Springe zum Inhalt

Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.

Zurück zur Übersicht
Ergebnisse pro Seite: 20 | 50 | 100
im Aspekt "Lohnsubvention, Kombilohn"
  • Literaturhinweis

    Aktivierende Sozialhilfe 2006: das Kombilohn-Modell des ifo Instituts (2006)

    Sinn, Hans-Werner; Meister, Wolfgang; Ochel, Wolfgang; Werding, Martin ; Holzner, Christian ;

    Zitatform

    Sinn, Hans-Werner, Christian Holzner, Wolfgang Meister, Wolfgang Ochel & Martin Werding (2006): Aktivierende Sozialhilfe 2006. Das Kombilohn-Modell des ifo Instituts. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 59, H. 2, S. 6-27.

    Abstract

    "Am 26. Januar 2006 stellte das ifo Institut im Rahmen einer Bundespressekonferenz die aktualisierte Version des ifo Kombilohn-Modells 'Aktivierende Sozialhilfe' vor, das eine Alternative zum heutigen Lohnersatzmodell bietet. Das ifo-Modell eröffnet bei verringerten fiskalischen Kosten langfristig bis zu 3,2 Millionen gering qualifizierten Arbeitslosen neue Beschäftigungschancen. Das bisherige System existentsicherender Sozialleistungen, aktuell das Arbeitslosengeld II, schafft ein anhaltendes Hindernis für mehr Beschäftigung gering Qualifizierter. Grund dafür sind die relativ hohen Leistungen an erwerbsfähige Personen, die weiterhin arbeitslos sind, und die hohen Transferentzugsraten, die die Aufnahme einer regulären Beschäftigung bestrafen. Das ifo-Modell eröffnet einen gangbaren und finanzierbaren Weg, dieses Hindernis durch eine Umstrukturierung der staatlichen Lohnersatzleistungen zu Kombilöhnen zu beseitigen. Es beendet das derzeitige Konkurrenzverhältnis zwischen Sozialstaat und privaten Arbeitgebern und ermöglicht eine sozialpolitisch akzeptable Anpassung der deutschen Lohnstruktur, insbesondere der Löhne für gering Qualifizierte, an die internationale Lohnkonkurrenz." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Basic income reform in Germany: better gradualism than cold turkey (2006)

    Spermann, Alexander;

    Zitatform

    Spermann, Alexander (2006): Basic income reform in Germany. Better gradualism than cold turkey. (IZA discussion paper 2398), Bonn, 46 S.

    Abstract

    Der Beitrag plädiert für eine vorsichtige und schrittweise (gradualistische) Reform existierender Modelle der Grundsicherung, wie Arbeitslosengeld II und Einstiegsgeld, hin zu einem bedarfsorientiertem Kombilohnmodell. Empfängern von Arbeitslosengeld II sollten stärkere finanzielle Anreize geboten werden, mindestens 15 Stunden in der Woche zu arbeiten, damit sie ihren Arbeitslosenstatus aufgeben. Hierbei sollte die Bezugsdauer der Leistungen begrenzt sein und Einkommen aus Mini-, Midi- und Teilzeitarbeitsverhältnissen sollten bis zu einer relativen Armutsgrenze nicht angerechnet werden. Aufgrund unklarer Beschäftigungseffekte und steuerlicher Risiken wird von zusätzlichen finanziellen Anreizen durch eine abrupte Senkung des Leistungsniveaus abgeraten. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Der Kombilohn: Chancen, Gefahren und Erfahrungen aus Modellversuchen (2006)

    Spermann, Alexander;

    Zitatform

    Spermann, Alexander (2006): Der Kombilohn. Chancen, Gefahren und Erfahrungen aus Modellversuchen. In: Wirtschaftspolitische Blätter, Jg. 53, H. 2, S. 173-189.

    Abstract

    "In diesem Jahr startete die österreichische Bundesregierung einen Modellversuch zum Kombilohn. Kombi steht für die Kombination aus einem Einkommen, das in der Privatwirtschaft erzielt wird, und staatlichen Zuschüssen, die an den Arbeitnehmer und/ oder den Arbeitgeber gehen. In diesem Beitrag werden die Chancen und Risiken eines Kombilohnes herausgearbeitet sowie die wichtigsten Ergebnisse internationaler Modellversuche mit Vergleichsgruppen berichtet. Dabei wird zwischen zeitlich befristeten und zeitlich unbefristeten Kombilöhnen unterschieden. Es zeigt sich, dass die Ausgestaltung und die Implementation eines Kombilohnes von entscheidender Bedeutung für seine Erfolgswahrscheinlichkeit sind. Vor dem Hintergrund empirischer Erfahrungen mit Modellversuchen und der Unsicherheiten hinsichtlich des Umfangs zusätzlicher Beschäftigung wird für eine Kombination aus zeitlich befristeten Kombilöhnen für zukünftige bedürftige Langzeitarbeitslose und einem zeitlich unbefristeten Kombilohn (= Grundsicherung) nach dem Armutslückenkonzept plädiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Subventionierung von Beschäftigung im Niedriglohnbereich: ein Ausweg aus der Beschäftigungskrise? (2006)

    Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Steiner, Viktor (2006): Subventionierung von Beschäftigung im Niedriglohnbereich. Ein Ausweg aus der Beschäftigungskrise? In: Wirtschaftspolitische Blätter, Jg. 53, H. 2, S. 213-228.

    Abstract

    "Die Beschäftigung im Niedriglohnbereich wird in den USA und in Großbritannien schon seit längerem in Form so genannter 'Kombilohn'-Modelle ('in-work credits'), in Deutschland und in Österreich durch die Freistellung geringfügiger Beschäftigung von den Sozialbeiträgen subventioniert. Die Subventionierung geringfügiger Beschäftigung wurde jüngst durch die 'Mini Jobs'-Reform in Deutschland und die Einführung eines 'Dienstleistungsschecks' in Österreich ausgeweitet. Der Beitrag zeigt, dass (a) die Kombilohn-Modelle in den USA und Großbritannien zwar mit einer Zunahme der Beschäftigung von Alleinerziehenden verbunden waren, die Beschäftigung insgesamt aber nur in geringem Umfang erhöht haben; (b) die Übertragung dieser Kombilohn-Modelle auf Deutschland oder Österreich ohne grundlegende Reform der Steuer- und sozialen Sicherungssysteme nicht erfolgversprechend ist; (c) die 'Mini Jobs'-Reform in Deutschland kein effektives arbeitsmarktpolitisches Instrument ist und (d) durch die Einführung des 'Dienstleistungsschecks' in Österreich keine größeren Beschäftigungseffekte zu erwarten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Möglichkeiten und Grenzen von Kombilohnmodellen (2006)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (2006): Möglichkeiten und Grenzen von Kombilohnmodellen. In: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen Berlin (Hrsg.) (2006): Arbeitsplätze schaffen durch Kombilöhne? : Fachtagung, Berlin, 11. Mai 2006, S. 17-34.

    Abstract

    Bei der Diskussion um Kombilöhne wird häufig übersehen, dass es in Deutschland bereits verschiedene Kombilöhne in Form befristeter und unbefristeter Kombination von Transferbezug und Erwerbseinkommen gibt: Als unbefristete Modelle können die Hinzuverdienstmöglichkeiten von Empfängern des Arbeitslosengelds sowie Midi- und Mini-Jobs gelten; befristete Kombilohnelemente sind in der Entgeltsicherung für ältere Bezieher des Arbeitslosengelds I, befristetem Kinderzuschlag und Einstiegsgeld enthalten. "Wenn es also in der aktuellen Diskussion um den Kombilohn geht, steht nicht dessen Etablierung im Vordergrund, sondern eine Ausweitung der bereits vorhandenen unbefristeten oder befristeten Formen." Vier Aspekte sind dabei von besonderer Bedeutung: Arbeitsanreize, Beschäftigungsanreize für Unternehmen, Staatsausgaben und Verteilungsprobleme: Der Autor stellt fest, dass bei einer spürbaren Ausweitung des unbefristeten Zusatzverdiensts für Empfänger von Transferleistungen 'entweder viel Geld in die Hand genommen werden' müsse oder es müssten 'nennenswerte Armutseffekte akzeptiert werden'. Der Autor diskutiert verschiedene Ansätze, um gleichzeitig ein Existenzminimum zu gewährleisten und beschäftigungspolitische Impulse im Niedriglohnbereich zu setzen, und kommt zu dem Schluss: "Es ist offensichtlich, dass es kein Patentrezept zur Föderung der Niedriglohnbeschäftigung gibt. Aufgrund der anhaltend schwierigen Beschäftigungssituation wettbewerbsschwächerer Arbeitnehmer ist der Handlungsbedarf aber weiterhin groß. Wissenschaftliche Befunde legen nahe, dass einer Senkung des Abgabenkeils am unteren Ende der Lohnskala der Vorzug gegenüber flächendeckenden Subventionierungsprogrammen zu geben ist. Wenn man darüber hinaus niedrige Stundenlöhne fördern will, lassen fiskalische Erwägungen eher befristete als unbefristete Zuschüsse ratsam erscheinen. Aufgrund des in jedem Fall in Rechnung zu stellenden Finanzierungsbedarfs dürfen aber keine Beschäftigungswunder erwartet werden." (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Was leisten Kombilöhne? (2006)

    Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Weinkopf, Claudia (2006): Was leisten Kombilöhne? In: G. Sterkel, T. Schulten & J. Wiedemuth (Hrsg.) (2006): Mindestlöhne gegen Lohndumping : Rahmenbedingungen - Erfahrungen - Strategien, S. 80-103.

