Berufswahl
Was will ich werden? Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir und bietet langfristig sichere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt? Die Wahl eines Berufes gehört zu den wichtigen biographischen Weichenstellungen, auch wenn sie heute keine Festlegung für ein ganzes (Berufs-)leben mehr darstellt. Sie hat Auswirkungen auf die spätere ökonomische Sicherheit, den sozialen Status und auf Chancen zur Entfaltung der Persönlichkeit.
Dieses Themendossier bietet eine Auswahl von Literatur- und Forschungsprojektnachweisen zur Berufswahlforschung in Deutschland und anderen Ländern. Sie gibt einen Überblick über theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Erklärung des Berufswahlverhaltens, zu Motiven der Berufswahl bei besonderen Personengruppen sowie zu Bestimmungsgründen und Einflussfaktoren bei der Entscheidungsfindung.
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
-
Literaturhinweis
Berufsziele junger Menschen: Die Mehrheit hat einen oder mehrere Berufe im Blick (2026)
Anger, Silke ; Schels, Brigitte ; Heusler, Anna ; Fitzenberger, Bernd ; Roth, Duncan ; Wicht, Leonie ; Dietrich, Hans ;Zitatform
Anger, Silke, Hans Dietrich, Bernd Fitzenberger, Anna Heusler, Duncan Roth, Brigitte Schels & Leonie Wicht (2026): Berufsziele junger Menschen: Die Mehrheit hat einen oder mehrere Berufe im Blick. In: IAB-Forum H. 20.04.2026, 2026-04-16. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260420.01
Abstract
"Bildungsentscheidungen stellen zentrale Weichen für den weiteren Erwerbsverlauf junger Menschen. Eine neue Befragung des IAB zeigt: Viele Jugendliche haben bereits eine Vorstellung davon, wie es nach der Schule weitergehen soll. Häufig sind diese Pläne mit konkreten Berufszielen verbunden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Anger, Silke ; Heusler, Anna ; Fitzenberger, Bernd ; Roth, Duncan ; Wicht, Leonie ; Dietrich, Hans ; -
Literaturhinweis
Lebenswege junger Menschen in Wien: Analysen zu Berufswahl, Engagement und Wohlbefinden (2026)
Zitatform
Danner, Katharina, Michael Duncan, Jörg Flecker, Paul Malschinger & Veronika Wöhrer (Hrsg.) (2026): Lebenswege junger Menschen in Wien. Analysen zu Berufswahl, Engagement und Wohlbefinden. Göttingen: V&R unipress, 278 S.
Abstract
"Das Forschungsprojekt »Wege in die Zukunft« untersuchte über einen Zeitraum von fünf Jahren die Bildungs- und Lebensverläufe von Wiener Mittelschul-Absolvent:innen. Nach nur vier Jahren gemeinsamer Primarstufe unterscheidet das österreichische Schulsystem zwischen Mittelschule und gymnasialer Unterstufe. Besonders in urbanen Räumen sieht sich die Mittelschule häufig mit geringerer gesellschaftlicher Anerkennung konfrontiert. Neben Analysen zu den Lebenswegen und -entscheidungen der Jugendlichen selbst stellte das Projekt daher auch die Frage nach der Relevanz sozialer Ungleichheit in ihren Lebensrealitäten. Die Beiträger:innen dieses dritten Projektbandes greifen diese Fragestellungen aus den Perspektiven der Bildungswissenschaft und der Soziologie auf und bedienen sich dabei sowohl qualitativer als auch quantitativer Forschungsmethoden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © V&R unipress)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Imperfect Self-knowledge about Skills and Skill Mismatch (2026)
Zitatform
Goller, Daniel, Enzo Brox & Stefan C. Wolter (2026): Imperfect Self-knowledge about Skills and Skill Mismatch. (Working paper / Swiss Leading House 253), Zürich, 40 S., App.
