Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung
Wer einen Ausbildungsplatz sucht, braucht einen möglichst guten Schulabschluss. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist wiederum ein entscheidender Faktor für die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Viele Jugendliche scheitern jedoch an den beiden Hürden Schulabschluss und Ausbildungsplatzsuche. Neben leistungsschwächeren Jugendlichen sind vor allem sozial Benachteiligte betroffen. Dieses Themendossier präsentiert mit Hinweisen auf Forschungsprojekte sowie weiteren relevanten Internetquellen wissenschaftliche Befunde und Diskussionen zur Übergangsproblematik an der 1. und 2. Schwelle sowie politischen Förderstrategien zur Verbesserung der Einmündung in Ausbildung und Beschäftigung.
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Themendossier Schul- und Ausbildungsabbruch.
Themendossier Ausbildungsstellenmarkt.
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Literaturhinweis
Der institutionelle und wissenschaftliche Kontext der Studie Wege in die Zukunft (2026)
Zitatform
Danner, Katharina, Michael Duncan, Jörg Flecker, Paul Malschinger & Veronika Wöhrer (2026): Der institutionelle und wissenschaftliche Kontext der Studie Wege in die Zukunft. In: K. Danner, M. Duncan, J. Flecker, P. Malschinger & V. Wöhrer (Hrsg.) (2026): Lebenswege junger Menschen in Wien, Göttingen, S. 11-30, 2025-08-18. DOI:10.14220/9783737019071.11
Abstract
"In der Jugendphase sind Übergänge im Bildungssystem sowie der Wechsel von der Schule in die Arbeitswelt individuell zu bewältigen. Diese Schritte sind jedoch institutionell strukturiert und bei ihnen können sich, quasi wie unter einer Lupe, vielfältige gesellschaftliche Bedingungen und Problemlagen zeigen. Strukturell gesehen werden Klassenlage, Position im Geschlechterverhältnis und Ethnisierung wegen der Weichenstellungen für die weiteren Lebenwege als Platzanweiser für gesellschaftliche Postionen wirksam. Zugleich sind aber auch individuelle Entscheidungen möglich und biographisches Handeln ist gefordert, sei es zielgerichtet, um Aspirationen zu realisieren, sei es als Bewältigungshandeln, um schwierige Situationen zu überwinden. Sowohl privilegierte Lagen als auch soziale Verletzlichkeit werden sichtbar und akut, wenn man sich für einen der vielen grundsätzlich möglichen Wege entscheiden oder sich in einer neuen Schule, in der Lehre oder im Freundekreis beweisen soll, während zugleich vielfältige Aspekte der Identität ausgebildet werden. Diese Lebensphase ist daher gesellschaftlich höchst relevant, insbesondere wenn es um die weniger privilegierten Teile der Gesellschaft geht, und lässt sie zum Schnittpunkt von Jugend-, Bildungs- und Übergangsforschung werden. Der vorliegende Beitrag widmet sich diesem Schnittpunkt als institutionellem und wissenschaftlichem Kontext sowie Ausgangspunkt der Studie "Wege in die Zukunft - Eine Längsschnittstudie über die Vergesellschaftung junger Menschen in Wien", die das Institut für Soziologie der Universität Wien im Jahr 2016 als Eigenprojekt gestartet und ab 2020 gemeinsam mit dem Institut für Bildungswissenschaft durchgeführt hat. Sie widmet sich den Schüler:innen der Mittelschule in Wien und weist eine Reihe von Besonderheiten auf." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Toward a modular understanding of school-to-work transitions: Comparing Italy and Austria (2024)
Zitatform
Cefalo, Ruggero & Yuri Kazepov (2024): Toward a modular understanding of school-to-work transitions: Comparing Italy and Austria. In: International Journal of Comparative Sociology. DOI:10.1177/00207152241295985
Abstract
"Comparative analyses investigating school-to-work transitions (SWT) aim to explain how institutional characteristics shape national differences in the transition from education to employment. Researchers often rely on typologies and classifications to simplify the complex processes involved. While typologies serve as useful heuristic tools, they can also lead to oversimplification and neglect of the multilevel governance structures and territorial disparities. Our modular approach integrates various research strands to enhance understanding of the relational and spatial dynamic underlying the transition from education to the labor market. We use analytical dimensions from previous studies to structure a small-N comparison, accounting for a higher degree of complexity. Empirically, we explore the theoretical argument through the in-depth comparison of SWT systems in two diverse cases with contrasting outcomes: Italy and Austria. The analysis reveals significant hybrid traits in both countries that are often overlooked by SWT typologies. In addition, we gain insights into how multilevel institutional configurations interact with the socio-economic context contributing to diverging SWT outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Lehrlingsausbildung im Überblick 2024: Strukturdaten, Trends und Perspektiven (2024)
Dornmayr, Helmut;Zitatform
Dornmayr, Helmut (2024): Lehrlingsausbildung im Überblick 2024. Strukturdaten, Trends und Perspektiven. (ibw-Forschungsbericht 221), Wien, 204 S.
