Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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- Job Sharing, Teilzeit, Altersteilzeit
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- Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
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- Geschlecht
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation (2026)
Zitatform
Gruber, Anja (2026): The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation. In: ILR review, Jg. 79, H. 1, S. 59-90. DOI:10.1177/00197939251355234
Abstract
"Fair Workweek (FWW) ordinances, which typically require employers to provide workers with advance notice of their schedules and extra pay for last-minute changes, have become an increasingly debated policy tool to address the unpredictability of low-wage work in the United States. In this article, the author studies the labor market impacts of the Oregon FWW law using data on treated workers from the Quarterly Workforce Indicators and American Community Survey, and a variety of empirical approaches that address the factors complicating such a labor market analysis. Taken together, the evidence points to limited effects on the average labor market outcomes of workers covered by the legislation. However, findings indicate increased employment and hours worked for men, and decreased employment and hours worked for women. Also, results show consistent evidence of decreased average monthly earnings for newly hired women at treated employers. Despite the ability of employers to bypass compensation requirements through voluntary standby lists, this study identifies compositional effects on the workforce resulting from FWW legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mehr Zeit oder mehr Geld?: Nutzungsmuster tariflicher Wahloptionen und betriebliche Rahmenbedingungen (2026)
Zitatform
Mellies, Alexandra, Anja Abendroth, Florian Zimmermann, Kevin Ruf & Yvonne Lott (2026): Mehr Zeit oder mehr Geld? Nutzungsmuster tariflicher Wahloptionen und betriebliche Rahmenbedingungen. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 94), Düsseldorf, 24 S.
Abstract
"Beschäftigte brauchen Arbeitszeitsouveränität, um Arbeit mit familiären bzw. privaten Verpflichtungen und Aktivitäten vereinbaren zu können. Tarifliche Wahloptionen geben Beschäftigten mehr Zeit für diese Aktivitäten, allen voran Zeit für Hobbies, soziale Kontakte und Selbstfürsorge. Die Studie macht deutlich, dass tarifliche Regelungen die Nutzung von Arbeitszeitarrangements zu legitimieren scheinen und bestehende Hürden, die typischerweise bei der Nutzung der klassischen Teilzeit im Betrieb bestehen (Klenner/Lott, 2016), reduzieren. Selbst Männer, die von einer Arbeitszeitverkürzung aufgrund dieser Hürden meist absehen (Lott/Klenner 2018), entscheiden sich im Rahmen der tariflichen Wahloptionen häufig für mehr Zeit statt Geld. Dies unterstreicht die Bedeutung tarifvertraglicher Regelungen. Tarifliche Wahloptionen können insbesondere dort einen wichtigen Beitrag leisten, wo aufgrund der Arbeitsorganisation und -bedingungen nur wenige oder keine anderen Flexibilisierungsmaßnahmen (z. B. Gleitzeit und Homeoffice) zur Verfügung stehen. Die Wahloptionen können in solchen Fällen ein Weg sein, bestehende Unterschiede in den Möglichkeiten für mehr Zeitsouveränität innerhalb der Belegschaften zumindest teilweise auszugleichen. Dadurch stärken sie die Arbeitssouveränität dieser Beschäftigtengruppe. Die tariflichen Wahloptionen sind damit ein wichtiges Instrument, um mehr Zeitgerechtigkeit im Arbeitsleben zu erreichen. Umso wichtiger ist es daher, dass die Bundesregierung die Tarifbindung stärkt und damit zu einer Verbreitung der tariflichen Wahloptionen beiträgt. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass bereits unter den heutigen Arbeitsbedingungen ein erheblicher Bedarf an zusätzlicher Zeit besteht – und zwar nicht nur für familiäre Verpflichtungen, sondern vor allem für Hobbys, soziale Kontakte und Selbstfürsorge. Diese Bereiche sind eng mit der physischen und psychischen Gesundheit verknüpft. Angesichts steigender Fehlzeiten vor allem aufgrund psychischer Erkrankungen (DAK 2025) und wachsender Krankenkassenbeiträge, die auch darauf zurückgehen, dass Prävention bislang kaum gefördert wird, können tarifliche Wahloptionen einen wichtigen präventiven Beitrag leisten. Es ermöglicht Beschäftigten, Belastungen frühzeitig zu reduzieren und damit Risiken wie Erschöpfung oder Burnout vorzubeugen. Für die