Der Arbeitsmarkt für Akademikerinnen und Akademiker
Studieren macht sich bezahlt. Nicht nur was das Einkommen von Akademiker/innen anbelangt, sondern höhere Bildung schützt in Krisenzeiten auch besser vor Arbeitslosigkeit. Das zeigen Analysen der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten seit langem. Allerdings sind die Aussichten nicht auf allen akademischen Teilarbeitsmärkten gleich gut.
Diese Infoplattform dokumentiert Literatur, Forschungsprojekte, einschlägige Institutionen und sonstige relevante Informationsquellen zur Qualifikation und Beschäftigung von Hochschulabsolvent/innen insgesamt sowie zu Arbeitsmarktchancen und Beschäftigungsbedingungen für Absolvent/innen verschiedener Studienfächer und Fächergruppen.
- Beschäftigungssituation von Akademiker/innen
- Teilarbeitsmärkte für Akademiker/innen
- Besondere Personengruppen und Aspekte
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Literaturhinweis
A blessing in disguise? How digital teaching formats reduced dropout intentions among studying parents during the COVID-19 crisis (2026)
Zitatform
Marczuk, Anna, Susanne Strauss & Lena M. Zimmer (2026): A blessing in disguise? How digital teaching formats reduced dropout intentions among studying parents during the COVID-19 crisis. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Jg. 29, H. 4, S. 1089-1110. DOI:10.1007/s11618-026-01390-y
Abstract
"Die COVID-19-Pandemie hat die Digitalisierung der Hochschullehre deutlich beschleunigt. Bisher wurde jedoch die Rolle digitaler Lehrformate innerhalb der Studienabbruchforschung wenig berücksichtigt. Dieser Beitrag analysiert, wie digitale Lehrformate die Abbruchintentionen von Studierenden verringern, indem sie für das Problem des Zeitmangels kompensieren. Wir betrachten die Untergruppe von Studierenden mit Kind, die aufgrund von Kinderbetreuungsaufgaben während der Pandemie vom Zeitmangel stark betroffen waren. Unsere Analysen basieren auf der deutschlandweiten Befragung „Studieren in Zeiten der Corona-Pandemie“ (2020), die umfangreiche Informationen zur digitalen Lehre bietet. Es werden OLS Regressionsmodelle auf Basis eines Samples von 989 Studierenden mit Kind berechnet. Unsere Ergebnisse zeigen, dass asynchrone Formate die Abbruchintention bei Studierenden mit Kind verringern, da sie durch zeitliche Flexibilität ihren Zeitmangel kompensieren. Darüber hinaus profitieren studierende Eltern besonders von interaktiven Formaten, da sie soziale Integration innerhalb ihrer begrenzten Studienzeit ermöglichen. Diese Befunde gelten gleichermaßen für studierende Mütter und Väter. Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass die genannten digitalen Lehrformate die Studienabbruchintentionen von Studierenden mit Kindern verringern. Konsequenzen für das Angebot digitaler Lehrformate in der Hochschulbildung in der Zeit nach der Covid-19 Pandemie werden diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Impact of Higher Education on Employer Perceptions (2026)
Zitatform
Stans, Renske, Laura Ehrmantraut, Malin Siemers & Pia Pinger (2026): The Impact of Higher Education on Employer Perceptions. In: The Economic Journal, Jg. 136, H. 674, S. 602-625. DOI:10.1093/ej/ueaf061
Abstract
"Do employers seek to attract individuals with more education because it enhances human capital or because it signals higher levels of pre-existing traits? We experimentally vary master’s degree completion rates on applicant résumés and examine how this influences candidates’ desirability and employer perceptions of their productive characteristics. Our findings show that while a completed master’s degree increases desirability, an incomplete master’s degree is perceived by human resource managers as less favorable than a bachelor’s degree. This suggests that employersprefer candidates with higher education mainly because they view the degree as a signal of pre-existing productive traits. Consistent with this, employers perceive both cognitive and non-cognitive traits as stronger in master graduates but non-cognitive traits as weaker in master dropouts compared to bachelor’s degree holders. Overall, perceived cognitiveand non-cognitive traits play a larger role in determining a candidate ’s attractiveness than expertise. This paper thus provides causal evidence on the origins of the education premium." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wenn der Bildungsweg eine neue Richtung nimmt: Warum Abiturient*innen ihr Studium oder ihre Ausbildung abbrechen (2025)
