Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung
Wer einen Ausbildungsplatz sucht, braucht einen möglichst guten Schulabschluss. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist wiederum ein entscheidender Faktor für die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Viele Jugendliche scheitern jedoch an den beiden Hürden Schulabschluss und Ausbildungsplatzsuche. Neben leistungsschwächeren Jugendlichen sind vor allem sozial Benachteiligte betroffen. Dieses Themendossier präsentiert mit Hinweisen auf Forschungsprojekte sowie weiteren relevanten Internetquellen wissenschaftliche Befunde und Diskussionen zur Übergangsproblematik an der 1. und 2. Schwelle sowie politischen Förderstrategien zur Verbesserung der Einmündung in Ausbildung und Beschäftigung.
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Themendossier Schul- und Ausbildungsabbruch.
Themendossier Ausbildungsstellenmarkt.
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Literaturhinweis
Der institutionelle und wissenschaftliche Kontext der Studie Wege in die Zukunft (2026)
Zitatform
Danner, Katharina, Michael Duncan, Jörg Flecker, Paul Malschinger & Veronika Wöhrer (2026): Der institutionelle und wissenschaftliche Kontext der Studie Wege in die Zukunft. In: K. Danner, M. Duncan, J. Flecker, P. Malschinger & V. Wöhrer (Hrsg.) (2026): Lebenswege junger Menschen in Wien, Göttingen, S. 11-30, 2025-08-18. DOI:10.14220/9783737019071.11
Abstract
"In der Jugendphase sind Übergänge im Bildungssystem sowie der Wechsel von der Schule in die Arbeitswelt individuell zu bewältigen. Diese Schritte sind jedoch institutionell strukturiert und bei ihnen können sich, quasi wie unter einer Lupe, vielfältige gesellschaftliche Bedingungen und Problemlagen zeigen. Strukturell gesehen werden Klassenlage, Position im Geschlechterverhältnis und Ethnisierung wegen der Weichenstellungen für die weiteren Lebenwege als Platzanweiser für gesellschaftliche Postionen wirksam. Zugleich sind aber auch individuelle Entscheidungen möglich und biographisches Handeln ist gefordert, sei es zielgerichtet, um Aspirationen zu realisieren, sei es als Bewältigungshandeln, um schwierige Situationen zu überwinden. Sowohl privilegierte Lagen als auch soziale Verletzlichkeit werden sichtbar und akut, wenn man sich für einen der vielen grundsätzlich möglichen Wege entscheiden oder sich in einer neuen Schule, in der Lehre oder im Freundekreis beweisen soll, während zugleich vielfältige Aspekte der Identität ausgebildet werden. Diese Lebensphase ist daher gesellschaftlich höchst relevant, insbesondere wenn es um die weniger privilegierten Teile der Gesellschaft geht, und lässt sie zum Schnittpunkt von Jugend-, Bildungs- und Übergangsforschung werden. Der vorliegende Beitrag widmet sich diesem Schnittpunkt als institutionellem und wissenschaftlichem Kontext sowie Ausgangspunkt der Studie "Wege in die Zukunft - Eine Längsschnittstudie über die Vergesellschaftung junger Menschen in Wien", die das Institut für Soziologie der Universität Wien im Jahr 2016 als Eigenprojekt gestartet und ab 2020 gemeinsam mit dem Institut für Bildungswissenschaft durchgeführt hat. Sie widmet sich den Schüler:innen der Mittelschule in Wien und weist eine Reihe von Besonderheiten auf." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexible Ausbildungsformate sind ein wichtiges, aber kaum genutztes Instrument (2026)
Zitatform
Heß, Pascal & Julia Holleitner (2026): Flexible Ausbildungsformate sind ein wichtiges, aber kaum genutztes Instrument. In: IAB-Forum H. 26.01.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260126.01
Abstract
"Die bereits bestehenden flexiblen Ausbildungsformate und individuellen Unterstützungsangebote könnten dazu beitragen, mehr jungen Menschen als bisher zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu verhelfen. Allerdings müssen sie auch genutzt werden. Betriebe und junge Menschen stehen hier gemeinsam in der Verantwortung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kompetenzen für den erfolgreichen Übergang von der Sekundarstufe I in die berufliche Ausbildung sichern: Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (2025)