Politik ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Zeitpolitik ist Vereinbarkeits- und Gesundheitspolitik und keine Lifestyle-Entscheidung der Beschäftigten. Modelle, die Beschäftigten Zeitsouveränität eröffnen, sollten daher gezielt ausgebaut und weiterentwickelt werden. Die Tarifvertragsparteien sind hier bereits vorangegangen; nun ist der Gesetzgeber gefordert, diese Ansätze rechtlich abzusichern und für alle Beschäftigten zugänglich zu machen. Entsprechende Vorschläge wie das Wahlarbeitszeitgesetz des Deutschen Juristinnenbundes oder das Optionszeitenmodell liegen vor. Anstatt also auf eine Verlängerung der Erwerbsarbeitszeiten und eine Ausweitung des Direktionsrecht des Arbeitgebers durch die Abschaffung der täglichen Arbeitszeitgrenze zu setzen oder gar das Recht auf Teilzeit einzuschränken, wie es aktuell der Wirtschaftsflügel der CDU fordert und damit die Risiken für Vereinbarkeit, Gesundheit und sozialen Zusammenhalt zu verschärfen, ist es an der Zeit, für echte Zeitsouveränität zu sorgen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study (2026)
Zitatform
Xue, Baowen, Heejung Chung, Ran Gu & Anne McMunn (2026): Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study. In: Journal of Epidemiology and Community Health, Jg. 80, H. 1, S. 17-24. DOI:10.1136/jech-2025-224166
Abstract
"Background: The ‘right to request’ flexible working policy has been gradually extended and, by 2014, extended to cover all workers with at least 26 weeks of continuous employment. The impact of these policy changes is unclear. This research aims to assess the effects of the 2014 policy reform on the uptake of flexible working and its impact on health and well-being, focusing on gender differences. Methods: Data were drawn from waves 2, 4, 6, 8 and 10 of the UK Household Longitudinal Study (2010–2020). We employed a doubly robust difference-in-differences method to estimate the average treatment effects on the treated of the 2014 policy reform. This analysis examined the effects on the uptake of flexible working, mental and physical health, and satisfaction with life, job and leisure. Findings: The 2014 policy reform increased women’s uptake of reduced hours work arrangements, with the effect growing stronger over time. However, no increase in uptake was observed among men. No strong effects were found for flexitime or teleworking arrangements for either men or women. Additionally, the policy reform resulted in a reduction in psychological distress and improved life satisfaction among women. Conclusions: The reduction in women’s psychological distress and improved life satisfaction might be partly explained by the increased women’s uptake of reduced hours arrangements, which may have enabled women to better meet their family care demands. However, even the gender-neutral policies on flexible working may inadvertently exacerbate gender inequalities in labour force participation by pushing women more into part-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Redefining retirement: a sequence analysis of how older adults extend working life in Sweden (2025)
Zitatform
Brydsten, Anna & Mikael Stattin (2025): Redefining retirement: a sequence analysis of how older adults extend working life in Sweden. In: Ageing & Society, Jg. 45, H. 12, S. 2702-2724. DOI:10.1017/s0144686x2510024x
Abstract
"Increasingly, older adults are redefining retirement by combining part-time employment with pension benefits, that is, becoming ‘working retirees’. This trend highlights socio-economic inequalities: some working retirees use part-time employment as a bridge to full retirement, while others must remain employed to prevent old-age poverty. However, little is known about how these work-retirement transitions unfold over time or the socio-economic factors that shape them. This knowledge gap is problematic because understanding the socio-demographic influences on these trajectories is essential for addressing inequalities in later-life employment and retirement security. This study examines transitions from work to retirement by following individuals from their 50s into their 70s and analysing the socio-demographic factors that differentiate these trajectories. It identifies the various pathways that older workers take when exiting the labor force and analyzes how prior life course factors – including education, occupational status, career field, civil status, number of children and disposable income – predict the likelihood of