Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
Zurück zur Übersicht- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Methoden und Daten
-
Arbeitsmarktentwicklung
- Arbeitsmarktentwicklung insgesamt
- Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsvolumen
- Arbeitskräftebedarf, offene Stellen
- Arbeitskräftemangel
- Freisetzungen, Arbeitsplatzabbau
- Erwerbsbeteiligung, Erwerbsverhalten
- Arbeitskräftemobilität
- Stille Reserve
- Arbeitslosigkeit
- Lohn und Einkommen
- Berufsausbildung/Ausbildungsstellenmarkt
- Arbeitsmarktprognose
- Qualifikationsniveau
- Wirtschaftszweige
- Personengruppen
- Regionale Vergleiche
- Bundesländer
- Siedlungsstruktur
-
IAB-Projekt
Struktur und Entwicklung der Pendlerbewegungen in der Lausitz (01.01.2025 - 30.12.2025)
Seibert, Holger; Weyh, Antje; Kuhn, Sarah;Projektbeschreibung
Der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel stellen für die Lausitz eine große Herausforderung dar. Zusätzlich hat der Strukturwandel in Folge des Kohleausstiegs enorme Auswirkungen auf die Region. Im Jahr 2024 verließen etwas mehr als 102.000 Beschäftigte mit Wohnort in der Lausitz die Region auf dem Weg zu einer Arbeitsstätte außerhalb der Lausitz. Diese Personengruppe könnte als potenzielle Fachkräfteressource für die Lausitz angesehen werden. Um eine Entscheidung für oder gegen das Pendeln zu treffen, zählt aber schlussendlich der jeweilige Gesamtnutzen – Entgelt ist dabei zwar eine wichtige, aber nicht die einzige Komponente. Pendeln kann negative Auswirkungen auf das subjektive Wohlbefinden haben, wobei Entfernung und Zeitaufwand entscheidende Faktoren sind. Das Rückgewinnungspotenzial dürfte daher bei denjenigen Auspendler*innen am größten sein, die längere Strecken zu ihrem Arbeitsort außerhalb der Lausitz zurücklegen und dabei in einem Beruf arbeiten, in dem sie im Schnitt in der Lausitz mit einem ähnlichen oder nur geringfügig geringeren Gehalt rechnen können. Der vorliegende Bericht zeigt daher klare Grenzen für eine Rückgewinnung auf: Auspendler*innen verdienen im Schnitt besser als Beschäftigte mit Wohn- und Arbeitsort in der Lausitz. Sollen Auspendler*innen daher als Arbeitskräfte für die Region zurückgewonnen werden, ist es wichtig, dass es in der Lausitz entsprechende Jobs mit einem vergleichbaren Gehalt gibt. Zusätzlich müssen weitere Maßnahmen unternommen werden, um Arbeits- und Fachkräfteengpässen in der Lausitz entgegenzuwirken, die aufgrund des demografischen Wandels sowohl speziell in der Lausitz als auch generell in Sachsen und Brandenburg über die Jahre stetig zugenommen haben. Hierzu gehört beispielsweise das gezielte Anwerben von Fachkräften aus dem Ausland oder die attraktive Gestaltung der Region für junge Menschen, damit diese der Lausitz als Beschäftigte erhalten bleiben.
Beteiligte aus dem IAB
Carstensen, Jeanette; Seibert, Holger; Weyh, Antje; Kuhn, Sarah; Sujata, Uwe; -
IAB-Projekt
Arbeitsmarkt Sachsen-Anhalt-Thüringen (30.11.2024 - 30.12.2030)
Fuchs, Michaela; Kropp, Per; Theuer, Stefan; Fritzsche, Birgit;Projektbeschreibung
Inhalt dieses Projektes sind beratungsorientierte Vorträge und Beratungsleistungen für die Arbeitsmarktakteure in Sachsen-Anhalt und Thüringen.
-
IAB-Projekt
Regionale Lohnunterschiede innerhalb von Unternehmen (30.09.2024 - 30.12.2026)
Roth, Duncan; Diegmann, André;Projektbeschreibung
In diesem Projekt wird untersucht, inwiefern der Lohn einer Person von deren Arbeitsort abhängt. Hierfür werden Informationen von Unternehmen verwendet, die über verschiedene Betriebsstätten verfügen, die sich wiederum in unterschiedlichen Regionen befinden. Für diese Unternehmen wird untersucht, ob die Lohnhöhe sich zwischen den Betrieben für ansonsten vergleichbare Personen unterscheidet.
-
IAB-Projekt
Beitrag ausgewählter Komponenten zur Sicherung des regionalen Arbeitsangebots (17.09.2024 - 30.12.2026)
Weyh, Antje; Fuchs, Michaela;Projektbeschreibung
Es soll der Beitrag verschiedener Komponenten des Arbeitsangebots zur Arbeitskräftesicherung in den einzelnen Regionen analysiert werden.
-
IAB-Projekt
Junge Menschen ohne Berufsausbildung als Fachkräftepotenzial (31.08.2024 - 30.03.2025)
Wydra-Somaggio, Gabriele; Schorr, Niklas;Projektbeschreibung
Eine beträchtliche Zahl an jungen Menschen verlässt die Schule ohne Schulabschluss und schafft es auch später kaum eine duale Berufsausbildung oder einen andere berufsqualifizierenden Abschluss zu erlangen. Zwar schafft es ein Teil eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen. Die Frage bleibt aber bestehen, ob sie es schaffen noch einen Berufsabschluss zu erlangen oder ob sie dem Arbeitsmarkt als unqualifizierte Arbeitskraft erhalten bleiben.
-
IAB-Projekt
Übergänge in Beschäftigung aus regionaler Perspektive in Zeiten der Transformation (30.06.2024 - 30.12.2027)
Haas, Anette;Projektbeschreibung
Die Regionen in Deutschland sind aufgrund ihrer Branchenstruktur höchst unterschiedlich von der ökologischen und digitalen Transformation betroffen. Dies ist in Teilen auch mit einer räumlichen Reorganisation verbunden, die sich auf die Beschäftigung auswirkt. Welche Regionen können aufgrund ihrer Spezialisierung die Chancen des Transformationsdrucks nutzen? Gibt es regionale Zusammenhänge, die sich auf dem Transformationspfad als vorteilhaft erweisen? Welche regionalen Charakteristika begünstigen job to job Übergänge innerhalb einer Arbeitsmarktregion? Welche Regionen können eigene Potenziale nutzen, Regionen verlieren Beschäftigung an benachbarte Regionen?
-
IAB-Projekt
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten (VALA 2025) (29.02.2024 - 30.12.2029)
Niebuhr, Annekatrin; Fuchs, Stefan;Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht in vergleichender Perspektive die regionale Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland. Theoretische Basis sind u. a. Ansätze des regionalen Strukturwandels und der Neuen Ökonomischen Geografie. Das Ziel der Analyse ist es, die Faktoren zu identifizieren, die hinter den erheblichen Disparitäten in der Beschäftigungsentwicklung zwischen Kreisen, Bundesländern oder siedlungsstrukturellen Kategorien stehen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Beschäftigungseffekte von demografischen Entwicklungstendenzen und des regionalen Strukturwandels gelegt. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projekts Beschäftigungseffekte des Lohnniveaus, der Qualifikations- und Firmengrößenstruktur sowie des regionalen Branchen-Mix und sogenannte Standorteffekte ermittelt, d. h. Beschäftigungseffekte die sich auf Kreise bzw. Bundesländer und siedlungsstrukturelle Gruppen beziehen und nicht über die anderen Variablen des Modells erklärt werden. Die Analyse erfolgt (unter Verwendung von Daten aus der Beschäftigtenstatistik) auf der Kreis- und, Bundeslandebene sowie für funktionale Arbeitsmärkte. Der verwendete ökonometrische Ansatz (Shift-Share-Regression) ermöglicht es, die unterschiedlichen Effekte im Rahmen eines umfassenden zweistufigen Regressionsmodells zu schätzen. Die Ergebnisse sollen zum tieferen Verständnis regionaler Disparitäten beitragen und der Regionalpolitik sowie der regionalen Arbeitsmarktpolitik Handlungsansätze liefern, um die Beschäftigungsentwicklung zu fördern.
Beteiligte aus dem IAB
Hell, Stefan; Rossen, Anja; Sieglen, Georg; Wapler, Rüdiger; Baumann, Doris; Rudolph, Meike Angelika; Stöckmann, Andrea; Niebuhr, Annekatrin; Fuchs, Stefan; -
IAB-Projekt
Pendler in Sachsen-Anhalt und Thüringen (31.01.2024 - 29.06.2025)
Fuchs, Michaela;Projektbeschreibung
Es werden die Struktur und Entwicklung der Pendlerverflechtungen Sachsen-Anhalts und Thüringens analysiert.
