Arbeitsmarkt Gesundheit und Pflege
Der steigende Kostendruck, die zunehmende Ökonomisierung, der Fachkräftemangel und die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie führen im Gesundheitswesen zu einer hohen Arbeitsbelastung und -verdichtung für Beschäftigte. Dies hat zu einem Anstieg von Fehlzeiten, Fluktuation und vorzeitigem Ausscheiden aus dem Beruf geführt. Gleichzeitig steigt aufgrund der steigenden Lebenserwartung und Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen der Bedarf an Ärzten, Ärztinnen und qualifiziertem Pflegepersonal. Angesichts dieser Herausforderungen bietet das Themendossier eine Auswahl an wissenschaftlichen und praxisorientierten Befunden zu Beschäftigung, Qualifikationsbedarf und Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Pflegesektor.
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Veröffentlichungen zur Situation von Live-in-Kräften finden sie im Themendossier 24-Stunden-Betreuung für Menschen mit Pflegebedarf – Beschäftigungssituation der Live-ins.
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Company Wage Policy in a Low-Wage Labor Market (2026)
Zitatform
Giupponi, Giulia & Stephen Machin (2026): Company Wage Policy in a Low-Wage Labor Market. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 21345), London, 72 S.
Abstract
"We study how firms set wages for their employees when they can legally age-discriminate across workers. We exploit an age-specific minimum wage change in the UK, which raised the minimum applying to workers aged 25 and over, leaving unchanged the minima for younger workers. Using matched employer-employee data on a low-paying sector, we show large, positive wage spillovers on workers aged under 25, which arise within firms from company wage policy. Pay equity norms offer the most parsimonious explanation for the emergence of spillovers. The effects that we document also operate in other low-paying sectors of the UK labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Bleiben, gehen oder weniger arbeiten? Arbeitsqualität und berufliche Veränderungswünsche in Sozial- und Gesundheitsberufen (2026)
Zitatform
Hall, Anja & Ana Santiago-Vela (2026): Bleiben, gehen oder weniger arbeiten? Arbeitsqualität und berufliche Veränderungswünsche in Sozial- und Gesundheitsberufen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 79, H. 1, S. 53-61. DOI:10.5771/0342-300x-2026-1-53
Abstract
"Die Arbeitsqualität in Sozial- und Gesundheitsberufen ist angesichts der Fachkräfteengpässe in diesen systemrelevanten Bereichen ein zentrales Thema, das durch die Covid-19-Pandemie verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist. Dieser Beitrag untersucht auf Basis der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen für die Jahre 2018 und 2024 die Entwicklung der Arbeitsqualität in Sozial- und Gesundheitsberufen und anderen Berufen. Zudem werden die Auswirkungen unbesetzter Stellen im Arbeitsumfeld auf die Berufswechselabsicht und den Wunsch nach Arbeitszeitverkürzung analysiert, sowie die Rolle von Arbeitsqualitätsmerkmalen in diesem Zusammenhang betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Arbeitsqualität in Sozial- und Gesundheitsberufen nach der Covid-19-Pandemie kaum verändert hat, während sie sich in anderen Berufen in vielen Bereichen verbesserte. Sozial- und Gesundheitsberufe zeichnen sich weiterhin durch hohe Anforderungen und eingeschränkte Autonomie sowie geringere Zufriedenheit mit dem Einkommen aus, zugleich jedoch auch durch höhere Zufriedenheit mit den Lernmöglichkeiten am Arbeitsplatz. Unbesetzte Stellen werden in Sozial- und Gesundheitsberufen häufiger nicht besetzt, was die Wahrscheinlichkeit für eine Arbeitszeitverkürzung erhöht. Dies wiederum verschärft das Problem des Fachkräftemangels." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gleichstellungspolitische Herausforderungen im sozialen Sektor (2026)
Zitatform
Hohendanner, Christian & Aysel Yollu-Tok (2026): Gleichstellungspolitische Herausforderungen im sozialen Sektor. In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 205-221, 2025-08-08.