Abstract
"Der Anteil von Jugendlichen, die direkt nach der Mittelschule (d.h. nach der 8. Schulstufe und ohne Besuch der Polytechnischen Schule in der 9. Schulstufe) eine Lehre beginnen, steigt. Die Lehrlingsausbildung verlagert sich sukzessive zu Großbetrieben. Die öffentlichen Ausgaben pro Lehrling sind deutlich geringer als für Jugendliche in alternativen Bildungswegen. Dies sind einige von vielen Befunden der aktuellen Ausgabe der jährlich erscheinenden ibw-Publikation „Lehrlingsausbildung im Überblick“, welche auf rund 200 Seiten das Ziel verfolgt, alle relevanten und verfügbaren statistischen Daten und Kennzahlen zur Lehrlingsausbildung in Österreich darzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Mit Sozialpolitik regieren: Eine ressourcentheoretische Policy-Analyse der Beschäftigungsförderung benachteiligter Jugendlicher in Österreich (2024)
Zitatform
Knecht, Alban (2024): Mit Sozialpolitik regieren. Eine ressourcentheoretische Policy-Analyse der Beschäftigungsförderung benachteiligter Jugendlicher in Österreich. (Schriftenreihe der ÖFEB-Sektion Sozialpädagogik 14), Opladen: Verlag Barbara Budrich, 155 S. DOI:10.3224/84743041
Abstract
"Wie kann die Arbeitsmarktpolitik Jugendliche beim Berufseinstieg unterstützen? Alban Knecht analysiert politische Diskurse und institutionelle Veränderungen der Beschäftigungsförderung benachteiligter Jugendlicher in Österreich vor dem Hintergrund der Ressourcentheorie. Er diskutiert die Einführung von Maßnahmen wie überbetrieblicher Lehre, Ausbildungsgarantie und Ausbildungspflicht und verdeutlicht dabei die Bedeutung sozialinvestiver, befähigungsorientierter, neoliberaler und rechtspopulistischer Leitbilder für die praktische Arbeit der Fachkräfte und die Jugendlichen. Die Optimierung des Berufseinstiegs für Jugendliche ist ein Anliegen von Politik, Sozialarbeit und Berufspädagogik gleichermaßen. Die vorliegende Studie beleuchtet den Wandel der Beschäftigungsförderung für benachteiligte Jugendliche in Österreich von 2000 bis 2020. Sie analysiert Auswirkungen auf Fachkräfte und Jugendliche sowie die Bedeutung diskriminierender Bilder in politischen Diskursen." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsorientierung, Berufsberatung und Berufswahl: Eine Projektschau der Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich der Jahre 2015 bis 2023 (2024)
Putz, Sabine; Sturm, René;Zitatform
Putz, Sabine & René Sturm (Hrsg.) (2024): Berufsorientierung, Berufsberatung und Berufswahl. Eine Projektschau der Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich der Jahre 2015 bis 2023. (AMS-Report / Arbeitsmarktservice Österreich 178), Wien, 268 S.
