Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Anreize für ausgehandelte betriebliche Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung: Juristische Expertise erstattet im Auftrage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (2017)
Seifert, Achim;Zitatform
Seifert, Achim (2017): Anreize für ausgehandelte betriebliche Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung. Juristische Expertise erstattet im Auftrage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht 497), Berlin, 41 S.
Abstract
"Angesichts neuer technischer Möglichkeiten zum orts- und zeitflexiblen Arbeiten besteht eine zentrale Herausforderung der Arbeitszeitgestaltung darin, die Flexibilisierungsanforderungen der Unternehmen mit den Anliegen von Beschäftigten auszutarieren. Die vorliegende juristische Expertise untersucht, wie der Gesetzgeber Anreize für ausgehandelte betriebliche Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung setzen kann, die wiederum an Voraussetzungen gebunden ist, um die sozialen Schutzzwecke zu garantieren. Drei Optionen werden in der Expertise vertiefend betrachtet:
Die Einführung eines Rechts auf befristete Teilzeit
Die Einführung eines Wahlarbeitszeitmodells
Die Flexibilisierung des gesetzlichen Arbeitszeitschutzes." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Erwerbstätigkeit und atypische Beschäftigung im Lebenszyklus: ein Kohortenvergleich für Deutschland (2017)
Zitatform
Tamm, Marcus, Ronald Bachmann & Rahel Felder (2017): Erwerbstätigkeit und atypische Beschäftigung im Lebenszyklus. Ein Kohortenvergleich für Deutschland. In: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Jg. 18, H. 3, S. 263-285. DOI:10.1515/pwp-2017-0016
Abstract
"Die Autoren betrachten anhand von Daten der Erwachsenenkohorte des Nationalen Bildungspanels, wie sich die Erwerbsverläufe der nach dem 2. Weltkrieg geborenen Kohorten verändert haben und welche Rolle atypische Beschäftigung in diesem Zusammenhang spielt. Für jüngere Kohorten zeigen sich hierbei längere Ausbildungszeiten und ein späterer Erwerbseinstieg sowie eine größere Bedeutung von atypischer Beschäftigung, die bei Frauen mit wesentlich höherer Erwerbstätigkeit einhergeht. Eine Sequenzanalyse von Arbeitsmarktverläufen verdeutlicht die Chancen und Risiken von atypischer Beschäftigung. So steigt der Anteil an Personen, deren Erwerbseinstieg nahezu ausschließlich von atypischer Beschäftigung geprägt ist, über die Kohorten hinweg deutlich an. Ein Großteil der Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse geht jedoch auf die verstärkte Erwerbsbeteiligung von Frauen zurück, wobei Beschäftigung in Teilzeit oder Minijobs für den Wiedereinstieg nach einer Erwerbsunterbrechung eine bedeutende Rolle spielt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen u.d.T.: Ruhr economic papers , 774 -
Literaturhinweis
Social protection of marginal part-time, self-employment and secondary jobs in the Netherlands (2017)
Zitatform
Vonk, Gijsbert & Annette Jansen (2017): Social protection of marginal part-time, self-employment and secondary jobs in the Netherlands. (WSI study 09), Düsseldorf, 44 S.
Abstract
"In many European countries, marginal part-time, (solo-) self-employment and secondary jobs has been increasing since the last decades. The ques-tion about the provision of social protection and labour legislation for these types of employment is the starting point for a project entitled 'Hybrid work-ing arrangements in Europe', directed by the WSI. Germany, Great Britain, the Netherlands, Poland, Italy, Denmark and Austria comprise the group of countries selected in order to investigate 'hybrid work' in the context of different welfare state regimes. The following paper by Gijsbert Vonk and Annette Jansen is one of the seven country studies that describe in detail labour law regulations and the national insurance systems for self-employed, secondary jobs and marginal part-time employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Entwicklung des Normalarbeitsverhältnisses in den einzelnen Bundesländern: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/13484) (2017)
Zitatform
(2017): Die Entwicklung des Normalarbeitsverhältnisses in den einzelnen Bundesländern. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/13484). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/13655 (28.09.2017)), 36 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zur Entwicklung des Normalarbeitsverhältnisses in den einzelnen Bundesländern. (IAB-Doku)
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Literaturhinweis
How bad is involuntary part-time work? (2016)
Zitatform
Borowczyk-Martins, Daniel & Etienne Lalé (2016): How bad is involuntary part-time work? (IZA discussion paper 9775), Bonn, 55 S.
