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Dossier

Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt

Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen. Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland

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im Aspekt "Literatur und Forschung aus dem IAB"
  • Literaturhinweis

    The integration of migrants in the German labour market: evidence over 50 years (2025)

    Berbée, Paul; Stuhler, Jan ;

    Zitatform

    Berbée, Paul & Jan Stuhler (2025): The integration of migrants in the German labour market: evidence over 50 years. In: Economic Policy, Jg. 40, H. 122, S. 481-549. DOI:10.1093/epolic/eiae040

    Abstract

    "SUMMARY: Germany has become the second-most important destination for migrants worldwide. Using all waves from the microcensus, we study their labur market integration over the last 50 years and highlight differences to the US case. Although the employment gaps between immigrant and native men decline after arrival, they remain large for most cohorts; the average gap after one decade is 10 percentage points. Conversely, income gaps tend to widen post-arrival. Compositional differences explain how those gaps vary across groups, and why they worsened over time; after accounting for composition, integration outcomes show no systematic trend. Still, economic conditions do matter, and employment collapsed in some cohorts after structural shocks hit the German labor market in the early 1990s. Lastly, we examine the integration of recent arrivals during the European refugee ‘crisis’ and the Russo-Ukrainian war." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktsituation von Geflüchteten in Niedersachsen (2025)

    Brück-Klingberg, Andrea; Berisha, Amelie;

    Zitatform

    Brück-Klingberg, Andrea & Amelie Berisha (2025): Arbeitsmarktsituation von Geflüchteten in Niedersachsen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Niedersachsen-Bremen 01/2025), Nürnberg, 52 S. DOI:10.48720/IAB.RENSB.2501

    Abstract

    "Die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist durch die starken Migrationsbewegungen ab 2015 und die Zuwanderung ukrainischer Geflüchteter infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine seit 2022 zu einer zentralen gesellschaftlichen und politischen Aufgabe geworden. Da sie ein zentraler Aspekt für die Akzeptanz in der Aufnahmegesellschaft ist, betrachten wir die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus den Haupt-Asyl-Herkunftsländern und aus der Ukraine hinsichtlich verschiedener Aspekte. Dabei liegt der Fokus neben der Bevölkerungsentwicklung als Basis für eine potenzielle Arbeitsmarktintegration auf der Entwicklung der abhängigen Beschäftigung nach Anforderungsniveau und Berufssegmenten. Sowohl für die Geflüchteten aus den Top-Asylherkunftsländern als auch aus der Ukraine gilt, dass die Arbeitsmarktintegration Zeit erfordert: Mit der Aufenthaltsdauer steigen die Erwerbstätigenquoten. Dabei haben neben Unterschieden bei Bildung und Ausbildung auch Unterschiede in den rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen Einfluss auf die Arbeitsmarktintegration. Es zeigt sich, dass neben Sprachkenntnissen als wichtige Voraussetzung auch die Teilnahme an Integrationsmaßnahmen sowie die Anerkennung mitgebrachter Qualifikationen entscheidende Faktoren für die Arbeitsmarktintegration sind. Gerade bei der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage sollten die Potenziale der Geflüchteten sowohl aus der Ukraine als auch aus den Haupt-Asyl-Herkunftsländern genutzt werden, um durch eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt den Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen zu lindern. Vor dem Hintergrund des Bedarfs an Fachkräften stellen wir dar, welche Bedeutung die Beschäftigung von Ausländer*innen im Gesundheitssektor hat und in welchen Engpassberufen sie Beschäftigung gefunden haben. In diesem Zusammenhang rückten folgende Handlungsbedarfe ins Blickfeld: Insbesondere ein verbesserter Zugang zu Kinderbetreuung und Bildung, als auch die Vereinfachung von Anerkennungsverfahren sowie zielgruppenspezifische Sprach- und Integrationsangebote könnten eine qualifikationsadäquate Arbeitsmarktintegration bundes- wie niedersachsenweit beschleunigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Berisha, Amelie;
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  • Literaturhinweis

