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Dossier

Migration und Integration

Bei dem Thema Einwanderung nach Deutschland gilt es auch die Bedingungen einer gelingenden Integration von Zugewanderten in Gesellschaft, Bildung und Arbeit zu untersuchen. Die Arbeitsmarktforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie die Integration in das Bildungs- und Ausbildungssystem, der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Bedingungen der sozialen Teilhabe und kulturellen Integration verbessert werden können.

Aktuelle Studien zeigen zudem, dass Deutschland angesichts seiner demographischen Herausforderungen dringend auf Zuwanderung angewiesen ist. Inwiefern kann Zuwanderung der Schrumpfung und Alterung des Erwerbspersonenpotenzials entgegenwirken? Welche Entwicklungen in der nationalen und europäischen Einwanderungspolitik begünstigen die Einwanderung von Erwerbspersonen und Fachkräften? Die hier zusammengestellte Literatur bietet einen aktuellen und umfassenden Überblick über den Themenkomplex Migration und Integration.

Literatur zum Thema Flucht und Asyl finden Sie in unserer IAB-Infoplattform Fluchtmigrantinnen und -migranten - Bildung und Arbeitsmarkt.

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im Aspekt "Integration in das Bildungssystem"
  • Literaturhinweis

    Individualism and the Formation of Human Capital (2026)

    Hartinger, Katharina; Ruhose, Jens ; Resnjanskij, Sven; Wiederhold, Simon ;

    Zitatform

    Hartinger, Katharina, Sven Resnjanskij, Jens Ruhose & Simon Wiederhold (2026): Individualism and the Formation of Human Capital. In: Journal of the European Economic Association, Jg. 24, H. 3, S. 997-1053. DOI:10.1093/jeea/jvaf066

    Abstract

    "More individualistic countries experience higher economic growth. We provide evidence for a human-capital-based explanation of the growth effects of individualism. Using data from the largest international adult skill assessment, we establish that individualism shapes human capital formation. We identify the effects of individualism by exploiting variation between migrants at the origin- country, origin-language, and person level. Migrants from more individualistic cultures have higher cognitive skills and larger skill gains over time. They also invest more in their skills over the life cycle, as they acquire more years of schooling and are more likely to participate in adult education activities. Individualism is more important in explaining adult skill formation than any other cultural trait that previous literature has emphasized. In the labor market, more individualistic migrants earn higher wages and are less often unemployed. We show that our results cannot be explained by selective migration or omitted origin-country variables." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Aktionsräume älterer Frauen mit „Gastarbeiterinnen“geschichte. Vernachlässigte Forschungsperspektiven und ungesehene Orte (2026)

    Kulmus, Claudia ; Cafantaris, Karola; Gensch, Katharina; Schulze, Jara; Schultz-Edwards, Jamila;

    Zitatform

    Kulmus, Claudia, Karola Cafantaris, Katharina Gensch, Jamila Schultz-Edwards & Jara Schulze (2026): Aktionsräume älterer Frauen mit „Gastarbeiterinnen“geschichte. Vernachlässigte Forschungsperspektiven und ungesehene Orte. In: Zeitschrift für Weiterbildungsforschung, Jg. 49, H. 1, S. 95-115. DOI:10.1007/s40955-026-00344-5

    Abstract

    "Die Lebens- und Bildungserfahrungen von Frauen mit „Gastarbeiterinnen“geschichte sind bislang selten Gegenstand von Forschung gewesen, zumal aus einer erwachsenenpädagogischen Perspektive. Dies nimmt der Beitrag zum Ausgangspunkt und analysiert anhand intersektionaler Ansätze und sozialräumlicher Perspektiven, welche Aktionsräume Frauen mit „Gastarbeiterinnen“geschichte nutzen, wie sie diese mit Blick auf ihre Bildungsbiografien und gesellschaftlichen Selbstpositionierungen interpretieren. Methodisch basieren die Ergebnisse auf elf problemzentrierten Interviews, ausgewertet im Hinblick auf Alter, Migration und Geschlecht und deren Verwobenheit mit Aktionsräumen. Zwei Fallbeispiele zeigen, wie sich Relationen von Vulnerabilität und Handlungsfähigkeit, von Diskriminierung und Emanzipation in den Selbstpositionierungen verbinden. Migration, Alter und Geschlecht werden dabei als komplexe Konstellation verstanden, die sowohl Diskriminierungserfahrungen als auch empowernde Prozesse umfassen können. Die Ergebnisse betonen die Bedeutung sozialräumlicher Zugänge und intersektionaler Perspektiven für das Verständnis der gesellschaftlichen und bildungsbezogenen Teilhabe älterer Frauen mit Migrationsgeschichte. Abschließend erfolgt eine Diskussion der Möglichkeiten, diese Perspektiven für zukünftige Forschungen und Handlungsansätze zu nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Studieren, um zu bleiben? Erwerbsabsichten internationaler Studierender in Deutschland (2026)

    Völk, Daniel; Steinkühler, Julia; Ordemann, Jessica ;

    Zitatform

    Völk, Daniel, Julia Steinkühler & Jessica Ordemann (2026): Studieren, um zu bleiben? Erwerbsabsichten internationaler Studierender in Deutschland. (DZHW-Brief 2026,01), Hannover, 8 S. DOI:10.34878/2026.01.dzhw_brief

    Abstract

    "Im Wintersemester 2024/25 studierten etwa 400.000 internationale Studierende in Deutschland. Etwa 90 % dieser Studierenden streben einen Studienabschluss in Deutschland an." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Herausforderungen für junge Menschen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt (2026)

    Zitatform

    (2026): Herausforderungen für junge Menschen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. (Berichte: Arbeitsmarkt kompakt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 23 S.

