Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Perspektiven für Postdocs im deutschen Wissenschaftssystem: Kulturwandel durch Struktur- und Personalentwicklung (2023)
Jauch, Linda; Barth, Sandra; Herberger, Stefanie;Zitatform
Jauch, Linda, Sandra Barth & Stefanie Herberger (Hrsg.) (2023): Perspektiven für Postdocs im deutschen Wissenschaftssystem: Kulturwandel durch Struktur- und Personalentwicklung. (UniWiND-Publikationen 13), Freiburg, 58 S.
Abstract
"Viele Hochschulen möchten die Postdoc-Phase für die Wissenschaftler:innen transparenter gestalten. Das wird durch die Heterogenität der Gruppe erschwert, die nicht nur durch unterschiedliche Fachtraditionen, sondern auch durch unterschiedliche Ausgestaltungen der Tätigkeitsprofile geprägt ist. Somit beschäftigen wir uns in dieser Publikation zunächst mit der Frage danach, wer eigentlich als Postdoc bezeichnet wird, in welchen Organisationen diese arbeiten und ob und wie der Begriff enger gefasst werden sollte. Danach gehen wir auf die Karrieremodelle und Stellenkategorien einzelner Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen (AUF) ein. Daran schließen sich Empfehlungen aus der Sicht der Graduiertenförderung und der Personalentwicklung mit Bezug zur Gestaltung von Stellenstrukturen und -kategorien an. Wir leisten damit einen Beitrag zur Strukturierung der Begrifflichkeiten und geben eine Übersicht über die Karrierewege und -modelle für promovierte Wissenschaftler:innen. Die vorliegende Publikation soll Hochschulen Handlungsempfehlungen an die Hand geben, um diese Karrierephase professionell und transparent zu gestalten" (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Combining Part-time Work and Social Benefits: Empirical Evidence from Finland (2023)
Kalin, Salla; Matikka, Tuomas; Kyyrä, Tomi;Zitatform
Kalin, Salla, Tomi Kyyrä & Tuomas Matikka (2023): Combining Part-time Work and Social Benefits: Empirical Evidence from Finland. (VATT working papers / Valtion Taloudellinen Tutkimuskeskus (Helsinki) 159), Helsinki, 64 S.
Abstract
"We use detailed, population-wide data from Finland to provide evidence of the impact of earnings disregard policies on part-time work during unemployment spells, and describe the longer-run trends in combining part-time work and social benefits. We find that part-time or temporary work while receiving unemployment benefits is strongly concentrated at service and social and health care sectors, and women participate in part-time work much more commonly than men (25% vs. 12% of benefit recipients). The share of part-time workers among unemployment benefit recipients increased sharply from 10% to 18% over a few years after the implementation of earnings disregards in unemployment benefits and housing allowances. The earnings disregards allowed individuals to earn up to 300 euros per month without reductions in their benefits. Using variation in the impact of the reforms on incentives between individuals eligible to different types of benefits, we estimate a 17–28% increase in participation in part-time work rate due to the implementation of earnings disregards. However, we find no evidence of economically significant positive or negative effects of increased participation in part-time work on transitions to full-time employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung im Abwärtstrend?: Entwicklungen und Erklärungsansätze (2023)
Zitatform
Keller, Berndt & Hartmut Seifert (2023): Atypische Beschäftigung im Abwärtstrend? Entwicklungen und Erklärungsansätze. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 76, H. 6, S. 470-478. DOI:10.5771/0342-300X-2023-6-470
Abstract
"Wie haben sich atypische Beschäftigungsverhältnisse in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt? Verdrängen sie, wie häufig angenommen wird, allmählich das traditionelle Normalarbeitsverhältnis? Oder kommt es in den letzten Jahren zu unerwarteten gegenläufigen Entwicklungen? Zur Beantwortung dieser für die Zukunft des gesamten Erwerbssystems zentralen Fragen werden die Formen atypischer Beschäftigung analysiert. Sowohl nachfrage- als auch angebotsseitige Bestimmungsgründe für die Veränderungen werden angeführt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Leiharbeit bedroht die stationäre Altenpflege (2023)
Leonhard, Bettina;Zitatform
Leonhard, Bettina (2023): Leiharbeit bedroht die stationäre Altenpflege. In: Soziale Sicherheit, Jg. 72, H. 7, S. 283-285.
