Gender und Arbeitsmarkt
Das Themendossier "Gender und Arbeitsmarkt" bietet wissenschaftliche und politiknahe Veröffentlichungen zu den Themen Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern, Müttern und Vätern, Berufsrückkehrenden, Betreuung/Pflege und Arbeitsteilung in der Familie, Work-Life-Management, Determinanten der Erwerbsbeteiligung, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede, familien- und steuerpolitische Regelungen sowie Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Männer.
Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Erwerbsbeteiligung von Frauen
- Erwerbsbeteiligung von Männern
- Kinderbetreuung und Pflege
- Berufliche Geschlechtersegregation
- Berufsrückkehr – Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt
- Dual-Career-Couples
- Work-Life
- Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede
- Familienpolitische Rahmenbedingungen
- Aktive/aktivierende Arbeitsmarktpolitik
- Arbeitslosigkeit und passive Arbeitsmarktpolitik
- geografischer Bezug
-
Literaturhinweis
Does Performance Pay Increase the Risk of Worker Loneliness? (2026)
Zitatform
Baktash, Mehrzad B. (2026): Does Performance Pay Increase the Risk of Worker Loneliness? In: Kyklos, Jg. 79, H. 1, S. 129-148. DOI:10.1111/kykl.70018
Abstract
"Increased wages and productivity associated with performance pay can be beneficial to both employers and employees. However, performance pay can also entail unintended consequences for workers' well-being. This study is the first to systematically examine the association between performance pay and loneliness, a significant policy-relevant social well-being concern. Using representative survey data from Germany, I show that performance pay is significantly associated with increased loneliness. Correspondingly, performance pay is negatively associated with the social life satisfaction of workers. Investigating the transmission channels reveals work hours, earnings, conflict with coworkers, and conflict with the life partner as important mediators. The key findings also hold in sensible instrumental variable estimations, addressing the potential endogeneity of performance pay and in various robustness checks. Finally, implications are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Debiasing entrepreneurial careers: A field experiment on female role model effects on entrepreneurial self-efficacy and early-stage career choices (2026)
Bechthold, Laura; Huber, Laura Rosendahl; Eddleston, Kimberly A.;Zitatform
Bechthold, Laura, Laura Rosendahl Huber & Kimberly A. Eddleston (2026): Debiasing entrepreneurial careers: A field experiment on female role model effects on entrepreneurial self-efficacy and early-stage career choices. In: Journal of business venturing, Jg. 41, H. 3. DOI:10.1016/j.jbusvent.2026.106582
Abstract
"Women remain underrepresented not only as founders but also as employees – or “joiners” – in young and small firms, limiting their exposure to entrepreneurial environments that often serve as critical pathways to venture creation. To address this gap, we investigate whether introducing female entrepreneur role models in educational settings can shape young women's entrepreneurial self-efficacy and early career choices. Drawing on role congruity theory and social cognitive career theory (SCCT), we conducted a field experiment involving over 430 university students and 98 early-stage entrepreneurs. Using a pre-test/post-test design and longitudinal tracking of early career choices, we explore the causal effects of exogenously assigned female role models on students' decisions to join a young or small firm. We find that exposure to social interactions with female entrepreneurs significantly boosts female students' entrepreneurial self-efficacy. More importantly, women who were paired with a female entrepreneur were over 10% more likely to join a young firm after graduation compared to those assigned to a male entrepreneur. Mediation analysis confirms that entrepreneurial self-efficacy is a key mechanism linking exposure to same-sex role models with women's decision to join a young firm. These findings highlight the potential of targeted role model interventions to reduce gender disparities in entrepreneurial entry pathways and expand the diversity of entrepreneurial ecosystems." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 The Authors. Published by Elsevier Inc.) ((en))
-
Literaturhinweis
Geschlechtergerecht gestalten: Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (2026)
Zitatform
Bothfeld, Silke, Christian Hohendanner, Petra Schütt & Aysel Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Frankfurt: Campus Verlag, 471 S. DOI:10.12907/978-3-593-45932-5
Abstract
"Trotz zahlreicher Bemühungen und Erfolge in der Gleichstellungspolitik seit Ende der 1990er Jahre bestehen in der Praxis nach wie vor erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt. Frauen haben nach wie vor geringere Erfolgsaussichten beim Zugang und beim Verbleib in Beschäftigung, ihre Bezahlung und ihre Aufstiegsmöglichkeiten sind schlechter. Die Beiträge dieses Bandes bieten einen umfassenden Überblick über die aktuelle geschlechtsbezogene Arbeits(marktpolitik-)forschung. Mit einem multiperspektivischen Blick auf den vergeschlechtlichten Arbeitsmarkt gelingt es dem Band, historische Aspekte, Gegenwartsanalysen sowie gesellschaftliche Transformationsprozesse und Lösungsansätze zu verbinden." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Berufliche Geschlechtersegregation in Deutschland: Entwicklungen, Erklärungen, regionale und qualifikatorische Unterschiede (2026)
Zitatform
Bächmann, Ann-Christin, Michaela Fuchs, Volker Kotte & Brigitte Schels (2026): Berufliche Geschlechtersegregation in Deutschland: Entwicklungen, Erklärungen, regionale und qualifikatorische Unterschiede. In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 175-190, 2025-02-10.
Abstract
"Die berufliche Geschlechtersegregation erweist sich als zentrales und persistentes Charakteristikum des deutschen Arbeitsmarktes. Geschlecht fungiert als soziale Ordnungsstruktur im Prozess der Berufswahl und des Matching von Personen zu Stellen (Buchmann/Kriesi 2012). Wirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte konnten zwar zu einer leichten Reduzierung der Segregation beitragen, die berufliche Trennung von Männern und Frauen aber bei weitem nicht auflösen. Sie variiert zudem stark zwischen Regionen und Qualifikationsniveaus. Der Überwindung der beruflichen Geschlechtersegregation wird eine Schlüsselrolle für die Bewältigung der Herausforderungen im Wandel der Arbeitswelt zugeschrieben (Nationale Akademie der Wissenschaften/Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2024). Gerade vor dem Hintergrund steigender Fachkräftebedarfe müssen politische Handlungsmöglichkeiten zur Reduzierung beruflicher Geschlechtersegregation stärker ausgeschöpft werden. Gesellschaftlich wäre dieses Ziel zudem erstrebenswert, um jungen Menschen eine »freie Berufswahl« nach Talenten und Interessen zu ermöglichen, die nicht von Geschlechterstereotypen beschränkt wird. Politische Stellschrauben zu identifizieren, gestaltet sich vor dem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren, wie Geschlechterstereotypen, Rollenvorstellungen, Interessen und Präferenzen, die in Angebot und Nachfrage hineinwirken, als herausfordernd. Bisherige Initiativen wie etwa der girls’ day oder boys’ day zeigen wenig Wirkung, was mitunter auch daran liegen mag, dass sie relativ spät in der Jugend ansetzen, wenn Vorstellungen zur Geschlechtstypik von Berufen schon geprägt wurden (siehe auch Jeanrenaud in diesem Band). Empirisch zeigt sich, dass bspw. Rollenvorbilder einen Beitrag leisten können, um Segregationsmuster zu durchbrechen (Beckmann u.a. 2023). Zudem könnte mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem, etwa zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung, Möglichkeiten eröffnen, frühe geschlechtstypische Entscheidungen zu revidieren (Imdorf u.a. 2016). Auch die Adaption der Arbeitsbedingungen und -organisation in segregierten Berufsfeldern kann ein Ansatzpunkt sein, bspw. könnte eine bessere Bezahlung in Pflegeberufen diesen Bereich auch für junge Männer attraktiver machen. Mit Blick in die Zukunft ist abzuwarten, wie sich die zentralen Arbeitsmarktentwicklungen der kommenden Jahre auf die berufliche Trennung von Männern und Frauen auswirken. Neben dem Fachkräftemangel könnten gerade die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsprozessen und Tätigkeiten sowie die Entwicklung neuer Berufe in der sogenannten »neuen Arbeitswelt« zusätzliche Dynamik in die berufliche Trennung der Geschlechter bringen. Erste Erkenntnisse verweisen jedoch darauf, dass diese Entwicklungen bekannte Geschlechterunterschiede eher reproduzieren als verringern (z.B. Genz/Schnabel 2023; Petroff/Fierro 2023). Zentral wird es sein, auch in Zukunft die Entwicklung der beruflichen Geschlechtersegregation und ihre Ursachen und Auswirkungen empirisch zu untersuchen und die Ergebnisse im gesamtgesellschaftlichen Diskurs zu berücksichtigen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Rolle von Firmen für Geschlechterungleichheit (2026)
Zitatform
Collischon, Matthias & Florian Zimmermann (2026): Die Rolle von Firmen für Geschlechterungleichheit. In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 253-267, 2025-10-05.
