Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Arbeitszeitpolitik
- Arbeitszeitentwicklung
- Arbeitszeit aus Sicht der Beschäftigten
-
Arbeitszeitgestaltung
- gleitende Arbeitszeit
- Vertrauensarbeitszeit
- Arbeitszeitkonten
- Schichtmodelle, Wochenendarbeit
- Langzeiturlaub, Blockfreizeit
- Arbeit auf Abruf, KAPOVAZ
- Bereitschaftsdienst
- Job Sharing, Teilzeit, Altersteilzeit
- Telearbeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung, Elternzeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
- Alter
- Geschlecht
- geografischer Bezug
-
Literaturhinweis
The long-term effects of underemployment shocks on voluntary part-time employment (2026)
Zitatform
Albinowski, Maciej & Agata Rozszczypała (2026): The long-term effects of underemployment shocks on voluntary part-time employment. (IBS working paper / Instytut Badan Strukturalnych 2026,03), Warszawa, 24 S.
Abstract
"This paper examines the long-term effects of underemployment shocks on part-time employment, with a particular focus on voluntary part-time work. We use regional datasets for the European Union and the United States covering the period 2006-2019. Our empirical strategy combines a difference-in-differences framework with a shift-share instrument for underemployment shocks. In the EU, underemployment shocks are driven not only by an increase in part-time employment, but also by a decrease in the share of part-time employees who are satisfied with their working hours. Underemployment shocks have persistent effects, including a lasting negative impact on voluntary part-time employment. A one percentage point increase in the underemployment rate leads to a voluntary part-time employment rate that is 0.28 percentage points lower five years later. These effects are particularly pronounced among non-tertiary-educated women and in Western Europe. In Central and Eastern Europe, as well as in the US, we do not find statistically significant negative long-term effects of underemployment shocks on voluntary part-time employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Working time reduction from a health, safety and well-being perspective (2026)
Andersson, Hampus;Zitatform
Andersson, Hampus (2026): Working time reduction from a health, safety and well-being perspective. In: Transfer, S. 1-15. DOI:10.1177/10242589261432997
Abstract
"This article explores the impact of reduced working hours on employee health, examining both physical and mental well-being. It highlights evidence that working time reductions can improve sleep quality, reduce stress and decrease sickness absence, particularly in high-stress or physically demanding jobs. Additionally, shorter working hours may contribute to better work-life balance and greater life satisfaction. While some studies suggest that effects may vary depending on gender or job type, overall, findings indicate that working time reduction is a promising strategy for enhancing health outcomes and improving employee well-being. Such benefits may be sustained over time and suggest that reducing working hours should be considered an effective policy for fostering healthier, more balanced work environments." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Der Wunsch von Vollzeitbeschäftigten nach Lifestyle-Teilzeit ist ein Randphänomen (2026)
Zitatform
Baisch, Benjamin, Stefan Schwarz, Hannah Sinja Steinberg & Jonas Aljoscha Weik (2026): Der Wunsch von Vollzeitbeschäftigten nach Lifestyle-Teilzeit ist ein Randphänomen. In: IAB-Forum – Grafik aktuell H. 10.02.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.GA.20260210.01
Abstract
"Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion fordert in einem Antrag zum CDU-Parteitag den Rechtsanspruch auf Teilzeit einzuschränken. Dieser solle künftig „nur bei Vorliegen einer besonderen Begründung gelten“. Als mögliche Gründe wurden Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Weiterbildungen genannt. Richtig ist: Einer aktuellen Befragung zufolge sind 21,5 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland unzufrieden mit ihrer Arbeitszeit und möchten diese um mindestens vier Stunden pro Woche reduzieren. Allerdings wünschen sich nur 3,2 Prozent einen Wechsel in Teilzeit allein deswegen, weil sie mehr Zeit für sich und ihre Hobbys haben wollen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Baisch, Benjamin; Weik, Jonas Aljoscha ; Schwarz, Stefan ; Steinberg, Hannah Sinja ; -