Abstract
"Why do young people sort into poorly fitting occupations? This paper shows that imperfect self-knowledge about skills is an important source of skill mismatch at labor market entry. We use unique data from standardized professional aptitude tests linked to administrative records on educational trajectories and early labor market outcomes in Switzerland. The data allow us to observe objective skills and subjective skill beliefs for many productivity-relevant skills in a high-stakes setting. We document large differences among individuals in how well their beliefs align with their skills. Imperfect self-knowledge predicts misaligned occupational aspirations, higher realized skill mismatch, and a higher probability of dropout. Guided by a Roy-style model of occupational choice with imperfect self-knowledge, we interpret these findings as evidence that distorted self-assessments at the school-to-work transition contribute to the misallocation of talent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Neufassung der Ausbildungsmarkt-Typisierung (2026)
Haas, Anette; Dauth, Wolfgang ; Wilkens, Alice; Moritz, Michael ; Lerche, Adrian ; Phan thi Hong, Van;Zitatform
Haas, Anette, Adrian Lerche, Michael Moritz, Van Phan thi Hong, Alice Wilkens & Wolfgang Dauth (2026): Neufassung der Ausbildungsmarkt-Typisierung. (IAB-Forschungsbericht 08/2026), Nürnberg, 26 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2608
Abstract
"Die Bundesagentur für Arbeit (BA) nutzt im Rahmen ihres Controllings Regionaltypisierungen, die vom IAB auf Basis eines speziellen zweistufigen Klassifikationsansatzes erstellt werden. Im Controlling der BA stellen diese Vergleichstypen des IAB eine wichtige Grundlage zur Strukturierung von regionalen Zielniveaukontrollen dar. Unterschiedliche regionale Rahmenbedingungen werden so vergleichbar gemacht. Agenturen, die durch ihre Rahmenbedingungen einem ähnlichen Set an Herausforderungen gegenüberstehen, werden so zu jeweils einem Vergleichstyp zusammengefasst. Das IAB hat für die BA eine neue Version der Ausbildungsmarkt-Typisierung erstellt. Diese Neufassung war notwendig, da sich seit der letzten Typisierung – erstellt im Jahr 2017 mit Daten aus 2016 – sowohl die regionalen Arbeitsmarktbedingungen als auch die Zielvariablen verändert haben. Als neue Zielgröße des Ausbildungsmarktes wurde die Einmündungsquote aller Ausbildungsinteressierten eingeführt. Zur Bildung der Zielgröße wird die Anzahl der erfolgten Einmündungen der Ausbildungsinteressierten (über Monate kumulierte Einmündungen zum Stand 30.09.2025) ins Verhältnis zur Wohnbevölkerung zwischen 15 und 20 Jahren gesetzt. Die Einmündung der Ausbildungsinteressierten bezieht sich auf eine neu definierte Personengruppe, als Teilgröße aller beratenen Personen (Kunden in den Rechtskreisen SGB III und SGB II). Diese Personengruppe ist die Hauptzielgruppe der Berufsberatung der BA. Die Ausbildungsmarkt-Typisierung basiert auf einem zweistufigen Klassifikationsansatz. Auf der ersten Stufe werden zielgrößenrelevante Rahmenbedingungen identifiziert und deren relative Bedeutung bestimmt. Auf der zweiten Stufe erfolgt die Einteilung von Agenturbezirken mit ähnlichen Rahmenbedingungen in sogenannte Vergleichstypen. Insgesamt werden 116 Kontextvariablen verwendet, um die Rahmenbedingungen in den regionalen Arbeitsmärkten quantitativ differenziert abzubilden. Diese umfassen verschiedene Aspekte der Arbeitsmarktbedingungen, der Wirtschafts- und Siedlungsstruktur sowie der spezifischen Lage am Ausbildungsmarkt. Eine Auswahl der relevanten Rahmenbedingungen wird mithilfe des LASSO-Verfahrens, einem Algorithmus des maschinellen Lernens, getroffen. Das Verfahren optimiert die Vorhersagequalität der Zielgrößen und wählt eine möglichst geringe Anzahl an Variablen aus (sparsame Modellierung). Die auf der ersten Stufe ausgewählten Rahmenbedingungen fließen dann auf der zweiten Stufe in eine Clusteranalyse ein, auf deren Grundlage verschiedene Vergleichstypen identifiziert werden. Zuvor werden die Variablen standardisiert und gewichtet. Dies stellt sicher, dass Rahmenbedingungen mit einer höheren Erklärungskraft stärker berücksichtigt werden. Ergebnis der Clusteranalyse sind elf Vergleichstypen. Die einzelnen Typen heben sich weitestgehend hinsichtlich der Quote der Ausbildungsinteressierten, dem