Abstract
"Dieser Beitrag untersuchte zwei Mechanismen, durch die Firmen zur Geschlechterungleichheit beitragen können. Erstens könnten Frauen seltener in Hochlohnfirmen arbeiten und zweitens könnten Frauen in derselben Firma geringere Löhne gezahlt werden. Im Hinblick auf die Arbeit in unterschiedlichen Firmen zeigt sich, dass Frauen seltener in Firmen arbeiten, die im Durchschnitt ein höheres Gehalt zahlen. Die Forschung deutet darauf hin, dass diese Segregation – also die Aufteilung von Frauen in Niedriglohnfirmen und Männern in Hochlohnfirmen – einerseits von Arbeitgeberseite bedingt ist, beispielsweise durch Diskriminierung oder durch soziale Schließung. Andererseits können Frauen sich aber auch gezielt bei Firmen bewerben, die geringere Löhne durch andere Vorteile kompensieren, wie beispielsweise seltenere Überstunden (vgl. Cha/Weeden 2014). Insgesamt können Unterschiede zwischen den Firmen, in denen Männer und Frauen arbeiten, rund ein Drittel der bereinigten Geschlechterlohnlücke erklären. Diese immer noch große, verbleibende Lohnlücke zeigt jedoch, dass es auch innerhalb von Betrieben noch Faktoren geben muss, die zu Geschlechterlohnlücken beitragen. Deshalb betrachteten wir im zweiten Schritt Lohnungleichheiten in Firmen und die Bedeutung des organisationalen Kontexts. Hierzu suchten wir gleichstellungsorientierte organisationale Maßnahmen, den Anteil von Managerinnen in Firmen und die Rolle von Tarifverträgen. Hier zeigt die Forschung, dass es jeweils Zusammenhänge mit Geschlechterlohnlücken gibt, diese jedoch nicht immer einfachen Mustern folgen. Beispielsweise könnten eine Erhöhung des Frauenanteils im Management und die Einführung betrieblicher nahmen die Geschlechterlohnlücke verringern. Für Tarifverträge hingegen ist das Bild uneindeutig. Die Forschung zeigt zwar, dass Lohnlücken in Betrieben, in denen Tarifverträge gelten, kleiner sind, jedoch verringert die Einführung eines Tarifvertrags die Lohnlücke nicht nachweislich. Insgesamt zeigt sich also, dass sowohl Segregation in verschiedene Firmen als auch der organisationale Kontext in Firmen einen substanziellen Teil der Geschlechterlohnlücke erklären kann, jedoch bleibt trotzdem ein unerklärter Rest übrig. Beispielsweise würde selbst bei Erhöhung des Frauenanteils im Management auf Parität, also 50 Prozent, immer noch eine Geschlechterlohnlücke verbleiben (Zimmermann, 2022). Zusammengefasst kann der Blick auf die Ebene von Firmen somit viel zum Verständnis der Geschlechterlohnlücke beitragen, aber sie sind nur Teil eines größeren Puzzles. Dies unterstreicht, wie vielschichtig das Problem der Geschlechterungleichheit ist und dass Maßnahmen auf vielen Ebenen - bei Individuen, in Betrieben, durch die Gesetzgebung - notwendig sind, um diese Lücken zu schließen. Weiterhin besteht auch auf der Firmenebene viel Forschungsbedarf. Während beispielsweise die Repräsentation von Frauen in verschiedenen Führungsebenen untersucht wurde, wissen wir wenig über die genauen Tätigkeiten einzelner Manager:innen, meist werden unterschiedliche Aufgabenbereiche zusammen gefasst. Somit könnte die Kategorisierung in Führungsebenen zu grob sein und eine Unterteilung nach genauen Tätigkeitsprofilen tiefere Einblicke in zugrundeliegende Mechanismen geben. Auf ähnliche Weise sind die untersuchten Maßnahmen in größere Kategorien zusammengefasst, die keine detaillierteren Aussagen erlauben. Schließlich ist auch noch unbekannt, ob die angebotenen Maßnahmen tatsächlich genutzt werden und ob deren Nutzung zur Verringerung der Lohnlücke beiträgt oder das Angebot alleine ausreicht." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Stratification of post-birth labour supply in a high- and low- maternal employment regime (2026)
Zitatform
Filser, Andreas, Pascal Achard, Corinna Frodermann, Dana Müller & Sander Wagner (2026): Stratification of post-birth labour supply in a high- and low- maternal employment regime. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 102, 2026-01-30. DOI:10.1016/j.rssm.2026.101133
Abstract
"This paper compares the magnitude and stratification of motherhood employment penalties in France and Germany, two countries with contrasting institutional orientations towards maternal employment. While prior research has documented cross-national variation in the size of motherhood penalties, less is known about how macro-level contexts shape their stratification across socioeconomic groups. Using harmonized administrative employment data on 18,948 French and 72,632 German mothers, who were employed prior to first birth between 1997 and 2014, we estimate labour market participation trajectories for five years following childbirth. Across both countries, women with higher pre-birth income, higher education, and employment in higher-wage firms experience substantially smaller reductions in labour supply, with income emerging as the strongest stratifying dimension. Motherhood penalties are markedly smaller in France, amounting to less than one-third of the reduction observed in Germany. Yet penalties in France are more strongly stratified: mothers in the lowest income quintile experience participation losses 3.14 times larger than mothers in the highest quintile, compared to a ratio of 1.17 in Germany. Within Germany, East German mothers face smaller but more stratified penalties than West German mothers. Finally, we test whether the macro-level pattern of larger penalties associated with weaker stratification also generalizes to 65 NUTS-2 regions. We find no systematic association between the size and stratification of motherhood penalties at the regional level. The findings suggest that institutional contexts supporting high maternal employment reduce overall penalties but pose particular challenges for mothers from lower socio-economic backgrounds who reintegrate less rapidly into the labour market." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 The Authors. Published by Elsevier Ltd.) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeits- und Betreuungsarrangements von Familien mit kleinen Kindern: Gesellschaftliche Einstellung zu Erwerbstätigkeit von Müttern und externer Kinderbetreuung (2026)
Zitatform
Frodermann, Corinna, Eileen Peters, Marie-Fleur Philipp & Claudia Wenzig (2026): Arbeits- und Betreuungsarrangements von Familien mit kleinen Kindern: Gesellschaftliche Einstellung zu Erwerbstätigkeit von Müttern und externer Kinderbetreuung. (IAB-Kurzbericht 02/2026), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2602
Abstract
"Die Förderung der Erwerbsintegration von Frauen und speziell von Müttern ist ein zentrales Thema der Arbeitsmarkt- und Gleichstellungspolitik. Entscheidend für eine Erwerbsaufnahme von Müttern sind dabei nicht nur die Bedingungen am Arbeitsmarkt und die vorhandenen Möglichkeiten der externen Kinderbetreuung, sondern auch die Einstellung zu Familie und Beruf. Vor diesem Hintergrund untersuchen die Autorinnen Normvorstellungen in der Bevölkerung zur außerhäuslichen Betreuung von Kindern und zur Erwerbstätigkeit von Müttern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Durchschnittliches Alter des Kindes, zu dem Frauen und Männer externe Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit der Mütter als angemessen empfinden
- Einstellung der Bevölkerung zur Erwerbstätigkeit von Müttern und zur externen Betreuung von Kindern
- Einflussgrößen der Einstellungen zur ganztägigen Kinderbetreuung und zur Vollzeiterwerbstätigkeit der Mütter
- Durchschnittliches Alter des Kindes, zu dem die Befragten externe Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit der Mütter als angemessen empfinden
- Anteile der Befragten, die eine externe Kinderbetreuung und eine Erwerbstätigkeit der Mütter bei einem bestimmten Alter des Kindes als angemessen empfinden
- Einstellungen von Frauen und Männern zur ganztägigen Kinderbetreuung und Vollzeiterwerbstätigkeit der Mütter - Unterschiede nach eigener Elternschaft
-
Literaturhinweis
Der Gender-Pay-Gap wird kleiner – jedoch nicht in allen Regionen (2026)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Anja Rossen, Antje Weyh & Gabriele Wydra-Somaggio (2026): Der Gender-Pay-Gap wird kleiner – jedoch nicht in allen Regionen. In: IAB-Forum H. 23.02.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260223.01
Abstract
"Zwar wird der Gender-Pay-Gap, also die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern, in Deutschland seit einigen Jahren langsam kleiner. Frauen verdienen im Schnitt aber nach wie vor deutlich weniger als Männer. Der Rückgang zeigt sich zudem nicht in allen Regionen Deutschlands: In 15 von 400 Kreisen ist der Gender-Pay-Gap zwischen 2019 und 2024 sogar gestiegen. Diese gegensätzlichen Entwicklungen hängen mit unterschiedlichen Veränderungen in der regionalen Lohn-, Betriebsgrößen- und Berufsstruktur zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Regionale Unterschiede im Gender-Pay-Gap in Deutschland 2024 (2026)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Anja Rossen, Antje Weyh & Gabriele Wydra-Somaggio (2026): Regionale Unterschiede im Gender-Pay-Gap in Deutschland 2024. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 16 S.
