Berufswahl
Was will ich werden? Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir und bietet langfristig sichere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt? Die Wahl eines Berufes gehört zu den wichtigen biographischen Weichenstellungen, auch wenn sie heute keine Festlegung für ein ganzes (Berufs-)leben mehr darstellt. Sie hat Auswirkungen auf die spätere ökonomische Sicherheit, den sozialen Status und auf Chancen zur Entfaltung der Persönlichkeit.
Dieses Themendossier bietet eine Auswahl von Literatur- und Forschungsprojektnachweisen zur Berufswahlforschung in Deutschland und anderen Ländern. Sie gibt einen Überblick über theoretische Ansätze und empirische Befunde zur Erklärung des Berufswahlverhaltens, zu Motiven der Berufswahl bei besonderen Personengruppen sowie zu Bestimmungsgründen und Einflussfaktoren bei der Entscheidungsfindung.
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
-
Literaturhinweis
Berufliche Geschlechtersegregation in Deutschland: Entwicklungen, Erklärungen, regionale und qualifikatorische Unterschiede (2026)
Zitatform
Bächmann, Ann-Christin, Michaela Fuchs, Volker Kotte & Brigitte Schels (2026): Berufliche Geschlechtersegregation in Deutschland: Entwicklungen, Erklärungen, regionale und qualifikatorische Unterschiede. In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 175-190, 2025-02-10.
Abstract
"Die berufliche Geschlechtersegregation erweist sich als zentrales und persistentes Charakteristikum des deutschen Arbeitsmarktes. Geschlecht fungiert als soziale Ordnungsstruktur im Prozess der Berufswahl und des Matching von Personen zu Stellen (Buchmann/Kriesi 2012). Wirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte konnten zwar zu einer leichten Reduzierung der Segregation beitragen, die berufliche Trennung von Männern und Frauen aber bei weitem nicht auflösen. Sie variiert zudem stark zwischen Regionen und Qualifikationsniveaus. Der Überwindung der beruflichen Geschlechtersegregation wird eine Schlüsselrolle für die Bewältigung der Herausforderungen im Wandel der Arbeitswelt zugeschrieben (Nationale Akademie der Wissenschaften/Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2024). Gerade vor dem Hintergrund steigender Fachkräftebedarfe müssen politische Handlungsmöglichkeiten zur Reduzierung beruflicher Geschlechtersegregation stärker ausgeschöpft werden. Gesellschaftlich wäre dieses Ziel zudem erstrebenswert, um jungen Menschen eine »freie Berufswahl« nach Talenten und Interessen zu ermöglichen, die nicht von Geschlechterstereotypen beschränkt wird. Politische Stellschrauben zu identifizieren, gestaltet sich vor dem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren, wie Geschlechterstereotypen, Rollenvorstellungen, Interessen und Präferenzen, die in Angebot und Nachfrage hineinwirken, als herausfordernd. Bisherige Initiativen wie etwa der girls’ day oder boys’ day zeigen wenig Wirkung, was mitunter auch daran liegen mag, dass sie relativ spät in der Jugend ansetzen, wenn Vorstellungen zur Geschlechtstypik von Berufen schon geprägt wurden (siehe auch Jeanrenaud in diesem Band). Empirisch zeigt sich, dass bspw. Rollenvorbilder einen Beitrag leisten können, um Segregationsmuster zu durchbrechen (Beckmann u.a. 2023). Zudem könnte mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem, etwa zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung, Möglichkeiten eröffnen, frühe geschlechtstypische Entscheidungen zu revidieren (Imdorf u.a. 2016). Auch die Adaption der Arbeitsbedingungen und -organisation in segregierten Berufsfeldern kann ein Ansatzpunkt sein, bspw. könnte eine bessere Bezahlung in Pflegeberufen diesen Bereich auch für junge Männer attraktiver machen. Mit Blick in die Zukunft ist abzuwarten, wie sich die zentralen Arbeitsmarktentwicklungen der kommenden Jahre auf die berufliche Trennung von Männern und Frauen auswirken. Neben dem Fachkräftemangel könnten gerade die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsprozessen und Tätigkeiten sowie die Entwicklung neuer Berufe in der sogenannten »neuen Arbeitswelt« zusätzliche Dynamik in die berufliche Trennung der Geschlechter bringen. Erste Erkenntnisse verweisen jedoch darauf, dass diese Entwicklungen bekannte Geschlechterunterschiede eher reproduzieren als verringern (z.B. Genz/Schnabel 2023; Petroff/Fierro 2023). Zentral wird es sein, auch in Zukunft die Entwicklung der beruflichen Geschlechtersegregation und ihre Ursachen und Auswirkungen empirisch zu untersuchen und die Ergebnisse im gesamtgesellschaftlichen Diskurs zu berücksichtigen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Lebenswege junger Menschen in Wien: Analysen zu Berufswahl, Engagement und Wohlbefinden (2026)
Zitatform
Danner, Katharina, Michael Duncan, Jörg Flecker, Paul Malschinger & Veronika Wöhrer (Hrsg.) (2026): Lebenswege junger Menschen in Wien. Analysen zu Berufswahl, Engagement und Wohlbefinden. Göttingen: V&R unipress, 278 S.
