Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Ein neues Normalarbeitsverhältnis (2014)
Fuchs, Tatjana; Fuchs, Tatjana; Nahles, Andrea; Weinkopf, Claudia ; Fahimi, Yasmin; Weinkopf, Claudia ; Smolenski, Tanja;Zitatform
Fuchs, Tatjana & Claudia Weinkopf (2014): Ein neues Normalarbeitsverhältnis. (Denkwerk Demokratie. Werkbericht 05), Berlin, 51 S.
Abstract
"Der vorliegende Werkbericht ist im Rahmen eines Projektes des Denkwerk Demokratie entstanden, das sich mit der Entwicklung eines neuen Normalarbeitsverhältnis beschäftigt. Es wurde die leitende Fragestellung formuliert: 'Auf welches Leitbild der gesellschaftlichen Arbeitsteilung und eines modernen Normalarbeitsverhältnis können wir uns verständigen?' Diese Fragestellung wurde in zwei Workshops mit Expert/innen aus Politik, Wissenschaft und Gewerkschaften diskutiert. Der nächste Schritt war die Erstellung einer Expertise, die Tatjana Fuchs und Claudia Weinkopf erarbeitet haben und die mit diesem Werkbericht vorgelegt wird." (Textauszug, IAB-Doku)
Inhalt:
Teil A: Yasmin Fahimi, Andrea Nahles und Tanja Smolenski: Einführung: Politik für ein neues Normalarbeitsverhältnis (4-7).
Teil B: Tatjana Fuchs und Claudia Weinkopf: Eckpfeiler und Leitbild eines neuen Normalarbeitsverhältnisses (8-50). -
Literaturhinweis
Niedriglohn und prekäre Beschäftigung in Deutschland (2014)
Gehl, Günter;Zitatform
Gehl, Günter (2014): Niedriglohn und prekäre Beschäftigung in Deutschland. (Forum: Politik 29), Weimar: Bertuch, 137 S.
Abstract
"Nicht erst seit den sogenannten Hartz-Reformen zwischen 2003 und 2005, sondern bereits wesentlich länger wird über die Thematik Niedriglohn und prekäre Beschäftigung in Deutschland diskutiert. Diese Publikation, die im Auftrag der AKTION ARBEIT im Bistum Trier erstellt worden ist, will zur Klärung der Begriffe 'Niedriglohn' und 'prekäre Beschäftigung' beitragen, die in ihrem Bedeutungsgehalt umstritten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Soziale Integration von befristet Beschäftigten und Leiharbeitern in Deutschland (2014)
Zitatform
Gundert, Stefanie & Christian Hohendanner (2014): Soziale Integration von befristet Beschäftigten und Leiharbeitern in Deutschland. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 23, H. 3, S. 256-271., 2014-08-05. DOI:10.1515/arbeit-2014-0308
Abstract
"Dieser Beitrag befasst sich mit dem Zusammenhang von Erwerbsintegration und sozialer Integration. Ausgehend von der Annahme, dass die Integration ins Erwerbsleben eine wesentliche Voraussetzung für soziale Teilhabe und gesellschaftliche Integration bildet, wird das subjektive soziale Zugehörigkeitsgefühl von unbefristet und befristet Beschäftigten, Leiharbeitnehmern und Arbeitslosen anhand von Informationen aus dem Panel 'Arbeitsmarkt und soziale Sicherung' (PASS) verglichen. Arbeitslose und Arbeitnehmer in Leiharbeitsverhältnissen fühlen sich weniger gut in die Gesellschaft integriert als unbefristet Beschäftigte, was u.a. mit der Verfügbarkeit sozialer und finanzieller Ressourcen zusammenhängt. Die Ergebnisse weisen zudem darauf hin, dass es für die subjektive Sozialintegration eine Rolle spielt, ob die (temporären) Beschäftigungsformen in der jeweiligen Qualifikationsgruppe der Beschäftigten eine 'soziale Norm' darstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The effect of temporary help jobs on employment volatility (2014)
Zitatform
Jahn, Elke & Enzo Weber (2014): The effect of temporary help jobs on employment volatility. (LASER discussion papers 72), Erlangen, 19 S.
Abstract
"This study investigates the impact of temporary agency employment on employment volatility outside the sector. Making use of econometric volatility models we find that enhancing numerical flexibility by temporary agency employment decreases employment volatility of incumbent workers. However, not all subgroups are benefitting equally. While prime-age permanent workers considerably gain from higher flexibility, young workers, migrants and lo-skilled workers are not only overrepresented among the temps but also do not gain when employed outside the sector." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung in Baden-Württemberg: eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (Wellen 2000 - 2013) (2014)
Klee, Günther; Klempt, Charlotte;Zitatform
Klee, Günther & Charlotte Klempt (2014): Atypische Beschäftigung in Baden-Württemberg. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (Wellen 2000 - 2013). (IAW-Kurzberichte 2014,01), Tübingen, 67 S.
Abstract
"Der Bericht gliedert sich im Einzelnen wie folgt: In Kapitel 2 wird ein Überblick über Verbreitung und Struktur atypischer Beschäftigung gegeben. Es werden dabei acht verschiedene Formen atypischer Beschäftigung behandelt: befristete Beschäftigung, geringfügige Beschäftigung, Leiharbeit, freie Mitarbeit, Midi-Jobs, Teilzeitbeschäftigung, Ein-Euro-Jobs und Praktika, wobei der Schwerpunkt auf der befristeten Beschäftigung liegt. Dabei wird neben der Qualifikationsstruktur sowie deren Verteilung nach Branchen und Betriebsgrößen auch auf eine Reihe weiterer Charakteristika von Betrieben eingegangen, in denen atypische Beschäftigungsverhältnisse zum Einsatz kommen. Das Kapitel schließt mit einem zusammenfassenden Vergleich der acht Beschäftigungsformen. In Kapitel 3 steht die Dynamik befristeter Beschäftigung im Vergleich zur unbefristeten Beschäftigung im Mittelpunkt. Die Ergebnisse basieren auf der Analyse von Stromgrößen, also von Veränderungsraten über die Zeit. Dabei wird sowohl auf die Reallokation von befristeten bzw. unbefristeten Arbeitsplätzen (Arbeitsplatzdynamik) als auch auf den Austausch von befristeter und unbefristeter Beschäftigung (Arbeitskräftedynamik) eingegangen. Dadurch lässt sich ermitteln, ob beispielsweise der Austausch befristeter Beschäftigter hauptsächlich aufgrund neu geschaffener oder abgebauter Stellen in einem Betrieb oder hauptsächlich reiner Personalaustauschprozesse ohne einen Auf- und Abbau von Stellen erfolgt. In Abschnitt 3.1 werden zunächst Strom- und Bestandsgrößen befristeter Beschäftigung nach Geschlecht miteinander verglichen. In den beiden nachfolgenden Abschnitten steht die Fluktuation von befristeten und unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen im Mittelpunkt. Dabei werden die jeweiligen Raten auch getrennt nach Branchen dargestellt. In Abschnitt 3.2 beziehen sich die Einstellungs-, Abgangs- oder Umschlagsraten auf den durchschnittlichen Beschäftigungsbestand im ersten Halbjahr 2013 innerhalb der jeweiligen Vertragsform. In Abschnitt 3.3 folgt eine Analyse bezogen auf den zusammengefassten durchschnittlichen Beschäftigungsstand aus beiden Vertragsformen. In Abschnitt 3.4 wird die Frage, ob und inwieweit die Zunahme befristeter Beschäftigung auf Kosten der unbefristeten Beschäftigung geht, auch mittels Regressionsanalysen untersucht. Dabei wird auch auf die zeitliche Entwicklung befristeter und unbefristeter Beschäftigung eingegangen. Abschnitt 3.5 fasst die Ergebnisse dieses Kapitels noch einmal kurz zusammen. Kapitel 4 schließlich beinhaltet die wichtigsten Ergebnisse sowie das Fazit dieses Berichts." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Precarious employment and social outcomes (2014)
Zitatform
Lewchuk, Wayne & Michelynn Laflèche (2014): Precarious employment and social outcomes. In: Just Labour: A Canadian Journal of Work and Society, Jg. 22, H. Autumn, S. 45-50.
Abstract
Der Beitrag führt in das Schwerpunktthema der Ausgabe der Zeitschrift ein, in dem neuere Arbeiten aus dem Umfeld des PEPSO-Projekts (POVERTY & EMPLOYMENT PRECARITY IN SOUTHERN ONTARIO PROJECT) vorgestellt werden. Diese stützen sich zum Teil auf den Bericht "It's More than Poverty: Employment Precarity and Household Well-being", den das PEPSO-Projekt im Jahr 2013 veröffentlicht hat und der Ergebnisse einer Befragung von 4000 Personen aus dem Arbeitsmarktbezirk Toronto-Hamilton präsentiert. Zum anderen Teil stützen sie sich auf vertiefende und begleitende Untersuchungen prekär Beschäftigter. Die Beiträge fragen u.a. ob prekäre Beschäftigung gleichbedeutend ist mit Niedrigeinkommen, untersuchen Prekarität im Non-Profit-Sektor, in dem prekär Beschäftigte Dienstleistungen für andere prekär Beschäftigte erbringen, fragen nach dem Einfluss ethnischer Faktoren, speziell bei Einwanderinnen, oder nach der Besonderheit einer Beschäftigung von Saisonarbeitern in der Landwirtschaft im Seasonal Agricultural Workers Program (SAWP). Außerdem wird der Erfolg städtischer Reinigungskräfte in Toronto dokumentiert, die verhindert haben, dass ihre Arbeitsplätze outgesourct und sie in die gewerbliche Wirtschaft überführt werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Anpassung des betrieblichen Leiharbeitseinsatzes vor und während der Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 (2014)
Zitatform
Müller, Steffen (2014): Die Anpassung des betrieblichen Leiharbeitseinsatzes vor und während der Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 21, H. 1, S. 15-35. DOI:10.1688/IndB-2014-01-Mueller
Abstract
"Der Anstieg in der Leiharbeitsnutzung in Deutschland bis zur Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 war geprägt durch die verstärkte Nutzung in größeren Industriebetrieben und vollzog sich in erster Linie entlang der intensive margin, also durch eine erhöhte Leiharbeitsintensität in den Nutzerbetrieben. Diese Vorgänge können mit transaktionskostentheoretischen Argumenten und gestiegenem internationalen Wettbewerbsdruck erklärt werden, und sie deuten auf eine gestiegene Produktivität in den Nutzerbetrieben hin. Der drastische Rückgang in der Leiharbeitsnutzung während der Krise betraf vor allem Exporteure und größere Industriebetriebe und vollzog sich primär entlang der extensive margin. Die Beschäftigungschancen im Leiharbeitssektor hingen in besonders starkem Maße von der internationalen Nachfrage nach deutschen Industriegütern ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary agency work and firm competitiveness: evidence from German manufacturing firms (2014)
Zitatform
Nielen, Sebastian & Alexander Schiersch (2014): Temporary agency work and firm competitiveness. Evidence from German manufacturing firms. In: Industrial relations, Jg. 53, H. 3, S. 365-393. DOI:10.1111/irel.12062
Abstract
"This paper addresses the relationship between the utilization of temporary agency workers by firms and their competitiveness measured by unit labor costs, using a rich, newly built, dataset of German manufacturing enterprises. We conduct the analysis by applying different panel data models while taking the inherent selection problem into account. Making use of dynamic panel data models allows us to control for firm-specific fixed effects as well as for potential endogeneity of explanatory variables. The results indicate an inverse U-shaped relationship between the extent that temporary agency workers are used and the competitiveness of firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A note on dual internal labor markets and wages of temporary workers: evidence from linked-employer-employee data (2014)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2014): A note on dual internal labor markets and wages of temporary workers. Evidence from linked-employer-employee data. In: Journal of labor research, Jg. 35, H. 2, S. 133-142. DOI:10.1007/s12122-013-9173-1
Abstract
"I use linked employer-employee data from the German Federal Statistical Office to estimate within-firm wage differentials between temporary workers with fixed-term contracts and workers with permanent contracts in the context of dual internal labor markets. Wage-tenure profiles of permanent workers are estimated separately for each firm to obtain a proxy for the prevalence of internal labor markets. Temporary workers earn significantly lower wages in firms with steeper wage-tenure profiles. This finding is consistent with the segmentation in a primary permanent workforce with high wages and a secondary temporary workforce with low wages, if internal labor markets are more prevalent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Minijobs in NRW: Datenbeschreibung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbefragung (2014)
Zitatform
Schaffner, Sandra & Barbara Treude (2014): Minijobs in NRW. Datenbeschreibung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbefragung. (RWI-Materialien 76), Essen, 74 S.
Abstract
"Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, sogenannte Minijobs, sind inzwischen ein nicht unerheblicher Teil abhängiger Beschäftigung in Deutschland. Das RWI hat im Jahr 2012 sowohl eine Befragung von geringfügig beschäftigten Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern mit Minijobs in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Die Befragungen lassen unter anderem Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Beschäftigten, die Beweggründe auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite und die Wahrnehmung von Rechten wie Lohnfortzahlung und Mutterschutz zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Intensität der Leiharbeitsnutzung in Deutschland: eine empirische Analyse von betrieblichen Determinanten (2014)
Schröpfer, Stefanie;Zitatform
Schröpfer, Stefanie (2014): Die Intensität der Leiharbeitsnutzung in Deutschland. Eine empirische Analyse von betrieblichen Determinanten. Hohenheim, 338 S.
Abstract
"Seit der Lockerung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes im Zuge der Hartz-Reformen ist der betriebliche Umgang mit dem Instrument Leiharbeit erheblich in die Kritik geraten: Im Kern wird der Vorwurf erhoben, Betriebe würden Leiharbeit nicht mehr allein aus Flexibilitätsgründen, sondern zunehmend auch strategisch zur Kostensenkung einsetzen, was eine Verdrängung der Stammbeschäftigten durch kostengünstigere Leiharbeitskräfte zur Folge habe. Dass sich mit der strategischen Nutzung inzwischen eine weitere Form der Leiharbeitsnutzung herausgebildet hat, bestätigen bislang jedoch allein qualitative Studien. Sie zeigen, dass Leiharbeit dauerhaft intensiv eingesetzt wird, um insbesondere die laufenden Personalkosten abzusenken und Kosten zu vermeiden, die aufgrund institutioneller Regelungen für Stamm-, nicht jedoch für Leihbeschäftigte anfallen. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigen sich mikroökonometrische Studien zwar mit den Auswirkungen hoher Leihbeschäftigtenanteile auf die betriebliche Entwicklung, ob und inwieweit sich das Ausmaß der betrieblichen Leiharbeitsnutzung durch Motive der strategischen Nutzung erklären lässt, wurde bislang jedoch noch nicht umfassend untersucht. Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der quantitativen Bedeutung strategischer Einsatzmotive für die betriebliche Intensität der Leiharbeitsnutzung. Dabei werden insbesondere zwei Fragestellungen untersucht: Erstens, welchen Einfluss haben strategische Einsatzmotive auf das Ausmaß der betrieblichen Leiharbeitsnutzung? Zweitens, hat sich die Relevanz der strategischen Motive infolge der Deregulierung der Arbeitnehmerüberlassung verändert? Um die betrieblichen Determinanten der Nachfrage nach Leiharbeit zu untersuchen, werden die Daten des Betriebspanels des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mithilfe verschiedener mikroökonometrischer Methoden ausgewertet, die hierfür mehrheitlich erstmals herangezogen werden. Die Schätzergebnisse legen insgesamt den Schluss nahe, dass Leiharbeit als Instrument zur strategischen Kostensenkung seit der Lockerung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes an Bedeutung gewonnen hat. Es bestehen deutliche Anhaltspunkte dafür, dass Betriebe Leiharbeit seither stärker und auch dauerhaft intensiv einsetzen, um ihre laufenden Personalkosten insbesondere im Niedrigqualifikationsbereich zu reduzieren. Seit der Deregulierung wird offenbar auch auf Leiharbeit zurückgegriffen, um potenzielle Entlassungskosten zu vermeiden. Zudem sprechen die Ergebnisse dafür, dass durch eine umfängliche Leiharbeitsnutzung die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden soll. Für einen Einsatz zur Umgehung tariflicher Regelungen lassen sich dagegen keine eindeutigen Hinweise finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Moderne Arbeitsmarktverfassung: wie viel Regulierung verträgt der deutsche Arbeitsmarkt? (2014)
Schäfer, Holger; Schmidt, Jörg; Stettes, Oliver;Zitatform
Schäfer, Holger, Jörg Schmidt & Oliver Stettes (2014): Moderne Arbeitsmarktverfassung. Wie viel Regulierung verträgt der deutsche Arbeitsmarkt? (IW-Positionen 66), Köln, 60 S.
Abstract
"Am Arbeitsmarkt stehen die Zeichen auf mehr Regulierung. Das zeigt eine Bestandsaufnahme des Koalitionsvertrags und der öffentlichen Debatte zur Entwicklung von Beschäftigungsreformen und Arbeitsbedingungen. Die Öffentlichkeit hat ein abweichendes Bild vom eigentlichen Zustand des deutschen Arbeitsmarktes. Auch die Wahlprogramme der Parteien im vergangenen Bundestagswahlkampf und der Koalitionsvertrag spiegeln dieses Bild wieder:
- Stichwort Beschäftigungsreformen: Der Anstieg der Beschäftigung und der Rückgang der Arbeitslosigkeit seien mit dem Anstieg sogenannter atypischer Beschäftigungsformen erkauft worden.
- Stichwort Beschäftigungsbedingungen: Diese 'atypischen' Beschäftigungsformen zeichneten sich durch prekäre Arbeitsbedingungen aus, die sich auf alle anderen Arbeitsverhältnisse auszubreiten drohten.
- Stichwort Beschäftigungsförderung: Der Staat hätte sich aus seiner Verantwortung verabschiedet, aktiv die Beschäftigung derjenigen zu fördern, denen es in den vergangenen Jahren nicht gelungen ist, sich erstmals oder wieder in die Erwerbstätigkeit zu integrieren.
