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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "Lohnentwicklung"
  • Literaturhinweis

    Nickel and dimed German style: The working poor in Germany (2009)

    Haisken-DeNew, John P.; Schmidt, Christoph M.;

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    Haisken-DeNew, John P. & Christoph M. Schmidt (2009): Nickel and dimed German style: The working poor in Germany. (Ruhr economic papers 122), Bochum u.a., 19 S.

    Abstract

    "Using data from the German SOEP, this paper analyses whether there have been (a) any significant changes in poverty rates and poverty intensities before and after the Hartz IV reforms and (b) whether there have been observable changes in the effect of employment in reducing the threat or intensity of poverty. Using multivariate analyses we can find no evidence of increases in poverty rates comparing the time period 2002-2004 with that of 2005-2006. Further we find no change in the effect of employment in reducing the probability and intensity of poverty during this time period. The 'working poor' phenomenon in Germany remains relatively small and statistically unchanged by the Hartz reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Für'n Appel und'n Ei?! Niedriglöhne in Niedersachsen: Branchenanalysen. Endbericht (2009)

    Hochmuth, Elke; Krüsemann, Markus; Melcher, Johannes;

    Zitatform

    Hochmuth, Elke & Markus Krüsemann (2009): Für'n Appel und'n Ei?! Niedriglöhne in Niedersachsen. Branchenanalysen. Endbericht. Göttingen, 86 S.

    Abstract

    Seit etwa Mitte der 1990er Jahre befinden sich die Beschäftigungsstrukturen in Deutschland im Wandel. Das Normalarbeitsverhältnis verliert zugunsten von Teilzeitbeschäftigung und den staatlich subventionierten Mini- und Midijobs an Bedeutung. Im gleichen Zeitraum hat die Beschäftigung zu Niedriglöhnen stark zugenommen. Die bundesweiten Entwicklungstendenzen lassen sich auch im Bundesland Niedersachsen beobachten. Auch hier sorgen der Umbau der Beschäftigungsstrukturen und eine zunehmende Lohnspreizung in den unteren Einkommensbereichen für einen sich ausweitenden Niedriglohnsektor. Als besonders problematisch kann die Situation im Gastgewerbe, im Einzelhandel, im Wach- und Sicherheitsgewerbe sowie im Bäckereihandwerk gelten. Die auf der Basis von Branchenanalysen in den vier "Problembranchen" gewonnenen Erkenntnisse zu den Beschäftigungsverhältnissen und Einkommensbedingungen zeigen, dass in allen vier Branchen Niedriglöhne für einen Großteil der Beschäftigten an der Tagesordnung sind. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung 2007 weiter gestiegen - zunehmende Bedeutung von Niedrigstlöhnen (2009)

    Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2009): Niedriglohnbeschäftigung 2007 weiter gestiegen - zunehmende Bedeutung von Niedrigstlöhnen. (IAQ-Report 2009-05), Duisburg u.a., 12 S. DOI:10.17185/duepublico/45634

    Abstract

    "Die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland lag 2007 um rund 350.000 höher als noch 2006. Unter allen abhängig Beschäftigten lag der Anteil von Niedriglöhnen 2007 bei 21,5% - d.h. mehr als jede/r Fünfte arbeitete für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Der Anteil ist damit trotz der deutlichen Zunahme der Betroffenen im Vergleich zu 2006 nur leicht gestiegen, weil auch die Beschäftigung insgesamt zugenommen hat. Gleichzeitig franst das Lohnspektrum nach unten aus, Stundenlöhne von weniger als 6 EURO brutto sind längst keine Seltenheit mehr. Die Durchschnittslöhne im Niedriglohnsektor sind inflationsbereinigt gegenüber 1995 nicht gestiegen und in Westdeutschland in den letzten Jahren sogar nominal gesunken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnsektor wächst rasant: Frauen im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen (2009)

    Kalina, Torsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Torsten & Claudia Weinkopf (2009): Niedriglohnsektor wächst rasant. Frauen im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen. (Informationen zum Arbeitsmarkt NRW, Sonderausgabe Januar 2009), Düsseldorf, 23 S.

    Abstract

    "Frauen stellten im Zeitraum 2004 bis 2007 69,4 Prozent der Niedriglohnbeschäftigten in Nordrhein-Westfalen, obwohl ihr Anteil an den Beschäftigten nach der - in der Auswertung zugrunde gelegten Abgrenzung - nur 49,5 Prozent betrug. In absoluten Zahlen waren damit im Jahresdurchschnitt rund 900.000 Frauen in NRW von Niedriglöhnen betroffen. Ende der 1990er Jahre war gut jede fünfte weibliche Beschäftigte in NRW von Niedriglöhnen betroffen, inzwischen ist es mehr als jede Vierte. Bei den Männern ist demgegenüber 'nur' gut jeder Zehnte betroffen. Dass der Frauenanteil unter den Niedriglohnbeschäftigten in NRW trotzdem leicht zurückgegangen ist, liegt vor allem daran, dass die Zunahme der Niedriglöhne bei Männern in den letzten Jahren besonders stark ausgeprägt war: Ihre Betroffenheit von Niedriglöhnen hat sich gegenüber dem Zeitraum 1996 bis 1999 von 6,1 Prozent auf 11,8 Prozent im Zeitraum 2004 bis 2007 fast verdoppelt. Der auffälligste Unterschied zwischen niedriglohnbeschäftigten Frauen in NRW und Westdeutschland besteht in der Struktur der Betroffenen nach Beschäftigungsform: Während in Westdeutschland jeweils rund ein Drittel der Frauen mit Niedriglöhnen in Vollzeit, sozialversicherungspflichtiger Teilzeit und in Minijobs arbeiten, ist in NRW der Anteil der Vollzeitbeschäftigten mit 26 Prozent deutlich niedriger und der Anteil der Beschäftigten in Minijobs mit fast 43 Prozent erheblich höher. Dies bedeutet, dass bei Frauen in NRW noch häufiger als in Westdeutschland niedrige Stundenlöhne und kurze Arbeitszeiten zusammenkommen, was ihre Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung besonders ungünstig erscheinen lässt. Der Niedriglohnanteil ist unter den gering Qualifizierten mit knapp 42 % deutlich höher als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung, unter denen nur etwa jeder Fünfte von Niedriglöhnen betroffen ist. Differenziert nach Alter weisen in NRW die unter 25-Jährigen den weitaus höchsten Niedriglohnanteil auf (obwohl bei der Auswertung Auszubildende ausgeklammert wurden). Dies ist in NRW noch deutlicher ausgeprägt als in Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Armut von Erwerbstätigen im europäischen Vergleich: Eine Analyse unter Berücksichtigung des Einkommensverteilungsprozesses (2009)

    Lohmann, Henning;

    Zitatform

    Lohmann, Henning (2009): Armut von Erwerbstätigen im europäischen Vergleich: Eine Analyse unter Berücksichtigung des Einkommensverteilungsprozesses. (DIW-Diskussionspapiere 887), Berlin, 34 S.

    Abstract

    "In Europa bestehen deutliche Unterschiede im Ausmaß und in der Struktur von Armut von Erwerbstätigen. Die vorliegende Untersuchung analysiert in einem Vergleich von 20 Ländern, inwieweit dies auf die unterschiedliche Ausgestaltung der institutionellen Rahmenbedingungen eines jeweiligen Landes zurückzuführen ist. Die Analysen basieren auf Mikrodaten aus der EU Statistik zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) des Jahres 2006 und Makrodaten aus unterschiedlichen Quellen. Es werden unterschiedliche Stufen des Einkommensverteilungsprozesses betrachtet. Der Ausgangspunkt ist die Frage, ob das persönliche Erwerbseinkommen einer Person ausreichend ist, um Armut zu vermeiden. In weiteren Schritten werden der Haushaltskontext (Bedarf und weitere Erwerbseinkommen) und der Einfluss staatlicher Umverteilung (Steuern und Transfers) mitberücksichtigt. Nur in dieser umfassenden Perspektive ist es möglich zu klären, inwieweit Armut von Erwerbstätigen vor allem am Arbeitsmarkt entsteht oder auf andere Faktoren zurückzuführen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Low-wage employment versus unemployment: Which one provides better prospects for women? (2009)

    Mosthaf, Alexander; Schank, Thorsten ; Schnabel, Claus ;

    Zitatform

    Mosthaf, Alexander, Thorsten Schank & Claus Schnabel (2009): Low-wage employment versus unemployment: Which one provides better prospects for women? (Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere 65), Erlangen, 28 S.

    Abstract

    Mit Daten des Sozio-ökonomischen Panels für 2000-2006 untersucht diese Studie die Wahrscheinlichkeit westdeutscher Frauen, in Niedriglohnbeschäftigungen zu verbleiben ("state dependence"). Wir schätzen dynamische multinomiale Logit-Modelle mit zufälligen Effekten und finden, dass ein Niedriglohnjob die Wahrscheinlichkeit einer Niedriglohntätigkeit in der Zukunft erhöht und die Chancen auf einen Hochlohnjob verringert. Dies gilt insbesondere für geringverdienende Frauen, die Teilzeit arbeiten. Allerdings sind die Aussichten bezüglich künftiger Löhne für Frauen in Niedriglohntätigkeiten deutlich besser als für solche, die arbeitslos oder inaktiv sind. Wir folgern daraus, dass für Frauen Niedriglohnjobs als Sprungbrett aus der Arbeitslosigkeit dienen können und dass sie eine bessere Alternative darstellen als arbeitslos zu bleiben und auf bessere Arbeitsplatzangebote zu warten.

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  • Literaturhinweis

    Wage inequality in Germany: disentangling demand and supply effects (2009)

    Stimmelmayr, Michael;

    Zitatform

    Stimmelmayr, Michael (2009): Wage inequality in Germany. Disentangling demand and supply effects. (CESifo working paper 2802), München, 31 S.

