Kinder in der Grundsicherung
Erhöhter Kinderfreibetrag und mehr Kindergeld, Kinderzuschlag, Kinderbonus, Schulbedarfs- und Bildungspaket - die vielfältigen sozialstaatlichen Hilfen für Familien mit Kindern sind in den letzten Jahren stetig korrigiert worden. Demgegenüber stehen Befunde zur überdurchschnittlich hohen Betroffenheit von Kindern unter 15 Jahren im SGB-II-Bezug mit der Folge mangelnder Bildungs- und soziokultureller Teilhabe.
Dieses Themendossier bietet einen Literaturüberblick und Links zur Debatte um gerechte Teilhabechancen für Kinder.
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Literaturhinweis
Kinder im SGB-II-Bezug: Eine Auswertung aktueller Daten der Bundesagentur für Arbeit (2017)
Seils, Eric; Höhne, Jutta; Baumann, Helge;Zitatform
Seils, Eric, Helge Baumann & Jutta Höhne (2017): Kinder im SGB-II-Bezug. Eine Auswertung aktueller Daten der Bundesagentur für Arbeit. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 15), Düsseldorf, 4 S.
Abstract
"Ein wachsender Anteil der in Deutschland lebenden Kinder ist auf das SGB II-System angewiesen. Die Ursache für diesen Anstieg ist in der jüngsten Einwanderungswelle zu finden. Die Zahl der deutschen Kinder, die von Hartz IV leben müssen, nimmt hingegen seit etwa zwei Jahren ab. Dennoch hat der Löwenanteil der von Hartz IV betroffenen Kinder die deutsche Staatsbürgerschaft. Dies zeigt sich auch darin, dass die SGB II-Quoten der Kinder in vielen Kreisen Ostdeutschlands - in denen es kaum Einwanderer gibt - weiterhin sehr hoch sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Armutsmuster in Kindheit und Jugend: Längsschnittbetrachtungen von Kinderarmut (2017)
Zitatform
Tophoven, Silke, Torsten Lietzmann, Sabrina Reiter & Claudia Wenzig (2017): Armutsmuster in Kindheit und Jugend. Längsschnittbetrachtungen von Kinderarmut. Gütersloh, 69 S.
Abstract
"Seit Jahren sind die Kinderarmutszahlen in Deutschland auf hohem Niveau: Im Durchschnitt ist in Deutschland jedes vierte Kind von Armut betroffen. Das bedeutet, seine Familie lebt von einem Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle, also weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens, und/oder bezieht SGB-II-Leistungen. Armut ist dabei für die meisten betroffenen Kinder und Jugendlichen ein Dauerzustand - das belegt die vorliegende Studie. Die Autoren haben repräsentative Daten zu Kinderarmut in Deutschland im Längsschnitt betrachtet, d. h. sie haben für einzelne Kinder nachvollzogen, wie sich das Einkommen ihrer Familie über fünf Jahre hinweg entwickelt hat. Das Ergebnis: Rund 30 Prozent dieser Kinder machen innerhalb dieses Zeitraums Armutserfahrungen. Innerhalb von fünf Jahren gibt es also durchaus Veränderungen der Einkommenssituation, nicht jedes Jahr leben dieselben Kinder in Armut. Ein Drittel der betroffenen Kinder erfährt Armut als einmalige und damit kurzzeitige Episode. Zwei Drittel von ihnen - und somit die große Mehrheit - wachsen jedoch dauerhaft in Armut auf oder rutschen nach kurzen Phasen, in denen das Haushaltseinkommen (meist nur knapp) über der Armutsgefährdungsschwelle liegt und keine SGB-II-Leistungen bezogen werden, immer wieder ab. Vor allem für Kinder und ihre Familien im Grundsicherungsbezug ist es nahezu unmöglich, der Armut zu entkommen - mit weitreichenden Folgen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluation der bundesweiten Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe: Schlussbericht (2016)
Bartelheimer, Peter; Wenzig, Claudia; Kotlenga, Sandra; Achatz, Juliane; Marquardsen, Kai; Henke, Jutta; Nägele, Barbara; Kaps, Petra; Wagner, Alexandra; Söhn, Nina;Zitatform
Bartelheimer, Peter, Jutta Henke, Petra Kaps, Sandra Kotlenga, Kai Marquardsen, Barbara Nägele, Alexandra Wagner, Nina Söhn, Juliane Achatz & Claudia Wenzig (2016): Evaluation der bundesweiten Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe. Schlussbericht. Göttingen, 256 S.
Abstract
"Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat 2013 ein umfassendes Forschungsvorhaben zur Evaluation der bundesweiten Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe (sog. Bildungspaket) in Auftrag gegeben, das 2011 in Kraft getreten ist.
Bei dem Forschungsprojekt wurde untersucht, wie das Bildungspaket vor Ort in der kommunalen Praxis umgesetzt wird, welche Zusammenhänge und Faktoren die Inanspruchnahme der Leistungen für Bildung und Teilhabe (BuT) beeinflussen und ob und wie die Leistungen bei den Leistungsberechtigten ankommen.
Der nun vorliegende Endbericht der Gesamtevaluation ergibt insgesamt ein vielschichtiges Bild. Es zeigt sich, dass rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. kommunale Trägerschaft, Landesvorgaben, Sachleistungsprinzip), lokale Entwicklungspfade, das Aufgabenverständnis und die Organisationsmaximen der Sozialverwaltung auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichem Gewicht zur kommunalen Umsetzungspraxis beitragen.
Grundsätzlich gilt: Je einfacher die Antragstellung und Abrechnung für die Leistungsberechtigten, desto wahrscheinlicher ist es, dass Leistungsberechtigte ihren Anspruch auf BuT-Leistungen geltend machen. Auch die konkrete Ausgestaltung des sog. Hinwirkungsgebots spielt eine zentrale Rolle.
Die Erhebungen zeigen, dass eine große Mehrheit (85 Prozent der Befragten) die BuT-Leistungen als eine gute (zusätzliche) Unterstützung für Kinder und Jugendliche betrachten. Demnach lohne sich auch der Aufwand, diese Leistungen zu beantragen. Eine hohe Zustimmung zum Bildungspaket findet sich auch bei den Anbietern sowie Schulen und Kitaverwaltungen.
Die Evaluation zeigt zudem eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz für eine zweckgebundene Form der Bedarfsdeckung (sog. Sachleistungsprinzip): drei Viertel der befragten Haushalte sind sogar gegen eine reine Geldleistung. Und: die Kenntnis(-quote) über das Bildungspaket ist bei den Leistungsberechtigten in den letzten Jahren gestiegen. Kenntnis ist eine wichtige Voraussetzung für die Inanspruchnahme, das heißt mit umfassender - und ggfs. auch mehrmaliger - Beratung sowie zielgruppenadäquater Ansprache könnte die Inanspruchnahme der BuT-Leistungen weiter erhöht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Wenzig, Claudia;Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Das Bildungs- und Teilhabepaket: Eine Misserfolgsgeschichte: Bürokratische Hürden und fehlende Mittel reduzieren Bildungschancen (2016)
Dehmer, Mara; Puls, Jennifer; Rock, Joachim;Zitatform
Dehmer, Mara, Jennifer Puls & Joachim Rock (2016): Das Bildungs- und Teilhabepaket: Eine Misserfolgsgeschichte. Bürokratische Hürden und fehlende Mittel reduzieren Bildungschancen. In: Soziale Sicherheit, Jg. 65, H. 10/11, S. 400-408.
Abstract
"Vor fünfeinhalb Jahren - im April 2011 - trat das so genannte Bildungs- und Teilhabepaket in Kraft. Davon sollen bedürftige Kinder aus Familien mit Hartz IV, Wohngeld, Kinderzuschlag, Sozialhilfe und - seit März 2015 - Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) profitieren. Sie können Leistungen für Schulbedarf, Klassenfahrten, Schülerbeförderungskosten, Mittagessen, Nachhilfe oder Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben aus dem Paket bekommen. Doch wie stark werden diese Leistungen für Bildung und Teilhabe (BuT) von den Betroffenen eigentlich in Anspruch genommen? Reichen sie zur Deckung des Bedarfs? Und wie sieht es mit der Finanzierung aus? Diesen und anderen Fragen geht der folgende Beitrag nach. Dabei zeigt sich: Das Bildungs- und Teilhabepaket ist und bleibt das ungeliebte Stiefkind der Sozialpolitik." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Armutsgefährdete Kinder und Schulabbrüche im regionalen Vergleich (2016)
Geis, Wido; Schröder, Christoph;Zitatform
Geis, Wido & Christoph Schröder (2016): Armutsgefährdete Kinder und Schulabbrüche im regionalen Vergleich. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 52), Köln, 3 S.
Abstract
"Berechnungen des IW Köln zeigen, dass es in Regionen mit vielen armutsgefährdeten Kindern auch häufiger zu Schulabbrüchen kommt. Die Armutsgefährdung geht dabei häufig mit geringerer Bildung der Eltern einher. Damit sich durch Vererbung von Bildungsarmut die Armutsgefährdung in betroffenen Regionen nicht verfestigt, sollten flächendeckend qualitativ hochwertige Betreuungs- und Ganztagschulangebote gemacht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinderarmut als Problem: Die soziale Frage und die Rolle der Kinderbetreuung im 19. und 21. Jahrhundert (2016)
Neuberger, Franz;Zitatform
Neuberger, Franz (2016): Kinderarmut als Problem. Die soziale Frage und die Rolle der Kinderbetreuung im 19. und 21. Jahrhundert. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 65, H. 12, S. 298-304. DOI:10.3790/sfo.65.12.298
Abstract
"Seit Jahrzehnten forciert die deutsche Sozialpolitik einen Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder. Auf diese Weise soll der zunehmenden Armut mit wachsender Erwerbstätigkeit begegnet werden, wobei insbesondere die Müttererwerbstätigkeit im Fokus steht. Der folgende Beitrag erläutert einige diesbezügliche Parallelen zur Sozialpolitik im 19. Jahrhundert und diskutiert vor dem Hintergrund der sozialen Frage die fundamentalen Verunsicherungen, auf die damals wie heute sozialpolitisch reagiert wird. War die Sozialpolitik des 19. Jahrhunderts noch weitgehend auf den Erhalt von Klassenunterschieden ausgelegt, wird heute das egalitäre Ideal der Chancengleichheit von der Praxis frühkindlicher Betreuung für arme Kinder in Deutschland konterkariert. So dient frühkindliche Betreuung sowohl im 19. als auch im 21. Jahrhundert dazu, soziale Ungleichheit zu konstituieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sackgasse SGB II: eine qualitative Panelstudie zur Überwindung der Bedürftigkeit aus Sicht von Aufstocker-Familien (2016)
Schröter, Anne; Heiland, Susanne;Zitatform
Schröter, Anne & Susanne Heiland (2016): Sackgasse SGB II. Eine qualitative Panelstudie zur Überwindung der Bedürftigkeit aus Sicht von Aufstocker-Familien. (Reihe Arbeit und Wirtschaft in Bremen 13), Bremen, 42 S.
Abstract
"Die Anzahl von Aufstockerinnen und Aufstockern - also Erwerbstätige, die trotz eigenem Einkommen auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) angewiesen sind - ist im Land Bremen in den letzten Jahren konstant gestiegen. Vor allem wenn Kinder zu versorgen sind, reicht das Einkommen von Eltern vielfach nicht aus, um die Familie existenzsichernd zu versorgen.
Die vorliegende Studie geht der Frage nach, welche Strategien Familien zur Überwindung der Bedürftigkeit entwickeln und welche Hindernisse ihnen im Wege stehen. Hinterfragt wird, inwiefern die Arbeitsvermittlung dieser spezifischen Gruppe Unterstützung bietet.
Anhand der Befragung von Bremer Aufstocker-Familien im Abstand von zwei Jahren zeigt sich, dass diese für eine Überwindung des Leistungsbezugs ein hohes Maß an innerfamiliärer und erwerbsbezogener Flexibilität aufbringen müssen. Die dafür notwendigen Handlungsspielräume sind jedoch vor allem aufgrund der Sorgearbeit in der Familie stark begrenzt. Die Arbeitsvermittlung bietet nur eingeschränkt Unterstützung an und trägt bei den befragten Familien nicht zu einem Ausstieg aus der Bedürftigkeit bei. Die Arbeitsmarktpolitik steht somit vor der drängenden Herausforderung, die Grundsicherung für Arbeitsuchende anzupassen oder aber anknüpfende arbeitsmarktpolitische Interventionen für diese Gruppen zu entwickeln." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Kinder in Armutslagen: Konzepte, aktuelle Zahlen und Forschungsstand (2016)
Zitatform
Tophoven, Silke, Claudia Wenzig & Torsten Lietzmann (2016): Kinder in Armutslagen. Konzepte, aktuelle Zahlen und Forschungsstand. (IAB-Forschungsbericht 11/2016), Nürnberg, 39 S.
Abstract
"Amtliche Statistiken zeigen, dass Kinder im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen öfter auf den Bezug von Sozialleistungen angewiesen sind und häufiger in einkommensarmen Haushalten leben. Die materielle Situation von Kindern muss dabei immer im Haushalts- und Familienkontext betrachtet werden. Ein besonders hohes Armutsrisiko zeigt sich für Kinder, die in alleinerziehenden Haushalten leben. Auch mit der Zahl der Geschwister nimmt das Armutsrisiko zu. Ebenso sind Arbeitslosigkeit oder ein niedriges Qualifikationsniveau der Eltern sowie eine nichtdeutsche Staatsangehörigkeit für Kinder häufig mit dem Aufwachsen in materieller Deprivation verbunden. Das Aufwachsen in Armut bleibt für Kinder außerdem nicht ohne negative Konsequenzen für weitere Lebensbereiche. Arme Kinder haben schlechtere Bildungschancen und weisen eine geringere soziale Teilhabe auf. Mit Blick auf die bisherige Forschung kann festgehalten werden, dass bislang vor allem eine weiter gefasste Betrachtung von Armutslagen bei Kindern, die verschiedene Armutsindikatoren miteinander verbindet, fehlt. Übliche Armutskonzepte haben jeweils ihre Vor-und Nachteile, so dass sich eine Kombination verschiedener Konzepte zur Messung von Armut empfiehlt. Darüber hinaus sollte die längsschnittliche Perspektive auf Kinderarmut weiter ausgebaut werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2018 (Elfter Existenzminimumbericht): Unterrichtung durch die Bundesregierung (2016)
Zitatform
(2016): Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2018 (Elfter Existenzminimumbericht). Unterrichtung durch die Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/10220 (02.11.2016)), 10 S.
Abstract
"Rechtliche Ausgangslage, Zusammensetzung des Sozialhilfebedarfs, Umfang und Höhe des Existenzminimums von Erwachsenen und von Kindern, Übersichten für die Jahre 2017 und 2018" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Steigende Armut trotz guter Wirtschaftslage: Problem Kinderarmut ungelöst (2016)
Zitatform
(2016): Steigende Armut trotz guter Wirtschaftslage. Problem Kinderarmut ungelöst. (Arbeitsmarkt aktuell 2016,03), Berlin, 11 S.
Abstract
"Die verbesserte Situation auf dem Arbeitsmarkt hat weder zu einer deutlichen Verbesserung bei der Armutsproblematik generell noch bei der Kinderarmut geführt. Der Beitrag zeigt auf, wie sich Arbeitslosigkeit und Armutsrisiko in den letzten Jahren vielmehr gegenläufig entwickelt haben.
Die relative Betroffenheit des Armuts- bzw. Hartz-IV-Risikos von Kindern ist deutlich höher als bei Erwachsenen. Hierzu werden aktuelle Zahlen präsentiert und nach verschiedenen Haushaltstypen differenziert.
Hartz-IV-Armut tritt regional sehr unterschiedlich auf, sowohl im Vergleich der Bundesländer als auch bei sozialräumlicher Betrachtung. Die Analyse zeigt zudem, dass graduell eine Verschiebung der Armutsbetroffenheit vom Osten in den Westen und dort in bestimmte Problemregionen zu verzeichnen ist. Insgesamt bleibt aber das Armutsrisiko in weiten Teilen Ostdeutschlands höher als im Westen.
Der DGB hat Vorschläge zur Bekämpfung von Kinderarmut vorgelegt und aktuell ein Sonderprogramm gegen Kinder- und Elternarmut im Hartz-IV-System gefordert. Kapitel 4 gibt hierzu einen Überblick." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Kinder. Armut. Familie: Alltagsbewältigung und Wege zu wirksamer Unterstützung (2015)
Zitatform
Andresen, Sabine & Danijela Galic (2015): Kinder. Armut. Familie. Alltagsbewältigung und Wege zu wirksamer Unterstützung. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung, 190 S., 37 S. Zusammenfassung.
Abstract
"Aufwachsen in Armut ist für mehr als zwei Millionen Kinder in Deutschland Realität. Doch was Armut für den Familienalltag bedeutet, welche Unterstützung sich betroffene Familien wünschen und warum bestehende Unterstützungsangebote nicht bei ihnen ankommen, darüber ist wenig bekannt. Hier setzen die Autorinnen an. Sie lassen betroffene Familien als Experten ihrer eigenen Lebenslage und Fachkräfte aus Kommunen zu Wort kommen. Auf der Grundlage dieses Erfahrungswissens arbeiten sie konkrete Handlungsempfehlungen für eine passgenaue Unterstützungslandschaft für Familien heraus.
Die Gespräche mit Müttern, Vätern und Kindern über ihr Leben in einer prekären Lage öffnen die Augen, was es in unserer Gesellschaft bedeutet, in Armut zu leben. Sie zeigen die große Sorge, die Eltern um ihre Kinder und deren Entwicklung haben. Daher muss auch bei der Sicherung der Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern deren Erziehungsrolle mitgedacht werden. Die systematische Berücksichtigung des Wohlbefindens und der Teilhabechancen von Kindern sollte den Ausgangspunkt für Reformen bilden, die Kinder- und Familienarmut wirksam bekämpfen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Evaluation der bundesweiten Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe: zweiter Zwischenbericht Juli 2015 (2015)
Bartelheimer, Peter; Bitz, Ansgar; Pagels, Nils; Schrankel, Fabienne; Steckbauer, Jana; Henke, Jutta; Thürling, Marleen; Kotlenga, Sandra; Wagner, Alexandra; Nägele, Barbara; Achatz, Juliane; Kaps, Petra; Wenzig, Claudia; Baumgärtner, Luisa; Wulf, Helmut; Marquardsen, Kai; Gonsior, Annegret;Zitatform
Bartelheimer, Peter, Jutta Henke, Petra Kaps, Sandra Kotlenga, Kai Marquardsen, Barbara Nägele, Nils Pagels, Jana Steckbauer, Marleen Thürling, Alexandra Wagner, Juliane Achatz, Claudia Wenzig, Helmut Wulf, Annegret Gonsior, Fabienne Schrankel, Luisa Baumgärtner & Ansgar Bitz (2015): Evaluation der bundesweiten Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe. Zweiter Zwischenbericht Juli 2015. Göttingen, 440 S., Anhang.
