Gender und Arbeitsmarkt
Das Themendossier "Gender und Arbeitsmarkt" bietet wissenschaftliche und politiknahe Veröffentlichungen zu den Themen Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern, Müttern und Vätern, Berufsrückkehrenden, Betreuung/Pflege und Arbeitsteilung in der Familie, Work-Life-Management, Determinanten der Erwerbsbeteiligung, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede, familien- und steuerpolitische Regelungen sowie Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Männer.
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- Erwerbsbeteiligung von Frauen
- Erwerbsbeteiligung von Männern
- Kinderbetreuung und Pflege
- Berufliche Geschlechtersegregation
- Berufsrückkehr – Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt
- Dual-Career-Couples
- Work-Life
- Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede
- Familienpolitische Rahmenbedingungen
- Aktive/aktivierende Arbeitsmarktpolitik
- Arbeitslosigkeit und passive Arbeitsmarktpolitik
- geografischer Bezug
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IAB-Projekt
Das Zusammenspiel zwischen kindlichen Betreuungs- und mütterliche Erwerbsverläufen (14.01.2025 - 30.12.2026)
Steinberg, Hannah Sinja;Projektbeschreibung
In den letzten Jahrzehnten haben europäische Länder verstärkt in frühkindliche Bildung und Betreuung (FBBE) investiert, um sowohl die Erwerbstätigkeit von Müttern zu fördern als auch die kindliche Entwicklung zu unterstützen. Dennoch gibt es bislang nur begrenzte Erkenntnisse darüber, wie sich die Nutzung von Kinderbetreuung und mütterliche Erwerbstätigkeit parallel entwickelt haben und welchen gemeinsamen Einfluss sie auf die Entwicklung von Kindern ausüben. Vor diesem Hintergrund untersucht diese Studie (1) das Zusammenspiel zwischen mütterlicher Erwerbstätigkeit und verschiedenen Betreuungsformen in den ersten Lebensjahren des Kindes sowie (2) den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Erwerbs- und Betreuungskonstellationen und der kindlichen Entwicklung. Mithilfe der verknüpften Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) und den administrativen Informationen zu mütterlichen Erwerbsverläufen identifizieren wir Muster der Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit mittels einer Multichannel-Sequenzanalyse.
Beteiligte aus dem IAB
Steinberg, Hannah Sinja; -
IAB-Projekt
Determinanten der Bindung von Beschäftigten in Betrieben mit und ohne familienfreundliche Maßnahmen (05.01.2025 - 29.06.2027)
Müller, Dana;Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht die Einflussfaktoren der Bindung von Beschäftigten für Betriebe mit und ohne familienfreundliche Maßnahmen. Die Bindung von Beschäftigten ist ein Ziel von Betrieben unabhängig von personalpolitischen Maßnahmen. Jedoch können sich nicht alle Betriebe familienfreundliche Maßnahmen leisten. Umso wichtiger ist, zu wissen wie Betriebe dazu beitragen können ihre Beschäftigten zu halten.
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IAB-Projekt
Daten für die Geschlechterforschung am IAB (05.01.2025 - 29.06.2026)
Müller, Dana; Frodermann, Corinna; Amend, Inga; Wolter, Stefanie;Projektbeschreibung
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Reichweite der IAB-Daten, die am Forschungsdatenzentrum für die internationale Forschungsgemeinschaft zur Verfügung stehen, für die Geschlechterforschung. Anhand unterschiedlicher Datenvorstellungen wird der Möglichkeitsspielraum für geschlechtsspezifische Analysen eröffnet und mit Beispielen aus der Forschung sowie Deskriptionen ergänzt.
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IAB-Projekt
The Impact of Workers on Workplace Gender Culture: Evidence from the Fall of the Berlin Wall (31.12.2024 - 30.12.2028)
Schönberg, Uta; Friedrich, Martin;Projektbeschreibung
Dieses Projekt untersucht, ob und wie Beschäftigte die Kultur von Firmen verändern können. Zu diesem Zweck konzentriert es sich auf westdeutsche Firmen nach dem Zuzug ostdeutscher Beschäftigter nach dem Fall der Berliner Mauer. Ostdeutsche sind mit egalitäreren Geschlechternormen im Vergleich zu Westdeutschen aufgewachsen, insbesondere in Bezug auf berufstätige Mütter. Dieses Projekt untersucht, ob ostdeutsche Beschäftigte das Arbeitsangebot und die Karriereentscheidungen westdeutscher Mütter nach der Geburt ihres ersten Kindes aufgrund von Veränderungen in der Unternehmenskultur beeinflussen. Mithilfe eines Differenz-in-Differenzen-Ansatzes vergleicht die Analyse westdeutsche Mütter, die in Unternehmen beschäftigt sind, die einen signifikanten Zustrom von Ostdeutschen erhalten haben, mit solchen in Unternehmen mit geringem Zustrom, vor und nach der Migrationswelle. Die Ergebnisse dieses Projekts werden unser Verständnis für die Bedeutung der Unternehmenskultur für Karriereentscheidungen und die Rolle der Beschäftigten bei deren Gestaltung verbessern.
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IAB-Projekt
Die Auswirkungegn der geschlechtsspezifischen Berufswahl auf die langfristigen Karriereverläufe von Arbeitnehemer*innen (30.11.2024 - 30.11.2028)
Janssen, Simon;Projektbeschreibung
Obwohl in den letzten Jahrzehnten deutliche Fortschritte bei der Gleichberechtigung von Frauen und Männern auf dem deutschen Arbeitsmarkt erzielt wurden, bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede in der Bezahlung. Einer der Haupttreiber der Lohnunterschiede ist die geschlechtsspezifische Berufswahl, die trotz zahlreicher staatlicher Initiativen weitgehend unverändert bleibt. Besonders bei Beschäftigten mit niedrigen und mittleren Qualifikationen entscheiden sich Frauen deutlich häufiger für typische "Frauenberufe", wie in der Pflege oder der frühkindlichen Bildung, während Männer verstärkt typische "Männerberufe", wie im verarbeitenden Gewerbe, wählen. Da Berufe, die überwiegend von Männern ausgeübt werden, in der Regel besser bezahlt sind als solche, die von Frauen dominiert werden, ist zu erwarten, dass die geschlechtsspezifische Berufswahl auch künftig die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern prägen wird. In diesem Projekt möchten wir zwei Schulreformen in Ostdeutschland analysieren, die dazu führten, dass in einem Jahr überwiegend Frauen eine Berufsausbildung begannen, während in einem anderen Jahr hauptsächlich Männer eine Ausbildung aufnahmen. Dadurch gab es Jahre, in denen sich Frauen bzw. Männer ohne direkte Konkurrenz des jeweils anderen Geschlechts auf dem Arbeitsmarkt bewerben konnten. Ziel unserer Untersuchung ist es, herauszufinden, ob dieses natürliche Experiment dazu führte, dass Frauen und Männer häufiger Berufe wählten, die als untypisch für ihr Geschlecht gelten, und wie sich diese atypischen Berufswahlen langfristig auf die Karrieren von Frauen und Männern auswirkten. Angesichts der anhaltenden geschlechtsspezifischen Lohnungleichheiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist eine derartige Untersuchung essenziell, um ein tieferes Verständnis der Dynamiken des Arbeitsmarktes zu gewinnen.
Beteiligte aus dem IAB
Janssen, Simon; -
IAB-Projekt
Elternzeiten und ihre Konsequenzen von verheirateten Paaren in Deutschland (27.11.2024 - 30.12.2027)
Filser, Andreas; Bächmann, Ann-Christin; Frodermann, Corinna;Projektbeschreibung
Dieses Projekt analysiert die Elternzeitinanspruchnahme in Paarhaushalten in Deutschland sowie deren Auswirkungen auf die Erwerbsverläufe von Müttern und Vätern. Grundlage für die Analysen bilden neu erstellte Paardaten, für welche die individuellen Erwerbsbiografien beider Ehepartner verknüpft wurden. Diese Daten ermöglichen einerseits erstmalig die Analyse von Elternzeitinanspruchnahme von Vätern in den administrativen Beschäftigungsdaten. Andererseits können mit diesen Daten die Wechselwirkungen der Erwerbsbiografien zwischen beiden Partnern untersucht werden, insbesondere im Hinblick auf Erwerbsunterbrechungen durch Elternschaft. Neben der Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Erwerbstätigkeit von Müttern und der Elternzeitinanspruchnahme ihrer Partner widmen wir uns außerdem den Faktoren für die Elternzeitinanspruchnahme bei Vätern sowie den mittel- und langfristigen Folgen von Elternzeiten für die Erwerbsverläufe von Vätern und Müttern.
