Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Mini- und Midijobs im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitk: Konsequenzen für Arbeitnehmerrechte, den Arbeitsmarkt und den Zusammenhang von Wohlfahrt und Beschäftigung (2005)
Brandt, Torsten;Zitatform
Brandt, Torsten (2005): Mini- und Midijobs im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitk. Konsequenzen für Arbeitnehmerrechte, den Arbeitsmarkt und den Zusammenhang von Wohlfahrt und Beschäftigung. (WSI-Diskussionspapier 142), Düsseldorf, 61 S.
Abstract
"Einleitend werden die Forschungsdefizite zu Mini- und Midijobs im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik dargestellt. Daran anschließend wird der theoretische Zugang des RESORE Projektes (Employees resources and social rights in Europe) skizziert, die Begriffe 'subventionierte Beschäftigung' und 'work-welfare nexus' näher erläutert und die sich daraus ableitenden expliziten Fragestellungen des Beitrags aufgeführt. Darauf aufbauend werden in den weiteren Abschnitten die Konsequenzen der Neuregelung für die Mini- und Midijobber und deren Arbeitgeber differenziert dargestellt, qualitative und quantitative Befunde aktueller Evaluierungen zusammengefasst und Effekte für den Arbeitsmarkt, die industriellen Beziehungen und für Verteilungswirkungen innerhalb des Systems der sozialen Sicherung skizziert. Danach werden Konsequenzen für die deutsche wohlfahrtstaatliche Konzeption des Zusammenhangs von Beschäftigung und Wohlfahrt aufgeführt und im abschließenden Ausblick politische Perspektiven - auch für Gewerkschaften - angeregt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Précarisation de l'emploi et représentation syndicale (2005)
Dufour, Christian; Fondeur, Yannick; Vincent, Catherine; Tuchszirer, Carole; Hege, Adelheid; Thomann, Bernard; Jolivet, Annie ; Pignoni, Maria Teresa; Lefresne, Florence; Wierinck, Marie; Meilland, Christele;Zitatform
Dufour, Christian, Yannick Fondeur, Adelheid Hege, Annie Jolivet, Florence Lefresne, Christele Meilland, Maria Teresa Pignoni, Bernard Thomann, Carole Tuchszirer, Catherine Vincent & Marie Wierinck (2005): Précarisation de l'emploi et représentation syndicale. In: Chronique Internationale de l'IRES H. 97, S. 1-142.
Abstract
Die Sonderausgabe der 'Chronique internationale de l'IRES' widmet sich dem Verhältnis von prekärer Beschäftigung und Gewerkschaftspolitik. Die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses, der Trend zur atypischen Beschäftigung und der Ausgleich zwischen Flexibilität und Sicherheit stellen neue Herausforderungen an gewerkschaftliche Politik dar. Neun Länderstudien werden durch zwei Überblicksartikel ergänzt, die sich Querschnittsfragen widmen. (IAB)
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Literaturhinweis
Was hat die Reform der Minijobs bewirkt?: Erfahrungen nach einem Jahr (2005)
Zitatform
Fertig, Michael, Jochen Kluve & Markus Scheuer (2005): Was hat die Reform der Minijobs bewirkt? Erfahrungen nach einem Jahr. (RWI-Schriften 77), Berlin: Duncker & Humblot, 143 S. DOI:10.3790/978-3-428-51798-5
Abstract
Die Untersuchung beinhaltet eine Analyse der Auswirkungen der "Hartz-Reformen" im Bereich der Minijobs. "Untersucht werden insbesondere die Quellen des Zuflusses in Minijobs nach der Reform sowie der Handlungsbedarf, der dadurch entsteht, dass Arbeitslose nicht im erwarteten Umfang derartige Beschäftigungsverhältnisse aufnehmen bzw. aus ihnen heraus in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wechseln.
Die Ergebnisse liefern ein gemischtes Bild: So wurde das Ziel, die Attraktivität geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse zu steigern, zwar erreicht, jedoch sind erhebliche Zweifel angebracht, ob Minijobs für Arbeitslose tatsächlich als Brücke in nicht-geringfügige Beschäftigung dienen können. Um diese Funktion zu stärken, wird der "Erweiterte Minijob für Arbeitslose" vorgestellt, der in bestimmten Fällen eine zeitlich befristete Erhöhung der Einkommensgrenze vorsieht, wobei gleichzeitig die Hinzuverdienstmöglichkeiten generöser gestaltet werden. Zur Abrundung werden die Arbeitsmarktwirkungen sowie die "Kosten" des Reformvorschlags abgeschätzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhaltsübersicht:
Problemstellung und Aufbau der Arbeit
1. Institutioneller Hintergrund
2. Aufgabenstellung und Überblick über die Untersuchung
Erstes Kapitel: Literaturüberblick und theoretischer Hintergrund
1. Ziele der Neuregelung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse
2. Theoretischer Hintergrund
3. Ex ante-Evaluation
Zweites Kapitel: Der Niedriglohnsektor in Deutschland - ein statistisches Porträt
1. Das Sozio-Ökonomische Panel
2. Niedriglohnschwelle
3. Inzidenz der Niedriglohnbeschäftigung
4. Dynamik der Niedriglohnbeschäftigung
5. Determinanten der Niedriglohnbeschäftigung
Drittes Kapitel: Beschäftigte in Minijobs - Design und Ergebnisse der Befragung
1. Design und Durchführung der Erhebung
2. Repräsentativität der Stichprobe
3. Ergebnisse der Erhebung
Viertes Kapitel: Zwischenfazit und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
1. Zusammenfassung der Ergebnisse
2. Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
Fünftes Kapitel: Ein Reformvorschlag - der erweiterte Minijob für Arbeitslose
1. Finanzielle Anreize im Wohlfahrtssystem
2. Das kanadische SSP: Bestandteile und Resultate
3. Der erweiterte Minijob für ArbeitsloseÄhnliche Treffer
auch erschienen als: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung: Schriften, H. 77Weiterführende Informationen
Open Access, unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0 verfügbar -
Literaturhinweis
Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work?: an econometric analysis of two different schemes (2005)
Zitatform
Gerfin, Michael, Michael Lechner & Heidi Steiger (2005): Does subsidised temporary employment get the unemployed back to work? An econometric analysis of two different schemes. In: Labour economics, Jg. 12, H. 6, S. 807-835. DOI:10.1016/j.labeco.2004.04.002
Abstract
Subventionierte Beschäftigungsmaßnahmen sind ein wichtiges Instrument aktiver Arbeitsmarktpolitik zur Verbesserung der Wiedereinstellungschancen von Arbeitslosen. Auf der Basis individueller Daten aus Verwaltungsakten werden die Auswirkungen zweier unterschiedlicher Modelle von subventionierter Zeitarbeit, die in der Schweiz eingeführt wurden, untersucht. Es handelt sich einmal um gemeinnützige Beschäftigungsprogramme (EP) und zum anderen um Zuschüsse für zeitlich befristete Arbeitsverträge in privaten und öffentlichen Unternehmen (TEMP). Ökonometrische Abgleichungsmethoden zeigen, dass TEMP erfolgreicher als EP in dem Bemühen ist, Arbeitslose zurück in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Wenn man vergleichsweise diejenigen heranzieht, die an gar keinem Programm teilnehmen, dann sind EP und TEMP ineffizient für Arbeitslose, die leicht und überall eine Anstellung finden und deren Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer ist. Für potentielle und tatsächliche Langzeitarbeitslose können beide Programme positive Effekte haben, aber der Effekt von TEMP ist größer. (IAB)
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Literaturhinweis
Welfare to temporary work: implications for labor market outcomes (2005)
Zitatform
Heinrich, Carolyn J., Peter R. Mueser & Kenneth R. Troske (2005): Welfare to temporary work. Implications for labor market outcomes. In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 87, H. 1, S. 154-173. DOI:10.1162/0034653053327667
Abstract
"We explore the effects of temporary help employment on welfare recipients' subsequent employment and welfare dynamics. We find that any employment -in temporary help services or other sectors - yields substantial benefits compared to no employment. Although welfare recipients who go to work for temporary help service firms have lower initial wages than those with jobs in other sectors, they experience faster subsequent wage growth. Two years later, they are no less likely to be employed, their wages are close to those of other workers, and they are only slightly more likely to remain on welfare." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Personal-Service-Agenturen - Start unter ungünstigen Voraussetzungen (2005)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2005): Personal-Service-Agenturen - Start unter ungünstigen Voraussetzungen. In: IAB-Forum H. 1, S. 14-17.
Abstract
"Auf Vorschlag der Kommission für Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt wurde im Jahr 2003 mit den Personal-Service-Agenturen (PSA) ein neues Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik entwickelt. Primäres Ziel ist, PSA-Beschäftigte über den Verleih oder die direkte Vermittlung möglichst schnell in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Gleichzeitig soll mit Hilfe der PSA die Dauer der Arbeitslosigkeit verkürzt, im Idealfall Arbeitslosigkeit sogar vermieden werden. Für eine arbeitsmarktpolitische Bewertung der Personal-Service-Agenturen ist es noch zu früh. Ihre Einführung fiel in eine Phase, in der der Leiharbeitsmarkt stagnierte oder sogar leicht rückläufig war. Als Schwerpunkt der Vorschläge der Kommission für Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt stand das Instrument von Beginn an unter enormen Erfolgsdruck. Bereits vor dem eigentlichen Start waren PSA heftiger Kritik ausgesetzt. Zudem hat die Insolvenz des größten PSA-Betreibers dem Instrument einen schweren Imageschaden zugefügt - ein Ereignis, von dem sich das Instrument erst langsam erholen muss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexicurity: Die Suche nach Sicherheit in der Flexibilität (2005)
Kronauer, Martin; Linne, Gudrun; Kronauer, Martin; Lehndorff, Steffen; Kühnel, Steffen; Blanke, Thomas; Brose, Hanns-Georg; Talos, Emmerich; Krause, Alexandra; Sohr, Tatjana; Köhler, Christoph ; Rudolph, Helmut; Klammer, Ute; Pfeifer, Christian ; Keller, Berndt ; Nleses, Peter; Hanau, Peter; McGinnity, Frances ; Hagen, Tobias ; Betzelt, Sigrid; Gottschall, Karin ; Struck, Olaf ; Goedicke, Anne; Promberger, Markus; Flecker, Jörg ; Mertens, Antje ; Fink, Marcel ; Boockmann, Bernhard; Erlinghagen, Marcel ; Ostner, Ilona; Ebert, Michael; Seifert, Hartmut; Dörre, Klaus; Linne, Gudrun; Diewald, Martin ;Zitatform
Kronauer, Martin & Gudrun Linne (Hrsg.) (2005): Flexicurity: Die Suche nach Sicherheit in der Flexibilität. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 65), Berlin: Edition Sigma, 423 S.