Jugendquotient, der Saisonspanne, dem Anteil unversorgter Bewerbender und der räumlichen Umgebung voneinander ab. Die Typen lassen sich in vier Obergruppen zusammenfassen, die sich anhand der Wohnkosten, der Urbanität und der Quote an jungen Ausbildungsinteressierten unterscheiden. Gruppe I ist durch Bezirke in überwiegend ländlich geprägten Agenturbezirken, oftmals in Ostdeutschland oder Nord- bzw. Südostbayern, gekennzeichnet. Die Wohnkosten dort sind unterdurchschnittlich, die Quoten an Ausbildungsinteressierten meist durchschnittlich bis überdurchschnittlich. Gruppe II konzentriert sich dagegen auf Bezirke mit durchschnittlichen Wohnkosten und einer überdurchschnittlichen Einwohnerdichte. Diese Gruppe enthält drei Typen, die sich weiter nach ihrer Quote an Ausbildungsinteressierten (hoch, durchschnittlich, niedrig) untergliedern. Hiervon grenzt sich – wiederum aufgrund überdurchschnittlicher Wohnkosten – Gruppe III ab, bei der es sich um überwiegend städtisch geprägte Bezirke handelt. Gruppe IV besteht aus zwei Sub-Typen, a) Großstädten bzw. b) Bezirken, die im direkten Einzugsbereich einer Metropole liegen, tendenziell eher in Westdeutschland. Die Quote der Ausbildungsinteressierten liegt in dieser Gruppe deutlich unter dem Durchschnitt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; Dauth, Wolfgang ; Wilkens, Alice; Moritz, Michael ; Lerche, Adrian ; Phan thi Hong, Van;Weiterführende Informationen
Online-Anhang: Ausbildungsmarkttypen 2026 -
Literaturhinweis
Mehr als nur RIASEC? Eine qualitative Analyse freier Äußerungen beruflicher Interessen Jugendlicher (2026)
Zitatform
Hell, Benedikt, Christof Nägele, Katja Päßler & Nicole Hänni (2026): Mehr als nur RIASEC? Eine qualitative Analyse freier Äußerungen beruflicher Interessen Jugendlicher. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 122, H. 1, S. 37-62. DOI:10.25162/zbw-2026-0002
Abstract
"Berufliche Interessen sind zentrale Prädiktoren der Berufswahl. In der Beratungspraxis dominieren geschlossene Testverfahren auf Basis des RIASEC-Modells, die jedoch die individuelle Interessenvielfalt und den rezenten Strukturwandel der Arbeitswelt potenziell nur begrenzt abbilden. Der vorliegende Beitrag untersucht anhand zweier Stichproben (N1 = 2.786, MAlter = 15,6 Jahre; N2 = 799, MAlter = 13,6) offene Interessenäußerungen Jugendlicher. Die qualitative Analyse zeigt, dass das RIASEC-Modell die geäußerten Interessen nicht vollständig abdeckt. Es wurden sechs komplementäre Inhaltsbereiche identifiziert: Kommunikation, Natur/ Umwelt, Gastgewerbe, Finanzen, Sport sowie computerbezogene Interessen. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, bestehende Interessenmodelle weiterzuentwickeln und zu differenzieren, um der Komplexität moderner Erwerbsbiografien gerecht zu werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The professional-training-gap for adolescents in welfare dependent households (2026)
Zitatform
Holleitner, Julia, Bernd Fitzenberger & Anna Heusler (2026): The professional-training-gap for adolescents in welfare dependent households. In: Journal for labour market research, Jg. 60, 2025-12-29. DOI:10.1186/s12651-026-00423-7
Abstract
"We examine how welfare benefit receipt influences the transition from school into all forms of professional training, including vocational training and higher education. We use a unique data set that combines panel survey data with detailed administrative records of adolescents in Germany and develop a dynamic multiple imputation method to account for missing data. We find that adolescents in welfare dependent households show more fragmented transition patterns than others after leaving school. They are significantly less likely to enter professional training even after controlling for a rich set of individual and household related factors, including school type and grades. A key driver of this training gap is the school type, while school grades play no role. Our results imply a long-lasting impact of early socioeconomic conditions on later labor market transitions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Der Einfluss von Arbeitsmarktbedingungen auf Studienentscheidungen (2026)
Zitatform
Leibing, Andreas (2026): Der Einfluss von Arbeitsmarktbedingungen auf Studienentscheidungen. In: Wirtschaft und Statistik, Jg. 78, H. 2, S. 91-99.