Beteiligte aus dem IAB
Seidlitz, Arnim; Filser, Andreas; Bächmann, Ann-Christin; Frodermann, Corinna; -
IAB-Projekt
Erhöhen familienfreundliche Maßnahmen die Jobzufriedenheit? (14.11.2024 - 30.12.2027)
Berger, Viktoria;Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht, wie sich familienfreundliche Maßnahmen in deutschen Betrieben auf die Jobzufriedenheit von Männer und Frauen mit und ohne Kinder auswirken und was die grundlegenden Mechanismen hierfür sind.
Beteiligte aus dem IAB
Berger, Viktoria; -
IAB-Projekt
Mutterschaft und Humankapital: Evidenz zu Lücken in der Beteiligung an Weiterbildungen und ihren Konsequenzen für Löhne (14.07.2024 - 30.06.2027)
Riepl, Franziska Marie;Projektbeschreibung
Dieses Projekt untersucht die Dynamik berufsbezogener Fortbildungen im Kontext von Mutterschaft, und deren Auswirkungen auf die unterschiedlichen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt für Frauen und Männer nach der Geburt eines Kindes. Es nutzt den Datensatz NEPS-SC6-ADIAB und einen Differenzen-in-Differenzen-Ansatz um die Veränderungen in der Weiterbildungsbeteiligung rund um die Geburt eines Kindes zu bestimmen. Weiterhin soll das Projekt Heterogenitäten in der Weiterbildungsbeteiligung untersuchen und auf die Rollen von Individuen (Nachfrage nach Weiterbildungen) und Firmen (Angebot/Unterstützung von betrieblichen Weiterbildungen) eingehen. Außerdem nutzt das Projekt die Verfügbarkeit hochwertiger Einkommensinformationen um die Relevanz von aufgrund von Mutterschaft versäumten Weiterbildungen für die Erklärung des Einkommensgefälles zwischen Müttern und Nicht-Müttern zu beurteilen.
Beteiligte aus dem IAB
Riepl, Franziska Marie; -
IAB-Projekt
Replikation von Figur 1 in Bruns 2019 (14.02.2024 - 30.12.2030)
Illing, Hannah;Projektbeschreibung
In diesem Unterprojekt von Projekt 4052 soll Figur 1 in Bruns 2019, AEJ Applied, bis an den aktuellen Datenrand repliziert werden. Ziel ist es, die langfristige Entwicklung des Gender Wage Gaps in Deutschland nachvollziehen zu können.
Beteiligte aus dem IAB
Illing, Hannah; -
IAB-Projekt
In-Between Family, Work and Company: Can Organizational Arrangements Help to Reconcile Family and Work Life? (30.01.2024 - 26.03.2025)
Bächmann, Ann-Christin; Müller, Dana; Ruf, Kevin;Projektbeschreibung
In-between family, work and company: Can organizational arrangements measures help to reconcile family and working life? Analyses based on linked employer-employee data
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IAB-Projekt
Beschäftigungsunterschiede innerhalb von Paaren (11.01.2024 - 30.12.2026)
Hammer, Luisa;Projektbeschreibung
Die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Beschäftigung haben sich verringert, sind aber nach wie vor beträchtlich, insbesondere innerhalb von Paaren. Um den Zusammenhang von Verdienstpotenzialen und Arbeitsangebot zu untersuchen , sage ich potenzielle Verdienste durch nachfragebedingte Lohnveränderungen bei Arbeitsaufgaben innerhalb von Branchen voraus. Es werden insbesondere die Arbeitsangebotsanpassungen von Männern und Frauen in Paaren, und die Stundenlücke innerhalb von Paaren untersucht.
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IAB-Projekt
Unterschiede in den Jahresverdiensten zwischen Männern und Frauen (31.12.2023 - 30.12.2025)
Fitzenberger PhD, Bernd;Projektbeschreibung
Die Geschlechterunterschiede in den Jahresverdiensten (Gender Pay Gap) spiegeln Unterschiede sowohl im Stundenlohn als auch in der Arbeitszeit und der Beschäftigungswahrscheinlichkeit wider. Je nach Verdienstniveau vor der Coronakrise waren Männer und Frauen von der Krise unterschiedlich betroffen: Während die Frauen mit mittleren und hohen Jahresverdiensten im Vergleich zu den Männern zwischen 2019 und 2021 aufholten, erfuhren die Frauen mit den niedrigsten Verdiensten deutlich stärkere Verluste als die Männer. In dem Kurzbericht wird untersucht, wie sich die Coronakrise auf die Jahresverdienste der Frauen und Männer insgesamt ausgewirkt hat und wie sich der Gender Pay Gap je nach Höhe der Verdienste und nach Beschäftigungsform (Vollzeit, Teilzeit, Minijob) entwickelt hat. Außerdem werden Übergangsraten zwischen den verschiedenen Beschäftigungsformen betrachtet.
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IAB-Projekt
Spousal Sorting, Spatial Misallocation, and the Gender Wage Gap (14.12.2023 - 13.12.2027)
Gläser, Nina;Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht, ob gemeinschaftliche gewählte eheliche Wohnorte zu räumlichen Fehlallokationen beitragen und dadurch einen Einfluss auf den Gender Pay Gap haben.
Beteiligte aus dem IAB
Gläser, Nina; -
IAB-Projekt
Dancing with the stars: How workers respond to politically-charged job ads (30.09.2023 - 30.12.2026)
Jessen, Jonas;Projektbeschreibung
Während Substantive in der deutschen Sprache geschlechtsspezifisch auf das männliche Geschlecht ausgerichtet sind, können Substantive seit der Einführung des ``Gendersternchens'' oder des ``Genderdoppelpunkts‘‘ auch als nicht geschlechtsspezifisch oder nicht-binär interpretiert werden. Ihre Verwendung ist jedoch politisch sehr polarisierend geworden. Anhand von über 40 Millionen Online-Stellenausschreibungen aus den Jahren 2016 bis 2023 dokumentieren wir die zunehmende Verbreitung des Gender-Sterns auf dem deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere in Kreisen mit größerer Unterstützung für die Grünen. Anschließend untersuchen wir, wie Arbeitssuchende reagieren, wenn der ausgeschriebene Jobtitel eine solche nicht-binäre Zeichensetzung enthält. Arbeitssuchende klicken wesentlich häufiger auf Stellenanzeigen mit geschlechtsspezifischen Bezeichnungen. Diese Beziehung ist in Kreisen, Berufen und Sektoren größer, in denen geschlechtsspezifische Sprache seltener vorkommt, was darauf hindeutet, dass diese Annehmlichkeit in solchen Kontexten einen höheren Stellenwert hat. Schließlich untersuchen wir anhand eines Umfrageexperiments, wie sich solche politisch aufgeladenen Signale in Stellenanzeigen auf die Sortierung und Polarisierung des Arbeitsmarktes auswirken.
Beteiligte aus dem IAB
Jessen, Jonas; -
IAB-Projekt
Implicit gender bias in unemployment benefits (30.04.2023 - 30.12.2030)
Illing, Hannah;Projektbeschreibung
In Deutschland ermöglicht die Wahl der Steuerklassen verheirateten Paaren, das Arbeitslosengeld für einen Partner zu Lasten des anderen Partners zu erhöhen. Wir dokumentieren, dass dieser Mechanismus im Wesentlichen unbekannt ist, indem wir in einer Umfrage herausgefunden haben, dass weniger als 5 % der befragten Personen sich dieser Beziehung bewusst sind. Gleichzeitig verschieben mehr als 60 % der verheirateten Paare das Arbeitslosengeld von einem Partner auf den anderen. Wir dokumentieren, dass diese Wahl für Haushalte zu einer erheblichen impliziten Geschlechterverzerrung entlang der gesamten Einkommensverteilung führt.