Abstract
"Der soziale Sektor stellt nicht nur eine zentrale Beschäftigungsdomäne für Frauen dar, sondern besitzt auch eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Eine gleichstellungssensible Analyse der dortigen Erwerbsverhältnisse offenbart jedoch ein ambivalentes Bild: Einerseits fungiert der soziale Sektor als Beschäftigungsmotor für Frauen, auch in leitenden Funktionen. Andererseits bestehen strukturelle Rahmenbedingungen, die gleichstellungspolitische Zielsetzungen unterminieren. Von besonderem Gewicht ist die weit verbreitete Teilzeitbeschäftigung, die sich nicht allein auf individuelle Präferenzen zurückführen lässt, sondern in engem Zusammenhang mit den arbeitsorganisatorischen und bedarfsabhängigen Logiken des Sektors stehen. Teilzeitarbeit führt nicht nur zu langfristig reduzierten Erwerbseinkommen, sondern trägt wesentlich zur Reproduktion geschlechtsspezifischer Ungleichheiten in der Verteilung unbezahlter Sorgearbeit bei. Darüber hinaus sind Schichtarbeit, Rufbereitschaft und Wochenendarbeit Ausdruck einer strukturellen Entgrenzung von Arbeit und stellen eine zentrale Herausforderung dar. Diese Flexibilitätsanforderungen generieren auf Seiten der Beschäftigten zusätzliche gesundheitliche und organisationale Belastungen und erschweren gleichzeitig auf Seiten der Einrichtungen eine verlässliche Personal- und Versorgungsplanung. Beides beeinträchtigt nicht nur die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit, sondern gefährdet auch die Qualität und Kontinuität sozialer Dienstleistungen. Vor diesem Hintergrund wird nochmals deutlich, dass die Attraktivität des sozialen Sektors nicht nur von monetären Faktoren abhängt, sondern die Beschäftigungsbedingungen und Arbeitsbelastungen eine wichtige Rolle spielen. Dass der Sektor bislang nicht destabilisiert ist, ist auch der hohen intrinsischen Motivation vieler Beschäftigter, insbesondere von Frauen, zu verdanken, die bestehenden strukturelle Defizite durch persönliches Engagement und individuelle Kompromisse kompensieren. Eine zukunftsfähige Stabilisierung und die Weiterentwicklung des sozialen Sektors erfordern daher politische und institutionelle Reformen. Diese müssen über Fragen der Entlohnung hinausgehen und gezielt die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie die zeitliche Organisation von Erwerbsarbeit in den Fokus rücken." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Quereinstieg in die Pflege: Potenziale "mitgebrachter" Kompetenzen und Wissensbestände im neuen Berufsfeld (2026)
Lenzen, Julia; Bräutigam, Christoph; Sommer, David; Evans-Borchers, Michaela; Laser, Johannes;Zitatform
Lenzen, Julia, Johannes Laser, Christoph Bräutigam, David Sommer & Michaela Evans-Borchers (2026): Quereinstieg in die Pflege. Potenziale "mitgebrachter" Kompetenzen und Wissensbestände im neuen Berufsfeld. In: Denk-doch-Mal.de H. 11.05.2026, S. 1-7.
Abstract
"Aktuelle Debatten zur Kompensation des Fach- und Arbeitskräftemangels in der Pflege konzentrieren sich vorwiegend auf die Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland, die Aktivierung von Berufsrückkehrenden oder die Aufstockung der Arbeitsstunden von Pflegefachpersonen in Teilzeit sowie auf die Ausweitung der Ausbildungskapazitäten. Zudem liegt der Fokus auf der Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs, etwa durch die Ausweitung von Befugnissen und Kompetenzen für Pflegefachpersonen oder der Erhöhung der Entlohnung insbesondere im Bereich der Langzeitpflege. Eine Fokussierung auf die Erschließung möglicher Erwerbspersonenpotenziale durch Quereinsteigende, die zugleich Erfahrungen und fachliche Kompetenzen aus anderen Berufen in die Pflege einbringen könnten, findet bisher eher am Rande statt. Gleichwohl wird die Förderung beruflicher Quereinstiege als zukunftsorientierte und gesellschaftlich bedeutsame Arbeitsmarktstrategie angesehen, da sie neben der Strategie zur Fachkräftesicherung auch neue Perspektiven und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten für Erwerbspersonen eröffnet. Quereinstiege können sowohl freiwillig, z. B. in Erwartung eines höheren Einkommens, eines höheren Berufsprestiges oder höherer Arbeitszufriedenheit, als auch unfreiwillig, z. B. zur Vermeidung drohender Arbeitslosigkeit erfolgen. In der Arbeitsmarkt- und Mobilitätsforschung werden u. a. Determinanten beruflicher Mobilität, ihre Implikationen für das Zusammenspiel von Bildungs- und Beschäftigungssystem und für Beruflichkeit untersucht. Aus Perspektive der Berufsbildungsforschung rücken darüber hinaus formale, non-formale und informell erworbene Kompetenzen von Quereinsteigenden in den Fokus. Der vorliegende Beitrag setzt hier an und erkundet anhand erster Erkenntnisse eines Forschungsprojekts die Herkunftsberufsfelder von Quereingestiegenen im Pflegeberuf und thematisiert Potenziale der im ehemaligen Beruf erworbenen Kompetenzen, die sowohl als Ressource beim Berufswechsel aber auch als Bereicherung im neuen Arbeitsumfeld wirksam werden können." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Data product DOI: 10.5164/IAB.SIAB7521.de.en.v1 -
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When caring comes at a cost: Psychological wellbeing of unpaid and paid carers and the role of social expenditure (2026)
Zitatform
Lightman, Naomi & Anthony Kevins (2026): When caring comes at a cost: Psychological wellbeing of unpaid and paid carers and the role of social expenditure. In: Journal of European Social Policy, Jg. 36, H. 2, S. 150-164. DOI:10.1177/09589287251356978
Abstract
"This study examines whether, and under what conditions, unpaid and paid care work are associated with reduced psychological wellbeing. The article begins by laying out a shared theoretical framework for understanding the psychological consequences of care among both unpaid and paid carers. It then tests the empirical implications of this framework, conducting multi-level model analysis of European Quality of Life Survey and European Social Survey data and: (1) disaggregating care work based on (a) the care recipient – i.e., adults or children – for unpaid carers and (b) the level of occupational professionalization for paid carers; and (2) examining the potential intervening role of social expenditure. Findings demonstrate that unpaid caring for adults (though not children) is associated with a marginal decrease in psychological wellbeing, but that this dynamic is limited to countries with smaller welfare states. Among paid care workers, only paraprofessionals are found to have lower levels of psychological wellbeing than comparable non-care workers – but here again increased social expenditure appears to have a significant buffering effect. Together, results reinforce the need for robust social spending to mitigate negative psychological consequences of care, while adding important nuance regarding the relevance of the type of care work being performed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gendered Attitudes or Structural Barriers? Men Front Line Workers' Perspectives on What Keeps Men out of Paid Care Work in Australia (2026)
Zitatform
Roberts, Steven, Elsie Foeken, Karla Elliott & Riikka Prattes (2026): Gendered Attitudes or Structural Barriers? Men Front Line Workers' Perspectives on What Keeps Men out of Paid Care Work in Australia. In: The British journal of sociology, S. 1-11. DOI:10.1111/1468-4446.70086
Abstract
"Gender segregation in paid care work offers a critical lens for understanding how gender inequality is reproduced in contemporary societies. While much research has explained men's absence from paid care through cultural and identity-based accounts, less has been done to examine the structural mechanisms that sustain the feminisation of care. This paper addresses that gap by analysing men's experiences in frontline aged and disability care in Australia. Drawing on qualitative data from 41 men across 13 focus groups and 32 follow-up interviews, we find that anxiety around maintaining masculine identities is not a significant barrier. Gender operates primarily through structural and informational processes that make care work insecure, undervalued, and poorly understood. These challenges reflect the gendered devaluation of feminised labour, but are not primarily rooted in masculine identity conflict. We suggest that greater analytic attention to structural barriers is needed, alongside existing insights into identity and agency." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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KI in der Pflege zwischen Anspruch und Realität: Empfehlungen für die Praxis aus dem Projekt ETAP (2026)
Sarwary, Hares; Wielga, Jenny; Enste, Peter;Zitatform