    Abstract

    "Im Zuge des demografischen Wandels sind die Schülerzahlen zurückgegangen; gleichzeitig nimmt die Vielfalt zu – zum Beispiel durch mehr junge Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Für die schulische Bildung, die die Grundlage für die berufliche Ausbildung ist, ergeben sich dadurch neue Herausforderungen. Bereits seit vielen Jahren gibt es einen Trend zu höheren Schulabschlüssen. Dies hat Auswirkungen auf die Berufswahl und führt zu einer anhaltend hohen Studierneigung. Gleichzeitig verlassen jährlich etwa 6-8 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Schulabschluss. Relativ wenige davon absolvieren eine Berufsausbildung. Im sogenannten Übergangsbereich kann ein Schulabschluss nachgeholt werden und eine Ausbildungsvorbereitung erfolgen. Hier hat der Anteil von Personen ohne Schulabschluss und mit ausländischer Staatsangehörigkeit stark zugenommen. Fast 100.000 jungen Menschen gelingt trotz Hauptschulabschluss kein direkter Übergang von der Schule in die Berufsausbildung. Die bei Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldeten Ausbildungsuchenden und die gemeldeten Berufsausbildungsstellen bilden den Markt nicht vollständig ab, weil alle Meldungen freiwillig sind. Werden rechnerisch auch diejenigen Ausbildungsuchenden in die Betrachtung einbezogen, die auf eigene Faust – also ohne Meldung bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter – eine Ausbildung gefunden haben, wird deutlich: Es sind mehr junge Menschen auf Ausbildungssuche als Ausbildungsstellen angeboten werden (jeweils gemeldete und nicht gemeldete). Dies zeigt zum einen, dass es ungeachtet der bestehenden Passungsprobleme nicht für jeden Ausbildungsuchenden einen Ausbildungsplatz gibt. Zum anderen ist festzuhalten, dass am Ausbildungsmarkt ein größeres Potenzial an Ausbildungsuchenden vorhanden ist, als es der isolierte Blick auf die gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber vermuten lässt. Angebot und Nachfrage finden häufig nicht zusammen. Nur etwa die Hälfte der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber beginnt eine Berufsausbildung. Die Anteile der unversorgten an allen gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern sowie der unbesetzten an allen gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen haben sich über die Jahre immer weiter erhöht. Dieses Potenzial gilt es zu heben. Dieser Mismatch lässt sich zum Teil auf gestiegene regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Passungsprobleme zurückführen. Zwei Personengruppen, die auch Überschneidungen aufweisen, sind bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle vergleichsweise selten erfolgreich: Junge Menschen mit (höchstens) einem Hauptschulabschluss sowie Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Über eine Million junge Menschen unter 30 Jahren sind weder in einer Berufsausbildung oder einer anderen Qualifizierung, noch gehen sie einer Erwerbstätigkeit nach (sogenannte NEET2). Darunter sind auch solche, die sich enttäuscht und demotiviert von der Ausbildungs- und Arbeitssuche zurückgezogen haben. Bei 30 Prozent der jungen Menschen wurde der Ausbildungsvertrag vorzeitig aufgelöst. 28 Prozent der Studierenden haben ihr Studium abgebrochen. Diese Quoten sind in den letzten Jahren gestiegen. Der Großteil, aber nicht jeder, setzt nach einer Neuorientierung seinen Bildungsweg fort. Die Jugendarbeitslosigkeit ist wie die Arbeitslosigkeit insgesamt gestiegen und erreichte 2025 den höchsten Stand der letzten zehn Jahre. Drei Viertel der Arbeitslosen unter 25 Jahren haben keinen Berufsabschluss. Für diese Personengruppe stehen die Chancen auf eine (dauerhafte) Beschäftigungsaufnahme schlecht. Die Arbeitslosenquote von formal nicht Qualifizierten ist mehr als sechsmal so hoch wie die von Personen mit Berufsabschluss. 2,9 Millionen Menschen im Alter von 20 bis unter 35 Jahren haben keinen formalen beruflichen Abschluss. Das ist jeder fünfte junge Erwachsene in Deutschland. Diese Personengruppe hat im Zuge der Fluchtmigration stark zugenommen. Personen ohne Berufsabschluss sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen und arbeiten zumeist in Helfertätigkeiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    How do second-generation ethnic minority professionals navigate towards higher-earner segments? (2025)

    Drange, Ida ; Helland, Håvard ; Røberg, Karl Ingar Kittelsen;

    Zitatform

    Drange, Ida, Karl Ingar Kittelsen Røberg & Håvard Helland (2025): How do second-generation ethnic minority professionals navigate towards higher-earner segments? In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 51, H. 19, S. 4970-4992. DOI:10.1080/1369183x.2025.2535447

    Abstract

    "Second-generation immigrants are overrepresented in higher education (HE) and in professional- and career-oriented study programs associated with profitable labor market returns. Yet, the question remains whether the relative educational success of second-generation immigrant youth carries over to the labor market. So far, research suggests that the second generation spends a longer time in unemployment after graduation, but evidence is lacking on labor market careers in a longer perspective. In this research, we investigate whether second-generation immigrants surpass thresholds associated with low-, median- and high-pay levels in their chosen educational field at the same rate as Norwegian majority graduates. We use Norwegian longitudinal administrative register data that cover from 2007 to 2020 and event-history modelling to address this research question. The findings reveal that second-generation HE graduates have lower transition rates than Norwegian majority graduates, but the gap closes with job changes. Moreover, organizational characteristics explain some of the differences in transitions, but not for the highest pay level. Thus, once employed, second-generation immigrants are not entrapped in the lower pay segments of their educational field, but as a group, they face difficulties in establishing themselves in the highest-paying segment associated with senior or managerial positions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    "Demographic Tailwind" from East Germany? How Apprenticeship Opportunities of Foreign Youth in West Germany Depend on East German Apprentices (2025)