Die IW-Position greift diese Debatte auf und bewertet die im Koalitionsvertrag niedergelegten Vorschläge. Das Fazit: Die Pläne für und die Forderungen nach mehr Regulierung am Arbeitsmarkt gehen in die falsche Richtung. Sie übersehen zudem, dass sich das Beschäftigungswunder in Deutschland erst im Zuge struktureller Reformen im institutionellen Regelwerk entfalten konnte und dies nicht zulasten der Arbeitsbedingungen gegangen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Times of change: what drives the growth of work arrangements in Germany? (2014)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2014): Times of change: what drives the growth of work arrangements in Germany? In: Journal for labour market research, Jg. 47, H. 3, S. 183-204., 2013-06-18. DOI:10.1007/s12651-013-0136-z
Abstract
"Seit Anfang der 1990er Jahre hat sich die Zusammensetzung der Erwerbsformen grundlegend verändert. Während atypische Formen der Erwerbstätigkeit, wie Teilzeitarbeit oder befristete Beschäftigung, an Bedeutung gewannen, verlor das sog. 'Normalarbeitsverhältnis' dagegen an Boden. Jedoch legen Daten des Mikrozensus nahe, dass sich das Tempo des Wandels in der jüngeren Vergangenheit nicht wesentlich beschleunigt hat. Darüber hinaus zeigt sich, dass die Entwicklungen auch von einem längerfristigen Trend getragen werden. Shift-Share-Analysen deuten allerdings daraufhin, dass die veränderte Zusammensetzung der Erwerbstätigkeit nach Sektoren und soziodemographischen Merkmalen den Wandel der Erwerbsformen nur unwesentlich getrieben haben. Das bedeutet, dass Verhaltensänderungen der Wirtschaftssubjekte eine entscheidende Rolle für die Entwicklung gespielt haben. In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass die Regulierungen in Deutschland spezifische Anreize zu Gunsten atypischer Beschäftigung setzen. Relevant sind hier relativ hohe Sozialversicherungsbeiträge, ein ausgeprägter Kündigungsschutz, eine zuletzt verstärkte Aktivierung von Arbeitslosen und eine noch immer bestehende Vorherrschaft des sog. 'Ernährermodells'." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Zeitarbeit - Aktuelle Entwicklungen, Februar 2014 (2014)
Abstract
"Die Beschäftigung in der Zeitarbeit in Deutschland ist in den letzten Jahren in der Tendenz mit hoher Dynamik gewachsen. Zuletzt stagnierte die Beschäftigung in der Zeitarbeit, während die Beschäftigung insgesamt weiter zunimmt. Der Anteil der Beschäftigten in der Zeitarbeit an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt unter drei Prozent. Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und ist daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Der Strukturwandel zeigt sich auch in der Arbeitnehmerüberlassung. Sieben von zehn Leiharbeitnehmern sind männlich. Die Hälfte der Beschäftigten in der Zeitarbeit übt eine Helfertätigkeit aus (alle Beschäftigte: 14 Prozent). Die Arbeitnehmerüberlassung ist von hoher Dynamik geprägt: Im ersten Halbjahr 2013 wurden 449.000 Zeitarbeitsverhältnisse neu abgeschlossen und 484.000 Beschäftigungsverhältnisse beendet. Knapp die Hälfte der Leiharbeitsverhältnisse endet nach weniger als drei Monaten. Die hohe Dynamik der Branche spiegelt sich auch in einem überdurchschnittlich hohen Risiko, aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung heraus arbeitslos zu werden. 14 Prozent der Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt und 17 Prozent der Beschäftigungsaufnahmen erfolgen aus bzw. in Zeitarbeit. Die Nachhaltigkeit von Beschäftigungsaufnahmen in der Zeitarbeit ist niedriger als im Durchschnitt über alle Branchen. Drei von fünf Beschäftigungsaufnahmen in der Zeitarbeit aus Arbeitslosigkeit heraus sind sechs und auch zwölf Monate später noch mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung - in der Zeitarbeit oder in einer anderen Branche - verbunden. Die Bruttoarbeitsentgelte in der Zeitarbeit liegen deutlich unter den im Durchschnitt über alle Branchen erzielten Entgelten. Die Zeitarbeitsbranche zeichnet sich durch einen nach wie vor hohen Arbeitskräftebedarf aus. Die Zahl der gemeldeten Stellen aus der Zeitarbeit hat sich nach Rückgängen zuletzt stabilisiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexible wage contracts, temporary jobs, and firm performance: evidence from Italian firms (2013)
Zitatform
Battisti, Michele & Giovanna Vallanti (2013): Flexible wage contracts, temporary jobs, and firm performance. Evidence from Italian firms. In: Industrial relations, Jg. 52, H. 3, S. 737-764. DOI:10.1111/irel.12031
Abstract
"This study focuses on the effects of decentralized wage schemes and temporary forms of employment on firm performance. The effect of monetary incentives on workers' effort and firm performance is a central topic in economics. According to the principal-agent paradigm, firms (the principal) have to link employees' remuneration schemes to any verifiable indicator of performance to avoid opportunistic behavior. The empirical evidence shows that financial incentives have the potential to exert strong effects on indicators of firm performance, such as productivity and worker absenteeism, although the degree of effectiveness of such schemes varies significantly according to the institutional/economic context in which firms operate. From both a theoretical and empirical point of view, the prediction on the effects of temporary types of employment on effort and productivity is less neat. In light of these considerations, this study uses a sample of Italian firms to provide further empirical evidence on whether and to what extent performance- related pay schemes and contract flexibility affect workers' effort (in terms of absenteeism) and, in turn, firm productivity. These effects are analyzed for different types of workers (white collar vs. blue collar), working in workplaces characterized by a different degree of uncertainty and risk and in firms operating in different economic and institutional settings. Our results show that wage flexibility has a significant effect on effort and then on firm's productivity and that white-collar workers are more responsive to monetary incentives than blue-collar workers. Moreover, the presence of a large share of temporary contracts, implying a lower dismissal probability for permanent workers and a deterioration of the working environment, appears to reduce workers' motivation and effort." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Einkommen, Weiterbildung und Entscheidungsspielräume: die Leiharbeit "krankt" an kumulierten Ressourcendefiziten (2013)
Zitatform
Becker, Karina, Ulrich Brinkmann & Thomas Engel (2013): Einkommen, Weiterbildung und Entscheidungsspielräume. Die Leiharbeit "krankt" an kumulierten Ressourcendefiziten. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 67, H. 2, S. 93-103.
Abstract
"Leiharbeit hat sich als stabiles Element betrieblicher Arbeits- und Personalpolitik etabliert. Zugleich gibt es Evidenzen für überdurchschnittliche Fehlzeiten und Gesundheitsbeeinträchtigungen in dieser Gruppe, die sich auch in der subjektiven Wahrnehmung der Betroffenen in Form von Fehlbelastungen niederschlagen. Um diesen Beeinträchtigungen auf den Grund zu gehen, wird geprüft, inwieweit Belastungen und Ressourcen die Zugehörigkeit zu den jeweiligen Beschäftigtengruppen erklären können. Mithilfe logistischer Regressionsanalysen anhand des Datenmaterials der letzten BiBB-/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2005/06 lassen sich vor allem Unterschiede in der Ressourcenversorgung zwischen den beiden Beschäftigtengruppen zeigen. Arbeitsbedingungen, die unter den Bedingungen von Normalbeschäftigungsverhältnissen als Ressourcen und damit gesundheits-förderlich wirken, werden im Fall der Leiharbeit zu Fehlbelastungen - vor allem dann, wenn sie in mehreren Faktoren kumulieren. Der Beitrag liefert Anhaltspunkte für strategische Entscheidungen betrieblicher Gesundheitspolitik, die eine Gleichstellung von externen Beschäftigten (Leiharbeitern) und Stammbelegschaft, wie durch den Gleichbehandlungsgrundsatz festgeschrieben, anstreben. Zudem wird der Blick auf die Problematik von Mehrfachbelastungen gelenkt sowie die Unterausstattung von Ressourcen, die zur Bewältigung von Belastungen eingesetzt werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit und betriebliche Qualifikationsstruktur (2013)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Katalin Evers & Jens Stegmaier (2013): Zeitarbeit und betriebliche Qualifikationsstruktur. In: R. B. Bouncken, M. Bornewasser & L. Bellmann (Hrsg.) (2013): Neue Herausforderungen in der Zeitarbeit (Beiträge zur Flexibilisierung, 05), S. 33-44.
Abstract
"Ist es der Zeitarbeitsbranche parallel zu ihrem starken Wachstum gelungen, sich im Segment der Facharbeit zu etablieren? Bestehen dabei Unterschiede zwischen wachsenden und schrumpfenden Betrieben? Diese Fragen werden unter Verwendung panel-ökonometrischer Methoden mit den Daten des IAB-Betriebspanels 2006 bis 2011 untersucht. Die erhaltenen Ergebnisse belegen, dass die betriebliche Qualifikationsstruktur als ein wichtiger Einflussfaktor für die Entwicklung der Beschäftigung von Zeitarbeitnehmern auf betrieblicher Ebene angesehen werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitszeit - Zeitarbeit: Flexibilisierung der Arbeit als Antwort auf die Globalisierung (2013)
Bornewasser, Manfred; Kaufhold, Marisa; Wiener, Bettina; Köberlin, Theo; Bellmann, Lutz ; Kratzer, Nick; Beszenski, Norbert; Lehmann, Christian; Böttcher, Sabine; Lemanski, Sandra; Crimmann, Andreas; Leupold, Michael; Fischer, Hajo; May, Kathrin; Gerner, Gunther; Menz, Wolfgang ; Haseloh, Gudrun; Pangert, Barbara; Zülch, Gert ; Schlick, Christopher M.; Boemke, Burkhard; Schmidt, Daniel; Evers, Katalin; Sende, Cynthia; Hanseau, Katharina; Sitte, Bernd; Benkhai, Hicham; Stock, Patricia; Garrel, Jörg von; Stowasser, Sascha; Bouncken, Ricarda B. ; Tackenberg, Sven; Jeske, Tim ; Vitera, Jan;Zitatform
Bornewasser, Manfred & Gert Zülch (Hrsg.) (2013): Arbeitszeit - Zeitarbeit. Flexibilisierung der Arbeit als Antwort auf die Globalisierung. Wiesbaden: Springer, 421 S. DOI:10.1007/978-3-8349-3739-1
Abstract
"In den Unternehmen haben sich vielfältige Arbeitszeitmodelle etabliert, die einerseits den Arbeitnehmern mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei der Aufteilung von Arbeit und Freizeit lassen, die andererseits aber auch Unternehmen die Möglichkeit geben, flexibel auf volatiles Auftragsvolumen zu reagieren. Neue Beschäftigungsformen bis hin zur Zeitarbeit entwickeln sich mehr und mehr. Dabei stellt sich die Frage, wie viel Flexibilität und wie viel Stabilität nötig sind, um unternehmensseitig die Wirtschaftlichkeit zu garantieren und gleichermaßen den Mitarbeitern ein hohes Maß an Sicherheit und Autonomie hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes und ihrer Work-Life-Balance zu geben. Dieses Buch wendet sich im Teil eins der volks- und betriebswirtschaftlichen Betrachtung der Flexibilisierung von Arbeitszeit und Beschäftigung zu. Der zweite Teil beschreibt die Zeitarbeit aus verschiedenen Perspektiven. Im dritten Teil wird die Flexibilisierung der Arbeitszeit unter besonderer Berücksichtigung von gesundheitlichen Aspekten dargestellt. Schließlich stellt der vierte Teil neue organisatorische Praktiken der Arbeitszeitgestaltung aus Praxissicht vor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
I -
Literaturhinweis
Neue Herausforderungen in der Zeitarbeit (2013)
Zitatform
Bouncken, Ricarda B., Manfred Bornewasser & Lutz Bellmann (Hrsg.) (2013): Neue Herausforderungen in der Zeitarbeit. (Beiträge zur Flexibilisierung 05), München: Hampp, 203 S.
Abstract
Der fünfte Band der Reihe "Beiträge zur Flexibilisierung" ist das Ergebnis des "2. Interdisziplinären Forums Zeitarbeit", das im Dezember 2012 am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg stattfand. Der Band behandelt schwerpunktmäßig zwei der größten aktuellen Herausforderungen der Zeitarbeit: die Branchenzuschlagstarife und die Qualifizierung von Zeitarbeitskräften.
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Literaturhinweis
A study of the extent and potential causes of alternative employment arrangements (2013)
Cappelli, Peter H.; Keller, J. R.;Zitatform
Cappelli, Peter H. & J. R. Keller (2013): A study of the extent and potential causes of alternative employment arrangements. In: ILR review, Jg. 66, H. 4, S. 874-901. DOI:10.1177/001979391306600406
Abstract
"The notion of regular, full-time employment as one of the defining features of the U.S. economy has been called into question in recent years by the apparent growth of alternative or 'nonstandard' work arrangements - part-time hours, temporary help, independent contracting, and other configurations. Identifying the extent of these arrangements, whether they are increasing and where they occur, is the first step to understanding their implications for the economy and the society. But such steps have been difficult to take because of the lack of appropriate data. Based on a national probability sample of U.S. establishments, the authors present estimates of the extent of these practices, evidence on changes in their use over time, and analyses that contribute to understanding why alternatives have come into play." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Kompetenzmanagement und Qualifizierung in der Zeitarbeit: Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Verbundprojekt "Bildungszeit - Wachstumsbranche Zeitarbeit: Handlungsfelder, Kompetenzentwicklung, Bildungsprofile" 2008-2011 (2013)
Dobischat, Rolf; Düsseldorff, Christina; Wolf, Bernd;Zitatform
Dobischat, Rolf, Christina Düsseldorff & Bernd Wolf (Hrsg.) (2013): Kompetenzmanagement und Qualifizierung in der Zeitarbeit. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Verbundprojekt "Bildungszeit - Wachstumsbranche Zeitarbeit: Handlungsfelder, Kompetenzentwicklung, Bildungsprofile" 2008-2011. Gotha: Eichenbaum, 480 S.
Abstract
Die Konzepte des Verbundprojektes BildungsZeit, bestehend aus fünf Teilprojekten, 'basieren auf einem gemeinsamen Verständnis für einen zukunftsweisenden Einsatz der Zeitarbeit, die wichtige Aspekte hinsichtlich Gesundheit und Prävention, Weiterbildung, Demografie, Partizipation und Führungskultur im Arbeitsprozess berücksichtigen'. Der Projektbericht zeigt erfolgreiche und wirtschaftlich tragfähige Lösungsansätze für die Qualifizierung und Personalentwicklung auf, die modellhaft mit Praxispartnern erprobt wurden. Die Einzelbeiträge widmen sich folgenden Schwerpunkten: 1. grundlegende Analyse der Branche Zeitarbeit; 2. Kompetenzmanagement in der Zeitarbeit/Personaldienstleistung; 3. Aspekte von Qualifizierung in der Zeitarbeit; 4. Integrationsstrategien für besondere Zielgruppen (Frauen, Migranten, Höherqualifizierte) und wirtschaftliche Herausforderungen; 5. Qualifizierung im Aufgabenbereich der Disposition. (IAB)
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Literaturhinweis
Non-standard employment across occupations in Germany: the role of replaceability and labour market flexibility (2013)
Zitatform
Eichhorst, Werner, Paul Marx & Verena Tobsch (2013): Non-standard employment across occupations in Germany. The role of replaceability and labour market flexibility. (IZA discussion paper 7662), Bonn, 32 S.
Abstract
"The share of non-standard jobs in total employment has increased in Germany over recent decades. Research tends to attribute this in particular to labour market re-forms and socioeconomic change. However, it becomes clear upon closer inspection that macro trends alone cannot provide satisfactory explanations. A striking yet rarely acknowledged aspect of the development in Germany is a large occupational heterogeneity, which is true for both current working conditions and trajectories of change. A process of asymmetric change has been witnessed in recent years, increasing the gap between occupational groups. Given this process, it seems increasingly questionable to aggregate data at the national level. Therefore, this paper analyses the role of different types of non-standard employment across occupations in Germany, explaining variation between occupations with reference to institutional conditions, industrial relations and patterns of labour supply and demand, in particular skill requirements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel - Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb: Beschäftigungsentwicklung, besondere Beschäftigungsverhältnisse, Löhne und Gehälter in nordrhein-westfälischen Betrieben. Ergebnisse der nordrhein-westfälischen Stichprobe der Arbeitgeberbefragung 2012 (2013)
Frei, Marek; Dahms, Vera; Wahse, Jürgen;Zitatform
Frei, Marek, Vera Dahms & Jürgen Wahse (2013): IAB-Betriebspanel - Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb. Beschäftigungsentwicklung, besondere Beschäftigungsverhältnisse, Löhne und Gehälter in nordrhein-westfälischen Betrieben. Ergebnisse der nordrhein-westfälischen Stichprobe der Arbeitgeberbefragung 2012. Düsseldorf, 39 S.
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel beschäftigt sich in der Befragungswelle des Jahres 2012 intensiv mit dem betrieblichen Einsatz von atypischen Beschäftigungsverhältnissen, insbesondere befristeten Arbeitsverhältnissen und Leiharbeit. Angesichts des besonderen Anliegens der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, die 'Entwicklung hin zu atypischer Beschäftigung und Niedriglöhnen zu beenden und gute Arbeit zum Normalfall zu machen', sind empirisch gestützte Erkenntnisse von besonderer Relevanz. Im Mittelpunkt des Interesses der aktuellen Befragung standen folgende Fragen: Wie verbreitet ist der Einsatz von befristeter Beschäftigung und Leiharbeit? In welchen Bereichen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft werden solche Beschäftigungsformen eingesetzt? Welche Art von Betrieben nutzen befristete Beschäftigung und Leiharbeit? Wie hoch sind die Chancen für befristet Beschäftigte, nach Auslaufen ihres Vertrages in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden? Sind Frauen und Männern in gleichem Maße vom Einsatz solcher Beschäftigungsformen betroffen?