    Abstract

    "In this paper we conduct a counterfactual analysis and estimate the quantitative importance of demand and supply effects on wage inequality in Germany using a dynamic computable general equilibrium (CGE) model of the Auerbach-Kotlikoff (1987) type. Specifically, the methodological contribution of our dynamic CGE model refers to the three-level constant elasticity of substitution production function and the endogenous labor supply of three different skill types, which enable us to isolate the impact of capital-skill complementarity (i.e., demand effects) and varying skill-specific labor supply (i.e., supply effects) on the evolution of the skill premia as defined by the 9th to 1st, the 9th to 5th, and the 5th to 1st decile limit of earnings. In short, our simulation results show that the complementarity effect has a particularly strong positive impact on the skill premium of the high-skilled, while the quantity effect counteracts the complementarity effect and exerts an alleviating pressure on the skill premium of the high-skilled. In quantitative terms, the complementarity effect raises the skill premium of the 9th to 1st and the 9th to 5th decile limit of earnings by more than 1.0 and 0.8 percent per year, respectively. By contrast, the quantity effect reduces both above-mentioned skill premia by almost 0.3 and 0.45 percent per year, respectively. Even though the complementarity and the quantity effects work in opposite directions, the complementarity effect has a much stronger impact on the skill premia of the high-skilled compared with the quantity effect." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    In-work poverty: a systematic review (2009)

    Tripney, Janice; Newman, Mark; Tucker, Helen; Sinclair, Jennifer; Hempel-Jorgensen, Amelia; Mackintosh, Marian; Bangpan, Mukdarut;

    Zitatform

    Tripney, Janice, Mark Newman, Mukdarut Bangpan, Amelia Hempel-Jorgensen, Marian Mackintosh, Helen Tucker & Jennifer Sinclair (2009): In-work poverty. A systematic review. (Department for Work and Pensions. Research report 549), London, 73 S.

    Abstract

    "This report presents the findings of a systematic review of the evidence base relating to working poor families with dependent children. The review aims to increase understanding of research in this area and produce findings that will help inform future policy and research. The systematic review was conducted in two stages. The first stage described the research that has been undertaken on the barriers to, and facilitators of, reducing in-work poverty in families with dependent children. Stage two of the review involved a synthesis of a subset of these studies, focusing on the effectiveness of interventions with the potential to reduce working poverty in two-parent families." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger (2009)

    Wingerter, Christian;

    Zitatform

    Wingerter, Christian (2009): Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger. In: Wirtschaft und Statistik H. 11, S. 1080-1098.

    Abstract

    "Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor vom Normalarbeitsverhältnis geprägt, also einer unbefristet und in Vollzeit ausgeübten Beschäftigung. Dennoch hat das Normalarbeitsverhältnis in den vergangenen zwanzig Jahren an Bedeutung verloren. Im Gegenzug haben neue oder bislang wenig verbreitete Erwerbsformen an Bedeutung zugenommen. Zu diesen Beschäftigungsformen, die in der Arbeitsmarktforschung in Abgrenzung vom Normalarbeitsverhältnis allgemein als 'atypische Beschäftigung' bezeichnet werden, zählen die Teilzeitbeschäftigung (mit weniger als 21 Wochenarbeitsstunden), die befristete Beschäftigung, die geringfügige Beschäftigung und die Zeitarbeit. Der Beitrag betrachtet die Anteile von Normal- und atypisch Beschäftigten sowie von Selbstständigen mit und ohne Beschäftigten im Jahr 2008 und die Veränderung dieser Anteile seit 1998. Im Weiteren wird die Verbreitung von Niedriglöhnen und des Armutsrisikos unter Erwerbstätigen in diesen Erwerbsformen verglichen. Datenquellen sind der Mikrozensus sowie die Verdienststrukturerhebung. Neben dem Befund einer Ausweitung der atypischen Beschäftigung und der Solo-Selbstständigkeit zwischen 1998 und 2008 ist ein wesentliches Ergebnis, dass sich die Einkommenssituation bzw. die Armutsgefährdung atypisch Beschäftigter, aber auch Solo-Selbstständiger deutlich schlechter darstellt als die der Normalbeschäftigten. Atypisch Beschäftigte und Solo-Selbstständige, die zusammen mit einem Normalbeschäftigten im Haushalt wohnen, hatten hingegen ein wesentlich reduziertes Armutsrisiko." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    79 million EU citizens were at-risk-of-poverty in 2007, of whom 32 million were also materially deprived (2009)

    Wolff, Pascal;

    Zitatform

    Wolff, Pascal (2009): 79 million EU citizens were at-risk-of-poverty in 2007, of whom 32 million were also materially deprived. (Statistics in focus 2009/46), Luxemburg, 12 S.

    Abstract

    "In 2007, 16% of the population was assessed to be at-risk-of-poverty following the concept of relative poverty adopted in the European Union. The risk of poverty is more than 30% for the elderly population in Cyprus, Estonia and Latvia. Among children, the at-risk-of poverty rate is highest in Italy, Romania, Spain and Poland. Social protection reduces poverty by 36% on average in the EU. A new indicator of material deprivation completes the social exclusion picture. New Member States (Romania, Latvia, Poland, Hungary, Cyprus, Lithuania and Slovakia) have the highest shares of the population who are materially deprived. Finally, 32 million people could be considered as both at-risk-of-poverty and materially deprived, i.e. with a very high likelihood of poverty and social exclusion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Der Arbeitsmarkt im Osten - 20 Jahre nach dem Mauerfall: Teil I: Beschäftigung und Einkommen (2009)

    Zitatform

    (2009): Der Arbeitsmarkt im Osten - 20 Jahre nach dem Mauerfall. Teil I: Beschäftigung und Einkommen. (Arbeitsmarkt aktuell 2009,06), Berlin, 10 S.

    Abstract

    Seit dem Fall der Mauer im Jahre 1989 gibt es das Ziel, die Lebensverhältnisse in den alten und neuen Bundesländern anzugleichen. Die Studie des DGB zeigt, dass von einer Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in West und Ost 20 Jahre nach dem Mauerfall keine Rede sein kann. Insbesondere auf dem Arbeitsmarkt existieren immer noch gravierende Unterschiede zwischen Ost und West. Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor gespalten. Die Chancen auf Beschäftigung sind in den alten Bundesländern immer noch besser, das Risiko arbeitslos zu sein, in den neuen Bundesländern immer noch deutlich höher. Die Stundenlöhne in den ostdeutschen Ländern liegen meist ein Viertel unter Westniveau. Geringe Bezahlung und hohe Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern sorgen zusätzlich für ein deutlich höheres Armutsrisiko. Weniger sozialversicherte Vollzeitstellen bei zunehmend atypischer Beschäftigung bringen Unsicherheit und Niedriglöhne für viele Beschäftigte. Das besonders niedrige Lohnniveau in Ostdeutschland hat überdurchschnittlich oft zur Folge, dass der Staat die Einkommen der Beschäftigten mit Hartz IV aufstocken muss. Der DGB fordert daher zur Verminderung des Armutsrisikos die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von zunächst 7,50 Euro pro Stunde, wobei dieser Mindestlohn aus seiner Sicht auch bei der Zumutbarkeit von Arbeit bei Hartz-IV-Bedürftigen gelten muss. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Labour mobility and wage dumping: the case of Norway (2008)

    Alsos, Kristin ; Eldring, Line;

    Zitatform

    Alsos, Kristin & Line Eldring (2008): Labour mobility and wage dumping. The case of Norway. In: European journal of industrial relations, Jg. 14, H. 4, S. 441-459.

    Abstract

    "This article examines wage regulation mechanisms, based on statutory provisions or on collective agreements, designed to protect migrant and posted workers from 'wage dumping'. The Norwegian mixed model is compared to mechanisms in other European countries, and is also contrasted with the autonomous collective-agreement models of Denmark and Sweden. The experience gained from extension of collective agreements in Norway suggests that such mechanisms may be more generally effective as a means to protect foreign workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Trends in U.S. wage inequality: revising the revisionists (2008)

    Autor, David; Kearney, Melissa S. ; Katz, Lawrence F.;

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    Autor, David, Lawrence F. Katz & Melissa S. Kearney (2008): Trends in U.S. wage inequality. Revising the revisionists. In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 90, H. 2, S. 300-323. DOI:10.1162/rest.90.2.290

    Abstract

    "A recent 'revisionist' literature characterizes the pronounced rise in U.S. wage inequality since 1980 as an 'episodic' event of the first half of the 1980s driven by nonmarket factors (particularly a falling real minimum wage) and concludes that continued increases in wage inequality since the late 1980s substantially reflect the mechanical confounding effects of changes in labor force composition. Analyzing data from the Current Population Survey for 1963 to 2005, we find limited support for these claims. The slowing of the growth of overall wage inequality in the 1990s hides a divergence in the paths of upper-tail (90/50) inequality - which has increased steadily since 1980, even adjusting for changes in labor force composition - and lower-tail (50/10) inequality, which rose sharply in the first half of the 1980s and plateaued or contracted thereafter. Fluctuations in the real minimum wage are not a plausible explanation for these trends since the bulk of inequality growth occurs above the median of the wage distribution. Models emphasizing rapid secular growth in the relative demand for skills - attributable to skill-biased technical change - and a sharp deceleration in the relative supply of college workers in the 1980s do an excellent job of capturing the evolution of the college/high school wage premium over four decades. But these models also imply a puzzling deceleration in relative demand growth for college workers in the early 1990s, also visible in a recent 'polarization' of skill demands in which employment has expanded in high-wage and low-wage work at the expense of middle-wage jobs. These patterns are potentially reconciled by a modified version of the skill-biased technical change hypothesis that emphasizes the role of information technology in complementing abstract (high-education) tasks and substituting for routine (middle-education) tasks." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Was ist dran am skandinavischen Modell?: eine vergleichende Betrachtung (2008)

    Becker, Uwe;

    Zitatform

    Becker, Uwe (2008): Was ist dran am skandinavischen Modell? Eine vergleichende Betrachtung. In: Leviathan, Jg. 36, H. 2, S. 229-248.

