals', e.g. gender, race, ethnicity and citizenship status. The paper provides new insight into the complex set of relationships between the signaling variables themselves, between signals and occupations, and between industries and occupations, in the formation of relative wage rates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The working poor: a comparative analysis (2005)
Gundogan, Naci; Bicerli, M. Kemal; Aydin, Ufuk;Zitatform
Gundogan, Naci, M. Kemal Bicerli & Ufuk Aydin (2005): The working poor. A comparative analysis. (MPRA paper / University Library of Munich 5096), München, 24 S.
Abstract
"Recently, there is growing debate in developed countries on the issue of the working poor. Poverty is a phenomenon traditionally associated with economically inactive persons such as the homeless, the unemployed or the handicapped. The changing of work patterns and a growing polarisation in the labour market between low or unskilled work and high-skilled work have created new poverty risks amongst the employed population. As a result of this trend, the concept of the 'working poor', which gained ground in the United States in the 1970s, has become increasingly applicable to labour market realities in the world. Today, there are around 550 million person who can be classified as the working poor in the world. In other words, one in every five persons in labour force belongs to a poor household. While the problem of working poverty is broadly discussed in the USA, a limited number of studies exist on this issue in the EU and in Turkey. In this paper, this reality will be emphasized and the situation in the USA, in the EU and in Turkey will be compared." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Unemployment, job quality and poverty: a case study of Bulgaria (2005)
Kolev, Alexandre;Zitatform
Kolev, Alexandre (2005): Unemployment, job quality and poverty. A case study of Bulgaria. In: International Labour Review, Jg. 144, H. 1, S. 85-114.
Abstract
"This article seeks to identify the determinants of poverty in Bulgaria and to profile groups at risk of adverse labour-market outcomes. Kolev's methodology is based an a detailed consideration of income and non-income dimensions of poverty and perceptions of well-being at work. He examines the incidence of poverty in relation to personal, labour-market and household characteristics over the period 1995-2001. Though important to an individual's poverty status, labour-market circumstances tend merely to mitigate or worsen the dominant effect of family circumstances. Kolev's findings also suggest that non-income dimensions of poverty - chiefly poor working conditions - pose an important policy challenge." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Lebenslagen von Niedrigeinkommenshaushalten: eine Analyse des NIEP (2005)
Mühling, Tanja;Zitatform
Mühling, Tanja (2005): Lebenslagen von Niedrigeinkommenshaushalten. Eine Analyse des NIEP. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 17, H. 2, S. 167-188.
Abstract
"Anhand von Ergebnissen aus dem Niedrigeinkommenspanel beschreibt der Beitrag, inwieweit es bei Haushalten, die dem unteren Einkommensquintil zuzuordnen sind, zu Unterversorgungen im Sinne des Lebenslagenansatzes kommt. Es zeigt sich, dass kinderlose Paare trotz knapper Ressourcen nur selten Problemlagen aufweisen, während Paare mit Kindern in dieser Situation sehr häufig Konsumentenkredite aufnehmen und bei Alleinerziehenden sogar kumulierte Unterversorgungen auftreten. Letzteres ist insofern problematisch, als hier auch negative Einflüsse auf die Lebenszufriedenheit nachgewiesen werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Niedriglohnsektor: Aufstiegschancen für Geringverdiener verschlechtert (2005)
Zitatform
Rhein, Thomas, Hermann Gartner & Gerhard Krug (2005): Niedriglohnsektor: Aufstiegschancen für Geringverdiener verschlechtert. (IAB-Kurzbericht 03/2005), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"Mehr als ein Sechstel aller Vollzeit-Beschäftigten in Deutschland gehörte im Jahr 2001 zu den Geringverdienern. Diese Quote ist seit Ende der 90er Jahre gestiegen, liegt aber immer noch nahe beim Durchschnitt aller EU-Länder. Ein überdurchschnittliches Niedriglohnrisiko tragen Frauen, Beschäftigte in Ostdeutschland, Geringqualifizierte, Jugendliche und junge Erwachsene, Beschäftigte in Kleinbetrieben sowie im Dienstleistungsbereich und Handel. Ein Niedriglohn-Arbeitsplatz fungiert nicht immer als Sprungbrett nach oben: Nur eine Minderheit der Geringverdiener schaffte im Zeitraum 1996 bis 2001 den Aufstieg in eine besser bezahlte Position. Die Aufstiegschancen von westdeutschen Niedriglohnbeschäftigten waren zwar besser als im gesamtdeutschen Durchschnitt, aber wesentlich schlechter als in einem weiter zurückliegenden Vergleichszeitraum (1986 bis 1991). Die Aufstiegsmobilität der Geringverdiener ist damit in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Dieser Trend stellt auch im internationalen Vergleich eine Besonderheit dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Geringverdiener in Deutschland -
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Social policy for the working poor: U.S. reform in a cross-national perspective (2004)
Burtless, Gary;Zitatform
Burtless, Gary (2004): Social policy for the working poor. U.S. reform in a cross-national perspective. In: N. Gilbert & A. Parent (Hrsg.) (2004): Welfare reform : a comparative assessment of the French and U.S. experiences (International social security series, 10), S. 3-39.