Abstract
"Die Bereitschaft und Fähigkeit, auf sich verändernde Marktbedingungen rasch zu reagieren - kurz: Flexibilität -, wird von Organisationen und Menschen in stetig zunehmendem Umfang gefordert. In der Arbeitswelt heißen dabei immer öfter 'Deregulierung' und 'Entsicherung' die Parolen, die Flexibilisierungsprozesse in Gang setzen sollen. Doch weder lassen sich ohne ein Mindestmaß an Sicherheit innerbetrieblich flexible, produktive Leistungen abfordern, noch kann ein dem Gemeinwohl verpflichteter Sozialstaat auf die Grundprinzipien sozialer Sicherung verzichten. Die notwendige, häufig noch unzureichende Verbindung von Flexibilität und Sicherheit ('Flexicurity') in der Arbeit und, davon ausstrahlend, in den Lebensverhältnissen ist Gegenstand dieses Buches. Es geht sowohl den arbeits- und gesellschaftspolitisch relevanten Chancen und Risiken konkreter Flexibilisierungsmaßnahmen nach als auch den Ansprüchen von Individuen und Haushalten an Flexibilität und Sicherheit. Es diskutiert darüber hinaus die Rolle des Rechts in Flexibilisierungsprozessen sowie institutionelle Ansätze und Potentiale arbeits- und sozialpolitischer Regulierung von Flexibilität." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
Literaturhinweis
Does temporary agency work provide a stepping stone to regular employment? (2005)
Zitatform
Kvasnicka, Michael (2005): Does temporary agency work provide a stepping stone to regular employment? (Sonderforschungsbereich Ökonomisches Risiko. Discussion paper 2005-031), Berlin, 42 S. DOI:10.18452/3897
Abstract
Daten der IAB-Beschäftigtenstichprobe werden unter Anwendung von Matching-Verfahrens analysiert, um abzuschätzen, ob Leiharbeit als Sprungbrett für Arbeitslose funktioniert, d.h. welchen Einfluss sie kurz- oder langfristig auf ihre zukünftigen Beschäftigungsaussichten hat. Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitslose, die eine Stelle bei einer Zeitarbeitsfirma annehmen, sich im Durchschnitt vier Jahre später mit größerer Wahrscheinlichkeit in einem Arbeitsverhältnis mit einer solchen Agentur befinden, als Arbeitslose, die kein Leiharbeitsverhältnis eingingen. Es zeigten sich jedoch keine erkennbaren Auswirkungen auf die Wahrscheinlichkeit, entweder in einem regulären Arbeitsverhältnis tätig oder arbeitslos zu sein. Die Ergebnisse können daher keine Unterstützung für die Sprungbretthypothese von Leiharbeit liefern. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Ich-AG: ein attraktives Instrument zur Arbeitsbeschaffung? (2005)
Lüth, Josef;Zitatform
Lüth, Josef (2005): Die Ich-AG. Ein attraktives Instrument zur Arbeitsbeschaffung? (Edition Octopus), Münster: Monsenstein und Vannerdat, 141 S.
Abstract
"Kein Arbeitsmarktinstrument der Bundesregierung hat grössere Bekanntheit und Bedeutung erlangt, als die Existenzgründungsförderung für Arbeitslose, die Ich-AG. Der Autor prüft mit Kenntnis der aktuellen wissenschaftlichen Literatur, praxisnaher und realistischer Beispielrechnungen und durch Auswertung von Gründerinterviews die wichtigsten Thesen in der öffentlichen Diskussion. - Die Ich-AG und der teure Mitnahmeeffekt - Wundermittel gegen Schwarzarbeit? - Lohnt sich die Ich-AG für Familien? - Erschliessen des Niedriglohnsektors? - Jobmaschine Ich-AG? Keine der aktuellen Thesen hält einer kritischen und wissenschaftlichen Untersuchung statt. Dennoch der plädiert der Autor für eine Fortsetzung der Ich-AG-Förderung als preiswertes und gründerfreundliches Arbeitsmarktinstrument." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen als Weg aus der Beschäftigungskrise (2005)
Möckel, Carsten;Zitatform
Möckel, Carsten (2005): Existenzgründungen als Weg aus der Beschäftigungskrise. (Gabler Edition Wissenschaft), Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verl., 274 S.
Abstract
"Aufgrund der aktuellen Beschäftigungssituation in Deutschland gewinnt die Frage, welchen Beitrag Existenzgründungen zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten können, immer mehr an Bedeutung. Die Ergebnisse der Gründungsforschung sind in diesem Bereich bislang jedoch sehr heterogen und beschäftigen sich überwiegend nur mit hochinnovativen und technologieorientierten Unternehmensgründungen. Der Autor untersucht, inwieweit durch eine höhere Existenzgründungsquote die Beschäftigungskrise in Deutschland überwunden werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei die empirische Analyse von 305 Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit in Berlin, die Leistungen nach dem Arbeitsmarktpolitischen Rahmenprogramm (ARP) in Anspruch genommen haben. Es wird dargestellt, welche Beschäftigungseffekte die Gründer generieren und welche Faktoren den Erfolg beeinflussen. Der Autor zeigt, dass eine höhere Existenzgründungsquote einen entscheidenden beschäftigungspolitischen Beitrag leisten kann und liefert Schlussfolgerungen für eine Optimierung des Gründungserfolges sowie Gestaltungsempfehlungen zur Erhöhung der Zahl der Gründungsfähigen und -willigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gründungen aus der Arbeitslosigkeit: besondere Merkmale und Unterschiede zu anderen Gründungen (2005)
Niefert, Michaela; Tchouvakhina, Margarita;Zitatform
Niefert, Michaela & Margarita Tchouvakhina (2005): Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. Besondere Merkmale und Unterschiede zu anderen Gründungen. Mannheim, 15 S.
Abstract
"In dieser Studie werden Gründungen aus Arbeitslosigkeit der Jahre 2003 und 2004 inklusive der seit Anfang 2003 geförderten Ich-AGs auf breiter empirischer Basis (KfW-Gründungsmonitor) analysiert. Es zeigt sich, dass Gründungen aus Arbeitslosigkeit im Durchschnitt kleiner sind als andere Gründungen und relativ häufig in wenig kapitalintensiven Branchen mit geringen Markteintrittsbarrieren erfolgen. Im Vergleich zu anderen Gründern verfügen vormals arbeitslose Gründer über ein weitaus niedrigeres Haushaltseinkommen, welches für ihre Gründungsentscheidung jedoch besonders wichtig ist. Die relativ geringe Größe von Gründungen aus Arbeitslosigkeit ist aber nicht allein durch finanzielle Restriktionen zu erklären. Vielmehr wählen Arbeitslose sehr oft die Selbständigkeit eher notgedrungen als aus Überzeugung vom Erfolg ihrer Geschäftsidee und sind daher bestrebt, das Investitionsrisiko möglichst gering zu halten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (2005)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm (2005): Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 325-340.
Abstract
"In dem Beitrag wird unter Berücksichtigung der Staatstätigkeit aus einer theoriegeleiteten empirischen Perspektive diskutiert, ob zusätzliche Existenzgründungen zu mehr Beschäftigung führen. In erfolgreichen Existenzgründungen werden zwar direkt Arbeitsplätze geschaffen (an Erfolgsgeschichten dieser Art herrscht kein Mangel). Gleichzeitig kann (und wird) es allerdings über Wettbewerbs- und Verdrängungsprozesse auf Güter- und Faktormärkten zu einem Abbau von Beschäftigung in etablierten Unternehmen oder zu Schliessungen von Unternehmen kommen. Das Wissen zur staatlichen Steuerung solcher Marktprozesse, um gezielt Beschäftigung zu fördern, ist trotz erheblicher wissenschaftlicher Fortschritte (noch?) nicht vorhanden. Jedenfalls gibt es noch zu wenige empirische Hinweise dafür, dass die umfangreichen staatlichen Aktivitäten zur Förderung von Existenzgründungen tatsächlich die Beschäftigung in der Gesamtwirtschaft erhöht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (2005)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm (2005): Existenzgründungen: Ein Weg zur Beschäftigungsförderung? (ZEW discussion paper 2005-71), Mannheim, 28 S.
Abstract
"In dem Artikel werden ausgewählte theoretische und empirische Aspekte des Zusammenhangs zwischen Existenzgründungen, staatlichem Handeln und Beschäftigung diskutiert. Dabei wird die Frage, ob Existenzgründungen zusätzliche Beschäftigung schaffen überwiegend aus einer volkswirtschaftlichen (und nicht aus einer sektoralen oder regionalen) Sicht beleuchtet werden. Zusammenfassend zeigen theoretische Überlegungen und eine in mancher Hinsicht noch lückenhafte empirische Evidenz die Bedeutung von Existenzgründungen für die Zahl der Beschäftigten auf. Die Möglichkeiten des Staates, durch die Förderung von Existenzgründungen die Beschäftigung zu steigern, scheinen jedoch begrenzt. Jedenfalls gibt es noch zu wenige empirische Hinweise dafür, dass die umfangreichen staatlichen Aktivitäten die Zahl der Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft erhöht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Familienorientierte Arbeitszeitmuster: neue Wege zu Wachstum und Beschäftigung. Gutachten (2005)
Rürup, Bert; Gruescu, Sandra;Zitatform
Rürup, Bert & Sandra Gruescu (2005): Familienorientierte Arbeitszeitmuster. Neue Wege zu Wachstum und Beschäftigung. Gutachten. Berlin, 50 S.
Abstract
"An den Bedürfnissen von Eltern und Pflegepersonen ausgerichtete Arbeitszeitmuster haben nicht nur positive Effekte für die Unternehmen und Erwerbspersonen, sondern auch auf makroökonomischer Ebene. Ergänzend zu betriebswirtschaftlichen Untersuchungen erörtert das Gutachten, welche Wachstumspotenziale sich damit erzielen lassen. Wenn mehr Frauen mit Kindern ihre Erwerbswünsche realisieren können, wächst das Arbeitskräftepotenzial. Durch eine bessere Koordination von familiären und beruflichen Anforderungen ist ein Anstieg der Geburtenrate wahrscheinlich. Anhand verschiedener Teilzeitmodelle zeigt das Gutachten, wie sich die Interessen von Unternehmen und die Wünsche der Mitarbeiter vereinbaren lassen. Weitere Anregungen gibt der Blick auf Beispiele aus dem europäischen Ausland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit: Evaluation eines Modellprojekts zur Gründerberatung (2005)
Seidel, Michael A.; Hack, Thomas;Zitatform
Seidel, Michael A. (2005): Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit. Evaluation eines Modellprojekts zur Gründerberatung. (FGF Entrepreneurship-Research Monographien 52), Lohmar u.a.: Eul, 270 S.