Anger, Silke ; Patzina, Alexander ; Lerche, Adrian ; Toussaint, Carina ; Hübner, Christine; Wilzek, Lukas; Dietrich, Hans ; Sandner, Malte ; Bernhard, Sarah ;Zitatform
Anger, Silke, Sarah Bernhard, Hans Dietrich, Christine Hübner, Adrian Lerche, Alexander Patzina, Malte Sandner, Carina Toussaint & Lukas Wilzek (2025): Wenn der Bildungsweg eine neue Richtung nimmt: Warum Abiturient*innen ihr Studium oder ihre Ausbildung abbrechen. In: IAB-Forum H. 25.07.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250725.01
Abstract
"Abbrüche eines Studiums oder einer Ausbildung prägen nicht nur individuelle Bildungs- und Karrierepfade, sondern haben auch gesamtwirtschaftliche Folgen. Angesichts zunehmender Fachkräfteengpässe und steigender Ausbildungskosten gewinnt die Vermeidung solcher Abbrüche an Bedeutung. Dass Abiturient*innen ihr Studium oder ihre Ausbildung vorzeitig beenden, hat vielfältige Ursachen. Häufigster Grund ist die fehlende Übereinstimmung der persönlichen Interessen mit den Inhalten des gewählten Bildungswegs." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Anger, Silke ; Patzina, Alexander ; Lerche, Adrian ; Toussaint, Carina ; Dietrich, Hans ; Sandner, Malte ; Bernhard, Sarah ; -
Literaturhinweis
Costly withdrawals reduce future college-going for low-income students: Evidence from Return of Title IV funds (2025)
Zitatform
Anisfeld, Ari, Elizabeth Bell, Oded Gurantz & Dennis A. Kramer (2025): Costly withdrawals reduce future college-going for low-income students: Evidence from Return of Title IV funds. In: Economics of Education Review, Jg. 109. DOI:10.1016/j.econedurev.2025.102723
Abstract
"Governments must strike a balance between promoting access to financial aid while at the same time remaining good stewards of taxpayer funds by preventing fraudulent access. This paper focuses on one of the largest-scale and most consequential policies determining whether students maintain access to Title IV aid, the “Return of Title IV” funds policy, referred to as R2T4. Students receiving Title IV aid who withdraw from college before completing the academic term are subject to an R2T4 calculation that could require the student or college to pay back any unearned Title IV funds to the federal government. We estimate the causal impacts of the R2T4 policy on student outcomes in a regression discontinuity design, leveraging a cutoff in the formula that determines whether a student or their college is required to return aid. We find that students at our threshold, who earn 60 percent of the federal aid to which they were entitled, must return $1,600 on average. Such debt makes students almost four percentage points less likely to re-enroll in college the following year and 2.6 percentage points within 4 years. These results are driven by students in the bottom half of the R2T4 income distribution who experience persistent enrollment declines of roughly 5.5 percentage points. Our findings add to a growing body of literature revealing the detrimental impacts of complex administrative processes on student outcomes, particularly for students from marginalized communities interacting with federal policies." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Authors. Published by Elsevier Ltd.) ((en))
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Literaturhinweis
Etablierung des Karrierewegs der Tenure-Track-Professur im deutschen Wissenschaftssystem: Begleitstudie zum Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase (BuWiK) 2025 (2025)
Kleimann, Bernd; Luksche, Carolin; Witte, Johanna; Reimer, Maike; Lenz, Thorsten;Zitatform
Kleimann, Bernd, Thorsten Lenz, Carolin Luksche, Maike Reimer & Johanna Witte (2025): Etablierung des Karrierewegs der Tenure-Track-Professur im deutschen Wissenschaftssystem. Begleitstudie zum Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase (BuWiK) 2025. Kassel, 193 S.