Abstract
"Das Forschungsprojekt »Wege in die Zukunft« untersuchte über einen Zeitraum von fünf Jahren die Bildungs- und Lebensverläufe von Wiener Mittelschul-Absolvent:innen. Nach nur vier Jahren gemeinsamer Primarstufe unterscheidet das österreichische Schulsystem zwischen Mittelschule und gymnasialer Unterstufe. Besonders in urbanen Räumen sieht sich die Mittelschule häufig mit geringerer gesellschaftlicher Anerkennung konfrontiert. Neben Analysen zu den Lebenswegen und -entscheidungen der Jugendlichen selbst stellte das Projekt daher auch die Frage nach der Relevanz sozialer Ungleichheit in ihren Lebensrealitäten. Die Beiträger:innen dieses dritten Projektbandes greifen diese Fragestellungen aus den Perspektiven der Bildungswissenschaft und der Soziologie auf und bedienen sich dabei sowohl qualitativer als auch quantitativer Forschungsmethoden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © V&R unipress)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
The professional-training-gap for adolescents in welfare dependent households (2026)
Zitatform
Holleitner, Julia, Bernd Fitzenberger & Anna Heusler (2026): The professional-training-gap for adolescents in welfare dependent households. In: Journal for labour market research, Jg. 60, 2025-12-29. DOI:10.1186/s12651-026-00423-7
Abstract
"We examine how welfare benefit receipt influences the transition from school into all forms of professional training, including vocational training and higher education. We use a unique data set that combines panel survey data with detailed administrative records of adolescents in Germany and develop a dynamic multiple imputation method to account for missing data. We find that adolescents in welfare dependent households show more fragmented transition patterns than others after leaving school. They are significantly less likely to enter professional training even after controlling for a rich set of individual and household related factors, including school type and grades. A key driver of this training gap is the school type, while school grades play no role. Our results imply a long-lasting impact of early socioeconomic conditions on later labor market transitions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Do occupational aspirations of children help to explain ethnic differences in labour market outcomes? (2026)
Zitatform
Parsons, Sam & Lucinda Platt (2026): Do occupational aspirations of children help to explain ethnic differences in labour market outcomes? In: Journal of Ethnic and Migration Studies, S. 1-21. DOI:10.1080/1369183x.2026.2616224
Abstract
"Across the UK’s ethnic groups there is substantial variation in labour market outcomes, driven in part by differences in occupational concentration. Yet we lack insight into whether these outcomes may be shaped, in part, by differences in preferences deriving from grouplevel cultural socialization. We shed light on this question using the nationally representative Millennium Cohort Study. We study the occupational aspirations of girls and boys prior to school completion, matching these aspirations to job characteristics drawn from the Labour Force Survey across the two dimensions of value and gender-typicality. We