Abstract
"We use a set of empirical and analytical tools to conduct parallel analyses of involuntary part-time work and unemployment in the U.S. labor market. In the empirical analysis, we document that the similar cyclical behavior of involuntary part-time work and unemployment masks major differences in the underlying dynamics. Unlike unemployment, variations in involuntary part-time work are mostly explained by its interaction with full-time employment, and since the Great Recession employed workers are at a greater risk of working part-time involuntarily than being unemployed. In the theoretical analysis, we show that the higher probability of regaining full-time employment is key to distinguish involuntary part-time work from unemployment from a worker's perspective. We also quantify the welfare costs of cyclical fluctuations in involuntary part-time work, and the amplification of these costs arising from the elevated levels of involuntary part-time work observed since the Great Recession." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
No role for the Hartz reforms?: demand and supply factors in the German labor market, 1993-2014 (2016)
Zitatform
Burda, Michael C. & Stefanie Seele (2016): No role for the Hartz reforms? Demand and supply factors in the German labor market, 1993-2014. (Sonderforschungsbereich Ökonomisches Risiko. Discussion paper 2016-010), Berlin, 32 S. DOI:10.18452/4621
Abstract
"The supply and demand framework of Katz and Murphy (1992) provides new evidence on the source of changes in socially insured full-time and part-time employment in years preceding and following the implementation of the landmark Hartz reforms in Germany. Our findings are consistent with a stable demand for labor, especially in western Germany, implying that supply factors were decisive for the evolution of the labor market after 2003. The correlation of changes in wages and labor force participation is also consistent with a positive labor supply shock at a given working-age population. We also show that part-time employment played a decisive role in the post-2003 improvement of the German labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung und Gesundheit in Europa (2016)
Böhnke, Petra; Valdés Cifuentes, Isabel; Renneberg, Ann-Christin;Zitatform
Böhnke, Petra, Ann-Christin Renneberg & Isabel Valdés Cifuentes (2016): Atypische Beschäftigung und Gesundheit in Europa. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 69, H. 2, S. 113-120. DOI:10.5771/0342-300X-2016-2-113
Abstract
"Die Flexibilisierung der Erwerbsarbeit führt in den meisten Ländern Europas zu einer Zunahme atypischer Beschäftigung. Damit können Anerkennungsverluste, geringe Entlohnung und eine schlechte Einbindung in soziale Sicherungssysteme einhergehen, die gesundheitliche Belastungen hervorrufen. Der Artikel basiert auf der Annahme, dass der Zusammenhang zwischen atypischen Beschäftigungsformen und Gesundheit länderspezifisch variiert und durch institutionelle Merkmale wie dem Verhältnis von sozialer Sicherheit und Flexibilität des Arbeitsmarktes beeinflusst wird. Die empirischen Analysen werden mit Daten des European Working Conditions Survey 2010 und Makroindikatoren von Eurostat durchgeführt. In den meisten Ländern geht insbesondere Leiharbeit mit einer schlechten Gesundheit einher. Insgesamt zeigen sich nur schwache institutionelle Ländereffekte, die den Zusammenhang zwischen Beschäftigung und Gesundheit moderieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Are part-time workers less productive and underpaid?: the impact of part-time workers on firms' productivity is unclear, and lower wages depend mainly on occupation and sector (2016)
Zitatform
Garnero, Andrea (2016): Are part-time workers less productive and underpaid? The impact of part-time workers on firms' productivity is unclear, and lower wages depend mainly on occupation and sector. (IZA world of labor 249), Bonn, 10 S. DOI:10.15185/izawol.249
Abstract
"About one in five workers across OECD countries is employed part-time, and the share has been steadily increasing since the beginning of the economic and financial crisis in 2007. Part-time options play an important economic role by providing more flexible working arrangements for both workers and firms. Part-time employment has also contributed substantially to increasing the employment rate, especially among women. However, part-time work comes at a cost of lower wages for workers, mainly because part-time jobs are concentrated in lower paying occupations and sectors, while the impact on firms' productivity is still not very clear." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
deutsche Kurzfassung -
Literaturhinweis
Hanging in, but only just: part-time employment and in-work poverty throughout the crisis (2016)
Zitatform
Horemans, Jeroen, Ive Marx & Brian Nolan (2016): Hanging in, but only just. Part-time employment and in-work poverty throughout the crisis. In: IZA journal of European Labor Studies, Jg. 5, S. 1-19. DOI:10.1186/s40174-016-0053-6