Abstract
"Die vorliegende Begleitstudie verfolgt dementsprechend das Ziel, der interessierten Öffentlichkeit Informationen zu der Frage an die Hand zu geben, inwieweit die TTP in Deutschland bis zum Jahr 2022/2023 etabliert ist. Die Etablierung wird dabei als multidimensionaler Prozess verstanden, der die diskursive Auseinandersetzung, die förderpolitische Integration, die gesetzliche und satzungsbezogene Verankerung sowie die quantitative Verbreitung der TTP im deutschen Karrieresystem umfasst. Zur Beantwortung der Frage nach der Etablierung der TTP im deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystem wurden – wie erwähnt – das DZHW in Hannover und das IHF in München vom BMBF beauftragt. Die Durchführung der Studie erfolgte zwischen November 2022 und November 2023 in einem mit dem Auftraggeber abgestimmten arbeitsteiligen Vorgehen von DZHW und IHF. Der Auftrag umfasste die Bearbeitung der folgenden Arbeitspakete: - Arbeitspaket 1: Hintergründe der Einführung der Tenure-Track-Professur im deutschen Wissenschaftssystem und Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen - Arbeitspaket 2: Die Auswirkungen der Etablierung der Tenure-Track-Professur an den Hochschulen - Arbeitspaket 3: Die Tenure-Track-Professur im internationalen Vergleich. Der vorliegende Bericht stellt die Ergebnisse der Bearbeitung dieser Arbeitspakete vor. Er ist wie folgt gegliedert: Zunächst wird betrachtet, wie sich die wissenschaftspolitische Diskussion um Tenure-Track in Deutschland entwickelt hat. Das Kapitel informiert dabei über die Genese und den Verlauf des Diskurses um die TTP und über die Positionen der involvierten wissenschaftspolitischen Akteure. Es folgt ein Überblick über Förderprogramme für Wissenschaftler:innen in einer frühen Karrierephase, die von den Ländern, von wissenschaftlichen Einrichtungen und von Stiftungen aufgesetzt worden sind und das Tenure-Track-Programm flankieren oder ergänzen. Intention dieses Abschnitts ist es, einen Eindruck davon zu vermitteln, inwiefern der mit der breiten Einführung der TTP beabsichtigte Kulturwandel in der Ausgestaltung wissenschaftlicher Karrierewege im Rahmen des Fördersystems bereits erkennbar wird. Das anschließende Kapitel geht auf die Frage ein, in welcher Weise Tenure-Track auf der Ebene der Landesgesetzgebung verankert ist. Zur Strukturierung der Gesetzesanalyse werden dabei die Merkmale der TTP herangezogen, wie sie in der VV zwischen Bund und Ländern festgehalten worden sind. Dieselbe inhaltliche Strukturierung wird der folgenden Analyse der Satzungen von 35 Universitäten und gleichgestellten Hochschulen zugrunde gelegt. Beide Kapitel behandeln zusammen die Frage, in welcher Weise die TTP in Deutschland formal kodifiziert worden ist und welche Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der Regelungen auf Landes- und Hochschulebene erkennbar sind. Im nächsten Kapitel werden statistische Daten zur Entwicklung der TTP in Deutschland im Vergleich zu etablierten, alternativen Karrierewegen (z. B. Juniorprofessuren ohne Tenure-Track, Nachwuchsgruppenleitungen sowie laufende und abgeschlossene Habilitationen) vorgestellt. Die zeitliche Entwicklung der unterschiedlichen Karrierewege wird anhand verschiedener statistischer Merkmale wie Geschlecht, Finanzierungsart, Beschäftigungsumfang und Beschäftigungsverhältnis aufgeschlüsselt. Zudem erfolgt eine Darstellung der fächergruppenspezifischen Verteilungsstrukturen der betrachteten Karrierewege zur Professur. Im letzten Schritt der Begleitstudie werden zur Einordnung des deutschen Tenure-Track-Systems in einen europäischen Referenzrahmen drei europäische Tenure-Track-Modelle porträtiert, nämlich diejenigen Österreichs, der Schweiz und der Niederlande, basierend auf einer kurzen Darstellung des US-amerikanischen Tenure-Track. Der Vergleich dient dazu, Gemeinsamkeiten des deutschen Modells mit Karrierestrukturen anderer Hochschulsysteme wie auch Unterschiede der deutschen Lösung im Vergleich mit der Handhabung von Tenure-Track in den benachbarten Ländern herauszuarbeiten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Karriereentscheidungen und -verläufe Promovierter unter besonderer Berücksichtigung der Befristung: Begleitstudie zum Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase (BuWiK) 2025 (2025)
Zitatform
König, Johannes, Anne Otto, Kolja Briedis & Stefanie Gäckle (2025): Karriereentscheidungen und -verläufe Promovierter unter besonderer Berücksichtigung der Befristung. Begleitstudie zum Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase (BuWiK) 2025. Kassel, 190 S.
