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Dossier

Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?

Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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im Aspekt "Arbeitszeitgestaltung"
  • Literaturhinweis

    Does feasibility explain the unequal development of working from home? (2026)

    Breda, Thomas ; Pecheu, Vladimir; Dutronc-Postel, Paul;

    Zitatform

    Breda, Thomas, Paul Dutronc-Postel & Vladimir Pecheu (2026): Does feasibility explain the unequal development of working from home? In: Journal of Economic Behavior & Organization, Jg. 241. DOI:10.1016/j.jebo.2025.107328

    Abstract

    "Using rich historical survey data on job tasks and machine learning techniques, we study which jobs can be moved from the office to home over three decades in France. The share of jobs with task content compatible with working from home has increased steadily from 14 % in 1991 to 45 % in 2021. At the same time, actual Working From Home (WFH) remained limited to less than one-fifth of its full potential before the COVID-19 crisis and is still below that level in 2021. The growth of WFH is largely unrelated to the evolution of job tasks, implying that the main obstacles to WFH have not been technical constraints. Low-skilled employees in particular have been performing tasks compatible with teleworking for a long time, but they were barely teleworking before the COVID-19 crisis and remained still below 50 % of their full potential during it. This pattern is likely mostly explained by the cost to managers of supervising low-skilled remote workers and managerial trust in employees. It implies that the well-known large inequality in access to WFH along the earnings distribution cannot be attributed only to feasibility constraints and is potentially inefficient." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Wir müssen in Deutschland unterm Strich mehr arbeiten – die gesetzliche Einschränkung des Teilzeitanspruchs ist dafür der falsche Weg (2026)

    Fitzenberger, Bernd ;

    Zitatform

    Fitzenberger, Bernd (2026): Wir müssen in Deutschland unterm Strich mehr arbeiten – die gesetzliche Einschränkung des Teilzeitanspruchs ist dafür der falsche Weg. In: IAB-Forum H. 20.02.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260220.01

    Abstract

    "In Deutschland sind sowohl die Beschäftigungsquote als auch die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden so hoch wie nie. Trotzdem häufen sich Forderungen nach längeren Arbeitszeiten und einer Einschränkung des Rechts auf Teilzeit. Angesichts der demografischen Entwicklung würde es helfen, insgesamt mehr zu arbeiten, um den künftigen Personalbedarf zu decken und so unseren Wohlstand zu sichern. Wenn Teilzeitarbeit jedoch gesetzlich eingeschränkt wird, besteht die Gefahr, dass viele Menschen gar nicht mehr oder weniger arbeiten. Damit blieben wichtige Beschäftigungspotenziale ungenutzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Fitzenberger, Bernd ;
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  • Literaturhinweis

    The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation (2026)

    Gruber, Anja ;

    Zitatform

    Gruber, Anja (2026): The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation. In: ILR review, Jg. 79, H. 1, S. 59-90. DOI:10.1177/00197939251355234

    Abstract

    "Fair Workweek (FWW) ordinances, which typically require employers to provide workers with advance notice of their schedules and extra pay for last-minute changes, have become an increasingly debated policy tool to address the unpredictability of low-wage work in the United States. In this article, the author studies the labor market impacts of the Oregon FWW law using data on treated workers from the Quarterly Workforce Indicators and American Community Survey, and a variety of empirical approaches that address the factors complicating such a labor market analysis. Taken together, the evidence points to limited effects on the average labor market outcomes of workers covered by the legislation. However, findings indicate increased employment and hours worked for men, and decreased employment and hours worked for women. Also, results show consistent evidence of decreased average monthly earnings for newly hired women at treated employers. Despite the ability of employers to bypass compensation requirements through voluntary standby lists, this study identifies compositional effects on the workforce resulting from FWW legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Vertrauensarbeitszeit und Qualität der Arbeit: Eine empirische Analyse selbstbestimmter Arbeitszeitgestaltung (2026)

    Hammermann, Andrea; Stettes, Oliver;

    Zitatform

    Hammermann, Andrea & Oliver Stettes (2026): Vertrauensarbeitszeit und Qualität der Arbeit: Eine empirische Analyse selbstbestimmter Arbeitszeitgestaltung. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2026,09), Köln, 31 S.