Abstract
"Leistungen für Bildung und Teilhabe sollen seit 2011 besonderen Bedarfen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Familien mit geringen Einkommen Rechnung tragen und ihnen den Zugang zu Lernmöglichkeiten und zu sozialen und kulturellen Aktivitäten erleichtern. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat 2013 ein mehrdimensionales Forschungsvorhaben zur Evaluation der Inanspruchnahme und der kommunalen Umsetzung dieser Leistungen begonnen: Wird die Intention des Gesetzgebers erfüllt? Kommen die Leistungen bei den Leistungsberechtigten an? Und welche Faktoren beeinflussen dies? Das Gesamtforschungsvorhaben besteht aus drei eigenständigen Teilprojekten: einer qualitativen Implementationsstudie unter Leitung des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI), einer Längsschnittbefragung von Leistungsberechtigten und Wohnbevölkerung durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sowie der Messung des Erfüllungsaufwandes durch das Statistische Bundesamt (StBA). Einem begleitenden Projektbeirat gehören neben Bundes- und Landesministerien die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, die Bundesagentur für Arbeit und der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge (in Expertenfunktion) an. Die drei Teilprojekte legen hier ihren zweiten gemeinsamen Bericht vor. Für die Implementationsanalyse und Längsschnittbefragung handelt es sich um einen Zwischenbericht aus der laufenden Arbeit - der Endbericht ist für April 2016 vorgesehen. Das Statistische Bundesamt hat sein Teilprojekt abgeschlossen und dokumentiert mit diesem Bericht seine Ergebnisse zum Zeit- und Kostenaufwand bei der Umsetzung der Bildungs- und Teilhabeleistungen." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Wenzig, Claudia;Weiterführende Informationen
Anlagenband -
Literaturhinweis
How does socio-economic status shape a child's personality? (2015)
Zitatform
Deckers, Thomas, Armin Falk, Fabian Kosse & Hannah Schildberg-Hörisch (2015): How does socio-economic status shape a child's personality? (IZA discussion paper 8977), Bonn, 35 S.
Abstract
"We show that socio-economic status (SES) is a powerful predictor of many facets of a child's personality. The facets of personality we investigate encompass time preferences, risk preferences, and altruism, as well as crystallized and fluid IQ. We measure a family's SES by the mother's and father's average years of education and household income. Our results show that children from families with higher SES are more patient, tend to be more altruistic and less likely to be risk seeking, and score higher on IQ tests. We also discuss potential pathways through which SES could affect the formation of a child's personality by documenting that many dimensions of a child's environment differ systematically by SES: parenting style, quantity and quality of time parents spend with their children, the mother's IQ and economic preferences, a child's initial conditions at birth, and family structure. Finally, we use panel data to show that the relationship between SES and personality is fairly stable over time at age 7 to 10. Personality profiles that vary systematically with SES might offer an explanation for social immobility." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Der Einfluss von Armut auf die Entwicklung von Kindern: Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung (2015)
Groos, Thomas; Jehles, Nora;Zitatform
Groos, Thomas & Nora Jehles (2015): Der Einfluss von Armut auf die Entwicklung von Kindern. Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung. (Bertelsmann Stiftung. Arbeitspapiere wissenschaftliche Begleitforschung "Kein Kind zurücklassen!" 03), Bochum, 63 S.
Abstract
"Bundesweit wächst jedes sechste Kind unter drei Jahren in Armut auf. Für über die Hälfte der armen Kinder ist Armut keine Episode in ihrem Leben, sondern ein anhaltender Normal- und Dauerzustand. Der vorliegende Bericht zeigt, dass das Aufwachsen in Armut ein nachweisbares Risiko für die Entwicklung von Kindern ist. Arme Kinder sind bei der Einschulung häufiger auffällig in ihrer Visuomotorik und der Körperkoordination, sie können sich schlechter konzentrieren, sprechen schlechter Deutsch und können schlechter zählen als nicht arme Kinder. Neben der individuellen Armutslage eines Kindes beeinträchtigt auch die Armutskonzentration im Quartier und vor allem in der Kita die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern. Die Analysen zeigen jedoch nicht nur den eigenständigen negativen Einfluss individueller und gruppenspezifischer Armut auf die Entwicklung von Kindern. Sie identifizieren auch protektive Faktoren und damit Ansatzpunkte für präventives Handeln." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Wege aus der Kinder- und Jugendarmut: gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen und sozialpädagogische Handlungsansätze (2015)
Zitatform
Hammer, Veronika & Ronald Lutz (Hrsg.) (2015): Neue Wege aus der Kinder- und Jugendarmut. Gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen und sozialpädagogische Handlungsansätze. Weinheim: Beltz Juventa, 332 S.
Abstract
"Das Buch richtet sich an bundespolitische Akteure und professionelle Fachkräfte in der Sozialen Arbeit/Sozialpädagogik. Es werden vor allem Aspekte gerechtigkeitsorientierter Bildungs- und Gesundheitspolitik sowie Anregungen zur Gestaltung von Übergängen in das Erwerbsleben diskutiert. Außerdem trägt es insbesondere zu einer Schärfung des politischen und fachlichen Blickes für armuts- und milieusensible Ansätze bei, die Kinder und Jugendliche als Subjekte verstehen. Daran gekoppelte Handlungsstrategien richten sich an kommunale Armutsprävention, sozialräumliche Partizipation und zielgruppenorientierte Hilfen. Das Buch bietet Reflexionen und Material für alle, denen Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft etwas bedeuten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Private Bildungsausgaben für Kinder: einkommensschwache Familien sind relativ stärker belastet (2015)
Zitatform
Schröder, Carsten, C. Katharina Spieß & Johanna Storck (2015): Private Bildungsausgaben für Kinder. Einkommensschwache Familien sind relativ stärker belastet. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 82, H. 8, S. 158-169.
Abstract
"Bildung ist nicht ausschließlich steuerfinanziert - für viele Angebote sind mindestens Zuzahlungen aus eigener Tasche nötig, so auch bei Bildungs- und Betreuungsangeboten für Kinder. Die privaten Ausgaben von Haushalten für Bildungsangebote hängen maßgeblich von den Ressourcen des jeweiligen Familienhaushalts ab. Wie dieser Zusammenhang im Detail aussieht, ist bislang allerdings wenig erforscht. Die vorliegende Studie des DIW Berlin, die auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der Zusatzstichprobe Familien in Deutschland (FiD) für das Jahr 2012 basiert, analysiert die privaten Ausgaben für unterschiedliche Bildungsangebote wie Kindertageseinrichtungen, Privatschulen oder für non-formale Angebote, also Sportvereine oder Musikschulen. Die Ergebnisse zeigen, dass Familien, die tatsächlich Ausgaben für die Bildung ihrer Kinder tätigen, einen höheren Anteil ihres Haushaltseinkommens aufwenden, wenn sie sich im unteren Einkommensbereich befinden - dies gilt sowohl für die Gesamtausgaben als auch für die Ausgaben für einzelne Bildungsangebote. Betrachtet man hingegen alle Familienhaushalte in Deutschland, geben Familien mit höherem Einkommen absolut und auch relativ mehr für Bildung aus. Zudem gilt: Je jünger die Kinder, desto höher der Ausgabenanteil am Einkommen für Bildung. Sofern diese ungleiche Ausgabenbelastung abgemildert werden soll, um Bildungsungleichheiten zu reduzieren und Bildungspotentiale besser auszuschöpfen, ließe sich dies über progressivere Gebührenstaffelungen erreichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinder- und Familienarmut: Lebensumstände von Kindern in der Grundsicherung (2015)
Zitatform
Tophoven, Silke, Claudia Wenzig & Torsten Lietzmann (2015): Kinder- und Familienarmut. Lebensumstände von Kindern in der Grundsicherung. Gütersloh, 22 S.
Abstract
"Kinder sind in Deutschland seit Jahren in besonderer Weise von Armut und ihren Folgen betroffen. Jedes vierte Kind lebt in einer Familie, die einkommensarm ist und/oder Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) bezieht. In der vorliegenden Auswertung wird die Situation von Kindern und ihren Familien im unteren Einkommensbereich genauer betrachtet. Beleuchtet wird zunächst für das Jahr 2013, wie viele Kinder unter 15 Jahren in Deutschland in Haushalten leben, die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II erhalten und wie viele Kinder in einkommensarmen Haushalten leben. Weiterhin wird beschrieben, wie sich ihre Lebens- und Familiensituation im Vergleich zu Kindern darstellt, die nicht einkommensarmutsgefährdet sind und auch keine SGB-II-Leistungen beziehen und in welchem Umfang Unterversorgungslagen vorliegen. Diese Untersuchung stellt eine Aktualisierung der Befunde von Lietzmann, Tophoven und Wenzig für das Jahr 2009 dar (Lietzmann et al. 2011)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Familienreport 2014: Leistungen, Wirkungen, Trends (2015)
Zitatform
(2015): Familienreport 2014. Leistungen, Wirkungen, Trends. (Familienreport ... 5), Berlin, 110 S.
Abstract
"Der Familienreport 2014 informiert über die aktuellen Entwicklungen von Familien in unserem Land und stellt die Vorhaben, Maßnahmen und Programme der Familienpolitik der Bundesregierung dar. Er belegt die aktuellen Trends rund um Familie in aktuellen Zahlen und Daten zu den Familienformen, familiären Werten, Kinderwünschen, Geburten, Eheschließungen und Ehescheidungen. Umfassend dargestellt werden Leistungen, Wirkungen und Entwicklungen in der Familienpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"Zukunft für Kinder - Perspektiven für Eltern im SGB II": eine gemeinsame Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbunds und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Vorschlag für einen Aktionsplan (2015)
Abstract
"Rund 640.000 Kinder unter 15 Jahren sind bereits vier Jahre oder länger auf Arbeitslosengeld II angewiesen. 70 Prozent der Paarhaushalte mit Kindern im SGB-II-System sind so genannte Langzeitbezieher, d.h. sie sind innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens 21 Monate bedürftig gewesen. Für Kinder ist das Risiko, von Arbeitslosengeld II abhängig zu sein, in den vergangenen Jahren sogar gestiegen, im Unterschied zu anderen Altersgruppen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mit Mangelerfahrungen aufwachsen: Diskussionen und Befunde aus der Kindheitsforschung (2014)
Zitatform
Andresen, Sabine (2014): Mit Mangelerfahrungen aufwachsen. Diskussionen und Befunde aus der Kindheitsforschung. In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, Jg. 9, H. 4, S. 409-419.
Abstract
"In dem Beitrag geht es um die Diskussion, wie Kinderarmut angemessen erfasst werden kann. Den Ausgangspunkt bildet die Frage nach den Entscheidungs- und Handlungsspielräumen von Kindern und wie er sich bestimmen lässt. Diskutiert wird daran anschließend erstens die Entwicklung einer Liste von konkreten materiellen Mangelerfahrungen. Zweitens geht es um das multidimensionale Konzept des Wohlbefindens. Hierzu wird auf das Vorgehen der dritten World Vision Kinderstudie eingegangen. Der Artikel schließt mit Überlegungen zum Existenzminimum von Kindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluation der bundesweiten Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe: erster Zwischenbericht 28.2.2014 (2014)
Bartelheimer, Peter; Heinen, Julia; Gonsior, Annegret; Kaps, Petra; Brinkwerth, Stefanie; Kotlenga, Sandra; Tobsch, Verena; Pagels, Nils; Klawitter, Maren; Wulf, Helmut; Barg, Annelie; Marquardsen, Kai; Wenzig, Claudia; Baumgärtner, Luisa; Achatz, Juliane; Becher, Inna;Zitatform
Bartelheimer, Peter, Petra Kaps, Sandra Kotlenga, Kai Marquardsen, Nils Pagels, Juliane Achatz, Inna Becher, Claudia Wenzig, Julia Heinen, Stefanie Brinkwerth, Annegret Gonsior, Helmut Wulf & Luisa Baumgärtner (2014): Evaluation der bundesweiten Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen für Bildung und Teilhabe. Erster Zwischenbericht 28.2.2014. Nürnberg, 269 S.
Abstract
"Bei dem Forschungsprojekt geht es darum zu untersuchen, welche Zusammenhänge und Faktoren die Inanspruchnahme der Leistungen für Bildung und Teilhabe beeinflussen und ob und wie die Leistungen bei den Leistungsberechtigten ankommen. Erstmals wird somit ein umfassendes Gesamtbild zur Inanspruchnahme und Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets vorliegen. Das gesamte Forschungsprojekt ist auf einen Zeitraum von drei Jahren (bis 2016) angelegt.
Die Studie wird vom Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) und Partnern durchgeführt. Die Messung des Erfüllungsaufwandes durch das Statistische Bundesamt ist ebenso Teil des Gesamtforschungsvorhabens wie auch Auswertungen zur Inanspruchnahme des Bildungspaketes im Rahmen des Panel Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung (PASS), das vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) durchgeführt wird. Bei PASS handelt es sich um eine seit 2006/2007 jährlich stattfindende Haushaltsbefragung, in der ca. 10.000 Haushalte befragt werden. Die vorliegenden Ergebnisse beziehen sich auf das Erhebungsjahr 2012, in dem erstmals Fragen zur Inanspruchnahme bzw. Nicht-Inanspruchnahme der Leistungen für Bildung und Teilhabe aufgenommen wurden.
Der vorliegende Zwischenbericht liefert insbesondere neue Erkenntnisse aus PASS. Bereits in 2012 und 2013 wurden im Auftrag des BMAS repräsentative Befragungen vom Institut für Sozialforschung (ISG) bei den leistungsberechtigten Familien durchgeführt. Vergleiche des laufenden Forschungsvorhabens zu Bildung und Teilhabe mit diesen und weiteren Studien sind nur sehr eingeschränkt möglich. Denn die Studien unterscheiden sich in zahlreichen Faktoren, die für die Analyseergebnisse ausschlaggebend sein können, wie etwa die Stichprobenziehung, das Gewichtungsdesign sowie die befragten Gruppen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Wenzig, Claudia; -
Literaturhinweis
Wie "relativ" ist Kinderarmut?: Armutsrisiko und Mangel im regionalen Vergleich (2014)
Baumann, Helge; Seils, Eric;Zitatform
Baumann, Helge & Eric Seils (2014): Wie "relativ" ist Kinderarmut? Armutsrisiko und Mangel im regionalen Vergleich. (WSI-Report 11), Düsseldorf, 15 S.
Abstract
"Die Armutsmessung in Deutschland basiert auf dem Konzept der relativen Einkommensarmut. Die Messung folgt einem von der EU gesetzten Standard, wonach Menschen als armutsgefährdet gelten, wenn sie weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Einkommens zur Verfügung haben. Dieses Konzept wird oft dafür kritisiert, dass es Niedrigeinkommen und nicht den mit der Vorstellung von Armut verknüpften Mangel misst. In diesem Aufsatz wird auf regionaler Ebene untersucht, inwiefern die relative Einkommensarmut von Kindern zu schlechten Lebensbedingungen führt. Es zeigt sich, dass insbesondere im Osten beträchtliche Mangellagen für Kinder in einkommensarmen Haushalten zu beobachten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinderarmut in der Erwerbsgesellschaft: Armutsprävention in Wissenschaft, Politik und Praxis (2014)
Hopfengärtner, Georg;Zitatform
Hopfengärtner, Georg (Hrsg.) (2014): Kinderarmut in der Erwerbsgesellschaft. Armutsprävention in Wissenschaft, Politik und Praxis. Nürnberg: Emwe-Verlag, 255 S.
Abstract
"Kinderarmut bedeutet nicht nur materielle Knappheit, sondern oft auch fehlende Bildungschancen, schlechte Berufsperspektiven, schlechterer Gesundheitszustand, weniger kulturelle Teilhabe, weniger Bewegung, weniger soziale Kontakte und Netzwerke. Mit der Dritten Nürnberger Armutskonferenz mit dem Titel 'Kinderarmut in der Erwerbsgesellschaft' sollten die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf Kinder und Jugendliche betrachtet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Lebenslagen von Familien und Bedarfsgemeinschaften im Leistungsbezug SGB II: Beitrag zur Lebenslagenberichterstattung in Hamburg (2014)
Rudolph, Helmut; Tanis, Kerstin ; Koller, Lena ; Gerullis, Maria; Lietzmann, Torsten ; Makrinius, Doreen;Zitatform
Rudolph, Helmut, Lena Koller & Torsten Lietzmann; Doreen Makrinius, Maria Gerullis & Kerstin Tanis (Mitarb.) (2014): Lebenslagen von Familien und Bedarfsgemeinschaften im Leistungsbezug SGB II. Beitrag zur Lebenslagenberichterstattung in Hamburg. In: Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg (Hrsg.) (2014): Sozialbericht der Freien und Hansestadt Hamburg, S. 1-91, 2013-04-26.
Abstract
"Zum 1. Januar 2005 wurde die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) eingeführt. Diese ersetzte die vorherigen Systeme der Arbeitslosen- und Sozialhilfe und bildet das soziale Netz zur Sicherung des sozio-ökonomischen Existenzminimums für die Bevölkerung im Erwerbsalter und ihrer Kinder. Die Inanspruchnahme von Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II zeigt nach den Kriterien des Gesetzes das Ausmaß der 'sozialstaatlich bekämpften Armut' für diesen Bevölkerungsteil an. Dieser Berichtsteil handelt schwerpunktmäßig von den Lebenslagen der Familien in Hamburg, die Leistungen der Grundsicherung in Anspruch genommen haben und nehmen. Die zentralen Vergleichskriterien bilden die Lebensformen von Alleinerziehenden und Paaren sowie die Anzahl der Kinder als Indikatoren für die Möglichkeiten und Einschränkungen bei der Erwerbsbeteiligung und Einkommenserzielung.
Soweit möglich wird eine 'dynamische Perspektive' bei der Untersuchung der Lebenslagen eingenommen, um ein Bild der 'Strukturen der Bedürftigkeit', wie sie sich in Stichtagsergebnissen abbilden, mit einem Verständnis der Prozesse bei der Entstehung, Verfestigung und Überwindung der Armutslagen zu verbinden. Der Zeitraum, der dabei betrachtet wird, reicht von 2005 bis an den aktuellen Rand der verfügbaren Daten Ende 2009 und 2010." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Child poverty and the reform of family cash benefits (2013)
Arcanjo, M.; Passos, J.; Nunes, F.; Bastos, A.;Zitatform
Arcanjo, M., A. Bastos, F. Nunes & J. Passos (2013): Child poverty and the reform of family cash benefits. In: The Journal of Socio-Economics, Jg. 43, H. April, S. 11-23. DOI:10.1016/j.socec.2012.11.015
Abstract
"Child poverty is a fully recognized problem in the industrialized world. In the EU, nearly one in every five children experienced poverty in 2008 while for the population as a whole, the risk of poverty was around 17%. The scale of this problem and its consequences underpin the importance of identifying and learning about the underlying processes. This article aims to study how family cash benefits have impacted on child poverty, over recent years. Based on microdata gathered by the European Union Statistics on Income and Living Conditions (EU SILC) for the period 2004-2008, we generate a portrait of child income poverty in four countries: Italy, Portugal, Spain and Poland. Moreover, we consider the major legislative changes in family social security payments able to impact on child poverty. The international comparison enables an identification of the children's poverty profile and pattern of incidence across the countries analysed while also analysing just how family and child cash benefits have impacted on child poverty. This exercise finally enables an initial test of the efficiency and the effectiveness of these benefits. The methodological framework deployed ranges from descriptive methods to econometric models in order to sustain our discussion of the subject under study." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Abschied vom "dualen System": Effekte einer Reform des Kindergeldes (2013)
Becker, Irene;Zitatform
Becker, Irene (2013): Abschied vom "dualen System". Effekte einer Reform des Kindergeldes. Berlin, 20 S.