estimate growth curve models tracking the value and gender-typicality of the aspired job from early childhood into adolescence, and test how far trajectories are consistent with theoretical expectations about the influence of group-level characteristics. We find that differences between ethnic groups are small; but those that exist do not support the contention that preferences are shaped by cultural socialization in the ways theorised. Minority girls aspire to higher-paid occupations than their majority counterparts, and this the case for those both from more and from less traditional and disadvantaged communities. We conclude there is a need to revisit cultural accounts of labour market outcomes among the children of immigrants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Was kommt nach der Schule? Ein Drittel der Jugendlichen erwägt mehrere Bildungswege (2025)
Anger, Silke ; Heusler, Anna ; Roth, Duncan ; Dietrich, Hans ; Scheels, Brigitte; Wicht, Leonie ; Fitzenberger, Bernd ;Zitatform
Anger, Silke, Hans Dietrich, Bernd Fitzenberger, Anna Heusler, Duncan Roth, Brigitte Scheels & Leonie Wicht (2025): Was kommt nach der Schule? Ein Drittel der Jugendlichen erwägt mehrere Bildungswege. In: IAB-Forum H. 12.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251112.01
Abstract
"Die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg nach Abschluss einer allgemeinbildenden Schule ist richtungsweisend für das künftige Bildungs- und Erwerbsleben junger Menschen. Neben dem Einstieg in eine betriebliche oder schulische Ausbildung kann auch ein weiterführender Schulbesuch, ein Studium oder andere Bildungswege folgen. Eine neue IAB-Befragung gibt Einblick in die Wünsche und Vorstellungen von Jugendlichen in der Schule zum Übergang ins Arbeitsleben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Anger, Silke ; Heusler, Anna ; Roth, Duncan ; Dietrich, Hans ; Wicht, Leonie ; Fitzenberger, Bernd ; -
Literaturhinweis
Ausbildungsplatz oder Leerstelle: Wie finden Berufsstarter und Betriebe wieder zusammen? (2025)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Bernd Fitzenberger & Ute Leber (2025): Ausbildungsplatz oder Leerstelle: Wie finden Berufsstarter und Betriebe wieder zusammen? In: IAB-Forum H. 17.04.2025, 2025-04-15. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250417.01
Abstract
"Auch wenn sich der deutsche Ausbildungsmarkt in den ersten Jahren nach der Corona-Krise etwas erholt hat, ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2024 wieder leicht zurückgegangen. Die Herausforderung, Ausbildungsangebot und -nachfrage zusammenzuführen, ist nach wie vor groß. Denn einer hohen Zahl von unbesetzten Ausbildungsplätzen steht eine wachsende Zahl an Jugendlichen gegenüber, die keinen Ausbildungsplatz finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Sprungbrett Freiwilligendienst: Wie junge Menschen ihren Weg in soziale und Pflegeberufe finden (2025)
Carrasco Heiermann, Adrián; Breitinger, Florian; Sixtus, Frederick; Hinz, Catherina;Zitatform
Carrasco Heiermann, Adrián, Florian Breitinger, Frederick Sixtus & Catherina Hinz (2025): Sprungbrett Freiwilligendienst. Wie junge Menschen ihren Weg in soziale und Pflegeberufe finden. Berlin, 41 S.