Abstract
"Die vorliegenden Auswertungen beinhalten Angaben zum Tagesentgelt sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigter Frauen und Männer sowie zum unbereinigten und bereinigten Gender-Pay-Gap in den Bundesländern und Kreisen Deutschlands für das Jahr 2024. Nähere Erläuterungen zu den Einflussfaktoren auf die unterschiedlichen regionalen Gender-Pay-Gaps sowie zur zeitlichen Entwicklung finden sich im IAB-Forumsbeitrag von Fuchs, Rossen, Weyh und Wydra-Somaggio (2026)." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen finden Sie in dem Beitrag im Online Magazin IAB-Forum -
Literaturhinweis
Erwerbsbeteiligung von Frauen ab 45: Empirische Evidenz zum Einfluss finanzieller Anreize (2026)
Zitatform
Herrmann, Fiona, Lavinia Kinne & Katharina Wrohlich (2026): Erwerbsbeteiligung von Frauen ab 45. Empirische Evidenz zum Einfluss finanzieller Anreize. Gütersloh, 88 S. DOI:10.11586/2026036
Abstract
"Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des damit einhergehenden zunehmenden Drucks auf die sozialen Sicherungssysteme werden aktuell die Erwerbsbeteiligung und die wöchentliche Erwerbsarbeitszeit von Frauen diskutiert. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen und liegt mit über 75 Prozent im internationalen Vergleich sehr hoch. Allerdings ist auch der Anteil der Teilzeitbeschäftigten unter den Frauen sehr hoch. Dies ist nicht nur bei Frauen mit jungen Kindern, sondern auch in der Altersgruppe ab 45 Jahren zu beobachten. Ein großer Teil der beschäftigten Frauen ist von der Phase der Familiengründung bis zum Ende ihrer Erwerbstätigkeit in Teilzeit erwerbstätig. Dadurch entsteht eine große geschlechtsspezifische Lücke in der Erwerbsarbeit, die auch negative Auswirkungen auf die Alterseinkünfte von Frauen hat. In dieser Studie werden die Gründe für den hohen Teilzeitanteil von Frauen in der Altersgruppe ab 45 Jahren untersucht. Dazu wurde eine Befragung der Zielgruppe (Frauen im Alter von 45 bis 66 Jahren) mit einem Vignetten-Experiment kombiniert. Dies ermöglicht es, nicht nur die Gründe für die aktuellen Erwerbsentscheidungen der Befragten zu ermitteln, sondern auch ihre Einstellungen zur Erwerbstätigkeit in verschiedenen Szenarien zu erheben. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich unter anderem die Wirkungen finanzieller Anreize auf die Erwerbsentscheidungen von Frauen ableiten. Die Ergebnisse der Befragung zu den Gründen der aktuellen Erwerbsentscheidungen der Befragten zeigen, dass die meisten der nicht erwerbstätigen 45–66-jährigen Frauen aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf aufgegeben haben. Fast ein Drittel der Befragten gab auch an, dass es sich für sie finanziell nicht lohnen würde, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Die in Teilzeit beschäftigten Frauen gaben als Gründe für diese Wahl mehrheitlich an, Zeit für die Familie zu benötigen bzw. eine Vollzeittätigkeit als zu hohe körperliche Belastung zu empfinden. In dieser Gruppe gab sogar fast die Hälfte der Befragten an, dass sich eine Ausweitung der Erwerbstätigkeit finanziell zu wenig lohnen würde. Im Vignetten-Teil der Studie wurden den Befragten hypothetische Szenarien vorgelegt, die sich nach der Höhe des Stundenlohnes, der Art der Aufteilung der Sorgearbeit im Haushalt, den Arbeitsbedingungen und der -flexibilität sowie der Art der Besteuerung (gemeinsame versus getrennte Veranlagung) unterschieden. Die Befragten wurden gebeten, die aus ihrer Sicht optimale Arbeitszeit für die Frauen in diesen hypothetischen Situationen anzugeben. Die Ergebnisse zeigen, dass veränderte finanzielle Anreize durch ein alternatives Steuerszenario die Erwerbsbeteiligung und die durchschnittlichen Erwerbsarbeitsstunden signifikant erhöhen würden. Insbesondere würde der Anteil der Frauen in Minijobs dadurch zugunsten einer höheren Vollzeit- und Teilzeit-Erwerbstätigkeit sinken. Auch die Aufteilung der Sorgearbeit und die Arbeitsbedingungen beeinflussen die gewählte Arbeitszeit. Unabhängig von der Aufteilung der Sorgearbeit und der Art der Arbeitsbedingungen zeigt die Vignetten-Befragung jedoch, dass finanzielle Anreize in allen Fällen eine wichtige Rolle spielen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Bertelsmann Stiftung)
-
Literaturhinweis
Gender-Specific Application Behaviour, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap (2026)
Zitatform
Lochner, Benjamin & Christian Merkl (2026): Gender-Specific Application Behaviour, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap. In: The Economic Journal, Jg. 136, H. 673, S. 97-124., 2025-05-08. DOI:10.1093/ej/ueaf037
Abstract
"This paper examines how gender-specific application behavior, firms’ hiring practices, and flexibility demands relate to the gender earnings gap, using linked data from the German Job Vacancy Survey and administrative records. Women are less likely than men to apply to high-wage firms with high flexibility requirements, although their hiring chances are similar when they do. We show that compensating differentials for firms’ flexibility demands help explain the residual gender earnings gap. Among women, mothers experience the largest earnings penalties relative to men in jobs with high flexibility requirements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "Gender-Specific Application Behavior, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap" als: LASER discussion papers, 139
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "Gender-Specific Application Behavior, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap" als: IAB-Discussion Paper, 22/2022
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: CESifo working paper, 11813
-
Literaturhinweis
Update: Identifying mothers in administrative data (2026)
Zitatform
Müller, Dana, Andreas Filser, Corinna Frodermann & Arnim Seidlitz (2026): Update: Identifying mothers in administrative data. (FDZ-Methodenreport 01/2026 (en)), Nürnberg, 13 S. DOI:10.5164/IAB.FDZM.2601.en.v1
Abstract
"Die administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit bieten eine wichtige Datenbasis für die Arbeitsmarktforschung. Welche Informationen gesammelt werden, ist über die Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit definiert. Daher sind nicht alle Informationen in den Daten enthalten, die für verschiedene Forschungsfragen relevant sind. Das betrifft zum Beispiel Informationen zu der Geburt von Kindern, die wichtig für die Analyse der Erwerbsbiografien von Frauen sein können. Nach wie vor unterbrechen insbesondere Mütter ihre Erwerbstätigkeit, um sich der Kinderbetreuung zu widmen. Diese Erwerbsunterbrechungen können unterschiedliche Effekte auf die Erwerbsbiografien von Müttern haben, wie z.B. Lohneinbußen, Karrierenachteile oder vermehrte Teilzeitbeschäftigung. Die FDZ-Methodenreports 13/2017 und 02/2022 (Müller/Strauch 2017; Müller et al. 2022) zeigten eine Möglichkeit, familienbedingte Erwerbsunterbrechungen mit Hilfe indirekter Identifikatoren in den administrativen Daten zu ermitteln. Mit dem vorliegenden FDZ-Methodenreport wurde diese Identifikationsstrategie aktualisiert und an neue Datensatzversionen angepasst. Wir validieren unsere Identifikationsstrategie mit Hilfe offizieller Geburtsstatistiken. Der Programmcode wird als Anhang zur Verfügung gestellt und kann nach Bedarf angepasst werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
ursprüngliche Version -
Literaturhinweis
Being the boss at work and at home – Self-employment and conflicts between partners (2026)
Zitatform
Schneck, Stefan (2026): Being the boss at work and at home – Self-employment and conflicts between partners. In: Journal of Behavioral and Experimental Economics, Jg. 121. DOI:10.1016/j.socec.2025.102506
Abstract
"The self-employed are their own bosses and make independent decisions on how to achieve their goals. We ask if the self-employed not only make professional decisions but also interfere in the private decisions of their partners. Using unique German panel data designed to study intimate relationships, we show a positive relationship between complaints about interference and the self-employment status of partners, which indicates that the self-employed dominate in business and private life. Estimates explaining the frequency of disagreements and quarrels between partners reveal that tensions are more commonly reported by respondents with self-employed partners. Moreover, we show that partners exercising control over their partners are a major source of conflicts at home. In this regard, the significant effect of having a self-employed partner can be attributed to the degree of governance the partner exercises over the respondent’s life. This study is the first to suggest that decision autonomy in the work sphere is associated with dominance in private life, harming relationships." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 The Author.Published by Elsevier Inc.) ((en))
-
Literaturhinweis
Take it or leave it: how maternal leave duration affects societal perceptions of women in Germany and Israel (2026)
Zitatform
Stertz, Anna M. & Ronit Waismel-Manor (2026): Take it or leave it: how maternal leave duration affects societal perceptions of women in Germany and Israel. In: Community, work & family, S. 1-9. DOI:10.1080/13668803.2026.2621075
Abstract
"This research investigates how the duration of parental leave taken by working mothers influences ‘ideal worker’ and ‘good mother’ norms perceptions in two distinct cultural and policy contexts: Germany (N\u2009=\u2009262; main activity: 65.9% university students, 26.7% paid work) and Israel (N\u2009=\u2009504; main activity: 100% university students, of whom 79.0% also engaged in paid work). In experimental online studies, participants evaluated a fictitious mother based on a vignette. Leave length was experimentally manipulated across four conditions: 4, 6, 12, and 36 months (the latter only in Germany). The results yielded similar trends in both countries. Mothers are more likely to be viewed as better parents if they take the longest leave offered, and as better workers if they take short periods of leave. Nevertheless, our results show that in both countries, the decision to take parental leave of any given length does not substantially harm evaluations toward working mothers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Ceilings: Gender Inequality in Hours, Earnings and Health (2026)
Strazdins, Lyndall ; Doan, Tinh ; Leach, Liana ; Pollmann-Schult, Matthias ; Kaiser, Till ; Li, Jianghong ;Zitatform
Strazdins, Lyndall, Tinh Doan, Liana Leach, Jianghong Li, Matthias Pollmann-Schult & Till Kaiser (2026): Ceilings: Gender Inequality in Hours, Earnings and Health. In: Social indicators research, Jg. 182. DOI:10.1007/s11205-026-03820-0
Abstract
"One reason gender earning gaps persist is that well-paid jobs presume long work hours, and these are incompatible with family care. Long hours also harm health, and the risks may increase for workers with care and domestic workloads, adding a gendered health penalty. Using representative, longitudinal data from Australia and Germany (144,430–153,659 observations for HILDA and SOEP surveys, respectively, 2002–2022), we model the interconnections between hours and health among men and women aged 25–64 years. Our models include hours spent on care and domestic work, to estimate the points at which working more gains earnings but incurs risks for health and how this may differ by gender. The results show that average health ceilings mirror standard work hours (38 to 43 h per week) in both countries, but this masks wide gender differences. Gender stratified models reveal that long work hours are relatively less harmful for men compared to women, and as work hours lengthen, the penalty to women’s physical and mental health increases. We further show how these differential health harms are linked to extra time spent on family care and domestic work. Our study extends theory on how gender inequality is maintained in organisations and in the labour market, and the need for policy action to limit long work hours." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Fertility and Family Leave Policies in Germany: Optimal Policy Design in a Dynamic Framework (2026)
Zitatform
Wang, Hanna (2026): Fertility and Family Leave Policies in Germany: Optimal Policy Design in a Dynamic Framework. (RF Berlin - CReAM Discussion Paper Series 2026,29), Berlin, 71 S.
Abstract
"I develop and estimate a life-cycle discrete-choice model of fertility and female labor supply to study the optimal design of a range of child-related policies. First, I examine two German reforms that introduced wage-contingent parental leave payments and expanded access to low-cost public childcare. I find that both reforms raised completed fertility, with the parental leave reform having a particularly strong impact on highly educated women. Second, I solve for a budget-neutral optimal policy portfolio that maximizes either aggregate welfare or fertility, while ensuring that welfare and fertility do not decline for any education group. I consider four prominent child subsidies as well as the degree of tax jointness. My results show that optimal policy has the potential to increase welfare by 0.5% or fertility by 5.7%. While the solutions are qualitatively similar, they prioritize different policy instruments depending on the specific objective being targeted." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Das Arbeitskräftepotenzial von Frauen - ein Weg aus dem Fachkräftemangel? (2026)
Zitatform
Wanger, Susanne (2026): Das Arbeitskräftepotenzial von Frauen - ein Weg aus dem Fachkräftemangel? In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 75-90, 2025-02-11.
