Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf
Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 wurden 2016 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben angestoßen und in den Folgejahren umgesetzt und weiterentwickelt. Damit soll im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben werden, indem die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes erfuhren das Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe (SGB IX) weitreichende Änderungen. Wie stellt sich die Situation von behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt dar? Wie lassen sich behindertengerechte Berufsleben und inklusive Arbeitswelten gestalten?
Die Infoplattform stellt zentrale Dokumente und relevante Quellenhinweise zusammen, inhaltlich strukturiert nach den Aspekten der Politik für behinderte Menschen und den diskutierten bzw. realisierten Reformanstrengungen.
- Ergebnisse und Projekte aus dem IAB
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Ausbildung, Rehabilitationsmaßnahmen
- Politik und Rechtsprechung für behinderte Menschen
- Rehabilitationseinrichtungen
- Berufsvorbereitung, Berufsberatung, Berufswahl
- Studium
- Berufsausbildung, Berufseinmündung
- Fortbildung und Umschulung
- betriebliche Rehabilitation
- Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
- Erfolgskontrolle, Kosten-Nutzen-Aspekte
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Arbeitsmarktsituation behinderter Menschen
- Arbeitsmarktpolitik, Inklusion, Persönliches Budget
- Beschäftigungsentwicklung
- Arbeitslosigkeit
- Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen
- Beschäftigung in alternativen Einrichtungen, Selbsthilfefirmen
- Berufliche Selbständigkeit
- Hochqualifizierte behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt
- Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt
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Berufsleben und Arbeitswelt behinderter Menschen
- Personalpolitik, Arbeitgebereinstellungen, finanzielle Einstellungsanreize
- Eingliederungshilfe, BEM, Arbeitsassistenz, Unterstützte Beschäftigung, Arbeitsplatzsicherung
- Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzgestaltung, technische Arbeitshilfen, Arbeitszeit
- Berufsverlauf, Berufserfolg
- Berufsstruktur, Einzelberufe
- Arbeitszufriedenheit
- Lohn, Einkommen
- Behinderungsart
- Alter
- Geografischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Inklusion im Berufseinstieg: Gatekeeping am Übergang Schule-Berufsausbildung aus Sicht von Auszubildenden mit Lernbeeinträchtigungen (2025)
Beer, Mareike;Zitatform
Beer, Mareike (2025): Inklusion im Berufseinstieg. Gatekeeping am Übergang Schule-Berufsausbildung aus Sicht von Auszubildenden mit Lernbeeinträchtigungen. (Teilhabe an Beruf und Arbeit 7), Bielefeld: wbv, 514 S. DOI:10.3278/9783763977505
Abstract
"Die Berufsorientierung und der damit verbundene Berufswahlprozess spielen eine zentrale Rolle für die berufliche Zukunft. Denn ein erfolgreicher Übergang in die Arbeitswelt ist nicht nur für die individuelle Entwicklung wichtig, sondern auch ein entscheidender Faktor für gesellschaftliche Teilhabe. Die Phase des Übergangs von der Schule in den Beruf stellt vor allem Jugendliche mit Förderbedarf, Beeinträchtigungen oder Behinderungen vor besondere Herausforderungen. Die Forschung hat bisher der größten Gruppe von Heranwachsenden mit Förderbedarf - Jugendlichen mit Lernbeeinträchtigungen - wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In der vorliegenden Arbeit der Autorin Mareike Beer wird sich mit dieser Gruppe befasst, um einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke zu leisten. Ferner sollen neue Erkenntnisse über die spezifischen Herausforderungen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe gewonnen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © wbv)
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Literaturhinweis
Enabling Inclusion: An Analysis of Positive and Negative Outcomes of Discretionary Work Arrangements for Employees With Disabilities (2025)
Zitatform
Booth, Jonathan E. & Daniela Lup (2025): Enabling Inclusion: An Analysis of Positive and Negative Outcomes of Discretionary Work Arrangements for Employees With Disabilities. In: BJIR, Jg. 63, H. 3, S. 394-412. DOI:10.1111/bjir.12862
Abstract
"While it is well-known that employees with disabilities have significantly more negative work experiences compared to other employees, research geared towards understanding how employers could improve some of these experiences is still underdeveloped. To advance this research agenda, this study investigates links between five distinct types of discretionary arrangements (work discretion, scheduling discretion, part-timing, homeworking and pay for individual performance), and outcomes related to work experiences and the wellbeing of employees with disabilities (job satisfaction, perception of fairness, recognition, motivation, engagement, work stress and work-life interference). To explore these links, we use data from the European Working Conditions Survey (2015). We find that not all work arrangements that increase discretion at the workplace have a positive impact on employees with disabilities and that some can be especially detrimental. By unpacking the multiple ways in which various types of discretion at the workplace affect employees with disabilities, this study not only makes a theoretical contribution but also provides employers who aim to improve the working experiences of employees with disabilities with some empirical evidence to help them take more inclusive actions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Nutzung von Routinedaten in der Rehabilitationsforschung - Teil 1: Ein Überblick über Art, Zugang, Qualität und Datenschutz (2025)
Brünger, Martin ; Reims, Nancy ; Brzoska, Patrick ; Hetzel, Christian ; Du Prel, Jean-Baptist ; Wahidie, Diana; Rohrbacher, Max ; Leinberger, Sarah ; Mika, Tatjana ; March, Stefanie ; Schuler, Michael ; Exner, Anne-Kathrin ; Ellert, Sebastian; Knoop, Tobias;Zitatform
Brünger, Martin, Patrick Brzoska, Jean-Baptist Du Prel, Sebastian Ellert, Anne-Kathrin Exner, Tobias Knoop, Sarah Leinberger, Stefanie March, Tatjana Mika, Nancy Reims, Max Rohrbacher, Michael Schuler, Diana Wahidie & Christian Hetzel (2025): Nutzung von Routinedaten in der Rehabilitationsforschung - Teil 1: Ein Überblick über Art, Zugang, Qualität und Datenschutz. In: Die Rehabilitation, Jg. 64, H. 3, S. 167-175., 2025-02-24. DOI:10.1055/a-2575-9422
Abstract
"Aufgrund des hohen Aufwands von Primärstudien bietet sich die Nutzung von bestehenden Daten, sogenannten Routinedaten, für die Beantwortung insbesondere von versorgungsnahen Forschungsfragen in der Rehabilitation an. Bisherige Übersichtsarbeiten zur Routinedatennutzung fokussieren auf die Akutversorgung im Zuständigkeitsbereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), lassen jedoch die Rehabilitation und andere Reha-relevante Leistungsträger wie die Deutsche Rentenversicherung (DRV), die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) weitgehend außen vor. Ziel dieses Beitrags ist daher, einen Überblick über Art, Zugang, Qualität und datenschutzrechtliche Aspekte zu Routinedaten im Kontext der Rehabilitationsforschung zu geben. Bestehende Empfehlungen, Ergebnisse einer selektiven Literaturrecherche und eigene Erfahrungen wurden herangezogen. Routinedaten zeichnen sich durch die sehr hohe Fallzahl, den oft großen Merkmalsumfang und die längsschnittliche Dokumentation über lange Zeiträume aus. Der Zugang zu Routinedaten der Deutschen Rentenversicherung und der Bundesagentur für Arbeit ist für Forschende vergleichsweise niedrigschwellig, während dies für Routinedaten anderer Leistungsträger und von Leistungserbringern bislang nicht gleichermaßen der Fall ist. Weiterhin können unter bestimmten Voraussetzungen Routinedatensätze untereinander und mit Primärdaten verknüpft werden, was die Anwendungsmöglichkeiten deutlich erweitern kann. Neben den Vorteilen von Routinedaten sind deren Limitationen zu beachten. Routinedaten wurden für andere Zwecke erhoben und enthalten meist nur Merkmale, die für die Administration erforderlich sind. Ein prospektiver Studienansatz mit Routinedaten ist aufgrund der kontinuierlichen Datenerhebung und -dokumentation grundsätzlich möglich, jedoch ist keine randomisierte Zuweisung zu Interventionen umsetzbar. Zudem sind Generalisierbarkeit und Qualität einschließlich psychometrischer Eigenschaften von Datensätzen und einzelner Variablen zu prüfen, ebenso die Verfügbarkeit von Routinedatensätzen. Das im Aufbau befindliche Forschungsdatenzentrum Gesundheit sieht bislang weder eine Integration von GKV-Rehabilitationsdaten noch die Verknüpfung von GKV-Daten mit Daten anderer Reha-relevanter Leistungsträger vor. Datenschutzrechtliche Aspekte sind ebenfalls bedeutsam. Bei Nutzung von pseudonymisierten Daten von Sozialversicherungsträgern ist durch die Datenhalter ein Antrag nach § 75 SGB X bei den zuständigen Aufsichtsbehörden zu stellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Effects of the Minimum Wage on Employment of Young Adults with Cognitive Disabilities (2025)
Zitatform
Chiswick, Barry, Hope Corman, Dhaval M. Dave & Nancy Reichman (2025): Effects of the Minimum Wage on Employment of Young Adults with Cognitive Disabilities. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 33990), Cambridge, Mass, 43 S.