    Jost, Oskar ; Seibert, Holger ; Wesling, Mirko;

    Zitatform

    Jost, Oskar, Holger Seibert & Mirko Wesling (2025): "Demographic Tailwind" from East Germany? How Apprenticeship Opportunities of Foreign Youth in West Germany Depend on East German Apprentices. In: M. Andersson, C. Karlsson & S. Wixe (Eds.) (2025): The Oxford Handbook of Spatial Diversity and Business Economics, S. 179-197, 2021-10-04. DOI:10.1093/oxfordhb/9780198866190.013.0003

    Abstract

    "Die Arbeitsmärkte Ost- und Westdeutschlands sind nach wie vor durch große Unterschiede im Migrantenanteil und damit in der Diversität der Erwerbsbevölkerung gekennzeichnet. Während Zuwanderung in Westdeutschland insbesondere in den 1960er und frühen 1970er Jahren ein etablierter Mechanismus zur Rekrutierung zusätzlicher Arbeitskräfte war, ist der Anteil von Migranten in Ostdeutschland nach wie vor gering. Viele Jahre lang hatten junge Migranten in Westdeutschland Schwierigkeiten, eine Berufsausbildung zu bekommen, und mussten daher häufiger auf Tätigkeiten mit niedrigerem Aufgabenniveau ausweichen. Aufgrund des starken demografischen Wandels im Osten sank die Zahl der Ostdeutschen, die eine Berufsausbildung im Westen antraten, ab 2007 deutlich. Wir analysieren, inwieweit dieser Rückgang der ostdeutschen Auszubildenden im Westen zu verbesserten Chancen für junge Migranten in Westdeutschland führte. Dazu nutzen wir Beschäftigungsdaten der Bundesagentur für Arbeit sowie Bevölkerungsdaten des Statistischen Bundesamtes. Wir berücksichtigen kleinräumige Daten auf NUTS-3-Ebene und kontrollieren berufliche Unterschiede sowie den Ausbildungsberuf. Dazu vergleichen wir regionale Berufscluster, in denen ein Wettbewerb zwischen ostdeutschen und ausländischen Jugendlichen stattfand." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Seibert, Holger ;
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  • Literaturhinweis

    Zwischen Verwertungslogik und Vernutzung: Hürdenreiche Wege geduldeter Menschen durch Ausbildung in Arbeit (2025)

    Mayer, Marina; Spindler, Susanne; Madjlessi-Roudi, Sara;

    Zitatform

    Mayer, Marina, Sara Madjlessi-Roudi & Susanne Spindler (2025): Zwischen Verwertungslogik und Vernutzung. Hürdenreiche Wege geduldeter Menschen durch Ausbildung in Arbeit. In: Sozialmagazin H. 7/8, S. 68-75. DOI:10.3262/SM2508068

    Abstract

    "Geduldete Menschen sind mit verwehrten oder erschwerten Arbeitsmarktzugängen konfrontiert, obwohl viele über lange Zeiträume, teils Generationen, in der Bundesrepublik leben und gern arbeiten würden. Auf Basis einer empirischen Studie zeigt der Beitrag, wie sie dieser Widerspruch oft in Berufsausbildungen führt, welche Hürden dabei vorhanden sind und welche Unterstützungen die Soziale Arbeit geben kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Warum internationale Studierende eine Riesenchance sind: Standpunkt Fachkräfteeinwanderung (2025)

    Plünnecke, Axel; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Plünnecke, Axel & Enzo Weber (2025): Warum internationale Studierende eine Riesenchance sind. Standpunkt Fachkräfteeinwanderung. In: Table.Briefings. Research H. 07.05.2025.

    Abstract

    "Deutschland ist auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Ideal wäre es daher, internationale Studierende zu halten. Dafür muss die neue Bundesregierung die Zahl der Studienplätze erhöhen, Begleitprogramme intensivieren, echte Willkommenskultur schaffen und das Aufenthaltsrecht verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Table.Media)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    International Migration Outlook 2025 (2025)

    Zitatform

    (2025): International Migration Outlook 2025. (International migration outlook 49), Paris, 439 S. DOI:10.1787/ae26c893-en

    Abstract

    "This publication constitutes the 49th report of the OECD’s Continuous Reporting System on Migration. The report is divided into six chapters plus a statistical annex. Chapter 1 provides a broad overview of recent trends in international migration flows. It also analyses recent changes on the labour market inclusion of immigrants in OECD countries. Chapter 2 monitors recent changes in migration policies, while Chapter 3 looks at the recent changes in policies that support the integration of immigrants and their children. Chapter 4 looks at the role of firms in immigrant integration. It sheds new light on the role of firms in shaping the immigrant earnings gap using linked employer-employee data for 15 OECD countries. The chapter starts by documenting the immigrant earnings gap at entry in the labour market and the extent to which it is driven by immigrants working disproportionately in lower-paying firms, industries and occupations. It then analyses how the earnings gap evolves as immigrants integrate into the labour market by moving to better-paying firms, industries and occupations. The implications for immigrant integration policy are discussed in the conclusion. Chapter 5 is the result of a co‑operation between the OECD and the WHO in the context of the “Working for Health” programme. It examines the evolution of international migration of health professionals, specifically doctors and nurses, to OECD countries since 2000/01, in the context of growing workforce shortages and increasing global competition for talent. The chapter considers the implications for countries of origin, including the risk of brain drain, and highlights the importance of ethical recruitment practices. Finally, it explores recent changes in migration policies affecting health professionals, as well as developments in the recognition of foreign qualifications and licensing across the OECD. Chapter 6 presents succinct country-specific notes and statistics on developments in international migration movements and policies in OECD and selected non-OECD countries in recent years. Lastly, the statistical annex includes a broad selection of recent and historical statistics on immigrant flows, asylum requests, foreign and foreign-born populations, and naturalisation." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Bericht der Bundesregierung über die Situation unbegleiteter ausländischer Minderjähriger in Deutschland (2025)

    Zitatform

    (2025): Bericht der Bundesregierung über die Situation unbegleiteter ausländischer Minderjähriger in Deutschland. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 21/981 (24.07.2025)), Berlin, 116 S.