Abstract
"The crisis has deepened pre-existing concerns regarding low-wage and non-standard employment. Countries where unemployment increased most strongly during the crisis period also saw part-time employment increasing, particularly involuntary part-time work. With involuntary part-time workers, as a particular group of underemployed, facing especially high poverty rates, this was accompanied by an increase, on average, in the poverty risk associated with working part-time. However, this was not reflected in a marked increase in the overall in-work poverty rate because full-time work remains dominant and its poverty risk did not change markedly. The household context is of the essence when considering policy implications." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst - Gibt's die überhaupt? (2016)
Zitatform
Keller, Berndt & Hartmut Seifert (2016): Atypische Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst - Gibt's die überhaupt? In: W. Matiaske & A. Czaya (Hrsg.) (2016): Periphere Arbeit im Zentrum (Schriftenreihe Zentrum und Peripherie, 10), S. 173-204.
Abstract
"The paper analyses various forms of atypical employment. Its focus is not, as typical, on private industry but, for the first time, on the public sector. The first part distinguishes explicitly various forms of atypical employment (part-time, fixed-term, marginal or minijobs, midijobs, agency work and service contracts) and describes their long-term development, present extent, and structural characteristics (such as age, qualification, gender, and working hours). The second part introduces indicators for various risks of precariousness (low wage, employment stability, employability, pensions) and deals with the question how atypical forms of employment are correlated with and lead to risks of precariousness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypisch beschäftigt im öffentlichen Dienst (2016)
Zitatform
Keller, Berndt & Hartmut Seifert (2016): Atypisch beschäftigt im öffentlichen Dienst. In: Der Personalrat : PersonalRecht im öffentlichen Dienst, Jg. 33, H. 4, S. 8-13.
Abstract
"Die von der unbefristeten Vollzeitbeschäftigung abweichenden Formen nehmen auch im öffentlichen Dienst zu. Strategien der Kosteneinsparung und Flexibilisierung in diesem Sektor nähern sich denen der Privatwirtschaft an. Darum geht es:
1. Atypische Beschäftigungsverhältnisse sind längst auch im öffentlichen Dienst üblich.
2. Neben der Teilzeitbeschäftigung nimmt vor allem die befristete Beschäftigung zu.
3. Das ist keine aktuelle Reaktion auf wachsende Haushaltsdefizite, sondern eine langfristige Entwicklung" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Penalized or protected? Gender and the consequences of nonstandard and mismatched employment histories (2016)
Zitatform
Pedulla, David S. (2016): Penalized or protected? Gender and the consequences of nonstandard and mismatched employment histories. In: American Sociological Review, Jg. 81, H. 2, S. 262-289. DOI:10.1177/0003122416630982
Abstract
"Millions of workers are employed in positions that deviate from the full-time, standard employment relationship or work in jobs that are mismatched with their skills, education, or experience. Yet, little is known about how employers evaluate workers who have experienced these employment arrangements, limiting our knowledge about how part-time work, temporary agency employment, and skills underutilization affect workers' labor market opportunities. Drawing on original field and survey experiment data, I examine three questions: (1) What are the consequences of having a nonstandard or mismatched employment history for workers' labor market opportunities? (2) Are the effects of nonstandard or mismatched employment histories different for men and women? and (3) What are the mechanisms linking nonstandard or mismatched employment histories to labor market outcomes? The field experiment shows that skills underutilization is as scarring for workers as a year of unemployment, but that there are limited penalties for workers with histories of temporary agency employment. Additionally, although men are penalized for part-time employment histories, women face no penalty for part-time work. The survey experiment reveals that employers' perceptions of workers' competence and commitment mediate these effects. These findings shed light on the consequences of changing employment relations for the distribution of labor market opportunities in the 'new economy.'" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Non-standard employment around the world: understanding challenges, shaping prospects (2016)
Abstract
"Non-standard forms of employment - including temporary work, part-time work, temporary agency work and other multi-party employment arrangements, disguised employment relationships and dependent self-employment - have become a contemporary feature of labour markets the world over.
