Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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Literaturhinweis
Wir müssen in Deutschland unterm Strich mehr arbeiten – die gesetzliche Einschränkung des Teilzeitanspruchs ist dafür der falsche Weg (2026)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd (2026): Wir müssen in Deutschland unterm Strich mehr arbeiten – die gesetzliche Einschränkung des Teilzeitanspruchs ist dafür der falsche Weg. In: IAB-Forum H. 20.02.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260220.01
Abstract
"In Deutschland sind sowohl die Beschäftigungsquote als auch die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden so hoch wie nie. Trotzdem häufen sich Forderungen nach längeren Arbeitszeiten und einer Einschränkung des Rechts auf Teilzeit. Angesichts der demografischen Entwicklung würde es helfen, insgesamt mehr zu arbeiten, um den künftigen Personalbedarf zu decken und so unseren Wohlstand zu sichern. Wenn Teilzeitarbeit jedoch gesetzlich eingeschränkt wird, besteht die Gefahr, dass viele Menschen gar nicht mehr oder weniger arbeiten. Damit blieben wichtige Beschäftigungspotenziale ungenutzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation (2026)
Zitatform
Gruber, Anja (2026): The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation. In: ILR review, Jg. 79, H. 1, S. 59-90. DOI:10.1177/00197939251355234
Abstract
"Fair Workweek (FWW) ordinances, which typically require employers to provide workers with advance notice of their schedules and extra pay for last-minute changes, have become an increasingly debated policy tool to address the unpredictability of low-wage work in the United States. In this article, the author studies the labor market impacts of the Oregon FWW law using data on treated workers from the Quarterly Workforce Indicators and American Community Survey, and a variety of empirical approaches that address the factors complicating such a labor market analysis. Taken together, the evidence points to limited effects on the average labor market outcomes of workers covered by the legislation. However, findings indicate increased employment and hours worked for men, and decreased employment and hours worked for women. Also, results show consistent evidence of decreased average monthly earnings for newly hired women at treated employers. Despite the ability of employers to bypass compensation requirements through voluntary standby lists, this study identifies compositional effects on the workforce resulting from FWW legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Why and How Workers Choose Less Work for Less Money: A Mixed‐Methods Study on a Working Time Reduction Scheme in Germany (2026)
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Guimarães, Thiago, Miklós Antal & Benedikt Lehmann (2026): Why and How Workers Choose Less Work for Less Money: A Mixed‐Methods Study on a Working Time Reduction Scheme in Germany. In: Industrial relations journal, Jg. 57, H. 2, S. 127-139. DOI:10.1111/irj.70018
Abstract
"This study examines workers' motives for joining or rejecting a voluntary 28-h work-time reduction scheme in Germany. Using a mixed-methods design that combines semi-structured interviews and a survey of eligible employees, we analyse how personal, financial, and professional considerations shape decisions about shorter hours. Two main motivational categories emerge: a desire for greater work-life balance, and concerns about income loss and career impact. Findings highlight how uncertainty affects perceived opportunities and risks differently: even without clear time-use plans shorter hours can be chosen to increase autonomy, but they are rejected confidently to avoid professional or financial risks. This underlines the value of qualitative research with open-ended questions and the potential strategic relevance of latent desires to reduce hours among workers who are currently reluctant to consider such options." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeiten, wann und wo du willst? Feldexperimentelle Evidenz zur postpandemischen Akzeptanz flexibler Arbeitsformen (2026)
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Harsch, Corinna, Marcel Knobloch & Lena Hipp (2026): Arbeiten, wann und wo du willst? Feldexperimentelle Evidenz zur postpandemischen Akzeptanz flexibler Arbeitsformen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 79, H. 1, S. 13-22. DOI:10.5771/0342-300x-2026-1-13
Abstract
"Die im Lockdown während der Covid-19-Pandemie etablierten Regelungen zum Homeoffice boten vielen Beschäftigten eine Flexibilität, auf die sie auch nach Ende der Pandemie nicht verzichten wollten. Doch wie ist es um die Akzeptanz von flexiblen Arbeitsformen aufseiten der Unternehmen bestellt? Erfahren Bewerber*innen, die gerne im Homeoffice arbeiten möchten oder nach flexiblen Arbeitszeiten fragen, Nachteile in Bewerbungsfahren? Und unterscheiden sich diese Nachteile möglicherweise nach Branchen und Berufen? Wir beantworten diese Fragen mithilfe eines Feldexperiments, welches wir in unterschiedlichen Berufen und Branchen durchgeführt haben: Hierfür haben wir über 15 000 vergleichbare Initiativbewerbungen an Unternehmen in ganz Deutschland versandt, die sich darin unterschieden, ob der Wunsch nach einer flexiblen Arbeitsform (flexible Arbeitszeit oder Homeoffice) geäußert wurde oder nicht. Die Ergebnisse zeigen, dass Bewerber*innen, die sich flexible Arbeitszeiten oder Arbeit im Homeoffice wünschen, seltener eine positive Rückmeldung erhalten. Obwohl die Unterschiede zwischen Branchen insgesamt relativ gering sind, ist die Akzeptanz von Homeoffice im männerdominierten produzierenden Gewerbe besonders niedrig. Demgegenüber erfahren Bewerber*innen, die sich flexible Arbeitsformen wünschen, in Branchen und Berufen mit akutem Fachkräftemangel keine Nachteile im Erstkontakt mit dem Unternehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Schedule control and work hours: the role of gender and flexibility stigma across European countries (2026)
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Leshchenko, Olga (2026): Schedule control and work hours: the role of gender and flexibility stigma across European countries. In: Community, work & family, S. 1-25. DOI:10.1080/13668803.2026.2624781
Abstract
"Flexible working arrangements, including control over one's schedule, aim to enhance workers’ well-being and work-life balance. However, flexible working can be perceived negatively or stigmatized in some contexts, undermining the potential benefits of flexible work use. This study investigates how flexible working time relates to weekly work hours across European countries, considering variations in flexibility stigma, gender, and parental status. Drawing on data from the European Social Survey 2021 and Eurobarometer Flash Survey on Work-Life Balance 2018, multilevel modeling with cross-level interactions reveals several key patterns. At the individual level, there is a gendered compensation mechanism: men work more hours when having schedule control, while women's hours are similar across working time arrangements. Mothers consistently work fewer hours, with a more substantial gap between mothers and non-mothers among those with schedule control. No such gap exists for men. At the contextual level, higher flexibility stigma is linked to longer work hours only for men with schedule control, suggesting that men may overcompensate for negative perceptions by working more time. These findings support the flexibility paradox: rather than optimizing work hours, flexible arrangements may intensify work demands, particularly for men. This tendency can exacerbate gender disparities in the workplace." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Mehr Zeit oder mehr Geld?: Nutzungsmuster tariflicher Wahloptionen und betriebliche Rahmenbedingungen (2026)
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Mellies, Alexandra, Anja Abendroth, Florian Zimmermann, Kevin Ruf & Yvonne Lott (2026): Mehr Zeit oder mehr Geld? Nutzungsmuster tariflicher Wahloptionen und betriebliche Rahmenbedingungen. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 94), Düsseldorf, 24 S.