Beteiligte aus dem IAB
Fuchs, Michaela; Fritzsche, Birgit; Sujata, Uwe; Carl, Birgit; Jahn, Daniel; Stöckmann, Andrea; -
IAB-Projekt
Labeled unemployed: Wie nachbarschaftliche Arbeitslosigkeit das individuelle Stigmabewusstsein Arbeitsloser beeinflusst (31.12.2023 - 30.12.2028)
Ostermann, Kerstin;Projektbeschreibung
Die Literatur zeigt, dass das Gefühl der Stigmatisierung zu psychologischen und arbeitsmarktbezogenen Hindernissen führt. Im Gegensatz dazu gibt es weniger Forschung über den räumlichen und sozialen Kontext, in dem das Stigma-Bewusstsein entsteht und sich verstärkt. In diesem Artikel untersuchen wir die Nachbarschaft als Mechanismus zur Erklärung des Stigma-Bewusstseins bei Arbeitslosen. Wir stützen uns auf den Labeling-Ansatz und Modelle der sozialen Ansteckung, um Hypothesen über die Wirkung informeller gesellschaftlicher Kontrolle und den Umfang der Beschäftigungsnorm abzuleiten. Wir testen diese Hypothesen, indem wir umfangreiche Umfragedaten (PASS) mit hochgradig zuverlässigen georeferenzierten administrativen 1x1km-Rasterzellendaten zur Arbeitslosigkeit in der Nachbarschaft kombinieren. Lineare Mehrebenenmodelle zeigen keine signifikante Korrelation zwischen der Arbeitslosigkeit in der Nachbarschaft und dem Stigma-Bewusstsein des Einzelnen. Die Modellierung der Beziehung mit quadratischen Termen zeigt jedoch einen Kipppunkt: Die Arbeitslosigkeit in der Nachbarschaft wirkt sich positiv auf das Stigma-Bewusstsein des Einzelnen aus, wenn eine Arbeitslosenquote von 30 % überschritten wird. Darüber hinaus zeigt sich ein erhöhtes Stigma-Bewusstsein nur bei zunehmender Anwesenheit von Arbeitslosigkeit in der Nachbarschaft aber nicht bei einer höheren Zahl von Arbeitslosengeldempfänger:innen. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung lokaler sozialer Normen und wie diese die Wahrnehmung der Individuen prägen.
Beteiligte aus dem IAB
Ostermann, Kerstin; -
IAB-Projekt
Entwicklung am Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg (12.10.2023 - 29.06.2024)
Seibert, Holger;Projektbeschreibung
Der Bericht untersucht die Entwicklung am Ausbildungsmarkt Berlin-Brandenburg im Zeitraum zwischen 2009 und 2023. In dieser Zeit hat sich die Lage für die Ausbildungssuchenden in beiden Ländern entspannt, ist trotzdem in Berlin angespannter als in Brandenburg. Im Beobachtungszeitraum nimmt zugleich der Mismatch zwischen Bewerber:innen und angebotenen Ausbildungsstellen immer stärker zu. Zudem befinden sich unter den Bewerber:innen immer mehr Jugendliche mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die bei der Lehrstellensuche häufiger erfolglos bleiben.
-
IAB-Projekt
Beschäftigungssituation in den Berufen der Kinderbetreuung und -erziehung in Niedersachsen (31.08.2023 - 30.12.2024)
Wrobel, Martin;Projektbeschreibung
Die Kinderbetreuung ist aus mehrfacher Hinsicht ein sehr wichtiger Bereich der Gesellschaft: hier werden bspw. durch die frühkindliche Bildung Grundsteine für das weitere Leben gelegt. Darüber hinaus hat der Umfang institutioneller Betreuungsangebote eine hohe Bedeutung für die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit und damit auch auf das verfügbare Arbeits- und Fachkräftepotenzial der Wirtschaft. Die Studie gibt einen Überblick über die aktuelle Beschäftigungssituation in den Berufen der Kinderbetreuung und deren Entwicklung seit 2013 in Niedersachsen/Bremen. Daran anschließend wird anhand von Analysen zur Verweildauer, zur Verbleibsdauer und zur Erwerbsbiographie untersucht, welcher Zusammenhang sich zwischen ausgewählten Merkmalen und der Verweildauer im Beruf ergibt und wie sich der Erwerbsverlauf von Personen, die eine erste Beschäftigung in den Berufen der Kinderbetreuung zwischen den Jahren 2000 – 2010 aufgenommen haben, entwickelte. Abschließend werden Analysen zum altersbedingten Ersatzbedarf präsentiert.
-
IAB-Projekt
Zuarbeiten zum Gleichwertigkeitsbericht der Bundesregierung (22.06.2023 - 30.07.2024)
Fuchs, Michaela; Weyh, Antje; Seibert, Holger;Projektbeschreibung
Der Koalitionsvertrag für die Legislaturperiode 2021-2025 enthält die Vorgabe für die Bundesregierung, einen Gleichwertigkeitsbericht vorzulegen, der zukünftig periodisch erscheinen und die Fortschritte bezüglich gleichwertiger Lebensverhältnisse transparent machen soll. Für den Bericht werden ausgewählte regionale Disparitäten auf dem Arbeitsmarkt identifiziert und aufbereitet.
Beteiligte aus dem IAB
Fuchs, Michaela; Weyh, Antje; Seibert, Holger; Fritzsche, Birgit; Rossen, Anja; -
IAB-Projekt
Regionale Muster von Fachkräfteengpässen und deren Ursachen (31.03.2023 - 30.12.2026)
Buch, Tanja; Rudolph, Meike Angelika; Fuchs, Michaela; Sieglen, Georg;Projektbeschreibung
Unternehmen fällt es zunehmend schwerer, freie Arbeitsplätze zu besetzen. Gerade in vielen ländlichen Regionen geht das Arbeitskräfteangebot zurück. Daher untersuchen wir das regionale Ausmaß von Fachkräfteengpässen mit besonderem Fokus auf der Situation in ländlichen Räumen. Die demografische Alterung in Deutschland führt in der Tendenz zu einem Rückgang des Arbeitskräfteangebotes. In Verbindung mit einer Nettoabwanderung von insbesondere jungen Arbeitskräften verzeichneten viele ländliche Regionen, gerade jene in Ostdeutschland, in den letzten Jahrzehnten eine zum Teil stark rückläufige Erwerbspersonenzahl. Einerseits war dies mit entlastenden Effekten am Arbeitsmarkt verbunden, die sich im Rückgang von Arbeitslosenquoten widerspiegelten. Andererseits deuten andere Indikatoren darauf hin, dass es für Unternehmen schwerer geworden ist, freie Stellen mit Arbeitskräften zu besetzen, deren Qualifikationen und Fähigkeiten gut zu den jeweiligen Bedarfen passen. Modellrechnungen legen nahe, dass diese Schwierigkeiten künftig noch zunehmen könnten. Die demografische Alterung in Deutschland führt in der Tendenz zu einem Rückgang des Arbeitskräfteangebotes. In Verbindung mit einer Nettoabwanderung von insbesondere jungen Arbeitskräften verzeichneten viele ländliche Regionen, gerade jene in Ostdeutschland, in den letzten Jahrzehnten eine zum Teil stark rückläufige Erwerbspersonenzahl. Einerseits war dies mit entlastenden Effekten am Arbeitsmarkt verbunden, die sich im Rückgang von Arbeitslosenquoten widerspiegelten. Andererseits deuten andere Indikatoren darauf hin, dass es für Unternehmen schwerer geworden ist, freie Stellen mit Arbeitskräften zu besetzen, deren Qualifikationen und Fähigkeiten gut zu den jeweiligen Bedarfen passen. Modellrechnungen legen nahe, dass diese Schwierigkeiten künftig noch zunehmen könnten. Vor diesem Hintergrund interessiert uns, inwiefern Unternehmen in ländlichen Regionen im Vergleich zu jenen in Ballungsräumen derzeit mit Fachkräfteengpässen konfrontiert sind und in welchem Umfang das Ausmaß auch innerhalb der ländlichen Räume variiert. Außerdem möchten wir verstehen, ob etwaige systematische Unterschiede in der Betroffenheit einerseits mit der Berufsstruktur ländlicher Räume zusammenhängen, zum Beispiel mit einem regional relativ hohen Anteil von Handwerksberufen, einem Arbeitsmarktsegment, in dem es deutschlandweit besonders viele offene Stellen pro Arbeitsuchenden gibt. Andererseits stellen wir uns die Frage, ob sich die Fachkräftesituation in ländlichen Räumen unabhängig von der regionalen wirtschaftlichen Spezialisierung anders darstellt als in den Agglomerationsräumen und welche Rolle weitere strukturelle Unterschiede zwischen den Regionen dabei spielen.