Bevor auf Basis der Befunde der aktuellen Befragung des IAB-Betriebspanels versucht wird, die aufgeworfenen Fragen zu beantworten, wird zunächst ein kurzer Überblick über die Entwicklung von Beschäftigung im Untersuchungszeitraum gegeben. Die betriebliche Arbeitskräftenachfrage bildet den Rahmen für den Einsatz von besonderen Beschäftigungsformen. So stellt sich z. B. die Frage, ob die in der vorangegangenen Befragung beobachteten Schwierigkeiten bei der Deckung des betrieblichen Bedarfs an Fachkräften die Qualität der neu geschaffenen Arbeitsverhältnisse und damit den Stellenwert solcher Beschäftigungsformen beeinflussen." (Textauszug, IAB-Doku) -
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Employment and wages in Germany since the 2004 deregulation of the temporary agency industry (2013)
Zitatform
Garz, Marcel (2013): Employment and wages in Germany since the 2004 deregulation of the temporary agency industry. In: International Labour Review, Jg. 152, H. 2, S. 307-326. DOI:10.1111/j.1564-913X.2012.00005.x
Abstract
"There has been a surge in temporary agency work in Germany since the 2004 deregulation of the temporary agency industry. Using empirical data, the author examines how this reform affected employment and wages. Controlling for compositional and macroeconomic effects, the results suggest that there was no change in overall employment, since temporary agency work replaced regular jobs. The wage gap between regular employees and temps widened after the reform, showing that firms use agency work to reduce labour costs. However, the main reason for the wage gap was the higher incidence of low-wage determinants among temps compared to regular employees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitnehmerüberlassung im Saarland und in Westdeutschland (2013)
Zitatform
Hell, Stefan & Anne Otto (2013): Arbeitnehmerüberlassung im Saarland und in Westdeutschland. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 02/2013), Nürnberg, 79 S.
Abstract
"Der erste Teil der Untersuchung betrachtet detailliert die Beschäftigungsstrukturen der Zeitarbeitsbranche im Saarland, das mittelfristig eine überdurchschnittlich hohe Leiharbeitsquote aufweist. Diese hohe Nachfrage für Leiharbeitskräfte ist auf die ausgeprägte Präsenz des Verarbeitenden Gewerbes zurückzuführen. Wegen der starken Exportorientierung dieses Sektors weist die Leiharbeit eine hohe konjunkturelle Sensivität auf. In der Zeitarbeitsbranche arbeiten vorwiegend junge männliche Arbeitskräfte in Vollzeit und üben größtenteils einfache Hilfs- und Lagertätigkeiten in Fertigungsberufen aus. Der zweite Teil dieser Untersuchung besteht aus einer erwerbsbiographischen Analyse, welche jeweils die Erwerbszustände und die Erwerbsverläufe von Zeitarbeitern im Saarland aus den Jahren 2006 und 2007 in den 14 bzw. 180 Tagen vor und nach ihrer Zeitarbeitsbeschäftigung miteinander vergleicht. Die empirischen Ergebnisse geben Hinweise darauf, dass eine Leiharbeitsbeschäftigung im Saarland kurz- und mittelfristig keine breite Brücke in den regulären Arbeitsmarkt bildet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Atypische Beschäftigung in deutschen Betrieben: Neue und traditionelle Formen prägen das Bild (2013)
Zitatform
Hohendanner, Christian (2013): Atypische Beschäftigung in deutschen Betrieben: Neue und traditionelle Formen prägen das Bild. In: IAB-Forum H. 1, S. 30-37., 2012-11-13. DOI:10.3278/IFO1301W030
Abstract
"Eine unbefristete Vollzeitstelle mit Sozialversicherungsschutz gilt in Deutschland traditionell als normal. Das deutsche Arbeitsmarktsystem weist inzwischen allerdings viele neue Facetten auf: von der Teilzeitbeschäftigung über befristete Arbeitsverhältnisse bis hin zur Leiharbeit. Oft verschwimmen die Grenzen zwischen normaler und atypischer Beschäftigung. Betriebe nutzen die neuen Erwerbsformen je nach Größe und Branche unterschiedlich. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die wirtschaftliche Stabilität und die demografische Entwicklung entscheiden darüber, inwieweit die neuen Beschäftigungsformen künftig das Bild des deutschen Arbeitsmarktes bestimmen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Dossier Werkverträge 2013 (2013)
Iwanowski, Christian; Horn, Manfred;Zitatform
(2013): Dossier Werkverträge 2013. Düsseldorf, 34 S.
Abstract
In den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie arbeiten neben Stammbeschäftigten und Leiharbeitnehmern jetzt vermehrt Werkvertragsnehmer. Darauf macht die IG Metall NRW in ihrem Dossier aufmerksam. "Unterm Strich sind die Arbeitsbedingungen schlecht, das Arbeitsplatzrisiko ist hoch. Deswegen ist es auch berechtigt zu sagen, dass Beschäftigte mit Werkverträgen Beschäftigte dritter Klasse sind." Von der Bundesregierung fordert die IG Metall deshalb mehr Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte, damit Werkvertragsnehmer vor Lohndumping geschützt werden können. (IAB2)
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Literaturhinweis
Does it pay to volunteer?: the relationship between volunteer work and paid work (2013)
Jorgensen, Helene;Zitatform
Jorgensen, Helene (2013): Does it pay to volunteer? The relationship between volunteer work and paid work. Washington, DC, 12 S.
Abstract
"It is widely believed that volunteering will improve workers' job prospects. The logic is that volunteering offers opportunities to expand work-related experience, develop new skills, and build a network of professional contacts. For young people with little history of paid employment it can also signal that a person would be a reliable and motivated employee. In spite of these widespread views about volunteering, surprisingly little research has been done on the effect of volunteering on employment and pay in the United States. This analysis examines volunteering as a pathway to employment during a period of high unemployment, when it is reasonable to expect the beneficial effects of volunteering to be especially pronounced." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
New firms and new forms of work (2013)
Zitatform
Koch, Andreas, Daniel Pastuh & Jochen Späth (2013): New firms and new forms of work. (IAW-Diskussionspapiere 97), Tübingen, 17 S.
Abstract
"The present contribution examines whether and how young firms and incumbents differ with regard to selected aspects of work forms and work organization in order to assess their roles for the qualitative changes of work in industrialized countries. Conceptually, we emanate from the approach of negotiated order and we empirically ground our research upon guided interviews conducted with employers and employees in about 50 firms in four distinct industries in Germany.
According to our results, new forms of work are particularly widespread in new firms. Most of the young companies in our sample practice autonomous work forms like working on one's own responsibility and team working more frequently than incumbents, they are more prone to revert to functional flexibility (e.g. changing tasks and duties) and their working time arrangements tend to be more flexible. Altogether, firm age turns out to be an important parameter of new work forms and organization, though it is not the only one. Our results show that also the general and industry-specific framework conditions, a firm's internal characteristics (e.g. innovation intensity, hierarchies and routines), the relevant actors (management, workforce) and particularly the coaction of these elements are important drivers shaping the overall feature of a firm." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Das Verhältnis von Stabilität und Flexibilität auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Schließungs- und Flexibilisierungsprozesse betrieblicher Beschäftigungsstrukturen (2013)
Zitatform
Krause, Ina (2013): Das Verhältnis von Stabilität und Flexibilität auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Schließungs- und Flexibilisierungsprozesse betrieblicher Beschäftigungsstrukturen. Wiesbaden: Springer VS, XVI, 318 S. : 12 schw.-w. Ill., 43 schw.-w. Tab. DOI:10.1007/978-3-531-19602-2
Abstract
"In dieser Studie wird der Frage nachgegangen, inwiefern der beobachtbare Prozess des wirtschaftsstrukturellen Wandel der Industrienation Deutschland hin zur postindustriellen Gesellschaft einen eigenen Erklärungsbeitrag zur sozialwissenschaftlichen Debatte um die Destabilisierung betrieblicher Beschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt leistet. Anhand der Befunde der Studie wird deutlich, dass am deutschen Arbeitsmarkt Entwicklungen in beide Richtungen (Destabilisierung und Zunahme der Stabilität) denkbar und beobachtbar sind. Von zunehmender Bedeutung ist aber die soziale Absicherung und gesellschaftliche Integration der Beschäftigten in sogenannten Randbelegschaften." (Verlagsangaben)
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The impact of temporary employment and employment protection on labour productivity: evidence from an industry-level panel of EU countries (2013)
Zitatform
Lisi, Domenico (2013): The impact of temporary employment and employment protection on labour productivity. Evidence from an industry-level panel of EU countries. In: Journal for labour market research, Jg. 46, H. 2, S. 119-144., 2013-01-01. DOI:10.1007/s12651-013-0127-0
Abstract
"In den letzten Jahren ermöglichten neue, auf Branchenebene verfügbare Daten eine genauere Evaluation des Einflusses der Arbeitsmarktpolitik als frühere ländervergleichende Analysen. In diesem Aufsatz wird ein branchenspezifisches Panel genutzt, um den Einfluss des Kündigungsschutzes auf befristete und unbefristete Arbeitsverhältnisse in den EU-Ländern zu ermitteln. Die Vorteile dieser Datengrundlage sind vielfältig. Die Methode nutzt sowohl die internationale Variation beim Kündigungsschutz für befristete und unbefristete Arbeitsverhältnisse als auch die Variation von Branche zu Branche. Im Unterschied zur bisherigen Literatur wenden wir die Idee der unterschiedlichen Bindungskraft des Kündigungsschutzes nur für unbefristete Beschäftigungsverhältnisse an, während wir für befristete Beschäftigungsverhältnisse eine andere Strategie anwenden, die eine genauere Identifikation des Effekts unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse auf die Arbeitsproduktivität ermöglicht. Die theoretische Literatur erlaubt noch keine klare Vorhersage zum Vorzeichen dieses Effekts, da unterschiedliche überzeugende Gründe für Effekte in beide Richtungen bestehen. Daher haben die Ergebnisse der Analyse möglicherweise wichtige politische Implikationen. Unsere Haupterkenntnis ist, dass befristete Verträge einen negativen, wenn auch sehr geringen Effekt auf die Arbeitsproduktivität haben. Desweiteren bestätigt die Analyse, dass Kündigungsschutz bei regulären Arbeitsverträgen das Wachstum der Arbeitsproduktivität in den Branchen drosselt, die auf eine stärkere Beschäftigungsallokation angewiesen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Temporary hires and innovative investments (2013)
Malgarinia, Marco; Mancinia, Massimo; Pacelli, Lia;Zitatform
Malgarinia, Marco, Massimo Mancinia & Lia Pacelli (2013): Temporary hires and innovative investments. In: Applied Economics, Jg. 45, H. 17, S. 2361-2370. DOI:10.1080/00036846.2012.663477
Abstract
"The flexicurity approach claims a positive effect of flexible labour on firm performance, also through an increased ability to innovate. Critics consider it a deregulation of the labour market, decreasing investment in human capital and innovation. We contribute to this broad debate providing an estimate of the relationships linking innovative investment, substitution investment, permanent hires and temporary hires. In particular, we aim at affirming or denying that innovative investments are accompanied by a specific kind of workforce, being it stable or flexible. In doing so, we contribute to bridge the gap among two quite separate strands of literature, as existing literature usually analyses capital and labour separately. Estimating a nonlinear recursive equation system we highlight a significant increase in the likelihood of hiring on a permanent base when the firm innovates; this holds till 2008. Afterward, during the crisis, innovating firms are more likely to hire using temporary contracts instead, a possible signal of a cost saving strategy adopted in a loose labour market by firms still able to innovate. Furthermore, both permanent and temporary hires never depend on increases in labour costs; however, substitution investment increases when labour cost increases, maybe in an attempt to increase labour productivity through a more efficient capital equipment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Manufacturing plants' use of temporary workers: an analysis using census microdata (2013)
Ono, Yukako; Sullivan, Daniel;Zitatform
Ono, Yukako & Daniel Sullivan (2013): Manufacturing plants' use of temporary workers. An analysis using census microdata. In: Industrial relations, Jg. 52, H. 2, S. 419-443. DOI:10.1111/irel.12018
Abstract
"Using plant-level data from the plant capacity utilization survey, we explore how manufacturing plants' use of temporary workers is associated with the nature of their output fluctuations and other plant characteristics. We find that plants tend to use temporary workers when their output is expected to fall; this may indicate that firms use temporary workers to reduce costs associated with dismissing permanent employees. In addition, we find that plants whose future output levels are subject to greater uncertainty tend to use more temporary workers. We also examine the effects of wage and benefit levels for permanent workers, unionization rates, turnover rates, seasonal factors, and plant size and age on the use of temporary workers; based on our results, we discuss various views of why firms use temporary workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The politics of seasonal labour migration in Switzerland, France and Spain (2013)
Zitatform
Plewa, Piotr (2013): The politics of seasonal labour migration in Switzerland, France and Spain. In: International migration, Jg. 51, H. 6, S. 101-117. DOI:10.1111/imig.12134
Abstract
"This article analyses the effects of the politics of seasonal foreign worker admissions on migrant legality in the context of the post-1945 and the post-1990 seasonal foreign worker policy in Switzerland, France and Spain respectively. It seeks historical evidence attesting to the ability of seasonal admissions to restrict workers to their non-resident status. It presents implications for circular migration, the dernier cri in European migration policy aimed to strike a compromise between a perceived post-crisis demand for the admission of foreign workers and the reluctance to make them prospective citizens." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Doing Work. Atypische Arbeit in der Film- und der Automobilbranche im Vergleich (2013)
Zitatform
Schiek, Daniela & Birgit Apitzsch (2013): Doing Work. Atypische Arbeit in der Film- und der Automobilbranche im Vergleich. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 23, H. 2, S. 181-204. DOI:10.1007/s11609-013-0219-2
Abstract
"Die soziologische Diskussion um den Wandel des Arbeitsmarktes betrachtet vor allem zwei Gruppen: kreativ und prekär Beschäftigte. Während ersteren ein Vorreiterstatus im Umgang mit Flexibilitätsanforderungen zugeschrieben wird, gelten prekär Beschäftigte als Nachzügler, die unsichere Beschäftigung kaum kompensieren können. Der Beitrag vergleicht die Wahrnehmung und Darstellung der Arbeitssituation und Beschäftigungsbedingungen von prekär Beschäftigten im gering qualifizierten Bereich mit der von Projektarbeitern in der Filmbranche. Die Gegenüberstellung zeigt, dass beide Beschäftigtengruppen hinsichtlich der strukturellen Merkmale der Arbeitsplätze und vor allem auch bezüglich der subjektiven Deutung größere Ähnlichkeiten aufweisen als bisher angenommen. Zentral für die Deutung der Arbeit ist in beiden Fällen ihr 'Setting': ihre Kontextualisierung in der Branche und im Produktionsprozess sowie eine spezifische Auslegung der Qualifikationsanforderungen unter bestimmten arbeitsmarktstrukturellen Bedingungen. Damit eröffnet sich neben der Betrachtung der Arbeitsmärkte- und der Arbeitskräftestruktur eine dritte Perspektive der Analyse 'guter' und 'schlechter' Arbeit: ihr 'Doing'." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Lohndumping durch Werk- und Dienstverträge?: Problemanalyse und Lösungsansätze (2013)
Sell, Stefan;Zitatform
Sell, Stefan (2013): Lohndumping durch Werk- und Dienstverträge? Problemanalyse und Lösungsansätze. (Remagener Beiträge zur Sozialpolitik 13), Remagen, 13 S.
Abstract
In einer Abgrenzung zu "echten" Dienst- und Werkverträgen, die in einer arbeitsteiligen Wirtschaft ihren berechtigten Platz haben und eine flexiblere und effizientere Durchführung bestimmter Tätigkeit ermöglichen, bieten Dienst- bzw. Werkverträge den Unternehmen, die diese Konstruktion in Anspruch nehmen, aber auch die Möglichkeiten einer Kostensenkung deutlich unter das Niveau der Leiharbeit sowie die Möglichkeit des dauerhaften Einsatzes des Fremdfirmenpersonals. Durch die Re-Regulierung von Leih- und Zeitarbeit u.a. durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), das dem, der unter dem Deckmantel eines Werk- oder Dienstvertrags eine Arbeitnehmerüberlassung betreibt, mit Strafbarkeit droht, werden sie dennoch als "Bypass-Strategie" eines Teils der Arbeitgeber relevant. Denn die Abschreckungswirkung funktioniert dann nicht, wenn der Scheinunternehmer oder Scheindienstleister über eine Überlassungserlaubnis verfügt. Daraus ergibt sich eine neue Nische (nicht nur) am unteren Ende des Arbeitsmarktes (als Beispiel wird die Berichterstattung über Werkverträge bei Daimler-Benz angeführt). Lösungsansätze zur Eindämmung der Lohndumping-Problematik durch Werk- und Dienstverträge liegen in einer entsprechenden Ergänzung im AÜG, in der Erhöhung der Kontrollintensität und in der Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns. (IAB)
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Literaturhinweis
Werkverträge in Bayern: das neue Lohndumping-Instrument. Report (2013)
Siebenhüter, Sandra;Zitatform
Siebenhüter, Sandra (2013): Werkverträge in Bayern. Das neue Lohndumping-Instrument. Report. München, 79 S.