    Abstract

    "Im Koalitionsvertrag zur 21. Legislaturperiode sehen CDU, CSU und SPD vor, die Arbeitszeiterfassung unbürokratisch zu regeln und Vertrauensarbeitszeiten im Einklang mit der EU-Arbeitszeitrichtlinie weiterhin ohne Zeiterfassung zu ermöglichen. Ein Versprechen, welches Befürworter von verschärften Aufzeichnungspflichten mit dem Verweis auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz kritisch sehen. Eine faktische Abschaffung von Vertrauensarbeitszeiten würde in Deutschland jedoch bestehende Gestaltungsspielräume vieler Beschäftigten einschränken, bei denen keine gesundheitlichen oder arbeitsschutzrelevanten Risiken bestehen. In Deutschland ist die Vertrauensarbeitszeit ein weit verbreitetes Arbeitszeitmodell, mit dem der Arbeitgeber den Beschäftigten ein erhebliches Maß an Handlungsspielräumen in der Arbeitszeitgestaltung einräumt. Rund jede beziehungsweise jeder fünfte Beschäftigte arbeitet in einem Arbeitszeitmodell, bei dem der Arbeitgeber auf die Festlegung der Lage der Arbeitszeit und eine betriebliche Zeiterfassung verzichtet und die Beschäftigten selbst große Handlungsspielräume bezüglich des Beginns und Ende ihrer Arbeitszeiten haben. Zur Messung der Vertrauensarbeitszeit wird die Arbeitszeiterhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Wellen 2019, 2021 und 2023) verwendet. Hochqualifizierte Experten und Spezialisten arbeiten besonders häufig in Vertrauensarbeitszeitmodellen. Im Vergleich zur Vorgängererhebung im Jahr 2021 ist der Anteil der Beschäftigten, die von Vertrauensarbeitszeitmodellen profitieren, um 3 Prozentpunkte gestiegen. Beschäftigte mit Vertrauensarbeitszeiten weisen eine signifikant größere Zufriedenheit mit den eigenen Arbeitszeiten und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf als Beschäftigte mit anderen Arbeitszeitregimes. Das hohe Maß an eigenverantwortlicher Arbeitszeitgestaltung in Vertrauensarbeitszeitmodellen wirkt sich auch positiv auf die Selbstwirksamkeitserfahrung aus. Die empirische Analyse geht schließlich der Sorge nach, dass Vertrauensarbeitszeiten gesundheitliche Risiken für die Beschäftigten bergen, denen einzig durch eine lückenlose elektronische Zeiterfassung entgegengetreten werden kann. Die Befunde auf Basis der BAuA-Arbeitszeiterhebung können diese Sorge nicht bestätigen. Im Gegenteil: Beschäftigte mit Vertrauensarbeitszeiten haben häufiger das Gefühl, gut mit ihren Arbeitsbelastungen umgehen zu können, und zeigen seltener Symptome einer chronischen Erschöpfung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitszeit, Produktivität, KI - wie Deutschland sein Arbeitskräfteangebot stabilisieren kann: Teil des Zeitgesprächs "Arbeitszeit im Wandel - Wie sich Wohlstand trotz sinkenden Arbeitskräfteangebots sichern lässt" (2026)

    Hammermann, Andrea; Stettes, Oliver;

    Zitatform

    Hammermann, Andrea & Oliver Stettes (2026): Arbeitszeit, Produktivität, KI - wie Deutschland sein Arbeitskräfteangebot stabilisieren kann. Teil des Zeitgesprächs "Arbeitszeit im Wandel - Wie sich Wohlstand trotz sinkenden Arbeitskräfteangebots sichern lässt". In: Wirtschaftsdienst, Jg. 106, H. 4, S. 248-252. DOI:10.2478/wd-2026-0064

    Abstract

    "Längere Arbeitszeiten können einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Arbeitskräfteangebots leisten, während Investitionen in technologischen und organisatorischen Fortschritt notwendig sind, um die Arbeitsproduktivität zu steigern. Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag der Frage nach, wie sich das Arbeitskräfteangebot in Deutschland trotz des demografischen Wandels stabilisieren und der Wohlstand langfristig sichern lässt. Empirische Befunde legen nahe, dass KI und Humankapital in der Regel komplementär wirken und KIAnwendungen menschliche Arbeit eher ergänzen als ersetzen. Entscheidend für den Erhalt des Wohlstands ist somit, beide Hebel – Arbeitszeitund Produktivität – gemeinsam zu nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeiten, wann und wo du willst? Feldexperimentelle Evidenz zur postpandemischen Akzeptanz flexibler Arbeitsformen (2026)