Abstract
Der Beitrag untersucht die Beziehungen zwischen Langzeittrends hinsichtlich Familienstruktur, Arbeitsmarktinstitutionen und Sozialpolitik sowie ihre Auswirkungen auf Kinderarmut und die Armutsentwicklung der US-amerikanischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Er betont die Interdependenz zwischen den Veränderungen in der Zusammensetzung von Familienhaushalten und der Verbreitung von Armut in den USA. Der Anstieg Alleinerziehender in Kombination mit einer sehr ungleichen Einkommensverteilung in den USA trägt maßgeblich zu den hohen Armutsquoten in den USA bei. Mit dieser Entwicklung unterscheiden sich die USA spezifisch von anderen Industriestaaten. Die Sozialpolitik in den USA ist darauf ausgerichtet, die 'Working Poor' zu unterstützen, und nimmt dabei hohe Ungleichheiten in der Einkommensverteilung und Armut von Familien mit Kindern in Kauf. Der Autor zeichnet die Entwicklung der Sozialpolitik in den USA seit den 1970er Jahren nach. Er hält die Übertragung des US-amerikanischen Modells auf andere Länder für nicht praktizierbar; das rigide US-amerikanische Modell der Sozialpolitik, das Erwerbstätigkeit und Eigenverantwortung in den Mittelpunkt stellt, würde in europäischen Ländern nicht akzeptiert werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Global employment trends for youth (2004)
Zitatform
Elder, Sara & Dorothea Schmidt (2004): Global employment trends for youth. (Global employment trends for youth ...), Genf, 34 S.
Abstract
"Im letzten Jahrzehnt ist die Anzahl der jungen Menschen ohne Arbeit weltweit auf ungefähr 88 Millionen angestiegen - so die Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren stellen demnach weltweit die Hälfte aller Arbeitslosen. Aber das Problem geht über die hohe Zahl von erwerbslosen Jugendlichen hinaus: Der Bericht legt dar, dass Jugendliche ungefähr 130 Millionen der 550 Millionen arbeitenden Armen (working poor) weltweit repräsentieren, die zwar arbeiten, aber dennoch nicht in der Lage sind, sich und ihre Familien aus der Armut zu befreien und unter der Armutgrenze von einem US-Dollar pro Tag liegen. Der Report zeigt, dass die weltweit steigende Erwerbslosigkeit Jugendliche besonders betrifft, insbesondere junge Frauen. Diejenigen, die eine Arbeit finden, sehen sich oftmals langen Arbeitszeiten mit kurzfristigen Arbeitsverträgen oder informellen Verträgen ausgesetzt, niedriger Bezahlung mit geringer sozialen Sicherheit oder fehlenden anderen sozialen Absicherungen. Für das Jahr 2003 wird die Rate der Jugendarbeitslosigkeit weltweit auf 14.4 Prozent beziffert, ein Anstieg von 26.8 Prozent der Gesamtzahl von jungen erwerbslosen Menschen über das letzte Jahrzehnt. In den Entwicklungsländern sind die relativen Nachteile von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt ausgeprägter, da die Gruppe der Jugendlichen einen merklich höheren Anteil an der Erwerbsbevölkerung insgesamt ausmacht als in industrialisierten Ländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Applying the U.S. Bureau of Labor Statistics concept of the 'Working Poor' to France (2004)
Fall, Madior; Hourriez, Jean-Michel;Zitatform
Fall, Madior & Jean-Michel Hourriez (2004): Applying the U.S. Bureau of Labor Statistics concept of the 'Working Poor' to France. In: N. Gilbert & A. Parent (Hrsg.) (2004): Welfare reform : a comparative assessment of the French and U.S. experiences (International social security series, 10), S. 41-51.
