Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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Typologie der Maßnahmen
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Vermittlung und Beratung
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Literaturhinweis
"New Plan", berufliche Weiterentwicklung und die Rolle von Informationen (2024)
Zitatform
Dohmen, Thomas, Eva Kleifgen, Steffen Künn & Gesine Stephan (2024): "New Plan", berufliche Weiterentwicklung und die Rolle von Informationen. (IAB-Forschungsbericht 01/2024), Nürnberg, 33 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2401
Abstract
"In der sich wandelnden Arbeitswelt reicht es in der Regel nicht mehr aus, einmal im Leben einen Beruf zu erlernen. Oft ist im bisherigen Beruf eine Weiterentwicklung sinnvoll oder sogar erforderlich; eventuelle Berufswechsel erfordern dann häufig den Erwerb neuer Kenntnisse und Fähigkeiten. Um die Chancen und Herausforderungen einschätzen zu können, ist eine gute Informationsbasis erforderlich. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat im Rahmen ihrer Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE) das Online-Tool New Plan entwickelt. Dieses soll Menschen dabei helfen im Beruf voranzukommen, die eigenen Stärken zu erkennen und neue Perspektiven zu finden. Das Tool besteht aus drei Bereichen: „Möglichkeiten testen“, „Inspirieren lassen“, „Weiterbildung suchen“. Der Bereich „Inspirieren“ stellt dabei auf Berufsebene umfassende Informationen für eine mögliche berufliche Umorientierung zur Verfügung. Dieser Forschungsbericht stellt Ergebnisse aus einer Online-Befragung von Beschäftigten und Personen, die Arbeitslosengeld bezogen, vor. Die Befragung hat unter anderem erhoben, ob Personen New Plan kannten und nutzten, an beruflicher Weiterentwicklung interessiert waren und sich gut über ihre Verdienst- und Beschäftigungsmöglichkeiten informiert fühlten. Der Bericht geht zudem der Frage nach, ob Personen diese Fragen anders beantworteten, wenn sie zuvor ein Informationsschreiben zu New Plan erhalten hatten. Zu der Befragung wurden im Juni 2022 Personen eingeladen, die im Januar 2022 zu einer der folgenden vier Gruppen gehörten: sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte (einschließlich Personen in Helfertätigkeiten), sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in Helfertätigkeiten, Arbeitslosengeldempfänger*innen (einschließlich Personen ohne Berufsabschluss), Arbeitslosengeldempfänger*innen ohne Berufsabschluss. Insgesamt umfasst das hier ausgewertete Analysesample gut 4.400 Personen. Im Ergebnis zeigt sich, dass New Plan den Vollzeitbeschäftigten im Schnitt deutlich seltener bekannt war als den Personen, die zum damaligen Zeitpunkt bzw. davor Arbeitslosengeld bezogen hatten – ohne vorheriges Informationsschreiben betrugen die Anteile rund 2 bzw. 11 Prozent. Der Bekanntheitsgrad von New Plan stieg deutlich, wenn Personen zuvor ein Informationsschreiben erhalten hatten – bei den Vollzeitbeschäftigten und Arbeitslosengeldempfänger*innen nahm der Bekanntheitsgrad jeweils um 14 Prozentpunkte zu. Vollzeitbeschäftigte hatten New Plan ohne vorheriges Informationsschreiben mit 0,3 Prozent anteilig deutlich seltener angeschaut als Arbeitslosengeldempfänger*innen mit 8 Prozent. Hochgerechnet auf die aktuellen Grundgesamtheiten hätten demnach etwa 63.000 Vollzeitbeschäftigte und 61.000 Arbeitslosengeldempfänger*innen New Plan bereits einmal angeschaut. Auch hier zeigt sich, dass das vorher verschickte Informationsschreiben den Anteil der Befragten, der das Tool bereits angeschaut hatte, um etwa 10 Prozentpunkte erhöhen konnte. Die Befragung zeigt auch: Vollzeitbeschäftigte waren – mit knapp zwei Drittel – in etwas geringerem Ausmaß an beruflicher Weiterentwicklung interessiert als Arbeitslosengeldempfänger*innen. Deren Anteil lag hier bei knapp drei Vierteln – relativ unabhängig davon, ob die Befragten vorher ein Informationsschreiben erhalten hatten oder nicht. Die befragten Vollzeitbeschäftigten fühlten sich schließlich zu deutlich mehr als 50 Prozent (eher) gut über ihre Verdienst- und – in etwas höherem Umfang – über ihre Beschäftigungschancen informiert. Auch bei den Arbeitslosengeldempfänger*innen fühlten sich mehr als 50 Prozent (eher) gut informiert, bei wiederum nur geringen Unterschieden zwischen Personen mit oder ohne vorherigem Informationsschreiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Auf dem Weg zu einer relationalen Arbeitsmarktpolitik: Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Praxis der Jobcenter und ihrer Kooperationspartner in Hessen (2024)
Engler, Fabian; Schulze-Böing, Matthias; Lutz, Sonja;Zitatform
Engler, Fabian & Matthias Schulze-Böing (2024): Auf dem Weg zu einer relationalen Arbeitsmarktpolitik. Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Praxis der Jobcenter und ihrer Kooperationspartner in Hessen. (Projekt "Make it Work. Qualitätsprozesse im arbeitsmarktpolitischen Dreieck". Report Nr. 1), Frankfurt am Main: GEWAK, 58 S.
Abstract
"Eine effektive Umsetzung des Sozialgesetzbuchs II (SGB II) erfordert nicht nur funktionierende Jobcenter, sondern auch ein starkes Netzwerk von Kooperationspartnern. Dieses System wird als arbeitsmarktpolitisches Dreieck bezeichnet und umfasst drei zentrale Akteure: Jobcenter und Kommunen – Sie setzen arbeitsmarktpolitische Maßnahmen um und betreuen Arbeitsuchende. Bildungs- und Beschäftigungsträger sowie private Arbeitsmarktdienstleister – Sie führen Qualifizierungsmaßnahmen durch und unterstützen bei der Arbeitsvermittlung. Förderadressaten (Arbeitssuchende) – Sie profitieren von den angebotenen Maßnahmen und Integrationshilfen. Damit dieses System funktioniert, müssen die Beziehungen zwischen den Akteuren stabil und berechenbar sein. Ein reibungsloser Austausch von Ressourcen, klare Kooperationen und ein ausgewogenes Interesse aller Beteiligten sind entscheidend. Gleichzeitig ist das System auf gesellschaftliche und politische Akzeptanz und ausreichende finanzielle Ressourcen angewiesen, um langfristig wirksam zu bleiben . Die Studie stützt sich auf eine Kombination aus qualitativen und quantitativen Daten. Grundlage der Untersuchung sind 12 Fokusgruppeninterviews sowie 2 Einzelinterviews mit Vertreter:innen von Jobcentern und hessischen Bildungs- und Qualifizierungsträgern, die zwischen Juni und August 2024 durchgeführt wurden. Ergänzend wurden Online-Umfragen unter Geschäftsführer:innen von Jobcentern und Trägern durchgeführt, um sowohl strukturelle Daten als auch Einschätzungen zur aktuellen Arbeitsmarktpolitik zu erfassen. Durch diese umfassende Datenerhebung konnten sowohl objektive Kennzahlen als auch subjektive Perspektiven der beteiligten Akteure berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Active Labor Market Policies: What Works for the Long-Term Unemployed? (2024)
Zitatform
Eppel, Rainer, Ulrike Huemer, Helmut Mahringer & Lukas Schmoigl (2024): Active Labor Market Policies: What Works for the Long-Term Unemployed? In: The B.E. Journal of Economic Analysis and Policy, Jg. 24, H. 1, S. 141-185. DOI:10.1515/bejeap-2023-0079
Abstract
"There is still a lack of knowledge on how to effectively help the long-term unemployed into employment. We evaluate a wide range of active labour market policies for this target group, using a dynamic matching approach. Measures vary considerably in the extent to which they improve labor market prospects. Human capital-intensive training programs that substantially enhance vocational skills and employment programs are most effective, short activating job search training the least. Our results suggest that not only wage subsidies in the private sector, but also direct job creation in the public and non-profit sectors can work, if properly designed." (Author's abstract, IAB-Doku, © De Gruyter) ((en))
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Fiscal policy instruments for inclusive labor markets: A review (2024)
Zitatform
Ernst, Ekkehard, Rossana Merola & Jelena Reljic (2024): Fiscal policy instruments for inclusive labor markets: A review. (GLO discussion paper / Global Labor Organization 1406), Essen, 38 S.