Abstract
"In den letzten Jahren ist das Phänomen der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit sprunghaft angestiegen und hat durch die jüngsten Arbeitsmarktreformen (Ich-AG) einen zusätzlichen Schub bekommen. Die Gründungsforschung hat sich diesem bislang noch kaum zugewandt. Die Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bedürfen einer Ergänzung aus der Mikroperspektive, die auch regionale Aspekte mit bedenkt. Diese Lücke soll durch diese Forschungsarbeit geschlossen werden, die aus einer Kooperation zwischen der Fachhochschule Hof und dem Existenzgründerberatungsprojekt im Innovations- und Gründerzentrum in Hof hervorging.
Die Auswertung einer schriftlichen Befragung von 1.700 Gründern bzw. Gründungswilligen aus der Arbeitslosigkeit ermöglicht zum einen eine soziodemografische Beschreibung arbeitsloser Gründer und zeigt zum anderen, in welchen Kriterien sich diese von 'konventionellen' Gründern unterscheiden. Weiterhin war ein Ziel dieser Arbeit, die von Arbeitslosen gegründeten Betriebe zu beschreiben. Welche Branchen werden angesteuert? Gibt es spezifische Erfolgsfaktoren? Sind Gründungen aus der Arbeitslosigkeit 'aus der Not heraus geboren'? Inwiefern unterscheiden sich die Empfänger von Überbrückungsgeld von Ich-AGs? Schließlich werden durch die Evaluation des Modellprojekts in Hof den Trägern von Beratungsprojekten wertvolle Hinweise für ihre Arbeit gegeben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Minijob-Reform: keine durchschlagende Wirkung (2005)
Zitatform
Steiner, Viktor & Katharina Wrohlich (2005): Minijob-Reform. Keine durchschlagende Wirkung. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 72, H. 8, S. 141-146.
Abstract
"Die sog. Minijob-Reform, die als Teil des Zweiten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ('Hartz II') am 1. April 2003 in Kraft trat, soll die Arbeitsanreize im Bereich geringer Erwerbseinkommen verbessern und damit die strukturelle Arbeitslosigkeit reduzieren. Dazu wurde die bisherige Beschränkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf maximal 15 Stunden aufgehoben und die Geringfügigkeitsgrenze bei der Sozialversicherung erhöht. Die Arbeitsmarktwirkungen und die Effekte der Reform auf Steueraufkommen und Sozialversicherungsbeiträge wurden vom DIW Berlin auf der Basis eines Mikrosimulationsmodells untersucht. Dabei sind auch indirekte Effekte, die sich aus den Arbeitsmarktwirkungen auf das Einkommensteueraufkommen und auf die Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung ergeben, berechnet worden. Es wurden nicht nur die Wirkungen der Reform auf das Arbeitsangebot der bisher nicht erwerbstätigen Personen, sondern auch die in der wirtschaftspolitischen Diskussion häufig unberücksichtigten Effekte auf das Arbeitsangebot der bereits Beschäftigten analysiert. Die Schätzungen zeigen, dass die Minijob-Reform mit einer geringen Zunahme der Zahl der ausschließlich geringfügig beschäftigten Personen verbunden sein dürfte. Unberücksichtigt bleiben bei der Analyse mögliche Effekte auf den Umfang der Nebenerwerbstätigkeit und auf die eventuelle Legalisierung der bisherigen Schwarzarbeit. Gleichzeitig ist aber zu erwarten, dass aufgrund der Reform bereits Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren. Unter dem Strich dürfte daher das gesamte Arbeitsvolumen leicht sinken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Work incentives and labor supply effects of the Mini-Jobs Reform in Germany (2005)
Zitatform
Steiner, Viktor & Katharina Wrohlich (2005): Work incentives and labor supply effects of the Mini-Jobs Reform in Germany. In: Empirica, Jg. 32, H. 1, S. 91-116. DOI:10.1007/s10663-005-1982-x
Abstract
Auf der Basis von Daten des Sozioökonomischen Panels wird die Arbeitsmarktreform in Deutschland analysiert, speziell die Subventionierung von Sozialabgaben im Niedriglohnbereich ab April 2003. Die Simulation zeigt, dass die Beschäftigungseffekte durch die Reform sehr gering sind. Der geringe positive Effekt wird zudem aufgewogen durch negative Beschäftigungseffekte bei den übrigen Beschäftigten. Auch die steuerlichen Effekte werden negativ eingeschätzt. Es wird gefolgert, dass die Einführung von Mini-Jobs kein geeignetes Mittel darstellt, um die Beschäftigungschancen von niedrigverdienenden Arbeitnehmern zu verbessern. (IAB)
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Literaturhinweis
Der Noth gehorchend, nicht dem eignen Trieb: nascent necessity and opportunity entrepreneurs in Germany: Evidence from the Regional Entrepreneurship Monitor (REM) (2005)
Zitatform
Wagner, Joachim (2005): Der Noth gehorchend, nicht dem eignen Trieb. Nascent necessity and opportunity entrepreneurs in Germany: Evidence from the Regional Entrepreneurship Monitor (REM). (IZA discussion paper 1608), Bonn, 27 S.
Abstract
"Using a large recent representative sample of the adult German population this paper demonstrates that nascent necessity and nascent opportunity entrepreneurs are different with respect to some of the characteristics and attitudes considered to be important for becoming a nascent entrepreneur, and that they behave differently. Given the lack of longitudinal data, however, we have no information about the performance of entrepreneurs from both groups in the longer run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission: Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen. Bericht 2005 (2005)
Wießner, Frank; Svindland, Dagmar; Hagemann, Sabine; Hess, Doris; Steinwede, Angelika; Kahle, Katrin; Steiner, Viktor; Kritikos, Alexander; Cramer, Ralph; Marwinski, Karen; Glocker, Daniela; Noll, Susanne; Baumgartner, Hans J.; Rein, Andrea; Dreiberg, Gert; Scheremet, Nicole; Caliendo, Marco ; Schneider, Bernd; Utzmann, Hilde; Sörgel, Werner;Zitatform
(2005): Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission. Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen. Bericht 2005. Nürnberg u.a., 506 S.
Abstract
"Der Forschungsverbund IAB, DIW, GfA, infas und sinus ist im Auftrag des BMWA der Frage nachgegangen, inwieweit es gründungswilligen Arbeitslosen mit Hilfe sozialstaatlicher Förderung gelingt, den 'Milieuwechsel' von einer unselbständigen in eine selbständige Tätigkeit zu bewältigen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Minijobs, Midijobs und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in privaten Haushalten (2004)
Zitatform
Arntz, Melanie, Peter Jacobebbinghaus & Alexander Spermann (2004): Minijobs, Midijobs und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in privaten Haushalten. In: T. Hagen & A. Spermann (2004): Hartz-Gesetze : methodische Ansätze zu einer Evaluierung (ZEW-Wirtschaftsanalysen, 74), S. 171-189.
Abstract
Das zentrale beschäftigungspolitische Ziel der Reform der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse durch die Einführung von Mini- und Midijobs, welche zum 01.04.2003 auf der Grundlage des Hartz-II-Gesetzes in Kraft getreten ist, ist die Aktivierung des Niedriglohnsektors. Um die Effizienz der Reformen im Hinblick auf die Beschäftigungsziele zu evaluieren, müssen diese Gesamtbeschäftigungseffekte mit den fiskalischen Kosten in Beziehung gesetzt werden. Dazu gehört die Evaluation der sog. Mitnahmeeffekte, der fiskalischen Wirkungen und der gesamtwirtschaftlichen Finanzierungseffekte. Zur Evaluierung an stehen auch die Auswirkungen der Mini- und Midijob-Verhältnisse auf die Erwerbschancen und Erwerbsbiographien verschiedener Personengruppen sowie die geschlechtsspezifischen Implikationen der Neuregelungen zur geringfügigen Beschäftigung. Letztere sind auch relevant in Bezug auf die sozialversicherungsrechtlichen Absicherungen und die Arbeitsbedingungen in der Gleitzone. Der Beitrag erläutert relevante Evaluationsstudien im nationalen und internationalen Kontext und stellt eine Reihe von Evaluationsmethoden vor (Matching-Ansatz, Makroevaluation mit berechenbaren allgemeinen Gleichgewichtsmodellen, Implementationsanalyse u.a.), überprüft sie im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit und entwickelt einen eigenen Vorschlag für ein Evaluationskonzept, das aus methodischer Sicht im Rahmen der derzeitigen Datenverfügbarkeit mit Sicherheit durchführbar ist. (IAB)
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Literaturhinweis
Unions and flexible employment in Britain and Spain: a descriptive note (2004)
Zitatform
Francesconi, Marco & Carlos García-Serrano (2004): Unions and flexible employment in Britain and Spain. A descriptive note. In: Industrial relations, Jg. 43, H. 4, S. 874-882.
Abstract
"Spain and Britain are known to have different labor market structures and degrees of employment protection. Despite such differences, they show remarkably similar associations of unionization with temporary employment and nonstandard hours of work. In particular, we find that unionization in both countries is correlated neither with overtime/long hours of work nor temporary employment. In both economies, instead, part-time work is negatively associated with unionization. These cross-national similarities warrant a rethinking of the strategies of enlargement toward flexible forms of work that unions have supposedly adopted in recent years." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Leiharbeit - für Arbeitslose (k)eine Perspektive? (2004)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2004): Leiharbeit - für Arbeitslose (k)eine Perspektive? In: A. van Aaken & G. Grözinger (Hrsg.) (2004): Ungleichheit und Umverteilung, S. 215-236.