Abstract
"Nach dem Abitur stehen junge Erwachsene vor der Entscheidung, ob sie eine Ausbildung beginnen oder sich an einer Hochschule einschreiben. Im Gegensatz zu Universitäten haben Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Diese Studie untersucht, wie sich Arbeitsmarktbedingungen auf die Studienentscheidung sowie die damit verbundene Wahl des Hochschultyps auswirken. Als Datengrundlage hierfür dient die Statistik der Studierenden. Trendbereinigte Daten zeigen, dass sich in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit weniger Abiturientinnen und Abiturienten für ein Hochschulstudium entscheiden. Die Statistik der Prüfungen zeigt zudem langfristige negative Effekte auf die Abschlussraten an Universitäten, jedoch positive Effekte auf die Abschlussraten an anderen Hochschulformen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden)
-
Literaturhinweis
Zukunftsberufe? Bei der Berufswahl sind differenzierte Informationen wichtiger als starre Listen (2026)
Zitatform
Matthes, Britta & Gerd Zika (2026): Zukunftsberufe? Bei der Berufswahl sind differenzierte Informationen wichtiger als starre Listen. In: IAB-Forum H. 23.03.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260323.01
Abstract
"Fast alle derzeit existierenden Berufe haben Zukunft, wenn sie sich verändern, wenn ihre Tätigkeitsprofile an neue technologische und andere Gegebenheiten angepasst werden. Zukünftig gebraucht werden auf jeden Fall Berufe, die zur Grundversorgung der Bevölkerung erforderlich sind oder deren Fehlen die öffentliche Sicherheit gefährden würde. Ansonsten kommt es darauf an, wie die gesellschaftlichen Herausforderungen priorisiert und bewältigt werden. Differenzierte Informationen sind deshalb die beste Grundlage für die Berufswahl." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Do occupational aspirations of children help to explain ethnic differences in labour market outcomes? (2026)
Zitatform
Parsons, Sam & Lucinda Platt (2026): Do occupational aspirations of children help to explain ethnic differences in labour market outcomes? In: Journal of Ethnic and Migration Studies, S. 1-21. DOI:10.1080/1369183x.2026.2616224
Abstract
"Across the UK’s ethnic groups there is substantial variation in labour market outcomes, driven in part by differences in occupational concentration. Yet we lack insight into whether these outcomes may be shaped, in part, by differences in preferences deriving from grouplevel cultural socialization. We shed light on this question using the nationally representative Millennium Cohort Study. We study the occupational aspirations of girls and boys prior to school completion, matching these aspirations to job characteristics drawn from the Labour Force Survey across the two dimensions of value and gender-typicality. We estimate growth curve models tracking the value and gender-typicality of the aspired job from early childhood into adolescence, and test how far trajectories are consistent with theoretical expectations about the influence of group-level characteristics. We find that differences between ethnic groups are small; but those that exist do not support the contention that preferences are shaped by cultural socialization in the ways theorised. Minority girls aspire to higher-paid occupations than their majority counterparts, and this the case for those both from more and from less traditional and disadvantaged communities. We conclude there is a need to revisit cultural accounts of labour market outcomes among the children of immigrants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Career preferences and socio-economic background (2026)
Schüle, Paul;Zitatform
Schüle, Paul (2026): Career preferences and socio-economic background. In: Labour Economics, Jg. 98. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102814
Abstract
"Career decisions, that is educational and occupational choice, are not only taken by comparing expected incomes, but also by considering non-monetary rewards such as social impact, chances of promotion, or the compatibility of work and family. In this paper, I use rich panel data from Germany and the UK to demonstrate that preferences about such aspects of a career as stated at age 17 are strong predictors of future earnings in the labor market. At the same time, these preferences differ significantly by gender and socio-economic background, and intergenerational income persistence is reduced by 7 to 28 percent when accounting for career preferences." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 ElsevierB.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
-
Literaturhinweis
Racialised discourses on migrants and language skills in Finnish vocational education (2026)
Zitatform
