Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf
Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 wurden 2016 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben angestoßen und in den Folgejahren umgesetzt und weiterentwickelt. Damit soll im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben werden, indem die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes erfuhren das Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe (SGB IX) weitreichende Änderungen. Wie stellt sich die Situation von behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt dar? Wie lassen sich behindertengerechte Berufsleben und inklusive Arbeitswelten gestalten?
Die Infoplattform stellt zentrale Dokumente und relevante Quellenhinweise zusammen, inhaltlich strukturiert nach den Aspekten der Politik für behinderte Menschen und den diskutierten bzw. realisierten Reformanstrengungen.
- Ergebnisse und Projekte aus dem IAB
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Ausbildung, Rehabilitationsmaßnahmen
- Politik und Rechtsprechung für behinderte Menschen
- Rehabilitationseinrichtungen
- Berufsvorbereitung, Berufsberatung, Berufswahl
- Studium
- Berufsausbildung, Berufseinmündung
- Fortbildung und Umschulung
- betriebliche Rehabilitation
- Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
- Erfolgskontrolle, Kosten-Nutzen-Aspekte
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Arbeitsmarktsituation behinderter Menschen
- Arbeitsmarktpolitik, Inklusion, Persönliches Budget
- Beschäftigungsentwicklung
- Arbeitslosigkeit
- Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen
- Beschäftigung in alternativen Einrichtungen, Selbsthilfefirmen
- Berufliche Selbständigkeit
- Hochqualifizierte behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt
- Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt
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Berufsleben und Arbeitswelt behinderter Menschen
- Personalpolitik, Arbeitgebereinstellungen, finanzielle Einstellungsanreize
- Eingliederungshilfe, BEM, Arbeitsassistenz, Unterstützte Beschäftigung, Arbeitsplatzsicherung
- Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzgestaltung, technische Arbeitshilfen, Arbeitszeit
- Berufsverlauf, Berufserfolg
- Berufsstruktur, Einzelberufe
- Arbeitszufriedenheit
- Lohn, Einkommen
- Behinderungsart
- Alter
- Geografischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Mehr Kundenorientierung im Sozialstaat wagen: Die berufliche Rehabilitation ist der Schlüssel für eine moderne Teilhabe- und Arbeitsmarktpolitik (2026)
Zitatform
Arntz, Melanie, Angela Rauch & Nancy Reims (2026): Mehr Kundenorientierung im Sozialstaat wagen: Die berufliche Rehabilitation ist der Schlüssel für eine moderne Teilhabe- und Arbeitsmarktpolitik. In: IAB-Forum H. 17.03.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260317.01
Abstract
"Die berufliche Rehabilitation leistet viel, aber weniger, als sie könnte. Die Fragmentierung des Systems führt zu Zeitverzögerungen und Schwierigkeiten beim Zugang und der Weiterleitung von Geförderten. Eine Reform könnte sich am Befähigungsansatz orientieren. Ein Weg wäre die Einrichtung regionaler Reha-Hubs, die als übergreifende Schnittstellen den Leistungsträgern vorgeschaltet wären." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Double Challenges of Single Parents Raising Children with Disabilities (2026)
Zitatform
Balbo, Nicoletta & Roxana-Diana Burciu (2026): The Double Challenges of Single Parents Raising Children with Disabilities. In: European Journal of Population, Jg. 42, H. 1. DOI:10.1007/s10680-026-09767-9
Abstract
"This paper sheds light on the health-related, economic, and social well-being of single parents of children with disabilities, a population often overlooked in research. Much literature examines single parenthood and child disability independently and generally finds negative consequences of experiencing either. Yet, little is known about the well-being of parents at the intersections of single parenthood and raising a child with a disability. Drawing on data from the UK Millennium Cohort Study, the study compares the health-related, economic, and social well-being of single parents of children with disabilities to that of single parents of non-disabled children and partnered parents. The findings show that single parents of children with disabilities experience significantly worse mental and physical health, higher rates of poverty and lower employment rates. These challenges are compounded by the lack of appropriate childcare and limited support from non-residential parents and extended family members, which further constrains parents’ ability to work. Thisstudy investigates a neglected social group and contributes to the literature by integrating two separate strands of research—single parenthood and child disability—and identifying the unique disadvantages thatstand at their intersection." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Übergänge von jungen Menschen mit Behinderungen von der Schule in die Berufsausbildung in Deutschland. Ein Forschungsüberblick (2026)
Zitatform
Blanck, Jonna (2026): Übergänge von jungen Menschen mit Behinderungen von der Schule in die Berufsausbildung in Deutschland. Ein Forschungsüberblick. In: Die Deutsche Schule, Jg. 2025, H. 4, S. 261-273. DOI:10.31244/dds.2025.04.02
Abstract
"Mit Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) hat sich Deutschland vor mehr als 15 Jahren dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen und so dazu beizutragen, dass diese selbstständig ihren Lebensunterhalt verdienen können (Art. 27 UN-BRK). Erst seit einigen Jahren rückt die Analyse der Übergänge von Jugendlichen mit Behinderungen von der Schule in den Ausbildungsmarkt verstärkt in den Fokus. Der Beitrag stellt den aktuellen Kenntnisstand zu den nachschulischen Übergängen von Jugendlichen mit Behinderungen in Deutschland sowie ihren Einflussfaktoren dar und endet mit Schlussfolgerungen für Forschung, Bildungsadministration und -praxis." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Work from Home and Disability Employment (2026)
Zitatform
Bloom, Nicholas, Gordon Dahl & Dan-Olof Rooth (2026): Work from Home and Disability Employment. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 21377), London, 16 S., App.
Abstract
"There has been a dramatic rise in disability employment since the pandemic. At the same time, work from home (WFH) has risen four-fold. This paper asks whether the two are causally related. Controlling for compositional changes and labor market tightness, a 1 percentage point increase in WFH increases full-time employment by 1.0% for individuals with a physical disability. The postpandemic increase in working from home explains 68%-85% of the rise in full-time employment. Wage data suggests that WFH increased the supply of workers with a physical disability, likely by reducing commuting costs and enabling better control of working conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Auf dem Weg zum Wunschberuf? Kompromisse beim Übertritt in die Berufsausbildung von Lernenden mit Lernzielreduktion (2026)
Zitatform
Brandenberg, Kathrin, Caroline Sahli Lozano, Sara Lustenberger & Robin Benz (2026): Auf dem Weg zum Wunschberuf? Kompromisse beim Übertritt in die Berufsausbildung von Lernenden mit Lernzielreduktion. In: Die Deutsche Schule, Jg. 2025, H. 4, S. 274-285. DOI:10.31244/dds.2025.04.03
Abstract
"Mit Längsschnittdaten aus der Schweiz wird in der vorliegenden Studie untersucht, inwiefern Lernende mit reduzierten individuellen Lernzielen (RILZ) in Berufsausbildungen eintreten können, die den Anforderungen ihres Wunschberufs entsprechen. Die Resultate zeigen, dass Lernende mit RILZ systematisch häufiger schulisch weniger anforderungsreiche Ausbildungen aufnehmen als vergleichbare Lernende ohne RILZ." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Förderung der beruflichen Teilhabe in der ambulanten vs. stationären orthopädischen Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR): Analysen auf Basis von Routinedaten (2026)
Zitatform
Bühne, David, Christian Hetzel, Mathis Elling & Torsten Alles (2026): Förderung der beruflichen Teilhabe in der ambulanten vs. stationären orthopädischen Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR): Analysen auf Basis von Routinedaten. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 04, S. 243-251. DOI:10.1055/a-2679-7982
Abstract
"Intendiert wurde eine Untersuchung des Einflusses der Reha-Form auf das Angebot berufsbezogener Leistungen sowie die Förderung der beruflichen Teilhabe in orthopädischen Stufe-B-Heilverfahren. Die Analysen erfolgten auf Grundlage der Reha-Statistik-Datenbasis (RSD). Eingeschlossen wurden pflichtversicherte Personen im Alter von bis zu 63 Jahren mit MBOR-Stufe B-Heilverfahren in den Jahren 2018–2019 und Muskel-Skelett-Erkrankung (erste Entlassungsdiagnose aus dem ICD-10-Kapitel XIII). Die Umsetzung der MBOR wurde anhand der im Entlassbericht dokumentierten Leistungen abgebildet. 46.276 Rehabilitandinnen und Rehabilitanden wurden eingeschlossen. Kernangebote wurden im Umfang von durchschnittlich 8,2 (ambulantes Setting) bzw. 9,3 Stunden (stationäres Setting) dokumentiert. Bei 25,7% der ambulanten und 37,1% der stationären Rehabilitandinnen und Rehabilitanden entsprach der Gesamtumfang dabei mit elf oder mehr Stunden dem in der Regel vorgesehenen Mindestumfang. Hinsichtlich der Förderung der beruflichen Teilhabe wurde nach Adjustierung für gesundheits- und erwerbsbezogene Merkmale kein signifikanter Einfluss der Reha-Form vorgefunden (OR=0,96; 95% KI: 0,90 – 1,03; p=0,3; Referenzkategorie=stationäres Setting). Der Bedarf an berufsbezogenen Angeboten wurde settingübergreifend weder in der Zuweisung zu Stufe B-Leistungen noch in den realisierten Stufe B-Leistungen flächendeckend gedeckt. Bezüglich der Förderung der beruflichen Teilhabe deuten die Ergebnisse auf eine Gleichwertigkeit des ambulanten und stationären Settings hin." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Inklusive Universität (InUni) – Eine Querschnittstudie zum arbeitsbezogenen Inklusionserleben von universitären Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung (2026)
Zitatform
Carow, Franziska, Luka Marko Rašo & Matthias Bethge (2026): Inklusive Universität (InUni) – Eine Querschnittstudie zum arbeitsbezogenen Inklusionserleben von universitären Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 2, S. 93-103. DOI:10.1055/a-2705-1734
Abstract
"Diese Studie untersuchte das arbeitsbezogene Inklusionserleben von Mitarbeitenden an einer Universität und mögliche Einflussgrößen auf das Inklusionserleben von Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung. In einer querschnittlichen Online-Befragung wurden 199 Mitarbeitende anhand einer Skala zu ihrem arbeitsbezogenen Inklusionserleben befragt. In zwei linearen Regressionsmodellen wurden erstens Unterschiede zwischen dem Inklusionserleben von Mitarbeitenden mit und ohne Beeinträchtigung und zweitens bei Menschen mit Beeinträchtigung der Zusammenhang von möglichen Einflussgrößen und dem Inklusionserleben untersucht. Zusätzlich wurde eine qualitative Inhaltsanalyse zu Herausforderungen und Verbesserungsvorschlägen durchgeführt. Das arbeitsbezogene Inklusionserleben (1 bis 5 Punkte) war niedriger bei Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung (n=74) als bei Mitarbeitenden ohne Beeinträchtigung (n=125; b=− 0,35; 95-%-KI: − 0,58 bis − 0,11; p=0,004). Eine Beeinträchtigung des Sehens war signifikant mit einem niedrigeren Inklusionserleben assoziiert (b=− 0,57, 95-%-KI:-1,05; − 0,10). Mitarbeitende, denen soziale Unterstützung wichtig ist, wiesen ein geringeres Inklusionserleben auf (b=− 0,98, 95-%-KI: -1,61; − 0,34). Mitarbeitende mit einem Grad der Behinderung unter 50 hatten ein höheres Inklusionserleben (b=0,75, 95-%-KI: 0,19; 1,31) als Mitarbeitende ohne einen anerkannten Grad der Behinderung. Mitarbeitende, die offener mit ihrer Beeinträchtigung umgehen, hatten ein höheres Inklusionserleben (b=0,13, 95-%-KI: 0,05; 0,21). Die Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung kannten die zur Verfügung stehenden Angebote nur teilweise. Herausforderungen und Verbesserungsvorschläge betreffen Infra- und Organisationsstruktur und das soziale Miteinander. Mitarbeitende mit Beeinträchtigung zeigten ein signifikant niedrigeres Inklusionserleben in unserer Stichprobe. Wir konnten einige Merkmale identifizieren, die möglicherweise mit dem Inklusionserleben assoziiert sind, allerdings lassen unsere Ergebnisse keine Schlüsse auf kausale Zusammenhänge zu und können nicht verallgemeinert werden. Unsere Studie liefert jedoch mögliche Ansatzpunkte für ein besseres Inklusionserleben von Menschen mit Beeinträchtigung im Arbeitskontext." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Developing supported job matches in public employment services: Toward a relational framework (2026)