Abstract
"This study provides a critical assessment of various fiscal policy instruments - including direct public job creation, active labor market and care policies, social protection measures and tax reforms - and their effectiveness in supporting the most vulnerable groups in the labor market. Although much of the literature has focused on the quantitative effects of fiscal policy, this article concentrates on the qualitative aspects and examines the role of fiscal instruments in achieving a more inclusive and fair labor market. Our review shows that the empirical literature tends to overemphasise the capacity of individual policies to mitigate inequalities, neglecting the complex interdependencies among various mechanisms and policies in place. We argue, instead, that a systematic approach is necessary to ensure equitable access to good jobs and to address the disparities between different labor market groups. We also identify significant research gaps, such as the need for longitudinal studies on the long-term policy impacts, an exploration of the regional disparities within the policy-inequality nexus and the sector-specific effects of fiscal measures, especially relevant in the context of the green and digital transition." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Does Ethnicity Affect Allocation of Unemployment-Related Benefits to Job Center Clients? A Survey-Experimental Study of Representative Bureaucracy in Denmark (2024)
Zitatform
Esmark, Anders & Mikkel Bech Liengaard (2024): Does Ethnicity Affect Allocation of Unemployment-Related Benefits to Job Center Clients? A Survey-Experimental Study of Representative Bureaucracy in Denmark. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, S. 107-128. DOI:10.1017/S0047279422000034
Abstract
"The role of street-level bureaucracy in social policy has been taken up by two relatively distinct streams of research, based on Lipsky’s foundational work (2010). One group of literature has focused on the organizational working conditions, practices and coping mechanisms of street-level bureaucrats, their impact on the implementation of political programs and reforms, and the scope for discretion in the face of political pressures and institutional demands (Brodkin and Marston, 2013; Jessen and Tufte, 2014; Breit et al., 2016; Van Berkel et al., 2017; van Berkel, 2020). Starting from a focus on interaction with clients and the direct impact of discretionary decisions ‘on people’s lives’ (Lipsky, 2010, 8), a second group of studies has focused more on differences in allocation of benefits caused by perceived ‘deservingness’ and discrimination among street-level bureaucrats (Altreiter and Leibetseder, 2014; Terum et al., 2018; Jilke and Tummers, 2018)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Limits of Activation? Street-Level Responses to the 2015 Refugee Challenge in German Job Centers (2024)
Zitatform
Falkenhain, Mariella & Andreas Hirseland (2024): Limits of Activation? Street-Level Responses to the 2015 Refugee Challenge in German Job Centers. In: Journal of Immigrant and Refugee Studies, S. 1-15. DOI:10.1080/15562948.2024.2313210
Abstract
"Frontline workers in host-country state organizations influence refugees’ life chances and social integration. Yet little is known about how the local organizational environment shapes the action orientations of street-level bureaucrats (SLBs). This article explores how German job centers and placement officers have responded to the unprecedented increase in refugee clients following the winter of 2015/16. Our findings suggest that new organizational structures motivate SLBs to interpret rules flexibly and do what works well. This pattern of authorized rule bending is relevant for overcoming the limits of activation and for the inclusion/exclusion of refugees as mediated by state bureaucracy." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis) ((en))
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Warum die aktuelle Bürgergelddebatte nicht die richtigen Schwerpunkte setzt (2024)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd (2024): Warum die aktuelle Bürgergelddebatte nicht die richtigen Schwerpunkte setzt. In: IAB-Forum H. 11.03.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240311.01
Abstract
"Das Bürgergeld in seiner derzeitigen Form ist heftig umstritten. Viele Debattenbeiträge zeichnen dabei ein verengtes und teilweise unzutreffendes Bild. Denn die Vielschichtigkeit der Problemlagen von Menschen im Bürgergeldbezug wird oftmals verkannt. Anders als vielfach behauptet, haben Menschen, die nur Bürgergeld beziehen, in jedem Fall weniger Geld zur Verfügung als Menschen, die arbeiten. Trotz des Arbeitskräftemangels gelingt allerdings zu selten die Vermittlung in Beschäftigung – auch weil die Leistungsberechtigten häufig nicht zu den Profilen der offenen Stellen passen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wie Arbeitsagenturen arbeitsmarktferne Arbeitslose durch spezialisierte Beratung unterstützen (2024)
Zitatform
Fuchs, Philipp, Stefan Feldens & Claudia Globisch (2024): Wie Arbeitsagenturen arbeitsmarktferne Arbeitslose durch spezialisierte Beratung unterstützen. In: IAB-Forum H. 04.11.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241104.01
Abstract
"Mit der „Internen ganzheitlichen Integrationsberatung“ (INGA) erhalten Arbeitslose mit komplexen Problemlagen eine intensive Beratung von den Arbeitsagenturen – also im Rechtskreis des Sozialgesetzbuchs III (SGB III). Erste Ergebnisse einer qualitativen Studie zeigen, dass INGA eine Angebotslücke schließt und größtenteils den konzeptionellen Ansprüchen an eine individuelle und ganzheitliche Beratung gerecht wird. Zugleich treten innerhalb der Arbeitsagenturen Spannungsverhältnisse zutage, die schwer zu beseitigen sind: Denn mit einer neuen Weisung werden zusätzlich Arbeitslose mit sehr komplexen Problemlagen für die INGA-Beratung vorgesehen, die von den einzelnen Arbeitsagenturen festgelegten Controlling-Ziele für die Beratung aber nicht unbedingt angepasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Globisch, Claudia; -
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Explaining the abolition of the wage stop in the UK (2024)
Zitatform
Grover, Chris (2024): Explaining the abolition of the wage stop in the UK. In: The Journal of Poverty and Social Justice, Jg. 32, H. 1, S. 47-64. DOI:10.1332/175982723x17029202968181
Abstract
"Before the introduction of the household benefit cap in the UK in 2013 the previous mechanism there limited the income of social assistance recipients was the wage stop, operating for four decades between 1935 and 1975. Similar to the benefit cap, the wage stop reflected and reproduced concerns with incentivising unemployed people to labour. This raises questions about why the wage stop was abolished in the mid-1970s when worries about unemployment continued, particularly its intersections with out-of-work benefits. It is widely argued that the abolition of the wage stop was a consequence of lobbying by the Child Poverty Action Group. Drawing upon records held at the UK’s National Archives, this article argues that this is an over-simplified explanation that, first, ignores concerns with the wage stop that pre-dated the Child Poverty Action Group’s criticism of it, including concerns within the assistance boards with its administration. And, second, while by the mid-1970s there was (albeit ambiguous) concern with the impacts of the wage stop, there was a shift in approach that emphasised the supplementation of low wages with social security benefits, rather than forcing social assistance below the assessed needs of households, as being a preferable means of ensuring the incentive to take wage-labour." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Policy Press) ((en))
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Familienleben im Kontext wohlfahrtsstaatlicher Abhängigkeiten: Wenn das Jobcenter zum Alltag wird (2024)
Zitatform
Gräfe, Christian (2024): Familienleben im Kontext wohlfahrtsstaatlicher Abhängigkeiten. Wenn das Jobcenter zum Alltag wird. In: Soziale Passagen, Jg. 16, H. 2, S. 281-299. DOI:10.1007/s12592-025-00523-0
Abstract
"Der Beitrag beleuchtet aus familiensoziologischer Perspektive Familienpraktiken im Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Es wird untersucht, mit welchen Handlungsproblemen Familien im Bezug von Mindestsicherungsleistungen konfrontiert sind, und wie Familien sich im Austausch mit den Institutionen Spielräume erarbeiten. Grundlage bildet eine fallrekonstruktive explorative Studie zu Wechselverhältnissen zwischen familialen Beziehungsdynamiken und institutionellen Kontexten der SGB II-Mindestsicherung. In der Studie wurden familienbiografische Interviews mit Alleinerziehenden und Paarfamilien und ergänzend Expert*inneninterviews mit Jobcentermitarbeitenden geführt. In Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand am Schnittfeld qualitativer Armuts- und Familienforschung konzipiert der Artikel auf Grundlage des Doing-Family- Ansatzes Strategien des Austauschs von Eltern mit institutionellen Verhaltensvorgaben und Zuschreibungen an Eltern im SGB II sowie Wirkungen der institutionellen Logiken auf diese Praktiken. Empirisch werden typische Strategien von Eltern im Austausch mit den Institutionen der Grundsicherung erörtert: Abschirmungs‑, Personalisierungs- sowie Strategien eines lernenden Umgangs. Die Fallskizzen und Kontextualisierungen mit Expert*inneninterviews verdeutlichen, dass die Strategien auf komplexe Familienverläufe, Krisenphasen und teils weit zurückreichende Vorerfahrungen mit der Mindestsicherung zurückweisen und wie diese von institutionellen Rahmungen geprägt werden. Die Befunde zeigen insgesamt aus Perspektive der Familienpraxis ein institutionelles „Mismatch“ im deutschen Grundsicherungssystem an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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How Far from Full Employment? The European Unemployment Problem Revisited (2024)
Zitatform
Gökten, Meryem, Philipp Heimberger & Andreas Lichtenberger (2024): How Far from Full Employment? The European Unemployment Problem Revisited. (WIIW working paper 245), Wien, 44 S.