Abstract
"Das derzeitige System des dualen Familienlastenausgleichs (FLA) ist gekennzeichnet durch ein weit hinter dem kindlichen Existenzminimum zurück bleibendes pauschales Kindergeld -- allein das sächliche Existenzminimum beläuft sich auf 356 EURO -- und eine im oberen Einkommensbereich systematisch mit dem Einkommen steigende Begünstigung der Familien. Die für den Niedrigeinkommensbereich unzureichende Höhe des Kindergeldes hat 2005 zur Einführung des Kinderzuschlags geführt. Durch die restriktive und bürokratische Ausgestaltung dieses Transfers und die fehlende Einbindung in den allgemeinen Familienlastenausgleich werden allerdings nur wenige Familien erreicht. Vor diesem Hintergrund und auf der Basis eines 2011 erstellten Rechtsgutachtens sowie eines Anfang 2012 vorgelegten Diskussionspapiers über ein Konzept zur Reform des Kindergeldes wird im Folgenden eine spezielle Reformvariante mit begrenzter Reichweite skizziert und hinsichtlich ihrer unmittelbaren Wirkungen dargestellt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Poverty and the social participation of young people: an analysis of poverty-related withdrawal mechanisms (2013)
Zitatform
Damelang, Andreas & Georgi Kloß (2013): Poverty and the social participation of young people. An analysis of poverty-related withdrawal mechanisms. In: Journal for labour market research, Jg. 46, H. 4, S. 321-333., 2013-09-06. DOI:10.1007/s12651-013-0148-8
Abstract
"Ziel des Aufsatzes ist es, armutsspezifische Rückzugsmechanismen von Kindern und Jugendlichen zu analysieren. Eine geringere soziale Teilhabe in außerschulischen Organisationen reduziert die Möglichkeiten informellen Lernens und mindert infolgedessen Lebenschancen. Aus der Armutsforschung ist bekannt, dass finanzielle Restriktionen und ein sozialer Rückzug aufgrund von Schamgefühlen in geringeren Teilhabequoten münden. Indem wir kostenpflichtige von beitragsfreien Freizeitangeboten unterscheiden, kann zwischen beiden Mechanismen diskriminiert werden. Die empirische Querschnittsstudie auf Basis des Panels für Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung (PASS) gibt eindeutige Hinweise darauf, dass vor allem ökonomische Knappheit und in viel geringerem Maße ein sozialer Rückzug verringerte Teilhabechancen erklären. Die Befunde deuten zudem darauf hin, dass soziale Deprivation sich erst bei verstetigter Armut niederschlägt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Das Bildungs- und Teilhabepaket: Chancen für Kinder aus Familien mit Kinderzuschlag (2013)
Henkel, Melanie; Haumann, Wilhelm;Zitatform
Henkel, Melanie & Wilhelm Haumann (2013): Das Bildungs- und Teilhabepaket. Chancen für Kinder aus Familien mit Kinderzuschlag. (Monitor Familienforschung 30), Berlin, 52 S.
Abstract
"Der Monitor präsentiert die Ergebnisse der Evaluation der Inanspruchnahme, Bewertung und Wirkung des Bildungs- und Teilhabepakets für Familien, die Kinderzuschlag beziehen. Darüber hinaus gibt er Aufschluss über die Familien, die den Kinderzuschlag nutzen - über Kinderzahl, Bildungsstand, Erwerbssituation und weitere soziodemografische Merkmale. Er nimmt auch die Situation von Familien in den Blick, die den Kinderzuschlag aktuell nicht mehr beziehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zur Entwicklung von Armutsrisiken bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Auswertungen auf Basis des SOEP im Rahmen des 14. Kinder- und Jugendberichts (2013)
Zitatform
Krause, Peter, Hanno Falkenberg & Isabella Herzberg (2013): Zur Entwicklung von Armutsrisiken bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auswertungen auf Basis des SOEP im Rahmen des 14. Kinder- und Jugendberichts. (Materialien zum 14. Kinder- und Jugendbericht), München, 42 S.
Abstract
"Die im Rahmen des 14. Kinder- und Jugendberichts erfolgenden Auswertungen zum Ausmaß und der Entwicklung des Armutsrisikos bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Basis des SOEP beinhalten die folgenden Arbeitsschritte: Es werden Armutsrisikoquoten für Kinder und Jugendliche in nachstehender Altersdifferenzierung bestimmt:
Phase 1: bis zehn Jahre (Unterteilung: 0-2 Jahre, 3-6 Jahre, 7-10 Jahre)
Phase 2: elf bis-20 Jahre (Unterteilung: 11-16 Jahre, 17-20 Jahre)
Phase 3: 21 bis 30 Jahre (Unterteilung: 21-25 Jahre, 26-30 Jahre)
Als weiterführende Auswertung wird zudem die Betroffenheit von dauerhafter Armut entsprechend der im Rahmen der europäischen Armutsberichterstattung verwendeten Operationalisierung (arm im gegenwärtigen Jahr und in mindestens zwei der drei vorausgehenden Jahre) ausgewiesen.
Die Analysen der altersspezifischen Armutsrisikoquoten wurden auf Grundlage der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEPv27) durchgeführt und umfassen die zeitliche Entwicklung bis 2010." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Armut von Kindern und Jugendlichen: Ergebnisse der AWO-ISS-Langzeitstudien (2013)
Laubstein, Claudia;Zitatform
Laubstein, Claudia (2013): Armut von Kindern und Jugendlichen. Ergebnisse der AWO-ISS-Langzeitstudien. In: Migration und Soziale Arbeit, Jg. 35, H. 1, S. 12-19. DOI:10.3262/MIG1301012
Abstract
"Ausgehend von Forschungslücken zur Binnendifferenzierung von Kindern und Jugendlichen, die von Armut betroffen sind, sowie der zumindest für den Bildungsbereich belegten Zurückführbarkeit von negativen Effekten des Migrationshintergrundes auf die sozialstrukturelle Unterschichtung sollen im Folgenden Ergebnisse der aktuellen Phase der AWO-ISS-Langzeitstudie zu Kinder- und Jugendarmut vorgestellt werden. Analyseleitend ist dabei nicht die statistische Kontrolle des Migrationshintergrundes anhand regressionsanalytischer Verfahren, sondern der direkte Gruppenvergleich zwischen armutsbetroffenen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund." (Textauszug, IAB-Doku)
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Children were the age group at the highest risk of poverty or social exclusion in 2011 (2013)
Lopez Vilaplana, Cristina;Zitatform
Lopez Vilaplana, Cristina (2013): Children were the age group at the highest risk of poverty or social exclusion in 2011. (Statistics in focus 2013/04), Luxemburg, 7 S.
Abstract
"Kinder waren die Altersgruppe, die 2011 am meisten von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht war.
2011 waren 27,0% der Kinder (0-17) in der EU-27 armutsgefährdet oder von sozialer Ausgrenzung bedroht (AROPE), im Vergleich zu 24,3 % der Erwachsenen (18-64) und 20,5 % der älteren Menschen (65 Jahre und älter). Bei den Haushaltstypen mit unterhaltsberechtigten Kindern hatten Alleinerziehendenhaushalte (49,8 %), Haushalte mit zwei Erwachsenen mit drei oder mehr unterhaltsberechtigten Kindern (30,8 %) und Haushalte mit drei Erwachsenen oder mehr mit unterhaltsberechtigten Kindern (28,4 %) die höchsten AROPE-Werte. In Bezug auf monetäre Armut waren mehr als 45,0 % der Haushalte mit unterhaltsberechtigten Kindern und niedriger bis sehr niedriger Arbeitsintensität von Armut bedroht. Darüber hinaus waren 49,2 % der Kinder, deren Eltern ein niedriges höchstes Bildungsniveau hatten, von Armut bedroht, im Vergleich zu 7,5 % der Kinder, deren Eltern ein hohes höchstes Bildungsniveau hatten. Kinder mit Migrationshintergrund waren einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt als Kinder, deren Eltern im Aufenthaltsland geboren waren. Im Hinblick auf die Lebensbedingungen waren 18,4 % der Alleinerziehendenhaushalte stark materiell eingeschränkt, im Vergleich zu 9,6 % der Haushalte mit unterhaltsberechtigten Kindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Deutsche Kurzfassung -
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Inkonsistenzen und Ungereimtheiten: Kinderarmut in der Berichterstattung der Bundesregierung (2013)
Seils, Eric;Zitatform
Seils, Eric (2013): Inkonsistenzen und Ungereimtheiten: Kinderarmut in der Berichterstattung der Bundesregierung. In: Soziale Sicherheit, Jg. 62, H. 3, S. 92-96.
Abstract
"Die Einkommensarmut von Kindern wird von der Öffentlichkeit zu Recht als besonders problematisch angesehen. Umso verwunderlicher ist es, dass in jüngeren Berichten der Bundesregierung - so auch im letzten Armuts- und Reichtumsbericht - zu wichtigen Fragen der Kinderarmut Inkonsistenzen und Ungereimtheiten festzustellen sind: Warum sind die Quoten von Kindern im Hartz-IV-Bezug in den letzten Jahren gesunken, obwohl die Armutsquoten bei Kindern und Jugendlichen doch über dem Durchschnitt aller Altersgruppen liegen? Steigt oder sinkt die Armutsgefährdung mit dem Alter der Kinder? Sind Kinder mit Migrationshintergrund mehr von Armut betroffen als andere? Der Autor beantwortet diese Fragen mit aktuellen Zahlen aus einer Sonderauswertung des Mikrozensus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Grundsicherung in Deutschland: Kurzinformation: Kinder und Jugendliche in der Grundsicherung, August 2013 (2013)
Abstract
"Das Wichtigste in Kürze:
Im Jahr 2012 lebten in einem Drittel der 3,33 Millionen Bedarfsgemeinschaften (unverheiratete) Kinder unter 18 Jahren - insgesamt 1,87 Millionen.
15 Prozent aller Kinder unter 15 Jahren in Deutschland waren 2012 in der Grundsicherung für Arbeitsuchende gemeldet - insgesamt 1,62 Millionen. Davon lebte die Hälfte in einem Alleinerziehenden-Haushalt.
Die Hilfequote von Paaren mit Kindern lag mit 7,2 Prozent höher als die von Paaren ohne Kinder (3,7 Prozent), aber unter der durchschnittlichen Hilfequote aller Bedarfsgemeinschaften von 10,3 Prozent.
Die Hilfequote von Haushalten Alleinerziehender lag mit 39,4 Prozent am höchsten.
Im Jahr 2012 lebten in 470.000 Paar-Bedarfsgemeinschaften 915.000 (unverheiratete) Kinder unter 18 Jahren.
In zwei von fünf der hilfebedürftigen Paarhaushalten mit Kindern unter 18 Jahren war nur ein Kind zu betreuen.
Sowohl die Hilfequote von Paar-Haushalten als auch von Haushalten von Alleinerziehenden steigt mit der Anzahl der Kinder.
In 625.000 Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaften lebten 2012 952.000 (unverheiratete) Kinder unter 18 Jahren.
In drei von fünf dieser Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaften lebte nur ein Kind unter 18 Jahren.
Die Hilfequoten von Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaften unterscheiden sich nach Anzahl der Kinder und regional - ebenso wie die von Paar-Bedarfsgemeinschaften.
Hohe Hilfequoten finden sich vor allem in städtischen Ballungsgebieten und in Ostdeutschland. Niedrigere finden sich überwiegend ins Süddeutschland." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Entwicklung von Kinderarmut und Maßnahmen gegen Kinderarmut: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/14420) (2013)
Zitatform
(2013): Entwicklung von Kinderarmut und Maßnahmen gegen Kinderarmut. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/14420). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/14521 (08.08.2013)), 22 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion nach der Entwicklung der Kinderarmut seit 1990 in der Bundesrepublik Deutschland, nach dem zugrundeliegenden Armutskonzept der Bundesregierung, nach Entwicklung der Kinderarmut bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, nach statistischem Armutsrisiko seit 1990 in den verschiedenen Bundesländern nach Familientypen, Alleinerziehendenfamilien, nach Armutsgefährdung bei Kinder bis 18 Jahren vor und nach Sozialtransfers und nach der Situation von Kindern und Jugendlichen in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften, nach Leistungsbezug aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, nach den Ergebnissen der Gutachten im Rahmen der Evaluierung der familienpolitischen Leistungen und Maßnahmen der Bundesregierung. (IAB)
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Literaturhinweis
Kinderarmut: zur Schwierigkeit der Ausweitung ökonomischer Umverteilung (2012)
Bayer, Michael; Hübenthal, Maksim;Zitatform
Bayer, Michael & Maksim Hübenthal (2012): Kinderarmut. Zur Schwierigkeit der Ausweitung ökonomischer Umverteilung. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jg. 32, H. 2, S. 172-188.
Abstract
"Der zentrale Fokus dieser Kinderarmutsanalyse liegt auf der derzeitigen wohlfahrtsstaatlichen Regulierung von Eltern. Hierbei wird der These nachgegangen, dass die spezifische Wahrnehmung, Konstruktion und Regulierung unterschiedlicher Elterngruppen ausschlaggebend istfiir die wohlfahrtsstaatliche Zurückhaltung gegenüber einem signifikanten Ausbau ökonomischer Leistungen für Kinder und Familien in Armut. Zur Überprüfung werden zwei zentrale Sortierdimensionen herausgearbeitet, mit denen (potenzielle) Eltern in ihrem Verhältnis zur Gesellschaft im politischen Diskurs derzeit primär wahrgenommen werden: die Dimension der Inklusionswilligkeit und diejenige der Reproduktionswilligkeit. Dass dieser Analyseheuristik auch eine soziapolitische Bedeutung als Handlungsstrategie (sozial)politischer Akteure zukommt, wird anhand des wohlfahrtsstaatlichen Umgangs mit zwei idealtypischen (potenziellen) Elterngruppen herausgearbeitet. Damit kann gezeigt werden, dass die politische Verknüpfung demographischer, sozialer und ökonomischer Diskussionen, ungeachtet kinderrechtspolitischer Bemühungen, zu sehr selektiven und in Teilen disziplinierenden und kontrollierenden wohlfahrtsstaatlichen Regulierungen des Aufwachsens in Armut führt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bedarfsgerecht statt pauschal: ein Konzept zur Reform des Kindergeldes. Anmerkungen zur Administration eines einkommensabhängigen Kindergeldes (2012)
Becker, Irene; Cirkel, Manfred;Zitatform
Becker, Irene & Manfred Cirkel (2012): Bedarfsgerecht statt pauschal. Ein Konzept zur Reform des Kindergeldes. Anmerkungen zur Administration eines einkommensabhängigen Kindergeldes. Berlin, 34 S.
Abstract
"Es gibt in Deutschland ein familienpolitisches Zwillingspaar, das immer wieder Gegenstand politischer Auseinandersetzungen gewesen ist: das Kindergeld und der Kinderfreibetrag. Gemeinsam bilden sie den Kern des Familienlastenausgleichs. Seine Ausgestaltung war von Anfang an umstritten und wurde mehrfach neu ausgelotet - in ihm spiegeln sich gesellschaftliche Entwicklungen und politische Wertentscheidungen. Mit der vorliegenden Expertise möchten wir anregen, das Zwillingspaar - erneut - auf den Prüfstand zu stellen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kindergrundsicherung, Kindergeld und Kinderzuschlag: eine vergleichende Analyse aktueller Reformvorschläge (2012)
Becker, Irene; Hauser, Richard;Zitatform
Becker, Irene & Richard Hauser (2012): Kindergrundsicherung, Kindergeld und Kinderzuschlag. Eine vergleichende Analyse aktueller Reformvorschläge. (WSI-Diskussionspapier 180), Düsseldorf, 182 S.
Abstract
"Das vorliegende Arbeitspapier beinhaltet einen Wiederabdruck des 2010 veröffentlichten Abschlussberichts des Projekts "Vom Kindergeld zu einer Grundsicherung für Kinder. Fiskalische und Verteilungswirkungen eines Existenz sichernden und zu versteuernden Kindergeldes", das durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert wurde. Er wird durch einen neuen Abschnitt zur seit 2010 geführten Debatte zum Thema und aktualisierende Berechnungen ergänzt.
Die familienpolitischen Sozialleistungen in Deutschland, speziell die kinderbezogenen, gehören schon lange auf den Prüfstand, weil sie in ihrer historisch gewachsenen Vielzahl häufig nicht aufeinander abgestimmt sind, die eigentlichen Adressaten bzw. Bedürftigen teilweise nicht erreichen oder andere schwerwiegende Defizite aufweisen. Die Politik ist sich dieser Problematik bewusst, wie ein Prüfauftrag der Großen Koalition von 2006 belegt, scheut aber offenbar die Konsequenzen, weil die Prüfergebnisse auch von der aktuellen Bundesregierung bis heute nicht vorgelegt werden. Dabei zeigen wissenschaftliche Expertisen insbesondere zum System des so genannten Kinderlastenausgleichs einen enormen Reformbedarf, weil seine 'Leistungen' von den Hartz-IV-Regelsätzen für Kinder über das Kindergeld bis hin zu steuerlich absetzbaren kindbezogenen Freibeträgen 'auf dem Kopf stehen': sie begünstigen am meisten die am wenigsten bedürftigen Kinder von Eltern mit hohem Einkommen. Um dieses System auf die sozialstaatlichen Füße zu stellen, sollen die Leistungen zu einem einheitlichen Geld-Transfer für alle Kinder umgebaut werden, der mit steigendem Elterneinkommen durch Besteuerung abgeschmolzen wird und so den Kindern mit niedrigem Elterneinkommen am meisten hilft. Die Analyse des problematischen Status quo im 'Kinderlastenausgleich' und die Prüfung diverser Reformalternativen, darunter das eben erwähnte besteuerte 'neue Kindergeld', wurden von Dr. Irene Becker und Prof. Richard Hauser im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung schon 2010 vorgenommen. Dieses Projekt hat die wissenschaftliche und politische Debatte zum 'Kinderlastenausgleich' seitdem erheblich angestoßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Bildung und Arbeitsmarktintegration: die Bedeutung von Armut, Bildungsherkunft und Arbeitsmarktintegration der Eltern für die Lebenslage von Kindern und Jugendlichen (2012)
Fehr, Sonja; Dittmann, Jörg;Zitatform
Fehr, Sonja & Jörg Dittmann (2012): Bildung und Arbeitsmarktintegration. Die Bedeutung von Armut, Bildungsherkunft und Arbeitsmarktintegration der Eltern für die Lebenslage von Kindern und Jugendlichen. In: A. Grimm & J. Lange (Hrsg.) (2012): Kein Nachwuchs für Hartz IV! : Bildung für Kinder an den Schnittstellen von SGB II, SGB VIII und Schulpolitik (Loccumer Protokolle, 2011,70), S. 7-29.