Abstract
"Wie gelingt es, junge Menschen langfristig für Pflege- und Sozialberufe zu gewinnen? Die neue Studie des Berlin-Instituts „Sprungbrett Freiwilligendienst – Wie junge Menschen ihren Weg in soziale und Pflegeberufe finden“ zeigt: Freiwilligendienste können einen entscheidenden Beitrag zur Nachwuchssicherung leisten – wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Jedes Jahr engagieren sich zehntausende Menschen im In- und Ausland im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst – viele davon in der Alten- und Behindertenhilfe. Ein Teil von ihnen entscheidet sich nach dieser Zeit für eine Ausbildung oder ein Studium in der Pflege. Die Studie zeigt, dass dieser Übergang vor allem dann gelingt, wenn Freiwillige gute Erfahrungen machen, sich begleitet fühlen und ernst genommen werden. Einrichtungen profitieren davon: Ehemalige Freiwillige gelten als besonders motiviert, gut vorbereitet und bleiben später oft länger im Beruf. Doch Freiwilligendienste sind kein Allheilmittel gegen den Personallücken. Damit aus Engagement auch Berufung wird, müssen die strukturellen Rahmenbedingungen stimmen – etwa faire Arbeitsbedingungen, Zeit für Beziehungsarbeit und die Chance, sich persönlich und beruflich zu entwickeln." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Local Labor Markets and Selection into the Teaching Profession (2025)
Deneault, Christa;Zitatform
Deneault, Christa (2025): Local Labor Markets and Selection into the Teaching Profession. In: The Journal of Human Resources, S. 1-45. DOI:10.3368/jhr.0424-13535r2
Abstract
"Using administrative data from Texas, I track individuals from high school through college to the workforce to determine the effects of local labor markets on occupational choice. I find local labor market conditions are countercyclical with selection into teaching. Individuals sorting into teaching because of poor local labor market conditions are of higher ability (standardized tests) and have higher productivity (value-added). The findings suggest local labor market fluctuations shape career decisions well before individuals participate in the labor market, and increasing the relative economic standing of teaching as a career has the potential to improve the future supply of teachers." (Author's abstract, IAB-Doku, © the Board of Regents of the University of Wisconsin System) ((en))
-
Literaturhinweis
Same but Different: Gender, Social Origin, and University Access. Results From a Field Experiment on Guidance Counseling (2025)
Zitatform
Erdmann, Melinda, Irena Pietrzyk, Juliana Schneider, Marcel Helbig & Marita Jacob (2025): Same but Different: Gender, Social Origin, and University Access. Results From a Field Experiment on Guidance Counseling. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 98. DOI:10.1016/j.rssm.2025.101062
Abstract
"Inequalities based on social origins heavily influence university access, shaping individuals’ careers and earning potential. While educational interventions in upper secondary schools have shown promise in supporting students from low social origins, their effects on gender disparities in university access remain less clear. This study investigates how social origins and gender intersect to affect university enrollment and whether counseling programs influence these patterns. Using data from a randomized controlled trial (RCT) in Germany evaluating a counseling program, our analysis reveals two key results. First, students’ evaluations of higher education appear to be shaped by their social background and gender before high school graduation. Second, the counseling program altered these evaluations and enrollment rates in distinct ways depending on students’ social background and gender. Our findings contribute to research on social stratification by highlighting intersectional patterns in rational choice evaluations and university enrollment. We also demonstrate that counseling in Germany effectively reduces intersectional inequalities in enrollment, which particularly benefits women from low social origins." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Author(s). Published by Elsevier Ltd.) ((en))
-
Literaturhinweis
BA-BIBB-IAB-Bewerberstudie zum Ausbildungsmarkt: Ausbildungssuchende ohne Kontakt zur Arbeitsagentur und Geflüchtete sind oft im Nachteil (2025)
Ertl, Hubert; Keßler, Catie; Leber, Ute; Fitzenberger, Bernd ; Christ, Alexander ; Seegers, Marco ; Holleitner, Julia ; Anger, Silke ; Gei, Julia; Schels, Brigitte ; Christoph, Bernhard ;Zitatform
