Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
-
Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
-
Externer Link
Leiharbeit: Intensivnutzung nimmt zu (05.03.2008)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Böckler Impuls 20/2007: Die Leiharbeit boomt und verändert ihren Charakter. Eine wachsende Zahl von Betrieben nutzt sie intensiv und macht sie zu einem festen Bestandteil der Personalstrategie - auch wenn kurzfristigen Vorteilen längerfristig Risiken gegenüberstehen. Aussicht auf eine stabile Beschäftigung haben nur wenige Leihkräfte.
-
Externer Link
Unsichere Beschäftigung (27.02.2008)
Deutscher GewerkschaftsbundBeschreibung
Internetratgeber des DGB für Menschen in unsicherer Beschäftigung.
-
Externer Link
Working Poor: Armut trotz Erwerbstätigkeit in der Schweiz (12.02.2008)
Schweizerisches Bundesamt für Statistik, NeuchâtelBeschreibung
Die Working-Poor-Quote lag 2006 in der Schweiz mit 4,5 Prozent leicht tiefer als 2000 (Medienmitteilung des Schweizerischen Bundesamts für Statistik vom 12.02.2008)
-
Externer Link
Funktionswandel von Zeitarbeit. Neue Einsatzkonzepte von Zeitarbeit und ihre Folgen für die betrieblichen Sozial- und Arbeitsbeziehungen (01.02.2008)
Universität Jena, Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und WirtschaftssoziologieDörre, Klaus, Prof. Dr.Beschreibung
Zeit- oder Leiharbeit ist gegenwärtig einem Funktionswandel unterworfen. Immer mehr Betriebe gehen dazu über, Leiharbeiter nicht nur kurzfristig einzusetzen, um Auftragsspitzen abzudecken, sondern dauerhaft und in allen Unternehmensbereichen. Dadurch verändert Leiharbeit seinen Charakter als betriebliches Flexibilisierungsinstrument. Bislang sind weder die betrieblichen Voraussetzungen der neuen Einsatzstrategien untersucht worden noch ihre Auswirkungen auf die Arbeits- und Sozialbeziehungen in den Einsatzbetrieben. Hier setzt das Forschungsprojekt an. An welche arbeitsorganisatorischen Voraussetzungen sind die neuen Einsatzkonzepte gekoppelt? Welche Auswirkungen hat das dauerhafte Nebeneinander von Stammkräften und Leiharbeitern auf die soziale Integration der Belegschaft? Und welche Herausforderungen entstehen für die betriebliche und überbetriebliche Interessenvertretung? Diesen Fragen wird mit Hilfe von Intensivbetriebsfallstudien in Einsatzbetrieben und Experteninterviews mit Interessenvertretern nachgegangen. Methoden: Betriebsfallstudien; Experteninterviews
-
Externer Link
Prekäre Beschäftigung in der Region - lokale Potenziale zur Gestaltung fairer Beschäftigung (01.02.2008)
Landesinstitut Sozialforschungsstelle DortmundKock, Klaus, Dr.Beschreibung
Im Rahmen einer Fallstudie aus dem Raum Dortmund wird danach gefragt, wie Gewerkschaften auf der regionalen Ebene auf Destandardisierungs- und Prekarisierungsprozesse reagieren. Es lohnt sich - so die Ausgangsüberlegung - vor Ort genauer hinzusehen und lokale Aktivitäten daraufhin zu analysieren, ob und inwieweit hier von den Gewerkschaften und ihrem Dachverband DGB innovative Handlungskonzepte entworfen und erprobt werden, die geeignet sind, Tendenzen der Prekarisierung entgegenzuwirken. Auf diese Weise soll mit der Studie ein Beitrag geleistet werden zu aktuellen Debatten über eine Erneuerung der Gewerkschaften. Unter Umständen eröffnet ein regional erweiterter Zugriff auf die eigenen Handlungsfelder den Gewerkschaften neue Chancen zur Gestaltung von Arbeit und Beschäftigung.>> Nicht jede/r Arbeitnehmer/in wird durch Abbau von Beschäftigungsstandards gleichermaßen verunsichert. Um Prekarisierungsprozesse und die Erfolgschancen einer Re-Regulierung abschätzen zu können, ist eine analytische Vorgehensweise notwendig, die Widersprüche herausarbeitet und in die Tiefen lokaler und betrieblicher Zusammenhänge vordringt. Die regionale Ebene verdient Beachtung, weil der Strukturwandel der Wirtschaft verschiedene Regionen auf unterschiedliche Weise betrifft. Auch staatliche Politik und Standortstrategien von Unternehmen beziehen sich zunehmend auf regionale Wertschöpfungsketten und Cluster. Ob Beschäftigung auf- oder abgebaut wird, wie neue Arbeitsplätze beschaffen sind, wie nachhaltig der Wandel gestaltet wird, entscheidet sich zunehmend auch in regionalen Verflechtungs- und Austauschbeziehungen. Damit gewinnt für Gewerkschaften der räumliche Zusammenhang an Bedeutung als Feld der Auseinandersetzung um Arbeit und Beschäftigung.>> Projektergebnis:>> Destandardisierungs- und Deregulierungsprozesse werden von Arbeitnehmer/innen dann als Prekarisierung erlebt, wenn ausgehandelte Regeln und Vereinbarungen ersetzt werden durch sachzwanghaft wirkende Marktmechanismen,
-
Externer Link
Qualität von Teilzeitbeschäftigung und Verbesserung der Position der Frauen am Arbeitsmarkt (01.01.2008)
L&R SozialforschungBergmann, NadjaBeschreibung
Vorrangiges Ziel des Forschungsprojektes ist die Untersuchung der Qualität von Teilzeitarbeitsplätzen und von positiven Beispielen für die Umsetzung und Förderung von Teilzeit mit hoher Qualität. Zur Erarbeitung dieses Zieles werden insbesondere folgende Schwerpunkte gesetzt:>> - Darstellung der geschlechtsspezifischen Struktur und der Entwicklung der Teilzeitbeschäftigung und der Qualität von Teilzeitarbeitsplätzen, >> - Analyse der Merkmale von Teilzeitarbeitsplätzen (wie etwa Branche, Einkommen, Qualifikationsniveaus) und Bedeutung der Rahmenbedingungen für die Qualität von Teilzeitarbeitsplätzen und qualitativ hochwertige Teilzeitbeschäftigung,>> - Erhebung und Analyse internationaler "good practice" Beispiele bezogen auf die Förderung qualitativ hochwertiger Teilzeitbeschäftigung von Frauen und Männern, insbesondere in Führungspositionen,>> - Situation von Teilzeitbeschäftigten in Bezug auf: Erfahrungen mit Arbeitszeitregelungen in der Praxis, insbesondere Mehrarbeit und Überstunden; unbezahlte Arbeit und Gewährleistung von Versorgung, Betreuung anderer (familiär; institutionelle Ebene; private Dienstleistungen); Anforderungen und Wünsche betreffend die Teilzeitbeschäftigung, weitere Arbeitszeitperspektive,>> - Erhebung und Analyse der Bedeutung überbetrieblicher und anderer (z.B. gesetzlicher) Maßnahmen für die erfolgreiche Umsetzung und Förderung von qualitativ hochwertiger Teilzeitbeschäftigung,>> - Erhebung und Analyse positiver Beispielen für die Umsetzung und Förderung von Teilzeit mit hoher Qualität in Betrieben, speziell auch von Männern und Beschäftigten in Führungspositionen,>> - Einschätzung des Beitrags von qualitativ hochwertiger Teilzeit zur Gleichstellung von Frauen und Männern.
-
Externer Link
Zeitarbeit in Bremen - Subjektives Erleben von Zeitarbeit (01.01.2008)
Institut Arbeit und Wirtschaft an der Universität BremenHoltrup, AndréQuelle: Projektbeschreibung beim iawBeschreibung
Die Zahl der Menschen, die in Zeitarbeit beschäftigt sind, hat sich allein von 2003 bis 2007 mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung ist mit ihren sozial- und arbeitspolitischen Folgen höchst umstritten. Die eine Seite sieht in ihr einen erfolgreichen Jobmotor, der erforderliche Flexibilität für Unternehmen bereitstelle und ökonomische Wettbewerbsfähigkeit fördere. Die andere Seite betont hingegen, dass es sich um eine prekäre Beschäftigungsform handele, die durch Unsicherheit und Schlechterstellung gegenüber Normalbeschäftigung charakterisiert sei. In der teilweise hitzig geführten öffentlichen Debatte um das Für und Wider der Beschäftigungsform Zeitarbeit bleiben jedoch die Menschen, die in ihr beschäftigt sind, zumeist im Hintergrund. Sie werden allenfalls gelegentlich mit ihren Einzelschicksalen als Kronzeugen für die eine oder andere Position ins Feld geführt. Die Fragen aber, wie Zeitarbeitnehmer selbst ihre Situation erleben, deuten und bewerten, welche Erfahrungen sie machen, welche Perspektiven sie entwickeln, wo "der Schuh drückt", aber auch welche positiven Aspekte sie sehen, bleiben in der Regel unterbelichtet.>> Ziel dieses Projekts ist es, Zeitarbeitnehmer mit ihrem subjektiven Erleben in den Mittelpunkt zu rücken und sie auch selbst zu Wort kommen zu lassen. Ihre Erfahrungen, die sie in der Zeitarbeit sammeln konnten, stehen hier ebenso im Fokus wie die Deutungen und Bewertungen ihrer Arbeitssituation und Beschäftigungsbedingungen. Hieraus sollen Rückschlüsse und Gestaltungshinweise für eine Weiterentwicklung der Beschäftigungsform Zeitarbeit abgeleitet werden, in der die Ansprüche und Interessen der Menschen, die in Zeitarbeit beschäftigt sind, stärker akzentuiert werden.
-
Externer Link
Post prekär: Wenn der Minijobber klingelt (03.12.2007)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Böckler Impuls 09/2007: 2008 soll die Deutsche Post ihr Zustell-Monopol für Briefe bis 50 Gramm verlieren. Es droht ein Verdrängungswettbewerb zulasten von Löhnen und Arbeitsbedingungen.
-
Externer Link
Soziale Sicherheit für Selbstständige (29.11.2007)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Böckler Impuls 14/2007: In Europa arbeiten immer mehr Beschäftigte auf eigene Rechnung. In Deutschland fallen diese neuen Selbstständigen jedoch weitgehend durch das Raster der sozialen Sicherungssysteme.
-
Externer Link
Soli extra "Jung und prekär" (05.11.2007)
Deutscher GewerkschaftsbundBeschreibung
15.10.2007: Die DGB-Jugend widmet sich mit einer Sonderausgabe der Zeitschrift soli aktuell dem Thema „Jung und Prekär“. Auf 16 Seiten werden Auszubildende und junge Beschäftige vorgestellt, die sich unter unsicheren Bedingungen im Berufsleben beweisen müssen. Außerdem bietet soli extra Zahlen, Fakten und Tipps für Jugend- und Auszubildendenvertretungen rund um die Prekarisierung der Arbeitswelt.
-
Externer Link
flexCAREER: Flexibilitätsformen in der späten Erwerbskarriere und beim Übergang in die Rente - Ein internationaler Vergleich zum Wandel sozialer Ungleichheitsmuster (01.11.2007)
Universität Bamberg, Lehrstuhl für Soziologie IBlossfeld, Hans-Peter, Prof. Dr.Beschreibung
Aufgrund des gestiegenen Wettbewerbsdrucks der letzten Jahrzehnte sehen sich viele nationale Regierungen veranlasst, wirtschaftliche Reformen mit dem Ziel der Erleichterung von Beschäftigungsflexibilität einzuführen. Es liegt auf der Hand, dass diese Reformen potentiell Auswirkungen auf die sozialen Ungleichheitsstrukturen in diesen Gesellschaften haben. Das Projekt konzentriert sich auf die Auswirkungen von Flexibilisierungsprozessen auf die späte Erwerbskarriere und den Übergang in die Rente . Es handelt sich um ein Fortsetzungsprojekt des von der DFG von März 2005 bis Februar 2007 geförderten internationalen Forschungsprojekts "flex CAREER - Flexibilitätsformen beim Berufseinstieg und in der frühen Erwerbskarriere". Neben den Berufseinsteigern, die aufgrund fehlender Seniorität, Berufserfahrung, Interessenvertretung und Netzwerken in besonderem Maße von flexiblen und prekären Beschäftigungsverhältnissen betroffen sind, erwarten wir auch überdurchschnittliche Erwerbsrisiken für ältere Arbeitnehmer, die deshalb Gegenstand des Fortsetzungsprojektes sind. Denn mit dem beschleunigten technologischen Wandel und dem verstärkten globalen Wettbewerb sind die Qualifikationen der älteren Beschäftigten zunehmend überholt und auf den Arbeitsmärkten weniger nachgefragt. Darüber hinaus sind ältere Beschäftigte für Unternehmen vergleichsweise teuer. Frühverrentungen, Arbeitslosigkeit und berufliche Abstiege von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erscheinen daher wahrscheinlich. Prekäre Beschäftigungsformen wie auch längere Phasen der Arbeitslosigkeit stellen dabei nicht nur eine unsichere Phase im späten Erwerbsverlauf dar, sie dürften darüber hinaus Folgen für das Renteneinkommen und für das Risiko von Altersarmut haben. Es ist jedoch zu erwarten, dass Richtung und Ausmaß von Veränderungsprozessen stark von nationalen institutionellen Kontexten geprägt sind.>> Unser Ziel ist es daher, international vergleichend den Einsatz von Flexibilitätsstrategien in ihren Au
-
Externer Link
Zeitarbeit: Volle Kraft zurück (01.11.2007)
Institut der deutschen Wirtschaft KölnBeschreibung
Der iwd-Beitrag in Nr. 44 vom 01.11.2007 zeigt, dass die Liberalisierung der Zeitarbeit im Rahmen der Hartz-Reform die Branche beflügelt. Allein in den vergangenen drei Jahren hat sie 400.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Jetzt möchte die SPD zurückrudern und die Zügel auf verschiedenen Gebieten wieder anziehen.
-
Externer Link
Werkvertrag (15.10.2007)
Arbeiterkammer WienBeschreibung
Informationsseite der Arbeiterkammer Wien zum Werkvertrag.
-
Externer Link
Atypisch Beschäftigte: Die Situation der Freien DienstnehmerInnen und Neuen Selbstständigen (15.10.2007)
Österreichischer GewerkschaftsbundBeschreibung
Informationsseite des Österreichischen Gewerkschaftsbundes
-
Externer Link
Atypische Beschäftigung: In der Regel schlecht für die Rente (20.09.2007)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Böckler Impuls 19/2006: Die atypische Beschäftigung nimmt zu - als Minijobs, Teilzeit- oder befristete Arbeit. Wer atypisch arbeitet, ist nicht zwangsläufig schlecht abgesichert. Es kommt darauf an, in welcher Hinsicht die Beschäftigung von der Norm abweicht.
-
Externer Link
DGB: Prekäre Beschäftigung wird zur tickenden Zeitbombe (12.09.2007)
Deutscher GewerkschaftsbundBeschreibung
Statement von Annelie Buntenbach, Geschäftsführender Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes, auf der Pressekonferenz am 06.09.07.
-
Externer Link
Prekarität – Ursachen und Folgen unsicherer Beschäftigung (06.09.2007)
Goethe-Institut zur Pflege der deutschen Sprache im Ausland und zur Förderung der internationalen kulturellen Zusammenarbeit MünchenBeschreibung
Website des Goethe-Instituts zum Thema (Autor Klaus Dörre, November 2006).