    Abstract

    In der Debatte darüber, durch welche Maßnahmen die Arbeitslosigkeit in Deutschland reduziert bzw. mehr Beschäftigung geschaffen werden könnte, spielen Kombilöhne eine herausragende Rolle. Je nachdem, ob die Beschäftigungshemmnisse eher auf der Angebots- oder der Nachfrageseite gesehen werden, zielen die vorgeschlagenen Subventionen vorrangig auf eine Erhöhung der finanziellen Anreize von Arbeitslosen oder auf eine Senkung der Arbeitskosten für die Unternehmen. Der Beitrag zieht eine Zwischenbilanz zu Potenzialen und Grenzen von Kombilöhnen. Unterschiedliche Varianten von Kombilöhnen werden vorgestellt, die Chronologie der Kombilohn-Debatte und -Umsetzung wird nachgezeichnet, und die Grundannahmen der Kombilohn-Befürworter sowie Grundsatzfragen werden diskutiert. Die Autorin zieht eine negative Bilanz des Kombilohnmodells: "Wer mehr Beschäftigung für formal gering Qualifizierte schaffen will, sollte nach unserer Einschätzung spezielle Maßnahmen für diese Gruppe entwickeln - nicht Kombilohn mit der Gießkanne einführen." Stattdesssen wird Qualifizierung als geeignete Strategie vorgeschlagen. Erst ein gesetzlicher Mindestlohn stellt nach Ansicht der Autorin eine Grundlage dar, um hierauf aufbauend finanzierbare Kombilohnmodelle zu entwickeln und umzusetzen. (IAB2)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Kombilöhne: kein Patentrezept für den Arbeitsmarkt (2006)

    Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Weinkopf, Claudia (2006): Kombilöhne: kein Patentrezept für den Arbeitsmarkt. In: Soziale Sicherheit, Jg. 55, H. 3, S. 98-103.

    Abstract

    "Seit einigen Monaten steht das Stichwort 'Kombilöhne' wieder verstärkt im Mittelpunkt von Überlegungen, wie in Deutschland mehr Beschäftigung geschaffen werden könnte. Die Bundesregierung will bis zum Herbst 2006 'die Einführung eines Kombilohnmodells durch Zusammenfassung der bestehenden Maßnahmen zur Lohnergänzung' prüfen - wieder einmal. Dabei hat es in Deutschland schon mehrere Ansätze und Modelle zum Kombilohn gegeben. Die bisher eher ernüchternden Erfahrungen bei der Erprobung solcher Ansätze werden aber in der jetzigen Diskussion kaum berücksichtigt. Wenig beachtet werden auch Modellrechnungen, die schon vor Jahren zu dem Ergebnis gekommen sind, dass die Beschäftigungswirkungen von Kombilöhnen eher gering, die Kosten aber - insbesondere bei einer flächendeckenden Einführung - sehr hoch wären. Welche Konzepte unter dem Stichwort 'Kombilohn' diskutiert werden, wie die zu erwartenden Beschäftigungswirkungen und Kosten eingeschätzt werden, was sich aus den Erfahrungen mit früheren Modellversuche lernen lässt und welche Risiken neuere Konzepte beinhalten, die Kombilöhne mit deutlichen Absenkungen von Transferleistungen für Arbeitslose kombinieren wollen, steht im Mittelpunkt dieses Beitrags." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Arbeitslosengeld II reformieren: Ein zielgerichtetes Kombilohnmodell: Expertise (2006)

    Abstract

    Nach Auffassung der Bundesregierung muss ein Kombilohnmodell sicherstellen, dass mehr Menschen als bisher die Möglichkeit auch zur Beschäftigung zu niedrigem Einkommen geboten wird, ohne dass die Löhne in den Bereich der Sittenwidrigkeit gedrückt werden. Der Sachverständigenrat kommt mit der Analyse dem Auftrag nach, eine Expertise zu dieser Thematik zu erstellen. In Deutschland arbeitet etwa ein Fünftel aller abhängig Beschäftigten im Niedriglohnbereich. Ein auf die Probleme des deutschen Arbeitsmarkts zugeschnittener Kombilohn muss als doppelte Zielsetzung a) die Stimulierung der Beschäftigung von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen sowie b) eine Sicherung des Mindesteinkommens miteinander vereinbaren. Die Kriterien, an denen sich der Reformvorschlag des Sachverständigenrates orientiert, werden erläutert. Darauf aufbauend wird ein aus drei Modulen bestehender Reformvorschlag entwickelt. Modul 1: Einführung einer Geringfügigkeitsschwelle bei den Hinzuverdienstmöglichkeiten; Modul 2: Absenkung des Regelsatzes für erwerbsfähige Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft und gleichzeitig Verbesserung der Hinzuverdienstmöglichkeiten für am ersten Arbeitsmarkt erzielte Erwerbseinkommen; Modul 3: Reform von Minijobs und Midijobs. Die Berechnungen eines mikroökonomischen Simulationsmodells zur Ermittlung der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die öffentlichen Haushalte kommen zu dem Schluss, dass die Absenkung des Leistungsniveaus bei Nichterwerbstätigkeit zentrales und unverzichtbares Element einer Reform sein muss, wenn man mit einem Kombilohnmodell die Arbeitsmarktchancen insbesondere von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen spürbar verbessern will. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Making work pay in a rationed labour market: the mini-job reform in Germany (2005)

    Bargain, Olivier ; Caliendo, Marco ; Orsini, Kristian; Haan, Peter;

    Zitatform

    Bargain, Olivier, Marco Caliendo, Peter Haan & Kristian Orsini (2005): Making work pay in a rationed labour market. The mini-job reform in Germany. (DIW-Diskussionspapiere 536), Berlin, 29 S.

    Abstract

    "To tackle mass unemployment and increase participation rates, the German government over recent years has mainly focused on supply side strategies, including 'making work pay' policies. The 2003 Mini-Job reform introduced an extended subsidy of social security contributions for low wage workers. In this paper, we evaluate the employment effects of this reform using a behavioural tax-benefit microsimulation model. Ex-ante micro policy evaluations based on labour supply models usually ignore involuntary unemployment. This leads to biased estimates of labour supply elasticities and erroneous predictions of the effects of the measure. This aspect is all the more important in a country like Germany, characterized by high unemployment. In this analysis we evaluate the employment effects of the Mini-Job reform by controlling for involuntary unemployment through a double-hurdle model. When focusing on the main labour force, we show that the Mini-Job reform has only a small positive effect on the extensive margin, which is outweighed by a reduction of working hours at the intensive margin." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Estimating the effects of a time-limited earnings subsidy for welfare-leavers (2005)

    Card, David ; Hyslop, Dean R.;

    Zitatform

    Card, David & Dean R. Hyslop (2005): Estimating the effects of a time-limited earnings subsidy for welfare-leavers. In: Econometrica, Jg. 73, H. 6, S. 1723-1770.

    Abstract

    "In the Self Sufficiency Project (SSP) welfare demonstration, members of a randomly assigned treatment group could receive a subsidy for full-time work. The subsidy was available for 3 years, but only to people who began working full time within 12 months of random assignment. A simple optimizing model suggests that the eligibility rules created an 'establishment' incentive to find a job and leave welfare within a year of random assignment, and an 'entitlement' incentive to choose work over welfare once eligibility was established. Building on this insight, we develop an econometric model of welfare participation that allows us to separate the two effects and estimate the impact of the earnings subsidy on welfare entry and exit rates among those who achieved eligibility. The combination of the two incentives explains the time profile of the experimental impacts, which peaked 15 months after random assignment and faded relatively quickly. Our findings suggest that about half of the peak impact of SSP was attributable to the establishment incentive. Despite the extra work effort generated by SSP, the program had no lasting impact on wages and little or no long-run effect on welfare participation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Lohnsubventionen: eine Möglichkeit für mehr legale Beschäftigung im haushaltsnahen Dienstleistungsbereich? (2005)

    Störmann, Wiebke; Radke, Petra;

    Zitatform

    Störmann, Wiebke & Petra Radke (2005): Lohnsubventionen. Eine Möglichkeit für mehr legale Beschäftigung im haushaltsnahen Dienstleistungsbereich? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 1/2, S. 39-45.

    Abstract

    "Der Beitrag untersucht im Rahmen eines haushaltsökonomischen Modells die Anreizprobleme einer legalen Beschäftigung im Bereich haushalts- und konsumbezogener Dienstleistungen sowie Ansatzpunkte zu deren Lösung. Dabei werden beide Marktseiten explizit modelliert und auch nicht-marktliche Aktivitäten berücksichtigt. Dies wird erreicht, indem zwei Haushaltstypen mit unterschiedlichen Produktivitäten einfache und qualifizierte Dienstleistungen produzieren und konsumieren. Es zeigt sich, dass Abgaben zur erheblichen Ausweitung schattenwirtschaftlicher Aktivitäten führen können. Als Ansatzpunkte zur Verminderung von Schwarzarbeit werden sowohl steuerpolitische Instrumente wie Steuersätze, Kontrollen und Strafen als auch Lohnsubventionen diskutiert. Dabei zeigt sich, dass insbesondere Lohnsubventionen legale Beschäftigung fördern können, sofern sie geeignet ausgestaltet sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Kombilohn oder Workfare?: zur Wirksamkeit zweier arbeitsmarktpolitischer Strategien (2003)

    Bonin, Holger ; Schneider, Hilmar; Kempe, Wolfram;

    Zitatform

    Bonin, Holger, Wolfram Kempe & Hilmar Schneider (2003): Kombilohn oder Workfare? Zur Wirksamkeit zweier arbeitsmarktpolitischer Strategien. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 51-67.