Literaturhinweis
Unterbeschäftigung in Zeiten von Arbeitskräfteengpässen (2026)
Zitatform
Beckmannshagen, Mattis & Annika Sperling (2026): Unterbeschäftigung in Zeiten von Arbeitskräfteengpässen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 79, H. 3, S. 248-255. DOI:10.5771/0342-300x-2026-3-248
Abstract
"Die durch die demografische Entwicklung zunehmend auftretenden Arbeitskräfteengpässe beherrschen derzeit viele arbeitsmarktpolitische Debatten. Daten des Sozio-oekonomischen Panels zufolge ist analog zu wachsenden Arbeitskräfteengpässen die Unterbeschäftigung in Deutschland – also der Anteil der Beschäftigten, die sich eine Ausweitung ihrer Arbeitszeit wünschen – seit 2010 zurückgegangen. Unabhängig vom Zeittrend sind Mütter besonders häufig von Unterbeschäftigung betroffen, was darauf hindeutet, dass ein Zusammenhang zwischen der Ausübung von Care-Arbeit im Haushalt und der Nicht-Realisation der Arbeitszeitwünsche besteht. Flexible Arbeitszeiten oder die Option, aus dem Homeoffice zu arbeiten, können potenziell dazu beitragen, Betreuungsverpflichtungen und Erwerbsarbeit miteinander in Einklang zu bringen. Der vorliegende Beitrag zeigt, dass die Option des flexiblen Arbeitens Müttern zwar häufiger zur Verfügung steht als kinderlosen Frauen, aber seltener als Vätern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Why Do Americans No Longer Work So Much More Than Non-Americans? (2026)
Zitatform
Birinci, Serdar, Loukas Karabarbounis & Kurt See (2026): Why Do Americans No Longer Work So Much More Than Non-Americans? (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 21343), London, 54 S.
Abstract
"In the 1990s, Americans used to work much more than non-Americans. Nowadays, about half of the gap in hours worked has reversed. To evaluate the convergence of working hours, we develop a tractable model of labor supply enriched with multiple sources of heterogeneity across individuals, an extensive margin of participation, multi-member households, and an elaborate system of taxes and benefits upon non-employment. Using detailed measurements from microlevel and aggregate datasets, we identify model parameters and sources of heterogeneity across individuals for various countries. We run a horse race between competing explanations and find that U.S. hours per person declined after 2000 owing mainly to the rise of government health benefits provided to the non-employed. Non-U.S. countries have generous benefits for the nonemployed, but this generosity has not changed as much over time as in the United States, and public health coverage does not depend on employment status or income levels. For these countries, the rise of labor supply is generally accounted for by a mix of factors, such as the rise of wages and the falling disutility of work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Vereinbarung von Erwerbstätigkeit und Care für ältere Angehörige - die betriebliche Ebene: Fünf Fallstudien aus Österreich (2026)
Zitatform
Dötig, Charlotte, Karl Krajic & Thomas Geisen (2026): Vereinbarung von Erwerbstätigkeit und Care für ältere Angehörige - die betriebliche Ebene. Fünf Fallstudien aus Österreich. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 35, H. 1, S. 57-86. DOI:10.1515/arbeit-2026-0004
Abstract
"Viele Menschen im erwerbsfähigen Alter sind in Care-Aufgaben für ältere Personen involviert. Die Vereinbarung von Erwerbstätigkeit und informeller Care-Tätigkeit ist oft mit erheblichen Belastungen verbunden, sodass viele betroffene Personen ihre Erwerbstätigkeit reduzieren oder aufgeben. Bisher wurde nur in wenigen Studien untersucht, wie die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Care effektiv und nachhaltig gestaltet werden kann und welche Rolle die betriebliche Ebene dabei spielt. Das Projekt COMBECA setzt an dieser Forschungslücke an und untersucht Praktiken der Vereinbarung auf betrieblicher Ebene in Österreich. Die hier dargestellten Ergebnisse einer systematisch vergleichenden Analyse der Vereinbarungspraktiken in fünf Betriebsfallstudien in Österreich wurden in Orientierung an der Grounded-Theory-Methode erarbeitet. Sie zeigen, dass der Entlastungs- bzw. Unterstützungsbedarf in den untersuchten Betrieben in der Regel individuell beurteilt und mit situationsangepassten Lösungen bearbeitet wird, die auch gut an die formalen Strukturen der Betriebe angeschlossen sind. Zentral ist dabei die Anpassung der zeitlichen Erwartungen der Berufsrollen, die je nach betrieblichem Kontext durch örtliche, personelle und sachliche Anpassungen ergänzt bzw. ermöglicht werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Why and How Workers Choose Less Work for Less Money: A Mixed‐Methods Study on a Working Time Reduction Scheme in Germany (2026)