Abstract
Der Beitrag überträgt die Definition der 'Working Poor' des U.S. Bureau of Labor Statistics auf das Beispiel Frankreich, um Vergleichsmaßstäbe dafür zu gewinnen, wie dieser Ansatz auf beiden Seiten des Atlantiks bewertet wird. Die Autoren identifizieren vier Hauptgruppen der Working Poor in Frankreich: Langzeitarbeitslose, Selbständige, Erwerbstätige ohne Unterbrechung durch Episoden von Arbeitslosigkeit sowie solche mit Unterbrechung durch Arbeitslosigkeit. Wenn man die Gruppe der Langzeitarbeitslosen ausklammert, zeigen sich keine signifikanten Unterschiede in der Zusammensetzung der Populationen der Working Poor zwischen den USA und Frankreich. Wenn man allerdings die Analyse auf den Niedriglohnsektor beschränkt, dann zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen Frankreich und den USA in Bezug auf das Armutsrisiko. In Frankreich sind es drei Faktoren, die das Armutsrisiko bestimmen: Arbeitslosigkeit, Niedriglohn und Teilzeitarbeit. In den USA ist in erster Linie Niedriglohn für Armut verantwortlich. (IAB)
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Literaturhinweis
Lebensstandarddefizite bei erwerbstätigen Haushalten ("Working Poor"): Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung. Endbericht (2004)
Fritzsche, Bernd; Haisken-DeNew, John P.;Zitatform
Fritzsche, Bernd (2004): Lebensstandarddefizite bei erwerbstätigen Haushalten ("Working Poor"). Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung. Endbericht. (RWI-Projektberichte), Essen, 143 S.
Abstract
"Das Forschungsprojekt untersucht den Zusammenhang zwischen individuellen Erwerbseinkommen und den verfügbaren Haushaltseinkommen von Erwerbstätigen daraufhin, in welchem Umfang trotz Erwerbstätigkeit ein nur unzureichender Lebensstandard realisiert bzw. die Armutsrisikogrenze unterschritten wird. Dabei werden das Ausmaß und die Intensität des Armutsrisikos bei Erwerbstätigkeit unter detaillierter Berücksichtigung der Charakteristika der betroffenen Bevölkerung untersucht. Ferner werden die individuellen Verläufe von Armut und eigener Erwerbsbeteiligung bzw. Erwerbsbeteiligung von Mitgliedern des gleichen Haushalts betrachtet sowie soziale Ausgrenzung in Abhängigkeit von Erwerbsbeteiligung und Armutsrisiko analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Working poor in der Schweiz - Wege aus der Sozialhilfe: eine Untersuchung über Lebensverhältnisse und Lebensführung Sozialhilfe beziehender Erwerbstätiger (2004)
Kutzner, Stefan; Streuli, Elisa; Knöpfel, Carlo; Mäder, Ueli; Neuhaus, Manfred; Pelizzari, Alessandro; Schmassmann, Hector; Wälte, Michel; Steiner, Oliver;Zitatform
Kutzner, Stefan, Ueli Mäder & Carlo Knöpfel (Hrsg.) (2004): Working poor in der Schweiz - Wege aus der Sozialhilfe. Eine Untersuchung über Lebensverhältnisse und Lebensführung Sozialhilfe beziehender Erwerbstätiger. Chur u.a.: Rüegger, 255 S.