    Abstract

    "Das heutige System der sozialen Mindestsicherung verhindert in Deutschland die Ausbildung eines Niedriglohnsektors. Dies ist eine wesentliche Ursache für die hohe Arbeitslosigkeit Geringqualifizierter. Dieser Beitrag stellt zwei häufig genannte Maßnahmen zur Überwindung sozialstaatlicher Beschäftigungsschwellen einander gegenüber. Am Beispiel eines aktuellen, symptomorientierten Vorschlags für Lohnsubventionen durch Absenkung der Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung auf niedrige Einkommen wird gezeigt, dass Förderung kleiner Markteinkommen durch Kombilöhne die Erwerbsbeteiligung nur unwesentlich erhöht. Zugleich können Mitnahmeeffekte entstehen, mit denen unerwünschte Arbeitszeitwirkungen und hohe fiskalische Kosten verbunden sind. Ein alternativer, ursachenorientierter Ansatz ist die Senkung des sozialen Leistungsniveaus durch Workfare. Eine Abschätzung des Einkommenspotentials von Transferbeziehern auf Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels veranschaulicht, dass sich mit der Verpflichtung erwerbsfähiger Sozialhilfeempfänger zu sozial nützlicher Arbeit bei unverändertem Niveau der sozialen Mindestsicherung deutlich positive Beschäftigungseffekte erzielen lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Anreizwirkungen von Lohnsubventionen: welche Bedeutung haben sie für die aktuelle Reformdiskussion? (2003)

    Buslei, Hermann; Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Buslei, Hermann & Viktor Steiner (2003): Anreizwirkungen von Lohnsubventionen. Welche Bedeutung haben sie für die aktuelle Reformdiskussion? In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 94-108.

    Abstract

    "In dem Beitrag werden die grundlegenden Erscheinungsformen von Lohnsubventionen in Deutschland und deren Anreizeffekte dargestellt. In der wirtschaftspolitischen Diskussion werden meist nur die Anreizeffekte für die geförderten Gruppen betrachtet. Verdrängungs- und Mitnahmeeffekte führen jedoch dazu, dass die Beschäftigungseffekte in der Regel deutlich geringer ausfallen als die hypothetischen direkten Arbeitsangebots- bzw. Arbeitsnachfrageeffekte von Lohnsubventionen. Die meisten Simulationsstudien zu Lohnsubventionen in Deutschland weisen auf relativ geringe Beschäftigungseffekte hin. Dies ist zum einen auf spezifische institutionelle Regelungen in Deutschland, zum anderen auf eine relativ geringe Lohnelastizität des Arbeitsangebots im Niedriglohnbereich zurückzuführen. Eine deutliche Verbesserung der Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich erscheint in Deutschland ohne eine deutliche Reduktion des Sozialhilfeniveaus nur zu prohibitiv hohen fiskalischen Kosten möglich. Die Autoren diskutieren zwei aktuelle Reformschläge, die dieses Dilemma illustrieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich: keine Massenwirkung, aber eine individuelle Hilfe zu neuer Beschäftigung (2003)

    Czommer, Lars; Kalina, Thorsten; Vanselow, Achim;

    Zitatform

    Czommer, Lars, Thorsten Kalina & Achim Vanselow (2003): Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich. Keine Massenwirkung, aber eine individuelle Hilfe zu neuer Beschäftigung. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2003): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2002/2003, S. 37-46.

    Abstract

    Die in dem Bericht diskutierten Modelle basieren auf zeitlich befristeten Einkommensaufstockungen für Sozialhilfebeziehende nach Bundessozialhilfegesetz. Es wird erwartet, dass die Beschäftigten nach dem Auslaufen der Förderung ein bedarfsdeckendes Einkommen ohne weitere Zuschüsse erzielen, z. B. durch Stundenaufstockung, Höhergruppierung oder Veränderung der eigenen Lebenssituation. Es wird festgestellt, "dass die geringen Fallzahlen der erprobten Modelle den hohen Erwartungen an die Beschäftigungswirkungen von Einkommensbeihilfen an Beschäftigte einen empfindlichen Dämpfer versetzen. Die Erwartung, Betriebe würden in großem Umfang bislang unbesetzte Stellen melden, erfüllte sich nicht. Dies gilt umso mehr, als es sich bei den hier ausgewiesenen Fallzahlen um eine Obergrenze der Beschäftigungswirkung handelt. Mitnahmeeffekte, d. h. Beschäftigungsaufnahmen, die auch ohne die Förderung zu Stande gekommen wären, sind noch gar nicht berücksichtigt. Von den Modellen könnten bei bundesweiter Ausdehnung bestenfalls einige 10.000 Förderfälle erwartet werden, was gemessen an einer Zielgruppe von 2,2 Mio. Personen unter den Arbeitslosen und 146.000 erwerbstätigen Sozialhilfeempfängern gering erscheint. Die Bewertung wird allerdings dadurch erschwert, dass alle Modelle in einem ungünstigen konjunkturellen Umfeld erprobt wurden. Es wurden von Arbeitgeberseite wenig offene Stellen bereitgestellt, was jedoch eine Voraussetzung für den Erfolg der Modelle gewesen wäre. Da sich der neue Förderansatz spürbar von herkömmlichen Routinen der Arbeits- und Sozialverwaltung unterscheidet und Anlaufschwierigkeiten bewältigt werden müssen, benötigt die Umsetzung ausreichend Zeit, um den Verwaltungsalltag zu durchdringen. Betrachtet man die Wirkung auf der Mikroebene, sieht die Bilanz positiver aus. Eingliederungsbeihilfen können ein zusätzliches Instrument zur Förderung der Wiedereingliederung von Personen mit geringen Einkommenschancen sein, wenn die Zuschüsse auf den jeweiligen Einzelfall ausgerichtet sind. Eingliederungszuschüsse im Rahmen von Eingliederungsvereinbarungen können zur Beseitigung individueller Problemlagen beitragen, die zuvor eine Beschäftigungsaufnahme verhindert haben. Sofern komplexe Problemlagen im Einzelfall einer Arbeitsaufnahme entgegenstehen, erscheinen flankierende Maßnahmen erfolgversprechender als der isolierte Einsatz von finanziellen Zuschüssen." (IAB2)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    The impact of in-work benefits on poverty and household labour supply: a simulation study of Switzerland (2003)

    Gerfin, Michael ; Leu, Robert E.;

    Zitatform

    Gerfin, Michael & Robert E. Leu (2003): The impact of in-work benefits on poverty and household labour supply. A simulation study of Switzerland. (IZA discussion paper 762), Bonn, 34 S.

    Abstract

    "Income support for working low income families (the 'working poor') is on top of the political agenda in Switzerland. The current social assistance system is considered inadequate to support working poor households. Labour unions propose the introduction of a general minimum wage, whereas the Swiss government promotes in-work benefits. Based on a structural labour supply model this paper provides microsimulation results of the effects of introducing different schemes of in-work benefits. It turns out that adding a minimum hours requirement to the current social assistance system is the most cost-efficient reform. Minimum wages are ineffective in fighting poverty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Die bundesweite Umsetzung des Mainzer Modells im Jahr 2002 (2003)

    Hollederer, Alfons ; Rudolph, Helmut;

    Zitatform

    Hollederer, Alfons & Helmut Rudolph (2003): Die bundesweite Umsetzung des Mainzer Modells im Jahr 2002. (Forschungsverbund Evaluierung Mainzer Modell. Projektbrief 07), Bonn, 21 S.

    Abstract

    "Im Mainzer Modell können Beschäftigte einen Zuschuss zu den Sozialversicherungsbeiträgen und/oder einen Kindergeldzuschlag für maximal 36 Monate erhalten. Mit der bundesweiten Einführung zum 1. März 2002 wurden die Förderkonditionen geändert. Dieser Projektbrief informiert über die bundesweite Inanspruchnahme des Mainzer Modells und die Förderstrukturen. Der Berichtszeitraum dieses Projektbriefs erstreckt sich von März bis Dezember 2002. Er geht damit über die erste bundesweite Implementierungsphase hinaus, in der die Beurteilung der Förderstrukturen durch mögliche Sondereffekte besonders erschwert wird. Insgesamt haben sich in den ersten zehn Monaten seit der bundesweiten Ausdehnung zum 1. März 2002 gegenüber der vorherigen regional begrenzten Erprobung des Mainzer Modells keine bedeutsamen Änderungen ergeben. Der 'typische' Förderfall ist nach wie vor eine Frau im mittleren Alter mit mindestens einem minderjährigen Kind, die nach vorheriger Arbeitslosigkeit in Teilzeit arbeitet. Branchenschwerpunkte sind hingegen weiterhin kaum erkennbar. Überraschend ist allerdings der mit fast einem Drittel hohe Anteil Ostdeutschlands an allen Förderungen. Die Inanspruchnahme ist auch nach der bundesweiten Ausdehnung und nach der ersten Implementationsphase weiterhin sehr gering." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Lohnsubventionen in Deutschland: Wie sieht eine optimale Evaluierungsstrategie aus? (2003)

    Hujer, Reinhard; Caliendo, Marco ;

    Zitatform

    Hujer, Reinhard & Marco Caliendo (2003): Lohnsubventionen in Deutschland: Wie sieht eine optimale Evaluierungsstrategie aus? In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 109-123.