Zitatform
Dall, Tanja (2026): Developing supported job matches in public employment services: Toward a relational framework. In: International Journal of Social Welfare, Jg. 35, H. 2. DOI:10.1111/ijsw.70066
Abstract
"Employer engagement, in which unemployed persons are “matched” with local employers to develop work ability and employability, has received increased attention in public employment service efforts to enhance sustainable employment for individuals with complex needs. This study empirically explores how such aims are realized in professional practice within public employment services and develops a conceptual framework for understanding supported job matching as a relational and developmental process. Analyzing qualitative interviews with 24 employment specialists and 31 unemployed individuals who participated in supported job-matching interventions, I find that job matching is a dynamic process involving four interrelated dimensions: functional, skills-based, social, and interests-based dimensions. The findings contribute a more nuanced understanding of the processes involved in job matching and have practical implications for policymakers and employment specialists aiming to enhance sustainable employment for individuals with complex needs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Künstliche Intelligenz und berufliche Teilhabe in Deutschland: Ein narratives Review (2026)
Decker, Mareike; Hamideh Kerdar, Sara; Traub, Patricia;Zitatform
Decker, Mareike, Sara Hamideh Kerdar & Patricia Traub (2026): Künstliche Intelligenz und berufliche Teilhabe in Deutschland: Ein narratives Review. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 69, H. 8, S. 897-908. DOI:10.1007/s00103-026-04271-1
Abstract
"Die Literatur zeigt, dass künstliche Intelligenz (KI) trotz bestehender Einschränkungen neue Möglichkeiten bieten kann, Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben zu unterstützen. Der aktuelle Forschungsstand in Deutschland zum Einsatz von KI zur Förderung beruflicher Teilhabe ist jedoch unübersichtlich. Ziel dieses narrativen Reviews ist es daher, einen aktuellen Überblick über Projekte und Publikationen zu geben, die in Deutschland durchgeführt beziehungsweise veröffentlicht wurden. Für den Zeitraum von 2020 bis 2025 wurde eine strukturierte Recherche in mehreren Datenbanken und auf einschlägigen Websites durchgeführt. Eingeschlossen wurden Projekte und Publikationen, die sich mit dem Einsatz von KI im beruflichen Kontext für Menschen mit Behinderungen befassen. In einer thematischen Analyse wurden Chancen und Herausforderungen des KI-Einsatzes herausgearbeitet. Es wurden 16 Projekte und 8 Publikationen identifiziert. Die Analyse zeigt, dass KI dazu beitragen kann, Barrieren zu überwinden, etwa durch die Unterstützung von Arbeitsprozessen und die Förderung von Selbstbestimmung. Zugleich werden Herausforderungen deutlich, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, mangelnde Transparenz bei der Datenverarbeitung sowie mögliche personelle und finanzielle Mehraufwände beim Einsatz KI-gestützter (assistiver) Technologien. Auf Grundlage der Analyse von Projekten und Publikationen schließt der Artikel mit praktischen Empfehlungen und Implikationen für die zukünftige Forschung zum Einsatz KI-gestützter Technologien zur Förderung beruflicher Teilhabe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Labor market entry prospects of people with visual impairments: evidence from administrative register data in the Netherlands (2026)
Zitatform
Diehl, Katharina, Eline Heppe, Melvin Vooren, Ilja Cornelisz & Chris van Klaveren (2026): Labor market entry prospects of people with visual impairments: evidence from administrative register data in the Netherlands. In: The European Journal of Health Economics, Jg. 27, H. 3, S. 509-526. DOI:10.1007/s10198-025-01830-2
Abstract
"The UN’s Convention on the Rights of Persons with Disabilitiesincludes a right to equal work opportunities. People with visual impairments (VI) are targeted by this convention and experience low employment rates. The initial transition from education to labor is a predictor for later labor market participation. Exploiting administrative register data, we identified a graduated subpopulation with VI and matched them to a control group. This paper evaluates (1) group differences in various socio-economic outcomes following graduation, and (2) following initial employment. Following graduation there are fewer transitions into (self-)employment for people with VI and more transitions to disability insurance or social benefits, but similar patterns for unemployment insurance and further education. Scrutinizing subsequent dynamics for those that secured initial employment revealed a greater share of those with VI maintained employment as dominant source of income given there was a change in employment status. However, there are more dynamics recorded for individuals with VI, which may reflect difficulties retaining a job. This group remained overrepresented in disability insurance as well as social benefits. Differences with regards to self-employment, unemployment insurance, further education and the other no income status did not reach significance. In conclusion, this study did not find equal labor market prospects for declarants with VI. The finding that VI declarants face less favorable labor market prospects than their matched counterparts, despite having similar cognitive ability, underscores the need for policies that not only improve their labor market outcomes but also promote greater equality in opportunities to reach the UN convention’s ideals." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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From assessment to action: A randomised controlled trial of the effectiveness of a holistic diagnostic to enhance work ability (2026)
Fauser, David ; Dötsch, Saskia; Kleineke, Vera; Feddersen, Dagmar; Roder, Jessica ; Bethge, Matthias ; Usdrowski, Gregor;Zitatform
Fauser, David, Saskia Dötsch, Jessica Roder, Vera Kleineke, Dagmar Feddersen, Gregor Usdrowski & Matthias Bethge (2026): From assessment to action: A randomised controlled trial of the effectiveness of a holistic diagnostic to enhance work ability. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 2, S. 114-123. DOI:10.1055/a-2663-0460
Abstract
"Employees can benefit from multimodal work-related intervention strategies. This randomised controlled trial tested the effectiveness of an integrative diagnostic service used to clarify intervention needs of employees with endangered work participation (German Clinical Trials Register: DRKS00027577). Employees with health restrictions and limited work ability were included and received an initial consultation with their occupational health physician. With computer-generated allocation lists, they were randomised to the treatment arms. The intervention group (IG) immediately attended a two-day assessment in a rehabilitation centre and then received follow-up consultations at the workplace. The control group (CG) started the two-day assessment six months after randomisation. Questionnaire data were collected from participants at their initial consultation and after six months. The primary outcome was the subjective work ability of the participants (Work Ability Score; 0–10 points). Secondary outcome measures included working conditions and sick leave duration. Data from 61 participants (IG: n=32) were analysed. A clinically important but statistically nonsignificant difference was found between IG and CG, including a moderate effect size for work ability (difference=1.15: 95% CI: −0.05 to 2.35; p=0.061). Clinically relevant differences were observed for sick leave duration in weeks (difference=−4.00: 95% CI: −7.49 to −0.51; p=0.025) and job insecurity (difference: −16.40; 95% CI: −29.82 to −2.99; p=0.017). Our results suggest that the intervention led to a reduction in sick leave and improvements in job security and work ability. The effectiveness of the intervention depends largely upon whether the needs of individuals and the requirements of workplaces are taken into consideration. Participants could be selected by occupational physicians on the basis of the occupational skill level. Further research should consider the long-term effects and health economic analyses and structural requirements for a nationwide implementation, as well as employers’ perspectives." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The disability pay gap: distinguishing between within-firm inequality and worker allocation across firms (2026)
Zitatform
Forth, John & Melanie Jones (2026): The disability pay gap: distinguishing between within-firm inequality and worker allocation across firms. In: Oxford economic papers, Jg. 78, H. 3, S. 850-871. DOI:10.1093/oep/gpag016
Abstract
"This article provides the first decomposition of the extent to which the UK disability pay gap is a consequence of within-firm inequality and the allocation of workers across firms. We use linked employer–employee data which matches high-quality information from employer payroll records to Census data on disability. Our findings indicate that the distribution of disabled and non-disabled employees across firms acts to reinforce within-firm disability-related pay inequality. However, both the raw and unexplained disability pay gap predominately exist within rather than between firms. The finding that the disability pay gap is driven primarily by within-firm wage-setting provides support for the introduction of employer-level disability pay gap reporting in the UK." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Vocational rehabilitation for people with multiple sclerosis: A systematic scoping review of international evidence (2026)
Gualco, Carlotta ; Salivetto, Marco ; Manacorda, Tommaso; Rotondi, Federica; Toljan, Karlo; Dini, Guglielmo; Presicce, Giorgia; Grange, Erica ; Nasone, Lorenza; Grasso, Maria Grazia; Pignattelli, Elena; Ponzio, Michela; Durando, Paolo; Brichetto, Giampaolo ; Inglese, Matilde; Persechino, Benedetta;Zitatform
Gualco, Carlotta, Erica Grange, Federica Rotondi, Marco Salivetto, Elena Pignattelli, Tommaso Manacorda, Maria Grazia Grasso, Giorgia Presicce, Matilde Inglese, Lorenza Nasone, Paolo Durando, Guglielmo Dini, Benedetta Persechino, Giampaolo Brichetto & Michela Ponzio (2026): Vocational rehabilitation for people with multiple sclerosis: A systematic scoping review of international evidence. In: PLoS ONE, Jg. 21, H. 5. DOI:10.1371/journal.pone.0350122
Abstract
"Introduction: People with multiple sclerosis (pwMS) may encounter challenges in their professional lives, due to a combination of environmental and individual factors. According to Escorpizo et al., 2011 framework, Vocational rehabilitation (VR) aims to optimise job participation, providing support in the job access, retention and in the return to work for people with disability. However, the corpus of research on VR for pwMS is poor. This scoping review aims to map the available literature on VR interventions for pwMS, summarising their characteristics, study designs, implementation features, feasibility, and stakeholders’ perspectives. Methods: Following the Joanna Briggs Institute (JBI) and the PRISMA-ScR guidelines, seven databases were searched up to October 2025: PubMed, SCOPUS, PsycInfo, CINAHL, Google Scholar, OT Seeker (University of Queensland), and the Physiotherapy Evidence Database (PEDro). Studies were eligible if they were related to VR interventions for pwMS, focused on job access, return, or retention and if they were primary articles. Data were extracted and synthesised following the Population–Concept–Context (PCC) framework. Results: Out of 2,360 records, 28 articles describing 28 distinct VR interventions were included. Studies were published between 1996 and 2025, mostly from Western countries. Designs ranged from descriptive to randomized trials, with an increasing number of interventional and feasibility studies in recent years. The 61% of the interventions were multi-dimensional delivering a combination of rehabilitation, educational, and reasonable accommodation services. PwMS highlighted the importance of empathetic and individualized approaches, symptom management, and legal counselling as key elements in VR interventions, while logistical, personal and health issues were barriers to participation. Overall, interventions were considered feasible and acceptable. Conclusions: This is the first comprehensive overview of VR interventions for pwMS, outlining a progressive shift toward multidisciplinary and goal-oriented approaches over time. Despite promising feasibility and stakeholder satisfaction, further rigorous trials are needed to evaluate effectiveness and inform evidence-based implementation of VR programmes in diverse contexts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The impact of chronic diseases on labour market exit: a difference-in-differences approach (2026)