Abstract
Der DGB-Report 'Werkverträge in Bayern' schildert die Praxis einzelner Betriebe und Unternehmen mit Werkverträgen und verdeutlicht die Auswirkungen. Im Einzelnen wird der Einsatz von Werkverträgen für folgende Branchen thematisiert: Baugewerbe, Versandhandel, Logistikdienstleistungen, Lebensmittelbranche, Entwicklungsdienstleistungen und Krankenhäuser. Es wird aufgezeigt, dass die Werkverträge nicht nur eine schwere Belastung für die Beschäftigten sind, sondern auch eine enorme, bislang eher unterschätzte Dimension für den Sozialstaat und den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben. Was zu tun ist, um Werkverträge einzudämmen, wird im letzten Kapitel dargestellt: Der DGB Bayern fordert eine 'Neue Ordnung der Arbeit'. Hierzu sind verschiedene gesetzliche Maßnahmen erforderlich: 1. Lohndumping durch Werkverträge unterbinden; 2. Scheinselbstständigkeit konsequenter verfolgen und unterbinden; 3. Kettenwerkverträge eingrenzen; 4. Interessenvertretung und Mitbestimmungsrechte stärken; 5. Unternehmensmitbestimmung und Transparenz der Unternehmenspolitik verbessern; 6. gleiche Standards an allen Arbeitsplätzen durchsetzen; 7. entsandte Arbeitnehmer/innen und ausländische (Schein-)-Selbstständige schützen und 8: Kontrollen verbessern. (IAB)
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Literaturhinweis
Why do Russian firms use fixed-term and agency work contracts? (2013)
Zitatform
Smirnykh, Larisa & Andreas Wörgötter (2013): Why do Russian firms use fixed-term and agency work contracts? (OECD Economics Department working papers 1014), Paris, 34 S. DOI:10.1787/5k4dlf1ctsbv-en
Abstract
"This study looks into the use of fixed term contracts and agency work in Russia during and shortly after the crisis 2009-10 with the help of an enterprise survey. The results of variance analysis show that the use of fixed-term or agency work contracts is not uniform across sectors, size and skill requirements. Probit analysis reveals that the use of fixed term contracts also increases the likelihood of using agency work, but not the other way around. The increase of temporary and agency work contracts increases the turnover on the labour market and contributes to an increase in dualisation, but may also help to prevent a larger increase in unemployment during crisis periods." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Non-standard employment, working time arrangements, establishment entry and exit (2013)
Zitatform
Späth, Jochen (2013): Non-standard employment, working time arrangements, establishment entry and exit. (IAW-Diskussionspapiere 98), Tübingen, 29 S.
Abstract
"This paper addresses the issue if and to what extent young firms differ from incumbents regarding the use of non-standard employment, trust-based working time arrangements and overtime hours in the light of the qualitative changes of employment structures that are taking place in industrialized countries, such as rising shares of non-standard employment and borders between work and private life that become increasingly blurred. Based on a microeconometric analysis of the IAB Establishment Panel, a representative survey of about 16,000 employers in Germany, we find that young establishments rely significantly more often on limited contracts and freelance work than incumbent businesses in order to hedge the higher risks and uncertainties of young firms. Likewise, trust-based working time arrangements and overtime hours are more an issue in young than in incumbent firms, indicating a higher level of subjectivated work in young firms. Additionally, we provide basic evidence that these differences are not purely transitory but on the contrary rather stable as the firms grow older, which makes young firms contribute a substantial part to the ongoing qualitative changes of employment structures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Tackling undeclared work in 27 EU Member States and Norway: approaches and measures since 2008 (2013)
Zitatform
Williams, Colin C. & Piet Renooy (2013): Tackling undeclared work in 27 EU Member States and Norway. Approaches and measures since 2008. Dublin, 34 S.
Abstract
"Since the publication of previous reports on how undeclared work is being tackled in the 27 Member States of the European Union (EU27) and Norway (Eurofound, 2008, 2009), the ongoing recession took hold. The aim of this report is to provide an updated overview of the policy approaches and measures that have been implemented to tackle undeclared work since the beginning of the recession in 2008. The first important finding of this synthesis report is that many new policy measures are being pursued in Member States of the EU27 and Norway that are transferable to other sectors and countries. If the accompanying knowledge bank is used by Member States to identify new possibilities for policy initiatives, so as to expand their existing repertoire, an important objective will be achieved. This report provides pointers of potentially good practice policy measures that Member States might wish to further consider." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Executive Summary -
Literaturhinweis
Die Realität am deutschen Arbeitsmarkt (2013)
Zenzen, Jupp; Wilhelm, Alexander; Dorenkamp, Christian;Zitatform
Zenzen, Jupp (2013): Die Realität am deutschen Arbeitsmarkt. Berlin, 35 S.
Abstract
"In zahlreichen Kommentaren der Medien, der Gewerkschaftsorgane oder auch der politischen Parteien wird beklagt, dass es um den deutschen Arbeitsmarkt schlecht bestellt ist. Es wird das Zerrbild einer von Zukunftssorgen und schlechten Arbeitsbedingungen geprägten Gesellschaft gezeichnet. Ist denn die Lage wirklich so schlecht, wie viele glauben machen? Ein Blick in die Statistik genügt, um falsche Darstellungen zu korrigieren und einen realistischen Eindruck von der Situation am Arbeitsmarkt zu erhalten."
In drei Kapiteln wird gezeigt, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt, flexible Beschäftigungsverhältnisse Arbeit schaffen und Teilhabe ermöglichen und Deutschland nicht vor dem Absturz in Armut und Niedriglohn steht. (IAB2) -
Literaturhinweis
The demand of part-time in European companies: a multilevel modelling approach (2012)
Anxo, Dominique; Hussain, Shakir; Shukur, Ghazi;Zitatform
Anxo, Dominique, Shakir Hussain & Ghazi Shukur (2012): The demand of part-time in European companies. A multilevel modelling approach. In: Applied Economics, Jg. 44, H. 8, S. 1057-1066. DOI:10.1080/00036846.2010.534075
Abstract
"Part-time work is one of the most well-known 'atypical' working time arrangements. In contrast to previous studies focusing on the supply side, the originality of our research is to investigate the demand-side of part-time work and to examine how and why companies use part-time work. Based on a large and unique sample of European firms operating in 21 member states, we use a multilevel multinomial modelling in a Bayesian environment. Our results suggest that the variations in the extent of part-time workers at the establishment level is determined more by country-specific features than by industry-specific factors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Studie zur Analyse der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse: Forschungsvorhaben im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (2012)
Bachmann, Ronald ; Ehlert, Christoph; Driesch, Ellen von den; Frings, Hanna ; Schaffner, Sandra ; Flake, Regina; Scheuer, Markus;Zitatform
Driesch, Ellen von den, Regina Flake, Hanna Frings, Sandra Schaffner & Markus Scheuer (2012): Studie zur Analyse der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse. Forschungsvorhaben im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. (RWI-Projektbericht), Essen, 150 S.
Abstract
"Angesichts des hohen Anteils geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse an der Gesamtbeschäftigung hat das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW das RWI mit einer Untersuchung dieser Beschäftigungsverhältnisse beauftragt. Hierzu wurden im Herbst 2012 zwei umfangreiche Befragungen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern durchgeführt und ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden im vorliegenden Bericht präsentiert. Die Studie ist wie folgt aufgebaut. Im nächsten Kapitel wird auf die Entwicklung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse, sowie auf den aktuellen Stand der Literatur zur geringfügigen Beschäftigung eingegangen. Das dritte Kapitel beschreibt die Datengrundlage, insbesondere das Design und die Durchführung sowie die Repräsentativität der Befragung. Kapitel 4 liefert eine Auswertung der Arbeitnehmerbefragung, Kapitel 5 eine Auswertung der Arbeitgeberbefragung. Die Ergebnisse der beiden Befragungen werden in Kapitel 6 vergleichend dargestellt. Das letzte Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen und diskutiert wirtschaftspolitische Implikationen." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Zusammenfassung -
Literaturhinweis
Herausforderung Zeitarbeit: Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (2012)
Zitatform
Baumgarten, Daniel, Michael Kvasnicka, Juliane Landmann & Eric Thode (2012): Herausforderung Zeitarbeit. Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Gütersloh, 54 S.
Abstract
"Die Stammbelegschaften in den Betrieben werden nicht zunehmend von Zeitarbeitnehmern verdrängt. Vielmehr dienen sie vornehmlich als Arbeitskraftreserven und Antwort auf notwendige Flexibilisierung. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung über die Situation in der Zeitarbeitsbranche. Doch gleichzeitig tragen die Zeitarbeitnehmer die Nachteile und Kosten der Flexibilität. Denn ihre Einkommen unterscheiden sich in hohem Maße von den durchschnittlich erzielten Gehältern in der Gesamtwirtschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit aus betrieblicher Perspektive (2012)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Andreas Crimmann & Susanne Kohaut (2012): Zeitarbeit aus betrieblicher Perspektive. In: R. B. Bouncken, M. Bornewasser & L. Bellmann (Hrsg.) (2012): Die neue Rolle der Zeitarbeit in Deutschland (Beiträge zur Flexibilisierung, 03), S. 27-37.
Abstract
"Welche Fragen werden in diesem Beitrag behandelt? Zunächst geht es um die betrieblichen Gründe für die Nutzung von Zeitarbeit. Eng damit verknüpft ist die Frage nach der Substitution anderer Beschäftigungsformen durch Zeitarbeit. Zu den Wirkungen von Zeitarbeit aus betrieblicher Perspektive, die zu diskutieren sind, gehört die Frage nach der Weiterbildung und der Produktivität von Zeitarbeitnehmern. Schließlich ist die Verteilung der Anteile von Zeitarbeitnehmern an allen Beschäftigten von Relevanz, da diese Anteilswerte eine große zwischenbetriebliche Variation aufweisen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bindung von Zeitarbeitnehmern: eine Frage der Qualifikation (2012)
Bornewasser, Manfred; Lehmann, Christian;Zitatform
Bornewasser, Manfred & Christian Lehmann (2012): Bindung von Zeitarbeitnehmern. Eine Frage der Qualifikation. In: Personal quarterly, Jg. 64, H. 2, S. 34-39.
Abstract
"Welche Faktoren beeinflussen den Aufbau einer erfolgreichen Arbeitsbeziehung zwischen Zeitarbeitnehmern und Entleihunternehmen?;
Fragebogengestützte Erhebungen von Unternehmen mit Zeitarbeitseinsatz und von Zeitarbeitnehmern in Deutschland (2011).
Erfolgreich gestaltete Arbeitsbeziehungen sind Voraussetzung für Motivation und Leistung. Im Helfersegment sind Erfolge durch verbesserte Integration und Gleichbehandlung zu realisieren. Im Spezialistensegment ist das Spannungsverhältnis von qualifizierter Stammbelegschaft und vorübergehend beschäftigten Fachkräften zu gestalten." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Die neue Rolle der Zeitarbeit in Deutschland (2012)
Bouncken, Ricarda B. ; Lehmann, Christian; Kohaut, Susanne; Ziegler, Kerstin ; Kunkel, Jörg; Bellmann, Lutz ; Crimmann, Andreas; Evers, Katalin; Galais, Nathalie; Lemanski, Sandra; Hofmann, Ingrid; Mattoug, Michel; Bornewasser, Manfred; Möller, Joachim; Haseloh, Gudrun; Moser, Klaus ; Walwei, Ulrich ; Sende, Cynthia; Knubben, Evelyn; Spermann, Alexander;Zitatform
(2012): Die neue Rolle der Zeitarbeit in Deutschland. (Beiträge zur Flexibilisierung 03), München: Hampp, 240 S.
Abstract
"Der dritte Band der Reihe 'Beiträge zur Flexibilisierung' hat erneut die Zeitarbeit zum Thema. Er entstand als Ergebnis des '1. Interdisziplinären Forums zur Zeitarbeit', das im Dezember 2011 am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg stattfand. Aus verschiedenen Perspektiven berichten namhafte Wissenschaftler und Praktiker über ihre Sicht auf ein nicht unumstrittenes Flexibilisierungsinstrument." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexibilität in Unternehmen - Rahmenbedingungen und Perspektiven (2012)
Bouncken, Ricarda B. ; Höhnel, Anne; Höll, Thomas; Gantz, Janin; Haseloh, Gudrun; Bornewasser, Manfred; Rudolph, Jekaterina; Eichel, Christian; Ratzmann, Martin; Deurloo, Joke; Homburg, Volker; Sehm, Martina; Lehmann, Christian;Zitatform
Bouncken, Ricarda B. & Manfred Bornewasser (Hrsg.) (2012): Flexibilität in Unternehmen - Rahmenbedingungen und Perspektiven. (Beiträge zur Flexibilisierung 02), München: Hampp, 179 S. DOI:10.1688/9783866187801
Abstract
"Strategische Allianzen, Joint Ventures, international aufgestellte Franchise-Systeme und netzwerkartige Flexibilisierung des Faktors Arbeit erlangt eine zunehmende Relevanz in Wissenschaft und Praxis. Auf der betrieblichen Ebene wurde Flexibilität vielfältig mit einem Produktionsfokus (Flexible Produktionssysteme, Wertschöpfungsketten usw.) untersucht. Ansätze zur Flexibilisierung des Personals und einem flexibilitätsförderlichen Management der Humanressourcen stehen erst seit einigen Jahren zunehmend im Blickfeld von Wissenschaft und Praxis. Die Schriftenreihe 'Beiträge zur Flexibilisierung' beinhaltet theoretische Überlegungen, empirische Ergebnisse und praktische Erfahrungen aus dem Themenbereich flexibler Beschäftigung. Schwerpunkt des zweiten Bandes ist es, die Vielfalt von politischen, ökonomischen, technologischen, psychologischen und rechtlichen Einflussfaktoren und Auswirkungen der Flexibilität aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf der betrieblichen Ebene zu erfassen, zu dokumentieren und zu interpretieren. Dies wirft u.a. folgende Fragenkomplexe auf: Welches sind Vorbedingungen und Grenzen unternehmerischer Flexibilität? Inwiefern wirkt sich Flexibilisierung auf die Innovativität von Unternehmen aus? Welche Konsequenzen der betrieblichen Flexibilität entstehen für den Mitarbeiter? Welche praktischen Erfahrungen gibt es im Umgang mit betrieblicher Flexibilität?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit und Flexibilisierung - Ergebnisse des Forschungsprojektes Flex4Work (2012)
Bouncken, Ricarda B. ; Kaethner, Felix; Köhler, Franziska; Haseloh, Gudrun; Sabath, Norbert; Below, Harald; Bornewasser, Manfred; Bloch, Sebastian; Kramer, Axel; Sitte, Bernd; Lehmann, Christian; Fischer, Hajo; Lemanski, Sandra; Benkhai, Hicham; Ratzmann, Martin;Zitatform
Bouncken, Ricarda B. & Manfred Bornewasser (Hrsg.) (2012): Zeitarbeit und Flexibilisierung - Ergebnisse des Forschungsprojektes Flex4Work. (Beiträge zur Flexibilisierung 04), München: Hampp, 282 S.
Abstract
"Seit Mitte 2009 erforschen Wissenschaftler der Universitäten Bayreuth und Greifswald sowie Praktiker der Firmen ml&s und Sitte Elektrotechnik den Einsatz von Zeitarbeit. Zum Projektende berichten die TeilnehmerInnen des Projektes über ihre Forschungsziele, verwendete Methoden und erzielte Ergebnisse sowie über den Beitrag des Projektes zu einem verbesserten Einsatz der Zeitarbeit in Unternehmen. Schwerpunkt des vierten Bandes ist es, die im Projektverlauf gewonnenen Erkenntnisse darzustellen und deren Nutzen für die Allgemeinheit herauszuarbeiten. Jedem im Projektverlauf verfolgten Forschungsthema ist hierfür ein Beitrag gewidmet. Der Band wird durch ein Vorwort des Projektträgers in den übergeordneten Rahmen des Forschungsschwerpunktes 'Balance von Flexibilität und Stabilität' eingeordnet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do temporary agency workers affect workplace performance? (2012)
Zitatform
Bryson, Alex (2012): Do temporary agency workers affect workplace performance? (NIESR discussion paper 392), London, 22 S.
Abstract
"Using nationally representative workplace data we find the use of temporary agency workers (TAW) is positively associated with financial performance in the British private sector and weakly associated with higher sales per employee. However TAW is not associated with value added per employee. Employees in workplaces with TAW receive higher wages than observationally equivalent employees in non-TAW workplaces. But the presence of TAW in the employee's occupation is associated with lower wages for employees in that occupation. Furthermore, conditioning on wages, the presence of TAW at the workplace is associated with lower job satisfaction and higher job anxiety among employees. These findings are consistent with TAW having an adverse effect on employees' experiences at work, perhaps due a more labour intensive regime, one which is only partly compensated for with higher wages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A study of the extent and potential causes of alternative employment arrangements (2012)
Cappelli, Peter H.; Keller, J. R.;Zitatform
Cappelli, Peter H. & J. R. Keller (2012): A study of the extent and potential causes of alternative employment arrangements. (NBER working paper 18376), Cambridge, Mass., 44 S. DOI:10.3386/w18376
Abstract
"The notion of regular, full-time employment as one of the defining features of the U.S. economy has been called into question in recent years by the apparent growth of alternative or 'nonstandard' arrangements - part-time work, temporary help, independent contracting, and other arrangements. Identifying the extent of these arrangements, whether they are increasing, and where they occur is the first step for understanding their implications for the economy and the society. But this has been difficult to do because of the lack of appropriate data. We present estimates of the extent of these practices based on a national probability sample of U.S. establishments, evidence on changes in their use over time, and analyses that help us begin to understand why they are used." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The representation of non-standard workers: theory and culture of collective bargaining (2012)
Cella, Gian Primo;Zitatform
Cella, Gian Primo (2012): The representation of non-standard workers. Theory and culture of collective bargaining. In: Transfer, Jg. 18, H. 2, S. 171-184. DOI:10.1177/1024258912439144
Abstract
"Zu Beginn dieses Beitrags wird festgestellt, dass die Beziehungen zwischen Arbeit und Produktionssystemen bzw. -strukturen am Ende des 19. und des 20. Jahrhunderts verblüffende Ähnlichkeiten aufweisen. Aus der Vergangenheit lassen sich verschiedene Möglichkeiten für die Vertretung von Arbeitnehmern in atypischen Arbeitsverhältnissen ableiten. Als 'atypisch' wird Arbeit bezeichnet, die sich von den institutionalisierten, im Zeitalter der tayloristisch-fordistischen Produktion vorherrschenden Arbeitsformen unterscheidet. Bedeutende Vorläufer atypischer Beschäftigungsformen hat es aber bereits im 19. Jahrhundert gegeben. In Bezug auf gewerkschaftliche Kulturen und Strategien wird die These vertreten, dass es einer Änderung der Verhandlungspraxis und -logik im Sinne der Theorie von Sydney und Beatrice Webb bedarf, um diejenigen Gruppen atypischer Arbeitnehmer, die sich stärker vom klar definierten, stilisierten Arbeitnehmer des Industriezeitalters unterscheiden, in geeigneter Weise vertreten zu können. Aus dieser Perspektive ist es möglich, Arbeitnehmergruppen an beiden Enden des Arbeitsmarkts zu repräsentieren - sowohl hochqualifizierte, halbselbständig tätige Fachkräfte als auch Arbeitnehmer in atypischen Arbeitsverhältnissen mit allgemeineren Fähigkeiten, die potentiell der Gruppe der erwerbstätigen Armen angehören. Dieser Ansatz könnte den Weg ebnen für eine Gewerkschaftsbewegung, bei der nur wenige Arbeitskräfte von kollektiver Interessenvertretung ausgeschlossen sind, wenn auch der Begriff 'kollektiv' anders zu verstehen ist als in der Vergangenheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Preis der Flexibilität: Wann sich Zeitarbeit lohnt und wann eher nicht (2012)
Crimmann, Andreas; Lehmann, Christian;Zitatform
Crimmann, Andreas & Christian Lehmann (2012): Der Preis der Flexibilität: Wann sich Zeitarbeit lohnt und wann eher nicht. In: Personalführung, Jg. 45, H. 7, S. 28-35., 2012-05-21.