Abstract
"Erwerbstätigkeit schützt nicht immer vor Armut. Haushalte, welche trotz Erwerbstätigkeit ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können (working poor), wenden sich zunehmend an die Sozialhilfe. Aber kann die Schweizer Sozialhilfe den working poor dauerhaft helfen, kann sie dazu beitragen einen Weg aus ihrer prekären Situation zu finden? Die Untersuchung geht dieser Frage nach. In zwei Schweizer Kantonen (Basel-Stadt und Freiburg) wurden die jeweiligen working-poor-Populationen eingehend untersucht. Die ForscherInnen werteten Sozialhilfedossiers aus, führten biographische Interviews mit working poor durch und zogen Fachpersonen hinzu, die eingehend befragt wurden. Im Unterschied zu anderen working-poor-Studien werden neben den finanziellen Mängeln auch weitere Probleme erfasst. Working poor sind oft mit psychischen und somatischen Beschwerden, Integrationsproblemen, familiären Schwierigkeiten oder Verschuldung konfrontiert. Der mehrdimensionale Zugang gibt weiterhin Aufschluss über die Lebensführung von working poor, wie sie ihre Mangelsituation bewältigen, mit welchen Strategien sie versuchen, ihre Situation privat und im Erwerbsbereich zu verbessern, über welche Ressourcen sie verfügen und welche Unterstützung die Sozialhilfe leistet. Aufgrund der Studienergebnisse gehen die AutorInnen auch darauf ein, was Sozialhilfe und Sozialpolitik zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von working poor beitragen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The working poor: invisible in America (2004)
Shipler, David K.;Zitatform
Shipler, David K. (2004): The working poor. Invisible in America. New York: Knopf, 319 S.
Abstract
"The book presents a searing, intimate portrait of working American families struggling against insurmountable odds to escape poverty. The author makes clear, the invisible poor are engaged in the activity most respected in American ideology - hard, honest work. But their version of the American Dream is a nightmare: low-paying, dead-end jobs; the profound failure of government to improve upon decaying housing, health care, and education; the failure of families to break the patterns of child abuse and substance abuse. Shipler exposes the interlocking problems by taking us into the sorrowful, infuriating, courageous lives of the poor - white and black, Asian and Latino, citizens and immigrants. We encounter them every day, for they do jobs essential to the American economy. We meet drifting farmworkers in North Carolina, exploited garment workers in New Hampshire, illegal immigrants trapped in the steaming kitchens of Los Angeles restaurants, addicts who struggle into productive work from the cruel streets of the nation's capital - each life another aspect of a confounding, far-reaching urgent national crisis. And unlike most works on poverty, this one delves into the calculations of some employers as well - their razor-thin profits, their anxieties about competition from abroad, their frustrations in finding qualified workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Armut trotz Erwerbstätigkeit: empirisches Ausmaß und sozialpolitische Schlussfolgerungen. Broschüre zur Verleihung des Forschungspreises 2003/2004 der Josef Popper-Nährpflicht-Stiftung (2004)
Strengmann-Kuhn, Wolfgang;Zitatform
Strengmann-Kuhn, Wolfgang (2004): Armut trotz Erwerbstätigkeit. Empirisches Ausmaß und sozialpolitische Schlussfolgerungen. Broschüre zur Verleihung des Forschungspreises 2003/2004 der Josef Popper-Nährpflicht-Stiftung. Frankfurt am Main, 23 S.
Abstract
Der Autor widerlegt die weit verbreiteten Auffassungen, dass Armut trotz Erwerbstätigkeit in Deutschland keine große Rolle spielt, dass erwerbstätige Arme im Wesentlichen geringfügige oder prekäre Beschäftigungen haben und dass vor allem erwerbstätige Frauen von Armut betroffen sind. Basierend auf Daten des Sozioökonomischen Panels sowie auf Daten des Mikrozensus wird gezeigt, dass über die Hälfte der Armen in Deutschland in einem Erwerbstätigenhaushalt lebt, dass über zwei Millionen Arme erwerbstätig sind und dass es über eine Million Vollzeit erwerbstätige Arme in Deutschland gibt. Dabei handelt es sich vor allem um Männer mit einem Normalarbeitsverhältnis, also einer abhängigen, unbefristeten Vollzeitbeschäftigung. Zwei Wege in Armut trotz Erwerbstätigkeit werden herausgearbeitet: 1. Erwerbstätige mit einem Armutslohn, und 2. Erwerbstätige ohne Armutslohn, die jedoch durch den Haushaltskontext arm werden. Um Armut zu vermeiden plädiert der Autor 1. für Mindestlöhne bzw. existenzsichernde Lohnsubventionen, die einen individuellen Lohn über der Armutsgrenze garantieren, 2. für die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen um zu verhindern, dass Erwerbstätige durch den Haushaltskontext mit ihrem Einkommen unter die Armutsgrenze sinken, sowie 3. für staatliche Transfers und Sozialversicherungsleistungen für Haushalte mit einem Arbeitseinkommen unter der Armutsgrenze. (IAB)
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Literaturhinweis
Who are the chronic poor?: evidence on the extent and the composition of chronic poverty in Germany (2003)
Zitatform
Biewen, Martin (2003): Who are the chronic poor? Evidence on the extent and the composition of chronic poverty in Germany. (IZA discussion paper 779), Bonn, 34 S.