Zitatform
Guimarães, Thiago, Miklós Antal & Benedikt Lehmann (2026): Why and How Workers Choose Less Work for Less Money: A Mixed‐Methods Study on a Working Time Reduction Scheme in Germany. In: Industrial relations journal, Jg. 57, H. 2, S. 127-139. DOI:10.1111/irj.70018
Abstract
"This study examines workers' motives for joining or rejecting a voluntary 28-h work-time reduction scheme in Germany. Using a mixed-methods design that combines semi-structured interviews and a survey of eligible employees, we analyse how personal, financial, and professional considerations shape decisions about shorter hours. Two main motivational categories emerge: a desire for greater work-life balance, and concerns about income loss and career impact. Findings highlight how uncertainty affects perceived opportunities and risks differently: even without clear time-use plans shorter hours can be chosen to increase autonomy, but they are rejected confidently to avoid professional or financial risks. This underlines the value of qualitative research with open-ended questions and the potential strategic relevance of latent desires to reduce hours among workers who are currently reluctant to consider such options." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitszeit, Produktivität, KI - wie Deutschland sein Arbeitskräfteangebot stabilisieren kann: Teil des Zeitgesprächs "Arbeitszeit im Wandel - Wie sich Wohlstand trotz sinkenden Arbeitskräfteangebots sichern lässt" (2026)
Hammermann, Andrea; Stettes, Oliver;Zitatform
Hammermann, Andrea & Oliver Stettes (2026): Arbeitszeit, Produktivität, KI - wie Deutschland sein Arbeitskräfteangebot stabilisieren kann. Teil des Zeitgesprächs "Arbeitszeit im Wandel - Wie sich Wohlstand trotz sinkenden Arbeitskräfteangebots sichern lässt". In: Wirtschaftsdienst, Jg. 106, H. 4, S. 248-252. DOI:10.2478/wd-2026-0064
Abstract
"Längere Arbeitszeiten können einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Arbeitskräfteangebots leisten, während Investitionen in technologischen und organisatorischen Fortschritt notwendig sind, um die Arbeitsproduktivität zu steigern. Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag der Frage nach, wie sich das Arbeitskräfteangebot in Deutschland trotz des demografischen Wandels stabilisieren und der Wohlstand langfristig sichern lässt. Empirische Befunde legen nahe, dass KI und Humankapital in der Regel komplementär wirken und KIAnwendungen menschliche Arbeit eher ergänzen als ersetzen. Entscheidend für den Erhalt des Wohlstands ist somit, beide Hebel – Arbeitszeitund Produktivität – gemeinsam zu nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeiten, wann und wo du willst? Feldexperimentelle Evidenz zur postpandemischen Akzeptanz flexibler Arbeitsformen (2026)
Zitatform
Harsch, Corinna, Marcel Knobloch & Lena Hipp (2026): Arbeiten, wann und wo du willst? Feldexperimentelle Evidenz zur postpandemischen Akzeptanz flexibler Arbeitsformen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 79, H. 1, S. 13-22. DOI:10.5771/0342-300x-2026-1-13
Abstract