Abstract
"This paper analyses deviations from full employment in EU countries, compared with the US and the UK. We apply the Beveridge (full-employment-consistent) rate of unemployment (BECRU), derived from the unemployment-vacancies relationship. The BECRU is the level of unemployment that minimizes the non-productive use of labor. Based on a novel dataset for the period 1970-2022, we find full employment episodes in selected EU countries (Germany, Sweden, Austria, Finland) during the 1970s. The European unemployment problem emerged in the 1980s and 1990s, as Beveridgean full employment gaps increased. In the run-up to the global financial crisis, full employment gaps declined, then increased during the Great Recession. Slack in labor markets increased initially during the pandemic. Labour markets became tighter when recovering from the COVID-19 crisis, but few countries hit full employment. Panel regressions highlight that hysteresis, labor market institutions, structural factors, macroeconomic factors and political factors contribute to explaining full employment gaps." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Legitimating collaboration, collaborating to legitimate: Justification work in “holistic” services for long-term unemployed persons (2024)
Zitatform
Hansen, Magnus Paulsen, Signe Elmer Christensen & Peter Triantafillou (2024): Legitimating collaboration, collaborating to legitimate: Justification work in “holistic” services for long-term unemployed persons. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, H. 3, S. 876-896. DOI:10.1017/S004727942200071X
Abstract
"To address complex social problems, such as long-term unemployment, local authorities in many countries are developing “holistic” or “integrated” services, where multiple actors and professions collaborate with a view to better meet the needs of the individual citizen. By breaking with existing practices and regulations, collaborative services must be legitimized in new ways so as to appear acceptable not only in the eyes of the public and politicians, but also to caseworkers and the long-term unemployed persons. This article examines the multifarious and sometimes neglected efforts to make these collaborative services legitimate in the eyes of this plurality of stakeholders on multiple levels of governance. Our study indicates three distinct but mutually interrelated spheres of audience that require partly conflicting justification work. We also find that the narrow pursuit of justification work to ensure legitimacy with one audience may potentially jeopardize the justification work in the other two." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Worker Heterogeneity and Optimal Unemployment Insurance: The Surprising Power of the Floor (2024)
Heiler, Simon J.;Zitatform
Heiler, Simon J. (2024): Worker Heterogeneity and Optimal Unemployment Insurance: The Surprising Power of the Floor. (CRC TR 224 discussion paper series / EPoS Collaborative Research Center Transregio 224 545), Bonn, 46 S.
Abstract
"Incentives to search for employment vary systematically with age and idiosyncratic labor productivity. These variations should be accounted for when designing UI policy, yet conditioning on related factors can be difficult or infeasible in practice. Using a life cycle model with endogenous human capital accumulation, idiosyncratic labor risk, and permanent differences in worker productivity, I analyze optimal UI policies. I find that for the U.S. an age-and-type-dependent policy generates welfare gains equal to 0.3 percentage points of consumption in all states and periods relative to a constant a replacement rate. Moreover, I demonstrate that about 80% of the gains from conditioning replacement rates on age only and about 60% of the welfare gains from conditioning on age and productivity can be generated by the current U.S. UI system. This can be achieved by substantially raising the benefit floor, a feature of the U.S. UI system that is largely ineffective in its current implementation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Positive Bewertungen bei Kontakt, aber viele Betriebe kennen die Dienstleistungen des Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit nicht (2024)
Hentschke, Anna; Kubis, Alexander;Zitatform
Hentschke, Anna & Alexander Kubis (2024): Positive Bewertungen bei Kontakt, aber viele Betriebe kennen die Dienstleistungen des Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit nicht. In: IAB-Forum H. 24.04.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240424.01
Abstract
"Betriebe, die jüngst Kontakt zum Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit hatten, bewerten die erbrachte Dienstleistung mehrheitlich positiv. Allerdings haben innerhalb von zwölf Monaten hochgerechnet nur rund 25 Prozent aller Betriebe diese Leistungen genutzt. Dies hat verschiedene Ursachen, die nicht immer durch den Arbeitgeber-Service beeinflussbar sind. Hauptgrund ist der fehlende Bedarf der oftmals kleinen Betriebe. Problematisch ist jedoch, wenn Betriebe trotz vorhandenem Bedarf die angebotenen Leistungen nicht kennen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
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New Empirical Findings about the Interaction between Public Employment Agency and Private Search Effort (2024)
Zitatform
Holzner, Christian & Makoto Watanabe (2024): New Empirical Findings about the Interaction between Public Employment Agency and Private Search Effort. (CESifo working paper), München, 46 S.
Abstract
"The Public Employment Agency (PEA) helps unemployed to find work and mediates PEAregistered job vacancies to job seekers via vacancy referrals. Using the spatial and temporal variation resulting from the regional roll-out of the Hartz 3 reform we are able to show that Hartz 3, which changed the counseling process of unemployed, decreased the fraction of unemployed that received vacancy referrals, increased the job-finding probability of unemployed without vacancy referrals, left the job-finding probability of unemployed with vacancy referrals unaffected, and increased average wages of newly hired, previously unemployed. Since the existing literature is not able to explain this set of findings, we develop a simple theoretical directed search model, which does. It does so by considering the interaction between the private market and the intermediation provided by the PEA." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Do caseworker meetings prevent unemployment? Evidence from a field experiment (2024)
Zitatform
Homrighausen, Pia & Michael Oberfichtner (2024): Do caseworker meetings prevent unemployment? Evidence from a field experiment. (LASER discussion papers 150), Erlangen, 28 S.
Abstract
"Caseworker meetings have been shown to accelerate exit from unemployment. We explore whether they are also effectual before entering unemployment. In a natural field experiment, we offer caseworker meetings to workers at risk of losing their jobs while they are still employed. We find that the offer induces additional meetings and substantially shifts the first meeting forward but has no effect on entry into unemployment or on labor market outcomes within one year. The intervention does not alter jobseekers' search behavior, which likely explains its inefficacy" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitsuchend, aber noch nicht arbeitslos: Die Wirkung früher Gesprächsangebote durch die Agenturen für Arbeit (2024)
Zitatform
Homrighausen, Pia & Michael Oberfichtner (2024): Arbeitsuchend, aber noch nicht arbeitslos: Die Wirkung früher Gesprächsangebote durch die Agenturen für Arbeit. (IAB-Forschungsbericht 08/2024), Nürnberg, 24 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2408
Abstract
"Personen, deren Ausbildungs‑ oder Arbeitsverhältnis endet, sind grundsätzlich verpflichtet, sich frühzeitig arbeitsuchend zu melden. Diese Verpflichtung soll zu einem schnellen Beginn der Vermittlung durch die Agenturen für Arbeit führen und so den Übergang in Arbeitslosigkeit vermeiden oder die Dauer in Arbeitslosigkeit verkürzen. Ein wesentlicher Teil der Vermittlungsbemühungen ist das Erstgespräch zwischen der Vermittlungsfachkraft und der arbeitsuchenden Person. Basierend auf einem Modellprojekt mit Zufallsauswahl untersuchen wir, wie sich das Angebot eines zeitnahen Erstgesprächs vor dem Ende der Beschäftigung auf die Erwerbsverläufe teilnehmender Arbeitsuchender auswirkt. Im Modellprojekt wurden Personen, die sich mindestens einen Monat vor dem erwarteten Ende ihrer Beschäftigung arbeitsuchend melden, zufällig einer von zwei Gruppen zugewiesen. Personen in der Gruppe „frühes Gesprächsangebot“ bekamen einen Termin für ein möglichst zeitnahes Erstgespräch nach ihrer Arbeitsuchendmeldung angeboten. Personen in der Gruppe „spätes Gesprächsangebot“ wurde das Gespräch für einen Zeitpunkt kurz vor dem erwarteten Beschäftigungsende angeboten. Die Ergebnisse des Modellprojekts zeigen, dass Personen in der Gruppe „frühes Gesprächsangebot“ schneller ein erstes Gespräch mit der Agentur für Arbeit und insgesamt mehr Gespräche führten. Vergleicht man die Eintritte in Arbeitslosigkeit, die Dauern in Arbeitslosigkeit und in Beschäftigung sowie das Einkommen zwischen den beiden Gruppen, unterscheiden sich die beiden Gruppen nicht erkennbar voneinander. Diese Befunde – mehr Gespräche, keine unterschiedlichen Erwerbsverläufe – zeigen sich ebenfalls bei getrennten Auswertungen für verschiedene sozio‑ökonomischen Gruppen. Die Studie erlaubt keine abschließenden Aussagen über die Gründe dafür, dass sich keine Effekte auf die Erwerbsverläufe zeigen. Ergänzende Auswertungen weisen auf zwei mögliche Ursachen hin: Erstens wird ein großer Teil der zusätzlichen Gespräche mit Personen geführt, die ihren Job nicht verlieren. Zweitens zeigt eine Online‑Befragung keine stärkeren eigenen Suchaktivitäten bei Personen in der Gruppe „frühes Gesprächsangebot“. Da die zusätzlichen Gespräche, die durch die Einladung der Agenturen initiiert werden, die Arbeitsmarktergebnisse nicht verbessern, erscheint es für eine effiziente Ressourcenallokation nicht zielführend, mit allen Arbeitsuchenden frühzeitige Erstgespräche anzustreben. Dieser Befund schließt jedoch nicht aus, dass frühzeitige Gespräche bei anderen Arbeitsuchenden, beispielsweise wenn sie solche Gespräche aktiv einfordern, positive Effekte haben könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Effects of parental job loss on psychotropic drug use in children: Long-term effects, timing, and cumulative exposure (2024)