This report documents the incidence and trends of non-standard forms of employment across different countries of the world and explores the reasons behind this phenomenon, including increased firm competition, shifting organizational practices of firms, and changes and gaps in the regulation of work." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Executive Summary -
Literaturhinweis
The relationship between employment quality and work-related well-being in the European Labor Force (2015)
Zitatform
Aerden, Karen van, Guy Moors, Katia Levecque & Christophe Vanroelen (2015): The relationship between employment quality and work-related well-being in the European Labor Force. In: Journal of vocational behavior, Jg. 86, H. February, S. 66-76. DOI:10.1016/j.jvb.2014.11.001
Abstract
"In this article, data from the 2005 European Working Conditions Survey are used to examine the relationship between contemporary employment arrangements and the work-related well-being of European employees. By means of a Latent Class Cluster Analysis, several features of the employment conditions and relations characterizing jobs are combined in a typology of five employment arrangements: SER-like, instrumental, precarious unsustainable, precarious intensive and portfolio jobs. These job types show clear relationships with separate indicators of job satisfaction, perceived safety climate and the ability to stay in employment, as well as with an overall indicator for work-related well-being. The findings from this multifaceted approach towards employment quality raise questions about the long-term sustainability of highly flexible and de-standardized employment arrangements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexibilität und Beschäftigungswandel (2015)
Zitatform
Apitzsch, Birgit, Karen A. Shire, Steffen Heinrich, Hannelore Mottweiler & Markus Tünte (2015): Flexibilität und Beschäftigungswandel. (Arbeitsgesellschaft im Wandel), Weinheim: Beltz Juventa, 118 S.
Abstract
"In diesem Buch werden die Expansion und die Konsequenzen atypischer Beschäftigung im Kontext von politischer Regulierung, wirtschaftlichem Wandel und betrieblichen Nutzungsstrategien analysiert.
Heute sind etwa 40 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse atypisch. Zehn Jahre nach der Hartz-Gesetzgebung geht das Buch nicht nur den politischen und wirtschaftlichen Ursachen für die Expansion atypischer Beschäftigung auf den Grund, sondern eruiert auch die Folgen dieser Expansion für die Entstehung neuer sozialer Risiken. Hierbei spielt die Neujustierung zwischen interner und externer Flexibilität durch die Unternehmen eine besondere Rolle. Die in der bisherigen Forschung übliche Perspektive auf den Beschäftigungswandel wird durch eine differenzierte Analyse der Regulierung und der betrieblichen Einbindung verschiedener atypischer Beschäftigungsformen und der daraus resultierenden Informalisierung erweitert." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Employment status, working conditions and depressive symptoms among German employees born in 1959 and 1965 (2015)
Zitatform
Burr, Hermann, Angela Rauch, Uwe Rose, Anita Tisch & Silke Tophoven (2015): Employment status, working conditions and depressive symptoms among German employees born in 1959 and 1965. In: International Archives of Occupational and Environmental Health, Jg. 88, H. 6, S. 731-741., 2014-11-10. DOI:10.1007/s00420-014-0999-5
Abstract
"We investigated whether (1) current employment status (regular full-time, regular part-time and marginal employment) is associated with depressive symptoms and (2) whether these associations are mediated by current working conditions and previous employment history.
Two cohorts of German employees aged 46 and 52 years were selected from administrative data of the German Federal Employment Agency and answered questions about depressive symptoms (we use an applied version of BDI-V) and their current working conditions. In addition, the participants gave written consent to link register data regarding their employment histories (n = 4,207). Multiple linear regression analyses were conducted.