    Zehn Jahre nach 2015: Eine Arbeitsmarktbilanz (2025)

    Brücker, Herbert ; Jaschke, Philipp ; Kosyakova, Yuliya ;

    Zitatform

    Brücker, Herbert, Philipp Jaschke & Yuliya Kosyakova (2025): Zehn Jahre nach 2015: Eine Arbeitsmarktbilanz. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 9, S. 617-621., 2025-09-04. DOI:10.2478/wd-2025-0160

    Abstract

    "Geflüchtete werden aufgenommen, um Schutz vor Krieg, Verfolgung und Vertreibung zu bieten. Das ist die primäre Aufgabe des Asylsystems, aber auch die Integration in Arbeitsmarkt, Bildungssystem und Gesellschaft sind sehr wichtig. Je erfolgreicher die Geflüchteten in den Arbeitsmarkt integriert sind, desto mehr tragen sie zur gesamtwirtschaftlichen Produktion, Steuern und Abgaben bei – und desto geringer sind die fiskalischen Belastungen durch Transferleistungen und andere Kosten. Wie aber ist diese Integration gelungen? Die weltweit umfassendste Längsschnittstudie Geflüchteter, verknüpft mit Sozialversicherungsdaten, zeigt: Neun Jahre nach Ankunft haben sich die Beschäftigungsquoten der 2015 Zugezogenen schon stark an den Bevölkerungsdurchschnitt angenähert, bei geflüchteten Männern liegt der Anteil sogar über dem männlichen Bevölkerungsdurchschnitt. Dass die Erwerbsquote von geflüchteten Frauen deutlich niedriger ist, liegt weniger an kulturellen als vielmehr an strukturellen Gründen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktintegration nicht-ukrainischer Geflüchteter: Starker Anstieg der Erwerbstätigenquoten mit zunehmender Aufenthaltsdauer (2025)

    Brücker, Herbert ; Koch, Maria Theresa; Kosyakova, Yuliya ;

    Zitatform

    Brücker, Herbert, Yuliya Kosyakova & Maria Theresa Koch (2025): Arbeitsmarktintegration nicht-ukrainischer Geflüchteter. Starker Anstieg der Erwerbstätigenquoten mit zunehmender Aufenthaltsdauer. Berlin.

    Abstract

    "Die Arbeitsmarktintegration der um 2015 nach Deutschland eingereisten nicht-ukrainischen Geflüchteten schreitet voran. Ein Überblick." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    10 Jahre Fluchtmigration 2015: Haben wir es geschafft? Eine Analyse aus Sicht des Arbeitsmarktes (2025)

    Brücker, Herbert ; Jaschke, Philipp ; Kosyakova, Yuliya ;

    Zitatform

    Brücker, Herbert, Philipp Jaschke & Yuliya Kosyakova (2025): 10 Jahre Fluchtmigration 2015: Haben wir es geschafft? Eine Analyse aus Sicht des Arbeitsmarktes. (IAB-Kurzbericht 17/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2517

    Abstract

    "Die Frage, ob „wir es geschafft haben“, lässt sich angesichts der vielschichtigen Dimensionen von Integration und unklarer Erfolgskriterien nicht eindeutig beantworten. Dieser IAB-Kurzbericht beleuchtet die Arbeitsmarktintegration der 2015 zugezogenen Geflüchteten – einen zentralen Indikator wirtschaftlicher und sozialer Teilhabe. Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten verknüpft mit der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit zeigen: Die Beschäftigungsquoten der 2015 zugezogenen Geflüchteten haben sich weitgehend dem Niveau des Bevölkerungsdurchschnitts in Deutschland angenähert. Bei den Verdiensten besteht jedoch weiterhin ein deutlicher Rückstand." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    10 Jahre Fluchtmigration 2015: Was Integration fördert und was sie bremst (2025)

    Brücker, Herbert ; Kosyakova, Yuliya ; Jaschke, Philipp ;