    Abstract

    "Lohnsubventionen werden als eine relativ flexible und effiziente Methode gesehen, um die Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitnehmern zu erhöhen und ihre Einkommens- und Beschäftigungschancen zu verbessern. Auch in Deutschland gewinnt die Förderung durch dieses Instrument aktiver Arbeitsmarktpolitik einerseits zunehmend an Bedeutung, wird andererseits aber auch kritisiert. Neben dem aus humankapitaltheoretischer Sicht fehlenden Weiterbildungsaspekt steht vor allem das Auftreten von Mitnahme-, Substitutions- und Verdrängungseffekten im Mittelpunkt der Kritik. Diese Effekte konterkarieren die erhoffte positive Wirkung von Lohnsubventionen und sind in der Regel schwer zu messen. Die Autoren skizzieren in dem Papier eine dreistufige Evaluierungsstrategie, bei der zunächst auf mikroökonomischer Ebene die Wirkung der Subvention auf den geförderten Arbeitnehmer untersucht wird. Anschließend steht die Arbeitsnachfrage im Vordergrund des Interesses, um Mitnahme- und Substitutionseffekte innerhalb eines Unternehmens zu ermitteln, bevor die Effekte auf gesamtwirtschaftlicher Ebene analysiert werden sollen. Die umfassende empirische Evaluation von Lohnsubventionen in Deutschland steht noch aus, da die dafür notwendigen Daten noch nicht zur Verfügung stehen. Sobald dies der Fall ist, kann eine Bewertung auf den drei angesprochenen Ebenen erfolgen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsförderung im Niedriglohnsektor (2003)

    Jahn, Elke ; Wiedemann, Eberhard;

    Zitatform

    Jahn, Elke & Eberhard Wiedemann (Hrsg.) (2003): Beschäftigungsförderung im Niedriglohnsektor. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 272), Nürnberg, 144 S.

    Abstract

    "Von der Bundesanstalt für Arbeit wurde am 18. November 2002 in Berlin eine Fachtagung 'Beschäftigungsförderung im Niedriglohnsektor' mit Vertretern aus Praxis, Wissenschaft und Politik durchgeführt. In der wissenschaftlichen und politischen Öffentlichkeit wird über die Sinnhaftigkeit einer dauerhaften Förderung des Niedriglohnsektors kontrovers diskutiert. Ziel war deshalb, Argumente aus Politik und Wissenschaft sowie Erfahrungen der Praxis aus Modellversuchen auszutauschen, ob und inwieweit die Subventionierung niedriger Einkommen für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose neue Wege in Beschäftigung eröffnet. Im Einführungsreferat 'Arbeit muss sich lohnen' wird ein neuer Ansatz zur Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich zur Diskussion gestellt, nämlich die Geringfügigkeitsschwelle als einen Grundfreibetrag zur Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge auszugestalten. Die Einnahmeausfälle der Sozialversicherung sollten dann durch eine Mehrwertsteuererhöhung ausgeglichen werden. Im ersten Themenblock werden volkswirtschaftliche Befunde diskutiert. Es wird versucht, die möglichen Beschäftigungspotenziale im Niedriglohnsektor zu identifizieren. Zu deren Erschließung wird das 'Workfare-System' als möglicher Weg vorgestellt. Ausgehend von einer Diagnose der Arbeitsmarktprobleme und einer Analyse bisheriger Ansätze zum Ausbau der Niedriglohnbeschäftigung wird in einem anderen Beitrag eine flächendeckende Subventionierung als fiskalpolitisch, ordnungspolitisch und ökonomisch nicht vertretbar abgelehnt. Vielmehr wird ein Mix aus unterschiedlichen Ansätzen vorgeschlagen bis hin zu einem Umbau des Steuer- und Transfersystems. In Statements aus Sicht des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände werden gegensätzliche Auffassungen zu einigen Lösungsansätzen erkennbar. Der zweite Themenblock befasst sich mit Ergebnissen und Erkenntnissen aus Modellversuchen. Aus einer Bewertung bisher in Deutschland erprobter Kombilohn-Modelle wird gefolgert, dass noch kein empirischer Beleg erbracht werden konnte, dass ein Kombilohn zu einem nennenswerten Aufbau von Beschäftigung führt. Die Ergebnisse der Evaluation des 'Einstiegsgeldes' in Baden-Württemberg und des 'Hessischen Kombilohnes' mit einem Kontrollgruppendesign weisen nach, dass die Teilnehmer größere Chancen für eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt haben. Derartige Lösungen können jedoch nur ein Baustein für eine beschäftigungsfreundliche Arbeitsmarktpolitik sein, die hohe Arbeitslosigkeit bei Geringqualifizierten insgesamt nicht beseitigen. Die Erfahrungsberichte zum 'Mainzer Modell', zum 'Hamburger Modell' und zum 'PLUSLohn Duisburg' lassen auf der Bruttoebene erkennen, dass eine eindeutige Zielgruppenfokussierung verbunden mit großem Engagement bei der Umsetzung Erfolg versprechend sind, große Beschäftigungseffekte aber nicht erwartet werden dürfen. In den Fazits aus Sicht der Politik und der Wissenschaft wird der Versuch unternommen, aus den Vorträgen und der Diskussion Gemeinsamkeiten in den Standpunkten und weiterhin bestehende Divergenzen aufzuzeigen sowie Handlungsempfehlungen abzuleiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Jahn, Elke ;
    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Kombilöhne: Stand und Perspektiven (2003)

    Kaltenborn, Bruno;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno (2003): Kombilöhne: Stand und Perspektiven. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 124-132.

    Abstract

    "Mit verschiedenen regionalen und nationalen Zuschüssen an Arbeitnehmer (Kombilöhne) sollen in den letzten Jahren verstärkt Personen mit geringem Verdienstpotenzial zur Aufnahme oder Ausübung einer Beschäftigung motiviert werden. Zu den Zielgruppen gehören je nach Förderkonzept insbesondere Langzeitarbeitslose, Sozialhilfeempfänger und/oder gering Qualifizierte. Tatsächlich werden Kombilöhne oftmals von allein Erziehenden in Anspruch genommen. Insgesamt ist die Inanspruchnahme gemessen an den arbeitsmarktpolitischen Problemen bisher gering. Über Mitnahmeeffekte liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Ein empirischer Beleg, dass ein Kombilohn in Deutschland zu einem nennenswerten Aufbau von Beschäftigung führt, konnte noch nicht erbracht werden. Die intensive Nutzung bestehender regionaler Spielräume für die Erprobung von Kombilöhnen möglichst unterschiedlicher Ausgestaltung erscheint nach wie vor zweckmäßig." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Active labour market policy vs employment tax credits: lessons from recent UK reforms (2002)

    Blundell, Richard ; Meghir, Costas ;

    Zitatform

    Blundell, Richard & Costas Meghir (2002): Active labour market policy vs employment tax credits. Lessons from recent UK reforms. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2002,01), Uppsala, 27 S.

    Abstract

    In dem Beitrag werden die Wirkungen zweier Programme für Niedrigqualifizierte in Großbritannien untersucht, nämlich individuelle Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik (New Deal-Programm) und das Konzept der negativen Einkommensteuer. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Household labor supply effects of low-wage subsidies in Germany (2002)

    Bonin, Holger ; Kempe, Wolfram; Schneider, Hilmar;

    Zitatform

    Bonin, Holger, Wolfram Kempe & Hilmar Schneider (2002): Household labor supply effects of low-wage subsidies in Germany. (IZA discussion paper 637), Bonn, 17 S.

    Abstract

    In dem Beitrag wird für drei Modelle von Lohnsubventionen im Niedriglohnbereich simuliert, welche Auswirkungen sie auf das Arbeitsangebot von Ehepartnern hätten. In allen Fällen werden nur geringe Beschäftigungseffekte nachgewiesen. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Lohnsubventionen für Niedrigverdiener?: eine Kritik an neueren Reformvorschlägen zur Sozialhilfe (2002)

    Breyer, Friedrich;

    Zitatform

    Breyer, Friedrich (2002): Lohnsubventionen für Niedrigverdiener? Eine Kritik an neueren Reformvorschlägen zur Sozialhilfe. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 82, H. 4, S. 208-211.