Abstract
"Beschäftigte brauchen Arbeitszeitsouveränität, um Arbeit mit familiären bzw. privaten Verpflichtungen und Aktivitäten vereinbaren zu können. Tarifliche Wahloptionen geben Beschäftigten mehr Zeit für diese Aktivitäten, allen voran Zeit für Hobbies, soziale Kontakte und Selbstfürsorge. Die Studie macht deutlich, dass tarifliche Regelungen die Nutzung von Arbeitszeitarrangements zu legitimieren scheinen und bestehende Hürden, die typischerweise bei der Nutzung der klassischen Teilzeit im Betrieb bestehen (Klenner/Lott, 2016), reduzieren. Selbst Männer, die von einer Arbeitszeitverkürzung aufgrund dieser Hürden meist absehen (Lott/Klenner 2018), entscheiden sich im Rahmen der tariflichen Wahloptionen häufig für mehr Zeit statt Geld. Dies unterstreicht die Bedeutung tarifvertraglicher Regelungen. Tarifliche Wahloptionen können insbesondere dort einen wichtigen Beitrag leisten, wo aufgrund der Arbeitsorganisation und -bedingungen nur wenige oder keine anderen Flexibilisierungsmaßnahmen (z. B. Gleitzeit und Homeoffice) zur Verfügung stehen. Die Wahloptionen können in solchen Fällen ein Weg sein, bestehende Unterschiede in den Möglichkeiten für mehr Zeitsouveränität innerhalb der Belegschaften zumindest teilweise auszugleichen. Dadurch stärken sie die Arbeitssouveränität dieser Beschäftigtengruppe. Die tariflichen Wahloptionen sind damit ein wichtiges Instrument, um mehr Zeitgerechtigkeit im Arbeitsleben zu erreichen. Umso wichtiger ist es daher, dass die Bundesregierung die Tarifbindung stärkt und damit zu einer Verbreitung der tariflichen Wahloptionen beiträgt. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass bereits unter den heutigen Arbeitsbedingungen ein erheblicher Bedarf an zusätzlicher Zeit besteht – und zwar nicht nur für familiäre Verpflichtungen, sondern vor allem für Hobbys, soziale Kontakte und Selbstfürsorge. Diese Bereiche sind eng mit der physischen und psychischen Gesundheit verknüpft. Angesichts steigender Fehlzeiten vor allem aufgrund psychischer Erkrankungen (DAK 2025) und wachsender Krankenkassenbeiträge, die auch darauf zurückgehen, dass Prävention bislang kaum gefördert wird, können tarifliche Wahloptionen einen wichtigen präventiven Beitrag leisten. Es ermöglicht Beschäftigten, Belastungen frühzeitig zu reduzieren und damit Risiken wie Erschöpfung oder Burnout vorzubeugen. Für die Politik ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Zeitpolitik ist Vereinbarkeits- und Gesundheitspolitik und keine Lifestyle-Entscheidung der Beschäftigten. Modelle, die Beschäftigten Zeitsouveränität eröffnen, sollten daher gezielt ausgebaut und weiterentwickelt werden. Die Tarifvertragsparteien sind hier bereits vorangegangen; nun ist der Gesetzgeber gefordert, diese Ansätze rechtlich abzusichern und für alle Beschäftigten zugänglich zu machen. Entsprechende Vorschläge wie das Wahlarbeitszeitgesetz des Deutschen Juristinnenbundes oder das Optionszeitenmodell liegen vor. Anstatt also auf eine Verlängerung der Erwerbsarbeitszeiten und eine Ausweitung des Direktionsrecht des Arbeitgebers durch die Abschaffung der täglichen Arbeitszeitgrenze zu setzen oder gar das Recht auf Teilzeit einzuschränken, wie es aktuell der Wirtschaftsflügel der CDU fordert und damit die Risiken für Vereinbarkeit, Gesundheit und sozialen Zusammenhalt zu verschärfen, ist es an der Zeit, für echte Zeitsouveränität zu sorgen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Educational attainment, gender, and the change in access to schedule flexibility in Europe and the United States (2026)
Zitatform
Paek, Eunjeong (2026): Educational attainment, gender, and the change in access to schedule flexibility in Europe and the United States. In: Social science research, Jg. 135. DOI:10.1016/j.ssresearch.2026.103309
Abstract
"In this study, I examine whether workers’ access to employee-driven schedule flexibility increased from 1997 to 2015 and how trends in access vary across 11 European countries and the United States. Building on studies of stratification and gender, I decompose trends in schedule flexibility into compositional and coefficient changes associated with educational attainment and gender. Findings show that the cross-national disparity in access to schedule flexibility increased from 1997 to 2015 because access to schedule flexibility grew most in countries already reporting higher access in 1997. The increase in the share of highly educated male workers is a key source of the growth of access to schedule flexibility in Denmark, Norway, Germany, and Sweden. This study helps us understand various trends in schedule flexibility and the implications of changing labor force composition for the uneven diffusion of family-friendly workplace practices." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 Elsevier Inc. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
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The effects of disability and caregiving on work and perceptions of economic insecurity in Sweden, Italy, Germany, and the UK (2026)
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Pettinicchio, David & Michelle Maroto (2026): The effects of disability and caregiving on work and perceptions of economic insecurity in Sweden, Italy, Germany, and the UK. In: European Societies, S. 1-32. DOI:10.1162/euso.a.101
Abstract
"Disability is associated with a range of structural disadvantages facing individuals and households alike. Drawing from a recent online cross-national survey of Germany, Italy, Sweden, and the UK, we explore the relationships between disability, caregiving, employment, and perceived economic insecurity. We examine whether having a household member with disabilities increases the likelihood of caregiving, and whether both disability and caregiving shape employment outcomes as well as perceptions of economic insecurity. In addition to finding that people with disabilities are less likely to work, we also find that individuals living in households with a disabled member are significantly more likely to engage in caregiving activities, which contributes to reduced employment. As a result, households that included a member with a disability tended to experience greater economic insecurity. We also find that instances of providing care and perceptions of economic insecurity are comparatively greater in Italy. Together, these findings point to important family and caregiving dynamics and their relationship to work and feelings of economic security in different policy contexts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Nonstandard work schedules and work-life balance in dual-earner households: The role of parenthood (2026)
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Resendez, Sarahi, Jianghong Li & Matthias Pollmann-Schult (2026): Nonstandard work schedules and work-life balance in dual-earner households: The role of parenthood. In: Journal of Family Research, Jg. 38, S. 1-22. DOI:10.20377/jfr-1259
Abstract
"Objective: This study examines whether nonstandard work schedules (NSWS) improve or hinder work-life balance (WLB) for parents and non-parents in dual-earner households. Background: Previous research shows that NSWS can negatively affect workers' well-being. However, less is known about whether and to what extent these effects differ between parents and childless individuals. Method: Using data from the first wave of the German Family Demography Panel Study (FReDA), linear regression models are applied to assess whether the effect of NSWS on WLB is influenced by family circumstances. Results: Parenthood is generally associated with lower WLB. However, the negative association between NSWS and WLB is more pronounced among childless workers. Notably, mothers of young children (ages 0-5), as well as fathers of school-aged children (ages 6-12) working NSWS report higher WLB than their childless counterparts. Conclusion: Parents with NSWS in dual-earner households do not necessarily experience lower WLB than childless workers. In some cases, NSWS may even help parents better reconcile work and family responsibilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Flexible working hours: Benefit or burden? A study of occupational differences in five European countries (2026)
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Stadler, Bettina (2026): Flexible working hours: Benefit or burden? A study of occupational differences in five European countries. In: European journal of industrial relations, Jg. 32, H. 1, S. 25-42. DOI:10.1177/09596801251398951
Abstract
"Working hours and locations are becoming increasingly flexible for many employees. Still, employees’ opportunities to flexibly organise their working hours andlocation largely depend on their occupational position. Despite these notions, only a few systematic empirical studies have been conducted on the distribution of flexible working hours for different groups of workers. In order to carry out an in-depth analysis across occupations, this article distinguishes between employee-centred and employer-centred forms of flexible working hours. It examines which groups of employees benefit more from flexible working hours and which are predominantly burdened by the flexibility demands of their employers. The analysis is based on the EU Labour Force Survey 2019 ad hoc module on working hours and working arrangements and was conducted for five countries representing different working time regimes. The results show that higher-skilled workers can organise their working hours much more flexibly than lower-skilled workers. Employer-centred flexibility is also generally more common among higher-skilled employees. Employees in social services with medium or low qualifications are particularly affected by employer-centred flexibility while having little to no flexibility of their own." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Job exposures, employer characteristics, and risk of reduced work capacity: a 10-year cohort study of Norwegian workers (2026)
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Ulstein, Julie, Cedric Andersen Lyngroth & Åsmund Hermansen (2026): Job exposures, employer characteristics, and risk of reduced work capacity: a 10-year cohort study of Norwegian workers. In: International Archives of Occupational and Environmental Health, Jg. 99, H. 1. DOI:10.1007/s00420-025-02195-y
Abstract
"This study investigates the impact of biomechanical and psychosocial job exposures on risk of reduced work capacity in a complete cohort of Norwegian workers, and examines whether this impact varies by employer sector, size, and organizational policies. Using high-quality Norwegian registry data, we followed a cohort of workers from age 40 over a ten-year period. Biomechanical and psychosocial job exposures were estimated using two validated job exposure matrices. Individuals with a prior history of reduced work capacity were excluded to limit confounding. Using Cox proportional hazard models, we assessed the association between levels of job exposure and risk of reduced work capacity, including moderation analyses by employer characteristics. Both biomechanical and psychosocial job exposures were significantly associated with reduced work capacity, particularly among the top 60% of exposed workers. While employer size and organizational policies somewhat moderated this impact, their influence was inconsistent. Notably, policies aimed at retaining workers with reduced capacity did not appear to mitigate the impact of the job exposures, while there was no variation in impact according to employer sector. Biomechanical and psychosocial job exposures are associated with an increased risk of reduced work capacity, with some variation in impact according to employer characteristics. These results indicate the importance of exposure-reducing interventions in the workplace, especially in occupations with high levels of biomechanical and psychosocial exposures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study (2026)