Beteiligte aus dem IAB
Illing, Hannah; -
IAB-Projekt
Arbeitsmarktkarrieren von Erfinderinnen (30.04.2023 - 30.04.2027)
Janssen, Simon;Projektbeschreibung
We investigate the child penalty among women inventors in Germany, using innovative data that links patent records to social security information. Our analysis reveals a 50 percent long-term earnings gap for female inventors after having children compared to women inventors without children. This gap is attributable to declines in labor force participation and wage rates. Additionally, there is a 40 percent long-term penalty in overall patent citations. Leveraging a 2007 parental leave reform as a natural experiment, we find positive effects on earnings and wages starting two years post-childbirth. This is linked to a reduced likelihood of women leaving the workforce and an increased probability of returning to the same employer after maternity leave.
Beteiligte aus dem IAB
Janssen, Simon; -
IAB-Projekt
Regionale Muster beruflicher Segregation (28.02.2023 - 30.12.2025)
Fuchs, Michaela; Rossen, Anja; Weyh, Antje;Projektbeschreibung
Analysen, die sich mit der Berufswahl von Frauen und Männern befassen, haben bislang nur die nationale Ebene in den Fokus genommen. Dieses Projekt zielt darauf ab, die großen geschlechtsspezifischen Unterschiede in den Berufen auf der regionalen Ebene zu analysieren und Gründe für die regionale Varianz zu benennen.
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IAB-Projekt
Geographische Mobilität und der Gender Earnings Gap: die Auswirkungen von Umzügen auf die Karriere beider Partner (31.01.2023 - 30.12.2026)
Fitzenberger PhD, Bernd;Projektbeschreibung
Viele Paare stehen vor der Entscheidung, ob sie die Karriere des einen oder des anderen Partners priorisieren. Wir untersuchen diesen Trade-off anhand von administrativen Daten aus Deutschland und Schweden. Mithilfe eines Event-Study-Ansatzes zeigen wir, dass bei Umzügen die Einkommen von Männern stärker steigen als die von Frauen. Um zwischen höheren potenziellen Einkommen der Männer und einer geschlechtsspezifischen Norm, die die Karriere von Männern priorisiert, zu unterscheiden, analysieren wir, wie sich die Muster verändern, wenn die Frau höhere potenzielle Einkommen als ihr Partner hat. Anschließend schätzen wir ein Modell zur Entscheidungsfindung in Haushalten, in dem Haushalte (tatsächlich) mehr Gewicht auf das Einkommen des Mannes legen können.
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IAB-Projekt
Auswirkungen von Mutterschaft auf die Arbeitsmarktbeteiligung in Frankreich und Deutschland (31.03.2021 - 29.06.2025)
Müller, Dana; Frodermann, Corinna;Projektbeschreibung
Es scheint, dass Deutschland erst am Anfang der Schaffung eines Systems steht, das alle Interessen und Bedürfnisse von Frauen, Familien und Kindern berücksichtigt, aber noch einen weiten Weg vor sich hat. Frankreich hingegen kann auf eine lange Geschichte familienfreundlicher Umgebungen, vollzeitbeschäftigter Mütter und landesweiter Kinderbetreuungseinrichtungen zurückblicken. Das französische Modell der Familienpolitik wird oft gelobt, weil es Frauen einen schnellen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt nach der Geburt eines Kindes ermöglicht - in der Regel Vollzeit. Dennoch ist in jüngster Zeit eine leichte Veränderung hin zu traditionelleren Geschlechterrollen zu beobachten. In den letzten drei Jahren ist die Zahl der Geburten gesunken, 2017 ist sie wieder gesunken. Immer mehr Mütter beklagen sich darüber, dass Unternehmen zu starre Arbeitsbedingungen bieten und mehr Präsenz als Effizienz verlangen. Zu oft verspüren Frauen den Druck, sich so zu verhalten, als wäre nach der Geburt nichts passiert. Die Zahl der Mütter, die mehr Flexibilität oder Teilzeitarbeit wünschen, steigt, allerdings gibt es nur wenige Angebote. Teilzeitarbeitsplätze sind in Frankreich selten und gelten als Karrierekiller. Die Entwicklungen der letzten Jahre deuten darauf hin, dass sich das französische und das deutsche Modell annähern. Ein Vergleich des Arbeitsmarktverhaltens und der Karrieren von Müttern in beiden Ländern im Hinblick auf (wechselnde) Familienpolitiken wurde bisher jedoch nicht untersucht. Diese Forschungslücke zu schließen, ist das Ziel dieses Projektes.
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IAB-Projekt
A couple perspective on parental leave-taking (31.03.2021 - 30.12.2024)
Frodermann, Corinna; Filser, Andreas;Projektbeschreibung
Das Projekt analysiert die Aufteilung von Elternzeitinanspruchnahme in Paarhaushalten in Deutschland, sowie deren Auswirkungen auf die Erwerbsverläufe von Müttern und Vätern. Grundlage für die Analysen bilden neu erstellte Paardaten, für welche die individuellen Erwerbsbiografien beider Ehepartner verknüpft wurden. Dies ermöglicht die Analyse von Wechselwirkungen der Erwerbsbiografien zwischen beiden Partnern, welche in diesem Projekt vor dem Hintergrund von Erwerbsunterbrechungen durch Elternschaft analysiert werden. Neben der Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Erwerbstätigkeit von Müttern und der Elternzeitinanspruchnahme ihrer Partner widmen wir uns außerdem Faktoren für die Elternzeitinanspruchnahme bei Vätern sowie den mittel- und langfristigen Folgen von Elternzeiten für die Erwerbsverläufe von Vätern.
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IAB-Projekt
Gläserne Türen oder gläserne Decken? Die Rolle der betrieblichen Lohnpolitik für den geschlechtsspezifischen Lohnunterschied über den Lebenszyklus (31.03.2021 - 30.12.2022)
Roth, Duncan;Projektbeschreibung
Trotz erheblicher Verbesserungen in den letzten Jahrzehnten haben Frauen in allen OECD-Ländern immer noch eine deutlich schlechtere Position auf dem Arbeitsmarkt als Männer. Die Vorbestimmung der Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt durch das Geschlecht widerspricht nicht nur grundlegenden Vorstellungen von Fairness, sondern ist auch mit erheblichen wirtschaftlichen Kosten verbunden, da die Talente von Frauen nicht voll ausgeschöpft werden. Der durchschnittliche geschlechtsspezifische Lohnunterschied in der OECD lag 2018 bei 13%. Während sich das Beschäftigungsgefälle weiter verringert hat, ist eine weitere Verringerung des Lohngefälles zunehmend schwieriger zu erreichen, da das Qualifikationsgefälle in den meisten Ländern weitgehend oder vollständig geschlossen wurde. Weitere Fortschritte in der Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt erfordern daher, den Arbeitsplätzen, in denen Frauen im Laufe ihrer Karriere besonders präsent sind, und den Betrieben, in denen sie arbeiten, mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Beteiligte aus dem IAB
Roth, Duncan; -
IAB-Projekt
Reducing the child penalty by incentivizing part-time work? Evidence from a child benefit reform in Germany (15.03.2021 - 30.12.2026)
Sandner, Malte;Projektbeschreibung
Welche Auswirkungen hat die Einführung von Elterngeldplus auf die Arbeitsmarktintegration von Müttern
Beteiligte aus dem IAB
Sandner, Malte; -
IAB-Projekt
Separate Housework Spheres (10.01.2021 - 30.01.2026)
Jessen, Jonas;Projektbeschreibung
Anhand neuer Zeitverwendungsdaten aus Deutschland vor und nach der Wiedervereinigung dokumentieren wir zwei Tatsachen: Erstens weisen Ehepartner, die beide Vollzeit arbeiten, ähnliche Muster bei der Hausarbeit auf, unabhängig davon, ob sie dies freiwillig tun oder aufgrund einer Vollzeitpflicht, wie es in der DDR der Fall war. Zweitens ist der Umfang der Hausarbeit von Männern unabhängig vom Arbeitsangebot ihrer Ehepartnerinnen. Wir erklären dieses Muster theoretisch durch das Vorhandensein von zwei Haushaltsgütern und sozial erlernten geschlechtsspezifischen komparativen Vorteilen bei ihrer Herstellung zu Hause. Wir bezeichnen diese geschlechtsspezifische Spezialisierung als getrennte Hausarbeitsbereiche. Empirische Belege bestätigen eindeutig getrennte Hausarbeitsbereiche in der DDR, in Westdeutschland, in den Jahren nach der Wiedervereinigung und in internationalen Zeitverwendungsdaten aus 17 Ländern seit den 1970er Jahren. Wir betrachten mehrere Implikationen, beispielsweise für Child Penalties, wo getrennte Hausarbeitsbereiche eine neue Erklärung dafür liefern, warum es die Mütter sind, deren Arbeitsmarktergebnisse sich mit der Geburt von Kindern stark verschlechtern.