Abstract
"Kliniken und Pflegeeinrichtungen weisen seit längerem darauf hin, dass der durch den Fachkräftemangel beförderte Zuwachs an Leiharbeit zu massiven Problemen in der Pflege führt. In diesem Frühjahr hat das Thema nicht nur die mediale Debatte erreicht', sondern nun auch zu einer gesetzlichen Regulierung der Leiharbeit in der Altenpflege geführt. Im Folgenden wird untersucht, wie es im Bereich der Langzeitpflege zu dieser Entwicklung kam, welche Auswirkungen die Leiharbeit auf die Beschäftigten, aber auch auf die Versorgung der Pflegebedürftigen hat und ob die nun eingeführte gesetzliche Regelung eine Lösung bieten kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsdynamik, Branchenwechsel und Fachkräftebedarf im Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg (2023)
Lüdeke, Britta; Wiethölter, Doris; Seibert, Holger;Zitatform
Lüdeke, Britta, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2023): Beschäftigungsdynamik, Branchenwechsel und Fachkräftebedarf im Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 01/2023), Nürnberg, 36 S. DOI:10.48720/IAB.REBB.2301
Abstract
"Das Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie) ist eine Branche, in der die Personalfluktuation schon vor der Corona-Pandemie deutlich höher lag als in anderen Branchen. Während der Corona-Krise brach insbesondere die Zahl der Zugänge in Beschäftigung massiv ein. Auffällig ist, dass in der Gruppe der Minijobber der coronabedingte Beschäftigungsrückgang deutlich höher ausfällt als bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und dies insbesondere in der Gastronomie. Weiter können wir zeigen, dass nach dem Ende der Corona-Krise in der Gastronomie deutlich mehr Hilfskräfte beschäftigt sind als noch vor der Pandemie. Vor allem qualifizierte Kräfte haben demnach im Lockdown die Branche verlassen. Nun fällt es den Betrieben zunehmend schwer Fachkräfte zu akquirieren und setzen vermehrt auf an- und ungelernte Mitarbeitende. Neben dem Verbleibsstatus der Beschäftigten im Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg untersuchen wir die Branchenwechsel differenziert nach den gewählten Ausweichbranchen. Die Wechselquoten der Beschäftigten sind bereits vor der Pandemie in der Gastronomie höher ausgefallen als in der Beherbergung. In Berlin sind in der Corona-Krise in der Gastronomie nur noch zwei Drittel der Beschäftigten in ihrer Branche verblieben. Gleichzeitig hat sich der Anteil an Personen, die nicht mehr beschäftigt sind, erhöht. In der Beherbergung ist die Dynamik der Wechsel geringer. In Brandenburg fallen dagegen die Abgänge von Beschäftigten in der Gastronomie während der Corona-Krise trotz höherer saisonaler Schwankungen deutlich schwächer aus. In der Beherbergung zeigen sich in der Corona-Krise sogar kaum Branchenwechsel. Als pandemiebedingte Ausweichbranchen für ehemalige Beschäftigte aus der Beherbergung und der Gastronomie erweisen sich insbesondere der Einzelhandel und mit einigem Abstand auch Post- und Kurierdienste, Gebäudebetreuung, Sozialwesen (ohne Heime) und das Gesundheitswesen. Nach der Pandemie setzte sowohl in Berlin als auch in Brandenburg eine Normalisierung ein. Die Wechselquoten in der Beherbergung und in der Gastronomie fielen sogar geringer aus als vor der Corona-Krise." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Women's Involuntary Part-Time Employment and Household Economic Security in Europe (2023)
Zitatform
Maestripieri, Lara (2023): Women's Involuntary Part-Time Employment and Household Economic Security in Europe. In: Feminist economics, Jg. 29, H. 4, S. 223-251. DOI:10.1080/13545701.2023.2251991
Abstract
"The rate of involuntary part-time work among women has increased sharply. Scholars have demonstrated its links with diminished career opportunities, deteriorated working conditions, and low pay at an individual level. However, less attention has been paid to the effects of these contracts on economic security at the household level. This article investigates to what extent women being in part-time work involuntarily hinders their household's ability to attain reasonable living standards and examines whether this would be any different if women were in part-time employment voluntarily. The results show that part-time work in itself does not necessarily constitute a threat to household economic security, but when it is involuntary, part-time employment jeopardizes a household's financial well-being. This occurs in countries that deregulated peripheral corners of their labor markets, or "dualized" countries such as Italy, Spain, and France, and fully liberalized countries, such as Switzerland and the United Kingdom." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Workplace gender segregation in standard and non-standard employment regimes in the US labour market (2023)
Zitatform
Makarevich, Alex (2023): Workplace gender segregation in standard and non-standard employment regimes in the US labour market. In: BJIR, Jg. 61, H. 3, S. 697-722. DOI:10.1111/bjir.12730
Abstract