    Abstract

    "Eckdaten, Herausforderungen der Unterbringung, Gesundheitsversorgung, schulische und berufliche Integration, Übergänge aus der Jugendhilfe, gesellschaftliche Teilhabe, verfahrensrechtliche Fragen, Perspektiven der Länder und Verbände" (Textauszug, Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)

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  • Literaturhinweis

    Indische Arbeitskräfte in Deutschland (2024)

    Adunts, David ; Kosyakova, Yuliya ; Fendel, Tanja ; Hauptmann, Andreas ; Ivanov, Boris ;

    Zitatform

    Adunts, David, Tanja Fendel, Andreas Hauptmann, Boris Ivanov & Yuliya Kosyakova (2024): Indische Arbeitskräfte in Deutschland. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 12 S.

    Abstract

    "Die Anzahl indischer Staatsangehöriger in Deutschland ist in den Jahren von 2010 bis 2022 deutlich gestiegen. Im Verhältnis zur ausländischen Bevölkerung insgesamt bzw. Drittstaatsangehörigen machen indische Staatsangehörige dennoch einen relativ kleinen Teil aus. - Die Zuwanderung von indischen Staatsangehörigen ist überdurchschnittlich geprägt durch Erwerbs- und Bildungsmigration. Insbesondere die Einwanderung zur Aufnahme eines Studiums ist seit dem Jahr 2010 vergleichsweise stark gestiegen. - Die Arbeitsmarktintegration von indischen Staatsangehörigen ist gemessen an gängigen Indikatoren insgesamt positiv. Die Beschäftigungsquote ist vergleichsweise hoch und die Arbeitslosen- und SGB-II-Hilfequoten sind relativ niedrig. - Unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist das Anforderungsniveau der Tätigkeit der indischen Staatsangehörigen überdurchschnittlich hoch, was sich auch in vergleichsweise hohen Arbeitsentgelten widerspiegelt. - Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und einem zunehmenden Fach- und Arbeitskräftebedarf in Deutschland könnten Zuwandernde aus Indien dazu beitragen, diesen Bedarf zu decken. - Nach eigenen Auswertungen der World-Gallup-Datenbank könnten sich rund 8 Prozent der 18- bis unter 35-jährigen in Indien vorstellen, auszuwandern. Allerdings steht Deutschland hier in Konkurrenz mit anderen, vor allem angelsächsischen Zielländern, wie den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Kanada oder Australien, die aufgrund der englischen Sprache oder von bereits bestehenden Netzwerken für Fachkräfte aus Indien attraktiver sein könnten. - Auswertungen auf Basis der IAB-SOEP Migrationsstichprobe, der IAB-BAMF-SOEP Befragung Geflüchteter und SOEP-Core für 2021 sind konsistent mit den amtlichen Statistiken hinsichtlich eines hohen Qualifikationsniveaus, einer hohen Erwerbsbeteiligung und eines geringen Frauenanteils unter in Indien geborenen Zugezogenen. Der Anteil selbstbewerteter guter Deutschkenntnisse fällt niedriger aus als unter allen in Deutschland lebenden Zugezogenen. - Der Großteil der Inderinnen und Inder möchten für immer in Deutschland bleiben und knapp zwei von fünf Inderinnen und Indern besitzt bereits die deutsche Staatsangehörigkeit." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Integration hat hohe Bedeutung für Arbeitsmarkt und Gesellschaft (2024)

    Bellmann, Lutz ; Kosyakova, Yuliya ;

    Zitatform

    Bellmann, Lutz & Yuliya Kosyakova (2024): Integration hat hohe Bedeutung für Arbeitsmarkt und Gesellschaft. In: IAB-Forum H. 27.12.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241227.01

    Abstract

    "Welche individuellen und institutionellen Faktoren können die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten hemmen und welche fördern sie? Antworten auf diese Fragen gab eine gemeinsame Online-Veranstaltung des OECD Berlin Centre und des IAB zum Thema „Wie gut gelingt die Integration von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt?“. Sie fand am 4. Dezember dieses Jahres im Rahmen der Reihe „OECD-Gesellschaftssalon“ statt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Bellmann, Lutz ; Kosyakova, Yuliya ;
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  • Literaturhinweis

    Die Arbeitsmarktsituation von ausländischen Staatsangehörigen nach Geschlecht (2024)

    Brücker, Herbert ; Keita, Sekou ; Hauptmann, Andreas ; Kosyakova, Yuliya ;

    Zitatform

    Brücker, Herbert, Andreas Hauptmann, Sekou Keita & Yuliya Kosyakova (2024): Die Arbeitsmarktsituation von ausländischen Staatsangehörigen nach Geschlecht. (IAB-Forschungsbericht 06/2024), Nürnberg, 51 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2406