Zitatform
Ha, Nga Chau My, Carla Sabariego & Diana Pacheco Barzallo (2026): The impact of chronic diseases on labour market exit: a difference-in-differences approach. In: BMC public health, Jg. 26, H. 1. DOI:10.1186/s12889-026-27541-8
Abstract
"The prevalence of chronic diseases, also referred to as non-communicable diseases (NCDs), is rising worldwide, leading to an increasing number of people facing disabilities that impact their labour market participation. This study examines the effect of NCDs on labour market exit across European countries. Data on individuals aged 55 to their respective national retirement age were collected from the Survey of Health, Ageing, and Retirement in Europe (2004–2020) and analysed using a staggered difference-in-differences approach. Compared to their healthy counterparts, individuals with an NCD were 16% points (pp) more likely to exit the labour market early, losing an average of 3.6 working months. We also document a severity gradient: the probability of premature exit rises from 7 pp for mild conditions to 15 pp for severe diagnoses. The effect was consistent across most European countries, except for Estonia. In some cases, NCDs influenced the decision of labour market exit but had little impact on total working time. Among the countries analysed, Slovenia showed the highest early exit risk and greatest working time loss, followed by Belgium and Italy. Overall, the annual economic burden associated with lost working years due to NCDs is estimated at €136 billion. In conclusion, people with NCDs are more likely to stop working earlier due to disability. Rehabilitation measures targeting work outcomes should be better incorporated to support the participation of individuals in the labour market. Effective intervention can have a substantial return on investment, given the significant economic losses that impact individuals, their families, and the social and healthcare system." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Case Management im Übergang Schule – Beruf: Unterstützung vulnerabler Gruppen im Ländervergleich (Deutschland, Österreich, Schweiz) (2026)
Heinrichs, Karin; Forster-Heinzer, Sarah; Kranert, Hans-Walter; Stein, Roland ; Joho, Corinne; Buchegger-Traxler, Anita;Zitatform
Heinrichs, Karin, Sarah Forster-Heinzer, Hans-Walter Kranert, Corinne Joho, Roland Stein & Anita Buchegger-Traxler (2026): Case Management im Übergang Schule – Beruf. Unterstützung vulnerabler Gruppen im Ländervergleich (Deutschland, Österreich, Schweiz). In: Die Berufliche Rehabilitation, Jg. 40, H. 2, S. 6-15.
Abstract
"Der Übergang von der Schule in den Beruf stellt für Jugendliche eine herausfordernde Lebensphase dar. Die Bewältigung dieser Transition erfordert neben personalen Ressourcen der Jugendlichen auch Ressourcen im sozialen Umfeld sowie koordinierte bildungs-, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Maßnahmen. In den drei D-A-CH-Ländern werden hierfür vielfältige Optionen zur Verfügung gestellt. Die drei Länder bieten ein, wenn auch in unterschiedlichem Maß differenziertes, Bildungssystem der Sekundarstufen I und II sowie Angebote von Berufsbildung in Vollzeitschulen und der dualen Berufsausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Lambertus-Verlag)
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Literaturhinweis
Wurde die Wirkung von Grenzwerten im deutschen Arbeitsrecht bisher unterschätzt? (2026)
Zitatform
Hiesinger, Karolin & Leonard Koch (2026): Wurde die Wirkung von Grenzwerten im deutschen Arbeitsrecht bisher unterschätzt? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 1, S. 29-46., 2025-12-22. DOI:10.3790/sfo.2026.1475602
Abstract
"Viele Regelungen im deutschen Arbeitsrecht greifen erst ab einer bestimmten Arbeitgebergröße. Es existieren weit über 100 solcher Grenzwertregelungen, wobei die dafür relevante Arbeitgebergröße oftmals sehr unterschiedlich berechnet wird. Der vorliegende Artikel zeigt auf, welche Unterschiede es bei der Erfassung von Grenzwerten gibt, diskutiert die bisherige Forschung zu Grenzwerteffekten und stellt Thesen zur Erklärung der uneindeutigen Evidenz auf. Durch eine einheitliche Erfassung könnten Bürokratie abgebaut und Grenzwerteffekte empirisch besser identifiziert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Duncker & Humblot)
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Literaturhinweis
Current Status and Challenges: Employment Policies for Persons with Disabilities in Germany (2026)
Zitatform
Hiesinger, Karolin & Nancy Reims (2026): Current Status and Challenges: Employment Policies for Persons with Disabilities in Germany. In: International Labor Brief / Korea Labor Institute, Jg. 24, H. 5, S. 11-23., 2026-06-23.
Abstract
"In order to further promote the integration of people with disabilities into the general labor market and to address criticism of sheltered workshops, a number of reforms have recently been introduced or are planned in Germany. For the general labor market, the introduction of the Unified Contact Points for Employers in 2022 aims to help employers recruit and employ people with disabilities. Furthermore, the 2024 Act on the Promotion of an Inclusive Labor Market introduced a new level of the noncompliance fine, imposing heavier penalties on firms without any employees with disabilities. This Act also aims to encourage the transition from sheltered workshops to the general labor market. This way, a severely disabled employee who was previously employed in a sheltered workshop can now be counted towards two positions relevant for the fulfillment of the employment quota. In addition, the reform was intended to focus the funds from the noncompliance fine more strongly on the promotion of employment outside sheltered settings. Regarding sheltered workshops, the Federal Ministry of Labor and Social Affairs has recently identified four areas of action in this context (BAG WfbM 2023). These include 1) pathways into the general labor market through novel concepts of training and guidance for the vocational training phase and greater use of supported employment and the budget for employment, 2) strengthening transitions from sheltered workshops to regular employment, 3) reforming workshops’ income system (increasing subsidies while maintaining the exemption for the minimum wages), and 4) improving participation opportunities for individuals with complex disabilities, through the development of community based support models. In sum, recent reforms indicate a growing policy commitment to strengthening labor market inclusion in Germany. To the best of our knowledge, there is currently no scientific evidence regarding the impact of these reforms or reform initiatives on the employment prospects of disabled individuals in the general labor market. Future research should therefore assess whether these measures effectively improve labor market inclusion and facilitate transitions from sheltered employment to regular employment. Given the ongoing criticism from the UN CRPD, demographic change and a growing shortage of skilled workers, evaluating the effectiveness of these policies remains an essential task for both researchers and policymakers." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Großbefragungen zur Arbeitssituation von Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung und Behinderung in Deutschland - Erweiterung des Analysepotenzials (2026)
Zitatform
Hünefeld, Lena, Alper Eker & Sophie Teborg (2026): Großbefragungen zur Arbeitssituation von Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung und Behinderung in Deutschland - Erweiterung des Analysepotenzials. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Jg. 69, H. 8, S. 886-896. DOI:10.1007/s00103-026-04202-0
Abstract
"Einleitung: Eine fundierte und inklusive Gestaltung von Arbeitsplätzen erfordert eingehendes Wissen über die Arbeitssituation – erfasst durch geeignete, aktuelle Indikatoren. Befragungsdaten ermöglichen eine differenzierte Beschreibung dieser Situation und das Nachvollziehen von Entwicklungen im Zeitverlauf. Ziel dieses Beitrags ist eine systematische Übersicht über Großbefragungen zur Arbeitssituation von Menschen mit Beeinträchtigung und Behinderung in Deutschland sowie eine Untersuchung des Analysepotenzials. Methoden: Insgesamt 15 Großbefragungen, die eine Identifizierung von Personen mit Beeinträchtigung ermöglichen und Informationen zur Arbeitssituation liefern, wurden systematisch analysiert. Dabei wurden die Befragungen anhand eines induktiv und deduktiv entwickelten Kategoriensystems betrachtet, das die Themen „Beeinträchtigung/Behinderung“, „Arbeitssituation“ und „individuelle Merkmale“ abdeckt. Ferner wurde unterschieden, ob die Befragungen die Zielgruppen „Menschen mit Beeinträchtigung“, „Menschen mit selbsteingeschätzter Behinderung“ und/oder „Menschen mit fremdeingeschätzter Behinderung“ einbeziehen. Ergebnisse: Für den Zeitraum 2018 bis 2024 lassen sich 7 relevante Befragungen identifizieren, die in unterschiedlichem Ausmaß differenzierte Informationen zu allen 3 Zielgruppen und ihrer Arbeitssituation auf dem ersten Arbeitsmarkt enthalten. Diskussion: Deutlich werden Lücken in den Befragungsdaten, insbesondere im Hinblick auf inklusive betriebliche Rahmenbedingungen oder Arbeitsplatzanpassungen. Bestehende Großerhebungen müssten daher systematisch erweitert werden – inhaltlich durch differenzierte Items, aber auch methodisch durch inklusive Stichproben und Erhebungsdesigns." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Some are Hit Hard, for Others It’s Business as Usual: The Effects of Chronic Illnesses on Employment and Income Trajectories (2026)
Jansen, Andreas;Zitatform
Jansen, Andreas (2026): Some are Hit Hard, for Others It’s Business as Usual: The Effects of Chronic Illnesses on Employment and Income Trajectories. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 246, H. 1-2, S. 51-82. DOI:10.1515/jbnst-2024-0065
Abstract
"This study examines the relationship between the onset and progression of a chronic disease and subsequent income and employment trajectories using SHARE-RV, a longitudinal dataset that links survey data from the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) with German Pension Insurance administrative records (RV). This data linkage enables an assessment of the long-term consequences of chronic illness on labour market participation and income development, with observation periods exceeding 20 years. The empirical findings indicate that a chronic disease exhibit negative correlations with employment outcomes and earned income. These adverse effects differ in magnitude depending on the indicator used to define chronic disease and are most pronounced when restricting analyses to severe chronic conditions. Further, notable gender differences are observed. The spectrum of income losses ranges from moderate decreases in earnings points to the complete loss of earned income as a result of unemployment, labour market exit, or transition to disability pension receipt. The analysis also explores the extent to which chronic illness acts to intensify pre-existing labour market inequalities. The results indicate that the employment and income trajectories of highly qualified individuals are substantially less adversely affected by the onset and progression of chronic disease compared to those of individuals with low or medium levels of qualification. Indeed, highly qualified individuals may continue to accrue additional earnings points even following a chronic disease diagnosis. Consequently, chronic illness contributes to the amplification of social inequality within the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Übergänge gestalten: Zugänge und Verläufe in der beruflichen Rehabilitation (2026)
Kakuschke, Verena; Ohlbrecht, Heike; Weißmann, Regina; Dreßke, Stefan; Wengemuth, Eileen ; Tibbe, Niklas; Glamann, Nathalie; Thomas, Joachim ; Kardorff, Ernst von; Choi, Kyung-Eun ;Zitatform