-
Externer Link
Arbeitshilfe Saisonbeschäftigung für SGB II und SGB III. Förderung der Saisonbeschäftigung in der Landwirtschaft (07.08.2007)
Bundesagentur für ArbeitBeschreibung
Die Arbeitshilfe der Bundesagentur für Arbeit führt in die Thematik Saisonbeschäftigung ein. Sie enthält Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die Eckpunkteregelung 2006/2007, und legt mit 10 arbeitsmarktlichen Leitlinien den Schwerpunkt auf Hinweise zur Umsetzung. Ergänzt wird sie um ausgewählte erfolgreiche Praxisbeispiele. (Stand: 20-03-2007)
-
Externer Link
Flexible Familienernährerinnen. Prekarität im Lebenszusammenhang von ostdeutschen Frauen (01.08.2007)
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut in der Hans-Böckler-StiftungKlenner, Christina, Dr.Beschreibung
Im Mittelpunkt der Studie stehen erwerbstätige Frauen in den neuen Bundesländern in prekären Arbeitsverhältnissen, die als Familienernährerinnen das Haupteinkommen ihrer Familie erarbeiten. Diese Frauen sind einem mehrfachen Spannungsverhältnis ausgesetzt: unter Bedingungen anhaltend hoher Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern tragen sie die Hauptverantwortung für die materielle Absicherung der Familie. Ihre prekären Beschäftigungsverhältnisse sind durch Niedriglohn, Befristung, Leiharbeit, Arbeit auf Abruf etc. sowie durch hohen Druck innerhalb der Arbeitsverhältnisse gekennzeichnet.>> Zudem ist zu vermuten, dass auch Familienernährerinnen traditionell die Hauptlast für die Fürsorgearbeit in der Familie tragen. Diese Komplexität an Anforderungen lässt eine Prekarität im Lebenszusammenhang vermuten.>> Ziel der Studie ist es, gesellschaftliche, betriebliche und familiäre Bedingungen dieser "prekären Vereinbarkeit" von Beruf und Familie zu analysieren sowie Ressourcen und Bewältigungsstrategien der Frauen und ihrer Familien differenziert zu untersuchen.>> Auf dieser Grundlage sollen im Ergebnis des Forschungsprojekts Anforderungen an die Regulierung von Arbeitsbedingungen, an Gleichstellungsmaßnahmen sowie an sozialpolitischen Regelungsbedarf formuliert werden. Methoden: Gezielte Auswertung des Sozioökonomischen Panels zur Beschreibung der Gruppe der Familienernährerinnen; Interviews und Gruppengespräche mit Familienernährerinnen sowie ExpertInnengespräche mit VertreterInnen von Gewerkschaften und Kommunen. Es werden Interviews mit Frauen in den Branchen Metall verarbeitendes Gewerbe (Klein- und Mittelbetriebe), Hotelgewerbe, Pflege und Discounter-Einzelhandel angestrebt.
-
Externer Link
Prekäre Beschäftigung (16.07.2007)
Arbeitnehmerkammer BremenBeschreibung
Informationsseite der Arbeitnehmerkammer Bremen
-
Externer Link
Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich (01.07.2007)
Universität Duisburg-Essen, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Institut Arbeit und QualifikationBosch, Gerhard, Prof. Dr.Quelle: Projektinfo des IAQBeschreibung
Galt Deutschland lange Zeit als Land mit einer ausgewogenen Einkommensstruktur, haben mehrere Studien in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Niedriglöhne an Bedeutung gewonnen haben. Die Niedriglohnbeschäftigung (mit Löhnen unterhalb von zwei Drittel des gesamtwirtschaftlichen Medians) ist seit Mitte der neunziger Jahre deutlich gewachsen. Im internationalen Vergleich weist Deutschland mittlerweile einen der höchsten Anteile schlecht bezahlter Jobs unter den kontinental-europäischen Ländern auf. Überdies ist die Ausdifferenzierung der Löhne nach unten in Deutschland besonders ausgeprägt, weil es im Unterschied zu vielen anderen Ländern keine verbindlichen Lohnuntergrenzen durch einen gesetzlichen Mindestlohn gibt. Ursachen für die Zunahme von Niedriglöhnen liegen u.a. in der Wachstumsschwäche nach der Wiedervereinigung und der hohen Arbeitslosigkeit, der sinkenden Tarifbindung, der Zunahme von besonderen Beschäftigungsformen mit eher niedriger Entlohnung (Minijobs, Zeitarbeit) und den zögerlichen bzw. teilweise auch widersprüchlichen Maßnahmen zur Modernisierung des Wohlfahrtsstaates.>> Im Mittelpunkt des Projektes stehen vertiefende quantitative und qualitative Analysen der Triebkräfte für die Zunahme gering bezahlter Arbeit und ihrer Folgen für Beschäftigte, Unternehmen und die Sozialsysteme. Besonderes Augenmerk wird dabei dem Einfluss von Institutionen und Regulierung im internationalen Vergleich gewidmet. Neben gesamtwirtschaftlichen Analysen werden auch spezifische Branchen und Beschäftigungsformen genauer untersucht. Eine zentrale Frage bezieht sich auf die Aufwärtsmobilität von Beschäftigten aus dem Niedriglohnbereich heraus in besser bezahlte Beschäftigung. Methoden: Im Rahmen des Projektes werden die bisherigen Forschungsarbeiten zu den Themen Niedrig-, Kombi- und Mindestlöhne in Deutschland und im internationalen Vergleich fortgeführt und vertieft (vgl. insbesondere MILO, NIL und RSF). In diesem Kontext werden eigene Arbeiten und kleinere einschl
-
Externer Link
Nicht so einfach! Situation und Perspektiven der einfachen Arbeit (18.06.2007)
Friedrich-Ebert-StiftungBeschreibung
Beitrag von Ruth Brandherm in WISO direkt vom Juni 2007.
-
Externer Link
Böckler-Themen: prekäre Arbeitsverhältnisse (18.06.2007)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Zusammenstellung von Forschungsberichten, Projekten, Artikeln, Pressemitteilungen und Grafiken zum Thema.
-
Externer Link
Der Arbeitsmarkt: Deutschland übertreibt die Regulierung (07.06.2007)
Institut der deutschen Wirtschaft KölnBeschreibung
Der iwd-Artikel in Nr. 23 vom 07.06.2007 bietet einen knappen Überblick über die Bestimmungen zur befristeten Beschäftigung in den Industrieländern.
-
Externer Link
Grundtypologie des Umgangs mit unsicherer Beschäftigung beim wissenschaftlichen Personal (01.06.2007)
Institut für Regionalforschung an der Universität GöttingenKlecha, StephanQuelle: Projektinformation des IfRBeschreibung
Im Bereich öffentlicher oder öffentlich geförderter Forschung weichen die Arbeitsverhältnisse hinsichtlich Arbeitszeit und Dauerhaftigkeit der Beschäftigung deutlich vom Normalarbeitsverhältnis ab. Trotzdem könnte im Wissenschaftsbereich die Atypik von den Betroffenen als temporär mit dem Ziel einer Integration in eine dauerhafte und standardisierte Erwerbstätigkeit als Professor begriffen werden. Da sämtliche Stellen abseits der Professur in ihrer rechtlichen wie sozialstaatlichen Regulierung als "Nachwuchsförderung" angesehen werden, jedoch "normaler" sind als die Professur, ist die Prekarität der Arbeitsverhältnisse jedoch oftmals stetige Problemlage. Die von uns angestrebte Untersuchung soll den Umgang der wissenschaftlichen Mitarbeiter mit ihren Arbeitsverhältnissen herausarbeiten in Fächern, die in besonderer Weise von öffentlicher Förderung abhängen. Dabei wollen wir sowohl die fachlichen Differenzen als auch regionale Einflussfaktoren herausarbeiten. Durch eine qualitative Erhebung sollen Typologien gebildet werden, die für vertiefende Forschungsansätze nutzbar sind und zudem erste Schlüsse in Hinblick auf eine Erweiterung des sozialstaatlichen Regulierungsarrangements zulassen. Der Untersuchung liegt die Vermutung zugrunde, dass durch die spezifische Form der Regulierung der Beschäftigungsverhältnisse im Wissenschaftssektor qualifizierte Nachwuchskräfte aus Furcht vor der Prekarität der Beschäftigung sogar von einer wissenschaftlichen Laufbahn abgehalten werden können. Veröffentlichungen: Klecha, S./Krüsemann, M. (2007): Prekäre Hochschulkarrieren - Zwei Beiträge zur Beschäftigungssituation des wissenschaftlichen Nachwuchses. Göttingen.
-
Externer Link
Studie Zeitarbeit in NRW (01.05.2007)
Soziale Innovation GmbHSczesny, Cordula, Dr.Quelle: Projektinformation der Soziale Innovation GmbHBeschreibung
Die Zeitarbeit ist eine boomende Branche und hat damit ein wachsendes Gewicht in der nordrhein-westfälischen und in der deutschen Wirtschaft insgesamt. Über die Struktur und vor allem die Effekte der Zeitarbeit gibt es eine rege und kontrovers geführte Diskussion, nicht nur in NRW. Für eine arbeitsmarktpolitische Bewertung der Zeitarbeit im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW mit seiner spezifischen Wirtschaft- und Beschäftigtenstruktur bedarf es einer soliden Datenbasis.>> Im Rahmen der Studie sollen vor dem Hintergrund der gesetzlichen Änderungen zur Arbeitnehmerüberlassung folgende Punkte analysiert werden:>> - Struktur der Zeitarbeitsunternehmen: Neben der Anzahl und Größe der in Nordrhein-Westfalen tätigen Zeitarbeitsunternehmen sollen Spezifika ihrer Verleihtätigkeit herausgearbeitet werden.>> - Struktur der Zeitarbeitnehmer/innen: Im Mittelpunkt stehen die Qualifikation der Zeitarbeitnehmer/innen, ihr Alter sowie Zugang und Beschäftigungsdauer.>> - Struktur der Entleihunternehmen: An dieser Stelle geht es um Anzahl, Größe und Branche der entleihenden Unternehmen sowie um die Nutzungsintensität von Zeitarbeit.>> - Innerbetriebliche und arbeitsmarktpolitische Effekte der Zeitarbeit: Handelt es sich bei der Zeitarbeit um ein Instrument zur Flexibilisierung des betrieblichen Personaleinsatzes oder zur Substitution von Stammbelegschaften? Darüber hinaus stehen Fragen zur Entgeltgestaltung im Mittelpunkt des Interesses sowie eine Bewertung, inwieweit die Zeitarbeitnehmer/innen qualifikationsgerecht eingesetzt werden und welche berufsbiografischen Folgen sich aus ihrer Tätigkeit in der Zeitarbeit ergeben. Methoden: Der methodische Ansatz beinhaltet einen Mix aus quantitativen und qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung und schließt mit einem Expertenworkshop zur Ergebnisbewertung ab. Folgende Datenquellen / -sätze werden im Rahmen einer Sekundäranalyse ausgewertet: die Statistik der Arbeitnehmerüberlassung der Bundesagentur für Arbeit,
-
Externer Link
Betriebliche Personalpolitik bei technologischem und organisatorischem Wandel (01.04.2007)
Universität Basel, Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum, Abteilung Personal und OrganisationBeckmann, Michael, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation beim ZEWBeschreibung
Im Projekt P1 im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms "Flexibilisierungspotenziale bei heterogenen Arbeitsmärkten" soll an ausgewählten Beispielen aufgezeigt werden, welche Flexibilisierungspotentiale sich heutzutage für Unternehmen ergeben, um auf die stetig ansteigenden Anforderungen an alle Arbeitsmarktakteure und die damit verbundene Heterogenisierung des Arbeitsmarktes reagieren zu können. Die vier Teilprojekte sind dabei:>> a. Betriebliche Arbeitsnachfrage nach qualifizierten Frauen und älteren Arbeitnehmern im technologischen und organisatorischen Innovationsprozess, >> b. Einflussfaktoren und Erfolgswirkungen befristeter Beschäftigungsverhältnisse, >> c. Ansätze zur Sicherung betrieblicher Humankapitalinvestitionen,>> d. Komplementaritäten in der betrieblichen Personalpolitik. >> Alle Teilprojekte stellen konsequente Weiterentwicklungen des derzeitigen Stands der Diskussion dar und sind demnach von hoher wissenschaftlicher, unternehmens- und wirtschaftspolitischer Bedeutung. Methoden: Den theoretischen Ausgangspunkt aller beschriebenen Teilprojekte bildet die moderne Personalökonomie. Der Schwerpunkt der Analyse liegt also auf der Perspektive des Betriebes und damit auf betrieblichen Strategien. Für alle Themenbereiche ist eine empirisch-ökonometrische Analyse vorgesehen, die durch die Verfügbarkeit von Betriebs-, Individual- sowie linked employer-employee-Datensätzen ermöglicht wird. Veröffentlichungen: Mühler, Grit, Michael Beckmann und Bernd Schauenberg (2007), The Returns to Continuous Training in Germany: New Evidence from Propensity Score Matching Estimators, ZEW Discussion Paper No. 07-048, Mannheim., erschienen in: Review of Managerial Science 1(3): 209-235, ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/dp/dp07048.pdf ; Andrea Binz (2007): Einflussfaktoren und Erfolgswirkungen befristeter Beschäftigungsverhältnisse, Dissertation, Kovac: Hamburg, 257 S ; Michael Beckmann, Bernd Schauenberg, Andrea Timmermann (2006): Betriebliche Innovationen und g
-
Externer Link
Die subjektive Erfahrung von Prekarität am Arbeitsplatz und deren Auswirkung auf die sozialisatorische Funktion der Familie (01.04.2007)
Universität Jena, Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und WirtschaftssoziologieDörre, Klaus, Prof. Dr.Quelle: Projekthinweise der Uni JenaBeschreibung
Die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse beschränkt sich nicht mehr allein auf die unqualifizierten Arbeitnehmer, sondern betrifft zunehmend alle Teile der Arbeitsgesellschaft. Die damit verbundenen spezifischen Verhältnisse und Transformationen lassen sich in vielen (wenn nicht zu sagen allen) gesellschaftlichen Subkategorien beobachten. Zusammengefasst wird das Phänomen traditionell als sozialer Wandel bezeichnet.>> Die Dissertation bewegt sich gezielt auf der Mikroebene, d.h. den individuellen Lebensläufen betroffener Personen, und betrachtet die Auswirkungen steigender Unsicherheit auf die sozialisatorische und strukturierende Funktion von Familien im Speziellen. Mittels der sozialwissenschaftlichen Methoden der Fallrekonstruktion und objektiven Hermeneutik liegt der Fokus dabei auf Mittelstandsfamilien mit vorzugsweise pubertierenden bzw. adoleszenten Kindern, die entweder in der kürzeren Vergangenheit oder gegenwärtig mit Prekarität in Berührung gekommen sind. Dabei wird die These vertreten, dass eine alltägliche Entwertung der Vaterfigur durch das außerfamiliale soziale Umfeld bis auf seine spezifische Rolle in der triadischen Familienstruktur rückwirkt und damit drastische Funktionsverluste zur Folge haben kann, welche die familiale Sozialisation des Kindes negativ beeinflussen.
-
Externer Link
Gewerkschaften und Prekarität - eine handlungsorientierte Bestandsaufnahme (27.03.2007)
Deutscher GewerkschaftsbundBeschreibung
Vortrag von Klaus Dörre, Sozialforscher der Uni Jena, auf der DGB-FUB-TUP-Fachtagung „Unsicherheit und Armut trotz Arbeit – Prekäre Beschäftigung und gewerkschaftliche Alternativen“ am 22.03.2007 in Berlin. Seine These: "Prekarität verfestigt sich mehr und mehr zu einer Lebenslage, die sich nicht nur durch materiellen Mangel, Unsicherheit, ungünstige Arbeitsbedingungen und Anerkennungsdefizite, sondern vor allem durch schwindende Möglichkeiten zu einer längerfristigen Lebensplanung auszeichnet."
-
Externer Link
Zeitarbeit: Belebende Tarifkonkurrenz (05.03.2007)
Institut der deutschen Wirtschaft KölnBeschreibung
iwd - Nr. 26 vom 29. Juni 2006: Ein neuer Mindestlohn-Tarifvertrag soll möglicherweise bald für alle inländischen wie ausländischen Zeitarbeitsfirmen gelten. Für viele kleine und mittlere Personaldienstleister würde der damit verbundene Kostenanstieg wohl das Aus bedeuten.
-
Externer Link
Kompetenzentwicklung in befristeten Beschäftigungsverhältnissen (01.03.2007)
Bundesinstitut für BerufsbildungMünchhausen, Gesa, Dr.Quelle: Projektinformation beim BIBBBeschreibung
Das Projekt zielt darauf ab, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich die befristete Beschäftigung auf die Entwicklung der beruflichen Kompetenzen auswirkt. Aufgrund der Zunahme dieser Beschäftigungsform ergibt sich diesbezüglich ein erheblicher Forschungsbedarf. Ziel ist es, die subjektiv wahrgenommen Auswirkungen auf den Kompetenzerwerb von befristet Beschäftigten und "Normalarbeitsbeschäftigten" zu vergleichen.>> Im Projekt werden somit die Möglichkeiten des Kompetenzerwerbs in der Erwerbssituation untersucht. Die dabei u.a. einzubeziehenden Kriterien sind - in Anlehnung an die Verfahren der Arbeits- und Kompetenzanalyse - Tätigkeits- und Handlungsspielräume, Aufgabenvielfalt, Komplexität und Intensität der Arbeit, Karrieremöglichkeiten i.S. von innerbetrieblichen Aufstiegsmöglichkeiten oder einer Anschlussbeschäftigung, Teilhabe an formaler Weiterbildung, soziale Unterstützung und Integration im Betrieb, Entscheidungsbefugnisse, Informationsangebote und Arbeitszufriedenheit und -motivation.>> Es wird eine gleiche Anzahl von befristet sowie von unbefristet Beschäftigten in die Untersuchung einbezogen, um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen. Untersucht werden ausschließlich Probanden, die als Fachkräfte tätig sind, d.h. keine Beschäftigten in unqualifizierten Tätigkeiten und keine Beschäftigten im Hochschulbereich.>> Forschungsfragen:>> - Inwiefern wirken sich die Bedingungen und Besonderheiten der Erwerbsform auf die berufliche Kompetenzentwicklung aus?>> - Gibt es dabei Unterschiede zwischen befristet Beschäftigten und nicht befristet Beschäftigten?>> - Welche individuellen Strategien setzen die Erwerbstätigen zur Sicherung und Entwicklung ihrer beruflichen Kompetenzen ein?>> - Inwieweit bieten sich aus Sicht der befristet Beschäftigten Chancen respektive Risiken für ihre berufliche Kompetenzentwicklung? Methoden: Analysen auf Grundlage der vorhandenen statistischen Daten (Mikrozensus, SOEP und BIBB/BauA-Erhebung) zu den befristeten B
-
Externer Link
Zeitarbeit: Rücksichtsloses Unterbieten - Ausweg Entsendegesetz (27.02.2007)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Böckler Impuls 20/2006: In den untersten Lohngruppen ist Leiharbeit häufig nicht existenzsichernd. Abhilfe schaffen könnte eine Ausweitung des Arbeitnehmerentsendegesetzes auf die Zeitarbeitsbranche, so das Ergebnis eines Gutachtens von Professor Thomas Dieterich.