    Abstract

    "Die Themen Migration und Integration haben in den vergangenen Jahren eine anhaltend hohe Relevanz in den Medien, der Politik und im öffentlichen Diskurs. Vor diesem Hintergrund berichtet das IAB seit mehreren Jahren monatlich im IAB-Zuwanderungsmonitor über die Entwicklung der Arbeitsmarktintegration von ausländischen Staatsangehörigen in Deutschland. Hierzu werden verschiedene zentrale Arbeitsmarkt- und Sozialindikatoren auf Basis von Daten der amtlichen Statistik analysiert. Zukünftig soll der Zuwanderungsmonitor erweitert und die wichtigsten Indikatoren für Männer und Frauen separat ausgewiesen werden. Eine vertiefte Analyse der geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Arbeitsmarktintegration übersteigt allerdings den Umfang und die Zielsetzung des IAB-Zuwanderungsmonitors. Vor diesem Hintergrund untersucht dieser Forschungsbericht die Arbeitsmarktintegration von ausländischen Staatsangehörigen nach Geschlecht. Der Zeitraum 2010 bis 2022 ist überwiegend geprägt von steigenden Beschäftigungsquoten und sinkenden Arbeitslosenquoten bzw. SGB-II-Leistungsbezugsquoten. Wichtige Ausnahmen bilden hier beispielsweise die Covid-19 Pandemie und die Folgen des Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine.. Dabei sind die Geschlechterunterschiede bei ausländischen Staatsangehörigen teilweise stärker ausgeprägt als bei deutschen Staatsangehörigen. Auf Basis der amtlichen Statistik können Integrationsverläufe im Arbeitsmarkt und damit verbundene Geschlechterunterschiede nur in einem bestimmten Umfang nachvollzogen werden. Grund dafür ist, dass Unterschiede in anderen arbeitsmarktrelevanten Merkmalen, wie etwa der Aufenthaltsdauer, der Familienzusammensetzung oder dem Bildungsniveau, nur teilweise oder gar nicht berücksichtigt werden können. Wenn diese Merkmale sich zwischen Staatsangehörigkeitsgruppen unterscheiden, können die in der amtlichen Statistik beobachteten Unterschiede auch auf Unterschiede in anderen Merkmalen zurückzuführen sein und spiegeln damit teilweise strukturelle Unterschiede wider. Um dies zu adressieren werden in diesem Bericht zusätzlich Befragungsdaten herangezogen. Die Auswertungen zeigen, die Beschäftigung steigt mit zunehmender Aufenthaltsdauer für alle ausländischen Staatsangehörigkeitsgruppen. Insbesondere in den ersten Jahren ist der Anstieg für Frauen allerdings etwas langsamer als für Männer. Deshalb ist es wichtig, die Jahre seit Zuzug bei der Bewertung der Arbeitsmarkintegration zu berücksichtigen, insbesondere wenn viele Neuzuwandernde unter den ausländischen Staatsangehörigen sind. Darüber hinaus können manche Unterschiede auch auf unterschiedliche Familienzusammensetzungen zurückzuführen sein. Mit (kleinen) Kindern steigen auch die damit verbundenen Erfordernisse bei der Betreuung. Die Beschäftigungsquote ist dann insbesondere für Frauen geringer, unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Berücksichtigt man diese und weitere arbeitsmarktrelevanten Merkmale, wie der Familienzusammensetzung, der Aufenthaltsdauer, dem Bildungsniveau, und Deutschsprachkenntnissen, sind die Geschlechterunterschiede bei ausländischen Beschäftigten deutlich näher an denen der deutschen Beschäftigten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Bildung im Kontext von Flucht und Migration: Subjektbezogene und machtkritische Perspektiven (2024)

    Fritzsche, Bettina ; Riegel, Christine; Warkentin, Stephanie; Scheffold, Miriam; Khakpour, Natascha ;

    Zitatform

    Fritzsche, Bettina, Natascha Khakpour, Christine Riegel, Miriam Scheffold & Stephanie Warkentin (Hrsg.) (2024): Bildung im Kontext von Flucht und Migration. Subjektbezogene und machtkritische Perspektiven. (Transcript E-Books. Pädagogik), Bielefeld: Transcript Verlag, 248 S. DOI:10.14361/9783839463116

    Abstract

    "Die Teilhabemöglichkeiten in Bildung und Ausbildung gestalten sich für Jugendliche und junge Erwachsene, die migriert bzw. geflüchtet sind, immer noch als strukturell unzureichend. Spezifische Formate, den formalen Einbezug zu gestalten, wie etwa die sogenannten Vorbereitungsklassen, gehen dabei zuweilen mit Benachteiligungen oder symbolischer Ausgrenzung einher. Institutionelle und gesellschaftliche Verhältnisse zwischen Ein- und Ausgrenzung spiegeln sich nicht zuletzt in den (Bildungs-)Biographien jener wider, die sich in diesen beweisen müssen. Der Sammelband trägt Perspektiven und Erkenntnisse zusammen, die sich kritisch mit Bildungsverhältnissen und deren Erforschung im Kontext von Flucht und Migration beschäftigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Fachkräftesicherung durch Zuwanderung an die Hochschulen: Potenziale für ein Studium von mehr Personen aus dem Ausland (2024)

    Geis-Thöne, Wido;

    Zitatform

    Geis-Thöne, Wido (2024): Fachkräftesicherung durch Zuwanderung an die Hochschulen. Potenziale für ein Studium von mehr Personen aus dem Ausland. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln), Köln, 24 S.

