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Dossier

Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt

Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen. Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland

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im Aspekt "Niedersachsen"
  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktsituation von Geflüchteten in Niedersachsen (2025)

    Brück-Klingberg, Andrea; Berisha, Amelie;

    Zitatform

    Brück-Klingberg, Andrea & Amelie Berisha (2025): Arbeitsmarktsituation von Geflüchteten in Niedersachsen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Niedersachsen-Bremen 01/2025), Nürnberg, 52 S. DOI:10.48720/IAB.RENSB.2501

    Abstract

    "Die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist durch die starken Migrationsbewegungen ab 2015 und die Zuwanderung ukrainischer Geflüchteter infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine seit 2022 zu einer zentralen gesellschaftlichen und politischen Aufgabe geworden. Da sie ein zentraler Aspekt für die Akzeptanz in der Aufnahmegesellschaft ist, betrachten wir die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus den Haupt-Asyl-Herkunftsländern und aus der Ukraine hinsichtlich verschiedener Aspekte. Dabei liegt der Fokus neben der Bevölkerungsentwicklung als Basis für eine potenzielle Arbeitsmarktintegration auf der Entwicklung der abhängigen Beschäftigung nach Anforderungsniveau und Berufssegmenten. Sowohl für die Geflüchteten aus den Top-Asylherkunftsländern als auch aus der Ukraine gilt, dass die Arbeitsmarktintegration Zeit erfordert: Mit der Aufenthaltsdauer steigen die Erwerbstätigenquoten. Dabei haben neben Unterschieden bei Bildung und Ausbildung auch Unterschiede in den rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen Einfluss auf die Arbeitsmarktintegration. Es zeigt sich, dass neben Sprachkenntnissen als wichtige Voraussetzung auch die Teilnahme an Integrationsmaßnahmen sowie die Anerkennung mitgebrachter Qualifikationen entscheidende Faktoren für die Arbeitsmarktintegration sind. Gerade bei der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage sollten die Potenziale der Geflüchteten sowohl aus der Ukraine als auch aus den Haupt-Asyl-Herkunftsländern genutzt werden, um durch eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt den Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen zu lindern. Vor dem Hintergrund des Bedarfs an Fachkräften stellen wir dar, welche Bedeutung die Beschäftigung von Ausländer*innen im Gesundheitssektor hat und in welchen Engpassberufen sie Beschäftigung gefunden haben. In diesem Zusammenhang rückten folgende Handlungsbedarfe ins Blickfeld: Insbesondere ein verbesserter Zugang zu Kinderbetreuung und Bildung, als auch die Vereinfachung von Anerkennungsverfahren sowie zielgruppenspezifische Sprach- und Integrationsangebote könnten eine qualifikationsadäquate Arbeitsmarktintegration bundes- wie niedersachsenweit beschleunigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Berisha, Amelie;
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  • Literaturhinweis

    Aufnahme und Integration von Geflüchteten in ländliche Räume: Spezifika und (Forschungs-)herausforderungen: Beiträge und Ergebnisse eines Workshops am 6. und 7. März 2017 in Braunschweig (2017)

    Mehl, Peter;

    Zitatform

    (2017): Aufnahme und Integration von Geflüchteten in ländliche Räume: Spezifika und (Forschungs-)herausforderungen. Beiträge und Ergebnisse eines Workshops am 6. und 7. März 2017 in Braunschweig. (Thünen-Report 53), Braunschweig, VII, 139, A10 S. DOI:10.3220/REP1510576697000

    Abstract

    "Der vorliegende Thünen Report dokumentiert die Beiträge und Diskussionen eines Workshops zur 'Aufnahme und Integration von Geflüchteten in ländliche Räume', der am 6. und 7. März 2017 im Thünen-Institut in Braunschweig stattgefunden hat. Zentrales Ziel dieses Workshops war der intensive Austausch über den Forschungsstand und die wichtigsten zukünftigen Forschungsfragen im Themenfeld. Eingeladen waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich bereits empirisch mit der Thematik befasst haben oder aktuell befassen, sowie Personen aus der Integrationspraxis, um die Rückbindung der Forschung an die Praxis sicherzustellen. Beteiligt waren u.a. Vertreter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Vertreter ehrenamtlich tätiger Flüchtlingsinitiativen, der Kommunalverwaltung und -politik sowie der Wohlfahrtsverbände. Die Vorträge und Diskussionen erfolgten in vier thematischen Blöcken: I) Spezifika und größte Herausforderungen für ländliche Räume bei der Aufnahme und Integration von Geflüchteten, II) Sicht der Geflüchteten auf ländliche Räume, III) Rolle der lokalen Politik für Integrations- und Bleibeperspektiven für Geflüchtete in ländlichen Räumen sowie IV) Rolle von gesellschaftlichem Engagement und Einstellungen der Aufnahmegesellschaft. Diese vier thematischen Blöcke sind jeweils einheitlich gegliedert in ein Impulsreferat, Kommentierungen aus wissenschaftlicher und aus praktischer Sicht sowie deren ausgiebige Diskussion." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    "Wir bleiben draußen": Schulpflicht und Schulrecht von Flüchtlingskindern in Deutschland (2005)

    Harmening, Björn;

    Zitatform

    Harmening, Björn (2005): "Wir bleiben draußen". Schulpflicht und Schulrecht von Flüchtlingskindern in Deutschland. Osnabrück, 80 S.

    Abstract

    "Bildung ist in Deutschland Sache der Länder. Das bedeutet: Es gibt 16 Schulgesetze, eine Vielzahl von Verwaltungsvorschriften, die der rechtlichen Konkretisierung der Schulpflicht bzw. des Schulrechts von Ausländern dienen, sowie 16 unterschiedliche Konzepte, wie mit Flüchtlingen während ihres Aufenthalts im jeweiligen Bundesland in Bezug auf den Schulbesuch umgegangen werden soll. Dies alles führt zu einer unübersichtlichen Gemengelage, die es erfordert, jedes Bundesland für sich zu betrachten und mit den zuständigen Behörden in Kontakt zu treten, um die bestehende rechtliche Situation bezüglich des Schulbesuchs von Flüchtlingen aufklären zu können.
    Diese Abhandlung soll Licht ins Dunkle bringen und darüber Aufschluss geben, ob in den einzelnen Bundesländern für Menschen mit 'unsicherem Aufenthaltsstatus' die allgemeine Schulpflicht besteht oder dieser Personengruppe nur ein Schulantrags-/Schulbesuchsrecht eingeräumt wird. Darüber hinaus wird aufgezeigt werden, dass das Schulbesuchsrecht gegenüber der allgemeinen Schulpflicht signifikante Nachteile aufweist und mit dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes nicht im Einklang steht. Die Einführung der allgemeinen Schulpflicht erscheint daher auch für diese Menschen geboten." (Textauszug, IAB-Doku)

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