Beteiligte aus dem IAB
Buch, Tanja; Rudolph, Meike Angelika; Niebuhr, Annekatrin; Stöckmann, Andrea; Fuchs, Michaela; Sieglen, Georg; -
IAB-Projekt
Regionale Muster beruflicher Segregation (28.02.2023 - 30.12.2025)
Fuchs, Michaela; Rossen, Anja; Weyh, Antje;Projektbeschreibung
Analysen, die sich mit der Berufswahl von Frauen und Männern befassen, haben bislang nur die nationale Ebene in den Fokus genommen. Dieses Projekt zielt darauf ab, die großen geschlechtsspezifischen Unterschiede in den Berufen auf der regionalen Ebene zu analysieren und Gründe für die regionale Varianz zu benennen.
-
IAB-Projekt
Verändern sich die Pendlermuster? (20.02.2023 - 30.12.2023)
Haas, Anette;Projektbeschreibung
Seit Beginn der Corona Pandemie hat das Arbeiten von Zuhause stark an Akzeptanz und an Bedeutung gewonnen (Grunau/Haas 2021; Bellmann et al. 2021). Dies hat weitreichende Implikationen für das berufliche Pendeln und damit für die räumliche Struktur des Arbeitsmarktes (Irlacher/Koch 2021). Mo-biles Arbeiten reduziert die Notwendigkeit der täglichen Anwesenheit im Betrieb und senkt somit die Kosten der Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsort (in Form von monetären Kosten, Stressbelas-tung und den Opportunitätskosten der Reisezeit). Erste Untersuchungen anhand der IAB-Prozessdaten aus dem Jahr 2021 zeigen, dass die mittlere Distanz zwischen Wohn- und Betriebsort bei Jobanfängern im Vergleich zu den Jahren vor 2020 tatsächlich zugenommen hat.Die mögliche Zunahme der Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsort erhöht einerseits den Nutzen von Individuen und ermöglicht es ihnen in der mittleren Frist, die Wahl von Job und Wohnung noch besser an ihren Präferenzen und Kompetenzen auszurichten. Zusätzlich hat dieses Thema auch eine gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Wenn Jobsuchende und Betriebe jeweils ihren Suchradius vergrö-ßern, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine vakante Stelle besetzt wird und im Mittel auch die Qualität des resultierenden Matches (Dauth et al. 2022). In den letzten Jahren gab es eine Vielzahl an Studien über die neue Praxis des Arbeitens von zuhause.
-
IAB-Projekt
Beschäftigungsdynamik, Branchenwechsel und Fachkräftebedarf im Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg (31.01.2023 - 30.12.2023)
Seibert, Holger;Projektbeschreibung
Das Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie) ist eine Branche, in der die Personalfluktuation schon vor der Corona-Pandemie deutlich höher lag als in anderen Branchen. Während der Corona-Krise brach insbesondere die Zahl der Zugänge in Beschäftigung massiv ein. Auffällig ist, dass in der Gruppe der Minijobber der coronabedingte Beschäftigungsrückgang deutlich höher ausfällt als bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und dies insbesondere in der Gastronomie. Weiter können wir zeigen, dass nach dem Ende der Corona-Krise in der Gastronomie deutlich mehr Hilfskräfte beschäftigt sind als noch vor der Pandemie. Vor allem qualifizierte Kräfte haben demnach im Lockdown die Branche verlassen. Nun fällt es den Betrieben zunehmend schwer Fachkräfte zu akquirieren und setzen vermehrt auf an- und ungelernte Mitarbeitende. Neben dem Verbleibsstatus der Beschäftigten im Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg untersuchen wir die Branchenwechsel differenziert nach den gewählten Ausweichbranchen. Die Wechselquoten der Beschäftigten sind bereits vor der Pandemie in der Gastronomie höher ausgefallen als in der Beherbergung. In Berlin sind in der Corona-Krise in der Gastronomie nur noch zwei Drittel der Beschäftigten in ihrer Branche verblieben. Gleichzeitig hat sich der Anteil an Personen, die nicht mehr beschäftigt sind, erhöht. In der Beherbergung ist die Dynamik der Wechsel geringer. In Brandenburg fallen dagegen die Abgänge von Beschäftigten in der Gastronomie während der Corona-Krise trotz höherer saisonaler Schwankungen deutlich schwächer aus. In der Beherbergung zeigen sich in der Corona-Krise sogar kaum Branchenwechsel. Als pandemiebedingte Ausweichbranchen für ehemalige Beschäftigte aus der Beherbergung und der Gastronomie erweisen sich insbesondere der Einzelhandel und mit einigem Abstand auch Post- und Kurierdienste, Gebäudebetreuung, Sozialwesen (ohne Heime) und das Gesundheitswesen. Nach der Pandemie setzte sowohl in Berlin als auch in Brandenburg eine Normalisierung ein. Die Wechselquoten in der Beherbergung und in der Gastronomie fielen sogar geringer aus als vor der Corona-Krise.
-
IAB-Projekt
Junge Menschen ohne Berufsausbildung. Welches Fachkräftepotenzial verbirgt sich in dieser Gruppe? (31.01.2023 - 26.07.2023)
Hamann, Silke;Projektbeschreibung
In Baden-Württemberg haben zwischen 2013 und 2021 mehr als 236.000 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen, ohne über eine abgeschlossene Berufsausbildung zu verfügen. Ausbildungslosigkeit kann sich für die jungen Menschen langfristig negativ bezüglich ihrer Arbeitsmarktbiografien auswirken und ist darüber hinaus auch angesichts dessen, dass in Baden-Württemberg Fachkräfte besonders knapp sind, überaus problematisch. Unter den jungen Menschen ohne Abschluss finden sich relativ viele ausländische Beschäftigte und Hauptschüler*innen. Zu den am häufigsten gewählten Berufen der männlichen Ungelernten gehören Verkehr- und Logistikberufe, Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe, die Metallberufe und die Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe. Für die weiblichen Ungelernten stehen Verkaufsberufe an oberster Stelle, gefolgt von den Sekretariatsberufen und den Verkehr- und Logistikberufen. Die Zeitarbeitsbranche nimmt ebenfalls zunächst viele formal nicht Qualifizierte beiderlei Geschlechts auf. Von den 136.000 Personen, die zwischen 2013 und 2017 ohne berufliche Qualifizierung eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung begonnen haben, bleiben rund 50.000 auch langfristig ohne beruflichen Abschluss. Dies geht einher mit einer geringeren Beschäftigungsstabilität, einem niedrigeren Einkommen und selteneren beruflichen Aufstiegen verglichen mit denjenigen, die noch formale Qualifikationen erwerben. Das Risiko dauerhafter Ausbildungslosigkeit ist für zwei Typen von Erwerbsverläufen besonders kennzeichnend: für die nach Schulabschluss direkt erfolgte Einmündung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und in deren Verbleib sowie für die heterogenen Arbeitsmarktbiografien. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass auf längere Orientierungsphasen relativ selten Zeiten in Ausbildung folgen, sondern vielmehr deutlich häufiger Arbeitslosigkeit zu beobachten ist.
-
IAB-Projekt
Umfangreiche Analysen zum Agenturbezirk München (31.07.2022 - 30.05.2023)
Eigenhüller, Lutz; Böhme, Stefan; Rossen, Anja;Projektbeschreibung
In diesem Projekt werden verschiedene Aspekte des Arbeitsmarktes München beleuchtet: Pendelverflechtungen, Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, Mismatch zwischen Arbeitslosen und Beschäftigten, berufliche Mobilität, Automobilindustrie.
-
IAB-Projekt
Ausbildungsgarantie: Ein Vorschlag zur Identifikation einer regionalen Unterversorgung an Ausbildungsplätzen (31.07.2022 - 30.03.2024)
Seibert, Holger;Projektbeschreibung
Im Rahmen der Vorbereitungen eines Konzepts zur Ausgestaltung der im Koalitionsvertrag beschlossenen Ausbildungsgarantie, werden ausgewählte Indikatoren vorgestellt, die helfen sollen, Regionen (hier Agenturbezirke) mit einer „erheblichen Unterversorgung“ an Ausbildungsplätzen zu identifizieren.