Abstract
"In diesem Aufsatz untersuchen wir am Beispiel des Verarbeitenden Gewerbes, welche Rolle die Transaktionskosten und insbesondere die Kündigungsschutzkosten bei der betrieblichen Entscheidung für oder gegen Zeitarbeit spielen. Um die Relevanz der Transaktionskosten zu identifizieren, erläutern wir zunächst die Evidenz betrieblicher Nutzungsmotive von Zeitarbeit. Anschließend erörtern wir Messansätze von Transaktionskosten. Um zu schätzen, welcher Kostenaufschlag durch den Transaktionskostenvorteil von Zeitarbeit gerechtfertigt ist, konzentrieren wir uns als klar abgrenzbares Unterscheidungsmerkmal von Zeitarbeit und Stammbelegschaft auf die Kosten des Kündigungsschutzes. Diese Kosten schätzen wir unter Einbeziehung von Daten des Statistischen Bundesamtes und des IAB-Betriebspanels und zeigen durch eine modellhafte Berechnung, wie sich die Berücksichtigung von Transaktionskosen auf die Entscheidung für oder gegen Zeitarbeit auswirkt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen: der "Dritte Weg" zwischen normativem Anspruch und sozialwirtschaftlicher Realität. Abschlussbericht (2012)
Dahme, Heinz-Jürgen; Wohlfahrt, Norbert; Kühnlein, Gertrud; Stefaniak, Anna;Zitatform
Dahme, Heinz-Jürgen, Gertrud Kühnlein, Anna Stefaniak & Norbert Wohlfahrt (2012): Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen. Der "Dritte Weg" zwischen normativem Anspruch und sozialwirtschaftlicher Realität. Abschlussbericht. Bochum, 115 S.
Abstract
"Zentrales Ergebnis der Studie ist die Erkenntnis, dass Ausgründungen in der Diakonie flächendeckend und in den vielfältigsten Formen betrieben wird.
- Die Ausgründungspraxis dient der Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen und der Senkung von Arbeitskosten.
- Die Zuordnung ausgegründeter Betriebe zum Diakonischen Werk ist unklar und uneinheitlich.
- Die Nutzung von Leiharbeit in diakonischen Einrichtungen ist übliche Praxis. Einige diakonische Sozialunternehmen unterhalten eigene Leiharbeitsunternehmen. Anders als Ausgliederungen ist 'ersetzende' Leiharbeit aber kein flächendeckendes Phänomen. Zudem hat ihre Bedeutung abgenommen.
- Hervorzuheben sind weitere vom Dritten Weg abweichende Formen der Arbeitsgestaltung: die Nutzung von einseitig durch den Arbeitgeber festgelegte Arbeitsbedingungen bei einigen Fachverbänden, Einzelarbeitsverträge als Instrument unternehmerischer Lohnkostensenkung und die unterschiedlichen landeskirchlichen Arbeitsvertragsrichtlinien, die je nach Satzung auch in anderen landeskirchlichen Diakonien genutzt werden können.
- Normatives Postulat und Empirie des Dritten Wegs weichen strukturell voneinander ab." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Do firms demand temporary workers when they face workload fluctuation?: cross-country firm-level evidence on the conditioning effect of employment protection (2012)
Zitatform
Dräger, Vanessa & Paul Marx (2012): Do firms demand temporary workers when they face workload fluctuation? Cross-country firm-level evidence on the conditioning effect of employment protection. (IZA discussion paper 6894), Bonn, 28 S.
Abstract
"Although the negative economic effects of temporary employment are widely discussed, cross-country research on firms' demand for temporary employment is rare. National studies indicate that workload fluctuations are one major motive for firms to employ temporary workers. By studying a novel data set of 18,500 firms from 20 countries, we show that workload fluctuations increase the probability of hiring temporary workers by eight percentage points in rigid labour markets, but no such effect is observed in flexible labour markets. This conditioning effect of employment protection is in line with a recently developed search-and-matching model. Our results are robust to subgroups, subsamples and alternative estimation strategies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeits- und Gesellschaftsbewusstsein von Lohnabhängigen: Ergebnisse empirischer Belegschaftsbefragungen in Ost- und West-deutschland (2012)
Dörre, Klaus; Matuschek, Ingo; Hänel, Anja;Zitatform
Dörre, Klaus, Anja Hänel & Ingo Matuschek (Hrsg.) (2012): Arbeits- und Gesellschaftsbewusstsein von Lohnabhängigen. Ergebnisse empirischer Belegschaftsbefragungen in Ost- und West-deutschland. (Working Paper der DFG-KollegforscherInnengruppe Postwachstumsgesellschaften 04/2012), Jena, 104 S.
Abstract
"Dieses Working Paper enthält vier Beiträge, die im Rahmen empirischer Befragungen dem Arbeits- und Gesellschaftsbewusstsein von Lohnabhängigen in Ost- und Westdeutschland nachgehen. Den Hintergrund der Untersuchungen stellen die gegenwärtige Wirtschaftskrise sowie mit dieser einhergehende Veränderungen in den Unternehmenskulturen und Beschäftigungspolitiken dar. Die Fragen umfassen folgende Schwerpunkte: Wie nehmen die Beschäftigten ihren eigenen Betrieb im Unterschied zur umgebenden Gesellschaft wahr? Wie sehen die teilweise langjährig Beschäftigten aus den Stammbelegschaften das Instrument Leiharbeit und die Leiharbeitenden selbst und welche Beziehungen entstehen zwischen beiden Gruppen? Welche subjektiven Wahrnehmungsweisen und Verarbeitungsstrategien der Krise lassen sich auffinden und warum artikuliert sich - jedenfalls in Deutschland - kaum organisierter Protest?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Attraktivität von Leiharbeitsverhältnissen für hochqualifizierte Arbeitnehmer: Defizite und Ansatzpunkte für das Personalmanagement von Zeitarbeitsunternehmen (2012)
Emamalizadeh, Kian;Zitatform
Emamalizadeh, Kian (2012): Attraktivität von Leiharbeitsverhältnissen für hochqualifizierte Arbeitnehmer. Defizite und Ansatzpunkte für das Personalmanagement von Zeitarbeitsunternehmen. (Personalwirtschaft 39), Hamburg: Kovac, 328 S.
Abstract
"Die Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen unterliegen auch in Deutschland einem starken Wandel. Das bisher dominierende Normalarbeitsverhältnis wird dabei zunehmend von atypischen Beschäftigungsformen abgelöst. So erfährt insbesondere die Leiharbeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein stetiges Wachstum, das in jüngerer Vergangenheit und vor allem auch zukünftig aus den strategischen Potentialen der Leiharbeit (z.B. Pufferfunktion) resultiert. Die sich daraus ergebende Nachfrage speziell nach hochqualifizierten Arbeitnehmern, wird durch den voranschreitenden demografischen Wandel weiter verstärkt. Gleichzeitig ist die Leiharbeitsbranche für diese Zielgruppe jedoch wenig attraktiv, was zu einem ungleichen Verhältnis von Angebot und unternehmensseitiger Nachfrage nach hochqualifizierten Mitarbeitern führt. Aufbauend auf dieser Problemstellung ist es Ziel der Arbeit, zum einen theoretisch zu erarbeiten, wie durch ein auf die Branchen- und Zielgruppenspezifika zugeschnittenes Personalmanagement von Zeitarbeitsunternehmen die Attraktivität als Arbeitgeber für hochqualifizierte Arbeitskräfte verbessert werden kann. Zum anderen soll der derzeitige Stand des Personalmanagement von Leiharbeitsagenturen für die hochqualifizierte Zielgruppe systematisch erhoben werden. Auf Basis dieser beiden Teilziele werden anschließend Defizite bzw. Verbesserungspotentiale herausgearbeitet und hierauf aufbauend Handlungsempfehlungen für die Leiharbeitsbranche abgeleitet, um so die Attraktivität von Zeitarbeitsverhältnissen für hochqualifizierte Zeitarbeitnehmer nachhaltig zu erhöhen. Dadurch sollen Impulse gegeben werden, wie der stetig steigenden Nachfrage nach dieser Zielgruppe, durch Zuhilfenahme von adäquaten betriebs- bzw. personalwirtschaftlichen Maßnahmen, ein vergrößertes Angebot gegenübergestellt werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
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Arbeitsmärkte im Wandel (2012)
Emmel, Wolfgang; Wingerter, Christian; Straube, Roman; Nauenburg, Ricarda; Martone, Olivia; Ertl, Dagmar; Hesse, Leonore; Kühn, Monika;Zitatform
Emmel, Wolfgang, Dagmar Ertl, Leonore Hesse, Monika Kühn, Olivia Martone, Ricarda Nauenburg, Roman Straube & Christian Wingerter (2012): Arbeitsmärkte im Wandel. Wiesbaden, 130 S.
Abstract
"Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben sich mit dieser gemeinsamen Veröffentlichung zum Ziel gesetzt, die aktuelle Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt sowie die zentralen Entwicklungen des letzten Jahrzehnts zu beleuchten. Sie soll einen Überblick über den Facettenreichtum der amtlichen Arbeitsmarktstatistik leisten, Antworten auf häufige Fragen geben und das Interesse für eine tiefer gehende Beschäftigung wecken. Der grundlegendste aller Arbeitsmarktindikatoren, die Zahl der Erwerbstätigen, wird in Kapitel 1 dieses Heftes behandelt. Im folgenden Kapitel wird das logische Pendant zur Erwerbstätigkeit behandelt, die Erwerbslosigkeit. Es folgt das Thema 'atypische Beschäftigung'. Es handelt sich dabei um einen Sammelbegriff für Formen des Arbeitsverhältnisses, die nicht der klassischen Norm von einer vom Arbeitgeber regulär entlohnten Vollzeitstelle mit unbefristetem Vertrag und damit dem sozialpolitisch erwünschten Normalfall entsprechen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexible und atypische Beschäftigung: Belastungen und Beanspruchung (2012)
Galais, N.; Sende, C.; Hecker, D.; Wolff, H.-G.;Zitatform
Galais, N., C. Sende, D. Hecker & H.-G. Wolff (2012): Flexible und atypische Beschäftigung: Belastungen und Beanspruchung. In: B. Badura, A. Ducki, H. Schröder, J. Klose & M. Meyer (Hrsg.) (2012): Fehlzeiten-Report 2012 : Gesundheit in der flexiblen Arbeitswelt: Chancen nutzen - Risiken minimieren. Zahlen, Daten, Analysen aus allen Branchen der Wirtschaft, S. 109-121.
Abstract
"Atypische Beschäftigungsformen weichen in ganz unterschiedlichen Aspekten von der Normalbeschäftigung im Sinne einer unbefristeten Vollzeitanstellung bei einem Unternehmen ab. Die Gruppe der atypisch Beschäftigten ist somit extrem heterogen - nicht nur, was die jeweilige arbeitsvertragliche Situation angeht, sondern auch in Bezug auf die damit verbundenen Arbeits- und Lebenswelten der Beschäftigten. Unternehmen nutzen atypische Beschäftigung zur Erhöhung ihrer personellen Flexibilität. Für die Beschäftigten resultiert dies meist in einer erhöhten Unsicherheit und Instabilität. Der Fokus dieses Beitrags liegt auf der Beschäftigungssituation und den erlebten Belastungen von temporär Beschäftigten und externen Mitarbeitern. Aus den hier vorgestellten Besonderheiten der atypischen Beschäftigungsformen lassen sich spezifische Anforderungen an die Personalpolitik von Unternehmen ableiten, denen an einem verantwortungsvollen Einsatz von flexiblem Personal gelegen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The productivity effect of temporary agency work: evidence from German panel data (2012)
Zitatform
Hirsch, Boris & Steffen Müller (2012): The productivity effect of temporary agency work. Evidence from German panel data. In: The economic journal, Jg. 122, H. 562, S. F216-F235. DOI:10.1111/j.1468-0297.2012.02536.x
Abstract
"This study investigates the effect of temporary agency work on the user firm's productivity. We hypothesise that using temporary agency work to enhance numerical flexibility and to screen job candidates may increase productivity, whereas temporary workers' lower firm-specific human capital and spillover effects on the user's permanent employees may adversely affect productivity. Other than the sparse existing literature on this issue, we exploit a large panel data set and control for time-invariant and time-varying unobserved heterogeneity by using the system GMM estimator. We find a robust hump-shaped effect of the extent of temporary agency work on the user firms productivity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Geringfügig Beschäftigte in deutschen Betrieben: Umstrittene Minijobs (2012)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Jens Stegmaier (2012): Geringfügig Beschäftigte in deutschen Betrieben: Umstrittene Minijobs. (IAB-Kurzbericht 24/2012), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Im Januar 2013 wird die steuerfreie Einkommensgrenze für geringfügig Beschäftigte um 50 Euro auf 450 Euro erhöht. Das hat die Diskussion über die sozial- und arbeitsmarktpolitische Bedeutung von Minijobs neu entfacht: Befürworter betrachten sie als wirksames Instrument für betriebliche Flexibilität und gegen Schwarzarbeit, Kritiker sehen die Minijobs als eine wesentliche Ursache für die steigende Niedriglohnbeschäftigung und Altersarmut. Auf betrieblicher Ebene wird in diesem Bericht untersucht, wie sich die geringfügige Beschäftigung entwickelt hat und inwieweit Minijobs andere Beschäftigungsverhältnisse verdrängen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
What drives the demand for temporary agency workers? (2012)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Jan Bentzen (2012): What drives the demand for temporary agency workers? In: Labour, Jg. 26, H. 3, S. 341-355. DOI:10.1111/j.1467-9914.2012.00550.x
Abstract
Leiharbeit hat in den letzten drei Jahrzehnten in den meisten europäischen Ländern stetig zugenommen. In der Studie wird geprüft, ob die Deregulierung der Leiharbeit für das Wachstum dieses Sektors verantwortlich ist. Weiterhin wird die Konjunkturabhängigkeit der Leiharbeit untersucht. Auf der Grundlage monatlicher Daten für Deutschland wird gezeigt, dass die kontinuierliche Liberalisierung der Leiharbeit nicht für das Wachstum des Sektors verantwortlich ist. Die Analyse ergibt vielmehr, dass Leiharbeit ein zyklisches Verhalten aufweist und mit wichtigen ökonomischen Indikatoren in Echtzeit korreliert. (IAB)
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Literaturhinweis
Flexible forms of employment: boon and bane (2012)
Zitatform
Jahn, Elke, Regina T. Riphahn & Claus Schnabel (2012): Flexible forms of employment. Boon and bane. (LASER discussion papers 62), Erlangen, 11 S.
Abstract
"In recent decades, economic policy makers across Europe have sought to increase labour market flexibility by promoting the use of temporary employment. Four articles in a Feature forthcoming in the Economic Journal (which is based on a IAB/LASER workshop) provide new results on how fixed-term and agency work contracts affect firm productivity and how the segments of two-tier labour markets interact. This paper points to a possible trade-off between efficiency and equity when deregulating labour markets. Taken together, the evidence presented in this Feature suggests that flexible forms of employment can be both a boon and a bane for labour markets and for society as a whole." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Public plans and short-term employees (2012)
Zitatform
Munnell, Alicia, Jean-Pierre Aubry, Joshua Hurwitz & Laura Quinby (2012): Public plans and short-term employees. (NBER working paper 18448), Cambridge, Mass., 64 S. DOI:10.3386/w18448
Abstract
"Public sector defined benefit pension plans are based on final earnings. As such, these plans are back-loaded; those with long careers receive substantial benefits and those who leave early receive little. The analysis consists of three parts. The first section discusses the design of state and local defined benefit plans, documents the extent to which traditional public sector final earnings plans are back-loaded, and explores the extent to which the incentives may reflect the preferences of employers. The second section shows how participation in final earnings plans affects the lifetime resources of state and local workers of various tenures compared to private sector workers. The third section presents plan-level data on the flows of participants out of the plan by age and tenure and explores the extent to which plan design - specifically, vesting periods, mandatory participation in a defined contribution plan, and Social Security coverage - affects the probability of vesting and the probability of remaining to the earliest full retirement age once vested. The findings suggest that complete reliance on delayed vesting and final earnings plans results in minimal benefits for most short-service public employees. Hence, the recent trend towards hybrid arrangements is a positive development not only for risk sharing between taxpayers and participants but also for a more equitable distribution of benefits between short-term and career employees." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Eine Strategie oder viele Strategien?: zur Polyvalenz flexibler Beschäftigungsformen im betrieblichen Einsatz am Beispiel der Leiharbeit (2012)
Promberger, Markus;Zitatform
Promberger, Markus (2012): Eine Strategie oder viele Strategien? Zur Polyvalenz flexibler Beschäftigungsformen im betrieblichen Einsatz am Beispiel der Leiharbeit. In: A. Krause & C. Köhler (Hrsg.) (2012): Arbeit als Ware : zur Theorie flexibler Arbeitsmärkte, S. 163-183, 2011-07-04.