Abstract
"This study analyzes, for the first time, the effect of increases in the minimum wage on the labor market outcomes of working age adults with cognitive disabilities, a vulnerable and low-skilled sector of the actual and potential labor pool. Using data from the American Community Survey (2008-2023), we estimated effects of the minimum wage on employment, labor force participation, weeks worked, and hours worked among working age individuals with cognitive disabilities using a generalized difference-in-differences research design. We found that a higher effective minimum wage leads to reduced employment and labor force participation among individuals with cognitive disabilities but has no significant effect on labor supply at the intensive margin for this group. Adverse impacts were particularly pronounced for those with lower educational attainment. In contrast, we found no significant labor market effects of an increase in the minimum wage for individuals with physical disabilities or in the non-disabled population." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Disability onset and labor market outcomes (2025)
Zitatform
Collischon, Matthias, Karolin Hiesinger & Laura Pohlan (2025): Disability onset and labor market outcomes. In: Socio-economic review, S. 1-32. DOI:10.1093/ser/mwaf021
Abstract
"This article analyzes the individual-level effects of disability onset on labor market outcomes using novel administrative data from Germany. Combining propensity score matching techniques with an event-study design, we find lasting negative impacts on employment and wages. One important mechanism is transitions to nonemployment after disability onset: the number of nonemployment days of the newly disabled increases by 36 days per year after one year and by 55 days after five years compared to the control group. For those who stay in employment, working part-time and switching to less physically or psychosocially demanding jobs are important adjustment paths. The negative labor market effects of disability onset are more pronounced for severely disabled, older, and low-skilled individuals." (Author's abstract, IAB-Doku, © Oxford University Press) ((en))
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Literaturhinweis
Das Budget für Arbeit: Wie gelingt der Übergang von der Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt? (2025)
Dirr, Thomas; Schrage, Marco;Zitatform
Dirr, Thomas & Marco Schrage (2025): Das Budget für Arbeit: Wie gelingt der Übergang von der Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt? In: Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit, Jg. 56, H. 2, S. 46-56.
Abstract
"Der Fachdienst Access - Inklusion im Arbeitsleben gGmbH unterstützt seit mehr als 26 Jahren Menschen mit Behinderungen dabei, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt der Metropolregion Nürnberg Fuß zu fassen - auch mithilfe des Budgets für Arbeit nach § 61 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX). Die Autoren stellen ihre Erfahrungen mit dem Budget für Arbeit dar und zeigen, dass es auch in seiner jetzigen Ausgestaltung vielen Menschen mit Behinderungen den Sprung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglichen kann." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Aus Sicht der Betriebe: Was es braucht, damit Inklusion besser gelingt (2025)
Zitatform
Fischer, Anna-Maria, Karolin Hiesinger & Laura Pohlan (2025): Aus Sicht der Betriebe: Was es braucht, damit Inklusion besser gelingt. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 8, S. 591-597., 2025-05-26. DOI:10.2478/wd-2025-0150
Abstract
"Inklusion von Menschen mit Schwerbehinderung in den Arbeitsmarkt gewinnt angesichts des demografischen Wandels und eines sich verschärfenden Fachkräftemangels an Bedeutung. Auf Basis der IAB-Stellenerhebung werden Einschätzungen von Betrieben zur Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung sowie zu Inklusionshürden und möglichen Maßnahmen analysiert. Aus betrieblicher Perspektive liegt ein Hauptgrund für die geringe Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung in einem Mangel an geeigneten Tätigkeiten. Zudem erachten Betriebe finanzielle Unterstützungsmaßnahmen, die Bereitstellung der Erstausstattung und Eingliederungszuschüsse als hilfreiche Maßnahmen, um die Teilhabe von Menschen mit Schwerbehinderung am Arbeitsmarkt zu erhöhen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
A Register-Based Study of Early-Life Disabilities and Income Attainment in Adulthood (2025)
Zitatform
Gugushvili, Alexi, Jon Erik Finnvold, Therese Dokken & Jan Grue (2025): A Register-Based Study of Early-Life Disabilities and Income Attainment in Adulthood. In: Socius, Jg. 11. DOI:10.1177/23780231251335191
Abstract
"Individuals with disabilities are likely to be doubly disadvantaged, as they tend to earn less but require more financial resources than individuals without disabilities to maintain an average standard of life. Exploring the links between early-life disabilities and income attainment in adulthood requires high-quality data that allow accounting for selection into disability as well as a comprehensive list of predictors of income attainment. The authors harness the power of Norwegian register-based data and inverse-probability weighting regression adjustment estimators to examine whether individuals born with or who acquire disabilities in early life have lower income attainment at age 32 than individuals in the general population of the country. The results are robust to alternative estimation specifications and suggest that early-life chronic health conditions, such as asthma and diabetes, and impairments, such as sensory loss and physical impairment, are associated with significantly lower income attainment even when individuals’ actual working hours are accounted for among those employed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Education and Pre-Employment Transition Service Predictors of Wages for Transition Age Youth with Disabilities (2025)
Hartman, Ellie C.; Anderson, Catherine A.; Hergenrather, Kenneth C.; Brinck, Emily A.;Zitatform
Hartman, Ellie C., Emily A. Brinck, Catherine A. Anderson & Kenneth C. Hergenrather (2025): Education and Pre-Employment Transition Service Predictors of Wages for Transition Age Youth with Disabilities. In: Journal of Vocational Rehabilitation, Jg. 63, H. 2, S. 147-159. DOI:10.1177/10522263251356241
Abstract
"Background: The Workforce Innovation and Opportunities Act (WIOA) aims to enhance employment outcomes and career advancement for teenagers and young adults with disabilities through pre-employment transition services. Objective: This study assessed the relationship between pre-employment transition services and employment outcomes, focusing on wages, credential attainment, and co-enrollment in partner employment programs. Method: Researchers analyzed federally required data submitted by states to the Rehabilitation Service Administration (RSA) to examine the impact of pre-employment transition services on wages, considering variations by demographics, lived experiences, and location. Results: Pre-employment transition services, credential attainment, and co-enrollment in partner employment programs were associated with increased wages. Wage outcomes varied based on demographics, lived experiences, and state-level differences in service delivery. Conclusion: Findings highlight the importance of pre-employment transition services, connecting youth to postsecondary credential attainment opportunities, and improving collaboration with partner employment programs. Researchers emphasize the use of data to inform service delivery for diverse youth with varying lived experiences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The employment statistics of severely disabled people: description and research potential (2025)
Zitatform
Hiesinger, Karolin, Laura Pohlan & Franka Vetter (2025): The employment statistics of severely disabled people: description and research potential. In: Journal for labour market research, Jg. 59, H. 1, 2025-02-20. DOI:10.1186/s12651-025-00395-0
Abstract
"This article presents a description of the employment statistics of severely disabled people (BsbM) a unique administrative firm database of the German Federal Employment Agency. The data is collected as part of the process of administrating firm compliance with the disabled worker quota. This article examines the development of firms’ compliance with the disability quota over time and identifies factors associated with a higher likelihood of compliance. It also highlights the research opportunities offered by the dataset and its potential for further refinement." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Etwa 40 Prozent der Unternehmen erfüllen die Schwerbehindertenquote (2025)
Zitatform
Hiesinger, Karolin, Laura Pohlan & Franka Vetter (2025): Etwa 40 Prozent der Unternehmen erfüllen die Schwerbehindertenquote. In: IAB-Forum H. 25.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251125.01
Abstract
"In Deutschland sind Unternehmen ab 20 Beschäftigten verpflichtet, mindestens 5 Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Menschen mit Schwerbehinderung zu besetzen. Aktuell erfüllen über 60 Prozent dieser Unternehmen diese Pflicht nicht vollständig. Unternehmen in der öffentlichen Verwaltung weisen die höchsten Erfüllungsquoten auf. Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter steigt zudem mit der Unternehmensgröße: In Firmen mit 20 bis 39 Beschäftigten liegt er durchschnittlich bei 2,8 Prozent, in denen mit 1.000 oder mehr Beschäftigten sind es 5 Prozent." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Disabling misperceptions? How employees (D)evaluate the labor force participation of people with disabilities (2025)
Zitatform
Jäger, Julian, Elisabeth Sattler-Bublitz & Miriam Beblo (2025): Disabling misperceptions? How employees (D)evaluate the labor force participation of people with disabilities. In: Journal for labour market research, Jg. 59. DOI:10.1186/s12651-025-00400-6
Abstract
"We analyze how employees perceive and evaluate the integration of people with disabilities into the German labor market. In an experimental complement to the Employment Survey by the German Federal Institutes for Vocational Training and Occupational Safety and Health, we ask respondents to estimate the labor force participation rates of persons with and without disabilities. We then inform a subsample about the actual gap between the rates. Regardless of having a disability, respondents are aware of a participation gap, share similar beliefs about its causes, and rate integration as less advanced when they are informed about a larger gap than expected. The largest differences exist in perceptions of the size of the gap and policy preferences: Respondents with disabilities perceive a smaller gap and are more in favor of integrative policies than those without disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Digitale Teilhabe und personenzentrierte Technologien im Kontext von Menschen mit Behinderungen (2025)
Kahle, Ute; Schädler, Johannes;Zitatform
Kahle, Ute & Johannes Schädler (Hrsg.) (2025): Digitale Teilhabe und personenzentrierte Technologien im Kontext von Menschen mit Behinderungen. Marburg, 234 S.