    Harsch, Corinna; Hipp, Lena ; Knobloch, Marcel;

    Zitatform

    Harsch, Corinna, Marcel Knobloch & Lena Hipp (2026): Arbeiten, wann und wo du willst? Feldexperimentelle Evidenz zur postpandemischen Akzeptanz flexibler Arbeitsformen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 79, H. 1, S. 13-22. DOI:10.5771/0342-300x-2026-1-13

    Abstract

    "Die im Lockdown während der Covid-19-Pandemie etablierten Regelungen zum Homeoffice boten vielen Beschäftigten eine Flexibilität, auf die sie auch nach Ende der Pandemie nicht verzichten wollten. Doch wie ist es um die Akzeptanz von flexiblen Arbeitsformen aufseiten der Unternehmen bestellt? Erfahren Bewerber*innen, die gerne im Homeoffice arbeiten möchten oder nach flexiblen Arbeitszeiten fragen, Nachteile in Bewerbungsfahren? Und unterscheiden sich diese Nachteile möglicherweise nach Branchen und Berufen? Wir beantworten diese Fragen mithilfe eines Feldexperiments, welches wir in unterschiedlichen Berufen und Branchen durchgeführt haben: Hierfür haben wir über 15 000 vergleichbare Initiativbewerbungen an Unternehmen in ganz Deutschland versandt, die sich darin unterschieden, ob der Wunsch nach einer flexiblen Arbeitsform (flexible Arbeitszeit oder Homeoffice) geäußert wurde oder nicht. Die Ergebnisse zeigen, dass Bewerber*innen, die sich flexible Arbeitszeiten oder Arbeit im Homeoffice wünschen, seltener eine positive Rückmeldung erhalten. Obwohl die Unterschiede zwischen Branchen insgesamt relativ gering sind, ist die Akzeptanz von Homeoffice im männerdominierten produzierenden Gewerbe besonders niedrig. Demgegenüber erfahren Bewerber*innen, die sich flexible Arbeitsformen wünschen, in Branchen und Berufen mit akutem Fachkräftemangel keine Nachteile im Erstkontakt mit dem Unternehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Zeitaufwand für die Pflege von nahestehenden Personen ist bei Frauen höher als bei Männern (2026)

    Kunaschk, Max; Schmidtke, Julia ;

    Zitatform

    Kunaschk, Max & Julia Schmidtke (2026): Der Zeitaufwand für die Pflege von nahestehenden Personen ist bei Frauen höher als bei Männern. In: IAB-Forum – Grafik aktuell H. 04.02.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.GA.20260204.01

    Abstract

    "Ein Großteil der pflegebedürftigen Personen in Deutschland wird zuhause von nahestehenden Personen gepflegt, die diese Pflegetätigkeit nicht im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit ausüben. Frauen verbringen im Durchschnitt wöchentlich mehr Zeit mit dieser sogenannten informellen Pflege als Männer – gleichzeitig arbeiten sie im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit vergleichsweise weniger Stunden pro Woche." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Kunaschk, Max; Schmidtke, Julia ;
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  • Literaturhinweis

    Schedule control and work hours: the role of gender and flexibility stigma across European countries (2026)

    Leshchenko, Olga ;

    Zitatform

    Leshchenko, Olga (2026): Schedule control and work hours: the role of gender and flexibility stigma across European countries. In: Community, work & family, S. 1-25. DOI:10.1080/13668803.2026.2624781

    Abstract

    "Flexible working arrangements, including control over one's schedule, aim to enhance workers’ well-being and work-life balance. However, flexible working can be perceived negatively or stigmatized in some contexts, undermining the potential benefits of flexible work use. This study investigates how flexible working time relates to weekly work hours across European countries, considering variations in flexibility stigma, gender, and parental status. Drawing on data from the European Social Survey 2021 and Eurobarometer Flash Survey on Work-Life Balance 2018, multilevel modeling with cross-level interactions reveals several key patterns. At the individual level, there is a gendered compensation mechanism: men work more hours when having schedule control, while women's hours are similar across working time arrangements. Mothers consistently work fewer hours, with a more substantial gap between mothers and non-mothers among those with schedule control. No such gap exists for men. At the contextual level, higher flexibility stigma is linked to longer work hours only for men with schedule control, suggesting that men may overcompensate for negative perceptions by working more time. These findings support the flexibility paradox: rather than optimizing work hours, flexible arrangements may intensify work demands, particularly for men. This tendency can exacerbate gender disparities in the workplace." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Mehr Zeit oder mehr Geld?: Nutzungsmuster tariflicher Wahloptionen und betriebliche Rahmenbedingungen (2026)