    Abstract

    "Der Beitrag befasst sich ausschließlich mit dem deutschen Sozialhilfesystem und identifiziert Ungereimtheiten in der Argumentation von dessen Kritikern: Zum einen wird gezeigt, dass die Kritik am bestehenden Sozialhilfe-System in wichtigen Punkten nicht als Kritik an der Rechtslage, sondern allenfalls an der mangelnden Konsequenz der Umsetzung zu deuten ist. Zum anderen wird gezeigt, dass der Reformvorschlag des ifo-Instituts auf einer Inkonsistenz bezüglich einer wichtigen Informationsannahme beruht und das zudem die ausdrücklich genannten Ziele mit anderen, schon lange diskutierten Maßnahmen besser erreicht werden könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Einstiegsgeld in Baden-Württemberg: Schlussbericht (2002)

    Dann, Sabine; Spermann, Alexander; Volkert, Jürgen ; Kirchmann, Andrea;

    Zitatform

    Dann, Sabine, Andrea Kirchmann, Alexander Spermann & Jürgen Volkert (2002): Einstiegsgeld in Baden-Württemberg. Schlussbericht. Stuttgart, 108 S.

    Abstract

    "Der Schlussbericht gibt einen Gesamtüberblick über den Modellversuch. Im zweiten Kapitel werden die wichtigsten Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Modellversuch zusammengefasst und Schlussfolgerungen gezogen. Die Idee und die Grundkonzeption des Einstiegsgeldes sowie die Erfahrungen in der Praxis sind Gegenstand des dritten Kapitels. Im vierten Kapitel wird Bilanz gezogen, indem der Modellversuch in zwei Untersuchungsschritten analysiert wird. Zunächst werden die Teilnehmer am Modellversuch anhand verschiedener Merkmale beschrieben, anschließend steht der Beschäftigungsstatus der Hilfeempfänger nach dem Einstiegsgeld im Mittelpunkt der Untersuchung. In einem zweiten Schritt werden die Beschäftigungswirkungen des Einstiegsgeldes mittels Vergleich von Programm- und Kontrollgruppen am Beispiel der Städte Mannheim und Freiburg untersucht. Ein Leitfaden zur Einführung des Einstiegsgeldes und zur Durchführung von Modellversuchen ist Gegenstand des fünften Kapitels. Im sechsten Kapitel wird das Einstiegsgeld- Konzept in die aktuelle Reformdiskussion eingeordnet, wobei der Vergleich mit dem Mainzer Modell den Schwerpunkt bildet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Modellversuch "Hessischer Kombilohn": wissenschaftliche Begleitforschung des hessischen Modellversuchs. Kurzfassung (2002)

    Dann, Sabine; Volkert, Jürgen ; Kirchmann, Andrea; Spermann, Alexander;

    Zitatform

    Dann, Sabine, Andrea Kirchmann, Alexander Spermann & Jürgen Volkert (2002): Modellversuch "Hessischer Kombilohn". Wissenschaftliche Begleitforschung des hessischen Modellversuchs. Kurzfassung. Tübingen, 24 S.

    Abstract

    Der Modellversuch 'Hessischer Kombilohn' wurde von der Hessischen Landesregierung mit der Erwartung gestartet, zusätzliche Beschäftigungspotenziale im Niedriglohnsektor zu aktivieren. Ziel des Modellversuchs war es, die Erfolgsbedingungen für die Implementierung finanzieller Anreize für Sozialhilfeempfänger herauszufinden. Das zentrale Ergebnis des Modellversuchs ist, dass der 'Hessische Kombilohn' sowohl erfolgreich als auch nicht erfolgreich sein kann. Dabei hängt der Erfolg entscheidend von der Implementation vor Ort ab. Am Beispiel des Landkreises Fulda konnte der Nachweis erbracht werden, dass der 'Hessische Kombilohn' bei professioneller Implementierung und guter Arbeitsmarktlage zu positiven Beschäftigungseffekten im Vergleich zu einer vom Einstiegsgeld ausgeschlossenen Kontrollgruppe führen kann. Finanzielle Anreizinstrumente wie das Einstiegsgeld im Rahmen des Modellversuchs 'Hessischer Kombilohn' können somit einen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungssituation bestimmter Zielgruppen leisten. Das Anreizinstrument Einstiegsgeld ist dabei lediglich eines von vielen Instrumenten im Bereich der kommunalen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Der Modellversuch 'Hessischer Kombilohn' ist nur für eine sehr kleine, eng abgegrenzte Zielgruppe umgesetzt worden, da die Sozialämter mit ihren laufenden Aktivitäten bereits voll ausgelastet waren; dabei zielte das Einstiegsgeld auf die Erhöhung der Beschäftigung durch die Ausweitung des Arbeitsangebots. Eine Beschäftigungsausweitung in großem Umfang ist durch dieses Konzept jedoch nur möglich, wenn die Reallöhne nach unten flexibel sind. Als Alternative zu Einkommenssubventionen wird für Subventionen der Arbeitgeber plädiert. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Kombilöhne im internationalen Vergleich: eine Expertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (2002)

    Kaltenborn, Bruno; Pilz, Lars;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno & Lars Pilz (2002): Kombilöhne im internationalen Vergleich. Eine Expertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. (IAB-Werkstattbericht 10/2002), Nürnberg, 63 S.

    Abstract

    Mit Kombilöhnen - an die Aufnahme oder die Ausübung einer abhängigen Erwerbstätigkeit gekoppelte staatliche Transfers an Beschäftigte - sollen speziell Personen mit geringem Verdienstpotenzial zur Aufnahme oder Ausübung einer Beschäftigung motiviert werden. In der Expertise wird die Ausgestaltung verschiedener befristeter und dauerhafter Kombilohn-Konzepte beschrieben und verglichen. Insgesamt wird deutlich, dass in den USA, Großbritannien und Irland bereits seit langem eine flächendeckende Bezuschussung von Geringverdienern mit unbefristeten Kombilöhnen vorherrscht. Damit werden oftmals neben arbeitsmarktpolitischen auch verteilungspolitische Ziele verfolgt. Demgegenüber überwiegen bei den kontinentaleuropäischen Staaten befristete Kombilöhne zur Förderung spezifischer Problemgruppen des jeweiligen Arbeitsmarktes. (IAB2)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Kann die Einführung des Kombilohns die Lage am Arbeitsmarkt nachhaltig verbessern? (2002)

    Klös, Hans-Peter; Steiner, Viktor; Schäfer, Holger; Walwei, Ulrich ; Dann, Sabine; Rosemann, Martin;

    Zitatform

    Klös, Hans-Peter, Holger Schäfer, Viktor Steiner, Ulrich Walwei, Sabine Dann & Martin Rosemann (2002): Kann die Einführung des Kombilohns die Lage am Arbeitsmarkt nachhaltig verbessern? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 55, H. 4, S. 5-18.

    Abstract

    "Nach dem "Mainzer Modell" erhalten Bezieher von niedrigen Erwerbseinkommen bei Neuaufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung Zuschüsse zu ihren Sozialversicherungsbeiträgen. Nach Meinung von Dr. Hans-Peter Klös und Holger Schäfer, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, wird dies kaum zu größeren Beschäftigungseffekten führen. Für Viktor Steiner, CESifo, sind sogar negative Beschäftigungseffekte des Mainzer Modells nicht auszuschließen. Dr. Ulrich Walwei, IAB, warnt "vor dem Einstieg in eine flächendeckende und massige Lohnsubventionierung bei einem ansonsten unveränderten Steuer- und Transfersystem". Sabine Dann und Martin Rosemann, IAW, Tübingen, plädieren für die Kombination von Zuschüssen mit einem Einstiegsgeld." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Expertise zur Frage des Zusammenwirkens von Niedrigeinkommen, Sozialhilfe und Mainzer Modell im Verhältnis zum Paritätischen Grundsicherungsvorschlag (2002)

    Martens, Rudolf;

    Zitatform

    Martens, Rudolf (2002): Expertise zur Frage des Zusammenwirkens von Niedrigeinkommen, Sozialhilfe und Mainzer Modell im Verhältnis zum Paritätischen Grundsicherungsvorschlag. Frankfurt am Main, 19 S.

    Abstract

    Die Expertise vergleicht die beschäftigungspolitischen Instrumente Sozialhilfe, Mainzer Modell und Paritätischer Grundsicherungsvorschlag. Die konzeptionellen Unterschiede bezüglich Konstruktion, Verwaltungsaufwand, Arbeitsanreiz, sowie Durchschaubarkeit und Klarheit der Anrechnungsregeln werden herausgearbeitet. Das Konzept des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sieht vor, dass Leistungen für Arbeitslose vom Arbeitsamt, für Rentner von der Rentenversicherung und für Kinderreiche vom Finanzamt ausgezahlt werden, und dass die Finanzierung nicht mehr wie bisher von den Kommunen übernommen wird, sondern in wesentlichen Teilen vom Bundeshaushalt. Das Grundsicherungsniveau liegt dabei bei allen Haushaltskonstellationen 11 bis 16 Prozent höher als das Sozialhilfeniveau. Bei Erwerbstätigkeit wird ein pauschalierter Mehrbedarfszuschlag und ein Freibetrag auf Erwerbseinkünfte von 20 Prozent gewährt. Im Unterschied zur Sozialhilfe und dem Mainzer Modell ergibt sich eine "glatte" Einkommenskurve ohne Sprungstellen und Degressionsbereiche. Fazit: "Die Anrechnungsregeln von Erwerbseinkommen führen bei der Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt) und im Falle des Mainzer Modells in Kombination mit Sozialhilfe zu schwerwiegenden Fehlanreizen: Bei der Sozialhilfe lohnen sich nur geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, beim Mainzer Modell nur versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in der Nähe der Geringfügigkeitsgrenze, was faktisch auf eine Förderung von Teilzeitarbeit hinausläuft. Das Paritätische Grundsicherungsmodell ist frei von solchen Fehlanreizen; insgesamt ist die Freibetragslösung zusammen mit den familienpolitischen Komponenten eine denkbar schlanke Form eines Kombilohnmodells, das ohne weiteren Verwaltungsaufwand auskommt." (IAB2)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Unemployment vouchers versus low-wage subsidies (2002)

    Orszag, J. Michael; Snower, Dennis J.;

    Zitatform

    Orszag, J. Michael & Dennis J. Snower (2002): Unemployment vouchers versus low-wage subsidies. (IZA discussion paper 537), Bonn, 43 S.