following each work–retirement trajectory. The results reveal two distinct work–retirement trajectories: one reflects status maintenance, with higher income and education, white-collar and often men; the other reflects financial necessity, with lower income, children at home, no partner and often women. More advantaged working retirees experience greater employment changes in late life, highlighting the diversity of late-life careers. These findings suggest a broader range of extended work–life pathways than previously recognized and emphasize the need for policies that account for gendered and economic disparities in work and family responsibilities to ensure equitable and sustainable retirement transitions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Work schedules (2025)
Zitatform
Devaro, Jed (2025): Work schedules. In: Journal of Economic Behavior & Organization, Jg. 238. DOI:10.1016/j.jebo.2025.107209
Abstract
"In a new model of work schedules, employers choose the number of working hours and either assign the specific hours worked or let workers choose their preferred hours via flextime. Workers’ preferences over schedules, and their tendencies to fatigue from long shifts, influence their productivities. An inverted-U-shaped hours-output profile arises. Flextime policies shift its peak rightward. Long hours go hand-in-hand with flextime. The employer finds flextime less appealing when wages exogenously increase. Analysis of a worker-employer matched panel of British workplaces in 2004 and 2011 reveals that flextime and other flexible work practices mitigate the productivity erosion from long hours." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
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Wie steht es um die Gesundheit pflegender erwerbstätiger Personen?: Analyse einer Erwerbstätigenbefragung mittels Propensity Score Matching (2025)
Zitatform
Elling, Jan Mathis, Christian Hetzel, Sarah Hampel, Adelheid von Spee & Greta Ollertz (2025): Wie steht es um die Gesundheit pflegender erwerbstätiger Personen? Analyse einer Erwerbstätigenbefragung mittels Propensity Score Matching. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Jg. 58, H. 4, S. 296-302. DOI:10.1007/s00391-024-02387-0
Abstract
"Hintergrund: Der Großteil der pflegebedürften Menschen in Deutschland wird zu Hause von Angehörigen oder anderen Bezugspersonen gepflegt. Viele informell Pflegende sind zudem erwerbstätig und stehen somit vor der Herausforderung, die Anforderungen beider Lebensbereiche zu vereinbaren. Dabei besteht die Gefahr, dass die eigene Gesundheit der Pflegenden leidet. Fragestellungen: (1) Inwiefern steht eine Pflegeverantwortung im privaten Umfeld bei Erwerbstätigen mit gesundheitlichen Beschwerden im Zusammenhang? (2) Innerhalb der Gruppe der pflegenden erwerbstätigen Personen, inwiefern stehen der Umfang von informeller Pflege und Erwerbsarbeit mit gesundheitlichen Beschwerden im Zusammenhang? Material und Methoden: Die Datenbasis dieser Sekundärdatenanalyse ist die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018. Um systematische Strukturunterschiede zwischen Pflegenden und Nichtpflegenden in den Analysen zu berücksichtigen, wurde das Propensity Score Matching angewendet. Ergebnisse und Diskussion: Pflegende Erwerbstätige haben häufiger psychosomatische und körperliche Beschwerden als Erwerbstätige ohne Pflegeverantwortung. Erwerbsarbeitszeit und Pflegeumfang stehen in Beziehung zueinander, und ein hoher Umfang in beiden Lebensbereichen ist mit schlechterer Gesundheit assoziiert. Schlussfolgerung: Personen, die neben ihrer Berufstätigkeit Pflegeaufgaben übernehmen, sind häufig gesundheitlich belastet. Daher sind gezielte Interventionen zur Gesundheitsförderung notwendig, um diese Gruppe zu unterstützen und ihre Gesundheit zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitszeiten – Chancen und Herausforderungen für die Vereinbarkeit: eine geschlechts- und elternspezifische Betrachtung (2025)
Entgelmeier, Ines; Nold, Johanna;Zitatform
Entgelmeier, Ines & Johanna Nold (2025): Arbeitszeiten – Chancen und Herausforderungen für die Vereinbarkeit. Eine geschlechts- und elternspezifische Betrachtung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 1, S. 47-55. DOI:10.5771/0342-300X-2025-1-47
Abstract