    Abstract

    "Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist Deutschland in zunehmendem Maß auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, um Wachstum und Wohlstand zu sichern. Gleichzeitig ist das Potenzial an Personen, die über Qualifikationen verfügen, die einem beruflichen oder hochschulischen Abschluss in Deutschland entsprechen, und potenziell für einen Zuzug nach Deutschland gewonnen werden können, begrenzt. Daher muss auch die Ausbildung von Personen aus dem Ausland gestärkt werden, was zumindest kurzfristig vor allem an den Hochschulen möglich ist. Erwerben die zum Studium ins Land gekommenen Personen einen akademischen Abschluss und bleiben langfristig im Land, sind sie am deutschen Arbeitsmarkt ähnlich erfolgreich wie Hochschulabsolventen aus dem Inland. Allerdings kommt es bei ihnen deutlich häufiger zu Studienabbrüchen. Auch kehren viele nach Abschluss ihres Studiums wieder in die Heimatländer zurück. Dennoch lebten 46 Prozent der in den Jahren 2006 bis 2012 zum Studium nach Deutschland gekommenen Drittstaatsangehörigen zehn Jahre später noch in Deutschland und die Tendenz ist steigend. Gleichzeitig kommen seit Anfang der 2010er-Jahre immer mehr Personen aus dem Ausland zu Studium nach Deutschland. Lag die Gesamtzahl der internationalen Studierenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit und ausländischer Hochschulzugangsberechtigung im Wintersemester 2012/2013 noch bei rund 204.600, waren es im Wintersemester 2022/2023 mit 367.600 bereits weit mehr als anderthalbmal so viele. Besonders dynamisch war die Entwicklung bei den indischen Staatsangehörigen, die mit 42.600 inzwischen die größte Gruppe unter den internationalen Studierenden bilden. Diese planten im Wintersemester 2020/2021 mit einem Anteil von 72,9 Prozent auch besonders häufig einen langfristigen Verbleib in Deutschland. Dabei bestehen gerade in Indien noch sehr große Potenziale für eine Steigerung, da das Land rund ein Sechstel der Weltbevölkerung auf sich vereint und weiterhin demografiestark ist. Differenziert man nach den Fachrichtungen, lag im Wintersemester 2022/2023 der Anteil des Bereichs der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) bei den Studierenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit mit einem Anteil von 51,4 Prozent wesentlich höher als bei den inländischen Studierenden mit 34,2 Prozent. Besonders stark gestiegen ist zwischen den Wintersemestern 2012/2013 und 2022/2023 die Zahl der ausländischen Studierenden in der Informatik mit einem Plus von 162,3 Prozent. Nach aktuellem Stand bietet der MINT-Bereich auch besonders große Potenziale für die Ausbildung zusätzlicher Personen aus dem Ausland, da hier die Zahlen der inländischen Studierenden seit Mitte der 2010erJahre rückläufig sind. Insbesondere gilt das für die Bereiche Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie Elektro- und Informationstechnik. In den nächsten Jahren wird die Zahl der unbesetzten Studienplätze allerdings voraussichtlich auch insgesamt deutlich zunehmen, da weniger junge Menschen in Deutschland die Hochschulreife erwerben. Ursächlich hierfür sind eine demografisch bedingt vergleichsweise kleine inländische Bevölkerung im entsprechenden Alter und der Ausfall ganzer Abiturjahrgänge in den größten Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen aufgrund einer Rückkehr vom acht-zum neunjährigen Gymnasium. Bereits ab Mitte der 2030er-Jahre wird sich dies mit größeren Geburtskohorten wieder ändern. Für diesen vergleichsweise kurzen Zeithorizont würde sich ein aufwändiger Rückbau von Studienplatzkapazitäten kaum lohnen. Daher bietet es sich an, gerade in der Zwischenzeit noch mehr Personen aus dem Ausland zum Studium ins Land zu holen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Six years after the EU-Turkey Agreement: A quantitative assessment of the living conditions of Syrians in Turkey (2024)

    Gundacker, Lidwina ; Hertner, Laura ; Ruhnke, Simon ;

    Zitatform

    Gundacker, Lidwina, Laura Hertner & Simon Ruhnke (2024): Six years after the EU-Turkey Agreement: A quantitative assessment of the living conditions of Syrians in Turkey. (IAB-Forschungsbericht 18/2024), Nürnberg, 57 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2418