"This study provides a comprehensive analysis of workplace gender segregation in non-standard employment in the United States. It compares segregation in standard and three non-standard work arrangements paying special attention to independent contracting – a segment of contingent employment representing novel and consequential developments in work organization. In line with the prediction that inequality is lower in more marketized sectors of the labour market, my analyses based on a representative sample of the contemporary US workforce reveal that workplace gender segregation is lower in non-standard employment. I further find that the degree of segregation corresponds to the degree of attachment to the employer and that segregation is lower in segments of the economy with higher market competition. Overall, my analyses indicate that a shift towards alternative work arrangements can reduce overall workplace segregation but does not lead to uniform desegregation across occupations, and that institutions of employment and market pressures faced by employers play significant roles in the effect of alternative work arrangements on workplace segregation." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Self-employment and disability: the case of support for starting a business in Sweden (2023)
Zitatform
Norstedt, Maria & Per Germundsson (2023): Self-employment and disability. The case of support for starting a business in Sweden. In: Journal of Comparative Social Work, Jg. 18, H. 2, S. 154-179. DOI:10.31265/jcsw.v18i2.658
Abstract
"In many countries, self-employment has become a common strategy for achieving inclusion in the labor market. Studies show that the occurrence of self-employment depends not only on individual motives, but also on existing policies and support. In Sweden, labor market measures to include people with disabilities are primarily organized to achieve inclusion through traditional forms of employment, though one tool offered by the SwedishPublic Employment Service is Support to Start a Business. One part of this support is exclusive to people with disabilities. Although the Swedish Public Employment Service is responsible for this specific support, they collaborate with both external state-funded and non-profit actors who assess applicants’ business ideas. Drawing on the methodological approach of institutional ethnography, this article explores how the in-house frontline workers and external actors describe their professional roles, how they make decisions and what the chain of action looks like at multiple sites. Nine representatives from the various organizations that people can meet with when trying to start and run their own business have taken part in semi-structured interviews. The analysis identifies different institutional practices that overlap when people with disabilities apply for support to start their own business: one focusing on the efficient allocation of resources, and the other on the individual’s social and financial welfare by protecting the individuals these organizations meet with from risks connected to economy and health. These two practices reflect a long-standing conflict between control and support in objectives within both labor market policy and social work. This support of self-employment for people with disabilitiesis organized by actors who traditionally have not been studied in research on social work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Stepping Stone or Trap? Contextualising Precarity as a Sector and Age Phenomenon in the Greek Labour Market (2023)
Zitatform
Parsanoglou, Dimitris, Glykeria Stamatopoulou & Maria Symeonaki (2023): Stepping Stone or Trap? Contextualising Precarity as a Sector and Age Phenomenon in the Greek Labour Market. In: Young, Jg. 31, H. 2, S. 161-184. DOI:10.1177/11033088221139391
Abstract
"Precarity has been consolidated as a central concept in theoretical and political discussions around labour market(s) and labour relations and conditions. Moreover, it has strongly been linked with specific sociodemographic groups, prominently with youth. Both theory and empirical evidence have suggested that precarity functions as a necessary step towards integration in the labour market, as a kind of indispensable rite of passage to labour adulthood. Nevertheless, despite its resonance, precarity remains a fuzzy buzzword that needs to be further problematized and evidenced. Focusing on a specific case study, that of Greece, we try to unfold a two-fold approach: to define and measure precarious forms of labour at the level/scale of the labour market as a whole and to detect and disentangle the role of age in specific sectors of economic activity where precarious labour is more prominent than in others." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Frauen in vielen Branchen mehrfach benachteiligt (2023)
Pfahl, Svenja; Unrau, Eugen;Zitatform
Pfahl, Svenja & Eugen Unrau (2023): Frauen in vielen Branchen mehrfach benachteiligt. In: Gute Arbeit, Jg. 35, H. 10, S. 8-12.