    Zitatform

    Brücker, Herbert, Philipp Jaschke & Yuliya Kosyakova (2025): 10 Jahre Fluchtmigration 2015: Was Integration fördert und was sie bremst. In: IAB-Forum H. 25.08.2025, 2025-08-25. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250825.01

    Abstract

    "Die Arbeitsmarktintegration ist ein zentraler Gradmesser für die wirtschaftliche und soziale Teilhabe von Geflüchteten. Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, die mit den Sozialversicherungsdaten der Bundesagentur für Arbeit verknüpft wurden, zeigen: Zehn Jahre nach dem Zuzug haben sich die Beschäftigungsquoten der Schutzsuchenden bereits stark an den Bevölkerungsdurchschnitt angenähert. Dennoch bestehen weiterhin zahlreiche Herausforderungen. Erfolgsfaktoren sind vor allem beschleunigte Asylverfahren, Sprach- und Integrationskurse sowie arbeitsmarktnahe Förderung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Exploring integration and migration dynamics: the research potentials of a large-scale longitudinal household study of refugees in Germany (2025)

    Brücker, Herbert ; Kosyakova, Yuliya ; Rother, Nina ; Zinn, Sabine ; Siegert, Manuel ; Liebau, Elisabeth ; Gider, Wenke ; Schwanhäuser, Silvia ;

    Zitatform

    Brücker, Herbert, Yuliya Kosyakova, Nina Rother, Sabine Zinn, Elisabeth Liebau, Wenke Gider, Silvia Schwanhäuser & Manuel Siegert (2025): Exploring integration and migration dynamics: the research potentials of a large-scale longitudinal household study of refugees in Germany. In: European Sociological Review. DOI:10.1093/esr/jcaf032

    Abstract

    "Forced migration has intensified in the 21st century, driven by conflicts, persecution, and political instability in regions such as the Middle East, Afghanistan, the Horn of Africa, South-East Asia, Latin America and, most recently, Ukraine. Germany has become a primary destination for refugees within the European Union and one of the largest among the OECD countries. The IAB-BAMF-SOEP Refugee Survey, lunched in 2016, is a high-quality longitudinal household panel study that documents the arrival and integration trajectories of refugees who came to Germany during and after the 2015/16 surge. Based on a register-based random sample and conducted annually, the survey is integrated into the German Socio-Economic Panel Study (SOEP) and linked to administrative data sources, allowing for population-level inference and rich longitudinal analyses. It encompasses a wide range of topics, including pre-migration biographies, flight experiences, entry and arrival procedures, legal status, and integration processes. The dataset includes approximately 22,000 individual respondents across 6,500 households, with data currently available for the years 2016 to 2022. This paper discusses the analytical potential of the dataset, highlighting areas where the data contributes to research on forced migration and refugee integration, and subsequently outlines the survey’s structure, questionnaire topics, and key descriptive statistics." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: häufig gestellte Fragen zur Datenbasis des IAB (2025)

    Brücker, Herbert ; Jaschke, Philipp ; Kosyakova, Yuliya ;

    Zitatform

    Brücker, Herbert, Philipp Jaschke & Yuliya Kosyakova (2025): Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: häufig gestellte Fragen zur Datenbasis des IAB. In: IAB-Forum H. 21.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251121.01

    Abstract

    "Im kürzlich erschienenen IAB-Kurzbericht 17/2025 haben Herbert Brücker, Philipp Jaschke und Yuliya Kosyakova detailliert analysiert, wie es heute um die Arbeitsmarktintegration der Menschen bestellt ist, die im Jahr 2015 als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind. Der Bericht hat eine große öffentliche Aufmerksamkeit erfahren und zu zahlreichen Fragen und Kommentaren geführt, insbesondere mit Blick auf die verwendete Datenbasis. Im Folgenden geben die Autor*innen Antworten auf die wichtigsten uns gestellten Fragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    BA-BIBB-IAB-Bewerberstudie zum Ausbildungsmarkt: Ausbildungssuchende ohne Kontakt zur Arbeitsagentur und Geflüchtete sind oft im Nachteil (2025)