    Mellies, Alexandra; Lott, Yvonne ; Abendroth, Anja; Ruf, Kevin; Zimmermann, Florian ;

    Zitatform

    Mellies, Alexandra, Anja Abendroth, Florian Zimmermann, Kevin Ruf & Yvonne Lott (2026): Mehr Zeit oder mehr Geld? Nutzungsmuster tariflicher Wahloptionen und betriebliche Rahmenbedingungen. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 94), Düsseldorf, 24 S.

    Abstract

    "Beschäftigte brauchen Arbeitszeitsouveränität, um Arbeit mit familiären bzw. privaten Verpflichtungen und Aktivitäten vereinbaren zu können. Tarifliche Wahloptionen geben Beschäftigten mehr Zeit für diese Aktivitäten, allen voran Zeit für Hobbies, soziale Kontakte und Selbstfürsorge. Die Studie macht deutlich, dass tarifliche Regelungen die Nutzung von Arbeitszeitarrangements zu legitimieren scheinen und bestehende Hürden, die typischerweise bei der Nutzung der klassischen Teilzeit im Betrieb bestehen (Klenner/Lott, 2016), reduzieren. Selbst Männer, die von einer Arbeitszeitverkürzung aufgrund dieser Hürden meist absehen (Lott/Klenner 2018), entscheiden sich im Rahmen der tariflichen Wahloptionen häufig für mehr Zeit statt Geld. Dies unterstreicht die Bedeutung tarifvertraglicher Regelungen. Tarifliche Wahloptionen können insbesondere dort einen wichtigen Beitrag leisten, wo aufgrund der Arbeitsorganisation und -bedingungen nur wenige oder keine anderen Flexibilisierungsmaßnahmen (z. B. Gleitzeit und Homeoffice) zur Verfügung stehen. Die Wahloptionen können in solchen Fällen ein Weg sein, bestehende Unterschiede in den Möglichkeiten für mehr Zeitsouveränität innerhalb der Belegschaften zumindest teilweise auszugleichen. Dadurch stärken sie die Arbeitssouveränität dieser Beschäftigtengruppe. Die tariflichen Wahloptionen sind damit ein wichtiges Instrument, um mehr Zeitgerechtigkeit im Arbeitsleben zu erreichen. Umso wichtiger ist es daher, dass die Bundesregierung die Tarifbindung stärkt und damit zu einer Verbreitung der tariflichen Wahloptionen beiträgt. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass bereits unter den heutigen Arbeitsbedingungen ein erheblicher Bedarf an zusätzlicher Zeit besteht – und zwar nicht nur für familiäre Verpflichtungen, sondern vor allem für Hobbys, soziale Kontakte und Selbstfürsorge. Diese Bereiche sind eng mit der physischen und psychischen Gesundheit verknüpft. Angesichts steigender Fehlzeiten vor allem aufgrund psychischer Erkrankungen (DAK 2025) und wachsender Krankenkassenbeiträge, die auch darauf zurückgehen, dass Prävention bislang kaum gefördert wird, können tarifliche Wahloptionen einen wichtigen präventiven Beitrag leisten. Es ermöglicht Beschäftigten, Belastungen frühzeitig zu reduzieren und damit Risiken wie Erschöpfung oder Burnout vorzubeugen. Für die Politik ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Zeitpolitik ist Vereinbarkeits- und Gesundheitspolitik und keine Lifestyle-Entscheidung der Beschäftigten. Modelle, die Beschäftigten Zeitsouveränität eröffnen, sollten daher gezielt ausgebaut und weiterentwickelt werden. Die Tarifvertragsparteien sind hier bereits vorangegangen; nun ist der Gesetzgeber gefordert, diese Ansätze rechtlich abzusichern und für alle Beschäftigten zugänglich zu machen. Entsprechende Vorschläge wie das Wahlarbeitszeitgesetz des Deutschen Juristinnenbundes oder das Optionszeitenmodell liegen vor. Anstatt also auf eine Verlängerung der Erwerbsarbeitszeiten und eine Ausweitung des Direktionsrecht des Arbeitgebers durch die Abschaffung der täglichen Arbeitszeitgrenze zu setzen oder gar das Recht auf Teilzeit einzuschränken, wie es aktuell der Wirtschaftsflügel der CDU fordert und damit die Risiken für Vereinbarkeit, Gesundheit und sozialen Zusammenhalt zu verschärfen, ist es an der Zeit, für echte Zeitsouveränität zu sorgen." (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Ruf, Kevin; Zimmermann, Florian ;
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  • Literaturhinweis