    Abstract

    "The paper examines the relative effectiveness of two policy proposals in reducing unemployment and working poverty: unemployment vouchers and low-wage subsidies. The unemployment vouchers are targeted exclusively at the unemployed (especially the longterm unemployed) and are provided only for a limited period of time. The low-wage subsidies, on the other hand, are granted to all low-wage earners regardless of their employment history and are of limitless duration. Our analysis indicates that the relative effectiveness of the two policies depends on workers' prospective wage growth. The more upwardly mobile workers are (i.e. the more their wages rise with employment duration), the more effective will unemployment vouchers be relative to low-wage subsidies. Conversely, the greater the danger that workers come to be trapped in dead-end jobs with flat wage profiles, the more effective will low-wage subsidies be relative to unemployment vouchers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Beschäftigungspotenziale einer dualen Förderstrategie im Niedriglohnbereich (2002)

    Schneider, Hilmar; Kempe, Wolfram; Bonin, Holger ; Haisken-DeNew, John; Zimmermann, Klaus F. ; Brenke, Karl;

    Zitatform

    Schneider, Hilmar, Klaus F. Zimmermann, Holger Bonin, Karl Brenke, John Haisken-DeNew & Wolfram Kempe (2002): Beschäftigungspotenziale einer dualen Förderstrategie im Niedriglohnbereich. (IZA research report 05), Bonn, 82 S.

    Abstract

    "Arbeitssuchende, die am Markt nur einen relativ geringen Lohn erzielen können, sehen sich zunehmenden Schwierigkeiten bei der Integration in den Arbeitsmarkt ausgesetzt. Vor allem gering Qualifizierte und Ältere weisen eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit auf. Häufig wird in der Förderung eines Niedriglohnbereichs die Chance gesehen, Arbeit und Erwerbseinkommen für die Problemgruppen bereit zu stellen.
    Im Hinblick auf technischen Wandel und internationalen Wettbewerb sind die Arbeitskosten gering qualifizierter Arbeit tendenziell zu hoch. Eine Unterstützung der Nachfrageseite durch staatliche Hilfen kann dazu beitragen, Zeit für Anpassungsreaktionen zu gewinnen, so dass sich nach einer Übergangszeit ein Niedriglohnbereich etabliert, der auf Dauer rentabel ist und keiner Stützung mehr bedarf.
    Als wichtiges Hemmnis für die Beschäftigungsfähigkeit von gering Qualifizierten und Älteren kann ebenso das System der sozialen Sicherung angesehen werden. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist für Personen relativ unattraktiv, deren am Markt erzielbare Löhne nicht hinreichend weit über ihrem Transferanspruch aus Arbeitslosenunterstützung oder Sozialhilfe liegen. Das verfügbare Einkommen steigt durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nur unwesentlich an, da das Erwerbseinkommen fast vollständig auf die Transferansprüche angerechnet wird. Eine gezielte staatliche Förderung wird als ein Weg betrachtet, die bei Erwerbsaufnahme geltenden hohen Anrechnungsregeln des Transfersystems zu modifizieren und deutliche Einkommenssteigerungen zu bewirken. Darüber hinaus kann auf diese Weise der Anreiz zur Ausübung von Schwarzarbeit reduziert werden.
    Das IZA hat in einem Gutachten für die nordrhein-westfälische Landesregierung einen Modellvorschlag untersucht, der im Sinne eines dualen Konzepts eine Stimulierung sowohl der Angebots- als auch der Nachfrageseite des Arbeitsmarkts vorsieht. Insofern unterscheidet sich dieses Konzept von den derzeit in der Diskussion oder Erprobung befindlichen Kombilohn-Vorschlägen. Zum einen sollen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage durch eine die Lohnnebenkosten senkende Förderung der Beiträge zur Sozialversicherung erhöht werden. Zum anderen ist eine spezielle Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen in Form steuerlicher Begünstigungen vorgesehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Kombilohn: Die Magdeburger Alternative (2002)

    Schöb, Ronnie ; Weimann, Joachim ;

    Zitatform

    Schöb, Ronnie & Joachim Weimann (2002): Kombilohn: Die Magdeburger Alternative. (Universität Magdeburg, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Diskussionspapiere 18), Magdeburg, 15 S.

    Abstract

    'Arbeit muss sich wieder lohnen, will man die arbeitsfähigen Hilfebedürftigen wieder in den Arbeitsmarkt integrieren', so die Idee, die hinter dem Mainzer Kombilohnmodell steht. Auch beim dem 'Münchener Modell' (Ifo-Vorschlag) wird auf eine Subvention des Nettolohnes abgestellt, doch sind die Anreizwirkungen wesentlich höher. Die Autoren gehen davon aus, dass beide Modelle auf einer falschen Diagnose der Arbeitsmarktmisere gründen, weil übersehen wird, dass die Arbeitslosigkeit gering qualifizierter Menschen in Deutschland Ursachen auf beiden Seiten des Marktes hat: Die Angebotsseite hat ein Anreizproblem und die Nachfrageseite ist mit zu hohen (Mindest-) Bruttolohnkosten konfrontiert. Ein Kombilohnmodell kann in Deutschland deshalb nur dann zu einer spürbaren Wiederbelebung des Arbeitsmarktes für Geringqualifizierte führen, wenn es Arbeit einerseits wieder attraktiv und andererseits billiger macht. Hierauf setzt die Magdeburger Alternative. Diese beruht auf einem 4-Punkte-Plan: 1. Bruttolohnsubvention in Höhe der Sozialversicherung; 2. Besteuerung des Nichtstuns für die, die nicht arbeiten wollen; 3. Maßnahmen, um eine Verdrängung von Beschäftigten auf regulären Arbeitsplätzen zu verhindern, sowie 4. die unbefristete Hilfe zur Arbeit (Lohnsubvention). Es wird dafür plädiert, dass als flankierende Maßnahmen neben der Reform der Arbeitsverwaltung und dem Einsatz kommunaler Beschäftigungsgesellschaften im nicht tariflich geregelten Raum zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten erschlossen werden sollen. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Aktivierende Sozialhilfe: Ein Weg zu mehr Beschäftigung und Wachstum (2002)

    Sinn, Hans-Werner; Holzner, Christian ; Meister, Wolfgang; Werding, Martin ; Ochel, Wolfgang;

    Zitatform

    Sinn, Hans-Werner, Christian Holzner, Wolfgang Meister, Wolfgang Ochel & Martin Werding (2002): Aktivierende Sozialhilfe: Ein Weg zu mehr Beschäftigung und Wachstum. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 55, H. 9, S. 1-52.

    Abstract

    "Der Sozialstaat wurde geschaffen, die Fehlfunktionen des Arbeitsmarktes zu korrigieren und mehr soziale Gerechtigkeit herzustellen, als es der Markt vermag. Aber der Sozialstaat trägt seinerseits zu den sichtbaren Defekten des Arbeitsmarktes bei. Besonders problematisch ist die heutige Sozialhilfe, weil sie eine feste Lohnuntergrenze in das Tarifsystem einzieht. Kaum jemand ist bereit, zu einem Lohn unterhalb der Sozialhilfe zu arbeiten. Andererseits stellt kein Unternehmen jemanden ein, dessen Lohn höher ist als die Wertschöpfung, die er zu leisten vermag. Arbeitslosigkeit im Niedriglohnbereich ist die Folge. Das ifo Institut zeigt einen Weg auf, die problematischen Implikationen der Sozialhilfe zu vermeiden und den Arbeitsmarkt im Niedriglohnbereich wieder funktionsfähig zu machen. Im Wesentlichen geht es darum, denjenigen, die durch ihre eigene Arbeit kein hinreichendes Einkommen verdienen können, durch Lohnergänzungsleistungen statt durch Lohnersatzleistungen zu helfen. Die Bedingung für die staatliche Hilfe ist also, dass man gemäß der eigenen Leistungsfähigkeit selbst einen Beitrag leistet. Die Bedingung ist nicht mehr, wie es heute der Fall ist, dass man sich aus dem regulären Arbeitsmarkt zurückzieht. Durch diese Änderung der Bedingung für staatliche Hilfe kämen die Löhne im Niedriglohnbereich ins Rutschen, und es würde für Unternehmen und private Haushalte attraktiv, neue Jobs zu schaffen. Der Vorschlag ist so austariert, dass für den Staat keine zusätzliche Lasten entstehen und dass ehemalige Sozialhilfeempfänger trotz der Lohnsenkung bereits bei einer Halbtagsbeschäftigung in der Summe aus selbst verdientem Lohn und staatlicher Unterstützung mehr Einkommen erzielen, als sie heute an Sozialhilfe erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Das Mainzer Kombilohn-Modell zur Verbesserung von Arbeitsanreizen - ein Placebo für gering Qualifizierte? (2002)

    Spermann, Alexander;

    Zitatform

    Spermann, Alexander (2002): Das Mainzer Kombilohn-Modell zur Verbesserung von Arbeitsanreizen - ein Placebo für gering Qualifizierte? In: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jg. 52, H. 2, S. 189-198.