    Ertl, Hubert; Keßler, Catie; Leber, Ute; Fitzenberger, Bernd ; Christ, Alexander ; Seegers, Marco ; Holleitner, Julia; Anger, Silke ; Gei, Julia; Schels, Brigitte ; Christoph, Bernhard ;

    Zitatform

    Ertl, Hubert, Bernd Fitzenberger, Silke Anger, Alexander Christ, Bernhard Christoph, Julia Gei, Julia Holleitner, Catie Keßler, Ute Leber, Brigitte Schels & Marco Seegers (2025): BA-BIBB-IAB-Bewerberstudie zum Ausbildungsmarkt: Ausbildungssuchende ohne Kontakt zur Arbeitsagentur und Geflüchtete sind oft im Nachteil. (IAB-Kurzbericht 18/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2518

    Abstract

    "Eine Ausbildung aufzunehmen, ist ein entscheidender Schritt auf dem Bildungsweg vieler junger Menschen. Sie müssen sich mit unterschiedlichen Ausbildungswegen auseinandersetzen und um Ausbildungsplätze bewerben. Hierbei kommt Angeboten der beruflichen Orientierung und Berufsberatung eine zentrale Rolle zu. Welche Erfahrungen machen ausbildungsinteressierte junge Menschen während der Berufsberatung, wie unterscheiden sich diese Erfahrungen und inwiefern gehen sie mit einem erfolgreichen Übergang in eine Berufsausbildung oder ein Studium einher? Daten der aktuellen BA-BIBB-IAB-Bewerberstudie zeigen, dass Ausbildungssuchende, die im Verlauf ihrer Suche nach einem Ausbildungsplatz den Kontakt zur Bundesagentur für Arbeit abgebrochen haben, und junge Geflüchtete seltener einen berufsqualifizierenden Bildungsweg einschlagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Die Kosten des Austritts aus der Grundsicherung: Ukrainische Geflüchtete im Übergang (2025)

    Falkenhain, Mariella ; Kim, Maya;

    Zitatform

    Falkenhain, Mariella & Maya Kim (2025): Die Kosten des Austritts aus der Grundsicherung: Ukrainische Geflüchtete im Übergang. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 12, S. 1-19., 2025-10-22.

    Abstract

    "Die Frage, wie das komplexe deutsche Transfersystem verändert werden könnte, um Erwerbsanreize zu stärken, ist seit längerem Gegenstand wirtschaftspolitischer Debatten. Dieser Beitrag schlägt eine Perspektiverweiterung vor, die über formale Ansprüche hinausgeht und gelebte Erfahrung einbezieht. Er untersucht aus einer soziologischen Perspektive und basierend auf Ergebnissen von Tiefeninterviews, wie ukrainische Geflüchtete, deren Arbeitsmarktintegration politisch besonders dringlich gefordert wird, den Übergang aus der Grundsicherung in Arbeit erleben. Das abrupte Ende von Transferzahlungen, unerwartete Rück- oder Nachzahlungen und Unsicherheit über die Höhe von aufstockenden Leistungen stellen besondere Belastungen dar, die sich langfristig negativ auswirken können. Neben unbürokratischer, finanzieller Anschubhilfe sollte die Beratung durch Jobcenter im Sinne eines sensiblen Übergangsmanagements gestärkt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Falkenhain, Mariella ; Kim, Maya;
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  • Literaturhinweis

    Barriers to humanitarian migration, victimization and integration outcomes: Evidence from Germany (2025)

    Freitas Monteiro, Teresa ; Ludolph, Lars ;

    Zitatform

    Freitas Monteiro, Teresa & Lars Ludolph (2025): Barriers to humanitarian migration, victimization and integration outcomes: Evidence from Germany. In: World Development, Jg. 186, 2024-11-01. DOI:10.1016/j.worlddev.2024.106833