Abstract
"Zielsetzung und Fragestellung der Studie In den letzten Jahren sind die Arbeitsbedingungen von Promovierenden und Promovierten im deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystem zunehmend in das Zentrum einer kritischen Diskussion gerückt. Der Auslöser für diese intensive hochschulpolitische Debatte war insbesondere der hohe Anteil von befristeten Arbeitsverhältnissen beim wissenschaftlichen Personal. Ein wichtiger Kritikpunkt ist, dass Arbeitsverträge an Hochschulen oft deutlich kürzer ausfallen als die vorgesehenen Qualifikationsphasen. Wissenschaftliche Karrieren weisen daher oftmals keine durchgehende Beschäftigung auf, sondern zeichnen sich bestenfalls durch eine „lückenlose Aneinanderreihung mehrerer Arbeitsverträge“ aus. Wissenschaftliche Karrieren werden somit zu „gestückelten Kontinuitäten“ . Ein zentraler Kritikpunkt an dieser Befristungspraxis ist, dass der Wissenschaftsstandort Deutschland durch die aktuelle Befristungssituation Schaden nimmt, „der wegen der jahrelangen beruflichen Unsicherheit […] im internationalen Vergleich ebenso wie im Kontrast zu anderen Branchen kein attraktiver Arbeitgeber ist“ . Befürworter:innen der aktuellen Befristungspraxis sehen hingegen die Gefahr von einer „Verstopfung“ der Karrierewege, sodass nachfolgende Generationen mit schlechteren Zukunftsaussichten bei höheren Entfristungsquoten konfrontiert wären. Außerdem wird argumentiert, dass eine hohe Befristungsquote für eine „Bestenauslese“ unerlässlich sei, um Innovationen und Fortschritt weiterhin zu gewährleisten. Im Mittelpunkt dieser Studie stehen die Karriereentscheidungen und -verläufe von Promovierten unter besonderer Berücksichtigung von befristeten Beschäftigungsverhältnissen während und nach der Promotion. Es werden die folgenden Forschungsfragen analysiert: - Welche Verläufe weisen die Karrieren von Promovierten auf? Welche Rolle spielt die Befristung von Beschäftigungsverhältnissen für Karriereentscheidungen und -verläufe von Promovierten inner- und außerhalb des akademischen Sektors? - In welchem Verhältnis stehen potenzielles Angebot an und Nachfrage nach Wissenschaftler:innen insgesamt für die kommenden Jahre in Deutschland? - Wie lässt sich vor dem Hintergrund der empirischen Befunde dieser Studie die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen und AUFE auf dem nationalen Arbeitsmarkt einschätzen? Um die Bedeutung eines befristeten Arbeitsverhältnisses im Zuge von Karriereentscheidungen von Promovierten aufzeigen zu können, ist es zweckmäßig, die Karriereverläufe und -perspektiven im akademischen Sektor, aber auch in anderen Beschäftigungssektoren, zu analysieren." (Textauszug, IAB-Doku)
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Career choice motivation, academic and social integration, and their relationship with intention to drop out of vocational teacher training (2025)
Zitatform
Stellmacher, Anne, Sebastian Franz & Jennifer Paetsch (2025): Career choice motivation, academic and social integration, and their relationship with intention to drop out of vocational teacher training. In: Empirical Research in Vocational Education and Training, Jg. 17. DOI:10.1186/s40461-025-00182-8
Abstract
"Not every student who enrolls in a teacher training program completes it and obtains a degree. Students dropping out of vocational teacher training is a particularly concerning trend in Germany, where there is a significant shortage of vocational education and training (VET) teachers. Against this backdrop, it is crucial to understand why students fail to complete their teacher training programs. Using data from the student cohort of the National Educational Panel Study in Germany, this study examines the career choice motivation, academic and social integration, and their relationship with the intention to drop out of 114 students in a VET teacher training program. Additionally, the study explores whether the relationship between career choice motivation and dropout intention of VET teacher training is mediated by academic and social integration, which are established predictors of drop out. We found that extrinsic motivation was positively linked to dropout intention, while intrinsic motivation showed a negative association with dropout intention. No significant relationships were found between academic or social integration and dropout intention." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gendered dropout in higher education: peer effects or gender typing? (2025)
Zitatform
Strømme, Thea Bertnes, Karl Ingar Kittelsen Røberg & Sara Seehuus (2025): Gendered dropout in higher education: peer effects or gender typing? In: European Societies, S. 1-33. DOI:10.1162/euso.a.41
Abstract
"Previous research suggests that dropout in higher education is associated with educational gender segregation, as some studies have shown that being in a gender minority increases the likelihood of leaving a field of study. Using extensive population-wide data for 22 cohorts, we first analyze the correlation between present and historical gender composition and dropout using a linear probability model with propensity score matching; we then use models with program-fixed effects to exploit the change over time in gender composition within specific programs at specific institutions, allowing us to investigate the extent to which gendered peer effects drives dropout. Our findings show that both men and women tend to drop out more from gender-balanced fields, less from female-dominated fields, and more form historically male-dominated fields. These differences are lager for women than for men. This pattern disappears, however, when examining year-to-year changes in gender composition within each educational program at institutions, even if women have a small tendency to drop out from gender-balanced programs when the share of women increase; this suggests that gendered dropout patterns arenot driven by peer effects stemming from numerical underrepresentation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Destinations after higher education non-completion: the role of social background and pre-tertiary vocational qualifications (2024)