    Zusammenhänge zwischen mentaler Care-Arbeit und psychischer Gesundheit bei Frauen und Männern in Deutschland: Übersetzung und Validierung einer deutschsprachigen Version des „Invisible Family Load Scale“ zur Messung mentaler Care-Arbeit (2026)

    Mülder, Lina Marie ; Wiczorek, Rebecca ; Hirschberger, Gina Marie ;

    Zitatform

    Mülder, Lina Marie, Gina Marie Hirschberger & Rebecca Wiczorek (2026): Zusammenhänge zwischen mentaler Care-Arbeit und psychischer Gesundheit bei Frauen und Männern in Deutschland. Übersetzung und Validierung einer deutschsprachigen Version des „Invisible Family Load Scale“ zur Messung mentaler Care-Arbeit. In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, S. 1-13. DOI:10.1026/0932-4089/a000465

    Abstract

    "Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland bezüglich der Verteilung mentaler Care-Arbeit und ihres Einflusses auf die psychische Gesundheit. Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen wurde der Fragebogen mentale Care-Arbeit, eine deutsche Version der Invisible Family Load Scale von Wayne et al., entwickelt und validiert. Er differenziert zwischen emotionaler, kognitiver und organisatorischer Care-Arbeit. Eine Stichprobe von 502 Eltern beantwortete Fragen zur mentalen Care-Arbeit sowie zu Stress, Depressivität, emotionaler Erschöpfung und Wohlbefinden. Die Auswertung zeigte, dass Frauen mehr mentale Care-Arbeit verrichten als Männer, dass diese negativ mit der psychischen Gesundheit korreliert und dies vor allem auf die emotionale Care-Arbeit zurückzuführen ist. Das Geschlecht moderiert diesen Zusammenhang. Männer, die wenig mentale Care-Arbeit leisten, sind dadurch psychisch überproportional beansprucht, während das bei Frauen der Fall ist, die viel leisten. Die Relevanz der emotionalen Care-Arbeit und die Geschlechterunterschiede bezüglich psychischer Gesundheit werden diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Educational attainment, gender, and the change in access to schedule flexibility in Europe and the United States (2026)

    Paek, Eunjeong ;

    Zitatform

    Paek, Eunjeong (2026): Educational attainment, gender, and the change in access to schedule flexibility in Europe and the United States. In: Social science research, Jg. 135. DOI:10.1016/j.ssresearch.2026.103309

    Abstract

    "In this study, I examine whether workers’ access to employee-driven schedule flexibility increased from 1997 to 2015 and how trends in access vary across 11 European countries and the United States. Building on studies of stratification and gender, I decompose trends in schedule flexibility into compositional and coefficient changes associated with educational attainment and gender. Findings show that the cross-national disparity in access to schedule flexibility increased from 1997 to 2015 because access to schedule flexibility grew most in countries already reporting higher access in 1997. The increase in the share of highly educated male workers is a key source of the growth of access to schedule flexibility in Denmark, Norway, Germany, and Sweden. This study helps us understand various trends in schedule flexibility and the implications of changing labor force composition for the uneven diffusion of family-friendly workplace practices." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 Elsevier Inc. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The effects of disability and caregiving on work and perceptions of economic insecurity in Sweden, Italy, Germany, and the UK (2026)

    Pettinicchio, David; Maroto, Michelle ;

    Zitatform

    Pettinicchio, David & Michelle Maroto (2026): The effects of disability and caregiving on work and perceptions of economic insecurity in Sweden, Italy, Germany, and the UK. In: European Societies, S. 1-32. DOI:10.1162/euso.a.101