Abstract
"Die Nutzung digitaler Technologien hat in der Mainstream-Gesellschaft nahezu alle Lebensbereiche durchdrungen und ist zu einem vertrauten Bestandteil des Alltags geworden. Digitale Technologien unterstützen Kommunikation, Informationsbeschaffung und die Lösung alltäglicher Probleme. Die digitale Transformation, die sich durch die Covid-19-Pandemie beschleunigt hat, brachte für viele, jedoch nicht für alle Menschen gleichwertige Fortschritte. Vor allem Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen konnten durch die Möglichkeiten des Internets ihre Lebensqualität erheblich steigern. Auf der anderen Seite haben Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oft nach wie vor eingeschränkten oder keinen Zugang zu digitalen Medien oder anderen Formen digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen, psychischen Problemen oder langfristigem Pflegebedarf leben häufig in sozialer Abhängigkeit, was den Zugang zu digitalen IKT noch wichtiger machen kann. In diesen Fällen bietet die Digitalisierung das Potenzial, den Betroffenen eine größere gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Die schnelle Entwicklung unterstützender Technologien und der breiten Palette computergestützter Systeme, die bei täglichen Aktivitäten helfen können, ist beeindruckend. Diese Technologien, obwohl sie nicht in der Lage sind, alle Probleme von Menschen mit Behinderungen zu lösen, können oft auf erstaunliche Weise alltägliche Abhängigkeiten verringern und die Lebensqualität erheblich verbessern. Der Sammelband betont die Notwendigkeit, die digitale Kluft zu schließen und Konzepte für eine gleichberechtigte digitale Teilhabe für alle zu entwickeln und umzusetzen. Menschen mit Behinderungen oder Pflegebedarf werden oft vorschnell insgesamt als "technikfern" wahrgenommen. Solche pauschalen Annahmen können dazu führen, dass geeignete Vermittlungskonzepte für digitale Anfänger*innen sowie inklusive Designs für Geräte und Software erst gar nicht entwickelt und angeboten werden. Um auch diesen Menschen den Zugang zu digitalen Technologien zu erleichtern, braucht es neues Wissen, neue Handlungskonzepte und die intensive Zusammenarbeit zwischen sozialen, pädagogischen und technischen Bereichen. Im beruflichen Umfeld von Fachkräften, die mit Menschen mit Behinderungen arbeiten, werden digitale Kompetenzen und Assistenztechnologien zunehmend fester Bestandteil der Qualifikationsanforderungen. Der Sammelband bietet wissenschaftliche Untersuchungen und Praxisberichte über den Einsatz digitaler Unterstützungstechnologien in verschiedenen Lebensphasen von Menschen mit Behinderungen. Diese können sowohl in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften als auch bei Qualifizierungsangeboten für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige genutzt werden. Um Menschen mit Behinderungen die Inklusion in die digitale Welt zu erleichtern, braucht es eine geeignete Förderung der digitalen Kompetenzen und die Entwicklung benutzerfreundlicher Technologien, die auf die besonderen Bedürfnisse einzelner Menschen zugeschnitten sind. Inklusion bedeutet hier, nicht nur den Zugang zu digitalen Technologien zu ermöglichen, sondern auch sicherzustellen, dass diese Technologien für alle nutzbar und verständlich sind. Insgesamt zeigt der Sammelband auf, dass digitale Technologien ein großes Potenzial für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen bieten. Sie können Barrieren abbauen und die gesellschaftliche Teilhabe verbessern, wenn sie richtig eingesetzt werden. Dazu bedarf es jedoch einer intensiven Auseinandersetzung mit den spezifischen Bedürfnissen und dem technischen Kenntnisstand einzelner Personen sowie der Entwicklung entsprechender Konzepte und Technologien für einen solchen personenzentrierten Ansatz. Der Sammelband liefert dazu wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse und Praxisbeispiele." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Optimal Income Tax and Disability Benefits for Households with Disability (2025)
Lee, Kyung-woo;Zitatform
Lee, Kyung-woo (2025): Optimal Income Tax and Disability Benefits for Households with Disability. In: Global economic review, Jg. 54, H. 1, S. 49-78. DOI:10.1080/1226508x.2025.2487969
Abstract
"This study analyzes the optimal income tax and disability benefits for households with disabled agents. In the model, both able and disabled members of households can supply labour and pay income tax. However, they may receive disability benefits if disabled members do not work. Moreover, this model explicitly considers households' activities to help disabled members to work, which is novel in the literature. I show that optimal disability benefits are positive because only severely disabled agents give up labour supply and receive disability benefits. However, optimal disability benefits decline with household income as disabled agents in poorer households need greater government support. As for the optimal net tax burden (i.e. income tax net of disability benefits), heavier tax burden falls on households that have disabled agents work because they are richer. However, marginal net tax rates are higher for households that receive disability benefits to incentivize disabled agents to work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Predictors of Employers’ Intention to Hire People With Disability (2025)
Zitatform
Mahasneh, Rola, Melanie Randle, Rob Gordon, Jennifer Algie & Alanna Connolly (2025): Predictors of Employers’ Intention to Hire People With Disability. In: Social marketing quarterly, Jg. 31, H. 3, S. 278-295. DOI:10.1177/15245004251354829
Abstract
"Background: Rates of employment for people with disability are about half that of people without disability and have changed little in recent decades. One reason for these low workforce participation rates is the negative attitudes held by employers about hiring people with disability. Approaching this problem from a social marketing perspective has the potential to improve employer willingness to hire people with disability. However, there is presently scant information about factors associated with employer hiring decisions to inform the development of social marketing strategies. The present study examines employer beliefs about hiring people with disability such that social marketing campaigns can be created that effectively address the key barriers to hiring. Focus of the Article: The identification of employer beliefs that predict intention to hire someone with disability. Research Question: What beliefs held by employers predict their intention to hire people with disability? Program Design/Approach: This research provides insights that can inform the development of social marketing campaigns that are effective in improving employer attitudes towards hiring people with disability. Ultimately, this is likely to lead to changes in employer hiring behavior and increase workforce participation rates for people with disability. Importance to the Social Marketing Field: This research is important because by understanding what employers believe about hiring people with disability, we can develop social marketing strategies that are effective in overcoming barriers to hiring and improving employer willingness to hire people with disability. Methods: We conducted an online survey with a sample of 1419 Australian employers. The survey questions were based on the framework of the theory of planned behavior. Linear regression was used to analyse the data. Employer attitudes (derived from behavioral beliefs), subjective norms (derived from normative beliefs) and perceived behavioural control were used as independent variables and intention to hire someone with disability was used as the dependent variable. Results: The theoretical constructs of behavioral beliefs, normative beliefs, and control beliefs were significant predictors of intention to hire. In particular, employers with the highest intention to hire believed that hiring someone with disability would increase productivity, increase the organisation’s skill base, improve workplaceculture, and provide greater opportunities for training and mentoring. They also believed that other employees and customers would support their decision to hire someone with disability. Recommendations for Research and Practice: The present research identifies the specific beliefs held by employers that predict their intention to hire someone with disability. This work could be extended by using market segmentation techniques to identify whether heterogeneity exists among employers. If it does exist, this information could inform the development of customised social marketing strategies that target the specific beliefs held by each segment, and that address the barriers preventing them from hiring people with disability." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Inklusion - KI und die Arbeitswelt der Zukunft (2025)
Zitatform
Matthes, Britta (2025): Inklusion - KI und die Arbeitswelt der Zukunft. In: Die Berufliche Rehabilitation, Jg. 39, H. 1, S. 6-15., 2025-04-04.