Zitatform
Tieben, Nicole (2024): Destinations after higher education non-completion: the role of social background and pre-tertiary vocational qualifications. In: Empirical Research in Vocational Education and Training, Jg. 16. DOI:10.1186/s40461-024-00161-5
Abstract
"Prior research has shown that students from lower socio-economic backgrounds are less likely to graduate. We examine if this can be explained by background-specific pathways into higher education. Many students in Germany enter higher education with a vocational qualification and prior vocational qualifications occur more often among students from lower socio-economic backgrounds. We argue that vocational qualifications shift opportunity structures and opportunity costs of students who have to decide between continuing higher education and alternative options. We therefore examine if parental background and vocational qualifications are associated with the destinations after non-completion. We distinguish the destinations “re-entering higher education”, “vocational training” and “skilled employment”. Using the German Educational Panel Study (NEPS starting cohort 6), we apply competing risks models. Our results show that non-completers from higher socio-economic backgrounds are more likely to re-enter higher education than non-completers from lower socio-economic backgrounds. The higher rates of transfer to skilled employment among non-completers from lower backgrounds are mainly due to the fact that they more often hold a vocational qualification and have good chances to enter the skilled labour market without additional educational investments. Our results hence shed some new light on the question how vocational training “diverts” lower background students from higher education." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Probieren geht über Studieren! Impulse zum Fachkräftemangel aus der Studienabbruchforschung (2024)
Zitatform
Trennt, Fabian, Johann Carstensen & Frauke Peter (2024): Probieren geht über Studieren! Impulse zum Fachkräftemangel aus der Studienabbruchforschung. (DZHW-Brief 2024,03), Hannover, 10 S. DOI:10.34878/2024.03.dzhw_brief
Abstract
"In Deutschland verlassen bis zu 30 % aller Bachelorstudierenden die Hochschule ohne Abschluss. Politik und Wissenschaft sehen dies bisher überwiegend als Problem: Der Fachkräftemangel werde verschärft, die in Bildung investierten Gelder müssten abgeschrieben und Studienabbruchquoten daher gesenkt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Preferred field of study and academic performance (2023)
Zitatform
Berlingieri, Francesco, André Diegmann & Maresa Sprietsma (2023): Preferred field of study and academic performance. In: Economics of Education Review, Jg. 95, 2023-04-22. DOI:10.1016/j.econedurev.2023.102409
Abstract
"This paper investigates the impact of studying the first-choice university subject on dropout and switching field of study for a cohort of students in Germany. Using detailed survey data, and employing an instrumental variable strategy based on variation in the local field of study availability, we provide evidence that students who are not enrolled in their preferred field of study are more likely to change their field, delay graduation and drop out of university. The estimated impact on dropout is particularly strong among students of low socio-economic status and is likely to be driven by lower effort and motivation." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Social Origin and Students' Trajectory Patterns at German Universities. A Sequence-Analytical Approach (2023)
Zitatform
Haas, Christina (2023): Social Origin and Students' Trajectory Patterns at German Universities. A Sequence-Analytical Approach. In: Soziale Welt, Jg. 74, H. 3, S. 431-465. DOI:10.5771/0038-6073-2023-3-431
Abstract
"Während die soziale Herkunft von Studierenden beim Übergang ins Hochschulsystem bereits häufig im Fokus stand, haben Studienverläufe – die Bildungsphase zwischen der Erstimmatrikulation bis zum endgültigen Studienabschluss (oder Abbruch) – bisher weniger Beachtung erfahren. Ausgehend von der Frage, ob und wie sich die Studienverläufe von Bachelorstudierenden unterschiedlicher sozialer Herkunft unterscheiden, versucht dieser Artikel diese Forschungslücke zu schließen. Auf der Grundlage der Verteilung akademisch-kultureller und ökonomischer Ressourcen werden konträre Hypothesen zum Zusam menhang zwischen der sozialen Herkunft der Studierenden und der Komplexität ihrer Hochschulverläufe entwickelt. Empirische Grundlage dieser Studie bildet die Studierendenkohorte des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Die Rekonstruktion der Studienverläufe von Bachelorstudierenden mittels Sequenzmusteranalyse resul tierte in sechs Studienverlaufstypen. Multinomiale logistische Regressionen ergaben, dass vor allem Studierende aus niedrig gebildeten Elternhäusern häufiger einen (noch) nicht abgeschlossenen Studienverlauf und andere komplexe Studienverläufe aufweisen. Im Vergleich zu Studierenden, die einen linearen Standardstudienverlauf aufweisen, sind diese Unterschiede vor allem auf Unterschiede in den vorherigen Leistungen zurückzuführen, zu einem kleineren Teil jedoch auch auf Unterschiede in den von Eltern bereitgestellten weiteren Ressourcen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Verschenktes Fachkräftepotenzial: die Abbruchquoten in den Ausbildungsstätten müssen verringert werden (2023)
Zitatform
Kalinowski, Michael & Tobias Maier (2023): Verschenktes Fachkräftepotenzial. Die Abbruchquoten in den Ausbildungsstätten müssen verringert werden. (BIBB discussion paper / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 15 S.