Abstract
"Das AMS Österreich mit seiner Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation (ABI) ist hierzulande mit eine der wichtigsten Institutionen, die sich der flächendeckenden Versorgung der breiten Bevölkerung wie auch der verschiedenen Fachöffentlichkeiten (Lehrkräfte im schulischen Bereich, Bildungs- und BerufsberaterInnen einschließlich der MitarbeiterInnen in den BerufsInfoZentren des AMS, JugendberaterInnen, BildungsmanagerInnen, TrainerInnen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie auch im Gesamtfeld der Erwachsenenbildung, JournalistInnen u.v.m.) mit Berufs- und Arbeitsmarktinformationen widmet und darüber hinaus verschiedene weitere relevante Serviceangebote zur Bildungs- und Berufsorientierung bereitstellt. Der vorliegende AMS report 178 bietet anhand ausgewählter Forschungsprojekte bzw. praxisorientierter Publikationen einen mehrjährigen und repräsentativen Querschnitt dieser Aktivitäten des AMS Österreich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hohe Ziele in einem herausfordernden Umfeld? - Bildungsaspirationen von Migrant_innen und deren Umsetzung im Vergleich (2023)
Zitatform
Astleithner, Franz, Susanne Vogl, Brigitte Schels & Raphaela Kogler (2023): Hohe Ziele in einem herausfordernden Umfeld? - Bildungsaspirationen von Migrant_innen und deren Umsetzung im Vergleich. In: J. Flecker, B. Schels & V. Wöhrer (Hrsg.) (2023): Junge Menschen gehen ihren Weg, Göttingen, V&R unipress S. 261-284, 2022-07-01.
Abstract
"Bildungsaspirationen prägen die Bildungsverläufe und sind ein wesentliches Element in der Reproduktion sozialer Ungleichheit. Die Höhe der Aspirationen, wie sie erklärt werden können, und ob sie für verschiedene Gruppen "zu hoch" oder "zu niedrig" sind, ist Gegenstand wissenschaftlicher und politischer Debatten. Jugendlichen mit "Migrationshintergrund" wird (vor allem wenn man die schlechteren Ausgangsbedingungen berücksichtigt) eine überdurchschnittlich und eher "unrealistisch" hohe Aspiration attestiert. Wir zeichneten in unserem Beitrag nach, welche migrationsspezifischen Unterschiede sich am Übergang nach der NMS in Wien finden lassen, und welche Rolle die Bildungsaspiration in diesem Zusammenhang spielt. Dafür differenzierten wir drei verschiedene Migrationsgenerationen und die Referenzkategorie Jugendliche ohne "Migrationshintergrund". Wir unterschieden in den Analysen außerdem idealistische Bildungsaspiration und geplante Schulanmeldung nach der NMS. Im Längsschnitt betrachteten wir die Umsetzungschancen der Bildungsaspiration, nach dem Abschluss der NMS an eine maturaführende Schule zu gehen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Green Guidance: Nachhaltigkeit in der Bildungs- und Berufsberatung. Am Beispiel der Bildungsberatung Niederösterreich und des Projekts "Green Jobs for YOU" (2023)
Bliem, Wolfgang; Pichler, Rosemarie; Meister, Margit Helene;Zitatform
Bliem, Wolfgang, Margit Helene Meister & Rosemarie Pichler (2023): Green Guidance: Nachhaltigkeit in der Bildungs- und Berufsberatung. Am Beispiel der Bildungsberatung Niederösterreich und des Projekts "Green Jobs for YOU". In: Magazin Erwachsenenbildung.at, Jg. 49, S. 90-98. DOI:10.25656/01:27095
Abstract
"Nachhaltigkeit gewinnt bei der Berufswahl zunehmend an Bedeutung. „Green Jobs“ und „Green Skills“ sind gefragt und werden auch öffentlich gefördert. Bildungsberatung kann hier mit „Green Guidance“ einen zentralen Beitrag leisten. Diese „grüne“ Bildungs- und Berufsberatung schafft bei ihren Zielgruppen ein Bewusstsein für die Auswirkungen der Bildungs- und Berufswahl auf die Umwelt gleichwie ein Bewusstsein für Fragen der sozialen Gerechtigkeit und leistet damit einen Beitrag für eine gerechte und nachhaltige Zukunft. Die Bildungs- und Berufsberatung Niederösterreich (bbn) und das niederösterreichische Projekt „Green Jobs for YOU“ setzten erste Schritte in Richtung Green Guidance. So hat die bbn einen Zehn-SchrittePlan zu Green Guidance erarbeitet, darunter einschlägige Weiterbildung der Berater*innen, verstärkte Vernetzung und Auseinandersetzung mit vulnerablen Zielgruppen der Bildungsberatung oder CO2-neutrales Pendeln zu den Beratungsstandorten in den Regionen. Auch beteiligt sich die Bildungsberatung Niederösterreich am Projekt „Green Jobs for YOU“, das Jugendliche und junge Erwachsene zielgerichtet an Green Jobs heranführen will und dabei unter anderem einen Fokus auf Frauen in technischen Berufen legt. (Red.)" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Junge Menschen gehen ihren Weg: Längsschnittanalysen über Jugendliche nach der Neuen Mittelschule (2023)
Zitatform
Flecker, Jörg, Brigitte Schels & Veronika Wöhrer (Hrsg.) (2023): Junge Menschen gehen ihren Weg. Längsschnittanalysen über Jugendliche nach der Neuen Mittelschule. Göttingen: V&R unipress, 306 S.