Abstract
"Es ist absehbar, dass die rasanten technologischen Entwicklungen der letzten Jahre, insbesondere die enorme Steigerung der Rechenleistung und die Entwicklung selbstlernender algorithmischer Systeme, die heute allgemein als Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet werden, ihre Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen werden. Welche das genau sein werden, können wir leider aber auch nicht sagen. Denn gerade in solch disruptiven Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, wissen wir nicht, wie schnell und in welche Richtung sich bestehende Berufe verändern, welche Berufe verschwinden und welche neu entstehen werden. Zwar können Prognosen etwas darüber sagen, wie sich die Zahl der Berufseinsteiger*innen auf die verschiedenen Berufe und Qualifikationsniveaus verteilen würde, wenn sich die Entwicklung wie in der Vergangenheit fortsetzt. Allerdings scheinen die Potenziale, die sich aus dem Einsatz von KI ergeben, bekannte Zusammenhänge in Frage zu stellen. Hinzu kommt, dass diese Prognosemodelle sehr komplex sind, um daraus sinnvolle Schlussfolgerungen für den Einzelnen zu ziehen. So lässt sich die Frage, inwiefern KI und andere digtale Technolgien auch die Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen erweitern könnten, damit kaum beantworten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auf dem Weg zu inklusiven Arbeitsmärkten: Integrierte Hilfen für teilhabeorientierte Übergangs- und Beschäftigungsstrukturen (2025)
Oehme, Andreas;Zitatform
Oehme, Andreas (2025): Auf dem Weg zu inklusiven Arbeitsmärkten. Integrierte Hilfen für teilhabeorientierte Übergangs- und Beschäftigungsstrukturen. (Übergangs- und Bewältigungsforschung), Weinheim: Juventa Verlag, 270 S. DOI:10.3262/978-3-7799-8746-8
Abstract
"Bis heute bleibt die Unterstützung von Übergängen in Arbeit zweigeteilt: Beschäftigungshilfen für sozial benachteiligte junge Menschen stehen neben einem System für Menschen mit Behinderungen. Beide gelten gegenüber einem als normal angesehenen Ausbildungssystem und einem »ersten« Arbeitsmarkt als Sondersysteme. Mit einem detaillierten Blick auf das Feld entwickelt der Band ein Modell für Übergangs- und Beschäftigungsstrukturen, die der Forderung nach Inklusion gerecht werden. Er geht der Frage nach, wie Hilfen in die Regelsysteme integriert und wie inklusive Arbeitsmärkte – unter anderem mit Ansätzen einer gemeinwesenorientierten Ökonomie – im lokalen Raum entwickelt werden können." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Role of Artificial Intelligence and Digital Solutions in Transforming Educational and Employment Access for Individuals With Disabilities (2025)
Zitatform
Omri, Anis, Sana Slimani & Hatem Afi (2025): The Role of Artificial Intelligence and Digital Solutions in Transforming Educational and Employment Access for Individuals With Disabilities. In: The British journal of sociology, Jg. 76, H. 4, S. 873-897. DOI:10.1111/1468-4446.13225
Abstract
"While education is essential for employability, people with disabilities often face barriers such as inadequate accommodations and limited access to adaptive technologies, hindering their equitable labor market participation. This research addresses these challenges by analyzing the roles of artificial intelligence (AI) and digitalization in the relationship between educational attainment and employability among people with disabilities in 33 high-income countries from 2010 to 2022. Using a moderated moderation model, the study evaluates how AI and digitalization jointly influence the relationship between education levels and employment outcomes. The analysis employs the Hayes PROCESS macro with bootstrapped confidence intervals to ensure robustness and accuracy in estimating interaction effects. The findings demonstrate that education significantly enhances employment prospects for individuals with disabilities, with stronger effects observed at intermediate and advanced education levels. AI serves as a critical moderator, amplifying the positive impact of education by creating adaptive learning environments and fostering essential technical and transversal skills. Digitalization complements this role by providing the infrastructure necessary to integrate AI into education systems, broadening access to resources, and enabling flexible learning opportunities. The study further identifies a moderated moderation effect, where the combined influence of AI and digitalization significantly strengthens the effect of education on employability for disabled people. These results highlight the transformative potential of AI and digitalization in improving education quality and fostering labor market inclusion for persons with disabilities in an increasingly digitalized world." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Unexplored strains and job satisfaction for individuals with visual and auditory impairments: an Italian study (2025)
Orfei, Maria Donata; Bottari, Davide; Daneluzzi, Gabriella; Maggi, Francesca; Ricciardi, Emiliano; Porcari, Desirée Estela;Zitatform
Orfei, Maria Donata, Desirée Estela Porcari, Gabriella Daneluzzi, Francesca Maggi, Emiliano Ricciardi & Davide Bottari (2025): Unexplored strains and job satisfaction for individuals with visual and auditory impairments: an Italian study. In: BMC public health, Jg. 25, H. 1. DOI:10.1186/s12889-025-23696-y
Abstract
"The evidence on job conditions for disabled individuals in the workplace hampers understanding of their needs and the implementation of effective interventions to support their adjustment and integration. The current study contributed to this aim by examining previously unexplored aspects of the adjustment of people with sensory disabilities (PwSD) in bank work settings in Italy. In particular, it investigated for the first time three specific job strains: technostress (TS), cognitive overload (COL), and aging (AG) in PwSD as compared with typical development (PwTD), along with job satisfaction and accessibility. A multidimensional web survey was administered across the Italian national territory to a sample of PwSD (n = 202) and a sample of PwTD (n = 2283). Descriptive statistics were used to highlight perceived satisfaction with accessibility and accommodations in the workplace. A series of linear regression models aimed to measure the association between participants’ age and final scores of the TS, COL, and AG questionnaires. A series of non-parametric tests (Mann-Whitney U-tests) were performed to compare the final COL, TS, and AG scores of PwSD and PwTD. At a descriptive level, results highlighted that PwSD’s job satisfaction was fairly positive. However, various concerns were brought to light, revealing notable differences between the hearing-impaired and visually impaired cohorts. Moreover, while PwSD displayed reduced scores in the TS questionnaire compared to PwTD, the opposite occurred for the AG questionnaire. Increasing age was related to TS and AG in the PwTD, but only to AG in PwSD. Our study investigated for the first time specific job strains in PwSD, thus contributing to a deeper understanding of adjustment to work in a bank worker population. Older adults tend to show higher levels of technostress and a reduced sense of self-efficacy, and these subjective experiences bring together PwTD and PwSD. Moreover, inclusivity and job satisfaction for PwSD, although moderately satisfying, still show several criticisms. Our data can stimulate future research aimed at deepening the work adjustment in PwSD." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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„Dass du nicht gleich in das nächste Loch reinkrachst“: Prämienzahlungen unterstützen Return to Work bei gesundheitlichen Einschränkungen (2025)
Zitatform
Ostermann, Anne, Tatjana Levin, Andrea Bökel & Christian Sturm (2025): „Dass du nicht gleich in das nächste Loch reinkrachst“: Prämienzahlungen unterstützen Return to Work bei gesundheitlichen Einschränkungen. In: Die Rehabilitation, S. 1-7. DOI:10.1055/a-2674-8765
Abstract
"Das rehapro-Modellprojekt „Einstiegsprämie“ (ESP) wurde initiiert, um Personen mit nicht nur vorübergehenden gesundheitlichen Einschränkungen zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu motivieren. Die qualitative Studie untersuchte ,welche Wirkung die ESP aus der Perspektive der Beziehenden entfaltet. Außerdem wurden die spezifischen Herausforderungen untersucht, mit denen die Zielgruppe bei der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit konfrontiert war. Es wurden im Zeitraum 02/2021 bis 07/2022 22 qualitative Interviews mit ESP-Beziehenden geführt und mit einem Grounded-Theory-Ansatz ausgewertet. Es wurden 11 Frauen und 11 Männer aus den Zuständigkeitsbereichen der DRV Braunschweig-Hannover (DRV BS-H) und der DRV Mitteldeutschland (DRV MD) telefonisch interviewt. Die Studie ist Teil eines Mixed-Methods-Designs. Die ESP wirkt vor allem stabilisierend und erleichtert den Übergang in eine neue Beschäftigung, indem sie kurzfristige finanzielle Engpässe abfedert. Sie wird häufig für Mobilität und unvorhergesehene Ausgaben genutzt und trägt zu einer Planungssicherheit im Alltag bei. Alle Befragten sind auch unabhängig von der ESP zur Arbeitsaufnahme motiviert. Fehlanreize konnten nicht festgestellt werden. Ein wichtiger Aspekt bei der Arbeitssuche ist die Passung des Arbeitsverhältnisses zur gesundheitlichen Situation und eine langfristige berufliche Perspektive. Die ESP stellt eine niederschwellige finanzielle Unterstützung dar, die die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erleichtert und in den ersten Monaten zur Stabilisierung der Lebenssituation beiträgt. Da die Mittel flexibel eingesetzt werden können, ermöglicht die ESP eine bedarfsorientierte Nutzung. Die Passung des Arbeitsverhältnisses zu den vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen ist zentral für eine gelingende Wiedereingliederung. Das Potential der ESP als Maßnahme zur beruflichen Wiedereingliederung liegt in den positiven Effekten auf Teilhabe und Stabilität in verschiedenen Lebensbereichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Digitale Werkstätten: Technografische Perspektiven auf die Verwicklung von Cyberinfrastruktur und Werkstätten für behinderte Menschen (2025)
Rink, Konstantin;Zitatform