Abstract
"Anhand wichtiger Indikatoren des WSI Gender-Daten-Portals liefert der WSI-Branchenreport erstmals eine Übersicht über den Stand der Gleichstellung in unterschiedlichen Branchen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Damit liegen amtliche und branchenspezifische Daten zu den Entgelt- und Arbeitszeitbedingungen von Frauen und Männern vor – für Analysen und als Handlungsauftrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The concept of 'total talent management': Strategic reorientation in the employment industry (2023)
Zitatform
Pongratz, Hans J. (2023): The concept of 'total talent management'. Strategic reorientation in the employment industry. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 30, H. 3, S. 35-56. DOI:10.5771/0943-2779-2023-3-35
Abstract
"Mit dem Konzept ‚Total Talent Management‘ (TTM) bieten große Zeitarbeitsfirmen die Integration ihrer Dienstleistungen für Zeitarbeit und Personalrekrutierung an. Sie haben diese weitreichende Vorstellung von flexibler Beschäftigung im Verbund mit Unternehmensberatungen und Software-Anbietern im Globalen Norden entwickelt. Im Mittelpunkt des Beitrags steht die wissenssoziologische Diskursanalyse der kategorialen Konstruktionen dieses branchenspezifischen Narrativs zum Zusammenhang verschiedener Beschäftigungsformen. Er schließt damit an Studien zur arbeitspolitischen Deregulierung, zur Diversifizierung der Beschäftigungsindustrie und zur Digitalisierung der Personalvermittlung an. Die Ergebnisse belegen exemplarisch, wie sich die Beschäftigungsindustrie neu positioniert, indem sie Vorstellungen der Verfügbarkeit von Arbeitskraft erweitert und Unterschiede zwischen den Beschäftigungsformen nivelliert. Diese strategische Neuorientierung der privaten Intermediäre am Arbeitsmarkt verdient verstärkte Aufmerksamkeit in Forschung und Politik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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How do Bureaucratic Budget Competition and Collective Bargaining Affect the Share of Temporary Employment? (2023)
Zitatform
Santoni, Michele (2023): How do Bureaucratic Budget Competition and Collective Bargaining Affect the Share of Temporary Employment? In: Journal of institutional and theoretical economics, Jg. 179, H. 2, S. 381-411. DOI:10.1628/jite-2023-0025
Abstract
"This paper will present a two-period model in which two bureau-union units, due to the presence of a tenured labour constraint, negotiate sequentially over employment and wages, under the hypotheses that the bureaus maximise output and the sponsor can commit itself to an overall budget. The paper will show that, when both tenured and temporary workers are essential in production, the extent and strength of collective bargaining power of unionised permanent workers, jointly with bureaucratic strategic incentives in budget competition, will determine a suboptimal allocation of inputs. As a result, strategic over-hiring of permanent workers may emerge in symmetric equilibrium." (Author's abstract, IAB-Doku, © Mohr Siebeck) ((en))
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Literaturhinweis
Die Verbreitung atypischer Beschäftigung seit dem Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz (2023)
Scheile, York W.; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Scheile, York W. & Emanuel Bennewitz (2023): Die Verbreitung atypischer Beschäftigung seit dem Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz. (Steckbriefe des IAB-Betriebspanels 04/2023), Mainz, 8 S.