-
Externer Link
Leiharbeit: Image verbessert, trotzdem Arbeitnehmer zweiter Klasse (27.02.2007)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Böckler Impuls 14/2006: Die Leiharbeitsbranche wächst schnell. Bei Bezahlung, Arbeitsplatzsicherheit, Mitbestimmungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten hinkt sie der übrigen Wirtschaft jedoch hinterher.
-
Externer Link
Zeitarbeit - neu geregelt (22.02.2007)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Informationen der Hans-Böckler-Stiftung im Magazin Mitbestimmung 10/2003.
-
Externer Link
Generation Praktikum: Dauer-Praktikumsplätze können Unternehmen teuer kommen (21.02.2007)
WirtschaftswocheBeschreibung
Uni-Absolventen kennen das Dilemma: Praktika lohnen sich aus finanzieller Sicht kaum. Experten warnen, dass auch Unternehmen draufzahlen, wenn sie qualifizierte Praktikanten nur als billige Arbeitskräfte einsetzen. Denn in solchen Firmen steigt die Gefahr der Vergreisung (Wirtschaftswoche vom 21.02.2007).
-
Externer Link
Ausbildungspotentiale von Zeitarbeitsunternehmen (01.02.2007)
Soziale Innovation GmbHSczesny, Cordula, Dr.Quelle: Projektinformation der Soziale Innovation GmbHBeschreibung
Zunehmend federn Unternehmen Auftrags- und Marktschwankungen durch die temporäre Einstellung von Beschäftigten aus Zeitarbeitsunternehmen ab. Da nicht allein nur niedrigqualifizierte Aufgaben durch Mitarbeiter/innen von Zeitarbeitsunternehmen übernommen werden, ist die Fachkräftequalifizierung in der Zeitarbeitsbranche ein wichtiges Thema. Bislang beteiligen sich die Zeitarbeitsunternehmen jedoch nicht - im Verhältnis zur ihrem Marktvolumen - an der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen. Allerdings gibt es erste Modelle der Verbundausbildung zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Einsatzbetrieben.>> Ziel der Untersuchung ist es zu erkunden, welche Potentiale die Branche der Zeitarbeit bietet, um zusätzliche Ausbildungsplätze in den Ausbildungsberufen bereit zu stellen, die von Zeitarbeitsunternehmen aus fachlichen Gründen nicht bzw. nicht vollständig ausgebildet werden können. Zu prüfen ist, welche Formen der Verbundausbildung für die Branche der Zeitarbeitsunternehmen geeignet sind mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen für die Entwicklung von ordnungspolitischen Rahmenbedingungen für eine Ausbildung im Zeitarbeitsbereich herauszuarbeiten und die Erprobung eines tragfähigen Verbundmodells zu initiieren.>> Dabei werden folgende Teilziele verfolgt:>> - Ermittlung von Ausbildungspotentialen in Zeitarbeitsunternehmen>> - Eignung der Verbundausbildung für das Erschließen von Ausbildungspotentialen in der Zeitarbeit>> - Bestimmung der Grundzüge für ein Modellprojekt zur Ausbildung in Zeitarbeitsunternehmen und Einsatzbetrieben>> - Analyse der förderlichen und hinderlichen betrieblichen und ordnungspolitischen Bedingungen für eine Verbundausbildung im Zeitarbeitsbereich>> - Und Erarbeiten von Handlungsempfehlungen für die Entwicklung von ordnungspolitischen Rahmenbedingungen für eine Ausbildung in der Zeitarbeit: Methoden: - Qualitative Untersuchung zur Operationalisierung des Forschungsgegenstandes und zur Konzipierung der Fragebögen in Form von Expertenges
-
Externer Link
Atypische Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitsvolumen in Kärnten (01.01.2007)
L&R SozialforschungRiesenfelder, AndreasBeschreibung
Erwerbsarbeit unterliegt in den letzten Dekaden vermehrten quantitativen und qualitativen Veränderungen. Neben dem anhaltenden Problem der Erwerbslosigkeit zeichnet sich eine zunehmende "Entgrenzung der Arbeit" bzw. ein Bedeutungsverlust des so genannten Normalarbeitsverhältnisses ab. Vollzeitige, abhängige und unbefristete Arbeitsverhältnisse mit geregelter Arbeitszeit, geregeltem Einkommen und Bestandsschutzgarantien sowie einer häufig damit verbundenen (über-)betrieblichen Interessensvertretung sind zwar nach wie vor die dominierende Beschäftigungsform, haben jedoch in den letzten Jahren zu Gunsten von Arbeitsverhältnissen, die mehr oder weniger von den eben genannten Merkmalen abweichen, an Bedeutung verloren. Diese Abweichungen beziehen sich wesentlich auf die Arbeitszeit, die Kontinuität des Arbeitseinsatzes, den Arbeitsort sowie deren arbeits- und sozialrechtliche Verankerung. Dieser Prozess der Erosion von Normalarbeitsverhältnissen birgt eine Reihe von sozialen Risiken in sich, eröffnet aber auch neue Beschäftigungschancen und individuelle Freiräume. Methoden: Als empirische Datenbasis dienen die administrativen Daten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger. L&R Sozialforschung arbeitet seit mehr als 14 Jahren mit diesen Längsschnittdaten. Tagesgenaue Kalenderdaten gestatten ohne umfangreiche und kostspielige Befragungen ausgefeilte Erwerbskarrierenanalysen auch über größere Zeiträume hinweg. Neben typisierenden Karierrenanalysen können Statuswechselprozesse, Zu- und Abströme in vordefinierte Lagen, Einkommensentwicklungen, räumliche Mobilität, Krankenstandsaufkommen, Verdichtungen von Mehrfacheinkommen, Wiedereinstiegsprozesse, Diskontinuitäten und Aggregate für Gesamtstatistiken aufgearbeitet und dargestellt werden.>> Zusätzlich wird dieser Datensatz mit mehrstufigen Arbeitszeitinformationen zu den Beschäftigungsverhältnissen verknüpft. L&R Sozialforschung wird diese neuen Informationen testen und in die institutseigene Datenbasis integri
-
Externer Link
Organisierung der Unorganisierbaren. Prekäre Beschäftigung und gewerkschaftliche Organisationsstrategien in den USA, Italien und Südkorea. Mitgliedergewinnung - Interessenvertretung - Interessenaggregation (01.01.2007)
Universität Jena, Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und WirtschaftssoziologieDörre, Klaus, Prof. Dr.Quelle: Projekthinweis der Uni JenaBeschreibung
Die Expansion von prekären Beschäftigungsverhältnissen führt zu einer gesellschaftlichen Destabilisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen und setzt die Gewerkschaften unter Druck. Die Verankerung von Interessensvertretungsstrukturen in diesem Bereich ist ihnen bislang nicht gelungen. In den USA, Südkorea und Italien erzielen die Gewerkschaften mit unterschiedlichen, neuen Strategien Organisierungserfolge unter prekär Beschäftigten. Das vorliegende Dissertationsvorhaben will diese gewerkschaftlichen Organisationsstrategien empirisch untersuchen, vergleichen und daraus Anhaltspunkte für die Entwicklung einer erfolgversprechenden Organisierungsstrategie in Deutschland ermitteln. Im Mittelpunkt stehen dabei: 1. Strategien der Mitgliedergewinnung, 2. die Interessenvertretung der prekär Beschäftigten in den Gewerkschaften, 3. die Interessenaggregation von prekär Beschäftigten und Normalbeschäftigten. Dabei sind insbesondere die Schwerpunkte der Gewerkschaften - in den USA der social mov ement unionism-Ansatz (Organizing & Campaigning), in Italien die ausgearbeiteten Service- und Beratungsangebote der Gewerkschaften und in Korea die dynamische Kraft der Selbstorganisation - von Interesse. Folgenden Hypothesen sind forschungsleitend: Die Organisierung von atypisch Beschäftigten ist eine zentrale Bedingung für die Überwindung der gewerkschaftlichen Repräsentationskrise. Dafür ist die Entwicklung von neuen Strategien notwendig, die stärker auf Politisierung und Vernetzung setzen. Der Organisierungserfolg hängt zu einem hohen Maße von der Öffnung der Gewerkschaften und der Überwindung von traditionellen Vorstellungen von kollektiven Interessenlagen ab. Die mit dieser Transformation einhergehenden Herausforderungen an die innergewerkschaftliche Solidarität führen zu einer Neubestimmung des gewerkschaftlichen Selbstverständnisses, welches die Revitalisierungsprozesse der Gewerkschaften entscheidend vorantreibt. Methoden: Die Hypothesen werden anhand von Fallstudien de
-
Externer Link
The impact of new forms of labour on industrial relations and the evolution of labour law in the European Union (01.01.2007)
Institut für Sozialforschung und GesellschaftspolitikFertig, Michael, Dr.Quelle: Projektinformation beim ISG -
Externer Link
Der Arbeit wieder Würde geben (13.12.2006)
Zeitschrift für sozialistische Politik und WirtschaftBeschreibung
Einleitung zum Schwerpunktheft der Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft - spw 149, 2006: "Armut trotz Arbeit ist einer hoch produktiven und reichen Volkswirtschaft unwürdig."
-
Externer Link
Atypical employment and welfare regimes (01.12.2006)
Aalborg University, Centre for Labour Market Research, DenmarkBredgaard, ThomasQuelle: Projektinformation -
Externer Link
Altersteilzeit und Altersversorgung in der Metall- und Elektroindustrie (01.12.2006)
Ifo-Institut für WirtschaftsforschungHofmann, HerbertQuelle: Projektinformation des Ifo-Instituts für WirtschaftsforschungBeschreibung
Der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie hat das ifo Institut beauftragt, die Befragung zur Verbreitung der Altersteilzeit und der Altersversorgung aus dem Jahr 2003 zu wiederholen und zu aktualisieren. Angesicht der Diskussionen um die Altersicherung soll eine Zwischenbilanz bestehender Tarifverträge über altersvorsorgewirksame Leistungen (TV AVWL) sowie zur Entgeltumwandlung und des Vorsorgewerkes MetallRente gezogen werden. Mit den Erhebungsergebnissen sollen die Grundlagen für die Wahl der richtigen Maßnahmen erweitert werden.
-
Externer Link
Prekarisierung der Arbeit auf dem Vormarsch (22.11.2006)
Deutscher Caritasverband e.V.Beschreibung
Zusammenfassung der Studie "CARITAS: Prekäre Arbeitsverhältnisse in der Schweiz. Luzern: Caritas-Verlag 2001, 186 S."
-
Externer Link
Perspektiven für die Generation Praktikum schaffen (22.11.2006)
Bündnis 90 / Die GRÜNEN, BundestagsfraktionBeschreibung
Antrag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 16/3544 vom 22.11.2006)
-
Externer Link
Prekäre Beschäftigung. Handreichungen für die politische Arbeit von Ehrenamtlichen vor Ort (22.11.2006)
Deutscher GewerkschaftsbundBeschreibung
Hintergrundmaterialien und Handlungsvorschläge des DGB, Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt
-
Externer Link
Prekäre Beschäftigung. Zur Transformation des bundesdeutschen Arbeitsmarktes seit 1973 (21.11.2006)
Soziologisches Forschungsinstitut an der Georg-August-Universität GöttingenBeschreibung
Beitrag zum Kolloquium „Transformation der Arbeit in Peripherie und Zentrum“, Universität Hannover, 28.11.2005, von Nicole Mayer-Ahuja, SOFI Göttingen
-
Externer Link
Prekäre Arbeit: Neue Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten für die Interessenvertretung (20.11.2006)
Industriegewerkschaft MetallBeschreibung
Die Arbeitsmappe der IG Metall analysiert zum einen die Arbeits- und Lebensbedingungen prekär Beschäftigter. Zum anderen geht es darum, die Folgen aufzuzeigen, die eintreten werden, wenn Gewerkschaften die zunehmende Prekarisierung und Spaltung von Belegschaften nicht eindämmen.
-
Externer Link
D-A-S-H Dossier Nr. 9: Prekäre Arbeit und Migration (20.11.2006)
Institut für Medienpädagogik in Forschung und PraxisBeschreibung
Vom "Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis" herausgegebene Informationen.
-
Externer Link
Förderschwerpunkte: Erwerbsarbeit im Wandel (09.11.2006)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Informationen zur Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung. Im Schwerpunkt "Erwerbsarbeit im Wandel" wird auch die Ausdifferenzierung der Arbeit durch temporäre und zeitlich reduzierte Beschäftigungsformen untersucht.
-
Externer Link
Prekäre Beschäftigung: Verunsicherung bis in die Mitte (09.11.2006)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Böckler Impuls 17/2006: Unsichere Beschäftigung greift um sich. Doch die "Prekarisierung" nimmt nicht nur immer mehr Erwerbstätigen die Hoffnung auf eine planbare Perspektive. Sie verunsichert auch jene Arbeitnehmer, die noch ein unbefristetes Vertragsverhältnis, ordentliches Einkommen und Kündigungsschutz genießen.
-
Externer Link
Atypische Beschäftigung: Vielfalt in der Arbeitswelt: Immer öfter ohne soziales Netz (09.11.2006)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Böckler Impuls 10/2006: Vollzeit, unbefristet, fest angestellt - das typische Normalarbeitsverhältnis ist immer stärker der Konkurrenz ausgesetzt. Millionen Erwerbstätige arbeiten heute in Teilzeit, Minijobs, befristet, als Leiharbeitnehmer oder selbstständige Miniunternehmer.
-
Externer Link
Atypische Beschäftigung - sozialverträglich oder prekär? (09.11.2006)
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut in der Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Editorial von Berndt Keller und Hartmut Seifert zum Schwerpunktheft 5/2006 der WSI-Mitteilungen
-
Externer Link
Atypische Arbeit: Starkes Segment (09.11.2006)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Böckler-Grafik zur Verteilung atypischer Beschäftigung
-
Externer Link
Praktika gesetzlich regeln (08.11.2006)
Die Linkspartei. PDSBeschreibung
Antrag der Bundestagsfraktion DIE LINKE. (Drucksache 16/3349 vom 08.11.2006)
-
Externer Link
Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen. Ein problemorientierter Ländervergleich Deutschland-Norwegen (01.11.2006)
Universität Duisburg-Essen Campus Essen, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere PersonalwirtschaftTeichler, Ulrich, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation der Uni Duisburg-EssenBeschreibung
Nicht erst seit heute weisen bestimmte Arbeitsverhältnisse im Hochschulbereich - namentlich unter Angehörigen des akademischen Mittelbaus - mangelnde Planungssicherheit auf, etwa wenn befristete Verträge, oftmals ohne Anschlussmöglichkeit, vergeben werden. Darüber hinaus wurden jedoch im Umfeld der hochschulpolitischen Maßnahmen der letzten Jahre Änderungen der Personalstruktur der Hochschulen durchgeführt, die auf eine zunehmende Prekarität der Arbeitsverhältnisse hinauslaufen. Im Rahmen der Einführung der W-Besoldung etwa wurden verschiedene Möglichkeiten zur Vergabe von befristeten oder nicht verbeamteten Stellen auch auf Professorenebene geschaffen.>> Ziel der Dissertation ist es, die Umstellung auf derartige neuartige Beschäftigungsverhältnisse im Hochschulsektor systematisch zu erfassen und die aus diesen veränderten Rahmenbedingungen erwachsenden Konsequenzen für die Betroffenen, aber auch für die als Arbeitgeber auftretenden Institutionen zu analysieren. Die Auswirkungen einer bis in die höheren hierarchischen Positionen des akademischen Betriebes hinein reichenden Unsicherheit der Arbeitsverhältnisse soll zum einen auf der Grundlage von amtlichen Regelungen und Gesetzen diskutiert, zum anderen anhand von Fallbeispielen bzw. Fragebogenerhebungen unter Professoren sowie Vertretern des akademischen Mittelbaus illustriert werden. Durch einen Vergleich mit Norwegen (als Vertreter des vielerorts als vorbildlich angenommenen skandinavischen Bildungssystems) lassen sich die arbeitsmarktspezifischen Probleme des deutschen Hochschulsektors aus internationaler Perspektive einordnen. Methoden: Dokumentenanalyse, offen; Qualitatives Interview; Sekundäranalyse von Aggregatdaten.