    Abstract

    "2,9 Millionen Personen in Deutschland hatten im Jahr 2022 laut dem Statistischen Bundesamt einen türkischen Migrationshintergrund. Somit stellt die Türkei seit Jahrzehnten eins der wichtigsten Herkunftsländer von Migrant*innen in Deutschland dar. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Türkei allerdings selbst zu einem wichtigen Transit- und Zielland für Zugewanderte entwickelt. Seit 2011, dem Beginn des Krieges in Syrien, haben mehr als 3,5 Millionen Syrerinnen und Syrer Zuflucht in der Türkei gesucht. Die zunächst offen gestaltete türkische Einwanderungspolitik wich ab 2014 zunehmend Maßnahmen, die Zuwanderung aus Syrien zu begrenzen. Vorangetrieben von Deutschland beschlossen die Europäische Union (EU) und die türkische Regierung im Jahr 2016 ein Rückübernahmeabkommen. Das EU-Türkei-Abkommen verfolgte das Ziel, irreguläre Migration in die EU zu begrenzen und im Gegenzug die humanitären Bedingungen für Geflüchtete in der Türkei durch Hilfsgelder in Milliardenhöhe zu verbessern. In diesem Forschungsbericht untersuchen wir die Lebensumstände, das Wohlergehen und die Teilhabe syrischer Geflüchteter in der Türkei im Vergleich zur türkischen Aufnahmegesellschaft im Jahr 2022, sechs Jahre nach dem EU-Türkei-Deal. Wir greifen dabei auf die umfassende längsschnittlich angelegte Dateninfrastruktur zurück, die im Rahmen des TRANSMIT-Projekts in Kooperation von IAB und dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM, Humboldt Universität zu Berlin) geschaffen wurde. Die strukturierte Befragung von syrischen und türkischen Personen zu gleichen Teilen (je 1250 Befragte) ermöglicht es, die Lebensumstände von Syrerinnen und Syrern in der Türkei mit denen der türkischen Mehrheitsgesellschaft ins Verhältnis zu setzen. Die Auswertungen weisen darauf hin, dass die Lebensbedingungen, das Wohlergehen und die Teilhabe von syrischen Geflüchteten in der Türkei sich trotz des EU-Türkei-Deals prekär gestalten. So berichtet im Jahr 2022 ein Drittel der syrischen Befragten, dass ihr Einkommen nicht für Essen ausreicht. Ein weiteres Drittel kann sich mit ihrem Einkommen nicht alle nötigen Produkte der Grundversorgung leisten. Unter den syrischen Beschäftigten sind trotz einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 8 Jahren über zwei Drittel als Tagelöhner beschäftigt. Die Mehrzahl der Beschäftigungsverhältnisse sind irregulär und stellen manuelle, häufig körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten wie im Baugewerbe oder der Landwirtschaft dar. Ähnlich wie bei Geflüchteten in Deutschland zeigt sich ein starker Gender Gap auf dem Arbeitsmarkt, allerdings befindet sich die syrische Beschäftigung in der Türkei insgesamt auf einem höheren Niveau. 39 Prozent der syrischen Frauen und 79 Prozent der syrischen Männer gehen einer bezahlten Erwerbstätigkeit nach. Frauen leisten gleichzeitig den Großteil der Haushalts- und Sorgearbeit. Die Bildungsbeteiligung bleibt mit insgesamt 7 Prozent aller erwachsenen Befragten, die zum Zeitpunkt der Befragung eine Schule besucht oder abgeschlossen haben, gering. Auch hier haben Männer eine höhere Teilhabewahrscheinlichkeit als Frauen. Wir führen die vergleichsweise hohe Arbeitsmarktbeteiligung und die geringe Bildungsbeteiligung darauf zurück, dass für Syrer*innen in der Türkei neben den EU-finanzierten Notfallprogrammen kein systematischer Zugang zu sozialer Sicherung und Kinderbetreuungsangeboten besteht. Dieser wirtschaftliche Druck spiegelt sich auch in den nur moderat steigenden Anteilen von Syrer*innen mit guten Türkischkenntnissen wider: liegt er bei 5 oder weniger Jahren Aufenthaltsdauer bei 47 Prozent, steigt er nach 10 oder mehr Jahren Aufenthaltsdauer auf 63 Prozent. Anders verhält es sich mit dem Bildungszugang für syrische Kinder und Jugendliche: 85 Prozent der syrischen 6 bis 15-Jährigen besuchen eine Schule. Dieser Erfolg kann unter anderem auch auf gezielte EU- Fördermaßnahmen zurückgeführt werden. Wir untersuchen auch die Absichten und die konkreten Möglichkeiten von syrischen Geflüchteten, die Türkei zu verlassen. Ein Viertel der in 2022 befragten Syrer*innen wünscht sich, die Türkei zu verlassen. Deutschland stellt das am häufigsten genannte Wunschzielland dar. Nur ein kleiner Anteil (7 Prozent) der Personen mit Migrationsabsichten hat aber tatsächlich konkrete Pläne, die Weiterwanderung in den nächsten 12 Monaten umzusetzen. Begründet wird dies meist mit Kindern in Bildung, mit fehlenden finanziellen Ressourcen und damit, bei der Familie bleiben zu wollen. Bei Personen mit sozialen Kontakten im Ausland ist der Anteil mit konkreten Weiterwanderungsplänen noch geringer. Dies unterstreicht den hypothetischen Charakter der Migrationsabsichten, die wir in den TRANSMIT-Befragungen messen konnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Gundacker, Lidwina ;
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  • Literaturhinweis

    Vielfalt in Ausbildung – Zugewanderte im Berliner Berufsbildungssystem (2024)

    Pfeffer-Hoffmann, Christian; Lushankina, Olga; Fabianczyk, Emilia; Oswald, Anne von; Ünsal, Gizem;

    Zitatform

    Pfeffer-Hoffmann, Christian (Hrsg.) (2024): Vielfalt in Ausbildung – Zugewanderte im Berliner Berufsbildungssystem. Berlin: Mensch und Buch Verlag, 107 S.