Ertl, Hubert, Bernd Fitzenberger, Silke Anger, Alexander Christ, Bernhard Christoph, Julia Gei, Julia Holleitner, Catie Keßler, Ute Leber, Brigitte Schels & Marco Seegers (2025): BA-BIBB-IAB-Bewerberstudie zum Ausbildungsmarkt: Ausbildungssuchende ohne Kontakt zur Arbeitsagentur und Geflüchtete sind oft im Nachteil. (IAB-Kurzbericht 18/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2518
Abstract
"Eine Ausbildung aufzunehmen, ist ein entscheidender Schritt auf dem Bildungsweg vieler junger Menschen. Sie müssen sich mit unterschiedlichen Ausbildungswegen auseinandersetzen und um Ausbildungsplätze bewerben. Hierbei kommt Angeboten der beruflichen Orientierung und Berufsberatung eine zentrale Rolle zu. Welche Erfahrungen machen ausbildungsinteressierte junge Menschen während der Berufsberatung, wie unterscheiden sich diese Erfahrungen und inwiefern gehen sie mit einem erfolgreichen Übergang in eine Berufsausbildung oder ein Studium einher? Daten der aktuellen BA-BIBB-IAB-Bewerberstudie zeigen, dass Ausbildungssuchende, die im Verlauf ihrer Suche nach einem Ausbildungsplatz den Kontakt zur Bundesagentur für Arbeit abgebrochen haben, und junge Geflüchtete seltener einen berufsqualifizierenden Bildungsweg einschlagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Leber, Ute; Fitzenberger, Bernd ; Holleitner, Julia ; Anger, Silke ; Christoph, Bernhard ;Weiterführende Informationen
- Einflussfaktoren auf die erfolgreiche Einmündung in berufsqualifizierende Bildungsgänge und auf die Zufriedenheit der Ausbildungssuchenden mit ihrem Verbleib
- Zufriedenheit der Ausbildungssuchenden mit dem eigenen Verbleib – nach Fluchtmigration und Kenntnis über ihren Verbleib in der BA-Statistik
- Lesen Sie dazu das Interview im Online-Magazin IAB-Forum
-
Literaturhinweis
Self-Selection into Health Professions (2025)
Zitatform
Fedele, Alessandro, Mirco Tonin & Daniel Wiesen (2025): Self-Selection into Health Professions. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17941), Bonn, 27 S.
Abstract
"The health sector requires skilled, altruistic, and motivated individuals to perform complex tasks for which ex-post incentives may prove ineffective. Understanding the determinants of self-selection into health professions is therefore critical. We investigate this issue relying on data from surveys and incentivized dictator games. We compare applicants to medical and healthcare schools in Italy and Austria with non-applicants from the same regions and age cohorts. Drawing on a wide range of individual characteristics, we employ machine learning techniques for variable selection. Our findings show that higher cognitive ability, greater altruism, and the personality trait of conscientiousness are positively associated with the likelihood of applying to medical or nursing school, while neuroticism is negatively associated. Additionally, individuals with a strong identification with societal goals and those with parents working as doctors are more likely to pursue medical education. These results provide evidence of capable, altruistic, and motivated individuals self-selecting into the health sector, a necessary condition for building a high-quality healthcare workforce." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
This time it’s different – Generative artificial intelligence and occupational choice (2025)
Zitatform
Goller, Daniel, Christian Gschwendt & Stefan C. Wolter (2025): This time it’s different – Generative artificial intelligence and occupational choice. In: Labour Economics, Jg. 95. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102746
Abstract
"We show the causal influence of the launch of generative artificial intelligence (AI) in the form of ChatGPT on the search behavior of young people for apprenticeship vacancies. To estimate the short- and medium-term effects, we use a variety of methods, including a difference-in-discontinuity approach exploiting the exogenous nature of the unanticipated launch of ChatGPT in 2022. There is a strong short- and medium-term decline in the intensity of searches for vacancies, indicating a notable reduction in the supply of young people actively seeking apprenticeships and suggesting great uncertainty among the affected cohort. Occupations with a high proportion of cognitive tasks and with high demands on language skills were particularly affected by the decline. Interestingly, the revealed preferences in the search behavior of young job seekers contrasted with previous expert assessments on the automation risks of occupations and aligned with the most recent assessments of the AI and language model exposure of occupations – before these new assessments existed. Notably, while the supply decline did not reduce the number of signed apprenticeship contracts, we find evidence of declining applicant quality, particularly for commercial employees, the most widely offered apprenticeship in Switzerland." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Authors. Published by Elsevier B.V.) ((en))