"Die im Lockdown während der Covid-19-Pandemie etablierten Regelungen zum Homeoffice boten vielen Beschäftigten eine Flexibilität, auf die sie auch nach Ende der Pandemie nicht verzichten wollten. Doch wie ist es um die Akzeptanz von flexiblen Arbeitsformen aufseiten der Unternehmen bestellt? Erfahren Bewerber*innen, die gerne im Homeoffice arbeiten möchten oder nach flexiblen Arbeitszeiten fragen, Nachteile in Bewerbungsfahren? Und unterscheiden sich diese Nachteile möglicherweise nach Branchen und Berufen? Wir beantworten diese Fragen mithilfe eines Feldexperiments, welches wir in unterschiedlichen Berufen und Branchen durchgeführt haben: Hierfür haben wir über 15 000 vergleichbare Initiativbewerbungen an Unternehmen in ganz Deutschland versandt, die sich darin unterschieden, ob der Wunsch nach einer flexiblen Arbeitsform (flexible Arbeitszeit oder Homeoffice) geäußert wurde oder nicht. Die Ergebnisse zeigen, dass Bewerber*innen, die sich flexible Arbeitszeiten oder Arbeit im Homeoffice wünschen, seltener eine positive Rückmeldung erhalten. Obwohl die Unterschiede zwischen Branchen insgesamt relativ gering sind, ist die Akzeptanz von Homeoffice im männerdominierten produzierenden Gewerbe besonders niedrig. Demgegenüber erfahren Bewerber*innen, die sich flexible Arbeitsformen wünschen, in Branchen und Berufen mit akutem Fachkräftemangel keine Nachteile im Erstkontakt mit dem Unternehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Remote work versus part-time employment: a new work-family balance? (2026)
Zitatform
Jansen, Thea & Marina De Angelis (2026): Remote work versus part-time employment: a new work-family balance? In: Eurasian economic review, S. 1-26. DOI:10.1007/s40822-026-00378-7
Abstract
"This paper examines whether remote work can reduce reliance on part-time employment—a work arrangement predominantly used by women to balance work and family responsibilities but often associated with lower earnings, limited career prospects, and reduced pension benefits. Focusing on Italy, where female under-employment is particularly high, we investigate whether the flexibility offered by remote and hybrid work can serve as a substitute for part-time employment, enabling some necessity-driven part-time workers to transition to full-time contracts. Using a difference-in-differences framework and weighted logistic regression, we analyze panel and cross-sectional data from the National Institute for Public Policies Analysis (INAPP)’s Participation, Labor, and Unemployment Survey (PLUS) for the 2018–2021 period. Our findings show that remote work significantly reduces the probability of working part-time in the following year, with women showing the highest increase in the likelihood of having a full-time contract. Our findings underscore the potential of remote work to promote gender equality, higher earnings, and improved pension contributions by enabling longer working hours among necessity-driven part-time workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Do people get used to working long hours? (2026)
Zitatform
Krekel, Christian, Tim Kremser & Georgios Melios (2026): Do people get used to working long hours? In: Social Science & Medicine. DOI:10.1016/j.socscimed.2026.119482
Abstract
"Overemployment – working more hours than desired – affects nearly one-third of Europeanworkers, yet its consequences remain understudied. Using data from the German Socio-Economic Panel (SOEP, 1984-2019, N = 43,570) and individual fixed-effects models with leads and lags, we examine whether overemployment is associated with a deterioration in wellbeing and health, and whether potential adverse impacts persist as long as the overemployment state continues or whether people get used to working long hours. We find that overemployment is associated with a substantial decline in mental health, with impacts that intensify rather than attenuate over time. Specifically, the SF-12 mental health summary scale declines by 0.44 points in the first year of overemployment, deepening to between 0.80 and 1.13 points (8–11% of a standard deviation) thereafter. We obtain similar results for work, leisure time, health, and overall life satisfaction. Meanwhile, the association between overemployment and physical health is smaller and less consistent. Our findings suggest that overemployment may lead to an increased risk of persistent symptoms of poor mental health and low wellbeing, with implications for working time regulations and workplace wellbeing and health policies." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 Elsevier) ((en))
-
Literaturhinweis
Schedule control and work hours: the role of gender and flexibility stigma across European countries (2026)
Zitatform
Leshchenko, Olga (2026): Schedule control and work hours: the role of gender and flexibility stigma across European countries. In: Community, work & family, S. 1-25. DOI:10.1080/13668803.2026.2624781