"Anhand von Auswertungen der Arbeitszeitbefragung 2023 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt dieser Beitrag, dass sich Arbeitszeiten von Männern und Frauen mit und ohne Kind deutlich hinsichtlich ihrer Länge, Lage sowie zeitlicher und räumlicher Flexibilität unterscheiden. Männer und Väter haben längere Arbeitszeiten, leisten mehr Überstunden und arbeiten häufiger zu atypischen Zeiten als Frauen und Mütter. Männer und Väter verfügen zudem häufiger über Flexibilitätsmöglichkeiten. Sie haben häufiger Einfluss auf den Beginn und das Ende ihrer Arbeitszeit und darauf, an welchen Tagen sie von zu Hause arbeiten können. Frauen und Mütter arbeiten nach wie vor deutlich häufiger in Teilzeit als Männer und Väter und geben als Hauptgrund dafür familiäre Verpflichtungen an. Trotz höherer arbeitszeitlicher Anforderungen bewerten Männer mit und ohne Kind ihre Work-Life-Balance besser als Frauen mit und ohne Kind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit: Höchststand von 473 Millionen Stunden auf Kurzzeitkonten (2025)
Zitatform
Hartl, Tobias, Susanne Wanger, Anja Warning & Enzo Weber (2025): Zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit: Höchststand von 473 Millionen Stunden auf Kurzzeitkonten. (IAB-Kurzbericht 12/2025), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2512
Abstract
"Erstmals werden hier gesamtwirtschaftliche repräsentative Daten über die Stundenzahl auf den sogenannten Gleitzeit- oder Kurzzeitkonten der Beschäftigten in Deutschland vorgelegt. Über alle Wirtschaftszweige hinweg gab es im vierten Quartal 2023 einen positiven Saldo von insgesamt 473 Millionen Stunden auf diesen Konten. Das waren 150 Millionen Stunden mehr als im Jahr 2013. Die Bedeutung von Arbeitszeitkonten ist im Zeitverlauf gestiegen. Das zeigt auch der zunehmende Anteil der Betriebe und Verwaltungen, die diese nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Tailored to Women, Provided to Men? Gendered Occupational Inequality in Access to Flexible Working-Time Arrangements (2025)
Zitatform
Jacobi, Aljoscha, Maik Hamjediers & Tabea Naujoks (2025): Tailored to Women, Provided to Men? Gendered Occupational Inequality in Access to Flexible Working-Time Arrangements. In: Social indicators research, Jg. 176, H. 3, S. 1179-1205. DOI:10.1007/s11205-024-03483-9
Abstract
"Numerous policy-makers and social scientists promote flexible working as a means to reconcile work and family life, often explicitly targeting women. Accordingly, one might expect that flexible working-time arrangements are more prevalent in occupations with a high share of female employees. Yet, previous evidence indicates the opposite. To address this puzzle, we investigate the occupational opportunity structures for flexible working. A devaluation argument proposes that employers perceive female-typed work as being of lower value, thus inhibiting the provision of flexible working-time arrangements in tfemale-dominated occupations. We evaluate this argument against alternative explanations, namely differences in the ability to bargain for flexible working and in structural or practical barriers to flexible working. Descriptive results based on German panel data (GSOEP, 2003 –2017) enriched with occupational-level information confirm that female-dominated occupations provide the least access to flexible work. Linear probability models with yearly fixed-effects indicate that power resources and structural barriers account for differences in flexible working between male-dominated and integrated occupations; yet an unexplained disadvantage for female-dominated occupations remains. Moreover, this disadvantage has grown between 2003 and 2017. We interpret this result as support of a cultural devaluation of female-dominated occupations in access to flexible working-time arrangements. Our findings highlight that the empirical reality of gendered occupational opportunity structures contradicts the gendered policy discourse on flexible work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zeitrechte von Beschäftigten und ihre betriebliche Umsetzung: Ergebnisse einer quantitativen Betriebsbefragung (2025)
Kümmerling, Angelika; Rinke, Timothy;Zitatform
Kümmerling, Angelika & Timothy Rinke (2025): Zeitrechte von Beschäftigten und ihre betriebliche Umsetzung. Ergebnisse einer quantitativen Betriebsbefragung. (IAQ-Report 2025-05), Duisburg, 20 S. DOI:10.17185/duepublico/83593
Abstract