-
Literaturhinweis
Bridging the gap: gender-specific preferences in STEM occupations in vocational education and training (2025)
Zitatform
Gutfleisch, Tamara & Richard Nennstiel (2025): Bridging the gap: gender-specific preferences in STEM occupations in vocational education and training. In: Empirical Research in Vocational Education and Training, Jg. 17. DOI:10.1186/s40461-025-00187-3
Abstract
"Women’s underrepresentation in science, technology, engineering, and mathematics (STEM) has been widely studied, particularly in the context of general and tertiary education. However, less is known about gendered STEM sorting within vocational education and training (VET), despite VET systems playing a key role in occupational gender segregation. This study investigates gender differences in the likelihood of choosing a STEM occupation in VET using nationally representative data from Switzerland. We examine to what extent commonly studied individual-level mechanisms—such as math achievement, math self-concept, and career values—can explain the gender gap in STEM participation. To assess whether these mechanisms operate similarly across educational pathways and outcome types, we compare students pursuing or intending to pursue VET to those aspiring to an academic degree, and examine three STEM-related outcomes: intended VET occupation, aspirations for a STEM job at age 30, and intentions to pursue a math-intensive job. We find that the gender gap in STEM participation is largest in VET occupations and considerably smaller for the other two outcomes. Moreover, a larger share of the gender gap can be explained regarding occupational aspirations as opposed to VET occupations, and among students aspiring to academic education. These findings suggest that theoretical models of STEM sorting should be adapted to better reflect the specific features of VET and the types of occupations it comprises." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Geschlechtsspezifische und geschlechtsübergreifende Gründe für die Berufswahl „Chirurg*in“ – ein Scoping Review (2025)
Hirsch, Johanna; Schüttpelz-Brauns, Katrin; Bäcker, Vanessa;Zitatform
Hirsch, Johanna, Vanessa Bäcker & Katrin Schüttpelz-Brauns (2025): Geschlechtsspezifische und geschlechtsübergreifende Gründe für die Berufswahl „Chirurg*in“ – ein Scoping Review. In: Das Gesundheitswesen, Jg. 87, H. 10, S. 619-627. DOI:10.1055/a-2390-2343
Abstract
"Einleitung: Die Verfügbarkeit von hochqualifiziertem chirurgischen Personal in Deutschland ist seit Jahren eine Herausforderung. Trotz verschiedener Initiativen, um die Attraktivität der chirurgischen Weiterbildungen zu erhöhen, bestehen weiterhin Probleme, motivierte und qualifizierte Ärzt*innen für die Chirurgie zu gewinnen. Um passgenaue Angebote zur Nachwuchsgewinnung zu entwickeln, müssen die Entscheidungsfaktoren bekannt sein. Ziel: Darstellung der geschlechtsspezifischen und geschlechtsübergreifenden Gründe für die Wahl einer chirurgischen Facharztweiterbildung. Methode: Im Rahmen eines Scoping Reviews wurden über PubMed sowie einer anschließenden Rückwärtssuche Studien zur Beantwortung der Forschungsfrage identifiziert. Die aus den Studien extrahierten Daten wurden narrativ zusammenfasst und Kategorien herausgearbeitet. Ergebnisse: Die Auswertung von 12 Studien ergab, dass Männer und Frauen aufgrund der Merkmale des chirurgischen Fachs, personenbezogener Faktoren und Faktoren der Weiterbildungsstelle Chirurg*in werden möchten. Geschlechtsspezifische Unterschiede konnten ebenfalls identifiziert werden. Es werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um Nachwuchs in der Chirurgie zu fördern." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mehr als eine Farbe: Wie MINT die Zukunft greifbar macht und was dafür in unserem Bildungssystem passieren muss | iit (2025)
Lesperance, Kaley; Schaffrath, Scarlet;Zitatform
Lesperance, Kaley & Scarlet Schaffrath (2025): Mehr als eine Farbe: Wie MINT die Zukunft greifbar macht und was dafür in unserem Bildungssystem passieren muss | iit. (iit Perspektive / Institut für Innovation und Technik 76), Berlin, 16 S. DOI:10.23776/2025_02
Abstract