Abstract
"Flexible working arrangements, including control over one's schedule, aim to enhance workers’ well-being and work-life balance. However, flexible working can be perceived negatively or stigmatized in some contexts, undermining the potential benefits of flexible work use. This study investigates how flexible working time relates to weekly work hours across European countries, considering variations in flexibility stigma, gender, and parental status. Drawing on data from the European Social Survey 2021 and Eurobarometer Flash Survey on Work-Life Balance 2018, multilevel modeling with cross-level interactions reveals several key patterns. At the individual level, there is a gendered compensation mechanism: men work more hours when having schedule control, while women's hours are similar across working time arrangements. Mothers consistently work fewer hours, with a more substantial gap between mothers and non-mothers among those with schedule control. No such gap exists for men. At the contextual level, higher flexibility stigma is linked to longer work hours only for men with schedule control, suggesting that men may overcompensate for negative perceptions by working more time. These findings support the flexibility paradox: rather than optimizing work hours, flexible arrangements may intensify work demands, particularly for men. This tendency can exacerbate gender disparities in the workplace." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Working longer, feeling worse? How job quality shapes the mental health toll of delayed retirement (2026)
Zitatform
Lugova, Alexandra, Michele Belloni, Bérangère Legendre & Jeremy Tanguy (2026): Working longer, feeling worse? How job quality shapes the mental health toll of delayed retirement. In: Labour Economics, Jg. 100. DOI:10.1016/j.labeco.2026.102871
Abstract
"This paper examines the impact of delayed retirement, induced by pension reforms, on late-career mental health, focusing on working conditions. While studies have analysed aspects of job quality – such as high-strain roles and automation risk – none have considered the full range of job characteristics shaping workers’ experiences. We address this gap by analysing six key dimensions of job quality: skills and discretion, working time quality, physical environment, social environment, work intensity, and career prospects. To mitigate endogeneity concerns in self-reported mental health measures, we incorporate occupation-level data on working conditions from external sources. Our analysis leverages pension reforms enacted between 2011 and 2015 in 14 European countries, integrating data from the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe with job quality measures from the European Working Conditions Survey. Using a staggered difference-in-differences design, we estimate the causal impact of extended work horizons on depression while accounting for cross-country differences in labour markets and pension systems. Our findings confirm that delaying retirement negatively affects older workers’ mental health, especially in the case of larger increases in the retirement age. However, the magnitude of this impact varies depending on job quality. Workers in unsupportive social environments, precarious jobs with limited career prospects, or roles with low autonomy exhibit the largest increases in depression. In contrast, individuals in high quality jobs, particularly those with supportive workplaces, experience milder negative effects or even benefits. To prevent pension reforms from harming workers’ well-being, they should be complemented by labour market policies that promote sustainable working conditions, job adaptability, and lifelong learning." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 The Authors. Published by Elsevier B.V.) ((en))
-
Literaturhinweis
Mehr Zeit oder mehr Geld?: Nutzungsmuster tariflicher Wahloptionen und betriebliche Rahmenbedingungen (2026)
Zitatform
Mellies, Alexandra, Anja Abendroth, Florian Zimmermann, Kevin Ruf & Yvonne Lott (2026): Mehr Zeit oder mehr Geld? Nutzungsmuster tariflicher Wahloptionen und betriebliche Rahmenbedingungen. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 94), Düsseldorf, 24 S.