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Xue, Baowen, Heejung Chung, Ran Gu & Anne McMunn (2026): Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study. In: Journal of Epidemiology and Community Health, Jg. 80, H. 1, S. 17-24. DOI:10.1136/jech-2025-224166
Abstract
"Background: The ‘right to request’ flexible working policy has been gradually extended and, by 2014, extended to cover all workers with at least 26 weeks of continuous employment. The impact of these policy changes is unclear. This research aims to assess the effects of the 2014 policy reform on the uptake of flexible working and its impact on health and well-being, focusing on gender differences. Methods: Data were drawn from waves 2, 4, 6, 8 and 10 of the UK Household Longitudinal Study (2010–2020). We employed a doubly robust difference-in-differences method to estimate the average treatment effects on the treated of the 2014 policy reform. This analysis examined the effects on the uptake of flexible working, mental and physical health, and satisfaction with life, job and leisure. Findings: The 2014 policy reform increased women’s uptake of reduced hours work arrangements, with the effect growing stronger over time. However, no increase in uptake was observed among men. No strong effects were found for flexitime or teleworking arrangements for either men or women. Additionally, the policy reform resulted in a reduction in psychological distress and improved life satisfaction among women. Conclusions: The reduction in women’s psychological distress and improved life satisfaction might be partly explained by the increased women’s uptake of reduced hours arrangements, which may have enabled women to better meet their family care demands. However, even the gender-neutral policies on flexible working may inadvertently exacerbate gender inequalities in labour force participation by pushing women more into part-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Qual der Wahl? Soziale Strukturierungen der tariflichen Wahlmöglichkeit zwischen Zeit und Geld (2025)
Zitatform
Abendroth-Sohl, Anja, Ann-Christin Bächmann, Alexandra Mellies & Kevin Ruf (2025): Die Qual der Wahl? Soziale Strukturierungen der tariflichen Wahlmöglichkeit zwischen Zeit und Geld. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 1, S. 22-29., 2025-11-01. DOI:10.5771/0342-300X-2025-1-22
Abstract
"Immer mehr Beschäftigte sehen sich mit Vereinbarkeitskonflikten zwischen Privatem und Beruflichem konfrontiert. Entsprechend hat der Wunsch nach mehr Mitbestimmung in der Gestaltung der individuellen Arbeitszeit gesellschaftlich stark an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund haben einige Gewerkschaften eine tarifliche Wahloption durchgesetzt, die es Beschäftigten erlaubt, sich jährlich zwischen mehr Zeit oder mehr Geld zu entscheiden. Dieser Beitrag untersucht, inwieweit die Wahl von mehr Zeit anstelle von mehr Geld sozial strukturiert ist; er berücksichtigt dabei Unterschiede bei der Wahl von Zeit sowie die dahinterliegenden Motive zwischen Männern und Frauen mit und ohne Kinder unter 14 Jahren im Haushalt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Nomos)
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Characterising life-cycle dynamics of annual days of work, wages, and cross-covariances (2025)
Zitatform
Aktaş, Koray (2025): Characterising life-cycle dynamics of annual days of work, wages, and cross-covariances. In: Journal of Economic Inequality, Jg. 23, H. 2, S. 571-604. DOI:10.1007/s10888-024-09642-9
Abstract
"This study investigates the dispersion in days worked and wages using a novel semi-parametric specification that minimises assumptions about life-cycle labour income dynamics. After the age of 50, data in Italy show a substantial increase in the dispersion of percentage changes in income, which is remarkably driven by variations in days worked rather than wages. The results demonstrate that the rise is caused by highly persistent changes in the number of days worked. The study also presents an empirical strategy to decompose the cross-covariances of wages and working days to estimate the joint dynamics between the changes in permanent (transitory) wages and days worked. At the age of 28, a 1% increase in permanent wages increases permanent days worked by 0.45%; at the age of 55, the increase is approximately 0.25%. Despite the strong response of days of work to wage shocks early in careers, the correlation coefficients are weak, indicating that wages only explain a small share of variation in permanent days worked." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag)((en))
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Work Intensity and Welfare Across Countries and Over Time (2025)
Zitatform
Alcalá, Francisco (2025): Work Intensity and Welfare Across Countries and Over Time. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 20697), London, 37 S.
Abstract
"This paper develops a long-run theory of labor effort, defined as the product of hours worked times work intensity. Under empirically plausible parameter values, the model predicts that intensity rises with income as hours decline. The theory provides a unified interpretation of several empirical regularities: cross-country disparities in hourly productivity among workers with comparable skills and technologies; higher workplace stress in richer economies; limited effectiveness of work-organization reforms in poor regions; patterns of non-work at work. The model is calibrated to match the large joint shift in hours and work intensity in the United States during the first half of the twentieth century. It shows that cross-country differences in intensity matter for welfare as much as differences in hours and suggests that accounting for intensity would significantly narrow measured welfare differences between rich and poor countries. The analysis identifies a key mechanism underlying the reorganization of work and leisure during the transition from poor traditional economies to affluent industrial ones." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Der Streik für die 35-Stunden-Woche: Aushandlungsprozesse und gewerkschaftliche Strategiefindung (2025)
Andresen, Knud; Gruber, Svea; Horstmann, Anna;Zitatform
Andresen, Knud, Svea Gruber & Anna Horstmann (2025): Der Streik für die 35-Stunden-Woche. Aushandlungsprozesse und gewerkschaftliche Strategiefindung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 1, S. 6-13. DOI:10.5771/0342-300x-2025-1-6
Abstract
"Der Streik für die 35-Stunden-Woche im Jahr 1984 ist ein Meilenstein in der Geschichte der gewerkschaftlichen Arbeitszeitkämpfe. Das liegt zum einen daran, dass es sich um eine mit besonderer Härte geführte Auseinandersetzung handelte, die zudem langfristige tarifpolitische und arbeitsrechtliche Folgen hatte. Zum anderen war die Tarifrunde 1984 aber auch maßgeblich für gewerkschaftliche Strategiefindungsprozesse in der Tarifpolitik. Dass Arbeitszeit verkürzt werden müsse, stand dabei weniger zur Debatte als die Frage, welche Form dafür am geeignetsten sei. In der Strategiefindung spielten neben ökonomischen Gegebenheiten und tarifpolitischen Kräfteverhältnissen vor allem auch veränderte gesellschaftliche Vorstellungen von Zeitregimen eine entscheidende Rolle. Die stufenweise Arbeitszeitverkürzung hin zur 35-Stunden-Woche in der Druck- und Metallindustrie war schließlich an Zugeständnisse zu Flexibilisierungsbestrebungen der Arbeitgeber*innen geknüpft und trug langfristig zu einer Verbetrieblichung der Arbeitszeitpolitik bei. Ebenfalls wurden ab 1984 Vorruhestandsregelungen eingeführt, die später aber wieder abgeschafft wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeiten um zu leben!: Zur Geschichte und Aktualität des Kampfes um Arbeitszeiten (2025)
Andresen, Knud; Birke, Peter; Gruber, Svea; Horstmann, Anna; Mayer-Ahuja, Nicole;Zitatform
Andresen, Knud, Peter Birke, Svea Gruber, Anna Horstmann & Nicole Mayer-Ahuja (Hrsg.) (2025): Arbeiten um zu leben! Zur Geschichte und Aktualität des Kampfes um Arbeitszeiten. (International labour studies 42), Weinheim: Campus Verlag, 200 S. DOI:10.12907/978-3-593-46269-1
Abstract
"Zeit ist seit jeher ein umkämpftes Terrain und ihre Verteilung wird häufig als »Maß der Freiheit« verstanden. Wie viel Zeit wird für Erwerbs- und Reproduktionsarbeit aufgewendet, wie viel steht zur freien Verfügung? Der Sammelband nimmt aus soziologischer und zeitgeschichtlicher Perspektive die gewerkschaftliche Forderung nach Arbeitszeitverkürzungen seit den 1970er Jahren auf breiter Quellenlage in den Blick und skizziert Debatten um betriebliche Arbeitszeiten ebenso wie um Reproduktions- und Care-Arbeit. Konflikte um Arbeitszeiten haben viele Dimensionen. Denn die alltägliche Lebensführung der Beschäftigten wird nicht nur durch die Regulierung der Dauer, Lage und Verteilung von Arbeitszeit beeinflusst, sondern auch durch Verdichtung und Flexibilisierung und Anforderungen von Care-Arbeit. Für Gewerkschaften war und ist es eine ständige Herausforderung, diese Dimensionen in Zeitpolitiken umzusetzen. Debatten früherer Jahrzehnte bieten Ansatzpunkte für aktuelle Konflikte um Arbeitszeit." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Gender differences in preferences for flexible work hours: Experimental evidence from an online freelancing platform (2025)
Zitatform
Banerjee, Rakesh, Tushar Bharati, Adnan M.S. Fakir, Yiwei Qian & Naveen Sunder (2025): Gender differences in preferences for flexible work hours: Experimental evidence from an online freelancing platform. In: Labour Economics, Jg. 97. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102813
Abstract
"We conducted an experiment on a major international online freelancing platform to examine how increased flexibility in daily work hours affects female participation. We post identical job advertisements (for 320 jobs) covering a wide range of tasks (80 distinct tasks) that differ only in flexibility and the wage offered. Comparing the numbers of applicants for these jobs, we find that, while both men and women prefer flexibility, the elasticity of response for women is twice that for men. Flexible jobs attracted 24% more women and 12% more men than inflexible ones. Importantly, these increases did not compromise the quality of the applications. In contrast, there is suggestive evidence that flexible jobs attracted higher-quality female candidates. Our findings have significant implications for understanding gender disparities in labor market outcomes and for shaping equity-focused policies of organizations." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Authors. Published by Elsevier B.V.) ((en))
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Deutschlands Beschäftigte wünschen sich kürzere Arbeitszeiten (2025)
Zitatform
Behringer, Jan, Till van Treeck & Zarah Westrich (2025): Deutschlands Beschäftigte wünschen sich kürzere Arbeitszeiten. (ifso expertise / University of Duisburg-Essen, Institute for Socioeconomics (ifso) 29), Duisburg: University of Duisburg-Essen, Institute for Socioeconomics (ifso), 21 S.