Abstract
"In diesem Beitrag soll es darum gehen, einen Überblick in Ausschnitten über den Einfluss von Armutserfahrungen in der Kindheit und Jugend auf die Lebenschancen von Heranwachsenden zu bieten. Aus einer Lebensverlaufperspektive soll herausgefunden werden, welche Übergänge im Bildungssystem folgenreich sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von Armutslagen für die Bildungsbeteiligung von Kindern und Jugendlichen. Als arm wird gesehen, wer öffentliche Leistungen in Form von Hartz IV in Anspruch nimmt. Es wird die Lebens- und Bildungssituation von Kindern unter 15 Jahren und von 15-25-Jährigen, deren Haushalte Arbeitslosengeld II (Alg II) beziehen, mit der von Altersgenossen, deren Haushalte keine Leistungen nach dem SGB II beziehen, verglichen. Dabei wird das Augenmerk auf Ausschnitte im Lebensverlauf gelegt, die neuralgische Punkte der individuellen Bildungskarrieren darstellen: Den Übergang von der Grundschule zur Sekundarschule, die Sekundarschulzeit, erworbene Bildungszertifikate, dem Übergang von der Schule ins Erwerbsleben und dem Austritt aus dem Arbeitslosengeld-II-Bezug." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kein Nachwuchs für Hartz IV!: Bildung für Kinder an den Schnittstellen von SGB II, SGB VIII und Schulpolitik (2012)
Grimm, Andrea; Stöbe-Blossey, Sybille; Dehmer, Mara; Martin, Andrea; Eschelbach, Diana; Grimm, Andrea; Lühmann, Hans; Fehr, Sonja; Gramm, Sigrid; Lange, Joachim; Lange, Joachim; Haarstick, Jürgen; Lucks, Hewig; Dittmann, Jörg;Zitatform
Grimm, Andrea (2012): Kein Nachwuchs für Hartz IV! Bildung für Kinder an den Schnittstellen von SGB II, SGB VIII und Schulpolitik. (Loccumer Protokolle 2011,70), Rehburg-Loccum, 154 S.
Abstract
"Bildung und Qualifikation reduzieren das Risiko von Arbeitslosigkeit und Armut. Will man Armut und den Bezug von Leistungen nach dem SGB II langfristig verringern, ist es geboten, die Kinder aus Bedarfsgemeinschaften des SGB II und anderen armutsgefährdeten Familien frühzeitig zu fördern. Hierzu sind quantitativ und insbesondere qualitativ ausreichende Angebote von Nöten. Zugleich erleichtern quantitativ und qualitativ gute Angebote die Arbeitsmarktintegration der Eltern, was wiederum zur Verringerung von Armut und positiven Effekten für die Erziehung führen kann.
Doch wie können diese altbekannten Einsichten im Zuständigkeitsdschungel von Bund, Ländern und Kommunen konkret umgesetzt werden? Welche Potenziale hat eine Zusammenarbeit der Akteure? Warum wurden diese Potenziale in der Vergangenheit nur zum Teil gehoben? Wie können die Schnittstellen zwischen den Akteuren in Kommunen, Ländern und Bund ausgestaltet werden? Und wie können die internen Schnittstellen, z. B. der Kommunen als Träger der Jugendhilfe, des SGB II und der Schulen optimiert werden?
Um diesen Fragen nachzugehen veranstaltete die Evangelische Akademie Loccum im April 2011 eine Tagung, deren Beiträge der vorliegende Band dokumentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
"Von alleine wächst sich nichts aus ...": Lebenslagen von (armen) Kindern und Jugendlichen und gesellschaftliches Handeln bis zum Ende der Sekundarstufe I. Abschlussbericht der 4. Phase der Langzeitstudie im Auftrag des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt (2012)
Laubstein, Claudia; Dittmann, Jörg; Holz, Gerda; Sthamer, Evelyn;Zitatform
Laubstein, Claudia, Gerda Holz, Jörg Dittmann & Evelyn Sthamer (2012): "Von alleine wächst sich nichts aus ...". Lebenslagen von (armen) Kindern und Jugendlichen und gesellschaftliches Handeln bis zum Ende der Sekundarstufe I. Abschlussbericht der 4. Phase der Langzeitstudie im Auftrag des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt. (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband. Schriftenreihe Theorie und Praxis), Berlin, 263 S.
Abstract
Die AWO-ISS-Studie erforschte als Wiederholungsbefragung die Lebenslagen und Zukunftsperspektiven von fast 900 Kindern, die erstmals als 5- bzw. 6-jährige im Kindergarten und 2009 bzw. 2010 als 16-/17 Jährige letztmals befragt wurden. Insbesondere geht es um die Auswirkungen der frühen Kinderarmut auf die nun herangewachsenen armutsbetroffenen Jugendlichen. Fazit: Die Auswirkungen von Armut sind am stärksten bei dauerhafter und aktueller Armut. Diese birgt ein hohes Risiko multipler Deprivation und verringert die Chancen auf Wohlergehen. Die Folgen früher, aber überwundener Armut sind bei Jugendlichen kaum noch nachweisbar. Ein gesichertes Familieneinkommen in der Kindheit schützt Jugendliche nicht vor multipler Deprivation, wenn Armut erst im Jugendalter auftritt. Die Lebenslagetypen bleiben für viele Kinder zwischen früher Kindheit und Jugend konstant. (IAB)
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Literaturhinweis
Gibt es tatsächlich weniger Kinderarmut?: bei Armutsentwicklung muss Demografie berücksichtigt werden. Eine Erfolgsmeldung und ihre Fehlinterpretation (2012)
Martens, Rudolf;Zitatform
Martens, Rudolf (2012): Gibt es tatsächlich weniger Kinderarmut? Bei Armutsentwicklung muss Demografie berücksichtigt werden. Eine Erfolgsmeldung und ihre Fehlinterpretation. In: Soziale Sicherheit, Jg. 61, H. 4, S. 144-147.
Abstract
"Ende Januar ging eine positive Meldung durch die Medien: 'Weniger Kinderarmut in Deutschland' (...). Die Zahl der unter 15-Jährigen, die auf Hartz IV angewiesen sind, sei von September 2006 bis September 2011 von knapp 1,9 auf etwa 1,64 Millionen - also um rund 260.000 (13,5 %) gefallen, hatte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in einer Analyse festgestellt. (...) Doch der in absoluten Zahlen ausgedrückte Rückgang der Kinder in Hartz-IV-Haushalten ergibt ein falsches Bild und führt zu Fehlschlüssen, wie hier gezeigt wird." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arme Kinder - arme Eltern: Zahlen, Daten, Fakten (2012)
Martens, Rudolf;Zitatform
Martens, Rudolf (2012): Arme Kinder - arme Eltern. Zahlen, Daten, Fakten. Berlin, 31 S.
Abstract
Der Autor analysiert die verfügbaren Statistiken über die Zahl der Kinder in Hartz IV-Familien und kommt zu folgendem Fazit: Die Armutsverteilung der Haushalte mit Kindern weist ein Nord-Süd-Gefälle auf. Alleinerziehend zu sein ist das Armutsrisiko schlechthin. Die Einkommenssituation von Alleinerziehenden unterscheidet sich grundlegend von Paarhaushalten mit Kindern. Familien mit Kindern können sich selbst in wirtschaftsstarken Bundesländern kaum schneller aus der Hartz IV-Abhängigkeit befreien. Der in absoluten Zahlen ausgedrückte Rückgang der Kinder in Hartz IV-Haushalten ergibt ein falsches Bild und führt zu Fehlschlüssen. Der Rückgang der Hartz IV-Zahlen bei Kindern ist überwiegend ein Ergebnis der Demografie - dem Rückgang der Kinderzahlen. Paarhaushalte mit minderjährigen Kindern dominieren immer noch als Familienform, die Anzahl der Alleinerziehenden steigt aber an. 25 Millionen Personen in Paarhaushalten mit Kindern stehen 4 Millionen Personen in alleinerziehenden Haushalten gegenüber. Jedoch nimmt die Zahl der Paarhaushalte mit Kindern bislang stetig ab. (IAB)
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Literaturhinweis
Kinderarmut in der Bundesrepublik Deutschland: Lebenslagen, gesellschaftliche Wahrnehmung und Sozialpolitik von 1949 bis 2008 (2012)
Reichwein, Eva;Zitatform
Reichwein, Eva (2012): Kinderarmut in der Bundesrepublik Deutschland. Lebenslagen, gesellschaftliche Wahrnehmung und Sozialpolitik von 1949 bis 2008. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 408 S. DOI:10.1007/978-3-531-94146-2
Abstract
"1,7 Millionen Kinder unter fünfzehn Jahren lebten Ende 2008 in Deutschland von der Grundsicherung für Arbeitsuchende, dem so genannten Hartz IV. Damit lag die Wahrscheinlichkeit für die Altersgruppe bis 15 Jahre, von dieser Grundsicherung abhängig zu sein, bei über 13 Prozent, für Kinder unter drei Jahren sogar bei 21 Prozent. Ende 2008 lebte in Deutschland also mehr als jedes fünfte Kind unter drei Jahren von einem gerade einmal existenzsichernden Einkommen oder auch in Armut. Es gibt wenige sozialpolitische Themen in Deutschland, die in den letzten Jahren so viel und so emotionsgeladen diskutiert wurden, wie die Armut von Kindern. Angesichts der Menge an Nachrichten sowie öffentlicher und politischer Diskussionen geht Eva Reichwein der Frage nach, ob das präsentierte Bild mit der Wirklichkeit übereinstimmt oder ob Kinderarmut nur ein skandalträchtiges Thema ist, das von Politik oder Presse missbraucht wird, um Aufmerksamkeit zu erheischen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kindergrundsicherung (2012)
Schäfer, Claus;Zitatform
Schäfer, Claus (2012): Kindergrundsicherung. In: R. Bispinck, G. Bosch, K. Hofemann & G. Naegele (Hrsg.) (2012): Sozialpolitik und Sozialstaat : Festschrift für Gerhard Bäcker, S. 117-134. DOI:10.1007/978-3-531-19024-2_8
Abstract
"Es gibt wohl kaum einen Politikbereich in Deutschland, in dem die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit so groß ausfällt wie bei der sozialstaatlichen Förderung von Kindern und Jugendlichen. Oft genug werden sie in politischen Sonntags- und Alltagsreden als die Zukunft der Gesellschaft beschworen. Aber die soziale Wirklichkeit vieler Kinder und Jugendlicher widerspricht dieser Beschwörung und verheißt gerade für die Zukunft auch der Gesellschaft nichts Gutes. Wenn allein nach offiziellen Kriterien mehrere Millionen Kinder als materiell arm bezeichnet werden müssen - oder auch als ausgeschlossen von der Teilhabe am normalen sozialen Leben einschließlich Bildung und Arbeitsmarkt - , so ist das eigentlich nicht hinnehmbar. Das gilt erst recht, wenn über die Armutsschwelle hinaus weitere große Kreise von mehr oder weniger Unterprivilegierten in den Blick genommen werden, insbesondere Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und damit verbundenen Defiziten. Auch weitere propagierte politische Herausforderungen - wie etwa die 'Wissensgesellschaft' oder der 'Demografische Wandel' bzw. das Schrumpfen der Bevölkerung oder auch der so genannte 'Facharbeitermangel' - müssten Politik und Gesellschaft schon lange veranlassen, wesentlich mehr für die Förderung heutiger Kinder, und auch heutiger potenzieller Eltern, sowie für die Verbesserung ihrer Rahmenbedingungen zu unternehmen. Denn es ist doch ein unakzeptabler Widerspruch, wenn einerseits beklagt wird, dass zukünftig Arbeitskräfte und Wissensträger fehlen werden, und andererseits heute vorhandene Ressourcen und Potenziale nicht ausgeschöpft werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jugendhilfe an der Nahtstelle zum SGB II - viel Verantwortung, wenig Einfluss?: kommunale Strategien nach der Reform arbeitsmarktpolitischer Instrumente und zur Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes (2012)
Zitatform
(2012): Jugendhilfe an der Nahtstelle zum SGB II - viel Verantwortung, wenig Einfluss? Kommunale Strategien nach der Reform arbeitsmarktpolitischer Instrumente und zur Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes. (Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe 82), Berlin, 179 S.
Abstract
"Die Umsetzung der Leistungen nach dem SGB II für Jugendliche hat auf die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe nachhaltige Auswirkungen und erweist sich oftmals als problematisch. Die Kooperation zwischen den Jugendhilfeträgern, den Jobcentern und der Bundesagentur für Arbeit ist noch nicht soweit systematisch zusammengeführt, um eine ganzheitliche und vernetzte Betreuung zu gewährleisten. An den Schnittstellen kommt es oft zu Brüchen in den Förder- und Integrationsprozessen. Die Frage nach einer gelungenen sozialen und beruflichen Integration benachteiligter junger Menschen ist dementsprechend aktueller denn je, insbesondere im Hinblick auf alle jene, die aufgrund individueller Beeinträchtigungen und/ oder fehlender Bildungsabschlüsse auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt als 'chancenarm' gelten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bericht nach § 99 BHO über den Vollzugsaufwand bei der Gewährung von Unterhaltsvorschuss und Wohngeld an Kinder mit Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (2012)
Abstract
"Der Bundesrechnungshof hat ermittelt, dass im Jahr 2009 über 340 000 Kinder in Bedarfsgemeinschaften mit einem Elternteil Unterhaltsvorschuss erhielten. Davon bekamen über 92 000 zusätzlich Wohngeld. Diese vorrangigen Leistungen wurden in Höhe von 700 Mio. Euro jährlich gezahlt und auf die Grundsicherung (sog. 'Hartz-IV') der Kinder angerechnet. In der Praxis bedeutet dies, dass die Berechtigten die jeweilige Leistung getrennt bei den Jobcentern, den Unterhaltsvorschussstellen und den Wohngeldbehörden beantragen müssen. Diese wiederum müssen einen aufwändigen und fehlerträchtigen Daten- und Informationsaustausch betreiben, um die Leistungen zu berechnen. Nach Auffassung des Bundesrechnungshofes kann ein großer Beitrag zum Bürokratieabbau gelingen, wenn leistungsberechtigte Kinder ihre Grundsicherung ungeschmälert und ohne Verweis auf Unterhaltsvorschuss und Wohngeld und deren Anrechnung erhalten. Eine solche Lösung würde die Höhe des Gesamtleistungsanspruchs der Bedarfsgemeinschaften (sog. 'Hartz-IV', Unterhaltsvorschuss und Wohngeld) nicht berühren. Die Minderung des Vollzugsaufwands wäre dagegen erheblich. Die daraus folgende Verschiebung der Lasten zwischen Bund, Ländern und Kommunen könnte anderweitig ausgeglichen werden. Eine solche Lösung würde gleichermaßen zu einer Entlastung der alleinerziehenden Elternteile führen. Sie hätten künftig nicht mehr bis zu drei, sondern nur noch einen einzigen Antrag zu stellen. Sie bekämen die notwendige Hilfe alleine vom Jobcenter und damit aus einer Hand." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Bildungs- und Teilhabepaket: viel Verpackung, wenig Inhalt (2012)
Zitatform
(2012): Das Bildungs- und Teilhabepaket. Viel Verpackung, wenig Inhalt. (Arbeitsmarkt aktuell 2012,04), Berlin, 13 S.
Abstract
"Laut DGB liegt das 'Bildungspaket' gewissermaßen quer zwischen den beteiligten Institutionen, die nun versuchen, es verwaltungsgängig zu machen und die positive Intention einer stärkeren Bildungsbeteiligung armer Kinder umzusetzen. Dabei entstehen jedoch große Reibungs- und Effektivitätsverluste in der Verwaltung, so lange zentrale Hindernisse wie das Kooperationsverbot im Bildungswesen nicht beseitigt sind. Es besteht die Gefahr von Fehlanreizen, wie etwa die geplante Beendigung der Übernahme von Schülerbeförderungskosten durch das Saarland zeigt. Aus Sicht des DGB sollte der Umsetzungsvorschlag des Bundesverfassungsgerichts Beachtung finden, wonach der Bund (nur) so lange den fürsorgerechtlichen Bildungsbedarf von Kindern über das Hartz IV-System decken soll, bis eine einrichtungsbezogene Gewährung von Leistungen durch die Länder (z.B. durch ein Angebot von Nachhilfeunterricht) sichergestellt ist, die den vorhandenen Bedarf abdeckt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bericht nach § 99 der Bundeshaushaltsordnung über den Vollzugsaufwand bei der Gewährung von Unterhaltsvorschuss und Wohngeld an Kinder mit Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende: Unterrichtung durch den Bundesrechnungshof (2012)
Zitatform
(2012): Bericht nach § 99 der Bundeshaushaltsordnung über den Vollzugsaufwand bei der Gewährung von Unterhaltsvorschuss und Wohngeld an Kinder mit Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Unterrichtung durch den Bundesrechnungshof. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/10322 (17.07.2012)), 11 S.
Abstract
"Der Bund trägt die Aufwendungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende einschließlich der Verwaltungskosten nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), soweit die Leistungen von der Bundesagentur für Arbeit erbracht werden. Die Grundsicherung umfasst die Leistungen für den Lebensunterhalt und für die Unterkunft. Sie ist gegenüber anderen sozialen Leistungen grundsätzlich nachrangig. Für Kinder von alleinerziehenden Elternteilen sind solche anderen Leistungen in aller Regel Unterhaltsvorschuss und Wohngeld. An diese Kinder wurden vorrangige Leistungen in Höhe von 700 Mio. Euro jährlich gezahlt und auf ihre Grundsicherung angerechnet. Der Bund ist an den Ausgaben nach dem Unterhaltsvorschussgesetz zu einem Drittel und an den Ausgaben nach dem Wohngeldgesetz zur Hälfte beteiligt. Die Länder und Kommunen tragen die Verwaltungskosten für die Durchführung des Unterhaltsvorschuss- und des Wohngeldgesetzes.
Die Gewährung dieser anderen Leistungen verursacht bei den zuständigen Stellen, insbesondere bei den Ländern und Kommunen, einen hohen Verwaltungsaufwand. Für den Bundesrechnungshof war dies Anlass, die Wirkungen der vorrangigen Leistungen auf die Grundsicherung zu prüfen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Das Bildungspaket oder: Hartz IV reloaded/overloaded? (2011)
Armborst, Christian;Zitatform
Armborst, Christian (2011): Das Bildungspaket oder: Hartz IV reloaded/overloaded? In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 42, H. 1, S. 4-11.
Abstract
"Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar 2010 ist der Gesetzgeber verpflichtet worden, die Regelleistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II gesetzlich neu zu regeln. Dieser Aufgabe ist die Bundesregierung nachgekommen und hat den Entwurf eines Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch vorgelegt, der inhaltsgleich von den Regierungsfraktionen in den Bundestag eingebracht worden ist. Da der Bundesrat dem Gesetz in seiner Sitzung am 17. Dezember 2010 nicht zugestimmt hat, hat die Bundesregierung den Vermittlungsausschuss angerufen. Das Verfahren ist im Zeitpunkt der Abfassung noch nicht abgeschlossen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bedarfe von Kindern und Jugendlichen nach dem Statistikmodell: Konzept für eine sachgerechte und verfassungskonforme Ermittlung (2011)
Becker, Irene;Zitatform
Becker, Irene (2011): Bedarfe von Kindern und Jugendlichen nach dem Statistikmodell. Konzept für eine sachgerechte und verfassungskonforme Ermittlung. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 42, H. 1, S. 12-23.