Beteiligte aus dem IAB
Jessen, Jonas; -
IAB-Projekt
Muster im Bewerbungsverhalten von Frauen und Implikationen für die Lohnlücke (31.12.2020 - 30.12.2028)
Lochner, Benjamin;Projektbeschreibung
Wir untersuchen geschlechterspezifisches Bewerbungs- und Einstellungsverhalten. Wir präsentieren ein zweistufiges Suchmodell um die zugrundeliegenden Mechanismen besser zu verstehen. Anhand unseres Modells leiten wir Proxies ab, die wir für mikroökonometrische Analysen verwenden möchten. Als Datenquellen die IAB Stellenerhebung, die wir mit den administrativen Daten verknüpfen. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich Frauen weniger häufig bei Hochlohnfirmen bewerben. Allerdings scheint es keinen starken Unterschied im Selektionsverhalten zu geben.
Beteiligte aus dem IAB
Lochner, Benjamin; -
IAB-Projekt
The Gender Wage Gap Revisited: Evidence from Worker Deaths (01.11.2020 - 30.12.2030)
Illing, Hannah;Projektbeschreibung
Frühere Studien haben festgestellt, dass Frauen weniger verdienen als Männer, ein Muster, das in allen Ländern auffallend stabil, jedoch im Zeitverlauf rückläufig ist. Eine Herausforderung beim Messen des geschlechtsspezifischen Lohngefälles besteht darin, dass Männer und Frauen sich in (nicht-) beobachtbaren Merkmalen unterscheiden. In diesem Projekt untersuchen wir wie substituierbar Frauen und Männer sind, wenn sie in genau derselben Position arbeiten. Zu diesem Zweck identifizieren wir Todesfälle von Arbeitnehmern in 1980-2018. Wir berechnen dann das Lohngefälle zwischen der verstorbenen Arbeitnehmerin und ihrem Nachfolger für verschiedene Geschlechtskombinationen. Männer, die verstorbenen Frauen auf dieselbe Position folgen, verdienen wesentlich höhere Löhne. Das Gegenteil gilt für Frauen, die verstorbenen Männern folgen.
Beteiligte aus dem IAB
Illing, Hannah; -
IAB-Projekt
Geschlechtstypische Stellenausschreibungen (19.05.2020 - 18.05.2023)
Stops, Michael;Projektbeschreibung
Für die Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt werden in der Literatur vorwiegend zwei Erklärungsansätze diskutiert. Zum Einen ist es möglich, dass Arbeitssuchende selbst Präferenzen für bestimmte Wirtschaftszweige oder Berufe haben. Zum anderen können Betriebe bestimmte Präferenzen für die Rekrutierung einer bestimmten Geschlechtergruppe haben. In diesem Projekt diskutieren wir einen dritten Erklärungsansatz, der sich darauf bezieht, dass Arbeitgeber bestimmte Kompetenzanforderungen und Gruppen von Arbeitssuchenden die Aneignung bestimmter Kompetenzen bzw. die Ausführung entsprechender Tätigkeiten bevorzugen. Für diese Annahme ist es unwichtig, ob Arbeitgeber nach Auswahl des Geschlechts bewusst diskriminieren. Dennoch kann sich eine Geschlechtersegregation ergeben aufgrund der Auswahl der Kompetenzanforderungen, die explizit in den Stellenanzeigen formuliert werden. Basierend auf in der Literatur bereits erarbeiteten geschlechterkonnotierten Sets von Kompetenzbegriffen wollen wir näher untersuchen, inwiefern eine bestimmte Art der Formulierung von Stellenanzeigen die Geschlechtersegregation beeinflusst.
Beteiligte aus dem IAB
Stops, Michael; -
IAB-Projekt
Unpacking Parental Leave: The Role of Job Protection (30.04.2020 - 30.12.2030)
Heining, Jörg;Projektbeschreibung
Die Elternzeit prägt die Karriere von Frauen nach der Geburt entscheidend. Wir nutzen eine Reihe von Reformen der Elternzeit in Deutschland, die sowohl die Kündigungsschutzfrist als auch die Dauer des Leistungsbezug während der Elternzeit in unterschiedlichem Ausmaß verlängerten. Anhand administrativer Sozialversicherungsdaten reproduzieren wir zunächst die stilisierten Fakten, dass Mütter auf Verlängerungen des Elternurlaubs reagieren und dass die durchschnittliche Auswirkung längerer Elternzeit auf ihre Karriere negativ ist. Im zweiten Schritt analysieren wir die kausalen Auswirkungen von Kündigungsschutz und Elterngeldzahlungen.
Beteiligte aus dem IAB
Heining, Jörg; -
IAB-Projekt
Effekte der Elterngeldreform 2007 (31.12.2019 - 30.12.2022)
Fitzenberger PhD, Bernd;Projektbeschreibung
Die Literatur zeigt, dass Geschlechterunterschiede in Beschäftigung und Entlohnung zu einem wichtigen Teil durch den negativen Effekt einer Mutterschaft auf die Arbeitsmarktkarriere von Frauen erklärt werden können. Ein Ziel der Elterngeldreform 2007 war es, die Vereinbarkeit zwischen Familie und Karriere zu verbessern. Dieses Projekt schätzt im ersten Schritt die Beschäftigungs- und Lohneffekte der Geburt des ersten Kindes für Mütter unter Verwendung eines dynamischen Treatmenteffektsansatzes. Im zweiten Schritt wird die Veränderung der Selektion der Mütter – sprich in der Fertilität nach den Determinanten des Arbeitsmarkterfolgs – geschätzt. Die Studie erlaubt es somit den Selektionseffekt der Reform vom Effekt der Reform auf die Karrierekosten von Müttern zu separieren. Die Analyse erfolgt mit einem Datensatz, der die Versicherungskontenstichprobe der Rentenversicherung mit Informationen aus den Integrierten Erwerbsbiografien verknüpft.
Beteiligte aus dem IAB
Fitzenberger PhD, Bernd; -
IAB-Projekt
Refugees' intra-household decision making over children and housework (19.05.2019 - 30.12.2021)
Kosyakova, Yuliya;Projektbeschreibung
The goal of this project is to uncover factors explaining intra-household decision making over children and housework in the population of refugees in Germany. Germany faced a large influx of refugees in the last three years with the refugee population that contains a large number of families, with women and children. Most of the refugees flee from countries that are characterized my more traditional family roles although the refugee population contains different subgroups, some of which do not differ in values and attitudes towards women with respect to native population (see Brucker et al. 2019). Refugees often flee in groups: according to the IAB-BAMF-SOEP survey of refugees (IAB, 2019), between 2013 and 2016, around 47 percent of refugees came with family, and around 9 percent came with friends. Therefore, kinship and friends may form a basis for socialization for many refugees, especially in the early period of their stay. The project ‘Intra-household decision making over children and housework in the population of refugees in Germany’ has two objectives. First of all, it aims to investigate the role of state financial support and state benefits for refugee women in affecting the decision making in the households. In other words, it asks whether policies empowering female refugees by offering them direct financial help could be beneficial for their say in the decision making and their well-being. Second, it looks at the association between the characteristics of male and female kinship and immediate networks of friends and family, and intra-household dynamics in the households of refugees. Given the relevance of the meso-level for various family outcomes, investigating its importance in household bargaining processes for the population of German refugees, who might extensively rely on family networks, is a fruitful area for investigation.