Abstract
"In der öffentlichen Debatte in Deutschland wurden in den vergangenen Jahren - so zuletzt auch im Bundestagswahlkampf 2025 - kontroverse Positionen zum Thema Arbeitszeit diskutiert. Dabei wurden sowohl kürzere Arbeitszeiten (z.B. 4-Tage-Woche) als auch längere Arbeitszeiten (z.B. Steuerfreiheit von Überstundenzuschlägen) gefordert sowie innovative Ideen zur kollektiven Arbeitszeitgestaltung (z.B. soziale Dienstzeit) präsentiert. • Aus individualistischer Sicht sind Arbeitszeitwünsche Privatangelegenheit der Individuen, die grundsätzlich vor der Frage stehen, ob sie ein höheres Einkommen und weniger Freizeit oder mehr Freizeit und ein geringeres Einkommen bevorzugen. Angesichts der steigenden Produktivität pro gearbeiteter Stunde und steigender realer Stundenlöhne wäre eine zunehmende Freizeitnachfrage und eine gesellschaftliche Arbeitszeitverkürzung (abnehmende Arbeitszeit pro Kopf der Bevölkerung) aus theoretischer und aus historischer Sicht naheliegend. • Aus einer gesellschaftlichen Perspektive könnte es wünschenswert sein, dass die Menschen mehr oder weniger arbeiten, als es ihren selbst formulierten Wünschen entspricht. Gründe für kollektive Mehrarbeit könnten der internationale Standortwettbewerb oder ein möglicher Bedarf an gesellschaftlicher Mehrarbeit zur Bewältigung der ökologischen Transformation sein. Gründe für kollektive Arbeitszeitverkürzung könnten die Ermöglichung von Geschlechtergerechtigkeit, die Förderung ökologisch nachhaltiger Lebensstile und die Vermeidung von Überbietungswettbewerben zwischen Beschäftigten in der Konkurrenz um Karriereperspektiven sein. Verbindliche kollektive Arbeitszeitregelungen (etwa durch Tarifverträge oder Gesetze) können dann zu besseren Ergebnissen für die Individuen führen als individuelle Arbeitszeitentscheidungen. • Gesamtwirtschaftlich ist das Arbeitsvolumen pro Kopf der Bevölkerung seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren in etwa konstant, es gab also keine gesellschaftliche Arbeitszeitverkürzung. Die Erwerbstätigkeit ist um etwa 7 Millionen Personen gestiegen, vor allem aufgrund der gestiegenen Erwerbstätigkeit bei Frauen, die häufig mit kurzen Wochenarbeitszeiten arbeiten, und insgesamt aufgrund der Zunahme der geringfügigen Beschäftigung. Entsprechend ist die jährliche Arbeitszeit pro erwerbstätiger Person gesunken. • Wenn bezahlte und unbezahlte Arbeit zusammen betrachtet werden, arbeiten Frauen etwa so lange wie Männer. Frauen und Männer haben daher ähnlich viel Freizeit. Sowohl Männer als auch Frauen würden im Durchschnitt gerne ihre Erwerbsarbeit verkürzen und dafür auf Einkommen verzichten. Der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten ist bei Männern im Durchschnitt stärker ausgeprägt als bei Frauen. Das bedeutet, dass Verdienstnachteile von Frauen gegenüber Männern sinken würden, wenn die Arbeitszeitwünsche realisiert würden. • Während Anfang der 1990er Jahre noch Personen mit niedrigen Stundenlöhnen länger bezahlt gearbeitet haben als Personen mit hohen Stundenlöhnen, weisen heute Beschäftigte mit hohen Stundenlöhnen längere Arbeitszeiten auf als Personen mit niedrigen Stundenlöhnen. Diese Entwicklung hat zum Anstieg der Lohn- und Einkommensungleichheit beigetragen. Bei Besserverdienenden ist der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten im Durchschnitt stärker ausgeprägt als bei Geringverdienenden. Das bedeutet, dass die Verdienstungleichheit sinken würde, wenn die individuellen Arbeitszeitwünsche realisiert würden. • Eine im Herbst 2024 durchgeführte repräsentative Befragung bestätigt, dass die Beschäftigten in Deutschland kürzere individuelle Arbeitszeiten wünschen, vor allem wenn andere Beschäftigte ebenfalls die Arbeitszeit verkürzen. Die Zustimmung zur 4-Tage-Woche (auch ohne vollen Lohnausgleich) ist durchweg sehr hoch, insbesondere bei Frauen und jüngeren Beschäftigten. Jüngere Beschäftigte befürworten die 4-Tage-Woche noch stärker, wenn sie auf betrieblicher Ebene oder deutschlandweit eingeführt wird, statt nur als individuelle Wahloption. Die Steuerfreiheit von Überstundenzuschlägen findet geringere Zustimmung. Junge Beschäftigte sind zwar in hohem Maße individuell zu Überstunden bereit, sehen eine deutschlandweite Überstundenkultur aber skeptischer. Für eine soziale Dienstzeit (einjährige gemeinnützige Tätigkeit in 30-Stunden-Woche, unabhängig vom Alter) herrscht grundsätzlich Offenheit unter den Beschäftigten. Interessanterweise ist die Zustimmung zu einer für alle Bürger*innen verpflichtenden sozialen Dienstzeit mit guter Bezahlung bei Besserverdienenden größer als die Zustimmung zu einer freiwilligen Variante." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Betriebliche Arbeitszeitflexibilität – Individuelle Arbeitszeitoptionen (2025)
Bispinck, Reinhard;Zitatform
Bispinck, Reinhard (2025): Betriebliche Arbeitszeitflexibilität – Individuelle Arbeitszeitoptionen. (Analysen zur Tarifpolitik / WSI, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut), Düsseldorf, 135 S.
Abstract
"Die Tarifvertragsparteien entwickeln seit Jahrzehnten – mal mehr, mal weniger konfliktreich – ein bran-chenspezifisches Regelwerk für die Arbeitszeit und ihre betriebliche Gestaltung. Dabei finden sie immer wieder einen Kompromiss zwischen den betrieblichen Flexibilitätsforderungen und den Arbeitszeitinteressen der Beschäf-tigten. Das Arbeitszeitgesetz bildet die gesetzliche Basis, dabei werden die dort zugelassenen Abweichungsmög-lichkeiten durchaus genutzt. Die tarifliche Regelungsdichte und -intensität ist mit Blick auf die Tarifvertragsland-schaft insgesamt sehr unterschiedlich." (Textauszug, IAB-Doku)
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Verteilung der Arbeitszeit und Umfang der Tagesreinigung in der Gebäudereinigungsbranche (2025)
Bookmann, Bernhard; Schröder, Charlotte; Eichhorst, Werner; Scheu, Tobias;Zitatform
Bookmann, Bernhard, Werner Eichhorst, Charlotte Schröder & Tobias Scheu (2025): Verteilung der Arbeitszeit und Umfang der Tagesreinigung in der Gebäudereinigungsbranche. (IZA research report 652 148), Bonn, 77 S.
Abstract
"Ziel der Expertise ist es, angesichts des Mangels an aktuellen Informationen zu den Arbeitszeiten und zum Umfang der Tagesreinigung in der Gebäudereinigungsbranche belastbare Informationen für das Jahr 2023 zu gewinnen. Auf der Grundlage einer telefonischen Unternehmensbefragung in einer Stichprobe von Gebäudereinigungsunternehmen wird die Personalsituation der Unternehmen beschrieben sowie der Umfang und die Lage der Arbeitszeiten dargestellt. Der Fokus liegt auf der Verbreitung von Tagesreinigung sowie Reinigung in Randzeiten und in der Nacht. Ergänzend werden Einschätzungen der Unternehmen zu einer vermehrten Nutzung von Tagesreinigung analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fostering Employment and Total Hours Worked: Perspectives for France and Germany: Joint statement (2025)
Bozio, Antoine ; Schnitzer, Monika ; Simon, Lenard; Runschke, Benedikt; Lapeyre, Alice; Werding, Martin ; Weber, Enzo ;Zitatform
Bozio, Antoine, Alice Lapeyre, Enzo Weber, Benedikt Runschke, Monika Schnitzer, Lenard Simon & Martin Werding (2025): Fostering Employment and Total Hours Worked: Perspectives for France and Germany. Joint statement. 12 S.