Abstract
"Trotz zunehmender Erwerbstätigkeit bleibt die Erwerbsbeteiligung von Frauen hinter deren Präferenzen zurück. Das unausgeschöpfte Erwerbspotenzial von teilzeitbeschäftigten Frauen, die ihre Arbeitszeit ausdehnen möchten, entspricht derzeit knapp 700.000 Vollzeitäquivalenten. Die Realisierung der Arbeitszeitwünsche und die Ausschöpfung des ungenutztem Arbeitsvolumens bei Frauen verlangt jedoch die Schaffung von günstigen Rahmenbedingungen, wie etwa bedarfsgerechte Kinderbetreuung und stärkere finanzielle Anreize für eine gleichmäßigere Aufteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in Sachsen – Regionale Unterschiede und Entwicklung (2026)
Zitatform
Weyh, Antje, Michaela Fuchs & Anja Rossen (2026): Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in Sachsen – Regionale Unterschiede und Entwicklung. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 01/2026), Nürnberg, 32 S. DOI:10.48720/IAB.RES.2601
Abstract
"Der vorliegende Beitrag untersucht den Gender Pay Gap und seine Bestimmungsfaktoren in den Jahren 2019 und 2024 im regionalen Vergleich zwischen Deutschland, Ostdeutschland, Sachsen und den sächsischen Kreisen. Die zentrale Datenbasis dafür bildet die Beschäftigtenhistorik des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. In Sachsen lag der unbereinigte Gender Pay Gap für Vollzeitbeschäftige in 2024 mit 6,7 Prozent über dem Wert für Ostdeutschland mit 5,1 Prozent, allerdings deutlich unterhalb des gesamtdeutschen Wertes von 17,2 Prozent. Gegenüber 2019 ging er sowohl in Sachsen, in Ostdeutschland als auch deutschlandweit weiter zurück. Insgesamt nehmen dabei sowohl die Unterschiede zwischen den Regionen, als auch die Unterschiede zwischen den Gender Pay Gap nach ausgewählten individuellen und betrieblichen Merkmalen weiter ab. Um ein detaillierteres Bild der Einflussgrößen des Gender Pay Gap zu erhalten, werden diese individuellen und betrieblichen Merkmale sowie eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren zudem im Rahmen einer Oaxaca-Blinder-Zerlegung betrachtet. Diese zeigt im erklärten Teil, dass vor allem die berufliche Orientierung von Frauen und Männern, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Qualifikation, die betriebliche Lohnstruktur und die Lohnhöhe nach wie vor entscheidende Einflussfaktoren auf die Höhe der Lohnlücke sind. Der unerklärte Teil der Zerlegung entspricht dem bereinigten Gender Pay Gap. Dieser fällt im Gegensatz zu Deutschland, in Ostdeutschland und Sachsen höher aus als der unbereinigte Gender Pay Gap. Frauen müssten aufgrund der messbaren, lohnbestimmenden Faktoren in Ostdeutschland und Sachsen somit mehr als Männer verdienen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The Gender Pay Gap in University Student Internships (2025)
Zitatform
Antoni, Manfred, Hans-Dieter Gerner, Robert Jäckle & Stefan Schwarz (2025): The Gender Pay Gap in University Student Internships. In: German Economic Review. DOI:10.1515/ger-2024-0130
Abstract
"Internships are an important and often mandatory part of academic education. They offer valuable insights into the labor market but can also expose students to negative aspects of the working world, such as gender pay disparities. We provide first evidence of a gender pay gap in mandatory internships, with women earning up to 21 % less per hour than men. This gap is not due to women choosing higher-quality internships over higher pay. Factors such as field of study, risk aversion, competitiveness, the focus of the internship, and firm characteristics account for a large share of the gap. Further analyses show that the internship pay gap is broadly similar to the wage gap at labor market entry among graduates. We discuss potential mechanisms through which the internship pay gap may be related to the entry wage gap." (Author's abstract, IAB-Doku, © DeGruyter Brill) ((en))
-
Literaturhinweis
Reducing the child penalty by incentivizing maternal part-time work? (2025)
Zitatform
Baertsch, Laurenz & Malte Sandner (2025): Reducing the child penalty by incentivizing maternal part-time work? In: Labour Economics, Jg. 95, 2025-07-08. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102759
Abstract
"Governments worldwide are discussing ways to increase maternal labor market participation and to reduce the child penalty. This study analyzes the long run effects of a paid parental leave reform in Germany, a country characterized by high rates of maternal part-time employment after childbirth. The reform introduced additional financial incentives for mothers to engage in part-time work during the first two years following childbirth. Using German social security records, we exploit the fact that only mothers whose child is born in or after July 2015 are eligible for the new part-time parental leave option in a Difference-in-Differences strategy. We find that the policy increased the probability that high-income mothers return to work during the first year after child birth by 2.1–2.8 percentage points ( 15%–20%). However, the policy does not affect maternal employment along the extensive or intensive margin (part-time or full-time work) in the long run (i.e. up to 4.5 years after child). This indicates that while the reform successfully encourages early part-time return to work among high-income mothers, it does not significantly reduce the child penalty. However, it does also not trap mothers in part-time employment." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
-
Literaturhinweis
Immigration and Adult Children's Care for Elderly Parents: Evidence from Western Europe (2025)
Zitatform
Berlanda, Andrea, Elisabetta Lodigiani & Lorenzo Rocco (2025): Immigration and Adult Children's Care for Elderly Parents: Evidence from Western Europe. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17984), Bonn, 41 S.
Abstract
"In this paper, we use the Survey of Health, Ageing, and Retirement in Europe (SHARE), complemented with register data on the share of the foreign population in the European regions, to examine the effects of migration on the level of informal care provided by children to their senior parents. Our main results show that migration decreases informal care among daughters with a university degree, while it increases the provision of informal care among daughters with low-to-medium levels of education. Viceversa, migration has practically no effect on sons’ care provision who remain little involved in care activities. These results depend on the combination of two supply effects. First, migration increases the supply of domestic and personal services, making formal care more affordable and available. Second, as immigrants compete with low-to-medium-educated native workers, while improve the labor market opportunities of the better educated, the supply of informal care can increase among the less educated daughters and decrease among the more educated." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Selection into maternity leave length and long-run maternal health in Germany (2025)
Zitatform
Bister, Lara, Peter Eibich, Roberta Rutigliano, Mine Kühn & Karen van Hedel (2025): Selection into maternity leave length and long-run maternal health in Germany. In: Journal of Social Policy, Jg. 54, H. 2, S. 528-547. DOI:10.1017/S0047279423000429
Abstract
"Existing literature shows the importance of maternity leave as a strategy for women to balance work and family responsibilities. However, only a few studies focused on the long-run impact of maternity leave length on maternal health. Therefore, how exactly they are related remains unclear. We examine women’s selection into different lengths of maternity leave as a potential explanation for the inconclusive findings in the literature on the association between maternity leave and maternal health. This study aims to unravel the association between maternity leave length and mothers’ long-term health in Germany. Drawing on detailed data from the German Statutory Pension Fund (DRV), we estimated the association between maternity leave length and sick leave from 3 years following their child’s birth for 4,243 women living in Germany in 2015 by applying discrete-time logistic regression. Our results show a negative relationship between maternity-leave length and long-term maternal health, likely driven by negative health selection. Long maternity leaves of more than 24 months were associated with worse maternal health in the long run, while a positive association emerged for vulnerable women with pre-existing health problems." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
A new look at pay disclosure: Employee initiatives, multiple perspectives, and voids in legal rules (2025)
Zitatform
Brandl, Julia, David G. Allen, Christian Grund & Anna Sender (2025): A new look at pay disclosure: Employee initiatives, multiple perspectives, and voids in legal rules. In: German Journal of Human Resource Management, Jg. 39, H. 3, S. 179-197. DOI:10.1177/23970022251346594
Abstract
"This article introduces the special issue on Pay disclosure: Implications for Human Resource Management in the German Journal of Human Resource Management. Previous research largely assumed employer agency in designing pay disclosure practices. Recent legislation regarding pay disclosure in many countries and an increasing role of employees have to be considered, though. Differences in actors’ attitudes toward pay disclosure and voids in legal rules then lead to multiple perspectives on the nature of pay disclosure. Based on the articles in this special issue, we outline how these themes constitute a challenge for managing actors and an exciting research opportunity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Väter, die länger in Elternzeit sind, arbeiten auch längerfristig weniger (Serie "Equal Pay Day 2025") (2025)
Zitatform
Bächmann, Ann-Christin, Andreas Filser & Corinna Frodermann (2025): Väter, die länger in Elternzeit sind, arbeiten auch längerfristig weniger (Serie "Equal Pay Day 2025"). In: IAB-Forum H. 07.04.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250407.01
Abstract
"Die Verdienste von Vätern, die nach der Geburt ihres ersten Kindes Elternzeit nehmen, steigen in den darauffolgenden Jahren im Schnitt etwas langsamer als die Verdienste von Vätern, die auf Elternzeit verzichten. Dies hängt stark damit zusammen, dass insbesondere Väter, die mehr als zwei Monate in Elternzeit gehen, danach zum Beispiel häufiger in Teilzeit arbeiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The Evolution of Hours Worked and the Gender Wage Gap: Theory and Evidence from Four Countries (2025)
Zitatform
Checchi, Daniele, Daniel Kreisman & Cecilia García-Peñalosa (2025): The Evolution of Hours Worked and the Gender Wage Gap: Theory and Evidence from Four Countries. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 18265), Bonn, 36 S.