    Abstract

    Das skandinavische Wohlfahrtsmodell gilt trotz einiger Schwächen immer noch als ein sozioökonomisches Vorbild für die Staaten, die nicht dem anglo-amerikanischen Weg einer weitgehenden Liberalisierung des Arbeitsmarkts und des Wohlfahrtsstaates folgen wollen. Dabei fällt besonders in Auge, dass es insbesondere in Dänemark, Finnland und Schweden gelungen ist, einen hohen Beschäftigungsgrad (einschließlich eines hohen Beschäftigtenanteils im öffentlichen Sektor), Erleichterungen beim Beschäftigungszugang von Frauen, ein relativ niedriges Niveau von Ungleichheit und Armut, solide öffentliche Finanzen und eine erstklassige Wettbewerbsfähigkeit miteinander in Einklang zu bringen. Der Beitrag untersucht, ob es sich hier tatsächlich um ein Modell für Europa als Ganzes handelt, das auch für diejenigen Länder richtungsweisend sein kann, die - wie Deutschland, Frankreich und Italien - ernsthafte Beschäftigungsprobleme haben und ein im Schnitt des vergangenen Jahrzehnts nur geringfügiges Wirtschaftswachstum verzeichnen. Im Ländervergleich kommt der Autor zu dem Schluss, dass Schweden als Immigrationsland und den damit verbundenen Beschäftigungsproblemen am ehesten mit Deutschland, Österreich, Frankreich und den Beneluxstaaten vergleichbar ist und daher wahrscheinlich immer noch das interessanteste Modell darstellt. "Inwieweit andere Länder skandinavischen Vorbildern folgen können, hängt von der Bereitwilligkeit zur Finanzierung der Wohlfahrtsstaatskosten ebenso ab wie vom institutionellen Vermögen, eingetretene Pfade zu verlassen." (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Low-wage employment and mobility in Spain (2008)

    Blazquez Cuesta, Maite;

    Zitatform

    Blazquez Cuesta, Maite (2008): Low-wage employment and mobility in Spain. In: Labour, Jg. 22, H. s1, S. 115-146. DOI:10.1111/j.1467-9914.2007.00390.x

    Abstract

    "The issue of low-wage employment has received increased interest during recent decades in many European countries. In this paper I analyse the patterns of low-wage employment in Spain. Using a sample of Spanish workers extracted from the European Community Household Panel for the period 1995-2001, I first analyse the earnings distribution as a whole, and how low-wage employment has evolved over the period 1995-2001. Furthermore, I examine the determinants of low-wage employment using an analytical framework that is characterized by the ability to ac count for the endogeneity of initial conditions. Finally, I explore the effects of low pay on job mobility in Spain. For this purpose I adopt an approach based on competing risks in order to allow for different risks of failure." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigte auf der Verliererseite (2008)

    Bosch, Gerhard; Weinkopf, Claudia ; Kalina, Thorsten;

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    Bosch, Gerhard, Thorsten Kalina & Claudia Weinkopf (2008): Niedriglohnbeschäftigte auf der Verliererseite. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 8, S. 423-430. DOI:10.5771/0342-300X-2008-8-423

    Abstract

    "Die Löhne in Deutschland haben sich seit Mitte der 1990er Jahre erheblich auseinanderentwickelt und der Niedriglohnsektor ist stark gewachsen. Dies gilt sowohl für Vollzeit- als auch für Teilzeitbeschäftigte (einschließlich Minijobs). Betroffen von Niedriglöhnen sind nicht nur spezielle Personengruppen wie Jüngere oder gering Qualifizierte, sondern zunehmend auch die mittleren Altersgruppen und qualifizierte Beschäftigte. Die Umverteilung der Löhne hat sich nicht auf die unterste Einkommensgruppe beschränkt, sondern reicht bis in die mittleren Einkommensgruppen hinein. Die Mittelschicht in der Einkommensverteilung ist erheblich ausgedünnt worden. Die Lohnunterschiede zwischen Großbetrieben und kleineren Betrieben und zwischen Branchen mit hoher und geringer Tarifbindung haben sich deutlich vergrößert. Dahinter steht, dass die Bindungswirkung des deutschen Tarifsystems, das für Außenseiterkonkurrenz schon immer anfällig war, durch politische Interventionen weiter geschwächt worden ist. Um ein weiteres Anwachsen des Niedriglohnsektors und das Ausfransen des Lohnspektrums nach unten zu unterbinden, muss umgesteuert werden - unter anderem durch die Einführung einer verbindlichen Lohnuntergrenze." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Sind atypische Beschäftigungsverhältnisse prekär?: eine empirische Analyse sozialer Risiken (2008)

    Brehmer, Wolfram; Seifert, Hartmut;

    Zitatform

    Brehmer, Wolfram & Hartmut Seifert (2008): Sind atypische Beschäftigungsverhältnisse prekär? Eine empirische Analyse sozialer Risiken. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 41, H. 4, S. 501-531.

    Abstract

    "Der Beitrag untersucht, inwieweit Formen atypischer Beschäftigung größeren sozialen Risiken ausgesetzt sind als Normalarbeitsverhältnisse. Die empirische Analyse, basierend auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels, stellt Leiharbeit, befristete und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sowie Teilzeitarbeit unbefristeter Vollzeitbeschäftigung gegenüber. Kriterien für soziale Risiken bzw. Prekarität bilden Löhne, die Teilnahme an betrieblicher Weiterbildung und Beschäftigungsstabilität. Die Panelregressionen bestätigten die Vermutung, dass atypisch Beschäftigte höheren sozialen Risiken als vergleichbare Beschäftigte mit Normalarbeitsverhältnissen ausgesetzt sind. Die deutlichsten Benachteiligungen bestehen einheitlich für alle Formen atypischer Beschäftigung beim Lohn. Ein größeres Stabilitätsrisiko zeigt sich dagegen nur bei befristet Beschäftigten und Leiharbeitnehmern. Die Schätzergebnisse lassen ferner erkennen, dass der Zugang zur beruflichen Weiterbildung nicht unabhängig von der Dauer der Arbeitszeit ist. Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte haben geringere Chancen auf Teilnahme an beruflicher Weiterbildung als Beschäftigte im Normalarbeitsverhältnis. Die Befunde bedeuten aber nicht, dass die Mehrheit atypischer Beschäftigungsverhältnisse nach den hier analysierten Merkmalen als prekär bezeichnet werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Jahrelanger Trend zunehmender Lohnspreizung gestoppt (2008)

    Brenke, Karl;

    Zitatform

    Brenke, Karl (2008): Jahrelanger Trend zunehmender Lohnspreizung gestoppt. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 75, H. 38, S. 567-570.

    Abstract

    "Die Ungleichheit der Arbeitnehmereinkünfte hat seit Mitte der 90er Jahre immer weiter zugenommen, wovon insbesondere der jahrelang wachsende Niedriglohnsektor betroffen war. Dieser Trend wurde im jüngsten konjunkturellen Beschäftigungsaufbau, der im Frühjahr 2006 einsetzte, jedoch gebrochen. Dabei zeigen sich regionale Unterschiede: Bei den Arbeitnehmern in den alten Bundesländern hat die Lohnungleichheit nicht weiter zugenommen, während sie in Ostdeutschland sogar zurückging. Und erstmals seit vielen Jahren hat der Niedriglohnsektor nicht weiter an Bedeutung gewonnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Hilfebedürftig trotz Arbeit?: kein Massenphänomen in Deutschland (2008)

    Brenke, Karl; Ziemendorff, Johannes;

    Zitatform

    Brenke, Karl & Johannes Ziemendorff (2008): Hilfebedürftig trotz Arbeit? Kein Massenphänomen in Deutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 75, H. 4, S. 33-40.

    Abstract

    "Mit zunehmender Intensität wird in Deutschland über die Einführung von Mindestlöhnen diskutiert. Deren Befürworter argumentieren, dass die Löhne vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer ausreichen müssen, um ohne staatliche Unterstützung leben zu können. Die Untersuchung zeigt jedoch, dass bei Vollzeitbeschäftigten niedrige Löhne keineswegs weit verbreitet sind. Insbesondere gibt es nicht viele Vollzeitbeschäftigte (3 Prozent), die einen Bruttostundenlohn von weniger als 7,50 Euro bekommen und in deren Haushalten keine weiteren Erwerbseinkommen anfallen. Bei den niedrig Entlohnten handelt es sich vor allem um geringfügig Beschäftigte sowie um Rentner, Schüler, Studenten und registrierte Arbeitslose, die lediglich ein Zusatzeinkommen erzielen. Relativ häufig kommen niedrige Löhne in Ostdeutschland vor, dort auch unter den Vollzeitbeschäftigten. Mit etwa 300 000 Personen ist die Zahl derer klein, die Arbeitslosengeld II erhalten und einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Ein Mindestlohn von 7,50 Euro, wie er von der SPD und Teilen der Gewerkschaften gefordert wird, würde den meisten davon aber wenig nützen, da ihr mittlerer Lohn darüber liegt. Weil das Arbeitslosengeld II am familiären Bedarf ausgerichtet ist, erhalten diese Personen trotz eines teilweise nicht geringen Lohns eine das Einkommen aufstockende Leistung. Überdies wird in der Mindestlohndebatte oft verkannt, dass es seit jeher Personen mit geringen Erwerbseinkommen gibt, die der Staat mit 'aufstockender' Sozialhilfe oder mit Wohngeld unterstützt. Nach der Einführung des Arbeitslosengeldes II ist die Zahl der erwerbstätigen Wohngeldbezieher - insbesondere derjenigen mit besonders niedrigem Einkommen - drastisch zurückgegangen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Hilfebedürftige zum Arbeitslosengeld II gewechselt sind und sich damit meist besser stellen als mit Wohngeld." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Lohnentwicklung in Deutschland zwischen 1998 und 2005: wachsende Ungleichheit (2008)