Abstract
"Beschäftigte brauchen Arbeitszeitsouveränität, um Arbeit mit familiären bzw. privaten Verpflichtungen und Aktivitäten vereinbaren zu können. Tarifliche Wahloptionen geben Beschäftigten mehr Zeit für diese Aktivitäten, allen voran Zeit für Hobbies, soziale Kontakte und Selbstfürsorge. Die Studie macht deutlich, dass tarifliche Regelungen die Nutzung von Arbeitszeitarrangements zu legitimieren scheinen und bestehende Hürden, die typischerweise bei der Nutzung der klassischen Teilzeit im Betrieb bestehen (Klenner/Lott, 2016), reduzieren. Selbst Männer, die von einer Arbeitszeitverkürzung aufgrund dieser Hürden meist absehen (Lott/Klenner 2018), entscheiden sich im Rahmen der tariflichen Wahloptionen häufig für mehr Zeit statt Geld. Dies unterstreicht die Bedeutung tarifvertraglicher Regelungen. Tarifliche Wahloptionen können insbesondere dort einen wichtigen Beitrag leisten, wo aufgrund der Arbeitsorganisation und -bedingungen nur wenige oder keine anderen Flexibilisierungsmaßnahmen (z. B. Gleitzeit und Homeoffice) zur Verfügung stehen. Die Wahloptionen können in solchen Fällen ein Weg sein, bestehende Unterschiede in den Möglichkeiten für mehr Zeitsouveränität innerhalb der Belegschaften zumindest teilweise auszugleichen. Dadurch stärken sie die Arbeitssouveränität dieser Beschäftigtengruppe. Die tariflichen Wahloptionen sind damit ein wichtiges Instrument, um mehr Zeitgerechtigkeit im Arbeitsleben zu erreichen. Umso wichtiger ist es daher, dass die Bundesregierung die Tarifbindung stärkt und damit zu einer Verbreitung der tariflichen Wahloptionen beiträgt. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass bereits unter den heutigen Arbeitsbedingungen ein erheblicher Bedarf an zusätzlicher Zeit besteht – und zwar nicht nur für familiäre Verpflichtungen, sondern vor allem für Hobbys, soziale Kontakte und Selbstfürsorge. Diese Bereiche sind eng mit der physischen und psychischen Gesundheit verknüpft. Angesichts steigender Fehlzeiten vor allem aufgrund psychischer Erkrankungen (DAK 2025) und wachsender Krankenkassenbeiträge, die auch darauf zurückgehen, dass Prävention bislang kaum gefördert wird, können tarifliche Wahloptionen einen wichtigen präventiven Beitrag leisten. Es ermöglicht Beschäftigten, Belastungen frühzeitig zu reduzieren und damit Risiken wie Erschöpfung oder Burnout vorzubeugen. Für die Politik ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Zeitpolitik ist Vereinbarkeits- und Gesundheitspolitik und keine Lifestyle-Entscheidung der Beschäftigten. Modelle, die Beschäftigten Zeitsouveränität eröffnen, sollten daher gezielt ausgebaut und weiterentwickelt werden. Die Tarifvertragsparteien sind hier bereits vorangegangen; nun ist der Gesetzgeber gefordert, diese Ansätze rechtlich abzusichern und für alle Beschäftigten zugänglich zu machen. Entsprechende Vorschläge wie das Wahlarbeitszeitgesetz des Deutschen Juristinnenbundes oder das Optionszeitenmodell liegen vor. Anstatt also auf eine Verlängerung der Erwerbsarbeitszeiten und eine Ausweitung des Direktionsrecht des Arbeitgebers durch die Abschaffung der täglichen Arbeitszeitgrenze zu setzen oder gar das Recht auf Teilzeit einzuschränken, wie es aktuell der Wirtschaftsflügel der CDU fordert und damit die Risiken für Vereinbarkeit, Gesundheit und sozialen Zusammenhalt zu verschärfen, ist es an der Zeit, für echte Zeitsouveränität zu sorgen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Swiss men are (not) transitioning to part-time work: the role of ideal worker and male breadwinner norms in occupational contexts (2026)
Zitatform
Müller, Jan & Youngjoo Cha (2026): Swiss men are (not) transitioning to part-time work: the role of ideal worker and male breadwinner norms in occupational contexts. In: Community, work & family, S. 1-24. DOI:10.1080/13668803.2026.2694378
Abstract
"While Swiss men are increasingly transitioning to part-time employment, many remain working full-time despite wanting to shift to part-time work. This study investigates whether two occupation-specific cultural norms – the ideal worker and male breadwinner – influence Swiss men's preferences for and voluntary transitions to part-time work. We created a unique dataset by linking individual records from the 2004–2020 Swiss Labour Force Survey (SLFS) to longitudinal occupational data derived from the SLFS, the Swiss Household Panel, and the job advertisements text data from Swiss Job Market Monitor. We found that in each year, 11.4% of men working full-time developed a preference for part-time work; however, only 9.4% of those with this preference made the transition. Men in occupations emphasizing devotion to work and male breadwinner norms were less likely to develop a part-time preference or switch to part-time employment, while those in occupations more supportive of a work –life balance were more likely to do so. Our findings suggest that men's preferences for and transition to part-time work are shaped by ideal worker and male breadwinner norms and that shifts in these norms could increase voluntary movement toward part-time employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Educational attainment, gender, and the change in access to schedule flexibility in Europe and the United States (2026)