Abstract
Die Leiharbeitsregelung in Deutschland ist seit den 1990er Jahren Gegenstand arbeitsmarktpolitischer und arbeitsrechtlicher Reformen. Trotz kaum vorliegender Daten wird seit April 2003 neben der Überlassungshöchstdauer nun auch die Entlohnung im Leiharbeitssektor reguliert. Die Wirkung dieser Reform wird beurteilt. Dazu wird ein Überblick über die Verbreitung der Leiharbeit in Deutschland gegeben. Vor dem Hintergrund, dass es sich bei Leiharbeit überwiegend um einen Niedriglohnsektor handelt, werden die Einstiegsbedingungen, Verweildauer und der Übergang in den primären Arbeitsmarkt untersucht. Die Höhe der Lohndifferentiale zwischen 1975 und 1997 werden getrennt nach Geschlecht und Region geschätzt. Insgesamt ist zu erwarten, dass wegen der vorgeschriebenen Lohnanhebung Beschäftigung in dieser Branche abgebaut wird. Damit gehören die Geringqualifizierten als Hauptgruppe der Leiharbeitnehmer zu den Verlierern der Reform. (IAB)
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Literaturhinweis
Personal-Service-Agenturen: Design und Implementation (2004)
Zitatform
Jahn, Elke J. (2004): Personal-Service-Agenturen. Design und Implementation. In: B. Vogel (Hrsg.) (2004): Leiharbeit : neue sozialwissenschaftliche Befunde zu einer prekären Beschäftigungsform, S. 61-84.
Abstract
Anfang 2003 hat die Bundesregierung auf Vorschlag der Kommission für 'Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' das Arbeitnehmerüberlassungsrecht dereguliert, mit dem Ziel, den traditionellen Leiharbeitsmarkt zu erweitern. Gleichzeitig wurde mit dem Personal-Service-Agenturen (PSA) ein neues Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik geschaffen, um Arbeitslosen eine schnelle Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen sowie die Dauer der Arbeitslosigkeit zu verkürzen oder längere Arbeitslosigkeit sogar zu vermeiden. Der Beitrag analysiert die Implementationsstrukturen und -prozesse von PSA, die bereits ein Jahr nach dem Start des Instrumentes von der Bundesanstalt für Arbeit angepasst werden mussten. Die Analyse des Instrumentendesigns belegt, das dem Instrument eine klare Zielformulierung fehlt. Mit Blick auf die sozio-ökonomischen Merkmale der PSA-Beschäftigten finden sich im Vergleich zu den arbeitsmarktrelevanten Eigenschaften der traditionellen Leiharbeiter nur geringe strukturelle Unterschiede. Es zeigt sich, dass Langzeitarbeitslose kaum eine höhere Chance haben, in PSA eine temporäre Beschäftigung zu finden als in der traditionellen Leiharbeit. Von Seiten der PSA wird angemahnt, einen Zielgruppen-Mix zu definieren und einen Grundbetrag zu vereinbaren, der der Zielgruppenheterogenität entspricht, um passgenauer spezifische Kundenaufträge abzuwickeln. Die Analyse der Trägerform hat gezeigt, dass die häufig geäußerte Vermutung, Bildungsträger seien nicht geeignet, eine PSA zu betreiben, nicht uneingeschränkt gestützt werden kann. Der diskutierte Vorschlag, dass Arbeitslose mit einem Gutschein versehen sich eine beliebige Leiharbeitsfirma suchen können, birgt die Gefahr von hohen Mitnahme - und Substitutionseffekten. Erfahrungen mit Vermittlungsgutscheinen belegen, dass hiermit erheblicher Missbrauch betrieben wird / werden kann. (IAB)
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Literaturhinweis
Personal-Service-Agenturen - Teil I: in der Fläche schon präsent (2004)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Alexandra Windsheimer (2004): Personal-Service-Agenturen - Teil I. In der Fläche schon präsent. (IAB-Kurzbericht 01/2004), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"Seit April 2003 verleihen Personal-Service-Agenturen (PSA) Arbeitskräfte, um Arbeitslosen eine Brücke in den regulären Arbeitsmarkt zu bauen. Um den Erfolg des Instrumentes zeitnah zu beurteilen, führt das IAB eine umfassende wissenschaftliche Begleitforschung durch. In dem Kurzbericht wird über die Vertragsgestaltung, die Zielgruppen, die Zahl der abgeschlossenen Verträge, der bereitgestellten Plätze und über die Höhe der Grundbeträge informiert. Bis Mitte November 2003 wurden 982 PSA-Verträge abgeschlossen mit rund 30.000 Beschäftigten. Insgesamt stehen 42.882 PSA-Pätze zur Verfügung. Im Durchschnitt liegt die Zahl der Arbeitslosen, die eine PSA aufnimmt, bei 45. Beinahe die Hälfte aller PSA entlohnt ihre Beschäftigten nach dem Randstad-Tarifvertrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Personal-Service-Agenturen - Teil II: erste Erfolge zeichnen sich ab (2004)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Alexandra Windsheimer (2004): Personal-Service-Agenturen - Teil II. Erste Erfolge zeichnen sich ab. (IAB-Kurzbericht 02/2004), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Der Kurzbericht zu den Personal-Service-Agenturen (PSA) berichtet über die Strukturen und die Verleiheinsätze der PSA-Beschäftigten. Knapp 1.000 Personal-Service-Agenturen mit rund 30.000 Beschäftigten sind derzeit (November 2003) am Markt tätig. Vergleicht man die sozio-ökonomischen Eigenschaften der PSA-Beschäftigten mit den Charakteristika der traditionellen Leiharbeiter, lassen sich vor allem bei den Jugendlichen und den Langzeitarbeitslosen strukturelle Unterschiede erkennen. Auch bieten die PSA Arbeitslosen mit gesundheitlichen Einschränkungen eine Chance. Am häufigsten fragt das Verarbeitende Gewerbe PSA-Beschäftigte nach." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The myth of worksharing (2004)
Zitatform
Kapteyn, Arie, Adriaan Kalwij & Asghar Zaidi (2004): The myth of worksharing. In: Labour economics, Jg. 11, H. 3, S. 293-313. DOI:10.1016/j.labeco.2003.08.001
Abstract
"Worksharing is considered by many as a promising public policy to reduce unemployment. This paper reviews the most pertinent theoretical and recent empirical contributions to the literature on worksharing. Next, we provide new empirical evidence on this issue by a longitudinal cross-country analysis of the long-run effects of a reduction in working hours on employment and wages, exploiting aggregate data for 16 OECD countries. The conclusions of the theoretical literature survey are indecisive: the efficacy of worksharing as an employment enhancing policy tool depends heavily on the setting in which the analysis takes place. In line with recent empirical studies, our results do not support the proposition that worksharing promotes employment. The results show a positive direct effect on employment of a reduction in working hours. However, taking into account indirect effects, in particular the upward effects on wages, we find that the long-run effect becomes small and insignificant." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Ich-AG und Überbrückungsgeld: eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit (2004)
Kleinen, Helmut; May-Strobl, Eva; Suprinovič, Olga; Wolter, Hans-Jürgen;Zitatform
Kleinen, Helmut, Eva May-Strobl, Olga Suprinovič & Hans-Jürgen Wolter (2004): Ich-AG und Überbrückungsgeld. Eine empirische Analyse von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. (Gesellschaft für Innovative Beschäftigungsförderung. Arbeitspapiere 12), Bottrop, 27 S.
Abstract
Die Studie untersucht am Beispiel der Ich-AG und des Überbrückungsgelds Förderinstrumente zu Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus. Zudem werden Ergebnisse einer Befragung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn zusammengefasst, die sich von Januar 2003 bis Mai 2004 erstreckte. An der telefonischen Befragung nahmen 567 Personen teil. Die Befragten waren meist über 40 Jahre alt. Bei den Ich-AG's überwiegen mit knapp 60 % weibliche Existenzgründerinnen, während bei dem Überbrückungsgeld Männer mit über 70 % die Förderung in Anspruch nahmen. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die Förderung der Bundesagentur in vielen Fällen - insbesondere bei den Ich-AG's - eine Art Initialzündung für den Schritt in die Selbstständigkeit darstellt. Entsprechend bewirken diese Programme vermutlich eine große Anzahl von zusätzlichen Gründungen. Im Hinblick auf das Antragsverfahren werden Pflichten wie beispielsweise die Einreichung eines begutachteten schriftlichen Geschäftsplanes von den Überbrückungsgeldempfängern kaum als Belastung empfunden. Es ist daher eine Überlegung wert, ob man nicht auch die Gewährung des Existenzgründungszuschusses an entsprechende Bedingungen hinsichtlich Beratung und Begutachtung im Vorfeld der Gründung knüpfen sollte, um auf diese Weise die wirtschaftlichen Risiken für die Ich-AG's zu reduzieren. Allerdings besteht noch erheblicher Forschungsbedarf, um belastbare Aussagen zu den Risiken von Ich-AG-Gründungen, dem Beitrag von Qualifikation und Beratung zum betrieblichen Erfolg und dem Verbleib von Ich-AG'lern, die keinen Antrag auf Förderung im zweiten Jahr gestellt haben, treffen zu können. (IAB)
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Early indication of program performance: The case of a Swedish temporary employment program (2004)
Zitatform
Larsson, Laura & Oskar Nordström Skans (2004): Early indication of program performance: The case of a Swedish temporary employment program. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2004,07), Uppsala, 21 S.
Abstract
"This paper proposes an application of standard evaluation techniques to obtain an early indication of the efficiency of a social program. An explicit distinction is made between participation and treatment since non-participants in many cases can find treatment outside of the program. By estimating the amount of treatment participants would have received if there had been no program it is possible to derive the net treatment provided by the program as soon as the first participants have entered the program. Using propensity score matching to study substitutes in the recently implemented Swedish 'Career Break' pilot program we obtain three main results: First, the selection into the program favours participants that would have received treatment even without the program. Second, the net treatment provided by the program is on average only about half of the expected program length. Third, a simulation shows how the net treatment could be increased by a simple change in the eligibility criteria." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zeitarbeit in Deutschland und den USA: eine vergleichende Analyse von Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit (2004)
Mitlacher, Lars W.;Zitatform
Mitlacher, Lars W. (2004): Zeitarbeit in Deutschland und den USA. Eine vergleichende Analyse von Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit. (Personal, Organisation und Arbeitsbeziehungen 34), Lohmar u.a.: Eul, 430 S.