Sarwary, Hares, Jenny Wielga & Peter Enste (2026): KI in der Pflege zwischen Anspruch und Realität: Empfehlungen für die Praxis aus dem Projekt ETAP. (Forschung aktuell / Institut Arbeit und Technik 2026-03), Gelsenkirchen, 11 S. DOI:10.53190/fa/202603
Abstract
"Die Implementierung von digitalen Innovationen ist in der stationären Altenpflege mit vielen Herausforderungen verbunden, für die sich unterschiedliche Lösungsoptionen aufzeigen lassen. Eine stabile IT-Infrastruktur und Interoperabilität sind zentral, um einen nachhaltigen Nutzen zu schaffen und Insellösungen zu vermeiden. Kontinuierliche und praxisnahe Schulungsangebote für Pflege- und IT-Personal müssen Teil einer langfristig angelegten Digitalisierungsstrategie in Einrichtungen werden. Transparente Kommunikation innerhalb der Einrichtung ist ein entscheidender Faktor, um Erwartungen zu steuern und Vertrauen aufzubauen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Hybride Steuerung in der transnationalen Rekrutierung von Pflegekräften: Governance-Analyse des Gütesiegels Faire Anwerbung Pflege Deutschland (2026)
Wedeking, Ann-Christin;Zitatform
Wedeking, Ann-Christin (2026): Hybride Steuerung in der transnationalen Rekrutierung von Pflegekräften: Governance-Analyse des Gütesiegels Faire Anwerbung Pflege Deutschland. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 1, S. 97-114. DOI:10.3790/sfo.2026.1475605
Abstract
"Die Internationalisierung der Arbeitsmärkte und der steigende Fachkräftebedarf in Deutschland führen dazu, dass insbesondere in der Gesundheits- und Pflegebranche vermehrt Fachpersonal aus Drittstaaten rekrutiert wird. Dabei gewinnt ethische Anwerbung an Relevanz. Ein Beispiel ist das Gütesiegel Faire Anwerbung Pflege Deutschland. Der Artikel analysiert dessen Steuerungslogik als hybrid-reguliertes Instrument an der Schnittstelle von Staat, Markt und Zivilgesellschaft. Auf Basis des Implementation Models und von Governance-Konzeptionen zeigt die Analyse: Die Wirksamkeit freiwilliger Kodizes hängt nicht vom normativen Anspruch, sondern von ihrer Einbettung in rechtsstaatlich kontrollierte und institutionell verankerte Strukturen ab. Dies erfordert neue Formen demokratischer Steuerung jenseits symbolischer Politik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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European Union economic policy on social reproduction – Differentiating between Central-Eastern Europe and the West (2026)
Zitatform
Zacharenko, Elena (2026): European Union economic policy on social reproduction – Differentiating between Central-Eastern Europe and the West. In: European journal of women's studies, Jg. 33, H. 1, S. 74-88. DOI:10.1177/13505068251411541
Abstract
"The economic policies of the European Union can deepen the crisis of social reproduction in its member states by impacting the availability of (paid) public or market-based services of childcare, healthcare, long-term care and domestic work and the (unpaid) reproductive labour provided by individuals. Western European Union member states increasingly address the crisis of social reproduction by outsourcing the provision of reproductive labour to migrant workers, often from countries in Central-Eastern Europe, many of which in turn suffer from reproductive labour shortages caused by emigration. In this context, it is pertinent to assess to what extent European Union economic policy recognises the existence of crises of social reproduction in its member states and if the solutions proposed to address these differ for Western and Central-Eastern Europe countries. This article achieves this through a critical frame analysis of European Union economic policy documents issued between 2011 and 2023 to four countries selected due to their position in the reproductive labour migration chain: Belgium and Austria (as examples of destination countries which rely on Central-Eastern Europe labour migrants for care and domestic work), Poland (as example of both an origin and destination country), and Slovakia (as an example of an origin country)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Pflegefachkräfte: Ausbildung, Berufszulassung und Berufsausübung (2026)
Zitatform
(2026): Pflegefachkräfte: Ausbildung, Berufszulassung und Berufsausübung. (Sachstand / Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste), Berlin, 9 S.