Abstract
"We consider the contribution of the intensive margin of labor supply (hours worked above zero) to the gender wage gap across four economies (Germany, France, US, UK) over a long time-horizon. We first build a model in which firms offer two wage contracts – one that pays a fixed wage but allows workers to choose their preferred number of hours up to “full time”, and a second in which wages are relative to imperfectly observable productivity but hours can be limitless. The former includes part- and full-time work, while the latter represents a class of workers who often must supply very long hours but who can then earn potentially unlimited remuneration. We then apply a Oaxaca decomposition for part-, full-, and over-time workers to observe the relative contribution of sorting and remuneration across these hours “regimes” over time and across countries. Through this, we show that while female employment in over-time work increased and the gender wage decreased, this was not driven by increasing selection but rather by a decrease in the unexplained portion of the wage gap over time. We conclude by considering the contribution of unions and labor market flexibility to these cross-country differences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Elterngeld: Mindest- und Höchstbetrag haben seit der Einführung real 27 Prozent an Wert verloren (2025)
Zitatform
Collischon, Matthias (2025): Elterngeld: Mindest- und Höchstbetrag haben seit der Einführung real 27 Prozent an Wert verloren. In: IAB-Forum – Grafik aktuell H. 20.03.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.GA.20250320.01
Abstract
"Die Geburtenrate in Deutschland ist niedrig, laut statistischem Bundesamt lag sie im Jahr 2023 bei 1,35 Geburten je Frau. Die Politik versucht einen Anreiz zum Kinderkriegen zu schaffen, unter anderem mit dem Elterngeld, das 2007 eingeführt wurde. Der Mindestbetrag liegt hier bei 300 Euro im Monat, der Höchstbetrag bei 1.800 Euro. Diese Beträge wurden, im Gegensatz zu anderen Sozialleistungen, seit der Einführung nicht angepasst und haben somit effektiv an Wert verloren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Unpacking the Link between Service Sector and Female Employment: Cross-Country Evidence (2025)
Coskun Dalgic, Sena; Sengul, Gonul;Zitatform
Coskun Dalgic, Sena & Gonul Sengul (2025): Unpacking the Link between Service Sector and Female Employment: Cross-Country Evidence. (IAB-Discussion Paper 08/2025), Nürnberg, 25 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2508
Abstract
"Der starke Anstieg der Erwerbsbeteiligung von Frauen war in den letzten Jahrzehnten ein bestimmendes Merkmal der hochentwickelten Volkswirtschaften. Dieses Papier untersucht die länderübergreifenden Unterschiede im Zusammenhang zwischen der Expansion des Dienstleistungssektors und der Beschäftigung von Frauen in Europa und den USA. Wir schätzen die Elastizität der Frauenbeschäftigung im Verhältnis zur Beschäftigung im Dienstleistungssektor und decken erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern hinsichtlich der Stärke auf, mit der der weibliche Anteil an den Arbeitsstunden auf die Expansion des Dienstleistungssektors reagiert. Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese Elastizität in Ländern mit einem stärkeren Strukturwandel und einer höheren weiblichen Beschäftigungsintensität im Unternehmensdienstleistungssektor höher ist. Darüber hinaus ist eine höhere weibliche Beschäftigungsintensität im Unternehmensdienstleistungssektor mit einem größeren Lebensmittel- und Beherbergungssektor verbunden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Länder mit einer stärkeren Umverteilung von der Industrie zum Dienstleistungssektor einen stärkeren Anstieg der weiblichen Beschäftigung erlebten, da ihr expandierender Unternehmensdienstleistungssektor zusätzliches Wachstum im Lebensmittel- und Beherbergungssektor erzeugte und Frauen dadurch stärker in die Erwerbsarbeit zog." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Coskun Dalgic, Sena; -
Literaturhinweis
Rent Sharing and the Gender Bargaining Gap: Evidence from the Banking Sector (2025)
Zitatform
Coskun Dalgic, Sena, Hermann Gartner & Ahmet Ali Taskin (2025): Rent Sharing and the Gender Bargaining Gap: Evidence from the Banking Sector. (IAB-Discussion Paper 06/2025), Nürnberg, 40 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2506
Abstract
"Wir nutzen den Wegfall staatlicher Bankgarantien in Deutschland als quasi-natürliches Experiment, um den Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Verhandlungsmacht abzuschätzen. Anhand umfassender Lohndaten von Bankangestellten, kombiniert mit Finanzinformationen auf Bankebene, stellen wir fest, dass Frauen etwa zwei Drittel der Verhandlungsmacht von Männern haben. Unsere modellbasierte Analyse legt nahe, dass diese geschlechtsspezifische Verhandlungsmacht allein 13 bis 25 Prozent der beobachteten geschlechtsspezifischen Lohnlücke in der Branche ausmacht. Die Ergebnisse zeigen eine wichtige Ursache der Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen: Eine Veränderung der Profitabilität von Firmen kannn die geschlechtsspezifische Lohnlücke verringern, ohne dass sich die Gleichstellung der Geschlechter strukturell verbessert. Dieser Effekt hat erhebliche Auswirkungen auf Branchen mit hohen Profiten und hoher Ungleichheit wie der Finanzbranche, in denen der Modus der Verteilung der Profite männliche Beschäftigte begünstigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Partnerships as signposts? The role of spatial mobility in gendered earnings benefits of graduates (2025)
Zitatform
Detemple, Jonas (2025): Partnerships as signposts? The role of spatial mobility in gendered earnings benefits of graduates. In: Advances in life course research, Jg. 63. DOI:10.1016/j.alcr.2024.100656
Abstract
"This study analyzes the gender-specific impact of spatial mobility on earnings after graduation from higher education, extending previous research on graduates’ mobility benefits, which has largely ignored gender-specific mechanisms. Based on household economic and gender role considerations, this study argues that partnerships are associated with solidifying gender differences in mobility-related earnings benefits. The study uses data from the German National Educational Panel Study (NEPS), Starting Cohort First-Year Students (SC5), and applies entropy balancing weights to account for the self-selection of mobile graduates. General linear models show a weak correlation between overal graduate mobility and higher earnings and that gender differences are rather small and depend on the type of mobility. However, looking at the role of partnerships, female graduates benefit significantly less from short-distance mobility when cohabiting with a partner than their non-cohabiting counterparts, while cohabiting male graduates benefit significantly more from long-distance mobility. The findings contribute to the literature by highlighting the crucial role of partnerships in the gendered mobility benefits of graduates." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Author. Published by Elsevier Ltd.) ((en))
-
Literaturhinweis
Who can work when, and why do we have to care? Education, care demands, and the gendered division of work schedules in France and Germany (2025)
Zitatform
Deuflhard, Carolin & Jeanne Ganault (2025): Who can work when, and why do we have to care? Education, care demands, and the gendered division of work schedules in France and Germany. In: Journal of Marriage and Family, Jg. 87, H. 4, S. 1618-1638. DOI:10.1111/jomf.13085
Abstract
"Objective: This article investigates how education and the presence and age of children shape gendered work schedule arrangements among couples in France and Germany. Background: Despite the prevalence of nonstandard work schedules, schools and daycare facilities typically operate during standard work hours. Nevertheless, little is known on the gendered division of work schedules. Both France and Germany have shifted toward labor market deregulation, favoring the concentration of nonstandard schedules in lower-class jobs. However, France provides full-day public education and care. In Germany, public childcare is less comprehensive, and daycare and school hours are considerably shorter. Method: The study uses sequence and cluster analysis on time-use data (N = 11,268 days) to identify typical work schedules. Multinomial logistic regressions assess how education and the presence and age of children are associated with men's and women's types of days. Results: In both countries, less-educated men were more likely to work shifts, whereas less-educated women were more likely to not be employed. However, standard work schedules prevailed among better-educated French men and women, whereas partial workdays and non-workdays predominated among German women. Conclusion: In both labor market contexts, less-educated partnered women rather than men seem to opt out of employment due to scheduling conflicts between work and care. However, more work-facilitating family policies allow for more gender-equal schedules among better-educated men and women in France." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Kita-Versorgungsungleichheiten - eine Analyse auf Stadtteilebene (2025)
Zitatform
Diermeier, Matthias, Jan Engler, Melinda Fremerey & Leon Wansleben (2025): Kita-Versorgungsungleichheiten - eine Analyse auf Stadtteilebene. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2025,41), Köln, 3 S.
Abstract
"Der Zugang zu frühkindlicher Bildung hängt auch in Deutschland stark von der sozio-ökonomischen Segregation der Städte ab. Innerhalb derselben Stadt gibt es in wohlsituierten Vierteln im Durchschnitt ein Drittel mehr Kitas pro Anzahl Kinder als in sozio-ökonomisch prekären Räumen. Dieser Unterschied geht darauf zurück, dass sich konfessionelle- und private-gemeinnütze Kitas deutlich häufiger in prosperierenden Quartieren ansiedeln als in sozial schwachen Stadtteilen – öffentliche Kitas können dies nicht kompensieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The Economic Costs of Men's Long Work Hours for Women: Evidence on the Gender Wage Earnings Gap from Australia and Germany (2025)
Zitatform
Doan, Tinh, Liana Leach & Lyndall Strazdins (2025): The Economic Costs of Men's Long Work Hours for Women: Evidence on the Gender Wage Earnings Gap from Australia and Germany. In: Social indicators research, Jg. 179, H. 2, S. 1073-1100. DOI:10.1007/s11205-025-03647-1
Abstract
"Women’s earnings inequality persists, despite policy efforts to reduce discrimination and gender bias. Gender gaps in earnings, however, are a function of hours worked as well as wage rates, and reflect gendered short and long work hour patterns. Within households, how partners exchange time is a crucial driver of hours worked yet this is rarely incorporated into analysis of gender earning gaps. Using a two-stage instrumental variable Oaxaca- Blinder decomposition we model earnings gaps as a function of own and partner hours on and off the job. This enables us to estimate what the gender gap in hours and earnings would look like without a gendered time ‘subsidy’ or ‘borrowing’ in the home. We studied dual-earner households in two countries, Australia and Germany, finding a weekly earnings gap of AUD$536 and €400. This was accompanied by a weekly work hour gap of 12 h in Australia and 13 in Germany. When we accounted for the influence of partner’s hours (paid or unpaid), work hour gaps reduce to 5.1 h in Australian households (58% reduction), and to 6.9 h in German (47% reduction). In effect, women would work 3 to 4 h more each week, and men’s long hours would reduce, narrowing the gender earnings gaps by 43% in Australia and 25% in Germany, if time ‘subsidies’ in the home were eliminated. Our analysis reveals the economic cost to women long work hour cultures impose." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
-
Literaturhinweis
Harmonizing French and German administrative data on maternal employment: A practical guide how to create comparable data sets from DADS-EDP and SIAB (2025)
Filser, Andreas ; Amend, Inga Marie ; Wagner, Sander ; Frodermann, Corinna ; Achard, Pascal ; Gaede, Inga;Zitatform
Filser, Andreas, Pascal Achard, Inga Marie Amend, Corinna Frodermann, Inga Gaede & Sander Wagner (2025): Harmonizing French and German administrative data on maternal employment. A practical guide how to create comparable data sets from DADS-EDP and SIAB. (SocArXiv papers), 18 S. DOI:10.31219/osf.io/rcsng
Abstract
"This paper provides a guide how to harmonize large-scale administrative datasets from France (DADS-EDP) and Germany (SIAB) for comparative social science research. France and Germany. While both datasets offer rich, longitudinal information on individual employment trajectories which can be augmented with firm-level information, they differ in structure, sample coverage, and variable coding. Harmonizing these datasets unlocks new potential for comparative research, particularly in examining the labor market trajectories of mothers in both countries. This paper outlines the necessary steps to harmonize these data sources and gives an overview on the set of harmonized variables. The harmonized data is of significant value for researchers, providing a foundation for comparative studies on labor market outcomes in France and Germany, especially in the context of welfare state differences and their importance within the EU and worldwide. The code for harmonization is provided for further adaptation to specific research questions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Die Lohnlücke schrumpft: Ein neuer Lohnmonitor soll aktuellere Daten für Forschung und Politik liefern. Die ersten Ergebnisse sind überraschend (2025)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2025): Die Lohnlücke schrumpft. Ein neuer Lohnmonitor soll aktuellere Daten für Forschung und Politik liefern. Die ersten Ergebnisse sind überraschend. In: Wirtschaftswoche H. 42, S. 35.