    Giesecke, Johannes ; Verwiebe, Roland ;

    Zitatform

    Giesecke, Johannes & Roland Verwiebe (2008): Die Lohnentwicklung in Deutschland zwischen 1998 und 2005: wachsende Ungleichheit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 2, S. 85-91. DOI:10.5771/0342-300X-2008-2-85

    Abstract

    "Ausgehend von der These wieder wachsender Ungleichheit in der Bundesrepublik wird in diesem Beitrag die Entwicklung der Lohnungleichheit für den Zeitraum zwischen 1998 und 2005 untersucht. Die Analysen beruhen auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP). Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass die Ungleichheit der Reallöhne seit 1998 deutlich zugenommen hat, was auf eine negative Entwicklung der Löhne im unteren Einkommensbereich bei gleichzeitigem Anstieg der Löhne im mittleren und oberen Einkommensbereich zurückführbar ist. Ein detaillierter Blick auf Lohnunterschiede mittels einer Dekompositionsanalyse zeigt darüber hinaus, dass diese Lohndynamik bei Männern vor allem durch eine Verstärkung von Lohndifferenzen zwischen Arbeitnehmergruppen (insbesondere zwischen unteren und oberen beruflichen Klassenpositionen) bedingt ist. Bei Frauen erweisen sich neben solchen Veränderungen auch Änderungen in der Zusammensetzung der Gruppe der Erwerbstätigen (z.B. Ausweitung des Servicesektors) als ungleichheitserhöhend." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Does human capital raise earnings for immigrants in the low-skill labor market? (2008)

    Hall, Matthew ; Farkas, George ;

    Zitatform

    Hall, Matthew & George Farkas (2008): Does human capital raise earnings for immigrants in the low-skill labor market? In: Demography, Jg. 45, H. 3, S. 619-639. DOI:10.1353/dem.0.0018

    Abstract

    "We use monthly Survey of Income and Program Participation data from 1996-1999 and 2001-2003 to estimate the determinants of differentiation in intercepts and slopes for age/earnings profiles of low-skill immigrant and native male workers. Our findings provide further depth of understanding to the 'mixed' picture of earnings determination in the low-skill labor market that has been reported by others. On the positive side, many immigrants are employed in similar occupations and industries as natives. Both groups show substantial wage gains over time and generally receive similar returns to years of schooling completed. Immigrants also receive substantial returns to acculturation, measured as age at arrival and English language skill. These results cast doubt on the strong version of segmented labor market theory, in which low-skill immigrants are permanently consigned to dead-end jobs with no wage appreciation. On the negative side, immigrants earn approximately 24% less than natives and are less likely to occupy supervisory and managerial jobs. Latino immigrants receive lower returns to education than do white immigrants. Furthermore, age at arrival and language ability do not explain the lower returns to education experienced by Latino immigrants. These results suggest that Latino immigrants in particular may suffer from barriers to mobility and/or wage discrimination. Whether these negative labor market experiences occur primarily for illegal immigrants remains unknown." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Konzentriert sich die steigende Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland auf atypisch Beschäftigte? (2008)

    Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2008): Konzentriert sich die steigende Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland auf atypisch Beschäftigte? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 41, H. 4, S. 447-469.

    Abstract

    "In diesem Beitrag wird anhand von quantitativen Auswertungen auf der Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und Ergebnissen von qualitativen Interviews in Betrieben in verschiedenen Branchen der Frage nachgegangen, inwieweit sich die steigende Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (auf Stundenbasis unterhalb von zwei Dritteln des Medianlohnes) auf Personen in atypischer Beschäftigung konzentriert. Unsere Analyse zeigt, dass vor allem Beschäftigte in Minijobs, aber auch Zeitarbeitskräfte und befristet Beschäftigte überproportional häufig für niedrige Stundenlöhne arbeiten, während der Niedriglohnanteil unter sozialversicherungspflichtig Teilzeitbeschäftigten nur leicht über dem Durchschnitt liegt. Unter allen Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland waren 2006 rund zwei Drittel atypisch beschäftigt (ohne Doppelzählungen) und damit deutlich mehr als noch 1995 (knapp 49 %). Allerdings konzentriert sich die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland nicht auf atypisch Beschäftigte oder besondere Personengruppen wie formal gering Qualifizierte oder Jüngere. Vielmehr sind von den steigenden Niedriglohnanteilen in Deutschland seit Mitte der 1990er Jahre zunehmend auch Vollzeitbeschäftigte, Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung und aus den mittleren Altersgruppen (25 bis 54 Jahre) betroffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The effect of labor market institutions on salaried and self-employed less-educated men in the 1980s (2008)

    Krashinsky, Harry ;

    Zitatform

    Krashinsky, Harry (2008): The effect of labor market institutions on salaried and self-employed less-educated men in the 1980s. In: Industrial and Labor Relations Review, Jg. 62, H. 1, S. 73-91. DOI:10.1177/001979390806200104

    Abstract

    "Less-educated workers exhibited negative real wage growth from the late 1970s to the early 1990s. Frequently cited to explain this pattern are such labor market trends as union decline and the falling real value of the minimum wage, but also of concern is the possible contribution of decreased demand, caused by factors such as skill-biased technological change. To investigate the relative importance of these determinants, the author, using CPS data, compares the experiences of wage-and-salary workers with those of the self-employed. Wages apparently declined little for less-educated self-employed workers, but greatly for similar wage-and-salary workers. Because self-employed workers are affected by the same demand shocks as wage-and-salary workers but are not subject to labor market institutions such as the minimum wage or labor unions, the author concludes that the main source of the observed negative real wage growth was the decline of labor market institutions, not skill-biased technological change." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Wage dispersion in Germany and the US: is there compression from below? (2008)

    Möller, Joachim;

    Zitatform

    Möller, Joachim (2008): Wage dispersion in Germany and the US. Is there compression from below? In: International economics and economic policy, Jg. 5, H. 4, S. 345-361. DOI:10.1007/s10368-008-0122-z

    Abstract

    Seit den 1970er Jahren zeigen sich tiefgreifende Unterschiede auf den Arbeitsmärkten der USA und der kontinentaleuropäischen Länder. Die im Vergleich zu den USA geringere europäische Beschäftigungsquote wird in der Regel auf eine zu starke Regulierung des Arbeitsmarktes in Europa zurückgeführt. Die USA gelten dabei als leuchtendes Beispiel für Flexibilität und Marktfreiheit, während Deutschland und Frankreich als Bollwerke institutioneller Regulierung, gewerkschaftlichen Einflusses und komfortabler sozialstaatlicher Leistungen gesehen werden. Bezogen auf die Lohn- und Einkommensstruktur wird angenommen, dass diese im Vergleich zu den USA sehr viel undifferenzierter ist. Der Beitrag vergleicht die Lohn- und Einkommensstruktur in den USA und Europa. Im Fokus steht dabei die Frage, ob es insbesondere in Deutschland einen Lohndruck von unten gibt, der dazu führt, dass trotz eines fehlenden Mindestlohns das Tariflohnniveau und das Lohnniveau insgesamt zu hoch ist, so dass man von einer Deformation der Lohn- und Einkommensstruktur sprechen kann. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass die Einkommensstruktur nicht entscheidend für die unbefriedigende Situation niedrigqualifizierter Arbeitnehmer auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist. Es müssen weitere Komponenten wie Ausbildungsstand, berufliche Erfahrung und Wirtschaftszweig mit einbezogen werden. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Möller, Joachim;
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    Transatlantic differences in labour markets: changes in wage and non-employment structures in the 1980s and the 1990s (2008)

    Puhani, Patrick A. ;

    Zitatform

    Puhani, Patrick A. (2008): Transatlantic differences in labour markets. Changes in wage and non-employment structures in the 1980s and the 1990s. In: German economic review, Jg. 9, H. 3, S. 312-338. DOI:10.1111/j.1468-0475.2008.00435.x

    Abstract

    "Rising wage inequality in the United States and Britain and rising continental European unemployment have led to a popular view in the economics profession that these two phenomena are related to negative relative demand shocks against the unskilled, combined with flexible wages in the Anglo-Saxon countries, but wage rigidities in continental Europe ('Krugman hypothesis'). This paper tests this hypothesis based on seven large person-level data sets for the 1980s and the 1990s. I use a more sophisticated categorization of low-skilled workers than previous studies, which exhibits differences between German workers with and without apprenticeship training, particularly in the 1980s. I find evidence for the Krugman hypothesis when Germany is compared with the United States. However, supply changes differ considerably between countries, with Britain experiencing enormous increases in skill supply explaining the relatively constant British skill premium in the 1990s." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Minimum wages 2008 (2008)

    Regnard, Pierre;

    Zitatform

    Regnard, Pierre (2008): Minimum wages 2008. (Statistics in focus 2008/105), Luxemburg, 8 S.

    Abstract

    "In 20 (Belgien, Bulgarien, Spanien, Estland, Griechenland, Frankreich, Ungarn, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) der 27 EU-Mitgliedsstaaten, sowie im Kandidatenland Türkei und in den Vereinigten Staaten existieren gesetzliche Mindestlöhne. Bezogen auf die absolute Höhe des nationalen Mindestlohns, ausgedrückt in Euro pro Monat, verzeichnete man beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten: Die Spanne reichte von 112 Euro in Bulgarien bis zu hin 1 610 Euro in Luxemburg, was einem Verhältnis (in Euro) von eins zu vierzehn entspricht. Nachdem die Auswirkungen von Preisniveauunterschieden durch die Anwendung von Kaufkraftparitäten (KKP) für die Konsumausgaben der privaten Haushalte herausgerechnet wurden, verringern sich die Unterschiede deutlich auf ein Verhältnis von eins zu sieben (in KKP) mit Werten von 232 für Rumänien und 1 532 für Luxemburg." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Erwerbstätigkeit in Transferhaushalten: Arm trotz Arbeit (2008)

    Rudolph, Helmut;

    Zitatform

    Rudolph, Helmut (2008): Erwerbstätigkeit in Transferhaushalten: Arm trotz Arbeit. In: IAB-Forum H. 2, S. 34-39.