    Abstract

    "Asylum seekers who migrate from developing countries to Europe frequently experience victimization events during their journey. The consequences of these events for their economic integration into destination countries are not yet well explored. In this paper, we analyze how victimization during asylum seekers’ journeys affects their labor market integration in Germany by using survey data collected in the aftermath of the 2015 refugee crisis. Our data allow us to account for the exact timing and geography of migration, such that samples of physically victimized and nonvictimized refugees are balanced along a wide range of characteristics. We find that, compared to nonvictimized refugees, refugees who were physically victimized during their journey to Germany favor joining the labor force and taking up low-income employment rather than investing in host country human capital. To explain these findings, we explore a range of potential mechanisms and find suggestive evidence that experiencing physical victimization in vulnerable situations is not only associated with a decline in mental health but also with a “loss of future orientation” among physically victimized refugees, leading them to discount future payoffs more heavily." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The effect of health on refugees’ labor market integration: evidence from a natural experiment in Germany (2025)

    Goßner, Laura ; Jaschke, Philipp ; Kosyakova, Yuliya ;

    Zitatform

    Goßner, Laura, Philipp Jaschke & Yuliya Kosyakova (2025): The effect of health on refugees’ labor market integration: evidence from a natural experiment in Germany. (IAB-Discussion Paper 05/2025), Nürnberg, 32 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2505

    Abstract

    "Dieses Papier analysiert die Rolle der Gesundheit für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in ihrem Zielland. Wir nutzen die quasi-zufällige anfängliche regionale Verteilung von Geflüchteten über Stadt- und Landkreise in Deutschland, um den kausalen Effekt der Gesundheit auf die Beschäftigung zu analysieren. Basierend auf regionaler und zeitlicher Heterogenität bei der Einführung einer Reform, die einen früheren Zugang zu Gesundheitsleistungen durch elektronische Gesundheitskarten (eGKs) ermöglichte, in Kombination mit der regionalen Verfügbarkeit von Gesundheitsdienstleistungen und dem Gesundheitszustand vor der Migration, konstruieren wir Instrumentalvariablen (IVs), die plausibel exogene Variationen im Gesundheitszustand der Geflüchteten nach ihrer Ankunft liefern. Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein guter körperlicher Gesundheitszustand (PCS) die Erwerbstätigkeitswahrscheinlichkeit von Männern verbessert. Gleichzeitig erhöht ein guter psychischer Gesundheitszustand (MCS) die Erwerbstätigenquote von Frauen, wobei dieser Effekt aufgrund schwacher Instrumente mit Vorsicht zu betrachten ist. Hinsichtlich möglicher Mechanismen zeigen wir, dass eine bessere Gesundheit die Teilnahme an Sprachkursen und die deutschen Sprachkenntnisse von weiblichen Geflüchteten erhöht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Transnational Perspectives on Migration and Integration – TRANSMIT Surveys of Syrian Nationals and Their Neighbors in Lebanon and Turkey (2019–2023) (2025)

    Gundacker, Lidwina ; Brücker, Herbert ; Rischke, Ramona ; Hertner, Laura ; Kühnert, Nora ; Ruhnke, Simon ; Trocka, Caroline ; Talebi, Nader ;

    Zitatform

    Gundacker, Lidwina, Laura Hertner, Nora Kühnert, Ramona Rischke, Simon Ruhnke, Nader Talebi, Caroline Trocka & Herbert Brücker (2025): Transnational Perspectives on Migration and Integration – TRANSMIT Surveys of Syrian Nationals and Their Neighbors in Lebanon and Turkey (2019–2023). In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, S. 1-12. DOI:10.1515/jbnst-2024-0091

    Abstract

    "Migration scholars commonly study international migration and socio-economic integration separately, typically focusing on a single receiving country in the Global North. The TRANSMIT project adopts a transnational perspective, studying key migration routes to Europe via large-scale surveys among Syrians and their host communities in two major countries of mixed-migration contexts, namely Lebanon and Turkey. Both countries, in addition to their own history of emigration, host large refugee populations. The surveys cover both migration biographies and aspects of the socioeconomic participation of Syrian nationals. Surveying the host populations in equal terms allows researchers to examine local contexts and group differences." (Author's abstract, IAB-Doku, © De Gruyter Brill) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Gundacker, Lidwina ; Brücker, Herbert ;
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  • Literaturhinweis