Adomat, Jennifer; Neumann, Knut; Parchmann, Ilka; Becker-Mortzek, Michael; Efing, Christian; Tiedtke, Per; Matschke, Christina ; Schulte, Judith; Lindmeier, Anke M.; Glutsch, Nina; Lewalter, Doris; Schumann, Stephan; Leutner, Detlev ; Rumlich, Dominik; Leiß, Dominik; Gerick, Julia; Keller, Stefan; Guill, Karin; Jost, Jörg; Senkbeil, Martin; Heckhausen, Bettina; Suckut, Julia; Hannover, Bettina ; Rossa, Henning; Hammann, Marcus; Vahrenhold, Jan; Greefrath, Gilbert ;Abstract
"Das Gutachten zur Sekundarstufe I widmet sich den Fächern Deutsch und Mathematik, den Naturwissenschaften und Englisch; überfachlichen Kompetenzen in den Bereichen Digital Literacy, Selbstreguliertes Lernen und Identitätsentwicklung sowie Berufsorientierung und geht ausführlich auf den Übergangssektor ein. Das Gutachten arbeitet heraus, welche fachlichen und überfachlichen Kompetenzen am Ende der Sekundarstufe I erreicht werden müssen, um jungen Menschen den erfolgreichen Übergang in die berufliche Ausbildung und eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Forschungsbefunde weisen eindrücklich darauf hin, dass Personen ohne einen beruflichen Abschluss in ihren Teilhabechancen auf dem Arbeitsmarkt stark eingeschränkt sind. Die Empfehlungen der SWK zielen daher darauf ab, die Chancen am Ausbildungsmarkt deutlich zu erhöhen und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Gerade sozial und kulturell benachteiligte Jugendliche wie auch Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf sind mit besonderen Herausforderungen beim Übergang in die Berufsausbildung konfrontiert. Sie bei der Bewältigung der Herausforderungen besser zu unterstützen, ist Aufgabe von Schule. Unterrichts- und Schulentwicklung sollte auf die Sicherung der basalen und der (für Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe) unverzichtbaren funktionalen Kompetenzen abzielen. Dies erfordert auch, alle Akteure und Akteurinnen im Bildungssystem entsprechend zu qualifizieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Zusammenfassung -
Literaturhinweis
Was kommt nach der Schule? Ein Drittel der Jugendlichen erwägt mehrere Bildungswege (2025)
Anger, Silke ; Heusler, Anna ; Roth, Duncan ; Dietrich, Hans ; Scheels, Brigitte; Wicht, Leonie ; Fitzenberger, Bernd ;Zitatform
Anger, Silke, Hans Dietrich, Bernd Fitzenberger, Anna Heusler, Duncan Roth, Brigitte Scheels & Leonie Wicht (2025): Was kommt nach der Schule? Ein Drittel der Jugendlichen erwägt mehrere Bildungswege. In: IAB-Forum H. 12.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251112.01
Abstract
"Die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg nach Abschluss einer allgemeinbildenden Schule ist richtungsweisend für das künftige Bildungs- und Erwerbsleben junger Menschen. Neben dem Einstieg in eine betriebliche oder schulische Ausbildung kann auch ein weiterführender Schulbesuch, ein Studium oder andere Bildungswege folgen. Eine neue IAB-Befragung gibt Einblick in die Wünsche und Vorstellungen von Jugendlichen in der Schule zum Übergang ins Arbeitsleben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Anger, Silke ; Heusler, Anna ; Roth, Duncan ; Dietrich, Hans ; Wicht, Leonie ; Fitzenberger, Bernd ; -
Literaturhinweis
Jugendliche im Übergangssektor: Eine Befragung von Fachkräften (2025)
Aram, Elisabeth; Renk, Helen; Wieland, Clemens; Verlage, Thomas; Knoke-Wentorf, Andreas;Zitatform
Aram, Elisabeth, Andreas Knoke-Wentorf, Helen Renk, Thomas Verlage & Clemens Wieland (2025): Jugendliche im Übergangssektor. Eine Befragung von Fachkräften. Gütersloh, 30 S. DOI:10.11586/2024195
Abstract
"Was sind die größten Hürden von jungen Menschen, denen der direkte Übergang von der Schule in eine Ausbildung nicht gelingt? Brauchen die Jugendlichen wirklich diese Maßnahmen oder fehlt es vor allem an geeigneten Ausbildungsmöglichkeiten? Und wie schauen Fachkräfte im Übergangssektor auf ihre Arbeit, die Jugendlichen und notwendige Veränderungen?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Handlungsbedarf bei der Beratung und Orientierung von bildungsbenachteiligten Jugendlichen im Übergang Schule – Beruf: Ergebnisse aus der Übergangsforschung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) (2025)
Braun, Frank; Reißig, Birgit;Zitatform
Braun, Frank & Birgit Reißig (2025): Handlungsbedarf bei der Beratung und Orientierung von bildungsbenachteiligten Jugendlichen im Übergang Schule – Beruf: Ergebnisse aus der Übergangsforschung des Deutschen Jugendinstituts (DJI). In: Newsletter / nfb H. 2.