    Abstract

    "In Deutschland ist die berufliche Bildung entscheidende Grundlage für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Die Stärken des deutschen Berufsbildungssystems werden besonders im internationalen Vergleich deutlich (OECD 2023), dennoch verliert die Berufsausbildung bei jungen Menschen in Deutschland seit vielen Jahren an Attraktivität. Oder andersherum betrachtet: Die Betriebe bieten für immer weniger junge Menschen attraktive Ausbildungsplätze an. Das ist umso besorgniserregender, wenn wir den aktuellen Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt bei gleichzeitig schwindenden Zukunftsperspektiven für viele junge Menschen betrachten. In Berlin ist diese Problematik auf dem Ausbildungsmarkt weitaus dramatischer und weicht deutlich von der in anderen Bundesländern ab. Hier übersteigt die Anzahl der Bewerber*innen die verfügbaren Ausbildungsplätze. Diese Entwicklung ist u. a. damit zu erklären, dass in Berlin lediglich 37,0 % der Betriebe eine Ausbildungsberechtigung besitzen, im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 52,0 % (Betriebspanel Berlin 2021). Darüber hinaus bildet nur die Hälfte dieser zugelassenen Betriebe tatsächlich aus (ebd.). Die Herausforderung in Berlin besteht jedoch nicht nur im Mangel an Ausbildungsplätzen, sondern auch in der unzureichenden Passung zwischen Jugendlichen und Lehrstellen, wie die hohe Zahl unbesetzter Stellen zeigt. Im Ausbildungsjahr 2020/2021 konnten 45,0 % der Betriebe, die Ausbildungsplätze anboten, mindestens eine dieser Stellen nicht besetzen, weil sie keine geeigneten Bewerber*innen fanden (ebd.). Das Problem erstreckt sich auch auf die unzureichende Vorbereitung der Jugendlichen in den Schulen auf die Anforderungen des Ausbildungsmarktes. Dies erschwert einen reibungslosen Übergang von der Schule in die Ausbildung. Das im Juli 2023 beschlossene Bündnis für Ausbildung unterstreicht die hohe Priorität in Berlin, Ausbildungsangebote für junge Menschen attraktiver zu gestalten, um den Fachkräftebedarf der Berliner Wirtschaft zu decken. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Schaffung von 2.000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen bis April 2025, sondern auch auf der Bereitstellung von Möglichkeiten für junge Menschen, eine klare berufliche Perspektive zu entwickeln (Der Regierende Bürgermeister 2023). Das Ziel des Bündnisses besteht darin, mehr junge Menschen in Ausbildung zu bringen und somit einen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen des Berliner Ausbildungsmarktes zu leisten. Im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung stehen die Fragen, ob sowohl die Zugewanderten selbst als auch ihre Nachkommen erfolgreich in den Ausbildungsmarkt integriert werden und ob Zugangsmöglichkeiten zu Ausbildungsprogrammen sowie ein erfolgreicher Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung gewährleistet sind. Dafür schauen wir uns die damit zusammenhängenden vielfältigen Maßnahmen an und analysieren die Auswirkungen auf (EU-)Zugewanderte. Unter Berücksichtigung der gesamtdeutschen Entwicklung analysieren wir vorrangig die Berliner Situation, die sich teilweise stark hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung, der Branchenstruktur, der Verfügbarkeit von (Ausbildungs-)Unternehmen aber auch hinsichtlich des Vorhandenseins von (EU-)Zugewanderten auf dem Ausbildungsmarkt unterscheidet." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Fachkräftesicherung durch ausländische Auszubildende (2024)

    Pierenkemper, Sarah; Semsarha, Fabian;

    Zitatform

    Pierenkemper, Sarah & Fabian Semsarha (2024): Fachkräftesicherung durch ausländische Auszubildende. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,54), Köln, 3 S.

    Abstract

    "Ausländische Auszubildende spielen eine zunehmend wichtige Rolle bei der Fachkräftesicherung in Deutschland. Trotz eines Rückgangs von Ausbildungsanfängern hat sich die Zahl ausländischer Azubis seit 2009 fast verdoppelt. Dadurch konnte knapp ein Viertel des Rückgangs der deutschen Ausbildungsanfänger durch nicht deutsche Azubis kompensiert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Einwanderung in die Ausbildung: Möglichkeiten und Herausforderungen der gezielten Gewinnung, Vorbereitung und Integration von Auszubildenden aus Drittstaaten (2024)

    Studthoff, Alexander; Thomann, Birgit; Niediek, Silvia; Shahin, Sepehr;

    Zitatform

    Studthoff, Alexander, Birgit Thomann, Silvia Niediek & Sepehr Shahin (2024): Einwanderung in die Ausbildung. Möglichkeiten und Herausforderungen der gezielten Gewinnung, Vorbereitung und Integration von Auszubildenden aus Drittstaaten. (BIBB discussion paper / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 86 S.

    Abstract

    "Das neue Gesetz zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung und entsprechende untergesetzliche Maßnahmen sollen seit November 2023 und v. a. ab März und Juni 2024 die Einwanderung von Fach- und Arbeitskräften sowie von Studierenden und Auszubildenden (als künftige Fachkräfte) nach Deutschland optimieren und beschleunigen. Trotz angehender Vereinfachung und neuer Möglichkeiten, die die rechtlichen Regelungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes von 2020 weiter liberalisieren, besteht im Bereich der Umsetzung ein großer Informations-, Abstimmungs- und Handlungsbedarf, um einer größeren Zahl junger Menschen die Einwanderung in die Berufsausbildung nach Deutschland zu ermöglichen. Während die Einwanderung bereits qualifizierter Fachkräfte sukzessive mit konkreten Maßnahmen unterstützt wurde, fehlt es im Bereich der Ausbildungsmigration an flächendeckenden Angeboten im In- und Ausland. Das vorliegende Discussion Paper will Möglichkeiten, Herausforderungen und Handlungsbedarfe identifizieren und somit die Umsetzung in die Praxis unterstützen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Migration, Education and Employment: Pathways to Successful Integration (2024)

    Teräs, Marianne; Osman, Ali ; Eliasson, Eva;

    Zitatform

    Teräs, Marianne, Ali Osman & Eva Eliasson (Hrsg.) (2024): Migration, Education and Employment. Pathways to Successful Integration. (Education, Equity, Economy 10), Cham: Imprint: Springer, VIII, 203 S. DOI:10.1007/978-3-031-41919-5

    Abstract

    "This is an open access book which focuses on different aspects of education, employment, and successful integration of migrants in three countries: Norway, Sweden, and Switzerland. The chapters in this book reflect on these issues from micro, meso and macro perspectives; some are based on interviews with migrants and people who work with them, others on documents and literature about migration. There are different pathways for skilled migrants to vocations. Some start working in their previous vocations after arriving in the new environment. Some re-enter their professions but on a lower level. Some can re-train themselves in a new vocation, and some will go to further education, as studies in different chapters of this book suggest. Common for successful integration seems to be several intertwined factors: the target language competence, strong motivation and agency, supporting networks and supporting persons, as well as structural opportunities of the new environment. The book's editorial board takes an eclectic view, hoping to start an academic debate about what 'successful integration' means. While discussions about the integration of migrants tend to focus on integration failures, there are millions of migrants, in different countries, who have successfully integrated into their new societies." (Provided by publisher)

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