    Abstract

    Unter den 40 Millionen Erwerbstätigen in der Bundesrepublik Deutschland gibt es immer mehr Menschen, die Vollzeit arbeiten und trotzdem Hilfe vom Staat für sich und ihre Familie brauchen. Der Autor untersucht das Armutsrisiko dieser Menschen auf der Grundlage von Daten aus den Mikrozensen 2000-2006 vor dem Hintergrund des im Juli 2008 von der Bundesregierung vorgelegten dritten Armuts- und Reichtumsberichts 'Lebenslagen in Deutschland' sowie der Armutsrisikoquoten auf Basis des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP). Er zeigt, dass ergänzend zu den Armutsrisiken des Armutsberichts die Reichweite von Sozialleistungen sowohl in der Gesamtbevölkerung als auch besonders in den Erwerbshaushalten zugenommen hat. Der sinkende Beitrag der Sozialtransfers an der Verringerung des Armutsrisikos, wie er sich aus den Zeitreihen des SOEP ergibt, ist nach Ansicht des Autors auf das bei Wohngeld und Sozialhilfe weitgehend stagnierende Leistungsniveau zurückzuführen, an das mit dem SGB II unter Pauschalierung einmaliger Leistungen angeschlossen wurde. 'Transferleistung bei Vollzeiterwerbstätigkeit ist also kein Phänomen, das erst mit Einführung des SGB II zu beobachten ist.' (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung: Sackgasse oder Chance zum Aufstieg? (2008)

    Schank, Thorsten ; Bender, Stefan; Schnabel, Claus ; Stephani, Jens;

    Zitatform

    Schank, Thorsten, Claus Schnabel, Jens Stephani & Stefan Bender (2008): Niedriglohnbeschäftigung: Sackgasse oder Chance zum Aufstieg? (IAB-Kurzbericht 08/2008), Nürnberg, 8 S.

    Abstract

    "Geringverdiener und Niedriglöhne sind in den letzten Jahren ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt und Gegenstand politischer Kontroversen geworden. Mit Verweis auf die wachsende Zahl von Geringverdienern wird von manchen Seiten die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes gefordert. Dieser soll dazu beitragen, dass Geringverdiener mit ihrem Lohn den Lebensunterhalt bestreiten können. Andererseits wird von vielen Ökonomen eine Ausweitung des Niedriglohnsektors als Mittel zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten vorgeschlagen. Dabei können z.B. staatliche Lohnkostenzuschüsse oder Kombilohnmodelle unterstützend wirken. Kann Niedriglohnbeschäftigung als Sprungbrett in eine besser bezahlte Tätigkeit dienen oder führt sie in die Sackgasse? In einer Verbleibsanalyse wird hier untersucht, was aus den vollzeitbeschäftigten Geringverdienern der Jahre 1998/99 wurde. Das sind Personen, die damals weniger als 2/3 des Medianlohns verdienten. Wem und wie gelang der Aufstieg? Nur gut jeder achte Geringverdiener von 1998/99 erreichte sechs Jahre später einen Lohn oberhalb der Geringverdienerschwelle. Etwa jeder Dritte war im Jahr 2005 immer noch als Vollzeitbeschäftigter im Niedriglohnbereich tätig. Während jüngere und besser ausgebildete Geringverdiener deutlich öfter aufgestiegen sind, schafften Frauen, Ältere und Unqualifizierte dies seltener. Je größer ein Betrieb ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass einem Geringverdiener innerbetrieblich oder durch Wechsel in diesen Betrieb der Aufstieg aus dem Niedriglohnbereich gelingt. Betriebswechsel erweisen sich aber auch generell als Möglichkeit für einen Aufstieg." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    The rise of poverty in Japan: The emergence of the working poor (2008)

    Sekine, Yuki;

    Zitatform

    Sekine, Yuki (2008): The rise of poverty in Japan: The emergence of the working poor. In: Japan labor review, Jg. 5, H. 4, S. 49-66.

    Abstract

    "The paper summarizes the causes of contemporary poverty and the state of measures to combat poverty from the perspective of law. In this paper, contemporary poverty is ascribed mainly to the increasing instability and loss of employment, the malfunctioning of the public assistance system, the homeless, single mother households, and deep levels of debt. Regarding public assistance, there is considerable regional variation in the assistance rate, and the opposing views of central and local government concerning the reasons for this are summarized. The employment insurance system, public assistance system, measures to assist the self-reliance of the homeless, and the minimum wage system are identified as serving to combat poverty, and the recent state of these institutions is summarized." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Trends in poverty among low-income workers in Japan since the nineties (2008)

    Tachibanaki, Toshiaki; Urakawa, Kunio ;

    Zitatform

    Tachibanaki, Toshiaki & Kunio Urakawa (2008): Trends in poverty among low-income workers in Japan since the nineties. In: Japan labor review, Jg. 5, H. 4, S. 21-47.

    Abstract

    "The paper is a statistical analysis of the state of poverty in Japan since the 1990s. After reviewing various methods of measuring poverty, the authors calculate indices of relative poverty based on data from Shotoku saibunpai chosa (Income Redistribution Surveys). Based on this, they show that the degree of relative poverty at the household level has been on the increase in Japan since the 1990s, and that this has been due to a large increase in poverty among single-person households of working age as well as among single older-person households. The poverty rate among fatherless households is also found to be exceedingly high. A breakdown by employment status of head of household reveals that the poverty rates among households headed by 'persons without employment' and by 'workers on contracts of less than one year' are high, and the authors observe that the issues of unemployment and non-regular workers have emerged as new poverty issues in Japan." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Universal disadvantage? The economic well-being of female part-timers in Europe (2008)

    Warren, Tracey ;

    Zitatform

    Warren, Tracey (2008): Universal disadvantage? The economic well-being of female part-timers in Europe. In: European Societies, Jg. 10, H. 5, S. 737-762. DOI:10.1080/14616690701757853

    Abstract

    "Working fewer than full-time hours has been seen as a crucial way in which women workers can balance demands from home and paid work. But working part-time holds a range of negative repercussions for other aspects of worker's lives, in particular their economic well-being. Examining objective and subjective indicators of economic well-being, the paper uses data from the European Community Household Panel Survey to consider the ramifications of working short hours for women in Europe. The paper is concerned with the generalisability of the very weak situation of part-timers in Britain. It asks whether and how the economic problems faced by women at the bottom of the occupational hierarchy differ according to societal context. The papers shows that part-time low level workers had the lowest monthly wages relative to their compatriots in each country examined, though the intensity of wage disadvantage varied substantially across the sample. The research did not uncover a universal positive correlation between women's relative wage positions and individual level measures of economic well-being, however. The most prevalent association between working part-time in a low level occupation and facing a weak economic position occurred at the level of household economies. The paper concludes by asking how we best research economic well-being, including whether it should be approached via an individual or household level analysis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Niedrig- und Mindestlöhne: eine Analyse aus der Gender-Perspektive (2008)

    Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Weinkopf, Claudia (2008): Niedrig- und Mindestlöhne. Eine Analyse aus der Gender-Perspektive. In: F. Maier & A. Fiedler (Hrsg.) (2008): Verfestigte Schieflagen : ökonomische Analysen zum Geschlechterverhältnis, S. 17-35.

    Abstract

    Der Beitrag zeigt auf, dass der wachsende Niedriglohnsektor in Deutschland vor allem ein Beschäftigungsbereich für Frauen ist. Danach arbeiten Frauen überdurchschnittlich oft zu Löhnen, die als Niedriglöhne zu kennzeichnen sind. Die öffentlichen Kontroversen um den Mindestlohn haben die Geschlechterdimension dieses Problems entweder ignoriert oder (Stichwort: Zuverdienerinnen) sogar zum Anlass genommen, die Berechtigung eines Mindestlohns zu bestreiten. Im Beitrag wird detailliert analysiert, ob und wenn ja, welchen Beitrag ein gesetzlicher Mindestlohn zur Verbesserung der materiellen Situation von Frauen leisten kann. Dabei erläutert die Autorin unter Einbeziehung von Forschungsergebnissen aus Ländern, in denen ein gesetzlicher Mindestlohn festgelegt ist, welche Folgen für Beschäftigung und Einkommen zu erwarten sind und inwieweit ein gesetzlicher Mindestlohn die ökonomische Lage von Frauen verbessern kann. Sie kommt zu dem Schluss, dass ein gesetzlicher Mindestlohn alleine nicht automatisch zu einer eigenständigen Existenzsicherung von Frauen führen würde. 'Aber eine solche verbindliche Lohnuntergrenze wäre ein äußerst wichtiger Schritt in diese Richtung.' (IAB)

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    Ausmaß und Ursachen von Niedriglöhnen im ostdeutschen Dienstleistungsgewerbe (2008)

    Wilde, Joachim ; Keller, Christian;

    Zitatform

    Wilde, Joachim & Christian Keller (2008): Ausmaß und Ursachen von Niedriglöhnen im ostdeutschen Dienstleistungsgewerbe. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 14, H. 11, S. 419-426.