-
Literaturhinweis
Der neue IAB-Lohnmonitor beleuchtet die aktuelle Lohnentwicklung in Deutschland (2025)
Zitatform
Gartner, Hermann, Bajai Resch & Enzo Weber (2025): Der neue IAB-Lohnmonitor beleuchtet die aktuelle Lohnentwicklung in Deutschland. (IAB-Forschungsbericht 21/2025), Nürnberg, 22 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2521
Abstract
"Die Lohnentwicklung ist eine zentrale Größe zur Charakterisierung der Arbeitsmarktentwicklung. Am IAB wird ein Monitor aufgebaut, mit dem die Lohnentwicklung in Deutschland beobachtet wird. Der IAB-Lohnmonitor basiert auf der IAB-Online-Personenbefragung „Arbeiten und Leben in Deutschland“ (IAB-OPAL). IAB-OPAL ist eine webbasierte Personenbefragung des IAB, die arbeitsmarktbezogene Themen abfragt. Es handelt sich um eine quartalsweise Befragung von je circa 7.500 Personen im erwerbsfähigen Alter (18–65 Jahre), in der wechselnde Fragen zu aktuellen Themen gestellt werden. Damit kann die Lohnverteilung auch nach Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Ausbildung und Erwerbsumfang – ausgewertet werden. Auf Basis der Befragung lassen sich so zeitnahe Aussagen über die Entwicklung der Lohnungleichheit treffen. Ein Vorteil der Daten zum Beispiel gegenüber der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts ist, dass bei IAB-OPAL auch der Haushaltskontext vorliegt. So können zum Beispiel Einkommen in Haushalten mit oder ohne Kinder verglichen werden. Ein Vorteil gegenüber Prozessdaten aus der Bundesagentur für Arbeit (wie dem SIAB des IAB) wiederum ist, dass auch die Löhne jenseits der Beitragsbemessungsgrenze sowie die Arbeitszeiten erfasst werden. Wir stellen in diesem Bericht die Datengrundlagen und die Aufbereitungsschritte vor und präsentieren erste Ergebnisse aus dem IAB-Lohnmonitor: So zeigt sich, dass im vierten Quartal 2023 der durchschnittliche Stundenlohn bei 23,54 Euro lag und bis zum zweiten Quartal 2025 auf 25,61 Euro stieg. Zugleich haben sich die Unterschiede zwischen niedrigeren und höheren Löhnen in diesem Zeitraum verringert. So legten die Löhne von Personen ohne Berufsabschluss zuletzt um 13 Prozent zu, die von Personen mit Hochschulabschluss hingegen nur um 5,8 Prozent. Ein Vergleich der Löhne von Männern und Frauen zeigt: Frauen haben im Schnitt der vergangenen vier Quartale 2025 im Durchschnitt um 15,3 Prozent pro Stunde weniger verdient als Männer. Der durchschnittliche Lohn von neu eingestellten Beschäftigten schwankt meist stärker als der von bereits länger Beschäftigten. Dies zeigte sich insbesondere in den ersten Quartalen 2024 und 2025: Die Löhne in länger bestehenden Beschäftigungsverhältnissen sind im ersten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,7 Prozent gestiegen, die in neuen Beschäftigungsverhältnissen dagegen um 21,5 Prozent. Im zweiten Quartal lag das Verhältnis nur noch bei 6,2 Prozent zu 7,5 Prozent. Der aktuelle IAB-Lohnmonitor soll in Zukunft mehrmals jährlich erscheinen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Studienbeschreibung „Arbeiten und Leben in Deutschland“ -
Literaturhinweis
Invisible gaps: Women’s individual poverty risks and the gendered failings of the adult worker model (2025)
Zitatform
Gasior, Katrin, Silvia Avram & Daria Popova (2025): Invisible gaps: Women’s individual poverty risks and the gendered failings of the adult worker model. In: Economic Systems. DOI:10.1016/j.ecosys.2025.101363
Abstract
"Since the early 2000s, welfare states in Europe have shifted their primary focus from providing social protection against labour market risks to the activation of all individuals into employment. As a way to limit poverty risks, this strategy ignores the ‘care penalties’ many women face in the labour market. Official poverty statistics ignore intrahousehold inequalities in resource allocation, thereby possibly overestimating the economic resources of women. This study contributes to the literature on the gendered consequences of welfare policies by estimating poverty risks for men and women using individualised incomes and assessing the extent to which observed gender gaps in poverty risk can be linked to the adult worker model. Additionally, the role played by taxes and social transfers in mitigating the gender gap in individual poverty risk is examined. Results show that only around one third of women in Europe fit the standard full-time, year-round employment model. Inactive and unemployed women have particularly high individual poverty risks, but even women who work fulltime and are continuously employed are more prone to poverty than men, highlighting the role of gender pay gaps. Social transfers cushion some of the gendered gap in poverty risk, while direct taxes and social insurance contributions have a disequalizing effect at the bottom of income distribution, especially for workers in atypical employment." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Authors. Published by Elsevier B.V.) ((en))
-
Literaturhinweis
300.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige fehlen: Eine Betrachtung der Entwicklung von Bestand und Bedarf an Betreuungsplätzen (2025)
Geis-Thöne, Wido;Zitatform
Geis-Thöne, Wido (2025): 300.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige fehlen. Eine Betrachtung der Entwicklung von Bestand und Bedarf an Betreuungsplätzen. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2025,63), Köln, 24 S.
Abstract
"Hatte die Zahl der unter Dreijährigen in institutioneller Betreuung im Jahr 2023 mit 857.000 ihren Höchststand erreicht, ist sie bis zum Jahr 2025 wieder um 56.000 oder 6,5 Prozent auf nur noch 801.000 gesunken. Niedriger lag sie letztmals im Jahr 2018. Ursächlich hierfür sind vorwiegend die stark gesunkenen Kinderzahlen. Lebten Ende des Jahres 2022 noch 2,28 Millionen unter Dreijährige in Deutschland, waren es Ende des Jahres 2024 nur noch 2,12 Millionen. Gleichzeitig ist im letzten Jahr allerdings auch die Betreuungsquote leicht von 38,2 Prozent auf 37,8 Prozent gesunken (jeweils bezogen auf Kinderzahlen nach Korrektur der Bevölkerungsbestände mit dem Zensus 2022), was bisher nur einmal - im Umfeld der Corona-Pandemie im Jahr 2021 - der Fall war. Legt man die Angaben von Eltern zu den Betreuungswünschen für ihre unter Dreijährigen aus dem Vorjahr zugrunde, hätte im Jahr 2025 an sich ein Bedarf an 1,10 Millionen Betreuungsplätzen bestanden, womit sich rechnerisch eine Lücke von 300.000 Plätzen ergibt. Allerdings ist die Lage regional sehr unterschiedlich. Im Osten ist die Zahl der unter Dreijährigen zwischen dem 31. Dezember 2018 und dem 31. Dezember 2023 um 19,6 Prozent zurückgegangen und damit regelrecht eingebrochen. Damit einhergehend ist auch der rechnerische Bedarf an Betreuungsplätzen zwischen den Jahren 2019 und 2025 von 261.000 auf nur noch 213.000 gesunken. Diese negative Entwicklung dürfte sich noch weiter fortsetzen, da sich im Osten bei den Geburten bislang noch keine Trendumkehr abzeichnet. Auch ist die Betreuungsinfrastruktur mit einer Betreuungsquote von 54,9 Prozent im Jahr 2025 bereits sehr gut ausgebaut. So dürfte ein Rückbau nahezu unumgänglich sein. Allerdings betrifft dies nur die Einrichtungen und nicht das freiwerdende Personal, das eingesetzt werden sollte, um die Relationen zwischen den Betreuungskräften und Kindern zu verbessern und so die Qualität der Angebote zu stärken. In Westdeutschland lag der errechnete Bedarf an Betreuungsplätzen im Jahr 2025 mit 890.000 ähnlich hoch wie im Jahr 2019 mit 891.000. Dies erklärt sich nicht nur mit weit weniger stark rückläufigen Kinderzahlen als im Osten, sondern auch mit noch steigenden Betreuungswünschen der Eltern. Insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern dürfte hier auch bei weitem noch nicht das Ende erreicht sein, wobei unter anderem auch die von staatlicher Seite gesteuerte Entwicklung der Elternbeiträge und weiterer Aspekte des institutionellen Rahmens einen Einfluss haben können. Derzeit fehlen in diesen beiden Ländern zusammen rechnerisch 87.000 Betreuungsplätze und in Nordrhein-Westfalen 85.000. Relativ zur Zahl der Kinder liegen die Lücken in Bremen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen mit Werten zwischen 18 Prozent und 19 Prozent am höchsten. Insgesamt ergibt sich für Westdeutschland eine Lücke von 15,6 Prozent. Besonders hoch ist die Betreuungsquote in Hamburg mit 49,3 Prozent, wohingegen sie beim Schlusslicht Bremen mit 31,3 Prozent um mehr als ein Drittel niedriger liegt. Dort besucht auch im Alter von drei Jahren noch mehr als ein Fünftel der Kinder keine Kita, was bei einer vergleichsweise heterogenen Bevölkerung mit Blick auf die Entwicklungs- und Teilhabechancen der Kinder sehr problematisch sein kann. Grundsätzlich sollte in den nächsten Jahren nicht nur darauf hingearbeitet werden, flächendeckend Betreuungsangebote zu machen, die die Bedarfe der Eltern möglichst vollständig decken. Wichtig ist es auch, Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf - insbesondere im Bereich des Erwerbs der deutschen Sprache - frühzeitig in die Kitas zu holen, auch wenn sich die Eltern an sich noch nicht unbedingt eine institutionelle Betreuung für sie wünschen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Assessing the Differential Income Effects of Maternal Employment Interruptions in Germany (2025)
Zitatform
Ghosh, Saikat & Christian Aßmann (2025): Assessing the Differential Income Effects of Maternal Employment Interruptions in Germany. (LIfBi working paper 121), Bamberg, 30 S. DOI:10.5157/LIfBi:WP121:1.0
Abstract
"Employment interruption due to childbirth remains a key contributor to the persistent motherhood penalty in labour markets. While such interruptions consistently reduce earnings, their impact is not uniform and depends significantly on the nature of subsequent employment. This study offers robust empirical evidence on the nuanced effects of employment interruptions, employment types, and job changes on mothers’ annual labour income in Germany. Utilizing a dataset, which combines rich survey and administrative records, we estimate the differential effects of employment interruptions in interaction with employment type and job mobility. Our findings reveal that the income penalties associated with employment interruptions vary substantially depending on whether mothers engage in regular or non-regular work, and whether they change jobs post-childbirth. The results also document a reasonable amount of persistent latent heterogeneity. These insights have important implications for labour market policy and contribute to the limited empirical literature on post-childbirth employment trajectories." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Rentenansprüche von Frauen bleiben mit steigender Kinderzahl deutlich hinter denen von Männern zurück (2025)