Beteiligte aus dem IAB
Kosyakova, Yuliya; -
IAB-Projekt
Revisiting Gender Identity and Relative Income within Households - A cautionary tale on the potential pitfalls of density estimators. (31.12.2018 - 12.04.2021)
Ostermann, Kerstin; Oberfichtner, Michael;Projektbeschreibung
We show that Bertrand et al.’s (QJE 2015) finding of a sharp drop in the relative income distribution
within married couples at the point where wives start to earn more than their husbands
is unstable across different estimation procedures and varies across contexts. We apply the estimators
by McCrary (JoE, 2008, McC) and Cattaneo et al. (JASA, 2020, CJM) to administrative
data from the US and Germany and compare their performance in a simulation. Large bins
cause McC to substantially overreject the null hypothesis, and mass points close to the potential
discontinuity affect McC more than CJM. -
IAB-Projekt
Kann die Digitalisierung zur Beseitigung die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung auf dem Arbeitsmarkt beitragen? (09.10.2018 - 29.06.2021)
Burkert, Carola; Matthes, Britta; Grienberger, Katharina;Projektbeschreibung
Im Rahmen der Digitalisierungsdebatte wird immer wieder behauptet, dass mit den neuen technologischen Möglichkeiten es möglich wird, die geschlechterspezifische Teilung des Arbeitsmarktes aufzubrechen, z.B. indemkörperlich schwerere Tätigkeiten durch Unterstützung von digitalen Assistenzsysteme auch von Frauen erledigt werden können, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und beruflichen Erfolg zu erreichen, etc. Allerdings finden parallel zur Digitalisierung auch eine Reihe anderer gesellschaftlicher Entwicklungen statt: (demographischer Wandel, Fachkräfteengpässe in den sozialen Berufen, Mädchen erreichen bessere Schulabschlüsse als Jungs, MINT-Frauenanteile steigen in bestimmten Berufen in manchen aber nicht). Wir gehen vor diesem Hintergrund der Frage nach, welche Rolle die Digitalisierung für die geschlechterspezifische Teilung des Arbeitsmarktes spielt.
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IAB-Projekt
Langfristige Einkommens- und Karriereeffekte der Elterngeldreform (30.09.2018 - 30.12.2020)
Frodermann, Corinna;Projektbeschreibung
Wir analysieren die langfristigen Auswirkungen der Elterngeldreform 2007 auf Einkommen und Karriere von Müttern
Beteiligte aus dem IAB
Frodermann, Corinna; -
IAB-Projekt
Salary disclosure laws and earnings inequality in Germany (31.08.2018 - 30.08.2021)
Heining, Jörg; Rossen, Anja;Projektbeschreibung
In diesem Projekt untersuchen wir die Wirkung des kürzlich eingeführten Entgelttransparenzgesetzes auf die Engeltungleichheit zwischen Frauen und Männern in Deutschland. In einem ersten Schritt werden wir untersuchen, ob der residuale Anteil in den Löhnen der Arbeitnehmer ausreichend Variation aufweist. Anschließend werden umfassende deskriptive Analysen zur Entwicklung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles durchgeführt. Um den kausalen Einfluss der neu eingeführten Lohntransparenz zu quantifizieren, werden wir unterschiedliche Regressionsspezifikationen anwenden. Diese umfassen Event-Study-Analysen sowie Differenz-in-Differenzen-Ansätze. Eine Einschränkung des Differenz-in-Differenzen-Ansatzes besteht darin, dass das Entgelttransparenzgesetz nicht für jeden Arbeitgeber verbindlich ist und das Recht der Arbeitnehmer auf Offenlegung oder Berichtspflichten für den Arbeitgeber je nach Unternehmensgröße variieren. Um dieses Problem zu lösen, definieren wir neue Treatments und bilden neue Peer Gruppen. In einem letzten Schritt der Analyse werden wir untersuchen, inwieweit Arbeitgeber ihr Einstellungsverhalten aufgrund des Entgelttransparenzgesetzes anpassen, d.h. versuchen unter den für das Gesetz relevanten Schwellenwerten für die Beschäftigungszahl zu bleiben. Alle Analysen werden auf administrativen Arbeitsmarktdaten des IAB und auf Informationen basieren, die durch eine Umfrage gesammelt wurden, die speziell für dieses Projekt entworfen und durchgeführt wurde.
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IAB-Projekt
Geschlechterrolleneinstellungen und Arbeitsmarktverhalten (31.12.2017 - 30.12.2020)
Lietzmann, Torsten; Bethmann, Arne; Frodermann, Corinna;Projektbeschreibung
Kernidee dieses Projekts ist es den Zusammenhang von Geschlechterrolleneinstellungen und Arbeitsmarktverhalten näher zu untersuchen. Je nach Haushaltskonstellation können solche Einstellungen auf unter-schiedliche Weise verhaltensrelevant werden. Bei alleinstehenden Personen wird es wohl den geringsten Einfluss geben, während die Relevanz in Paarhauhalten mit Kindern erheblich sein dürfte.
Neben einer geschlechterspezifischen Differenzierung der Analysen, wird ein Schwerpunkt auf der Unterscheidung nach individuellen kulturellen Prägungen liegen. Dabei gilt es zum einen nach wie vor vorhandene Differenzen zwischen den östlichen und westlichen Bundesländern z. B. in Fragen der Erwerbsbeteiligung von Frauen und der Kinderbetreuung zu berücksichtigen.
Zum anderen soll ein besonderes Augenmerk auf Personen gelegt werden, die im Zusammenhang mit Migration einen anderen kulturellen Hintergrund aufweisen. -
IAB-Projekt
Regionale Lohnunterschiede und Gender Pay Gap (31.12.2017 - 30.12.2025)
Weyh, Antje; Fuchs, Michaela; Rossen, Anja; Wydra-Somaggio, Gabriele;Projektbeschreibung
Zwischen den einzelnen Kreisen in Deutschland bestehen große Lohnunterschiede. Zudem variiert die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap) regional sehr stark. Diese Lohnunterschiede hängen dabei nicht nur von individuellen bzw. soziodemografischen Merkmalen ab, sondern auch von regionalspezifischen Faktoren. Bislang wurde die regional sehr ungleich verteilte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in der Forschung nur sehr rudimentär berücksichtigt. Dieses Projekt befasst sich daher explizit mit der räumlichen Heterogenität des Gender Pay Gaps und seinen Determinanten.
Beteiligte aus dem IAB
Weyh, Antje; Fuchs, Michaela; Rossen, Anja; Wydra-Somaggio, Gabriele; Fritzsche, Birgit; -
IAB-Projekt
Heterogenität der Erträge und Kosten einer Ausbildung in MINT-Berufen (31.08.2017 - 30.12.2019)
Osikominu, Aderonke;Projektbeschreibung
Das Forschungsprojekt untersucht, welcher Art bzw. wie hoch die Erträge einer Ausbildung in einem MINT-Beruf sind und wie heterogen sich diese gestalten. Ebenso wird untersucht, wie heterogen die Kosten einer Ausbildung in einem MINT-Beruf sind und wie stark sich diese Heterogenität im Vergleich zu jener der Erträge zeigt. Des Weiteren soll ein besonderer Fokus auf den Vergleich von Männern und Frauen innerhalb der Gruppen MINT/nicht-MINT gelegt werden. Die politischen Handlungsempfehlungen unterscheiden sich, je nachdem ob Heterogenität in den Erträgen oder in den Kosten vorliegt.