"Arbeitnehmerbezogene Zeitrechte und tarifliche Wahloptionen zur temporären Arbeitszeitverkürzung sind in deutschen Betrieben weit verbreitet. Nur in weniger als 2 % der Betriebe ab 50 Beschäftigten wurde in den letzten fünf Jahren kein Gebrauch von diesen Möglichkeiten gemacht. Die Elternzeit ist das von den Beschäftigten am häufigsten genutzte Zeitrecht. Auch tarifliche Wahloptionen sind weit verbreitet, während Pflegezeiten kaum in Anspruch genommen werden. Mehr als 40 % der Betriebe berichten, dass sie Anfragen nach temporärer Arbeitszeitreduzierung auch mittels informeller Absprachen regeln. Die Vielfalt arbeitnehmerbezogener Zeitrechte, ihre unterschiedlichen Ankündigungsfristen und Bestimmungen, fordert die Betriebe heraus, die Ausfallzeiten zu kompensieren. Interne Vertretungen, Mehrarbeit und flexible Arbeitszeitmodelle sind die von Betrieben am häufigsten gewählte und als besonders effektiv bewertete Kompensationsmaßnahme." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zur Nutzung von Zeitrechten und Zeitoptionen in deutschen Betrieben: Ergebnisse einer quantitativen Betriebsbefragung (2025)
Kümmerling, Angelika; Rinke, Timothy;Zitatform
Kümmerling, Angelika & Timothy Rinke (2025): Zur Nutzung von Zeitrechten und Zeitoptionen in deutschen Betrieben. Ergebnisse einer quantitativen Betriebsbefragung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 78, H. 2, S. 132-138. DOI:10.5771/0342-300x-2025-2-132
Abstract
"Die Anzahl an gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Zeitrechten wie Elternzeit, Pflegezeit und Wahloptionen hat in den letzten Jahren in Deutschland zugenommen. Wenig ist jedoch darüber bekannt, wie häufig diese Zeitrechte von Arbeitnehmer*innen in Anspruch genommen werden und wie Personalverantwortliche die Zeitrechte einschätzen. Dieser Beitrag zielt darauf ab, die existierende Lücke anhand der Ergebnisse einer eigenen Befragung von Betrieben ab 50 Beschäftigten (n = 1015) zu schließen. Unsere Studie zeigt, dass die Nutzung von Zeitrechten weit verbreitet ist. Zwei Drittel der befragten Betriebe berichten, dass in den letzten fünf Jahren drei oder mehr Zeitrechte von den Beschäftigten in Anspruch genommen wurden. Dabei variiert die Nutzung von Zeitrechten sowohl nach Art des Zeitrechts als auch nach betrieblichen Merkmalen wie Betriebsgröße, Branche, betriebliche Mitbestimmung und Betriebsdemografie. Die befragten Personalverantwortlichen sehen in der Nutzung von Zeitrechten und -optionen einen positiven Beitrag zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, zur Bindung von Mitarbeitenden an den Betrieb und zur Förderung der Beschäftigtenzufriedenheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Is It Daddy Time Yet? Trends and Variation in Men's Employment Hours Around Childbirth: 1989–2020 (2025)
Zitatform
Li, Anita (2025): Is It Daddy Time Yet? Trends and Variation in Men's Employment Hours Around Childbirth: 1989–2020. In: Demography, Jg. 62, H. 4, S. 1319-1339. DOI:10.1215/00703370-12157124
Abstract
"Scholars continue to debate the progress of the gender revolution. Some argue that the gender revolution is stalled, whereas others see an emerging second half marked by men's increased involvement in the home. Using longitudinally linked monthly data from the 1989–2020 Current Population Survey, I show that U.S. fathers from more recent cohorts worked fewer hours around the time of a childbirth than earlier cohorts—evidence consistent with the second half of the gender revolution. The magnitude of change is modest but is larger among college-educated men, men with a college-educated partner, and men in dual-earner households. Changes across cohorts are entirely accounted for by men's increasing reports of parental leave usage. Findings shed light on the changing relationship between parenthood and work for men and suggest continued steps toward gender equality." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Parental Exposure to Work Schedule Instability and Child Sleep Quality (2025)
Zitatform
Logan, Allison & Daniel Schneider (2025): Parental Exposure to Work Schedule Instability and Child Sleep Quality. In: Work, Employment and Society, Jg. 39, H. 1, S. 64-90. DOI:10.1177/09500170241235863
Abstract