Zitatform
Paek, Eunjeong (2026): Educational attainment, gender, and the change in access to schedule flexibility in Europe and the United States. In: Social science research, Jg. 135. DOI:10.1016/j.ssresearch.2026.103309
Abstract
"In this study, I examine whether workers’ access to employee-driven schedule flexibility increased from 1997 to 2015 and how trends in access vary across 11 European countries and the United States. Building on studies of stratification and gender, I decompose trends in schedule flexibility into compositional and coefficient changes associated with educational attainment and gender. Findings show that the cross-national disparity in access to schedule flexibility increased from 1997 to 2015 because access to schedule flexibility grew most in countries already reporting higher access in 1997. The increase in the share of highly educated male workers is a key source of the growth of access to schedule flexibility in Denmark, Norway, Germany, and Sweden. This study helps us understand various trends in schedule flexibility and the implications of changing labor force composition for the uneven diffusion of family-friendly workplace practices." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 Elsevier Inc. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünsche von Männern (und Frauen) - Anhaltspunkte zu Potenzialen für die Gleichstellung (2026)
Rengers, Martina; Körner, Thomas;Zitatform
Rengers, Martina & Thomas Körner (2026): Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünsche von Männern (und Frauen) - Anhaltspunkte zu Potenzialen für die Gleichstellung. In: Wirtschaft und Statistik, Jg. 78, H. 1, S. 68-86.
Abstract
"Auf dem Arbeitsmarkt bestehen Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die in zahlreichen Aspekten zulasten von Frauen gehen: Indikatoren wie der Gender Pay Gap, der Gender Earnings Gap, der Gender Employment Gap oder der Gender Pension Gap weisen etwa darauf hin, dass Verdienste zuungunsten von Frauen ungleich verteilt sind. Dass Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt auch Männer bei der Verwirklichung ihrer Lebensentwürfe behindern können, wird jedoch selten thematisiert. Aus diesem Grund untersucht der Beitrag, wie sich die Arbeitszeiten von Männern und Frauen unterscheiden und welche Präferenzen und Wünsche Männer und Väter in Befragungen hinsichtlich ihrer Arbeitszeit angeben." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden)
-
Literaturhinweis
Nonstandard work schedules and work-life balance in dual-earner households: The role of parenthood (2026)
Zitatform
Resendez, Sarahi, Jianghong Li & Matthias Pollmann-Schult (2026): Nonstandard work schedules and work-life balance in dual-earner households: The role of parenthood. In: Journal of Family Research, Jg. 38, S. 1-22. DOI:10.20377/jfr-1259
Abstract
"Objective: This study examines whether nonstandard work schedules (NSWS) improve or hinder work-life balance (WLB) for parents and non-parents in dual-earner households. Background: Previous research shows that NSWS can negatively affect workers' well-being. However, less is known about whether and to what extent these effects differ between parents and childless individuals. Method: Using data from the first wave of the German Family Demography Panel Study (FReDA), linear regression models are applied to assess whether the effect of NSWS on WLB is influenced by family circumstances. Results: Parenthood is generally associated with lower WLB. However, the negative association between NSWS and WLB is more pronounced among childless workers. Notably, mothers of young children (ages 0-5), as well as fathers of school-aged children (ages 6-12) working NSWS report higher WLB than their childless counterparts. Conclusion: Parents with NSWS in dual-earner households do not necessarily experience lower WLB than childless workers. In some cases, NSWS may even help parents better reconcile work and family responsibilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Job exposures, employer characteristics, and risk of reduced work capacity: a 10-year cohort study of Norwegian workers (2026)