Abstract
"France and Germany are both confronted with labour market bottlenecks that limit the total volume of work in the economy. While they face similar challenges - such as boosting labour force participation and improving job quality - their labour markets differ in key structural dimensions, leading to divergent policy priorities. To achieve higher employment of better quality, each country will need to implement a tailored mix of policies, targeting its specific weaknesses. In some cases, the policy levers required are similar; in others, they differ significantly due to institutional and demographic differences. This policy brief rests on a systematic comparison of labour market participation between France and Germany to identify the most relevant margins for reform and the levers that could support convergence towards stronger employment outcomes in both countries. This policy brief presents the key stylized facts and policy recommendations that can be drawn for France and Germany. Our analyses build on extensive work by Bozio et al. (2025),* who updated previous work by Blundell et al. (2011, 2013). Using harmonized survey data, the authors examine employment and hours worked over the past 55 years in France, Germany, the United Kingdom, and the United States. They provide detailed analyses of employment patterns and working hours across sub-groups of workers - by gender, age, and education level - over time. Their work identifies room to increase hours worked in both countries, along with relevant policies to achieve this, and contributes to the reflection on the gradual harmonisation of labour markets in both countries" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Alter neu denken: Wie das subjektive Alter die Work-Life-Balance prägt: Teil des Zeitgesprächs "Beschäftigung im Wandel: Wie KI, Demografie und Institutionen den Arbeitsmarkt verändern" (2025)
Zitatform
Briviba, Andre, Valentin Schnellmann & Bruno S. Frey (2025): Alter neu denken: Wie das subjektive Alter die Work-Life-Balance prägt. Teil des Zeitgesprächs "Beschäftigung im Wandel: Wie KI, Demografie und Institutionen den Arbeitsmarkt verändern". In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 10, S. 711-714. DOI:10.2478/wd-2025-0183
Abstract
"Trotz steigender Lebenserwartung und Reformdruck auf die Rentensysteme sinkt die durchschnittliche Arbeitszeit im Alter. Unsere Analyse von Paneldaten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) zeigt: Das subjektive Alter – welches angibt, wie alt man sich fühlt – beeinflusst die Zeitverwendung im Erwerbsalter maßgeblich. Wer sich subjektiv jünger fühlt, reduziert die Arbeitszeit zugunsten von Freizeit, unabhängig von Einkommen oder Gesundheit. Das subjektive Alter fungiert damit als verhaltensrelevantes Signal jenseits des chronologischen Alters und hilft zu erklären, warum Menschen trotz besserer Gesundheit früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Die Ergebnisse sprechen dafür, gesellschaftlichen Alterungsprozessen mit mehr Flexibilität in der Arbeitsgestaltung zu begegnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Redefining retirement: a sequence analysis of how older adults extend working life in Sweden (2025)
Zitatform
Brydsten, Anna & Mikael Stattin (2025): Redefining retirement: a sequence analysis of how older adults extend working life in Sweden. In: Ageing & Society, Jg. 45, H. 12, S. 2702-2724. DOI:10.1017/s0144686x2510024x
Abstract
"Increasingly, older adults are redefining retirement by combining part-time employment with pension benefits, that is, becoming ‘working retirees’. This trend highlights socio-economic inequalities: some working retirees use part-time employment as a bridge to full retirement, while others must remain employed to prevent old-age poverty. However, little is known about how these work-retirement transitions unfold over time or the socio-economic factors that shape them. This knowledge gap is problematic because understanding the socio-demographic influences on these trajectories is essential for addressing inequalities in later-life employment and retirement security. This study examines transitions from work to retirement by following individuals from their 50s into their 70s and analysing the socio-demographic factors that differentiate these trajectories. It identifies the various pathways that older workers take when exiting the labor force and analyzes how prior life course factors – including education, occupational status, career field, civil status, number of children and disposable income – predict the likelihood of following each work–retirement trajectory. The results reveal two distinct work–retirement trajectories: one reflects status maintenance, with higher income and education, white-collar and often men; the other reflects financial necessity, with lower income, children at home, no partner and often women. More advantaged working retirees experience greater employment changes in late life, highlighting the diversity of late-life careers. These findings suggest a broader range of extended work–life pathways than previously recognized and emphasize the need for policies that account for gendered and economic disparities in work and family responsibilities to ensure equitable and sustainable retirement transitions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Eltern in der Rushhour des Lebens entlasten: die dynamische Familienarbeitszeit (2025)
Zitatform
Bujard, Martin & Leonie Kleinschrot (2025): Eltern in der Rushhour des Lebens entlasten. Die dynamische Familienarbeitszeit. Bonn, 36 S.
Abstract
"Was wünschen sich Familien? Aktuelle Befunde zeigen deutlich: In der „Rushhour des Lebens“ fehlt ihnen vor allem eines – Zeit. Besonders in den Jahren, in denen Kinder klein sind, verdichten sich Erwerbs- und Sorgearbeit. In dieser Phase entwickelt sich in vielen heterosexuellen Partnerschaften eine klare Arbeitsteilung: Mütter reduzieren ihre Erwerbsarbeit deutlich und dauerhaft, Väter arbeiten in dieser Phase deutlich mehr Stunden als gesellschaftlich ideal. Die Analyse zeigt: Zwischen Ideal und Realität klafft ein deutlicher Zeit-Gap, der sich mit dem Alter der Kinder verändert und langfristige Ungleichheiten prägt. Dieser Beitrag zeichnet nach, wie sich die zeitliche Belastung von Eltern im Lebensverlauf entwickelt. Er beleuchtet normative Vorstellungen und zeigt anhand aktueller Daten, was sich Familien wünschen und wie die Rushhour des Lebens entzerrt werden könnte. Im Zentrum steht der Vorschlag der Dynamischen Familienarbeitszeit – ein Instrument, das Eltern in der Rushhour des Lebens systematisch entlasten und eine partnerschaftliche Arbeitsteilung fördern kann." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Wishing to Work More? Preferences, Constraints, and Hours Worked (2025)
Cohen, Naomi; Gilbert, Mattis; Ghio, Nicolas;Zitatform
Cohen, Naomi, Nicolas Ghio & Mattis Gilbert (2025): Wishing to Work More? Preferences, Constraints, and Hours Worked. (Sciences Po Economics Discussion Paper 2025-14), Paris, 33 S.
Abstract
"Using data from the French Labor Force Survey, we show that 21.2% of workers experience an hours gap, meaning they work fewer hours than they would prefer at their current wage. This stands in sharp contrast to recent evidence from Germany, where most workers report being overworked. In France, hours gaps are concentrated among low-income part-time workers and remain stable over time. We argue that cross-country differences in labor market institutions — including minimum wage policies, working-time regulations, and unemployment insurance — are central to shaping both realized hours and the distribution of hours gaps. While hours gaps appear inefficient in standard labor supply models, they may reflect constrained-efficient outcomes in the presence of frictions. Understanding the mechanisms that generate hours gaps is crucial for evaluating the welfare effects of hoursbased policy interventions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Work schedules (2025)
Zitatform
Devaro, Jed (2025): Work schedules. In: Journal of Economic Behavior & Organization, Jg. 238. DOI:10.1016/j.jebo.2025.107209
Abstract
"In a new model of work schedules, employers choose the number of working hours and either assign the specific hours worked or let workers choose their preferred hours via flextime. Workers’ preferences over schedules, and their tendencies to fatigue from long shifts, influence their productivities. An inverted-U-shaped hours-output profile arises. Flextime policies shift its peak rightward. Long hours go hand-in-hand with flextime. The employer finds flextime less appealing when wages exogenously increase. Analysis of a worker-employer matched panel of British workplaces in 2004 and 2011 reveals that flextime and other flexible work practices mitigate the productivity erosion from long hours." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
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Wie steht es um die Gesundheit pflegender erwerbstätiger Personen?: Analyse einer Erwerbstätigenbefragung mittels Propensity Score Matching (2025)
Zitatform
Elling, Jan Mathis, Christian Hetzel, Sarah Hampel, Adelheid von Spee & Greta Ollertz (2025): Wie steht es um die Gesundheit pflegender erwerbstätiger Personen? Analyse einer Erwerbstätigenbefragung mittels Propensity Score Matching. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Jg. 58, H. 4, S. 296-302. DOI:10.1007/s00391-024-02387-0
Abstract
"Hintergrund: Der Großteil der pflegebedürften Menschen in Deutschland wird zu Hause von Angehörigen oder anderen Bezugspersonen gepflegt. Viele informell Pflegende sind zudem erwerbstätig und stehen somit vor der Herausforderung, die Anforderungen beider Lebensbereiche zu vereinbaren. Dabei besteht die Gefahr, dass die eigene Gesundheit der Pflegenden leidet. Fragestellungen: (1) Inwiefern steht eine Pflegeverantwortung im privaten Umfeld bei Erwerbstätigen mit gesundheitlichen Beschwerden im Zusammenhang? (2) Innerhalb der Gruppe der pflegenden erwerbstätigen Personen, inwiefern stehen der Umfang von informeller Pflege und Erwerbsarbeit mit gesundheitlichen Beschwerden im Zusammenhang? Material und Methoden: Die Datenbasis dieser Sekundärdatenanalyse ist die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018. Um systematische Strukturunterschiede zwischen Pflegenden und Nichtpflegenden in den Analysen zu berücksichtigen, wurde das Propensity Score Matching angewendet. Ergebnisse und Diskussion: Pflegende Erwerbstätige haben häufiger psychosomatische und körperliche Beschwerden als Erwerbstätige ohne Pflegeverantwortung. Erwerbsarbeitszeit und Pflegeumfang stehen in Beziehung zueinander, und ein hoher Umfang in beiden Lebensbereichen ist mit schlechterer Gesundheit assoziiert. Schlussfolgerung: Personen, die neben ihrer Berufstätigkeit Pflegeaufgaben übernehmen, sind häufig gesundheitlich belastet. Daher sind gezielte Interventionen zur Gesundheitsförderung notwendig, um diese Gruppe zu unterstützen und ihre Gesundheit zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitszeiten – Chancen und Herausforderungen für die Vereinbarkeit: eine geschlechts- und elternspezifische Betrachtung (2025)
Entgelmeier, Ines; Nold, Johanna;Zitatform
Entgelmeier, Ines & Johanna Nold (2025): Arbeitszeiten – Chancen und Herausforderungen für die Vereinbarkeit. Eine geschlechts- und elternspezifische Betrachtung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 1, S. 47-55. DOI:10.5771/0342-300X-2025-1-47
Abstract
"Anhand von Auswertungen der Arbeitszeitbefragung 2023 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt dieser Beitrag, dass sich Arbeitszeiten von Männern und Frauen mit und ohne Kind deutlich hinsichtlich ihrer Länge, Lage sowie zeitlicher und räumlicher Flexibilität unterscheiden. Männer und Väter haben längere Arbeitszeiten, leisten mehr Überstunden und arbeiten häufiger zu atypischen Zeiten als Frauen und Mütter. Männer und Väter verfügen zudem häufiger über Flexibilitätsmöglichkeiten. Sie haben häufiger Einfluss auf den Beginn und das Ende ihrer Arbeitszeit und darauf, an welchen Tagen sie von zu Hause arbeiten können. Frauen und Mütter arbeiten nach wie vor deutlich häufiger in Teilzeit als Männer und Väter und geben als Hauptgrund dafür familiäre Verpflichtungen an. Trotz höherer arbeitszeitlicher Anforderungen bewerten Männer mit und ohne Kind ihre Work-Life-Balance besser als Frauen mit und ohne Kind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Global Working Hours (2025)
Gethin, Amory; Saez, Emmanuel;Zitatform
Gethin, Amory & Emmanuel Saez (2025): Global Working Hours. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 34217), Cambridge, Mass, 89 S.