-
Externer Link
Prekäre Erwerbsbiographien (01.11.2006)
Hamburger Institut für SozialforschungVogel, Berthold, Dr.Quelle: Projektinformation beim Hamburger Institut für SozialforschungBeschreibung
Die Ausgangsüberlegung des Forschungsvorhabens ist, dass sich in der Neuordnung der sozialen Sicherungssysteme der Abschied von der beruflichen und sozialen Statussicherung als dem zentralen Prinzip wohlfahrtsstaatlicher Gestaltung ankündigt. Das gilt ohnehin für den Bereich der Alters- und Gesundheitsvorsorge, aber auch für das weite Feld staatlicher Arbeitsmarktpolitik. Die bisherigen Befunde des Projekts zeigen, dass die Grenzen zwischen den sicheren und den unsicheren Zonen der Arbeitswelt mehr und mehr an Klarheit verlieren. Die Frage nach der Integrationskraft der Erwerbsarbeit muss daher neu gestellt werden und kann nicht mehr ausschließlich entlang der Schnittstelle "ohne Arbeit" oder "in Arbeit" beantwortet werden. Ein arbeitssoziologisches Denken in Kategorien von "Ausschluss" versus "Zugehörigkeit" scheint den empirischen Realitäten der Arbeitswelt zunehmend unangemessen zu sein. Vielmehr zeigt sich entlang erster Forschungsergebnisse, dass sich eine Grauzone etabliert, in der biographisch verwundbare und brüchige Beschäftigungsformen dominieren. Diese Formen der Erwerbstätigkeit gewähren zwar den Zugang zum Arbeitsleben, aber eben nur periodisch, unregelmäßig und unverbindlich. Die befragten Arbeitskräfte bzw. Leistungsempfänger bewegen sich regelmäßig zwischen Minijobs, Leiharbeit, Praktika, befristeten Tätigkeiten und staatlicher Grundsicherung. Diese Veränderungen fordern das soziologische Denken über die Arbeitswelt heraus. Neue Ungleichheiten werden sichtbar. Eine Zone der Instabilität beginnt sich zu stabilisieren, sie prägt Lebensläufe und verändert Sichtweisen auf die Gesellschaft. Methoden: Das Forschungsvorhaben ist methodisch innovativ und als qualitative Mehrfachbefragung angelegt. Vier Befragungswellen in sieben Untersuchungsregionen sind vorgesehen. Drei "Wellen" sind bislang erfolgreich absolviert. Bislang wurden rund 150 Personen befragt, die sich in prekären, unsicheren und wechselhaften Erwerbssituationen befinden.
-
Externer Link
Gründungszuschuss (24.10.2006)
Bundesministerium für Arbeit und SozialesBeschreibung
Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zurFörderung von Existenzgründungen.
-
Externer Link
Unsicherheit als Lebens-Konstante!? Eine Untersuchung zu den Arbeits- und Lebensbedingungen von Beschäftigten in der Filmbranche (01.10.2006)
Universität Jena, Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und WirtschaftssoziologieDörre, Klaus, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation der Universität JenaBeschreibung
Wie passen sich Filmschaffende an die Arbeitsverhältnisse ihrer Branche an? Berufliche Unsicherheit, hervorgerufen durch atypische Beschäftigungsformen und kurzzyklische Anstellungsverhältnisse, kennzeichnen dieses Arbeitsmarktsegment. Damit besitzt diese Branche Modellcharakter für die gegenwärtigen Arbeitsmarktentwicklungen. Anhand von Fallanalysen mit Beschäftigten verschiedener Bereiche und Hierarchieebenen soll ein Gesamtbild davon entstehen, wer zu welchen beruflichen und privaten Bedingungen an einer Fernsehfilmproduktion beteiligt ist und welche Auswirkungen dies auf die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung hat.
-
Externer Link
Prekäre Beschäftigung und gewerkschaftliche Organisierung am Beispiel Leiharbeit (01.09.2006)
Universität Jena, Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und WirtschaftssoziologieDörre, Klaus, Prof. Dr.Quelle: Projekthinweis der Uni JenaBeschreibung
In diesem Dissertationsvorhaben soll anhand einer empirischen Untersuchung gewerkschaftlicher Organisierungsaktivitäten im Feld prekärer Beschäftigung in Deutschland - und zwar von LeiharbeiterInnen im Organisationsbereich der IG Metall und der Verdi - der Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen der gewerkschaftlichen Organisierung in diesem immer relevanter werdenden Arbeitsmarktsegment nachgegangen werden. Methoden: Qualitative Sozialforschung. Untersuchungsdesign: Querschnitt Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Qualitatives Interview (Stichprobe: 40; Leiharbeiter, Betriebsräte, Gewerkschaftssekretäre; Auswahlverfahren: typische Fälle). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts.
-
Externer Link
Hauptsache Arbeit? Qualitätsdimensionen und Qualitätskriterien von Arbeit aus geschlechterpolitischer Perspektive (01.07.2006)
Universität Marburg, GendA - Forschungs- und Kooperationsstelle Arbeit, Demokratie und GeschlechtGraf, JuliaQuelle: Projektinformation der Uni MarburgBeschreibung
Unter dem Motto "Hauptsache Arbeit" konzentriert sich die aktuelle Arbeits- und Beschäftigungspolitik derzeit in erster Linie darauf, Strategien gegen die Massenarbeitslosigkeit zu entwickeln. Gemäß der Devise "(fast) jede Arbeit ist besser als keine" (Heintze/ Streek 1999: 44) oder auch "Sozial ist, was Arbeit schafft" (Wahlkampfslogan in der Bundestagswahl 2005) liegt der Schwerpunkt der Strategien in der Schaffung von Beschäftigungsverhältnissen, die vielfach im Bereich niedriger Qualifikation und niedriger Entlohnung, prekärer Arbeitsbedingungen und unsicherer Zukunftsperspektiven angesiedelt sind (vgl. Hartzkommission 2002; Koalitionsvertrag 2005). Gleichzeitig vollziehen sich in unterschiedlichen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen der Organisation, Verteilung und Bewertung von Arbeit durchaus disparate und widersprüchliche Prozesse, die seitens der einschlägigen Forschung mit Konzepten wie denen der Subjektivierung oder der Entgrenzung, der Informatisierung oder Informalisierung, der Tertiarisierung bezahlter und der Kommodifizierung ehemals unbezahlter Arbeit erfasst werden. Gelegentlich taucht in diesem Kontext auch der Begriff der Feminisierung der Arbeit auf. Anhaltende Defizite an Gleichstellung und Gleichberechtigung überschneiden sich auf der einen Seite mit der Erweiterung des Möglichkeitsspektrums individueller Lebensplanung und Lebensgestaltung und auf der anderen Seite mit deutlichen Tendenzen zur Prekarisierung des individuellen ebenso wie des gesellschaftlichen Arbeits- und Lebenszusammenhangs. Auch unter geschlechterpolitischen Gesichtspunkten bezieht die Frage nach der Zukunft der Arbeit ihre Komplexität und Unübersichtlichkeit darüber hinaus nicht zuletzt auch aus der Einbindung des gegenwärtigen Wandels der Arbeit in innergesellschaftliche Konfliktdynamiken auf der einen Seite und in den Prozess der europäischen Integration und der Globalisierung auf der anderen Seite. Vor diesem Hintergrund versteht es sich von selbst, dass eine
-
Externer Link
Arbeitnehmerüberlassungsgesetz - Wirkung der unbegrenzten Entleihdauer (22.06.2006)
Deutscher BundestagBeschreibung
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Dr. 16/1926 vom 22. 06. 2006)
-
Externer Link
Working Poor in Western Europe (01.05.2006)
Universität Köln, Zentrum für Empirische Sozial- und WirtschaftsforschungAndreß, Hans-Jürgen, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation bei der Uni KölnBeschreibung
Im Zuge der wohlfahrtsstaatlichen Reformen der letzten Jahre ist Armut von Erwerbstätigen in Deutschland und in anderen europäischen Ländern ein zunehmend breit diskutiertes Thema geworden. Im Ländervergleich sind allerdings auch deutliche Unterschiede im Ausmaß von Armut von Erwerbstätigen festzustellen. Die Frage nach den Ursachen für diese Unterschiede ist der Ausgangspunkt für das Projekt "Working Poor in Western Europe". Grundsätzlich wird argumentiert, dass die Unterschiede im Ausmaß und der Struktur von Armut von Erwerbstätigen eine Folge der unterschiedlichen Ausgestaltung institutioneller Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern sind (soziales Sicherungssystem, Lohnverhandlungssystem, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie). An die Frage nach dem Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen schließt sich eine weitere Frage direkt an, und zwar: Welche Auswirkungen haben Veränderungen in den institutionellen Rahmenbedingungen? Oder anders formuliert: Welche Konsequenzen haben die gegenwärtigen Reformen im Bereich der sozialen Sicherungssysteme und Arbeitsmarktinstitutionen auf die Entwicklung von Armut von Erwerbstätigen? Eine allgemeine Hypothese ist, dass die gegenwärtigen Veränderungen eine Verschiebung von nichterwerbstätigen zu armen Erwerbstätigen bewirken, die als trade-off zwischen Armut und Beschäftigung interpretiert werden kann.>> Die Beantwortung der Fragen des Projekts beruht auf einem breiten Ländervergleich. Dabei wird eine quantitativ ländervergleichende mit einer eher fallvergleichenden Perspektive kombiniert. Für den quantitativen Ländervergleich werden harmonisierte Massendatensätze genutzt (Europäisches Haushaltspanel - ECHP, EU-Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen - SILC), die den Zeitraum seit 1994 abdecken. Diese Analysen werden durch eine Reihe von Länderstudien ergänzt. Im Rahmen des Projekts wurde ein Netzwerk von Wissenschaftlern aus acht europäischen Ländern aufgebaut, die jeweils für ihr eigenes Land
-
Externer Link
Gesetz zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung durch ein "Saison-Kurzarbeitergeld" (16.03.2006)
Bundesministerium für Arbeit und SozialesBeschreibung
Information des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 16.03.2006
-
Externer Link
Gesetz zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung (20.02.2006)
Arbeitnehmerkammer BremenBeschreibung
Das Angebot der Arbeitnehmerkammer Bremen in der Rubrik Sozialpolitik enthält den Gesetzentwurf, Stellungnahmen von Verbänden und Sachverständigen sowie das Plenarprotokoll der 1. Lesung.
-
Externer Link
Saison-Kurzarbeitergeld: Warmer Regen bei Frost (02.02.2006)
Institut der deutschen Wirtschaft KölnBeschreibung
iwd-Beitag in Nr. 5 vom 02.02.2006: Das Arbeitsministerium plant eine neue Sozialleistung: das Saison-Kurzarbeitergeld. Danach sollen alle Arbeitnehmer – und nicht nur wie bisher Bauarbeiter – vom Arbeitsamt Geld bekommen, wenn Väterchen Frost zum Müßiggang zwingt.
-
Externer Link
Evaluation "Haushaltsnahe Dienstleistungen" (Die Alltagsengel) (01.02.2006)
Ifo-Institut für WirtschaftsforschungWerding, Martin, Dr.Quelle: Projektinformation des Ifo-InstitutsBeschreibung
Innerhalb des Projekts "Haushaltsnahe Dienstleistungen“, welches die Randstad GmbH & Co. KG im Auftrag der Stadt Wiesbaden in den Jahren 2006 und 2007 durchführt, werden von der Kommunalen Arbeitsverwaltung der Stadt Wiesbaden (KommAV) und der Randstad GmbH & Co. KG ausgewählte Langzeitarbeitslose nach Durchlauf eines zweiwöchigen Berufsorientierungstrainings über einen Zeitraum von vier Wochen durch einen externen Bildungsträger für eine Beschäftigung in privaten Haushalten geschult. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Schulung bekommen die Langzeitarbeitslosen einen auf 12 Monate befristeten Arbeitsvertrag bei der Randstad GmbH & Co. KG und werden dann von dieser - mit finanzieller Förderung durch die Stadt Wiesbaden - zu marktgerechten Stundenverrechnungssätzen in diverse haushaltsnahe Dienstleistungen überlassen. Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung hat sich in diesem Zusammenhang vertraglich dazu verpflichtet, in Zusammenarbeit mit den oben genannten Parteien für die Randstadstiftung eine wirtschaftswissenschaftliche Evaluierung des beschriebenen Projekts "Die Alltagsengel“ durchzuführen. Methoden: Die Evaluation der Fördermaßnahme soll auf einem Kontrollgruppen-Ansatz basieren, wobei die Kontrollgruppe, bestehend aus nicht in ähnlicher Weise geförderten Langzeitarbeitslosen, mit Hilfe geeigneter ökonometrischer Verfahren, die dem Stand der einschlägigen Forschung entsprechen, rekonstruiert werden muss. Im Rahmen datenschutzrechtlicher Bestimmungen sollen vorhandene Daten zu sozioökonomischen Charakteristika der Projekt-Teilnehmer und anderer, durch die Stadt Wiesbaden betreuter Langzeitarbeitsloser, genutzt werden.