Zitatform
Haan, Peter, Michaela Kreyenfeld, Sarah Schmauk & Tatjana Mika (2025): Rentenansprüche von Frauen bleiben mit steigender Kinderzahl deutlich hinter denen von Männern zurück. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 92, H. 12, S. 183-189. DOI:10.18723/diw_wb:2025-12-1
Abstract
"Der Gender Pension Gap, der den Unterschied bei den Rentenansprüchen zwischen Männern und Frauen misst, liegt laut Daten der Deutschen Rentenversicherung im Alter von 60 Jahren bei 32 Prozent. Darüber hinaus zeigt sich auch ein deutlicher Unterschied bei den gesetzlichen Rentenansprüchen zwischen Müttern und kinderlosen Frauen (Motherhood Pension Gap). Diesem Gap wirken die im Jahr 1986 eingeführten und seither mehrfach modifizierten Kindererziehungszeiten entgegen. Die Anrechnung von Kindererziehungszeiten reduziert die Unterschiede der Rentenanwartschaften zwischen kinderlosen Frauen und Müttern zwar deutlich, allerdings nur für die Jahre nach der Geburt. Für die Geburtsjahrgänge 1952 bis 1959 liegt der Motherhood Pension Gap im Alter von 60 Jahren in Westdeutschland bei 26 Prozent: Kindererziehungszeiten können den Rentennachteil von Müttern nicht ausgleichen. Weitere sozial- und steuerpolitische Maßnahmen, die eine gleichberechtigte Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit fördern, sind notwendig. Neben dem Ausbau der Kinderbetreuung sind Reformen des Ehegattensplittings und der Minijobs sowie ein Umbau der Arbeitswelt erforderlich, der die Bedürfnisse von Sorgetragenden stärker berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Berufsberatung im Erwerbsleben kann Frauen bei der Rückkehr in den Beruf unterstützen (2025)
Zitatform
Hartosch, Katja, Linda Heuer, Anna Heusler, Julia Lang & Angela Ulrich (2025): Die Berufsberatung im Erwerbsleben kann Frauen bei der Rückkehr in den Beruf unterstützen. In: IAB-Forum H. 07.07.2025, 2025-07-02. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250707.01
Abstract
"Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufiger als Männer. Dies führt oft zu Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben. So können Qualifikationen veralten und Unsicherheiten über berufliche Möglichkeiten entstehen. Unterstützung bietet die Berufsberatung im Erwerbsleben der Bundesagentur für Arbeit. Untersuchungen des IAB geben Anhaltspunkte, inwiefern die Gruppe der Berufsrückkehrerinnen durch dieses Beratungsangebot erreicht wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Damned if You Do, Damned if You Don’t?: Experimental Evidence from Germany on Hiring Discrimination Against Mothers with Short Family Leave (2025)
Zitatform
Hipp, Lena (2025): Damned if You Do, Damned if You Don’t? Experimental Evidence from Germany on Hiring Discrimination Against Mothers with Short Family Leave. In: Work and occupations, S. 1-32. DOI:10.1177/07308884251360325
Abstract
"Can women overcome motherhood penalties by quickly returning to their jobs after childbirth? Do employers discriminate against fathers who take extended family leave? To answer these questions, I exploit some unique features of Germany's parental leave and job application system. My field experiment shows that mothers who only took the mandatory leave of two months are less likely to be invited to a job interview than mothers who stayed home for a year. There is, however, no difference between fathers who took short versus long periods of leave. The results of the supplementary laboratory experiment support my theoretical claim that women who “lean in” and violate the norm of being “a good mother” are judged more negatively than norm-violating men, who benefit from their culturally ascribed higher status in professional settings. My study hence underscores that women are required to enact traditional family roles to “fit in” but men are not. Fathers have more leeway in their behaviors and are evaluated according to a more flexible range of criteria than mothers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Gender differences in paid work over time: Developments and challenges in comparative research (2025)
Zitatform
Hipp, Lena & Kristin Kelley (2025): Gender differences in paid work over time: Developments and challenges in comparative research. In: PLoS ONE, Jg. 20. DOI:10.1371/journal.pone.0322871
Abstract
"This paper examines gender differences in paid work over time and illustrates the pitfalls encountered by any comparative research that only considers either labor force participation rates or average working hours. To do so, we analyze harmonized survey data from Europe and the United States from 1992 to 2022 (N = 43,283,172) and show that more progress was made in closing gender gaps in labor force participation rates than in working hours. In most countries, women’s labor force participation rates increased considerably, but their average working hours decreased, whereas both men’s labor force participation rates and average working hours decreased or stagnated (but nonetheless still remained much higher than women’s). We show and argue that these countervailing trends in working hours and labor force participation rates make it difficult to paint a coherent picture of cross-national differences in women ’s and men’s paid work and of changes over time. In response, we propose “work volume” as a supplementary or alternative measure for any type of comparative research. Work volume records zero working hours for nonemployed individuals and thus allows straightforward comparisons between women’s and men’s (or any other groups’) involvement in paid work. Using the proposed work volume measure, we show that gender gaps in paid work decreased over time, but that even in 2022, men’s involvement in paid work remained considerably higher than women’s—with gender gaps being lowest in the Scandinavian and the former Communist countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Strukturwandel am Arbeitsmarkt durch die ökologische Transformation - Folgen für Geschlechterverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt: Expertise für den Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2025)
Zitatform
Hohendanner, Christian, Markus Janser & Florian Lehmer (2025): Strukturwandel am Arbeitsmarkt durch die ökologische Transformation - Folgen für Geschlechterverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt. Expertise für den Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Berlin, 94 S.
Abstract
"Die vorliegende Expertise untersucht erstmals quantitativ die strukturellen Veränderungen des Arbeitsmarktes in Deutschland im Hinblick auf geschlechtsbezogene Aspekte, die im Zuge der ökologischen Transformation entstehen. Wir verwenden hierfür einen Tasks-basierten Ansatz zur Identifikation der betroffenen Akteur*innen auf dem Arbeitsmarkt. Dazu werden der Greenness-of-Jobs Index (GOJI) (Janser 2019, 2024), das IAB-Berufepanel (Version 2012-2022, inkl. GOJI) sowie deskriptive Statistiken auf Basis des IAB-Betriebspanels herangezogen. Das IAB-Berufepanel wie die Auswertungen des IAB-Betriebspanels sind auf der Homepage des IAB öffentlich zugänglich und können für weitere Analysen genutzt werden. Zusätzlich werden Maßnahmen diskutiert, die helfen könnten, mögliche Ungleichheiten in der ökologischen Transformation abzufedern und zu überwinden. Ziel der Expertise ist es, den Sachverständigen für den Vierten Gleichstellungsbericht eine fundierte empirische Grundlage zu den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und deren potenziellen Folgen für Geschlechterverhältnisse durch die ökologische Transformation zu liefern. Die Expertise zeigt auf, inwiefern Frauen und Männer gleichermaßen oder unterschiedlich von den Entwicklungen des Arbeitsmarktes profitieren bzw. betroffen sind. Es wird dargestellt, in welchen Branchen und Berufen sich Tätigkeitsfelder verändert haben und neue Beschäftigungsverhältnisse entstanden bzw. weggefallen sind – jeweils mit besonderem Fokus auf die Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Vor dem Hintergrund aller zusammengetragenen Erkenntnisse wird abschließend diskutiert, inwiefern die bisherigen Ergebnisse darauf hindeuten, dass sich geschlechtsbezogene Unterschiede bzw. Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt in der ökologischen Transformation eher angleichen oder weiter auseinanderentwickeln." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Parental Leave, Worker Substitutability, and Firms' Employment (2025)
Zitatform
Huebener, Mathias, Jonas Jessen, Daniel Kühnle & Michael Oberfichtner (2025): Parental Leave, Worker Substitutability, and Firms' Employment. In: The Economic Journal, Jg. 135, H. 669, S. 1467-1495., 2024-12-06. DOI:10.1093/ej/ueae114
Abstract
"Motherhood and parental leave are frequent causes of worker absences and employment interruptions, yet little is known about their effects on firms. Based on linked employer-employee data from Germany, we examine how parental leave absences affect small-and medium-sized firms. We show that they anticipate the absence with replacement hirings in the six months before childbirth. A 2007 parental leave reform extending leave absences reduces firm-level employment and total wages up to three years after childbirth, driven by firms with few internal substitutes for the absent mother. However, we do not find longer-term effects on firms’ employment, wage bill, or likelihood to shut down. The reform led to an increase in replacement hirings, but firms did not respond to longer expected absences of mothers by subsequently hiring fewer young women. Overall, our findings show that anticipated, extended parental leave does not have a lasting impact on firms." (Author's abstract, IAB-Doku, © Oxford University Press) ((en))
-
Literaturhinweis
Veränderungen am deutschen Arbeitsmarkt - Einflüsse und Entwicklungen: Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 9.7.2025 (2025)
Hummel, Markus; Zika, Gerd ; Kunaschk, Max; Weber, Enzo ; Popp, Martin ; Kovalenko, Tim ; Schmidtke, Julia ; Kohaut, Susanne; Schwengler, Barbara;Zitatform