Men experienced elevated depressive symptoms when working regular part-time; women experienced such symptoms when engaged in marginal employment. These associations decreased when we adjusted for job insecurity and rose slightly when we adjusted for leadership quality. Men and women who reported a low level of influence at work showed a higher risk of depressive symptoms. For women, the association between current employment position and depressive symptoms could be partly explained by low levels of influence at work. For men, the association between depressive symptoms and current regular part-time employment decreased when we adjusted for previous part-time employment. Conversely, for women, the association with depressive symptoms increased in current regular part-time and marginal employment when we adjusted for employment history.
In both genders, the observed associations between depressive symptoms and current employment status were mediated by both current psychosocial conditions and employment history. Employees not having a regular full-time job differed from full-time employees with respect to both their current working conditions and their employment history." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Situation atypisch Beschäftigter und Arbeitszeitwünsche von Teilzeitbeschäftigten: Quantitative und qualitative Erhebung sowie begleitende Forschung. IAB-Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (2015)
Fischer, Gabriele ; Lietzmann, Torsten ; Stegmaier, Jens ; Hohendanner, Christian ; Gundert, Stefanie ; Sowa, Frank ; Tesching, Karin; Kawalec, Sandra; Theuer, Stefan;Zitatform
Fischer, Gabriele, Stefanie Gundert, Sandra Kawalec, Frank Sowa, Karin Tesching & Stefan Theuer (2015): Situation atypisch Beschäftigter und Arbeitszeitwünsche von Teilzeitbeschäftigten. Quantitative und qualitative Erhebung sowie begleitende Forschung. IAB-Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Nürnberg, 441 S.
Abstract
"Der Gesetzgeber hat Regelungen zur arbeitsrechtlichen Gleichstellung atypisch Beschäftigter (in dieser Studie: Teilzeitbeschäftigte, geringfügig und befristet Beschäftigte) mit Beschäftigten in Normalarbeitsverhältnissen geschaffen. Obwohl in der Forschung wie auch in der öffentlichen Diskussion immer wieder die Vermutung vorgebracht wird, dass es in der Praxis auch zur Nichtgewährung von Arbeitsrechten kommt und dass dies bei atypisch Beschäftigten häufiger geschieht als bei Beschäftigten im Normalarbeitsverhältnis, ist die empirische Faktenlage hierzu äußerst begrenzt. Daher hatte diese Untersuchung das Ziel, grundlegende empirische Einsichten in die Kenntnis und Handhabung des Arbeitsrechts seitens der Betriebe und der Beschäftigten zu gewinnen. In einem weiteren Schwerpunkt wurden in dieser Studie die Arbeitszeitwünsche von Beschäftigten untersucht. Bisherige Studien deuten darauf hin, dass die realisierten Arbeitszeiten nicht immer mit den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten übereinstimmen. In den Analysen wurden neben dem Ausmaß der Divergenz zwischen tatsächlicher und gewünschter Arbeitszeit insbesondere Motive für den Wunsch nach Arbeitszeiterhöhung sowie Hindernisse bei der Umsetzung analysiert." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Lietzmann, Torsten ; Stegmaier, Jens ; Hohendanner, Christian ; Gundert, Stefanie ; Theuer, Stefan; -
Literaturhinweis
Arbeitsqualität von Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten: Beschäftigungsregime im Vergleich (2015)
Zitatform
Fritz, Martin (2015): Arbeitsqualität von Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten. Beschäftigungsregime im Vergleich. (GESIS papers 2015,11), Mannheim, 35 S.
Abstract
"Teilzeitarbeit ist seit Jahren die häufigste atypische Beschäftigungsform in Europa. Vor dem Hintergrund sozialpolitischer Debatten zur Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, Geschlechtergleichstellung und Arbeitszeitreduzierung ist ein weiterer Anstieg von Teilzeitarbeit zu erwarten. Doch wie ist es tatsächlich um die Arbeitsqualität von Teilzeitbeschäftigung bestellt? Unter welchen Umständen sind in Teilzeit Erwerbstätige zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen? Welche Unterschiede gibt es dabei zwischen den untersuchten Ländern?