"Die wachsende Bedeutung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für Wirtschaft und Gesellschaft ist unbestreitbar. Diese Disziplinen bilden die Grundlage für Innovation und Fortschritt in zentralen Bereichen wie Digitalisierung, Klimaschutz, Ingenieurwissenschaften und Gesundheitswesen – und ermöglichen Lösungen für einige der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Darüber hinaus sind die MINT-Fächer treibende Kräfte für wirtschaftliches Wachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit, da sie Industrien prägen und Arbeitsplätze schaffen. Trotz dieser Relevanz steht Deutschland weiterhin vor erheblichen Herausforderungen, eine ausreichend qualifizierte MINT-Arbeitskräftebasis zu entwickeln und zu sichern. Zwar hat sich der Fachkräftemangel in den MINT-Berufen in den vergangenen drei Jahren leicht verbessert, doch bestand zumindest im Jahr 2024 noch eine Lücke von 209.000 Fachkräften in diesem Bereich. Empirische Erkenntnisse und vorliegende Analysen bilden die Grundlage für die Entwicklung effektiver bildungspolitischer Maßnahmen im Bereich MINT. Zahlreiche Studien und Berichte haben Forschungsergebnisse geliefert, statistische Daten analysiert und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt. Diese Studien liefern wertvolle Einblicke in Strategien, die das Engagement von Schüler:innen steigern, Chancengleichheit fördern und langfristiges Interesse an MINT-Fächern wecken. Dennoch bestehen weiterhin Lücken bei der Skalierung dieser Ansätze und bei der Überwindung von Ungleichheiten in verschiedenen Bildungskontexten. Aufbauend auf diesem Wissensstand zielt diese iit-perspektive darauf ab, die zentralen Handlungsempfehlungen relevanter MINT-Berichte in Deutschland zusammenzufassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The Causal Effect of Parent Occupation on Child Occupation: A Multivalued Treatment with Positivity Constraints (2025)
Zitatform
Lundberg, Ian, Daniel Molitor & Jennie E. Brand (2025): The Causal Effect of Parent Occupation on Child Occupation: A Multivalued Treatment with Positivity Constraints. In: Sociological methods & research, Jg. 54, H. 4, S. 1435-1462. DOI:10.1177/00491241251338412
Abstract
"To what degree does parent occupation cause a child’s occupational attainment? We articulate this causal question in the potential outcomes framework. Empirically, we show that adjustment for only two confounding variables substantially reduces the estimated association between parent and child occupation in a U.S. cohort. Methodologically, we highlight complications that arise when the treatment variable (parent occupation) can take many categorical values. A central methodological hurdle is positivity: some occupations (e.g., lawyer) are simply never held by some parents (e.g., those who did not complete college). We show how to overcome this hurdle by reporting summaries within subgroups that focus attention on the causal quantities that can be credibly estimated. Future research should build on the longstanding tradition of descriptive mobility research to answer causal questions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Career readiness in Madrid, Spain: Insights from a survey of young adults (19-26) (2025)
Mann, Anthony; Diaz, Jonathan; Posada, Sara Zapata;Zitatform
Mann, Anthony, Jonathan Diaz & Sara Zapata Posada (2025): Career readiness in Madrid, Spain. Insights from a survey of young adults (19-26). (OECD education working papers 331), Paris, 230 S. DOI:10.1787/73cdc17d-en
Abstract
"This paper reports the results of a survey of young adults aged 19-26 who were educated in the Community of Madrid, Spain. The study asks users of career guidance systems within secondary education to share perspectives on their usefulness from the vantage point of the labour market participation. The study finds that overwhelmingly respondents who participated in career development activities as teenagers found them to be useful to their post-secondary transitions with many stating that they were very useful. They wished however that they had received more support from their schools, especially with regard to practical activities related to integration into the working world. Analysis finds many strong relationships between participation in career development and the quality of transitions. It is less likely for young adults who engaged more deeply in career development as teenagers to report that they were Not in Education, Employment or Training (NEET) at the time of the survey and they expressed more positive attitudes about their transitions and the value of the support received from their schools." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Refugee men and women in the segmented VET market in Germany: on their career prospects and the role of resource inequality (2025)
Zitatform
Meyer, Franziska & Oliver Winkler (2025): Refugee men and women in the segmented VET market in Germany: on their career prospects and the role of resource inequality. In: Empirical Research in Vocational Education and Training, Jg. 17. DOI:10.1186/s40461-025-00197-1