Beteiligte aus dem IAB
Fitzenberger PhD, Bernd; Fuchs, Stefan; Carstensen, Jeanette; Seibert, Holger; Wiethölter, Doris; -
IAB-Projekt
Erwerbsverläufe von Erstauszubildenden in Sachsen (31.05.2022 - 29.06.2027)
Kindt, Anna-Maria; Weyh, Antje; Sujata, Uwe;Projektbeschreibung
Das Projekt nimmt die Erwerbsverläufe von Erstauszubildenden der Ausbildungsjahrgänge 2000 und 2010 in Sachsen in den Blick. Mit Hilfe der Sequenzmusteranalyse, der Clusteranalyse und der Survival Analysis werden typische Verlaufs- und Mobilitätsmuster identifiziert und beschrieben. Die Mobilität wird dabei auf beruflicher, betrieblicher und geografischer Ebene betrachtet Erstauszubildende der Kohorte 2010 haben bessere Chancen auf einen stabilen Erwerbsverlauf als diejenigen der Kohorte 2000. Individuelle Merkmale wie das Geschlecht, das Alter, die Staatsangehörigkeit und der gewählte Beruf, aber auch Merkmale des Ausbildungsbetriebes sowie die Ausbildungsregion beeinflussen den Erwerbsverlauf und die Mobilität in den betrachteten zehn Jahren nach Ausbildungsbeginn erheblich.
-
IAB-Projekt
Lieferengpässe: Auswirkungen auf Betriebe und den Arbeitsmarkt (31.12.2021 - 30.12.2023)
Kleifgen, Eva; Stepanok, Ignat; Stegmaier, Jens; Roth, Duncan; Moritz, Michael; Kagerl, Christian; Weber, Enzo;Projektbeschreibung
Zugang zu den notwendigen Vorleistungen und Zwischenprodukten ist für die Produktivität von Betrieben von großer Bedeutung. Deswegen hatten Lieferengpässe während der Covid-19-Pandemie negative Auswirkungen auf Betriebe in Deutschland. Viele haben ihre Produktion und Lagerbestände reduziert, nach neuen Lieferanten gesucht, oder auch Personalmaßnahmen ergriffen. Der Krieg in der Ukraine hat die Lieferengpässe weiter verschärft und dadurch die Betriebe zusätzlich belastet. Wir nutzen die Daten der IAB-Betriebsbefragung „Betriebe in der Covid-19-Krise“ (IAB-Projekt 3902), die seit August 2020 in ungefähr dreiwöchigem Abstand durchgeführt wird und repräsentativ für alle Betriebe in Deutschland mit mindestens einer sozialversicherungspflichtigen Person ist. Private Haushalte, extraterritoriale Organisationen und der öffentliche Dienst sind nicht Teil der Befragung.
Beteiligte aus dem IAB
Kleifgen, Eva; Stepanok, Ignat; Stegmaier, Jens; Roth, Duncan; Moritz, Michael; Kagerl, Christian; Weber, Enzo; -
IAB-Projekt
Stand und Entwicklung der regionalen Alterserwerbstätigkeit (04.10.2021 - 30.12.2025)
Hirschenauer, Franziska;Projektbeschreibung
Die regionale Arbeitsmarktintegration der Älteren wird vor dem Hintergrund arbeits- und rentenrechtlicher Regelungen, individueller Faktoren und regionalwirtschaftlicher Rahmenbedingungen untersucht. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem regionalen kohortenbezogenen durchschnittlichen Erwerbsaustrittsalter der älteren Männer und Frauen. Dieses wird für die 400 Kreise und kreisfreien Städte auf Basis der Integrierten Erwerbsbiografien des IAB berechnet. Neben der räumlichen Differenzierung werden dabei weitere Differenzierungen vorgenommen, insbesondere in qualifikatorischer, beruflicher und sektoraler Hinsicht.
-
IAB-Projekt
Strukturwandel in Baden-Württemberg (20.01.2021 - 10.05.2023)
Wapler, Rüdiger;Projektbeschreibung
In den letzten Jahren prägten zunächst die Auswirkungen der Corona-Pandemie und seit 2022 auch die Folgen des Kriegs in der Ukraine (bspw. die damit einhergehenden Folgen für die Energieversorgung und Kosten in Deutschland) den Blick auf den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig steht der Arbeitsmarkt seit längerem unter dem Einfluss verschiedener Dimensionen des Strukturwandels. Da die dahinterstehenden Veränderungen aber oftmals nur zu langsamen Veränderungen führen, geraten sie teilweise aus dem Blickfeld, wenn wichtige tagesaktuelle Themen prominent sind. In diesem Bericht werden zwei Indikatoren zur Messung des Strukturwandels auf Ebene von Berufen sowie dem Anforderungsniveau gebildet. Demnach hat sich der Strukturwandel in der Vergangenheit stärker vollzogen, als es für die Zukunft erwartet wird. Auf der regionalen Ebene fiel der Strukturwandel zwischen 1999–2019 demnach in den ostdeutschen Bundesländern stärker als in Westdeutschland aus. In Baden-Württemberg war der Wandel geringer ausgeprägt als im Durchschnitt Deutschlands und Westdeutschlands. Ein wichtiger Aspekt des Strukturwandels findet aber auch innerhalb eines Berufs statt. Beispielsweise kommen neue Tätigkeiten oft mit einem höheren Anforderungsniveau hinzu. Diese Art von Wandel gestaltet sich in Baden-Württemberg überdurchschnittlich stark. Dabei zeigt sich, dass im Beobachtungszeitraum die Beschäftigungsanteile auf der Ebene der Fachkräfte zurück gingen, während sowohl niedrigere als auch höhere Anforderungsniveaus an Bedeutung gewannen. Während aber für die Zukunft erwartet wird, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften, die auf Helferniveau beschäftigt sind, zurückgeht, wird die Nachfrage nach Spezialist*innen und Expert*innen voraussichtlich weiter steigen.
-
IAB-Projekt
Arbeitsmarktkonzentration und Beschäftigungsqualität in OECD-Ländern (31.12.2020 - 30.12.2027)
Popp, Martin; Oberfichtner, Michael;Projektbeschreibung
In dem Projekt wird das Ausmaß der Arbeitsmarktkonzentration nach Berufen und Arbeitsmarktregionen in Deutschland im einem Vergleich mehrerer OECD-Länder dokumentiert. Anschließend wird der Einfluss der Arbeitsmarktkonzentration auf die Qualität der Beschäftigung, insbesondere Löhnen, untersucht. Die Analyse basiert auf den Daten der Beschäftigtenhistorik (BeH).
Beteiligte aus dem IAB
Popp, Martin; Oberfichtner, Michael; Fitzenberger PhD, Bernd; Möller, Joachim; -
IAB-Projekt
Occupational specific wage curves: Evidence from Germany (31.12.2020 - 29.06.2022)
Jost, Oskar;Projektbeschreibung
Germany will suffer a sharp workforce decline resulting from demographic change in the near future. To avoid negative consequences related to this decline, an annual influx of 400,000 migrants is required. Yet, it is not clear how an adverse economic shock would differentially affect labour-market conditions for natives and these new migrants. This paper analyses how migrant and native wages respond to changes in occupational unemployment rates by developing an augmented occupational wage curve. We use an extensive dataset covering 10 percent of all German employees, which we expand with administrative firm data and regional characteristics, providing the most comprehensive examination of regional wage curves that we are aware of. Our results indicate that changes in a region’s unemployed/employed ratio within an occupation produces similar wage responses for native Germans and new immigrants. However, the composition of the unemployed differs across the two groups in terms of long-term unemployment and educational attainment.
-
IAB-Projekt
GridAB: Displacement and Gentrification (14.10.2020 - 30.12.2021)
Bähr, Sebastian; Ostermann, Kerstin; Körner, Konstantin;Projektbeschreibung
Die wirtschaftliche und sozioökonomische Forschung hat sich der Dokumentation und Analyse der sich verändernden gesellschaftlichen Muster der letzten Jahrzehnte gewidmet. Aufgrund der zunehmenden regionalen Mobilität verändern sich die Nachbarschaften, insbesondere in Ballungsräumen, rasant.
Verdrängungsprozesse geben daher besonderen Anlass zur Sorge. Mit Hilfe von u.a. geokodierten deutschen administrativen Arbeitsmarktdaten analysieren wir diese Prozesse. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Einkommenssegregation, der Verdrängung durch regionale Mobilität und der Mietentwicklung.