Abstract
"This paper uses labor force surveys from 160 countries to build a new microdatabase on hours worked covering 97% of the world population in cross section. We also construct time series spanning over 20 years in 86 countries. Hours worked per adult are slightly bell-shaped with GDP per capita but weakly correlated with development overall. Hours worked by the young (aged 15-19) and elderly (aged 60+) decline with development, driven by growing school attendance and public pension coverage. Hours worked among prime-age adults (aged 20-59) are mildly bell-shaped with development for men while they are increasing for women. The fall in male hours in middle-to-higher income countries is driven by reduced hours per worker and is offset by increases in female labor force participation. These two forces have exactly compensated each other in many countries, leading to a remarkable long-run stability of prime-age hours worked. Labor taxes are strongly negatively correlated with prime-age hours worked both in international comparisons and overtime within countries. Controlling for government transfers only partly reduces the link between labor taxes and prime-age hours, ruling out substitution and income effects on labor supply as the only driver. Controlling for working hours regulations and the size of the formal sector eliminates this link, suggesting that regulations also play a large role in reducing intensive hours in higher-income countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labor-Market Effects of Introducing the 8-Hour Workday (2025)
Zitatform
Gunnesmo, Marius Fredagsvik & Casper Worm Hansen (2025): Labor-Market Effects of Introducing the 8-Hour Workday. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 20785), London, 56 S.
Abstract
"In 1919, the Danish craft and industrial sector permanently adopted the 8-hour workday, representing the largest reduction in working hours in the country’s history. We collected quarterly data on hourly wages and employment from 1914 to 1931 across occupation groups, covering Copenhagen and the aggregate of the provinces in Denmark. By exploiting variation in percent work-time reductions across occupation groups and regions, we examine the income and employment effects of the reform. Our findings reveal only a compensating rise in hourly wages in Copenhagen, though this increase was insufficient to offset the decline in weekly earnings due to fewer working hours. Furthermore, we observe that the reduction in working hours was mitigated by new hires, particularly of unskilled workers. Overall, our results suggest that reductions in work hours were not (in any region) fully compensated by gains in hourly wages but tend to support the "work-sharing" hypothesis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Optimal Redistribution with Labor Supply Dependent Productivity (2025)
Zitatform
Gürer, Eren & Alfons Weichenrieder (2025): Optimal Redistribution with Labor Supply Dependent Productivity. (CESifo working paper 11866), München, 29 S.
Abstract
"This study examines optimal government redistribution in a Mirrleesian framework, accounting for a negative effect of longer working hours on productivity. A government ignoring this effect perceives labor supply as insufficient and sets lower marginal income taxes to encourage work. In contrast, a government recognizing the endogenous relationship between productivity and labor supply redistributes more. However, the resulting marginal taxes are still lower than those predicted by standard models where productivity is independent of working hours." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit: Höchststand von 473 Millionen Stunden auf Kurzzeitkonten (2025)
Zitatform
Hartl, Tobias, Susanne Wanger, Anja Warning & Enzo Weber (2025): Zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit: Höchststand von 473 Millionen Stunden auf Kurzzeitkonten. (IAB-Kurzbericht 12/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2512
Abstract
"Erstmals werden hier gesamtwirtschaftliche repräsentative Daten über die Stundenzahl auf den sogenannten Gleitzeit- oder Kurzzeitkonten der Beschäftigten in Deutschland vorgelegt. Über alle Wirtschaftszweige hinweg gab es im vierten Quartal 2023 einen positiven Saldo von insgesamt 473 Millionen Stunden auf diesen Konten. Das waren 150 Millionen Stunden mehr als im Jahr 2013. Die Bedeutung von Arbeitszeitkonten ist im Zeitverlauf gestiegen. Das zeigt auch der zunehmende Anteil der Betriebe und Verwaltungen, die diese nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitszeit und Arbeitsumfeld – Indikatoren, Entwicklungen und Bewertung (2025)
Zitatform
Hübler, Olaf (2025): Arbeitszeit und Arbeitsumfeld – Indikatoren, Entwicklungen und Bewertung. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 2, S. 125-131. DOI:10.2478/wd-2025-0033
Abstract
"Die Forderung nach einer Work-Life-Balance und der spürbare Arbeitskräftemangel haben die öffentliche Diskussion um Arbeitszeitveränderungen verstärkt. Kann sich die Gesellschaft eine allgemeine Absenkung der Arbeitszeit leisten oder sind vielmehr längere Arbeitszeiten vonnöten? Die Beurteilung darf nicht allein auf die vereinbarte Verkürzung oder Verlängerung der Wochenarbeitszeit abstellen. Die effektiven Arbeitszeiteffekte von verschiedenen Maßnahmen müssen analysiert werden. Stellschrauben für Veränderungen ergeben sich aus einer Analyse der Auswirkungen auf die Arbeitsintensität und die Zahl der Beschäftigten. Veränderungen des Krankenstandes und der Zahl der Urlaubstage sowie Anpassungen bei der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung sind bedeutsam, ebenso wie beim effektiven Renteneintrittsalter." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tailored to Women, Provided to Men? Gendered Occupational Inequality in Access to Flexible Working-Time Arrangements (2025)
Zitatform
Jacobi, Aljoscha, Maik Hamjediers & Tabea Naujoks (2025): Tailored to Women, Provided to Men? Gendered Occupational Inequality in Access to Flexible Working-Time Arrangements. In: Social indicators research, Jg. 176, H. 3, S. 1179-1205. DOI:10.1007/s11205-024-03483-9
Abstract
"Numerous policy-makers and social scientists promote flexible working as a means to reconcile work and family life, often explicitly targeting women. Accordingly, one might expect that flexible working-time arrangements are more prevalent in occupations with a high share of female employees. Yet, previous evidence indicates the opposite. To address this puzzle, we investigate the occupational opportunity structures for flexible working. A devaluation argument proposes that employers perceive female-typed work as being of lower value, thus inhibiting the provision of flexible working-time arrangements in tfemale-dominated occupations. We evaluate this argument against alternative explanations, namely differences in the ability to bargain for flexible working and in structural or practical barriers to flexible working. Descriptive results based on German panel data (GSOEP, 2003 –2017) enriched with occupational-level information confirm that female-dominated occupations provide the least access to flexible work. Linear probability models with yearly fixed-effects indicate that power resources and structural barriers account for differences in flexible working between male-dominated and integrated occupations; yet an unexplained disadvantage for female-dominated occupations remains. Moreover, this disadvantage has grown between 2003 and 2017. We interpret this result as support of a cultural devaluation of female-dominated occupations in access to flexible working-time arrangements. Our findings highlight that the empirical reality of gendered occupational opportunity structures contradicts the gendered policy discourse on flexible work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Das ökonomische Potenzial der Familienpolitik. Policy Paper: Vereinbarkeit als Wachstumschance. Erstellt im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2025)
Juncke, David; Weßler-Poßberg, Dagmar;Zitatform
Juncke, David & Dagmar Weßler-Poßberg (2025): Das ökonomische Potenzial der Familienpolitik. Policy Paper. Vereinbarkeit als Wachstumschance. Erstellt im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Berlin, 27 S.