Kakuschke, Verena, Nathalie Glamann, Eileen Wengemuth, Niklas Tibbe, Regina Weißmann, Stefan Dreßke, Kyung-Eun Choi, Ernst von Kardorff, Joachim Thomas & Heike Ohlbrecht (2026): Übergänge gestalten: Zugänge und Verläufe in der beruflichen Rehabilitation. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 3, S. 147-156. DOI:10.1055/a-2742-5589
Abstract
"Übergänge von der medizinischen in die berufliche Rehabilitation markieren nicht nur den Wechsel von einer Institution oder Maßnahme zur nächsten, sondern sind auch biografisch bedeutsame und vulnerable Phasen für die Rehabilitand:innen. Der Gestaltung dieses Übergangs kommt somit eine große Bedeutung zu. Die Studie untersucht Übergänge aus der medizinischen in die berufliche Rehabilitation aus der Perspektive von vier Forschungsprojekten. Dabei werden zentrale Hürden, Steuerungsmechanismen und subjektive Erfahrungen im Übergangsprozess thematisiert. die Datenbasis umfasst qualitative Interviews, Fokusgruppen, Dokumentenanalysen sowie standardisierte und offene Fragebogenerhebungen in Berufsförderungswerken (BFW), Beruflichen Trainingszentren (BTZ) und medizinischen Reha-Einrichtungen. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse (Kuckartz, Mayring), Grounded Theory (Glaser & Strauss) sowie deskriptiver statistischer Verfahren. die Ergebnisse lassen sich vier thematischen Schwerpunkten zuordnen, die den Übergangsprozess chronologisch beschreiben: 1) Der Weg in die berufliche Rehabilitation, 2) Information und Begleitung zur beruflichen Rehabilitation, 3) Zugang und Zuweisung zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA), 4) Der Maßnahmeeinstieg und das Ankommen in der beruflichen Rehabilitation. Insgesamt zeigt sich, dass die Übergänge von institutionellen Fragmentierungen, Informationsdefiziten und unklaren Zuständigkeiten gekennzeichnet sind. Rehabilitand:innen erfahren häufig zufällig oder durch Eigeninitiative von beruflichen Reha-Angeboten. Beratungsangebote sind unzureichend koordiniert und formale Zuweisungsprozesse erscheinen intransparent und zum Teil willkürlich. Besonders vulnerable Gruppen – etwa Personen mit Sucht- oder anderen psychischen Erkrankungen – sind überdurchschnittlich stark von diesen Barrieren betroffen. Gleichzeitig zeigen sich auch Beispiele gelingender Übergänge, insbesondere wenn eine frühzeitige, kontinuierliche Beratung erfolgt und individuelle Lebenslagen berücksichtigt werden. ein gelingendes Übergangsmanagement erfordert klare Zuständigkeitsregelungen, verbindliche Standards für die Beratung und Zuweisung sowie eine bessere Verzahnung von medizinischer und beruflicher Rehabilitation. Dabei ist die Integration institutioneller Routinen mit den biografischen Realitäten der Rehabilitand:innen zentral." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Internal and external factors in the success of graduates with disabilities in higher education and employment: an international comparative study in Germany and Spain (2026)
Zitatform
Lopez-Gavira, Rosario, Inmaculada Orozco & Aurora Virginia Perez-Lopez (2026): Internal and external factors in the success of graduates with disabilities in higher education and employment: an international comparative study in Germany and Spain. In: Higher education, Jg. 91, H. 3, S. 845-868. DOI:10.1007/s10734-025-01446-8
Abstract
"Initiatives in legislation and improved resources dedicated to inclusive education have contributed to an increase in the number of people with disabilities with higher education and access to a profession in the primary market. However, people with disabilities often face a lot of difficulties and injustices before they can finish their university career and obtain a job according to their education, abilities, and wishes. This article presents an empirical, international, comparative study that analysed, from the perspective of 56 German and Spanish graduates with disabilities belonging to 34 universities, which key factors promoted the successful completion of their studies and which factors facilitated their inclusion in the labor market. The research was qualitative through individual interviews with graduates with disabilities. The results revealed many common aspects in the internal (self-knowledge, self-determination, autonomy, self-efficacy, and resilience) and external factors (family, classmates, friends, disability services, and faculty members) that explain the academic success and labor market transition (work experience, accommodations, and awareness) of graduates with disabilities of both countries. However, these factors also revealed some differences between the two countries that serve as an impulse to mobilize cultural, political, and practical change in higher education institutions, employers, and society in general." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Das subjektive Erleben der Erwerbstätigkeit von jungen Erwachsenen mit rheumatoider Arthritis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt – Eine qualitative Studie (2026)
Zitatform
Lorenz, Lena & Christian Walter-Klose (2026): Das subjektive Erleben der Erwerbstätigkeit von jungen Erwachsenen mit rheumatoider Arthritis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt – Eine qualitative Studie. In: Die Rehabilitation. DOI:10.1055/a-2892-2078
Abstract
"Das Bemühen um Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung rückt im Rahmen der demografischen Entwicklung und dem damit verbundenen Mangel an Arbeitskräften zunehmend in den Fokus der Forschung. Die Forschungslage im Kontext chronischer Erkrankungen ist dabei im nationalen Raum als gering zu bewerten. Dies gilt insbesondere für die rheumatoide Arthritis (RA) im jungen Erwachsenenalter. Bestehende Arbeiten verweisen auf die Bedeutung von Adaptionen im Bereich Arbeitsplatz und Arbeitszeit hin. In der Arbeit wurden 17 Einzelinterviews mit jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 35 Jahren durchgeführt. Diese wurden transkribiert und anschließend anhand der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse analysiert. Personenbezogen entstehen bedingt durch die schubweise Krankheitsaktivität, körperliche Einschränkungen bei den Betroffenen im Arbeitsalltag. Diese können durch Begleitsymptome der Erkrankung verschärft werden. Hinsichtlich der Arbeitssituation zeigt sich, dass fehlende Flexibilisierungsmaßnahmen der Arbeitszeiten, -pausen und -orte sowie fehlende ergonomische Arbeitsplatzgestaltungen und Barrierefreiheit am Arbeitsplatz, die körperlichen Einschränkungen der Erkrankung begünstigen können. Sozialpsychologische Herausforderungen, wie bspw. Unverständnis und Vorurteile seitens der Kolleg*innen und/oder Führungskräfte hinsichtlich einer chronischen Erkrankung führen zu weiteren psychosozialen Schwierigkeiten bei den Betroffenen. Die Forschungsarbeit bietet erste Erkenntnisse über personenspezifische- und arbeitssituative Herausforderungen von jungen Erwachsenen mit einer rheumatischen Erkrankung. Bezogen auf das Mehrebenenmodell zur beruflichen Inklusion, sind die individuellen Probleme der betroffenen Arbeitnehmenden auf multiple Einflussfaktoren zurückzuführen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Does Unemployment Insurance Matter More for Workers with Disabilities? A Study of the 2020 CARES Expansion (2026)
Zitatform
Manandhar, Shailee, Roisin O’Neill & Douglas Kruse (2026): Does Unemployment Insurance Matter More for Workers with Disabilities? A Study of the 2020 CARES Expansion. In: ILR review, S. 1-28. DOI:10.1177/00197939261448499
Abstract
"In response to the pandemic recession, the 2020 CARES Act expanded eligibility and payments for Unemployment Insurance (UI). UI and the CARES Act may be more salient for people with disabilities than for those without disabilities, given their higher rates of job loss, lower personal and family incomes, and greater obstacles in finding jobs. Using March 2009–2023 CPS data, the authors find that relative to people without disabilities: 1) people with disabilities had higher UI receipt and UI values as a percentage of personal and family incomes; 2) the CARES UI supplement had especially favorable effects on incomes and poverty status for workers with disabilities in 2020; and 3) workers with disabilities who received UI were more likely to be employed the following March, an effect that may have been magnified by the CARES UI supplement. The results suggest that UI may play a salutary role in maintaining the health and job readiness of workers with disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gesundheitsbezogene und finanzielle Sorgen bei arbeitslosen Menschen mit Behinderung in Deutschland während der COVID-19-Pandemie (2026)
Zitatform
Mayer, Dennis & Alfons Hollederer (2026): Gesundheitsbezogene und finanzielle Sorgen bei arbeitslosen Menschen mit Behinderung in Deutschland während der COVID-19-Pandemie. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 2, S. 253-276. DOI:10.3790/sfo.2026.1477806
Abstract
"Die Studie untersucht mit Daten des für Deutschland repräsentativen Panel Arbeitsmarkt und soziale Sicherung (PASS) die Arbeitslosigkeit unter Erwerbspersonen mit Behinderung im zweiten und dritten Jahr der COVID-19-Pandemie (2021 – 2022). Zugleich werden von Arbeitslosen mit Behinderung berichtete pandemiebedingte gesundheitsbezogene und finanzielle Sorgen exploriert. Die Analysen zeigen, dass behinderte Erwerbspersonen in beiden Pandemiejahren signifikant stärker von Arbeitslosigkeit betroffen waren als nichtbehinderte Erwerbspersonen. Arbeitslose mit Behinderung gaben doppelt so häufig große gesundheitliche Sorgen an als Arbeitslose ohne Behinderung. Logistische Regressionsanalysen identifizieren Behinderungen sowie gesundheitliche Sorgen als Risikofaktoren für eine Beschäftigungsaufnahme. Die Ergebnisse legen nahe, dass der Gesundheitsstatus von Arbeitslosen mit Behinderung während der COVID-19-Pandemie eine zentrale Rolle für deren Arbeitsmarktintegration spielte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Vocational training for youth with intellectual and developmental disabilities: a program evaluation of the Impact Project (2026)
Zitatform
Mudde, Laura, R. Colin Reid & Rachelle Hole (2026): Vocational training for youth with intellectual and developmental disabilities: a program evaluation of the Impact Project. In: Disability and Rehabilitation, Jg. 48, H. 5, S. 1299-1313. DOI:10.1080/09638288.2025.2534099
Abstract
"Previous research in social inclusion investigating low employment rates among individuals with intellectual and developmental disabilities (IDD) points to shortcomings in vocational training for transitioning youth, exiting school environments. This study presents a program evaluation of the Impact Project, a community-based and person-centered vocational training program for youth with IDD, aged 15-19 years, in British Columbia (BC), Canada to assess whether early vocational training improved employment experiences for youth with IDD. The study sample included 279 youth with IDD, who were part of summer programs in 2020, 2021, and 2022 at eight established community-based organizations in BC. Employment specialists at these organizations provided vocational activities and training, collecting the youth's employment experiences in pre- and post-program surveys and activity diaries. This evaluation of the Impact Project employed a formative evaluation design to answer whether the youth-centered vocational training improved employment experiences. Participating in the Impact Project led to an increase in soft skills and unpaid and paid employment experiences for youth with IDD, aged 15-19 years. Community-based policies could benefit from person-centered approaches when providing employment-related planning for youth with IDD in preparation for transitions from school into employment environments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Forschungsbericht: Bedarfsanalyse zur Weiterentwicklung und Stabilisierung der Berufsförderungswerke durch eine Prozessanalyse der Entwicklung der LTA und der Zugangswege in die berufliche Rehabilitation der Berufsförderungswerke (2026)
Ohlbrecht, Heike; Detka, Carsten; Grobys, Christopher;Zitatform
Ohlbrecht, Heike, Carsten Detka & Christopher Grobys (2026): Forschungsbericht: Bedarfsanalyse zur Weiterentwicklung und Stabilisierung der Berufsförderungswerke durch eine Prozessanalyse der Entwicklung der LTA und der Zugangswege in die berufliche Rehabilitation der Berufsförderungswerke. (Arbeitsbericht / Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Humanwissenschaften, Institut II: Fachdisziplin Soziologie 86), Magdeburg, 189 S.