-
Externer Link
Teilzeit – Alles, was Recht ist (23.01.2006)
Bundesministerium für Arbeit und SozialesBeschreibung
Ratgeber des Bundesarbeitsministeriums über rechtliche Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Aktualisierte Neuauflage August 2006
-
Externer Link
Eigensinnige Kunden. Der Einfluss strenger Zumutbarkeit auf die Erwerbsorientierung Arbeitsloser und prekär Beschäftigter - ein interregionaler Vergleich (01.01.2006)
Universität Jena, Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und WirtschaftssoziologieDörre, Klaus, Prof. Dr.Quelle: ProjektflyerBeschreibung
Im Projekt wird die Transformation subjektiver Erwerbsorientierungen in den unteren Segmenten der Arbeitsgesellschaft im Zuge einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik untersucht. Im Mittelpunkt stehen die Wechselbeziehungen zwischen solchen Orientierungen bzw. Handlungsstrategien der betroffenen Personen und den Aktivierungsdiskursen sowie Instrumenten und Maßnahmen des Forderns und Förderns. In der ersten Projektphase liegt der Fokus auf folgenden Fragestellungen: Wie setzen sich die Adressaten einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik mit den veränderten, strengeren Anforderungen auseinander? Führt diese Auseinandersetzung zu Veränderungen von vorhandenen Erwerbsorientierungen? Warum orientieren sich bestimmte Gruppen weiter am ersten Arbeitsmarkt, während andere sich in Prekarität und Ausgrenzung einzurichten beginnen? Anders als die dezidiert effizienzorientierte Evaluationsforschung soll diese Transformation aus der Perspektive der Adressaten aktivierender Arbeitspolitik rekonstruiert werden. Methoden: Den Forschungsfragen wird in einem interregionalen Vergleich nachgegangen, in dessen Zentrum mögliche Ost-West-Differenzierungen stehen. Den Beginn der empirischen Untersuchung bilden die Analysen der je spezifischen Arbeitsmarktpolitik in den Regionen Bremen/ Bremerhaven und Jena/ Saale-Orla-Kreis. Dazu werden im Herbst/ Winter 2006 etwa 20 Experteninterviews mit relevanten Akteuren der arbeitsmarktpolitischen Praxis durchgeführt. Ausgehend von den regionalen Fallstudien wird eine qualitative Befragung von Adressaten der jüngsten Arbeitsmarktreformen in den Untersuchungsregionen Bremerhaven und Jena konzipiert. Geplant ist, dass im Winter 2006/2007 insgesamt mit etwa 60 bis 70 Langzeitarbeitslosen, "aktivierten" Arbeitslosen und Niedriglohnbeziehern leitfadengestützte Interviews vor Ort durchgeführt werden. In einer zweiten Projektphase ist eine Wiederholungsbefragung der Adressaten und die Ausweitung des interregionalen Vergleichs geplant. Zugleich soll das
-
Externer Link
Praktika und prekäre Beschäftigung nach dem Studium. Eine Studie zur "Generation Praktikum" (01.01.2006)
Freie Universität Berlin, Fachbereich Politik- und SozialwissenschaftenGrühn, Dieter, Dr.Beschreibung
Ziel der Studie ist die Erfassung und Aufbereitung von sogenannten prekären Beschäftigungsformen und "Praktikalaufbahnen" von Hochschulabsolventen. Häufig steht hier nicht die Qualifizierung im Vordergrund, sondern die kostengünstige Beschäftigung. Dieser "Übergangsarbeitsmarkt" zeichnet sich durch ein hohes Qualifikationsniveau, flexibelste und mobilste Arbeitszeiten und niedrige Entlohnung aus.>> Fragestellungen: Führen Männer und Frauen sowie Absolventen verschiedener Studienfachrichtungen gleichermaßen Praktika nach dem Studium durch? Wie lange dauern diese Praktika und wie viele werden ggf. absolviert? Hat das Phänomen in den vergangenen Jahren tatsächlich an Bedeutung gewonnen? Wie viele Arbeitgeber hatten bzw. wie viele Phasen freiberuflicher oder selbstständiger Tätigkeit und von Arbeitslosigkeit durchlebten die Absolventen bisher? Gefragt wurde auch, welche Bedeutung selbstständiges Arbeiten, Arbeitsplatzsicherheit, hohes Einkommen, Karriereaussichten haben. Methoden: Das Hauptaugenmerk lag auf der quantitativen Erfassung von Praktika nach dem Studium und auf deren Bewertung durch die Absolventen. Thematisiert wurden zudem die Phase vom Ende des Studiums bis zum Befragungszeitpunkt und die Beschäftigungssituation der Absolventen dreieinhalb Jahre nach dem Abschluss. Schriftlich befragt wurden im Herbst 2006 Absolventen, die in Berlin oder Köln im Frühjahr 2003 ihr Studium abgeschlossen haben. Die Ausgangsgrundgesamtheit betrug etwa 2600 Studierende. Bezogen auf die Studierenden, deren Adressen ermittelt werden konnten, betrug die Rücklaufquote ca. 30 Prozent. Über 500 Fragebögen konnten ausgewertet werden. Veröffentlichungen: Grühn, Dieter ; Hecht, Heidemarie (2007): Generation Praktikum. Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen / DGB-Bundesvorstand, Bereich Jugend (Hrsg.), Berlin, 34 S., http://www.boeckler.de/pdf_fof/S-2006-861-3-1.pdf
-
Externer Link
Neue Selbstständige in Wien. Beschäftigungsentwicklung, Erwerbsdaten und Unterstützungsbedarf (01.01.2006)
L&R SozialforschungEnzenhofer, EdithQuelle: Projektinformation der L&R SozialforschungBeschreibung
Zum Wirtschaftsbereich der Neuen Selbstständigen in Wien liegen bereits repräsentative Ergebnisse vor, was Soziodemographie, Einkommen, Arbeitsbelastung, Lebenslagen und Erwerbssituation dieser Personen betrifft. Wenig beleuchtet sind allerdings noch die Beschäftigungswirkung durch diese Erwerbsform, die Nachhaltigkeit der Gründungsprozesse und der Bedarf an Unterstützung bzw. Hilfestellung, der bei der Gründung von Betrieben durch Neue Erwerbstätige entsteht. Auch existieren zurzeit lediglich bundesweite Daten zur Unternehmensgröße und den Branchen der Neuen Selbstständigen. Die vorliegende Studie zielt darauf ab, diese Lücken zu schließen. Im Rahmen einer repräsentativen Befragung von Neuen Selbstständigen in Wien werden die fehlenden Spezifika herausgearbeitet und vor dem Hintergrund der Ergebnisse einer Vergleichsgruppenbefragung von Mikro- und Kleinbetrieben aus dem Bereich der gewerblichen Wirtschaft analysiert. Veröffentlichungen: Enzenhofer, Edith ; Riesenfelder, Andreas ; Wetzel, Petra (2006): Neue Selbstständige in Wien. Beschäftigungsentwicklung, Erwerbsdaten und Unterstützungsbedarf, Wien, 87 S., http://www.lrsocialresearch.at/files/EB_L&R_Sozialforschung_Neue_Selbststaendige_Wien_(15).pdf
-
Externer Link
Die Flexibilisierung europäischer Arbeitsmärkte: Verbreitung und Konsequenzen atypischer Beschäftigung (01.01.2006)
Universität Mannheim, Mannheimer Zentrum für Europäische SozialforschungGiesecke, Johannes, Dr.Quelle: Projektinformation des MZESBeschreibung
Im Rahmen dieses Projekts soll ein möglichst umfassender Blick auf den Verbreitungsgrad sowie die Folgen so genannter "atypischer" oder "flexibler" Beschäftigungsverhältnisse in europäischen Arbeitsmärkten geworfen werden. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei die drei quantitativ bedeutsamsten Formen atypischer Beschäftigung in Europa: die Teilzeitbeschäftigung, die Zeitarbeit sowie die befristete Beschäftigung. Für diese Beschäftigungsformen soll untersucht werden, welche Auswirkungen sie auf Ausmaß und Struktur sozialer Ungleichheit haben können. Dazu sind sekundäranalytische Auswertungen bereits existierender Datenbestände geplant, die es erlauben, neben einem zeitlichen Vergleich des Anteils atypischer Beschäftigung am gesamten Beschäftigungsvolumen auch deren Effekte auf wichtige Indikatoren sozialer Ungleichheit wie z.B. das Arbeitseinkommen oder die Stabilität der Erwerbskarriere zu untersuchen. Die komparative Perspektive des Projekts ermöglicht es dabei, die spezifische Wirkung unterschiedlicher institutioneller sowie struktureller Rahmenbedingungen von Arbeitsmärkten zu berücksichtigen, wodurch ein breiterer Blickwinkel auf die Relation zwischen Arbeitsmarktflexibilisierung und Veränderungen im System sozialer Ungleichheit eröffnet wird. Geographischer Raum: Westeuropa Methoden: Datenart: European Labour Force Survey, European Community Household Panel Veröffentlichungen: Michael Gebel, und Johannes Giesecke (2008): Labour Market Flexibility and Inequality: The Changing Risk Patterns of Temporary Employment in Germany. Arbeitspapier des Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung Nr. 112, Mannheim, http://www.mzes.uni-mannheim.de/publications/wp/wp-112.pdf
-
Externer Link
Was ist gute Arbeit? Anforderungen an den Berufseinstieg aus der Sicht der jungen Generation (01.01.2006)
Internationales Institut für empirische SozialökonomieKistler, Ernst, Prof. Dr.Beschreibung
Es gibt eine Vielfalt von Anzeichen dafür, dass die Berufseinstiege junger Menschen in den letzten Jahrzehnten schwieriger und für einen steigenden Anteil der Betroffenen auch prekärer geworden sind. Die vorliegende Empirie dazu ist aber sehr heterogen und auch nicht widerspruchsfrei. Die Palette der einschlägigen Debatten reicht von den Schwierigkeiten von Ausbildungsabsolventen "an der zweiten Schwelle" bis zur umstrittenen Frage, ob es, vor allem bei Hochschulabsolventen, eine "Generation Praktikum" gibt.>> Im Rahmen des Projekts reanalysiert das Internationale Institut für Empirische Sozialökonomie, INIFES gGmbH in Stadtbergen die BAuA/INQA-Erhebung "Was ist gute Arbeit?"(Der Bericht zu dieser 2004 durchgeführten großen Repräsentativerhebung unter Erwerbstätigen ist als Band 19 der INQA-Schriftenreihe erschienen (ISBN 3-86509-544-5)) unter dieser spezifischen Themenstellung. Ergänzend dazu werden>> - weitere vorliegende Datenquellen (z. B. Sozioökonomisches Panel, Mikrozensus, IAB-Betriebspanel) sekundäranalytisch einbezogen und>> - eine zusätzliche repräsentative telefonische Befragung von 18- bis 35-Jährigen, die ihre Ausbildung, ihr Studium bereits abgeschlossen haben, ausgewertet. Die Befragung wird von TNS Infratest Sozialforschung, München durchgeführt.>> In der Primärerhebung wie in den Sekundäranalysen geht es um eine detaillierte Untersuchung der Verbreitung und Entwicklung der Beschäftigungsverhältnisse vor dem/beim Berufseinstieg. Analysiert werden Mehrfachbetroffenheiten mit atypischer Beschäftigung sowie Motive und speziell die Inhalte, Formalia und Folgen atypischer Beschäftigung. Die erlebte Arbeitsqualität und die Bewertung der Wege des Berufseinstiegs aus erwerbsbiographischer Perspektive, z. B. hinsichtlich Kompetenzerwerb, Berufschancen etc., werden einbezogen. Veröffentlichungen: Fuchs, Tatjana ; Ebert, Andreas (2008): Was ist gute Arbeit? Anforderungen an den Berufseinstieg aus Sicht der jungen Generation. Ergebnisse einer repr
-
Externer Link
Studie zur Arbeitskräfteüberlassung in Österreich (01.01.2006)
L&R SozialforschungRiesenfelder, AndreasQuelle: Projektinformation der L&R SozialforschungBeschreibung
Grundlagenstudie zur Erforschung der Arbeitskräfteüberlassung bzw. Zeitarbeit in Österreich. Forschungsschwerpunkte: Erwerbskarrieren von ZeitarbeiterInnen auf Basis von Längsschnittdatenauswertungen für die Jahre 1995 bis 2006; Arbeitszufriedenheit mit Zeitarbeitsverhältnissen; Zeitarbeit als Übergangserwerb; Zeitarbeit als Einstiegsphänomen; Vor- und Nachteile der Zeitarbeit aus Sicht der betroffenen ArbeitnehmerInnen; Zeitarbeit aus Sicht der Beschäftigerbetriebe; Zeitarbeit aus Sicht des Arbeitsmarktservice Österreich (Nachhaltigkeit, Zusammenarbeit, Stellenwert der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung); Vergleichende Längsschnittanalysen zur Gegenüberstellung von Vermittlungseffekten von einerseits Personen, welche in Zeitarbeit vermittelt werden und andererseits Personen, welche in Standardbeschäftigung vermittelt werden; Analyse der Saisonarbeitslosigkeit von ZeitarbeiterInnen
-
Externer Link
Möglichkeiten und Risiken der tarifvertraglichen Unterstützung kollegialer Arbeitnehmerüberlassung (01.01.2006)
Universität Bochum, Lehrstuhl Organisationssoziologie und MitbestimmungsforschungHertwig, MarkusBeschreibung
Einige Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände haben Tarifverträge zur kollegialen, nicht gewerbsmäßigen Überlassung von Arbeitnehmern abgeschlossen. Ein wichtiges Ziel dieser Instrumente ist es, die Personalkapazitäten eines Unternehmens an die Auftragslage anzupassen. Während manche Unternehmen über einen erhöhten Personalbedarf verfügen, der durch Überstunden, Leiharbeit oder (befristete) Neueinstellungen bewältigt werden muss, können andere einen Nachfragerückgang nur über Kurzarbeit oder im Extremfall Entlassungen bewältigen. Die Arbeitnehmerüberlassung stellt dabei ein Instrument dar, welches den Flexibilisierungsbedarf sowohl von Unternehmen mit hoher als auch von solchen mit geringer Auslastung zeitweise abdecken kann.>> Das Forschungsprojekt hat die Frage nach den Chancen und Risiken der kollegialen Arbeitnehmerüberlassung auf Basis tarifvertraglicher Regelungen untersucht. Ein Ziel bestand darin, Probleme der praktischen Umsetzung sowie den möglichen Verbesserungsbedarf zu eruieren.>> - Welche positiven und negativen Erfahrungen haben Betriebe mit dem Instrument gemacht? Wie wird es von den betroffenen Beschäftigten eingeschätzt?>> - Welche Chancen und welche Risiken und Probleme birgt das Instrument? Welche tarifvertraglichen Elemente sind hinderlich, welche förderlich?>> - Trägt die Arbeitnehmerüberlassung zu einer ökonomischen Stabilisierung der Betriebe bei?>> - Wird der tarifvertraglich regulierte Beschäftigtenaustausch als praktikable Alternative zu anderen Konzepten zur Verbesserung der Personaleinsatzflexibilität, z.B. zu innerbetrieblicher Flexibilisierung und herkömmlicher Leiharbeit, angesehen? Methoden: Die Nutzungsweisen, betriebs- und personalspezifischen Problemlagen wurden mit Hilfe problemzentrierter Experteninterviews mit Betriebspraktikern untersucht. Dabei wurde sowohl die Sichtweise des Unternehmens bzw. der Geschäftsleitung als auch die der Beschäftigten und berücksichtigt. Es wurden Betriebe in drei Regionen (Chemnitz,
-
Externer Link
Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien (01.09.2005)
abif - analyse beratung und interdisziplinäre forschungSteiner, KarinBeschreibung
Aktuelle Forschungsbefunde liefern Hinweise darauf, dass es derzeit im gesamten Bundesgebiet zu einer starken Erosion von Normalarbeitsverhältnissen kommt. Dieser Prozess birgt eine Reihe von sozialen Risiken in sich, eröffnet aber auch neue Beschäftigungschancen und individuelle Freiräume. Auf Grund der Konzentration der neuen Formen der Beschäftigung auf den urbanen Bereich stellt sich demnach besonders für Wien die Frage, welche aktuellen Entwicklungen in diesem stetig wachsenden Sektor des Beschäftigungssystems vorliegen und welche sozialen und wirtschaftlichen Implikationen damit zu verbinden sind. Ein besonderes Interesse in diesem Zusammenhang kommt auch den Technologiesektoren, dem Cluster der Creative Industries sowie dem Sektor der unternehmensbezogenen Dienstleistungen als Schwerpunktfeld der Wiener Wirtschaftspolitik zu. Methoden: Vor diesem Hintergrund wird im Projekt ein allgemeiner Überblick zu bestehenden Forschungsergebnissen und Daten gegeben. Basierend auf aufbereiteten Längsschnittdaten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger wird für das Bundesland Wien als auch für ganz Österreich der aktuelle Status Quo an neuen Erwerbsformen wiedergegeben sowie deren Entwicklung und zukünftige Trends beschrieben. Weiters wird eine repräsentative Befragung in Wien bei neuen Erwerbsformen durchgeführt, im Zuge derer 800 Personen befragt werden. Die durch die Datenanalyse und quantitative Befragung entstehende Typologie an neuen Erwerbsformen wird durch qualitative Daten aus acht Fallstudien in Unternehmen, in denen 28 Interviews mit Personalverantwortlichen und Beschäftigten durchgeführt werden, ergänzt. Veröffentlichungen: Kaupa, Isabella / Kein, Christina / Kreiml, Thomas / Riesenfelder, Andreas / Steiner, Karin / Weber, Maria / Wetzel, Petra (2006): Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufsperspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien, Kurzbericht, Wien, http://www.abif.at/deutsch/download/Files/Neue_Erwerbsformen_Wien_Kurzbericht.pdf ;