Durch die Untersuchung von Mobilitätsmustern von Individuen können Veränderungen in Nachbarschaften analysiert und Gentrifizierung durch Verdrängung verfolgt werden. Durch die Auswertung von Mietentwicklungen können die Folgen dieser Prozesse gemessen werden. -
IAB-Projekt
Displacement and long-term effects on commuting behavior of workers in Germany: A linked employer-employee analysis (31.08.2020 - 30.12.2025)
Jost, Oskar; Seibert, Holger;Projektbeschreibung
In this study we investigate the mobility behavior of displaced males and females regarding the main spatial mobility determinant: commuting. Using comprehensive geo-referenced administrative employee and firm data enables us to calculate the exact commuting distance and time between workers’ residence and workplace location. Our results show that displaced workers not only suffer substantial wage losses, but also high increases in the distance and time over which people commute. In addition, we show a recovering of both wages and commuting distance: the wage effect decreases from 16.5 percent directly after the displacement to 8.8 percent 10 years after and the effect on the commuting distance decreases from 20.8 percent to 3.6 percent ten years after displacement. Further, by discussing the long-term commuting adjustment as well as considering differences between urban and rural areas, we provide valuable insights into regional dynamics.
-
IAB-Projekt
Stratified Scars: Soziale Ungleichheit in den Arbeitsmarktkonsequenzen von Ausbildungsabbrüchen (14.07.2020 - 29.06.2025)
Ostermann, Kerstin; Patzina, Alexander;Projektbeschreibung
Obwohl bekannt ist, dass Ausbildungsabbrüche mit schlechteren Arbeitsmarktergebnissen verbunden ist, ist weniger klar, ob der Schulabbruch eine kausale Wirkung auf die Einkommensentwicklung hat und ob die Folgen des Abbruchs nach sozialer Herkunft differieren. Unter Verwendung georeferenzierter administrativer Daten aus Deutschland und eines konditionalen Instrumentalvariablenansatzes, der die Entfernungen zwischen Wohnorten und Großunternehmen ausnutzt, stellen wir diesen kausalen Zusammenhang her und zeigen, dass sich die negativen Folgen eines Ausbildungsabbruchs nur für Personen aus benachteiligten Schichten manifestieren. Diese "stratified scars" entstehen sowohl durch ungleiche Häufigkeit nachgeholter Abschlüsse als auch durch ungleiche Arbeitsmarktergebnissen bei Schulabbrechern und -abbrecherinnen, die keinen Abschluss nachholen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Abbruchs-Präventionsmaßnahmen ein großes Potenzial zur Verringerung sozialer Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt haben. Darüber hinaus deutet unsere Studie darauf hin, dass die soziale Herkunft ein wichtiger Moderator in der Beziehung von schulischen Zertifikaten und Arbeit zu sein scheint.
-
IAB-Projekt
Die Analyse lokaler Arbeitsmärkte auf der Basis georeferenzierter Online-Stellenangebote (31.12.2019 - 30.12.2024)
Ostermann, Kerstin; Janser, Markus; Stops, Michael;Projektbeschreibung
In den letzten Jahren befasst sich die Arbeitsmarktforschung wieder vermehrt der Ermittlung von lokalen Arbeitsmarkteffekten auf individuelle Handlungsentscheidungen. Neuere Papiere aus Großbritannien oder Österreich lösen sich hierbei von den administrativen Grenzen und modellieren lokale Arbeitsmärkte zunehmend flexibler und auf Basis von beobachtbaren und unbeobachtbaren Charakteristika dieser. Ziel dieses Projekts ist es, die Auswirkungen von Veränderungen in lokalen Arbeitsmarktstrukturen genauer zu untersuchen, indem Arbeitsmärkte kleinräumig und mehrdimensional definiert werden. Wir verknüpfen hierzu georeferenzierte Online-Stellenausschreibungen der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und administrative Beschäftigtendaten. Auf Basis dieses einzigartigen und neuen Datensatzes ermitteln wir in einem ersten Schritt lokale Stellenerreichbarkeiten („Local Job Assessability“, LJA) und nutzen in einem zweiten Schritt exogene Schocks in einzelnen Dimensionen der LJA (wie z.B. den Ausbau von Nahverkehrsinfrastruktur), um den kausalen Effekt von Veränderungen in der LJA auf individuelle Arbeitsmarktoutcomes zu untersuchen. Die Forschungsergebnisse werden für die Politikberatung des IAB aufbereitet.
-
IAB-Projekt
Lohnungleichheit in ländlichen und städtischen Kreisen (26.06.2019 - 12.12.2019)
Popp, Martin;Projektbeschreibung
In politischen Debatten um Verteilungsgerechtigkeit steht oft die Lohnungleichheit auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene im Vordergrund. Neue Auswertungen mit IAB-Daten zeigen, dass Lohnentgelte nicht nur zwischen Regionen, sondern auch innerhalb von Regionen erheblich variieren können. Urbane Regionen weisen dabei im Durchschnitt eine höhere Lohnungleichheit auf als ländliche Gebiete, denn in den Ballungsräumen sind sowohl Akademiker als auch ausländische Beschäftigte überrepräsentiert.
Beteiligte aus dem IAB
Popp, Martin; -
IAB-Projekt
Struktur der Beschäftigten im Mitteldeutschen Braunkohlenrevier in den Bereichen Kohlenbergbau, Bergbaudienstleistungen und Elektrizitätserzeugung (02.12.2018 - 27.06.2019)
Kropp, Per; Weyh, Antje; Sujata, Uwe; Fritzsche, Birgit;Projektbeschreibung
Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Ausstiegs aus der Kohleverstromung steht das Mitteldeutschen Braunkohlerevier Deutschlands vor großen strukturellen Veränderungen. Wir untersuchen Wirkungen auf die regionale Beschäftigung vor dem Kontext der Verflechtung der Braunkohlenindustrie mit anderen, insbesondere energieintensiven Wirtschaftszweigen und der zu erwartenden demografischen Entwicklung in der Region.
-
IAB-Projekt
Welfare consequences of coal exit for coal workers and local spillover effects: new evidence from administrative micro data (31.08.2018 - 30.12.2022)
Janser, Markus;Projektbeschreibung
In dem Projekt werden die langfristigen Kosten des Beschäftigungsabbaus in der deutschen Kohleindustrie durch die Bearbeitung der folgenden drei Forschungsfragen analysiert: (1) Wie groß und anhaltend sind die Beschäftigungs- und Lohnverluste für die entlassenen ehemaligen Beschäftigten der Kohleindustrie? Diese direkten Kosten hängen sowohl von der Dauer der Arbeitslosigkeit als auch von langfristigen Einkommensveränderungen ab, die mit der sektoralen und regionalen Reallokation verbunden sind. (2) Wie haben sich lokale Wirtschaftsräume an den Beschäftigungsabbau in der Kohleindustrie angepasst und haben sie unter Übertragungseffekten im Sinne von indirekten Arbeitsplatzverlusten gelitten? (3) Wie haben sich ehemalige Beschäftigte der Kohleindustrie an die strukturellen Veränderungen im Hinblick auf berufliche und geografische Mobilität angepasst?
Beteiligte aus dem IAB
Janser, Markus; -
IAB-Projekt
Segregation und regionale Mobilität - Analyse mit feinräumigen Geodaten (22.04.2018 - 30.12.2022)
Bähr, Sebastian; Haller, Peter; Blien, Uwe; Eppelsheimer, Johann;Projektbeschreibung
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer guten Verfassung im Hinblick auf eine wachsende Wirtschaft, sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Löhne. Im Gegensatz dazu steigt der Anteil der Deutschen, die glauben, dass sich die Gesellschaft verschlechtert. Dies ist auf die verstärkte Zuwanderung zurückzuführen, aber auch auf den Eindruck, dass die Ungleichheit und Segregation in Deutschland zunimmt, die Hauspreise explodieren und es mehr sogenannte "No-Go-Areas" in den Städten gibt. Die individuelle Wahl des Wohnortes verstärkt die soziale Segregation. In Deutschland hat eine solche Trennung nach ethnischer Herkunft, Klasse oder Qualifikationsniveau zu politischen Bedenken geführt, da sie ein Katalysator für soziale Ungleichheit ist. Ein Indikator für eine verstärkte Segregation ist eine entkoppelte Entwicklung der Hauspreise innerhalb und zwischen den Städten. Das Ziel dieses Projektes ist es, Mobilitätsentscheidungen von Arbeitnehmern zu analysieren und wie diese zu einer beschleunigten sozialen Segregation beitragen können. Eine umfassende Analyse der Entwicklung der Segregation innerhalb und zwischen Städten bildet hierfür den Ausgangspunkt.