Abstract
"Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) erforscht seit mehr als 50 Jahren die Bildungsverläufe von Jugendlichen und die Gelingensbedingungen erfolgreicher beruflicher Einmündungen. Der Fokus liegt dabei auf der Gruppe der bildungsbenachteiligten Jugendlichen und deren Unterstützungs- und Beratungsbedarf. Die langjährigen Analysen zeigen, dass die Probleme des Übergangs von der Schule in den Beruf trotz vielfältiger Maßnahmen und Programme immer noch nicht gelöst sind und großer Handlungsbedarf bei den Beratungs- und Unterstützungsangeboten besteht. Zentrale Ergebnisse der Querschnitts- und Längsschnittstudien waren: - Viele Jugendliche haben Zukunftsängste im Hinblick auf ihre Ausbildungs- und Erwerbsperspektiven. Im letzten Pflichtschuljahr verändern sie mehrmals ihre Pläne. Betriebspraktika sehen sie als besonders hilfreich für ihre Entscheidungen an. Die besuchte Schule hat einen großen Einfluss auf die Anschlussstationen, in die ihre Schüler*innen einmünden. - Der Prozess der Einmündung in eine berufliche Ausbildung vollzieht sich häufig über mehrere Zwischenstationen und dauert in vielen Fällen mehrere Jahre: So mündete nur etwa ein Drittel der im „DJI-Übergangspanel“ untersuchten Jugendlichen direkt in Ausbildung ein. Der größten Gruppe gelang dies erst nach Zwischenschritten in berufsvorbereitenden oder allgemeinbildenden Bildungsgängen. Eine zentrale Handlungsstrategie zur Verbesserung von Zugangschancen zur Ausbildung war der Erwerb höherwertiger allgemeinbildender Abschlüsse. - Allerdings hatte ein gutes Viertel der Jugendlichen sechs Jahre nach Ende der Pflichtschulzeit kaum Aussichten auf eine Ausbildung. Eine Aneinanderreihung von Bildungsgängen und Fördermaßnahmen im Wechsel mit Phasen von ungelernter Arbeit und Erwerbslosigkeit hat die Aufnahme und das Absolvieren einer Ausbildung nicht befördert. Die große Bedeutung der besuchten Schule und der absolvierten Betriebspraktika für den Einstieg in Ausbildung stellt hohe Anforderung an die Kooperationsbereitschaft und -fähigkeit der Institutionen mit Orientierungs- und Beratungsaufgaben. Der Dauer und Komplexität von Übergangsverläufen muss durch eine Kontinuität von Unterstützung und Beratung Rechnung getragen werden. Es geht nicht nur um Berufsberatung, sondern auch um eine Bildungsberatung, die als Karriereplanung angelegt i" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Family Social Capital and NEET Experiences in the Transition from School to Work: A Longitudinal Study from Germany (2025)
Zitatform
Broschinski, Sven & Michael Feldhaus (2025): Family Social Capital and NEET Experiences in the Transition from School to Work: A Longitudinal Study from Germany. In: Young. DOI:10.1177/11033088251363373
Abstract
"This article examines the role of social capital within families and its interaction with parental socio-economic status in shaping the likelihood of young adults in Germany experiencing episodes of not being in employment, education or training (NEET). Using longitudinal data from the German Family Panel (pairfam), we reconstruct trajectories for the initial 5 years after leaving school that include the occurrence and persistence of NEET episodes. The findings indicate that family social capital, in particular parent–child communication built on trust and feelings of emotional security towards parents, can lower the risk of long-lasting and recurring NEET episodes. Moreover, high levels of family social capital can even out differences in the likelihood of experiencing NEET episodes according to socio-economic background." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Participation and learning in Vocational education and training - a cross-national analysis of the perspectives of youth at risk for social exclusion (2025)
Bruin, Marieke ; Buligina, Ilze ; Kaminskiené, Lina ; Tūtlys, Vidmantas ; Bentsalo, Inna ; Loogma, Krista ; Väljataga, Terje ; Ümarik, Meril ; Sloka, Biruta ;Zitatform
Bruin, Marieke, Vidmantas Tūtlys, Meril Ümarik, Krista Loogma, Lina Kaminskiené, Inna Bentsalo, Terje Väljataga, Biruta Sloka & Ilze Buligina (2025): Participation and learning in Vocational education and training - a cross-national analysis of the perspectives of youth at risk for social exclusion. In: Journal of vocational education and training, Jg. 77, H. 3, S. 706-727. DOI:10.1080/13636820.2023.2283745
Abstract
"The article explores the experiences of youth at risk for social exclusion and is part of cross-national research involving Norway, Lithuania, Estonia, and Latvia. 79 young people aged 16-29 who are at risk of becoming economically and socially marginalized were interviewed about circumstances that may support or hinder their participation and learning in VET. The study draws on sociocultural theory, emphasizing learning as participation in social practices. Thematic analyzes indicate that negative experiences in the past affect current participation in VET. In all countries, VET offers opportunities for participation for students at risk of social exclusion. However, vulnerable youth do not navigate the paths of social engagement well on their own. In the case of VET-students at risk for social exclusion, the mere development of knowledge and skills relevant for employment in the labor market does not suffice. VET institutions will need to facilitate students participation in learning communities. Building social capital for youth at risk through developing relationships that generate motivation, trust, and confidence enhances students opportunities for participation and subsequent learning. VET teachers and workplace supervisors will need guidance on how to develop the pedagogical competencies necessary to nurture social capital for students at risk for social exclusion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Jugendberufsagenturen als Lotsen für junge Menschen im Übergang Schule - Beruf (2025)
Enggruber, Ruth; Neises, Frank;Zitatform
Enggruber, Ruth & Frank Neises (2025): Jugendberufsagenturen als Lotsen für junge Menschen im Übergang Schule - Beruf. In: Newsletter / nfb H. 2.