Hummel, Markus, Susanne Kohaut, Tim Kovalenko, Max Kunaschk, Martin Popp, Julia Schmidtke, Barbara Schwengler, Enzo Weber & Gerd Zika (2025): Veränderungen am deutschen Arbeitsmarkt - Einflüsse und Entwicklungen. Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 9.7.2025. (IAB-Stellungnahme 02/2025), Nürnberg, 18 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2502
Abstract
"Zur Vorbereitung des Jahresgutachtens 2025/2026 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde das IAB um seine Expertise zur Einschätzung der folgenden Themen gebeten: - Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts - Auswirkungen der Handelspolitik, des Sondervermögens Infrastruktur und der erhöhten Verteidigungsausgaben auf den Arbeitsmarkt - Entwicklung der Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe - Auswirkungen der informellen Pflege auf den Arbeitsmarkt. Die Erkenntnisse, die das IAB bereits Juli 2025 hierzu vorgelegt hat, werden in der vorliegenden Stellungnahme zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus; Zika, Gerd ; Kunaschk, Max; Weber, Enzo ; Popp, Martin ; Kovalenko, Tim ; Schmidtke, Julia ; Kohaut, Susanne; Schwengler, Barbara; -
Literaturhinweis
Wie Mütter für den Arbeitsmarkt verfügbar gemacht werden sollen: Vorgaben zur frühzeitigen Aktivierung von Erziehenden kleiner Kinder unter drei Jahren in der Grundsicherung (2025)
Zitatform
Höpfner, Elena (2025): Wie Mütter für den Arbeitsmarkt verfügbar gemacht werden sollen. Vorgaben zur frühzeitigen Aktivierung von Erziehenden kleiner Kinder unter drei Jahren in der Grundsicherung. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 71, H. 1, S. 63-86., 2025-01-08. DOI:10.1515/zsr-2024-0024
Abstract
"Erziehende im Bürgergeldbezug können bis zum dritten Lebensjahr des Kindes die Forderungen, arbeiten zu müssen oder sich darauf z. B. durch Maßnahmen vorzubereiten, verneinen. Auf diesen Ausnahmetatbestand von der Pflicht zur Erwerbsarbeit – verankert im § 10 im Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) – berufen sich fast ausschließlich Mütter. Diese Zeitspanne der ersten drei Lebensjahre des Kindes soll jedoch zukünftig an allen Jobcentern – so untergesetzliche Weisungen seit 2021 – intensiver als bisher dafür genutzt werden, vorhandene „Erwerbspotenziale“ der Mütter zu erkennen und ihre „Arbeitsmarktintegration vorzubereiten“. Im Rahmen dieses Beitrags bin ich der Frage nachgegangen, wie diese Bemühungen um „frühzeitige Aktivierung“ in einer Änderung der administrativen Vorgaben institutionalisiert werden. Wie sollen Mütter kleiner Kinder in der Grundsicherung zukünftig für den Arbeitsmarkt verfügbar gemacht werden und unter welchen Bedingungen kann ihnen Erwerbsarbeit zugemutet werden? Ziel des vorliegenden Beitrags ist eine Analyse dieser arbeitsmarkt- und sozialpolitisch motivierten Änderungen. Diese erfolgt mittels einer historischen Einordnung sowie einer Dokumentenanalyse der Vorgaben – die sich als Prozess der Verfügbarmachung in fünf Dimensionen aufschlüsseln und als ein Rekommodifizierungsversuch einer bisher im Wohlfahrtsstaat geschützten Lebensphase deuten lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
-
Literaturhinweis
Entgeltgleichheit gemeinsam herstellen: Notwendig und machbar!: Handlungshinweise und Erfahrungen aus der Praxis eines Unternehmens (2025)
Jochmann-Döll, Andrea;Zitatform
Jochmann-Döll, Andrea (2025): Entgeltgleichheit gemeinsam herstellen: Notwendig und machbar! Handlungshinweise und Erfahrungen aus der Praxis eines Unternehmens. (Working paper Forschungsförderung / Hans Böckler Stiftung 378), Düsseldorf, 46 S.
Abstract
"Wie kann geprüft werden, ob gleiche oder gleichwertige Arbeit gleich bezahlt wird und die Entgeltgleichheit der Geschlechter verwirklicht ist? Diese Frage stellt sich in vielen Unternehmen, angestoßen durch den Wandel der Geschlechterverhältnisse, die Veränderung von Tätigkeiten im Zuge der digitalen Transformation und neue rechtliche Grundlagen der Entgeltgleichheit durch die Entgelttransparenzrichtlinie der EU. In diesem Papier wird am praktischen Beispiel eines Unternehmens gezeigt, wie das Instrumentarium eg-check.de hierfür eingesetzt wurde. Sein Ablauf, die angewendeten Methoden und die gewonnenen Erkenntnisse werden beschrieben, der Bezug zur Entgelttransparenzrichtlinie wird hergestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Multidimensional gender ideologies: How do they relate to work-family arrangements of mothers with dependent children in Poland and western Germany? (2025)
Zitatform
Joecks, Jasmin, Anna Kurowska, Kerstin Pull & Pia Schober (2025): Multidimensional gender ideologies: How do they relate to work-family arrangements of mothers with dependent children in Poland and western Germany? In: International Journal of Comparative Sociology, Jg. 66, H. 4, S. 633-659. DOI:10.1177/00207152241293463
Abstract
"This study uses a multidimensional approach to identify gender ideologies and investigate their association with work-family arrangements among mothers of dependent children in Poland and western Germany. Based on data from the Generations and Gender Survey, we apply ordinal latent class analysis and identify five gender ideology classes: (1) traditional, (2) intensive parenting, (3) ambivalent, (4) moderately egalitarian, and (5) strongly egalitarian. In both countries, we find that the intensive parenting class resembles the traditional class in terms of lower maternal employment, a more gendered division of housework and childcare, and a smaller probability of using formal childcare, whereas the ambivalent respondents mostly practice work-care arrangements that are similar to the moderately egalitarian class. With respect to informal care, mothers who identify with strong egalitarianism significantly differ from the traditional class in western Germany, but they do not in Poland—thus highlighting the role of the cultural and institutional context in explaining the complex links between mothers’ gender ideologies and work-family arrangements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Follow-up study on the long-term effectiveness of the home-visiting program “ProKind”: study protocol for a randomized controlled trial (2025)
Kliem, Sören ; Lohmann, Anna ; Schepan, Marie Lisanne; Baier, Dirk ; Fischer, Sebastian; Conti, Gabriella ; Sandner, Malte ; Brand, Tilman ;Zitatform
Kliem, Sören, Malte Sandner, Tilman Brand, Sebastian Fischer, Anna Lohmann, Marie Lisanne Schepan, Gabriella Conti & Dirk Baier (2025): Follow-up study on the long-term effectiveness of the home-visiting program “ProKind”: study protocol for a randomized controlled trial. In: Frontiers in Pediatrics, Jg. 13, 2025-10-01. DOI:10.3389/fped.2025.1606749
Abstract
"Background: The Nurse-Family Partnership (NFP) is an evidence-based home visiting program shown to improve maternal and child outcomes. Pro Kind is the first German adaptation of NFP, implemented between 2006 and 2012. While earlier evaluations demonstrated short- and medium-term benefits, no European trial has yet assessed long-term effects into adolescence. Objectives: This study protocol outlines the third phase of the Pro Kind randomized controlled trial (RCT), designed to evaluate the program’s effectiveness 14-16 years post-intervention. Primary aims are to assess adolescent and maternal outcomes related to mental health, parenting, risk behaviors, and life satisfaction, as well as potential long-term economic effects. Methods: The original RCT enrolled 755 pregnant women with psychosocial risk factors, randomly assigned to an intervention (n = 394) or control group (n = 361). The intervention comprised structured home visits from midwives or tandem teams (midwife + social worker) from pregnancy until the child’s second birthday. The 15-year follow-up combines self-report data (via online interviews and questionnaires) and administrative records on employment, social benefits, and criminal justice involvement. Discussion: This study represents the first long-term follow-up of an NFP adaptation in Europe. While U.S. trials of NFP provide evidence of the program’s effectiveness, these results cannot be generalized to European welfare contexts. This underscores the need for long-term evaluations of NFP adaptations in Europe to generate evidence that can inform policy and ensure evidence-based decision making." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
When are you coming back? Effect of state-subsidized and employer-sponsored childcare on mothers’ return to work (2025)
Zitatform
Kronberg, Anne-Kathrin & Anna Gerlach (2025): When are you coming back? Effect of state-subsidized and employer-sponsored childcare on mothers’ return to work. In: European Sociological Review, S. 1-18. DOI:10.1093/esr/jcaf044
Abstract
"After giving birth, higher-educated mothers return to work faster and stay with their pre-birth employer more often than mothers with less education. To facilitate more equitable return patterns, public policy and organizational scholars point to state-subsidized and employer-sponsored childcare as potential solutions. We ask how these two childcare approaches affect mothers’ education-specific return timing and destination (pre-birth employer or new employer). Our paper combines representative German linked employer-employee data (LIAB) with county-level childcare information from 2007 to 2019 to address this question. We demonstrate that better state-subsidized childcare reduces education-specific differences in how quickly mothers return to their pre-birth employer. However, equalizing effects decline at the very bottom of the educational spectrum. The equalizing effect also partially extends to employer-sponsored childcare assistance, especially when state-subsidized care is scarce. Nevertheless, employer assistance cannot fully compensate for a lack of state-subsidized infrastructure or prevent mothers’ turnover to a new company. Thus, state-subsidized childcare plays a central role in understanding mothers’ returns to work. We discuss policy implications and how our findings extend beyond the German context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Erwerbsbeteiligung von Frauen
- Erwerbsbeteiligung von Männern
- Kinderbetreuung und Pflege
- Berufliche Geschlechtersegregation
- Berufsrückkehr – Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt
- Dual-Career-Couples
- Work-Life
- Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede
- Familienpolitische Rahmenbedingungen
- Aktive/aktivierende Arbeitsmarktpolitik
- Arbeitslosigkeit und passive Arbeitsmarktpolitik
- geografischer Bezug