Abstract
"Angesichts des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Folgen eines steigenden Pflegebedarfs bei gleichzeitig abnehmenden Zahlen beruflicher Pflegekräfte steht die Sicherstellung einer qualitativ guten pflegerischen Versorgung in Deutschland vor großen Herausforderungen. Der vorliegende Sachstand befasst sich auftragsgemäß mit den Regelungen zur Pflegeausbildung, zur Berufszulassung und zur Berufsausübung einschließlich der Fort- und Weiterbildung sowie der Kammerzugehörigkeit." (Textauszug, IAB-Doku)
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#moralischverletzt – Berufsethische Ansprüche und die Artikulation kollektiver Ungerechtigkeitserfahrungen von Pflegekräften während der Coronapandemie (2025)
Zitatform
Abramowski, Ruth & Till Hilmar (2025): #moralischverletzt – Berufsethische Ansprüche und die Artikulation kollektiver Ungerechtigkeitserfahrungen von Pflegekräften während der Coronapandemie. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 54, H. 1, S. 29-46. DOI:10.1515/zfsoz-2025-2005
Abstract
"Während der Coronapandemie haben sich die ohnehin schon von Personal- und Zeitmangel geprägten Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte weiter verschärft und es hat sich ein Diskurs über moralische Verletzungen entfacht. In diesem Beitrag untersuchen wir, wie solche Erfahrungen artikuliert werden. Dazu werten wir Twitter-Daten zum Thema ,moralischverletzt‘ mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse aus. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Konflikte zwischen einem ethischen (Berufs-)Anspruch und dem praktischen Berufsalltag zu einem Gefühl moralischer Verletzung führen, das über materielle Bedingungen hinausgeht. Es geht nicht nur um Geld- oder Zeitmangel, sondern auch um Brüche in Normen und sozialen Reziprozitätsgefügen. Die Verletzungswahrnehmung bezieht sich auf den auf einem Professionalitätsanspruch beruhenden Leistungswert, gute Pflege leisten zu wollen, doch dies aufgrund von Zeitdruck, Ressourcenmangel oder strukturellen Hindernissen nicht umsetzen zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitsbelastung und psychische Gesundheit von Pflegekräften in Deutschland während der COVID-19-Pandemie – Ein Scoping-Review (2025)
Arndt, Dagmar; Hering, Thomas;Zitatform
Arndt, Dagmar & Thomas Hering (2025): Arbeitsbelastung und psychische Gesundheit von Pflegekräften in Deutschland während der COVID-19-Pandemie – Ein Scoping-Review. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 68, H. 2, S. 130-140. DOI:10.1007/s00103-024-03984-5
Abstract
"Hintergrund: Im März 2023 existierte für Deutschland keine zusammenfassende Übersichtarbeit zu Arbeitsbelastung, Ressourcen, Beanspruchungsfolgen in der COVID-19-Pandemie für Pflegefachkräfte. Vor dem Hintergrund länderspezifischer Unterschiede hinsichtlich Pandemieverlauf/-management und Organisation des Gesundheitswesens soll eine gesonderte Betrachtung von Daten aus Deutschland erfolgen. Methode: Eine systematische Datenbankrecherche (PubMed/Medline, PsycINFO) brachte 50 relevante Studien, die Eingang in das Scoping-Review fanden. Ergebnisse: Die Studien basieren auf Querschnittdesigns, stammen zumeist aus dem Setting Klinik und dem ersten Pandemiejahr. Häufig untersuchte Belastungsfaktoren waren Arbeitsintensivierung, fehlende Schutzausrüstung, schnell wechselnde Regelungen, Kontakt zu COVID-19-Patienten, pandemiebezogene Sorgen/Ängste. Pandemiephasen- und settingspezifische Belastungskaskaden wurden deutlich. Häufig untersuchte psychische Beanspruchungen (u. a. Stresserleben, Angst, Depressivität, Burn-out, Berufs-/Arbeitsplatzwechselabsichten) waren in Gruppen mit ungünstigeren Belastungswerten höher. Pflegende berichteten zumeist ungünstigere Merkmalsausprägungen als Mediziner. Soziale Unterstützung, Belohnung/Wertschätzung, Humor, Resilienz und Kohärenzgefühl erwiesen sich als Ressourcen. Schlussfolgerung: In Vorbereitung auf weitere Pandemien und Krisen sollten präpandemisch vorliegende Belastungsfaktoren durch gezielte Maßnahmen abgebaut und relevante Ressourcen gestärkt werden. Pandemiespezifische Belastungsfaktoren sollten systematisch reflektiert, organisationsübergreifend Lösungen erarbeitet werden. Längsschnittstudien unter Nutzung validierter Instrumente sowie Interventionsstudien sollten zukünftig in den Fokus der Forschungsförderung fallen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fachkräfte gewinnen und halten: Wie Engpassbereiche attraktiver werden (2025)
Zitatform
Bachmann, Ronald & Inga Heinze (2025): Fachkräfte gewinnen und halten. Wie Engpassbereiche attraktiver werden. Güthersloh: Bertelsmann Stiftung, 95 S. DOI:10.11586/2025081