Abstract
"Based on a multiple spells approach, this paper studies the extent and the composition of chronic poverty in Germany. The results indicate that about one third of cross-sectional poverty in a given year is chronic. The characteristics that are most closely associated with long-term poverty are economic inactivity and pensioner status, while the number of children and the gender of the household head do not seem to have a systematic effect. This is in contrast to cross-sectional results where the biggest poverty risk is usually unemployment and a large number of children, while pensioners do not face particularly high poverty risks. Estimates from a multiple spells hazard model further suggest that 6% of the population have unobserved characteristics that lead to low poverty exit and high re-entry rates, making these individuals likely candidates for chronic poverty. A comparison with results for Great Britain and the United States suggests that poverty is less persistent in Germany" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The working poor in 2001 (2003)
Mosisa, Abraham T.;Zitatform
Mosisa, Abraham T. (2003): The working poor in 2001. In: Monthly Labor Review, Jg. 126, H. 11/12, S. 13-19.
Abstract
Der Aufsatz definiert "working poor" als Menschen, die 27 Wochen im Jahr entweder arbeiten oder Arbeit suchen und dabei ein Einkommen unter dem offiziellen Armutsniveau haben (Daten für USA aus amtlichen Statistiken). Insgesamt befinden sich 2001 rund 6,8 Millionen Menschen in 3,7 Familien (4,9 Prozent) in dieser Situation mit Schwerpunkten bei der Bevölkerung spanischer Herkunft, bei den unter 20jährigen, bei Niedriggebildeten sowie bei Frauen. Während 1993 ein Hoch mit fast 7 Prozent der "working poor" erreicht war, das bis 2000 auf 4,5 Prozent sank, lässt sich 2001 erstmals wieder eine Steigerung beobachten. (IAB)
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Literaturhinweis
Effektiv gezahlte Niedriglöhne in Deutschland (2003)
Schäfer, Claus;Zitatform
Schäfer, Claus (2003): Effektiv gezahlte Niedriglöhne in Deutschland. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 7, S. 420-428.
Abstract
"Aus einem WSI-Gutachten für die NRW-Landesregierung werden die empirischen Analyseergebnisse zu Niveau und Struktur von Niedriglöhnen in Deutschland referiert. Mikroökonomische Datenbasis ist die IAB-Beschäftigtenstichprobe mit ihren individuellen Verdienstangaben zu sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten. Die Darstellung konzentriert sich auf Prekärlöhne zwischen 50 bis unter 75 % des Vollzeit-Durchschnittslohns sowie Armutslöhne unter 50 % des Vollzeit-Durchschnittslohns in Westdeutschland und Nordrhein-Westfalen. Neben dem Ausmaß dieser Teilsektoren im Niedriglohnsektor wird die Häufigkeitsverteilung der Niedriglohn-BezieherInnen auf Merkmale wie Geschlecht, Alter, Ausbildung, Tätigkeit, Betriebsgröße, Wirtschaftszweig-Zugehörigkeit untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Armut trotz Erwerbstätigkeit: Analysen und sozialpolitische Konsequenzen (2003)
Strengmann-Kuhn, Wolfgang;Zitatform
Strengmann-Kuhn, Wolfgang (2003): Armut trotz Erwerbstätigkeit. Analysen und sozialpolitische Konsequenzen. (Frankfurter Beiträge zu Wirtschafts- und Sozialwissenschaften 08), Frankfurt am Main u.a.: Campus-Verl., 278 S.