Tanhua, Inkeri (2026): Racialised discourses on migrants and language skills in Finnish vocational education. In: Journal of vocational education and training, Jg. 78, H. 3, S. 431-448. DOI:10.1080/13636820.2025.2543591
Abstract
"This article examines how discourses on migrants, language skills, and the suitability of educational and vocational paths can racialize the students perceived as migrants in Finnish vocational education and training (VET). The study draws on observations and interviews with students and teachers on two differently gender-typed programs, women-dominated dental technology and men-dominated mechanical engineering. In both programmes, most students have moved to Finland and started learning Finnish a few years before entering vocational education. Drawing on critical race theory and critical discourse analysis, the article identifies four discourses that racialize the students perceived as migrants. The discourse on VET as ‘a realistic choice for migrants lacking language skills’ in dental technology and the idealization of ‘hard-working migrants’ in mechanical engineering encourage migrants’ entry to these programs, but simultaneously racialise them. The discourse on ‘sufficient Finnish skills’ in mechanical engineering encourages, while the discourse on ‘high level of language proficiency’ in dental technology discourages migrants’ entry to the profession, and demonstrates that racism can be hidden behind the talk on language skills. Together, these discourses show that the processes of racialisation are mundane in VET and can direct people’s educational and occupational paths." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Was macht die duale Ausbildung attraktiv? Wünsche von jungen Menschen und Angebote von Unternehmen im Vergleich: Eine kombinierte Jugend- und Unternehmensbefragung (2025)
Arndt, Franziska; Wieland, Clemens; Herzer, Philip; Schaffer, Fabian; Werner, Dirk; Flake, Regina; Renk, Helen;Zitatform
Arndt, Franziska, Regina Flake, Philip Herzer, Dirk Werner, Helen Renk, Fabian Schaffer & Clemens Wieland (2025): Was macht die duale Ausbildung attraktiv? Wünsche von jungen Menschen und Angebote von Unternehmen im Vergleich. Eine kombinierte Jugend- und Unternehmensbefragung. Gütersloh, 68 S. DOI:10.11586/2025043
Abstract
"Jahr für Jahr bleiben viele Tausend Ausbildungsplätze unbesetzt, gleichzeitig gehen viel zu viele Ausbildungsberweber:innen auf dem Ausbildungsmarkt leer aus. Wenn es um die Suche nach einem Ausbildungsplatz geht, ist aus Sicht junger Menschen entscheidend, dass eine Ausbildungsstelle aus ihrer Sicht attraktiv ist – und vor allem nicht unattraktiv. Denn nur solche Ausbildungsplätze, die aus Sicht der Jugendlichen keine abschreckenden Merkmale – sogenannte Aversionsfaktoren – aufweisen, werden überhaupt in Erwägung gezogen. Erst dann kommen Attraktionsfaktoren, also positiv wahrgenommene Eigenschaften eines Ausbildungsplatzes, zur Wirkung. Vor diesem Hintergrund wird in dieser Studie unter anderem den spannenden Fragen nachgegangen, welche Aspekte einer Ausbildungsstelle für junge Menschen besonders relevant sind, ob Unternehmen diese bieten können und ob sie das schließlich auch ausreichend kommunizieren. Zudem wird erhoben, wie kompetent sich Unternehmen im Bereich Ausbildungsmarketing bewegen sowie welche Unterstützungsangebote zur Ausbildung und Fachkräftesicherung ihnen bekannt sind und welche davon sie nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ausbildungsplatz oder Leerstelle: Wie finden Berufsstarter und Betriebe wieder zusammen? (2025)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Bernd Fitzenberger & Ute Leber (2025): Ausbildungsplatz oder Leerstelle: Wie finden Berufsstarter und Betriebe wieder zusammen? In: IAB-Forum H. 17.04.2025, 2025-04-15. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250417.01
Abstract
"Auch wenn sich der deutsche Ausbildungsmarkt in den ersten Jahren nach der Corona-Krise etwas erholt hat, ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2024 wieder leicht zurückgegangen. Die Herausforderung, Ausbildungsangebot und -nachfrage zusammenzuführen, ist nach wie vor groß. Denn einer hohen Zahl von unbesetzten Ausbildungsplätzen steht eine wachsende Zahl an Jugendlichen gegenüber, die keinen Ausbildungsplatz finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Local Labor Markets and Selection into the Teaching Profession (2025)
Deneault, Christa;Zitatform
Deneault, Christa (2025): Local Labor Markets and Selection into the Teaching Profession. In: The Journal of Human Resources, S. 1-45. DOI:10.3368/jhr.0424-13535r2
Abstract