    Abstract

    "Disability is associated with a range of structural disadvantages facing individuals and households alike. Drawing from a recent online cross-national survey of Germany, Italy, Sweden, and the UK, we explore the relationships between disability, caregiving, employment, and perceived economic insecurity. We examine whether having a household member with disabilities increases the likelihood of caregiving, and whether both disability and caregiving shape employment outcomes as well as perceptions of economic insecurity. In addition to finding that people with disabilities are less likely to work, we also find that individuals living in households with a disabled member are significantly more likely to engage in caregiving activities, which contributes to reduced employment. As a result, households that included a member with a disability tended to experience greater economic insecurity. We also find that instances of providing care and perceptions of economic insecurity are comparatively greater in Italy. Together, these findings point to important family and caregiving dynamics and their relationship to work and feelings of economic security in different policy contexts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Nonstandard work schedules and work-life balance in dual-earner households: The role of parenthood (2026)

    Resendez, Sarahi; Li, Jianghong ; Pollmann-Schult, Matthias ;

    Zitatform

    Resendez, Sarahi, Jianghong Li & Matthias Pollmann-Schult (2026): Nonstandard work schedules and work-life balance in dual-earner households: The role of parenthood. In: Journal of Family Research, Jg. 38, S. 1-22. DOI:10.20377/jfr-1259

    Abstract

    "Objective: This study examines whether nonstandard work schedules (NSWS) improve or hinder work-life balance (WLB) for parents and non-parents in dual-earner households. Background: Previous research shows that NSWS can negatively affect workers' well-being. However, less is known about whether and to what extent these effects differ between parents and childless individuals. Method: Using data from the first wave of the German Family Demography Panel Study (FReDA), linear regression models are applied to assess whether the effect of NSWS on WLB is influenced by family circumstances. Results: Parenthood is generally associated with lower WLB. However, the negative association between NSWS and WLB is more pronounced among childless workers. Notably, mothers of young children (ages 0-5), as well as fathers of school-aged children (ages 6-12) working NSWS report higher WLB than their childless counterparts. Conclusion: Parents with NSWS in dual-earner households do not necessarily experience lower WLB than childless workers. In some cases, NSWS may even help parents better reconcile work and family responsibilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study (2026)

    Xue, Baowen ; Chung, Heejung ; Gu, Ran ; McMunn, Anne ;

    Zitatform

    Xue, Baowen, Heejung Chung, Ran Gu & Anne McMunn (2026): Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study. In: Journal of Epidemiology and Community Health, Jg. 80, H. 1, S. 17-24. DOI:10.1136/jech-2025-224166

    Abstract

    "Background: The ‘right to request’ flexible working policy has been gradually extended and, by 2014, extended to cover all workers with at least 26 weeks of continuous employment. The impact of these policy changes is unclear. This research aims to assess the effects of the 2014 policy reform on the uptake of flexible working and its impact on health and well-being, focusing on gender differences. Methods: Data were drawn from waves 2, 4, 6, 8 and 10 of the UK Household Longitudinal Study (2010–2020). We employed a doubly robust difference-in-differences method to estimate the average treatment effects on the treated of the 2014 policy reform. This analysis examined the effects on the uptake of flexible working, mental and physical health, and satisfaction with life, job and leisure. Findings: The 2014 policy reform increased women’s uptake of reduced hours work arrangements, with the effect growing stronger over time. However, no increase in uptake was observed among men. No strong effects were found for flexitime or teleworking arrangements for either men or women. Additionally, the policy reform resulted in a reduction in psychological distress and improved life satisfaction among women. Conclusions: The reduction in women’s psychological distress and improved life satisfaction might be partly explained by the increased women’s uptake of reduced hours arrangements, which may have enabled women to better meet their family care demands. However, even the gender-neutral policies on flexible working may inadvertently exacerbate gender inequalities in labour force participation by pushing women more into part-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Betriebliche Arbeitszeitflexibilität – Individuelle Arbeitszeitoptionen (2025)

    Bispinck, Reinhard;

    Zitatform

    Bispinck, Reinhard (2025): Betriebliche Arbeitszeitflexibilität – Individuelle Arbeitszeitoptionen. (Analysen zur Tarifpolitik / WSI, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut), Düsseldorf, 135 S.