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche hat in den vergangenen Jahren durch erhebliche Wachstumsraten auf sich aufmerksam gemacht. Im internationalen Vergleich ist die Nutzung von Zeitarbeit in Deutschland aber noch sehr gering verbreitet, obwohl ihr im Rahmen der Hartz-Reformen des Arbeitsmarktes eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zugedacht wurde. Damit die Zeitarbeit ihre beschäftigungspolitische Funktion entfalten kann, muss sie als personalwirtschaftliches Instrument für Unternehmen attraktiv sein. Deshalb sind sowohl theoretische als auch empirische Aufschlüsse über Einflussfaktoren auf die Nutzung von Zeitarbeit erforderlich, um Rückschlüsse auf die unterschiedliche Nutzung von Zeitarbeit ziehen zu können. Die Arbeit vergleicht deshalb die Nutzungsmotive von Zeitarbeit in Deutschland und den USA. Neben rechtlichen und strategischen Einflussfaktoren erfolgt auch eine Analyse von weiteren Faktoren, wie der Arbeitsmarktkonstellation, dem Angebot und der Struktur der Zeitarbeitsbranche, dem Wertewandel, dem Image und der Akzeptanz der Zeitarbeit sowie kulturellen Aspekten. Im Rahmen einer qualitativen empirischen Untersuchung wird der Einfluss dieser Faktoren auf die Nutzungsentscheidung in deutschen und amerikanischen Unternehmen analysiert und verglichen. Hieraus werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Gesetzgeber und Arbeitsmarktpolitiker entwickelt, um auch in Deutschland eine bessere Nutzung und Verbreitung der Zeitarbeit und die beschäftigungspolitisch intendierten Ziele zu erreichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Competitive tendering and contracting of temporary work agencies in Germany (2004)
Ochel, Wolfgang;Zitatform
Ochel, Wolfgang (2004): Competitive tendering and contracting of temporary work agencies in Germany. In: CESifo DICE report, Jg. 2, H. 2, S. 69-74.
Abstract
Seit 2003 sind private Zeitarbeitsagenturen, die sogenannten Personal-Service Agenturen (PSA), zusätzliche Elemente der Arbeitsmarktpolitik in Deutschland. In jedem der 180 Arbeitsmarktbezirke ist mindestens eine PSA eingerichtet worden. Die PSA werden durch ein Ausschreibungsverfahren ausgewählt und arbeiten mit den Arbeitsämtern zusammen bei der Vermittlung der zu beschäftigenden Arbeitslosen. Das Ausschreibungs- und Auswahlverfahren wird ebenso beschrieben wie Ziele und Finanzierung der PSA. Berichtet wird über den aktuellen Stand: Im März 2004 existierten 919 PSA mit annähernd 27.000 Beschäftigten. Nur 43 Prozent dieser Beschäftigten werden in Firmen vermittelt, wobei ein Anwachsen dieses Anteils für die Zukunft erwartet wird. (IAB)
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The difficulty of reconciling flexibility and security in Spain: the paradigmatic case of part-time work (2004)
Valdés Dal-Ré, Fernando;Zitatform
Valdés Dal-Ré, Fernando (2004): The difficulty of reconciling flexibility and security in Spain: the paradigmatic case of part-time work. In: Transfer, Jg. 10, H. 2, S. 248-262. DOI:10.1177/102425890401000208
Abstract
"Zwischen 1984 und 1993 haben sich die Teilzeitbeschäftigungsquoten in Spanien verdreifacht. Die zunehmende Verbreitung von Teilzeitarbeit war Ausdruck der in diesem Zeitraum und darüber hinaus geführten Beschäftigungspolitik die darauf abzielte, ein Höchstmaß an Flexibilität beim Abschluss von Arbeitsverträgen, d.h. sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitverträgen, zu gewähren. Teilzeitarbeit war und ist in gewissem Maße auch heute noch mit einer hohen Beschäftigungsunsicherheit verbunden. Der Beitrag untersucht die aufeinander folgenden und zum Teil widersprüchlichen Maßnahmen, die seit 1994 von den Sozialpartnern und der Regierung ergriffen wurden, um die Qualität und die Sicherheit der Teilzeitarbeit zu erhöhen. Er befasst sich mit der Frage, inwieweit diese Maßnahmen ihre Ziele erreicht haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Personal-Service-Agenturen: kritische Zwischenbilanz eines neuen arbeitsmarktpolitischen Ansatzes (2004)
Zitatform
Weinkopf, Claudia (2004): Personal-Service-Agenturen. Kritische Zwischenbilanz eines neuen arbeitsmarktpolitischen Ansatzes. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2004): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2003/2004, S. 153-169.
Abstract
"Personal-Service-Agenturen (PSA) sind seit Anfang 2003 auf Vorschlag der Hartz-Kommission in ganz Deutschland gegründet worden, um Arbeitslose über den Umweg der Arbeitnehmerüberlassung wieder in Beschäftigung zu bringen. Der PSA-Ansatz wird nicht erst seit der spektakulären Maatwerk-Pleite im Februar 2004, dem bis dahin größten PSA-Betreiber, kontrovers diskutiert: Welchen Beitrag können sie zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten? Profitieren davon auch schwer Vermittelbare? Sind die Subventionen gerechtfertigt oder werden kommerzie lle Zeitarbeitsfirmen verdrängt? Welche Rückwirkungen haben die PSA auf den Arbeitsmarkt insgesamt ? In diesem Beitrag wird vor dem Hintergrund früherer Erfahrungen mit vermittlungsorientierter Arbeitnehmerüberlassung eine kritische Zwischenbilanz des Konzeptes, der Umsetzung und der bisherigen Ergebnisse der PSA gezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Atypical employment and "flexicurity" (2004)
Zitatform
(2004): Atypical employment and "flexicurity". In: European Industrial Relations Review H. 371, S. 23-26.
Abstract
"The incidence of atypical forms of working - predominantly part-time, fixed-term and temporary contracts, low income jobs and self-employment - is increasing in Germany, largely as a result of recent changes to labour market legislation. This feature examines these types of working and analyses the degree of flexibility and security they offer." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kehrtwende am Arbeitsmarkt durch Mini-Jobs und Reformen im Niedrigeinkommensbereich? (2003)
Funk, Lothar;Zitatform
Funk, Lothar (2003): Kehrtwende am Arbeitsmarkt durch Mini-Jobs und Reformen im Niedrigeinkommensbereich? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 52, H. 4, S. 91-94.
Abstract
"Der Bundesrat hat kurz vor Weihnachten 2002 den Weg für eine Ausweitung der Mini-Jobs und des sogenannten Niedriglohnbereichs frei gemacht. Die Neuregelung, die Beschäftigungsverhältnisse bis 800 Euro Bruttolohn im Monat betrifft, ist zum 1. April 2003 in Kraft getreten. Sie erhöht die Geringfügigkeitsgrenze der rund 4,15 Millionen kleinen Beschäftigungsverhältnisse (vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2002, 248) von 325 auf 400 Euro, und Arbeitnehmer zahlen als Brücke in den regulären Arbeitsmarkt reduzierte Beiträge zur Sozialversicherung zwischen 400,01 und 800 Euro. Die Bundesregierung hofft auf 320 000 neue Arbeitsplätze durch diese Reformen, indem kleinere Servicedienste etwa in der Industrie und den Kommunen, aber auch im Haushalt und bei der Kinderbetreuung erleichtert werden. Der Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft schätzt jedoch die damit verbundenen Belastungen der Staatskasse auf rund 1,6 Milliarden Euro. Der Beitrag beschreibt die Regelungen im Detail und versucht ihre Wirkungen aus volkswirtschaftlicher Perspektive abzuschätzen. (IAB2)
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Temporary employment: chance or risk? (2003)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Martin Groß (2003): Temporary employment. Chance or risk? In: European Sociological Review, Jg. 19, H. 2, S. 161-177.
Abstract
"The paper investigates whether increased labour-market flexibility leads to a reinforcement of the existing segmentation of the labour market or to a dismantling of barriers in the labour market. Using spell data (employment and unemployment periods) from the German Socio-economic Panel (GSOEP, time period: 1984 - 1999), both determinants of temporary employment and their consequences (e.g. renewed temporary employment, unemployment) are investigated with the help of random-effects logit-models. The results show that respondents' characteristics (amount and type of human capital, previous periods of unemployment), structural variables (industry, firm size), and occupational characteristics (position, marginal employment) influence the risk of finding a temporary job. Furthermore it is shown that fixed-term contracts increase the risk of finding another temporary job or of becoming unemployed after termination of the contract. These results show that fixed-term contracts are primarily part of the secondary labour market, and that they have negative consequences for the employees in this segment. At the same time fixed-term contracts can be seen as providing opportunities in that they are at least an alternative to unemployment. Therefore, an overly simplistic evaluation of temporary employment is to be avoided." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Do fixed-term contracts increase the long-term employment opportunities of the unemployed? (2003)
Zitatform
Hagen, Tobias (2003): Do fixed-term contracts increase the long-term employment opportunities of the unemployed? (ZEW discussion paper 2003-49), Mannheim, 56 S.
Abstract
In dem Beitrag wird mit Daten des Socio-oekonomischen Panels untersucht, ob der Abschluss von befristeten Arbeitsverträgen ein Mittel sein kann, Arbeitslose langfristig wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. (IAB)
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Die Hartzschen Mini-Jobs - Eine Chance für Arbeitslose? (2003)
Zitatform
Knabe, Andreas (2003): Die Hartzschen Mini-Jobs - Eine Chance für Arbeitslose? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 83, H. 4, S. 245-250.
Abstract
Die Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform des Arbeitsmarktes sehen auch die Ausweitung der geringfügig entlohnten Beschäftigung vor. In dem Beitrag wird untersucht, ob die so genannten Mini-Jobs einen arbeitsmarktpolitischen Fortschritt bedeuten. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass durch die Reform keine neuen Arbeitsplätze entstehen werden und die Arbeitslosigkeit nicht sinken wird. (IAB)
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Ich-AG oder Überbrückungsgeld?: Wer die Wahl hat, hat die Qual (2003)
Zitatform
Koch, Susanne & Frank Wießner (2003): Ich-AG oder Überbrückungsgeld?: Wer die Wahl hat, hat die Qual. (IAB-Kurzbericht 02/2003), Nürnberg, 6 S.