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt ist durch einen sich verschärfenden Fachkräftemangel gekennzeichnet. Vor diesem Hintergrund zielt die vorliegende Studie darauf ab, die Bestimmungsfaktoren beruflicher Wechsel in Engpassberufe hinein und aus diesen Berufen heraus zu untersuchen. Faktoren, die Zuflüsse erhöhen oder Abflüsse verringern, können den Fachkräftemangel reduzieren. Die Untersuchung erstreckt sich sowohl auf den gesamten deutschen Arbeitsmarkt als auch im Besonderen auf drei Fokusbereiche, die vom Fachkräftemangel besonders stark betroffen sind und die überdies für die Wirtschaft und Gesellschaft Deutschlands eine wichtige Rolle spielen. Bei den besagten Bereichen handelt es sich um das Handwerk, die Informations- und Kommunikationstechnologien ("IKT") und den Gesundheits- und Pflegebereich. Die der Untersuchung zugrunde liegenden Daten entstammen der Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit zur Identifikation von Engpassbereichen, administrative Daten zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und weiteren Quellen zu beruflichen Merkmalen wie Lohn oder Arbeitszufriedenheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Workers’ Motivation and Quality of Services in Mission-Driven Sectors (2025)
Zitatform
Barigozzi, Francesca, Chiara Canta & Helmuth Cremer (2025): Workers’ Motivation and Quality of Services in Mission-Driven Sectors. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research), London, 34 S.
Abstract
"This paper studies how firms’ ownership choices and workers ’ intrinsic motivation jointly shape service quality and market outcomes in labor-intensive, mission-driven sectors. Two organizations first choose whether to operate as standard for-profit or as mission-oriented firms, and then compete in both the labor and the user markets. Mission-oriented firms have higher unit costs but attract better-motivated workers. Service quality is endogenously determined through the sorting of intrinsically motivated workers and depends on the firm's ownership type. We show that all market structures — standard, mission-oriented, or mixed — can arise in equilibrium, and that mixed structures can be Pareto superior by efficiently allocating the most motivated workers to the mission-oriented firm while preserving the cost advantage of the other firm. While equilibrium outcomes generally diverge from the social optimum due to externalities and lack of coordination, they are both driven by the trade-off between cost-efficiency and motivation. The model helps explain the coexistence of heterogeneous ownership structures observed in some sectors — such as the nursing homes sector — and identifies conditions under which such diversity is welfare-enhancing." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Springerpools im Krankenhaus: Gerechtigkeitsaspekte zwischen flexiblen und tradierten Arbeits(zeit)modellen (2025)
Becka, Denise; Bräutigam, Christoph; Evans-Borchers, Michaela;Zitatform
Becka, Denise, Christoph Bräutigam & Michaela Evans-Borchers (2025): Springerpools im Krankenhaus: Gerechtigkeitsaspekte zwischen flexiblen und tradierten Arbeits(zeit)modellen. (Forschung aktuell / Institut Arbeit und Technik 2025-10), Gelsenkirchen, 13 S. DOI:10.53190/fa/202510
Abstract
"In ihrem Bemühen, eine hochwertige Patienten- versorgung trotz knapper personeller Ressourcen sicherzustellen, greifen Krankenhäuser vermehrt auf Springerpool-Modelle zurück. Bisher werden deren Vorteile insbesondere auf organisatorischer und finanzieller Ebene sowie hinsichtlich einer verbesserten Personalbindung der Poolbeschäftigten gesehen. Der vorliegende Beitrag erweitert diese Perspektive um bisher unzureichend berücksichtigte Gerechtigkeitsfragen, die in der Perspektivendifferenz der Interessen von Pool- und Stationsbeschäftigten entstehen. Eigene Forschung zeigt, dass Gerechtigkeitsfragen von betriebspraktischer Relevanz sind und bei der Gestaltung von Springerpools beachtet werden sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beruflichkeit in der qualifikationsheterogenen Pflege: Impulse aus Theorie und Praxis zum Kompetenz- und Qualifikationsmix in der Akut- und Langzeitpflege (2025)
Bräutigam, Christoph; Wegemann, Franziska; Hiestand, Stefanie; Gießler, Wolfram; Dittrich, Jennifer; Evans-Borchers, Michaela; Nothstein, Nadine; Laser, Johannes; Kaiser, Sophie;Zitatform
Bräutigam, Christoph, Jennifer Dittrich, Michaela Evans-Borchers, Wolfram Gießler, Stefanie Hiestand, Sophie Kaiser, Johannes Laser, Nadine Nothstein & Franziska Wegemann (2025): Beruflichkeit in der qualifikationsheterogenen Pflege. Impulse aus Theorie und Praxis zum Kompetenz- und Qualifikationsmix in der Akut- und Langzeitpflege. (Working paper Forschungsförderung / Hans Böckler Stiftung 368), Düsseldorf, 42 S.