Abstract
"Flexible Beschäftigung ist auf dem Vormarsch. Sie stellt noch keineswegs die Mehrheit der Beschäftigungsverhältnisse, ist aber nicht mehr allzu weit davon entfernt. Dies ist nach immerhin mehr als drei Jahrzehnten wissenschaftlicher und politischer Debatten um die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses mehr denn je eine Herausforderung für die Arbeitspolitik. Leiharbeit stellt dabei, ungeachtet ihrer bisherigen numerischen Begrenztheit auf weniger als eine Million Beschäftigte, einen Kristallisationspunkt der politischen Auseinandersetzungen um flexible Beschäftigung dar: Einerseits werden ihr außergewöhnliche Kräfte zur Heilung des Arbeitsmarktes und zur betrieblichen Flexibilisierung zugeschrieben (Bender 1997; Klös 2000; zuletzt und schon vorsichtiger Spermann 2011), andererseits wird in ihr eine Erhöhung des Prekaritätsrisikos für die Betroffenen und eine Bedrohung gesellschaftlicher Standards von Arbeit, ja ein Risiko der Desintegration der Arbeitsgesellschaft gesehen. Der folgende Beitrag möchte zeigen, dass verschiedene Strategiemuster den Einsatz von Leiharbeit prägen, mit jeweils unterschiedlicher Rolle der Leiharbeit im betrieblichen Flexibilisierungskonzert und mit gewissen Unterschieden hinsichtlich der Risiken und Chancen für die betroffenen Arbeitnehmer. Auf dieser Basis sollen Schlüsse auf die tatsächliche arbeits- und flexibilitätspolitische Rolle der Leiharbeit gezogen werden." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
Literaturhinweis
Topographie der Leiharbeit: Flexibilität und Prekarität einer atypischen Beschäftigungsform (2012)
Promberger, Markus;Zitatform
Promberger, Markus (2012): Topographie der Leiharbeit. Flexibilität und Prekarität einer atypischen Beschäftigungsform. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 146), Berlin: Edition Sigma, 303 S.
Abstract
"Leiharbeit ist ein arbeitspolitisches Problem erster Güte. Zwar ist die Zahl der Leiharbeiter nicht überwältigend groß, doch ist es dieser Beschäftigungsform gelungen, die einfache Arbeit in den industriellen Kernsektoren weitgehend zu übernehmen. Dabei müssen Leiharbeitnehmer gegenüber der Stammbelegschaft deutliche Nachteile in Kauf nehmen, denen nur wenige Vorteile gegenüberstehen - etwa eine leicht erhöhte Chance, einen Dauerarbeitsplatz zu finden. Der Autor durchleuchtet in diesem Buch nicht nur die Leiharbeitsbranche mit ihren sozialhistorischen Entstehungszusammenhängen und relevanten Akteuren, sondern auch die Betriebe, die Leiharbeiter einsetzen. Dabei zeigen sich höchst unterschiedliche Einsatzformen der Leiharbeit: von unproblematischen kurzfristigen Vertretungen bis zur dauerhaften Veränderung der Belegschaftsstruktur durch den Einsatz flexibel-prekärer Beschäftigung, die letztlich die soziale Einbettung von Arbeit, wie sie sich im 20. Jahrhundert entwickelt hat, gesellschaftlich in Frage stellen und soziale Spaltungsprozesse auslösen oder vertiefen könnte. Diesem Trend entgegenzuwirken ist eine genuin politische, auch gewerkschaftspolitische Aufgabe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
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Flexibility at the margin and labor market volatility in OECD countries (2012)
Zitatform
Sala, Hector, Jose I. Silva & Manuel Toledo (2012): Flexibility at the margin and labor market volatility in OECD countries. In: The Scandinavian journal of economics, Jg. 114, H. 3, S. 991-1017. DOI:10.1111/j.1467-9442.2012.01715.x
Abstract
"We study the business-cycle behavior of segmented labor markets with flexibility at the margin (e.g., just affecting fixed-term contracts). We present a matching model with temporary and permanent jobs (i) where there is a gap in the firing costs associated with these types of jobs and (ii) where there are restrictions in the creation and duration of fixed-term contracts. We show that a labor market with 'flexibility at the margin' increases the unemployment volatility with respect to one that is fully regulated. This analysis yields new insights into the interpretation of the recent volatility changes witnessed in the OECD area." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Union threat and non-union employment: a natural experiment on the use of temporary employment in British firms (2012)
Zitatform
Salvatori, Andrea (2012): Union threat and non-union employment. A natural experiment on the use of temporary employment in British firms. In: Labour economics, Jg. 19, H. 6, S. 944-956. DOI:10.1016/j.labeco.2012.07.007
Abstract
"This paper presents the first empirical evidence on the effect of the threat of unionisation on the use of a predominantly non-union type of employment, i.e. temporary employment. The identification strategy exploits an exogenous variation in union threat induced in the UK by new legislation enabling unions to obtain recognition even against the will of the management. The analysis finds no evidence of an effect on the probability that a firm employs fixed-term workers, and some weak evidence of a negative effect on the probability of using agency workers. Furthermore, estimates of the effect on the share of temporary employment are negative and statistically insignificant. Overall, therefore, there is no support for the hypothesis that firms under the threat of unionisation are more likely to use this type of non-union employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexibilisierung des Personals durch Zeitarbeit (2012)
Zitatform
Scholz, Christian (2012): Flexibilisierung des Personals durch Zeitarbeit. In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Jg. 41, H. 4, S. 215-218.
Abstract
"Auch wenn nur ein geringer Anteil der Erwerbstätigen bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigt ist, geht doch ein deutlicher Trend in diese Richtung. Dabei stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen dieses personenpolitische Instrument eine sinnvolle strategische Option darstellt - vor allem angesichts der intensiven Kritik an dieser extremen Form der Flexibilisierung der Belegschaft. Der vorliegende Beitrag erläutert verschiedene Facetten der Zeitarbeit und thematisiert ihre Konsequenzen der Unternehmen sowie Gesamtwirtschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohnfalle Minijob (2012)
Zitatform
Voss, Dorothea & Claudia Weinkopf (2012): Niedriglohnfalle Minijob. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 65, H. 1, S. 5-12. DOI:10.5771/0342-300X-2012-1-5
Abstract
"In diesem Beitrag steht die Funktion von Minijobs in den Beschäftigungsstrategien von Unternehmen im Vordergrund. Auf Basis empirischer Ergebnisse wird gezeigt, dass das im Teilzeit- und Befristungsgesetz verankerte Diskriminierungsverbot von geringfügig Beschäftigten in der Praxis häufig unterlaufen wird. Dadurch erweisen sich Minijobs für die große Mehrheit der geringfügig Beschäftigten als Niedriglohnfalle, was auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt insgesamt hat. Arbeitgeber nutzen Minijobs offenbar als 'Exit-Option', um tarifliche und gesetzliche Standards zu umgehen und damit ihre Arbeitskosten zu senken. Da nach der Analyse der Autorinnen kaum Praxisakteure für eine wirksame Durchsetzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes in der Arbeitswelt auszumachen sind, wird die Auffassung vertreten, dass der Gesetzgeber gefordert ist. Die gravierenden Folgewirkungen von Minijobs können nur dadurch wirksam unterbunden werden, dass der Sonderstatus Minijob abgeschafft wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel Mecklenburg-Vorpommern: Ergebnisse der sechszehnten Welle 2011 (2012)
Abstract
"Das Ziel des IAB-Betriebspanels ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung sowie Informationen über hierfür relevante ausgewählte wirtschaftliche Kennziffern der Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern bereitzustellen. Als zentraler inhaltlicher Themenkomplex des Fragebogens 2011 (Schwerpunktthema) stehen die Entwicklung des Fachkräftebedarfs und die Altersstruktur der Beschäftigten im Mittelpunkt des Gesamtberichtes. Vor dem Hintergrund einer steigenden Fachkräftenachfrage in Deutschland sowie demografischer Entwicklungstendenzen rücken Probleme der Deckung des Fachkräftebedarfs wieder verstärkt in den Vordergrund. Älter werdende Belegschaften haben Einfluss auf die Fachkräftesituation in den Betrieben und stellen diese vor neue Herausforderungen. Die aktuelle Abfrage der Altersgruppen der Beschäftigten in den Betrieben in Deutschland ermöglicht, Aussagen zu unterschiedlichen Problemlagen und Reaktionsmustern der Betriebe hinsichtlich ihrer Fachkräftesituation nach dem Alter der Betriebsbelegschaften zu treffen. Eine wichtige betriebliche Maßnahme zur Deckung des bestehenden und künftigen Fachkräftebedarfs ist die betriebliche Aus- und Weiterbildung. In der diesjährigen Auswertung wird verstärkt auf den Zusammenhang zwischen Problemen bei der Fachkräftedeckung und betrieblichem Engagement in der Aus- und Weiterbildung eingegangen. Hierbei soll auch der Frage nachgegangen werden, inwieweit Betriebe mit unterschiedlichen Altersstrukturen ihrer Belegschaften differenziert agieren.
Standardmäßig wird im IAB-Betriebspanel die sogenannte atypische Beschäftigung in die Auswertung einbezogen. Hierbei handelt es sich um Beschäftigungsverhältnisse, die vom Normalarbeitsverhältnis abweichen wie Teilzeitbeschäftigung einschließlich Mini-Jobs, befristete Beschäftigung und Leiharbeit. Die Bedeutung atypischer Beschäftigung hat sich in Ost- wie Westdeutschland in den vergangenen Jahren erhöht. In der diesjährigen Auswertung wird verstärkt auf Fragen der Befristung von Beschäftigungsverhältnissen eingegangen. Darüber hinaus soll in der diesjährigen Auswertung über einen Längsschnitt ermittelt werden, ob und wie Befristungen in den Betrieben in den letzten Jahren verbreitet waren.
In das diesjährige IAB-Betriebspanel wurden im Rahmen des Basisprogramms folgende, sich jährlich wiederholende Fragenkomplexe aufgenommen: Beschäftigungsentwicklung; Geschäftspolitik und Geschäftsentwicklung; Ertrag und Gewinn; betriebliche Investitionen und Innovationen, Forschung und Entwicklung; betriebliche Weiterbildung; Personalstruktur, Personalbewegung und Personalsuche; Berufsausbildung und Ausbildungsstellen; Tarif und Lohn, Öffnungsklauseln.
Insgesamt beteiligten sich in Mecklenburg-Vorpommern 891 Betriebe aller Branchen und Größen an der Befragung; in Ostdeutschland 5.865 und bundesweit 15.283 Betriebe." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Niedriglohn und Beschäftigung 2010: Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 10. September 2012 in Berlin (2012)
Zitatform
(2012): Niedriglohn und Beschäftigung 2010. Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 10. September 2012 in Berlin. (DeStatis - wissen, nutzen), Wiesbaden, 32 S.
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich in robuster Verfassung - trotz Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht die Zahl der Erwerbstätigen historische Höchststände und auch die Erwerbslosenzahl hat sich verringert. In diesem Zusammenhang wird jedoch auch häufig die Frage diskutiert, wie sich neben dem Wandel der Erwerbsformen die Verdienstsituation der Beschäftigten verändert hat. Antworten darauf gibt die Erhebung der Struktur der Arbeitsverdienste. Diese Erhebung führen die statistischen Ämter nur alle vier Jahre durch - das Statistische Bundesamt stellt auf der Pressekonferenz die aktuellen Ergebnisse des Jahres 2010 mit Fokus auf dem Niedriglohnbereich vor. Dabei werden unter anderem folgende Fragen beantwortet:
- Wie viel Prozent der Beschäftigten arbeiteten 2010 für einen Niedriglohn? In welchen Branchen kommen niedrige Verdienste am häufigsten vor?
- Wie hoch ist das Niedriglohnrisiko atypisch Beschäftigter? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen atypischer Beschäftigung und beruflicher Qualifikation?
- Investieren Niedriglohnbezieher über Entgeltumwandlung in eine Betriebsrente und nutzen die staatliche Förderung?" (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Employment protection and temporary work agencies (2011)
Zitatform
Baumann, Florian, Mario Mechtel & Nikolai Stähler (2011): Employment protection and temporary work agencies. In: Labour, Jg. 25, H. 3, S. 308-349. DOI:10.1111/j.1467-9914.2010.00493.x
Abstract
"Employers who use temporary agency staff in contrast to regular staff are not affected by employment protection regulations when terminating a job. Therefore, services provided by temporary work agencies may be seen as a substitute for regular employment. In this paper, we analyse the effects of employment protection on the size of the temporary work agency sector in a model of equilibrium unemployment. We find that higher firing costs may even reduce temporary work agency employment if agencies themselves are subject to employment protection, a consideration that distinguishes our results from those for fixed-term employment arrangements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Beschäftigung, Arbeit und Unternehmertum in deutschen Kleinbetrieben: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2010 (2011)
Zitatform
Bechmann, Sebastian, Vera Dahms, Agnes Fischer, Marek Frei, Ute Leber & Iris Möller (2011): Beschäftigung, Arbeit und Unternehmertum in deutschen Kleinbetrieben. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2010. (IAB-Forschungsbericht 07/2011), Nürnberg, 110 S.
Abstract
"Die Daten des IAB-Betriebspanels zeigen, dass sich kleinere Betriebe in vielen Punkten von größeren Betrieben unterscheiden. Unterschiede in der Beschäftigten- und Eigentümerstruktur zeigen sich darin, dass kleinere Betriebe seltener wissensintensive Arbeitsplätze anbieten als größere Betriebe bzw. mehrheitlich eigentümergeführt sind und meist als eigenständige Unternehmen ohne weitere Niederlassungen am Markt auftreten. Unterschiede in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zeigen sich vor allem in einem geringeren Produktivitäts- und Lohnniveau, aber auch in der geringeren Exportquote der kleineren Betriebe.
Die Daten des IAB-Betriebspanels zeigen darüber hinaus, dass der Beschäftigungsanstieg im Jahr 2010 - die Zahl der Beschäftigten erreichte einen Höchststand seit der deutschen Wiedervereinigung - sehr stark vom Beschäftigungswachstum bei den Kleinstbetrieben getragen wurde. Der Beschäftigungsanstieg wiederum führte zu einer steigenden Nachfrage nach Fachkräften. Der Fachkräftebedarf und ebenso das Ausmaß der Schwierigkeiten, Fachkräftestellen zu besetzen, waren ähnlich hoch wir vor der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008/2009. Vor allem kleinere Betriebe hatten Schwierigkeiten, Fachkräftestellen neu zu besetzen.
Unterschiede zwischen kleineren und größeren Betrieben gab es auch in der Art der Nutzung von befristeten Arbeitsverträgen sowie von Leiharbeitern. Von den kleineren Betrieben nutzte nur ein geringer Teil befristete Arbeitsverträge oder Leiharbeiter. Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen sind die Motive für den Abschluss befristeter Arbeitsverträge in allen Betriebsgrößenklassen ähnlich. Vor allem der zeitlich begrenzte Bedarf an Arbeitskräften wurde genannt. Insgesamt deuten die Befunde darauf hin, dass befristete Beschäftigung für die Mehrheit der befristet Beschäftigten keine Brücke in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis im Einstellungsbetrieb darstellt.
Zwischen kleineren und größeren Betrieben gibt es Unterschiede auch bei den Arbeitszeitregelungen. Die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit ist in kleineren Betrieben länger als in größeren Betrieben. Auftragsspitzen werden nach wie vor gerne mit Überstunden bewältigt, insbesondere in größeren Betrieben. Wegen der oftmals fehlenden Möglichkeit, geleistete Überstunden mit Freizeit auszugleichen, führen Überstunden vor allem in kleineren Betrieben langfristig zu einer Erhöhung der Jahresarbeitszeit. Im Vergleich zu größeren Betrieben bilden kleinere Betriebe seltener aus und haben zudem häufiger Schwierigkeiten, die von ihnen angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Das Gros der Ausbildungsabsolventen blieb nach Abschluss der Ausbildung auch im Jahr 2010 im eigenen, ausbildenden Betrieb. Kleinere Betriebe hatten also nicht nur größere Schwierigkeiten bei der Gewinnung von neuen Arbeitskräften und Fachkräften, sondern auch beim Halten von Fachkräften und Weiterbeschäftigen von frisch ausgebildeten Fachkräften. Hinzu kommt, dass kleinere Betriebe seltener weiterbilden als größere Betriebe. Gleichwohl ist der Anteil von Mitarbeitern mit Weiterbildung ähnlich hoch.