Abstract
"Dieser Steckbrief zeigt auf Basis der Daten des IAB-Betriebspanels die Verbreitung atypischer Beschäftigung in den Betrieben und unter den Beschäftigten seit dem Jahr 2013 in RheinlandPfalz auf. Zusätzlich wird für verschiedene Formen atypischer Beschäftigungsverhältnisse auf Geschlechterunterschiede eingegangen. Im Verlauf der letzten 10 Jahre erweisen sich dabei die Anteile der Betriebe, welche auf die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung zurückgriffen, als auch die Anteile der Beschäftigten, die in diesen Beschäftigungstypen angestellt waren, als vergleichsweise konstant. Eine Ausnahme bildet die Beschäftigung im Midi-Job-Bereich. Hier kann in den letzten beiden Jahren aufgrund der angehobenen Verdienstobergrenze eine deutliche Zunahme beobachtet werden. Dennoch fällt deren Stellenwert weit hinter dem der Beschäftigung in Teilzeit zurück. Im Durchschnitt über die letzten 10 Jahre war ein Drittel aller Beschäftigten in Rheinland-Pfalz auf Teilzeitbasis angestellt. Ebenso ist zu erwähnen, dass atypische Beschäftigungsverhältnisse unter Frauen verbreiteter sind als unter Männern. Wenngleich seit 2013 der Frauenanteil unter den Beschäftigten in den verschiedenen atypischen Beschäftigungstypen abgenommen hat, waren dennoch im Jahr 2022 zwei Drittel aller beschäftigten Frauen und nur ein Viertel aller beschäftigten Männer entweder in Teilzeit, im Midi-Job-Bereich oder befristet angestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Causal Misperceptions of the Part-Time Pay Gap (2023)
Zitatform
Schrenker, Annekatrin (2023): Causal Misperceptions of the Part-Time Pay Gap. (DIW-Diskussionspapiere 2031), Berlin, 54 S.
Abstract
"This paper studies if workers infer from correlation about causal effects in the context of the part-time wage penalty. Differences in hourly pay between full-time and part-time workers are strongly driven by worker selection and systematic sorting. Ignoring these selection effects can lead to biased expectations about the consequences of working part-time on wages (’selection neglect bias’). Based on representative survey data from Germany, I document substantial misperceptions of the part-time wage gap. Workers strongly overestimate how much part-time workers in their occupation earn per hour, whereas they are approximately informed of mean full-time wage rates. Consistent with selection neglect, those who perceive large hourly pay differences between full-time and part-time workers also predict large changes in hourly wages when a given worker switches between full-time and part-time employment. Causal analyses using a survey experiment reveal that providing information about the raw part-time pay gap increases expectations about the full-time wage premium by factor 1.7, suggesting that individuals draw causal conclusions from observed correlations. De-biasing respondents by informing them about the influence of worker characteristics on observed pay gaps mitigates selection neglect. Subjective beliefs about the part-time/full-time wage gap are predictive of planned and actual transitions between full-time and part-time employment, necessitating the prevention of causal misperceptions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitszeitpotenziale bei geringfügig Beschäftigten (2023)
Schäfer, Holger;Zitatform
Schäfer, Holger (2023): Arbeitszeitpotenziale bei geringfügig Beschäftigten. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2023,60), Köln, 3 S.
Abstract
"Ein häufig vorgebrachter Kritikpunkt an der geringfügigen Beschäftigung ist, dass Beschäftigte zu wenige Anreize haben, in Beschäftigungsverhältnisse mit längerer Arbeitszeit zu wechseln. Dies ist jedoch im Wesentlichen nur für die Teilgruppe der Hausfrauen und männer ein Problem. Die meisten Minijobber streben keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Report on mobile seasonal workers and intra-EU labor mobility (2023)
Siöland, Linus; Aouati, Olivia; Hassan, Emmanuel; Viñuales, Clara; Markowska, Agnieszka; Gasperini, Michela; Geraci, Matthew;Zitatform
Siöland, Linus, Emmanuel Hassan, Matthew Geraci, Michela Gasperini, Clara Viñuales, Agnieszka Markowska & Olivia Aouati (2023): Report on mobile seasonal workers and intra-EU labor mobility. Luxemburg, 51 S. DOI:10.2767/093005
Abstract