    Abstract

    Der Beitrag ist Teil des Wirtschaftspolitischen Forums "Zur Lage auf dem Arbeitsmarkt: Reformvorschläge in der Diskussion". Der Autor kritisiert, dass das Mainzer Kombilohn-Modell administrativ sehr aufwändig und die Anreizwirkung wenig durchdacht ist. Er schlägt stattdessen einen zeitlich befristeten Verzicht auf Sozialabgaben im Niedrigeinkommensbereich vor. Diese Lösung wäre unbürokratischer und damit kostengünstiger bei gleichen finanziellen Anreizeffekten. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Kombilohn - ein neuer Weg zu mehr Beschäftigung? (2002)

    Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich (2002): Kombilohn - ein neuer Weg zu mehr Beschäftigung? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 82, H. 2, S. 82-91.

    Abstract

    "Von der Politik wird gegenwärtig das Mainzer Modell favorisiert. Ab 1.1.2002 wurde es auf ganz Rheinland-Pfalz ausgedehnt, vorgesehen ist inzwischen eine darüber hinausgehende Ausweitung auf das gesamte Bundesgebiet ab 1.3.2002." Der Autor setzt sich mit den Ursachen der Arbeitslosigkeit auseinander und zeigt Ansatzpunkte im Niedriglohnsektor auf. Er geht der Frage nach, ob Lohnsubventionierung ein geeignetes Instrument zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist. Im Fazit wird deutlich, dass eine stärkere Lohndifferenzierung zur Erschließung arbeitsintensiver Produkte und Dienstleistungen beitragen kann. "Würde diese realisiert, könnten sich zumindest für den leistungsfähigeren Teil der wettbewerbsschwächeren Arbeitnehmer Einstiegs- und Dauerpositionen ergeben. Gleichzeitig soll aber - anders als in den USA - Niedriglohnarmut unter Geringverdienern vermieden sowie fiskalische Risiken mit Blick auf die mittel- und längerfristig notwendige Konsolidierung öffentlicher Haushalte erst gar nicht entstehen. Dadurch kommt es zu einem nur schwer auflösbaren Zielkonflikt: Großzügige Hilfe- und Lohnersatzleistungen auf der einen Seite und wirksame Arbeitsanreize auf der anderen Seite sind mit Blick auf die Erschließung eines niedrig produktiven Beschäftigungssektors inkompatible Ziele. Um den Zielkonflikt zumindest zu entschärfen, erscheint ein beschäftigungsorientierter Umbau des Steuer- und Transfersystem unumgänglich, bei dem folgende Eckpunkte zu berücksichtigen wären:
    -Verkleinerung des zu groß gewordenen Keils zwischen Arbeitskosten und Nettolohn durch weitere Steuer- und Abgabesenkungen;
    -striktere Ausrichtung der Transferleistungen an Bedürftigkeitskriterien in Kombination mit
    -wirksamen Anreizen zu einer noch stärkeren Eigenverantwortung in der sozialen Sicherung. Eine solche Reform würde einen Beitrag dazu leisten können, die Tarifpolitik von verteilungspolitischen Aufgaben zu entlasten und damit Voraussetzungen für eine behutsame Lohnspreizung nach unten zu schaffen." (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Förderung der Beschäftigung von gering Qualifizierten: Kombilöhne als Dreh- und Angelpunkt? (2002)

    Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Weinkopf, Claudia (2002): Förderung der Beschäftigung von gering Qualifizierten: Kombilöhne als Dreh- und Angelpunkt? (Gesprächskreis Arbeit und Soziales), Bonn, 64 S.

    Abstract

    "Die Expertise gliedert sich wie folgt: Im Anschluss an eine kurze Analyse der Arbeitsmarktsituation von formal gering Qualifizierten (Teil 2) wird in Teil 3 analysiert, welche Personen im Allgemeinen als Zielgruppe von Kombilöhnen angesehen werden. In Teil 4 werden sowohl vorliegende Vorschläge zur Förderung der Beschäftigung dieser Gruppen als auch die laufenden Modellversuche und Programme skizziert und eine Zwischenbilanz der bisherigen Erfahrungen gezogen. In Teil 5 wird gezeigt, dass vermeintlich 'einfache' Dienstleistungen bei genauerer Betrachtung oftmals keineswegs nur geringe Qualifikationsanforderungen stellen. Im abschließenden Teil 6 wird anknüpfend an die voran gegangenen Ausführungen dafür plädiert, von der Hoffnung auf einfache Lösungen Abstand zu nehmen. Nicht Kombilöhne mit der Gießkanne, sondern umfassende bildungspolitische Anstrengungen sind der zentrale Dreh- und Angelpunkt zum Abbau der Arbeitslosigkeit in Deutschland - eingebettet in ein Bündel wirtschaftspolitischer Maßnahmen zur Ausweitung der Beschäftigung insgesamt. Hiervon könnten auch formal gering Qualifizierte profitieren. Kurzfristig geht an differenzierten Wiedereingliederungsstrategien, die auf eine Kombination von Profiling und Entwicklungsplänen mit der Nutzung unterschiedlicher arbeitsmarktpolitischer Instrumente setzen, kein Weg vorbei." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Reform des Sozialstaats für mehr Beschäftigung im Bereich gering qualifizierter Arbeit (2002)

    Zitatform

    (2002): Reform des Sozialstaats für mehr Beschäftigung im Bereich gering qualifizierter Arbeit. (BMWi-Dokumentation 512), Berlin, 63 S.

    Abstract

    Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie diskutiert Möglichkeiten der Umgestaltung der sozialen Schutzsysteme des Sozialstaats, speziell der staatlichen Sozialhilfe. Als ihr Problem wird der Effekt benannt, dass leistungsschwächeren Mitgliedern der Gesellschaft der Weg in den Arbeitsmarkt erschwert wird, weil der mit der Arbeitsaufnahme verbundene Wegfall der Leistungen wie eine Bestrafung der Arbeitsaufnahme wirke und weil die Schaffung einer ausreichenden Anzahl von Arbeitsplätzen insbesondere für gering Qualifizierte durch die staatlichen Alternativeinkünfte behindert werde, da diese zu allzu hohen Anspruchslöhnen der Betroffenen führten. Unter Berücksichtigung von Erfahrungen deutscher Modellversuche und aus den angelsächsischen Ländern werden Vorschläge für eine Modifizierung der staatlichen Sozialhilfe und für eine Förderung der Beschäftigung im Bereich der gering qualifizierten Arbeit unterbreitet. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Kombilöhne in Deutschland: eine systematische Übersicht (2001)

    Kaltenborn, Bruno;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno (2001): Kombilöhne in Deutschland. Eine systematische Übersicht. (IAB-Werkstattbericht 14/2001), Nürnberg, 58 S.

    Abstract

    In den letzten Jahren wurden in Deutschland verschiedene Kombilohnmodelle umgesetzt, durch die Arbeitskräfte zur Annahme gering vergüteter Arbeitsplätze motiviert werden sollen. In dem Beitrag wird zunächst die Entwicklung der Arbeitslosigkeit von Personen skizziert, bei denen aufgrund niedriger Stundenentgelte ein eher geringes Verdienstpotenzial vermutet werden kann. Dies betrifft vor allem formal gering qualifizierte Arbeitslose und Langzeitarbeitslose. Anschließend wird die Ausgestaltung bisher umgesetzter Kombilohnmodelle beschrieben. Danach werden Niveau und Struktur der bisherigen Inanspruchnahme behandelt. Im Resümee wird festgestellt, dass es bislang keinen empirischen Beleg dafür gibt, dass eines der skizzierten regional begrenzt umgesetzten Förderkonzepte bei einer flächendeckenden Einführung einen nennenswerten Beitrag zum Aufbau von Beschäftigung leisten könnte. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Beschäftigungseffekte und fiskalische Kosten von Lohnsubventionen im Niedriglohnbereich (2000)

    Buslei, Hermann; Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Buslei, Hermann & Viktor Steiner (2000): Beschäftigungseffekte und fiskalische Kosten von Lohnsubventionen im Niedriglohnbereich. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 1, S. 54-67.