Abstract
"Um evidenzbasierte Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation und deren bedarfsgerechter Zugänglichkeit zu erhalten, hat der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e.V. gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Institut für sozialwissenschaftliche Prozessanalysen und Arbeitsgestaltung UG (haftungsbeschränkt) eine sozialwissenschaftliche Prozessanalyse durchgeführt. Der vorliegende Bericht stellt die Ergebnisse der Bedarfsanalyse zur Weiterentwicklung und Stabilisierung der Berufsförderungswerke durch eine Prozessanalyse der Entwicklung der Leistungen zur Teil habe am Arbeitsleben und der Zugangswege in die berufliche Rehabilitation der Berufsförderungswerke zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Factors influencing the participation of people with disabilities in digital skills training in Poland (2026)
Zitatform
Pawłowska-Cyprysiak, Karolina, Katarzyna Hildt-Ciupińska, Zofia Mockałło & Sara Hamideh Kerdar (2026): Factors influencing the participation of people with disabilities in digital skills training in Poland. In: PLoS ONE, Jg. 21, H. 6. DOI:10.1371/journal.pone.0349514
Abstract
"The modern world is largely built around the use of digital technologies, which are present in life. The effective use of such technologies requires appropriate competences. People with disabilities, like everyone else, require access to digital technologies to fully participate in modern life. However, considering user diversity and the accessibility of digital technologies, digital competence training can play a key role. Therefore, the aim of this article is to present the determinants of participation in digital skills training among people with disabilities in Poland. To identify these factors, a questionnaire-based study was conducted with a group of 449 people with different disabilities. Logistic regression analysis revealed that perceived availability of accessible training significantly affects participation. When training is seen as inaccessible, the likelihood of participation decreases significantly by more than 70%. These findings highlight the need to improve the accessibility of digital skills training to ensure equal opportunities for all." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wie gelingen Übergänge von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt? Ein Scoping Review (2026)
Zitatform
Preissner, Lisa, Lena Hünefeld & Bastian Pelka (2026): Wie gelingen Übergänge von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt? Ein Scoping Review. In: Die Rehabilitation, S. 1-9. DOI:10.1055/a-2831-5045
Abstract
"Übergänge von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen (MmpB) aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) in den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen bislang nur selten. Ziel der vorliegenden Studie war es, Faktoren zu identifizieren, die diese Übergänge fördern oder hemmen, um bestehende Forschungslücken sichtbar zu machen und Impulse für zukünftige Untersuchungen zu geben. Das Scoping Review orientierte sich an einem etablierten methodischen Rahmen und den PRISMA-Leitlinien. Die Literaturrecherche umfasste den Zeitraum von Januar 2001 bis Oktober 2025. Nach Screening und Volltextprüfung wurden elf Quellen in die finale Analyse einbezogen. Die Datenauswertung basierte auf einer thematischen Analyse zur Identifikation zentraler Einflussfaktoren im Übergangsprozess. Die Ergebnisse zeigen, dass Übergänge durch ein komplexes Zusammenspiel personenbezogener, rehabilitationsbezogener und umweltbezogener Faktoren beeinflusst werden. Förderlich wirken individuelle Kompetenzen, Motivation, Eigeninitiative, arbeitsmarktorientierte Förderangebote, Praktika sowie qualifizierte Fachkräfte. Hemmend hingegen sind geringe Selbstkompetenzen, strukturelle Barrieren innerhalb der WfbM, mangelnde Systemtransparenz und eine eingeschränkte Inklusionsbereitschaft des allgemeinen Arbeitsmarktes. Zugleich zeigt sich eine deutliche Dominanz konzeptueller Beiträge und eine geringe empirische Fundierung der bisherigen Forschung. Die Ergebnisse verdeutlichen den Bedarf an empirisch fundierten Studien, die die Wirksamkeit bestehender Übergangsinstrumente systematisch überprüfen. Künftige Forschung sollte stärker fall- und beobachtungsorientierte Designs einsetzen, um Wechselwirkungen zwischen individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren zu verstehen. Zudem erscheint eine engere Zusammenarbeit innerhalb eines multiprofessionellen Rehabilitationssettings und eine Untersuchung der Professionalisierung der pädagogischen Fachkräfte in WfbM zentral, um Übergänge nachhaltiger zu gestalten und die berufliche Teilhabe von MmpB zu stärken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben durch Abschaffung der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen? Was sagen die Beteiligten?: Eine qualitative Analyse von mehreren Fokusgruppeninterviews (2026)
Queri, Silvia;Zitatform
Queri, Silvia (2026): Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben durch Abschaffung der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen? Was sagen die Beteiligten? Eine qualitative Analyse von mehreren Fokusgruppeninterviews. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 75, H. 1, S. 5-28. DOI:10.3790/sfo.2025.1473801
Abstract
"Das Forschungsprojekt WorkWatch entwickelte ein quantitatives Messinstrument zur Bedarfsfeststellung nach § 118 SGB IX im Rahmen der Eingliederungshilfe für die Teilhabe am Arbeitsleben und validierte es qualitativ durch Fokusgruppeninterviews. Dabei wurden sowohl die Bedeutung von Arbeit für eine erfolgreiche Teilhabe als auch wahrgenommene Veränderungen durch die geänderte Gesetzeslage erfragt. Die Befragten, Menschen mit Behinderung und Fachpersonal, wünschen den Erhalt der Werkstätten als integrierten bzw. inklusiven Teil des allgemeinen Arbeitsmarktes. Ihre Einschätzung zu den Arbeitsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist pessimistisch, da weder die Finanzierung der benötigten Assistenz noch der gesellschaftliche Wille vorhanden sei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Disability, Job Satisfaction, and Workplace Accommodations: Evidence from the Healthcare Industry (2026)
Rodgers, Yana van der Meulen; Schur, Lisa ; Hammond, Flora M.; Cohen, Jennifer; Kruse, Douglas ; Edwards, Renee;Zitatform
Rodgers, Yana van der Meulen, Lisa Schur, Flora M. Hammond, Renee Edwards, Jennifer Cohen & Douglas Kruse (2026): Disability, Job Satisfaction, and Workplace Accommodations: Evidence from the Healthcare Industry. In: Journal of Occupational Rehabilitation, Jg. 36, H. 3, S. 824-837. DOI:10.1007/s10926-025-10316-0
Abstract
"Purpose: This paper examines the extent to which job satisfaction, requests for accommodations, and the likelihood of a request being granted vary by disability status. We further analyze whether being granted workplace accommodations moderates the relationship between work satisfaction and disability. Methods: We use a novel survey of healthcare workers centered on disability status, perceptions of work experiences, and the provision of accommodations. The data are used in a descriptive analysis and multiple regressions to examine the moderating effect of accommodations on the relationship between disability and indicators related to job satisfaction. Results: Results show that people with disabilities have more negative perceptions of their work experiences than people without disabilities. Although people with disabilities are more likely to request accommodations than people without disabilities, they are equally likely to have their requests wholly or partly granted. Regression results indicate that the negative relationships between disability status and most measures of work experience are largely eliminated when accounting for the disposition of accommodation requests. The main exception is turnover intentions, in which the adverse relationship with having a disability does not change even when an accommodation is granted. Partly granting accommodations is helpful only for some metrics of job experience. Conclusion: Our paper shows that fully granting accommodations can go a long way to closing the disability gap in job satisfaction between people with and without disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Verteidigung der anstaltlichen Tradition: Zu den Forderungen der Kommunen und Länder nach einer Reform des Rechts der Eingliederungshilfe (2026)
Rosenow, Roland;Zitatform
Rosenow, Roland (2026): Verteidigung der anstaltlichen Tradition. Zu den Forderungen der Kommunen und Länder nach einer Reform des Rechts der Eingliederungshilfe. In: Soziale Sicherheit, Jg. 75, H. 4, S. 10-15.