    Abstract

    "Die Tarifvertragsparteien entwickeln seit Jahrzehnten – mal mehr, mal weniger konfliktreich – ein bran-chenspezifisches Regelwerk für die Arbeitszeit und ihre betriebliche Gestaltung. Dabei finden sie immer wieder einen Kompromiss zwischen den betrieblichen Flexibilitätsforderungen und den Arbeitszeitinteressen der Beschäf-tigten. Das Arbeitszeitgesetz bildet die gesetzliche Basis, dabei werden die dort zugelassenen Abweichungsmög-lichkeiten durchaus genutzt. Die tarifliche Regelungsdichte und -intensität ist mit Blick auf die Tarifvertragsland-schaft insgesamt sehr unterschiedlich." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Redefining retirement: a sequence analysis of how older adults extend working life in Sweden (2025)

    Brydsten, Anna ; Stattin, Mikael ;

    Zitatform

    Brydsten, Anna & Mikael Stattin (2025): Redefining retirement: a sequence analysis of how older adults extend working life in Sweden. In: Ageing & Society, Jg. 45, H. 12, S. 2702-2724. DOI:10.1017/s0144686x2510024x

    Abstract

    "Increasingly, older adults are redefining retirement by combining part-time employment with pension benefits, that is, becoming ‘working retirees’. This trend highlights socio-economic inequalities: some working retirees use part-time employment as a bridge to full retirement, while others must remain employed to prevent old-age poverty. However, little is known about how these work-retirement transitions unfold over time or the socio-economic factors that shape them. This knowledge gap is problematic because understanding the socio-demographic influences on these trajectories is essential for addressing inequalities in later-life employment and retirement security. This study examines transitions from work to retirement by following individuals from their 50s into their 70s and analysing the socio-demographic factors that differentiate these trajectories. It identifies the various pathways that older workers take when exiting the labor force and analyzes how prior life course factors – including education, occupational status, career field, civil status, number of children and disposable income – predict the likelihood of following each work–retirement trajectory. The results reveal two distinct work–retirement trajectories: one reflects status maintenance, with higher income and education, white-collar and often men; the other reflects financial necessity, with lower income, children at home, no partner and often women. More advantaged working retirees experience greater employment changes in late life, highlighting the diversity of late-life careers. These findings suggest a broader range of extended work–life pathways than previously recognized and emphasize the need for policies that account for gendered and economic disparities in work and family responsibilities to ensure equitable and sustainable retirement transitions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Eltern in der Rushhour des Lebens entlasten: die dynamische Familienarbeitszeit (2025)

    Bujard, Martin ; Kleinschrot, Leonie ;

    Zitatform

    Bujard, Martin & Leonie Kleinschrot (2025): Eltern in der Rushhour des Lebens entlasten. Die dynamische Familienarbeitszeit. Bonn, 36 S.

    Abstract

    "Was wünschen sich Familien? Aktuelle Befunde zeigen deutlich: In der „Rushhour des Lebens“ fehlt ihnen vor allem eines – Zeit. Besonders in den Jahren, in denen Kinder klein sind, verdichten sich Erwerbs- und Sorgearbeit. In dieser Phase entwickelt sich in vielen heterosexuellen Partnerschaften eine klare Arbeitsteilung: Mütter reduzieren ihre Erwerbsarbeit deutlich und dauerhaft, Väter arbeiten in dieser Phase deutlich mehr Stunden als gesellschaftlich ideal. Die Analyse zeigt: Zwischen Ideal und Realität klafft ein deutlicher Zeit-Gap, der sich mit dem Alter der Kinder verändert und langfristige Ungleichheiten prägt. Dieser Beitrag zeichnet nach, wie sich die zeitliche Belastung von Eltern im Lebensverlauf entwickelt. Er beleuchtet normative Vorstellungen und zeigt anhand aktueller Daten, was sich Familien wünschen und wie die Rushhour des Lebens entzerrt werden könnte. Im Zentrum steht der Vorschlag der Dynamischen Familienarbeitszeit – ein Instrument, das Eltern in der Rushhour des Lebens systematisch entlasten und eine partnerschaftliche Arbeitsteilung fördern kann." (Verlagsangaben, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Work schedules (2025)

    Devaro, Jed ;

    Zitatform

    Devaro, Jed (2025): Work schedules. In: Journal of Economic Behavior & Organization, Jg. 238. DOI:10.1016/j.jebo.2025.107209