Abstract
"Der vorliegende Beitrag befasst sich mit den Möglichkeiten einer verfassungskonformen Ermittlung von Kinderregelleistungen mit der empirisch-statistischen Methode. Nur bei konsequenter Umsetzung dieses Statistikmodells ist mit sachgerechten Ergebnissen zu rechnen. Das vorgeschlagene Konzept weicht in mehrfacher Hinsicht von den Berechnungen, die den bisherigen Grundsicherungsleistungen und der derzeit diskutierten Reform zugrunde liegen, ab." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Lage der Kinder in Deutschland 2011/2012: kindliches Wohlbefinden und gesellschaftliche Teilhabe (2011)
Bertram, Hans; Rösler, Wiebke; Kohl, Steffen;Zitatform
Bertram, Hans, Steffen Kohl & Wiebke Rösler (2011): Zur Lage der Kinder in Deutschland 2011/2012. Kindliches Wohlbefinden und gesellschaftliche Teilhabe. Köln, 96 S.
Abstract
"In internationalen Vergleichsstudien zwischen den Industrieländern belegt Deutschland mit Blick auf eine gute Lebensumwelt für Kinder und Jugendliche regelmäßig einen mittleren Platz. Doch hinter den dort dokumentierten nationalen Durchschnittswerten verbergen sich große regionale Unterschiede. Die Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen, ihre Schulleistungen, Hoffnungen und Ängste unterscheidet sich gravierend - je nachdem wo in Deutschland sie aufwachsen, wovon ihre Familie lebt und welche Unterstützung sie in ihrem konkreten Lebensumfeld, durch die Politik und ihre Gemeinden erfahren. Der UNICEF-Bericht kommt beim Vergleich der Bundesländer zu dem Ergebnis, dass die Teilhabe von Eltern am Arbeitsleben von zentraler Bedeutung für das Wohlbefinden der Kinder ist. Eltern, die die Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten und als aktiv Handelnde am Leben der Gesellschaft mitzuwirken, sind die wichtigsten Rollenmodelle für Kinder. Durch eine 'glaubwürdige Lebensführung' vermitteln sie den Kindern das notwendige Vertrauen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Für Jugendliche sind die Perspektiven für eine berufliche Ausbildung in ihrer Region von großer Bedeutung für den Schulerfolg und auch die anderen Bereiche ihres Wohlbefindens." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Zusammenfassung -
Literaturhinweis
Soziale Teilhabe und Sport: zur Umsetzung des Kinderbildungspakets in Sportvereinen (2011)
Brandi, Heiner;Zitatform
Brandi, Heiner (2011): Soziale Teilhabe und Sport: zur Umsetzung des Kinderbildungspakets in Sportvereinen. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 42, H. 1, S. 58-62.
Abstract
"Der Deutsche Sport begrüßt die Einführung eines Bildungs- und Teilhabegutscheins für hilfebedürftige Kinder und Jugendliche. Er erwartet eine deutliche Verbesserung der gesellschaftlichen Partizipationschancen von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen - auch im Sport. Diese Position kommt in einer gemeinsamen Erklärung der Bundesagentur für Arbeit und des Deutschen Olympischen Sportbundes zum Ausdruck und entspricht zugleich entsprechenden Beschlüssen der Ständigen Konferenz der Landessportbünde in Deutschland." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Welche Konsequenzen hat das "Bildungspaket" für die Praxis der Bildungseinrichtungen? (2011)
Demmer, Marianne;Zitatform
Demmer, Marianne (2011): Welche Konsequenzen hat das "Bildungspaket" für die Praxis der Bildungseinrichtungen? In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 42, H. 1, S. 48-57.
Abstract
"Mit seiner Entscheidung vom 9. Februar 2010 hat das Bundesverfassungsgericht der politischen Klasse mit einem Paukenschlag ins Bewusstsein gerückt, dass zur Menschenwürde und zum Existenzminimum notwendig - existenziell notwendig - die diskriminierungsfreie Teilhabe an Bildung und sozialem und kulturellem Leben gehören. Das Gericht hat die Ernsthaftigkeit seiner Rechtsprechung durch die denkbar kurze Frist unterstrichen, die es der Bundesregierung bis Ende 2010 gesetzt hat, um eine verfassungsmäßige Berechnung der Regelleistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II ('Hartz-IV-Gesetze') vorzunehmen. Die Bundesregierung ihrerseits hat versucht, die Vorgaben des Gerichts mit einem minimalistischen Konzept zu erfüllen, das nicht nur von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eher als 'Bildungspäckchen' denn als 'Bildungs- und Teilhabepaket' eingeschätzt wird." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do family policy regimes matter for children's well-being? (2011)
Zitatform
Engster, Daniel & Helena Olofsdotter Stensöta (2011): Do family policy regimes matter for children's well-being? In: Social Politics, Jg. 18, H. 1, S. 81-124. DOI:10.1093/sp/jxr006
Abstract
"Researchers have studied the impact of different welfare state regimes, and particularly family policy regimes, on gender equality. Very little research has been conducted, however, on the association between different family policy regimes and children's well-being. This article explores how the different family policy regimes of twenty OECD countries relate to children's well-being in the areas of child poverty, child mortality, and educational attainment and achievement. We focus specifically on three family policies: family cash and tax benefits, paid parenting leaves, and public child care support. Using panel data for the years 1995, 2000, and 2005, we test the association between these policies and child well-being while holding constant for a number of structural and policy variables. Our analysis shows that the dual-earner regimes, combining high levels of support for paid parenting leaves and public child care, are strongly associated with low levels of child poverty and child mortality. We find little long-term effect of family policies on educational achievement, but a significant positive correlation between high family policy support and higher educational attainment. We conclude that family policies have a significant impact on improving children's well-being, and that dual-earner regimes represent the best practice for promoting children's health and development." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
New social risks affecting children: a survey of risk determinants and child outcomes in the EU (2011)
Zitatform
Eppel, Rainer & Thomas Leoni (2011): New social risks affecting children. A survey of risk determinants and child outcomes in the EU. (WIFO working papers 386), Wien, 60 S.
Abstract
"Socio-economic transformations associated with the shift to post-industrial societies have not only created new opportunities and prosperity, but have also given rise to the emergence of new social risks occurring at different stages of life. This paper examines the situation of children, who can arguably be considered a particularly vulnerable social group. It provides an overview of the changes generating child-related risk structures and, given this background, compares child well-being outcomes across a number of dimensions in the countries of the EU15. The analysis reveals considerable heterogeneity both across and within welfare state regimes, suggesting overall a sort of 'North-South-divide' with Nordic Europe coming out on top and Southern Europe on the bottom. In Austria, children seem to be better-protected from poverty risk than the average child in the EU15. However, the level of material well-being is lower compared to the Nordic countries and does not translate into equally good performance in all the selected non-material domains." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Soziale Teilhabe lässt sich nicht in Bildungspäckchen packen!: zu den Neuregelungen im SGB II für Kinder und Jugendliche (2011)
Gathen, Marion von zur; Struck, Norbert;Zitatform
Gathen, Marion von zur & Norbert Struck (2011): Soziale Teilhabe lässt sich nicht in Bildungspäckchen packen! Zu den Neuregelungen im SGB II für Kinder und Jugendliche. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 42, H. 1, S. 78-89.
Abstract
"Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar 2010 zu den Regelsätzen in der Grundsicherung für Arbeitsuche nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II markiert einen Wendepunkt in einer lang anhaltenden und kontrovers geführten Debatte um die Ermittlung, Höhe und Ausgestaltung der Regelsätze für Erwachsene und Kinder. Gerade die Regelleistungen für Kinder und Jugendliche stehen seit Langem in der Kritik, auch wegen der unzureichenden Absicherung des Bildungs- und Entwicklungsbedarfs. Ohne eine adäquate Sicherung diese Bedarfs besteht die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Haushalten von Teilhabe und Chancengerechtigkeit ausgeschlossen werden. Damit können sich Armutslagen verfestigen mit allen damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die spätere Biografie junger Menschen. Es ist sei Jahren erklärtes Ziel der Politik, die Armutsbetroffenheit von Kindern und Jugendlichen deutlich zu senken. Ein Gesetzentwurf zur Neugestaltung der Regelleistungen für Kinder und Jugendliche muss sich auch an diesem Ziel messen lassen . Die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts weisen in diese Richtung." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Grundsicherung für Arbeitsuchende und Bildungspaket für Kinder - welche Umsetzungschancen und -hindernisse gibt es im "ländlichen Raum"? (2011)
Keller, Ulf; Wiesner, Anja;Zitatform
Keller, Ulf & Anja Wiesner (2011): Grundsicherung für Arbeitsuchende und Bildungspaket für Kinder - welche Umsetzungschancen und -hindernisse gibt es im "ländlichen Raum"? In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 42, H. 1, S. 64-76.
Abstract
"Am 17. Dezember 2010 hat der Bundesgesetzgeber ein 'Gesetz zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzgebung' verabschiedet. Was wie eine Novellierung klingt, ist auf den zweiten Blick eine weitreichende Reform für das System der Grundsicherungsleistungen in Deutschland. Ausgehend vom Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Februar 2010 werden umfangreiche bildungspolitische Schwerpunkte gesetzt. Bis zu 596 Mio. Euro werden ausweislich des Gesetzesentwurfes jährlich durch die Grundsicherungsträger an die jüngsten Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherungsleistungen eingeplant. In Anbetracht dieses Volumens ist die verwaltungspraktische Umsetzung des Gesamtpaketes erstaunlich unklar.
In diesem Beitrag werden drei Perspektiven für Analyse und Handhabung erläutert, die für die Sozialpolitik 'ländlicher Räume' wichtig sind: Durch das 'Bildungspaket' wird erstens die (bewährte) verwaltungsorganisatorische Systematik der sozialen Hilfen und Förderungen verändert; zweitens ist es gerade für Verwaltungsträger im ländlichen Raum wichtig, das Bildungspaket in eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik einzubinden und drittens sind für die Umsetzung des Bildungspaketes in der Praxis der Kommunalen Verwaltung erhebliche Koordinierungsaufgaben zu erwarten." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Wirksame Wege für Familien mit geringem Einkommen im Braunschweiger Land gestalten (2011)
Kämper, Andreas;Zitatform
(2011): Wirksame Wege für Familien mit geringem Einkommen im Braunschweiger Land gestalten. Braunschweig, 88 S.
Abstract
"Der Versuch, die soziale Lage im Braunschweiger Land zu erheben und dann aus dieser Sozialberichterstattung noch Handlungsperspektiven formulieren zu wollen, kommt der Quadratur des Kreises nahe. Die Sicht von Betroffenen und die Sicht der Akteure, die Welt der Zahlen und die konkrete Lebenswirklichkeit von Menschen mit geringem Einkommen werden aufeinander bezogen. Die Systematik der Sozialgesetzbücher und die daraus abgeleiteten Hilfesysteme und die konkrete Lebenssituation von Menschen berühren sich im Originalton von Betroffenen und Akteuren: Familien mit Kindern und geringem Einkommen wurden befragt, Akteure in den Städten und Landkreisen gehört. In einem Beirat haben Wohlfahrtsverbände und Gebietskörperschaften das Projekt begleitet. Durch wissenschaftliche Methoden wurden die Ergebnisse validiert und systematisiert. Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und das Diakonische Werk Braunschweig haben diese Studie beauftragt und den Prozess koordiniert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kindergrundsicherung: (K)eine gute Idee? (2011)
Lange, Joachim; Rudolph, Helmut; Rust, Ursula; Becker, Irene; Schopp, Nikola; Kolf, Ingo; König, Barbara; Nullmeier, Frank ; Bronke, Karl;Zitatform
(2011): Kindergrundsicherung: (K)eine gute Idee? (Loccumer Protokolle 2010,84), Rehburg-Loccum, 138 S.
Abstract
"Das Armutsrisiko für Kinder ist in Deutschland seit Beginn des Jahrtausends stark angestiegen. Rund 1,7 Millionen Kinder beziehen Leistungen nach dem SGB II. Viele Bedarfsgemeinschaften sind im Leistungsbezug, weil die Einkommen nicht ausreichen, die Bedarfe der Kinder zu decken, auch wenn der Kinderzuschlag insbesondere in seiner reformierten Form die Anzahl der Betroffenen reduziert hat.
Auch wenn man sich nicht an Grundsicherungsbezug und Armutsstatistiken orientiert, sondern versucht, die Lebenslagen von Kindern genauer zu erfassen und danach zu fragen, welche Teilhabe- und Verwirklichungschancen Kindern geboten werden, signalisiert die Forschung eine verschärfte Problemlage. Nur allzu bekannt sind die geringen Bildungschancen angesichts eines sozial wenig durchlässigen Bildungssystems.
Seit einigen Jahren werden Vorschläge entwickelt, die Kinderarmut durch eine Ausweitung der Leistungen für Kinder, z.B. durch eine nicht bedarfsgeprüfte Grundsicherung für Kinder, zu bekämpfen.
Die Evangelische Akademie Loccum veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sozialpolitik und der Friedrich-Ebert-Stiftung im Dezember 2010 einen Workshop, dessen Beiträge der vorliegende Band dokumentiert." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Grundsicherung und Einkommensarmut: Bedürftige Kinder und ihre Lebensumstände (2011)
Zitatform
Lietzmann, Torsten, Silke Tophoven & Claudia Wenzig (2011): Grundsicherung und Einkommensarmut: Bedürftige Kinder und ihre Lebensumstände. (IAB-Kurzbericht 06/2011), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Kinder stehen seit längerem im Fokus der Armutsforschung. In den letzten Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass sie in besonderer Weise von Armut und ihren Folgen betroffen sind. In Deutschland lebt fast jedes vierte Kind in einem Haushalt, der einkommensarm ist und/oder Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) bezieht. In diesem Bericht wird untersucht, wie viele Kinder bedürftig sind und was das für ihre Lebensumstände bedeutet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Grundsicherung von Kindern in westlichen Wohlfahrtsgesellschaften: ein Vergleich von fünf ausgewählten Ländern (2011)
Zitatform
Müller-Schneider, Thomas & Matthias Voigt (2011): Die Grundsicherung von Kindern in westlichen Wohlfahrtsgesellschaften. Ein Vergleich von fünf ausgewählten Ländern. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 60, H. 1/2, S. 33-37. DOI:10.3790/sfo.60.1-2.33
Abstract
"Ausgehend von der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die Leistungen für Kinder nach ALG II seien aufgrund ihrer mangelhaften Berechnungsgrundlage verfassungswidrig, dokumentiert und vergleicht der Beitrag die Grundsicherung für Kinder in ausgewählten westlichen Wohlfahrtsgesellschaften. Die fünf ausgewählten Länder (Deutschland, Finnland, Kanada, Österreich und die USA) decken das gesamte Spektrum der Wohlfahrtsregime nach Esping-Andersen ab. Zunächst werden die nationalen Grundsicherungsprogramme vorgestellt, in deren Rahmen Kinder abgesichert sind. Daran anschließend werden die jeweiligen Verfahren zur Ermittlung des finanziellen Bedarfs von Kindern dargelegt. In der vergleichenden Zusammenfassung zeigt sich, dass in keinem Land die vom Bundesverfassungsgericht eingeforderte Bedarfsermittlung geleistet wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hartz-IV-Regelsätze und gesellschaftliche Teilhabe: die geplanten Änderungen im Lichte des Urteils des Bundesverfassungsgerichts (2011)
Rothkegel, Ralf;Zitatform
Rothkegel, Ralf (2011): Hartz-IV-Regelsätze und gesellschaftliche Teilhabe. Die geplanten Änderungen im Lichte des Urteils des Bundesverfassungsgerichts. In: ZFSH/SGB. Zeitschrift für die sozialrechtliche Praxis, Jg. 50, H. 2, S. 69-84.
Abstract
In seinem Urteil zur Neubemessung der Grundsicherungsleistungen formuliert das Bundesverfassungsbericht das Gebot des menschenwürdigen Existenzminimums. In dem Beitrag wird herausgearbeitet, dass die Vorgaben dieses Urteils durch die geplanten Änderungen der Hartz-IV-Regelsätze nur unzureichend umgesetzt werden. Dies wird hauptsächlich auf die fehlenden oder unschlüssigen Begründungen für die geplanten Neuregelungen zurückgeführt. Kritisiert werden die Abgrenzung der Referenzhaushalte, das verwendete Statistikmodell, Zirkelschlüsse bei der Ermittlung der Regelsätze, das ideologische Leitbild, die Nichtberücksichtigung verdeckter Armut, die Festlegung der regelbedarfsrelevanten Verbrauchsausgaben sowie die Bemessung der Leistungen für Kinder und Jugendliche, insbesondere die mangelhafte Abgrenzung von Regelbedarf, Schulbedarf, Bildungs- und Teilhabebedarf. Vor allen in folgenden Punkten wird Korrekturbedarf gesehen: Bei der Abgrenzung der Referenzhaushalte wird anstatt einer Quote von 15 Prozent eine Quote von 20 Prozent gefordert. Verdeckte Arme und Aufstocker bzw. Bezieher von Einkommen auf oder unter Sozialhilfeniveau sollten dabei aus der Referenzgruppe ausgeschlossen werden. Der Ausschluss von Leistungen wegen fehlender Regelbedarfsrelevanz (z. B. Versicherungsdienstleistungen) muss nachvollziehbar begründet werden. Der Katalogs einmaliger Leistungen sollte erweitert werden um Leistungen für den Bedarf an hochwertigen Gebrauchsgütern (z. B. weiße Ware) sowie für individuelle, kostenaufwendigere Teilhabebedarfe (z.B. Musikunterricht). Gefordert wird zudem eine empirisch fundierte Ermittlung des spezifischen Bedarfs von Kindern und Jugendlichen zur bedarfgerechten Bemessung ergänzender Leistungen oder zur Anhebung der Regelleistungen für diesen Personenkreis. (IAB)
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Literaturhinweis
Ökonomische Auswirkungen: Verteilung und Beschäftigung: Nebenwirkungen der Vorschläge einer Kindergrundsicherung (2011)
Rudolph, Helmut;Zitatform
Rudolph, Helmut (2011): Ökonomische Auswirkungen: Verteilung und Beschäftigung. Nebenwirkungen der Vorschläge einer Kindergrundsicherung. In: J. Lange & F. Nullmeier (Hrsg.) (2011): Kindergrundsicherung: (K)eine gute Idee? (Loccumer Protokolle, 2010,84), S. 91-107.
Abstract
"Die bisherigen Vorschläge zur Kindergrundsicherung sind sehr allgemein gehalten und werfen noch eine Vielzahl von Fragen auf, die das Projekt Kindergrundsicherung noch nicht überzeugend erscheinen lassen. Das betrifft die Abgrenzung der Kinderarmut und damit ihren Umfang ebenso wie die Begründung für die Höhe der einzuführenden Kindergrundsicherung. Unklar erscheinen zudem die Wechselwirkungen mit den bestehenden Systemen der sozialen Sicherung und der (Re-)Finanzierung. Unklar erscheinen schließlich die sozialen Anreize und Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die öffentliche Infrastruktur. Einige dieser Punkte werden in diesem Beitrag hinterfragt.