Abstract
"Länder und Kommunen fordern eine Reform der großen Reform, die das Recht der Eingliederungshilfe durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) vom 23.12.2016 erfuhr. Sie machen geltend, das BTHG sei mit dem Versprechen einhergegangen, die »Ausgabendynamik« zu bremsen, was jedoch nicht erfolgt sei. Zugleich ist zu konstatieren, dass die »Umsetzung« des Gesetzes bis heute nur in Ansätzen erfolgt ist, wobei »Umsetzung« nicht weniger als »Beachtung« meint. Dennoch fordern Länder und Kommunen Korrekturen, die im Ergebnis das zentrale Motiv des Gesetzgebers des BTHG – die Überwindung institutionenzentrierter Strukturen durch die Entwicklung personenzentrierter Leistungen – konterkarieren. Sie verlangen nicht explizit, an institutionenzentrierten Leistungen festzuhalten, auch wenn ihre Vorschläge überwiegend darauf hinauslaufen. Vor diesem Hintergrund gehe ich im ersten Schritt auf die tradierte Institutionenzentrierung der Eingliederungshilfe und ihre rechtliche Absicherung ein, um dann zu dem aktuellen Reformprozess zu kommen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Zusammenarbeit in der beruflichen Rehabilitation – Kooperationen und Netzwerke als Qualitätsmerkmale (2026)
Röh, Dieter ; Choi, Kyung-Eun ; Jädicke, Sina; Wengemuth, Eileen ; Bühne, Anna-Lena ; Tophoven, Silke ; Werner, Silke; Lemke, Stella ;Zitatform
Röh, Dieter, Silke Werner, Anna-Lena Bühne, Kyung-Eun Choi, Sina Jädicke, Stella Lemke, Silke Tophoven & Eileen Wengemuth (2026): Zusammenarbeit in der beruflichen Rehabilitation – Kooperationen und Netzwerke als Qualitätsmerkmale. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 3, S. 167-175. DOI:10.1055/a-2832-2501
Abstract
"In diesem Beitrag werden verschiedene Aspekte von Netzwerken und Kooperationen im Bereich der beruflichen Rehabilitation als Qualitätsmerkmale untersucht. Die leitende These ist, dass innerhalb des Rehabilitationssystems das Potential einer guten Vernetzung und Kooperation zur Qualitätssteigerung noch nicht vollkommen ausgeschöpft ist. Zur Untersuchung werden vier unterschiedliche Forschungsprojekte herangezogen. Aus dem qualitativen Material dreier Studien werden Aussagen zum Erleben der Zusammenarbeit von Rehabilitand*innen, Reha-Fachkräften und Reha-Fachberater*innen generiert. Diese werden durch eine quantitative Auswertung zu Kontakthäufigkeiten von in der Sozialen Arbeit Tätigen bei Erbringern von LTA ergänzt. Es zeigen sich hinderliche und förderliche Faktoren auf drei Ebenen, aus denen konkrete Verbesserungsvorschläge zur Qualitätssteigerung abgeleitet werden. Die drei Ebenen umfassen die Beratungsdyade, die Team- und Stakeholder-Ebene sowie die erweiterte organisationale Ebene. Die untersuchten Institutionen zeigen gut ausgebaute Netzwerke und Kooperationen in einer intraorganisationalen Perspektive. Weiterentwicklungsbedarfe werden in der interorganisationalen Zusammenarbeit zwischen Leistungsträgern und -erbringern sowie zum Gesundheits- und Sozialsystem deutlich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Diskontinuitäten in der beruflichen Rehabilitation: Institutionelle Rahmenbedingungen und biographische Verläufe in Beruflichen Trainingszentren (BTZ) und Berufsförderungswerken (BFW) (2026)
Tibbe, Niklas; Ohlbrecht, Heike; Glamann, Nathalie; Kakuschke, Verena; Dreßke, Stefan; Thomas, Joachim ; Kardorff, Ernst von; Weißmann, Regina;Zitatform
Tibbe, Niklas, Nathalie Glamann, Verena Kakuschke, Stefan Dreßke, Regina Weißmann, Ernst von Kardorff, Joachim Thomas & Heike Ohlbrecht (2026): Diskontinuitäten in der beruflichen Rehabilitation: Institutionelle Rahmenbedingungen und biographische Verläufe in Beruflichen Trainingszentren (BTZ) und Berufsförderungswerken (BFW). In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 3, S. 157-166. DOI:10.1055/a-2821-0529
Abstract
"Der vorliegende Beitrag soll auftretende Diskontinuitäten bei Maßnahmen im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) herausarbeiten und darstellen, wie diese von Rehabilitand*innen erlebt und bearbeitet werden und wie Leistungserbringer – exemplarisch Berufsförderungswerke (BFW) und Berufliche Trainingszentren (BTZ) – mit derartigen Brüchen umgehen. Dazu werden deren individuelle und organisationsbezogene Deutungsmuster und Bearbeitungsformen herausgearbeitet sowie Impulse für eine biografieorientierte Rehabilitationspraxis entwickelt. Die Datengrundlage dieses Beitrags bilden die Ergebnisse zweier Forschungsprojekte, die sich dem Thema Diskontinuitäten in der beruflichen Rehabilitation aus verschiedenen methodischen Perspektiven unter Nutzung von Mixed-Methods Designs widmeten. Die Erhebungsmethoden umfassten dabei qualitative Interviews mit Rehabilitand*innen, Experteninterviews, Fokusgruppen sowie standardisierte Fragebogenerhebungen und ein Routinemonitoring. Die Auswertungen erfolgten mittels qualitativer Inhaltsanalyse (Kuckartz, Mayring), Grounded Theory (Glaser & Strauss) sowie deskriptiv-statistischer Verfahren. Diskontinuitäten im Rehabilitationsverlauf traten häufig und vielfältig auf und umfassten in die Maßnahme mitgebrachte Diskontinuitätserfahrungen wie Krankheitsschübe, psychische Krisen, Maßnahmenabbrüche oder Praktikumswechsel. Während BFW aufgabenbedingt stärker auf kontinuierliche, standardisierte Abläufe setzen mussten, reagierten BTZ mit größerer Flexibilität. Rehabilitand*innen nahmen Diskontinuitäten ambivalent wahr – einerseits als Hindernisse, andererseits aber auch als Chancen zur Neuorientierung. Diskontinuitäten stehen für heterogene Formen der individuellen Lebens- und Krankheitsbewältigung vor, im und nach dem Maßnahmeverlauf. Sie sollten dort nicht als Abweichung von erwarteten Normalverläufen, sondern als Herausforderung für einen konstruktiven, biografieorientierten Umgang mit Brüchen, Rückschritten und Umwegen betrachtet werden. Dadurch kann ein Raum für individuelle Entwicklungsverläufe geschaffen werden, der das Gelingen der beruflichen Rehabilitation begünstigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Evaluation des Persönlichen Budgets (2026)
Tolmein, Oliver; Sommer, Jörn; Reyes, Anna; Bröker, Lisa-Marie;Zitatform
Tolmein, Oliver, Jörn Sommer, Anna Reyes & Lisa-Marie Bröker (2026): Evaluation des Persönlichen Budgets. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 680), Berlin, 118 S.
Abstract
"Persönliche Budgets (PB) nach § 29 SGB IX verfolgen das Ziel, Selbstbestimmung zu ermöglichen, indem Leistungsberechtigte in der Rolle als Käuferinnen und Käufer von (Dienst-) Leistungen oder als Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber von Assistenzkräften eigenverantwortlich durch die Auswahl und Organisation erforderlicher Unterstützungsleistungen ihren Bedarf decken können. Da die Fallzahl der PB trotz des 2008 eingeführten Rechtsanspruchs und der Reform der Rechtsgrundlage des PB im Rahmen der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes hinter den Erwartungen zurückblieb, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die InterVal GmbH in Kooperation mit RA Prof. Dr. Oliver Tolmein mit der Evaluation des Persönlichen Budgets beauftragt. Basis der Evaluation sind neben einer umfassenden rechtlichen Analyse insbesondere Interviews mit Menschen mit Behinderungen und ihren Verbänden, Fachkräften der Reha- und Leistungsträger sowie weitere Expertinnen und Experten. Im Ergebnis erscheint eine Überarbeitung des § 29 SGB IX, die an kritischen Punkten (insbesondere Zielvereinbarung, Budgetassistenz, Kalkulationsgrundlagen, Qualitätssicherung) dazu beitragen kann, den Bewilligungsprozess zu beschleunigen und zu entbürokratisieren, wünschenswert. Auch intensivierte Beratung der Leistungsberechtigten, die ein PB anstreben, kann zur Unterstützung der Entscheidungsfindung über das Ob und ggf. die Ausgestaltung des PB und der damit verbundenen organisatorischen und konzeptionellen Entscheidungen wichtig und hilfreich sein. Für die Behörden, die über die Bewilligung der PB zu entscheiden haben, erweisen sich Handreichungen und regelmäßige Informationen über Entwicklungen im Bereich des PB als wichtige und ausbaufähige Hilfen. Das PB hat aus Sicht der Evaluation gerade im Bereich der Entbürokratisierung von Leistungen und damit einhergehend einer größeren Zufriedenheit der Leistungsberechtigten nach wie vor gerade in den Bereichen der Assistenz ein erhebliches Potenzial, das besser genutzt und mobilisiert werden könnte" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Budget für Ausbildung. (Ungenutztes) Potenzial zur Förderung der betrieblichen Ausbildung von Menschen mit Behinderungen (2026)
Wansing, Gudrun; Mattern, Lea; Rambausek-Haß, Tonia;Zitatform
Wansing, Gudrun, Lea Mattern & Tonia Rambausek-Haß (2026): Das Budget für Ausbildung. (Ungenutztes) Potenzial zur Förderung der betrieblichen Ausbildung von Menschen mit Behinderungen. In: Die Deutsche Schule, Jg. 2025, H. 4, S. 320-324. DOI:10.31244/dds.2025.04.08
Abstract
"Das Budget für Ausbildung fördert die berufliche Ausbildung von Menschen mit Behinderungen als Alternative zur Werkstatt für behinderte Menschen. Zentrale Elemente sind die Erstattung der Ausbildungsvergütung an den Arbeitgeber sowie die Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz. Bislang ist die Nutzung gering. Eine explorative Studie weist auf Einflussfaktoren der Inanspruchnahme hin." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"How is my body going to cope with it? How should I go on with my life?" Reflections on occupational future: interview study with cardiac rehabilitation patients with vocational reintegration risk (2026)
Wolff, Lara Luisa; Salzwedel, Annett ; Holmberg, Christine; Luizink-Dogan, Machteld; Völler, Heinz ;Zitatform
Wolff, Lara Luisa, Machteld Luizink-Dogan, Christine Holmberg, Heinz Völler & Annett Salzwedel (2026): "How is my body going to cope with it? How should I go on with my life?" Reflections on occupational future: interview study with cardiac rehabilitation patients with vocational reintegration risk. In: Die Rehabilitation, Jg. 65, H. 04, S. 216-224. DOI:10.1055/a-2645-2652
Abstract
"Ziel: Eine negative subjektive Erwerbsprognose von Patientinnen und Patienten in der kardiologischen Anschlussrehabilitation (AR) ist mit einem beruflichen Teilhaberisiko im mittleren Verlauf assoziiert. Ziel der Studie war die Exploration, Beschreibung und Zusammenfassung der für die Selbsteinschätzung relevanten Aspekte. Methodik: 2021/22 wurde in der kardiologischen AR eine qualitative Studie mit 25 Teilnehmenden (medianes Alter 52 Jahre, 9 Frauen, 16 Männer, in Berufen mit unterschiedlicher Arbeitsschwere, 20 mit und 5 ohne Teilhaberisiko nach Würzburger Screening) durchgeführt. Die Teilnehmenden wurden in Einzelinterviews darum gebeten, über ihre Berufszukunft zu sprechen. 6–8 Monate nach AR wurdemit 8 Patientinnen und Patienten erneut ein Interview durchgeführt. Damit sollte die Relevanz der während der AR ermittelten Aspekte im Alltag der Teilnehmenden nach Entlassung überprüft werden. Alle Interviews wurden aufgezeichnet, transkribiert und thematisch analysiert. Ergebnisse: Persönliche Aspekte, Gesundheitswahrnehmung, herzbezogene Ängste (interne Faktoren), soziales Umfeld und Anpassung der Arbeitsbedingungen (externe Faktoren) sind relevante Themen für die Einschätzung der Berufszukunft. Zwei weitere Themen sind zeitbezogen: frühere gesundheits-/krankheitsbezogene Erfahrungen und beabsichtigte Änderungen des Arbeits- und Lebensstils. Vor allem Patientinnen und Patienten mit Teilhaberisiko erlebten herzbezogene Ängste, reflektierten frühere Gesundheits-/Krankheitserfahrungen und äußerten den Wunsch, in Zukunft wieder zu arbeiten, formulierten jedoch keinen klaren Handlungsplan für die berufliche Wiedereingliederung. Sie wollten zunächst ihre Gesundheit priorisieren und sich Zeit für den Wiedereinstieg nehmen, wobei sie sich von ihrem sozialen Umfeld oft unterstützt fühlten. Die Themen überschnitten sich zwischen den Patientinnen und Patienten mit und ohne Teilhaberisiko, differierten jedoch in Relevanz und Details. Schlussfolgerungen: Insgesamt zeigen Patientinnen und Patienten mit und ohne Teilhaberisiko in ihren Beschreibungen der eigenen Berufszukunft Ähnlichkeiten hinsichtlich relevanter Aspekte. Die Reflektionen der Teilnehmenden mit Teilhaberisiko waren jedoch insbesondere durch die wahrgenommene herzbezogene Angst oder das Fehlen konkreter Wiedereingliederungspläne für ihre berufliche Zukunft gekennzeichnet. Diese Aspekte sollten in individuellen, ganzheitlichen und zielgerichteten Ansätzen zur Unterstützung von Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zurück in die Berufstätigkeit berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The Labor Market Effects of Subminimum Wage Elimination: Evidence from a National Analysis (2026)