-
IAB-Projekt
Die räumliche Mobilität von Arbeitskräften im Erwerbsverlauf - Analysen für ländliche Räume in Deutschland (28.02.2018 - 29.09.2021)
Niebuhr, Annekatrin;Projektbeschreibung
In Deutschland sind seit langem ausgeprägte Unterschiede in den regionalen Arbeitsmarktbedingungen zu beobachten. Vor allem die Entwicklungsdynamik vieler ländlicher Gebiete fällt unterdurchschnittlich aus. Die Mobilität von Arbeitskräften ist für die Veränderung der regionalen Disparitäten und damit den Entwicklungsrückstand von ländlichen Gebieten von zentraler Bedeutung. Das Projekt soll neue Erkenntnisse über die Faktoren liefern, die sich auf die interregionale Arbeitskräftewanderung auswirken. Insbesondere ist bislang kaum erforscht, wie sich das Wanderungsverhalten im Zuge der Erwerbsbiografie verändert. Der Fokus liegt auf der Mobilität von Arbeitskräften aus ländlichen Räumen im Verlauf ihrer Erwerbsbiografie und den aktuellen Wanderungsbilanzen der ländlichen Regionen. Da der Umfang des Wanderungsgeschehens in Deutschland auch in ländlichen Regionen erheblich größer ist, als dies aus den zumeist berichteten Wanderungssalden erkennbar wird, sollen neben der Nettomigration auch die Zu- und Abwanderungsströme der Regionen betrachtet werden. Die mit dem Wanderungsergebnis verbundene Heterogenität ländlicher Räume wird differenziert nach verschiedenen Personenmerkmalen wie dem Alter und dem Bildungsniveau analysiert, um Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie sich das regionale Arbeitsangebot und Humankapital durch die Binnenwanderung verändert. Zudem wird der Zusammenhang zwischen den Wanderungsbilanzen der Regionen und regionalen Charakteristika untersucht. Insbesondere soll dabei die Spezialisierung der regionalen Wirtschaft berücksichtigt werden. Die Analyse der individuellen Wanderungsentscheidung legt einen Schwerpunkt auf die Abwanderungswahrscheinlichkeit von Arbeitskräften aus ländlichen Räumen und ihre Rückkehrwahrscheinlichkeit. Daneben werden Wanderungsbewegungen zwischen verschiedenen Regionstypen untersucht. Dabei werden sowohl individuelle Merkmale der Personen wie auch Charakteristika der Regionen berücksichtigt und es wird analysiert wie sich die Bedeutung dieser Faktoren im Verlauf der Erwerbsbiografie verändert.
-
IAB-Projekt
Regionale Lohnunterschiede und Gender Pay Gap (31.12.2017 - 30.12.2025)
Weyh, Antje; Fuchs, Michaela; Rossen, Anja; Wydra-Somaggio, Gabriele;Projektbeschreibung
Zwischen den einzelnen Kreisen in Deutschland bestehen große Lohnunterschiede. Zudem variiert die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap) regional sehr stark. Diese Lohnunterschiede hängen dabei nicht nur von individuellen bzw. soziodemografischen Merkmalen ab, sondern auch von regionalspezifischen Faktoren. Bislang wurde die regional sehr ungleich verteilte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in der Forschung nur sehr rudimentär berücksichtigt. Dieses Projekt befasst sich daher explizit mit der räumlichen Heterogenität des Gender Pay Gaps und seinen Determinanten.
Beteiligte aus dem IAB
Weyh, Antje; Fuchs, Michaela; Rossen, Anja; Wydra-Somaggio, Gabriele; Fritzsche, Birgit; -
IAB-Projekt
Die kausalen Effekte von Rückkehrinitiativen auf die Rückkehrwahrscheinlichkeit in ländliche Regionen (31.12.2017 - 30.12.2024)
Rossen, Anja;Projektbeschreibung
Dieser Beitrag untersucht die Wirkung von Rückkehrinitiativen in ländlichen Regionen Deutschlands auf die interregionale Rückkehrmigration. Die Initiativen zielen darauf ab, die Rückkehrmigration zu steigern, indem sie unter anderem über lokale Beschäftigungsmöglichkeiten informieren und Rückkehrinteressierte persönlich unterstützen, um in der ehemaligen ländlichen Wohnregion einen Arbeitsplatz zu finden. Bei der Analyse administrativer Daten zu individuellen Arbeitsmarktbiografien mithilfe von Ereignisanalysen und Differenz-in-Differenzen-Schätzungen stellen wir fest, dass Rückkehrinitiativen im Durchschnitt die interregionale Rückkehrmigration fördern. Unter den betrachteten Arbeitnehmern ist die Rückkehrwahrscheinlichkeit vor allem bei denen in der Mitte und am oberen Ende der Lohnverteilung höher.
Beteiligte aus dem IAB
Rossen, Anja; -
IAB-Projekt
Entwicklungen an der Zweiten Schwelle Der Übergang von Auszubildenden in Sachsen in den Arbeitsmarkt (31.12.2016 - 30.01.2018)
Weyh, Antje;Projektbeschreibung
Der Beitrag analysiert den Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben in Sachsen. Dabei werden zwei Ausbildungskohorten (1994/1995 und 2011/2012) hinsichtlich ihrer Weiterbeschäftigung, ihres Wechselverhaltens und der Entgeltentwicklung an dieser sog. Zweiten Schwelle beobachtet. Dabei zeigt sich, dass knapp die Hälfte aller Auszubildenden der Ausbildungskohorte 2011/2012 im Anschluss an ihre Ausbildung weiter im Ausbildungsbetrieb beschäftigt ist. Mehr als ein Drittel wechselt den Betrieb. Rund 15 Prozent weisen eine Unterbrechung des Erwerbsverlaufes (z. B. durch Arbeitslosigkeit, Elternzeit, Erwerb eines höherqualifizierenden Abschlusses etc.) auf. In der Ausbildungskohorte 1994/1995 lag der Anteil derjenigen, die im Ausbildungsbetrieb weiterbeschäftigt waren, bei einem Drittel, etwa genauso viele wechselten den Betrieb und ein Drittel zeigte eine Unterbrechung des Erwerbsverlaufes. Damit spiegelt sich die in der jüngeren Vergangenheit und aktuell zu beobachtende stabile Arbeitsmarktlage auch an der Zweiten Schwelle wider.
Beteiligte aus dem IAB
Weyh, Antje; Sujata, Uwe; Wydra-Somaggio, Gabriele; Carstensen, Jeanette; Harten, Uwe; -
IAB-Projekt
Erwerbsverläufe von geringqualifizierten Leistungsempfängern in Nordrhein-Westfalen (31.05.2016 - 30.12.2019)
Roth, Duncan; Sieglen, Georg;Projektbeschreibung
Dieses Projekt befasst sich mit den Erwerbsverläufen von geringqualifizierten Leistungsempfängern in Nordrhein-Westfalen. In einem ersten Schritt sollen dabei mittels Sequenzmusteranalyse Gruppen von Personen identifiziert werden, deren Erwerbsverläufe ähnlich sind. In einem zweiten Schritt sollen Faktoren identifiziert werden, die die Zuordnung zu den verschiedenen Gruppen beeinflussen.
-
IAB-Projekt
The persistent effects of migration on regional growth (31.05.2016 - 29.06.2019)
Haller, Peter;Projektbeschreibung
In regionalökonomischen Theorien können temporäre Schocks, zum Beispiel in der Bevölkerungsgröße durch Zuwanderung, die räumlichen Gleichgewichte der Wirtschaft langfristig zu einem neuen Gleichgewicht verschieben oder zum alten stabilen Zustand zurückkehren. Empirische Ergebnisse (Brakman et al. (2004), Davis / Weinstein (2002)) belegen, dass die Wirtschaft nach einem solchen negativen exogenen Schock in die alte räumliche Verteilung zurückkehrt. Schumann (2014) zeigt hingegen einen persistenten Bevölkerungsunterschied innerhalb Baden-Württembergs zwischen der amerikanischen und französischen Besatzungszone. Die räumliche Diskontinuität ergibt sich durch die Einwanderung von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg in die US Zone, aber nicht in die französischen Teile. Auch 20 Jahre nach dem exogenen Schock unterscheidet sich die Bevölkerungszahl noch um 17,8 Prozent.
In diesem Projekt analysieren wir die daraus folgenden Auswirkungen des Schocks auf regionale Arbeitsmarktvariablen. So könnte dies zum Beispiel zu Unterschieden in der räumlichen Verteilung der Löhne, das Firmenwachstum oder das regionale Qualifikationsniveau haben. Aus den Ergebnissen lassen sich Rückschlüsse über die langfristigen Auswirkungen der Flüchtlingswelle des Herbst 2015 auf regionales Wachstum ziehen. -
IAB-Projekt
Rückwanderung von Erwerbspersonen (31.12.2015 - 30.10.2017)
Roth, Duncan; Weyh, Antje;Projektbeschreibung
In diesem Projekt sollen die Rückwanderungsmuster von Erwerbspersonen auf regionaler Ebene untersucht werden. Insbesondere sollen die folgenden Fragestellungen untersucht werden: welche Unterschiede gibt es zwischen Kreisen in Bezug auf das Ausmaß der Rückwanderung sowie auf deren Zusammensetzung nach Alter, Geschlecht und Qualifikationsniveau?