    Abstract

    "In dem Beitrag werden die grundlegenden Erscheinungsformen und Effekte von Lohnsubventionen skizziert und die wahrscheinlichen Beschäftigungseffekte der bestehenden Subventionen aufgezeigt. Darüber hinaus wird analysiert, welche Beschäftigungseffekte und fiskalischen Kosten aus vorgeschlagenen Veränderungen der bestehenden Subventionsformen resultieren würden. Es werden sowohl Lohnsubventionen an Unternehmen als auch lohnbezogene Transfers an Arbeitnehmer in Form verbesserter Hinzuverdienstmöglichkeiten in der Sozial- und Arbeitslosenhilfe betrachtet. Lohnsubventionen an Unternehmen durch Bezuschussung der Sozialversicherungsbeiträge oder eine degressiv gestaffelte Stundenlohnsubvention im gesamten Niedriglohnbereich erscheinen angesichts des erheblichen Finanzierungsbedarfs je zusätzlich Beschäftigten allein mit dem Ziel der Erhöhung der Beschäftigung nicht gründbar. Von verbesserten Hinzuverdienstmöglichkeiten in der Sozial- und Arbeitslosenhilfe sind ebenfalls keine größeren Beschäftigungszuwächse zu erwarten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Reformkonzepte für die Sozialhilfe und ihre Konsequenzen für Fiskus und Arbeitsangebot: mikroökonometrische Analyse mit dem Sozio-ökonomischen Panel 1986 bis 1996 und dem Simulationsmodell Sim Trans (2000)

    Kaltenborn, Bruno;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno (2000): Reformkonzepte für die Sozialhilfe und ihre Konsequenzen für Fiskus und Arbeitsangebot. Mikroökonometrische Analyse mit dem Sozio-ökonomischen Panel 1986 bis 1996 und dem Simulationsmodell Sim Trans. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 1, S. 68-79.

    Abstract

    "Die quantitative Bedeutung der Sozialhilfe hat vor allem seit Beginn der achtziger Jahre deutlich zugenommen. Dies hat verschiedene politische Akteure zu sehr unterschiedlichen Therapievorschlägen veranlasst. Arbeitgeber und die frühere Bundesregierung verfolg(t)en mit einem Kombilohn-Konzept ebenso wie die Befürworter einer negativen Einkommensteuer arbeitsmarktpolitische Ziele; sie woll(t)en durch eine Reduktion der Anrechnung von Nettoerwerbseinkommen auf die Sozialhilfe die Attraktivität einer Beschäftigung steigern. Die SPD beabsichtigt ein besonderes Leistungssystem für bestimmte Personengruppen zu schaffen, um sie nicht mehr auf die Sozialhilfe zu verweisen. In die gleiche Richtung weisen die Vorstellungen der rotgrünen Bundesregierung und der Gewerkschaften. Grüne, PDS und der Paritätische Wohlfahrtsverband schließlich beabsichtigen die Leistungen zu erhöhen, um die materielle Lage der Sozialhilfeempfänger zu verbessern. In dem Beitrag werden die Wirkungen verschiedener Reformkonzepte auf Fiskus und Arbeitsangebot unter Verwendung des eigenen Modells SimTrans zur Mikrosimulation des deutschen Steuer-Transfer-Systems mit mikroökonometrischen Methoden auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) für West- und Ostdeutschland für 1986 bzw. 1991 bis 1996 prognostiziert. Das Simulationsmodel SimTrans erlaubt u.a. die Kalkulation der Nettoeinkommen beliebiger Haushalte, die mit unterschiedlichen Erwerbsumfängen ihrer Mitglieder vor und nach einer Reform der Sozialhilfe verbunden sind. Dabei werden neben Sozialabgaben und direkten Steuern die wesentlichen staatlichen Sozialleistungen ebenso wie private Unterhaltsleistungen berücksichtigt. Die arbeitsmarktpolitischen Konzepte dürften weitgehend wirkungslos bzw. sogar kontraproduktiv sein. Die anderen Konzepte erweisen sich als kostenträchtig und beschäftigungspolitisch riskant. Dies gilt in besonderem Maße für den PDS-Vorschlag, gefolgt von den Konzepten der Grünen, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und der SPD." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Wirkungsanalysen von Niedriglohnkonzepten (1999)

    Kaltenborn, Bruno;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno (1999): Wirkungsanalysen von Niedriglohnkonzepten. (IAB-Werkstattbericht 19/1999), Nürnberg, 56 S.

    Abstract

    In dem Beitrag wird zunächst ein Überblick über die aktuell diskutierten Konzepte für Niedriglohnsubventionen gegeben. Anschließend werden die Ergebnisse empirischer Arbeiten referiert, die die Wirksamkeit und den Finanzbedarf dieser Konzepte untersuchen. Damit soll die weitere Diskussion um alternative Konzepte einer Niedriglohnsubvention unterstützt werden. (IAB2)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Was bringt ein Kombilohn? Eine ökonometrische Analyse der Arbeitsangebotsreaktionen von Sozialhilfeempfängern und der fiskalischen Effekte für Sozialhilfeträger (1998)

    Dreger, Christian ; Kolb, Jürgen; Trabert, Lioba; Kempe, Wolfram;

    Zitatform

    Dreger, Christian, Wolfram Kempe, Jürgen Kolb & Lioba Trabert (1998): Was bringt ein Kombilohn? Eine ökonometrische Analyse der Arbeitsangebotsreaktionen von Sozialhilfeempfängern und der fiskalischen Effekte für Sozialhilfeträger. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 4, S. 705-714.

    Abstract

    "Für Sozialhilfeempfänger ist die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit derzeit kaum lohnend. Das Erwerbseinkommen wird fast vollständig auf die Sozialhilfeleistungen angerechnet, so daß mögliche Steigerungen des verfügbaren Einkommens relativ gering ausfallen. Die bestehende Sozialhilferegelung beinhaltet folglich kaum Arbeitsanreize und wird diesbezüglich häufig kritisiert. In verschiedenen Reformansätzen wird deswegen eine Verringerung der Anrechnungsquote vorgeschlagen. Auf diese Weise läßt sich - in Anlehnung an das Konzept der negativen Einkommensteuer - eine Erhöhung des verfügbaren Einkommens erreichen und somit die Attraktivität einer Arbeitsaufnahme steigern. Einer der Reformansätze wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in die Diskussion eingebracht. Der darin vorgeschlagene Kombilohn begünstigt in besonderer Weise Haushalte mit Kindern und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die Konsequenzen dieses Vorschlags für den Arbeitsmarkt und die Sozialhilfekassen werden am Beispiel des Landes Sachsen-Anhalt ermittelt. Mit Hilfe eines Tobit-Modells werden auf der Basis von Daten des Arbeitsmarktmonitors Sachsen-Anhalt die zu erwartenden Arbeitsangebotsreaktionen von Sozialhilfeempfängern abgeschätzt. Daraus lassen sich die voraussichtlichen fiskalischen Konsequenzen für die Sozialhilfeträger bestimmen. Dabei sind die Personengruppen der arbeitslosen und erwerbstätigen Sozialhilfeempfänger sowie die potentiellen Neueintritte in die Sozialhilfe zu betrachten. Die mit der Reform verbundene Ausweitung des Arbeitsangebots ist quantitativ eher gering. Lediglich bei 2,4 vH der arbeitslosen Sozialhilfeempfänger ist eine Arbeitsaufnahme zu erwarten. Dort ergeben sich auch die Einsparwirkungen des Reformvorschlages, sofern keine Beschränkungen der Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes auftreten. Die Analyse zeigt, daß durch die Ausdehnung der Sozialhilfegrenzen erhebliche Mehrausgaben durch Mitnahmeeffekte entstehen, die insgesamt die Einsparungen übersteigen dürften." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    mehr Informationen
    weniger Informationen
  • Literaturhinweis

    Arbeit ist machbar: die Magdeburger Alternative. Eine sanfte Therapie für Deutschland (2005; 2006)

    Schöb, Ronnie ; Weimann, Joachim ;

    Zitatform

    Schöb, Ronnie & Joachim Weimann (2005; 2006): Arbeit ist machbar. Die Magdeburger Alternative. Eine sanfte Therapie für Deutschland. Dössel: Stekovics, 142 S.; 144 S.

    Abstract

    Die Autoren schildern die unaufhaltsame Ausbreitung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland seit 1973 und die bislang vergeblichen Versuche, diese einzudämmen; zu diesen zählen u.a. die Arbeitszeitverkürzungen, die aktive Arbeitsmarktpolitik, das Bündnis für Arbeit, das Hartz-Konzept, die Personal Service Agenturen, Minijobs und die Agenda 2010. Sie ziehen Lehren daraus und entwickeln eine neue Beschäftigungsformel, mit der Deutschland zurück in die Vollbeschäftigung gebracht werden kann. Dies kann gelingen, ohne den seit Jahrzehnten bewährten sozialen Frieden aufzukündigen. Zunächst muss die Situation der immer größer werdenden Gruppe der Geringqualifizierten in Qualifizierte verbessert werden, da dieser Teil des Arbeitsmarktes der einzige Ansatzpunkt für eine Politikwende ist, der einen 'turnover' des gesamten Marktes herbeiführen kann. Hier geht es darum, Strukturen zu verändern. Nur wenn gleichzeitig die Anreizprobleme der Arbeitsanbieter gelöst werden und dafür Sorge getragen wird, dass der Preis für Arbeit für die Nachfrager deutlich sinkt, wird der Arbeitsmarkt wieder auf die Beine kommen. Der vorgestellte Lösungsansatz der beiden Autoren unterscheidet sich von allen Vorschlägen, die auf einen Kahlschlag des Sozialstaates setzen: Das deutsche System der sozialen Grundsicherung muss auf ein System der Hilfe zur Arbeit umgestellt werden. Neue Arbeitsplätze werden dann von den Unternehmen bereitgestellt werden, wenn die Bruttolöhne fallen. (IAB)

    mehr Informationen
    weniger Informationen

Aspekt auswählen:

Aspekt zurücksetzen