Zitatform
Yin, Michelle, Regina Seo & Hoa Vu (2026): The Labor Market Effects of Subminimum Wage Elimination: Evidence from a National Analysis. In: Labour Economics, Jg. 100. DOI:10.1016/j.labeco.2026.102884
Abstract
"This study examines the labor market effects of eliminating Section 14(c) subminimum wage employment laws for people with disabilities in the United States. We construct a novel panel dataset combining the universe of Department of Labor Section 14(c) administrative records (2015–2024) with individual-level data from the Current Population Survey (2009–2024). Exploiting the staggered elimination of Section 14(c) across fifteen states, we employ event-study and difference-in-differences designs to identify dynamic treatment effects. We find that elimination policies reduce formal subminimum wage employment by approximately 2,000 workers per state within two years. Importantly, we find no statistically significant reductions in overall employment rates, competitive integrated employment, or hours worked among workers with disabilities. Estimates suggest economically meaningful reductions in welfare income receipt. These findings indicate that subminimum wage abolition achieves its intended policy objective by eliminating formal sheltered employment without imposing the adverse employment effects that critics of minimum wage policies predict. Our results inform ongoing federal deliberations over phasing out the Section 14(c) program." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
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Comparing workplace outcomes between disabled and non-disabled employees: A multi-paradigm meta-analysis (2026)
Zhou, Yuyang; Viswesvaran, Chockalingam; Upadhyay, Siddharth K.;Zitatform
Zhou, Yuyang, Siddharth K. Upadhyay & Chockalingam Viswesvaran (2026): Comparing workplace outcomes between disabled and non-disabled employees: A multi-paradigm meta-analysis. In: Journal of vocational behavior, Jg. 164. DOI:10.1016/j.jvb.2025.104205
Abstract
"This study cumulates results across 50 studies (76 independent samples) comparing disabled and non-disabled employees on perceived job demands, psychological and motivational factors, perceived support, job performance, and economic impacts. A moderator analysis was conducted based on the report method, disability type, job requirements (interactional demand), geographical location, and sample type. Results revealed that disabled employees reported no significant differences in job demands, including physical, psychological, and time demands, compared to non-disabled peers. However, they exhibited lower levels of some psychological and motivational factors, such as diminished psychological well-being, reduced job self-efficacy, and less perceived autonomy, but had comparable levels of job satisfaction, organizational commitment, and job meaningfulness. While disabled employees reported comparable levels of perceived support from organizations, supervisors, and coworkers, they reported moderate levels of perceived discrimination. They received significantly lower pay than non-disabled employees. We also observed higher work interference (e.g., health-related interruptions) and slight differences in task performance between disabled and non-disabled employees. Notably, organizational concerns about shorter tenure, higher turnover, and increased compensation claims for disabled employees were unfounded, even though disabled employees reported greater unmet accommodation needs." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Published by Elsevier Inc.) ((en))
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Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen 2025 (2026)
Zitatform
(2026): Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen 2025. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 23 S.
Abstract
"Im Jahr 2023 – aktuellere Daten liegen nochtnicht vor - lag die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Deutschland bei rund 7,9 Millionen, was einer Schwerbehindertenquote von 9,3 Prozent entspricht. Die Erwerbstätigenquote von schwerbehinderten Menschen betrug 2024 50,9 Prozent und lag damit deutlich unter der Quote der Gesamtbevölkerung. Die Zahl der beschäftigten schwerbehinderten Menschen bei Arbeitgebern mit 20 oder mehr Arbeitsplätzen belief sich 2024 auf rund 1,14 Millionen und war damit um 1,5 Prozent höher als im Vorjahr. Die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen ist in verschiedenen Wirtschaftszweigen unterschiedlich verteilt, wobei das Verarbeitende Gewerbe und die Öffentliche Verwaltung die größten Anteile aufweisen. Die Erfüllung der Beschäftigungspflicht von Arbeitgebern variiert stark zwischen den Branchen, wobei die Öffentliche Verwaltung mit 64 Prozent den höchsten Anteil an vollständig erfüllten Pflichtarbeitsplätzen aufweist. Die Anzahl der Betriebe ohne besetzte Pflichtarbeitsplätze ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Die Arbeitslosigkeit von schwerbehinderten Menschen ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung höher und betrug im Jahr 2025 12,0 Prozent. Schwerbehinderte Arbeitslose haben im Vergleich zu nicht schwerbehinderten Arbeitslosen eine höhere Qualifikation, jedoch sind sie auch älter und haben eine längere Arbeitslosigkeitsdauer. Die Abgangsrate aus der Arbeitslosigkeit ist bei schwerbehinderten Menschen niedriger als bei nicht schwerbehinderten Menschen, was bedeutet, dass sie weniger Chancen haben, eine neue Arbeitsstelle zu finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Kürzungen in der Eingliederungshilfe? Zur Empfehlung Nr. 17 der Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR) (2026)
Zitatform
(2026): Kürzungen in der Eingliederungshilfe? Zur Empfehlung Nr. 17 der Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR). (Arbeitsmarkt aktuell 2026,01), Berlin, 6 S.
Abstract
"Die Empfehlung Nr. 17 der Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR) zielt auf eine Begrenzung der Ausgaben in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. Sie steht im Kontext anhaltender Klagen von Ländern und Kommunen über steigende Kosten. Eine genauere Analyse zeigt: Der überwiegende Teil des Ausgabenanstiegs seit 2020 ist auf gestiegene Fallzahlen sowie auf allgemeine Lohn- und Preisentwicklungen zurückzuführen. Nur ein vergleichsweise kleiner Anteil beruht auf Leistungsverbesserungen durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG). Wer Kosten sparen will, indem entweder der Zugang zu Leistungen eingeschränkt wird, die Einkommen der Beschäftigten sinken, die Eigenbeteiligung erhöht oder Leistungsstandards gesenkt werden – der würde damit die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen rückabwickeln. Es ist legitim, über Effizienzreserven, bessere Koordination und Verwaltungsvereinfachungen in der Eingliederungshilfe zu sprechen. Solche Schritte können sinnvoll sein – und sie werden auch vom DGB unterstützt. Was jedoch nicht akzeptabel wäre, ist eine Reformagenda, die unter dem Schlagwort „Steuerung“ oder „Kostendämpfung“ faktisch die Errungenschaften des Bundesteilhabegesetzes zurückdreht. Teilhabe- und Inklusionsrechte sind keine freiwilligen Sozialleistungen, die in Zeiten angespannter Haushalte zur Disposition stehen. Sie sind Ausdruck des Sozialstaatsprinzips und der Verpflichtungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Labor Market Screening and the Design of Social Insurance: An Equilibrium Analysis of the Labor Market for the Disabled (2025)
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Aizawa, Naoki, Soojin Kim & Serena Rhee (2025): Labor Market Screening and the Design of Social Insurance: An Equilibrium Analysis of the Labor Market for the Disabled. In: The Review of Economic Studies, Jg. 92, H. 1, S. 1-39. DOI:10.1093/restud/rdae015
Abstract
"This article studies how firms’ screening incentives in the labor market affect the optimal design of social insurance programs and quantitatively assesses the U.S. disability policies accounting for firms’ screening of the disabled. We develop an equilibrium search model where workers with different productivities have heterogeneous preferences over non-wage benefits and firms cannot offer an employment contract that explicitly depends on worker types. In this environment, firms may use contracts to screen out a certain type of workers, distorting employment rates and contracts in equilibrium. Therefore, the optimal structure of social insurance policies depends on firms’ screening incentives. We extend and structurally estimate this framework to quantitatively understand the inefficiencies arising from firms’ incentives to screen out disabled workers and examine the optimal joint design of disability insurance (DI) and various forms of firm subsidies. We find that hiring subsidies mitigate screening distortions; at the same time, they interact with DI by reducing the labor supply disincentives it generates. The optimal policy structure leads to a considerable welfare gain by simultaneously making firm subsidies and DI benefits more generous." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The employment effects of the disability education gap in Europe (2025)
Zitatform
Albinowski, Maciej, Iga Magda & Agata Rozszczypała (2025): The employment effects of the disability education gap in Europe. In: Education Economics, Jg. 33, H. 5, S. 686-699. DOI:10.1080/09645292.2024.2395564
Abstract
"We investigate the contribution of the disability education gap to thedisability employment gap in the European Union. We find that educational attainment is a major factor determining the probability of employment among persons with disabilities and that the employment effects of tertiary education are much larger among persons with disabilities than among non-disabled people. We also uncover substantial heterogeneity in the role of education across countries. Overall, weestimate that 19% of the disability employment gap in the 25–34 agegroup can be attributed to the gap in education between individuals with and without disabilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Is Work Still a Right if it has Become a Norm? Disability Inclusion in Labor Market Policy Discourse (2025)
Zitatform
Baeken, Andries, Anneleen Forrier & Nele De Cuyper (2025): Is Work Still a Right if it has Become a Norm? Disability Inclusion in Labor Market Policy Discourse. In: Journal of Business Ethics, Jg. 201, H. 4, S. 839-857. DOI:10.1007/s10551-025-05962-6
Abstract
"Policy motives for work for people with a disability (PWD) are divergent along two discourses: work as a right vs norm. Work as a right, based on the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities (UNCRPD), portrays work as a potential gateway for inclusion. Work as a norm fits a neoliberal agenda. It considers labor market participation of all, including PWD, as a civil responsibility crucial for economic welfare. Critics argue that the work as a norm discourse presents a risk for inclusion of PWD. Work is seen as a necessary condition for and not one of many ways to inclusion in society. To make the right to work for PWD work, critical scholars call to unravel whether and how the discourses of work as a right and norm for PWD become intertwined in policy. In response and through the lens of recontextualization, we study how discourses of work as a right and norm for PWD are received, reproduced and reworked in political debate in Flanders (Belgium) over time. We examine policy texts and parliamentary questions of four government terms (2004–2024). The findings illustrate how the work as a right discourse is gradually recontextualized into the work as a norm discourse to legitimize neoliberal policies of strict activation. In accordance, we see a gradual move towards neoliberal-ableism. Although the UNCRPD aims to eradicate ableism, its recontextualization and appropriation reinforces neoliberal-ableism." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Inklusion im Berufseinstieg: Gatekeeping am Übergang Schule-Berufsausbildung aus Sicht von Auszubildenden mit Lernbeeinträchtigungen (2025)