"Recent scholarship has documented the effects of unstable scheduling practices on worker health and well-being, but there has been less research examining the intergenerational consequences of work schedule instability. This study investigates the relationship between parental exposure to unstable and unpredictable work schedules and child sleep quality. We find evidence of significant and large associations between parental exposure to each of five different types of unstable and unpredictable work scheduling practices and child sleep quality, including sleep duration, variability and daytime sleepiness. We are also able to mediate 35 –50% of this relationship with measures of work–life conflict, parental stress and well-being, material hardship, and child behaviour. These findings suggest that the effects of the temporal dimensions of job quality extend beyond workers to their children, with implications for the mechanisms by which social inequality is reproduced and for social policies intended to regulate precarious and unequal employment conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The gender gap in working from home after the onset of COVID-19 (2025)
Zitatform
Marcén, Miriam & Marina Morales (2025): The gender gap in working from home after the onset of COVID-19. In: Review of Economics of the Household, Jg. 23, H. 4, S. 1459-1486. DOI:10.1007/s11150-025-09809-x
Abstract
"This study examines changes in the gender gap in the take up and intensity of working from home following the unexpected onset of the COVID-19 pandemic. Using data from the American Time Use Survey, we find that working from home became more prevalent among women than men, thus widening the gender gap. Job characteristics played a crucial role in this trend, particularly among private sector workers. The gender gap widened most significantly among young, highly educated individuals and those living with dependents. Moreover, our results suggest that social distancing measures increased working from home time for men but did not have the same effect on women. We also extend our analysis to other work-related outcomes, finding that women experienced less favorable outcomes, particularly an increase in unpredictable or non-standard schedules. Overall, this shift in the gender gap is statistically significant over time and remains robust." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The Role of Working-From-Home for Maternal Employment Re-Entry after Childbirth (2025)
Zitatform
Matysiak, Anna, Beata Osiewalska & Anna Kurowska (2025): The Role of Working-From-Home for Maternal Employment Re-Entry after Childbirth. (Working papers / Faculty of Economic Sciences, University of Warsaw 2025-18), Warsaw, 43 S.
Abstract
"This study investigates how work-from-home (WFH) —by mothers and their male partners—shapes maternal employment re-entry after childbirth. Drawing on Conservation of Resources and Boundary Management theories, the study distinguishes between WFH access and regular use. It hypothesizes that regular WFH use by mothers and their partners supports earlier and full-time maternal return to paid work, particularly among second-time mothers. The UK Household Longitudinal Study (2009–2019) is used to estimate discrete-time hazard models of return to paid work after first and second births, distinguishing between full-time and part-time re-entry. Among first-time mothers, both WFH access and regular use are associated with a greater likelihood of full-time re-entry, though not with overall return. Among second-time mothers, regular pre-birth WFH use significantly increases the likelihood of returning to paid work—regardless of hours—whereas access alone does not. No significant associations are found between male partners' WFH and maternal employment outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The flexibility paradox and spatial-temporal dimensions of COVID-19 remote work adaptation among dual-earner mothers and fathers (2025)
Zitatform
Parry, Ashley (2025): The flexibility paradox and spatial-temporal dimensions of COVID-19 remote work adaptation among dual-earner mothers and fathers. In: Gender, work & organization, Jg. 32, H. 1, S. 15-36. DOI:10.1111/gwao.13130
Abstract
"There is an increased blurring of work and home life in contemporary society due to access to technology and the mass expansion of remote work during the COVID-19 pandemic. Flexible working arrangements like remote work can lead to men self-exploiting themselves in the workplace and women self-exploiting themselves in the domestic sphere in the context of a work-centric society that is reliant upon passion at work and traditional gender norms. This study extends Chung's ideas on gendered patterns in the flexibility paradox by examining spatial-temporal dimensions of COVID-19 remote work adaptation among an extreme sample: dual-earner parents with young children. Semi-structured interviews were conducted on Zoom with 20 mothers and 17 fathers working from home in the U.S. with children ages 5 and under between the summer of 2020 and the spring of 2021. Findings indicate that fathers' work is prioritized in spatio-temporal terms whereas mothers' work is fragmented and dispersed. Gendered patterns in the flexibility paradox and labor shouldered by mothers as primary caregivers are considered as potential theoretical explanations for the privileging of fathers' workspace and work time." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Wahlarbeitszeiten – eine Alternative zu kollektiven Arbeitszeitverkürzungen?: Teil des Zeitgesprächs: "Beschäftigung im Wandel: Wie KI, Demografie und Institutionen den Arbeitsmarkt verändern" (2025)
Seifert, Hartmut;Zitatform
Seifert, Hartmut (2025): Wahlarbeitszeiten – eine Alternative zu kollektiven Arbeitszeitverkürzungen? Teil des Zeitgesprächs: "Beschäftigung im Wandel: Wie KI, Demografie und Institutionen den Arbeitsmarkt verändern". In: Wirtschaftsdienst, Jg. 105, H. 10, S. 732-737. DOI:10.2478/wd-2025-0187
Abstract
"Wahlarbeitszeiten erlauben Beschäftigten, ihre Arbeitszeit innerhalb der tariflich oder gesetzlich festgelegten Bandbreiten individuell zu wählen. Dieses Prinzip ergänzt die bislang traditionelle Unterscheidung zwischen Voll- und Teilzeit und stärkt die Zeitsouveränität der Beschäftigten. Zwar bieten neue Gesetze wie die Brückenteilzeit mehr Flexibilität, ihre Nutzung bleibt begrenzt. Tarifverträge ermöglichen zusätzliche Optionen – etwa zwischen Lohnerhöhung oder Freizeit zu wählen. Wahlarbeitszeiten stellen kollektive Arbeitszeitverkürzungen infrage, da sie individuelle Anpassungen erlauben, erzeugen jedoch auch neue Herausforderungen für Betriebe und Gewerkschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mehr Anreize, mehr Flexibilität, mehr Arbeit? Wie Beschäftigte auf die Pläne der neuen Bundesregierung reagieren würden (2025)
Zitatform
Stegmaier, Jens, Jonas Aljoscha Weik, Bernd Fitzenberger & Enzo Weber (2025): Mehr Anreize, mehr Flexibilität, mehr Arbeit? Wie Beschäftigte auf die Pläne der neuen Bundesregierung reagieren würden. In: IAB-Forum H. 17.06.2025 Nürnberg, 2025-06-17. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250617.01
Abstract
"Die Bundesregierung möchte im Sinne der Fachkräftesicherung mehr Flexibilität bei der Höchstarbeitszeit, steuerliche Entlastungen bei Mehrarbeit und Anreize zur Ausweitung von Teilzeit schaffen. Aktuelle Befragungsergebnisse des IAB geben Aufschluss darüber, wie Beschäftigte diese Vorhaben bewerten und ob diese die arbeitsmarktpolitisch beabsichtigte Wirkung entfalten können. Etwa ein Drittel der Beschäftigten ist bereit, mehr als zehn Stunden an einzelnen Tagen zu arbeiten. Finanzielle Anreize für Mehrarbeit und für eine Ausweitung von Teilzeit sprechen besonders jüngere Beschäftigte an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Eltern im Homeoffice arbeiten im Durchschnitt länger (2025)
Zitatform
Steinberg, Hannah Sinja & Sandra Dummert (2025): Eltern im Homeoffice arbeiten im Durchschnitt länger. In: IAB-Forum H. 17.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251117.01
Abstract
"Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler Arbeitsformen rückt Homeoffice verstärkt in den Fokus familien- und arbeitsmarktpolitischer Debatten. Es gilt als ein Instrument, das die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit verbessern kann. So sind insbesondere Mütter mit Kindern im betreuungsbedürftigen Alter häufiger in größerem Umfang erwerbstätig, wenn ihnen die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten offensteht. Gleichzeitig arbeiten diese Mütter öfter über ihre vertragliche Arbeitszeit hinaus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Arbeitszeitunterschiede zwischen Frauen und Männern verringern sich nur langsam (Serie "Equal Pay Day 2025") (2025)
Zitatform
Wanger, Susanne (2025): Die Arbeitszeitunterschiede zwischen Frauen und Männern verringern sich nur langsam (Serie "Equal Pay Day 2025"). In: IAB-Forum H. 18.03.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250318.01
Abstract
"Die Zahl der von berufstätigen Frauen jährlich geleisteten Arbeitsstunden liegt im Schnitt 24 Prozent unter der der Männer. Sie ist damit nur 4 Prozentpunkte niedriger als vor 25 Jahren. Hauptgrund sind die über den gesamten Erwerbsverlauf hinweg deutlich höheren Teilzeitquoten von Frauen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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