    Lidwina Gundacker über Komplexität in Integrationsverläufen Geflüchteter und die Lücken von Migrationstheorien (Podcast) (2025)

    Gundacker, Lidwina ;

    Zitatform

    Gundacker, Lidwina (2025): Lidwina Gundacker über Komplexität in Integrationsverläufen Geflüchteter und die Lücken von Migrationstheorien (Podcast). (MeltingPod - Migration im Dialog), Duisburg, Essen, o. Sz.

    Abstract

    "In dieser 58. Folge sprechen wir mit Lidwina Gundacker (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) über biographische Daten von Geflüchteten und über die Schwierigkeiten, typical integration cases zu erstellen. Das führt zu unserer übergeordnete Fragestellung zur Komplexität des Themas Fluchtmigration und welche blind spots in bisherigen Migrationstheorien eine adäquate quanitative Untersuchung von Integrationsverläufen erschweren. Entlang unterschiedlicher Publikationen von Lidwina kommen wir der Thematik näher und überlegen zum Schluss, wie eine Herangehensweise aussehen könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Gundacker, Lidwina ;
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  • Literaturhinweis

    Are Forced Migrant Trajectories Path-Dependent? A Markov Analysis (2025)

    Haller, Liam ;

    Zitatform

    Haller, Liam (2025): Are Forced Migrant Trajectories Path-Dependent? A Markov Analysis. In: International migration review, S. 1-22. DOI:10.1177/01979183251319015

    Abstract

    "This study evaluates whether the trajectories of forced migrants, specifically Syrian refugees moving towards Germany, exhibit path dependency—meaning that their migration decisions are influenced by past events and their previous migration experiences. Using data from the IAB-BAMF-SOEP survey of refugees, this article investigates whether these migration trajectories adhere to a Markov process, where the likelihood of future migrations depends solely on the current state. By employing global and local Markov score tests, the article systematically tests the Markov assumption across different migration routes, focusing on Turkey, Lebanon, and Egypt as transit countries. The findings indicate that shorter, reactive migrations from Syria to Lebanon and Turkey exhibit path dependency, meaning their likelihood is influenced by recent events. Conversely, longer, logistically complex migrations, such as from Syria to Egypt and from transit countries to Germany, adhere to the Markov property, suggesting path independence. This distinction highlights the impact of route difficulty and destination accessibility on migration behaviors. The implications of the findings are also significant for the use of the Markov property in computational models of migration. Researchers should exercise caution when applying the Markov assumption indiscriminately across different migration contexts, as its validity can vary based on external factors such as policy changes and route accessibility." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Geflüchtete wollen langfristig bleiben und Deutsche werden (2025)

    Hartmann, Jörg ;

    Zitatform

    Hartmann, Jörg (2025): Geflüchtete wollen langfristig bleiben und Deutsche werden. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 92, H. 35, S. 535-542. DOI:10.18723/diw_wb:2025-35-4

    Abstract

    "Der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft ist ein zentraler Indikator für die politische und gesellschaftliche Integration von Zugewanderten. Sie setzt nicht nur erhebliche Integrationsleistungen wie den Spracherwerb oder die Sicherung des Lebensunterhalts voraus, sondern stellt Zugewanderte rechtlich und politisch Einheimischen gleich. Gleichzeitig fördert die Einbürgerung die weitere Integration: Sie stärkt die Identifikation mit dem Aufnahmelandinfo und erleichtert die soziale und wirtschaftliche Integration, insbesondere für stärker benachteiligte Gruppen und bei frühzeitiger Einbürgerung.info Für Geflüchtete hat die Einbürgerung eine besondere Bedeutung: Sie schützt dauerhaft vor Abschiebung ins Herkunftsland, selbst wenn sich die Rechtslage in Deutschland oder die politische Situation im Herkunftsland ändert. Zugleich entstehen weitergehende Rechte: uneingeschränktes Aufenthaltsrecht in der Europäischen Union (EU), aktives und passives Wahlrecht sowie Zugang zu bestimmten Laufbahnen im öffentlichen Dienst oder in sicherheitsrelevanten Bereichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Lebensverhältnisse der Mütter prägen Gesundheit und frühkindliche Entwicklung – Fluchterfahrung spielt kaum eine Rolle (2025)