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IAB-Projekt
Geschlechtsspezifische Zusammenhänge zwischen digitalisierungsbedingter Substituierbarkeit und berufsspezifischer Arbeitsbelastung (31.07.2017 - 29.06.2020)
Grienberger, Katharina;Projektbeschreibung
Obwohl sowohl das Bildungs- und Qualifikationsniveaus sowie auch die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland zugenommen hat, ist noch immer eine Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt zu verzeichnen. Gleichzeitig wird wiederholt argumentiert, dass durch die voranschreitende Digitalisierung (physisch) belastende Tätigkeiten wegfallen könnten. Wir hinterfragen und testen diese Hypothese und fragen dabei, ob Unterschiede zwischen typischen Frauen- und Männerberufen identifiziert werden können.
Um den Digitalisierungsgrad abbilden zu können nutzen wir die auf Grundlage von der Expertendatenbank BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit berechneten Substituierbarkeitspotenziale der Berufe (Dengler/Matthes 2015). Diese werden mit dem berufsspezifischen Belastungsindex, errechnet in Anlehnung an Kroll (2011) auf Basis der BIBB/BAuA Erwerbstätigenbefragung, sowie mit einem auf Basis der administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit berechneten Index der horizontalen Geschlechtersegregation (Tophoven et al. 2015) verknüpft.Beteiligte aus dem IAB
Grienberger, Katharina; -
IAB-Projekt
Family friendly firms & careers: Der Einfluss familienfreundlicher Maßnahmen in Betrieben auf das Arbeitsmarktverhalten von Müttern und Vätern - Eine empirische Analyse mit verknüpften Betriebs- und Personendaten (31.03.2017 - 14.11.2019)
Müller, Dana; Frodermann, Corinna;Projektbeschreibung
Der Wandel des Verhältnisses zwischen Erwerbs- und Familienarbeit führt dazu, dass die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einem der spannungsreichsten Themen der letzten Jahre geworden ist. Familienfreundliche Maßnahmen sind nicht nur ein zentrales Thema in der Arbeitsmarkt- und Familienpolitik, sondern mittlerweile auch fester Bestandteil in der betrieblichen Personalpolitik.
Während die familienpolitischen Maßnahmen bereits evaluiert wurden, besteht eine Forschungslücke für die betrieblichen Maßnahmen. Untersuchungen zu diesem Thema erfolgten meist praxisorientiert und vernachlässigen theoretische Erklärungsmodelle. Zudem wurde entweder allein die Arbeitgeber- oder die Arbeitnehmerseite betrachtet. Beides hat zur Folge, dass wichtige Dimensionen des Zusammenspiels von individuellem Handeln, betrieblichen Strategien der Umsetzung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und deren Einbettung in relevante Kontexte unberücksichtigt bleiben. Um aber Aussagen über die tatsächliche Wirksamkeit und Reichweite familienfreundlicher Maßnahmen in Betrieben treffen zu können, müssen die betriebliche und die individuelle Seite gemeinsam betrachtet sowie parallele strukturelle Gegebenheiten wie regionale Kinderbetreuungsmöglichkeiten und gesetzliche Regelungen z.B. die Elternzeit, einbezogen werden. Im beantragten Projekt soll aus diesem Grund auf verknüpfte Betriebs- und Personendaten (sogenannte Linked-Employer-Employee-Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)) zurückgegriffen werden, die eine Analyse der Wechselwirkungen zwischen betrieblich angebotenen Maßnahmen und staatlich gesteuerten Rahmenbedingungen sowie regionalen Kontextfaktoren auf individuelle Arbeitsmarktentscheidungen erlauben.
Beantwortet werden sollen zwei zentrale Forschungsfragen: (1) Unter welchen Kontextbedingungen unterstützen Betriebe aktiv die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und welche zeitlichen Ver-änderungen zeigen sich aufgrund der wahrgenommenen zunehmenden Bedeutung des Themas in der Gesellschaft? (2) Wie wirken betriebliche familienfreundliche Maßnahmen auf das Arbeitsmarktverhalten der Belegschaft, insbesondere der Mütter und Väter, in unterschiedlichen betrieblichen und regionalen Kontexten und unter verschiedenen familienpolitischen Rahmenbedingungen?
Zur Beantwortung der Fragen wird zunächst ein theoretisches Modell ausgearbeitet, das die sich wechselseitig beeinflussenden Analyseebenen Individuum und (betriebliche) Organisation sowie deren Umwelten systematisch zueinander in Beziehung setzt. Anschließend werden die aus dem theoretischen Modell abgeleiteten Hypothesen über den betrieblichen Organisationswandel und die damit zusammenhängenden Erwerbsentscheidungen der in den Betrieben beschäftigten Mütter und Väter anhand von Mehrebenen- und Längsschnittanalysen empirisch geprüft. -
IAB-Projekt
Why women earn more than men: Explaining the regional differences in the Gender Pay Gap (30.11.2016 - 29.06.2019)
Weyh, Antje; Fuchs, Michaela; Wydra-Somaggio, Gabriele; Rossen, Anja;Projektbeschreibung
Zwischen den einzelnen Kreisen in Deutschland bestehen große Unterschiede im Gender Pay Gap, d.h. der Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern. Im Jahr 2015 verdienten die Frauen deutschlandweit 15 Prozent weniger als die Männer. Im Landkreis Dingolfing-Landau waren es fast 40 Prozent weniger, in Frankfurt/Oder aber verdienten die Frauen 20 Prozent mehr als Männer. Damit hängen die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede nicht nur von individuellen bzw. soziodemografischen Merkmalen ab, sondern auch von regionalspezifischen Faktoren. Bislang wurde die regional sehr ungleich verteilte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in der Forschung nur sehr rudimentär berücksichtigt. Dieses Projekt befasst sich daher explizit mit der räumlichen Heterogenität des Gender Pay Gaps und seinen Determinanten.
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IAB-Projekt
Arbeitszeit von Vätern (31.08.2016 - 30.12.2017)
Wanger, Susanne; Zapf, Ines;Projektbeschreibung
In den Erwerbskonstellationen von Familienhaushalten sind häufig traditionelle Strukturen der Arbeitsteilung zu finden: Männer tragen durch ihre Vollzeitbeschäftigung überwiegend den Hauptteil des Familieneinkommens. Frauen sind dagegen überwiegend in Teilzeit tätig und kümmern sich um Familie und Haushalt. Jedoch äußern Männer zunehmend, mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und familiäre Aufgaben übernehmen zu wollen. Dabei stehen die Wünsche nach mehr Familienzeit aber oft in Konflikt mit den Arbeitszeiten. Wir untersuchen – unter Berücksichtigung von sozio-demographischen Merkmalen – wie lange Väter arbeiten, ob und wie viele Überstunden sie leisten und wie diese Überstunden abgegolten werden. Außerdem analysieren wir den gewünschten Umfang der Arbeitszeit und wie zufrieden Väter mit den gewählten Arrangements sind.
Beteiligte aus dem IAB
Wanger, Susanne; -
IAB-Projekt
Mütterrente und Frauenerwerbstätigkeit (30.06.2016 - 30.03.2017)
Czepek, Judith; Tisch, Anita;Projektbeschreibung
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatten über die Gleichstellung der Frauen im deutschen Rentensystem und den Herausforderungen der Folgen des demographischen Wandels untersucht das Projekt die Wirkungen der sogenannten Mütterrente. Die propagierten sozialpolitischen Ziele der Einführung der Mütterrente sind: Erstens die Lebensleistung von Müttern zu würdigen und zweitens eine Gerechtigkeitslücke zwischen Müttern zu schließen, die ihre Kinder vor 1992 und nach 1991 bekommen haben.
Vor der Gesetzesänderung von 2014 erhielten Mütter für Kinder, die vor dem 1.1.1992 geboren wurden, eine Anerkennung in Form von Entgeltpunkten für ein Jahr der Kindererziehung. Für Kinder, die ab dem 1.1.1992 geboren wurden, erkannte die gesetzliche Rentenversicherung Anwartschaften für drei Kindererziehungsjahre an.