Auch Innovations- und Investitionsaktivitäten sind sehr stark von der Betriebsgröße auf der einen Seite und FuE-Aktivitäten auf der anderen Seite abhängig. Größere Betriebe sowie Betriebe mit FuE-Aktivitäten innovieren häufiger als kleinere Betriebe bzw. Betriebe ohne FuE-Aktivitäten. Darüber hinaus investieren größere Betriebe häufiger als kleinere Betriebe. Bei Betrachtung der Investitionen pro Beschäftigten in den investierenden Betrieben zeigen sich aber keine Unterschiede zwischen den einzelnen Betriebsgrößenklassen. Der Fremdkapitalbedarf bei kleineren Betrieben ist höher als bei größeren Betrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Befristete Verträge und Arbeitsplatzdynamik in baden-württembergischen Betrieben: eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (2011)
Behringer, Jan; Dengler, Carina; Boockmann, Bernhard;Zitatform
Behringer, Jan, Carina Dengler & Bernhard Boockmann (2011): Befristete Verträge und Arbeitsplatzdynamik in baden-württembergischen Betrieben. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels. (IAW-Kurzberichte 2011,02), Tübingen, 47 S.
Abstract
"Atypische Arbeitsverhältnisse sind seit geraumer Zeit ein Gegenstand öffentlicher Diskussion. Auf der einen Seite bieten befristete Beschäftigungsverhältnisse, Leiharbeit und andere Formen der atypischen Arbeit Betrieben Flexibilisierungsmöglichkeiten, die ihnen die Anpassung der Beschäftigung an Schocks erleichtert. Andererseits wird befürchtet, dass reguläre und langfristige Arbeitsverhältnisse durch kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse verdrängt werden und eine dauerhafte Segmentierung des Arbeitsmarktes entsteht. Je nachdem, welche Argumentation empirisch relevanter ist, bieten sich unterschiedliche wirtschaftspolitische Handlungsoptionen. Vor diesem Hintergrund analysiert das IAW in dem Kurzbericht die Entwicklung der atypischen Beschäftigung in Baden-Württemberg auf der Basis des IAB-Betriebspanels.
Der Bericht gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil werden die Beschäftigungsanteile in atypischen Arbeitsverhältnissen (befristete Beschäftigung, Leiharbeit, geringfügige Beschäftigung und "Midi- Jobs", freie Mitarbeit, Praktika) über den Zeitverlauf seit dem Jahr 2000 dargestellt, um Trends und zyklische Entwicklung dieser Beschäftigungsformen zu ermitteln und die Hypothese zu prüfen, dass diese Beschäftigungsformen von den Betrieben als Möglichkeit zur Anpassung an konjunkturelle Schocks genutzt werden. Im zweiten Teil wird untersucht, ob auf betrieblicher Ebene eine Verdrängung von regulärer durch befristete Arbeit festzustellen ist. Dazu wird das Analysekonzept von Boockmann und Hagen (2002) angewendet. Die Ergebnisse der Analyse für das Jahr 2010 werden den Ergebnissen von Boockmann und Hagen für das Jahr 2001 gegenübergestellt. Im dritten Teil wird der Zusammenhang von befristeter Beschäftigung sowie Leiharbeit und Institutionen untersucht. Dabei wird besonders die Rolle des Betriebsrates herausgestellt. Auf der Basis von Hypothesen über die Funktionsweise von Betriebsräten wird untersucht, ob Betriebe mit Betriebsrat tendenziell weniger oder mehr befristete Beschäftigung oder Leiharbeit nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Schwerpunkt Zeitarbeit - Balance von Flexibilität und Stabilität (2011)
Zitatform
Bouncken, Ricarda B. & Manfred Bornewasser (Hrsg.) (2011): Schwerpunkt Zeitarbeit - Balance von Flexibilität und Stabilität. (Beiträge zur Flexibilisierung 01), Bayreuth: Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Strategisches Management und Organisation, 228 S.
Abstract
"'Flex4Work' ist ein vom BMBF gefördertes Projekt der Universitäten Bayreuth und Greifswald. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen (Betriebswirtschaftslehre, Psychologie, Rechtswissenschaft und Medizin) sowie Praktiker erforschen im Zeitraum von September 2009 bis Juli 2012 den Einsatz, die Erfolgsfaktoren, die Limitationen und zukünftige Perspektiven von Flexibilisierungsinstrumenten der Arbeit mit dem Schwerpunkt Zeitarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Qualifikation + Leiharbeit = Klebeeffekt?: die (Wieder-)Eingliederung benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt (2011)
Brinkmann, Ulrich; Scherschel, Karin; Eversberg, Dennis ; Kupka, Peter ; Schaffner, Sandra ; Kluve, Jochen; Ehlert, Christoph;Zitatform
Brinkmann, Ulrich, Christoph Ehlert, Dennis Eversberg, Jochen Kluve, Peter Kupka, Sandra Schaffner & Karin Scherschel (2011): Qualifikation + Leiharbeit = Klebeeffekt? Die (Wieder-)Eingliederung benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt. (IAB-Bibliothek 328), Bielefeld: Bertelsmann, 207 S. DOI:10.3278/300743w
Abstract
"Der Band dokumentiert die Umsetzung und die Wirkungen eines Modellprojekts, dessen Ziel es war, Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen durch eine Kombination von Leiharbeitseinsätzen, Qualifikationsphasen und individuellem Coaching in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Projekt wurde in mehreren SGB-II-ARGEn in Kooperation mit einem überregionalen Leiharbeitsunternehmen durchgeführt. Einführend geben Standortanalysen einen Überblick über Situation und Entwicklung der lokalen Arbeitsmärkte in den Untersuchungsregionen. Die folgenden Implementationsstudien beschreiben das Zusammenwirken der Elemente Zeitarbeit, Qualifizierung und Coaching in der Praxis, außerdem werden Überlegungen zum Funktionieren dieser Form einer Public Private Partnership angestellt. Des Weiteren untersuchen die Autoren den Einfluss der Maßnahme auf Motivation und Kompetenzen der teilnehmenden Jugendlichen. Es wird eine Typologie entwickelt, die den Umgang von Jugendlichen unterschiedlicher sozialer Herkunft mit den Anforderungen und Angeboten der Maßnahme reflektiert. Schließlich wird die Wirkung des Projekts im Hinblick auf Übergänge in den Arbeitsmarkt insgesamt und an den einzelnen Standorten analysiert. Bilanzierend ergibt sich das Bild, dass die Umsetzung von den unterschiedlichen teils konfligierenden Interessen der Kooperationspartner sehr stark geprägt war. Dies führte dazu, dass die eigentliche Zielgruppe nur zum Teil erreicht wurde, dass die Qualifizierungsanteile nicht so funktionierten wie geplant und dass auch das Coaching teilweise problematisch war. Dennoch gab es durchaus Erfolge der Maßnahme, nämlich dort, wo diese komplett durchlaufen wurde und ein relativ hohes Maß an Kontinuität sowohl bei den Arbeitseinsätzen als auch bei den Qualifizierungsmodulen gegeben war. Hohe Fluktuation und kurze Teilnahmedauern führten dagegen nicht zum gewünschten Ergebnis." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Does job satisfaction adapt to working conditions?: an empirical analysis for rotating shift work, flextime, and temporary employment in UK (2011)
Hanglberger, Dominik;Zitatform
Hanglberger, Dominik (2011): Does job satisfaction adapt to working conditions? An empirical analysis for rotating shift work, flextime, and temporary employment in UK. (FFB-Diskussionspapier 87), Lüneburg, 18 S.
Abstract
"Die Adaptionstheorie - basierend auf dem hedonic treadmill model - wurde in mehreren Studien hauptsächlich von Psychologen und Ökonomen empirisch überprüft. Der Schwerpunkt wurde dabei auf die Auswirkungen einzelner Lebensereignisse auf globale subjektive Wohlfahrtsindikatoren (Lebenszufriedenheit/Happiness) gelegt. Auf die Zufriedenheit mit einzelnen Lebensbereichen wurde die Adaptionstheorie bislang kaum angewendet. Ziel dieses Beitrags ist es deshalb zu untersuchen, inwiefern die Arbeitszufriedenheit von Adaptionseffekten beeinflusst wird und welche Umstände einer individuellen Adaption an veränderte Arbeitsbedingungen förderlich bzw. hinderlich ist? Dazu analysieren wir auf Basis von bis zu 18 Wellen des British Household Panel Surveys (BHPS), wie abhängig Beschäftigte in ihrer subjektiven Bewertung der Arbeitssituation auf die Einführung von Gleitzeitregelungen, die Arbeit in Wechselschichtsystemen und befristete Beschäftigungsverhältnisse reagieren. Unsere auf fixed-effects Regressionsmodellen basierenden Analysen zeigen, dass das Adaptionspotential je nach Arbeitsplatzmerkmal deutlich variiert. Während positive Effekte von Gleitzeitregelungen auf die Arbeitszufriedenheit voll adaptiert werden, findet sich für die befristete Beschäftigung nur eine teilweise Adaption. Für die Arbeit in Wechselschichtsystemen zeigt sich ein dauerhaft negativer Effekt auf die Arbeitszufriedenheit, also kein Adaptionseffekt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Part-time work and the hiring of older workers (2011)
Zitatform
Heywood, John S., Uwe Jirjahn & Georgi Tsertsvadze (2011): Part-time work and the hiring of older workers. In: Applied Economics, Jg. 43, H. 28, S. 4239-4255. DOI:10.1080/00036846.2010.491447
Abstract
"This research uses German establishment data to examine the relationship between back loading compensation, the hiring of older workers and their part time status. We confirm that establishments that defer compensation are less likely to hire older workers. We demonstrate for the first time that establishments that defer compensation are more likely to limit older workers to part time jobs, when they do hire them. Thus, deferred compensation plays a larger role in reducing the chances of older workers being hired into full time jobs than would be inferred from past estimates simply examining their odds of being hired at all." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Estimating the use of agency workers: can family-friendly practices reduce their use? (2011)
Zitatform
Heywood, John S., W. S. Siebert & Xiangdong Wei (2011): Estimating the use of agency workers. Can family-friendly practices reduce their use? In: Industrial relations, Jg. 50, H. 3, S. 535-564. DOI:10.1111/j.1468-232X.2011.00645.x
Abstract
"This paper uses establishment data to estimate the determinants of using agency workers. It contends that there is a class of family-friendly practices including workplace nurseries, flexitime, home working, and job sharing that promote the norm of the ''ideal worker'' who concentrates on work. Because such practices increase the ability of employers to direct worker effort, they will be associated with a lower use of agency workers. Our findings confirm this hypothesis. The implication is that any growth in family-friendly practices may work against the ongoing expansion in agency jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Struktur und Entwicklung atypischer Beschäftigungsformen in Baden- Württemberg: eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (2011)
Klee, Günther; Behringer, Jan; Bohachova, Olga; Meyer, Jasper; Gerster, Andreas;Zitatform
Klee, Günther (2011): Struktur und Entwicklung atypischer Beschäftigungsformen in Baden- Württemberg. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels. (IAW-Kurzberichte 2010,04), Tübingen, 50 S.
Abstract
"Der Beitrag ist wie folgt aufgebaut: In Kapitel 2 wird zunächst auf die Entwicklung der Beschäftigungsstruktur nach Art der Beschäftigung und Qualifikationsniveau eingegangen. Kapitel 3 untersucht die Verbreitung und Struktur atypischer Beschäftigungsverhältnisse in Baden-Württemberg. Dabei ist dieses Kapitel in mehrere Abschnitte untergliedert, die sich jeweils bestimmten Formen atypischer Beschäftigung widmen: Die Abschnitte 3.1 und 3.2. behandeln ausführlich die befristeten und die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse. In Abschnitt 3.3 wird sodann ein Überblick über die weiteren im IAB-Betriebspanel erfassten Formen der atypischen Beschäftigung gegeben. Dabei wird jedoch nur auf die Teilzeitarbeit (3.3.1) und die Leih- bzw. Zeitarbeit (3.3.2) näher eingegangen, während freie Mitarbeit, Praktika und Ein-Euro-Jobs nur in Form unkommentierter Grafiken im Anhang aufgeführt sind. Kapitel 4 fasst schließlich die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen. Als Datengrundlage der Analyse wird mit dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg eine repräsentative Arbeitgeberbefragung in rund 1.200 baden-württembergischen Betrieben aller Branchen und Betriebsgrößenklassen herangezogen, die seit dem Jahr 2000 alljährlich zum Stichtag 30.06. erhoben werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit in der Pflege: Verbreitung, Einsatzformen und Gestaltungsmöglichkeiten von Leiharbeit in der stationären Pflege: Bericht zum Forschungsprojekt der Arbeitnehmerkammer Bremen (2011)
Klöpper, Arne;Zitatform
Klöpper, Arne (2011): Leiharbeit in der Pflege: Verbreitung, Einsatzformen und Gestaltungsmöglichkeiten von Leiharbeit in der stationären Pflege. Bericht zum Forschungsprojekt der Arbeitnehmerkammer Bremen. Bremen, 55 S.
Abstract
"Dieser Bericht stellt die Ergebnisse einer Studie vor, die im Auftrag der Arbeitnehmerkammer Bremen im Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 durchgeführt wurde. Die Untersuchung soll einen ersten Einblick in aktuelle Veränderungstendenzen im stationären Kranken- und Altenpflegebereich in Bremen bieten, insbesondere hinsichtlich der Verbreitung, Ausprägungen und Einsatzformen von Leiharbeit. Berücksichtigung finden hierbei spezifische betriebliche Kontexte und Gestaltungsmöglichkeiten.
Um die derzeitige Situation und zentrale Entwicklungstrends in diesem Themenfeld zu beschreiben, werden einerseits Erkenntnisse und Annahmen über strukturelle Veränderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes sowie des wachsenden Gesundheitssektors vorgestellt. Diese beruhen auf einer Literaturrecherche und -auswertung sowie der Analyse empirischer Befunde. Andererseits ist die Studie in wesentlichen Teilen explorativ angelegt: In themenzentrierten Interviews mit Mitgliedern von Betriebsräten und Mitarbeitervertretungen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wurden die betriebliche Nutzung von Leiharbeit sowie damit verbundene Regelungen, Schwierigkeiten und Gestaltungsmöglichkeiten erhoben. Die Auswertung richtet sich vor allem auf die Identifikation und Beschreibung zentraler Problemfelder und Ansätze zur Regulierung von Leiharbeit im Pflegebereich." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Zeitarbeit in Deutschland: Treiber für Flexibilität und Wachstum: Studie der IW Consult GmbH in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (2011)
Lichtblau, Karl; Schäfer, Holger; Schleiermacher, Thomas;Zitatform
Lichtblau, Karl, Thomas Schleiermacher & Holger Schäfer (2011): Zeitarbeit in Deutschland: Treiber für Flexibilität und Wachstum. Studie der IW Consult GmbH in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Köln, 56 S.
Abstract
"Rund 15 Prozent oder 49 Milliarden Euro des Wirtschaftswachstums in 2010 wurde von Zeitarbeitnehmern erwirtschaftet. Damit kann rund jeder siebte Euro zusätzlichen Umsatzes des Aufschwungs der Zeitarbeit zugerechnet werden. Das zeigt eine Studie der IW Consult im Auftrag des BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister), für die rund 3.800 Unternehmen zur Nutzung der Zeitarbeit im eigenen Betrieb befragt wurden.
Unternehmen, die Zeitarbeit einsetzen, weisen besonders stark schwankende Umsätze auf. Trotz des dynamischen Geschäftsumfeldes muss die Stammbelegschaft hier aber nur selten angepasst werden. Die notwendige personalpolitische Flexibilität erhalten die Unternehmen durch die Nutzung der Zeitarbeit. Die Zeitarbeiter führen damit in den Unternehmen zu einer Stabilisierung der Stammbelegschaft.
Die Studie analysiert darüber hinaus auch die Existenz und Höhe des 'Klebe-Effektes' (Übernahme von Zeitarbeitnehmern durch das Kundenunternehmen), die Dauer der Überlassung und die Motive der Unternehmen zur Nutzung der Zeitarbeit. Diese Daten werden nicht oder nur unzureichend von der amtlichen Statistik beantwortet." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Is part-time employment beneficial for firm productivity? (2011)
Zitatform
Nelen, Annemarie, Andries de Grip & Didier Fouarge (2011): Is part-time employment beneficial for firm productivity? (IZA discussion paper 5423), Bonn, 37 S.
Abstract
"This paper analyzes whether part-time employment is beneficial for firm productivity in the service sector. Using a unique dataset on the Dutch pharmacy sector that includes the work hours of all employees and a 'hard' physical measure of firm productivity, we estimate a production function including heterogeneous employment shares based on work hours. We find that a larger part-time employment share leads to greater firm productivity. Additional data on the timing of labor demand show that part-time employment enables firms to allocate labor more efficiently. First, firms with part-time workers can bridge the gap between opening hours and a full-time work week. Second, we find that during opening hours part-time workers are scheduled differently than full-timers. For example, we find that part-time workers enable their full-time colleagues to take lunch breaks so that the firm can remain open during these times." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zuviel Leiharbeit erhöht die Lohnstückkosten (2011)
Zitatform
Nielen, Sebastian & Alexander Schiersch (2011): Zuviel Leiharbeit erhöht die Lohnstückkosten. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 78, H. 28, S. 10-13.
Abstract
"Die Bedeutung der Zeitarbeit hat in Deutschland in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich zugenommen. Inwiefern die Nutzung dieses Instruments die Wettbewerbsfähigkeit der betreffenden Unternehmen erhöht, ist Gegenstand der vorliegenden Studie. Für Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes wurde untersucht, wie sich ein wachsender Anteil der Ausgaben für Leiharbeit an den gesamten Personalkosten auf die Wettbewerbsfähigkeit - gemessen an den Lohnstückkosten - auswirkt. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der Einsatz von Leiharbeit zunächst zu sinkenden Lohnstückkosten führt. Offenbar ist Leiharbeit aber kein Patentrezept: Steigt der Anteil der Leiharbeitskosten an den Personalkosten kontinuierlich weiter, wirkt sich dies negativ auf die Lohnstückkosten aus. Eine Unternehmensstrategie, die in großem Stil auf die Substitution von Normalarbeitsverhältnissen durch Leiharbeitskräfte abzielt, kann sich daher negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auswirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary agency work and firm competitiveness: evidence from German manufacturing firms (2011)
Zitatform
Nielen, Sebastian & Alexander Schiersch (2011): Temporary agency work and firm competitiveness. Evidence from German manufacturing firms. (DIW-Diskussionspapiere 1135), Berlin, 25 S.