    Abstract

    "Der Beschäftigungszuwachs in den vergangenen Jahren wird trotz seines ungewöhnlichen Volumens von einigen kritisch bewertet, da er teilweise auf eine Zunahme der Niedriglohnbeschäftigung zurückgeht. Besonders markante Beispiele wurden im ostdeutschen Dienstleistungssektor beobachtet. Trotz dieser Brisanz fehlt jedoch bisher eine Analyse, welche Personengruppen im ostdeutschen Dienstleistungssektor einen Bruttolohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von zwei Dritteln des durchschnittlichen ostdeutschen Stundenlohns beziehen und welche Merkmale ursächlich für die Niedriglohnwahrscheinlichkeit einzelner Personengruppen sind. Dies wird mit dem Beitrag geleistet. Der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten liegt im gesamten Dienstleistungssektor mit knapp 25% nur wenig über dem ostdeutschen Durchschnitt für alle Branchen. Aufgegliedert nach Branchen sind jedoch Niedriglohnanteile von über 40% für Einzelhandel, Gastgewerbe und unternehmensnahe Dienstleistungen zu beobachten. Auf Personenebene zeigen sich höhere Niedriglohnwahrscheinlichkeiten u. a. für Frauen und Minijobber, nicht jedoch für Teilzeitbeschäftigte. Parallel dazu wurden alle Berechnungen auch auf der Basis von Nettostundenlöhnen durchgeführt. Es zeigen sich zum einen über alle Branchen und Personengruppen hinweg deutlich geringere Niedriglohnanteile als bei der Bruttolohnbetrachtung. Zum anderen sind bei der Niedriglohnwahrscheinlichkeit keine Unterschiede mehr zwischen Minijobbern und Vollzeiterwerbstätigen festzustellen. Die Umverteilungswirkung der unterschiedlichen Steuer- und Abgabenbelastung sorgt hier dafür, dass diese Beschäftigungsverhältnisse zumindest bei Arbeitern, Angestellten und Beamten nicht mehr mit einer signifikant höheren Niedriglohnwahrscheinlichkeit verbunden sind als Vollzeitbeschäftigungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    The social situation in the European Union 2007: social cohesion through equal opportunities (2008)

    Abstract

    "The 2007 Social Situation Report presents some key findings from the EU's new tool for monitoring the social situation and, in the future, social trends, namely the EU-SILC (Statistics on Income and Living Conditions). It looks at income inequality and how this is related to economic performance and at how people on low incomes are distributed across the EU as a whole. Incomes are more evenly distributed within the EU than in the US, and in the EU a high level of economic performance often goes hand in hand with greater equality. In 2004, around 100 million Europeans (22 % of the total population) had less than 60 % of the EU median income of around EURO8000 per year for a single person or EURO22 a day. In a majority of Member States the largest segment of the population at risk of poverty consists of couples with one or two children where one of the partners is not working (at least throughout the year) - the 'male breadwinner' family type. Single parents, while being exposed to a high risk of poverty, represent a large share of the population at risk of poverty only in countries where this type of household is widespread." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Lebenslagen in Deutschland: Der Dritte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (2008)

    Zitatform

    (2008): Lebenslagen in Deutschland: Der Dritte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. (Lebenslagen in Deutschland. Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung 03), Berlin, 427 S.

    Abstract

    "Die Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung orientiert sich an einem umfassenden Analyseansatz, der die Risiken für Armut und soziale Ausgrenzung in verschiedenen Lebenslagen beschreibt. Der vorliegende dritte Bericht setzt die im Jahr 2001 begonnene Bestandsaufnahme der sozialen Lage in Deutschland fort und eröffnet, wo es die Datenlage zulässt, einen Zehnjahresvergleich der Entwicklung der sozialen Integration. Bei der Messung monetärer Armut verwendet die Bundesregierung den zwischen den EU-Mitgliedstaaten vereinbarten relativen Armutsrisikobegriff. (...) Im Bericht werden zu den Themen Einkommensverteilung, Armutsrisikoquote und Vermögensverteilung Ergebnisse aus der europaweit durchgeführten Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen 'Leben in Europa' (EU-SILC), aus der Einkommens- und Verbrauchstichprobe (EVS) und aus dem Mikrozensus dargestellt. Neben diesen drei amtlichen Statistiken, die vom Statistischen Bundesamt erhoben werden, wird auch das Soziooekonomische Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) herangezogen. (...) Die Analyse basiert auf der statistisch-empirischen Erfassung der gesellschaftlichen Realität in Deutschland mit ihren Gegenpolen Armut und Reichtum. Neben der Entwicklung von Einkommen und Vermögen werden die zentralen Trends und Herausforderungen in den Bereichen Erwerbsbeteiligung, Bildung, Familie und Kinder, Gesundheitsversorgung, Wohnen und politische Partizipation beschrieben. Darüber hinaus stehen Personengruppen im Fokus, die in besonderem Maße beeinträchtigt sind (Teil C). Gleichzeitig legt der Bericht die politischen Maßnahmen der Bundesregierung dar, die Armut und sozialer Ausgrenzung entgegenwirken, eine gerechtere Verteilung ökonomischer Ressourcen erreichen sowie Teilhabechancen für alle Mitglieder der Gesellschaft eröffnen sollen (Teil D)." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Temporary help agencies and the advancement prospects of low earners (2007)

    Andersson, Frederik; Lane, Julia ; Holzer, Harry J. ;

    Zitatform

    Andersson, Frederik, Harry J. Holzer & Julia Lane (2007): Temporary help agencies and the advancement prospects of low earners. (NBER working paper 13434), Cambridge, Mass., 42 S. DOI:10.3386/w13434

    Abstract

    "In this paper we use a very large matched database on firms and employees to analyze the use of temporary agencies by low earners, and to estimate the impact of temp employment on subsequent employment outcomes for these workers. Our results show that, while temp workers have lower earnings than others while working at these agencies, their subsequent earnings are often higher - but only if they manage to gain stable work with other employers. Furthermore, the positive effects seem mostly to occur because those working for temp agencies subsequently gain access to higher-wage firms than do comparable low earners who do not work for temps. The positive effects we find seem to persist for up to six years beyond the period during which the temp employment occurred." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Armut in Deutschland: Bevölkerungsgruppen unterhalb der Alg II-Grenze (2007)

    Becker, Irene;

    Zitatform

    Becker, Irene (2007): Armut in Deutschland. Bevölkerungsgruppen unterhalb der Alg II-Grenze. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 04), Berlin, 50 S.

    Abstract

    "Ziel der Studie ist die Ermittlung von Größe und Struktur der Bevölkerung in Deutschland mit Einkommen unterhalb des soziokulturellen Existenzminimums. Dieses Minimum ergibt sich aus den Vorschriften des SGB II bzw. SGB XII zur Bemessung des mit Alg II und Sozialgeld bzw. mit Hilfe zum Lebensunterhalt zu sichernden Bedarfs; es kennzeichnet damit eine Armutsgrenze 'nach gesetzlicher Lesart'. Zur Erfassung des Einkommenssegments unter der Alg II-Grenze wird ein Mikrosimulationsmodell entwickelt und mit den Daten des Sozio-ökonomischen Panels von 2004 gerechnet Mit dem Simulationsmodell werden zunächst Bedarfsgemeinschaften innerhalb der Haushalte nach den Vorschriften des SGB II approximativ abgegrenzt, für die dann der Bedarf ermittelt und dem jeweiligen Einkommen gegenübergestellt wird. Zudem wird zumindest näherungsweise überprüft, inwieweit die Vermögensverhältnisse der einkommensarmen Haushalte einem Unterstützungsanspruch entgegen stehen. Übersteigt der errechnete Bedarf das zu berücksichtigende Einkommen und bleibt das Vermögen hinter den Freibeträgen zurück, gilt die Bedarfsgemeinschaft als potenziell anspruchsberechtigt. Insgesamt erweisen sich etwa 10 Mio. Personen der SGB II-Zielgruppe (ohne Alte und Erwerbsunfähige) als bedürftig: Daraus ergibt sich eine Bedürftigkeitsquote von etwa 16%, die freilich regional stark differiert: in den neuen Ländern liegt sie bei 23%, in den alten Ländern bei lediglich 15%. Zudem zeigt sich, - dass nur etwa 7% der Personen in Vollerwerbs-Bedarfsgemeinschaften bedürftig sind, diese Gruppe aber dennoch 3 Mio. Personen umfasst; - dass zwei Drittel der Personen in Arbeitslosen-Bedarfsgemeinschaften anspruchsberechtigt sind, das sind knapp 3,3 Mio. Personen; - und dass etwa 3,4 Mio. bzw. mehr als ein Fünftel der Kinder und Schüler(innen) bedürftig sind. Aus einer Gegenüberstellung der Simulationsergebnisse mit Daten der Bundesagentur für Arbeit über die tatsächlichen Grundsicherungsempfänger(innen) ist schließlich zu folgern, dass die amtlichen Zahlen die Größe und Struktur des Niedrigeinkommensbereichs nur teilweise spiegeln und nicht als Indiz für ungerechtfertigte Leistungsinanspruchnahme zu werten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Understanding low-wage work in the United States (2007)

    Boushey, Heather; Waller, Margy; Fremstad, Shawn; Gragg, Rachel;

    Zitatform

    Boushey, Heather, Shawn Fremstad, Rachel Gragg & Margy Waller (2007): Understanding low-wage work in the United States. Washington, 24 S.