Zitatform
Högberg, Björn & Anna Baranowska-Rataj (2024): Effects of parental job loss on psychotropic drug use in children: Long-term effects, timing, and cumulative exposure. In: Advances in life course research, Jg. 60. DOI:10.1016/j.alcr.2024.100607
Abstract
"Intra-family crossover effects triggered by job losses have received growing attention across scientific disciplines, but existing research has reached discrepant conclusions concerning if, and if so how, parental job losses affect child mental health. Drawing on sociological models of stress and life course epidemiology, we ask if parental job losses have long-term effects on child mental health, and if these effects are conditional on the timing of, or the cumulative exposure to, job losses. We use intergenerationally linked Swedish register data combined with entropy balance and structural nested mean models for the analyses. The data allow us to track 400,000 children over 14 years and thereby test different life-course models of cross-over effects. We identify involuntary job losses using information on workplace closures, thus reducing the risk of confounding. Results show that paternal but not maternal job loss significantly increases the risk of psychotropic drug use among children, that the average effects are modest in size (less than 4% in relative terms), that they may persist for up to five years, and that they are driven by children aged 6–10 years. Moreover, cumulative exposure to multiple job losses are more harmful than zero or one job loss." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
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More money, more effect? Employment effects of job search programs in Veneto (2024)
Zitatform
Junquera, Álvaro F. (2024): More money, more effect? Employment effects of job search programs in Veneto. (SocArXiv papers), 26 S. DOI:10.31235/osf.io/rjshu
Abstract
"Despite being widely regarded as effective labor market interventions, the impact of job search programs on employment remains contested. Recent research challenges the assumption that the intensity of such programs is directly related with its effectiveness. We evaluate the effects of two treatments of an Italian active labour market program called Assegno per il Lavoro. Each intervention is made up of a voucher to fund job search assistance and a performance-based payment related to job search brokerage. Participants are assigned to a certain group with a certain treatment endowment that is increasing in function of a scoring variable. Leveraging this design, we applied a regression discontinuity analysis to estimate effects on the employment quantity and on the employment quality. We found null effects on the average of worked days for the two treatment comparisons, with transient small effects during the first year for the high endowment. Significant increases of approximately one month were observed at the median of the distribution for certain semesters, but later the effects fade away. This is the first paper studying the effect of the intensity of job search actions on employment in a European context. The main policy implication is a shift from a focus on intensity to a focus on other design elements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Which Active Labor Market Policies Work for Male Refugees? Evidence from Germany (2024)
Zitatform
Kasrin, Zein & Stefan Tübbicke (2024): Which Active Labor Market Policies Work for Male Refugees? Evidence from Germany. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, H. 3, S. 727-750., 2022-05-24. DOI:10.1017/S0047279422000605
Abstract
"In this paper, we estimate the causal effects of a set of active labor market programs for male unemployed refugees on welfare who entered Germany between, 2013 and September, 2016. Using rich administrative data, we employ covariate balancing propensity scores combined with inverse probability weighting to estimate effects up to 33 months after the start of treatment. Our results show that relatively short-term training in the form of Schemes by Providers and In-Firm Training, as well as longer-term Further Vocational Training programs have a positive impact on both the employment chances as well as labor market earnings of refugees in the medium run. So-called “One Euro Jobs”, a public employment program, does not yield positive effects on employment or earnings. Sensitivity analyses confirm that our results are unlikely to be driven by unobserved confounding." (Author's abstract, IAB-Doku, © Cambridge University Press) ((en))
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Help or harm? Examining the effects of active labour market programmes on young adults' employment quality and the role of social origin (2024)
Zitatform
Knize, Veronika & Markus Wolf (2024): Help or harm? Examining the effects of active labour market programmes on young adults' employment quality and the role of social origin. In: Journal of European Social Policy, Jg. 34, H. 5, S. 573-589., 2024-02-29. DOI:10.1177/09589287241268442
Abstract
"Active labor market programs (ALMPs) should help young adults who collect welfare benefits ‘get back on track’. Despite the recent proliferation of research on ALMPs, only scant attention has been paid to their employment quality effects. Aiming to fill this gap, this article evaluates the long-term effects of German ALMPs on young adults’ employment quality. We measure employment quality with two indicators: one on whether someone has a job with earnings below the low wage threshold and the other on whether they have a job with earnings above the low wage threshold. These measures help us assess whether ALMPs prevent young adults from being at risk of poverty again. In addition, we study whether ALMP effects vary by social origin. We distinguish young adults by whether their families collected benefits when they were adolescents, as a marker for disadvantaged social origin. We analyze in-firm training and one-euro jobs as examples for enabling and workfare programs, which exist across other welfare states as well. Empirically, we apply an entropy balancing approach to a self-drawn sample from registry data to analyze ALMP treatment effects. Results show that in-firm training enhances young adults’ employment quality in the long run. The effects tend to be lower for those from disadvantaged families though, indicating that disadvantages embedded in social origin remain. The workfare program harms participants’ employment quality, with those less disadvantaged suffering the greatest damage. Overall, our research provides evidence that in-firm training effectively enables young adults to find a job of higher quality, addressing their risk of social exclusion and proving useful in promoting upward social mobility. Nonetheless, the article also raises urgent issues concerning how the needs of those most vulnerable can be addressed by social policy." (Author's abstract, IAB-Doku, © SAGE) ((en))
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Teilqualifizierungen – ein wirksames, aber politisch umstrittenes Instrument (2024)
Zitatform
Kruppe, Thomas, Julia Lang & Christopher Osiander (2024): Teilqualifizierungen – ein wirksames, aber politisch umstrittenes Instrument. In: IAB-Forum H. 05.08.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240805.02
Abstract
"In den letzten Jahren kamen sogenannte Teilqualifizierungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik verstärkt zum Einsatz. Bisher mangelte es aber an empirischen Befunden zur Wirksamkeit dieser Form der Weiterbildung. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des IAB zeigt nun, dass Teilqualifizierungen die Arbeitsmarktchancen der Geförderten deutlich verbessern. Trotzdem dürfte das Instrument politisch umstritten bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Teilqualifizierungen – wie häufig werden sie eingesetzt und wer nimmt teil? (2024)
Zitatform
Kruppe, Thomas, Julia Lang & Christopher Osiander (2024): Teilqualifizierungen – wie häufig werden sie eingesetzt und wer nimmt teil? In: IAB-Forum H. 05.08.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240805.01
Abstract
"Teilqualifizierungen dienen dazu, Qualifikationsdefizite von Beschäftigten und Arbeitslosen abzubauen. Sie bestehen aus verschiedenen inhaltlichen Modulen und werden in ausgewählten Berufsfeldern angeboten. Die Maßnahme zielt auf Geringqualifizierte, die im besten Fall durch das Absolvieren mehrerer Module mittelfristig einen Berufsabschluss nachholen können. Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit geben Aufschluss darüber, wie intensiv das Instrument genutzt wird und wie sich die Gruppe der Teilnehmenden zusammensetzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Minimum Income and Social Inclusion Pathways : A review ofselected European Union programs (2024)
Marzi, Marta Serena Liliana; Cenedese, Francesco; Cherchi, Ludovica; Marini, Alessandra;Zitatform
Marzi, Marta Serena Liliana, Alessandra Marini, Ludovica Cherchi & Francesco Cenedese (2024): Minimum Income and Social Inclusion Pathways : A review ofselected European Union programs. (Social protection & jobs : discussion paper / World Bank Group, Social Protection & Jobs 2408), Washington, DC, 90 S.
