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Dossier

Berufliche Mobilität

Eine Tätigkeit, die mehr Spaß verspricht, ein höheres Gehalt oder bessere Entwicklungsperspektiven: Es gibt viele Gründe, nicht länger im erlernten oder ausgeübten Beruf tätig zu sein. Nicht immer sind sie jedoch so erfreulich: Auslöser kann auch eine Entlassung sein.

Dieses Themendossier bietet Literaturhinweise zur beruflichen Mobilitätsforschung in Deutschland und in anderen Ländern. Sie erschließt theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse - beispielsweise zu den Fragen: Sind Berufswechsel lohnend? Für wen sind sie mit besonderen Risiken verbunden? Wie gut lassen sich bei einem beruflichen Neustart die bisher erworbenen Qualifikationen verwerten?
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im Aspekt "Berufliche Mobilität und Qualifikation "
  • IAB-Projekt

    Re-examining the causal effect of education on labour market outcomes and social mobility: lessons from the UK and Germany (31.12.2015 - 30.12.2029)

    Janssen, Simon; Anger, Silke;

    Projektbeschreibung

    In Großbritannien, Deutschland und anderen hoch entwickelten Ländern basieren bildungspolitische Entscheidungen auf der Überzeugung, dass Maßnahmen, das Bildungsniveau eines Landes erhöhen, sowohl dem Individuum als auch der Gesellschaft zugutekommen. Individuen können infolge des Erwerbs von Wissen und Fähigkeiten („Humankapital“) höhere Lebenszeiteinkommen erwarten und die Wahrscheinlichkeit arbeitslos zu werden reduzieren, da sie für Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt attraktiver werden (Becker, 1964). Trotz dieser Theorie deuten jüngste Erkenntnisse aus Großbritannien und Deutschland darauf hin, dass der kausale Effekt von Bildung auf das Einkommen gering, null oder sogar negativ ist (Buscha und Dickson, 2014; Clark, 2014; Pischke und von Wachter, 2008). Darüber hinaus basiert fast die Gesamtheit der vorhandenen Evidenz für kausale Wirkung von Bildung in diesen Bereichen auf der Annahme, dass der Einfluss zu jedem Zeitpunkt im Arbeitsleben eines Individuums konstant ist. Diese Annahme wird angesichts des dynamischen Charakters des Arbeitsmarktes in der Realität wahrscheinlich nicht gelten. Das Hauptziel dieses Projekts besteht daher darin, diesen, in der aktuellen Literatur über die kausalen Erträge für Bildung in Großbritannien und Deutschland bestehenden, Defiziten beizukommen. Die detaillierten Ziele des Forschungsprojekts sind folgende: Ziel 1: Es soll belastbare und Experten-geprüfte Evidenz für den kausalen Effekt von Bildung auf das Einkommen zu verschiedenen Zeitpunkten im Berufsleben von Personen mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden. Ziel 2: Vergleich der kausalen Einflüsse von Bildung auf das Einkommen über den Lebenszyklus in Großbritannien und Deutschland für Personen aus verschiedenen Bereichen der Bildungsverteilung. Ziel 3: Bereitstellung von belastbaren, Experten-geprüften Nachweisen des kausalen Effekts von Bildung auf die Arbeitslosigkeit/ Beschäftigung in Großbritannien und Deutschland für Personen mit verschiedenen Bildungshintergründen und zu verschiedenen Zeitenpunkten ihres Berufslebens. Ziel 4: Untersuchung des kausalen Einflusses von Bildung auf die soziale Mobilität in Deutschland und Großbritannien, wobei jeweils unterschiedliche Bereiche der Bildungsverteilung berücksichtigt werden, um ein vollständigeres Bild zu liefern, als dies bisher möglich war.  

    Beteiligte aus dem IAB

    Janssen, Simon; Anger, Silke;
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  • IAB-Projekt

    Berufliche Passung und regionale Mobilität (31.05.2006 - 30.12.2009)

    Seibert, Holger;

    Projektbeschreibung

    Der Arbeitsmarkt der Bundesrepublik Deutschland ist nach Berufen gegliedert, diese haben im internationalen Vergleich eine weitaus größere Bedeutung als in anderen Ländern. Struktur und Dynamik der regionalen beruflichen Segmentierung sollen im Rahmen des Projekts untersucht werden. Räumliche Inhomogenitäten und Disparitäten auf beruflichen Arbeitsmärkten sollen im Vordergrund der Analysen stehen. Einerseits geht es darum, die Tiefe der Gräben zwischen unterschiedlichen Berufen auszuloten. Andererseits soll untersucht werden, ob die erkennbaren Barrieren beim Berufswechsel im Zeitablauf ansteigen oder abnehmen. Auch geht es darum, ob durch regionale Mobilität berufliche Wechsel vermieden werden können und ob dies eine Strategie ist, Arbeitsmarktpositionen zu sichern.

    Theoretische Basis ist ein Segmentationsansatz, der mit Hilfe von (neo)institutionalistischen soziologischen und volkswirtschaftlichen Arbeiten auf eine neue Grundlage zu stellen ist. Dabei soll ein theoretisches Entscheidungsmodell entwickelt werden, dass auf individueller Ebene erklären kann, ob sich Personen eher für einen Berufswechsel oder einen Ortswechsel entscheiden.

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