"Mobile seasonal workers play an important role in the European labor market by increasing the supply of labor in times of the year when there is more work than the domestic market can supply workers for. This allows sectors that are marked by strong seasonality – notably agriculture, hospitality and tourism – to bolster their staff with workers from another country if they are not able to allocate all their work using only domestic applicants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
'It was doing my head in': Low-paid multiple employment and zero hours work (2023)
Zitatform
Smith, Andrew & Jo McBride (2023): 'It was doing my head in': Low-paid multiple employment and zero hours work. In: BJIR, Jg. 61, H. 1, S. 3-23. DOI:10.1111/bjir.12689
Abstract
"This article explores the lived experiences and working time complexities of low-paid workers in legitimate multiple employment and zero hours work. Based on detailed qualitative research, these workers have 2, 3, 4, 5 and even 7 different jobs out of necessity due to low-pay, unpredictable working hours and employment precarity. The research reveals that workers need to be available for (potential) work at any point but may not actually be offered any hours, which we argue constitutes unremunerated labour time. The findings highlight a densification of working time with zero hours work as employers maximize productive effort into specifically numbered, demarcated and minimized working hours, which tightens the porosity of labour. There is a dual fragmentation and individualization of employment, as these workers traverse multiple, expansive, complex and dynamic temporalities of work. This study identifies new economic and temporal indeterminacies of labour, which fundamentally transform the employment relationship and wage-effort bargain." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Jobunsicherheit: Frauen fühlen sich durch Befristungen deutlich stärker belastet als Männer (2023)
Zitatform
Teichler, Nils & Brigitte Schels (2023): Jobunsicherheit: Frauen fühlen sich durch Befristungen deutlich stärker belastet als Männer. In: IAB-Forum H. 25.09.2023. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230925.01
Abstract
"Jobunsicherheit und befristete Beschäftigung im Speziellen gehen für Erwerbstätige mit spürbaren Sorgen um den Arbeitsplatz einher und mindern die Lebenszufriedenheit. Allerdings machen sich weibliche Beschäftigte deutlich größere Sorgen um den Arbeitsplatz als männliche, wenn sie befristet beschäftigt sind. Der berufliche Status macht demgegenüber kaum einen Unterschied für die Lebenszufriedenheit, wenn der eigene Arbeitsplatz als unsicher erlebt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wandel der Erwerbsformenstruktur - Alte und neue Trends (2023)
Zitatform
Walwei, Ulrich & Marie Lena Muschik (2023): Wandel der Erwerbsformenstruktur - Alte und neue Trends. (IAB-Forschungsbericht 01/2023), Nürnberg, 28 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2301
Abstract
"Der Beitrag geht auf Basis von Daten des Mikrozensus des Statistischen Bundesamts den jüngeren Entwicklungstrends bei verschiedenen Erwerbsformen (z. B. Selbständigkeit, Beschäftigung in Vollzeit, Teilzeitbeschäftigung oder befristete Beschäftigung) nach und zeigt auf, ob und inwieweit sich frühere Trends fortgesetzt haben, ob und inwieweit sich sektorale oder soziodemografische Strukturmerkmale der Erwerbsformen über die Zeit verändert haben und welche darüber hinaus gehenden neueren Entwicklungen zu beobachten sind. Flexible oder atypische Erwerbsformen erfüllen viele Funktionen. Sie dienen auf betrieblicher Seite der Anpassungsflexibilität des Personaleinsatzes und können auf der Beschäftigtenseite Erwerbs- und Lebenspräferenzen, etwa der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Rechnung tragen. Der Anteil der sogenannten Normalarbeitsverhältnisse an der Erwerbsbevölkerung, also unbefristeter Beschäftigungen in Vollzeit bzw. nahe der Vollzeit außerhalb der Zeitarbeitsbranche, veränderte sich mit Werten etwa um die 45 Prozent zwischen 1991 und 2019 quantitativ kaum. Nach einem Rückgang in den 1990er Jahren und den 2000er Jahren gewann das Normalarbeitsverhältnis in den 2010er Jahren wieder leicht an Bedeutung. Betrachtet man dagegen die davon abweichenden Erwerbs- und Beschäftigungsformen, so verzeichnen diese seit 1991 einen klaren Aufwärtstrend. Ihr Aufwuchs speiste sich rein rechnerisch überwiegend aus einem Rückgang der Nichterwerbstätigkeit. Vergleicht man die