    Abstract

    "In a new model of work schedules, employers choose the number of working hours and either assign the specific hours worked or let workers choose their preferred hours via flextime. Workers’ preferences over schedules, and their tendencies to fatigue from long shifts, influence their productivities. An inverted-U-shaped hours-output profile arises. Flextime policies shift its peak rightward. Long hours go hand-in-hand with flextime. The employer finds flextime less appealing when wages exogenously increase. Analysis of a worker-employer matched panel of British workplaces in 2004 and 2011 reveals that flextime and other flexible work practices mitigate the productivity erosion from long hours." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Wie steht es um die Gesundheit pflegender erwerbstätiger Personen?: Analyse einer Erwerbstätigenbefragung mittels Propensity Score Matching (2025)

    Elling, Jan Mathis ; Hetzel, Christian ; Hampel, Sarah; Ollertz, Greta; von Spee, Adelheid;

    Zitatform

    Elling, Jan Mathis, Christian Hetzel, Sarah Hampel, Adelheid von Spee & Greta Ollertz (2025): Wie steht es um die Gesundheit pflegender erwerbstätiger Personen? Analyse einer Erwerbstätigenbefragung mittels Propensity Score Matching. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Jg. 58, H. 4, S. 296-302. DOI:10.1007/s00391-024-02387-0

    Abstract

    "Hintergrund: Der Großteil der pflegebedürften Menschen in Deutschland wird zu Hause von Angehörigen oder anderen Bezugspersonen gepflegt. Viele informell Pflegende sind zudem erwerbstätig und stehen somit vor der Herausforderung, die Anforderungen beider Lebensbereiche zu vereinbaren. Dabei besteht die Gefahr, dass die eigene Gesundheit der Pflegenden leidet. Fragestellungen: (1) Inwiefern steht eine Pflegeverantwortung im privaten Umfeld bei Erwerbstätigen mit gesundheitlichen Beschwerden im Zusammenhang? (2) Innerhalb der Gruppe der pflegenden erwerbstätigen Personen, inwiefern stehen der Umfang von informeller Pflege und Erwerbsarbeit mit gesundheitlichen Beschwerden im Zusammenhang? Material und Methoden: Die Datenbasis dieser Sekundärdatenanalyse ist die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018. Um systematische Strukturunterschiede zwischen Pflegenden und Nichtpflegenden in den Analysen zu berücksichtigen, wurde das Propensity Score Matching angewendet. Ergebnisse und Diskussion: Pflegende Erwerbstätige haben häufiger psychosomatische und körperliche Beschwerden als Erwerbstätige ohne Pflegeverantwortung. Erwerbsarbeitszeit und Pflegeumfang stehen in Beziehung zueinander, und ein hoher Umfang in beiden Lebensbereichen ist mit schlechterer Gesundheit assoziiert. Schlussfolgerung: Personen, die neben ihrer Berufstätigkeit Pflegeaufgaben übernehmen, sind häufig gesundheitlich belastet. Daher sind gezielte Interventionen zur Gesundheitsförderung notwendig, um diese Gruppe zu unterstützen und ihre Gesundheit zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitszeiten – Chancen und Herausforderungen für die Vereinbarkeit: eine geschlechts- und elternspezifische Betrachtung (2025)

    Entgelmeier, Ines; Nold, Johanna;

    Zitatform

    Entgelmeier, Ines & Johanna Nold (2025): Arbeitszeiten – Chancen und Herausforderungen für die Vereinbarkeit. Eine geschlechts- und elternspezifische Betrachtung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 1, S. 47-55. DOI:10.5771/0342-300X-2025-1-47

    Abstract

    "Anhand von Auswertungen der Arbeitszeitbefragung 2023 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt dieser Beitrag, dass sich Arbeitszeiten von Männern und Frauen mit und ohne Kind deutlich hinsichtlich ihrer Länge, Lage sowie zeitlicher und räumlicher Flexibilität unterscheiden. Männer und Väter haben längere Arbeitszeiten, leisten mehr Überstunden und arbeiten häufiger zu atypischen Zeiten als Frauen und Mütter. Männer und Väter verfügen zudem häufiger über Flexibilitätsmöglichkeiten. Sie haben häufiger Einfluss auf den Beginn und das Ende ihrer Arbeitszeit und darauf, an welchen Tagen sie von zu Hause arbeiten können. Frauen und Mütter arbeiten nach wie vor deutlich häufiger in Teilzeit als Männer und Väter und geben als Hauptgrund dafür familiäre Verpflichtungen an. Trotz höherer arbeitszeitlicher Anforderungen bewerten Männer mit und ohne Kind ihre Work-Life-Balance besser als Frauen mit und ohne Kind." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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