Abstract
"Die Wege von Jugendlichen nach der Neuen Mittelschule sind vielfältig. Obwohl ihre Bildungs- und Lebenswege unter anderem von sozialer Herkunft und Geschlecht deutlich geprägt sind, können sich auch unerwartete Handlungsmöglichkeiten eröffnen oder neue Risiken auftauchen. Das Projekt »Wege in die Zukunft« hat Schüler_innen an Neuen Mittelschulen in Wien die ersten Jahre nach Schulende begleitet. Die Befunde aus einer quantitativen und qualitativen Panelstudie ergeben ein detailreiches Bild der zentralen Lebensphase, in der die Weichen für zukünftige Lebenschancen gestellt werden. Die Beiträge blicken auf die Bildungs- und Berufsorientierungen der Jugendlichen sowie ihre tatsächlichen Bildungs- bzw. Ausbildungsverläufe, auf Fragen von Geschlecht, Identität und Zukunftsvorstellungen sowie ihren Raum für Freizeitaktivitäten. Zusätzlich zu den strukturellen sozialen Ungleichheiten weist der Band auf die individuelle Handlungsfähigkeit junger Menschen hin." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Vienna University Press)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Jugendliche gehen ihren Weg - theoretische Perspektiven und institutioneller Rahmen (2023)
Zitatform
Flecker, Jörg, Brigitte Schels & Veronika Wöhrer (2023): Jugendliche gehen ihren Weg - theoretische Perspektiven und institutioneller Rahmen. In: J. Flecker, B. Schels & V. Wöhrer (Hrsg.) (2023): Junge Menschen gehen ihren Weg, Göttingen, V&R unipress S. 11-27, 2022-07-01.
Abstract
"Am Übergang in das Erwachsenenalter sind junge Menschen mit einer Reihe von Herausforderungen in unterschiedlichen Lebensbereichen konfrontiert. Mit ihren Entwicklungsschritten und Entscheidungen stellen sie zentrale Weichen für ihre soziale Integration im Lebensverlauf. Es geht in dieser Phase meist um vieles zugleich: Bildung und Berufswahl, ökonomische Eigenständigkeit, Partnerschaft und Familiengründung sowie politische und soziale Teilhabe. Diese Schritte hängen unter anderem von sozialer Herkunft, Geschlecht, Ethnizität und individuellen Reifungsprozessen ab und sind zugleich institutionell strukturiert, so dass kritische Entscheidungszeitpunkte für Weichenstellungen bestehen, darunter der Übergang nach der obligatorischen allgemeinbildenden Schulzeit, der Sekundastufe I. Die Jugend- und Übergangsforschung stellt sich, vereinfacht gesprochen, die Frage, wie die Werdegänge von jungen Menschen aussehen und wie sie sozial strukturiert sind. Das Forschungsprojekt "Wege in die Zukunft" schließt hier an und stellt junge Menschen in den Mittelpunkt des Interesses, die im Jahr 2017 die letzte Klasse einer Neuen Mittelschule (NMS) in Wien besucht haben... In diesem Kapitel sollen der thematische und theoretische Rahmen der Studie abgesteckt und die ihren Teiluntersuchungen gemeinsamen Fragestellungen aufgezeigt werden. Es enthält grundlegende und das gesamte Projekt betreffende Überlegungen und Vorklärungen,..." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
(Bildungs-)Wege nach der Neuen Mittelschule (2023)
Zitatform
Flecker, Jörg, Brigitte Schels & Veronika Wöhrer (2023): (Bildungs-)Wege nach der Neuen Mittelschule. In: J. Flecker, B. Schels & V. Wöhrer (Hrsg.) (2023): Junge Menschen gehen ihren Weg, Göttingen, V&R unipress S. 287-302, 2022-07-01.