Entwicklung der Vollzeitbeschäftigung bzw. vollzeitnaher Beschäftigung mit derjenigen der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung und der geringfügigen Beschäftigung, so zeigt sich in den letzten drei Dekaden ein eindeutiges Bild. Die Beschäftigungsformen mit kürzerer Arbeitszeit haben deutlich an Bedeutung gewonnen. Betrachtet man die letzten zehn Jahre, ist die Tendenz nicht mehr ganz so klar. Vollzeitbeschäftigung bzw. vollzeitnahe Beschäftigung blieb zwischen 2009 und 2019 relativ stabil, die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung legte weiter zu und die geringfügige Beschäftigung ging zurück. Dabei fällt auf, dass letztere vor allem seit 2015 an Boden verlor – also mit und nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns. Längerfristig betrachtet haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit zugenommen. Jedoch verlor die befristete Beschäftigung im Zuge des Arbeitsmarktaufschwungs in den Zehnerjahren wieder etwas an Bedeutung, während es bei der Leiharbeit zwar tendenziell weiter aufwärts ging, dies aber mit einem markanten Auf und Ab je nach konjunktureller Lage. Beiden Beschäftigungsformen ist gemein, dass sie während der Corona-Krise unter Druck geraten sind. Abgesehen von der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung gilt dies auch für die anderen vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Beschäftigungs- und Erwerbsformen, insbesondere im ersten Jahr der Pandemie. Die Zahl der Selbständigen (ohne mithelfende Familienangehörige) legte in den letzten drei Dekaden tendenziell zu. Ihr Erwerbstätigenanteil stieg von 8,0 auf 9,1 Prozent. Der Anstieg entfiel aber vor allem auf den Zeitraum bis 2009. Seitdem ist die Selbständigenquote tendenziell rückläufig. Während der Erwerbstätigenanteil der „Selbständigen mit Beschäftigten“ in der längeren Frist relativ stabil war und zwischen 1991 und 2019 lediglich um 0,2 Prozentpunkte von 4,4 auf 4,2 Prozent abnahm, legte der Anteil der Solo-Selbständigen in diesem Zeitraum um 1,3 Prozentpunkte von 3,6 auf 4,9 Prozent vergleichsweise kräftig zu. Die künftige Entwicklung dürfte durch eine ganze Reihe von teils gegenläufig wirkenden Faktoren geprägt sein. Sie reichen von wirtschaftsstrukturellen Veränderungen über Verschiebungen von individuellen Präferenzen und personalpolitischen Dispositionen, einer sich verändernden Marktmacht zwischen Betrieben und Beschäftigten bis hin zu möglichen institutionellen Reformen. Fakt ist, dass die Zusammensetzung der Erwerbsformen bis Mitte der Nullerjahre immer heterogener wurde. Seitdem hat sich dieser Trend aber nicht in gleichem Maße fortgesetzt. Im Gegenteil, zuletzt zeigte sich eine gewisse Stabilität und sogar ein leichter Anstieg dessen, was lange als Standard oder als „normal“ galt. Ein hohes Maß an Heterogenität in der strukturellen Zusammensetzung der Erwerbsformen dürfte auch in absehbarer Zukunft fortbestehen. Zugleich könnten individuelle Erwerbsbiografien künftig stärker als bisher durch Wechsel zwischen Erwerbsformen geprägt sein. Für bestimmte Phasen des Erwerbslebens könnten sich mehr als bisher verschiedene Beschäftigungs- und Erwerbsformen herauskristallisieren, auch da immer mehr Menschen mit gefragten Qualifikationen ein hohes Maß an Marktmacht erlangen und hierdurch ihre Wünsche und Bedarfe leichter realisieren können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Saisonale Beschäftigung in der Landwirtschaft (2023)
Zitatform
(2023): Saisonale Beschäftigung in der Landwirtschaft. (Kurzinfo / Bundesagentur für Arbeit März 2023), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"In der Landwirtschaft treten regelmäßig jahreszeitlich bedingte Arbeitsspitzen auf, die bspw. durch zusätzliche Erntehelferinnen und Erntehelfer abgefedert werden. Bei solchen Beschäftigungsverhältnissen wird im Allgemeinen von Saisonbeschäftigung gesprochen. Allerdings kann die vertragliche Ausgestaltung einer solchen Saisonbeschäftigung sehr unterschiedlich sein. Wichtiges Kennzeichen ist eine im Vertrag festgelegte Befristung. Eine einheitliche Abgrenzung dieser Beschäftigungsform ist nicht möglich. Darüber hinaus gelten für Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeiter aus dem Ausland gesonderte Regelungen bezüglich der Meldepflicht zur Sozialversicherung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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