-
Externer Link
Arbeiten, Lernen und Weiterbildung in der Zeitarbeit - eine Befragung von Zeitarbeitnehmern in Deutschland (01.06.2005)
Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Psychologie, insb. Wirtschafts- und SozialpsychologieMoser, Klaus, Prof. Dr.Beschreibung
Im Rahmen einer kombinierten Offline- und Online-Fragebogenuntersuchung wurden im August/Sept. 2005 deutschlandweit 433 Zeitarbeitnehmer/innen zu ihren aktuellen Tätigkeiten im Einsatzunternehmen sowie den Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Zeitarbeit befragt. Die Stichprobe der Untersuchung kann hinsichtlich der Tätigkeitsgebiete, des Einsatzstatus, der soziodemographischen Merkmale sowie der regionalen Verbreitung der Zeitarbeitnehmer/innen als eine gute Annäherung an die Grundgesamtheit der Zeitarbeitnehmer in Deutschland gelten. Es zeigen sich deutliche Unterschiede im Lernpotential und der Persönlichkeitsförderlichkeit der Einsatztätigkeiten im Hinblick auf die Variabilität, den Handlungsspielraum, die Komplexität sowie den Arbeitsbelastungen in Abhängigkeit vom Tätigkeitsbereich, dem Einsatzstatus und dem beruflichen Hintergrund der Zeitarbeitnehmer/innen. Allgemein wurde gefunden, dass Zeitarbeitnehmer/innen kaum Zugang zu formalen Weiterbildungsangeboten erhalten, weder durch die Zeitarbeits- noch durch die Einsatzunternehmen. Der informelle Lerngewinn im Rahmen der Beschäftigung als Zeitarbeitnehmer/in wird dagegen als hoch eingeschätzt, wobei die Arbeitnehmer/innen den Lerngewinn vor allem in einem Erfahrungszuwachs sehen und weniger in der Vertiefung von fachlichen Fertigkeiten. Der Lerngewinn wird sowohl durch den Einsatzstatus als auch durch den beruflichen Ausbildungshintergrund der Zeitarbeitnehmer/innen beeinflusst. Zeitarbeitnehmer/innen, die als ungelernte Hilfskräfte eingesetzt werden, erleben den geringsten Lerngewinn. Ähnliche Ergebnisse fanden sich mit Blick auf den beruflichen Ausbildungshintergrund. Diejenigen, die eine Berufsausbildung abgeschlossen hatten, profitierten am meisten von der Zeitarbeit. Diejenigen mit geringerer Qualifizierung - aber auch jene mit sehr hoher Qualifizierung - profitierten weniger. Neben den Arbeitsplatzmerkmalen hing der subjektive Lerngewinn der Zeitarbeitnehmer/innen entscheidend von ihrer jeweili
-
Externer Link
Arbeit unter Marktdruck? Neue Steuerungsformen und Leistungspolitik (01.04.2005)
Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, MünchenSauer, Dieter, Prof.Dr.Beschreibung
Die Forderung nach mehr Wettbewerbsfähigkeit und mehr Leistung betrifft heute fast alle gesellschaftlichen Bereiche. Gleichzeitig verändert sich das Leistungsverständnis grundlegend: Traditionelle Leistungsmaßstäbe wie Aufwand, Anstrengung und Arbeitszeit verlieren an Bedeutung - stattdessen vergrößert sich der Einfluss neuer Leistungsmaßstäbe, die Leistung einzig nach dem Ergebnis und dem Erfolg am Markt bewerten.>> Das Forschungsprojekt untersucht den Wandel von Leistungsanforderungen und Leistungsbedingungen von Mitarbeitern vor dem Hintergrund neuer marktorientierter Steuerungsformen. Es fragt nach Entwicklungen des Leistungsverständnisses, die generelle gesellschaftliche Bedeutung haben, und nach deren Folgen für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter sowie für die arbeitspolitischen Akteure.>> Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Mitarbeiter. Die Einführung und die Umsetzung neuer Steuerungsformen erfordert die Einbeziehung ihrer individuellen Erfahrungen, Kompetenzen und Bedürfnisse. Die Motivation und Orientierung der Mitarbeiter an Leistung und Erfolg ist bestimmend für die Unternehmenskultur und für den Unternehmenserfolg. Moderne Unternehmenskonzepte konfrontieren die Mitarbeiter möglichst unmittelbar mit den Anforderungen von Kunden und Märkten - sie sollen "unternehmerisch" denken und handeln. Diese Marktorientierung wird durch unterschiedliche arbeitszeit- und leistungspolitische Konzepte in die Unternehmen implementiert, die von variablen Entgeltmodellen und Zielvereinbarungen bis hin zu Vertrauensarbeitszeitmodellen reichen. Für die Praxis setzen hier zentrale Fragen an:>> - Wie und mit welcher Dynamik setzen sich branchen- und betriebsspezifisch die neuen Steuerungsformen durch? Welche Umsetzungsschwierigkeiten und Erfolgschancen gibt es für Unternehmen?>> - Wie kommen die Mitarbeiter damit zurecht? Verändert sich ihre Leistungsorientierung und Wahrnehmung von Leistungsgerechtigkeit? Wie kann eine Balance zwischen Förderung und Über
-
Externer Link
Beschäftigungsdynamik und heterogene Arbeitsverhältnisse: Untersuchungen zur Arbeitsmarktsegmentierung auf betrieblicher Ebene (01.04.2005)
Zentrum für Europäische WirtschaftsforschungFranz, Wolfgang, Prof. Dr. Dr.Quelle: Projektinformation beim ZEWBeschreibung
Das Teilprojekt P7 im Rahmen des Gesamtprojekts "Flexibilisierungspotenziale bei heterogenen Arbeitsmärkten" soll bei der Erklärung helfen, warum Arbeitnehmer innerhalb desselben Betriebes unterschiedliche Beschäftigungsdauern realisieren. Neben herkömmlichen, vor allem aus Such- und Matching-Modellen sowie aus der Humankapitaltheorie abgeleiteten Ansätzen wird dabei auch der empirische Stellenwert der neueren Theorien der Arbeitssegmentierung ins Blickfeld gerückt. Dabei soll bestimmt werden, in welchem Maße kurzfristige und langfristige Beschäftigungsverhältnisse auf betrieblicher Ebene miteinander koexistieren und ob sich dieses Nebeneinander auf bestimmte Segmente des Arbeitsmarkts konzentriert. Nicht zuletzt soll das Projekt helfen, die Rolle von Institutionen bei der Teilung der Arbeitswelt in geschützte und instabile Bereiche zu ermitteln.>> In der ersten Projektphase wurden auf der Basis eines Linked-Employer-Employee-Datensatzes die betrieblichen und individuellen Determinanten des Abgangs aus Beschäftigungsverhältnissen untersucht. Bei den Abgängen wurde auch zwischen verschiedenen Zielzuständen (anderer Arbeitgeber, Arbeitslosigkeit und Nichterwerbstätigkeit) unterschieden. Die Ergebnisse weisen unter anderem auf einen deutlichen Einfluss bestimmter institutioneller Merkmale für bestimmte Personengruppen hin. Beispielsweise erhöht ein Betriebsrat die Beschäftigungsdauer nur von Arbeitern, nicht jedoch von Angestellten. Auf der Grundlage von Quantilsregressionen zeigt sich ferner, dass sich einige Einflüsse über die Laufzeit des Beschäftigungsverhältnisses abschwächen, andere verstärken.>> In der zweiten Projektphase wurde die Wirkung von Kündigungsschutzregelungen auf individuelle Beschäftigungsdauern sowie der Einfluss von Konjunkturzyklen auf die Beschäftigungsstabilität auf Betriebsebene analysiert. Bei ersterem zeigt sich, dass das Kündigungsschutzgesetz neue Beschäftigungsverhältnisse in kleinen Betrieben stabilisiert. Betrachtet man sich be
-
Externer Link
Chancengleichheitsorientierte Arbeitszeitpolitik in der betrieblichen Praxis: Eine Wirkungsanalyse des Bundeserziehungsgeldgesetzes und des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (01.02.2005)
Universität Duisburg-Essen, Institut für SoziologieKoch, AngelikaBeschreibung
Das Forschungsprojekt untersucht die betriebliche Umsetzung der arbeitszeitpolitischen Neuregelungen des Bundeserziehungsgeldgesetzes und des Teilzeit- und Befristungsgesetzes. Vor dem Hintergrund eines unzureichenden Stellenwerts familien- und gleichstellungsorientierter Maßnahmen auf der betrieblichen Ebene geht es um eine Wirkungsanalyse der neuen Normierungen zur Kombination von Erwerbstätigkeit und Familie. Neben der öffentlichen Kinderbetreuung sowie der sozialen Sicherung in Phasen der Kindererziehung ist die Arbeitszeitpolitik die dritte Komponente, die die Entwicklung des weiblichen Arbeitsangebots institutionell beeinflusst. Zum 1.1.2001 führte der Gesetzgeber Neuregelungen zur gleichzeitigen Kombination von Erwerbstätigkeit und Betreuung ein. Kernstück ist zum einen ein Anspruch auf Arbeitszeitreduzierung innerhalb der Elternzeit, zum anderen ein nicht auf bestimmte Lebensphasen bezogener Anspruch auf Arbeitszeitreduzierung. Ziel der empirischen Untersuchung ist eine Wirkungsanalyse der Neuregelungen auf der betrieblichen Ebene unter dem Gesichtspunkt einer familien- und gleichstellungsorientierten Arbeitszeitpolitik.>> Zentrale Forschungsfragen sind hierbei>> 1. ob und in welcher Form die zur Verfügung stehenden rechtlichen Instrumente von den weiblichen und männlichen Beschäftigten mit Kindern genutzt werden,>> 2. welche Rolle den Personalverantwortlichen und Arbeitnehmervertretungen bei der Implementation zukommt und welche Bedingungen und Faktoren sich in der betrieblichen Praxis auf die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben fördernd oder hindernd auswirken,>> 3. welche Konsequenzen sich aus der Umsetzung der gesetzlichen Normen für die Beschäftigten ergeben,>> 4. ob sich aufgrund der erweiterten Rechtsgrundlagen und der damit verbundenen Erfahrungen neue Wahrnehmungsweisen von erwerbsbezogenen Problemen in der Kombination von Erwerbs- und Kinderbetreuungsarbeit ergeben, die neue Handlungsimpulse zur Folge haben. Methoden: Das Forschung
-
Externer Link
Arbeit und Prekarität. Ermittlung der Regulierungserfordernisse bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen (01.01.2005)
Internationales Institut für empirische SozialökonomieFuchs, TatjanaQuelle: Projektinformation bei der Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Seit den 80er Jahren steigt die Verbreitung von Arbeitsverhältnissen, die mit einem höheren Unsicherheitspotential einhergehen, als das klassische Normalarbeitsverhältnis. Diese - meist atypisch genannten Arbeitsverhältnisse, beispielsweise geringfügige, befristete oder Leiharbeitsverhältnisse - gehen häufig mit einem nicht existenzsichernden oder einem deutlich niedrigeren Einkommen für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit einher. Zudem gelten viele soziale Rechte und Arbeitnehmerrechte nicht oder nur eingeschränkt, z. B. der Kündigungsschutz, der Sozialversicherungsschutz, das Recht auf Mutterschutz und einige Mitbestimmungsrechte. Insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Arbeitslosigkeit bedeutet dies für die Beschäftigten vielfach Unsicherheit bzw. Verunsicherung, faktische Rechtlosigkeit und vor allem keine längerfristige Planungssicherheit für das eigene Leben.>> Die Zielsetzung des Projekts besteht in einer, für die betriebliche Praxis verständlichen, Aufarbeitung des soziologischen und arbeitspsychologischen Forschungsstandes zum Prekaritätspotential von atypischen Arbeitsverhältnissen. In den Blick genommen wird zum einen die besondere Arbeits-, Einkommens- und Lebenssituation von Beschäftigten in atypischen Arbeitsverhältnissen, zum anderen wird nach den möglichen Folgewirkungen (wie Lohndumping, Unsicherheit, Arbeitnehmerrechte, etc.) gefragt. Dieser praxisnahe Forschungstransfer soll eine breite betriebliche Diskussion der Gestaltungserfordernisse neuer Arbeitsformen ermöglichen und Ansatzpunkte für Regulierungsmöglichkeiten benennen. Aus diesem Grund werden die Befunde, wo immer es das vorliegende Datenmaterial zuließ, auf den Organisationsbereich einer Gewerkschaft, nämlich der Industriegewerkschaft Metall, zugespitzt. Am Beispiel der Regulierung von Leiharbeit in Frankreich werden staatliche Regulierungsmöglichkeiten aufgezeigt.>> Ergebnisse: Sowohl die Zahl als auch der Anteil der befristeten, geringfügigen und Leiharbeitsverhältnisse sind -
-
Externer Link
Konsequenzen atypischer Beschäftigung (01.01.2005)
Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Arbeitsmarkttheorie und -politikMühlberger, UlrikeBeschreibung
Dieses Forschungsprojekt untersucht die Dynamik von flexiblen Arbeitsformen (Teilzeit, Geringfügigkeit, Leiharbeit, befristete Beschäftigung) und geht der Frage nach, ob flexible Arbeitsformen ein Instrument darstellen, Individuen langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren bzw. an den Arbeitsmarkt zu binden. Unsere primäre Forschungsfrage zielt auf die Untersuchung ab, ob flexible Arbeitsformen langfristig die Chancen auf eine 'reguläre' Beschäftigung erhöhen.>> Weiters fragen wir, ob Individuen mit flexiblen Arbeitsformen einen geringeren Lohn erhalten, wenn sie auf einen 'regulären' Arbeitsvertrag wechseln als Individuen, die vorher keinen flexiblen Arbeitsvertrag hatten (long-term wage penalties). Anhand von Paneldaten beschäftigen wir uns mit dem Wechsel von Arbeitsverträgen (labour market transitions) - also von flexiblen Arbeitsverträgen zu 'regulären', Arbeitslosigkeit, nicht-Beschäftigung oder zu anderen Arbeitsformen - und mit mittelfristigen Lohnkonsequenzen von Teilzeitarbeitskräften, geringfügig Beschäftigten, LeiharbeitnehmerInnen und befristet Beschäftigten in vier europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, Italien und Großbritannien). Im Gegensatz zu üblichem Forschungsoutput in diesem Bereich gehen wir über eine kurzfristige, cross-sectional Analyse hinaus, um einen komparativen und dynamischen Blick der Konsquenzen von atypischer Beschäftigung zu liefern. Veröffentlichungen: Mühlberger, Ulrike. 2007. Dependent Self-Employment: Workers on the Border between Employment and Self-Employment. Basingstoke: Palgrave McMillan ; Mühlberger, Ulrike (2007): Hierarchical Forms of Outsourcing and the Creation of Dependency, in: Organization Studies, Vol. 28, No. 5, S. 709-727 ; Mühlberger, Ulrike ; Pasqua, Silvia (2006): The "Continuous Collaborators" in Italy. Hybrids between Employment and Self-employment. CHILD Working Paper 10/2006, http://www.child-centre.it/papers/child10_2006.pdf ; Mühlberger, Ulrike ; Pasqua, Silvia (2006): Workers
-
Externer Link
Atypische Erwerbsverläufe und Arbeitsorganisationsformen und ihr Zusammenhang zu wahrgenommenen Fehlbelastungen (01.01.2005)
Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Psychologie, insb. Wirtschafts- und SozialpsychologieMoser, Klaus, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation der Uni Erlangen-NürnbergBeschreibung
Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes steht die Analyse der spezifischen Interaktion von atypischen Erwerbsverläufen, Arbeitsorganisationsformen und die wahrgenommene Fehlbelastung. Atypische Erwerbsverläufe im Sinne wechselnder Tätigkeitsbereiche über das Erwerbsleben hinaus werden für die Erwerbsfähigen zunehmend zur Normalität. Neben wechselnden Tätigkeiten und Arbeitsorten ist auch die vertragsrechtliche Absicherungen der Beschäftigten einem erheblichen Wandel unterworfen. Diese Art der Flexibilität stellt besondere Anforderungen im Sinne des Umgangs mit Unsicherheit. Insbesondere Beschäftigte, die in keiner dauerhaften Bindung zum Unternehmen stehen, sind besonders häufig belastenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt bzw. nehmen die Arbeitsbedingungen als besonders belastend wahr. Im Rahmen des Projektes wird untersucht, welche spezifischen Belastungen sich aus der Unstetigkeit von Erwerbsverläufen ergeben, wie sich bestehende Unsicherheit im Bereich der Arbeitsorganisationsform, wie z.B. die Zeitarbeit, auswirkt und welcher Zusammenhang zu wahrgenommenen Fehlbelastungen besteht. Ziel ist es, ein Methodeninventar zu erstellen, mit dem eine größere Anzahl Beschäftigter unterschiedlicher Beschäftigungsgruppen trennscharf erfasst werden kann. Methoden: Untersuchungsdesign: Querschnitt Erhebungstechniken und Auswertungsverfahren: Qualitatives Interview (Stichprobe: 35). Standardisierte Befragung, schriftlich (Stichprobe: 165). Standardisierte Befragung, online (Stichprobe: 385). Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. Datenbestand: Abgabe nein Veröffentlichungen: Hecker, Dominik ; Galais, Nathalie ; Moser, Klaus (2006): Atypische Erwerbsverläufe und wahrgenommene Fehlbelastungen, Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin FB 1075, Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, 85 S.