Abstract
"Im abschließenden Kapitel dieses Sammelbandes möchten wir die wesentlichen bisherigen Ergebnisse der Längsschnittstudie "Wege in die Zukunft" zusammentragen. Wir fassen dafür die Beiträge in Bezug auf Bildungswege, Geschlecht und Handlungsfähigkeit für Jugendliche am Übergang nach der NMS noch einmal zusammen und erläutern methodische Aspekte unserer Herangehensweise. Mit der Studie werden neben kritischen Ereignissen die Lebensverläufe und die Erfahrungen einer besonderen Gruppe von Jugendlichen untersucht: Absolvent_innen von NMS in Wien. Von außen zu Unrecht überwiegend als sozial benachteiligt und als Schüler:innen einer "Restschule" wahrgenommen, ist dies Gruppe tatsächlich sehr heterogen. Entsprechend ist auch für ihren weiteren Lebensverlauf, für ihre Bildungswege und ihre Berufsausbildung mit Vielfalt und Dynamik zu rechnen. Im theoretischen Zugriff sind wir zunächst von den Strukturen sozialer Ungleichheit ausgegangen, welche je nach Positionierung der Familien, aus denen die Jugendlichen kommen, manche Bildungs- und Berufswege wahrscheinlicher und andere unwahrscheinlicher machen. Auf der anderen Seite lag der Fokus auf dem Handeln und den Entscheidungen der jungen Menschen, mit denen sie insbesondere auf Klasse, Geschlecht und Ethnizität bezogene soziale Strukturen nicht nur reproduzieren, sondern auch von diesen abweichen können. Die Befunde der Studie "Wege in die Zukunft" verweisen auf die zentrale Bedeutung von Längsschnittstudien für die Bildungs- und Übergangsforschung, um die Vielfalt der Wege von jungen Menschen nach einem ersten Schulabschluss, hier der NMS, und die damit einhergehenden Fragen der Verstetigung oder Lösung sozialer Ungleichheiten aufzuzeigen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Voices of transition: analyzing inequality and adolescents’ lives after Mittelschule (2023)
Zitatform
Flecker, Jörg, Brigitte Schels & Veronika Wöhrer (2023): Voices of transition: analyzing inequality and adolescents’ lives after Mittelschule. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 48, H. 3, S. 303-308., 2023-06-23. DOI:10.1007/s11614-023-00548-w
Abstract
"Transitions in adolescence are challenges having far-reaching consequences for later stages in life and are essential in reproducing or mitigating educational, economic, and social inequalities. Young people face challenges in various areas of life simultaneously, including education and training, identity formation, sexuality, social and political participation, and many other issues. Consequently, educational and school-to-work transitions research is highly relevant in various social science fields, including education studies, vocational training and labour-market entry, and socialinequality research. While this research is usually highly specialized, a comprehensive analysis of the adolescent life stage considering different spheres of life is crucial to fully comprehend the structural conditions and youth agency. Moreover, the dynamics of transitions during adolescence have to be adequately understood. Longitudinal perspectives allow for analyzing how challenges in adolescence become pressing during transitions, such as participation in the education system, undergoing developmental processes, and experiencing shifts in social expectations (Buchmann and Steinhoff 2017). This special issue draws on thematically comprehensive and mostly longitudinal research to present findings on educational and occupational aspirations, educational pathways, youth political participation, counselling and training measures, and leisure activities. Its research draws from longitudinal data from the “Pathways to the Future” project (Flecker et al. 2020; Flecker et al. 2023), which followed the paths of school leavers from the non-academic track of lower secondary schools in Vienna." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Labour Market Success of Initial Vocational Education and Training Graduates: A Comparative Study of Three Education Systems in Central Europe (2023)
Zitatform
Hoidn, Sabine & Vít Šťastný (2023): Labour Market Success of Initial Vocational Education and Training Graduates: A Comparative Study of Three Education Systems in Central Europe. In: Journal of vocational education and training, Jg. 75, H. 4, S. 629-653. DOI:10.1080/13636820.2021.1931946
Abstract
"This paper compares within-country programmes of initial vocational education and training (IVET) in Austria, the Czech Republic and Germany and their outcomes. Specifically, it aims to analyse and compare the labour market success of graduates of different tracks at the ISCED 3 level in both early and later stages of their careers. The comparison is based on the analysis of PIAAC 2013 OECD study data. A composite multidimensional indicator was constructed to measure labour market success and subsequently used as a dependent variable in regression models. The results indicate that in the systems with dual IVET at the ISCED 3 level (Germany and Austria), graduates are indeed more successful at the labour market than their counterparts with other ISCED 3 tracks. However, their advantage diminishes in later stages of the career. Additionally, in Austria, the success of dual education young graduates is mediated by individual characteristics. In the system with only school-based IVET (the Czech Republic), this track does not guarantee substantively higher labour market success for young graduates compared to other ISCED 3 tracks and also to those with lower education. Czech apprentices in the later stages of career succeed even less than those with below ISCED 3 education." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zukunftsorientierungen von Mädchen und Jungen nach Abschluss der NMS (2023)
Zitatform
Malschinger, Paul & Brigitte Schels (2023): Zukunftsorientierungen von Mädchen und Jungen nach Abschluss der NMS. In: J. Flecker, B. Schels & V. Wöhrer (Hrsg.) (2023): Junge Menschen gehen ihren Weg, Göttingen, V&R unipress S. 153-172, 2022-07-01.