Fazit: Kinderarmut ist Folge und Teil der Einkommensarmut der Eltern, die überwiegend aus Arbeitslosigkeit, niedrigen Löhnen und (zu) geringer Erwerbsbeteiligung resultiert. Auch mit einer großzügigen Kindergrundsicherung verlassen Kinder nicht den Kontext der Armut in ihrer Familie, wenn nicht auch die Armut der Eltern überwunden wird. Insofern ist eine eigenständige Kindergrundsicherung ein statistisches Alibi, durch das rechnerisch ohne Berücksichtigung des Familienkontextes alle Kinder aus der Armut gehoben werden." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Teilhabe und Bildung als Sachleistungen: bisherige Erfahrungen mit Gutschein- und Chipkartensystemen (2011)
Sell, Stefan;Zitatform
Sell, Stefan (2011): Teilhabe und Bildung als Sachleistungen. Bisherige Erfahrungen mit Gutschein- und Chipkartensystemen. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 42, H. 1, S. 24-36.
Abstract
"Anfang des Jahres 2011 wird heftig darüber gerungen, wie man 'Bildungs- und Teilhableistungen' für Kinder im Grundsicherungssystem, statt sie über den 'Normalfall' des Regelsatzes für Kinder innerhalb der Familie abzudecken, über ein Sachleistungssystem außerhalb der Familie praktisch organisieren kann. Diese Konstruktion ist keinesfalls eine Zwangsläufigkeit und nicht 'alternativlos', um auf das 'Unwort' des Jahres 2010 zurückzugreifen. Dieser Beitrag geht zunächst der Gestaltung des Bildungs- und Teilhabepaketes als Sachleistungen und deren Implikationen für die praktische Umsetzung nach. Sodann wird die vom Gesetzgeber gewählte Lösung, ein Gutschein- bzw. Chipkartensystem einzuführen, geprüft. Dazu werden bisherige Erfahrungen mit solchen Systemen v.a. im Bereich der Arbeitsmarktpolitik sowie mit der Stuttgarter Familiencard herangezogen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Bildungs- und Teilhabepaket aus kommunaler Perspektive (2011)
Zitatform
Walter, Thomas (2011): Das Bildungs- und Teilhabepaket aus kommunaler Perspektive. In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 42, H. 1, S. 38-46.
Abstract
"In diesem Beitrag wird das Bildungs- und Teilhabepaket hinsichtlich seiner Konsequenzen für die Kommunen betrachtet. Dabei werden die Bestandteile des Pakets und die Verantwortung zur Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets vor dem Hintergrund bestehender Teilhabeansätze auf kommunaler Ebene diskutiert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Familie und Armut: eine Sonderauswertung des AWO-ISS Datensatzes 1999 und 2003/04 über familiäre Bedingungen und ihre Auswirkungen auf Armut und Lebenslage der Kinder. Eine Expertise im Auftrag des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. (2011)
Wüstendörfer, Werner;Zitatform
Wüstendörfer, Werner (2011): Familie und Armut. Eine Sonderauswertung des AWO-ISS Datensatzes 1999 und 2003/04 über familiäre Bedingungen und ihre Auswirkungen auf Armut und Lebenslage der Kinder. Eine Expertise im Auftrag des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. Frankfurt, M., 64 S.
Abstract
"Die Sonderauswertung des AWO-ISS-Datensatzes 1999 und 2003/04 hat zum Ziel, familiäre Bedingungen wie Familienformen, einschneidende Ereignisse im Leben einer Familie sowie soziale Netzwerke im Hinblick auf Armutsdynamik und Lebenslage der Kinder zu untersuchen.
Ausgewählte zentrale Ergebnisse:
Die Entwicklungsdynamik armer Familien unterscheidet sich von nicht-armen Familien: Der Anteil Alleinerziehender und Stieffamilien folgt nicht dem allgemeinen gesellschaftlichen Trend, sondern bleibt auf einem geringeren Niveau. Der Anteil von Kernfamilien bleibt relativ hoch. Diese Entwicklung dürfte durch ökonomische Zwänge bedingt sein.
Die Familienform wirkt sich erheblich auf die Lebenslage eines Kindes aus: Sie verschlechtert sich mit zunehmender Dauer der bestehenden Ein-Eltern-Familie, dagegen verbessert sie sich in Stieffamilien. Die Lebenslage von Kindern ist in stabilen Kernfamilien am besten." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Bedarfsbemessung bei Hartz IV: zur Ableitung von Regelleistungen auf der Basis des "Hartz-IV-Urteils" des Bundesverfassungsgerichts (2010)
Becker, Irene;Zitatform
Becker, Irene (2010): Bedarfsbemessung bei Hartz IV. Zur Ableitung von Regelleistungen auf der Basis des "Hartz-IV-Urteils" des Bundesverfassungsgerichts. (WISO Diskurs), Bonn, 48 S.
Abstract
"In der Öffentlichkeit wird die Frage der zukünftigen Hartz-IV-Regelsätze heftig und kontrovers diskutiert. Dieses Diskussionspapier stellt die Bedarfsbemessung zur Ableitung der Hartz-IV-Regelsätze in den Mittelpunkt. Nach der Vorstellung alternativer Methoden der Bedarfsbemessung setzt es sich ausführlich mit dem Statistikmodell auseinander. Die Autorin macht darauf aufmerksam, dass das Statistikmodell nur regelmäßig wiederkehrende 'normale' Bedarfe erfasst und weist auf problematische Folgen hin, die auftreten, wenn das Modell mit Elementen des Warenkorbmodells durchmischt wird. Das Hauptaugenmerk gilt im Folgenden den Möglichkeiten zur Umsetzung des Statistikmodells. Hierbei werden u. a. die Bedeutung der Auswahl der Referenzhaushaltstypen sowie Einkommensgruppen thematisiert und darauf hingewiesen, dass das Problem der 'verdeckten Armut' die Datenbasis verfälschen kann. Die Autorin setzt sich auch ausführlich mit der Art der Leistungserbringung auseinander und prüft ihre jeweiligen Vor- und Nachteile." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kindergrundsicherung, Kindergeld und Kinderzuschlag: eine vergleichende Analyse aktueller Reformvorschläge. Abschlussbericht (2010)
Becker, Irene; Hauser, Richard;Zitatform
Becker, Irene & Richard Hauser (2010): Kindergrundsicherung, Kindergeld und Kinderzuschlag. Eine vergleichende Analyse aktueller Reformvorschläge. Abschlussbericht. Düsseldorf, 175 S.
Abstract
Abschlussbericht zum Projekt-Nr. S-2008-182-4 "Vom Kindergeld zu einer Grundsicherung für Kinder. Fiskalische und Verteilungswirkungen eines Existenz sichernden und zu versteuernden Kindergeldes", gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung. "Alle untersuchten Reformvarianten bewirken eine merkliche Verminderung des Ausmaßes von Kinder- bzw. Familienarmut. So würde die Kinderarmutsquote von 16,5% auf etwa 3% im Falle der Kindergrundsicherung und auf 5% im Falle der 'großen' Kindergelderhöhung sinken.
Beide Konzepte sind wegen der hohen Nettokosten von ca. 30 Mrd. EUR allerdings eher mittelfristig umsetzbare Programme, die vorab eine Prüfung möglicher Finanzierungsstrategien erforderlich machen.
Unter verteilungspolitischen Aspekten erweist sich aber das Konzept des Existenz sichernden und zu versteuernden Kindergeldes im Vergleich zu Kindergelderhöhungen ohne Besteuerung als das stimmigere Konzept: Inkonsistenzen der bestehenden Leistungsvielfalt werden abgebaut, und mit annähernd gleichem Transfervolumen wird eine stärkere Einkommensumverteilung 'von oben nach unten' erreicht.
Demgegenüber erweist sich die vorgeschlagene Kinderzuschlagsreform als eine kurzfristig realisierbare Maßnahme. Mit begrenztem fiskalischem Aufwand von gut 4 Mrd. EUR könnte die Kinderarmutsquote um 4 bis 5 Prozentpunkte gesenkt werden, wenn eine Zunahme der Inanspruchnahme auf 75% des vergrößerten Berechtigtenkreises erreicht wird." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Zur Lage der Kinder in Deutschland 2010: Kinder stärken für eine ungewisse Zukunft (2010)
Bertram, Hans; Kohl, Steffen;Zitatform
Bertram, Hans & Steffen Kohl (2010): Zur Lage der Kinder in Deutschland 2010. Kinder stärken für eine ungewisse Zukunft. Köln, 130 S.
Abstract
"Im Auftrag des Deutschen Komitees für UNICEF haben Prof. Dr. Hans Bertram und Steffen Kohl von der Humboldt-Universität Berlin auf der Basis aktueller empirischer Daten das Wohlergehen von Kindern in Deutschland im internationalen Vergleich untersucht. UNICEF Deutschland knüpft damit an die Studie 'Child Poverty in Perspective: An Overview of Child Well-being in Rich Countries' von 2007 an. Das UNICEF-Forschungsinstitut Innocenti in Florenz hatte in dieser Studie die Lage der Kinder in 21 Industrieländern erstmals anhand von sechs Dimensionen umfassend verglichen: materielles Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit, Bildung und Ausbildung, Beziehungen zu Familie und Gleichaltrigen, Verhaltensrisiken sowie subjektives Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen. Ziel des erneuten internationalen Vergleichs der Situation von Kindern in Deutschland mit der in anderen Industrieländern ist es zu prüfen, ob sich das Wohlergehen von Kindern verbessert hat und welche Maßnahmen am besten geeignet sind, die Rechte der Kinder zu fördern. Im Unterschied zu internationalen Untersuchungen von Einzelaspekten wie den Schulleistungen erfasst die Studie für UNICEF umfassend materielle, soziale und auch subjektive Faktoren. Hierdurch entsteht ein ganzheitliches Bild der Situation von Kindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Existenzsicherung ohne Bildung (2010)
Bieback, Karl-Jürgen;Zitatform
Bieback, Karl-Jürgen (2010): Existenzsicherung ohne Bildung. In: Recht der Jugend und des Bildungswesens, Jg. 58, H. 2, S. 137-143.
Abstract
In seiner Entscheidung vom 9. Februar 2010 hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass die Regelsätze der Grundsicherung nach SGB II gegen die Garantie der Menschenwürde und das Sozialstaatsprinzip verstoßen, da die Regelsätze nicht konsistent und nachvollziehbar berechnet und begründet seien. Dies gilt insbesondere für die Höhe der Kinderregelsätze, die Bildungsausgaben unzureichend berücksichtigt. So fordert das Gericht, den Schulbedarf realitätsgerecht zum Regelbedarf hinzuzurechnen. Als unbefriedigend wertet der Autor zudem die Tatsache, dass Bildungsbedarfe im Regelsatz nur dann berücksichtigt werden, 'wenn sie in der Armutsbevölkerung üblich und/oder gesetzlich zwingend (Schulpflicht) sind; die Deckung des Bildungsbedarfs durch einzelne Leistungen ist lückenhaft und inkonsistent'. (IAB)
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Kinderarmut und sozialer Ausschluss (2010)
Butterwegge, Christoph;Zitatform
Butterwegge, Christoph (2010): Kinderarmut und sozialer Ausschluss. In: Zeitschrift für Inklusion, Jg. 4, H. 4.
Abstract
"Nachdem die Armut in Deutschland lange Zeit ignoriert worden war, erregt das Problem der wachsenden sozialen Ungleichheit neuerdings große öffentliche Aufmerksamkeit. Mittlerweile ist ein Viertel der Kinder von relativer Einkommensarmut betroffen, die nicht verharmlost werden darf, zumal vor allem junge Menschen in einer Konsumgesellschaft massivem Druck von Seiten der Werbeindustrie wie auch ihrer Peergroup ausgeliefert sind. Macht man den als 'Globalisierung' bezeichneten Prozess einer Umstrukturierung fast aller Gesellschaftsbereiche nach Markterfordernissen für soziale Polarisierungs- und Prekarisierungstendenzen verantwortlich, liegen die Wurzeln des vermehrten Auftretens von (Kinder-)Armut auf drei Ebenen: Produktion (Aushöhlung des 'Normalarbeitsverhältnisses'), Reproduktion (Auflösung der 'Normalfamilie') und Sozialstaat (Abbau von Sicherungselementen). Interventions- und Präventionsmaßnahmen erfordern das Zusammenwirken von Schule und Jugendhilfe. Nur wenn sich (Sozial-)Pädagogik und (Regierungs-)Politik ergänzen, lässt sich die Armut von Kindern erfolgreich bekämpfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Combating child poverty?: a multilevel assessment of family policy institutions and child poverty in 21 old and new welfare states (2010)
Zitatform
Bäckman, Olof & Tommy Ferrarini (2010): Combating child poverty? A multilevel assessment of family policy institutions and child poverty in 21 old and new welfare states. In: Journal of social policy, Jg. 39, H. 2, S. 275-296. DOI:10.1017/S0047279409990456
Abstract
"This study analyses the links between family policy institutions and poverty in households with pre-school children in 21 old and new welfare democracies. New institutional information which enables a separation of different family policy dimensions is combined with micro data from the Luxembourg Income Study. Through statistical multilevel modelling, individual- and country-level data are combined in a simultaneous analysis of their relationships to child poverty risks. The results show that family policy transfers are related to lower child poverty risks at the micro level. However, the mechanisms by which such transfers reduce poverty vary by type of family support. Support to dual-earner families operates by enabling both parents to work and raise market income, while support to more traditional family structures in some instances has a more direct effect on poverty risks. The analysis also renders support to the hypothesis that dual-earner transfers also alleviate poverty most effectively among single-mother households." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Meine Familie ist arm: wie Kinder im Grundschulalter Armut erleben und bewältigen (2010)
Chassé, Karl August; Rasch, Konstanze; Zander, Margherita;Zitatform
Chassé, Karl August, Margherita Zander & Konstanze Rasch (2010): Meine Familie ist arm. Wie Kinder im Grundschulalter Armut erleben und bewältigen. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 352 S. DOI:10.1007/978-3-531-92018-4
Abstract
"Wir stellen hiermit die Ergebnisse einer explorativen Feldstudie in den Neuen Bundeslandern vor, die Armut aus der Sicht der Kinder abzubilden versucht. Wir haben Kinder im Grundschulalter - in der Stadt wie auf dem Land interviewt und Gespräche mit ihren Eltern (in der Regel waren es die Mütter) geführt. Insbesondere ging es uns darum, die Wahrnehmungs-, Deutungs- und Bewältigungsmuster der Kinder selbst herauszuarbeiten. Dabei orientierten wir uns am Lebenslagenkonzept, das wir speziell - und dies war zum Zeitpunkt des Projekts das Novum unseres Vorhabens - für unsere Untersuchungsgruppe (Kinder im Grundschulalter) weiterentwickelt haben. (...) Auf der Basis qualitativer Fallstudien konnten wir (...) die komplexen Wechselwirkungen von materiellen und immateriellen Folgewirkungen benachteiligter kindlicher Lebenslagen aufzeigen. Unser Anliegen war es, Armuts- und Kindheitsforschung miteinander zu verbinden (...)." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zusammenhang von sozialer Schicht und Teilnahme an Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche: Schlussbericht (2010)
Engels, Dietrich; Thielebein, Christine;Zitatform
Engels, Dietrich & Christine Thielebein (2010): Zusammenhang von sozialer Schicht und Teilnahme an Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche. Schlussbericht. (Lebenslagen in Deutschland. Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung 04), Bonn, 55 S.
Abstract
"Während eine Teilhabe an schulischer Bildung durch die Schulpflicht garantiert wird, gibt es eine Fülle von außerschulischen Angeboten von Vereinen, Bildungsträgern und Religionsgemeinschaften, die darüber hinaus freiwillig genutzt werden können. Dabei kann es sich um Bildungsangebote im engeren Sinne handeln wie z.B. Kurse der VHS, um Kulturangebote wie Instrumentenunterricht, Schauspiel- und Malkurse, aber auch um Angebote der Sportvereine, bei denen es um das Erlernen sportlicher Techniken geht. Charakteristisch für diese außerschulischen Angebote ist, dass sie Elemente kognitiven Lernens ebenso enthalten wie Bewegungselemente und Elemente sozialer Einbindung, wobei die Übergänge zwischen Bildung, Kultur, Sport und Freizeit fließend sein können. Die vorliegende Studie fokussiert auf empirische Befunde, die den Zusammenhang zwischen einer Teilhabe in diesen Bereichen und dem sozialen Status thematisieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Always poor or never poor and nothing in between?: duration of child poverty in Germany (2010)
Zitatform
Fertig, Michael & Marcus Tamm (2010): Always poor or never poor and nothing in between? Duration of child poverty in Germany. In: German economic review, Jg. 11, H. 2, S. 150-168. DOI:10.1111/j.1468-0475.2009.00474.x
Abstract
Der Aufsatz untersucht die Verweildauer in Armut von Kindern in Deutschland. In der zugrunde liegenden Stichprobe wird die Einkommensgeschichte der Kinder von ihrer Geburt bis zum 18. Lebensjahr abgebildet. Dies ermöglicht es, Eintritte in und Austritte aus Armut zu analysieren, also ob Kinder dauerhaft oder nur temporär arm sind. Die empirische Analyse basiert auf Verweildauermodellen, die unterschiedliche Charakteristika und Faktoren abbilden. Zudem wird berücksichtigt, ob ein Kind in Armut hineingeboren wird oder nicht. Ob und wie lange ein Kind bis zu seinem 18. Lebensjahr Armut erfährt, hat sowohl mit der Zusammensetzung seiner Familie und deren Teilhabe am Arbeitsmarkt zu tun als auch mit für Wissenschaftler unbeobachtbaren Faktoren wie der Motivation der Eltern. Kinder von Alleinerziehenden sind demnach besonders armutsgefährdet. Die Armutsgefahr sinkt hingegen, wenn mindestens ein Elternteil Vollzeit arbeitet. Maßnahmen, die Eltern zu solchen Beschäftigungschancen verhelfen, senken also auch die Kinderarmut. (IAB2)
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Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen: Problembestimmungen und Interventionsansätze (2010)
Fischer, Jörg ; Krappmann, Lothar; Kampshoff, Marita; Wustmann, Corina; Merten, Roland; Buddeberg, Magdalena; Lieberknecht, Christine; Holz, Gerda; Meiner, Christian; Bos, Wilfried; Meyer-Timpe, Ulrike; Jurkowitsch, Petra; Soisson, Robert; Giller, Hanka; Stubbe, Tobias C.;Zitatform
Fischer, Jörg & Roland Merten (Hrsg.) (2010): Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen. Problembestimmungen und Interventionsansätze. (Grundlagen der Sozialen Arbeit 26), Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren, 214 S.