Mit dem Rentenversicherungs-Leistungsverbesserungsgesetz, der Einführung der Mütterrente erfolgte eine höhere Anerkennung der Erziehungsleistung auch für Kinder, die vor 1992 geboren wurden. Zwei zentrale Argumente rechtfertigen die rückwirkende Anerkennung von zwei anstelle von einem Jahr: Erstens soll die Lebensleistung der Mütter wertgeschätzt und eine Gerechtigkeitslücke geschlossen werden. Zweitens sollen die Rentenanwartschaften dafür kompensieren, dass in den Jahren vor 1992 Jahre fast keine öffentlichen Einrichtungen zur Kinderbetreuung zur Verfügung standen. In der Folge waren Frauen häufig gezwungen ihre Erwerbstätigkeit zu unterbrechen oder sogar zu beenden. Erst die später etablierten Kinderbetreuungseinrichtungen eröffneten für Frauen die Wahlmöglichkeit zwischen Erziehung und Erwerbstätigkeit. Das Projekt untersucht, inwiefern es gelingt, die Gerechtigkeitslücke zu schließen und Mütter für die entgangenen Verdienste infolge der Erwerbsunterbrechungen zu kompensieren.
Grundlage für die Untersuchung ist der Datensatz BASiD (Biografische Daten ausgewählter Sozialversicherungsträger in Deutschland). BASiD ist ein kombinierter Datensatz der Deutschen Rentenversicherung und des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung. Die Kombination der administrativen Daten stellt zusätzliche Analysemöglichkeiten zu den Erwerbsbiographien und Versichertenverläufen sowie Rentenanwartschaften bereit.
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IAB-Projekt
Geschlechterdiskriminierung bei der Bewerberauswahl (30.04.2016 - 30.12.2024)
Vicari, Basha; Vicari, Basha; Matthes, Britta;Projektbeschreibung
Werden Frauen seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen? Die Theorie der statistischen Diskriminierung besagt, dass Vertreter von Gesellschaftsgruppen, die vom Arbeitgeber als weniger Produktiv eingeschätzt werden, systematisch benachteiligt werden, und zwar unabhängig von der tatsächlichen Produktivität des Einzelnen. Da Frauen (zumindest in einer gewissen Altersspanne) generell Arbeitsunterbrechungen aufgrund von Familienpflichten unterstellt werden, sollten diese entsprechend der Theorie auch seltener eingestellt bzw. überhaupt zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Doch lässt sich die statistische Diskriminierung tatsächlich nachweisen? Und treffen ihre Annahmen auch in typischen Frauenberufen zu, in denen der Arbeitgeber mehr oder weniger ausschließlich die Produktivität der Frauen als Maßstab kennt? Oder werden hier eher Männer diskriminiert? Und wie verhält es sich in typischen Männer- und Mischberufen?
Da eine direkte Befragung der Arbeitgeber, ob sie Frauen oder Männer bei der Stellenbesetzung bevorzugen, aufgrund einer starken sozialen Erwünschtheit des Antwortverhaltens kaum möglich ist, wird dieser Frage durch ein quasiexperimentelles Design in Form einer Vignettenbefragung (faktorieller Survey) nachgegangen. An der Onlinebefragung haben sich über 4200 Personalverantwortliche aus einem repräsentativen Sample deutscher Betriebe beteiligt. Ihnen wurden fiktive Kurzbewerbungen vorgelegt, in denen die individuellen Eigenschaften der Bewerber experimentell variiert wurden. Neben den Eigenschaften der Bewerber wurden auch weitere Firmenmerkmale kontrolliert, um den Effekt der Geschlechterdiskriminierung zu isolieren.
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IAB-Projekt
Magnitude and Impact Factors of the Gender Pay Gap in EU Countries (31.12.2015 - 30.12.2018)
Rossen, Anja;Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist eine umfassende Analyse der Determinanten der Lohnunterschiede von Frauen und Männern in der EU. Hierbei werden bisher vernachlässigte Erklärungsfaktoren berücksichtigt und länderspezifische Untersuchungen vorgenommen. Des Weiteren wird analysiert, inwiefern Überqualifizierung eine Rolle für diese geschlechterspezifischen Lohnunterschiede spielt und welche Faktoren Überqualifizierung beeinflussen.
Beteiligte aus dem IAB
Rossen, Anja; -
IAB-Projekt
Gründungsworkshop der Forschungsinitiative Berufe und soziale Ungleichheit (FiBus) (01.03.2015 - 19.11.2015)
Christoph, Bernhard; Matthes, Britta;Projektbeschreibung
In den letzten Jahren ist in der Soziologie und Ökonomie ein verstärkter Trend zu beobachten, Berufe (wieder) als zentrales Konzept für die Beschreibung und Erklärung sozialer Ungleichheit zu nutzen. Obwohl Ende der neunziger Jahre die „Erosion des Berufes“, im Sinne einer zunehmenden Auflösung der spezifischen Verbindung von (Berufs-)Fachlichkeit und sozialer Integration prognostiziert wurde, bestimmt Beruf nach wie vor die soziale Position in der Gesellschaft maßgeblich mit. Wir möchten in diesem Workshop diskutieren, welche (neueren) Ansätze vorhanden sind, die den Beruf als zentrales Konzept für die Erklärung sozialer Ungleichheit verwenden. Vor welchen besonderen Herausforderungen und Problemen steht die Forschung? Die Forschungsinitiative Berufe und soziale Ungleichheit (FiBus) versteht sich als Plattform für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit der Bedeutung des Berufs für die soziale Ungleichheit beschäftigen. FiBus will einen Beitrag zum Informationsaustausch über Vorhaben, Projekte und Ergebnisse zum Thema Beruf und soziale Ungleichheit leisten, um auch die Basis für mögliche Kooperationen und weitere Initiativen zu schaffen. Wir möchten auf dem Workshop Arbeiten diskutieren, die Berufe oder berufliche Merkmale nutzen, um spezifische Dimensionen sozialer Ungleichheit zu erklären. Erwünscht sind insbesondere Beiträge, die sich einem der folgenden thematischen Schwerpunkte zuordnen lassen:
1. Zugang zu Berufen und Berufsverläufe: Im Fokus dieses Themenschwerpunkts steht die Untersuchung berufsbezogener (Allokations- bzw. Entscheidungs-)Prozesse auf der Mikroebene. Konkret sind Untersuchungen denkbar, die sich mit dem Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung, von der beruflichen Ausbildung in den Arbeitsmarkt, mit Berufsfindungsprozessen, Berufswechseln oder Karrierepfaden beschäftigen.
2. Individuelle Folgen der Berufsausübung: Die Ausübung eines Berufes ist mit unterschiedlichen positiven oder negativen Outcomes für die Berufstätigen verbunden. Beispiele für positive Outcomes sind Löhne oder soziale Integration im Rahmen der Berufstätigkeit. Ein Beispiel für nachteilige Folgen wären gesundheitliche Einschränkungen, z.B. aufgrund belastender Arbeitsbedingungen oder insgesamt hoher Arbeitsbelastung.
3. Berufsrelevante Makrostrukturen und deren Wandel: Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmen in hohem Maße das jeweilige Verhältnis von Beruf und sozialer Ungleichheit. Hierzu gehört zum Beispiel das jeweils maßgebliche Rechtsgefüge, welches Berufsvorschriften oder Lizenzierungen umfasst. Interessant sind zudem Fragen des historischen Wandels solcher Rahmenbedingungen sowie internationale Vergleiche.