Abstract
"Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, lohnt sich. Sie ist ein zentraler Hebel, um die Erwerbstätigkeit zu erhöhen und dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Damit hat die Familienpolitik der vergangenen Jahre wesentlich zum Wirtschaftswachstum beigetragen. Durch Investitionen in Betreuung und familienfreundliche Arbeitsmodelle stieg die Erwerbstätigkeit von Müttern um 800.000 Vollzeitäquivalente, was sich deutlich auf das Bruttoinlandsprodukt auswirkte. Gelingt es Staat und Wirtschaft gemeinsam, die Erwerbstätigkeit von Müttern weiter zu erhöhen, führt dies auch in Zukunft zu mehr Wachstum. Das zeigt das Policy Paper der Prognos AG zum ökonomischen Potenzial der Familienpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Mehr über das Programm "Erfolgsfaktor Familie" -
Literaturhinweis
The Impact of Sandwich Care on Employment and Well-Being in Germany (2025)
Zitatform
King, Markus Klaus & Christian Deindl (2025): The Impact of Sandwich Care on Employment and Well-Being in Germany. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 77, H. 4, S. 825-848. DOI:10.1007/s11577-025-01035-8
Abstract
"Informelle Pflege hat in den letzten Jahrzehnten viel Aufmerksamkeit erhalten. In einigen Fällen finden sich Eltern von kleinen Kindern in der Situation wieder, dass die eigenen Eltern (oder andere nahestehende Personen) pflegebedürftig werden und sie die Pflege ihrer Eltern und die Betreuung ihrer Kinder gleichzeitig bewältigen müssen. Dies wird typischerweise als „Sandwichpflege“ bezeichnet. Die Kombination von Kinderbetreuung und informeller Pflege bringt ganz eigene Herausforderungen mit sich. Es ist naheliegend, dass diese Doppelbelastung deutliche Auswirkungen auf die Möglichkeiten hat, am Arbeitsmarkt zu partizipieren, und auch negative gesundheitliche Auswirkungen sind zu erwarten. Anhand von Daten aus den Wellen 2001–2019 des Sozioökonomischen Panels (SOEP) untersuchen wir die Auswirkungen von Kinderbetreuung, informeller Pflege und Sandwichpflege auf das Arbeitseinkommen, die Arbeitszeit, die selbsteingeschätzte Gesundheit und die Lebenszufriedenheit. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Sandwichpflege, insbesondere wenn diese zeitintensiv ist, mit einer Verringerung des Arbeitseinkommens, der Arbeitszeit und der Lebenszufriedenheit verbunden ist. Darüber hinaus konnten wir feststellen, dass die Auswirkungen auf das Einkommen und die Arbeitszeit auch langfristig von Bedeutung sind. Es zeigt sich aber auch, dass ein signifikanter Rückgang des Einkommens und der Lebenszufriedenheit vor allem bei Frauen zu beobachten ist. Pflege ist bei Männern nur bedingt negativ. Insgesamt zeigt sich, dass Sandwichpflege, also die Kombination von Betreuung von Kindern und die Übernahme von Pflegeaufgaben, deutlich belastender ist als Pflege alleine und auch mit stärkeren negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt einhergeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do Recruiters Penalize Men Who Prefer Low Hours? Evidence from Online Labor Market Data (2025)
Zitatform
Kopp, Daniel (2025): Do Recruiters Penalize Men Who Prefer Low Hours? Evidence from Online Labor Market Data. In: Journal of labor economics, S. 1-49. DOI:10.1086/736153
Abstract
"I investigate how easy it is for men and women to get a part-time job. I firsta nalyze the selection behavior of recruiters who screen jobseekers on an online re-cruiting platform and estimate contact penalties for men and women seeking part-time work. Second, I relate the number of hours advertised in online vacancies to firms’ confidentially reported gender preferences. I find that recruiters prefer full-time workers and that part-time penalties are more pronounced for men than for women. Differences in job or workplace characteristics cannot explain these results.Instead, the preponderance of evidence points to bias due to gender stereotypes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zeitrechte von Beschäftigten und ihre betriebliche Umsetzung: Ergebnisse einer quantitativen Betriebsbefragung (2025)
Kümmerling, Angelika; Rinke, Timothy;Zitatform
Kümmerling, Angelika & Timothy Rinke (2025): Zeitrechte von Beschäftigten und ihre betriebliche Umsetzung. Ergebnisse einer quantitativen Betriebsbefragung. (IAQ-Report 2025-05), Duisburg, 20 S. DOI:10.17185/duepublico/83593
Abstract
"Arbeitnehmerbezogene Zeitrechte und tarifliche Wahloptionen zur temporären Arbeitszeitverkürzung sind in deutschen Betrieben weit verbreitet. Nur in weniger als 2 % der Betriebe ab 50 Beschäftigten wurde in den letzten fünf Jahren kein Gebrauch von diesen Möglichkeiten gemacht. Die Elternzeit ist das von den Beschäftigten am häufigsten genutzte Zeitrecht. Auch tarifliche Wahloptionen sind weit verbreitet, während Pflegezeiten kaum in Anspruch genommen werden. Mehr als 40 % der Betriebe berichten, dass sie Anfragen nach temporärer Arbeitszeitreduzierung auch mittels informeller Absprachen regeln. Die Vielfalt arbeitnehmerbezogener Zeitrechte, ihre unterschiedlichen Ankündigungsfristen und Bestimmungen, fordert die Betriebe heraus, die Ausfallzeiten zu kompensieren. Interne Vertretungen, Mehrarbeit und flexible Arbeitszeitmodelle sind die von Betrieben am häufigsten gewählte und als besonders effektiv bewertete Kompensationsmaßnahme." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Individuell weniger, aber in der Summe mehr: Die Entwicklung der Erwerbsarbeitszeiten in Deutschland: Der IAQ-Arbeitszeitmonitor 2025 (2025)
Kümmerling, Angelika;Zitatform
Kümmerling, Angelika (2025): Individuell weniger, aber in der Summe mehr: Die Entwicklung der Erwerbsarbeitszeiten in Deutschland. Der IAQ-Arbeitszeitmonitor 2025. (IAQ-Report 2025-10), Duisburg, 22 S. DOI:10.17185/duepublico/84484
Abstract
"Im Vergleich zum Jahr 2012 sind die mittleren Arbeitszeiten abhängig Beschäftigter gesunken und lagen 2023 bei 34,6 Stunden. Treiber dieses Rückgangs sind vor allem die Arbeitszeiten von Männern. Aber auch die von Frauen geleistete Arbeitszeit verringerte sich erstmals seit 2017, wenn auch nur leicht. Rückläufig sind insgesamt die Arbeitszeiten der Vollzeitbeschäftigten, während sie bei Teilzeitbeschäftigten deutlich angewachsen sind. Innerhalb der Gruppe der Teilzeitbeschäftigten sind sichtbare Verschiebungen festzustellen: Ein Anstieg der Teilzeitbeschäftigung zeigt sich insbesondere bei Vätern, Hochqualifizierten sowie Personen ohne Kinderbetreuungsverpflichtungen Trotz sinkender individueller Arbeitszeiten hat das gesamtwirtschaftliche Arbeitszeitvolumen infolge hoher Beschäftigungsquoten zugenommen. 2023 waren mehr Menschen in Deutschland erwerbstätig, und es wurde mehr Arbeitszeit erbracht als jemals zuvor seit der Wiedervereinigung. Diese positive Entwicklung des Arbeitsmarktes kann sich jedoch auf gesellschaftlicher Ebene eher negativ auswirken: Die Verfügbarkeit von Zeit für gesellschaftliches Engagement, politische Beteiligung oder Pflege verringert sich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Nutzung von Zeitrechten und Zeitoptionen in deutschen Betrieben: Ergebnisse einer quantitativen Betriebsbefragung (2025)
Kümmerling, Angelika; Rinke, Timothy;Zitatform
Kümmerling, Angelika & Timothy Rinke (2025): Zur Nutzung von Zeitrechten und Zeitoptionen in deutschen Betrieben. Ergebnisse einer quantitativen Betriebsbefragung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 2, S. 132-138. DOI:10.5771/0342-300x-2025-2-132
Abstract
"Die Anzahl an gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Zeitrechten wie Elternzeit, Pflegezeit und Wahloptionen hat in den letzten Jahren in Deutschland zugenommen. Wenig ist jedoch darüber bekannt, wie häufig diese Zeitrechte von Arbeitnehmer*innen in Anspruch genommen werden und wie Personalverantwortliche die Zeitrechte einschätzen. Dieser Beitrag zielt darauf ab, die existierende Lücke anhand der Ergebnisse einer eigenen Befragung von Betrieben ab 50 Beschäftigten (n = 1015) zu schließen. Unsere Studie zeigt, dass die Nutzung von Zeitrechten weit verbreitet ist. Zwei Drittel der befragten Betriebe berichten, dass in den letzten fünf Jahren drei oder mehr Zeitrechte von den Beschäftigten in Anspruch genommen wurden. Dabei variiert die Nutzung von Zeitrechten sowohl nach Art des Zeitrechts als auch nach betrieblichen Merkmalen wie Betriebsgröße, Branche, betriebliche Mitbestimmung und Betriebsdemografie. Die befragten Personalverantwortlichen sehen in der Nutzung von Zeitrechten und -optionen einen positiven Beitrag zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, zur Bindung von Mitarbeitenden an den Betrieb und zur Förderung der Beschäftigtenzufriedenheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Is It Daddy Time Yet? Trends and Variation in Men's Employment Hours Around Childbirth: 1989–2020 (2025)
Zitatform
Li, Anita (2025): Is It Daddy Time Yet? Trends and Variation in Men's Employment Hours Around Childbirth: 1989–2020. In: Demography, Jg. 62, H. 4, S. 1319-1339. DOI:10.1215/00703370-12157124
Abstract
"Scholars continue to debate the progress of the gender revolution. Some argue that the gender revolution is stalled, whereas others see an emerging second half marked by men's increased involvement in the home. Using longitudinally linked monthly data from the 1989–2020 Current Population Survey, I show that U.S. fathers from more recent cohorts worked fewer hours around the time of a childbirth than earlier cohorts—evidence consistent with the second half of the gender revolution. The magnitude of change is modest but is larger among college-educated men, men with a college-educated partner, and men in dual-earner households. Changes across cohorts are entirely accounted for by men's increasing reports of parental leave usage. Findings shed light on the changing relationship between parenthood and work for men and suggest continued steps toward gender equality." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Working Time Mismatch and Employee Subjective Well-being across Institutional Contexts: A Job Quality Perspective (2025)
Zitatform