Abstract
"Der Beitrag geht folgenden Forschungsfragen nach: Wie sehen die Zukunftsziele von Mädchen und jungen nach Abschluss der NMS (Neue Mittelschule) aus und wie verändern sie sich weiter? Gibt es dabei Unterschiede nach eingeschlagenem Ausbildungszweig? Diese Fragen werden mit Daten der zweiten, dritten und vierten Erhebungswelle aus dem quantitativen Panel des Forschungsprojekts "Wege in die Zukunft" untersucht." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bedarfe und Trends in der Bildungs- und Berufsberatung von österreichischen Maturant:innen (2023)
Steiner, Karin; Kachapova, Irina;Zitatform
Steiner, Karin & Irina Kachapova (2023): Bedarfe und Trends in der Bildungs- und Berufsberatung von österreichischen Maturant:innen. (AMS-Report / Arbeitsmarktservice Österreich 175), Wien, 68 S.
Abstract
"Im Auftrag der Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation (ABI) des AMS Österreich wurden vom sozialwissenschaftlichen Forschungs- und Beratungsinstitut abif im Herbst 2023 verschiedene Beratungseinrichtungen, die vor allem MaturantInnen beraten, dahingehend befragt, welchen Beratungsbedarf diese konkret haben und wie sich dieser in den letzten zehn Jahren geändert hat. Im Zuge dessen wurde auf die Situation bei der Studienauswahl an Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Universitäten fokussiert. Im Zuge der Literatur- und Studienanalyse wurden auch die Ergebnisse der schon oben erwähnten Studie des IHS (Maturierendenbefragung 2022) im Auftrag des BMBWF berücksichtigt und in die Analysen miteinbezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The dreams they are a-changin': Mixed-methods longitudinal research on young people's patterns of orientation (2023)
Zitatform
Vogl, Susanne, Ona Valls, Raphaela Kogler & Franz Astleithner (2023): The dreams they are a-changin': Mixed-methods longitudinal research on young people's patterns of orientation. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 48, H. 3, S. 309-331. DOI:10.1007/s11614-023-00540-4
Abstract
"Am Ende der Neuen Mittelschule erleben junge Menschen einen wichtigen Übergang: In Österreich müssen sie dann über ihren weiteren Berufs- und Bildungsweg entscheiden. Dieser Übergang wird von Aspirationen und Entscheidungen gerahmt. In diesem Beitrag untersuchen wir Muster der Entstehung, sowie Stabilität und Wandel von Berufs- und Bildungsaspirationen. Basierend auf einer explorativen, längsschnittlichen Mixed Methods Studie mit Jugendlichen im Alter von 14 Jahren in der ersten Erhebungswelle nähern wir uns dem multidimensionalen Phänomen der Berufs- und Bildungsaspirationen an. Wir analysieren drei Wellen qualitativer Panelinterviews und entwickeln eine Verlaufstypologie des Orientierungsprozesses der jungen Menschen in Bezug auf Beruf und Bildung. In statistischen Analysen von drei Wellen einer Panelbefragung der