Abstract
"Ein Berufsabschluss ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe in Deutschland, aber etwa jedem fünften jungen Menschen im Alter von 20 bis 34 Jahren fehlt er. Viele von ihnen besuchen Angebote im Übergang zwischen Schule und Ausbildung, trotzdem nehmen im Anschluss daran nur zwei Drittel in den nächsten drei Jahren eine Ausbildung auf. Schon vor zehn Jahren forderte das Nationale Forum Beratung (nfb) deshalb, junge Menschen mit rechtskreisübergreifender Vernetzung aller am Unterstützungssystem Beteiligten nicht nur organisatorisch, sondern unter fachlich-inhaltlichen Aspekten zu begleiten. Jugendberufsagenturen (JBA) sind rechtskreisübergreifende Kooperationsbündnisse mit starker lokaler Orientierung. Der folgende Beitrag skizziert, inwieweit es ihnen seitdem gelungen ist, für junge Menschen eine Lotsenfunktion zu übernehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
BA-BIBB-IAB-Bewerberstudie zum Ausbildungsmarkt: Ausbildungssuchende ohne Kontakt zur Arbeitsagentur und Geflüchtete sind oft im Nachteil (2025)
Ertl, Hubert; Keßler, Catie; Leber, Ute; Fitzenberger, Bernd ; Christ, Alexander ; Seegers, Marco ; Holleitner, Julia; Anger, Silke ; Gei, Julia; Schels, Brigitte ; Christoph, Bernhard ;Zitatform
Ertl, Hubert, Bernd Fitzenberger, Silke Anger, Alexander Christ, Bernhard Christoph, Julia Gei, Julia Holleitner, Catie Keßler, Ute Leber, Brigitte Schels & Marco Seegers (2025): BA-BIBB-IAB-Bewerberstudie zum Ausbildungsmarkt: Ausbildungssuchende ohne Kontakt zur Arbeitsagentur und Geflüchtete sind oft im Nachteil. (IAB-Kurzbericht 18/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2518
Abstract
"Eine Ausbildung aufzunehmen, ist ein entscheidender Schritt auf dem Bildungsweg vieler junger Menschen. Sie müssen sich mit unterschiedlichen Ausbildungswegen auseinandersetzen und um Ausbildungsplätze bewerben. Hierbei kommt Angeboten der beruflichen Orientierung und Berufsberatung eine zentrale Rolle zu. Welche Erfahrungen machen ausbildungsinteressierte junge Menschen während der Berufsberatung, wie unterscheiden sich diese Erfahrungen und inwiefern gehen sie mit einem erfolgreichen Übergang in eine Berufsausbildung oder ein Studium einher? Daten der aktuellen BA-BIBB-IAB-Bewerberstudie zeigen, dass Ausbildungssuchende, die im Verlauf ihrer Suche nach einem Ausbildungsplatz den Kontakt zur Bundesagentur für Arbeit abgebrochen haben, und junge Geflüchtete seltener einen berufsqualifizierenden Bildungsweg einschlagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Leber, Ute; Fitzenberger, Bernd ; Holleitner, Julia; Anger, Silke ; Christoph, Bernhard ;Weiterführende Informationen
- Einflussfaktoren auf die erfolgreiche Einmündung in berufsqualifizierende Bildungsgänge und auf die Zufriedenheit der Ausbildungssuchenden mit ihrem Verbleib
- Zufriedenheit der Ausbildungssuchenden mit dem eigenen Verbleib – nach Fluchtmigration und Kenntnis über ihren Verbleib in der BA-Statistik
- Lesen Sie dazu das Interview im Online-Magazin IAB-Forum
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Literaturhinweis
Der Nutzen der Jugendberufshilfe am Beispiel der außerbetrieblichen Berufsausbildung (2025)
Zitatform
Jepkens, Katja (2025): Der Nutzen der Jugendberufshilfe am Beispiel der außerbetrieblichen Berufsausbildung. In: Sozialmagazin H. 7/8, S. 60-66. DOI:10.3262/SM2508060
Abstract
"In der Jugendberufshilfe finden Fachkräfte besonders schwierige Rahmenbedingungen für die Umsetzung lebensweltorientierter Sozialer Arbeit vor: Das sozialpolitische Ziel der Herstellung von Beschäftigungsfähigkeit markiert ihren Auftrag und setzt ihr Grenzen. Der Beitrag fragt, wie junge Menschen in der Jugendberufshilfe dennoch Hilfreiches aus der sozialpädagogischen Unterstützung ziehen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auf dem Weg zu inklusiven Arbeitsmärkten: Integrierte Hilfen für teilhabeorientierte Übergangs- und Beschäftigungsstrukturen (2025)
Oehme, Andreas;Zitatform
Oehme, Andreas (2025): Auf dem Weg zu inklusiven Arbeitsmärkten. Integrierte Hilfen für teilhabeorientierte Übergangs- und Beschäftigungsstrukturen. (Übergangs- und Bewältigungsforschung), Weinheim: Juventa Verlag, 270 S. DOI:10.3262/978-3-7799-8746-8
Abstract
"Bis heute bleibt die Unterstützung von Übergängen in Arbeit zweigeteilt: Beschäftigungshilfen für sozial benachteiligte junge Menschen stehen neben einem System für Menschen mit Behinderungen. Beide gelten gegenüber einem als normal angesehenen Ausbildungssystem und einem »ersten« Arbeitsmarkt als Sondersysteme. Mit einem detaillierten Blick auf das Feld entwickelt der Band ein Modell für Übergangs- und Beschäftigungsstrukturen, die der Forderung nach Inklusion gerecht werden. Er geht der Frage nach, wie Hilfen in die Regelsysteme integriert und wie inklusive Arbeitsmärkte – unter anderem mit Ansätzen einer gemeinwesenorientierten Ökonomie – im lokalen Raum entwickelt werden können." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebliche Ausbildung in Baden-Württemberg 2024: Eine empirische Analyse auf Basis des IAB-Betriebspanels (2025)
Scheu, Tobias; Walser, Lena;Zitatform
Scheu, Tobias & Lena Walser (2025): Betriebliche Ausbildung in Baden-Württemberg 2024. Eine empirische Analyse auf Basis des IAB-Betriebspanels. (IAW-Kurzberichte 2025,04), Tübingen, 51 S.