-
IAB-Projekt
Aktualisierung VALA (Vergleichende Analyse von Länder- und lokalen Arbeitsmärkten) (31.05.2015 - 30.03.2016)
Fuchs, Stefan; Schanne, Norbert; Blien, Uwe;Projektbeschreibung
Die lokalen Beschäftigungsentwicklung (Wachstumsraten) wird mit einer erweiterten Shift-Share-Regression in eine durch die Branchenstruktur und das Branchenwachstum bedingte (und mit verschiedenen anderen Faktoren wie z.B. Qualifikation oder Betriebsgrößenstruktur korrelierte) Komponente (proportional shift) und eine davon abweichende lokale Komponente (differential shift) zerlegt.
Als Maß für die Beschäftigungsentwicklung dient die Zahl der Vollzeitäquivalente des durchschnittlichen Beschäftigungsvolumens (sozialversicherungspflichtige Beschäftigungstage/Tage im Jahr) bzw. deren Wachstumsrate im Zeitraum von 1993 bis 2008 für die deutschen Kreise/kreisfreien Städte nach Gebietsstand vom 31.12.2009 ; die Branchengliederung baut im Wesentlichen auf den Doppelbuchstaben der WZ93/WZ03 auf.
-
IAB-Projekt
Beschäftigungs- und Arbeitslosigkeitsentwicklung in Hamburg (30.04.2015 - 30.10.2015)
Niebuhr, Annekatrin;Projektbeschreibung
Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit entwickeln sich derzeit nicht spiegelbildlich. Während die Beschäftigung in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen hat, stagniert die Zahl der Arbeitslosen in Hamburg insgesamt in den vergangenen zwei Jahren. Die aktuelle Entwicklung wirft eine Frage auf: Warum gelingt es trotz zunehmender Beschäftigung am Arbeitsort Hamburg in den letzten Jahren nicht mehr, den Bestand der Arbeitslosen, die in Hamburg wohnen, wie in den Jahren zuvor substanziell zu reduzieren? Warum hat sich die Entwicklung der Erwerbstätigkeit offenbar von der Entwicklung der Arbeitslosigkeit entkoppelt?
-
IAB-Projekt
Stabilität von funktionalen Arbeitsmarktregionen (28.02.2015 - 28.02.2016)
Kropp, Per;Projektbeschreibung
Vor dem Hintergrund gestiegener Pendlerzahlen und Pendelentfernungen in den letzten Jahren soll mit dieser Studie untersucht werden, inwieweit diese Entwicklung die Abgrenzung von Arbeitsmarktregionen beeinflusst. Basierend auf unserer Vorgängerstudie, in der wir ein neues Verfahren zur Abgrenzung von Arbeitsmarktregionen anhand von Pendlerverflechtungen vorgestellt haben, liegt der Schwerpunkt dieser Studie auf der zeitlichen Stabilität dieses Abgrenzungsverfahrens. Mit der Graphentheorie sollen für die Jahre 1993 bis 2014 die besten Abgrenzungsergebnisse für jedes Jahr identifiziert und anschließend miteinander verglichen werden. Dafür werden die Ergebnisse in drei Kategorien eingeteilt: In der Kategorie"Kernarbeitsmarkt" sind die Gemeinden in allen Jahren der gleichen Arbeitsmarktregion zugeordnet. Die Kategorie "Teilarbeitsmarkt" enthält Gemeinden, die in einigen Jahren eine Arbeitsmarktregion bilden, in anderen Jahren zu einer anderen Arbeitsmarktregion gehören. Der Kategorie "Überlappende Arbeitsmarktregionen" sind alle Gemeinden zugeordnet, die im Laufe der Zeit unterschiedliche Arbeitsmarktregionen bilden.
-
IAB-Projekt
Demographischer Wandel und regionale Arbeitsmärkte (31.12.2014 - 30.12.2017)
Bender, Stefan; Berge, Philipp; Heining, Jörg;Projektbeschreibung
In der öffentlichen Diskussion über den demographischen Wandel stehen überwiegend die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Sozialversicherungssysteme und die potenziellen Folgen eines Fachkräftemangels für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Vor-dergrund. Die regionale Perspektive wird dabei sowohl in der öffentlichen als auch in der wissenschaftlichen Diskussion häufig vernachlässigt, obwohl der demographische Wandel eine erhebliche regionale Heterogenität aufweist. Zwar existieren verschiedenste theoretische Überlegungen zu den Effekten des demographischen Wandels auf regionale Arbeitsmärkte sowie zu den potenziellen Anpassungsreaktionen der Arbeitskräfte und der Unternehmen. Die empirische Evidenz zu den regionalen Arbeitsmarkteffekten des demographischen Wandels bzw. den Anpassungsreaktionen ist jedoch – nicht zuletzt aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit geeigneter Daten – vergleichsweise rar und konzentriert sich überwiegend auf Fallbeispiele einzelner Regionen.
Auf Basis neu zur Verfügung stehender Datensätze, der georeferenzierten Mikrodaten FDZ sowie verschiedener georeferenzierter Datensätze (microm, Immobilienscout24) am FDZ Ruhr am RWI, die auf einer sehr kleinräumigen Ebene miteinander verbunden werden können, hat das For-schungsprojekt zum Ziel, die regionalen Arbeitsmarkteffekte des demographischen Wandels sowie die Anpassungsreaktionen der Arbeitnehmer und Unternehmen empirisch zu analysieren. Im Rahmen des Forschungsprojekts stehen neben einer umfangreichen deskriptiven Beschreibung der regionalen Heterogenität des demographischen Wandels folgende Fragen im Zentrum des In-teresses: (i) Wie beeinflusst der demographische Wandel das Verhalten von Individuen? Führt der demographische Wandel zu verstärkten Migrationsprozessen, insbesondere zu Wanderungen von Regionen, die vergleichsweise stark vom demographischen Wandel betroffen sind, hin zu vergleichsweise „jungen“ Regionen? (ii) Wie beeinflusst der demographische Wandel das Verhalten von Unternehmen? Tendieren Unternehmen dazu, Arbeitsplätze überwiegend in Regionen mit einem hohen Anteil junger Arbeitnehmer zu schaffen und verstärken somit die Folgen des demographischen Wandels? (iii) Verursacht der demographische Wandel Lohnanpassungsprozesse und eine Verschiebung der Einkommensverteilung hin zu einem Anstieg der relativen Löhne jüngerer Arbeitnehmer? Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes sind insbesondere für die Entwicklung adäquater Politikmaßnahmen zur Bekämpfung der Folgen des demographischen Wandels und ei-nes damit einhergehenden sinkenden und alternden Arbeitskräftepotenzials von besonderer Bedeutung.
-
IAB-Projekt
Polarisierung von regionalen Arbeitsmärkten (31.12.2013 - 30.12.2020)
Dauth, Wolfgang; Blien, Uwe;Projektbeschreibung
In den meisten Industrieländern ist die Beschäftigung vor allem am ober und unteren Rand der Lohnverteilung gewachsen während Bäeschöftigung in der Mitte stagniert oder sogar zurückgegangen ist. Dieser Prozess der Polarisierung ist für eine Reihe von Ländern dokumentiert. Es exisitiert jedoch keine Maßzahl, die einen quantitiativen Vergleich zwischen verschiedenen Arbeitsmäkrten erlaubt. Wir stellen einen neuen Ansatz vor, um das tatsächliche Ausmaß der Polarisierung zu messen. Als erste Anwendung vergleichen wir die Polarisierung zwischen Deutschen Arbeitsmarktregionen. Polarisierung ist fast ausschließlich auf Großstädtische Arbeitsmärkte beschränkt, wo die Mechanismen des qualifikationsverzerrten technologischen Fortschritts am ehesten wirken sollten.