-
Externer Link
Niedriglohnstrategien im Hochlohnsektor - Auswirkungen der Europäisierung des Arbeitsmarktes in der deutschen Metall- und Elektroindustrie (01.01.2005)
InterCase BerlinLippert, Inge, Dr.Quelle: Projektinformation der Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung und der Öffnung der Arbeitsmärkte nach Mittel- und Osteuropa setzt sich in den letzten Jahren eine neue Form der Arbeitsmigration durch: die Entsendung von Arbeitnehmern aus MOE-Ländern, die auf Basis von Werkverträgen Dienstleistungen in Deutschland erbringen. Die Studie untersucht diese Prozesse für die Metall- und Elektroindustrie.>> Kontext / Problemlage: Vorreiter der neuen Arbeitskräftepolitik war in der Vergangenheit die Baubranche. Hier wurde aufgrund der hohen Ortsgebundenheit der Produktion bereits früh der Weg beschritten, Arbeitnehmer aus Niedriglohnländern an den "Ort der Produktion" zu bringen. Seit den 1980er Jahren gingen vor allem größere Unternehmen dazu über, Subunternehmer einzusetzen, um Effizienzvorteile aus dem Einsatz von Arbeitskräften aus Mittel- und Osteuropa zu erzielen. Die Folge war, wie allgemein bekannt, ein dramatischer Anstieg der Arbeitslosigkeit verbunden mit massiven Verschlechterungen in den Beschäftigungsbedingungen und einer Flut von Insolvenzen unter deutschen Bauunternehmen. Die Metall- und Elektroindustrie gehörte bislang nicht zu den Vorreitern der Nutzung von MOE-Arbeitskräften. Mit der Einführung der Dienstleistungsfreiheit nehmen die Tendenzen der Fremdpersonalnutzung jedoch auch hier rasch an Bedeutung zu.>> Fragestellung: Die Studie geht der Frage nach, wie sich der Wegfall von Zugangsbeschränkungen zum deutschen Metall- und Elektroarbeitsmarkt und der Abbau von Rechtsvorschriften auf die Beschäftigung von MOE-Werkvertragsarbeitnehmern in der Metall- und Elektroindustrie auswirken, welche Größenordnung diese Beschäftigung bereits erreicht hat, welche Motive die Unternehmen in dieser Hinsicht verfolgen und welche Auswirkungen sich für die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Branche ergeben. Die folgenden Fragestellungen wurden in diesem Zusammenhang genauer untersucht:>> 1. Welche Entwicklungen der Arbeitsmigration aus mittel- und osteuropäischen Ländern la
-
Externer Link
Evaluation der Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission sowie des Zweistufenplans der Bundesregierung, Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1f: Verbesserung der beschäftigungspolitischen Rahmenbedingungen und Makrowirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik (01.09.2004)
Rheinisch-Westfälisches Institut für WirtschaftsforschungBurda, Michael C., Prof. Ph.D.Quelle: RWI-ProjektberichtBeschreibung
Im Rahmen der Evaluierung werden die Wirkungen der Veränderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG), der Reform der Mini- und die der Einführung von Midi-Jobs sowie der erleichterten Befristung von Arbeitsverhältnissen älterer Arbeitnehmer/innen durch die sog. Hartz-Gesetze ermittelt. Dabei wird auch untersucht, ob und inwieweit sich bei Arbeitgebern/innen und Betriebsräten die Akzeptanz von Zeitarbeit erhöht hat. Außerdem sind ein Benchmarking aller 180 Agenturbezirke der Bundesagentur für Arbeit (BA) und makroökonomische Untersuchungen durchzuführen. Bezugszeitraum: A 2003 |99|; E 2006 |99|; Veröffentlichungen: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, Essen (Hrsg.) ; Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik, Köln (Hrsg.) (2006): Evaluation der Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission - Arbeitspaket 1, Modul 1f: Verbesserung der beschäftigungspolitischen Rahmenbedingungen und Makrowirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Endbericht 2006. Teil 1: Verbesserung der beschäftigungspolitischen Rahmenbedingungen, RWI-Projektberichte, 248 S., http://doku.iab.de/externe/2007/k070724p02.pdf ; Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, Essen (Hrsg.) ; Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik, Köln (Hrsg.) (2006): Evaluation der Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission - Arbeitspaket 1, Modul 1f: Verbesserung der beschäftigungspolitischen Rahmenbedingungen und Makrowirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Endbericht 2006. Teil 2: Benchmarking und makroökonomische Analysen, RWI-Projektberichte, 166 S., http://doku.iab.de/externe/2007/k070724p03.pdf ; Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, Essen (Hrsg.) ; Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik, Köln (Hrsg.) (2006): Evaluation der Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission - Arbeitspaket 1, Modul 1f: Verbesserung der beschäftigungspolitischen Rahmenbedingungen und Makrowirkungen der aktiven Arbeitsmar
-
Externer Link
Die Nachfrage nach Personaldienstleistungen im Spannungsfeld von ökonomischen und rechtlichen Determinanten (01.07.2004)
Universität Jena, Fakultät für Sozial- und VerhaltenswissenschaftenAlewell, Dorothea, Prof. Dr.Quelle: ProjektwebsiteBeschreibung
Im Projekt B5 des Sonderforschungsbereichs 580 "Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch. Diskontinuität, Tradition und Strukturbildung" wird die Nachfrage nach Personaldienstleistungen durch Unternehmen untersucht. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen damit die Externalisierung bzw. das Outsourcing von Personalfunktionen sowie die diesen Prozess bedingenden, fördernden oder hemmenden Faktoren. Damit ist ein Feld von hoher arbeitsmarktpolitischer Relevanz angesprochen. Von politischer Seite bestehen massive Hoffnungen, dass eine Stärkung des Personaldienstleistungsmarktes wesentlich zu einer Reduzierung der insbesondere im Osten Deutschlands hohen und verfestigten Arbeitslosigkeit beitragen kann, indem die Matching-Funktion des Arbeitsmarktes über die Arbeitsvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung verbessert, arbeitsplatzschaffende Unternehmensgründungen im Personaldienstleistungsbereich erfolgen und eine Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit gerade auch der in Ostdeutschland zahlreich vorhandenen Klein- und Mittelunternehmen über den Einsatz von Personaldienstleistungen erreicht werden kann. Ob solche politischen Hoffnungen auf einen arbeitsmarktentlastenden Beitrag eines funktionierenden Personaldienstleistungsmarktes berechtigt und die derzeit geplanten und teilweise schon implementierten Änderungen in der diesbezüglichen Gesetzeslage zielführend sind, kann derzeit nicht zuverlässig abgeschätzt werden: Einerseits besteht ein Defizit an leistungsfähigen Theorieansätzen, andererseits liegt empirisches Wissen bislang nur in bruchstückhafter Form vor. Hier setzt das Projekt an.>> Aufgrund der starken Arbeitsmarktungleichgewichte, die sich im Osten Deutschlands noch gravierender zeigen als im Westen Deutschlands, aufgrund der im Durchschnitt stärker kleinbetrieblichen Struktur und der besonderen altersstrukturellen und häufig auch wirtschaftlichen Gegebenheiten sowie dem besonderen personalwirtschaftlichen Erfahrungshintergrund der Betriebe im Ost
-
Externer Link
Neue Selbstständige im europäischen Vergleich. Strukturen, Dynamik, Förderung und soziale Sicherung von neuer selbstständiger Erwerbsarbeit (01.05.2004)
Wissenschaftszentrum Berlin für SozialforschungSchmid, Günther, Prof. Dr.Beschreibung
Für fünf europäische Länder werden auf der Basis von ExpertInneninterviews und Umfragedaten die Struktur der Selbstständigkeit, ihre Dynamik, ihre arbeitsmarktpolitische Förderung sowie die soziale Sicherung von Selbstständigen aufgezeigt. Der Begriff der "neuen Selbstständigkeit" wird aus dem jeweiligen länderspezifischen Verständnis abgeleitet. In der Mehrzahl der europäischen Länder ist seit den 80er Jahren eine Zunahme an selbstständiger Erwerbsarbeit (außerhalb der Landwirtschaft) zu beobachten. In Deutschland ist dies verbunden mit einer wachsenden Zahl von "neuen Selbstständigen", die häufig direkt aus der Ausbildung oder der Arbeitslosigkeit kommen und im Dienstleistungsbereich Klein-Unternehmen mit nur geringem Kapital gründen. Dies geht mit einer stärkeren Arbeitsmarktdynamik einher, so dass häufigere Wechsel in und aus der Selbstständigkeit heraus Bestandteil der Erwerbsbiographien eines wachsenden Teils der Bevölkerung werden. Dadurch ergeben sich neue Herausforderungen für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Es gilt die Ausweitung "prekärer" Selbstständigkeit zu verhindern. Konzepte der sozialen Sicherung müssen sich auf flexible Erwerbsverläufe einstellen, die zunehmend Phasen der Selbstständigkeit aufweisen. Der Schwerpunkt der Analysen richtet sich auf ländertypische Unterschiede der Situation Selbstständiger: Wie gestaltet sich das Ausmaß, die Struktur, die Entwicklung und die Dynamik der Selbstständigkeit in den einzelnen Ländern? Inwiefern ist eine Renaissance der Selbstständigkeit mit einer Zunahme "neuer Selbständigkeit" verbunden? Gibt es im europäischen Vergleich Ansatzpunkte für eine gelungene Ausgestaltung der sozialen Sicherung und weiterer wesentlicher Rahmenbedingungen für die betreffenden Beschäftigtengruppen? Ziel ist es, die Theorie der "Übergangsarbeitsmärkte" um Kenntnisse der Veränderungsdynamik in dem Arbeitsmarktbereich Selbstständigkeit zu präzisieren. Weiterhin soll in europäisch vergleichender Perspektive ein Beitrag zur
-
Externer Link
Global Call Center Survey - Fallstudien Deutschland und Polen (01.04.2004)
Universität Duisburg-Essen, Institut für SoziologieShire, Karen A., Prof. Dr.Beschreibung
Das Projekt ist als internationaler Vergleich angelegt, mit dem ein umfassender Überblick über die Callcenter-Landschaft in verschiedenen Industrie- und Schwellenländern gewonnen werden soll.>> 1. Kontext/ Problemlage: Callcenter haben sich in den letzten Jahren als Schnittstellen zum Kunden quer durch fast alle Branchen und Wirtschaftssektoren verbreitet. Sie stehen beispielhaft für flexibilisierte, IT-gestützte und marktnahe Dienstleistungsarbeit. Durch eine standardisierte Managementbefragung und qualitative Fallstudien erfolgt erstmals eine möglichst umfassende Bestandsaufnahme der Personalpolitik und der Managementpraxis in deutschen und polnischen Callcentern. Im globalen Zusammenhang geht das Projekt der Frage nach, wie Beschäftigtenstruktur, Arbeitsbedingungen, Managementstrategie und wirtschaftlicher Erfolg in Callcentern in verschiedenen Ländern zusammenhängen. Zudem erforschen wir Strukturen von formaler und informeller Interessenvertretung und Beteiligung sowie die Einbindung in regionale Wirtschaftsförderungs- und Netzwerkstrukturen und deren Auswirkungen auf die Arbeit in Callcentern. Die Hans-Böckler-Stiftung finanziert die Teil-Studien für Deutschland und Polen. Weitere Arbeitsgruppen sind an Universitäten in zwanzig weiteren Ländern (u.a. Australien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Indien, Irland, Israel, Japan, Kanada, Korea, den Niederlanden, Norwegen, auf den Philippinen, in Schweden, Südafrika und den USA) angesiedelt, so dass das Projekt ein umfassendes Bild der "Callcenter-Branche" erstellen wird, das unterschiedliche industrialisierte Länder, liberale und regulierte Marktwirtschaften, aber auch Schwellenländer einbezieht.>> 2. Fragestellung: Das Projekt zielt darauf, Erfolg versprechende Konstellationen in den Bereichen der Arbeits- und Technikgestaltung, Personalpolitik, Entlohnung und Interessenvertretung auf betrieblicher Ebene sowie im Ländervergleich zu identifizieren. Außerdem soll aufgezeigt werden, welche Bedingungen zu e
-
Externer Link
Arbeitsmarktflexibilisierung durch Subventionierung der Sozialbeiträge im Niedriglohnbereich - eine Mikrosimulationsstudie für Deutschland (01.01.2004)
Deutsches Institut für WirtschaftsforschungSteiner, Viktor, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation beim DIWBeschreibung
Projekt im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms "Flexibilisierungspotenziale bei heterogenen Arbeitsmärkten": Ziel des Forschungsvorhabens ist die Analyse der Zusammenhänge zwischen Arbeitsmarktflexibilität, geringfügiger Beschäftigung und den institutionellen Voraussetzungen zur Entstehung eines Niedriglohnsektors in Deutschland. In der aktuellen Diskussion wird die Förderung eines Niedriglohnsektors als ein wichtiges Flexibilisierungspotenzial und als eine Voraussetzung für die Verbesserung der Beschäftigungschancen und die Reduktion der Arbeitslosigkeit, insbesondere von gering qualifizierten Arbeitskräften angesehen. Die derzeitigen arbeitsmarktpolitischen Reformen in Deutschland zielen darauf ab, durch Subventionen der Sozialbeiträge von Geringverdienern sowie durch Kürzungen bei den Einkommensersatzleistungen die Anreize zur Aufnahme einer Beschäftigung im Niedriglohnbereich zu verbessern. In diesem Projekt soll untersucht werden, wie sich die aktuellen Reformen auf die Beschäftigungschancen im Niedriglohnbereich auswirken. Dazu wird unser bereits bestehendes Mikrosimulationsmodell für Deutschland (STSM) herangezogen, das ein mikroökonometrisch geschätztes Arbeitsangebotsmodell auf Basis des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP) enthält.