Abstract
"Vocational education and training (VET) systems are characterized by both gender-specific occupational segregation and vertical occupational segmentation, leading to considerable differences in income and employment stability prospects across individual training occupations. For refugee men and women in particular, whose labor market positioning is crucial for their socio-economic integration in the host country, it is therefore not only important that they enter VET, but also which specific occupation they enter. This article investigates, first, whether the dual training occupations pursued in Germany by men and women with a refugee background differ from those pursued by those from the majority population in terms of prospective income and employment stability; and second, whether these differences are mediated by variations in search and application strategies as well as network resources, on the one hand, and differences in school-leaving qualifications, on the other. Drawing on data from the BA/BIBB Applicants Survey and the Refugee Migration Study (N = 6,055), the results show that men and women with a refugee background are more likely to enter training occupations with significantly lower occupation-specific salaries than their counterparts in the majority population. Refugee men also tend to pursue occupations with higher occupation-specific unemployment rates, whereas no such difference is found for women. These disparities are only marginally mediated by variations in search and application strategies and network resources, but are largely explained by differences in school-leaving qualifications. When controlling for these resources, women with a refugee background are more likely to enter training occupations with even lower unemployment rates than women from the majority population." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Berufliche Orientierung von Studienberechtigten ̵; zunehmende Unsicherheiten? (2025)
Zitatform
Ohlendorf, David, Daniel Hein, Heike Spangenberg & Barbara Franke (2025): Berufliche Orientierung von Studienberechtigten ̵; zunehmende Unsicherheiten? (DZHW-Brief 2025,01), Hannover, 9 S. DOI:10.34878/2025.01.dzhw_brief
Abstract
"Die überwiegende Mehrheit der Studienberechtigten des Jahres 2022 hat sich ein halbes Jahr vor Schulabschluss „sicher“ oder „wahrscheinlich“ für ein Studium bzw. eine Berufsausbildung entschieden. Der Anteil der Befragten mit einer „sicheren“ Studien oder Ausbildungsintention ist jedoch im Verlauf der letzten zehn Jahre gesunken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Attraktivität beruflicher Aus-, Fort- und Weiterbildung aus der Perspektive von jungen Menschen mit und ohne Hochschulzugangsberechtigung: Befunde im Kontext der Programminitiative InnoVET (2025)
Petzold-Rudolph, Kathrin; Pohl, Marion; Steib, Christian; Kuhlee, Dina;Zitatform
Petzold-Rudolph, Kathrin, Marion Pohl, Christian Steib & Dina Kuhlee (2025): Attraktivität beruflicher Aus-, Fort- und Weiterbildung aus der Perspektive von jungen Menschen mit und ohne Hochschulzugangsberechtigung. Befunde im Kontext der Programminitiative InnoVET. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 48, S. 1-26.
Abstract
"Die InnoVET-Programminitiative des BMBF förderte von 2021-2024 insgesamt 17 Verbundprojekte mit dem Ziel, die Attraktivität beruflicher Bildung insbesondere für leistungsstarke junge Menschen durch die Entwicklung innovativer beruflicher Bildungsformate v. a. im Bereich der Fort- und Weiterbildung zu stärken. Basierend auf empirischen Befunden einer Fragebogenerhebung der InnoVET-Begleitforschung diskutiert der Beitrag Attraktivitätsparameter, welche die Entscheidung für einen beruflichen Ausbildungs- und Karriereweg von Auszubildenden mit und ohne Hochschulzugangsberechtigung beeinflusst haben und wie die Auszubildenden die neukonzipierten Fortbildungsformate der InnoVET-Projekte hinsichtlich ihrer Attraktivität bewerten. Es zeigt sich, dass bei den Befragten ein hoher Bedarf an Informationen über berufliche Bildungswege existiert und für die Bildungswegentscheidung teils unterschiedliche Attraktivitätsparameter ausschlaggebend sind. Auch schreiben die Auszubildenden beruflichen Fort- und Weiterbildungen generell eine hohe Bedeutung zu, differenzieren allerdings deutlich hinsichtlich deren konzeptioneller Ausgestaltung. Die Befunde werden kritisch in den Forschungsstand eingeordnet und mit Blick auf die Zielstellungen der InnoVET-Programminitiative reflektiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