Abstract
"This paper addresses the relationship between the utilization of temporary agency workers by firms and their competitiveness measured by unit labor costs, using a rich, newly built, data set of German manufacturing enterprises. The analysis is conducted by applying different panel data models while taking the inherent selection problem into account. Making use of dynamic panel data models allows us to control for firm specific fixed effects as well as for potential endogeneity of explanatory variables. The results indicate a U-shaped relationship between the extent that temporary agency workers are used and the competitiveness of firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Union threat and non-union employment: A natural experiment on the use of temporary employment in British firms (2011)
Zitatform
Salvatori, Andrea (2011): Union threat and non-union employment: A natural experiment on the use of temporary employment in British firms. (IZA discussion paper 5574), Bonn, 36 S.
Abstract
"This paper presents the first empirical evidence on the effect of the threat of unionisation on the use of a predominantly non-union type of employment, i.e. temporary employment. The identification strategy exploits an exogenous variation in union threat induced in the UK by new legislation enabling unions to obtain recognition even against the will of the management. The analysis finds no evidence of an effect on the probability that a firm employs fixed-term workers, and some weak evidence of a negative effect on the probability of using agency workers. Overall, therefore, there is no support for the hypothesis that firms under the threat of unionisation are more likely to use this type of non-union employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Beschäftigung von Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmern in Baden-Württemberg: Ausmaß und Entwicklung seit der Krise 2008/2009. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (2011)
Schröpfer, Stefanie; Klee, Günther; Behringer, Jan;Zitatform
Schröpfer, Stefanie, Jan Behringer & Günther Klee (2011): Beschäftigung von Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmern in Baden-Württemberg. Ausmaß und Entwicklung seit der Krise 2008/2009. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels. (IAW-Kurzberichte 2011,05), Tübingen, 28 S.
Abstract
"Angesichts der raschen konjunkturellen Erholung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 ist die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften aufgrund des teilweise bereits vorhandenen und sich mittelfristig verschärfenden Fachkräftemangels gerade mit Blick auf die stark exportorientierte Wirtschaftsstruktur Baden-Württembergs ein zentrales Thema. Hierbei handelt es sich zudem um ein Problem mit strukturellen und demografischen Ursachen, das zu einem dauerhaften Auseinanderklaffen der Nachfrage und des Angebots an fachlichen Qualifikationen führen kann. Als eine kurzfristige und sehr flexible betriebliche Lösungsstrategie bei Schwierigkeiten der Personalrekrutierung auf dem externen Arbeitsmarkt hat sich seit 2004 u.a. das Instrument der Zeitarbeit herauskristallisiert. Die Zeitarbeit ist jedoch wie die weiteren 'atypischen' Beschäftigungsformen seither auch Gegenstand öffentlicher Kontroversen. Einerseits eröffnet das Instrument Zeitarbeit den Betrieben die Möglichkeit ihren Beschäftigtenbestand an die jeweilige Auslastung zeitnah anzupassen, andererseits wird dadurch die Gefahr einer Verdrängung 'regulärer' Arbeitsverhältnisse und einer dauerhaften Segmentierung des Arbeitsmarkts gesehen. Je nachdem, welche Argumentation empirisch relevanter ist, bieten sich unterschiedliche wirtschaftspolitische Handlungsoptionen. Vor diesem Hintergrund erscheint es daher sinnvoll und opportun, die Entwicklung dieser speziellen 'atypischen' Beschäftigungsform im Land am aktuellen Rand näher zu beleuchten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ordinary atypical workers, participation within the firm and innovation: a theoretical endeavor and empirical outlook (2011)
Zitatform
Torka, Nicole, Jan Kees Looise & Stefan Zagelmeyer (2011): Ordinary atypical workers, participation within the firm and innovation. A theoretical endeavor and empirical outlook. In: Management revue, Jg. 22, H. 3, S. 221-239. DOI:10.1688/1861-9908_mrev_2011_03_Torka
Abstract
"This paper offers a theoretical exploration and empirical outlook towards a triptych heretofore not properly investigated: atypical work (e.g., self-employed, agency workers, and workers with a fixed-term contract), participation within the firm, and innovation. How, it must be asked, can and will atypical workers contribute to innovation through participation within the firm or, from another angle, how can participation within the firm contribute to atypical workers willingness to express innovative behavior? For the answer researchers have to learn far more about two distinct groups of atypical workers: 'external knowledge workers' who are highly educated and explicitly hired for innovation, and 'ordinary atypical workers' who are neither highly educated nor hired for innovational purposes. For two reasons, the focus here is on the latter: we (1) presume and show, in contrast to what many scholars assume, that ordinary atypical workers can contribute to innovation in a direct and positive way, and (2) argue that participation within the firm is the key for these workers potential contribution to innovation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigungsformen nach dem Ende der Krise in Rheinland-Pfalz 2010 (2011)
Zitatform
Wagner, Birgit & Alfons Schmid (2011): Atypische Beschäftigungsformen nach dem Ende der Krise in Rheinland-Pfalz 2010. (IAB-Betriebspanel Rheinland-Pfalz 2011,01), Frankfurt, Main, 38 S.
Abstract
"Mit Beginn des Aufschwungs und der Zunahme der Beschäftigung veränderten sich in Rheinland-Pfalz die verschiedenen atypischen Beschäftigungsverhältnisse in unterschiedlichem Ausmaß. Die Leiharbeit, die während der Krise einen Einbruch verzeichnete, erreichte bis Mitte 2010 fast wieder ihren Rekordwert, den sie vor der Wirtschaftskrise erzielt hatte. Der ansteigende Trend der Leiharbeit setzt sich somit weiter fort. Gemessen an den Gesamtbeschäftigten spielt sie jedoch bislang eine geringe Rolle. Auf geringfügige Beschäftigung griffen Betriebe ebenfalls in den vergangenen Jahren verstärkt zurück. Trotz des leichten Anstiegs der Midi-Jobs seit 2005 offenbart die Entwicklung der Midi-Jobs insgesamt einen vergleichsweise konstanten Verlauf, der durch die Krise und den beginnenden Aufschwung kaum beeinflusst wurde. Obwohl zu erwarten gewesen wäre, dass sich Teilzeitjobs mit Zeitverlauf nur langsam verändern, da sie überwiegend von Frauen in Anspruch genommen werden, um Beruf und familiäre Verpflichtung in Einklang zu bringen, stieg der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an den Gesamtbeschäftigten nach der Krise deutlich an. Die befristete Beschäftigung, die durch einen Rückgang während der Krisen gekennzeichnet war, erreichte mit der Belebung der Konjunktur einen neuen Rekordwert. Der beginnende konjunkturelle Aufschwung nach der Wirtschaftskrise zeichnet sich somit durch differenzierte Auswirkungen auf die verschiedenen atypischen Beschäftigungsformen aus. Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung; das Normalarbeitsverhältnis steht jedoch weiter im Vordergrund." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Effects of scheduling perceptions on attitudes and mobility in different part-time employee types (2011)
Zitatform
Wittmer, Jenell L. S. & James E. Martin (2011): Effects of scheduling perceptions on attitudes and mobility in different part-time employee types. In: Journal of vocational behavior, Jg. 78, H. 1, S. 149-158. DOI:10.1016/j.jvb.2010.07.004
Abstract
"Recent research supports the existence of a typology of part-time employees with demographic and behavioral differences. This research suggests that part-timers should not be viewed as one homogenous group and that certain part-time employee groups have fixed external role attachments, while others have more flexible attachments. Applying the part-time typology and the classification of fixed versus flexible attachments from previous research, the current study examines differences in the relationships among scheduling perceptions, job attitudes, and employment mobility for part-timers. Consistent with Partial Inclusion Theory, we found that part-time workers classified as having more fixed outside role attachments have lower organizational commitment, job satisfaction, employment mobility, work status congruence, scheduling control, and scheduling satisfaction than those classified as having more flexible outside role attachments. Additionally, the flexibility of external role attachments moderates the relationship between scheduling variables and job attitudes and employment mobility. Implications for management and research are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Dual support in contract workers' triangular employment relationships (2010)
Zitatform
Buch, Robert, Bård Kuvaas & Anders Dysvik (2010): Dual support in contract workers' triangular employment relationships. In: Journal of vocational behavior, Jg. 77, H. 1, S. 93-103. DOI:10.1016/j.jvb.2010.02.009
Abstract
"This study investigated the interplay between perceived investment in contract worker development by the client organization and contract workers' perceived organizational support from their temporary employment agency. A study among 2021 contract workers from three temporary employment agencies in Norway showed that the relationships between perceived investment in contract worker development and task and contextual performance were moderated by contract workers' perceived organizational support from the agency. The form of the moderations revealed no positive relationships between perceived investment in contract worker development and performance unless the perceived investment by the client organization was accompanied by higher levels of perceived support from the temporary employment agency. These findings suggest that client organizations, which hire from temporary employment agencies that provide support to their contract workers, will get the most out of their investments in these contract workers' development." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Are mergers and acquisitions accompanied by increasing recourse to THS employment?: a French perspective (2010)
Zitatform
Bunel, Mathieu, Richard Duhautois & Lucie Gonzalez (2010): Are mergers and acquisitions accompanied by increasing recourse to THS employment? A French perspective. In: Economics Bulletin, Jg. 30, H. 1, S. 614-623.
Abstract
"This paper focuses on variations in employment of temporary help services (THS) employment when firms face mergers & acquisitions (M&As). We use an original French dataset in which the stock of temporary workers is isolated from that of other workers. With descriptive statistics, we observe that the number of temporary workers increases in acquiring firms. We use matching difference-in-differences estimators to check whether the use of THS employment increases after M&As. The results show that M&As are accompanied by increasing recourse to THS employment. The effects are quite strong for 1999 and 2000. The effect is weaker for 2001 because from this year the use of THS employment decreased for the first time since the beginning of the 1980's in France." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Fixed-term and permanent employment contracts: theory and evidence (2010)
Zitatform
Cao, Shutao, Enchuan Shao & Pedro Silos (2010): Fixed-term and permanent employment contracts. Theory and evidence. (CESifo working paper 3150), München, 49 S.
Abstract
"This paper constructs a theory of the coexistence of fixed-term and permanent employment contracts in an environment with ex-ante identical workers and employers. Workers under fixed-term contracts can be dismissed at no cost while permanent employees enjoy labor protection. In a labor market characterized by search and matching frictions, firms find optimal to discriminate by offering some workers a fixed-term contract while offering other workers a permanent contract. Match-specific quality between a worker and a firm determines the type of contract offered. We analytically characterize the firm's hiring and firing rules. Using matched employer-employee data from Canada, we estimate the wage equations from the model. The effects of firing costs on wage inequality vary dramatically depending on whether search externalities are taken or not into account." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexible contract workers in inferior jobs: reappraising the evidence (2010)
Zitatform
Green, Colin, Parvinder Kler & Gareth Leeves (2010): Flexible contract workers in inferior jobs. Reappraising the evidence. In: BJIR, Jg. 48, H. 3, S. 605-629. DOI:10.1111/j.1467-8543.2009.00742.x
Abstract
"There is concern that the increase in flexible employment contracts witnessed in many OECD economies is evidence of a growth in low-pay, low-quality jobs. In practice, it is difficult to evaluate the 'quality' of flexible jobs. Previous research has primarily investigated objective measures of job quality such as wages and training or subjective measures such as job satisfaction. We jointly evaluate these elements of flexible employment contracts using a job quality index. Analysis of this index demonstrates that flexible jobs are of a lower quality. Differences in the subjective and objective assessment of factors like pay and hours are evident." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die zeitweise Entlassung von Arbeitskräften als betriebliche Flexibilisierungsstrategie (2010)
Zitatform
Hense, Andrea, Stefan Liebig & Jennifer Elsner (2010): Die zeitweise Entlassung von Arbeitskräften als betriebliche Flexibilisierungsstrategie. Düsseldorf, 20 S.
Abstract
"Bei der Wahl von Flexibilisierungsstrategien zeigt sich eine Pfadabhängigkeit der betrieblichen Entscheidungen. So gehen Recalls mit anderen Formen der extern-monetären und extern-numerischen Flexibilisierung einher. Insbesondere befristete Beschäftigungsverhältnisse tragen zu einer weitergehenden Destabilisierung langfristiger Beschäftigungsperspektiven bei.
Obwohl Recalls auch zur Sicherung des betriebsspezifischen Humankapitals genutzt werden, bildet die 'klassische' Lösung dieses Problems - die intern-funktionale Flexibilisierung in Form von Weiterbildungen - eine Alternative zu der externen Recall-Strategie. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich bei den Beschäftigten um ausgewiesene Experten handelt, für die eine Entlassung für die Betriebe zu riskant wäre.
Der positive Einfluss steigender regionaler Arbeitslosenquoten auf Recalls unterstreicht, dass gerade in ökonomischen Krisenzeiten eine Eigendynamik einsetzen kann, durch welche die Arbeitslosigkeit weiter ansteigt.
Schließlich zeigt sich die Relevanz einer betrieblichen Arbeitnehmervertretung, weil sie dazu beiträgt, dass in einigen Betrieben gar keine Recalls durchgeführt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Temporary agency work and the user firm's productivity: first evidence from German panel data (2010)
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Hirsch, Boris & Steffen Müller (2010): Temporary agency work and the user firm's productivity. First evidence from German panel data. (Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere 68), Erlangen u.a., 16 S.
Abstract
"Das Papier untersucht den Zusammenhang zwischen Leiharbeitseinsatz und der Produktivität der Entleihfirma. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass moderater Leiharbeitseinsatz die numerische Flexibilität und damit Produktivität des Entleihers erhöht, während exzessive Nutzung von Leiharbeit eine Niedrigproduktivitätsstrategie mit geringem Einsatz von Human- und Sozialkapital widerspiegeln dürfte, die in erster Linie auf die Umgehung von Arbeitsmarktregulierungen abzielt. Im Gegensatz zur spärlichen Literatur zu den Produktivitätseffekten von Leiharbeit nutzen wir einen großen Paneldatensatz und Fixe-Effekte-Schätzungen. Im Einklang mit unseren Hypothesen finden wir einen robusten buckelförmigen Zusammenhang zwischen der Produktivität des Entleihers und dem Anteil an Leiharbeitnehmern in seiner Belegschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die Übernahme befristet Beschäftigter im Kontext betrieblicher Personalpolitik (2010)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Hans-Dieter Gerner (2010): Die Übernahme befristet Beschäftigter im Kontext betrieblicher Personalpolitik. In: Soziale Welt, Jg. 61, H. 1, S. 27-50., 2010-07-01. DOI:10.5771/0038-6073-2010-1-27
Abstract
"Die vorliegende Studie leistet einen Beitrag zur Debatte um die Erosion der Normalarbeit. Wir untersuchen mit Daten des IAB-Betriebspanels unter welchen Voraussetzungen Übernahmen in unbefristete Verträge realisiert werden. Einerseits dienen befristete Arbeitsverträge den Betrieben dazu, ein adäquates Verhältnis zwischen Stabilität und Flexibilität zu erzielen. Übernahmen erfolgen in diesem Fall seltener. Andererseits werden Befristungen bei der Rekrutierung von Arbeitskräften eingesetzt. Dabei spielen die Verhandlungsoptionen der Vertragsparteien eine wichtige Rolle: Hat der Betrieb Schwierigkeiten, Fachkräfte zu rekrutieren oder zu halten und offene Stellen zu besetzen, sind Übernahmen wahrscheinlicher. In den überwiegend öffentlichen und nicht-erwerbsorientierten sozialen Dienstleistungseinrichtungen erfüllen Befristungen vor allem eine Flexibilitätsfunktion. Hohe Befristungsquoten stehen dort geringen Übernahmechancen gegenüber. Im produzierenden Gewerbe hat die Rekrutierungsfunktion hingegen eine größere Bedeutung. Insgesamt deutet wenig darauf hin, dass der internationale Wettbewerb direkt zum Anstieg befristeter Verträge beiträgt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The strategic use of temporary agency work: functional change of a non-standard form of employment (2010)
Zitatform
Holst, Hajo, Oliver Nachtwey & Klaus Dörre (2010): The strategic use of temporary agency work. Functional change of a non-standard form of employment. In: International Journal of Action Research, Jg. 6, H. 1, S. 108-138. DOI:10.1688/1861-9916_IJAR_2010_01_Holst
Abstract
"Using data from the German case, the paper examines a new form of client firms' utilization of temporary agency work that is distinctly different from traditional forms responding to production problems. Client firms, particularly from manufacturing, increasingly use temporary agency workers as a quasi-permanent component of their workforce. Management's primary aim is to establish a 'security net' for the short-term-profits by bypassing German statutory dismissal protection. However, since client firms' regular employees and the temporary agency workers tend to perform the same tasks, a secondary effect of the strategic use of temporary agency work can be observed: the disciplinary effects associated with precarious work are tangibly amplified and expanded." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexibility profiles of European companies: European Company Survey 2009 (2010)
Kerkhofs, Marcel; Román, Amelia; Ester, Peter;Zitatform
Kerkhofs, Marcel, Amelia Román & Peter Ester (2010): Flexibility profiles of European companies. European Company Survey 2009. Dublin, 45 S.
Abstract
"This report analyses European corporate practices in terms of working time flexibility as revealed by the European Company Survey 2009 (ECS 2009). Flexibility in working time is a central aspect of ongoing debates regarding boosting employment in the EU. Enabling employees to better balance their working time and domestic responsibilities is seen as a key way of encouraging more citizens to enter and remain in the workforce. At the same time, greater working time flexibility on the part of companies - and hence, employees - can enable European enterprises to be more responsive to market demands, so boosting the Union's competitiveness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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