    Heidemann, Valeriia; Zinn, Sabine ;

    Zitatform

    Heidemann, Valeriia & Sabine Zinn (2025): Lebensverhältnisse der Mütter prägen Gesundheit und frühkindliche Entwicklung – Fluchterfahrung spielt kaum eine Rolle. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 92, H. 35, S. 543-553. DOI:10.18723/diw_wb:2025-35-5

    Abstract

    "Zwischen 2014 und 2022 wurden rund 200 000 Kinder von Geflüchteten in Deutschland geboren. Dieser Bericht untersucht, wie sich Fluchterfahrung auf die Gesundheit und Entwicklung von in Deutschland geborenen Kindern Geflüchteter auswirkt. Eine Analyse auf Basis repräsentativer Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung Geflüchteter zeigt: Bei Geburt – hinsichtlich Geburtsgewicht, -länge, Kaiserschnitthäufigkeit und Stillverhalten – bestehen keine signifikanten Unterschiede zwischen Kindern geflüchteter Mütter und anderen Kindern. Anders sieht es im Kleinkindalter aus: Kinder Geflüchteter schneiden in den Bereichen Sprache, Motorik und sozialer Entwicklung schwächer ab. Dies lässt sich weitgehend auf Unterschiede in der mentalen Gesundheit und Bildung der Mutter, ihrem Erwerbsstatus sowie dem Zugang zu institutioneller Betreuung zurückführen. Außerdem zeigt sich, dass die Kinder geflüchteter und migrantischer Mütter häufiger übergewichtig sind als die Kinder von Müttern ohne Migrationsgeschichte. Bei Kindern Geflüchteter verliert dieser Unterschied jedoch an Bedeutung, sobald Faktoren wie der Bildungshintergrund und Erwerbstätigkeit der Mütter berücksichtigt werden. Die Ergebnisse zeigen: Nicht die Fluchterfahrung selbst, sondern soziale und strukturelle Lebensbedingungen der Mütter beeinflussen die kindliche Entwicklung. Daraus lässt sich ableiten, dass Investitionen in Bildung, Erwerbsintegration und frühkindliche Betreuung geflüchteter Familien wichtige Ansatzpunkte für gesundheitliche Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe darstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Determinants of refugees’ generalised and institutional trust: evidence from Germany (2025)

    Kanas, Agnieszka ; Kosyakova, Yuliya ; Tubergen, Frank van ;

    Zitatform

    Kanas, Agnieszka, Frank van Tubergen & Yuliya Kosyakova (2025): Determinants of refugees’ generalised and institutional trust: evidence from Germany. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, S. 1-20. DOI:10.1080/1369183x.2025.2514800

    Abstract

    "This paper examines the factors shaping refugees’ institutionalized and generalized trust, focusing on three key influences: (1) pre-arrival migration effects, such as experiences of trauma; (2) asylum procedure effects, including the length and outcome of the process and perceptions of fairness; and (3) post-procedure effects, particularly the context of reception. Using data from the IAB-BAMF-SOEP survey of refugees in Germany, we find that the conditions of the asylum process and the reception context are critical determinants of refugees’ trust. Specifically, while the length of the asylum process and living in shared accommodations negatively affect institutional trust, these impacts are largely mediated by other refugee-specific experiences, such as perceptions of procedural and interactional justice. Receiving a positive asylum decision directly enhances refugees ’ trust in German institutions and other people, whereas being trapped in existential limbo severely erodes trust levels. Additionally, refugees subject to residency restrictions exhibit lower institutional and generalized trust levels than those without such limitations. These findings highlight the critical role of short and fair asylum procedures and inclusive reception policies in fostering trust among refugees, with significant implications for improving integration outcomes and social cohesion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Kosyakova, Yuliya ;
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  • Literaturhinweis