    Abstract

    "Over 40 million jobs in the United States-about one in three-pay low wages. Unlike good jobs, most low-wage jobs do not offer employment benefits such as health insurance or retirement accounts, tend to have inflexible or unpredictable scheduling requirements, and provide little opportunity for career advancement. Globalization, automation, outsourcing, and other economic forces have all contributed to a changing domestic labor market. All too often low-wage jobs are replacing jobs that have traditionally supported a broad middle class. While there is considerable public concern about the erosion of the middle class, national policy-makers have done little in the last decade to improve the pay and conditions of low-wage work. The next decade could be one of considerable progress for improving low-wage jobs. In November 2006, voters in six states boosted state minimum wages, and voters in even more states elected candidates who pledged to increase the federal minimum wage and take steps to improve the economy for everyone. Yet relatively little agreement exists about the policies (beyond raising the minimum wage) that can improve these jobs, even among experts studying low-wage work. The Mobility Agenda staff is developing a menu of new ideas and strategies for improving lowwage work, a set of options that goes beyond minimum wage to strengthen the labor market and build an economy that works for everyone. Our focus is on improving wages, benefits, and other conditions of low-wage work. We seek to encourage further public debate about the significance of low-wage work and to promote discussion among stakeholders-workers, employers, policymakers, academics, community organizers, and others-about the extent to which a more direct focus on the labor market and economic policy is necessary to reduce poverty and improve the well-being of low-income families.1 In this report, we define low-wage work and provide a description of the low-wage labor market. We also examine the extent to which opportunity exists for workers to move out of the low-wage labor market and into better-paying jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Earnings mobility among Italian low-paid workers (2007)

    Cappellari, Lorenzo ;

    Zitatform

    Cappellari, Lorenzo (2007): Earnings mobility among Italian low-paid workers. In: Journal of population economics, Jg. 20, H. 2, S. 465-482. DOI:10.1007/s00148-006-0065-z

    Abstract

    "This paper uses Italian panel data to analyse low pay transitions since the early 1990s. Results indicate that having more human capital reduces the probability of falling into low pay, but there is little impact on raising exit rates from low pay. Human capital effects are found to be larger for women than for men. There is considerable state dependence: the experience of low pay raises the probability of subsequent low pay episodes. Also, there is substantial unobserved heterogeneity associated with factors such as initial conditions, mobility out of the earnings distribution and educational attainment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Armut von Personen im Erwerbsalter: Armutsquote und Working-Poor-Quote der 20- bis 59-jährigen Bevölkerung in der Schweiz zwischen 2000 und 2005 (2007)

    Crettaz, Eric ;

    Zitatform

    Crettaz, Eric (2007): Armut von Personen im Erwerbsalter. Armutsquote und Working-Poor-Quote der 20- bis 59-jährigen Bevölkerung in der Schweiz zwischen 2000 und 2005. (BFS Aktuell), Neuchatel, 8 S.

    Abstract

    Die Studie gibt einen Überblick über Armut in der Schweiz, wobei generell berücksichtigt werden muss, dass die Definition einer Armutsgrenze in reichen Ländern ein sehr komplexes Unterfangen ist. Wenn man in der Schweiz von Armut spricht, dann handelt es sich dabei um jene Bevölkerungsgruppen, deren Einkommen lediglich ausreicht, um sich zu ernähren, zu kleiden, zu wohnen und zu pflegen. Es ist aber zu tief, um darüber hinausgehende Ausgaben für die Teilnahme am Sozialleben tätigen zu können. Ein Teil der Personen, die unter einer definierten Armutsgrenze leben, bezeichnet man als Working Poor, d.h. Personen, die mindestens eine Stunde pro Woche gegen Bezahlung arbeiten und in einem arbeitsmarktnahen Haushalt mit einem Erwerbsumfang von mindestens einer Vollzeitstelle leben. Zur Berechnung der Armutsgrenze bedarf es eines Referenzwertes. In der Schweiz wird dieser Wert aus den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) abgeleitet. Dieser statistische Wert ermöglicht es das Ausmaß der Armut zu messen, die Risikogruppen zu identifizieren und die Armutsentwicklung zu beschreiben. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass jede elfte Person im Erwerbsalter von Armut betroffen und jede 25. Erwerbsperson ein Working Poor ist. Der Umstand, Arbeit zu haben, senkt das Risiko, ein Einkommen unter der Armutsgrenze zu erzielen. Seit Beginn der 2000er-Jahre hat sich die Armut verringert. Bestimmte soziodemographische Gruppen sind stärker von Armut und vom Phänomen der Working Poor betroffen: Haushalte von Alleinerziehenden und kinderreiche Familien, jüngere Eltern im Allgemeinen, ausländische Staatsangehörige. Einen starken Einfluss haben auch sozioprofessionelle Faktoren: unqualifizierte Arbeitnehmende, Personen mit Unterbrechungen ihrer Erwerbsbiografie, Erwerbstätige mit nicht dauerhaften Arbeitsverträgen, Selbständige - insbesondere alleine tätige Selbständige - sind weit überdurchschnittlich häufig Working Poor. (IAB)

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    Arbeit in Sozialen Diensten: flexibel und schlecht bezahlt?: zur aktuellen Entwicklung der Beschäftigungsbedingungen im Sozialsektor (2007)

    Dahme, Heinz-Jürgen; Münch, Thomas ; Mergner, Ulrich; Züchner, Ivo; Trube, Achim; Buestrich, Michael; Segbers, Fanz; Kühnlein, Gertrud; Simon, Titus; Dahme, Heinz-Jürgen; Trube, Achim; Wohlfahrt, Norbert; Wohlfahrt, Norbert;

    Zitatform

    Dahme, Heinz-Jürgen, Achim Trube & Norbert Wohlfahrt (Hrsg.) (2007): Arbeit in Sozialen Diensten: flexibel und schlecht bezahlt? Zur aktuellen Entwicklung der Beschäftigungsbedingungen im Sozialsektor. (Soziale Arbeit Aktuell 07), Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren, 133 S.

    Abstract

    "Der Sozial- und Gesundheitsbereich hat sich von anderen Dienstleistungsbranchen schon immer deutlich unterschieden. Dies gilt nicht nur für die Tarifstrukturen, sondern für die Beschäftigungssituation insgesamt. In den letzten Jahren sind mit der Einführung des organisierten Wettbewerbs im Sozialsektor Entwicklungen beobachtbar, die darauf hindeuten, dass die Arbeit in sozialen Diensten nicht nur flexibler gestaltet wird, sondern auch immer schlechter bezahlt wird. Was sich derzeit abzeichnet, ist eine zunehmende Zersplitterung der Tariflandschaft, die einen unerbittlichen Verdrängungswettbewerb zwischen den Trägern und Einrichtungen und eine 'Abwärtsspirale' bei den Arbeitsbedingungen in Gang gesetzt hat. Zugleich ist von einer 'überdehnten Professionalisierung' die Rede, die wieder zurückgeführt werden soll. Der Band analysiert diese Entwicklungen und ihre Folgen für die im sozialen Dienstleistungsbereich Beschäftigten. Dabei wird eines deutlich: der sich abzeichnende Trend, die sozialen Dienste in einem sich dynamisierenden Prozess als Niedriglohnbereich zu etablieren, ist keine zwangsläufige Begleiterscheinung der sich entwickelnden Sozialwirtschaft, sondern verdankt sich neben der staatlichen Sparpolitik auch der Weigerung der Träger und Einrichtungen im Sozialsektor, gemeinsame Optionen bzw. tragfähige politische Lösungsstrategien zu entwickeln." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Arbeit gegen Armut: Grundlagen, historische Genese und empirische Überprüfung des Armutsfallentheorems (2007)

    Gebauer, Ronald;

    Zitatform

    Gebauer, Ronald (2007): Arbeit gegen Armut. Grundlagen, historische Genese und empirische Überprüfung des Armutsfallentheorems. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 265 S.

    Abstract

    "In der aktuellen politischen Diskussion wird immer wieder behauptet, dass sich Sozialleistungsempfänger wegen mangelnder Lohnanreize gegen die Aufnahme von Arbeit entscheiden und damit dauerhaft in Armut verbleiben (Armutsfallentheorem). Sozialpolitische Reformen setzen aufgrund dieser Befürchtungen zunehmend auf 'Arbeit gegen Armut'. Hier beginnt die Untersuchung. In einem ersten Schritt wird die Auffassung, dass Arbeit der Schlüssel zur Lösung des Armutsproblems in modernen Gesellschaften ist, historisch-soziologisch untersucht. In einem weiteren Schritt werden die theoretischen Grundlagen des Armutsfallentheorems diskutiert. Wie verhält es sich aber nun mit dem Realitätsgehalt des Armutsfallentheorems? Die meisten empirischen Untersuchungen belegen, dass Sozialleistungsbezug überwiegend kurzfristiger Natur ist. Ausgehend von diesen Ergebnissen wird eine eigene Datenauswertung des Sozio-oekonomischen Panels (Sozialhilfe) vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Lousy and lovely jobs: The rising polarization of work in Britain (2007)

    Goos, Maarten; Manning, Alan ;

    Zitatform

    Goos, Maarten & Alan Manning (2007): Lousy and lovely jobs: The rising polarization of work in Britain. In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 89, H. 1, S. 118-133. DOI:10.1162/rest.89.1.118

    Abstract

    "This paper shows that the United Kingdom since 1975 has exhibited a pattern of job polarization with rises in employment shares in the highest- and lowest-wage occupations. This is not entirely consistent with the idea of skill-biased technical change as a hypothesis about the impact of technology on the labor market. We argue that the 'routinization' hypothesis recently proposed by Autor, Levy, and Murnane (2003) is a better explanation of job polarization, though other factors may also be important. We show that job polarization can explain one-third of the rise in the log(50/10) wage differential and one-half of the rise in the log(90/50)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Inequality and poverty re-examined (2007)

    Jenkins, Stephen P. ; Bazen, Stephen; Nolan, Brian ; Micklewright, John; Phipps, Shelley; Booth, Alison L. ; Ravallion, Martin ; Bryan, Mark L. ; Sahn, David; Cappellari, Lorenzo ; Schnepf, Sylke V. ; Harding, Ann; Süssmuth, Bernd ; Levy, Horacio; Sutherland, Holly ; Lloyd, Rachel; von Weizsäcker, Robert K.; Micklewright, John; Younger, Stephen D.; Brandolini, Andrea ; Duclos, Jean-Yves; Warren, Neil; Lietz, Christine; Weizsäcker, Robert K. von; Jenkins, Stephen P. ; Whelan, Christopher T. ; Burton, Peter; Woolley, Frances;

    Zitatform

    Jenkins, Stephen P. & John Micklewright (Hrsg.) (2007): Inequality and poverty re-examined. Cambridge u.a.: Oxford University Press, 306 S.