Ling, Wanying, Senhu Wang & Zhuofei Lu (2025): Working Time Mismatch and Employee Subjective Well-being across Institutional Contexts: A Job Quality Perspective. In: Work, Employment and Society, Jg. 39, H. 2, S. 470-495. DOI:10.1177/09500170241259330
Abstract
"Despite the well-documented negative impact of working time mismatch on employee subjective well-being, little is known about the extent to which this association can be explained by job quality and how these patterns may differ across institutional contexts. Utilizing panel data from the UK and cross-country data from Europe, the decomposition analyses show that for underemployment, more than half of the negative effects are explained by low job quality, especially poor career prospects. For overemployment, more than a third of its negative effect is explained by low job quality, with poor prospects, social environment and work–life balance being significant contributing factors. This interplay between job quality and working time mismatch on subjective well-being varies notably across different welfare and employment regimes. These findings reveal how job quality dimensions differentially contribute to the well-being of overemployed and underemployed individuals, highlighting the distinctive role of institutional context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Parental Exposure to Work Schedule Instability and Child Sleep Quality (2025)
Zitatform
Logan, Allison & Daniel Schneider (2025): Parental Exposure to Work Schedule Instability and Child Sleep Quality. In: Work, Employment and Society, Jg. 39, H. 1, S. 64-90. DOI:10.1177/09500170241235863
Abstract
"Recent scholarship has documented the effects of unstable scheduling practices on worker health and well-being, but there has been less research examining the intergenerational consequences of work schedule instability. This study investigates the relationship between parental exposure to unstable and unpredictable work schedules and child sleep quality. We find evidence of significant and large associations between parental exposure to each of five different types of unstable and unpredictable work scheduling practices and child sleep quality, including sleep duration, variability and daytime sleepiness. We are also able to mediate 35 –50% of this relationship with measures of work–life conflict, parental stress and well-being, material hardship, and child behaviour. These findings suggest that the effects of the temporal dimensions of job quality extend beyond workers to their children, with implications for the mechanisms by which social inequality is reproduced and for social policies intended to regulate precarious and unequal employment conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Lange und fragmentierte Arbeitstage: Verbreitung, Gründe und Auswirkungen (2025)
Zitatform
Lott, Yvonne & Eileen Peters (2025): Lange und fragmentierte Arbeitstage. Verbreitung, Gründe und Auswirkungen. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 92), Düsseldorf, 18 S.
Abstract
"Im aktuellen Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD plant die neue Bundesregierung, die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche zu ersetzen. Dies würde Arbeitstage von über zehn Stunden gesetzlich ermöglichen und soll laut Bundesregierung zu einer besseren Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben führen. Welche Auswirkungen hätte eine solche Änderung auf die Work-Life-Balance der Beschäftigten? Diese Frage beantwortet der vorliegende Policy Brief – auch unter Bezugnahme auf bestehende Studien, die zeigen, dass Beschäftigte mit langen Erwerbsarbeitszeiten eine schlechtere Work-Life-Balance haben." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Steuerliche Freistellung von Überstundenzuschlägen: Geringe Entlastung und problematische Verteilungswirkungen (2025)
Lübker, Malte;Zitatform
Lübker, Malte (2025): Steuerliche Freistellung von Überstundenzuschlägen. Geringe Entlastung und problematische Verteilungswirkungen. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 93), Düsseldorf, 22 S.
Abstract
"Ziel des vorliegenden Policy Briefs ist es, eine Reihe bisher offener Fragen zu beantworten: Wie viele Beschäftigten leisten bezahlte Überstunden, wie viele Menschen würden von dem neuen Steuerprivileg profitieren? Und wie hoch sind die ausbezahlten Überstundenzuschläge, die unter die Steuerbefreiung fallen würden? Daraus lassen sich - wenn auch nur näherungsweise - die steuerliche Entlastung der Beschäftigten und der Einnahmeausfall für die öffentliche Hand ableiten. Um die Verteilungswirkungen einzuordnen, differenziert die Analyse nach Beschäftigtenmerkmalen wie dem Geschlecht und der Verdiensthöhe. Der Policy Brief ist wie folgt gegliedert: Abschnitt 2 fasst kurz zusammen, was die verfügbaren Datenquellen zur Verbreitung von Überstunden und zur Höhe der Überstundenzuschläge aussagen. Abschnitt 3 stellt die verwendete Datenquelle, die Verdiensterhebung (VE), vor und erläutert das methodische Vorgehen sowie die Annahmen, die zur Modellierung der steuerlichen Freistellung von Überstundenzuschlägen getroffen werden. Abschnitt 4 stellt die Ergebnisse vor und Abschnitt 5 zieht ein kurzes Fazit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Steuerfreie Überstundenzuschläge: Geringe Entlastung, problematische Verteilungswirkungen (2025)
Lübker, Malte;Zitatform
Lübker, Malte (2025): Steuerfreie Überstundenzuschläge: Geringe Entlastung, problematische Verteilungswirkungen. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 12, S. 894-901. DOI:10.2478/wd-2025-0228
Abstract
"By exempting overtime supplements from income tax, the coalition government aims to provide financial relief for workers and to incentives for overtime work. However, the planned reform is likely to fail on both counts: Only a tiny minority would benefit from the new exemption, and free-rider effects are likely to dominate. An analysis of the Earnings Survey shows that 95 percent of the relief would accrue to workers in the upper half of the wage distribution. Furthermore, the planned change leads to indirect discrimination against women, as the overtime they work is significantly less likely to qualify for the new tax privilege than is the case for men." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitszeiterfassung: Aktuelle Befunde zu ihrer Verbreitung und betrieblichen Organisation (2025)
Zitatform
Maas, Martina & Hartmut Seifert (2025): Arbeitszeiterfassung. Aktuelle Befunde zu ihrer Verbreitung und betrieblichen Organisation. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 2, S. 139-145. DOI:10.5771/0342-300x-2025-2-139
Abstract
"Der Beitrag präsentiert auf Basis einer Betriebsbefragung Befunde zur Verbreitung und Organisation der Arbeitszeiterfassung. Er zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Betriebe, selbst Kleinstbetriebe, die Arbeitszeiten der Beschäftigten dokumentiert. Händische und systemische Erfassungsmethoden halten sich in etwa die Waage. Die Zeiterfassung ist in Betrieben mit und ohne Homeoffice in etwa gleich verbreitet. Die Organisation der Arbeit in Form von Homeoffice scheint demnach kein Hemmnis für die Einführung einer Arbeitszeiterfassung zu sein, und umgekehrt scheint diese auch nicht dem mobilen Arbeiten im Wege zu stehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The gender gap in working from home after the onset of COVID-19 (2025)
Zitatform
Marcén, Miriam & Marina Morales (2025): The gender gap in working from home after the onset of COVID-19. In: Review of Economics of the Household, Jg. 23, H. 4, S. 1459-1486. DOI:10.1007/s11150-025-09809-x
Abstract
"This study examines changes in the gender gap in the take up and intensity of working from home following the unexpected onset of the COVID-19 pandemic. Using data from the American Time Use Survey, we find that working from home became more prevalent among women than men, thus widening the gender gap. Job characteristics played a crucial role in this trend, particularly among private sector workers. The gender gap widened most significantly among young, highly educated individuals and those living with dependents. Moreover, our results suggest that social distancing measures increased working from home time for men but did not have the same effect on women. We also extend our analysis to other work-related outcomes, finding that women experienced less favorable outcomes, particularly an increase in unpredictable or non-standard schedules. Overall, this shift in the gender gap is statistically significant over time and remains robust." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The Role of Working-From-Home for Maternal Employment Re-Entry after Childbirth (2025)
Zitatform
Matysiak, Anna, Beata Osiewalska & Anna Kurowska (2025): The Role of Working-From-Home for Maternal Employment Re-Entry after Childbirth. (Working papers / Faculty of Economic Sciences, University of Warsaw 2025-18), Warsaw, 43 S.
Abstract
"This study investigates how work-from-home (WFH) —by mothers and their male partners—shapes maternal employment re-entry after childbirth. Drawing on Conservation of Resources and Boundary Management theories, the study distinguishes between WFH access and regular use. It hypothesizes that regular WFH use by mothers and their partners supports earlier and full-time maternal return to paid work, particularly among second-time mothers. The UK Household Longitudinal Study (2009–2019) is used to estimate discrete-time hazard models of return to paid work after first and second births, distinguishing between full-time and part-time re-entry. Among first-time mothers, both WFH access and regular use are associated with a greater likelihood of full-time re-entry, though not with overall return. Among second-time mothers, regular pre-birth WFH use significantly increases the likelihood of returning to paid work—regardless of hours—whereas access alone does not. No significant associations are found between male partners' WFH and maternal employment outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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