Beer, Mareike;Zitatform
Beer, Mareike (2025): Inklusion im Berufseinstieg. Gatekeeping am Übergang Schule-Berufsausbildung aus Sicht von Auszubildenden mit Lernbeeinträchtigungen. (Teilhabe an Beruf und Arbeit 7), Bielefeld: wbv, 514 S. DOI:10.3278/9783763977505
Abstract
"Die Berufsorientierung und der damit verbundene Berufswahlprozess spielen eine zentrale Rolle für die berufliche Zukunft. Denn ein erfolgreicher Übergang in die Arbeitswelt ist nicht nur für die individuelle Entwicklung wichtig, sondern auch ein entscheidender Faktor für gesellschaftliche Teilhabe. Die Phase des Übergangs von der Schule in den Beruf stellt vor allem Jugendliche mit Förderbedarf, Beeinträchtigungen oder Behinderungen vor besondere Herausforderungen. Die Forschung hat bisher der größten Gruppe von Heranwachsenden mit Förderbedarf - Jugendlichen mit Lernbeeinträchtigungen - wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In der vorliegenden Arbeit der Autorin Mareike Beer wird sich mit dieser Gruppe befasst, um einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke zu leisten. Ferner sollen neue Erkenntnisse über die spezifischen Herausforderungen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe gewonnen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku, © wbv)
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Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (2025)
Bethge, Matthias ; Bühne, David ; Sternberg, Annika; Budde, Andrea; Banaschak, Hannes ; Fauser, David ; Schnalke, Gerhard;Zitatform
Bethge, Matthias, David Bühne, Hannes Banaschak, Annika Sternberg, Andrea Budde, Gerhard Schnalke & David Fauser (2025): Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation. In: Die Rehabilitation, Jg. 64, H. 1, S. 40-53. DOI:10.1055/a-2290-7717
Abstract
"Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) ist ein multimodales interprofessionell durchgeführtes Programm, das gesundheitsbedingte Diskrepanzen von arbeitsplatzbezogenen Fähigkeiten und Anforderungen reduziert, um berufliche Teilhabe von Menschen zu unterstützen, die, z. B. aufgrund langer Arbeitsunfähigkeit, ein erhöhtes Risiko haben, dass die berufliche Wiedereingliederung scheitert. Leistungsrechtlich ist die MBOR eine medizinische Rehabilitation, die durch zusätzliche diagnostische und therapeutische Leistungen ergänzt wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Pathways to Inclusion? Labor Market Entry Trajectories of Persons With Disabilities in Europe (2025)
Zitatform
Blanck, Jonna M., Christian Brzinsky-Fay & Justin J.W. Powell (2025): Pathways to Inclusion? Labor Market Entry Trajectories of Persons With Disabilities in Europe. In: Social Inclusion, Jg. 13. DOI:10.17645/si.9603
Abstract
"Almost a fifth of the population in OECD countries report having a disability and the proportion of students classified as having special educational needs (SEN) has steadily increased over recent decades. While this group faces marginalization in schooling and employment everywhere, there are profound differences in disability-based disadvantages across countries. However, comparative research on the labor market opportunities of persons with disabilities (PwDs) remains limited, especially regarding school-to-work transitions (STWT) that are crucial for subsequent labor market opportunities. Thus, lacking comparative knowledge on how institutional contexts shape these transitions also limits opportunities for policy learning and improvement of supports provided. This study addresses these gaps by analysing longitudinal data from the European Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC). First, using sequence and cluster analysis, we classify these trajectories and provide an in-depth analysis of labor market entry patterns for PwDs compared to those without disabilities across 31 European countries. Second, we explore whether the timing of first employment, instability during the STWT, as well as inclusionary or exclusionary transitions vary between these groups and how the disparities between persons with and without disabilities regarding these indicators are related to institutionalized segregation and support structures. Our findings highlight that PwDs usually do not transition more slowly to (some form of) employment, yet they experience more instability and less inclusion during their STWT. Segregation exacerbates disadvantages, whereas institutional support structures reduce the disadvantages youth with disabilities face when these programs actively facilitate pathways to inclusion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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How Does Disability Affect Incomes? An Empirical Study On Older European Workers (2025)
Zitatform
Bondoux, Justine, Thomas Barnay, Florence Jusot & Thomas Renaud (2025): How Does Disability Affect Incomes? An Empirical Study On Older European Workers. In: Annals of economics and statistics H. 158, S. 45-80. DOI:10.2307/48845128
Abstract
"This paper studies the impact of the onset of disability on personal income. Using the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe, we compare income trajectories of individuals who experience disability with those who remain healthy over the same period. We hypothesize that the onset of disability reduces overall personal income, as the loss in wages is not fully compensated by disability-related benefits. To identify the causal impact, we combine a difference-in-differences approach with kernel propensity score matching, controlling for both observable and time-invariant unobservable individual characteristics. Our results confirm this hypothesis, showing a substantial decrease in personal income driven primarily by reduced wages. We further investigate heterogeneous effects by gender and the generosity of social welfare systems, showing that more generous welfare states mitigate income losses due to disability." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Enabling Inclusion: An Analysis of Positive and Negative Outcomes of Discretionary Work Arrangements for Employees With Disabilities (2025)
Zitatform
Booth, Jonathan E. & Daniela Lup (2025): Enabling Inclusion: An Analysis of Positive and Negative Outcomes of Discretionary Work Arrangements for Employees With Disabilities. In: BJIR, Jg. 63, H. 3, S. 394-412. DOI:10.1111/bjir.12862
Abstract
"While it is well-known that employees with disabilities have significantly more negative work experiences compared to other employees, research geared towards understanding how employers could improve some of these experiences is still underdeveloped. To advance this research agenda, this study investigates links between five distinct types of discretionary arrangements (work discretion, scheduling discretion, part-timing, homeworking and pay for individual performance), and outcomes related to work experiences and the wellbeing of employees with disabilities (job satisfaction, perception of fairness, recognition, motivation, engagement, work stress and work-life interference). To explore these links, we use data from the European Working Conditions Survey (2015). We find that not all work arrangements that increase discretion at the workplace have a positive impact on employees with disabilities and that some can be especially detrimental. By unpacking the multiple ways in which various types of discretion at the workplace affect employees with disabilities, this study not only makes a theoretical contribution but also provides employers who aim to improve the working experiences of employees with disabilities with some empirical evidence to help them take more inclusive actions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Distinctions between inclusive and non-inclusive companies for persons with disability: Exploring the impact of COM-B and HRM practices (2025)
Zitatform
Breit, Eric & Magne Bråthen (2025): Distinctions between inclusive and non-inclusive companies for persons with disability: Exploring the impact of COM-B and HRM practices. In: Work. A Journal of Prevention, Assessment and Rehabilitation, Jg. 81, H. 2, S. 2651-2661. DOI:10.1177/10519815251320275
Abstract
"Background: Scholars have increasingly focused on the role of employers in addressing labour market challenges faced by persons with disability (PWD). While we have gained more knowledge about the motivations, practices and characteristics for hiring PWD, we still lack information on whether these are general organizational features or specific to inclusive companies. Objective: This study aims to examine the factors that distinguish inclusive from non-inclusive ones, using the COM-B framework (capability, opportunity, motivation) and Human Resource Management (HRM) practices. Methods: We utilized survey data from a sample of small and medium sized companies (SME) in Norway (N = 1000). We conducted Logistic Regression Estimates (odds ratios) to determine predictive factors of an “inclusive company”. Results: Inclusive companies scored higher than non-inclusive companies in all dimensions of COM-B and HRM practices. However, only knowledge about work inclusion (capability), availability of resources and positions (opportunity) and the desire to contribute to an inclusive labour market (social motivation) were significant explanatory factors for inclusivity. Among HRM practices, only recruitment showed a significant relationship with inclusivity after considering the COM factors. Conclusions: This study underscores the importance of utilizing the COM-B framework to understand how companies approach the inclusion of PWD." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Employer Perceptions of Hiring and Initial Support of Employees With Disabilities (2025)
Brooke, Alissa Molinelli; McDonough, Jennifer ; Wehman, Paul ; Brooke, Valerie ; Wright, Travis ; Taylor, Joshua P. ; Inge, Katherine;Zitatform
Brooke, Alissa Molinelli, Joshua P. Taylor, Katherine Inge, Travis Wright, Paul Wehman, Jennifer McDonough & Valerie Brooke (2025): Employer Perceptions of Hiring and Initial Support of Employees With Disabilities. In: Rehabilitation Counseling Bulletin, Jg. 68, H. 4, S. 249-261. DOI:10.1177/00343552241265317
Abstract
"Much of the literature to date on disability employment has focused on preparing and supporting individuals with disabilities seeking and retaining jobs (i.e., supply side). A growing body of demand-side research has revealed the importance of employer’s experiences, attitudes, and perspectives in promoting successful employment outcomes. Much remains to be learned about employers’ decision-making process around the hiring and initial onboarding of employees with disabilities. The current study consisted of interviews with 35 supervisors from businesses who had recently hired and were currently employing a person with a disability in a range of industries. Key themes across the hiring and onboarding phases highlighted the importance of employment specialists and the value of relationships and rapport to impact decisions made during these phases. Our findings resulted in several recommendations for future research, policy, and practice, the implications of which are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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