Zitatform
Ulstein, Julie, Cedric Andersen Lyngroth & Åsmund Hermansen (2026): Job exposures, employer characteristics, and risk of reduced work capacity: a 10-year cohort study of Norwegian workers. In: International Archives of Occupational and Environmental Health, Jg. 99, H. 1. DOI:10.1007/s00420-025-02195-y
Abstract
"This study investigates the impact of biomechanical and psychosocial job exposures on risk of reduced work capacity in a complete cohort of Norwegian workers, and examines whether this impact varies by employer sector, size, and organizational policies. Using high-quality Norwegian registry data, we followed a cohort of workers from age 40 over a ten-year period. Biomechanical and psychosocial job exposures were estimated using two validated job exposure matrices. Individuals with a prior history of reduced work capacity were excluded to limit confounding. Using Cox proportional hazard models, we assessed the association between levels of job exposure and risk of reduced work capacity, including moderation analyses by employer characteristics. Both biomechanical and psychosocial job exposures were significantly associated with reduced work capacity, particularly among the top 60% of exposed workers. While employer size and organizational policies somewhat moderated this impact, their influence was inconsistent. Notably, policies aimed at retaining workers with reduced capacity did not appear to mitigate the impact of the job exposures, while there was no variation in impact according to employer sector. Biomechanical and psychosocial job exposures are associated with an increased risk of reduced work capacity, with some variation in impact according to employer characteristics. These results indicate the importance of exposure-reducing interventions in the workplace, especially in occupations with high levels of biomechanical and psychosocial exposures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study (2026)
Zitatform
Xue, Baowen, Heejung Chung, Ran Gu & Anne McMunn (2026): Does the 'right to request' flexible work policy influence men’s and women’s uptake of flexible working and well-being: findings from the UK Household Longitudinal Study. In: Journal of Epidemiology and Community Health, Jg. 80, H. 1, S. 17-24. DOI:10.1136/jech-2025-224166
Abstract
"Background: The ‘right to request’ flexible working policy has been gradually extended and, by 2014, extended to cover all workers with at least 26 weeks of continuous employment. The impact of these policy changes is unclear. This research aims to assess the effects of the 2014 policy reform on the uptake of flexible working and its impact on health and well-being, focusing on gender differences. Methods: Data were drawn from waves 2, 4, 6, 8 and 10 of the UK Household Longitudinal Study (2010–2020). We employed a doubly robust difference-in-differences method to estimate the average treatment effects on the treated of the 2014 policy reform. This analysis examined the effects on the uptake of flexible working, mental and physical health, and satisfaction with life, job and leisure. Findings: The 2014 policy reform increased women’s uptake of reduced hours work arrangements, with the effect growing stronger over time. However, no increase in uptake was observed among men. No strong effects were found for flexitime or teleworking arrangements for either men or women. Additionally, the policy reform resulted in a reduction in psychological distress and improved life satisfaction among women. Conclusions: The reduction in women’s psychological distress and improved life satisfaction might be partly explained by the increased women’s uptake of reduced hours arrangements, which may have enabled women to better meet their family care demands. However, even the gender-neutral policies on flexible working may inadvertently exacerbate gender inequalities in labour force participation by pushing women more into part-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Arbeitszeitpolitik
- Arbeitszeitentwicklung
- Arbeitszeit aus Sicht der Beschäftigten
-
Arbeitszeitgestaltung
- gleitende Arbeitszeit
- Vertrauensarbeitszeit
- Arbeitszeitkonten
- Schichtmodelle, Wochenendarbeit
- Langzeiturlaub, Blockfreizeit
- Arbeit auf Abruf, KAPOVAZ
- Bereitschaftsdienst
- Job Sharing, Teilzeit, Altersteilzeit
- Telearbeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung, Elternzeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
- Alter
- Geschlecht
- geografischer Bezug