Abstract
"Die duale Berufsausbildung in Deutschland steht derzeit vor verschiedenen Herausforderungen und Entwicklungen. Auf der Angebotsseite wirkt sich insbesondere der demografische Wandel aus: Die Zahl der Auszubildenden in Baden-Württemberg ist seit 2019 (190.376 Auszubildende) rückläufig, weist seit 2022 jedoch einen leichten Aufwärtstrend auf (2022: 171.234 Auszubildende; 2024: 172.661 Auszubildende). Ein ähnlicher Trend zeigt sich bei den jährlich neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen: Während 2019 noch 72.915 Ausbildungsverträge unterzeichnet wurde, sank deren Zahl bis 2021 auf 65.252. In den darauffolgenden Jahren nahm die Zahl jedoch wieder leicht zu und liegt 2024 bei 67.827 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Zugleich ist zu beobachten, dass der Anteil der Auszubildenden mit Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland seit 2010 (20,9 %) ansteigt (2024: 26,8 %). Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass der Anteil der Auszubildenden mit einem Hauptschulabschluss im selben Zeitraum zurückgeht (2010: 32,6 %, 2024: 23,1 %). In Baden-Württemberg betrug zum Vergleich im Jahr 2024 der Anteil der Auszubildenden mit Hochschulzugangsberechtigung 25,2 % und mit Hauptschulabschluss 22,1 %. Darüber hinaus zeigt der Mikrozensus, dass der Anteil junger Erwachsener ohne beruflichen Abschluss in Baden-Württemberg von 13,5 % im Jahr 2009 auf 17,7 % im Jahr 2022 angestiegen ist. Insgesamt zeigt sich, dass die duale Berufsausbildung in Baden-Württemberg von einem demografisch bedingten Rückgang der Auszubildendenzahlen geprägt ist – auch wenn sich am aktuellen Rand leichte Verbesserungen andeuten – und zugleich von einem Anstieg des Anteils junger Erwachsener ohne Berufsabschluss. Ein Blick auf die betriebliche Perspektive verdeutlicht zudem, dass die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen durch verschiedene Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Hier sind beispielsweise die seit der Corona-Pandemie bestehende und durch den Ukraine-Krieg verschärfte wirtschaftliche Unsicherheit sowie die US-amerikanische Handelspolitik zu nennen. Diese wirken sich auch auf das Angebot an Ausbildungsplätzen aus. Betriebe mit einer wirtschaftlichen schlechten Lage bieten insgesamt weniger Ausbildungsplätze an als Betriebe, die wirtschaftlich gut aufgestellt sind. Zu den beschriebenen Entwicklungen kommt eine Passungsproblematik zwischen Ausbildungsangebot und -nachfrage hinzu: Viele Betriebe finden keine passenden Bewerberinnen und Bewerber während gleichzeitig Ausbildungsinteressierte keinen geeigneten Ausbildungsplatz erhalten. Vor allem Klein- und Kleinstbetriebe sind von diesen Entwicklungen stärker betroffen als größere Betriebe. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung untersucht der vorliegende Bericht den Verlauf und den Erfolg der Ausbildungsaktivitäten baden-württembergischer Betriebe im Jahr 2024. Datengrundlage ist das IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg – eine jährlich durchgeführte Arbeitgeberbefragung, in der unter anderem Daten zum baden-württembergischen Ausbildungsengagement erhoben werden. Die Besonderheit dieses Datensatzes besteht darin, dass das Ausbildungsgeschehen aus betrieblicher Sicht dargestellt werden kann und mit anderen betriebspolitischen relevanten Aspekten verknüpft werden kann. Der Panelcharakter des Datensatzes erlaubt es zudem Entwicklungen der beruflichen Ausbildungsaktivitäten auf Betriebsebene im Quer- als auch im Längsschnitt seit dem Jahr 2000 darzustellen. Aus der Vielzahl der Angaben rund um die betrieblichen Ausbildungsaktivitäten lassen sich auf Basis des Betriebspanels verschiedene Indikatoren bilden (z.B. Ausbildungsbeteiligung und Auszubildendenquote), die in diesem Bericht dargestellt werden. Dabei beschränkt sich der aktuelle Bericht auf eine deskriptive Betrachtung der betrieblichen Ausbildungsaktivität. Im Einzelnen gliedert sich die Auswertung nach den folgenden Indikatoren, die nach Betriebsgrößenklassen und Branchenzugehörigkeit differenziert dargestellt werden. Eingangs wird in Abschnitt 2 die betriebliche Ausbildungsaktivität in Baden-Württemberg im Zeitverlauf untersucht. Neben dem Anteil der Betriebe, die ausbilden (Ausbildungsbetriebsquote) und die über eine Ausbildungsberechtigung (allein oder im Ausbildungsverbund) verfügen, wird auch die Entwicklung des Anteils jener Betriebe betrachtet, die trotz vorhandener Ausbildungsberechtigung nicht ausbilden (nicht ausgeschöpftes betriebliches Ausbildungspotenzial). In Abschnitt 3 wird auf die Entwicklung der Auszubildendenquoten13 als Indikator der betrieblichen Ausbildungsleistung näher eingegangen, während in Abschnitt 4 die Ursachen der Nicht-Besetzung von Ausbildungsstellen, den Voraussetzungen zur Besetzung von Ausbildungsstellen, der Kompromissbereitschaft von Betrieben bei Stellenbesetzungen und der Besetzung von Ausbildungsplätzen nachgegangen wird. In Abschnitt 5 werden daraufhin die nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss erfolgten Übernahmen von Auszubildenden (Übernahmequoten) im Detail analysiert. Daran schließt in Abschnitt 6 eine nach Geschlechtern differenzierte Betrachtung an. Abschließend werden in Abschnitt 7 die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Online-Panelbefragung des IAB zur beruflichen Zukunft von Jugendlichen: BeYou setzt kurz vor dem Schulabschluss an (Interview) (2025)