Diese Arbeit beschäftigt sich mit diesen Fragen aus empirischer und Länder vergleichender Perspektive. Als theoretische Grundlage dient ein mehrdimensionales Konzept der Arbeitsqualität, welches die Aspekte Arbeitszeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Arbeitsplatzsicherheit, Einkommen, sowie Autonomie und Vielfalt im Job umfasst. Indem diese als evaluativ-relationales Konzept (Hauff & Kirchner 2013) operationalisiert werden, d.h. die Diskrepanzen zwischen den wahrgenommenen und präferierten Arbeitsbedingungen in den Blick zu nehmen, liegt der Fokus auf einem Verständnis von Arbeitsqualität als etwas, was aus dem Zusammenspiel zwischen den Wünschen der Beschäftigten und den tatsächlichen Arbeitsbedingungen entsteht." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Die Bedeutung atypischer Beschäftigung für zentrale Lebensbereiche (2015)
Zitatform
Gerlach, Irene, Regina Ahrens, Inga Laß & Henning Heddendorp (2015): Die Bedeutung atypischer Beschäftigung für zentrale Lebensbereiche. (Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik, Münster. Policy brief), Münster, 11 S.
Abstract
"In den letzten Jahrzehnten haben atypische Beschäftigungsverhältnisse - gemeint sind befristete Beschäftigung, Teilzeitbeschäftigung, geringfügige Beschäftigung sowie Zeitarbeit - aufgrund wirtschaftlicher sowie politisch-rechtlicher Entwicklungen eine starke Zunahme zu verzeichnen. So ist der Anteil der atypisch Beschäftigten an allen Erwerbstätigen zwischen 1991 und 2012 von 13 % auf 22 % bzw. knapp 8 Millionen Personen gestiegen (Statistisches Bundesamt 2013). Atypische Beschäftigungsverhältnisse trugen damit zu gut 75 % zum Gesamtwachstum abhängiger Beschäftigung in diesem Zeitraum bei. Die wissenschaftliche und politische Bewertung dieser Entwicklung kann allerdings aus unterschiedlichen Blickwinkeln erfolgen. Es lassen sich neben den positiven Erwartungen, die mit der Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse verbunden sind (Überwindung struktureller Arbeitslosigkeit z.B. durch Befristung von Arbeitsverhältnissen, größere zeitliche Freiräume bspw. für Kinderbetreuungsaufgaben), auch Schattenseiten gegenüber der Beschäftigung im Normalarbeitsverhältnis erkennen. In der wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Debatte wird zunehmend auf die 'Prekaritätsrisiken' (Keller et al. 2011) atypischer Beschäftigungsformen, wie ein unzureichendes Einkommen, eine mangelnde soziale Sicherung und geringere Beschäftigungsstabilität und -fähigkeit hingewiesen. Je nach Beschäftigungsform und konkreter vertraglicher Ausgestaltung können diese Prekaritätsrisiken unterschiedlich stark ausgeprägt sein und miteinander kumuliert auftreten." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung von Frauen und Männern in Deutschland (2015)
Zitatform
Gundert, Stefanie (2015): Atypische Beschäftigung von Frauen und Männern in Deutschland. In: Neue Zeitschrift für Familienrecht H. 23, S. 1093-1097., 2015-11-17.
Abstract
"Die Zunahme atypischer Beschäftigung ist seit einigen Jahren Gegenstand arbeitsmarktpolitischer Debatten. Befürworter heben die Flexibilität atypischer Beschäftigung hervor, welche Arbeitgebern und Arbeitnehmern Vorteile bieten kann. Kritiker verweisen hingegen auf damit verbundene Arbeitsmarktrisiken, von denen einige gesellschaftliche Gruppen stärker betroffen sind als andere. Der Beitrag fasst zunächst die Entwicklung atypischer Beschäftigung zusammen. Diskutiert werden dabei die Gründe, warum sich Frauen und Männer auf unterschiedliche atypische Erwerbsformen verteilen. Schließlich werden die Chance und Risiken atypischer Beschäftigung diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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