"Using administrative data from Texas, I track individuals from high school through college to the workforce to determine the effects of local labor markets on occupational choice. I find local labor market conditions are countercyclical with selection into teaching. Individuals sorting into teaching because of poor local labor market conditions are of higher ability (standardized tests) and have higher productivity (value-added). The findings suggest local labor market fluctuations shape career decisions well before individuals participate in the labor market, and increasing the relative economic standing of teaching as a career has the potential to improve the future supply of teachers." (Author's abstract, IAB-Doku, © the Board of Regents of the University of Wisconsin System) ((en))
-
Literaturhinweis
Herausforderungen und Perspektiven für Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung in gesellschaftlicher Transformation (2025)
Zitatform
Dietz, Caroline, Henrik Weitzel, Martin Reuter & Joshua Dohmen (2025): Herausforderungen und Perspektiven für Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung in gesellschaftlicher Transformation. In: Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, Jg. 48, H. 2, S. 265-293. DOI:10.1007/s40955-025-00319-y
Abstract
"Der Beitrag beleuchtet unterschiedliche Standpunkte von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verbänden und Praxis zur Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (BBB-Beratung) im Kontext gesellschaftlicher Transformation. Mithilfe von zwei Fokusgruppen mit quantitativen Ratings werden konsensfähige und polarisierende Perspektiven zu den Themen Lebensweltbezug, Strukturen und Transparenz sowie Digitalisierung herausgearbeitet und gegenübergestellt. Während ein Konsens zur Bedeutung biografie- und lebensweltorientierter Beratungsansätze besteht, zeigen sich bei der Digitalisierung und der Gestaltung der Beratungslandschaft kontroverse Positionen. So wird etwa der Einsatz von KI in der Beratung von den Expertinnen und Experten mit stärkerem Praxisbezug deutlich positiver bewertet als von jenen mit wissenschaftlichem und strategischem Hintergrund. Auch die Relevanz eines zentralen überregionalen Beratungsangebots wird kontrovers diskutiert. Der Beitrag verdeutlicht, dass es durchaus uneinheitliche Sichtweisen auf die Herausforderungen und Chancen der Beratung in der Transformationsgesellschaft gibt. Die unterschiedlichen Perspektiven der Akteure im Beratungssystem werden transparent gemacht und ausgeführt. Die Ergebnisse liefern somit wertvolle Einblicke in die heterogenen Positionen im Feld der Beratung. Sie verdeutlichen transformatorische Aspekte der Beratung und unterstreichen die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Dialogs zwischen den verschiedenen Akteuren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
This time it’s different – Generative artificial intelligence and occupational choice (2025)
Zitatform
Goller, Daniel, Christian Gschwendt & Stefan C. Wolter (2025): This time it’s different – Generative artificial intelligence and occupational choice. In: Labour Economics, Jg. 95. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102746
Abstract
"We show the causal influence of the launch of generative artificial intelligence (AI) in the form of ChatGPT on the search behavior of young people for apprenticeship vacancies. To estimate the short- and medium-term effects, we use a variety of methods, including a difference-in-discontinuity approach exploiting the exogenous nature of the unanticipated launch of ChatGPT in 2022. There is a strong short- and medium-term decline in the intensity of searches for vacancies, indicating a notable reduction in the supply of young people actively seeking apprenticeships and suggesting great uncertainty among the affected cohort. Occupations with a high proportion of cognitive tasks and with high demands on language skills were particularly affected by the decline. Interestingly, the revealed preferences in the search behavior of young job seekers contrasted with previous expert assessments on the automation risks of occupations and aligned with the most recent assessments of the AI and language model exposure of occupations – before these new assessments existed. Notably, while the supply decline did not reduce the number of signed apprenticeship contracts, we find evidence of declining applicant quality, particularly for commercial employees, the most widely offered apprenticeship in Switzerland." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Authors. Published by Elsevier B.V.) ((en))
-
Literaturhinweis
From Skills to Occupations: Comparative Advantage and Cross-Country Income Differences (2025)
Zitatform
Gottlieb, Charles, Jan Grobovšek & Alexander Monge-Naranjo (2025): From Skills to Occupations: Comparative Advantage and Cross-Country Income Differences. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 20630), London, 74 S.