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt ist aktuell gekennzeichnet von Fachkräfteengpässen, die voraussichtlich in der mittel- und langfristigen Sicht die sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft verhindern und damit ein Erreichen der Klimaziele 2045 in Frage stellen. Es ist deshalb notwendig, das Fachkräfteangebot auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Wir zeigen mit diesem Beitrag auf, dass eine Verringerung von Ausbildungs- und Studienabbrüchen merkliche quantitative Effekte auf das Fachkräfteangebot entfalten kann. Bei einer Halbierung der Abbrecherquoten im beruflichen und hochschulischen Bereich bis 2030 (beginnend in 2025) könnten rund 343.000 zusätzliche Fachkräfte gewonnen werden. Bis zum Jahr 2040 könnten es sogar über eine Million sein, davon jeweils rund eine halbe Million im beruflichen und akademischen Bereich. Die größten Potenziale zeigen sich dabei bei Jugendlichen nichtdeutscher Nationalität, deren Abbruchquoten in allen Bildungsstätten höher sind, deren Anteil zukünftig aber zunehmen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"Das duale Studium spricht eher Bildungsaufsteiger an" (Interview mit Bernhard Christoph, Carina Toussaint und Alexander Patzina) (2023)
Zitatform
Keitel, Christiane; Alexander Patzina, Bernhard Christoph & Carina Toussaint (interviewte Person) (2023): "Das duale Studium spricht eher Bildungsaufsteiger an" (Interview mit Bernhard Christoph, Carina Toussaint und Alexander Patzina). In: IAB-Forum H. 09.08.2023 Nürnberg, 2023-08-08. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230809.01
Abstract
"Das duale Studium hat in Deutschland erheblich an Bedeutung gewonnen: Im letzten Jahrzehnt hat sich die Zahl der dual Studierenden nahezu verdreifacht. Doch wer genau nimmt ein duales Studium auf und welche Rolle spielt der Bildungshintergrund bei dieser Entscheidung? Diesen Fragen gehen Bernhard Christoph, Alexander Patzina und Carina Toussaint im IAB-Kurzbericht 15/2023 nach. Sie haben auch der Redaktion des IAB-Forum dazu Rede und Antwort gestanden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Keitel, Christiane; Patzina, Alexander ; Christoph, Bernhard ; Toussaint, Carina ; -
Literaturhinweis
Does context matter? The gendered impact of study conditions on dropout intentions from higher education (2023)
Zitatform
Marczuk, Anna & Susanne Strauss (2023): Does context matter? The gendered impact of study conditions on dropout intentions from higher education. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Jg. 26, H. 5, S. 1349-1371. DOI:10.1007/s11618-023-01175-7
Abstract
"In diesem Beitrag untersuchen wir, wie sich Studienbedingungen unterschiedlich auf die Abbruchintentionen von Studentinnen und Studenten auswirken. In einem ersten Schritt analysieren wir die geschlechtsspezifischen Auswirkungen von drei Aspekten von Studienbedingungen, die im Mittelpunkt des Bologna-Prozesses standen: Leistungsnormen, die Struktur des Lehrplans und praktische Komponenten des Studienplans. In einem zweiten Schritt wollen wir verstehen, wie individuelle Unterschiede zwischen Studentinnen und Studenten (Leistung, akademische Selbstwirksamkeit und wahrgenommene psychische Belastungen) diesen geschlechtsspezifischen Einfluss der Studienbedingungen auf die Abbruchintentionen vermitteln. Wir nutzen die Daten des Studierendensurveys (2000–2016), die eine valide Messung von Studienbedingungen auf der Fachgruppenebene erlauben. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Frauen in Studienkontexten mit hohen Leistungsnormen eine höhere Abbruchintention haben, während Männer eher als Frauen von stark strukturierten Studienkontexten profitieren. Der praktische Bezug verringert wiederum die Abbruchintentionen beider Gruppen ähnlich stark." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Zehn Mythen rund um Ausbildung und Studium: Faktencheck nachschulische Bildung (2023)
Schnelle, Caroline; Müller, Ulrich; Johanning, Naemi; Rischke, Melanie;Zitatform