Abstract
Mit der Ich-AG wurde am 1. Januar 2003 neben dem Überbrückungsgeld ein zweites Förderinstrument für Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit eingeführt. In dem Beitrag werden die beiden Instrumente in Beispielrechnungen verglichen. Es wird festgestellt, dass auch die Neuregelung ihre Tücken hat. Sie lohnt sich vor allem für Existenzgründer mit geringem Arbeitslosengeldanspruch, weil auch deren Überbrückungsgeld entsprechend niedrig wäre - also für Geringqualifizierte oder vor der Arbeitslosigkeit Teilzeitbeschäftigte. Übersteigt das Arbeitseinkommen des neugegründeten Unternehmens schon im ersten Jahr 25000 Euro, ist das Überbrückungsgeld aber oft die bessere Alternative. Welchen Beitrag das neue Instrument zur Schaffung zusätzlicher Beschäftigung leisten kann, ist noch nicht abzusehen. (IAB)
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Literaturhinweis
Mini- und Midi-Jobs als Niedrigeinkommensstrategie in der Arbeitsmarktpolitik: "Erfolgsstory" oder Festschreibung des geschlechtsspezifisch segregierten Arbeitsmarktes (2003)
Koch, Angelika; Bäcker, Gerhard;Zitatform
Koch, Angelika & Gerhard Bäcker (2003): Mini- und Midi-Jobs als Niedrigeinkommensstrategie in der Arbeitsmarktpolitik. "Erfolgsstory" oder Festschreibung des geschlechtsspezifisch segregierten Arbeitsmarktes. (WSI-Diskussionspapier 117), Düsseldorf, 28 S.
Abstract
Der Beitrag konzentriert sich in einer empirischen Analyse auf die Förderung von Mini- und Midi-Jobs. Mit der zum 01.04.2003 in Kraft getretenen Neuregelung in diesem Bereich setzt die Bundesregierung - unter besonderer Berücksichtigung der Förderung sog. haushaltsnaher Dienstleistungen - zum einen auf die Ausweitung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse (Mini-Jobs) durch Anhebung der Einkommensgrenze auf 400 Euro. Zum anderen sollen Arbeitsplätze im Einkommensbereich zwischen 400 und 800 Euro durch reduzierte Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer/innen geschaffen werden (Midi-Jobs). Die Studie geht der Fragen nach, wie der Beschäftigungseffekt einzuschätzen ist, welche Annahmen zu den Entwicklungen von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage sich treffen lassen und welche Rückwirkungen die Förderegelungen auf die nicht-subventionierten Arbeitsverhältnisse haben. Des weiteren wird untersucht, welches (unausgesprochene) geschlechtspolitische Leitbild die Politik prägt und welche Entwicklungen zu prognostizieren sind. Auch werden die Auswirkungen auf das Ziel einer ausreichenden materiellen und sozialen Sicherung beleuchtet. Abschließend wird analysiert, inwieweit arbeitsmarktpolitische, sozialrechtliche und steuerrechtliche Regelungen ineinander greifen. Die Analyse zeigt u.a. unter beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten, dass die Reform kaum zum Abbau von Arbeitslosigkeit sowie zur Schaffung neuer Arbeitsplätze geeignet ist, da im hohen Maße Mitnahme- und Substitutionseffekte zu erwarten sind. Mit dieser Reform wird die Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt fort- und festgeschrieben. Avancieren die "kleinen Jobs" zum beschäftigungspolitischen Hoffnungsträger, beinhaltet dies zum einen eine Abkehr von gesellschaftspolitischen Leitbild des bestehenden Normalarbeitsverhältnisses und zum anderen von einer Perspektive, die dessen geschlechtshierarchische Konstruktion zu überwinden sucht. (IAB)
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Literaturhinweis
Mit Mini- und Midi-Jobs aus der Arbeitslosigkeit?: die Neuregelungen zur Beschäftigungsförderung im unteren Einkommensbereich (2003)
Koch, Angelika; Bäcker, Gerhard;Zitatform
Koch, Angelika & Gerhard Bäcker (2003): Mit Mini- und Midi-Jobs aus der Arbeitslosigkeit? Die Neuregelungen zur Beschäftigungsförderung im unteren Einkommensbereich. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 52, H. 4, S. 94-102.
Abstract
Der Beitrag beschreibt die Neuregelungen zur Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich und vergleicht sie mit den Regelungen aus dem Jahr 1999. Daran anschließend werden die geänderten rechtlichen Bestimmungen analysiert und ihre Auswirkungen bewertet. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sie unter Beschäftigungspolitischen Aspekten zu beurteilen und welche sozial- und geschlechterpolitischen Folgen zu erwarten sind. (IAB2)
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Literaturhinweis
Ich-AG, Mini-Jobs und Scheinselbständigkeit (2003)
Kossens, Michael;Zitatform
Kossens, Michael (2003): Ich-AG, Mini-Jobs und Scheinselbständigkeit. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 58, H. 2, S. 21-23.
Abstract
Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die zentralen Inhalte des Zweiten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, das mit Ausnahme der Regelungen über die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (Geltung ab 1.4.2003) zum 1.1.2003 in Kraft trat. Selten ist ein Gesetzentwurf im Vermittlungsausschuss so grundlegend verändert worden. Die von der Hartz-Kommission vorgeschlagene "Ich-AG" findet sich nur noch als Zuschussregelung im SGB III wieder. Und schließlich wurde neben der eigentlich nicht geplanten Aufhebung von § 7 Abs. 4 SGB IV (Scheinselbständigkeit) eine Neugestaltung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse und des Niedriglohnsektors bis 800 Euro vorgenommen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Leiharbeit und befristete Beschäftigung: neue Formen sozialer Gefährdung oder Chance auf Arbeitsmarktintegration? (2003)
Linne, Gudrun; Vogel, Berthold;Zitatform
Linne, Gudrun & Berthold Vogel (Hrsg.) (2003): Leiharbeit und befristete Beschäftigung. Neue Formen sozialer Gefährdung oder Chance auf Arbeitsmarktintegration? (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 68), Düsseldorf, 62 S.
Abstract
"Befristete Arbeitsverhältnisse und Leiharbeit werden zunehmend zu Hoffnungsträgern der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Bereits mehrfach hat der Gesetzgeber die Möglichkeiten zur Befristung von Arbeitsverträgen und zum Einsatz von Leiharbeit erweitert. Und das seit Jahresbeginn 2003 gültige 'Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' - Resultat der Hartz-Kommission - macht deutlich, dass befristete Arbeitsverhältnisse und speziell die Leiharbeit zu den entscheidenden Stellschrauben bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit avancieren. Doch Leiharbeit und Befristungen bleiben konträr diskutierte Beschäftigungsformen. Ihre Befürworter werten sie als 'Einstiegshilfen' in das Arbeitsleben und geeignete Instrumente einer neuen, flexibleren Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Skeptiker hingegen sehen in diesen Arbeitsverhältnissen die Gefahr, dass sich verminderte Beschäftigungsstandards und instabile Beschäftigunsformen ausbreiten. In dem Band ... stellen verschiedene AutorInnen neuere Forschungsbefunde zur Leiharbeit und befristeten Beschäftigung vor und diskutieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln die rechtlichen, arbeitsmarktpolitischen und sozialen Wirkungen dieser Beschäftigungsverhältnisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hartz and more: Zum Abbau der Arbeitlosigkeit durch Leiharbeit (2003)
Ochel, Wolfgang;Zitatform
Ochel, Wolfgang (2003): Hartz and more: Zum Abbau der Arbeitlosigkeit durch Leiharbeit. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 56, H. 1, S. 21-32.
Abstract
"Eine Reform des Arbeitsmarktes ist überfällig. Im Verlaufe des Jahres 2002 sind dazu mehrere grundlegende Vorschläge vorgelegt worden - unter anderem vom ifo Institut, der Hartz-Kommission und vom Sachverständigenrat -, die das Instrument der Leiharbeit nutzen wollen, um Arbeitlose in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. In der öffentlichen Debatte haben die Vorschläge der Hartz-Kommission die größte Aufmerksamkeit gefunden. Sie beinhalten den Ausbau der gewerblichen Leiharbeit und die Schaffung von Personal-Service-Agenturen (PSA). Diese Maßnahmen dürften einen positiven Beitrag zur Reduktion der Arbeitslosigkeit leisten. Allerdings sollte der Begünstigtenkreis eingeschränkt und auf eine großzügige Subventionierung der PSAs verzichtet werden, um zu große fiskalische Belastungen zu vermeiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
What hampers part-time work?: an empirical analysis of wages, hours restrictions and employment from a Dutch-German perspective (2003)
Zitatform
Wolf, Elke (2003): What hampers part-time work? An empirical analysis of wages, hours restrictions and employment from a Dutch-German perspective. (ZEW economic studies 18), Heidelberg u.a.: Physica-Verl., 174 S.
Abstract
Mit Daten des deutschen Sozio-oekonomischen Panels der Jahre 1994 und 1998 sowie eines niederländischen Panels zum Arbeitskräfteangebot des Jahres 1994 werden in dem Band die Bedingungen für Arbeitsplätze mit kürzeren Arbeitszeiten untersucht und das Potenzial für eine Erhöhung der Teilzeitarbeit errechnet. Hierzu werden zunächst die Lohnunterschiede zwischen Teil- und Vollzeitbeschäftigten in Deutschland und den Niederlanden betrachtet und dann die Konsequenzen der Lohnlücke deutscher Teilzeitarbeitnehmer für die Arbeitsangebotsentscheidung von Frauen geschätzt. Anschließend wird gefragt, welche Effekte eine Lockerung von Arbeitszeitrestriktionen auf die Verteilung der Arbeitsstunden in Deutschland hätten. (IAB)
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Zeitarbeit - Teil I: auch für Arbeitslose ein Weg mit Perspektive (2002)
Zitatform
Jahn, Elke & Helmut Rudolph (2002): Zeitarbeit - Teil I. Auch für Arbeitslose ein Weg mit Perspektive. (IAB-Kurzbericht 20/2002), Nürnberg, 7 S.
Abstract
Der Kurzbericht präsentiert empirische Daten zur Leiharbeit in Deutschland. Danach hat sich die Zahl der Leiharbeitnehmer seit 1993 verdreifacht und lag 2001 bei 1,3 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Dauerarbeitsplätze bei den Verleihbetrieben konnten damit aber nicht im erhofften Umfang geschaffen werden; sondern es sind Zweckgemeinschaften auf Zeit, die so lange bestehen, wie sie im allseitigen Interesse liegen: Der Verleiher kann den Leiharbeiter gewinnbringend verleihen, der Entleiher hat einen externen Personalpuffer und der Leiharbeitnehmer bekommt eine Chance zum (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben. Um dieser Chance willen sind Leiharbeiter bereit, vorübergehend schlechtere Arbeitsbedingungen und niedrigere Löhne in Kauf zu nehmen. Rund 60 % der neu rekrutierten Leiharbeiter waren vorher arbeitslos oder sonst nicht berufstätig. Nach einer Verbandsumfrage von 2000 hatte ein knappes Drittel innerhalb eines Jahres einen regulären Arbeitsplatz. Insbesondere für ältere Arbeitnehmer ist Leiharbeit oft der einzige Rückweg in Beschäftigung. Diese Brückenfunktion wird zunehmend genutzt und arbeitsmarktpolitisch anerkannt. (IAB2)
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Gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung: ein zeitgemäßes Modell der bfz gGmbH zur Wiedereingliederung in das Erwerbsleben (2002)
Schropp, Jürgen; Ufholz, Bernhard;Zitatform
Schropp, Jürgen & Bernhard Ufholz (2002): Gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung. Ein zeitgemäßes Modell der bfz gGmbH zur Wiedereingliederung in das Erwerbsleben. (Wirtschaft und Bildung 28), Bielefeld: Bertelsmann, 113 S.