Rink, Konstantin (2025): Digitale Werkstätten. Technografische Perspektiven auf die Verwicklung von Cyberinfrastruktur und Werkstätten für behinderte Menschen. (Perspektiven Sozialwirtschaft und Sozialmanagement), Wiesbaden: Springer VS, 466 S. DOI:10.1007/978-3-658-47994-7
Abstract
"Digitale Bildungsangebote können für Menschen mit Behinderungen eine entscheidende Rolle spielen, um grundlegende berufliche Kompetenzen zu erwerben. Das Modellprojekt "diBa" hat sich intensiv mit dieser Thematik befasst. Es konzentrierte sich auf die Entwicklung und Implementierung digitaler Bildungsangebote, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zugeschnitten sind." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Disability, Job Satisfaction, and Workplace Accommodations: Evidence from the Healthcare Industry (2025)
Rodgers, Yana van der Meulen; Hammond, Flora M.; Kruse, Douglas ; Schur, Lisa ; Cohen, Jennifer; Edwards, Renee;Zitatform
Rodgers, Yana van der Meulen, Lisa Schur, Flora M. Hammond, Renee Edwards, Jennifer Cohen & Douglas Kruse (2025): Disability, Job Satisfaction, and Workplace Accommodations: Evidence from the Healthcare Industry. In: Journal of Occupational Rehabilitation. DOI:10.1007/s10926-025-10316-0
Abstract
"Purpose: This paper examines the extent to which job satisfaction, requests for accommodations, and the likelihood of a request being granted vary by disability status. We further analyze whether being granted workplace accommodations moderates the relationship between work satisfaction and disability. Methods: We use a novel survey of healthcare workers centered on disability status, perceptions of work experiences, and the provision of accommodations. The data are used in a descriptive analysis and multiple regressions to examine the moderating effect of accommodations on the relationship between disability and indicators related to job satisfaction. Results: Results show that people with disabilities have more negative perceptions of their work experiences than people without disabilities. Although people with disabilities are more likely to request accommodations than people without disabilities, they are equally likely to have their requests wholly or partly granted. Regression results indicate that the negative relationships between disability status and most measures of work experience are largely eliminated when accounting for the disposition of accommodation requests. The main exception is turnover intentions, in which the adverse relationship with having a disability does not change even when an accommodation is granted. Partly granting accommodations is helpful only for some metrics of job experience. Conclusion: Our paper shows that fully granting accommodations can go a long way to closing the disability gap in job satisfaction between people with and without disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Combatting Discrimination in the European Union (2025)
Schraepen, Tom; Ruiz Ojeda, Andrés; Hardy, Suzana;Abstract
"Discrimination remains a persistent challenge in the European Union, despite efforts to enhance anti‑discrimination laws and inclusion policies. In the absence of comparable official data sources, this report draws on survey data and the OECD Anti‑Discrimination Questionnaire to analyze discrimination against people from racialized communities, LGBTI people, persons with disability and religious minorities in OECD EU countries. Self‑reported discrimination rates are rising in many OECD EU countries and discrimination, particularly when it occurs frequently, is associated with severe effects on people’s lives – constraining income‑earning opportunities, exacerbating housing and financial stress, increasing concerns about exposure to violence, and contributing to loneliness and mental ill-health. These consequences come at a considerable personal cost to the individuals directly affected and to society as a whole. While OECD EU countries have made progress in prohibiting discrimination and promoting inclusion, legal and policy gaps persist for some at‑risk groups, such as LGBTI people and religious minorities. Strengthening anti‑discrimination protections, harmonizing EU legislation across all protected grounds, and improving data collection could help foster greater inclusion and equality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Untersuchung der Ausführung sowie der absehbaren Wirkungen der neuen Regelungen der Eingliederungshilfe nach Art. 25 Abs. 2 BTHG (Wirkungsprognose): Abschlussbericht 2024 (2025)
Schütz, Holger ; Prehn, Laura; Engels, Dietrich; Kleudgen, Martin; Thiele, Nils; Matta, Vanita; Harand, Julia;Zitatform
Schütz, Holger, Nils Thiele, Julia Harand, Martin Kleudgen, Laura Prehn, Vanita Matta & Dietrich Engels (2025): Untersuchung der Ausführung sowie der absehbaren Wirkungen der neuen Regelungen der Eingliederungshilfe nach Art. 25 Abs. 2 BTHG (Wirkungsprognose). Abschlussbericht 2024. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 657), Berlin, 313 S.
Abstract
"Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) hat die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen an vielen Stellen deutlich verbessert. Dies zeigt der Abschlussbericht der gesetzlich vorgeschriebenen Wirkungsprognose des BTHG. Die Studie untersucht die bisherige Praxis und Wirkung der ersten drei Reformstufen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG). Methodisch umfasst die Studie zwei Bestandteile: (1) eine Implementationsanalyse, welche die Auswirkungen auf die Verwaltung und die Praxis der Leistungserbringung beleuchtet und (2) eine prozessbegleitende Befragung von Leistungsbeziehenden der Eingliederungshilfe, zur Analyse der Auswirkungen des BTHG auf die gesellschaftliche Teilhabe dieser Menschen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mit Aufgeschlossenheit zum Erfolg: Warum Inklusion am Arbeitsplatz mehr als ein Gespräch wert ist (2025)
Seichter, Hannah M.; Trögeler, Philipp J.;Zitatform
Seichter, Hannah M. & Philipp J. Trögeler (2025): Mit Aufgeschlossenheit zum Erfolg: Warum Inklusion am Arbeitsplatz mehr als ein Gespräch wert ist. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2025,16), Köln, 3 S.
Abstract
"Ergebnisse der IW-Beschäftigtenbefragung 2024 zeigen: Viele Beschäftigte mit Behinderungen können ihre Behinderungen am Arbeitsplatz bezugsgruppenübergreifend kommunizieren. Mehr noch: Offen über eine Behinderung sprechen zu können, geht mit einer gesteigerten Arbeitszufriedenheit einher. Bei seelischen und geistigen Beeinträchtigungen ist die Aufgeschlossenheit allerdings geringer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ableism and Employment: A Scoping Review of the Literature (2025)
Zitatform
Sharma, Ramona H., Renée Asselin, Timothy Stainton & Rachelle Hole (2025): Ableism and Employment: A Scoping Review of the Literature. In: Social Sciences, Jg. 14, H. 2. DOI:10.3390/socsci14020067
Abstract
"Background: Ableism obstructs employment equity for disabled individuals. However, research lacks a comprehensive understanding of how ableism multidimensionally manifests across job types, disability types, stages of employment, and intersecting identities. Objectives: This scoping review examines how ableism affects disabled workers and jobseekers, as well as its impacts on employment outcomes, variations across disabilities and identities, and the best practices for addressing these. Eligibility Criteria: The included articles were 109 peer-reviewed empirical studies conducted in the US, Canada, Australia, New Zealand, the UK, Ireland, Denmark, Sweden, Iceland, Norway, and Finland between 2018 and 2023. Sources of Evidence: Using terms related to disability, ableism, and employment, the databases searched included Sociology Collection, CINAHL, PsycInfo, Web of Science, SCOPUS, Education Source, Academic Search Complete, and ERIC. Charting Methods: Data were extracted in tabular form and analyzed through thematic narrative synthesis to identify study characteristics, ableist barriers within employment, intersectional factors, and best practices. Results: Ableism negatively impacts employment outcomes through barriers within the work environment, challenges in disclosing disabilities, insufficient accommodations, and workplace discrimination. Intersectional factors intensify inequities, particularly for BIPOC, women, and those with invisible disabilities. Conclusions: Systemic, intersectional strategies are needed to address ableism, improve policies, and foster inclusive workplace practices." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Social (in)justice on the margins of paid work: Misrecognition, maldistribution and the employment of people with learning difficulties (2025)
Zitatform
Tarlo, Ruth, Rachel Fyson & Simon Roberts (2025): Social (in)justice on the margins of paid work: Misrecognition, maldistribution and the employment of people with learning difficulties. In: Critical Social Policy, Jg. 45, H. 4, S. 580-600. DOI:10.1177/02610183251352418
Abstract
"People with learning difficulties are being denied social justice in their everyday encounters with the labor market. Using concepts developed by Fraser, we argue that this denial of social justice arises from a combination of maldistribution of resources and misrecognition of people's equal humanity and their right to dignity and respect. Drawing on qualitative interviews with 16 people with mild learning difficulties on the margins of paid work, we show how maldistribution and misrecognition interact in complex ways to undermine the effectiveness of available support and to cause significant harm. We demonstrate how these effects are linked a wider failure of social justice, affecting disabled and non-disabled people. This wider failure is a consequence of government policy, the structure and regulation of the labor market and the design and delivery of social security." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Unterstützung von Ausbildungsbetrieben und benachteiligten Jugendlichen durch die Assistierte Ausbildung (2025)
Zitatform
Walter, Valeska C., Ian Grondey & Ralph Conrads (2025): Unterstützung von Ausbildungsbetrieben und benachteiligten Jugendlichen durch die Assistierte Ausbildung. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 54, H. 1, S. 13-17.