Abstract
"Across European Union (EU) countries, the institutional design of Minimum Income (MI) programs varies widely in terms of the benefits and services provided to recipients, despite significant convergence toward a similar MI model and shared common approaches. This discussion paper investigates the delivery of social inclusion pathways, i.e., non-monetary support components to foster MI recipients' social inclusion and highlights common challenges and good practices across eight EU case study countries (Belgium, France, Germany, Greece, Italy, Portugal, Spain, and Sweden). The paper shows that while some countries prioritize labor activation for workforce reintegration of MI recipients, others aim for broader social inclusion, recognizing the challenges in integrating such recipients into the labor market due to their complex needs. Moreover, the paper examines how the social inclusion pathway and case management interventions in MI programs affect recipient's welfare within poverty-targeted programs. It notes the lack of evidence on the effectiveness and impact of social inclusion pathways within MIs and mentions ongoing evaluations in Spain, Italy, and France to address this gap." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Participatory Support for NEET Young People: A Case Study of a Finnish Educational Project (2024)
Zitatform
Määttä, Mirja, Sanna Toiviainen & Sanna Aaltonen (2024): Participatory Support for NEET Young People: A Case Study of a Finnish Educational Project. In: Journal of applied youth studies, Jg. 7, H. 1, S. 65-82. DOI:10.1007/s43151-024-00115-4
Abstract
"The aim of this paper is to offer a nuanced inquiry into the practices and scope of educational support offered to young people who are not in education, employment, or training (NEET). The study is based on participant observations and qualitative interviews with 35 young people and five project workers within the context of a Finnish educational project, which offered a daily group-based learning environment for 15-to-24-year-old NEET young people. Following a sociological interventionist approach, we interpret the logic of action—program theory—of the project, namely how the project workers defined the problems they intended to solve and what their aims and practical solutions were. Enhancing youth participation was the key point of their program theory. We juxtapose the program theory with young people's perceptions of how they experienced the project's participation-enhancing measures. In our analysis, we describe three levels of activity and participation forms the project enabled for the young people involved: individual, communal, and structural. The project enabled young people's participation by offering tailored support for education and work and a social learning community linking young people to the wider community. Structural and systemic hindrances were also acknowledged, but the project aimed at helping the students adapt to these rather than challenging them. The results of this case study suggest that projects targeting NEET young people can operate and have an effect beyond individual support but could pay more attention to the structural barriers and let young people develop their own critical thinking." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Strategien Gegen Fachkräftemangel Und Arbeitslosigkeit (2024)
Raddatz, Guido;Zitatform
Raddatz, Guido (2024): Strategien Gegen Fachkräftemangel Und Arbeitslosigkeit. (Argumente zu Marktwirtschaft und Politik 177), Berlin, 28 S.
Abstract
"Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten fundamental verändert. Im Vergleich zur Situation kurz nach der Jahrtausendwende, als in der Spitze über 5 Millionen Menschen offiziell arbeitslos gemeldet waren, könnte man vordergründig den Eindruck gewinnen, dass die Arbeitsmarktprobleme der Vergangenheit gelöst sind und die Politik ihre Hausaufgaben bei der Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit gemacht hat. Ohne Frage markieren die Jahre 2005/2006 nach der vollständigen Umsetzung der sogenannten „Hartz-Reformen “ einen markanten Wendepunkt auf dem deutschen Arbeitsmarkt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Neue Perspektiven der Sozialen Arbeit in der Arbeitsverwaltung? Konflikte und widersprüchliche Rationalitätskriterien in beschäftigungsorientierter Beratungsarbeit im Jobcenter (2024)
Rebbe, Daniel;Zitatform
Rebbe, Daniel (2024): Neue Perspektiven der Sozialen Arbeit in der Arbeitsverwaltung? Konflikte und widersprüchliche Rationalitätskriterien in beschäftigungsorientierter Beratungsarbeit im Jobcenter. In: Neue Praxis, Jg. 54, H. 1, S. 29-48.
Abstract
"Im Mittelpunkt des Beitrags von Daniel Rebbe steht die Betrachtung von Konfliktbereichen aktivierender Beratungsarbeit in der Arbeitsverwaltung, die anhand gewonnener Erkenntnisse einer Studie zum vorangegangenen System »Hartz IV« herausgearbeitet wurden und weiterhin besonders für Professionalisierungsfragen Sozialer Arbeit relevant erscheinen. Die Überlegungen dazu basieren auf der Frage nach der Rolle Sozialer Arbeit in der Arbeitsverwaltung und der öffentlichen Beschäftigungsförderung und ihrem Verhältnis zueinander." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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'You had to be the Detective': Implementing Workfare in British Employment Services (2024)
Zitatform
Redman, Jamie, Del Roy Fletcher, Richard White & Lindsey Mccarthy (2024): 'You had to be the Detective': Implementing Workfare in British Employment Services. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, H. 4, S. 897-915. DOI:10.1017/S0047279422000733
Abstract
"British employment service delivery has shifted towards a model primed on core ‘workfare’ objectives – that is, enforcing behavioral compliance to work-related duties and expanding participation in work. Nevertheless, significant gaps remain in current knowledge about how workfare is implemented daily by frontline staff. The existing international street-level research on employment service delivery reveals how workers use a range of discretionary practices to achieve workfare objectives. Yet this research largely ignores how, in practice, a key aspect of enforcing behavioral compliance and encouraging work participation is through contending with its opposite – behavioral non-compliance. Analyzing 13 interviews with frontline staff, this article contributes to street-level knowledge by revealing the ways managers and workers in British employment services are encouraged to detect and correct variations of claimant non-compliance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gut beraten im Jobcenter?: Beratungsqualität als Herausforderung für Führung und Praxis (2024)
Rübner, Matthias; Schulze-Böing, Matthias;Zitatform
Rübner, Matthias & Matthias Schulze-Böing (Hrsg.) (2024): Gut beraten im Jobcenter? Beratungsqualität als Herausforderung für Führung und Praxis. Baden-Baden: Nomos, 353 S. DOI:10.5771/9783748951537
Abstract
"Gute Beratung ist ein zentraler Erfolgsfaktor der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Bürgergeld). Veränderungen im Arbeitsmarkt, gesellschaftliche Entwicklungen und die Entwicklung des Rechts haben in den letzten Jahren die Praxis der Beratung in den Jobcentern vor neue Herausforderungen gestellt. Der Band beleuchtet mit Beiträgen von namhaften Experten aus Arbeitsmarktforschung, Beratungswissenschaft, Soziologie, Sozialer Arbeit, Rechtswissenschaft und Praxis, was gute Beratung ausmacht, wie Beratung in der Praxis ausgestaltet wird und wie sie weiterentwickelt werden kann. Besonderen Stellenwert haben dabei innovative Ansätze zur Verbesserung der Qualität und Wirksamkeit von Beratung in Jobcentern und verschiedene Konzepte der Qualitätsentwicklung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The Effects of Unemployment Insurance Caseworkers on Job Search Effort (2024)
Zitatform
Schiprowski, Amelie, Julia Schmidtke, Johannes Schmieder & Simon Trenkle (2024): The Effects of Unemployment Insurance Caseworkers on Job Search Effort. In: AEA papers and proceedings, Jg. 114, S. 567-571., 2024-01-12. DOI:10.1257/pandp.20241091
Abstract
"We combine a high-frequency survey on job search effort with administrative data on caseworker interactions from the German unemployment insurance system to estimate how the dynamics of search effort respond to caseworker meetings and vacancy referrals. Meetings alone do not increase individuals' search time beyond a mechanical meeting-day effect; however, we find suggestive evidence that they do when combined with a formal contract on job search obligations. Referrals lead to a modest increase in effort over the three weeks following the event. Our findings leave room for caseworkers affecting employment outcomes through other channels, for example, by altering search effectiveness." (Author's abstract, IAB-Doku,© American Economic Association) ((en))
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Effectiveness of a three-component intervention supporting unemployed individuals with mental health issues in their job search and mental health recovery (3for1): study protocol of a non-randomized controlled study (2024)
Schlachter, Svenja ; Rüsch, Nicolas ; Junne, Florian ; Gündel, Harald ; Martus, Peter ; Nischk, Daniel ; Gralla, Maria ; von Wietersheim, Jörn ; Baxendale, Maximilian ; Pumptow, Marina; Erschens, Rebecca ; Adam, Sophia Helen ; Gantner, Melanie; Mehler, Miriam ;Zitatform
Schlachter, Svenja, Sophia Helen Adam, Maximilian Baxendale, Melanie Gantner, Maria Gralla, Florian Junne, Peter Martus, Miriam Mehler, Daniel Nischk, Marina Pumptow, Rebecca Erschens, Harald Gündel, Nicolas Rüsch & Jörn von Wietersheim (2024): Effectiveness of a three-component intervention supporting unemployed individuals with mental health issues in their job search and mental health recovery (3for1): study protocol of a non-randomized controlled study. In: BMC public health, Jg. 24, H. 1. DOI:10.1186/s12889-024-20323-0