    Abstract

    "This book seeks to provide a guide to some of the new approaches that have been developed in the light of international initiatives to reduce poverty and the notable increases in income inequality and poverty that have occurred across many western countries in recent years. These new approaches have to some degree been facilitated by the emergence of new techniques and a growing availability of data that enables cross national comparisons not only of income variables but also of measures of welfare such as education achievement, nutritional status in developing countries and wealth and deprivation indicators in the developed world. Including specially commissioned research from a distinguished list of international authors, this volume makes a real contribution to the public debate surrounding inequality and poverty as well as providing new empirical information about them from around the world." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Armut von Erwerbstätigen in europäischen Wohlfahrtsstaaten: Niedriglöhne, staatliche Transfers und die Rolle der Familie (2007)

    Lohmann, Henning;

    Zitatform

    Lohmann, Henning (2007): Armut von Erwerbstätigen in europäischen Wohlfahrtsstaaten. Niedriglöhne, staatliche Transfers und die Rolle der Familie. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 276 S.

    Abstract

    "Im Zuge der wohlfahrtstaatlichen Reformen der letzten Jahre ist Armut von Erwerbstätigen auch in Europa zu einem Problem geworden. Allerdings bestehen deutliche Länderunterschiede im Ausmaß und in der Struktur der Armut von Erwerbstätigen. Der Autor argumentiert, dass dies eine Folge der unterschiedlichen Ausgestaltung institutioneller Rahmenbedingungen (soziales Sicherungssystem, Lohnverhandlungssystem, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie) ist. Weiter wird gefragt, welche Konsequenzen die gegenwärtigen Reformen für die Entwicklung der Armut von Erwerbstätigen haben. In empirischen Analysen wird die Entwicklung in 15 europäischen Ländern im Zeitraum von 1994 bis 2004 betrachtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Mindestlöhne 2007: Beträge zwischen 92 EUR und 1570 EUR brutto pro Monat (2007)

    Regnard, Pierre;

    Zitatform

    Regnard, Pierre (2007): Mindestlöhne 2007. Beträge zwischen 92 EUR und 1570 EUR brutto pro Monat. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 71/2007), Brüssel, 6 S.

    Abstract

    "Im Januar 2007 variierten die gesetzlichen Mindestlöhne von 92 bis 1570 Euro brutto pro Monat. Im Januar 2007, gab es in 20 der 27 Mitgliedstaaten der EU sowie in einem Kandidatenland gesetzliche Mindestlöhne. Bei der Höhe der Mindestlöhne waren große Unterschiede zu verzeichnen: Die Spanne reichte von 92 Euro pro Monat in Bulgarien bis zu 1 570 Euro pro Monat in Luxemburg. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten werden die Unterschiede jedoch deutlich geringer. In den Mitgliedstaaten sind die Mindestlöhne in EUR jährlich um durchschnittlich 1 % bis 18 % gestiegen. Der Anteil der Vollzeitarbeitnehmer mit Mindestlohn variiert stark zwischen den einzelnen Ländern und ist bei Frauen im Allgemeinen sehr viel höher als bei Männern. Der Mindestlohn liegt zwischen 33 % und 52 % der durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste in der Industrie und im Dienstleistungssektor." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    The interrelated dynamics of unemployment and low-wage employment (2007)

    Stewart, Mark B.;

    Zitatform

    Stewart, Mark B. (2007): The interrelated dynamics of unemployment and low-wage employment. In: Journal of Applied Econometrics, Jg. 22, H. 3, S. 511-531. DOI:10.1002/jae.922

    Abstract

    "This paper examines the extent of state dependence in unemployment and the role played in this by intervening low-wage employment. A range of dynamic random and fixed-effects estimators are compared. Low-wage employment is found to have almost as large an adverse effect as unemployment on future prospects and the difference in their effects is found to be insignificant. Evidence is presented that low-wage jobs act as the main conduit for repeat unemployment and considerably increases its probability. Obtaining a higher-wage job reduces the increased risk of repeat unemployment to insignificance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Living wages around the world: a new methodology and internationally comparable estimates (2006)

    Anker, Richard;

    Zitatform

    Anker, Richard (2006): Living wages around the world. A new methodology and internationally comparable estimates. In: International Labour Review, Jg. 145, H. 4, S. 310-338.

    Abstract

    "The World Bank's widely used poverty lines of US Dollar 1 and 2 per day, the author argues, do not adequately capture what it means to be poor in different countries. The new methodology he proposes is designed to remedy this shortcoming while ensuring international comparability of national poverty lines: the price of non-food necessities is added to that of a low-cost, nutritious diet suited to each country's national preferences and in proportions appropriate to its developmental level. Applying this methodology to a sample of 12 countries, the author shows that poverty occurs in all countries - at much higher levels than the World Bank currently estimates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Effektive Bruttostundenlöhne in Deutschland: eine Verteilungsanalyse unter Aspekten der Leistungsgerechtigkeit und besonderer Berücksichtigung des Niedriglohnsegments (2006)

    Becker, Irene;

    Zitatform

    Becker, Irene (2006): Effektive Bruttostundenlöhne in Deutschland. Eine Verteilungsanalyse unter Aspekten der Leistungsgerechtigkeit und besonderer Berücksichtigung des Niedriglohnsegments. (Arbeitspapier des Projekts "Soziale Gerechtigkeit" 2), Frankfurt a.M., 41 S.

    Abstract

    Die Untersuchung der effektiven Stundenlöhne in Deutschland erfolgte im Hinblick auf die Frage nach der Ungleichheit ihrer Verteilung und der Einhaltung eines Kriteriums minimaler Leistungsgerechtigkeit. Die empirische Analyse auf Basis des Sozioökonomischen Panels (SOEP) und der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) konzentriert sich auf das Jahr 2003 und wird ergänzt um einige Auswertungen für 1998 (nur SOEP). Im Ergebnis zeigt sich eine erhebliche Einkommensdifferenzierung. "Auffallend sind der noch immer erhebliche Ost-West-Abstand von etwa vier Euro pro Arbeitsstunde, die weit unterdurchschnittlichen Stundenlöhne der Frauen in Westdeutschland sowie das deutliche Zurückbleiben der Teilzeitbeschäftigten - hauptsächlich wiederum in Westdeutschland." In Ostdeutschland wird die Niedriglohngrenze besonders häufig unterschritten. Aus der Differenzierung nach Branchen ergeben sich die höchsten Niedriglohnquoten in Land- und Forstwirtschaft, Handel und privatwirtschaftlichem Dienstleistungssektor. In der Zeit von 1998 bis 2003 hat sich die Ungleichheit der Stundenlohnverteilung merklich erhöht. Diese Entwicklung ging überwiegend zu Lasten der Frauen und geringfügig Beschäftigten. Die Ergebnisse der Untersuchung signalisieren "erhebliche Verletzungen der alternativen Kriterien minimaler Leistungsgerechtigkeit, wonach der Wert einer im Rahmen eines Arbeitsvertrages erbrachten Leistung nicht geringer als die Hälfte des durchschnittlichen Lohnsatzes sein kann bzw. die Entlohnung einer Vollzeiterwerbstätigkeit mindestens das sozio-kulturelle Existenzminimum zuzüglich einer Leistungskomponente decken muss". Etwa jeder zehnte Beschäftigte wird demnach zu gering entlohnt. (IAB2)

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    Working and poor: how economic and policy changes are affecting low-wage workers (2006)

    Blank, Rebecca M.; Hasset, Kevin A.; Fairlie, Robert W. ; French, Eric ; Haider, Steven J.; Taber, Christopher; Levy, Helen ; Hall, Robert E. ; Danziger, Sheldon H.; Autor, David; Stephens, Melvin Jr.; Levine, Phillip B. ; Shierholz, Heidi; Card, David ; Moore, Anne; DiNardo, John; Meyer, Daniel R. ; Schoeni, Robert F. ; Merriman, David F.; Cancian, Maria ; McGuire, Therese J.; Houseman, Susan; Mazumder, Bhashkar ; Charles, Kerwin Kofi; MaGarry, Kathleen; Borjas, George J. ; London, Rebecca A.;

    Zitatform

    Blank, Rebecca M., Sheldon H. Danziger & Robert F. Schoeni (Hrsg.) (2006): Working and poor. How economic and policy changes are affecting low-wage workers. New York: Russell Sage Foundation, 436 S.

    Abstract

    "Over the last three decades, large-scale economic developments, such as technological change, the decline in unionization, and changing skill requirements, have exacted their biggest toll on low-wage workers. These workers often possess few marketable skills and few resources with which to support themselves during periods of economic transition. The book examines every facet of the economic well-being of less-skilled workers, from employment and earnings opportunities to consumption behavior and social assistance policies. Rebecca Blank and Heidi Schierholz document the different trends in work and wages among less-skilled women and men. Between 1979 and 2003, labor force participation rose rapidly for these women, along with more modest increases in wages, while among the men both employment and wages fell. David Card and John DiNardo review the evidence on how technological changes have affected less-skilled workers and conclude that the effect has been smaller than many observers claim. Philip Levine examines the effectiveness of the Unemployment Insurance program during recessions. He finds that the program's eligibility rules, which deny benefits to workers who have not met minimum earnings requirements, exclude the very people who require help most and should be adjusted to provide for those with the highest need. On the other hand, Therese J. McGuire and David F. Merriman show that government help remains a valuable source of support during economic downturns. They find that during the most recent recession in 2001, when state budgets were stretched thin, legislatures resisted political pressure to cut spending for the poor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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