Abstract
"Eine steigende Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze prägt den ohnehin angespannten Arbeitsmarkt. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, ergreifen Betriebe neue Wege, um Auszubildende zu gewinnen und zu halten. Zu den arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumenten, die hier ansetzen, gehört insbesondere die Assistierte Ausbildung als Förderinstrument für benachteiligte Jugendliche. Die Unterstützungsleistungen richten sich nicht nur an Jugendliche, sondern auch an Betriebe. Im Beitrag wird untersucht, wie Betriebe von der zeitlichen und personellen Entlastung profitieren und inwiefern die Unterstützung zur Stabilisierung und Verbesserung des Ausbildungsverhältnisses beiträgt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Motivating supervisors during disability accommodation: a comprehensive examination on job demand and resources theories (2024)
Zitatform
Alam, Mohammad Shahin, Kelly Williams-Whitt, DuckJung Shin & Mahfooz Ansari (2024): Motivating supervisors during disability accommodation: a comprehensive examination on job demand and resources theories. In: International Journal of Manpower, Jg. 45, H. 7, S. 1385-1408. DOI:10.1108/IJM-10-2023-0620
Abstract
"Purpose: This study develops and tests a comprehensive model that examines whether dimensions of supervisors’ job demands and resources influence their work motivation through their job strain levels while managing disability accommodation (DA). Design/methodology/approach The proposed model leverages the assumptions of established job demand and resources theories, including demand-ability fit, job demand-control, job demand-control-support, and effort-reward balance models. Then, we tested with the quantitative data from 335 British, Canadian, American, Australian, Dutch, and German supervisors with recent DA experience. Findings This study found support for the proposed model. Job control and social support directly affected work motivation, while job strain did not mediate the relationship between job control and social support and work motivation. The results suggest that employers looking to improve the likelihood of DA success should focus on providing adequate job control, social support, and rewards to supervisors responsible for accommodating employees with disabilities. Practical implications This research enhances our understanding of how additional DA responsibilities impact supervisors and aids in the development of effective DA management policies and interventions, providing robust support for practitioners. Originality/value This study contributes to extending the DA literature by testing the applicability of different theoretical models to explain the effect of the additional DA responsibility on supervisors’ job demand, strain, and motivation levels and identify the resources to mitigate them." (Author's abstract, IAB-Doku, © Emerald Group) ((en))
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Labour market consequences of an early-onset disability: the case of cerebral palsy (2024)
Zitatform
Asuman, Derek, Ulf-G. Gerdtham, Ann I. Alriksson-Schmidt, Martin Nordin & Johan Jarl (2024): Labour market consequences of an early-onset disability: the case of cerebral palsy. In: Applied Economics, Jg. 56, H. 11, S. 1309-1326. DOI:10.1080/00036846.2023.2176447
Abstract
"The labour market consequences of early-onset or congenital disabilities have received little attention in the literature. In this paper, we study the consequences of cerebral palsy (CP), a lifelong early onset disability, and pathways through which it affects labour outcomes. We use data from multiple linked Swedish National Population Registers between 1990 and 2015 and apply both regression and mediation analysis. Our results show, as expected, strong negative consequences of CP on labour outcomes, and that the consequences have increased over time. The social insurance system, we find, compensates for some of the losses through non-work-related benefits. The results also suggest that the direct effects of CP per se have prominent impact on labour market outcomes. Thus, given the same level of mediators, persons with CP will have lower labour outcomes compared to persons without CP. Our results draw attention to the widening labour market consequences of CP in Sweden." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Income Effects of Disability Benefits (2024)
Zitatform
Becker, Sebastian, Annica Gehlen, Johannes Geyer & Peter Haan (2024): Income Effects of Disability Benefits. (DIW-Diskussionspapiere 2098), Berlin, 62 S.
Abstract
"We provide novel evidence about the incentive and welfare effects of an increase in the generosity of disability benefits. Importantly, a unique policy variation in Germany allows us to isolate the income effect of a change in benefit generosity. We leverage this quasi-experimental policy variation using an RD design to estimate the effect of increasing disability benefits on employment, earnings, labor market transitions, and mortality outcomes using administrative data on the universe of new disability benefit recipients. Contrary to previous literature, our analysis reveals no significant impact on the employment and earnings of DI recipients due to the increased benefits. However, we find a sizable effect of the probability of returning to the labor market. We find no effects on recipient mortality six years after benefit award, but estimates imply a notable reduction in poverty risk, highlighting meaningful welfare implications of increased generosity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Exploring Disability Disadvantage in Hiring: A Factorial Survey among Norwegian Employers (2024)
Zitatform
Berre, Stine (2024): Exploring Disability Disadvantage in Hiring: A Factorial Survey among Norwegian Employers. In: Work, Employment and Society, Jg. 38, H. 4, S. 1087-1106. DOI:10.1177/09500170231175776
Abstract
"The role of disability in producing disadvantage in employers’ hiring assessments was explored in a factorial survey, where a random sample of Norwegian employers (n = 1341) evaluated fictional job-seeker profiles. The results revealed that including an impairment description in a job-seeker profile significantly decreased the likelihood that employers would want to hire a candidate. The degree of disadvantage varied with the type of impairment. Being eligible for a wage subsidy scheme improved employers’ assessments of candidates while including information about other types of support measures did not. Furthermore, when an impairment description was introduced into a job-seeker profile, other crucial characteristics of the job seeker lost some or all of their impact on employers’ assessment scores. These findings are interpreted as disability becoming a ‘master status’ when employers make hiring assessments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Künstliche Intelligenz und Inklusion in der Arbeitswelt: Leitlinien und Kompetenzen für die KI-gestützte Förderung beruflicher Teilhabe. Expertise für das Projekt „Digitales Deutschland“ (2024)
Zitatform
Beudt, Susan (2024): Künstliche Intelligenz und Inklusion in der Arbeitswelt. Leitlinien und Kompetenzen für die KI-gestützte Förderung beruflicher Teilhabe. Expertise für das Projekt „Digitales Deutschland“. München, 25 S.
Abstract
"Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der Unterstützung von Menschen mit Behinderung, vor allem mit Blick auf Inklusion in der Arbeitswelt? Künstliche Intelligenz kann berufliche Teilhabe fördern, aber auch neue Barrieren schaffen. Kompetenzanforderungen ändern sich durch sie sowohl für Menschen mit Behinderung als auch für Ausbildende oder Betreuungspersonen. Gefordert werden besonders die Erklärbarkeit und Zugänglichkeit von Technologien mit Künstlicher Intelligenz. Zusätzlich benötigt es ethische Leitlinien, die Transparenz, Sicherheit, Diversität und Nichtdiskriminierung in der Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz betonen, sodass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Challenges for Inclusive Organizational Behavior (IOB) in Terms of Supporting the Employment of People with Disabilities by Enhancing Remote Working (2024)
Zitatform
Bożena, Frączek (2024): Challenges for Inclusive Organizational Behavior (IOB) in Terms of Supporting the Employment of People with Disabilities by Enhancing Remote Working. In: Social indicators research, Jg. 171, H. 3, S. 1019-1041. DOI:10.1007/s11205-023-03290-8
Abstract
"People with disabilities are at a higher risk of loss of work, salary, independence, and thus economic self-sufficiency. The research focuses on the possibilities of implementing the inclusive organizational behavior (IOB) concept in terms of increasing employment of people with disabilities by increasing the scope of remote working for people from this group. The research concerns two aspects related to the challenges for IOB in this area: examining the factors on the side of the employee with special emphasis on features that are important from the perspective of performing remote work, and showing the significance and importance of IOB as an element for narrowing the disability employment gap (DEG) and increasing the inclusion of people with disabilities through their employment (including remote employment). The study uses a macroeconomic approach and was carried out on a macro scale using aggregated data for European Union countries. The regression analysis method (multiple linear regression) was used in the research. The results of the research confirmed the different predictors (in the group of examined factors) of the employment rate in groups of persons with and without a disability. In the first stage of the research, significant predictor was found for the employment rate among the group of factors on the side of the employee that influence the remote work of people with a disability—this was the basic or above basic overall digital skills. However, in the group of people without a disability the predictor was found to be the level of education. Expanding the set of previous factors to the disability employment gap in the second stage of the research changed the significant predictor of the employment rate in the group of people with a disability, but did not change the predictor in the group of people without a disability. In the second stage, the significant predictor of the employment rate proved to be the disability employment gap (among others influenced by inclusive organizational behavior) in the case of people with a disability, and—similarly to the first stage – level of education in the case of people without a disability." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Discrimination toward the visually impaired and quota policies in the labor market (2024)
Zitatform
Chareyron, Sylvain, Yannick L'Horty, Louise Mbaye & Pascale Petit (2024): Discrimination toward the visually impaired and quota policies in the labor market. In: Labour, Jg. 38, H. 4, S. 558-583. DOI:10.1111/labr.12282
Abstract
"We measure discrimination in access to employment toward people with visual impairment in France and explore its relationship with two public policies designed to facilitate the integration of disabled people into the workforce: the obligation on the employer to adapt the workstation, and a quota policy intended to incentivize the hiring of people with disabilities. We use the correspondence test method in combination with a difference-in-differences strategy, to explore the effects of these different policies. We show that applicants with visual impairments face significant discrimination, and we suggest that the level of discrimination is influenced by both policies." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Partizipation am Arbeitsmarkt: Eine Schwerbehinderung hat oft gravierende Folgen für den weiteren Erwerbsverlauf (2024)
Zitatform
Collischon, Matthias, Karolin Hiesinger, Laura Pohlan & Emily Breuer (2024): Partizipation am Arbeitsmarkt: Eine Schwerbehinderung hat oft gravierende Folgen für den weiteren Erwerbsverlauf. (IAB-Kurzbericht 22/2024), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2422
Abstract
"Der Kurzbericht präsentiert Ergebnisse einer empirischen Analyse wie das Eintreten einer Schwerbehinderung die individuelle Erwerbsbiografie beeinflusst. Auf Basis von administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit aus der Beschäftigungsstatistik der schwerbehinderten Menschen (BsbM), die mit den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des IAB verknüpft wurden, werden in den Analysen Personen betrachtet, die im Laufe ihres Erwerbslebens eine Schwerbehinderung erfahren haben, diese vom Versorgungsamt anerkennen ließen und dem Arbeitgeber meldeten. So können Mechanismen wie Arbeitszeitanpassungen, Berufs- und Tätigkeitswechsel oder Gründe, warum ein Austritt aus dem Arbeitsmarkt geschieht, untersucht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf die Gründe für Nichterwerbsbeteiligung von Betroffenen auswirkt
- Wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf die Beschäftigung der Betroffenen auswirkt
- Beschäftigungsumfang und Einkommen vor und nach dem Eintreten einer Schwerbehinderung im Erwerbsverlauf
- Wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf das Einkommen der Betroffenen auswirkt
- Wie sich das Eintreten einer Schwerbehinderung auf Teilzeitarbeit, Betriebs- und Tätigkeitswechsel der betroffenen Beschäftigten auswirkt
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Literaturhinweis
Employer-focused interventions targeting disability employment: A systematic review (2024)
Zitatform
Derbyshire, Daniel W., Emma Jeanes, Esmaeil Khedmati Morasae, Susan Reh & Morwenna Rogers (2024): Employer-focused interventions targeting disability employment: A systematic review. In: Social Science & Medicine, Jg. 347. DOI:10.1016/j.socscimed.2024.116742
Abstract
"There are a wide range of interventions that are designed to influence employer behavior with respect to the employment of people with disabilities. This study presents the results of a systematic review looking at employer-focused interventions to improve disability employment, focusing on interventions or policies taking placing in high-income countries as per the OECD. This systematic review focuses on a broad range of potential employment-related outcomes, including the employment rate, time to return to work and length of sickness absence. The results of 71 papers that evaluate the effectiveness of a range of interventions were synthesized into a narrative review. Interventions are grouped into six broad categories: anti-discrimination legislation, quota systems, part-time sick leave, graded return to work and wage subsidy schemes. Anti-discrimination legislation is not effective at improving the employment prospects of people with disabilities. There is mixed evidence with respect to quota systems and wage subsidy schemes. However, the availability of part time sick leave or graded return to work are both consistently associated with improved work participation for people with disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Welche Faktoren beeinflussen die Karriereambitionen von Menschen mit Behinderungen (2024)
Fulda, Carolin; Stettes, Oliver;Zitatform
Fulda, Carolin & Oliver Stettes (2024): Welche Faktoren beeinflussen die Karriereambitionen von Menschen mit Behinderungen. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,25), Köln, 30 S.