Abstract
"Ziel der gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassung (gAü) ist die Wiedereingliederung von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern in feste Arbeitsverhältnisse. Der Band bilanziert die bisherigen Erfahrungen in einer wissenschaftlichen Begleitstudie. Zum Erfolg der gAü führt die Kombination aus Arbeitskräfteverleih und Qualifizierung. Arbeitssuchende erhalten einen befristeten Vertrag und werden an Betriebe verliehen. So lernen die Firmen einen potenziellen Mitarbeiter kennen und können die Möglichkeiten einer dauerhaften Anstellung prüfen. In verleihfreien Zeiten bilden sich die Teilnehmer weiter. Die gAü bietet auch Schwervermittelbaren gute Perspektiven: Häufige Vorurteile gegenüber Arbeitslosen kann am überzeugendsten widerlegen, wer die Gelegenheit erhält, seine Leistungsfähigkeit zu beweisen. Die Bilanz der gAü ist sehr gut: Rund 60 % aller Teilnehmer wurden dauerhaft angestellt. Die Integrationsquote von Langzeitarbeitslosen und Schwervermittelbaren lag bei über 50 %." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Personal-Service-Agentur (PSA): Konzeption und Diskussion eines neuen arbeitsmarktpolitischen Instruments (2002)
Abstract
Die Einrichtung von Personal-Service-Agenturen (PSA) gilt als Herzstück der Arbeit der Kommission "Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt". Mit Hilfe dieser Agenturen sollen Unternehmen neue Mitarbeiter finden und entleihen können. Arbeitsuchende erhalten auf diese Weise die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und damit ihre Chancen auf einen Dauerarbeitsplatz zu verbessern. Die Broschüre untersucht, was es bei der Einführung von PSA zu bedenken gilt: Das Spektrum von ordnungspolitischen Rahmenbedingungen und Zielgruppen über mögliche Aufgaben und Implementierungsvoraussetzungen bis hin zur Umsetzungsplanung wird dargestellt und kritisch diskutiert. Eine Expertise über die fiskalischen Konsequenzen von PSA ergänzt die Ausführungen. (IAB2)
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Literaturhinweis
The perverse effects of partial labor market reform: Fixed duration contracts in France (2001)
Zitatform
Blanchard, Olivier & Augustin Landier (2001): The perverse effects of partial labor market reform: Fixed duration contracts in France. (NBER working paper 8219), Cambridge, Mass., 43 S. DOI:10.3386/w8219
Abstract
"Rather than decrease firing costs across the board, a number of European countries have allowed firms to hire workers on fixed-duration contracts. At the end of a given duration, these contracts can be terminated at little or no cost. If workers are kept on however, the contracts become subject to regular firing costs. We argue in this paper that the effects of such a partial reform of employment protection may be perverse. The main effect may be high turnover in fixed-duration jobs, leading in turn to higher, not lower, unemployment. And, even if unemployment comes down, workers may actually be worse off, going through many spells of unemployment and fixed duration jobs, before obtaining a regular job. Looking at French data for young workers since the early 1980s, we conclude that the reforms have substantially increased turnover, without a substantial reduction in unemployment duration. If anything, their effect on welfare of young workers appears to have been negative." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Teilzeitplus - ein Instrument zur Förderung von Betrieben und Beschäftigten im europäischen Vergleich: neue Handlungsspielräume für kleine und mittlere Unternehmen und ihre Beschäftigten durch präventive Arbeitsmarktpolitik (2001)
Degen, Christel;Zitatform
Degen, Christel (2001): Teilzeitplus - ein Instrument zur Förderung von Betrieben und Beschäftigten im europäischen Vergleich. Neue Handlungsspielräume für kleine und mittlere Unternehmen und ihre Beschäftigten durch präventive Arbeitsmarktpolitik. (Veröffentlichungsreihe der Querschnittsgruppe Arbeit & Ökologie beim Präsidenten des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 01-506), Berlin, 37 S.
Abstract
"Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit hat zu neuen Ansätzen in der Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik geführt. 'Teilzeitplus' ist ein Instrument zur Förderung von Unternehmen, Beschäftigten und Kommunen, welches auf Klein- und Mittelbetriebe in Krisensituationen zielt. Dabei wurde eine komplexe Mehrfachstrategie entwickelt: Zum einen erfolgt eine Unternehmensberatung, die Wege aus der Krise aufzeigt. Gleichzeitig werden potentiell von Entlassung bedrohte bzw. bereits unmittelbar vor Entlassung stehende Mitarbeiter/innen durch plusArbeit in andere Tätigkeitsfelder vermittelt. Dies erfolgt nach professioneller Beratung und in Absprache mit den Betroffenen. Durch die bei Einführung von Teilzeitplus erforderliche Kommunikation zwischen Unternehmensleitung und Beschäftigten wird ein Reorganisationsprozess angestoßen, der die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Betriebe deutlich erhöht. Mittels der Vermittlung in plusArbeit werden die Unternehmen für eine gewisse Phase der Umorientierung entlastet. Die bisherigen Erfahrungen des im Rahmen von ADAPT entwickelten Modellprojekts 'combishare' in Berlin zeigen, dass ein großer Teil der Arbeitsplätze infolge dieser Strategien erhalten werden konnte. Die hier vorliegende Analyse ist der Versuch einer Einordnung des Instruments 'Teilzeitplus' in den europäischen Kontext. Zu diesem Zweck wurden Ansätze in europäischen Ländern untersucht, in denen - beispielsweise im Bereich der Weiterbildung oder der Arbeitszeit - bereits Erfahrungen mit ähnlichen präventiven arbeitsmarktpolitischen Instrumenten vorliegen. Es zeigt sich, das die komplexe Strategie von 'Teilzeitplus' in dieser Form neu ist. Durch die Kombination verschiedener Ansätze wie Unternehmensberatung, reale Entlastung des Unternehmens von Lohnkosten in Krisensituationen (Pufferfunktion) sowie plusArbeit ist Teilzeitplus nach den bisherigen Erfahrungen besonders geeignet für Regionen und Branchen, die sich in Umstrukturierungsprozessen befinden und in denen die Unternehmen nicht in der Lage sind, Beschäftigung auszubauen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Precarious footing: Temporary employment as a stepping stone out of unemployment in Sweden (2001)
Zitatform
Korpi, Tomas & Henrik Levin (2001): Precarious footing: Temporary employment as a stepping stone out of unemployment in Sweden. In: Work, employment and society, Jg. 15, H. 1, S. 127-148.
Abstract
In dem Beitrag wird anhand schwedischer Längsschnittdaten untersucht, ob befristete Beschäftigung ein Schritt aus der Arbeitslosigkeit sein kann. Es wird festgestellt, dass es für den Verbleib in Arbeit nicht ausschlaggebend ist, ob der Arbeitsvertrag befristet oder unbefristet ist. (IAB)
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Literaturhinweis
Flexibilisierung der Arbeit in den Niederlanden: die Entwicklung atypischer Beschäftigung unter Berücksichtigung der Frauenerwerbstätigkeit (2001)
Wilkens, Ingrid;Zitatform
Wilkens, Ingrid (2001): Flexibilisierung der Arbeit in den Niederlanden. Die Entwicklung atypischer Beschäftigung unter Berücksichtigung der Frauenerwerbstätigkeit. (Zentrum für Globalisierung und Europäisierung der Wirtschaft. Discussion paper 10), Göttingen, 14 S.
Abstract
"Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland bewirkte in letzter Zeit eine intensive Diskussion der Strategien der als beschäftigungspolitisch erfolgreicher angesehenen Länder. Im Brennpunkt des Interesses stehen dabei neben den USA, Dänemark und Großbritannien auch die Niederlande, wo die Arbeitslosenquote mittlerweile auf 4% (1999) gesenkt werden konnte. Ein wesentliches Element der niederländischen Beschäftigungspolitik ist die Flexibilisierung der Arbeit, die zur Behebung der Arbeitsmarktkrise in den 80er Jahren eingeleitet wurde. Flexibilisierung ist in der arbeitspolitischen Debatte mit vielfältigen Befürchtungen bezüglich der Abnahme der Beschäftigungsqualität bzw. des Verlustes der sozialen Sicherungsstandards verbunden. In diesem Beitrag soll zum einen anhand der vom Statistischen Zentralamt (Centraal Bureau voor de Statistiek, CBS) verwendeten Daten gezeigt werden, wie sich die Arbeitsverhältnisse in Folge der umfassenden Flexibilisierung entwickelt haben und welche Beschäftigungsqualität mit dieser Entwicklung verbunden ist. Die zweite Frage lautet, inwieweit die Frauen, die in vielen europäischen Ländern am Arbeitsmarkt benachteiligt sind, von der Beschäftigungsentwicklung in den Niederlanden profitieren konnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigung: zur Arbeitsmarktrelevanz einer Reregulierung (2000)
Klös, Hans-Peter; Schäfer, Holger;Zitatform
Klös, Hans-Peter & Holger Schäfer (2000): Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigung. Zur Arbeitsmarktrelevanz einer Reregulierung. In: IW-Trends, Jg. 27, H. 4, S. 74-88.
Abstract
"Die erleichterte Befristung von Arbeitsverträgen und die vermehrte Teilzeitarbeit haben dem deutschen Arbeitsmarkt Impulse gegeben. Denn beide atypische Beschäftigungsformen sorgten während der 90er-Jahre für zusätzliche Arbeitsplätze und haben damit den Arbeitsmarkt entlastet. Teilzeitarbeit steigerte dabei generell die Erwerbsbeteiligung. Die befristete Beschäftigung erwies sich häufig als probates Sprungbrett für eine reguläre Erwerbstätigkeit. Mit dem Gesetzentwurf über Teilzeitarbeit und befristete Beschäftigung plant nun die Bundesregierung, diese beiden Beschäftigungsformen verstärkt zu regulieren. Dem Ziel, die verfestigte Arbeitslosigkeit abzubauen, kommt die Bundesrepublik damit nicht näher. Denn empirische Studien der OECD zeigen, dass mit zunehmender Arbeitsmarktregulierung die Erwerbstätigenquote einer Volkswirtschaft sinkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit für Behinderte: eine informationsökonomische Analyse der Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument (2000)
Winkler, Albrecht;Zitatform
Winkler, Albrecht (2000): Zeitarbeit für Behinderte. Eine informationsökonomische Analyse der Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument. (Volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse 63), Hamburg: Kovac, 217 S.