Abstract
Der Sammelband ist in vier Teile gegliedert, die sich aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln der Problematik der Kinder- und Jugendarmut annähern und Handlungsstrategien aus politischer, wissenschaftlicher und professioneller Perspektive aufzeigen. Der Einstieg in die Armutsproblematik erfolgt über die Beschreibung und Analyse von Kinderarmut und Bildungsbenachteiligung. Hier wird ein Weg von der Theorie hin zur Praxis beschritten, der im zweiten Teil mit der Beschreibung von Ansätzen zu Problembestimmungen, Intervention und Armutsbekämpfung im sozialräumlichen, sozialrechtlichen und disziplinären Kontext fortgesetzt wird. In der Behandlung von Kinderarmut als politischer Herausforderung werden über die wissenschaftliche Analyse hinausgehende Interventionsansätze auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene vorgestellt. Eine abschließende Auseinandersetzung mit Kinderarmut als europäischer Herausforderung schließt den Kreis zur europäischen Menschenrechtspolitik. (IAB) Inhaltsverzeichnis
Jörg Fischer, Roland Merten: Kinder- und Jugendarmut als politische und fachliche Herausforderung - eine Einführung (3-7);
TEIL I Kinderarmut und Bildungsbenachteiligung
Lothar Krappmann: Kinderarmut - Menschenrechtspolitik und Sozialforschung (11-24);
Gerda Holz: Armutsprävention und Bildungsförderung durch Schule und Jugendhilfe (25-41);
Marita Kampshoff: Praktische Ansätze für Schule und Jugendhilfe zur Kinderarmutsprävention (42-57);
Wilfried Bos, Tobias C. Stubbe, Magdalena Buddeberg: Einkommensarmut und schulische Kompetenzen (58-72);
Corina Wustmann: Erkenntnisse aus der Resilienzforschung - Ermutigende Beziehungserfahrungen und Selbstwirksamkeit (73-81);
Petra Jurkowitsch: Armut mit Bildungs- und Erlebnisvielfalt begegnen: Lichtpunkte (82-92);
TEIL II - Problembestimmungen und Interventionsansätze
Rudolf Martens: Kinder- und Jugendarmut in Deutschland: Extreme Unterschiede im Raum und extreme Unterschiede bei den Haushaltsformen (95-114);
Christiane Meiner: Bedarfsgerechtigkeit von Kinderregelsätzen - Strategien zielgenauer Reduzierung von Kinderarmut (115-130);
Roland Merten: Jugend und Armut - Herausforderungen angesichts einer vergessenen Generation (131-159);
Jörg Fischer: Armutsprävention in der sozialräumlichen Perspektive (160-173);
TEIL III - Kinder- und Jugendarmut als politische Herausforderung Ulrike Meyer-Timpe: Arme Kinder, armes Land (175-181);
Christine Lieberknecht: Kinderarmut in Thüringen (182-85);
Hanka Giller: Bildungsarmut und demographischer Wandel. Kommunale Handlungsstrategien am Beispiel der Stadt Saalfeld (186-194);
TEIL IV - Kinderarmut als europäische Herausforderung
Robert Soisson: Kinderarmut in den Nachbarländern (197-209). -
Literaturhinweis
Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland: Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen (2010)
Grabka, Markus; Frick, Joachim R.;Zitatform
Grabka, Markus & Joachim R. Frick (2010): Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland. Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 77, H. 7, S. 2-11.
Abstract
"Die EU-Kommission hat 2010 zum Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung ausgerufen. Ein Ziel dieser Aktion ist es, das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung zu stärken und deren Ursachen und Auswirkungen besser zu verstehen. Neue Analysen zur Einkommensverteilung in Deutschland auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigen für das Jahr 2008 eine deutlich höhere relative Einkommensarmut als noch vor zehn Jahren. Rund 11,5 Millionen Menschen lagen mit ihrem verfügbaren Einkommen unter der nach EU-Vorgaben definierten Armutsrisikoschwelle - dies entspricht rund 14 Prozent der Gesamtbevölkerung. Darunter finden sich vor allem Haushalte mit Kindern und jungen Erwachsenen. So unterliegen Alleinerziehende mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren einem weit überdurchschnittlichen Armutsrisiko von mehr als 50 Prozent. Auch unter jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von 25 Jahren lebt knapp ein Viertel mit einem Haushaltseinkommen unterhalb der Armutsgrenze. Die Analysen zeigen auch, dass die Einführung von zielgruppenspezifischen öffentlichen Transfers in der Pflegeversicherung sowie beim Elterngeld zu einer Senkung des Armutsrisikos bei den von diesen Transfers begünstigten Gruppen beigetragen hat. Ähnliches gilt für den Ausbau der Kinderbetreuungsinfrastruktur, die vor allem Müttern die Erwerbsaufnahme erleichtert und damit das Armutsrisiko von Haushalten mit Kleinkindern reduziert hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vererbte Armut: Kinder und Jugendliche in benachteiligter Lebenslage (2010)
Grohall, Karl-Heinz;Zitatform
Grohall, Karl-Heinz (2010): Vererbte Armut. Kinder und Jugendliche in benachteiligter Lebenslage. In: Soziale Arbeit, Jg. 59, H. 7, S. 254-261.
Abstract
"In Deutschland leben überdurchschnittlich viele Kinder, deren Eltern nicht in der Lage sind, ihnen die notwendige materielle Sicherheit zu bieten. Kinderarmut ist jedoch nicht allein durch ein geringes Elterneinkommen gekennzeichnet, sondern eine Lebenslage, die der kindlichen Entwicklung durch Nachteile hinsichtlich Bildung, Gesundheit und Wohnen sowie häufig auch durch beeinträchtigte Familienbeziehungen und fehlende soziale Kontakte abträglich ist. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, Kinderreiche und Familien mit Migrationshintergrund." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"Kommunale Strategien gegen Kinder- und Bildungsarmut" - Der Ansatz kindbezogener Armutsprävention (2010)
Holz, Gerda;Zitatform
Holz, Gerda (2010): "Kommunale Strategien gegen Kinder- und Bildungsarmut" - Der Ansatz kindbezogener Armutsprävention. In: Zeitschrift für Inklusion, Jg. 4, H. 4.
Abstract
"Eine nachhaltige Förderung sozial benachteiligter und/oder armer Jungen und Mädchen erfordert eine ausreichende und qualifizierte Infrastruktur für Kinder und ihre Eltern/Familien. Besonders gefordert ist die Kommune sowohl als Lebensort ihrer Bürger/-innen als auch als Garant sozialer Daseinsvorsorge. Sie spielt gerade für die Armutsprävention eine herausragende Rolle. Umso erstaunlicher ist eine nach wie vor konstatierbare Zurückhaltung in der theoretischen Diskussion und in der praktischen Umsetzung präventiver Handlungsansätze. Dazu will dieser Beitrag einen grundlegenden Impuls geben. Zunächst wird komprimiert auf das gesellschaftliche Phänomen 'Kinderarmut' eingegangen. Es werden die Ursachen und Risiken benannt sowie das 'Kindergesicht der Armut' in seinen Erscheinungsformen und Wirkungen beschrieben. Daran schließt sich die Auseinandersetzung mit Armutsprävention allgemein und kindbezogener Armutsprävention im speziellen an. Sie ist als verhältnis- und verhaltensbezogener Ansatz sozialer Gegensteuerung zu verstehen. Besondere Verantwortung liegt beim Staat und entsprechend der föderativen Struktur bei den einzelnen staatlichen Ebenen. Abschließend werden bereits vorhandene Ansätze kommunaler Armutsprävention für Kinder vorgestellt, wobei zwischen integrierten Gesamtansätzen und komplexen Teilansätzen zu differenzieren ist. Beispielgebend sind - weil Vorreiter - Monheim am Rhein, Nürnberg und Wiesbaden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinderarmut und ihre Folgen: wie kann Prävention gelingen? (2010)
Holz, Gerda; Lampert, Thomas ; Wright, Michael T. ; Hock, Beate; Unger, Hella von; Hartmann, Mirjam; Müller, Heinz; Brülle, Heiner; Weiß, Hans; Block, Martina; Merten, Roland; Berg, Annette; Richter, Matthias; Richter-Kornweitz, Antje;Zitatform
Holz, Gerda & Antje Richter-Kornweitz (Hrsg.) (2010): Kinderarmut und ihre Folgen. Wie kann Prävention gelingen? (Soziale Arbeit), München: Reinhardt, 183 S.
Abstract
"Kinder, die in Armut aufwachsen, sind besonderen Risiken hinsichtlich Gesundheit, Bildung und sozialer Integration ausgesetzt. Ein effektives Präventionskonzept erfordert genaue Kenntnis darüber, wie Armut wirkt und in welchen Entwicklungs- und Lebensbereichen sie Spuren hinterlässt. Es beinhaltet umfassende Möglichkeiten der Betreuung, Erziehung und Bildung mit dem Ziel der Stärkung von kindlichen Potenzialen. Dieses Buch enthält praktische Konzepte für eine Armutsprävention auf der individuellen und strukturellen Ebene für Praktiker in der Sozialen Arbeit wie auch für Politiker auf kommunaler Ebene." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Armen Kindern Zukunft geben: Handeln gegen Kinderarmut in Nürnberg (2010)
Hopfengärtner, Georg; Butterwegge, Christoph; Paredes, Leonardo; Wundling, Rudolf; Meyer-Timpe, Ulrike; Büschel, Rainer; Prölß, Reiner; Frahsa, Annika; Heckmann, Friedrich; Walper, Sabine ;Zitatform
Hopfengärtner, Georg (Hrsg.) (2010): Armen Kindern Zukunft geben. Handeln gegen Kinderarmut in Nürnberg. Nürnberg: Emwe-Verlag, 94 S.
Abstract
"Kindheit und Jugend in strenger wirtschaftlicher Not lassen langfristige Prägungen befürchten und die Armut als erblich erscheinen. Weit verbreitete Kinderarmut stellt das Postulat gleicher Startchancen in unserem Land in Frage. Untersuchungen, Beobachtung und Erfahrungen sozialer Dienste zeigen, dass vor allem die Kinderarmut in Deutschland in den letzten Jahren zugenommen hat. Das Gemeinwesen und besonders die Kommunen stehen vor der Herausforderung, armen Kindern Teilhabe zu ermöglichen und ihnen Zukunft zu geben. Im Jahr 2009 begann die Umsetzung eines Arbeitsprogramms gegen die Kinderarmut in Nürnberg. Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit vieler Akteure bestimmt dabei die Aussicht auf Erfolg. Wo gilt es anzusetzen, welche Hilfen werden gebraucht, wie kommen sie an? Maßnahmen gegen Kinderarmut sind ein Gradmesser für die Solidarität mit den Schwächeren in unserem reichen Land. Der vorliegende Band gibt Anstöße zum Denken und Handeln für Wege aus der Kinderarmut." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regelleistung und gesellschaftliche Teilhabe (2010)
Lenze, Anne;Zitatform
Lenze, Anne (2010): Regelleistung und gesellschaftliche Teilhabe. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 63, H. 10, S. 523-530. DOI:10.5771/0342-300X-2010-10-523
Abstract
"Das Urteil des BVerfG vom 9. Februar 2010 hat ein neues Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus der Taufe gehoben. Aus der Verfassung selber lässt sich jedoch kein konkreter Betrag ableiten. Vielmehr hat der Einzelne lediglich einen Anspruch auf ein transparentes und sachgerechtes Verfahren zur Feststellung des Existenzminimums. Dieses darf sich an den Verbrauchsausgaben der untersten 20% der Bevölkerung orientieren. Ein weitergehendes Gebot zum Ausgleich der in Deutschland steigenden sozialen Ungleichheiten lässt sich dem Urteil nicht entnehmen. Für Kinder und Jugendliche im SGB-II-Bezug allerdings sieht das Gericht ein in die Zukunft weisendes Teilhaberecht vor. Wie allerdings der Bedarf der Kinder nach Persönlichkeitsentfaltung und schulischer Förderung sicherzustellen ist - durch Geld- oder durch Sachleistungen - ist derzeit noch höchst umstritten. Da die fürsorgerechtlichen Befähigungskosten von Schulkindern nunmehr vom Bund zu decken sind, kann es zu Verwerfungen der föderalen Zuständigkeit kommen, weil Länder und Kommunen angesichts ihrer häufig desaströsen Haushaltslage auf die Idee kommen könnten, ihre Aufwendungen zugunsten der Förderung von Kindern aus einkommensschwachen Familien zurückzunehmen. Deshalb ist eine Kooperation von Bund, Ländern und Gemeinden, unter Einbeziehung der Jugendhilfe, vonnöten, um ein stimmiges Konzept von Förderangeboten vor Ort zu entwickeln." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Hartz IV Regelsätze und gesellschaftliche Teilhabe: das Urteil des BVerfG vom 9.2.2010 und seine Folgen (2010)
Lenze, Anne;Zitatform
Lenze, Anne (2010): Hartz IV Regelsätze und gesellschaftliche Teilhabe. Das Urteil des BVerfG vom 9.2.2010 und seine Folgen. (WISO Diskurs), Bonn, 28 S.
Abstract
Die Autorin weist in ihrem Beitrag auf die zentrale Bedeutung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz IV-Regelsätzen vom 9. Februar 2010 hin. Sie sieht darin "die Geburt eines neuen Grundrechts auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums" mit weitreichenden Konsequenzen für den deutschen Sozialstaat. Das Urteil betrifft nicht nur die ca. 6,7 Mio. Menschen, die Leistungen der Grundsicherung beziehen; vielmehr bestimmt die Höhe des sozialhilferechtlichen Existenzminimums auch das steuerfreie Existenzminimum und entscheidet damit, was den Einzelnen steuerfrei vom Einkommen belassen wird. Auch die Unterhaltsansprüche getrennt lebender Eltern sind betroffen. Das Urteil setzt vor allem für die Ansprüche von Kindern neue Maßstäbe: Danach muss der Bund den Bildungsbedarf der Kinder abdecken. In der Ausgestaltung der Leistung ist gemäß dem Urteil den kindlichen Entwicklungsphasen Rechnung zu tragen und die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern zu fördern. Die Autorin beleuchtet in ihrer Analyse auch weitere Dimensionen des Urteils, wie zum Beispiel Verfahrensfragen und das Thema Lohnabstandsgebot. (IAB)
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Literaturhinweis
Bildungs-Card: Richtige Antwort auf das Urteil zu den Hartz-IV-Regelsätzen? (2010)
Zitatform
Leyen, Ursula von der, Christine Haderthauer, Gerd Landsberg, Axel Plünnecke & Holger Bonin (2010): Bildungs-Card: Richtige Antwort auf das Urteil zu den Hartz-IV-Regelsätzen? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 63, H. 18, S. 3-17.
Abstract
"In seiner Entscheidung vom 9. Februar 2010 hat das Bundesverfassungsgericht eine Neugestaltung der Regelsätze in der Grundsicherung für Arbeitssuchende gefordert. Die Regelleistungen für Kinder und Jugendliche müssen in Zukunft nicht mehr von den Leistungen für Erwachsene abgeleitet, sondern eigenständig berechnet werden, und Kinder und Jugendliche haben einen Rechtsanspruch auf Bildungsförderung. Kann eine Bildungs-Card gewährleisten, dass diese Leistungen den Kindern und Jugendlichen zugute kommen? Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, erläutert ihr Konzept: 'Ein elektronisches Zahlungs- und Verrechnungssystem erteilt keine Lernförderung, gibt nicht das warme Mittagessen in der Schule aus und macht aus keinem Einzelgänger einen Teamplayer im Sportverein. Aber die elektronische Bildungskarte sichert die unbürokratische Abrechnung. Sie ist ein Instrument, das die Unterstützung der Gesellschaft direkt zum Kind bringt.' Und die Bildungskarte lässt sich flexibel an kommunale Strukturen anpassen. Christine Haderthauer, Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen des Freistaats Bayern, widerspricht dieser Auffassung. Für sie bringt ein Gutscheinsystem 'unser Land familienpolitisch nicht weiter, weil es zu einer Spaltung der Familien in unserem Land führen kann. Es könnte einen Graben ziehen, und zwar zwischen denjenigen, die frei und selbstverantwortlich für ihre Kinder sorgen können, und denjenigen, die durch ein Chipkartensystem als 'schwarze Schafe', die nicht mit Geld umgehen können, gebrandmarkt sind.' Gerd Landsberg, Deutscher Städte- und Gemeindebund, erläutert den Vorschlag des DStGB. Danach sollten die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz-IV-Regelsätzen für Kinder nicht durch höhere Geldleistungen, sondern durch sog. Teilhabepakete ähnlich der von Bundesarbeitsministerin von der Leyen vorgeschlagenen Bildungskarte umgesetzt werden. Der Gesetzgeber sollte sich auf die Aufgabe konzentrieren, die Bedarfe der Kinder, insbesondere für die Teilnahme am Schulleben und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, zu bewerten und sicherzustellen. Auch Axel Plünnecke, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, sieht Vorteile der Bildungs-Card: 'Finanzielle Transfers helfen Kindern mit besonderem Förderbedarf allerdings weniger als Unterstützungs- und Aufklärungsmaßnahmen. Daher ist der Aufbau einer solchen Unterstützungsinfrastruktur (Familienhebammen, Familienzentren, Krippen) wichtig. Die Bildungs-Card ergänzt diesen Infrastrukturausbau und sorgt dafür, dass der Auftrag des Verfassungsgerichts zielführend umgesetzt wird.' Für Holger Bonin, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim, ist die Bildungs-Card der grundsätzlich richtige Ansatzpunkt. Mit dem Ziel der Förderung der kognitiven und nicht-kognitiven Entwicklung von Kindern aus benachteiligten, vielfach bildungsfernen Elternhäusern erscheine sie als ein Element eines sich abzeichnenden sozialpolitischen Paradigmenwechsels." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinderarmut. Über ihre Bedeutung für Bildungsprozesse Heranwachsender und die Grenzen der Pädagogik (2010)
Zitatform
Liesner, Andrea & Anke Wischmann (2010): Kinderarmut. Über ihre Bedeutung für Bildungsprozesse Heranwachsender und die Grenzen der Pädagogik. In: Pädagogische Korrespondenz H. 41, S. 46-62.
Abstract
Die Verfasserinnen setzen sich mit den Fragen auseinander, was Armut für die von ihr Betroffenen bedeutet, was die Pädagogik zur Verbesserung ihrer Situation beitragen kann und welche Herausforderung Armut für eine erziehungswissenschaftliche Forschung bedeutet, die sich für die heterogenen gesellschaftlichen Bedingungen von Bildung und Erziehung interessiert. Die empirische Basis der Untersuchung bildet Kinderarmut in Hamburg, in einer der reichsten Großstädte Deutschlands. Die Verfasserinnen arbeiten die strukturellen Bedingungen von Kinderarmut heraus und fragen nach den Implikationen von Armut für Bildungsprozesse Heranwachsender. Sie illustrieren dies anhand eines Fallbeispiels. Im Folgenden werden Bedingungen und Möglichkeiten pädagogischer Bildungshilfen skizziert. Abschließend werden Forschungsperspektiven gewiesen, die für einen interdisziplinären Zugang zum Thema Kinderarmut hilfreich erscheinen. (IAB)
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Literaturhinweis
Bedarfsgerechtigkeit von Kinderregelsätzen - Strategien zielgenauer Reduzierung von Kinderarmut (2010)
Meiner, Christiane;Zitatform
Meiner, Christiane (2010): Bedarfsgerechtigkeit von Kinderregelsätzen - Strategien zielgenauer Reduzierung von Kinderarmut. In: J. Fischer & R. Merten (Hrsg.) (2010): Armut und soziale Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen : Problembestimmungen und Interventionsansätze (Grundlagen der Sozialen Arbeit, 26), S. 115-130.