Abstract
"Derzeit klagen Unternehmen nicht nur über Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Beschäftigten, sondern auch bei der internen Beförderung von Mitarbeitern in vakante Führungspositionen. Menschen mit Behinderungen sind derzeit in Führungspositionen unterrepräsentiert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einsatz von KI in Werkstätten für behinderteMenschen (2024)
Garoscio, Lidia; Wiehe, Katharina;Zitatform
Garoscio, Lidia & Katharina Wiehe (2024): Einsatz von KI in Werkstätten für behinderteMenschen. In: Soziale Sicherheit, Jg. 73, H. 8-9, S. 23-27.
Abstract
"Werkstätten für behinderte Menschen haben bereits Erfahrungen mit dem Einsatz von KI-gestützten Assistenzsystemen gemacht. Diese können Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Arbeitsbereichen unterstützen. Der Artikel zeigt die Potenziale des Einsatzes anhand einiger Praxisbeispiele auf, diskutiert aber auch dessen Hürden und geht auf die Rolle desProjekts „KI-Kompass Inklusiv“ ein." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Essays on the Economics of Sickness Absence, Working Conditions and Health in the Labor Market (2024)
Zitatform
Hiesinger, Karolin (2024): Essays on the Economics of Sickness Absence, Working Conditions and Health in the Labor Market. Regensburg, 200 S. DOI:10.5283/epub.55427
Abstract
"Für Deutschland wird eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahre darin bestehen, den Fachkräftemangel in einer alternden Gesellschaft zu überwinden. Eine mögliche Maßnahme ist die Beschäftigungsförderung von gesundheitlich eingeschränkten Personen. Daher ist ein Verständnis der relevanten Institutionen zentral, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sozialschutz und Beschäftigungsförderung für gesundheitlich beeinträchtigte oder behinderte Menschen zu finden. Ziel dieser Dissertation ist es, die Folgen gesundheitlicher Schocks und die Rolle der Arbeitsbedingungen in Form gesundheitsbezogener Institutionen für die Beschäftigung gesundheitlich beeinträchtigter Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu beleuchten. Dazu wird zunächst analysiert, wie sich der Kündigungsschutz auf die langfristigen krankheitsbedingten Fehlzeiten von Arbeitnehmern und die Wahrscheinlichkeit einer unfreiwilligen Arbeitslosigkeit nach Krankheit auswirkt (Kapitel 1). Danach wird in Kapitel 2 untersucht, ob die Schwerbehindertenquote in Deutschland und ihre Nichteinhaltung die Nachfrage der Unternehmen nach behinderten Beschäftigten beeinflusst. Schließlich werden in Kapitel 3 die individuellen Auswirkungen des Eintritts einer Behinderung auf Beschäftigung und Einkommen beleuchtet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsplatzverluste bei Menschen mit Schwerbehinderung während der Covid-19-Pandemie (2024)
Zitatform
Paul, Karsten Ingmar & Alfons Hollederer (2024): Arbeitsplatzverluste bei Menschen mit Schwerbehinderung während der Covid-19-Pandemie. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 77, H. 3, S. 201-209. DOI:10.5771/0342-300X-2024-3-201
Abstract
"Von sozialer Ungleichheit sind Menschen mit Behinderungen in vielerlei Hinsicht besonders stark betroffen. Mit sozial- und arbeitsmarktpolitischen Mitteln wird seit langem versucht, den Nachteilen entgegenzuwirken, mit denen sie konfrontiert sind. Trotzdem ist unumstritten, dass dieser Personenkreis nach wie vor eine besonders vulnerable Gruppe ist. Während der Covid-19-Pandemie verschärften sich die Gefährdungslagen für Menschen mit Behinderungen nicht nur in Bezug auf ihre Gesundheit, möglicherweise trugen sie auch ein höheres Risiko, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Die Studie, über die in diesem Beitrag berichtet wird, hat genauer untersucht, ob das der Fall war und welche Faktoren dabei wirksam waren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
WorkWatch: Ein quantitatives, standardisiertes Bedarfsbemessungsinstrument zur Verbesserung der Rechtssicherheit im Rahmen der Eingliederungshilfe zur Teilhabe am Arbeitsleben (2024)
Queri, Silvia;Zitatform
Queri, Silvia (2024): WorkWatch: Ein quantitatives, standardisiertes Bedarfsbemessungsinstrument zur Verbesserung der Rechtssicherheit im Rahmen der Eingliederungshilfe zur Teilhabe am Arbeitsleben. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 73, H. 10, S. 725-744. DOI:10.3790/sfo.2024.1439101
Abstract
"Die aktuelle Praxis der gemäß Gesetz an der ICF orientierten Bedarfsbemessung für personale Hilfen im Rahmen der Eingliederungshilfe macht verschiedene Konflikte deutlich, v. a. die fehlende Operationalisierung von Teilhabe in der ICF. Die Entwicklung eines standardisierten, quantitativen Bedarfsbemessungsinstrumentes kann zumindest in einigen Aspekten eine höhere Rechtssicherheit herstellen: a) gleiches Leistungsspektrum für alle b) Transparenz die möglichen Leistungen betreffend c) relationale Leistungszuteilung nach Bedarf bei begrenzten Mitteln d) Ermittlung des Hilfebedarfs anhand eines einfachen Algorithmus. Die notwendige psychometrische Güte (Reliabilität und Validität) konnte für WorkWatch in einer Pilotstudie bereits nachgewiesen werden, weshalb eine Ergänzung des Gesamtplanverfahrens empfohlen wird. Offen bleibt allerdings, ob Teilhabe damit exhaustiv operationalisiert ist und gesellschaftlich-politisch konsentiert werden wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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How Work Becomes Invisible: The Erosion of the Wage Floor for Workers with Disabilities (2024)
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Ruppel, Emily H. (2024): How Work Becomes Invisible: The Erosion of the Wage Floor for Workers with Disabilities. In: American sociological review, Jg. 89, H. 5, S. 907-936. DOI:10.1177/00031224241268201
Abstract
"How does work come to be constructed as a service to the worker? In the United States, the payment of subminimum wages to disabled workers has been legal since 1938 and was entrenched by 1986 legislation eliminating the previously mandated floor of 50 percent of the minimum wage. This article draws on primary historical materials to explain the passage of these amendments, which I analyze as a case of delaborization, a process through which work is mystified as such and reclassified as something else (e.g., service). I find that the managers of segregated workshops for disabled manual laborers rose to control disability employment policy in the aftermath of deinstitutionalization. Professionals mobilized disability stigma to frame the subminimum wage as a social welfare issue subject to their expertise and to lobby successfully for its entrenchment. Weaknesses in the disability–labor coalition enabled this seizure of jurisdiction. This research illuminates professional expertise, the withdrawal of labor unions, and identity-based stigma as major mechanisms driving delaborization, an important contemporary influence on the organization of work. The case of the subminimum wage thus develops sociological literatures on labor, disability, and politics." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Exploring the disability–poverty nexus in children: a cross-national comparative analysis in Europe (2024)
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Vinck, Julie (2024): Exploring the disability–poverty nexus in children: a cross-national comparative analysis in Europe. In: The Journal of Poverty and Social Justice, Jg. 32, H. 1, S. 65-99. DOI:10.1332/17598273y2023d000000006
Abstract
"By ratifying the United Nations Convention on the Rights of Persons with Disabilities, states committed themselves to ensure an adequate standard of living and social protection to all persons with disabilities, including children. Yet, prior studies showed that children with disabilities are more likely to grow up poor. Existing research has mainly focused on single-country case studies or comparative analyses for low- and middle-income countries. Due to the lack of good quality data, comparative studies on poverty outcomes, its determinants and the poverty-reducing role of social transfers among children with disabilities in high-income countries are largely missing. This article addresses these gaps using the 2017 EU-SILC cross-sectional survey. The results show great differences across Europe in the prevalence of childhood disability, the poverty outcomes of children with disabilities and the poverty-reducing effectiveness of social transfers for them. In only a third of European countries are children with disabilities more likely to live in poor households than children without disabilities. Countries that perform weakly for children without disabilities also perform weakly for children with disabilities. Moreover, social transfers achieve more for children with disabilities in more than half of European countries. The family’s employment participation and social background have the expected poverty-reducing effects for children with disabilities and children without disabilities, though the strength of some effects differs between the two groups within certain geographical regions. However, the income-based poverty indicator disregards the higher costs families with children with disabilities face which underestimates their poverty risk. More research is needed on which poverty indicator accurately reflects the real living standards of children with disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Policy Press) ((en))