Abstract
"We revisit the role of human capital in cross-country income differences. We develop a general equilibrium model where workers of different skill groups sort into occupations by comparative advantage. Wages and employment depend on workers’ skill quality, occupation-specific country-embedded productivity, and occupational distortions. Using harmonized microdata for 50 countries, we infer these components from the model’s equilibrium conditions. Workers in rich countries exhibit higher skill quality and substantially greater productivity, especially in white-collar occupations. Human capital explains 52 percent of output-per-worker gaps, largely through the complementarity between skill composition and quality, and further amplified by technology choices biased toward skilled labor. Adopting the U.S. distribution of skill groups yields limited gains for poor countries without higher quality. Occupational distortions are more severe in low-income countries, reducing white-collar employment and raising wage premia, but with modest aggregate effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
From Skills to Occupations: Comparative Advantage and Cross-Country Income Differences (2025)
Zitatform
Gottlieb, Charles, Jan Grobovsek & Alexander Monge-Naranjo (2025): From Skills to Occupations: Comparative Advantage and Cross-Country Income Differences. (Working papers / Federal Reserve Bank of Atlanta 2025,11), Atlanta, Ga., 44 S. DOI:10.29338/wp2025-11
Abstract
"We revisit the role of human capital in cross-country income differences. We develop a general equilibrium model where workers of different skill groups sort into occupations by comparative advantage. Wages and employment depend on workers' skill quality, occupation-specific country-embedded productivity, and occupational distortions. Using harmonized microdata for 50 countries, we infer these components from the model's equilibrium conditions. Workers in rich countries exhibit higher skill quality and substantially greater productivity, especially in white-collar occupations. Human capital explains 52 percent of output-per-worker gaps, largely through the complementarity between skill composition and quality, and further amplified by technology choices biased toward skilled labor. Adopting the US distribution of skill groups yields limited gains for poor countries without higher quality. Occupational distortions are more severe in low-income countries, reducing white-collar employment and raising wage premia, but with modest aggregate effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Personenzentrierte Berufsberatung: Grundlagen, Praxis, Kritik (2025)
Griepentrog, Martin;Zitatform
Griepentrog, Martin (2025): Personenzentrierte Berufsberatung. Grundlagen, Praxis, Kritik. (Pädagogik), Bielefeld: transcript, 240 S.
Abstract
"Staatliche Berufsberatungen haben nicht immer einen guten Ruf – zu Recht? Martin Griepentrog wertet mehr als 30 Jahre einschlägige Arbeitserfahrung aus und stellt die konzeptionellen Grundlagen und gesellschaftlichen Hintergründe der Berufsberatung dar. Dabei plädiert er für eine berufliche Beratung, die als personenzentrierte, ergebnisoffene, freiwillig und flexibel nutzbare sozialstaatliche Dienstleistung Menschen als Individuen in beruflichen und gesellschaftlichen Umbrüchen solidarisch und stärkend begleitet. Praxisrelevante Haltungen und Handlungsmuster ergänzen die Analyse und stellen die arbeitsmarktpolitische Instrumentalisierung von Beratung in Frage." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Bridging the gap: gender-specific preferences in STEM occupations in vocational education and training (2025)
Zitatform
Gutfleisch, Tamara & Richard Nennstiel (2025): Bridging the gap: gender-specific preferences in STEM occupations in vocational education and training. In: Empirical Research in Vocational Education and Training, Jg. 17. DOI:10.1186/s40461-025-00187-3
Abstract
"Women’s underrepresentation in science, technology, engineering, and mathematics (STEM) has been widely studied, particularly in the context of general and tertiary education. However, less is known about gendered STEM sorting within vocational education and training (VET), despite VET systems playing a key role in occupational gender segregation. This study investigates gender differences in the likelihood of choosing a STEM occupation in VET using nationally representative data from Switzerland. We examine to what extent commonly studied individual-level mechanisms—such as math achievement, math self-concept, and career values—can explain the gender gap in STEM participation. To assess whether these mechanisms operate similarly across educational pathways and outcome types, we compare students pursuing or intending to pursue VET to those aspiring to an academic degree, and examine three STEM-related outcomes: intended VET occupation, aspirations for a STEM job at age 30, and intentions to pursue a math-intensive job. We find that the gender gap in STEM participation is largest in VET occupations and considerably smaller for the other two outcomes. Moreover, a larger share of the gender gap can be explained regarding occupational aspirations as opposed to VET occupations, and among students aspiring to academic education. These findings suggest that theoretical models of STEM sorting should be adapted to better reflect the specific features of VET and the types of occupations it comprises." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