selben Altersgruppe vergleichen und integrieren wir Ergebnisse zu Stabilität und Wandel der Aspirationen und analysieren den Einfluss sozio-demographischer Aspekt auf diese Muster. Anhang dieses Mixed Methods Längsschnittdesigns erlangen wir ein tiefergehendes Verständnis für die Gedanken, Vorstellungen und Sorgen der jungen Menschen während dieses Übergangs. Außerdem lernen wir mehr darüber, welche Ressourcen den Orientierungsprozess und die damit zusammenhängenden Muster prägen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Soziale Herkunft, Leistung und Aspiration beim Übergang nach der Mittelschule in den Wiener Bezirken (2023)
Zitatform
Vogtenhuber, Stefan (2023): Soziale Herkunft, Leistung und Aspiration beim Übergang nach der Mittelschule in den Wiener Bezirken. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 48, H. 3, S. 451-461. DOI:10.1007/s11614-023-00546-y
Abstract
"In diesem Artikel werden die primären und sekundären sozialen Herkunftseffekte in der Entscheidung über den weiteren Bildungsverlauf nach der Mittelschule (MS) in Wien untersucht. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob sich beim Übergang aus dem bereits nach Leistung und sozialer Herkunft homogenisierten MS-Milieu weitere soziale Herkunftseffekte zeigen und ob diese Effekte systematisch zwischen den Wiener Bezirken variieren. Bedingt durch regionale Unterschiede in den schulischen Angebotsstrukturen unterscheiden sich auch die Bezirke Wiens erheblich nach dem Anteil der Schüler*innen, die in der unteren Sekundarstufe in eine MS oder in die Unterstufe einer Allgemeinbildenden höheren Schule gehen. Auf Basis einer Sekundäranalyse der Paneldaten des Projekts „Wege in die Zukunft“ zeigt sich, dass die Bildung der Eltern auch aus der MS heraus einen signifikanten Einfluss auf den Übergang in eine zur Matura führende Schule hat. Dabei gewinnen die sekundären, leistungsunabhängigen Herkunftseffekte an Bedeutung je geringer des MS-Anteil im Bezirk ist. In Bezirken mit hohem MS-Anteil, in denen die Lernumgebung im Hinblick auf die Zusammensetzung der Schüler*innen heterogener ist, ist der Übergang hingegen überwiegend von leistungsabhängigen Faktoren bestimmt. Das entspricht eher dem meritokratischen Ideal, wonach leistungsunabhängige Faktoren keinen Einfluss auf die Übergangschance haben sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Methodische Grundlagen und Forschungsdesign der Panelstudie (2023)
Wöhrer, Veronika ; Schels, Brigitte ; Astleithner, Franz ; Mataloni, Barbara; Vogl, Susanne ; Malschinger, Paul ;Zitatform
Wöhrer, Veronika, Susanne Vogl, Brigitte Schels, Barbara Mataloni, Paul Malschinger & Franz Astleithner (2023): Methodische Grundlagen und Forschungsdesign der Panelstudie. In: J. Flecker, B. Schels & V. Wöhrer (Hrsg.) (2023): Junge Menschen gehen ihren Weg, Göttingen, V&R unipress S. 29-56, 2022-07-01.