-
IAB-Projekt
Regionale Mobilität in der Region Berlin-Brandenburg. Wanderungen und Pendeln seit der Jahrhundertwende (30.09.2013 - 29.06.2021)
Seibert, Holger;Projektbeschreibung
Die Region Berlin-Brandenburg war und ist durch regionale Mobilität in verschiedenste Richtungen gekennzeichnet. So wirkt die wirtschaftliche Attraktivität der Metropole anziehend auf Beschäftigte nicht nur aus dem Umland sondern aus der ganzen Republik. Zugleich finden Suburbanisierungsprozesse statt, die zu Wanderungen ins Umland führen. Seit der Jahrhundertwende war die Region zudem bis 2005 durch eine eher rezessive Entwicklung gekennzeichnet, während es gerade in den vergangenen Jahren einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung zu verzeichnen gibt. Zugleich haben bereits massive demografische Veränderungen stattgefunden, indem die jüngeren Alterskohorten auf dem Arbeitsmarkt massiv geschrumpft sind. Das Projekt analysiert vor dem Hintergund dieser wirtschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen die Entwicklung der regionalen Mobilität von Beschäftigten (Pendeln) ergänzt um die regionale Mobilität der Bevölkerung (Wanderungen).
-
IAB-Projekt
Strukturwandel und skill-relatedness in den Regionen Deutschlands (31.05.2013 - 29.06.2014)
Otto, Anne; Weyh, Antje;Projektbeschreibung
Das Projekt beinhaltet eine komparative Analyse der Kohärenz und der qualitativen Veränderung der Branchenkomposition im Zeitraum 1999 bis 2008 von drei ausgewählten ostdeutschen Regionen. Darüber hinaus wird eine Ursachenanalyse für die aufgedeckten Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Hinblick auf qualitative Änderungen des Branchenmix und den Strukturwandel in den drei Regionen durchegführt. Grundlage ist die Verwendung eines neuen Analyseinstrumentariums, das auf dem Konzept der skill-relatedness basiert. Dies wird auf die drei ausgewählten Regionen übertragen. Dieses Instrumentarium umfasst eine übergreifende Matrix der skill-Verbundenheit aller Branchen sowie von branchenspezifischen Indikatoren zu deren Einbettungsgrad in die Wirtschaft einer Region. Im Projekt werden diese Indikatoren auf Grundlage der Beschäftigtenhistorik (BeH) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit Hilfe von ökonometrischen Methoden berechnet. Für die komparative Analyse zwischen den Regionen werden deskriptive und qualitative Methoden eingesetzt.
-
IAB-Projekt
Analyse der Übergänge in Beschäftigung in der Region Schleswig-Holstein Süd-West (30.11.2012 - 30.03.2014)
Niebuhr, Annekatrin;Projektbeschreibung
Das Arbeitsmarktgeschehen ist durch die kontinuierliche Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine fortwährende Auflösung von Beschäftigungsverhältnissen gekennzeichnet. Die Analyse des auf dem Arbeitsmarkt ablaufenden „Matchings“ von Arbeitskräften und offenen Stellen liefert wichtige Erkenntnisse über die Arbeitsnachfrage, das Arbeitsangebot und mögliche Mismatchprobleme am Arbeitsmarkt. Eine detaillierte Untersuchung von Übergängen in Beschäftigung kann daher wertvolle Informationen für die Vermittlung von Arbeitslosen oder arbeitsuchenden Personen zur Verfügung stellen. Eine entsprechende Analyse sollte auf funktional abgegrenzte regionale Arbeitsmärkte abzielen, um regionalen Besonderheiten Rechnung zu tragen. Im Rahmen der Studie werden Übergänge aus Arbeitslosigkeit oder Arbeitssuche in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Zeitraum 2005-2011 für die Region Schleswig-Holstein Süd-West (Kreise Dithmarschen und Steinburg) analysiert. Neben der räumlichen Mobilität im Zuge der Stellenbesetzungsprozesse betrachten wir die Beschäftigungsaufnahmen differenziert nach Merkmalen der Erwerbspersonen (Geschlecht, Alter, Qualifikation, Art des Leistungsbezugs vor Beschäftigungsaufnahme). Eine Differenzierung erfolgt auch hinsichtlich der Art des aufgenommenen Beschäftigungsverhältnisses (Wirtschaftszweig, Tätigkeit). Ein besonderer Schwerpunkt wird hierbei auf die Qualität der Beschäftigung in Bezug auf die Dauer und die Bedarfsdeckung gelegt.
-
IAB-Projekt
Analyse der Übergänge in Beschäftigung in der Arbeitsmarktregion Lübeck (30.11.2012 - 30.03.2014)
Niebuhr, Annekatrin;Projektbeschreibung
Das Arbeitsmarktgeschehen ist durch die kontinuierliche Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine fortwährende Auflösung von Beschäftigungsverhältnissen gekennzeichnet. Die Analyse des auf dem Arbeitsmarkt ablaufenden „Matchings“ von Arbeitskräften und offenen Stellen liefert wichtige Erkenntnisse über die Arbeitsnachfrage, das Arbeitsangebot und mögliche Mismatchprobleme am Arbeitsmarkt. Eine detaillierte Untersuchung von Übergängen in Beschäftigung kann daher wertvolle Informationen für die Vermittlung von Arbeitslosen oder arbeitsuchenden Personen zur Verfügung stellen. Eine entsprechende Analyse sollte auf funktional abgegrenzte regionale Arbeitsmärkte abzielen, um regionalen Besonderheiten Rechnung zu tragen. Im Rahmen der Studie werden Übergänge aus Arbeitslosigkeit oder Arbeitssuche in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Zeitraum 2005-2011 für die Arbeitsmarktregion Lübeck (kreisfreie Stadt Lübeck, Kreis Ostholstein) analysiert. Neben der räumlichen Mobilität im Zuge der Stellenbesetzungsprozesse betrachten wir die Beschäftigungsaufnahmen differenziert nach Merkmalen der Erwerbspersonen (Geschlecht, Alter, Qualifikation, Art des Leistungsbezugs vor Beschäftigungsaufnahme). Eine Differenzierung erfolgt auch hinsichtlich der Art des aufgenommenen Beschäftigungsverhältnisses (Wirtschaftszweig, Tätigkeit). Ein besonderer Schwerpunkt wird hierbei auf die Qualität der Beschäftigung in Bezug auf die Dauer und die Bedarfsdeckung gelegt.
-
IAB-Projekt
Analyse der Übergänge in Beschäftigung in der Arbeitsmarktregion Kiel (30.11.2011 - 29.09.2013)
Niebuhr, Annekatrin;Projektbeschreibung
Das Arbeitsmarktgeschehen ist durch die kontinuierliche Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine fortwährende Auflösung von Beschäftigungsverhältnissen gekennzeichnet. Die Analyse des auf dem Arbeitsmarkt ablaufenden „Matchings“ von Arbeitskräften und offenen Stellen liefert wichtige Erkenntnisse über die Arbeitsnachfrage, das Arbeitsangebot und mögliche Mismatchprobleme am Arbeitsmarkt. Eine detaillierte Untersuchung von Übergängen in Beschäftigung kann daher wertvolle Informationen für die Vermittlung von Arbeitslosen oder arbeitsuchenden Personen zur Verfügung stellen. Eine entsprechende Analyse sollte auf funktional abgegrenzte regionale Arbeitsmärkte abzielen, um regionalen Besonderheiten Rechnung zu tragen. Im Rahmen der Studie werden Übergänge aus Arbeitslosigkeit oder Arbeitssuche in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Zeitraum 2005-2010 für die Arbeitsmarktregion Kiel analysiert. Neben der räumlichen Mobilität im Zuge der Stellenbesetzungsprozesse betrachten wir die Beschäftigungsaufnahmen differenziert nach Merkmalen der Erwerbspersonen (Geschlecht, Alter, Qualifikation, Art des Leistungsbezugs vor Beschäftigungsaufnahme). Eine Differenzierung erfolgt auch hinsichtlich der Art des aufgenommenen Beschäftigungsverhältnisses (Wirtschaftszweig, Tätigkeit). Ein besonderer Schwerpunkt wird hierbei auf die Qualität der Beschäftigung in Bezug auf die Dauer und die Bedarfsdeckung gelegt.
Projekt-Ende 31.05.2013 - IAB-Regional wird bis spätestens 30.09.2013 erstellt.
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Methoden und Daten
-
Arbeitsmarktentwicklung
- Arbeitsmarktentwicklung insgesamt
- Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsvolumen
- Arbeitskräftebedarf, offene Stellen
- Arbeitskräftemangel
- Freisetzungen, Arbeitsplatzabbau
- Erwerbsbeteiligung, Erwerbsverhalten
- Arbeitskräftemobilität
- Stille Reserve
- Arbeitslosigkeit
- Lohn und Einkommen
- Berufsausbildung/Ausbildungsstellenmarkt
- Arbeitsmarktprognose
- Qualifikationsniveau
- Wirtschaftszweige
- Personengruppen
- Regionale Vergleiche
- Bundesländer
- Siedlungsstruktur