Zitatform
Schludi, Martin; Silke Anger, Bernd Fitzenberger & Anna Heusler (interviewte Person) (2025): Neue Online-Panelbefragung des IAB zur beruflichen Zukunft von Jugendlichen: BeYou setzt kurz vor dem Schulabschluss an (Interview). In: IAB-Forum H. 12.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251112.02
Abstract
"Mit „BeYou - Berufswahl und Du“ hat das IAB eine neue Längsschnittbefragung von Jugendlichen aufgesetzt. Damit soll eine Datenbasis aufgebaut werden, mit der sich die Wirkung der Berufsorientierung langfristig untersuchen lässt. Die Redaktion des IAB-Forum hat bei Silke Anger, Bernd Fitzenberger und Anna Heusler nachgefragt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Socio‐Economic and Gender Differences in Post‐Secondary Pathways in the UK, Germany, and Australia (2025)
Zitatform
Tomaszewski, Wojtek, Hans Dietrich, Golo Henseke, Ning Xiang & Ingrid Schoon (2025): Socio‐Economic and Gender Differences in Post‐Secondary Pathways in the UK, Germany, and Australia. In: Social Inclusion, Jg. 13, 2025-02-10. DOI:10.17645/si.9601
Abstract
"This study investigates variations in school‐to‐work transitions (SWTs) by socio‐economic status (SES), gender, and socio‐cultural context. Leveraging data from three nationally representative longitudinal panel studies, we compare the experiences of young people coming of age in the 21st century (2011 to 2023) in the United Kingdom, Germany, and Australia. We examine the role of different support systems that scaffold the SWT process along various post‐secondary pathways, including university, further education/vocational training, and employment tracks, with a particular focus on variations by parental education and gender. Utilizing longitudinal data from the Understanding Society Panel in the UK (N = 15,692 observations), the German Socio‐Economic Panel (GSOEP; N = 5,464), and the Household, Income and Labour Dynamics in Australia (HILDA) Survey (N = 5,759), we track synthetic cohorts born between 1993 and 1995 from ages 18 to 27 in the three countries. We employ linear probability models to conduct a cross‐national comparative analysis, identifying variations in post‐secondary pathways across the three country contexts. The choice of countries is motivated by their shared status as developed economies with distinct features in their SWT systems—contrasting the neoliberal deregulatory frameworks of Britain and Australia with Germany’s employment‐focused dual system. The findings reveal significant effects of parental education on post‐secondary transitions, as well as the differing roles of gender across various educational policy contexts. These results underscore the complexity of SWT when considered in different national settings. The insights generated by this analysis highlight the importance of dedicated policies to support low‐SES youth and promote gender equality in education and employment outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Übergänge Schule – Beruf in einem sich wandelnden Umfeld (2025)
Wieland, Clemens;Zitatform
Wieland, Clemens (2025): Übergänge Schule – Beruf in einem sich wandelnden Umfeld. In: Newsletter / nfb H. 2.
Abstract
"Im vorliegenden Beitrag wird vor allem auf Basis von Befragungsergebnissen der Frage nachgegangen, wie es um die Rolle von Beratung am Übergang Schule – Beruf bestellt ist. Die Rückmeldungen aus einer Befragung von Fachkräften im Übergangssektor machen deutlich, dass die Fachkräfte eine bessere personelle Ausstattung am höchsten priorisieren. Insgesamt zeigt sich der Wunsch nach Maßnahmen und Projekten im Übergangssektor, die so konzipiert und ausgestaltet sind, dass ein möglichst großer Spielraum für individuelle Begleitung bleibt. In Jugendbefragungen wird deutlich: Junge Menschen brauchen insgesamt mehr Beratung und Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dabei geht es nicht um mehr Informationen, sondern um persönliche, individuelle Beratung und Begleitung. Eine Schlüsselposition am Übergang nehmen die Jugendberufsagenturen (JBA) ein. Durch ihr Angebot „aus einer Hand“ können sie eine wichtige Rolle in der Orientierung übernehmen. Als zentrale Herausforderung für JBA zeigt sich, dass alle an der Umsetzung beteiligten Akteure ein gemeinsames Verständnis ihrer Zusammenarbeit entwickeln müssen. Die vorgestellten Befragungsergebnisse zeigen die enorme Bedeutung, die Beratung im Kontext von Bildung, Beruf und Beschäftigung in der heutigen Zeit zukommt. In diesem Sinne sind die in dem nfbPositionspapier aufgestellten Forderungen noch immer aktuell – nicht, weil sie nicht umgesetzt wurden, sondern vor allem, weil sich die Rahmenbedingungen so rasant verändern. Gefragt ist daher ein dynamisches Qualitätsverständnis von Beratung, das in der Lage ist, sich den wandelnden Herausforderungen anzupassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Angebot und Besetzung betrieblicher Ausbildungsplätze in Baden-Württemberg: Eine Auswertung des IAB-Betriebspanels Baden-Württemberg (2025)
Wiemann, Jan Simon; Ziegler, Philipp;Zitatform
Wiemann, Jan Simon & Philipp Ziegler (2025): Angebot und Besetzung betrieblicher Ausbildungsplätze in Baden-Württemberg. Eine Auswertung des IAB-Betriebspanels Baden-Württemberg. (IAW-Kurzberichte 2025,01), Tübingen, 44 S.