Schnelle, Caroline, Ulrich Müller, Naemi Johanning & Melanie Rischke (2023): Zehn Mythen rund um Ausbildung und Studium. Faktencheck nachschulische Bildung. Gütersloh, 23 S. DOI:10.11586/2023086
Abstract
"„Der Studienboom nimmt den Betrieben die Auszubildenden weg“, „Nach der Schule wird der berufliche Weg ein für alle Mal festgelegt“, „Akademiker:innen haben von der Praxis erstmal keine Ahnung“ - solche und ähnliche Falschaussagen rund um die nachschulische Bildung, also rund um Ausbildung und Studium, haben sich hartnäckig in der öffentlichen Wahrnehmung etabliert. Sie erschweren die berufliche Orientierung junger Menschen und erzeugen eine Konkurrenzbeziehung zwischen der akademischen und beruflichen Bildung. Dabei braucht es dringend gemeinsame Ansätze, um die Zukunftsfähigkeit des nachschulischen Bildungssystems in Deutschland zu sichern. In einer gemeinsamen Analyse der Bertelsmann Stiftung und des CHE Centrum für Hochschulentwicklung stellen wir den zehn weitverbreitetsten Mythen rund um Ausbildung und Studium Fakten gegenüber. Sie zeigen: In der nachschulischen Bildung herrscht seit einigen Jahren eine erhebliche Dynamik; die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung ist so groß wie nie zuvor. Bildungsinteressierten eröffnen sich oft Möglichkeiten, von denen sie bislang nichts wussten. Hier muss die Informationslage verbessert werden, damit junge Menschen sich ergebnisoffen orientieren können und zu fundierten Entscheidungen kommen. Zudem besteht Verbesserungsbedarf hinsichtlich des Zusammenspiels der verschiedenen Bildungsbereiche. Es sollte nicht darum gehen, Ausbildung und Studium gegeneinander auszuspielen. Im Gegenteil: Die Akteur:innen in der beruflichen und akademischen Bildung müssen enger zusammenarbeiten, um verlässliche Übergänge zu schaffen und innovative Kooperationsmodelle zu entwickeln. Die Politik muss die nachschulische Bildung aus einer übergreifende Gesamtperspektive heraus betrachten und komplementär ausgestalten. Zugleich müssen junge Menschen bei der für sie passenden Berufswahl bestmöglich unterstützt werden, sodass niemand am Übergang Schule – Beruf verloren geht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Higher Education Non-Completion, Employers, and Labor Market Integration: Experimental Evidence (2022)
Zitatform
Neugebauer, Martin & Annabell Daniel (2022): Higher Education Non-Completion, Employers, and Labor Market Integration. Experimental Evidence. In: Social science research, Jg. 105. DOI:10.1016/j.ssresearch.2022.102696
Abstract
"Theories of job assignment suggest that employers give a lot of weight to achieved educational credentials. But what if credentials are missing? We theorize how college non-completion affects the hiring chances, identify its causal effect in different labor market segments, and assess which factors facilitate labor market entry for dropouts. Based on a simulated hiring process with N = 1382 German employers who rated more than 10,000 fictitious CVs, we show that college non-completion is not a scar per se, but rather depends on the educational attainment of the competitors who constitute the labor queue, and on the degree of occupational closure which varies on a granular level between firms that hire for the same occupations. We also find that employers, when rating dropouts, attach most value to CV attributes that signal a high stock of job-relevant skills, such as good performance during college or an occupation-specific internship. We conclude by discussing implications of our work for research on the labor market integration of dropouts." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2022 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Hohe Kompetenzerwartungen – bessere Einstellungschancen? Studienaussteiger*innen aus der Sicht von Ausbildungsbetrieben (2021)
Zitatform
Bröder, Charlotte, Annabell Daniel & Martin Neugebauer (2021): Hohe Kompetenzerwartungen – bessere Einstellungschancen? Studienaussteiger*innen aus der Sicht von Ausbildungsbetrieben. In: Zeitschrift für empirische Hochschulforschung, Jg. 5, H. 2, S. 141-161. DOI:10.3224/zehf.5i2.04
Abstract