Abstract
Der Autor untersucht das unter dem Stichwort "working poor" vor allem in den USA diskutierte Phänomen materieller Armut trotz Erwerbstätigkeit für Deutschland und die übrigen Länder der EU. Zunächst führt der Autor in die Problematik der Definition und Messung von Armut ein. Anschließend werden - jeweils getrennt für Deutschland und die übrige EU - das empirische Ausmaß von Armut trotz Erwerbstätigkeit, die Zusammensetzung der Gruppe der Betroffenen sowie empirische Befunde über die Ursachen von Armut trotz Erwerbstätigkeit erläutert. Vertiefend untersucht der Autor den Zusammenhang zwischen Niedriglohn ("Armutslohn") und Einkommensarmut und die Bedeutung des Haushaltskontextes der Betroffenen. Der Einfluss staatlicher Transfers und von Sozialversicherungsleistungen steht im Mittelpunkt des folgenden Kapitels. Abschließend zieht der Autor sozialpolitische Schlussfolgerungen und diskutiert die einzelnen in diesem Zusammenhang bedeutsamen sozialpolitischen Konzepte (Mindestlöhne, Lohnsubventionen, Erhöhung der Erwerbsbeteiligung, negative Einkommenssteuer, Familienlastenausgleich, Grundsicherung). (IAB)
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Literaturhinweis
Do the 'working poor' stay poor?: an analysis of low pay transitions in Italy (2002)
Zitatform
Cappellari, Lorenzo (2002): Do the 'working poor' stay poor? An analysis of low pay transitions in Italy. In: Oxford Bulletin of Economics and Statistics, Jg. 64, H. 2, S. 87-110. DOI:10.1111/1468-0084.00014
Abstract
"The paper provides new evidence on low pay transitions in Italy. After describing the data in Section II, in Section III we extend the analytical framework of Cappellari (2000b) and develop a test and a measure of genuine state dependence for our two year panel. We find indications that genuine state dependence plays a rote in creating low pay traps. On the other hand, while labour market experience has no effect an transition probabilities, other indicators of labour demand and supply favour low pay transitions, although to a limited extent. Section IV provides a sensitivity analysis. First, we allow for exits from the earnings distribution. Second, we introduce a model that allows for a polychotomous treatment of the destination wage distribution, thus assessing to what extent parameter estimates are driven by transitions towards quantiles just adjacent to low pay. We find results to be robust in both cases. Section V provides some concluding remarks." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The working poor in developing countries (2001)
Majid, Nomaan;Zitatform
Majid, Nomaan (2001): The working poor in developing countries. In: International Labour Review, Jg. 140, H. 3, S. 271-291.
Abstract
"In advanced societies with social insurance systems, the 'unemployment rate' rightly captures employment problems. In poor, developing countries lacking social insurance, many people 'work' to survive and support their families, while the 'unemployed' are able to survive while seeking work - hence typically low recorded unemployment rates alongside high poverty rates. This article proposes a methodology to estimate the number of working poor - those who work and belong to poor households. Results suggest that the working-poor population declined in many middle-income countries between 1986 and 1997, but that both declines and increases occurred in a significant number of low-income countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The working poor in France: personal and family factors (2000)
Lagarenne, Christine; Legendre, Nadine;Zitatform
Lagarenne, Christine & Nadine Legendre (2000): The working poor in France. Personal and family factors. Paris, 24 S.
Abstract
"The 'working poor' are individuals who spend at least six months in the labour force, working or looking for work, but whose household's standard of living is below the poverty level. In France, nearly three-quarters of the people in this situation have worked at least one month. There are approximately 1,300,000 working poor. In 1996, they made up 6% of the population who worked throughout most of the year. Most of them worked all year as either self-employed (350,000), full-time employees on long-term contracts (270,000), part-time employees on long-term contracts (106,000) or employees in atypical employment (134,000). The others experienced periods of employment and unemployment, or spent some time out of the labour force, over the year. In addition to periods of unemployment, other factors that tend to raise the risk of poverty are temporary and unstable work, part-time work, being unskilled and starting working life. On top of these personal factors are those resulting from the characteristics of the household to which the individual belongs, its size and how many of its members personally contribute to its resources. Three in four working poor earn less than 3,500 French francs per month from their work. Even when their income is higher, it is still not enough to give their family a standard of living above the poverty level since these people are often the only breadwinners in their family. The working poor's low earned income is offset by welfare benefits that make up an average 37% of the household's disposable income per consumer unit." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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