Abstract
"Der Anteil ausbildungsberechtigter Betriebe beträgt in Baden-Württemberg in den letzten zehn Jahren recht konstant etwa 55 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil der Betriebe, die ausbilden, unter den berechtigten Betrieben, seit 2015 von etwa 25 Prozent auf circa 35 Prozent angestiegen. Allerdings zeigen sich in den Betrieben in Baden-Württemberg zunehmend Schwierigkeiten, die angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Ergebnisse dieses Kurzberichts zeigen, dass viele Betriebe in Baden-Württemberg Ausbildungsplätze anbieten, um einem erwarteten Mangel an Fachkräften zu begegnen. So bieten Betriebe mit erwarteten Personalproblemen bei der Anwerbung neuer Fachkräfte häufiger neue Ausbildungsplätze an als Betriebe ohne diese Probleme. Dieser Zusammenhang (Tabelle 2-1) erweist sich auch bei der Kontrolle für andere Betriebsmerkmale als robust. Betriebe bieten ferner häufiger Ausbildungsplätze an, wenn sie eine hohe Vakanzquote haben. Grundsätzlich ist der ungedeckte Personalbedarf also ein relevanter Faktor, der mit dem Ausbildungsangebot positiv assoziiert ist. Dagegen hemmen fehlende personelle Kapazitäten im Ausbildungsbereich und fehlende geeignete Bewerberinnen und Bewerber das Ausbildungsangebot der Betriebe in Baden-Württemberg. Schwierigkeiten, die angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen, zeigen sich insbesondere bei Betrieben die bereits eine hohe Vakanzquote aufweisen sowie in Betrieben, die Schwierigkeiten erwarten, Fachkräfte bzw. Arbeitskräfte anzuwerben. Betriebe mit Problemen bei der Deckung der (zukünftigen) Personalbedarfe haben also zugleich Schwierigkeiten dabei, durch vermehrte Ausbildung Abhilfe für diese Probleme zu schaffen. Fehlende personelle Kapazitäten auf Seiten der Betriebe erschweren darüber hinaus die Besetzung der angebotenen Plätze. Im Verarbeitenden Gewerbe könnte die verminderte Bedeutung der Ausbildung als Säule zur Fachkräftegewinnung besonders stark ins Gewicht fallen. Die Ausbildungsintensität im Verarbeitenden Gewerbe ist in den letzten Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Mittelfristig könnten sich dadurch Produktivitätsrückgänge durch weniger qualifizierte Fachkräfte einstellen. Für Handwerksbetriebe hat die betriebliche Ausbildung einen hohen Stellenwert. Zum einen sind Handwerksbetriebe häufiger ausbildungsberechtigt und bieten häufiger neue Ausbildungsplätze an als andere Betriebe. Auch die Zahl der neuen Ausbildungsplätze relativ zur Betriebsgröße sowie die Ausbildungsintensität sind in Handwerksbetrieben etwas höher als im Mittel aller Betriebe in Baden-Württemberg. Zum anderen lassen Handwerksbetriebe häufiger Bewerberinnen und Bewerber ohne Schulabschluss in den Auswahlprozessen zur Besetzung der Ausbildungsplätze zu, was auch mit dem etwas überdurchschnittlichen Anteil unbesetzter Ausbildungsplätze zusammenhängen könnte. Das Baugewerbe sticht in den letzten Jahren durch eine zunehmende Ausbildungsdynamik hervor: So ist im Baugewerbe der Anteil der ausbildungsberechtigten Betriebe und gleichzeitig der Anteil ausbildungsanbietender Betriebe gestiegen. Zudem berücksichtigen Betriebe im Baugewerbe auch häufig Bewerberinnen und Bewerber ohne Schulabschluss. Auch in den Betrieben im Baugewerbe zeigen sich jedoch große Schwierigkeiten, angebotene Ausbildungsplätze zu besetzen. Gleichzeitig gibt es Hinweise, dass der Höhepunkt der Ausbildungsangebotsquote erreicht ist, möglicherweise, weil die Auslastung durch die Ausbildung bereits ihren Höchststand erreicht hat." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Entwicklung der Assistierten Ausbildung in 2024 (2025)
Zitatform
(2025): Die Entwicklung der Assistierten Ausbildung in 2024. (Grundlagen: Hintergrundinfo / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Die Anzahl der Eintritte, Bestände und Austritte sowie die Verbleibsmessung der Förderungen der Assistierten Ausbildung (AsA) waren im Jahr 2024 nur eingeschränkt aussagekräftig. Gründe waren operative Vorgänge in Bezug auf Einkauf und Laufzeiten von AsA-Maßnahmen. Im Jahr 2024 endeten fast 1.000 Maßnahmen der Assistierten Ausbildung (AsA) und es wurden nahezu flächendeckend neue AsA-Maßnahmen durch Agenturen für Arbeit und gemeinsame Einrichtungen eingekauft. Das hatte zur Folge, dass viele Teilnehmende mit Ablauf der Maßnahme ihre Ausbildung noch nicht beendet hatten und bei ihnen weiterhin Unterstützungsbedarf bestand. Deshalb wechselten sie von der alten beendeten Maßnahme in eine neu eingekaufte Maßnahme. Jeder einzelne Übergang einer Person von alter zu neuer Maßnahme erfolgt mit einem Austritt aus der alten Maßnahme und einem Eintritt in die neue Maßnahme. Dies wird im Rahmen der Förderstatistik