Abstract
"Pflegearbeit ist im heterogenen Personalmix aus Fach- und Assistenzkräften und aus akademisch ausgebildetem Personal organisiert. Die vorliegende Studie untersucht, wie der Qualifikationsmix Beruflichkeit und Arbeitszufriedenheit in der erwerbsförmig organisierten Pflege beeinflusst: Positive Effekte entstehen durch klare Rollenzuweisungen und Entscheidungsfreiräume, während unklare Aufgabenverteilungen Spannungen erzeugen können. Professionalisierung droht durch Entsolidarisierung konterkariert zu werden. Deutlich werden die Relevanz einer personenzentrierten Organisation als Leitprinzip und die Bedeutung kooperativer Führung und positiver Feedbackkultur, um Fragmentierungen zu vermeiden und die berufliche Identität zu stärken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zur Situation der Pflege in Krankenhäusern: Empirie und ein systematischer Ansatz zur Verbesserung der Arbeitsbedingung (2025)
Zitatform
Busse, Reinhard, Joan Kleine & Julia Köppen (2025): Zur Situation der Pflege in Krankenhäusern: Empirie und ein systematischer Ansatz zur Verbesserung der Arbeitsbedingung. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 78, H. 11, S. 32-36.
Abstract
"Pflegefachpersonen sind eine tragende Säule im Gesundheitswesen. Das sollte aber nicht dazu führen, den zukünftigen Bedarf so hoch zu schätzen, dass unvermeidlich eine wachsende Lücke im Angebot bleibt. Notwendig ist vielmehr eine Umgestaltung der Versorgung, insbesondere das Erbringen diverser bisher stationärer Leistungen auf ambulante Weise, wozu der Abbau von Krankenhauskapazitäten notwendig ist. Die verbleibenden Krankenhausstandorte sollten dann – unter Nutzung der Magnet-Prinzipien – über ein Arbeitsumfeld für Pflegefachpersonen verfügen, dass sie zugleich zu attraktiven Arbeitgebern macht als auch eine qualitativ hochwertige und kosteneffektive Versorgung ermöglicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Pflegeeinrichtungen und die Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen: Chancen, Hürden und Erfolgsfaktoren. (2025)
Böse, Carolin; Atanassov, Rebecca;Zitatform
Böse, Carolin & Rebecca Atanassov (2025): Pflegeeinrichtungen und die Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen. Chancen, Hürden und Erfolgsfaktoren. (BIBB discussion paper / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 33 S.