Abstract
Die Attraktivität der Arbeitnehmerüberlassung aus betrieblicher Sicht ist eine wesentliche Bedingung dafür, sie auch als arbeitsmarktpolitisches Instrument nutzbar zu machen. Daher wird im ersten Teil der Arbeit der Blick auf die Ursachen für die Entstehung und Verbreitung dieser Arbeitsmarktinstitution gelenkt und die Bedeutung ökonomischer Unsicherheit für das betriebliche Beschäftigungsverhalten thematisiert. Im zweiten Teil stehen die Arbeitsmarktprobleme von Schwerbehinderten und das speziell zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile geschaffene arbeitsmarktpolitische Instrumentarium im Vordergrund. Der Zielsetzung und den daraus ableitbaren Erfolgskriterien wird die tatsächliche Beschäftigungssituation gegenübergestellt. Im dritten Teil der Arbeit werden aufbauend auf die identifizierten Grundprobleme zunächst die Rationalität der Leiharbeit im Vergleich zu Alternativen sowohl aus betrieblicher Perspektive als auch aus dem Blickwinkel der Eingliederungsprobleme Schwerbehinderter dargelegt. Kurze Beschreibungen kleinerer Gesellschaften zur Arbeitnehmerüberlassung, Fallstudien über die zwei größten Projekte sowie die Ergebnisse aus einer Befragung des Autors von Projekten im südwestdeutschen Raum sollen dann Aufschluss darüber geben, inwieweit vermittlungsorientierte Leiharbeit dazu beitragen kann, Unsicherheit über das Leistungsvermögen Schwerbehinderter zu verringern und eine Brücke hin zu regulärer Beschäftigung zu bauen. Es zeigt sich, das Arbeitnehmerüberlassung nicht alle mit der Einstellung und Beschäftigung Behinderter verbundenen Probleme beseitigen kann. Deshalb werden abschließend Überlegungen für die weitere Gestaltung der selektiven Arbeitsmarktpolitik für Schwerbehinderte angestellt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument für Schwerbehinderte (2000)
Winkler, Albrecht;Zitatform
Winkler, Albrecht (2000): Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument für Schwerbehinderte. Idstein: Schulz-Kirchner, 56 S.
Abstract
"Die Eingliederung behinderter Menschen in das Arbeitsleben ist seit Jahren ein wichtiges Anliegen der Sozialpolitik. Die Umsetzung allerdings gestaltet sich besonders schwierig in Zeiten allgemein hoher Arbeitslosigkeit. In dieser Situation kommt es darauf an, das vorhandene Instrumentarium der Behindertenpolitik um innovative Ansätze zu ergänzen. Dazu zählt die vermittlungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung. Von ihr erwartet man sich zum einen eine verbesserte Vorbereitung tendenziell benachteiligter Gruppen auf das Arbeitsleben und zum anderen eine Verringerung der Unsicherheit von Arbeitgebern bei der Einstellung von Angehörigen dieser Gruppen. In der Studie werden die Erscheinungsformen der vermittlungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung dargestellt und die bisher mit diesem Instrument gemachten Erfahrungen bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung in Rheinland-Pfalz: eine ökonometrische Analyse des Wiedereingliederungserfolgs (1998)
Zitatform
Almus, Matthias, Jürgen Egeln, Michael Lechner, Friedhelm Pfeiffer & Hannes Spengler (1998): Die gemeinnützige Arbeitnehmerüberlassung in Rheinland-Pfalz. Eine ökonometrische Analyse des Wiedereingliederungserfolgs. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 31, H. 3, S. 558-574.
Abstract
"Der Beitrag stellt ausgewählte Ergebnisse des vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des IAB und des Ministeriums für Arbeit und Soziales Rheinland-Pfalz bearbeiteten Forschungsprojekts (IAB-Projekt 10-483 A) Arbeitsplatzeffekte gemeinnütziger Arbeitnehmerüberlassungen in Rheinland-Pfalz vor. Vorrangiges Ziel des Projekts ist es, empirisch abzuschätzen, ob arbeitslose Personen, die bei einer gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassungsgesellschaft beschäftigt waren, einen höheren Wiedereingliederungserfolg in den ersten Arbeitsmarkt aufweisen als Arbeitslose, die eine solche Gesellschaft nicht durchlaufen haben. Dieser Abschätzung liegt Datenmaterial aus zwei Quellen zugrunde. Zum einen wurden die acht untersuchten Überlassungsgesellschaften sowohl schriftlich als auch in qualitativen Interviews zu ihren Charakteristika, zum sozioökonomischen Hintergrund all ihrer Leiharbeitnehmer sowie zu deren detaillierter Verleihhistorie und weiterem Verbleib befragt. Zum anderen stellte die Bundesanstalt für Arbeit Abzüge aus den bei den betroffenen Arbeitsämtern angelegten Dateien zur computerunterstützten Arbeitsvermittlung (coArb) zur Verfügung. Anhand der coArb-Daten wird mit ökonometrischen Methoden (Matching) eine Kontrollgruppe von arbeitslosen Nicht-Leiharbeitnehmern ausgewählt, die hinsichtlich ihrer sozio-ökonomischen Struktur und Arbeitsmarktgeschichte der Leiharbeitnehmergruppe möglichst ähnlich ist. Damit wird unter anderem der Tatsache Rechnung getragen, daß die Leiharbeitnehmer im Vergleich zur Grundgesamtheit aller Arbeitslosen jünger, häufiger Männer und zu einem größeren Anteil Ausländer sowie Aus- oder Übersiedler sind. Ferner wird bei der Kontrollgruppenbildung berücksichtigt, daß Leiharbeitnehmer unterdurchschnittlich ausgebildet sind und unstetige Erwerbsgeschichten mit häufigen Wechseln zwischen Arbeitslosigkeit- und Erwerbsepisoden aufweisen. Der ökonometrische Vergleich des Wiedereingliederungserfolgs zeigt Unterschiede zwischen Leiharbeitnehmern und Kontrollgruppe auf. In der kurzen Frist (bis zu 5 Monaten nach Ende des Aufenthalts in der Gesellschaft) weisen die Leiharbeitnehmer ein im Vergleich zur Kontrollgruppe um bis zu 13 Prozentpunkte besseres Wiedereingliederungsergebnis auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung in Vermittlungsabsicht: Start oder Fehlstart eines arbeitsmarktpolitischen Modells in Deutschland? (1997)
Schröder, Esther;Zitatform
Schröder, Esther (1997): Arbeitnehmerüberlassung in Vermittlungsabsicht. Start oder Fehlstart eines arbeitsmarktpolitischen Modells in Deutschland? (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 209), Nürnberg, 313 S., Anhang.
Abstract
In der Arbeit wird ein Bild von Arbeitnehmerüberlassung gezeichnet. Ausgehend von der sie kennzeichnenden Dreieckskonstellation werden im einleitenden Kapitel Entwicklung und Strukturen aus der Perspektive aller drei beteiligten Akteure analysiert. Die empirischen Ergebnisse beruhen auf der von der Bundesanstalt für Arbeit geführten Arbeitnehmerüberlassungsstatistik; darüber hinaus werden erstmals in Bezug auf diese Thematik auch Bestands- und Verlaufsdaten der Beschäftigtenstatistik und eine IAB/ifo-Betriebsbefragung ausgewertet. Untersucht wird der zwischen Einführung des AÜG und heute liegende Zeitraum. Für die forschungsleitende Frage von besonderer Bedeutung ist die Differenzierung zwischen Beschäftigungsform und Arbeitsvermittlungsvariante. Leiharbeit als atypische Beschäftigung: Hierbei geht es um die Abgrenzung zum "Normalarbeitsverhältnis" sowie um die Einsatzlogik der Entleihbetriebe und die Motivationen der Leiharbeitskräfte. Arbeitnehmerüberlassung als Vermittlungsvariante: Hier interessiert, wie Verleih und Vermittlung in der Vergangenheit juristisch voneinander abgegrenzt wurden und ob diese Abgrenzung faktisch gelang. Anschließend wird das START-Modell als Pilotprojekt einer in Deutschland probierten wiedereingliederungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung vorgestellt. Das folgende Kapitel widmet sich der Nachfrageseite. Untersucht wird, wie Betriebe gegenwärtig bei der Personalsuche vorgehen. Rekrutierungsstrategien werden mit Daten der IAB/ifo-Personalbedarfserhebung vom Herbst 1994 analysiert. Gibt es eine Rekrutierungslogik, und von welchen Einflüssen wird die Suchwegwahl, Suchdauer und Stellenbesetzung determiniert? Paßt Arbeitnehmerüberlassung in diese Strategien? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Rekrutierungsanalyse, welche auch als eigenständige und in sich geschlossene Untersuchung für weitere Sekundäranalysen genutzt werden kann. Die Ausführungen abschließender Kapitel konzentrieren sich auf die Angebotsseite. Anhand von Daten aus der IAB-Beschäftigtenstichprobe, in der Arbeitnehmerüberlassung als eigener Wirtschaftszweig identifizierbar ist, wird untersucht, wie sich Leiharbeitsphasen in den vergangenen Jahren aus der Perspektive involvierter Arbeitskräfte gestalteten. Es werden Einkommens- und Berufsmobilitäten beim Wechsel in und aus Leiharbeit analysiert und der Anschlußstatus nach Leiharbeit mittels eines Verweildauermodells untersucht. Die geschätzte mittlere Verweildauer und zielzustandsbezogene Übergangswahrscheinlichkeiten geben Auskunft darüber, ob Eingliederung quasi als "Mitnahmeeffekt" bereits in gewerblich organisierter Arbeitnehmerüberlassung funktionierte. Im Resümee werden alle Einzelaspekte zusammengefaßt zu einer Aussage über Chancen des arbeitsmarktpolitischen Modells "Arbeitnehmerüberlassung in Vermittlungsabsicht". (IAB2)
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