auch so abgebildet und hat damit Auswirkungen auf verschiedene statistische Kennzahlen. Im Zeitraum von August 2024 bis November 2024 wurden 29.077 Eintritte in AsA-Maßnahmen gezählt, dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 153 % bei den Eintritten und führt damit zu einer starken Überzeichnung. Die Eintritte setzen sich zusammen aus Übergängen (11.238) und Neueintritten (17.839). Bei den Austritten kann aufgrund der Folgeförderung (Teilnahme an einer weiteren AsA-Maßnahme) nicht sinnvoll über den Anteil der vorzeitigen Beendigungen und der Teilnahmedauern berichtet werden. Auch die Verbleibsmessungen der Förderstatistik und die daraus resultierenden Quoten wie die Eingliederungsquote, die Eingliederungsquote in sozialversicherungspflichtige Ausbildung oder Folgeförderungsquote sind nur eingeschränkt aussagefähig. Bei den Bestandsmessungen ist das Jahr 2024 ebenso auffällig. Der Bestand liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (September -25%; Dezember -12 %). Zudem verschiebt sich das Saisonmuster leicht. In den letzten Jahren war der August der Monat mit den wenigsten Teilnehmenden im Bestand und ab September gab es einen Aufwuchs. Im Jahr 2024 sinkt der Bestand bis zum September und steigt erst ab Oktober an. Eine Erklärung für das neue Niveau kann sein, dass die ehemaligen Teilnehmenden zwar in der Ausbildung verbleiben, aber nun nicht mehr gefördert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Zum Entwurf des SGB-III-Modernisierungsgesetzes: Stellungnahme des IAB zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsförderung am 24.7.2024 (2024)
Anger, Silke ; Schels, Brigitte ; Sandner, Malte ; Tübbicke, Stefan ; Bernhard, Sarah ; Reims, Nancy ; Stephan, Gesine ; Oberfichtner, Michael ; Toussaint, Carina ; Janssen, Simon; Lerche, Adrian; Senghaas, Monika ; Leber, Ute;Zitatform
Anger, Silke, Sarah Bernhard, Simon Janssen, Ute Leber, Adrian Lerche, Michael Oberfichtner, Nancy Reims, Malte Sandner, Brigitte Schels, Monika Senghaas, Gesine Stephan, Carina Toussaint & Stefan Tübbicke (2024): Zum Entwurf des SGB-III-Modernisierungsgesetzes. Stellungnahme des IAB zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsförderung am 24.7.2024. (IAB-Stellungnahme 01/2024), Nürnberg, 19 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2401
Abstract
"Mit dem SGB-III-Modernisierungsgesetz sollen die Arbeitslosenversicherung und die Arbeitsförderung bürgerfreundlicher, transparenter, effizienter und unbürokratischer gestaltet werden. Das IAB nimmt Stellung zu folgenden Aspekten des Referentenentwurfs dieses Gesetzes: Kooperationsplan zur Eingliederung im SGB III, Reform des Gründungszuschusses, rechtskreisübergreifende Kooperationen/Jugendberufsagenturen, Beratung für junge Menschen, Berufsorientierungspraktikum und außerbetriebliche Ausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Anger, Silke ; Sandner, Malte ; Tübbicke, Stefan ; Bernhard, Sarah ; Reims, Nancy ; Stephan, Gesine ; Oberfichtner, Michael ; Toussaint, Carina ; Janssen, Simon; Lerche, Adrian; Senghaas, Monika ; Leber, Ute; -
Literaturhinweis
Zwischen den Stühlen?!: Perspektiven auf pädagogisches Handeln am Übergang Schule-Arbeit (2024)
Curdt, Wiebke; Richter-Boisen, Anette;Zitatform
Curdt, Wiebke & Anette Richter-Boisen (2024): Zwischen den Stühlen?! Perspektiven auf pädagogisches Handeln am Übergang Schule-Arbeit. In: Die Berufliche Rehabilitation, Jg. 38, H. 3, S. 50-59.
Abstract
"Die Partizipation an Gesellschaft wird dem Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen rechtlich gefordert und ist im Bundesteilhabegesetz verankert. In der (pädagogischen) Umsetzung allerdings werden Spannungsfelder und insbesondere am Übergang Schule-Berufe eine Komplexität etwa an Zuständigkeiten und Konzepten deutlich. Es zeigen sich versäulte Strukturen und ein Fehlen multiprofessioneller Zusammenarbeit. Die Umsetzung von Partizipation hängt von einem komplexen Zusammenspiel aus vorhandenen Strukturen, den institutionellen Rahmenbedingungen, den eröffneten Möglichkeitsräumen, dem pädagogischen Handeln und den Subjekten selbst ab. Die differenzierte Beforschung deses Wechselspiels bei (jungen) Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten ist u.a. Aufgabe des Forschungs- und Entwicklungsprojektes "MEIN.Profil: Ressourcenorientierte Diagnostik von Lernverläufen (junger) Erwachsener an den Übergängen inklusiver Bildung". Die nachfolgende thematische Auseinandersetzung mit Partizipation und dem Übergang Schule-Beruf fokussiert sich auf das pädagogische Handeln und basiert auf den Überlegungen, Ergebnissen und der Diskussion des qualitativ-partizipativ angelegten Projektes." (Textauszug, IAB-Doku, © Lambertus-Verlag)