4. Methodische Aspekte der Forschung zu Berufen: Hinsichtlich der Entwicklung und Operationalisierung von Indikatoren zur Messung struktureller Eigenschaften von Berufen, insbesondere der berufsbezogenen Ungleichheitsindikatoren, bestehen noch viele offene Forschungsfragen. Dazu gehören Fragen zur Erfassung des Berufs über verschiedene Klassifikationssysteme, spezifische Aspekte der statistischen Modellierung im Rahmen von berufsbezogenen Ungleichheitsanalysen sowie Fragen zum Umgang mit spezifischen Einschränkungen, die sich bei der gleichzeitigen Verwendung von Bildungs- und Berufskategorien in empirischen Analysen ergeben. -
IAB-Projekt
Frauenerwerbssituation in Engpassberufen (31.10.2013 - 30.01.2015)
Wydra-Somaggio, Gabriele;Projektbeschreibung
Die Erwerbsbeteiligung der Frauen hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Um den steigenden Fachkräftebedarf zu decken, sind die Möglichkeiten, Fachkräftepotenziale durch Aktivierung der Frauen aus Arbeitslosigkeit bzw. der Stillen Reserven deutlich gesunken. Daher muss das Potenzial unter den erwerbstätigen Frauen ermittelt werden. Hier gilt es nunmehr zu erörtern, inwieweit weiteres Fachkräftepotenzial bei den Beschäftigungsformen sowie bei der Zahl der gearbeiteten Stunden vorhanden ist. Darüber hinaus liegt der Fokus auf der Erwerbsbeteiligung und -situation der Frauen in den Engpassbereichen. Daher ist in der vorliegenden Analyse die effektive Nutzung des Arbeitskräftepotenzials der Frauen gerade im Hinblick auf die Diskussion um den Fachkräftebedarf von besonderem Interesse. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen hierbei die Engpassbereiche, deren Bedarf nicht durch das vorhandene Arbeitsangebot (Erwerbstätige und Arbeitslose mit der gesuchten Qualifikation) gedeckt werden kann. Es wird untersucht, wie die Erwerbssituation der Frauen in den Engpassbereichen ist. Konkret wird der Frage nachgegangen, ob Potenzial bei Frauen in diesen Bereichen genutzt wird. Hierbei liegt der Fokus auf der Beschäftigungssituation der Frauen insgesamt, ebenso wie auf der Struktur der verschiedenen Beschäftigungsformen, wie Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung in den Engpassbereichen. Die Analyse stellt mehr eine Bestandsaufnahme als eine Entwicklungsperspektive der Frauenerwerbstätigkeit dar, an Hand derer aufgezeigt werden kann, wo das Potenzial in Form von Beschäftigungsformen am höchsten ist.
Beteiligte aus dem IAB
Wydra-Somaggio, Gabriele; -
IAB-Projekt
Female labour supply and maternity leave - A comparison between East and West Germany (31.07.2013 - 30.12.2023)
Schönberg, Uta; Schönberg, Uta;Projektbeschreibung
Das Ziel dieses Projektes ist es, Unterschiede im Rückkehrverhlaten der ost- und westdeutschen Mütter nach der Geburt ihres Kindes aufzuzeigen.
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IAB-Projekt
Berufsrückkehr im Partnerschaftskontext - Vignettenexperiment (12.03.2013 - 29.09.2020)
Diener, Katharina;Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht Determinanten des beruflichen Wiedereinstiegs von Frauen nach einer familienbedingten Erwerbspause und berücksichtigt hierbei die Sicht der Wiedereinsteigerinnen, aber auch ihrer Partner. Um abbilden zu können, unter welchen Bedingungen sich das Paar den beruflichen Wiedereinstieg der Partnerin vorstellen kann, werden den Paaren in einer Vignettenanalyse hypothetische Stellenangebote unterbreitet und ihre Bereitschaft zur Stellenannahme abgefragt. Zusätzlich wird erfasst, ob Änderungen bezüglich der Aufteilung der Haushaltsarbeit, Kinderbetreuung oder der Arbeitszeit des Partners für die Stellenannahme umgesetzt werden müssten.
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IAB-Projekt
Maternity benefits and mothers' labor market outcomes after childbirth (28.02.2013 - 29.06.2022)
Schönberg, Uta; Schönberg, Uta;Projektbeschreibung
In diesem Projekt untersuchen wir die Auswirkungen einer Reform im Erziehungsgeldes, die 2007 eingeführt wurde, auf den Arbeitsmarkterfolg von Müttern.
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IAB-Projekt
Berufliche Geschlechtersegregation und ihre Bedeutung für die (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten im deutschen Arbeitsmarkt (31.05.2012 - 30.05.2015)
Kleinert, Corinna;Projektbeschreibung
In diesem Projekt wird die Bedeutung von Berufen, die für den Erwerbsverlauf in Deutschland besonders
prägend sind, für die (Re-)Produktion von Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt untersucht.
Aus der bisherigen Forschung ist bekannt, dass typische Frauen- und Männerberufe mit ungleichen
Arbeitsmarktchancen einhergehen. Daher analysieren wir die ungleichheitsrelevanten Konsequenzen der
beruflichen Geschlechtersegregation, sowohl auf beruflicher als auch individueller Ebene. Zunächst
untersuchen wir auf beruflicher Ebene, ob und wie sich Frauen- und Männerberufe abgesehen von ihrer
Geschlechterzusammensetzung unterscheiden, zum Beispiel hinsichtlich ihres Lohnniveaus, ihrer
Arbeitszeitausgestaltung oder ihrer Qualifikationserfordernisse. Darauf aufbauend prüfen wir, wie sich
diese beruflichen Merkmale auf den individuellen Erwerbsverlauf auswirken und ob sie dadurch zur (Re-
)Produktion von Geschlechterungleichheiten beitragen. Zur empirischen Analyse beider Fragen bauen wir
auf Basis des SIAB und des Mikrozensus ein Berufspanel auf, mit dem wir längerfristige Trends der
beruflichen Geschlechtersegregation und deren Zusammenspiel mit anderen beruflichen Merkmalen
nachzeichnen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden benutzt, um ungleichheitsrelevante Indikatoren
der Berufsstruktur zu identifizieren. Diese werden den NEPS-Daten der Startkohorte 6 zugespielt und
deren ungleichheitserzeugende Wirkung auf verschiedene Stationen weiblicher und männlicher
Erwerbsverläufe analysiert, wie den Eintritt in den Arbeitsmarkt, die Karrieremobilität sowie
Erwerbsunterbrechungen und Wiedereinstiege.Beteiligte aus dem IAB
Bächmann, Ann-Christin; -
IAB-Projekt
Berufliche Segregation in Betrieben und Lohndiskriminierung von Frauen (28.02.2010 - 30.12.2011)
Ludsteck, Johann;Projektbeschreibung
Der Nobelpreisträger G. Akerlof erklärt die Persistenz der Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt mit der Theorie sozialer Identität: Wenn die Identität bzw. das Rollenverständnis von Männern durch Zusammenarbeit mit Frauen beeinträchtigt wird, müssen sie dafür (z.B. durch Lohnprämien) kompensiert werden. Im Rahmen des Projekts wird diese These empirisch überprüft. Gemäß Akerlof’s Hypothese müsste die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen steigen, wenn der Grad beruflicher Segregation innerhalb von Betrieben sinkt, weil dann Männer eher mit Frauen direkt zusammenarbeiten und dafür kompensiert werden. Nach ersten Voruntersuchungen ist das Gegenteil der Fall. In Rahmen des Projekts erfolgt auch eine Weiterentwicklung der für Diskriminierungsanalysen wichtigen Oaxaca-Blinder-Zerlegung.
Beteiligte aus dem IAB
Ludsteck, Johann; -
IAB-Projekt
Social Interactions in Female Labor Supply (31.08.2008 - 30.08.2012)
Schönberg, Uta; -
IAB-Projekt
Effects of Labor Market Institutions on Wives' Income Parity at Home: A Cross-National Study of Advanced Industrial Countries (31.08.2007 - 30.12.2011)
Hethey-Maier, Tanja;Projektbeschreibung
This paper explores how likely it is for a woman to find herself in an egalitarian household. It asks if women in some countries are more likely than their peers elsewhere to attain economic parity vis-à-vis their husbands by becoming earners of equal importance in terms of their contribution to household economy.
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- Erwerbsbeteiligung von Frauen
- Erwerbsbeteiligung von Männern
- Kinderbetreuung und Pflege
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- Berufsrückkehr – Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt
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- Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede
- Familienpolitische Rahmenbedingungen
- Aktive/aktivierende Arbeitsmarktpolitik
- Arbeitslosigkeit und passive Arbeitsmarktpolitik
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