Abstract
"In der Studie "Wege in die Zukunft" werden Jugendliche aus Wien über fünf Jahre begleitet. Sie standen zum Zeitpunkt der Erstbefragung unmittelbar vor der Entscheidung, welchen Weg sie nach der NMS gehen wollen/sollen/können/werden. In diesem Kapitel stellen wir die methodischen Grundlagen des Projekts vor, vom Gesamtdesign über die Zielgruppe hin zu den Datenerhebungen im qualitativen und quantitativen Strang." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vorbild Österreich: Ausbildungsgarantie als Brücke zu qualifizierter Beschäftigung? (2022)
Zitatform
Bellmann, Lutz (2022): Vorbild Österreich: Ausbildungsgarantie als Brücke zu qualifizierter Beschäftigung? In: IAB-Forum H. 02.02.2022 Nürnberg, 2022-01-31. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220202.01
Abstract
"Die neue Bundesregierung plant, eine sogenannte Ausbildungsgarantie einzuführen. Eine solche existiert bereits seit einigen Jahren in Österreich. Dort werden rund 8 Prozent aller Auszubildenden auf Staatskosten rein schulisch oder in Zusammenarbeit mit den Betrieben ausgebildet. Auf einer gemeinsamen Videokonferenz des IAB und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, ob und inwieweit sich das österreichische Modell auch als Blaupause für Deutschland eignet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Challenges in School-To-Work Transition in Germany and Austria: Perspectives on Individual, Institutional, and Structural Inequalities: Editorial (2022)
Zitatform
Schels, Brigitte & Veronika Wöhrer (2022): Challenges in School-To-Work Transition in Germany and Austria: Perspectives on Individual, Institutional, and Structural Inequalities. Editorial. In: Social Inclusion, Jg. 10, H. 2, S. 221-225., 2022-05-09. DOI:10.17645/si.v10i2.5770
Abstract
Editorial for the Issue "Challenges in School-To-Work Transition: Perspectives on Individual, Institutional, and Structural Inequalities", edited by Brigitte Schels and Veronika Wöhrer. "Transitions between schools, vocational education and training (VET), and work pose important challenges for young people that influence their well‐being and social positioning now and in the future. The young people themselves experience the transition phase as the formation stage of their aspirations and goals. In this process, young people are confronted with the expectations and assessments of relevant others - such as parents, teachers, employers, and career counsellors - and by the requirements that are defined in sociopolitical and institutional contexts. In these contexts, criteria of successful transitions and risky transitions worthy of special support are made relevant. German and Austrian employment‐ centred transition regimes are characterised by relatively high standardisation and segregation as well as a strong VET system linked to the labour market. This thematic issue brings together contributions that examine challenges in these transitions from different perspectives and related facets of social inequality. The articles address different transitions (mostly school-to-VET, but also school-to-school or unemployment to work) and their different phases: aspiration formation, changing aspirations, challenges in transitions, and concrete problems in transition processes like disconnectedness or unemployment. The articles on social inequalities are related to class, ethnicity, gender, and (dis)ability. We also place importance on balancing different methods to bring together findings from quantitative surveys, qualitative interviews, and participatory research." (Author's abstract, IAB-Doku, © COGITATIO Press) ((en))
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Literaturhinweis
Berufswahl in der Adoleszenz: Projektbericht des Österreichischen Instituts für Berufsbildungsforschung (öibf), Wien (2022)
Schmölz, Alexander; Löffler, Roland; Litschel, Veronika; Österle, David; Gugitscher, Karin; Petanovitsch, Alexander;Zitatform
Schmölz, Alexander, Karin Gugitscher, David Österle, Alexander Petanovitsch, Veronika Litschel & Roland Löffler (2022): Berufswahl in der Adoleszenz. Projektbericht des Österreichischen Instituts für Berufsbildungsforschung (öibf), Wien. (AMS-Report / Arbeitsmarktservice Österreich 164), Wien, 82 S.
Abstract
"Aus dem einleitenden Teil: "Diese Studie präsentiert die Lebensrealitäten von Jugendlichen in Wien am Übergang von der Schule in den Beruf. Es werden unterschiedliche Aspekte aufgezeigt, die bei der Wahl eines Berufes für diese Jugendlichen ausschlaggebend sind. Dabei wird das Augenmerk vor allem auf chancenbenachteiligte Jugendliche und deren besonderen Herausforderungen und Lebensumstände gelegt. Vorgestellt werden spezifische Ressourcen, die bereitgestellt werden müssen, damit diesen Jugendlichen eine gelingende Berufswahl möglich ist. Auf Basis der im empirischen Teil gewonnenen Ergebnisse werden Ansätze zur Stärkung und zum Empowerment der Jugendlichen entwickelt und zusammengefasst. Neben dem Ziel, eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen, zeigt sich, dass es arbeitsmarktpolitisch sinnvoll ist, dass diese Jugendlichen: 1. eine aktiv erworbene berufliche Identität entwickeln; 2. eine aktive Positionierung »Ich will« gegenüber Arbeit einnehmen; 3. eine reflektierte Berufswahl treffen. Um diese Ziele zu erreichen, erweisen sich vor allem humanistische Ansätze der Berufsorientierung, Bildungsberatung und Übergangsbegleitung als wirkmächtig, da sie neben der Begleitung der Berufswahl auch zur Stärkung des Selbstbewusstseins, des Selbstwirkungsgefühls und der Handlungskompetenz des Einzelnen beitragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