    How reception centers affect the integration of asylum seekers and recognized refugees (2025)

    Khalil, Samir; Tjaden, Jasper ;

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    Khalil, Samir & Jasper Tjaden (2025): How reception centers affect the integration of asylum seekers and recognized refugees. In: European Societies, Jg. 27, H. 4, S. 617-643. DOI:10.1162/euso_a_00018

    Abstract

    "After arrival, asylum seekers are often housed in reception centers. The type, quality and duration of stay in such centers varies considerably across or within countries. In the context of the so-called “EU refugee crisis” in 2014-2016, reports emerged that some asylum seekers and refugees remained in reception centers for several years due to limited capacity of municipalities, lengthy asylum procedures and tight housing markets. It is often argued that reception centers have a detrimental effect on integration processes of asylum seekers and refugees, yet empirical, inferential evidence is still lacking. This paper estimates the medium-run effect of duration of residence in reception centers on language skills, contacts to the host population, and employment status. We use high-quality panel data on asylum seekers and refugees living in Germany and apply inverse-probability-weighting (IPW). The results suggest that a comparatively quick transition from reception centers into private housing modestly increases interactions with the host population and their language proficiency. We find no effects on labor market participation. Furthermore, we find that moving into private housing is often associated with a shift to more precarious neighborhoods, potentially hindering a stronger realization of the benefits linked to independent living in general." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The causal effect of liberalizing legal requirements on naturalization intentions (2025)

    Kosyakova, Yuliya ; Damelang, Andreas ;

    Zitatform

    Kosyakova, Yuliya & Andreas Damelang (2025): The causal effect of liberalizing legal requirements on naturalization intentions. In: Social forces, Jg. 104, H. 1, S. 67-89., 2024-11-02. DOI:10.1093/sf/soae170

    Abstract

    "Diese Studie untersucht die vielfältigen Faktoren, die die Einbürgerungsabsichten von Geflüchteten beeinflussen, wobei der Schwerpunkt auf den rechtlichen Anforderungen und der Umsetzung von Einbürgerungsgesetzen liegt. Es wird zwischen verschiedenen Einwanderergruppen unterschieden, insbesondere Geflüchteten, Bürgern der Europäischen Union (EU) und Nicht-EU-Bürgern. Mit Hilfe eines Vignettenexperiments unter Eingewanderten in einer umfangreichen repräsentativen Studie in Deutschland werden die Auswirkungen der Liberalisierung der rechtlichen Anforderungen und einem inklusiveren Einbürgerungsprozess auf die Absichten, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben, empirisch analysiert. Dieser Vergleich, sowohl zwischen aktuellen und liberalisierten Anforderungen als auch zwischen weniger und mehr inklusiven Einbürgerungsverfahren, bietet ein realistisches Szenario, wie Liberalisierung und Inklusivität die Einbürgerungsabsichten beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Liberalisierung der rechtlichen Anforderungen, insbesondere die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft und eine verkürzte Wartezeit, einen positiven Effekt auf die Einbürgerungsabsichten hat. Gleichzeitig unterscheiden sich diese Effekte zwischen den drei Einwanderergruppen, insbesondere aufgrund von Unterschieden in den empfundenen Vorteilen der Einbürgerung. Im Gegensatz dazu hat ein inklusiverer Einbürgerungsprozess keinen Einfluss auf die Einbürgerungsabsichten der Eingewanderten. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Staatsbürgerschaftspolitik für die Einbürgerungsabsichten von Eingewanderten. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch differenzierte Reaktionen auf liberalisierte Anforderungen und betonen die Bedeutung von gruppenspezifischen Kosten-Nutzen-Überlegungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Kosyakova, Yuliya ;
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