Abstract
"Background: There is a vicious cycle between unemployment and mental health issues. Unemployed individuals with mental health issues require individualized support at multiple levels in order to promote their mental health, and obtain and retain employment. The 3for1-intervention program aims to provide such support with three components (short-term psychotherapy, job coaching based on the Individual Placement and Support approach, and peer support). This study protocol outlines how the effectiveness of this three-component intervention program in terms of re-employment, mental health, and psychosocial outcomes will be evaluated. Methods: The 3for1-intervention program will be evaluated with a non-randomized controlled trial design in a multi-center study. 500 eligible participants aged between 18 and 60 years from six job centers in Southern Germany will be allocated to a control group or an intervention group. Allocation is time-based, with the control group being recruited first, followed by recruitment of the intervention group. The control group will receive treatment as usual, whereas the intervention group will receive treatment as usual as well as access to the three intervention components over a period of 12 months. Assessment will be conducted at baseline (t0), and 12 (t1) and 18 (t3) months later. The primary outcome will be the proportion of participants who are in employment subject to social insurance contributions at t1. Differences between control and intervention group will be tested with logistic regression analysis, controlling for relevant covariates. Analyses of secondary outcomes will relate to group differences regarding re-employment, health and well-being, social integration, help-seeking, and self-stigma at t1 and t2, applying logistic regression analysis or analysis of covariance. Additionally, usage of health services will be measured to evaluate the intervention program’s cost effectiveness. Discussion: The 3for1-intervention aims to improve employability and mental health outcomes of a vulnerable population with high need for assistance. Improvements for this population would benefit the German welfare state as well. This study could provide valuable insights into the feasibility, implementation, and sustainability of this individualized, multi-level support program within German job centers. Trial registration: This trial is registered with the German Clinical Trials Register: DRKS00029002 (registered on 11 May 2022)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitsmarkt: Vieles gleich, aber alles anders (2024)
Schäfer, Holger;Zitatform
Schäfer, Holger (2024): Arbeitsmarkt: Vieles gleich, aber alles anders. In: IW-Trends, Jg. 51, H. 1, S. 51-57. DOI:10.2373/1864-810X.24-01-07
Abstract
"Die in den 1950er Jahren infolge der Kriegsschäden und Einwanderung Vertriebener nach Westdeutschland noch hohe Arbeitslosigkeit (Braun/Weber, 2016) glaubte man überwunden. Die Arbeitslosenquote lag im Zeitraum 1960 bis 1973 nur einmal – im Jahr 1967 infolge einer leichten Rezession – kurzzeitig über 2 Prozent der abhängigen zivilen Erwerbspersonen. Dies änderte sich in den Jahren 1974 und 1975 deutlich, als im Zuge des Ölpreisschocks das Bruttoinlandsprodukt zunächst nur schwach zunahm und dann sogar recht deutlich zurückging. In dieser Phase stieg die Arbeitslosenquote auf 4 bis 5 Prozent (Abbildung 1). Dieser Anstieg war Ausgangspunkt einer langen Arbeitsmarktkrise, die bis zum Jahr 2005 andauerte." (Textauszug, IAB-Doku)
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The Evidence Gap in Labour Shortage Assessments (2024)
Seghir, Majda;Zitatform
Seghir, Majda (2024): The Evidence Gap in Labour Shortage Assessments. In: Intereconomics, Jg. 59, H. 3, S. 143-145. DOI:10.2478/ie-2024-0030
Abstract
"In November 2023, the European Commission unveiled a set of initiatives to address severe labor shortages. These included the creation of the European Union Talent Pool, an online platform designed to facilitate connections between employers in the EU and jobseekers from non-EU countries. This platform provides a repository of skills and facilitates international recruitment and legal migration procedures. These measures are intended to complement other efforts at the EU and national levels, including initiatives to re-skill and up-skill the existing workforce to meet the changing needs of employers. These efforts also include activating the inactive population and increasing intra-EU mobility. The formulation and implementation of such policies underscore a major concern of policymakers regarding the phenomenon of labor shortage within the EU. Concurrently, they raise crucial questions about the extent of evidence available to substantiate claims of labor shortages, the circumstances under which such shortages arise and the mechanisms that drive them." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Accountability in personalized Supported Employment-based activation services (2024)
Zitatform
Skjold, Suzan Mbatudde & Kjetil Grimastad Lundberg (2024): Accountability in personalized Supported Employment-based activation services. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, H. 4, S. 916-932. DOI:10.1017/S0047279422000915
Abstract
"This article explores the accountability experiences and orientations of frontline workers implementing personalized activation services in the Norwegian Labor and Welfare Administration (NAV). The study draws on observations and interviews (2021), with three teams of employment specialists using Supported Employment as an approach to personalized service provision, in a national program called Extended Follow-up. Adopting the theoretical lens of accountability as behaviors of account giving, three strategies on how to adopt the accountability regime at the frontline are highlighted: (i) reporting, where one team complied with accountability requirements as the perceived best practices for achieving success in work inclusion; (ii) mitigating, where accountability requirements were fulfilled but combined with attention to how to best meet jobseekers’ needs; and (iii) reframing, where accountability requirements were challenged and redefined. The study highlights how accountability requirements may be interpreted variably, promoting personalized service innovation on the one hand or stagnation on the other." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The end of welfare states as we know them? A multidimensional perspective (2024)
Sowula, Jakub ; Gehrig, Franziska; Scruggs, Lyle A. ; Ramalho Tafoya, Gabriela ; Seeleib-Kaiser, Martin;Zitatform
Sowula, Jakub, Franziska Gehrig, Lyle A. Scruggs, Martin Seeleib-Kaiser & Gabriela Ramalho Tafoya (2024): The end of welfare states as we know them? A multidimensional perspective. In: Social Policy and Administration, Jg. 58, H. 5, S. 785-799. DOI:10.1111/spol.12990
Abstract
"This article highlights the limitations of unidimensional analyses in the comparative welfare state literature and emphasises the need for a more holistic, multidimensional approach incorporating social spending, welfare state outputs and outcomes. To illustrate the utility of a multidimensional approach, we examine the long‐term welfare state trajectories of Sweden and Germany, prototypical social‐democratic and conservative welfare states, respectively, and compare them against the baseline of Europe's prototypical liberal welfare state, the United Kingdom. The social spending (expenditure) and output (generosity) allowed us to identify significant changes in the Swedish welfare state (i.e., retrenchment). The outcome dimension alerts us to a policy drift in the German Welfare State, as relatively stable public spending and welfare generosity until the first half of the 2000s were nonetheless associated with sharply increased inequality and poverty. Overall, our findings suggest that a holistic, multidimensional approach is necessary to fully understand the complexities of welfare state change and continuity, as focusing solely on one dimension can lead to analytical misjudgments. The sharp rise in inequality and poverty across countries raises doubts about whether policymakers and researchers rely too much on outdated assumptions of normality that fail to meet the welfare state realities of today." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Videoberatungen im Beratungsangebot der Bundesagentur für Arbeit: Ergebnisse einer Mixed-Method-Studie (2024)
Zitatform
Stanik, Tim & Karin Julia Rott (2024): Videoberatungen im Beratungsangebot der Bundesagentur für Arbeit. Ergebnisse einer Mixed-Method-Studie. In: Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, Jg. 47, H. 1, S. 29-46. DOI:10.1007/s40955-024-00270-4
Abstract
"Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist einer der größten Anbieter von Beratungen in Bildung, Beruf und Beschäftigung. Neben der Beratung von arbeitslosen Personen adressiert das Beratungsangebot auch Personen, die sich beruflich orientieren oder (weiter-)entwickeln wollen. Seit der Corona-Pandemie kann das Beratungsangebot der BA auch im Format der Videoberatung in Anspruch genommen werden. Auch wenn diese Beratungen eine große Nähe zu Face-to-Face-Beratungen aufweisen, sind sie digital vermittelt. Der Beitrag untersucht mit Hilfe von quantitativen und qualitativen Befragungen von Beratungsfachkräften der BA, welche Erfahrungen mit Videoberatung gemacht wurden, welche professionelle Anforderungen und Herausforderungen die Beratenden dabei wahrnehmen und wie sie hierfür ihre Kompetenzen einschätzen. Die Ergebnisse zeigen ein relativ hohes Kompetenzempfinden, und es konnte einer Typologie von Videoberatenden der BA exploriert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wer nutzt die "Berufsberatung im Erwerbsleben" der Bundesagentur für Arbeit? (2024)