Abstract
"Der Fachkräftemangel in der Altenpflege ist hoch. Im Vergleich zu Krankenhäusern war es bislang für Pflegeeinrichtungen schwieriger internationale Pflegekräfte zu gewinnen – auch weil sie bei Anerkennungsverfahren nur eingeschränkt mitwirken konnten. Seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung im Jahr 2020 eröffneten sich neue Handlungsspielräume für Pflegeeinrichtungen, da sie nun grundsätzlich Anpassungsmaßnahmen selbst durchführen und sich so direkt an Anerkennungsverfahren beteiligen können. Die vorliegende Studie geht u.a. der Frage nach, welche Erfahrungen Pflegeeinrichtungen, in denen Menschen hohen Alters gepflegt werden, mit der Durchführung von Anpassungsmaßnahmen im Rahmen der Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen gemacht haben und welche Chancen und Herausforderungen damit verbunden sind? Basierend auf 15 qualitativen Interviews mit Beschäftigten von Pflegeeinrichtungen und Pflegeschulen zeigt die Studie, dass einige der Pflegeeinrichtungen in den neuen Möglichkeiten eine Chance sehen, ihre Rekrutierung zu verbessern, da sie Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen gezielter als zukünftige Pflegefachpersonen anwerben und im Anerkennungsverfahren begleiten könn(t)en. Anpassungsmaßnahmen direkt in der eigenen Pflegeeinrichtung (teilweise) durchzuführen, ermöglicht es internationale Pflegekräfte frühzeitig für die Altenpflege zu gewinnen – und unter bestimmten Voraussetzungen auch langfristig zu binden. Voraussetzung dafür sind vor allem ausreichende personelle Ressourcen. Denn entscheidend ist, dass die Anpassungsmaßnahmen in ein gezieltes Integrationskonzept eingebettet sind und bspw. durch geschulte Praxisanleiterinnen und -anleiter begleitet werden. Pflegeeinrichtungen, die diesen Weg bereits gehen, berichten von geringerer Fluktuation und einer stärkeren Bindung der internationalen Pflegekräfte an die Pflegeeinrichtung, was die Gefahr der Abwanderung in Krankenhäuser deutlich mindern kann. 3" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Neoliberalism in question: The Philippines' nurse education and labour export as liberal neo‐statist development agenda (2025)
Zitatform
Cabanda, Exequiel, Brenda S. A. Yeoh, Kristel A. F. Acedera & Margaret Walton‐Roberts (2025): Neoliberalism in question: The Philippines' nurse education and labour export as liberal neo‐statist development agenda. In: International Migration, Jg. 63, H. 2. DOI:10.1111/imig.13339
Abstract
"Many scholars have used neoliberalism as an analytical framework to examine the Philippines' labor export policy. While neoliberalism entails a retreat of the state in favor of market reforms, evidence shows that state intervention of the market becomes larger and stronger over time. This paper utilises liberal neo-statism as an alternative framework to understand the Philippines' nurse labor export by explaining that the state's role is larger than and goes beyond labour brokerage. Following the historical institutionalism approach, we show the significant timing, sequence, and path dependence that affect the emergence of institutions that govern the Philippines' nurse labour export. Our paper reveals how specific policies and regulations in labour export are tucked within the disguise of market reforms, but which are manifest within a larger state's control. These policies serve as the state's apparatus for remittance generation and protection of migrant labour rights and welfare." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Sprungbrett Freiwilligendienst: Wie junge Menschen ihren Weg in soziale und Pflegeberufe finden (2025)
Carrasco Heiermann, Adrián; Breitinger, Florian; Sixtus, Frederick; Hinz, Catherina;Zitatform
Carrasco Heiermann, Adrián, Florian Breitinger, Frederick Sixtus & Catherina Hinz (2025): Sprungbrett Freiwilligendienst. Wie junge Menschen ihren Weg in soziale und Pflegeberufe finden. Berlin, 41 S.
Abstract
"Wie gelingt es, junge Menschen langfristig für Pflege- und Sozialberufe zu gewinnen? Die neue Studie des Berlin-Instituts „Sprungbrett Freiwilligendienst – Wie junge Menschen ihren Weg in soziale und Pflegeberufe finden“ zeigt: Freiwilligendienste können einen entscheidenden Beitrag zur Nachwuchssicherung leisten – wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Jedes Jahr engagieren sich zehntausende Menschen im In- und Ausland im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst – viele davon in der Alten- und Behindertenhilfe. Ein Teil von ihnen entscheidet sich nach dieser Zeit für eine Ausbildung oder ein Studium in der Pflege. Die Studie zeigt, dass dieser Übergang vor allem dann gelingt, wenn Freiwillige gute Erfahrungen machen, sich begleitet fühlen und ernst genommen werden. Einrichtungen profitieren davon: Ehemalige Freiwillige gelten als besonders motiviert, gut vorbereitet und bleiben später oft länger im Beruf. Doch Freiwilligendienste sind kein Allheilmittel gegen den Personallücken. Damit aus Engagement auch Berufung wird, müssen die strukturellen Rahmenbedingungen stimmen – etwa faire Arbeitsbedingungen, Zeit für Beziehungsarbeit und die Chance, sich persönlich und beruflich zu entwickeln." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