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Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Eine qualitative Befragung zu Wünschen und Erfahrungen von Menschen mit geistiger Behinderung (2024)
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Weißmann, Regina & Joachim Thomas (2024): Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Eine qualitative Befragung zu Wünschen und Erfahrungen von Menschen mit geistiger Behinderung. In: P. Schlögl, A. Barabasch & J. Bock-Schappelwein (Hrsg.) (2024): Krise und Nachhaltigkeit - Herausforderungen für berufliche Bildung. Beiträge zur 8. Berufsbildungsforschungskonferenz (BBFK), S. 175-186. DOI:10.3278/I76713W015
Abstract
"Teilhabe am Arbeitsleben gilt als einer der wichtigsten Grundbausteine für gesellschaftliche Partizipation und soziale Inklusion. In Deutschland existieren verschiedene Instrumente und Konzepte (z. B. das bundesweit etablierte Budget für Arbeit), um Menschen mit Behinderung den Übergang von Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Ausgehend von der bisher geringen Inanspruchnahme dieser Möglichkeiten beschreibt der vorliegende Beitrag die Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie zu Wünschen und Erfahrungen von Menschen mit geistiger Behinderung bezüglich einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Hierfür wurden 31 Menschen mit geistiger Behinderung - sowohl mit als auch ohne Übergangserfahrung - einbezogen. Aus dem Interviewmaterial wurden sechs Schwerpunktthemen identifiziert, aus denen sich Implikationen und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Übergängen in den allgemeinen Arbeitsmarkt ableiten lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Technologien für die Zukunft der Teilhabe an Arbeit (2024)
York, Jana; Bächler, Liane; Jochmaring, Jan;Zitatform
York, Jana, Liane Bächler & Jan Jochmaring (2024): Technologien für die Zukunft der Teilhabe an Arbeit. In: Zeitschrift für Inklusion, Jg. 19, H. 4, S. 94-122.
Abstract
"Der Artikel untersucht Forschungsprojekte, die Assistive Technologien zur Teilhabe an Arbeit von Menschen mit Behinderungen fokussieren. Expliziert werden die Bedeutungsebenen von Arbeit und Erwerbsarbeit für Menschen mit Behinderungen, politische Zielvorgaben und gesetzliche Rahmenbedingungen zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben sowie Elemente des Konstruktes Arbeit 4.0. Diskutiert werden Herausforderungen und Chancen, die aus den neuen Arbeitsrealitäten erwachsen. Weiter werden Assistive Technologien im Kontext von Arbeit definiert und auf einem Kontinuum von No-Tech bis High-End-Tech systematisiert. Kartiert werden anschließend aktuelle Forschungsprojekte, die Menschen mit Behinderungen den Zugang zur Arbeitswelt erleichtern sollen. Abschließend werden die Ergebnisse dieser Kartierung kritisch vor dem Hintergrund kapitalistischer Wirtschaftslogiken diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen als Potenzial für den Fachkräftemangel für kleine und mittlere Unternehmen (2024)
Zitatform
Zapfel, Stefan, Karolin Hiesinger & Nancy Reims (2024): Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen als Potenzial für den Fachkräftemangel für kleine und mittlere Unternehmen. In: B. Badura, A. Ducki, J. Baumgardt, M. Meyer & H. Schröder (Hrsg.) (2024): Fehlzeiten-Report 2024: Bindung und Gesundheit - Fachkräfte gewinnen und halten, 2024-04-10. DOI:10.1007/978-3-662-69620-0_2
Abstract
"Betriebe stehen vor größer werdenden Herausforderungen, ihren Bedarf an Fach- und Arbeitskräften künftig weiter decken zu können. Eine relevante Stellschraube hierfür ist, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Behinderungen im Betrieb (weiter) zu beschäftigen. In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gestalten sich die Voraussetzungen dafür zwar insgesamt schwieriger als in größeren. Allerdings haben auch KMU Möglichkeiten, mit Diversity-Management-Konzepten, betrieblichem Gesundheitsmanagement und den durch digitale Veränderungen erweiterten Gestaltungsspielräumen in der Arbeitsorganisation die Einbindung von Menschen mit Behinderungen im Betrieb zu verbessern. Unterstützt werden sie dabei durch sozialstaatliche Angebote wie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) oder die 2022 eingeführten „Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber“ (EAA). Parallel dazu nehmen gesetzliche Regelungen Einfluss auf das Verhalten der Betriebe bezüglich der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, etwa der erweiterte Kündigungsschutz oder die seit 2024 verschärft geltende Ausgleichsabgabenregelung für Unternehmen, die der Beschäftigungspflicht überhaupt nicht nachkommen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © 2024 Springer)
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Forschen mit Sehbehinderung: Die Herausforderungen bleiben groß (Serie "Inklusion - eine Herausforderung für Wissenschaft und Praxis") (2023)
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Abend, Sonja (2023): Forschen mit Sehbehinderung: Die Herausforderungen bleiben groß (Serie "Inklusion - eine Herausforderung für Wissenschaft und Praxis"). In: IAB-Forum H. 13.06.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230613.01
Abstract
"Forschungseinrichtungen können ähnlich wie Unternehmen von divers zusammengesetzten Teams profitieren. Dies gilt auch und gerade für Menschen mit Behinderung. Technische Arbeitshilfen erleichtern heute die Inklusion in Bildungssystem und Arbeitsmarkt zwar erheblich. Dennoch bedarf es etwa in der Wissenschaft zusätzlicher Anstrengungen, nicht zuletzt finanzieller Art, um tatsächlich gleiche Zugangs- und Teilhabechancen zu gewährleisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Physical Disability and Labor Market Discrimination: Evidence from a Video Résumé Field Experiment (2023)
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Bellemare, Charles, Marion Goussé, Guy Lacroix & Steeve Marchand (2023): Physical Disability and Labor Market Discrimination: Evidence from a Video Résumé Field Experiment. In: American Economic Journal. Applied Economics, Jg. 15, H. 4, S. 452-476. DOI:10.1257/app.20210633
Abstract
"We sent fictitious applications to firms advertising job openings. We find that revealing a disability decreases callback rates by 25 percentage points. This result is not explained by accessibility constraints or lower productivity due to disability. We find that including a video résumé of a well-spoken applicant significantly increases callbacks by 10 percentage points for persons with and without disabilities, suggesting that discrimination is unaffected by quality signals in our context. Analysis of viewing activity suggests that employers seek less information when the applicant is disabled. Disclosing the disability later in the video increases employers' viewing time but leaves callback rates unchanged." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Participation in Work of People with Disabilities by Means of Technical Assistance (2023)
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Bächler, Liane & Hauke Behrendt (2023): Participation in Work of People with Disabilities by Means of Technical Assistance. In: A. Shajek & E. A. Hartmann (Hrsg.) (2023): New Digital Work, S. 118-134. DOI:10.1007/978-3-031-26490-0_7
Abstract
"The comprehensive realization of social participation for all individuals is a particular challenge in which the working world proves to be an important sphere. Despite normative reference points through socio-political innovations, people with intellectual disabilities and a high need for support are particularly excluded. Even in sheltered workshops, this group of people is excluded from participating in work as the challenges of life and labor in the 21st century are becoming ever more complex and the demands of production and business stricter. As a result, people with intellectual disabilities and a high need for support often fall off the radar in current inclusion efforts and – despite legal obligations – do not receive adequate support to participate in work. To counteract the negligence and tacit acceptance of the deprivation of a large part of the sheltered workshop employees - in the sense of social affiliation by work participation - design options for promoting work participation require careful consideration. This paper analyses the use and impact of technical assistance to promote work participation for people with intellectual disabilities and high support needs and reports the results of a field study on the use of technical assistance in a sheltered workshop." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer) ((en))
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