Zitatform
Stephan, Gesine, Anna Heusler & Julia Lang (2024): Wer nutzt die "Berufsberatung im Erwerbsleben" der Bundesagentur für Arbeit? In: IAB-Forum H. 24.01.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240124.01
Abstract
"Um Menschen bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen, hat die Bundesagentur für Arbeit in den letzten Jahren unter anderem die Berufsberatung im Erwerbsleben weiterentwickelt. Ein Team aus dem IAB hat untersucht, welche Personengruppen dieses Angebot im Jahr 2021 genutzt haben. Fast zwei Drittel der Beratenen waren Beschäftigte. Frauen, Jüngere, Teilzeitbeschäftigte sowie Beschäftigte aus kleineren Betrieben waren dabei überproportional vertreten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Public or private job placement services - are private ones more effective?: Outsourcing to the private sector can only be effective if the service quality can be contracted on (2024)
Zitatform
Stephan, Gesine (2024): Public or private job placement services - are private ones more effective? Outsourcing to the private sector can only be effective if the service quality can be contracted on. (IZA world of labor 285,2), Bonn, 11 S. DOI:10.15185/izawol.285.v2
Abstract
"Expenditures on job placement and related services make up a substantial share of many countries’ gross domestic products. Contracting out to private providers is often proposed as a cost-efficient alternative to the state provision of placement services. However, the responsible state agency has to be able and willing to design and monitor sufficiently complete contracts to ensure that the private contractors deliver the desired service quality. None of the empirical evidence indicates that contracting-out is necessarily more effective or more cost-efficient than public employment services." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
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Vermittlungsgutscheine verlieren weiter an Bedeutung (Serie „Evaluation von Instrumenten der aktiven Arbeitsmarktpolitik“) (2024)
Zitatform
Stephan, Gesine, Elisabeth Artmann & Sarah Bernhard (2024): Vermittlungsgutscheine verlieren weiter an Bedeutung (Serie „Evaluation von Instrumenten der aktiven Arbeitsmarktpolitik“). In: IAB-Forum H. 26.03.2024, 2024-03-26. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240326.01
Abstract
"Arbeitsuchende können von ihrer Agentur für Arbeit oder ihrem Jobcenter einen Vermittlungsgutschein erhalten, den sie bei einer privaten Arbeitsvermittlung einlösen können. Die Bedeutung der Vermittlungsgutscheine ist im Zeitablauf stark zurückgegangen: Im Jahr 2022 lösten insgesamt nur noch knapp 4.000 Personen einen solchen Gutschein ein. Dabei machten tendenziell eher Arbeitslose mit besseren Beschäftigungschancen von diesem Instrument Gebrauch." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Money for nothing? Evidence on the effects of start-up subsidies on transitions from unemployment to self-employment (2024)
Zitatform
Tübbicke, Stefan (2024): Money for nothing? Evidence on the effects of start-up subsidies on transitions from unemployment to self-employment. In: Economics Letters, Jg. 235, 2024-01-09. DOI:10.1016/j.econlet.2024.111539
Abstract
"Start-up subsidies (SUS) aim to foster the transition of unemployed individuals into self-employment by securing their livelihood during the first months after their start-up. While the existing evidence on the effects of SUS on subsidy recipients’ labor market success and business performance is rather positive, much less is known about the degree to which SUS can actually induce additional entrepreneurial activity out of unemployment. Critics suspect that SUS are rather ineffective in increasing transitions from unemployment into self-employment, essentially handing out money for nothing. Exploiting large regional variation caused by a German policy reform at the end of 2011, this paper investigates the role of SUS for transitions from unemployment to self-employment using a difference-in-differences strategy. Results show that the reform led to large negative effects on regional transitions into subsidized as well as overall self-employment. Results imply a prominent role of public policy in shaping start-up activity from unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Und „das Arbeitsamt hat halt gesagt …“: Komplexe Akteure als Dispositivelemente in Erwerbsbiographien von Menschen mit Behinderungen (2024)
Zitatform
Waldschmidt, Anne, Fabian Rombach, Sarah Karim & Lisa Prior (2024): Und „das Arbeitsamt hat halt gesagt …“: Komplexe Akteure als Dispositivelemente in Erwerbsbiographien von Menschen mit Behinderungen. In: Soziale Probleme, Jg. 35, H. 2, S. 202-220. DOI:10.3262/sp2402202
Abstract
"Bei der Bearbeitung des sozialen Problems Behinderung hat die Teilhabe an Arbeit und Beschäftigung einen hohen Stellenwert. Entsprechend sind Dispositive der Erwerbsarbeit und Behinderung eng miteinander verkoppelt. Vor allem die staatliche Arbeitsverwaltung stellt ein strukturell machtvolles Dispositivelement dar. Auf dieser Folie untersucht der Beitrag, welche Erfahrungen behinderte Menschen mit der Bundesagentur für Arbeit machen. Im Ergebnis zeigt die Analyse qualitativ-empirischer Interviews, dass die Bundesagentur als komplexer Akteur individuelle Zugänge zum Arbeitsmarkt ermöglicht oder blockiert. Auf die disponierende Praxis der Behörde reagieren die interviewten Personen ihrerseits sowohl mitwirkend als auch widerständig. Mehrheitlich präsentieren sie sich als selbsttätige Subjekte, die an (Erwerbs-)Arbeit teilnehmen wollen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Centaurus Verlag & Media)
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Das Monitoring von Beratung aus Europäischer und internationaler Perspektive - Impulse für die Diskussion in Deutschland? (2024)
Weber, Peter C.;Zitatform
Weber, Peter C. (2024): Das Monitoring von Beratung aus Europäischer und internationaler Perspektive - Impulse für die Diskussion in Deutschland? In: nfb kurzgefasst H. 1, S. 15.
Abstract
"Der vorliegende Beitrag wirft einige Schlaglichter auf die internationale und spezifisch europäische Diskussion zum Thema Monitoring in der Beratung und zieht einige Schlussfolgerungen für Deutschland. Begleitend zu den in den letzten 25 Jahren lebhaft geführten fachpolitischen Diskussionen zum Auf- und Ausbau der lebensbegleitenden Beratung (im Feld Bildung, Beruf, Beschäftigung) wurde das Thema in verschiedenen Studien und Initiativen thematisiert und beschrieben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die EU selbst kein auf Daten basierendes Monitoring etablieren kann oder will, sondern eher die Rolle hat, Aktivitäten auf der nationalen Ebene konzeptionell zu beschreiben und anzuregen. Der Beitrag geht kurz auf den Begriff des Monitorings und der Evaluation ein und differenziert verschiedene Gründe für die gestiegene Bedeutung von Monitoring-Aktivitäten. Daran anschließend werden zwei Modelle vorgestellt, die Indikatoren für das Monitoring beschreiben. Der dritte Teil geht auf Publikationen des CEDEFOP mit Beispielen für ein Monitoring ein und gibt Hinweise zu weiterführenden Quellen. Abschließend werden einige Schlussfolgerungen für die Diskussion und die Entwicklung eines Beratungsmonitorings in Deutschland zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Monitoring und Evaluierung der Berufsberatung in der Bundesagentur für Arbeit: Der Qualitätsindex im Kontext der Etablierung Lebensbegleitender Bildungs- und Berufsberatung in Deutschland (2024)
Weber, Peter C.;Zitatform
Weber, Peter C. (2024): Monitoring und Evaluierung der Berufsberatung in der Bundesagentur für Arbeit. Der Qualitätsindex im Kontext der Etablierung Lebensbegleitender Bildungs- und Berufsberatung in Deutschland. In: nfb kurzgefasst H. 1, S. 12.
Abstract
"Im Jahr 2019 hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) eine neue inklusive Lebensbegleitende Berufsberatung (LBB) für alle Menschen, einschließlich der Erwerbstätigen, eingeführt. Diese Reform ist eine strategische Neuausrichtung auf Beratung als wichtigem Mittel zur Unterstützung von Menschen jeden Alters und in verschiedenen Phasen der Berufswahl, der Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit. Zur Erfassung der Beratungsqualität und des Monitorings nutzt die BA ein eigenes Monitoringsystem: den Beratungsindex. Dieser basiert auf einem Indikatorenmodell und wird regelmäßig und systematisch durch Befragung der Nutzer*innen der Beratungsangebote zu jeweils drei Zeitpunkten erhoben. Die Indikatoren beziehen sich auf die subjektive Bewertung verschiedener Aspekte der Qualität der Beratung nach dem Input – Prozess – Output/Outcome Konzept. Im Beitrag werden Items zu ausgewählten Indikatoren vorgestellt. Mit dem regelmäßigen Monitoring des Beratungsangebots verfolgt die BA auch eine Professionalisierungsstrategie. Hierzu wurde u. a. das von der Hochschule der BA konzipierte und durchgeführte „Zertifikatsprogramm Professionelle Beratung“ eingeführt. Im vorliegenden Beitrag wird erörtert, wie durch weitere Begleitforschung der Einfluss der Kompetenzentwicklung und Professionalisierung der Beratenden auf die Entwicklung der professionellen Lebensbegleitenden Berufsberatung nachgewiesen werden kann, und ob durch ergänzende qualitative und quantitative Erhebungen eine Verknüpfung mit dem bestehenden Beratungsindex der BA denkbar ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Aktuelle Entwicklungen im Arbeitslosengeld I (2024)
Zitatform
(2024): Aktuelle Entwicklungen im Arbeitslosengeld I. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/10867 (27.03.2024)), Berlin, 26 S.