-
Externer Link
Die soziale Absicherung von selbständig Erwerbstätigen (01.01.2004)
Universität Bremen, Zentrum für SozialpolitikFachinger, Uwe, Dr.Quelle: Projektinformation des ZeSBeschreibung
Bei diesem Projekt handelt es sich um die inhaltliche Fortführung der abgeschlossenen Drittmittelprojekte, deren Gegenstand die Alterssicherung von nicht versicherungspflichtigen Selbständigen sowie die Alters- und Krankenvorsorge von Honorarlehrkräften war. Ausgehend von und aufbauend auf den in diesen Projekten erzielten Ergebnissen wird die soziale Absicherung von Selbständigen möglichst umfassend - insbesondere aber für die allgemeinen Lebensrisiken Alter, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Unfall, Erwerbsunfähigkeit Auftragslosigkeit - analysiert. Hierzu gehört neben einer Analyse der den existierenden Sicherungssystemen zugrunde liegenden Zielen, die Untersuchung des materiellen Status quo und die der Wirkungen von Maßnahmen. Dabei geht es nicht nur um die auch für diese Erwerbstätigengruppe sich abzeichnenden Probleme für die existierenden sozialen Absicherungssysteme, bedingt u. a. durch den wirtschaftlich-strukturellen Wandel und die demographische Entwicklung, sondern auch um die Prüfung einer Einführung von Absicherungsformen für die bisher noch in keinem Sicherungssystem erfassten Selbständigen. Veröffentlichungen: Fachinger, Uwe (2007): Neue Erwerbsformen: Herausforderungen für die soziale Sicherung, in: ZeS Report, Jg. 12, H. 1, S. 7-14, http://www.zes.uni-bremen.de/downloads/ZeSReport12007.pdf ; Fachinger, Uwe ; Frankus, Anna (2004): Selbstständige im sozialen Abseits. Eine Konzeptstudie zur Verbesserung der sozialen Absicherung von Honorarlehrkräften und anderen versicherungspflichtigen Selbständigen. Düsseldorf, 96 S. ISBN: 3-935145-90-X. Standort: IAB-96-140-61 BP 138 ; Betzelt, Sigrid Fachinger, Uwe (2004): Selbständige - arm im Alter? Für eine Absicherung Selbständiger in der GRV, in: Wirtschaftsdienst, Jg. 84, H. 6, S. 379-386 ; Fachinger, Uwe ; Oelschläger, Angelika ; Schmähl, Winfried (2004): Alterssicherung von Selbständigen. Bestandsaufnahme und Reformoptionen, Münster: Lit Verlag, 387 S ; Betzelt, Sigrid ; Fachinger, Uwe (2004):
-
Externer Link
Förderung der Kompetenzentwicklung in temporären Erwerbsformen (Zeitarbeit und befristete Beschäftigung) (01.01.2004)
Bundesinstitut für BerufsbildungMünchhausen, Gesa, Dr.Beschreibung
Das Projekt zielt darauf ab, Erkenntnisse im Hinblick auf die Ausgestaltung der Kompetenzentwicklung für Zeitarbeitnehmer/-innen zu gewinnen. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, wie das Lernpotenzial von Veränderungen gezielt zur Kompetenzentwicklung der Erwerbstätigen genutzt werden kann. Eine Untersuchung an der Universität Bielefeld ergab nämlich, dass viele Zeitarbeiter in dem vermeintlichen Schwachpunkt der Zeitarbeit, nämlich den häufigen Wechseln, durchaus gerade einen Vorteil sehen. Denn Wechsel und Veränderungen eröffneten ihnen neue Optionen (vgl. Münchhausen/Wittwer, 2001). Es soll untersucht werden, inwiefern die Zeitarbeit so ausgestaltet werden kann, dass die Beschäftigten sich in der Arbeit qualifizieren können und diese neuen Qualifikationen dann gezielt genutzt werden (z.B. Entwicklung vom Hilfsarbeiter zur Fachkraft). Ziel ist es daher auch, herauszufinden, wie die erworbenen Kompetenzen transparent gemacht werden können, da dies eine zwingende Voraussetzung für ihre Anerkennung ist. In die Untersuchung einbezogen werden dabei des Weiteren geschlechtsspezifische Aspekte bei der Gestaltung von Kompetenzentwicklung sowie die unterschiedlichen Ausgangsqualifikationen der Zeitarbeitnehmer/-innen, die einen entscheidenden Einfluss auf die Frage der Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit haben. Insgesamt werden die erzielten Ergebnisse Ansatzpunkte liefern für die Ausgestaltung der Kompetenzentwicklung für Zeitarbeitnehmer/-innen. Diese können dann als Grundlage dienen für weitere quantitative empirische Erhebungen. Darüber hinaus werden sich transferierbare Ansatzpunkte bieten für andere Erwerbsformen, die mit beruflichen Wechseln und Veränderungen konfrontiert sind, wie die befristete Beschäftigung, die sogenannte neue Selbstständigkeit bzw. die Arbeit in Projekten.>> Im Einzelnen wird folgenden Forschungsfragen nachgegangen:>> - Welche Ansätze oder Instrumente sind empfehlenswert für die Ausgestaltung der Kompetenzentwicklung in der Zei
-
Externer Link
The Institutional Shaping of Employment Change: Non-Standard Employment in Germany and France Compared (01.10.2003)
Universität Bremen, Zentrum für SozialpolitikGottschall, Karin, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation in SOFISBeschreibung
Veröffentlichungen: Gottschall, Karin ; Kroos, Daniela (2007): Self-Employment in Comparative Perspective - General Trends and the Case of New Media, in: Sylvia Walby ; Heidi Gottfried ; Karin Gottschall ; Mari Osawa (Hrsg.), Gendering the Knowledge Economy. Comparative Perspectives. Houndmills/ Basingstoke: Palgrave Macmillan, 163-187 ; Gottschall, Karin ; Kroos, Daniela (2003): Self Employment in Germany and the U.K. Labor Market Regulation, Risk-Management and Gender in Comparative Perspective. ZeS- Arbeitspapier Nr. 13/2003. Bremen: Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen. http://www.zes.uni-bremen.de/pages/download.php?ID=210&SPRACHE=DE&TABLE=AP&TYPE=PDF
-
Externer Link
Errichtung von Personal-Service-Agenturen (PSA) (26.09.2003)
Deutscher BundestagBeschreibung
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU (Drucksache 15/1611 vom 26. 09. 2003)
-
Externer Link
Normalarbeitsverhältnis und atypische Erwerbsformen - Integrations- und Ausschlusswirkungen des Arbeitsrechts (01.09.2003)
Universität Fribourg, Departement für Sozialarbeit und SozialpolitikNollert, Michael, Prof. Dr.Quelle: ProjektinformationBeschreibung
Das Projekt untersucht anhand sechs atypischer Erwerbsformen, inwieweit das Arbeits- und Sozialversicherungsrecht diese schützt und damit zu gesellschaftlicher Integration beiträgt oder ob mangelnder Rechtsschutz zu sozialer Ausgrenzung führt.>> Zwei Kernfragen leiten das Projekt:>> 1. Welche Ausgrenzungs- oder Integrationsmechanismen sind auf dem Feld der atypischen Arbeitsverhältnisse wirksam und wie hängen diese Mechanismen mit arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Normen zusammen?>> 2. Ist eine Integration von atypisch Beschäftigten im Rahmen des geltenden Arbeitsrechtssystems möglich oder sind dazu neue Regelungskonzepte erforderlich? Methoden: Diese Fragen werden auf drei Untersuchungsebenen analysiert: Diskurs: Analyse von juristischen Fachpublikationen, Gerichtsurteilen und der Verwaltungspraxis. Institutionen: Befragung von Fachleuten, die sich mit der Anwendung von Arbeits- und Sozialversicherungsrecht befassen, sowie von politischen Entscheidungsträger/innen in Interessenverbänden. Betroffene: Leitfadeninterviews mit Betroffenen aus sechs Kategorien atypischer Erwerbsarbeit. Veröffentlichungen: Pelizzari Alessandro (2007): Verunsicherung und Klassenlage. Anmerkungen im Anschluss an die Prekarisierungsforschung von Pierre Bourdieu. In: Klautke Roland, Oehrlein Brigitte (Hg.). Prekarität - Neoliberalismus - Deregulierung (62-78). Hamburg: VSA ; Pelizzari, Alessandro (2007): "Arbeitskraftunternehmer" oder "Arbeitskraft-Tagelöhner"? Erwerbsarbeit zwischen neuen Optionen und neuen Unsicherheiten. In: Caritas (Hrsg.), Sozialalmanach (135-150), Luzern: Caritas ; Pelizzari, Alessandro (2007).:Am Rande der Wissensgesellschaft? Prekarisierter Erwerbshabitus und milieuspezifische Krisenbewältigung. In: Gemperle, Michael und Peter Streckeisen (Hrsg.): Ein neues Zeitalter des Wissens? (61-81), Zürich: Seismo ; Pelizzari, Alessandro, Michael Nollert und Sandra Contzen (2007): Atypische Beschäftigung in der Schweiz: Zwischen arbeitsrechtlicher Pr
-
Externer Link
Flexibilisierung und soziale Sicherheit - Eine empirische Untersuchung von Einstellungen zu Flexicurity-Maßnahmen (01.08.2003)
Universität Göttingen, Institut für SozialpolitikOstner, Ilona, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation der Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Die beschäftigungspolitische Diskussion will mit dem Konzept der Flexicurity betriebliche Forderungen nach Flexibilisierung mit den Bedürfnissen der Beschäftigten nach sozialer Sicherheit versöhnen. Typische Maßnahmen sind Kompensationen für atypische Arbeit, z.B. Grundsicherungen, Übergänge in beide Richtungen zwischen Voll- und Teilzeitarbeit, auch zwischen Nichtbeschäftigung und Beschäftigung, damit verbunden Kombinationen von Markt- und Transfereinkommen, Formen beschäftigungssichernder Arbeitszeitpolitik, insbesondere Kontenmodelle, die Verknüpfung von lebenslanger Weiterbildung und Job-Rotation. Nicht alle Folgen von Flexibilisierung lassen sich klassisch sozialpolitisch kompensieren. Und nicht alle Folgen werden von allen Betroffenen auch als problematisch angesehen. Einige Gruppen verbinden spezifische Vorteile mit der Flexibilisierung; andere wünschen sich neue Sicherungen jenseits eines größeren objektiven Bedarfs.>> Im Mittelpunkt unserer Untersuchung steht die Frage nach den Folgen der Flexibilisierung der Arbeit für die Sicherheitserfahrung und die Sicherungsbedarfe der erwerbsfähigen beschäftigten und nichtbeschäftigten Bevölkerung. Wir interessieren uns für die Sicht der Bürger und wollen wissen,>> - wie erwerbsfähige Frauen und Männer in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen Flexibilisierung wahrnehmen und bewerten;>> - inwieweit sie mit der Flexibilisierung der Beschäftigung überhaupt Unsicherheitserfahrungen verbinden - mit Blick auf Erwerbs- und Einkommenschancen sowie ihre private Lebensführung - und>> - welche Unsicherheiten jeweils von ihnen wahrgenommen werden;>> - inwieweit sie einen Bedarf an veränderten oder neuen Formen der Absicherung der Risiken, die mit veränderten Beschäftigungsverhältnissen verbunden sind, sehen und>> - ob sie aktuelle Vorschläge kennen und wie sie diese bewerten.>> Ergebnisse: Das Normalarbeitsverhältnis ist für die befragten Personen handlungsleitende Norm geblieben, auch bei Personen,
-
Externer Link
Erste Erfahrungen mit Personal-Service-Agenturen (14.07.2003)
Deutscher BundestagBeschreibung
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (Drucksache 15/1419 vom 14. 07. 2003)
-
Externer Link
Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie. Neue Formen der praktischen Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld Arbeit und Familie (01.04.2003)
Deutsches JugendinstitutJurczyk, Karin, Dr.Beschreibung
Die Anforderungen an die Verbindungen von Familien- und Arbeitsleben verändern sich, wenn zeitlich, räumlich und berufsbiografisch flexible Arbeitsverhältnisse für immer mehr Männer und Frauen zur Norm werden. Ziel des Projektes ist, die praktischen Gestaltungsleistungen in Familien und Arbeitswelten und insbesondere ihre Wechselwirkungen unter Bedingungen von Entgrenzung empirisch zu untersuchen. Kontext/ Problemlage: Eine postindustrielle Gesellschaft ist, wegen der Anforderung an die Subjekte ihre Kompetenzen und ihr Arbeitsvermögen im gesamten Lebenslauf zu entfalten, in besonderer Weise existenziell auf anspruchsvolle familiale Leistungen angewiesen. Umgekehrt liefert der Erwerbsbereich wichtige materielle und ideelle Ressourcen für die familiale Lebensführung. Derzeit mehren sich jedoch die empirischen Indizien dafür, dass sich das Familienleben nicht nur in seiner Form ändert, sondern auch auf der Alltagsebene anforderungsreicher und komplexer wird. Parallel vollziehen sich eins chneidende Umwälzungen in der Art des Wirtschaftens und Arbeitens - Stichworte sind Arbeitszeitflexibilisierung, eine zunehmende Subjektivierung und Intensivierung von Arbeit. Da Familie und Erwerbsbereich derzeit starken endogenen Wandlungsprozessen unterworfen sind, steht auch ihr gegenseitiges Verhältnis zur Disposition, das unter industriellen Verhältnissen als relativ stabil gelten konnte. Fragestellung: Vor der Folie dieses zweifachen sich gegenseitig steigernden Wandels der Arbeits- und Familienverhältnisse untersucht das Projekt einerseits den Familienalltag entgrenzt arbeitender Frauen und Männer mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit von Familie als Bereich von Emotionen, Fürsorge und Reproduktion. Andererseits wird gefragt, welche Konsequenzen familiale Lebensführung sowie Tendenzen der Entgrenzung von Familien für die Erbringungen der aktuellen Arbeitsleistungen sowie für die Nachhaltigkeit des zukünftigen Arbeitsvermögens in entgrenzten Arbeitsarrangements haben. In bei
-
Externer Link
Befristete Beschäftigungsverhältnisse - Brücken in den Arbeitsmarkt oder Instrumente der Segmentierung? Repräsentative Längsschnittanalysen auf der Basis von Individualdaten (01.03.2003)
Zentrum für Europäische WirtschaftsforschungBoockmann, Bernhard, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation beim ZEWBeschreibung
Über ein Drittel aller Einstellungen werden in Deutschland auf der Basis befristeter Arbeitsverträge vorgenommen. Vor diesem Hintergrund soll das Projekt einen Beitrag zu der Frage leisten, ob diese Beschäftigungsform zu instabilen Erwerbsbiografien führt und unter welchen Bedingungen der Zugang in die reguläre Beschäftigung gelingt.>> Hinsichtlich des Erwerbsverlaufs geht es zunächst um die Determinanten der Übergänge in und aus befristeten Arbeitsverhältnissen. Insbesondere sollen der Einfluss von Alter, Geschlecht, vorheriger Erfahrung mit Arbeitslosigkeit oder atypischer Beschäftigung und der Familienkontext identifiziert werden. Im zweiten, darauf aufbauenden Schritt stehen die längerfristigen Effekte von Episoden in befristeter Arbeit auf Erwerbsbeteiligung und Beschäftigungsstabilität im Mittelpunkt. Die Erwerbssituation der befristet Beschäftigten wird durch Indikatoren wie Entlohnung, Zugang zu Weiterbildung, krankheitsbedingte Fehlzeiten und tatsächliche Erkrankung, Fertilitätsentscheidungen und verschiedene Dimensionen von Arbeitszufriedenheit beschrieben. Methoden: Das Projekt untersucht Erwerbsverläufe und Erwerbssituation mit Hilfe von zwei repräsentativen Datensätzen, dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) und der BIBB/IAB-Erhebung. Ein zentraler Anspruch des Forschungsprojektes besteht darin, unter plausiblen Annahmen kausale Effekte der Aufnahme befristeter Beschäftigungsverhältnisse zu ermitteln. Dazu bedarf es einer Kontrollgruppe, mit der man die befristet Beschäftigten vergleichen kann. In Betracht kommen hierfür einerseits Arbeitnehmer in unbefristeten Arbeitsverhältnissen, andererseits Arbeitssuchende und insbesondere Arbeitslose. In den meisten Untersuchungsschritten versuchen wir, die Beschäftigungseffekte befristeter Arbeitsverträge zu identifizieren, indem wir die Methode des statistischen Matching verwenden. Durch dieses Verfahren kann unter bestimmten Annahmen der Kausaleffekt vom Effekt der Selbstselektion in den jeweiligen Zustand
-
Externer Link
Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Arbeitnehmerüberlassung (13.11.2002)
Deutscher BundestagBeschreibung
Gesetzentwurf der Fraktion der FDP vom 13. 11. 2002
-
Externer Link
Neue Erwerbsformen und Wandel von Geschlechterarrangements (01.05.2002)
Universität Bremen, Zentrum für SozialpolitikGottschall, Karin, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation der Uni BremenBeschreibung
Das Projekt geht der Frage nach, ob und wie neue Erwerbsformen mit veränderten Arrangements von Erwerbsarbeit und Privatleben sowie einem Wandel von partnerschaftlichen Geschlechterarrangements einher gehen. Diese Frage wird am Beispiel von Freelancern in ausgewählten Kultur- und Medienberufen (Journalismus, Design, Software-Entwicklung) untersucht. Freelancer aus diesen Berufsgruppen gelten häufig als Vorreiter neuer Arbeits- und Lebensformen. In der wissenschaftlichen Diskussion wird angenommen, dass Freelancing als flexible Erwerbsform die Aufhebung strikter Trennungen zwischen Arbeit und Privatleben im Hinblick auf Ort, Zeit und die Sozialorganisation von Arbeit begünstigt, ja sogar erfordert. Zugleich wird davon ausgegangen, dass dies dem Bedürfnis der überwiegend hoch qualifizierten Beschäftigten in diesen Berufen entgegen kommt, sich in und mit der Arbeit selbst zu verwirklichen. Das Projekt prüft anhand quantitativer und qualitativer Daten, inwieweit sich empirische Belege für diese Annahme finden lassen oder ob sich nicht vielmehr in den alltäglichen Praktiken von Freelancern auch Formen der Re-Regulierung von Arbeit beobachten lassen. >> Das Projekt soll Aufschluss über Sozialstruktur, Erwerbsverläufe und Lebensformen von Alleinselbständigen sowie über mit dieser Erwerbsform verbundene Chancen und Risiken geben. Hierdurch soll eine neue Informationsgrundlage für die Gestaltung ergänzender öffentlicher und/oder betrieblicher sozialer Infrastruktur und normativer Regulation geschaffen werden. Bezugszeitraum: A 2003 |99|; E 2004 |99|; Methoden: Für die empirische Untersuchung wurden sowohl quantitative als auch qualitative Daten herangezogen. Um Informationen über die Struktur des Felds zu gewinnen, wurden in einem ersten Untersuchungsschritt zunächst ExpertInnen-Interviews mit VertreterInnen von Berufsverbänden und Gewerkschaften geführt und eine Sekundäranalyse erwerbsstruktureller und haushaltsbezogener Daten vorgenommen. In einem zweiten Untersuc
-
Externer Link
Controlling-System für die Landesinitiative Zeitarbeit 50plus (01.02.2002)
Institut Arbeit und TechnikKnuth, Matthias, Dr.Quelle: Projektinformation des IAQBeschreibung
Das Ministerium fiir Arbeit, Soziales, Qualifikation und Technologie NRW (MASQT) hat zusammen mit dem Landesarbeitsamt NRW und den 11 in NRW führenden Zeitarbeitsunternehmen für das Jahr 2002 eine Initiative "Zeitarbeit SOplus" verabredet. Im Rahmen dieser Initiative werden alle in NRW registrierten Arbeitslosen zwischen 50 und 55 Jahren, die zum Stichtag 30.11.2001 nicht länger als 12 Monate arbeitslos gemeldet waren, durch die Arbeitsverwaltung zentral angeschrieben und auf die Möglichkeit der Wiederbeschäftigung durch Zeitarbeit hingewiesen. Zielsetzung dabei ist, dass die Angehörigen dieser Zielgruppe mit einem oder mehreren Zeitarbeitsunternehmen ein Bewerbungsgespräch führen, in den Bewerberpool einer Zeitarbeitsfirma aufgenommen werden und im Laufe des Jahres 2002 in Beschäftigung als Zeitarbeiter kommen. In diesem Zusammenhang hat das MASQT das Institut Arbeit und Technik beauftragt, ein Controlling- System zu entwickeln und mit dessen Hilfe den Fortgang und die Wirkungen der Initiative laufend statistisch zu beobachten sowie am Ende der Initiative eine Gesamtbilanz zu ersteller Das möglichst zeitnahe Controlling soll die Beantwortung folgender Fragestellungen ermöglichen: Wie viele der Angeschriebenen reagieren überhaupt auf das Anschreiben, wie viele zeigen sich interessiert, bzw. welche Gründe werden fi.ir fehlendes Interesse angegeben' Wie viele davon erscheinen zu einer Informationsveranstaltung und wie viele nehmen mit einem oder mehreren Zeitarbeitsunternehmen (ZAU) Kontakt auf? Wie viele davon werden in den Bewerberpool eines oder mehrerer ZAU aufgenommen? Was sind die Gründe dafür, das; ein Bewerbungsgespräch nicht mit Aufnahme in den Bewerberpool endet? Wie viele der in Bewerberpools von ZAU registrierten Arbeitslosen werden tatsächlich von einem ZAU für einen Einsatz eingestellt? Welche Gründe gibt es für einen Abgang aus dem Bewerberpool, bevor es zu einem Einsatz kommt (z.B. Einstellung bei einem anderen an der Initiative beteiligten ZAU od
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
-
Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