Abstract
Die Verfasserin gibt einen Überblick über die Bemessung und die Höhe von Regelsätzen für Kinder und zeigt die damit verbundenen Möglichkeiten und Grenzen für die betroffenen Familien auf. Die Grenzen der aktuellen Berechnungen der Kinderregelsätze werden hinsichtlich der Eckregelsatzbemessung, der Ableitung des Kinder- vom Erwachsenenregelsatz und der Realwertentwicklung des Regelsatzes unter Berücksichtigung der Preisentwicklung sichtbar gemacht. Die Nichtbeachtung kindspezifischer Bedarfe in bestimmten Lebenslagen werden unter anderem bei den Abteilungen 01 und 02 (Nahrung, Getränke, Tabakwaren) und bei der Abteilung 10 (Bildungswesen) deutlich. Eine spezifische Behandlung kindlicher Bedarfe gibt es in der Regelsatzdebatte nicht, sodass das tatsächliche soziokulturelle Existenzminimum junger Menschen und ihrer Familien nicht abgesichert ist. (IAB)
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Literaturhinweis
Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse - Bekämpfung und Prävention von Kinder- und Familienarmut in Berlin (2010)
Michel, Harald; Bugenhagen, Ina; Schulz, Volker;Zitatform
Michel, Harald & Volker Schulz (2010): Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse - Bekämpfung und Prävention von Kinder- und Familienarmut in Berlin. Berlin, 170 S.
Abstract
"Die Studie wurde erstellt im Auftrag der Stiftung Hilfe für die Familie - Stiftung des Landes Berlin im Rahmen des Projekts Berliner Beirat für Familienfragen. Die Thematik der hier vorliegenden Studie ist, genauso wie die Ursachen und Erscheinungsformen von Armut und die Handlungskonsequenzen hinsichtlich der Bekämpfung relativer Armut, nicht nur in Berlin, sehr umfangreich und vielfältig. Deshalb konzentrieren sich die Darstellungen und Betrachtungen hier im wesentlichen auf drei Themenkomplexe: Armut und Armutsrisiken in Berlin aus der Sicht der amtlichen Statistik, Armut und deren Erscheinungsformen aus Expertensicht und Armutsprävention anhand ausgewählter Beispiele, Projekte und Einrichtungen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Karlsruhe treibt Debatte über Kinder-Förderung voran (2010)
Mommsen-Henneberger, Ursula;Zitatform
Mommsen-Henneberger, Ursula (Red.) (2010): Karlsruhe treibt Debatte über Kinder-Förderung voran. In: DPA-Dossiers. Bildung, Forschung H. 7, S. 2-9.
Abstract
Das Karlsruher Hartz-IV-Urteil hat eine breite Debatte über politische Maßnahmen für bessere Lebens- und Bildungschancen von Hartz-IV-Empfängern und deren Kindern ausgelöst. Das dpa-Dossier dokumentiert die Stellungnahmen der politischen Akteure und Auszüge aus dem Karlsruher Urteil. (IAB)
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Literaturhinweis
Jedes Kind ist wichtig - Entwicklungschancen verbessern! (2010)
Puhr, Kirsten; Bayha, Anne;Zitatform
Puhr, Kirsten & Anne Bayha (2010): Jedes Kind ist wichtig - Entwicklungschancen verbessern! In: Zeitschrift für Inklusion, Jg. 4, H. 4.
Abstract
"Das 'Europäische Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung' und die aktuellen Diskussionen um die Kürzung von Sozialleistungen bilden die widerstreitenden Anlässe für unsere Betrachtungen zum Thema Kinderarmut. Wir fragen zunächst unter welchen Prämissen, mit welchen Maßnahmen die deutsche Sozialpolitik im Europäischen Jahr 'gegen Armut und soziale Ausgrenzung' agiert. Anschließend skizzieren wir Konsequenzen dieser politischen Entscheidungen für Kinder in Armutslagen und mögliche sozialpolitische Alternativen. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir die Problematik des Zusammenhangs von familiärer Herkunft und Bildungsbenachteiligung mit Blick auf primäre und sekundäre Herkunftseffekte. Aus dieser Perspektive wird die Struktur von Förderschulen als kontraproduktive Infrastruktur für die Bekämpfung von familiärer Armut und Bildungsbenachteiligung charakterisiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hartz-IV-Regelsätze auf dem Prüfstand: Was folgt aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts? (2010)
Wenner, Ulrich;Zitatform
Wenner, Ulrich (2010): Hartz-IV-Regelsätze auf dem Prüfstand: Was folgt aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts? In: Soziale Sicherheit, Jg. 59, H. 2, S. 69-72.
Abstract
"Das mediale Echo ist größer als der reale Ertrag. Das ist das Fazit des mit Spannung erwarteten Urteils des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zu den Regelsätzen der § 20 und § 28 SGB II vom 9. Februar 2010.1 Auf die Richtervorlagen des Hessischen Landessozialgerichts (LSG) und des Bundessozialgerichts (BSG) hat das BVerfG die Regelsätze insgesamt für verfassungswidrig erklärt und den Gesetzgeber zu einer Neuregelung spätestens zum 1. Januar 2011 aufgefordert. Der fundamentale Ansatz eines aus der Menschenwürdegarantie des Grundgesetzes und dem Sozialstaatsprinzip abgeleiteten Grundrechts auf Existenzsicherung wird jedoch nur verfahrenstechnisch fruchtbar gemacht. Innovativ und grundlegend neu für das System des SGB II ist nur die Forderung nach einer Härteregelung für atypische Bedarfslagen. Hier werden die wichtigsten Ansätze des Urteils und die Folgerungen für die Betroffenen und die Sozialleistungsträger skizziert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) a) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion der SPD (Drucksache 17/880) Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Bemessung der Regelsätze umsetzen - Die Ursachen von Armut bekämpfen b) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN (Drucksache 17/675) (2010)
Zitatform
(2010): Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) a) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion der SPD (Drucksache 17/880) Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Bemessung der Regelsätze umsetzen - Die Ursachen von Armut bekämpfen b) zu dem Antrag der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN (Drucksache 17/675). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/2092 (14.06.2010)), 8 S.
Abstract
"Durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar 2010 sind nach Darlegung der Antragsteller Änderungen bei der Festlegung der Regelsätze nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) notwendig geworden. Das Gericht hatte u. a. eine mangelnde Transparenz des Verfahrens sowie die pauschale Ableitung der Regelsätze für Kinder von denen Erwachsener moniert." Der in der Drucksache enthaltene Bericht des Abgeordneten Carsten Linnemann stellt den wesentlichen Inhalt der Vorlagen dar und fasst die Hauptaussagen der öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 17. Mai 2010 zusammen. (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Materialien - Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 17. Mai 2010 zum a) Antrag der Fraktion der SPD Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Bemessung der Regelsätze umsetzen - Die Ursachen von Armut bekämpfen (Drucksache 17/880) b) Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder und Erwachsene (Drucksache 17/675) (2010)
Zitatform
(2010): Materialien - Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 17. Mai 2010 zum a) Antrag der Fraktion der SPD Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Bemessung der Regelsätze umsetzen - Die Ursachen von Armut bekämpfen (Drucksache 17/880) b) Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder und Erwachsene (Drucksache 17/675). (Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales. Ausschussdrucksache 17(11)154 v. 12.05.2010), 38 S.
Abstract
Bei der Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales am Montagnachmittag waren sich die eingeladenen Experten uneinig, wie die Leistungen der Grundsicherung ("Hartz IV") so umgestaltet werden können, dass sie dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 9. Februar 2010 entsprechen. Grundlage der Anhörung waren zwei Anträge der SPD-Fraktion (17/880) sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/675). Die Ausschussdrucksache stellt die Stellungnahmen folgender Verbände und Einzelsachverständiger zusammen:
Deutscher Gewerkschaftsbund DGB, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände BDA, Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, Bundesagentur für Arbeit BA, Statistisches Bundesamt, Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH, Der Paritätische Gesamtverband, Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. Dr. Irene Becker, Prof. Dr. Anne Lenze, Dr. Hilmar Schneider. (IAB) -
Literaturhinweis
Hohes Verarmungsrisiko Jugendlicher (2009)
Adamy, Wilhelm;Zitatform
Adamy, Wilhelm (2009): Hohes Verarmungsrisiko Jugendlicher. Berlin, 16 S.
Abstract
"Die Erfolge beim Abbau der Jugendarbeitslosigkeit haben nichts daran ändern können, dass Jugendliche ein überdurchschnittliches Verarmungsrisiko haben. Fast 1 Mio. Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren waren noch im Sommer 2008 auf Hartz IV angewiesen. Zwar konnte ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um gut 77.000 verringert werden, doch zählte nach wie vor gut jeder zehnte Jugendliche in Deutschland zu den Hartz IV-Empfängern. Diese Jugendlichen wachsen im Hinterhof der Wohlstandsgesellschaft auf. Nur der kleinere Teil von ihnen zählt offiziell als arbeitslos. Rechnet man die Kinder hinzu, waren trotz wirtschaftlicher Belebung noch 2,8 Mio. Menschen unter 25 Jahren auf Hartz IV angewiesen. Die gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen bei der Integration unserer Kinder und Jugendlichen sind enorm und gehen weit über die Zahl der registrierten Arbeitslosen und Ausbildungssuchenden hinaus." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dauer von Armut und kindliche Entwicklung: explorative Analysen mit dem DJI-Kinderpanel (2009)
Alt, Christian; Lange, Andreas;Zitatform
Alt, Christian & Andreas Lange (2009): Dauer von Armut und kindliche Entwicklung. Explorative Analysen mit dem DJI-Kinderpanel. In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, Jg. 4, H. 4, S. 487-498.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der Reaktualisierung der Frage nach den ungleichen Kindheiten im Rahmen von bildungsökonomischen Überlegungen untersucht der Beitrag Konsequenzen unterschiedlich lang andauernder Armut. Die explorativen Analysen hierzu erfolgen mit Daten des DJI-Kinderpanels. Eine erste Runde der Ergebnisdarstellung fokussiert auf ausgewählte bildungsrelevante Variablen wie die Größe der Freundschaftsnetzwerke, Persönlichkeitsmerkmale und schulische Noten. Hier können markante Unterschiede herausgearbeitet werden. Sodann wird ein exploratives Modell vorgestellt. Insgesamt zeigt es, dass Armutswirkungen komplex sind, nicht alle schulischen Bereiche gleichermaßen von dauerhafter Armut berührt werden und dass das Geschlecht der Kinder Armutseffekte moderiert. Daraus folgt für zukünftige Forschungen, soziale Lagen der Kinder differenziert, über monetäre Aspekte hinaus zu betrachten und ausgewählte Persönlichkeitsaspekte der Kinder sowie vermittelnde Prozesse im Sinne einer interdisziplinären Kinderarmutsforschung simultan zu berücksichtigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinderarmut: Wie bedarfsgerecht sind Regelleistungen? (2009)
Becker, Irene;Zitatform
Becker, Irene (2009): Kinderarmut: Wie bedarfsgerecht sind Regelleistungen? In: J. König, C. Oerthel & H.- J. Puch (Hrsg.) (2009): Märkte für Menschen: verantworten - gestalten - selbst bestimmen : 78. Deutscher Fürsorgetag. 11. ConSozial vom 10. - 12. November 2009. Dokumentation, S. 139-149.
Abstract
"Als Vorspann erfolgt zunächst eine begriffliche Einordnung und ein kurzer Blick auf die Zahl der Bezieher/innen von Leistungen nach dem SGB II. Anschließend wird auf verfassungsrechtliche Rahmensetzungen und mögliche Verfahrensweisen bei der Bedarfsbemessung sowie auf den Status quo eingegangen. Ausgehend von der Kritik am Status quo werden methodische Optionen der Bemessung von Regelleistungen erörtert. Im Sinne eines Ausblicks, nicht als 'fertige' Lösungen, werden vorliegende Schätzungen von Kindes- bzw. Familienbedarfen präsentiert." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den Volltext des Sammelwerks. -
Literaturhinweis
Familienleistungsausgleich: systematische Gegenüberstellung aktueller Reformvorschläge (2009)
Becker, Irene; Hauser, Richard;Zitatform
Becker, Irene & Richard Hauser (2009): Familienleistungsausgleich. Systematische Gegenüberstellung aktueller Reformvorschläge. (Arbeitspapier des Projekts "Soziale Gerechtigkeit" 6), Frankfurt/Main, 46 S.
Abstract
"Es werden drei Ansätze zur Reform des Familienleistungsausgleichs (FLA) mit jeweils zwei Varianten dargestellt und hinsichtlich ihrer fiskalischen Effekte und Wirkungen in verschiedenen Segmenten der Einkommensverteilung systematisch verglichen: das Konzept der Kindergrundsicherung, Kindergelderhöhungen und Erhöhung des Kinderzuschlags bei reduzierter Mindesteinkommensgrenze und Wegfall der Höchsteinkommensgrenze. Inwieweit die hier diskutierten Reformkonzepte zu einem Abbau von Kinder- und Familienarmut und zu weniger Ungleichheit der personellen Einkommensverteilung führen können, lässt sich allein auf der Basis von Modellrechnungen allerdings nicht absehen. Dazu bedarf es detaillierter Analysen auf der Basis von repräsentativen Mikrodaten, die die faktische Einkommensverteilung abbilden und Simulationsrechnungen zur Quantifizierung der Effekte der Reformvarianten - unter Einbeziehung der Finanzierung der jeweiligen Nettokosten - ermöglichen. Daran wird im Projekt 'Vom Kindergeld zu einer Grundsicherung für Kinder' auf Basis der Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) 2007 gearbeitet." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kinderarmut in Deutschland: der Einfluss von relativer Einkommensarmut auf die kognitive, sprachliche und behavioristische Entwicklung von 3- bis 4-jährigen Kindern (2009)
Biedinger, Nicole;Zitatform
Biedinger, Nicole (2009): Kinderarmut in Deutschland. Der Einfluss von relativer Einkommensarmut auf die kognitive, sprachliche und behavioristische Entwicklung von 3- bis 4-jährigen Kindern. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jg. 29, H. 2, S. 197-214.
Abstract
"Spätestens seit dem dritten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ist das Thema Kinderarmut in der öffentlichen Diskussion in den Vordergrund gerückt. Doch die Auswirkungen von finanzieller Deprivation auf die Entwicklung des Kindes wurden bislang - vor allem für sehr junge Kinder - nur exemplarisch untersucht. Der folgende Beitrag erforscht die Folgen von Armut auf die kognitive Entwicklung, das Sozialverhalten und den Wortschatzumfang von 3-4-jährigen Kindern. Es kann gezeigt werden, dass relative Einkommensarmut einen signifikanten Einfluss auf die kognitive Entwicklung und den Wortschatz ausübt, wohingegen kein Zusammenhang mit dem durch die Eltern eingeschätzten Sozialverhalten besteht. Die Analysen zeigen, dass der Einfluss der Armut auf die Entwicklung und den Wortschatz auch unter Kontrolle der Bildung der Betreuungsperson bestehen bleibt. Durch die Berücksichtigung der häuslichen Aktivitäten kann der Effekt der Armut auf die Entwicklung erklärt werden. Der Einfluss auf die Wortschatzfähigkeit des Kindes bleibt im Gegensatz dazu bestehen, wird aber zu einem erheblichen Teil abgeschwächt. Demnach wird der Effekt der relativen Einkommensarmut vor allem über den Anregungsreichtum der häuslichen Umgebung vermittelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Child poverty policies across Europe (2009)
Zitatform
Bradshaw, Jonathan & Yekaterina Chzhen (2009): Child poverty policies across Europe. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 21, H. 2, S. 128-149.
Abstract
"Im ersten der zwei Teile dieses Aufsatzes stellen wir die Ergebnisse einer vergleichenden Analyse der European Union Statistics an Income and Living Conditions (SILC) vor, um die Kinderarmut unter die Lupe zu nehmen. Die Kinderarmutsraten in den einzelnen Ländern werden mithilfe von einer konventionellen Einkommensdefinition, Mangelerscheinungen und wirtschaftlichen Zwängen miteinander verglichen. Dabei wird das Ausmaß der Überschneidungen der einzelnen Messungen und Variationen in der Kinderarmut aufgrund der Beschäftigungsverhältnisse, des Alters der Kinder, der Kinderzahl, des Bildungsniveaus der Eltern und des Familientyps untersucht. Danach kommt die logistische Regression zum Einsatz, um zu untersuchen, inwieweit die Kinderarmut in den jeweiligen Ländern variiert, wenn man all diese Ausprägungen berücksichtigt. Im zweiten Teil untersuchen wir, welchen Einfluss familienpolitische Maßnahmen auf die Kinderarmut haben, indem wir Kinderarmutsraten vor und nach der Einbeziehung von Transferleistungen vorstellen, die Staatsausgaben und ihr Verhältnis zur Kinderarmut und -- mithilfe von Methoden der Modellierung von Familien -- Kinderunterstützungspakete analysieren. Die Kinderarmut nimmt in den meisten EU-Ländern zu. Im Beitrag wird dann argumentiert, dass die Daten darüber, welchen familienpolitischen Maßnahmen funktionieren, nicht wirklich gut genug sind. Die Benefits and Wages-Zeitreihen der OECD sind Beschränkungen unterworfen -- die EU sollte in ein Rahmenprogramm investieren, in dem Daten darüber gesammelt werden, wie steuer- und leistungsbezogene familienpolitische Maßnahmen dazu beitragen, die in den Ländern der EU zu bekämpfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Perspektiven einer Grundsicherung von Kindern (2009)
Burghardt, Heinz;Zitatform
Burghardt, Heinz (2009): Perspektiven einer Grundsicherung von Kindern. In: Beiträge zum Recht der sozialen Dienste und Einrichtungen H. 68, S. 36-54.
Abstract
Der Beitrag zeigt die Probleme auf, die mit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach SGB II und der Einordnung der Sozialhilfe in das SGB XII für die Sicherung des notwendigen Lebensunterhalts von minderjährigen Kindern aufgetreten sind. Er geht auf die unzureichende Bedarfsermittlung bzw. Herleitung der Regelsätze bzw. Regelleistungen für Kinder, die im SGB II und SGB XII im Vergleich zum früheren Bundessozialhilfegesetz ungünstigeren Regelungen und die unterschiedlichen Auswirkung von Sanktionen auf die Kinder als Haushaltsangehörige ein. Abschließend erläutert er die Entwicklung der heute geltenden Regelungen im Gesetzgebungsverfahren. (IAB)
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Literaturhinweis
The effects of work-conditioned transfers on marriage and child well-being: a review (2009)
Grogger, Jeffrey; Karoly, Lynn A.;Zitatform
Grogger, Jeffrey & Lynn A. Karoly (2009): The effects of work-conditioned transfers on marriage and child well-being. A review. In: The economic journal, Jg. 119, H. 535, S. F15-F37. DOI:10.1111/j.1468-0297.2008.02227.x
Abstract
"Transfer payments to poor families are increasingly conditioned on work. Although the effects of such programmes on employment are fairly well understood, relatively little is known about their effects on marriage or child well-being. We review a few studies that provide such information here. We sketch a theoretical model that draws from the efficient-household literature. The model is consistent with the wide range of effects that we observe and suggests an explanation for some of the observed differences. Our theoretical framework likewise explains the observed variation in the effects of such programmes on children." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