Abstract
Ausgangspunkt der Kleinen Anfrage ist der konstatierte Widerspruch einer steigenden Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld I (ALG I) bei gleichzeitigem Anstieg der offenen Stellen. Auf der Suche nach vermuteten Ursachen und empfundenen Ungerechtigkeiten richten sich die Fragen entsprechend auf die Anzahl und Entwicklung von Versicherten in der Arbeitslosenversicherung (differenziert nach Anspruchsdauer, Altersgruppen), auf die Zahl von Einzahlern, die einmal, häufiger oder zu keiner Zeit Leistungen in Anspruch genommen haben, auf die Kosten der Arbeitslosenversicherung bei einer Erhöhung des ALG I, die Zahl von Aufstockern, auf Anzahl und Dauer von Sperrzeiten, auf die Integrationsquoten von ALG I-Beziehern (keine Auskunft, da keine Daten vorhanden), auf die Kosten eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheines (keine Auskunft), auf die Absolventen von Qualifizierungsmaßnahmen (in absoluten Zahlen und anteilig) und die Erfolge hinsichtlich der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Es wird gefragt, ob sich durch die Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme gemäß SGB III die Integrationsquote von Arbeitslosengeld-I-Beziehern (sowohl die Integration in den ersten Arbeitsmarkt als auch in den zweiten Arbeitsmarkt) erhöht, und wenn ja, in welchem Umfang und wie viele Monate nach Beendigung der Qualifizierungsmaßnahme eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt bzw. zweiten Arbeitsmarkt aufgenommen wird. Eine weitere Frage gilt der Zeitdauer, die verstreicht, bis die Bundesagentur für Arbeit Arbeitssuchenden nach erfolgter Arbeitssuchendmeldung einen Termin zum Beratungsgespräch in der Arbeitsvermittlung, einen Vermittlungsvorschlag, einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein oder einen Bildungsgutschein aushändigt. Fragen nach Einsparungen in der Arbeitslosenversicherung bei Senkung der Höchstanspruchsdauer, oder nach Kosten bei der Ausweitung der Höchstanspruchsdauer für ältere Versicherte bleiben wegen fehlender Daten unbeantwortet. (IAB)
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Jobcenter und Arbeitsmarktförderung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU (2024)
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(2024): Jobcenter und Arbeitsmarktförderung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/12831 (05.09.2024)), Berlin, 24 S.
Abstract
[insgesamt 24 Einzelfragen mit zahlreichen Unterfragen] "Vorbemerkung der Fragesteller: Das Prinzip „Fördern und Fordern“ ist der Kernansatz des Zweiten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB II). Integration in Arbeit und Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit sind zentrale Voraussetzungen für eine wirkungsvolle Sozialpolitik, welche die Vermittlung in Arbeit zum Ziel hat. Viele Menschen sind über mehrere Jahre auf die Grundsicherung angewiesen. Diese arbeitsmarktfernen Personen brauchen passgenaue Qualifikation, intensive und qualifizierte Unterstützung durch die Jobcenter, um wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen. Die Fraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, allen Menschen eine sichere Beschäftigungsbiografie zu ermöglichen und Beschäftigungsfähigkeit durch Qualifizierung zu sichern bzw. zu erhalten." (Textauszug, Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)
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Gender-age differences in hiring rates and prospective wages: Evidence from job referrals to unemployed workers (2023)
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Bamieh, Omar & Lennart Ziegler (2023): Gender-age differences in hiring rates and prospective wages. Evidence from job referrals to unemployed workers. In: Labour Economics, Jg. 83. DOI:10.1016/j.labeco.2023.102395
Abstract
"This paper uses matched worker-vacancy data to study gender differences in hiring outcomes of jobseekers in Austria. When registered at the public employment office, jobseekers are assigned caseworkers who refer them to suitable vacancies. Our findings show that female and male jobseekers are equally likely to get hired via such a referral, but it takes women longer to get a job offer. Most of the observed gender differences stem from younger jobseekers (below age 35) and are explained by rejections of employers. Young women are also less often hired for better-paying jobs. We argue that these differences are consistent with hiring discrimination against women in their fertile age. Our analysis shows that young female jobseekers are much more likely to go on parental leave in the future, while men almost never take extended parental leave. Consistent with this hypothesis, we find that hiring differences are larger for jobs associated with higher replacement costs and smaller in tight labor markets." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2023 Elsevier) ((en))
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Taking a Chance on Workers: Evidence on the Effects and Mechanisms of Subsidized Employment from an RCT (2023)
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Barham, Tania, Brian C. Cadena & Patrick S. Turner (2023): Taking a Chance on Workers. Evidence on the Effects and Mechanisms of Subsidized Employment from an RCT. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16221), Bonn, 114 S.
Abstract
"This paper estimates experimental impacts of a supported work program on employment, earnings, benefit receipt, and other outcomes. Case managers addressed employment barriers and provided targeted financial assistance while participants were eligible for 30 weeks of subsidized employment. Program access increased employment rates by 21 percent and earnings by 30 percent while participants were receiving services. Though gains attenuated after services stopped, treatment group members experienced lasting improvements in employment stability, job quality, and well-being, and we estimate the program's marginal value of public funds to be 0.64. Post-program impacts are entirely concentrated among participants whose subsidized job was followed by unsubsidized employment with their host-site employer. This decomposition result suggests that encouraging employer learning about potential match quality is the key mechanism underlying the program's impact, and additional descriptive evidence supports this interpretation. Machine learning methods reveal little treatment effect heterogeneity in a broad sample of job seekers using a rich set of baseline characteristics from a detailed application survey. We conclude that subsidized employment programs with a focus on creating permanent job matches can be beneficial to a wide variety of unemployed workers in the low-wage labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Punish, protect or redirect? Synthesising workfare with 'spatially Keynesian' labour market policies in times of job loss (2023)
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Barnes, Tom (2023): Punish, protect or redirect? Synthesising workfare with 'spatially Keynesian' labour market policies in times of job loss. In: Environment and planning. A, Economy and space, Jg. 55, H. 4, S. 871-889. DOI:10.1177/0308518X221140891
Abstract
"The relationship between job loss and workfare has been well documented. Workers who lose jobs, including long-term careers in previously secure employment, enter systems of workfare that churn them through precarious jobs in return for meagre income support. But the relationship between workfare and alternative systems of labour market assistance rolled out before job loss is less understood. To shed new light on this issue, this article critically analyses an attempt to synthesise two labour market policies implemented in response to the closure of Australia's automotive manufacturing industry in 2017. The first policy was an altruistic, spatially Keynesian response to deindustrialisation; the second policy was based on Australia's notoriously punitive system of workfare. The article asks: how was it possible to synthesise systems framed in mutually incompatible terms? This question can be addressed, it argues, by deploying an Agency-Structure-Institutions-Discourse (ASID) approach to understand how and why these labour market policies were hybridised. The article's results are instructive in a ‘post-pandemic’ environment in which opportunities to rollout alternatives to workfare will be forced to contend with resurgent workfare states." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2023 a Pion publication) ((en))
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Activating the Long-Term Inactive: Labor Market and Mental Health Effects (2023)
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Bastiaans, Mareen, Robert Dur & Anne C. Gielen (2023): Activating the Long-Term Inactive: Labor Market and Mental Health Effects. (Discussion paper / Tinbergen Institute 2023-003/V), Amsterdam u.a., 73 S.
Abstract
"In many Western countries, a sizeable group of people live on welfare benefits for a long time. Many of them suffer from mental health issues. This paper studies the labor market and mental health effects of an activation program targeting these long-term inactive people. We exploit the staggered implementation of the program in a difference-in-differences design. We find that the activation program hardly affects labor market outcomes. However, for those on mental health medication prior to the start of the program, the use of mental health medication substantially drops in the years following the start of the program. This effect is particularly pronounced for men. We also study spillover effects on the children of those targeted by the program, finding some suggestive evidence for improved learning and mental health outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Handlungsfelder und Anpassungsbedarfe der ganzheitlichen beschäftigungsbegleitenden Betreuung im Teilhabechancengesetz (2023)
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Bauer, Frank, Jenny Bennett, Philipp Fuchs & Jan F. C. Gellermann (2023): Handlungsfelder und Anpassungsbedarfe der ganzheitlichen beschäftigungsbegleitenden Betreuung im Teilhabechancengesetz. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 72, H. 9-10, S. 731-746., 2023-08-02. DOI:10.3790/sfo.72.9-10.731
Abstract
"Der Aufsatz untersucht die Umsetzungspraxis der ganzheitlichen beschäftigungsbegleitenden Betreuung (gbB) im Rahmen der Förderung nach dem Teilhabechancengesetz (THCG). Ausgehend von einer Rekonstruktion der Logik der gbB im Rahmen der Gesetzgebung wird die tatsächliche Umsetzungspraxis anhand einer qualitativen Studie an zehn Standorten beleuchtet. Auf dieser Grundlage wird hinsichtlich der inhaltlichen Anforderungen an die gbB analytisch zwischen vier Handlungsfeldern unterschieden: Betrieb, Initiierung längerfristiger Entwicklungsprozesse, Notfall- und Krisenintervention sowie Lotse im Wohlfahrtsstaat. Damit die gbB diesen Anforderungen gerecht werden kann, wird empfohlen, einerseits die Fach- und Basiskompetenzen der Umsetzenden sicherzustellen und die Kontinuität in der Betreuung zu erhöhen, sowie andererseits den Zugang der gbB zu den Geförderten im Betrieb zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Duncker & Humblot)
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