"Studienaussteiger*innen entscheiden sich mehrheitlich für eine Berufsausbildung – doch wie sehen Ausbildungsbetriebe diese Bewerbungen? Der Beitrag untersucht anhand eines faktoriellen Surveys, in dem ein experimentelles Design mit klassischen Befragungsinstrumenten kombiniert wurde, wie Arbeitgeber*innen die Kompetenzen von Studienaussteiger*innen im Vergleich zu Mitbewerbenden bewerten und wie sich diese Kompetenzerwartungen auf die Chancen auswirken, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Es zeigt sich, dass Arbeitgeber*innen insbesondere bei fachlichen und kognitiven Kompetenzen (z.B. theoretisches Wissen und analytisches Denken) Vorteile für Studienaussteiger*innen sehen, weniger hingegen bei personalen Kompetenzen (z.B. Leistungsbereitschaft). Die Chancen der Studienaussteiger*innen auf ein Vorstellungsgespräch steigen jedoch besonders dann, wenn deren personale und fachliche Kompetenzen höher bewertet werden. Der Beitrag liefert Erkenntnisse zur bisher wenig berücksichtigten Sicht der Arbeitgeber*innen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Studienerfolg und Abbruchtendenz von Lehramtsstudierenden im Licht ihres Belastungserlebens in der Corona-Pandemie (2021)
Hahn, Edgar; Porsch, Raphaela; Kuhlee, Dina;Zitatform
Hahn, Edgar, Dina Kuhlee & Raphaela Porsch (2021): Studienerfolg und Abbruchtendenz von Lehramtsstudierenden im Licht ihres Belastungserlebens in der Corona-Pandemie. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 50, H. 2, S. 37-41.
Abstract
"Die aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie berühren eine Vielzahl von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen, nicht zuletzt auch das Bildungssystem. Hier werden insbesondere die Effekte für das Schulwesen und für Schülerinnen und Schülern in den Blick genommen. Weniger prominent diskutiert, dennoch zentral, sind jene für die Hochschulen und die Studierenden. Denn auch hier ist durch die Verlagerung von Lehren und Lernen aus dem analogen in den digitalen Raum eine erhöhte Belastung für die Studierenden erwartbar. Auf Grundlage einer Online-Befragung von Lehramtsstudierenden geht der Beitrag der Frage nach, ob ein solches vermutetes höheres Belastungserleben auch mit einer veränderten Erwartung über den Studienerfolg, insbesondere mit einer erhöhten Intention zum Studienabbruch, einhergeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Drehtür-Effekt im deutschen Hochschulsystem? Bildungswege nach dem Abbruch geschlechtsatypischer Studiengänge (2021)
Meyer, Jasmin; Mantinger, Mara;Zitatform
Meyer, Jasmin & Mara Mantinger (2021): Drehtür-Effekt im deutschen Hochschulsystem? Bildungswege nach dem Abbruch geschlechtsatypischer Studiengänge. In: Soziale Welt, Jg. 72, H. 1, S. 27-54. DOI:10.5771/0038-6073-2021-1-27
Abstract
"Die bisherige Forschung zeigt, dass Studierende in geschlechtsatypischen Studiengängen ihr Studium häufiger vorzeitig beenden als Studierende in geschlechtstypischen oder -neutralen Studiengängen. Ungeklärt ist bisher, ob sie nach dem Verlassen dieser Studiengänge auch das geschlechtsatypische Bildungsumfeld an sich verlassen und welche Mechanismen diese Entscheidung erklären. Die empirische Analyse dieser Frage erfolgt auf Grundlage der Exmatrikuliertenbefragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) der Jahre 2014 und 2017. Dabei zeigt sich, dass die Mehrheit der Studierenden nach dem Abbruch eines geschlechtsatypischen Studiengangs das geschlechtsatypische Bildungsumfeld verlässt. Bei Frauen bewirken insbesondere Zweifel an ihrer Eignung für das jeweilige Studienfach, dass sie einen geschlechtstypischen oder -neutralen Bildungsweg einem geschlechtsatypischen vorziehen. Jene Frauen, denen das gesellschaftliche Ansehen wichtig ist, verbleiben hingegen eher im geschlechtsatypischen Umfeld. Bei Männern können die untersuchten Faktoren nicht erklären, warum auch sie nach dem Abbruch eines geschlechtsatypischen Studiengangs mehrheitlich den geschlechtsatypischen Bildungsweg verlassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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